CDU steht zum Schulkonzept der Stadt

203 Kinder sind für das kommende fünfte Schuljahr an der Gesamtschule Stolberg angemeldet worden. Fast 100 von ihnen mussten aus Kapazitätsgründen abgewiesen werden. Schon seit der Eröffnung im Sommer 2012 ist die Nachfrage am Sperberweg enorm. Gleichzeitig ist die Zahl der Gymnasiasten in der Kupferstadt rückläufig. Seit ihrer Eröffnung im Sommer 2012 erfreut sich die Stolberger Gesamtschule großer Beliebtheit bei Kindern und Eltern. Die Nachfrage übersteigt allerdings bei weitem die Zahl der verfügbaren Plätze. Für das Schuljahr 2014/15 mussten fast 100 angehende Fünftklässler abgelehnt werden.  Wie geht es weiter mit den Stolberger Schulen? Das wollten wir von den schulpolitischen Sprechern der Stolberger Ratsfraktionen wissen und haben ihnen deshalb die folgenden drei Fragen gestellt. Entspricht das Schulangebot in Stolberg den Anforderungen für Gegenwart und Zukunft? Kann sich Stolberg auf Dauer noch zwei Gymnasien leisten? Befürworten Sie angesichts der enormen Nachfrage eine Erweiterung der Gesamtschule Stolberg?

 


Hans Bruckschen - Schulpolitscher Sprecher der CDU-Fraktion Stolberg
      

Mit großem Erfolg wurde in den letzten Jahren die Stolberger Schullandschaft in ein modernes und auf die Bedürfnisse unsere Stadt angepasstes System umstrukturiert. Auf Grundlage der Schulentwicklungsplanung und der Elternbefragung im Jahr 2010 ist die klassische Dreigliedrigkeit im Sinne der Elternschaft umgewandelt worden. An allen Schulen wird eine gute und wertvolle Arbeit geleistet, die es weiter zu unterstützen gilt.
Die beiden Gymnasien leisten hervorragende Arbeit und sind ein wichtiger Bestandteil unserer Schullandschaft. Gerade ihre Zusammenarbeit macht beide Gymnasien attraktiv und das Kursangebot vielfältig. Der Bedarf ist da, auch wenn es Schwankungen bei den Eingangsklassen gibt.

Wir fühlen uns bestätigt, dass es richtig war, eine Gesamtschule in Stolberg einzurichten. Die große Akzeptanz und das wachsende Interesse gibt uns Recht. Eine neue Schulentwicklungsplanung muss erfolgen, die alle Schulen in den Blick nimmt und weitere Erneuerungen auch im Hinblick der Inklusion auf den Weg bringt. Die Frage nach einer Erweiterung der Gesamtschule kann nur mit Berücksichtigung aller Stolberger Schulen diskutiert werden. Schnellschüsse machen hier wenig Sinn, es geht um Qualität und nicht Quantität.[...]


Quelle: Stolberger Nachrichten / Foto und Text Michael Grobusch