Sanierungskonzept für 22 städtische Gebäude

Bis Ende 2017 soll ein Architekturbüro Ideen geben, wie man weiter Energie einsparen kann. Stolberg bekommt Förderung vom Bund in Höhe von 95 000 Euro.

Von links: Der Technische Beigeordnete Tobias Röhm, der Klimaschutzmanager Georg Trocha, und der Abteilungsleiter Hochbau Ulrich Coopmann Foto: Kupferstadt Stolberg
Von links: Der Technische Beigeordnete Tobias Röhm, der Klimaschutzmanager Georg Trocha, und der Abteilungsleiter Hochbau Ulrich Coopmann Foto: Kupferstadt Stolberg

Für 22 städtische Gebäude soll es bis Ende 2017 ein Sanierungskonzept geben. Das teilt die Stadt Stolberg mit. Sie kann den Sanierungsplan im Rahmen der nun bewilligten Förderung vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau- und Reaktorsicherheit (BMBU) angehen. Dass der Klimaschutz in der Stadt nun für die städtischen Gebäude angegangen werden kann, begrüßen vor allem der Technische Beigeordnete der Stadt, Tobias Röhm, und Klimaschutzmanager Georg Trocha. Die Erstellung der beiden Klimaschutzteilkonzepte „klimafreundliche Mobilität“ und „Klimaschutz in eigenen Liegenschaften und Portfoliomanagement“ wird bei einer Förderquote von 70 Prozent mit insgesamt etwa 95 000 Euro vom BMBU gefördert.

 

„Die Sanierung und der Unterhalt der städtischen Liegenschaften bindet jedes Jahr Haushaltmittel in Höhe von mehreren Millionen Euro“, sagt Tobias Röhm. Ziel sei es, nun mit dem Fördergeld den bereits in den vergangenen Jahren eingeschlagenen Weg, Gebäude in der Stadt energetisch zu sanieren, weiterzugehen und die Betriebskosten weiter zu senken.

 

Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative existieren je nach baulicher Maßnahme Förderquoten zwischen 31 und 65 Prozent, wodurch der städtische Haushalt pro Jahr schnell durch sechsstellige Fördersummen entlastet werden kann, wie nun auch in Stolberg der Fall. „Damit betreiben wir Klimaschutz, erhöhen den Wert unserer Gebäude und entlasten dauerhaft den Haushalt“, sagt Röhm.

 

Das Sanierungskonzept umfasst in einem ersten Schritt insgesamt 22 Gebäude und wird mit Hilfe eines Ingenieurbüros bis Ende 2017 erstellt. Für jedes betrachtete Gebäude wird ein genauer Sanierungsfahrplan erstellt. Dieser beinhaltet priorisierte Sanierungsoptionen für die einzelnen Bauteile inklusive der Berechnung der jeweiligen Kosten und Energieeinsparpotenziale.

 

Der Einsatz erneuerbarer Energien wird ebenfalls geprüft. Das Sanierungskonzept dient für die nächsten fünf bis zehn Jahre als strategische Entscheidungsgrundlage für die energetische Sanierung der städtischen Gebäude. „Das Sanierungskonzept liefert uns wichtige Informationen über die aktuellen energetischen Ausgangslagen der betrachteten Gebäude und dient der Weiterentwicklung unseres Energiemanagements.“, sagt Klimaschutzmanager Georg Trocha. „Anhand der gebäudebezogenen Sanierungsfährpläne können wir zielgerichtet Maßnahmen zur Energieeffizienz und zum Einsatz erneuerbarer Energien umsetzen, einen wichtigen Beitrag zu Ressourcenschutz leisten und unserer Vorbildfunktion gerecht werden.“

 

Mit der Erstellung des Sanierungskonzeptes wird die Umsetzung und Fortschreibung des Integrierten kommunalen Klimaschutzkonzeptes der Kupferstadt Stolberg (IKSK) vorangetrieben.

 

In Zusammenarbeit mit der Abteilung Hochbau wird Georg Trocha die Erstellung des Konzeptes begleiten und prüfen welche Maßnahmen förderfähig sind.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten