CDU setzt auf ein harmonisches Team

Gelegentlich gibt es einmal eine oder zwei Stimmen weniger, aber im Grunde einvernehmlich und so zügig, wie es die strengen Formalien zulassen, bestellt die Stolberger CDU ihr Personaltableau für die Stadtratswahl. Es ist ein Arbeitsparteitag, zu dem 66 wahlberechtigte Christdemokraten in den Zweifaller Gasthof „Zur Post“ gekommen sind. Und postalisch korrekt werden die Ratskandidaten und ihre persönlichen Vertreter sowie die Reserveliste gewählt.

 

Es gibt keinen Tusch und keine Siegestaumel, es gibt aber auch keine Kampfkandidaturen oder Streitpunkte – selbst im Vorfeld nicht. Sorgsam und im Einvernehmen mit Ortsverbänden und Vereinigungen wurde das Korsett geschnürt. Harmonisch lösen junge ältere Mandatsträger ab. Die Stolberger CDU präsentiert sich in tiefer Geschlossenheit und nicht minder in Zuversicht.

Partei- und Fraktionschef Jochen Emonds fällt es leicht, den „großen Zusammenhalt“ in seiner Partei zu betonen. Nicht minder deutlich positioniert er die Rolle der stärksten Ratsfraktion in den „gerade jetzt turbulenten Zeiten, die unsere Heimatstadt durchlebt“. Emonds: „Unsere 22 Ratsmitglieder setzen sich mit Nachdruck dafür ein, dass im Rathaus weiterhin ein bürgernahes, transparentes und konzeptionelles Arbeiten erfolgt“. Wie keine andere Partei beweise die CDU, was es bedeute, in schwierigen Zeiten Verantwortung zu übernehmen und Stolberg nach vorne zu bringen.

 

Politische Mitbewerber nennt Emonds erst gar nicht. Aber er führt Beispiele an. Etwa einen „fehlerhaften Ausschreibungsprozess der Verwaltung“, so dass noch immer der zweite Beigeordnete fehlt. Und er sieht „viele drängende Themen, die im Rathaus liegen bleiben“. Es fehlt nicht der Blick zurück ins Jahr 2011, als die CDU in eine große Koalition eingetreten ist. Es folgt die Beschreibung eines Aufwärtstrends, der untrennbar mit der CDU und ihrem Bürgermeister Tim Grüttemeier verbunden sei. Zweifall dient an diesem Abend als Musterbeispiel für die Entwicklung in den Stadtteilen.

Für die Zukunft vespricht Jochen Emonds „viel frischen Wind und neue Ideen“. Eins der Lieblingsprojekte ist dabei die Stolberger Burg. Mehr als fünf Millionen Euro sollen in das Wahrzeichen der Stadt fließen, um es umfassend zu sanieren und ein neues Konzept umzusetzen. Die Burg soll erlebbarer und touristisch deutlicher in Szene gesetzt werden. „Es gilt, die Burg als Herzstück von Stolberg als Publikumsmagnet zu entwickeln.“

 

Mehr Aufenthaltsqualität und Anziehungskraft sollen zwei weitere Punkte erhalten: Am Breinigerberg soll ein großer Abenteuer- und Familienspielplatz entstehen, ähnlich wie er in Wahlheim ein Anziehungspunkt für Jung und Alt ist. Und das Umfeld des Glashütter Weihers soll zu einem vielfältigen Freizeitareal weiterentwickelt werden. Boote, Beach, Grill und Golf nach Vorbild des Alsdorfer Weihers schweben der CDU vor. Sie setzt auf Klimaschutz: Mehr als eine Million Bäume sollen zusätzlich angepflanzt werden, um eine CO2-Bindung zu optimieren, berichtet Emonds.

 

 

Als Teamplayer wollen die Christdemokraten die Entwicklung vorantreiben. „Im Vergleich zum politischen Mitbewerber haben wir konsequent gemeinsam für Stolberg gearbeitet“, so Emonds. Anders als beim Mitbewerber habe es keinen Kampf oder Streit über die Besetzung von Vorständen oder Wahlbezirken gegeben. „Bei uns kommen diejenigen in Verantwortung, die sich auch in der Vergangenheit für ihren Stadtteil eingesetzt haben“; sagt der Parteivorsitzende. „Unsere Kandidaten sind bekannt“, und nun einvernehmlich für die Wahlen gesetzt. 

 

Quelle: Stolberger Zeitung

Die Ratskandidaten der CDU (Wahlbezirke): Rainer Bonnie (1), Udo Rüttgers (2), Eberhard Koslowski (3), Paul M. Kirch (4), Martin Hennig (5/1. Reihe

v.l.),Kunibert Matheis (6), Carolin Sieven (7), Hans-Josef Siebertz (8), Saskia Bläsius (9), Rita Felden (10), Hans Bruckschn (11/ 2. Reihe v.l.), Jochen Emonds (12),

Heinz Gerd-Braun (13), Günter Blaszczyk (14 fehlt), Stefan Delheid (15), André Hennecken (16), Fritz Thiermann (17/3. Reihe v.l.), Siegfried Pietz (18/fehlt),

Michael Thomas (19), Karina Wahlen (20), Julian Wahlen (21) und Bernd Stickeler (22/ 4. Reihe v. l.). Foto: Jürgen Lange