Identifikation mit Schulstandort im Namen verankert

Die Stolberger Gesamtschulen ändern ihre Bezeichnungen. Nun fehlt nur noch die Zustimmung des Rates. Gültig ab dem 1. Januar.

Noch ist dieses Schild in der Breslauer Straße zu sehen. Ab dem 1. Januar soll dort die Kupferstädter Gesamtschule sein. Foto: Sonja Essers
Noch ist dieses Schild in der Breslauer Straße zu sehen. Ab dem 1. Januar soll dort die Kupferstädter Gesamtschule sein. Foto: Sonja Essers

Es ist erst wenige Wochen alt: das Schild vor der Neuen Gesamtschule Stolberg. Nach den Sommerferien wurde es vor der Schule aufgestellt und dürfte schon bald wieder verschwinden. Der Grund: Aus der Neuen Gesamtschule Stolberg soll künftig die Kupferstädter Gesamtschule werden und die Städtische Gesamt schule Stolberg soll bald schon den Namen Städtische Gesamtschule Stolberg (SGS) – Auf der Liester führen.

 

Die ehemalige Sekundarschule in der Breslauer Straße wurde durch den Rat der Stadt Stolberg in eine Gesamtschule umgewandelt, ein Name für die zukünftige Schule wurde damals – Ende 2016 – allerdings noch nicht festgelegt. Der Schulträger – also die Stadt Stolberg – kann den Namen seiner Schulen jederzeit ändern. Die Bedingung: Jede Schule muss in ihrer Bezeichnung den Schulträger, die Schulform und die Schulstufe angeben. Es muss allerdings darauf geachtet werden, dass sich der Name der Schule von dem anderer Schulen am gleichen Ort unterscheidet. Durch den Namenszusatz „Städtische Gesamtschule“ bei einer Schule könnte also der Eindruck entstehen, dass sich die andere Gesamtschule nicht in städtischer Trägerschaft befindet. Es sei denn, diese Schule trägt in ihrem Namen ebenfalls einen Hinweis auf die städtische Trägerschaft.

 

So wurden beide Gesamtschulen aufgefordert, sich neue Namen für ihre Schule zu überlegen. An der Städtischen Gesamtschule Stolberg entschieden sich Lehrer- und Schulkonferenz für den Zusatz „SGS – Auf der Liester“. Ein Grund für die Entscheidung: Der örtliche Bezug zur Liester. Außerdem könne auf diese Weise auch das schulische Leitbild „Stark in Bildung – Gemeinsam in Vielfalt – Selbstverantwortlich im Leben“ erhalten bleiben, teilte Schulleiter Helge Pipoh mit.

 

In der Breslauer Straße entschied man sich, künftig den Namen Kupferstädter Gesamtschule zu tragen. Dem ging ein Verfahren voraus, an dem Schüler, Lehrer und Eltern teilnahmen. Sie reichten Vorschläge ein, mit denen sich dann zunächst die Lehrer- und später auch die Schulkonferenz auseinandersetzte. In den Diskussionen sei deutlich geworden, dass es für die noch heranwachsende Schule derzeit noch nicht möglich sei, sich auf ein pädagogisches oder menschliches Leitbild festzulegen. „Der Name einer Schule ist mehr als nur ein Schild über der Tür. Er ist identitätsstiftend“, teilte Schulleiter Jörg Klein mit. Aus diesem Grund entschied man sich dazu, die Verbundenheit zu Schulträger und Heimatstadt in den Vordergrund zu stellen. Schließlich habe man auch das Ziel, die Stadt ein Stück weit mitzugestalten. „Das ist ein Name, hinter dem wir auch stehen können“, sagte Klein, der den Prozess als interessant und lebendig definierte.

 

Das Thema steht auch in der heutigen Sitzung des Ausschusses für Schule, Kultur, Sport und Tourismus (ASKST) auf der Tagesordnung. Die Mitglieder können dem Rat die Änderung der beiden Namen empfehlen. Dieser entscheidet in seiner Sitzung am Dienstag, 12. Dezember, darüber, ob die Änderung ab dem 1. Januar eintreten wird, oder nicht.

 

Der Ausschussvorsitzende Jochen Emonds begrüßte die Entscheidungen der beiden Gesamtschulen. Für die entstehenden Kosten für die Änderung der Namensschilder, der Briefköpfe und für die Anschaffung der schuleigenen Stempel und Dienstsiegel stehen Haushaltsmittel zur Verfügung.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten