Trotz aller Einschnitte soll Vielfalt der Kultur nicht zu sehr leiden: Vorstand des CDU-Stadtverbands schwört Mitglieder auf Sparkurs ein

(Stolberger Nachrichten)

Der Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes: Jochen Emonds.
Der Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes: Jochen Emonds.

„Unsere Stadt braucht uns mehr denn je", richtete Jochen Emonds, Vorsitzender des CDU Stadtverbands, das Wort an die rund 60 Parteifreunde, die zu der Mitgliederversammlung im Büsbacher Saal von „Angie's Bistro" erschienen waren. „Die Politik der so genannten ,Gestaltungskoalition‘ ist nach Jahren der Nichtgestaltung gescheitert", fuhr Emonds in seinem Bericht fort. Die CDU habe Ende des Jahres als einzige Partei im Sinne der Bürger ein umfassendes Spar- und Maßnahmenpaket erarbeitet, damit die Kupferstadt an dem „Stärkunsgpaket" des Landes NRW teilnehmen kann, das Stolberg 5,7 Millionen Euro jährlich bescheren könnte.

 

Auch der CDU-Landtagsabgeordnete Axel Wirtz befasste sich mit den alten und neuen politischen Verhältnissen im Rathaus: „Die Große Koalition finde ich gut, damit man gemeinsam etwas wegschaufeln kann", meinte Wirtz. Ganz im Sinne von Emonds, der betonte, dass bei den Ausgaben drastisch gespart werden müsse, um das strukturelle Defizit in den nächsten fünf Jahren mit Hilfe des „Stärkungspakets" auszugleichen. Mehreinnahmen sollen ebenfalls zur Konsolidierung des Haushalts beitragen.

 

„Die einzelnen Maßnahmen sind schmerzlich und werden neben den Bürgern auch uns als Partei einiges abverlangen. Sie sind jedoch dringend notwendig, um die Handlungsfähigkeit und damit die Zukunft unserer Stadt zu sichern", so der Stadtverbandsvorsitzende. Die CDU wolle dabei allerdings die Belastungen für die Bürger möglichst gering halten, und auch die kulturelle Vielfalt Stolbergs dürfe nicht zu sehr leiden, so dass die Partei sich für einen Ausgleich im Rahmen von Einnahmen und Ausgaben einsetze.

 

Mit der wirtschaftlichen Situation auf europäischer Ebene befasste sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Helmut Brandt in seinem Vortrag. „Wie Bundeskanzlerin Angela Merkel es prognostiziert hat, sind wir aus der Bankenkrise 2008/2009 gestärkt hervorgegangen", erinnerte Brandt. Dies könne im Falle der momentanen „Eurokrise" gelingen, die im Übrigen gar keine Währungskrise sondern, eine „Staatsschuldenkrise" sei. Der Bundestagsabgeordnete verwies darauf, wie Irland und Portugal sich aus eigenen Kräften aus der Verschuldung „gehangelt" hätten, und nahm sich darauf dem Thema „Griechenland" an. Brandt sprach sich klar dafür aus, dem Land - unter strengen Auflagen und Kontrolle - zu helfen: „Es ist der richtige Weg für die EU, Griechenland zu unterstützen und vor dem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kollaps zu bewahren. Das Land muss stabilisiert und wieder wettbewerbsfähig werden."

 

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