Kita-Ausbau in der Atsch rückt näher

Die Kapazitäten für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren – unser Bild zeigt die Tagesstätte für spanische Kinder des SkF – sollen in Stolberg weiter ausgebaut werden. Der Bund will dafür 356 000 Euro zur Verfügung stellen.
Die Kapazitäten für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren – unser Bild zeigt die Tagesstätte für spanische Kinder des SkF – sollen in Stolberg weiter ausgebaut werden. Der Bund will dafür 356 000 Euro zur Verfügung stellen.

Man könnte sagen: Was lange währt, wird endlich gut. Das trifft zwar im vorliegenden Fall nicht ganz zu. Tatsache aber ist, dass in den zwischenzeitlich stockenden Ausbau derU3-Betreuungskapazitäten in Stolbergs Kindertagesstätten bald wieder Bewegung kommen wird. Der Grund: 356 000 Euro soll die Stadt Stolberg aus dem dritten Investitionsprogramm des Bundes erhalten. Nachdem der SPD-Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling die gute Nachricht offenbar als Erster erfahren und verkündet hatte, ist gestern im Rathaus auch der offizielle Bescheid über die Höhe der Fördersumme eingetroffen.

 

„Das freut uns natürlich sehr“, erklärte der städtische Jugendamtsleiter Willi Seyffarth in einer ersten Stellungnahme gegenüber unserer Zeitung. Eine Einschränkung gebe es allerdings vorerst: „Wir wissen bislang noch nichts über die Modalitäten der Auszahlung.“ Die wiederum sind von entscheidender Bedeutung, wenn es darum geht, wie und wo weitere Betreuungsplätze für unter Dreijährige in den Einrichtungen der Kupferstadt geschaffen werden.

 

Auf ihrer Prioritätenliste hat sich die Stadt eigentlich festgelegt: Den größten Handlungsbedarf gibt es in der Atsch, wo zusätzlich 22 U3-Plätze im Familienzentrum St. Sebastianus vorgesehen sind. Dessen Träger ist die katholische Pfarrgemeinde St. Lucia, die sich mit rund 300 000 Euro an der großen Baumaßnahme beteiligen will. Dafür aber benötigt sie Planungssicherheit und die verlässliche Zusage, dass die Fördergelder aus Berlin fließen werden. Unter diesen Voraussetzungen könnte bis 2016 der Um- und Ausbau der Einrichtung an der Sebastianus-straße vorgenommen werden.

 

Sollte das geschehen, wäre der Bundeszuschuss ausgeschöpft. Für die städtische Kita in der Mozartstraße, wo sechs weitere U3-Plätze geplant sind, blieben keine Mittel mehr. Hier hatte das Jugendamt mit 108 000 Euro als Förderung kalkuliert, die derzeit allerdings nicht in Sicht sind.

 

Der Jugendhilfeausschuss wird sich in seiner nächsten Sitzung am 11. Dezember mit dem Thema Kita-Ausbau und der Verwendung der Mittel beschäftigen. Bis dahin dürfte auch klar sein, wann und wie die jetzt zugesagten Gelder nach Stolberg fließen werden.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten