Neue Vermarktungsoffensive für das Camp Astrid

Eine überarbeitete Internetpräsenz und eine bessere Beschilderung sollen bei der Suche nach weiteren Interessenten helfen

Im Camp Astrid haben sich nicht nur Unternehmen niedergelassen. Auch ein Solarpark wurde gebaut. Die Stadt sucht jetzt verstärkt nach weiteren Interessenten. Foto: D. Müller
Im Camp Astrid haben sich nicht nur Unternehmen niedergelassen. Auch ein Solarpark wurde gebaut. Die Stadt sucht jetzt verstärkt nach weiteren Interessenten. Foto: D. Müller

Für das Gewerbegebiet Camp Astrid gibt es ein neues Vermarktungskonzept. „Dabei geht es um mehr als nur um eine neue Internetpräsenz“, betont Bürgermeister Tim Grüttemeier. Diese spiele zwar eine zentrale Rolle, aber weitere Maßnahmen sollen die Vermarktung der noch freien 13 Hektar an Gewerbeflächen voranbringen, beschreibt Michael Eßers, neuer Prokurist der Camp Astrid GmbH und Co. KG: „Einerseits wollen wir die positiven Standortfaktoren hervorheben und andererseits Infrastruktur und Außenwahrnehmung des Gewerbegebiets verbessern.“

Wichtig dabei sei die Breitbandanbindung. „Die Telekom will bis zum Ende dieses Jahres Breitbandtechnik am Eingang des Camps zur Verfügung stellen. Da dort viele Leerrohre liegen, können die Unternehmen und Interessenten relativ früh im Jahr 2016 mit schnellem Internet rechnen“, erklärt Detlef Werry, Leiter des Amts für Wirtschaftsförderung und Geschäftsführer der Camp Astrid GmbH und Co. KG. Ebenfalls angegangen werde eine bessere Beschilderung, sagt Eßers. „Das Gewerbegebiet muss zunächst besser gefunden werden können, was wir durch Hinweisschilder erreichen. Am Eingang des Camps soll zudem eine große Tafel auf den Gewerbepark und die bereits ansässigen Unternehmen aufmerksam machen.“

Unter dem Motto „Wir sind schon da“ ist den angesiedelten Unternehmen noch eine andere Rolle zugedacht: Als Standortbotschafter könnten sie für das Camp Astrid werben, beziehungsweise diesem helfen, das Image zu verbessern. „Die exzellente Anbindung an die Schiene, der günstige Quadratmeterpreis von 35 Euro und auch die Lage im Grünen sind klare Standortvorteile, die wir besser herausstellen wollen“, meint Eßers. Eine gute überregionale Vernetzung werde zudem die Vermarktung fördern.

Mit der neuen Homepage ist eine Seite gelungen, die übersichtlich und praktisch ist und ein zeitgemäßes Design bietet. „Die alte Internetseite war zehn Jahre alt, Programme zur Pflege gab es nicht mehr. Der neue Online-Auftritt ist nicht nur ansprechend, sondern auch flexibel. Andere und neue Inhalte lassen sich kurzfristig einpflegen, und die Seite kann auch zu einem Gewerbestandortportal für ganz Stolberg ausgebaut werden“, führt Detlef Werry aus.

Und Tim Grüttemeier betont: „Wir wollen nicht mehr in die Situation kommen, wie wir sie vor der Existenz von Camp Astrid hatten, nämlich dass Stolberg keine freien Gewerbeflächen hat und Unternehmen abweisen muss“. Er sei zuversichtlich, dass das neue Vermarktungskonzept Früchte tragen werde. „Wir befinden uns jetzt bereits in konkreten Gesprächen mit sieben bis acht ernsthaften Interessenten für Gewerbeflächen im Camp Astrid“, sagt der Bürgermeister. (dim)

Der neue Internetauftritt:

www.campastrid.de

Photon Power AG verkauft Teile ihres Solarparks

Aufgrund der finanziellen Schwierigkeiten der Muttergesellschaft, der insolventen Photon AG, hat sich auch bei der Photon Power AG Handlungsbedarf ergeben.

Das Unternehmen möchte einen Teil seines Solarparks im Camp Astrid an die Colexon Energie AG verkaufen. Dabei handelt es sich mit „Camp Astrid 2“ um die kleinste der drei Anlagen mit einer Leistung von 650 Kilowatt. Die Gesamtleistung beträgt 4,2 Megawatt.

Weil der Vertrag mit der Camp Astrid GmbH ein Veräußerungsverbot enthält, musste der Stadtrat dieses per Beschluss aufheben. Das hat er in nicht öffentlicher Sitzung getan.

Ursprünglich hatte die Photon Power AG auch mit der Stolberger Green GmbH über einen Verkauf verhandelt. Diese hatte aber letztlich „aufgrund des insolvenznahen Umfeldes der Photon-Muttergesellschaft“, so die Stadt, von dem Vorhaben Abstand genommen.

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung