Marcel Künstler startet „Mission jeck op Stolberg“

 

Der designierte Stolberger Karnevalsprinz Marcel Künstler sorgte bei der Prinzenvorstellung des Karnevalskomitees für beste Stimmung im Saal des Münsterbuscher Jugendheims.
Der designierte Stolberger Karnevalsprinz Marcel Künstler sorgte bei der Prinzenvorstellung des Karnevalskomitees für beste Stimmung im Saal des Münsterbuscher Jugendheims.

Mit einem klaren, von Herzen kommenden Bekenntnis zu seiner Wahlheimat Stolberg hat der designierte Karnevalsprinz der Kupferstadt bei seiner Vorstellung schon reichlich Vorschusslorbeeren gesammelt. „Als Stolberger Jong bin ich nun getauft, als Öcher hab ich mir ja schon genug Haare gerauft“, flachste Marcel Künstler hinsichtlich seiner „Minimalfrisur“.

 

Den Unterschied zwischen Kupferstädter und Öcher Karneval beschrieb er zur Freude des Publikum wie folgt: „Hochmut, Schampus, Schlips und Kragen haben im Fastelovvend nichts zu sagen. Frohsinn, Freude, Anderssein, so soll‘s im Fastelovvend sein.“

 

Diese Worte kamen bei der Prinzenvorstellung des Stolberger Karnevalskomitees sehr gut an – ebenso wie Künstlers Sessionsmotto „Mission jeck op Stolberg“ und erst recht das flotte musikalische Bekenntnis zur Kupferstadt, das die künftige Tollität mit seinem großen Hofstaat folgen ließ.

 

Im gut gefüllten Jugendheim Münsterbusch wurde lautstark mitgesungen, geklatscht und geschunkelt. In einem büttenreifen Zwiegespräch in Reimform hatten zuvor Bürgermeister Tim Grüttemeier und der stellvertretende Bürgermeister Patrick Haas den Boden für Marcel Künstlers Auftritt bereitet. Sie erinnerten unter anderem an sein Engagement als Weihnachtself und „Oberhirte der lebendigen Krippe der Stadt“.

 

Dem Komitee, dessen Präsident Josef Behlau und sein Vize Michael Bartz souverän das Programm moderierten, war es erneut gelungen, einen abwechslungsreichen Abend zu präsentieren, der an Beispielen zeigte, was der Stolberger Karneval zu bieten hat. Etwa die Trompetenbläser Donnerberg, die für Stimmung sorgten und den begeisterten Jecken im Saal tüchtig einheizten.

 

Im Kreise der Fahnenträger der Komitee-Gesellschaften wurde Prinz Edilio I. (Gonzalez) würdig verabschiedet – unter lang anhaltendem Applaus. „Es war mir eine große Ehre, Prinz zu sein in der Stadt, in der ich groß geworden bin“, sagte die scheidende Tollität, dankte seiner Familie, der Ersten Großen Karnevalsgesellschaft und seinem Narrenvolk: „Ohne das tolle Publikum wäre ich nichts geworden“, betonte Edilio I. und erntete dafür abermals viel Beifall.

 

Mariechen Mandy Keldenich von der KG Kupferstädter Kameraden tanzte zu Ehren Edilios, und die KG Mönsterböscher Jonge fand die Zeit, sich auf der Bühne zu präsentieren, obwohl die Münsterbu-scher Gesellschaft schon traditionell die Bewirtung der vielen Gäste übernommen hatte.

 

Die Jonge ließen ihr Kindermariechen Ann-Kathrin Kinkel und ihre Marie Anna Riehn tanzen, und weitere Karnevalsgesellschaften zeigten sich von ihren besten Seiten: Die KG Büsbach glänzte mit ihrer Marie Nathalie Schicka, und von den Fidelen Bessemskriemern aus Gressenich beeindruckte die neue Marie Natalie Lück bei ihrem ersten großen Auftritt. Die KG Echte Frönde brachte eine witzige Show mit „Schneewittchen und ihren Zwergen“ auf die Bühne, und die KG Mölle wurde gleich wegen mehrerer sehenswerter Auftritte gefeiert.

 

Mölle-Mariechen Christina Wittland steuerte eindrucksvolle Akrobatik bei, mit Jessica Fiedler und Maurice Stoll zeigte die KG ein tolles Tanzpaar, und die Showtanzgruppe „Dance Revolution“ unterhielt das Publikum mit ansprechender Choreographie und wechselnden Kostümen. Dafür, dass die offizielle Prinzenvorstellung des Stolberger Karnevalskomitees auch eine Menge echten Party-Charakter hatte, garantierten nicht nur die Trompetenbläser vom Donnerberg, sondern auch die „Karamba Männcher“, die das Publikum gegen Ende der rundum gelungenen Veranstaltung in ausgelassene Feierlaune versetzten.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten