Gelungene Premiere der Jecken am 11.11 in Stolberg

 

In einem eher jecken als feierlichen Akt wird der designierte Prinz Marcel Künstler von Stadtkommandant Rüdiger Fröschen, Bürgermeister Tim Grüttemeier und Komitee-Vizepräsident Michael Bartz mit Ketschenburger Bier getauft.
In einem eher jecken als feierlichen Akt wird der designierte Prinz Marcel Künstler von Stadtkommandant Rüdiger Fröschen, Bürgermeister Tim Grüttemeier und Komitee-Vizepräsident Michael Bartz mit Ketschenburger Bier getauft. Quelle: Dirk Müller

Diese karnevalistische Premiere ist wahrlich gelungen: um 19.11 Uhr bevölkerten zahlreiche aktive Narren sowie auch viele „zivile“ Freunde der fünften Jahreszeit den Alter Markt bei der ersten Auflage des neuen Stolberger Altstadtfestes am 11.11. und waren bester Laune. Jecke Töne beschallten den illuminierten Alter Markt, die Stimmung war gut – das Altstadtfest hat seine Feuertaufe bestanden, und der designierte Stolberger Karnevalsprinz auch. Seine „Taufe“ war allerdings eher feucht fröhlich. Der in Aachen geborene Marcel Künstler wurde auf originale Kupferstädter Art getauft: mit Wasser aus dem Vichtbach und Ketschenburger Bier. Fackelträger beleuchteten die jecke Zeremonie, und Heinz Hartmann, Präsident der Ersten Großen Stolberger Karnevalsgesellschaft, hatte das Wasser aus der Vicht zuvor „handgeschöpft“.

 

Bürgermeister Tim Grüttemeier begrüßte die Narren mit witzigen Worten, und Josef Behlau, Präsident des Karnevalskomitees leitete die Zeremonie in lateinischer Sprache. Auf Deutsch äußerte er Verständnis dafür, dass „ne Öcher froh ist, nach Stolberg jekommen zu sein“. Die designierte Tollität erlebte den Akt zunächst mit den Füßen in kaltem Vicht-Wasser stehend, doch dann sollte für ihn „alles Gute“ auch noch von oben kommen. Stadtkommandant Rüdiger Fröschen, der auch als „Braumeister“ der Ersten Großen KG fungierte, Bürgermeister Grüttemeier und Komitee-Vizepräsident Michael Bartz tauften den künftigen Marcel I. mit reichlich „Ketsch“. Jenes war freilich auch zur inneren Anwendung vorhanden und nach der Prinzentaufe konnte in den Altstadtkneipen noch weiter gefeiert werden.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten