Jede Stunde ehrenamtlicher Einsatz zählt

Neue Ansteckpins machen Ehrenamtspreisträger erkennbar – Ein weiterer Schritt der Wertschätzung und zugleich eine gute Werbung für bürgerschaftliches Engagement

Mit den Ansteckpins ausgestattet, werden die bisherigen Ehrenamtspreisträger in der Öffentlichkeit erkennbar, wenn sie dies möchten. Foto: Dirk Müller
Mit den Ansteckpins ausgestattet, werden die bisherigen Ehrenamtspreisträger in der Öffentlichkeit erkennbar, wenn sie dies möchten. Foto: Dirk Müller

Das Ehrenamt in der Kupferstadt hat viele Gesichter. Allen voran die der Menschen, die seit 2015 von der Stadtverwaltung mit dem Stolberger Ehrenamtspreis ausgezeichnet werden. Und jene Preisträger kamen nun zusammen – zum ersten Mal nicht bei der Preisverleihung im Rittersaal der Burg, sondern bei Kaffee und Kuchen im Bistro des Museums Zinkhütter Hof und aus durchaus gegebenem Anlass. Denn die ausgezeichneten Ehrenamtler sind ab jetzt besser zu erkennen, wenn sie es wollen.

 

Während die Ehrenamtsmedaille mit 13 Zentimetern Durchmesser und 700 Gramm Gewicht wohl eher dazu geeignet ist, im zu Hause der Preisträger einen Ehrenplatz zu erhalten, ist das neue Pendant tragbar. Was die Ehrenamtsbeauftragte der Stadt, Hildegard Nießen, und Bürgermeister Tim Grüttemeier im „Bistro Zinkhütte“ gleich demonstrierten, indem sie den Preisträgern kleine kupferfarbene Medaillen ansteckten, die dem großen Original nachempfunden sind, aber nur etwa die Ausmaße einer Zwei-Euro-Münze aufweisen. „Mit der Einführung dieser Ansteckpins sind wir gerne einem Vorschlag aus den Reihen der Preisträger gefolgt“, beschrieb Grüttemeier. Und damit setzt sich die Geschichte fort, wie die Kupferstadt bürgerschaftliches Engagement wertschätzt und unterstützt. Ehrenamtskarten mit Vergünstigungen in Stolberger Geschäften und Lokalen sind eingeführt worden, Hildegard Nießen wurde als städtische Ehrenamtsbeauftragte eingesetzt, der Tag des Ehrenamts aufgewertet, bei dem Verwaltungsspitze und Ratsmitglieder die freiwillig Engagierten bedienen. Und natürlich der Ehrenamtspreis etabliert, die Ausgezeichneten anschließend kunstvoll von Robert Schäfer fotografiert, um die Gesichter des Kupferstädter Ehrenamts dann im Rathaus in der Galerie „Stolberger Köpfe im Ehrenamt“ auszustellen.

 

Und wie die Ehrenamtsmedaille, die mittels Nummer auf der Rückseite als Unikat ausgewiesen ist, hätten auch diese Ambitionen der Stadtverwaltung zwei Seiten, erklärte Nießen: „Im Vordergrund steht natürlich die Würdigung und die Wertschätzung des ehrenamtlichen Einsatzes der Stolberger, die sich für andere Menschen unentgeltlich einsetzen und so unsere Gesellschaft stützen. Zudem ist eben dies aber auch ein probates Mittel, um Werbung für das bürgerschaftliche Engagement zu machen.“

 

Grüttemeier pflichtete bei: „Deshalb ist auch die Idee mit den Ansteckpins so gut gewesen. Die Ehrenamtspreisträger sind leuchtende Vorbilder in Sachen Einsatz für Andere. Wenn sie erkennbar sind, kommen sie auch mit anderen Menschen ins Gespräch und können sie vielleicht motivieren, selbst auch ehrenamtlich tätig zu werden.“

 

Viele Möglichkeiten

 

Die Möglichkeiten dazu seien in Stolberg sehr breit gefächert, betonte Nießen, und all dieser Vielfalt sollen die Stolberger sich bedienen, um Vorschläge für neue Ehrenamtspreisträger zu machen (siehe Infokasten). Karitative Tätigkeiten, Brauchtumspflege wie im Karneval oder oder in Schützenvereinen, Arbeit mit Kindern, Jugendlichen oder Senioren und der große Bereich Sport seien gute Beispiele. „Wobei die Personen oder auch Gruppen, die für den Ehrenamtspreis vorgeschlagen werden, nicht unbedingt in einem Verein organisiert sein müssen“, ergänzte die Ehrenamtsbeauftragte.

 

Bürgermeister Grüttemeier fügte hinzu: „Gerne sollen auch Menschen vorgeschlagen werden, die ansonsten weniger im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen und sich oft viele Jahre eher still und nahezu im Verborgenen in der zweiten Reihe engagieren.“ Und für den Preis in Frage kämen nicht nur „Vollblut-Ehrenamtler“, die sich seit langer Zeit viele Stunden in der Woche einsetzen, sondern auch beispielsweise Berufstätige mit Familie, denen aus zeitlichen Gründen eher weniger Engagement möglich ist, hob Nießen hervor, denn „jede Stunde im Ehrenamt zählt“.

 

Quelle: Super Mittwoch