Politik macht den Weg frei für die Altstadt-Tore

Das Osttor mit Blick von der Vogelsangstraße in Richtung Burg. Die Fotomontage zeigt, wie der Zugang zur Altstadt aussehen soll. Allerdings wird die Silhouette deutlich dezenter, wahrscheinlich in Messing, gestaltet.
Das Osttor mit Blick von der Vogelsangstraße in Richtung Burg. Die Fotomontage zeigt, wie der Zugang zur Altstadt aussehen soll. Allerdings wird die Silhouette deutlich dezenter, wahrscheinlich in Messing, gestaltet.

Den geplanten Toren für die Stolberger Altstadt steht (fast) nichts mehr im Weg. Der Ausschuss für Schule, Kultur, Sport und Tourismus hat sich einstimmig für das von Initiator Hartmut Kleis vorgestellte Modell ausgesprochen. Der gegenüber dem ersten Vorschlag überarbeitete Entwurf der Kunstschmiede Adi Radermacher und Lars Potente sowie der Grafikdesignerin Birgit Engelen wurde anschließend auch im Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt gutgeheißen. Allerdings verweigerte hier die FDP als einzige Fraktion ihre Zustimmung. „Wir sind nicht so ganz einverstanden“, begründete Khaled El-Deib die liberale Ablehnung.


Insgesamt werden, so der Plan, an sechs Standorten der Zugang und zugleich die Grenze der Stolberger Altstadt durch Tore markiert. Die Finanzierung soll zu 100 Prozent durch Sponsoren gewährleistet werden. Darauf wies Hartmut Kleis noch einmal ausdrücklich hin und gab ein klares Bekenntnis ab: „Die Kosten für das erste Tor wird meine Familie übernehmen. Ich hoffe, dass sich noch weitere Sponsoren finden werden. Sollte dies aber nicht der Fall sein, dann wird die Familie Kleis für die Sicherung der Finanzierung geradestehen.“


Allerdings knüpfte der Geschäftsmann, der sich unter anderem auch für den Stolberger Musiksommer und im Vichter Dorfladen ehrenamtlich engagiert, eine Bedingung an diese Zusage: „Es ist absolut notwendig, dass die Stolberger von diesem Projekt überzeugt sind. Sonst ist es von Anfang an zum Scheitern verdammt.“


Danach freilich sieht es derzeit nicht aus, auch wenn das Erscheinungsbild der Tore nicht allen Stolbergern gefallen dürfte. „Es ist eine überaus filigrane und ansprechende Lösung unter der Berücksichtigung der statischen Anforderungen bei einer Tor-Höhe von über fünf Metern und einer Breite zwischen fünf und neuen Metern, schwärmt Kleis, der versichert, dass die in den Modellen und Fotomontagen gelb schillernden Silhouetten der Altstadt im Original anders erscheinen und „aus einem hochwertigen Material, das zu Stolberg passt, hergestellt sein werden“ – etwa Kupfer oder Messing.


Abschließend wird das Thema Altstadt-Tore nun noch im Stadtrat auf der Tagesordnung stehen. Aber auch hier ist von einer breiten politischen Mehrheit für das Projekt auszugehen. Mit der Umsetzung könnte laut Hartmut Kleis dann im Laufe des nächsten Jahres begonnen werden.

Das erste Tor im Süden an der Ecke von Zweifaller Straße und Steinweg soll dann „in drei bis sechs Monaten realisiert werden“, rechnet Kleis damit, dass bei dem ersten Tor noch Erfahrungen bei der Installation gesammelt werden, die das Aufstellen der weiteren Tore vereinfachen könnten. An allen Standorten sollen dann Plaketten mit den Namen aller Sponsoren installiert werden. Bei der Akquise weiterer Financiers setzt Kleis auch auf die Unterstützung durch das Stadtmarketing und den Bürgermeister.


Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten