CDU-Stolberg stellt Punkte ihres Klimaschutzkonzeptes vor: Städtische Energieberatung und CO2-Bindung durch naturnahe Forstwirtschaft

Bildunterschrift: Siegfried Pietz, CDU-Partei- und Fraktionsvorsitzender Jochen Emonds, Heinz-Gerd Braun und Hans-Gerd Emonds bei der Vorstellung des Klimaschutzkonzeptes der CDU-Stolberg vor.
Bildunterschrift: Siegfried Pietz, CDU-Partei- und Fraktionsvorsitzender Jochen Emonds, Heinz-Gerd Braun und Hans-Gerd Emonds bei der Vorstellung des Klimaschutzkonzeptes der CDU-Stolberg vor.

 

In Sachen Klimaschutz soll sich in Stolberg noch eine Menge tun. Die CDU will im Rahmen ihres erarbeiteten Klimaschutzkonzepts eine städtische Energieberatung einrichten, die Hausbesitzer kostenlos bei Energiesparmaßnahmen für ihr privates Gebäude beraten und bei der Beantragung von Fördermitteln behilflich sind. In der Hauptausschusssitzung des Stolberger Stadtrates am vergangenen Dienstag verabschiedeten die Christdemokraten dazu mehrere Anträge. Auch die anderen im Rat vertretenen Parteien stimmten den Anträgen der CDU zu.

 

So sollen die Bürgerinnen und Bürger über CO2-Einsparmöglichkeiten in ihrer Wohnung und im täglichen Leben informiert werden. Um dem Klimanotstand entgegenzuwirken, sei – neben dem Umstieg auf alternative Energien – auch eine massive Energieeinsparung nötig, geben CDU-Chef Jochen Emonds, Ratsmitglied Heinz-Gerd Braun, Ratsmitglied Siegfried Pietz und der Sachkundige Bürger Hans-Gerd Emonds, bei der Vorstellung des CDU-Klimakonzepts, zu bedenken. Ein besonders hohes Einsparungspotential bestehe bei Wohngebäuden. Um mögliche Vorbehalte gegenüber diesem Thema abzubauen und eine möglichst zeitnahe und effektive Umsetzung der von Seiten des Gesetzgebers geforderten privat zu initiierenden Maßnahmen zu gewährleisten, werde die Installation einer kostenlosen Energieberatung von Seiten der Stadt eine wirksame Maßnahme darstellen .„Darüber hinaus wird diese Serviceleistung einen Alleinstellungscharakter in der Städteregion haben und ist somit auch unter dem Aspekt einer positiven Vermarktung Stolbergs reizvoll“, so Siegfried Pietz.

 

Ein weiterer Punkt, der in den Fokus der Christdemokraten rückt: die Waldbewirtschaftung. Ein städtisches Konzept für eine nachhaltige, naturnahe Waldbewirtschaftung soll entwickelt werden. Dieses soll auf der einen Seite eine maximale CO2-Speicherung ermöglichen und auf der anderen Seite Stolberg im Sinne der Naherholung und des Tourismus fortentwickeln. Schließlich könne man Stolberg mit einer Waldfläche, die 50 % des Stadtgebietes umfasst als „Grüne Lunge der Region“ bezeichnen.

 

Geht es nach der Stolberger CDU, sollen in dem Konzept verschiedene Schwerpunkte berücksichtigt werden. So soll es nicht das primäre Ziel der städtischen Forstwirtschaft sein, Gewinn zu erzielen. „Die schwarze Null ist keine Prämisse“, meinen Jochen Emonds und Heinz-Gerd Braun. Vielmehr sollen die anfallenden Erträge für die Aufforstung bestehender Flächen genutzt werden. Bestehende Waldbestände sollen zudem konsequent mit Unterpflanzungen versehen werden, um CO2 zu binden. „Es soll einen konsequenten Aufbau von Mischbeständen geben, um den Wald so widerstandsfähig wie möglich zu machen“, geht Emonds ins Detail. Brachliegende städtische Flächen sollen bezüglich einer gezielten Aufforstung überprüft werden. Auch ein vermehrter Einsatz von externen Rückepferden ist, da wo es sinnvoll ist, in der Begründung verankert. „Ziel ist eine maximale CO2-Speicherung auf städtischen Flächen, die im Rahmen eines wachsenden Baumbestandes wirklich Sinn macht, und im Gegensatz zu Dachbegrünungen auch etwas bringt“, ist Heinz-Gerd Braun überzeugt.

 

 „Zudem soll der Einsatz von Forstmaschinen konsequent von der Witterung abhängig gemacht werden“, so Hans-Gerd Emonds. Weiterhin sollen die städtischen Wälder Zulieferer für die Holzindustrie sein. Allerdings soll der Wald auch zur Naherholung dienen. Eine Zusammenarbeit mit Schulen und Kindergärten – beispielsweise in Verbindung mit dem historischen Sägewerk in Zweifall – soll ebenfalls angestrebt werden.

 

Den Stolberger Christdemokraten geht es mit ihren Klimaschutzbemühungen darum, die Bürger bei diesem wichtigen Thema zu beteiligen und sinnvolle Ideen umzusetzen, die für das Klima einen echten Mehrwert bringen. „Nur, wenn wir die Stolberger Bürgerinnen und Bürger mitnehmen, kann Klima- und Umweltschutz gelingen“, so Emonds abschließend.