Das Jugendbus-Angebot wird ausgeweitet 

Das nun blau lackierte Gefährt ist ab sofort an fünf Tagen in der Woche im Stadtgebiet unterwegs. Weitere Neuerungen.

Der Stolberger Jugendbus ist jetzt dunkelblau und wird noch mit Graffiti verziert. An fünf Tagen in der Woche beweist er alte und neue „inneren Werte“. Foto: D. Müller
Der Stolberger Jugendbus ist jetzt dunkelblau und wird noch mit Graffiti verziert. An fünf Tagen in der Woche beweist er alte und neue „inneren Werte“. Foto: D. Müller

Der Jugendbus der mobilen Jugendarbeit der Stadt Stolberg ist wieder auf Tour. Und es hat sich einiges rund um das Gefährt getan. Augenfällig ist zunächst, dass der Jugendbus eine andere Farbe hat und nun in dunklem Blau daherkommt. „Die Jugendlichen werden ihn noch mit Graffiti verzieren, aber schon jetzt sieht er eben nicht mehr wie ein Linienbus aus“, erklärt Jugendarbeiterin Anne Barry. Über die Farbe hätten Stolberger Jugendliche entschieden – bei der demokratischen Abstimmung habe das Dunkelblau knapp die Nase vor Schwarz gehabt.

 

Auch an den Vorarbeiten wie der Entfernung der alten Aufkleber und der Lackierung seien Jugendliche aktiv beteiligt gewesen, betont Hermann Moonen: „Sie sind auch kleinen Roststellen zu Leibe gerückt, um die Optik zu verbessern.“ Der städtische Jugendsozialarbeiter ist nun im Besitz einer frischen Lkw-Fahrerlaubnis. Und damit greift eine weitere Neuerung, denn ab sofort ist der Stolberger Jugendbus dank zweier Fahrer an fünf Tagen in der Woche unterwegs und macht mit geändertem Fahrplan (siehe Infokasten) auch wieder auf dem Schulhof der Propst-Grüber-Schule auf der Liester Halt. „In den Abendstunden wird er von Außen beleuchtet, um auf das Angebot aufmerksam zu machen“, sagt Barry.

 

Und dieses Angebot für alle Jugendlichen ab zwölf Jahren ist groß – und noch besser geworden, verweist Moonen auf die „inneren Werte“ des Jugendbusses: „Viele Neuerungen kommen aus der Wunschbox, in der die Jugendlichen ihre Anregungen deponiert haben. Das ist sehr wichtig, denn es nicht ja nicht der Bus der Stadt, sondern der Bus von den Jugendlichen.“ So findet sich im Innerenjetzt auch eine Gitarre, ein „Longboard“, um sich im Außenbereich körperlich zu betätigen, und neue Musik-CDs, gewünschte Filme sowie neue Spiele für die Game-Konsolen sind an Bord. Eine Standheizung und ein Lamellenvorhang im Eingangsbereich sorgen an kühlen Tagen für Behaglichkeit.

 

„Für den Computer bekommen wir bald noch Wlan. Selbstverständlich bleiben aber bewährte und gerne genutzte Angebote des weiterhin bestehen“, sagt Barry. So könne in dem Bus nach wie vor gekocht und gebacken werden, und der Grill gehöre ebenfalls zur Standardausrüstung. „Natürlich ist es auch möglich, nichts zu machen, sich einfach zu treffen und zu entspannen“, ergänzt Moonen. Dort, wo es keine „stationären“ Jugendtreffs gibt, sei der Jugendbus die „ambulante“ Freizeitalternative für Kids und habe einen hohen pädagogischen Mehrwert. „Der Bus ist immer zur gleichen Zeit am gleichen Ort, und eine weitere Konstante sind die Jugendarbeiter.“

 

Feste Ansprechpartner ständen bereit und könnten ein Vertrauensverhältnis zu den Jugendlichen aufbauen. „Das muss nicht, kann aber gerne sein“, hebt Moonen hervor. „Die Kids können mit ihren Problemen zu uns kommen. Ob Stress in der Schule, Liebeskummer, anstehenden Bewerbungen, Ärger mit Eltern oder Geschwistern, Probleme mit Alkohol oder Drogen – wir sind Ansprechpartner für alle Lebenslagen. Da wir nicht allwissend sind, können wir sicherlich nicht bei allem helfen, wissen aber, wer helfen kann, oder finden es heraus.“


Station macht der Jugendbus jeweils von 16 bis 21 Uhr. In der Atsch (Kirche Sebastianusstraße) ist er jetzt montags anzutreffen, in Münsterbusch (Grundschule Prämienstraße) macht er dienstags Halt und mittwochs dann wieder auf der Liester (Propst-Grüber-Schule). Donnerstags ist der Jugendbus in Mausbach (Realschule Im Hahn) und freitags in Breinig (Sporthalle Stefanstraße).

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten