Aktuelles


Hier finden Sie aktuelle Nachrichten rund um die CDU Stolberg. Der CDU Stadtverband mit seinen Vereinigungen, Ortsverbänden, Arbeitsgruppen und die CDU Fraktion im Rat der Stadt informieren Sie.


Stolberg setzt klar auf Tim Grüttemeier

Mit 55,82 zu 23,27 Prozent deutlich vor Jansen. Nur jeder Dritte geht zur Wahl. Extreme in Venwegen und Zweifall

Die Kupferstädter trauen ihrem Bürgermeister höhere Aufgaben zu: Auch wenn Tim Grüttemeier im ersten Anlauf den Sprung auf den Sessel des Städteregionsrates nicht geschafft hat, so haben ihm die Stolberger bereits gestern mit absoluter Mehrheit für diese Aufgabe das Vertrauen ausgesprochen. Mit 9213 Stimmen entfielen 55,82 Prozent auf den Christdemokraten. Daniela Jansen (SPD) erreicht mit 3840 Stimmen nur 23,27 Prozent. Auf den Rängen folgen der Grüne Oliver Krischer (1816/11,0%), Markus Matzerath (1162/7,04%/AfD), Albert Borchardt (255/1,55%/Linke) und der Stolberger Marcel Foré (218/1,32%/ÖDP).

 

Damit hat der 38-Jährige sich deutlich für die Stichwahl qualifiziert. Die Sozialdemokratin Daniela Jansen ist die Gegnerin, die in Alsdorf zwar 0,66 Punkte vor Grüttemeier lag, selbst aber in ihrer Heimatstadt Aachen und in Roetgen sogar von Oliver Krischer überflügelt wurde. In allen anderen Kommunen lag Tim Grüttemeier vor Jansen – sogar in Eschweiler mit 1,51 Punkten. In Simmerath und Baesweiler  liegt Grüttemeier deutlich über 50 Prozent. In der Kupferstadt holt er sein bestes Ergebnis. Mit 55,82 Prozent schneidet er sogar noch besser ab als 2014 bei seiner Wahl zum Bürgermeister, bei der er 51,75 Prozent erreichte.

 

Quasi bis zur letzten Minute hat Tim Grüttemeier um Stimmen geworben, gestern Morgen noch einmal vor Bäckereien Wahlkampf gemacht, bis er nach 11 Uhr mit Ehefrau Nina in Venwegen zur Stimmabgabe schritt. Die restliche Zeit bis zum Abend gehörte der Familie – und dem Bundesliga-Derby zwischen Mönchengladbach und Fortuna Düsseldorf. Ob der 3:0-Sieg der von ihm favorisierten Borussen ein gutes Omen für die Wahl sein wird?

 

Derweil geht es tagsüber in den Stolberger Wahllokalen deutlich ruhiger zu als bei üblichen Kommunalwahlen. Und doch liegt die Beteiligung höher als von vielen befürchtet wurde. Vor vier Jahren gingen 51,5 Prozent der Stolberger zu den Urnen, zwei Wochen später beteiligten sich kaum 22,5 Prozent an der Stichwahl für das Städteregionsamt. Gestern Morgen blieben die Wähler zurückhaltend. Bei 17,74 Prozent inklusive Briefwahl lag die Beteiligung um 11 Uhr. Gegen 12 Uhr, als vor vier Jahren in Büsbach viele Gottesdienstbesucher für Schlangen vor den Stimmlokalen sorgten, herrscht „freie Fahrt“ ins Wahllokal. Etwa 240 von 2431 Wahlberechtigten – es ist der größte Stolberger Stimmbezirk – sind bis dato an die Urne gekommen. Aber der Zwischenstand vom Nachmittag aus dem städtischen Wahlamt signalisiert eine doch größere Wahlbeteiligung.  Um 16 Uhr haben 13 816 Stolberger gewählt; das macht 30,9 Prozent bei 4601 Briefwählern und 9215 Urnengängern.

 

Am Ende des Abends liegt die Wahlbeteiligung bei in Stolberg mit 16 628 Wählern bei 37,19 Prozent. Das ist ein Wert im oberen Mittelfeld. Nur in Simmerath (42,7%), Monschau (46,8%) und Roetgen (50,7%) haben mehr Bürger von ihrem Recht Gebrauch gemacht.

 

Um 18 Uhr, als die Wahllokale schließen, ist es im Ratssaal überschaubar. Wahlleiter Robert Voigtsberger und SPD-Chef Patrick Haas leisten dem Team der IT-Spezialisten der Verwaltung Gesellschaft, die die eingehenden Ergebnisse live übertragen. Nur eine Handvoll Bürger findet am Abend den Weg ins Rathaus. Zum Ende gesellen sich wenige Politiker und Verwaltungsmitarbeiter kurzzeitig hinzu, die zuvor Stimmen ausgezählt haben.

 

Dabei ist die Frage des Abends durchaus spannend. Wie schneiden Parteien und Personen ab – angesichts aktueller Meinungsumfragen und Landtagswahlergebnisse? Wird Tim Grüttemeier es im ersten Anlauf schaffen? Kann Oliver Krischer gar Daniela Jansen überflügeln? Bereits die ersten Zahlen weisen auf einen zweiten Wahlgang hin und spiegeln nicht die allgemeine politische Stimmung im Land wider.

 

Um 18.05 Uhr kommt das allererste Ergebnis – aus einem Herzogenrather Briefwahlbezirk: 39,36 für Grüttemeier, 31,43 für Jansen, 17,6 für Krischer und erste 6,26 Punkte für den AfD-Mann. Drei Minuten später sind vier von 417 Stimmbezirke in der Städteregion ausgezählt. Sie deuten daraufhin, das Grüttemeier und Jansen in die Stichwahl gehen werden. Um 18.15 Uhr folgt das erste Stolberger Ergebnis aus Dorff: 53,81 für Grüttemeier, 23,72 für Jansen, 15,68 Prozent für Krischer; die anderen Kandidaten spielen hier namhafte keine Rolle.

 

Als Wahlleiter Robert Voigtsberger um 18,47 Uhr das vorläufige Endergebnis aus Stolberg in der Hand hält, ist bereits absehbar, dass trotz der absoluten Mehrheit in der Heimatstadt am 18. November die Stichwahl folgen wird.

 

Ein Blick auf die Stimmbezirke bescheinigt Grüttemeier in seinem Wohnort Venwegen und Zweifall, wo er aufwuchs, die meisten Stimmen mit 70,81 bzw. 66,77 Prozent. Im Wahllokal an der Donnerberger Bergstraße und in Oberstolberg endet die Skala der Zustimmung bereits bei 42,0 bzw. 45,53 Prozent. Mausbach I mit 32,15 Mausbach I und Donnerberg II mit 30,68 Prozent sind die besten Bezirke für Daniela Jansen; Venwegen (13,73%) und Zweifall (16,38%) bilden ihre Schlusslichter. Mit 24,47 Prozent ist Breinig I mit Abstand eine Hochburg für Oliver Krischer. In sechs Stimmbezirken schafft es die AfD über zehn Prozent.

 

Zwar weniger mit Blick auf Stolberg, aber auf das Ergebnis in der Städteregion erkennt Patrick Haas für die SPD-Kandidatin gute Chancen für die Stichwahl: „Ich sehe eine linke Mehrheit“, sagt der SPD-Vorsitzende bei der Addition der SPD- und Grünen-Stimmen. Summiert man die Linken hinzu würde sie bei 52,4 Prozent rangieren. Aber Haas schränkt ein: „Dazu davon müssen wir erst die Wähler überzeugen“. Jochen Emonds wertet den Ausgang konträr: „Es ist eine Personenwahl, und Tim Grüttemeier hat als einer von sechs Kandidaten das hervorragende Ergebnis erzielt.“ Mit Optimismus blickt der CDU-Vorsitzende auf die Stichwahl: Wir sind sehr zuversichtlich den Stolberger Schwung und den frischen Wind aus der Kupferstadt auf die Städteregion übertragen zu können.“

 

Von einem „schönen Zwischenergebnis“ spricht Tim Grüttemeier,der mit einer Stichwahl gerechnet hatte. „Persönlich freue ich mich sehr über mein Ergebnis in Stolberg“, sagt der Bürgermeister, der heute wieder seine Arbeit im Rathaus aufnimmt und erst zur Stichwahl hin wenige Tage Urlaub nehmen möchte.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Domenik von Thenen soll Delzepich folgen

Einen Wechsel an der Spitze des CDU-Ortsverbandes, der Gressenich, Schevenhütte, Mausbach, Vicht, Werth und Zweifall umfasst, soll auf der Mitgliederversammlung am 13. November erfolgen. Domenik von Thenen (Bild) kandidiert als neuer Vorsitzender und soll Marc Delzepich (31) nachfolgen, der 2010 Günter Schwarz abgelöst hatte und nach acht Amtsperioden den „Chefsessel“ frei macht. Sein designierter Nachfolger ist 21 Jahre alt, studiert Rechtswissenschaften in Köln und wohnt in Gressenich. Er ist seit Anfang 2017 Mitglied der CDU und seit fast einem Jahr sachkundiger Bürger im Wahlprüfungsausschuss der Stadt. Delzepich möchte sich weiter in die Vorstandsarbeit des Ortsverbandes einbringen und somit Horst Braun, der nunmehr als Beisitzer kandidiert, als Geschäftsführer ablösen. Für die weiteren Vorstandspositionen sind keine Veränderungen geplant. Die Versammlung beginnt um 20 Uhr im Gressenicher „Bistro Elle“, wo zu Beginn Partei- und Fraktionsvorsitzender Jochen Emonds sowie Bürgermeister Tim Grüttemeier sich einem offenen Bürgerdialog stellen. Die Regularien des Ortsverbandes erfolgen im Anschluss.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Fokus auf die Chancen der Städteregion

Die will Tim Grüttemeier (CDU) gemeinsam mit den Kommunen nutzen, wenn er als Städteregionsrat gewählt wird

Der Flughafen Merzbrück steht für Tim Grüttemeier (CDU) beispielhaft für die Zukunftschancen, die sich der Städteregion bieten. Foto: Ralf Roeger
Der Flughafen Merzbrück steht für Tim Grüttemeier (CDU) beispielhaft für die Zukunftschancen, die sich der Städteregion bieten. Foto: Ralf Roeger

Nach einem Ort gefragt, der für ihn die Städteregion am besten symbolisiert, muss Tim Grüttemeier nicht lange überlegen: Es ist der Flugplatz Aachen-Merzbrück in Würselen. Er steht seiner Meinung nach für das Thema Mobilität und das Zukunftspotenzial der Städteregion. Mit Autobahn- und Euregiobahnanschluss verbinde der Flughafen schon heute unterschiedliche Verkehrsmittel, und er stehe für interkommunale Zusammenarbeit, sagt der Stolberger Bürgermeister, der die Nachfolge von Städteregionsrat Helmut Etschenberg antreten will und für die CDU ins Rennen um die Gunst der Wählerinnen und Wähler geht.

 

„Gestalten wir Zukunft. Mit Tim“, steht denn auch auf vielen Plakaten, auf Werbeflyern wird dieser Slogan ergänzt um die Aufforderung: „Reden wir über Zukunft. Ich freue mich auf Sie.“ Merzbrück ist für den 38-jährigen promovierten Juristen nur ein Beispiel dafür, welch große Chancen sich der Städteregion im anstehenden Strukturwandel aufgrund des absehbaren Endes der Braunkohle bieten. Dieser stelle die gesamte Region vor große Herausforderungen. „Wir brauchen Arbeitsplätze für Leute, die an den Hochschulen hervorragend ausgebildet sind, aber auch für die, die geringer qualifiziert sind. Das ist fast noch wichtiger als das andere.“

 

Entstehen können und sollen neue Arbeitsplätze etwa rund um den Flugplatz Merzbrück, wo unter anderem RWTH und Fachhochschule Aachen Elektroflugzeuge entwickeln und, wenn es gut läuft, von einer ausgegründeten Firma bauen lassen wollen, sagt Grüttemeier, der zuversichtlich ist, dass dies gelingen wird. Schließlich sei der ebenfalls in Aachen entwickelte Streetscooter ein Erfolgsmodell geworden. „Wenn wir vor zehn Jahren gesagt hätten, dass Aachen Automobilstadt wird, hätte man uns ausgelacht.“ Auch in Stolberg, wo am Hauptbahnhof ein Logistikzentrum geplant ist, werden neue Arbeitsplätze entstehen, sagt er. „In dem Bereich braucht man klassischerweise nicht den studierten Ingenieur“, betont Grüttemeier.

 

Wichtig ist ihm in diesem Zusammenhang die Feststellung, dass keine Kommune allein die großen Herausforderungen wird meistern können – auch Aachen nicht. Doch auch fast zehn Jahre nach Gründung der Städteregion gibt es für seinen Geschmack noch viel zu häufig ein „Kirchtumdenken.“

 

Dabei gebe es Bereiche, in denen die Städteregion erfolgreich sei, etwa bei den Berufskollegs oder bei der Errichtung eines gemeinsamen Gewerbeflächenpools. Aber es sei ein anstrengender Prozess, „wir reden ja von freiwilliger Kooperation“. Als Städteregionsrat wolle er dafür werben, den Leitspruch „weil es gemeinsam besser geht“ aus den Anfangsjahren in der Tagespolitik umzusetzen. Felder, in denen es gemeinsam besser geht, gibt es nach Ansicht von Tim Grüttemeier genug. Das fängt für ihn beim öffentlich geförderten Wohnungsbau an und hört beim Öffentlichen Personennahverkehr noch lange nicht auf. Bei letzterem geht es Grüttemeier auch darum, die Busverbindungen zwischen den zehn Kommunen zu verbessern. Und mit Blick darauf, dass von Arbeitnehmern schon lange Flexibilität gefordert wird und viele von ihrem Wohnort in einen anderen Ort zur Arbeit pendeln, fordert der Vater von zwei Söhnen (neun und sechs Jahre alt) von den Kommunen Flexibilität in Sachen Kinderbetreuung.

 

„Die Lebenswirklichkeit der Menschen ist eine andere als unsere Verwaltungsstrukturen es hergeben. Bislang hat man nur an seinem Wohnort Anspruch auf einen Kita-Platz. Wir müssen eine städteregionale Lösung finden“, sagt Grüttemeier. „Bis jetzt schaut jede Kommune nur auf die eigenen Kinder.“

 

Eine städteregionsweite Lösung strebt der nach eigener Aussage „leidenschaftliche Familienmensch“ auch beim Thema Digitalisierung an. „Es macht keinen Sinn, wenn beispielsweise die zehn Kommunen unterschiedliche Bürgerportale aufbauen“, nennt Grüttemeier ein Beispiel. Gleiches gilt seiner Meinung nach für die Digitalisierung der Schulen. „Da müssen wir gemeinsame Standards festlegen.“ Es sei wenig sinnvoll, wenn beispielsweise in der einen Stadt mit Tablets der Firma X und in der anderen mit solchen der Firma Y gearbeitet werde. Wenn es gelinge, in solchen Bereichen Lösungen zu finden, zeige sich den Bürgern schnell, welchen Mehrwert die Städteregion bringt, ist Grüttemeier überzeugt.

 

Das Selbstverwaltungsrecht der Kommunen sei ein hohes Gut, sagt er. Die Städteregion müsse nicht jede Aufgabe an sich ziehen. Aber sie könne dort, wo eine Aufgabe zu groß für einzelne Kommunen sei, unterstützend wirken. Die Sozialplanung sei ein Beispiel dafür, meint Tim Grüttemeier: Die Städteregion habe in Kooperation mit den Kommunen eine Datensammlung und -analyse erstellt, die auch interkommunale Vergleiche erlaube, aber die Umsetzung der daraus abzuleitenden Handlungsempfehlungen obliege letztlich den Kommunen.

 

Konsequent fortführen will der Stolberger das Engagement der Städteregion für die Abschaltung der belgischen Atommeiler Tihange und Doel. Zugleich sollte sich die Städteregion „an die Spitze der Bewegung setzten“, die mit den Belgiern über Alternativen zur Stromversorgung diskutiert. „Ich glaube, dass es dann möglich ist, einvernehmliche Lösungen zu finden.“

 

In seiner Heimatstadt Stolberg ist Tim Grüttemeier, der sich am besten entspannen kann bei Waldläufen und „wenn ich meinen Jungs beim Fußballspielen zuschaue“, Chef von rund 1000 Verwaltungsbeschäftigten, als Städteregionsrat wäre er für mehr als doppelt so viele Menschen verantwortlich. Doch diese Vorstellung bringt ihn nicht aus der Ruhe. „Ich habe großen Respekt vor dieser Aufgabe. Aber der Sprung, den ich 2014 gemacht habe – aus der Anwaltskanzlei als Bürgermeister ins Stolberger Rathaus –, der war größer.“

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

"Aus dem Fasse auf dem Kaiserplatze"

Das 2. Stolberger Weinfest lockt an drei Tagen zahlreich die Besucher an. Kulinarische und kulturelle Angebote.

Der sehr gut gefüllte Kaiserplatz beweist, dass das Stolberger Weinfest bereits in der zweiten Auflage zu einem festen Bestandteil des Veranstaltungskalenders geworden ist. Foto: Dirk Müller
Der sehr gut gefüllte Kaiserplatz beweist, dass das Stolberger Weinfest bereits in der zweiten Auflage zu einem festen Bestandteil des Veranstaltungskalenders geworden ist. Foto: Dirk Müller

„Aus der Traube in die Tonne, aus der Tonne in das Fass“, beginnt ein bekanntes Lied. Fortgeschrieben werden könnte es mit den Worten „aus dem Fasse dann, o Wonne, auf den schönen Kaiserplatz“. Just dorthin lockte am Wochenende das zweite Stolberger Weinfest zahlreiche Gäste mit einer attraktiven Mischung aus Kulinarischem und Kultur in gemütlichem Ambiente. Dabei hat die zweite Auflage der Feier gezeigt, dass sie Konkurrenzveranstaltungen wie das September Special in Aachen nicht fürchten muss, denn vor allem abends war der Kupferstädter Kaiserplatz sehr gut besucht.

 

Ein Gast des Weinfestes brachte es auf den Punkt: „Es ist schön zu sehen, dass immer mehr Stolberger gelernt haben, dass man sich auch in der eigenen Stadt amüsieren kann.“ Dementsprechend positiv fiel auch das Fazit der Macher des Weinfestes aus. „Schon beim zweiten Mal kristallisiert sich heraus: Das Weinfest ist zu einem festen Bestandteil des Stolberger Veranstaltungskalenders geworden. Das freut uns sehr“, sagte Udo Rüttgers und betonte: „Der Zuspruch ist großartig, und das Publikum mehrerer Generationen ist sehr angenehm. Besonders die jungen Leute auf dem Kaiserplatz beweisen, dass ein Weinfest eben nicht angestaubt ist, sondern Jung und Alt gemeinsam feiern.“

 

Auch die „Überparteilichkeit der Gäste“ bei dem von der CDU organisierten Fest sei erfreulich gewesen. „Sympathisanten, Wähler und Vertreter aller demokratischen Parteien waren vertreten. So soll es sein“, sagte Rüttgers. Die Organisatoren des Weinfestes hatten allerdings einen Rahmen geschaffen, der sich sehen lassen konnte. Stände von Winzern und Weinhändlern, Bierwagen, Kinderkarussell und Hüpfburg sowie Wagen, in denen schmackhafte Mahlzeiten zubereitet wurden, säumten den Kaiserplatz, der mit Tischen und Bänken bestückt war. Zudem zog das vielfältige kulturelle Programm die Besucher an.

 

Unter anderem wurde die erste Stolberger Weinkönigin Julia Vockenberg verabschiedet und die neue Weinkönigin Jessica Heinrichs begrüßt, die Breiniger Böllerschützen machten lautstark und urig auf sich aufmerksam, die Büsbacher Tanzschule „Not just Dancing“ und die Showtanzgruppe der KG De Wenkbülle begeisterten die Zuschauer, und der Förderverein des Bethlehem Gesundheitszentrums, „Kupferstern“, stellte sich vor. Und die große Bandbreite der dargebotenen Musik überzeugte und kam bei den Besuchern des Weinfestes sehr gut an.

 

Die handgemachte Livemusik reichte von Oldies, aktuellen Hits und Evergreens, die Carlos Cachafeiro sowie „Anette and Friends“ akustisch präsentierten, über kölsche Hits und eigene Songs der „Partybrüder Andy und Dörk“ bis hin zu Chanson, Soul und Reggae von „Clarisse und Combo“ und den schönsten Liedern von Gilbert Bécaud, die „Rideau Rouge“ zu Gehör brachte. Das „Open-Air-Disco-Team“ ergänzte das musikalische Portfolio des Weinfestes mit Tanz- und Partymusik sowie ansprechenden Show-Effekten am Samstagabend.

 

Familiäres Flair und Gemütlichkeit

 

Die zweite Auflage des Stolberger Weinfestes hatten die Organisatoren jetzt auf drei Tage ausgeweitet, was sich als absolut richtige Entscheidung erwiesen hat: Schon am Freitagabend bot der Kaiserplatz ein sehr belebtes Bild, und zahlreiche Gäste genossen die heimelige Atmosphäre ebenso wie die spätere Partystimmung inklusive Schunkeln und Polonäse. „Auch, was das kulinarische Angebot angeht, hätte das Stolberger Weinfest zwar noch Potenzial“, beschrieb Udo Rüttgers, dass die Liste interessierter Winzer groß sei, fügte jedoch hinzu: „Wir wollen aber das familiäre Flair erhalten. Das Weinfest auf dem Kaiserplatz soll gemütlich bleiben“. An dem neuen dreitägigen Konzept allerdings wollen die Macher festhalten, und für sie stehe fest: „Das dritte Stolberger Weinfest kommt bestimmt.“

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Weinfest lockt auf den Kaiserplatz

Die zweite Auflage geht diesmal über drei Tage. Kulinarische Angebote und abwechslungsreiches Programm.

„In vino veritas“ – schon die alten Römer haben erkannt, dass im Wein die Wahrheit liegt. Die Wahrheit über das zweite Stolberger Weinfest ist, dass es größer und noch vielfältiger wird. „Nach der Premiere war die Resonanz sowohl seitens der Besucher, als auch der Winzer derart positiv, dass wir uns entschlossen haben, das zweite Weinfest auf drei Tage auszudehnen“, erläutert Jochen Emonds zu der von der CDU Stolberg veranstalteten Feier.

 

Was für das Weinfest bedeutet, dass einerseits das bewährte kulinarisch-kulturelle Grundgerüst bestehen bleibt, andererseits das Programm ausgeweitet und noch abwechslungsreicher wird. „Die Programmpunkte sind sowohl international als auch lokal, und natürlich gibt es nicht nur Wein, sondern auch andere Getränke auf dem Kaiserplatz“, verweist Marita Matousek auf Bierstand und Cafeteria.

 

Champagner aus der „Ente“

 

Schon am Freitag, 14. September, beginnt das Weinfest um 17 Uhr, mit Kinderkarussell, Hüpfburg, Entenangeln, Süßigkeiten- und Luftballonstand für die kleinen Gäste. Kulinarisch lockt dann der Kaiserplatz mit Käsespezialitäten, Crêpes, Flammkuchen und portugiesischen Spezialitäten. Vier Winzer und zwei Weinhändler sind vertreten. „Außerdem werden Champagner und Crémant aus einer „Ente“ heraus serviert, denn auch der Stolberger 2CV-Club ist beim zweiten Weinfest mit von der Partie“, beschreibt Christian Clément von der Bodega.

 

Zudem werde auf dem Kaiserplatz in Kooperation mit der Wabe eine gemütliche Lounge entstehen, und mit Überdachungen und Heizstrahlern sei man für jedes Wetter gewappnet. Auf dem Programm stehen Livemusik verschiedener Stilrichtungen, Shows und Party.

 

Am Freitagabend wird um 18 Uhr zunächst die erste Stolberger Weinkönigin Julia Vockenberg verabschiedet und die neue Weinkönigin Jessica Heinrichs begrüßt. Ein sozialer Aspekt des zweiten Weinfestes greift um 18.30 Uhr, wenn der Förderverein des Bethlehem-Krankenhauses „Kupferstern“ vorgestellt wird. Ab 19 Uhr heizt dann Carlos Cachafeiro dem Kaiserplatz ein. Der Musiker wird mit handgemachtem, authentischem Sound viele bekannte Hits zu Gehör bringen. Ab 23 Uhr kann die Feier dann ausgelassen weitergehen, denn die „Partybrüder Andy und Dörk“, alias Andreas und Dirk Dümmler, bringen mit ihren Schlagern gute Laune mit.

 

Am Samstag, 15. September, startet das Weinfest um 13 Uhr, und gegen 16 Uhr geben die Breiniger Böllerschützen der neuen Weinkönigin Geleit. Die Büsbacher Tanzschule „Not just Dancing“ wird die Gäste um 18 Uhr unterhalten. „Anette und Friends“ aus den Niederlanden verzaubern die Besucher ab 19 Uhr mit stimmungsvollen akustischen Klängen, und ab 23 Uhr darf gefeiert und getanzt werden, weil das „Open-Air-Disco-Team“ die Musik und die Show-Effekte dazu liefert.

 

Passend zum letzten Tag ist der Sonntag der Tag der deutsch-französischen Freundschaft. Der Kaiserplatz lädt dann ab 11 Uhr ein, und ab 13 Uhr präsentieren „Clarisse und Combo“ eigene Songs und bekannte Lieder mit der Bandbreite von Chansons über Soul bis Reggae. Um 15 Uhr übernimmt „Rideau Rouge“ die Bühne und unterhält das Publikum mit den schönsten Chansons von Gilbert Bécaud. Die KG De Wenkbülle präsentiert um 17 Uhr ihren Moulin-Rouge-Showtanz.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Ein Stolberger geht für die CDU ins Rennen

Wahl des Städteregionsrats: CDU Aachen und Aachen-Land bestimmen Tim Grüttemeier mit 98,1 Prozent zum Kandidaten für das Amt

Volles Haus: 324 stimmberechtigte Mitglieder der beiden CDU-Kreisverbände Aachen und Aachen-Land sind am Mittwochabend zur Wahl des Städteregionsratskandidaten Tim Grüttemeier aus Stolberg ins Aachener Depot gekommen. Foto: Andreas Steindl
Volles Haus: 324 stimmberechtigte Mitglieder der beiden CDU-Kreisverbände Aachen und Aachen-Land sind am Mittwochabend zur Wahl des Städteregionsratskandidaten Tim Grüttemeier aus Stolberg ins Aachener Depot gekommen. Foto: Andreas Steindl

Die beiden CDU-Kreisverbände Aachen und Aachen-Land ziehen geschlossen in den städteregionalen Wahlkampf. Mit 98,1 Prozent der Stimmen ist am Mittwochabend Dr. Tim Grüttemeier im Aachener Depot als Kandidat im Rennen um das Amt des Städteregionsrats gewählt worden. Insgesamt haben 313 Christdemokraten ihre Stimmen abgegeben, sechs haben gegen den alleinigen Kandidaten Grüttemeier gestimmt.

 

„Ich bin sehr zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung“, sagte ein sichtlich gelöster Tim Grüttemeier nach der Versammlung – die erste ihrer Art: Noch nie zuvor haben die Kreisverbände ihren Kandidaten für die Städteregionsratswahl auf einer gemeinsamen Mitgliederversammlung gewählt.

 

In seiner kämpferisch vorgetragenen Rede dankte der 37-jährige Jurist Grüttemeier dem amtierenden Städteregionsrat Helmut Etschenberg für dessen Arbeit. Seitenhiebe gingen vor allem in Richtung der Sozialdemokraten.

 

Etschenberg hatte vor wenigen Monaten seinen Rücktritt zum Ende des Jahres aus gesundheitlichen Gründen verkündet. Die Menschen in der Städteregion hätten Etschenberg viel zu verdanken, betonte Grüttemeier. Etschenberg hinterlasse große Fußspuren, aber auch ein gut bestelltes Haus.

Für sich selbst warb Grüttemeier, indem er seine Erfolge als Bürgermeister Stolbergs hervorhob. So sei es der Stadt gelungen, auf Bundes-, Landes- und EU-Ebene die Förderkulisse bestmöglich auszuschöpfen. Die Finanzen seien konsolidiert, die Verwaltung modernisiert worden. Er stellte noch einmal klar, dass er auf keinen Fall erneut als Bürgermeister kandidieren werde. „Ich will Städteregionsrat werden, und das ganz oder gar nicht.“ Stolberg sei zu wichtig, um für ihn doppelter Boden zu sein.

 

 

Kampf gegen Tihange geht weiter

 

Grüttemeier betonte, dass er den Kampf gegen die Atomkraftwerke in Belgien fortführen wolle. Der Kandidatin der SPD, Daniela Jansen, warf er vor, sie nehme die Sorgen der Menschen in der Region nicht ernst. Jansen hatte bei ihrer Kandidatenvorstellung gesagt, Etschenberg verfolge in Sachen Tihange eine „Panikstrategie “.

 

Grüttemeier will die Wirtschaft durch interkommunale Gewerbegebiete stärken, damit auch in Zukunft Projekte wie der Streetscooter in der Städteregion gebaut werden. Auch hier griff er die Sozialdemokraten an: Es sei ein Skandal, wenn die SPD-Verbände Aachen und Eschweiler „völlig ohne Not“ Initiativen zu einer separaten Zusammenarbeit starten, die auch noch von einer „eklatanten Unkenntnis der Sachlage“ geprägt seien.

 

Beim Thema Mobilität machte Grüttemeier klar, dass er den Ausbau des ÖPNV fördern wolle, sich aber gleichzeitig gegen jede Art von Fahrverboten stemmen werde. „Wir werden auch den Menschen ihren Diesel lassen.“ Alles andere verstoße gegen die Wertevorstellung von Selbstbestimmung und Eigenverantwortung. Auch wenn Grüttemeier den Kommunen so viel Eigenständigkeit wie möglich zugesteht, warb er doch für ein Ende des sprichwörtlichen „Kirchturmdenkens“. Es sei ein Unding, dass es fast unmöglich sei, sein Kind in einer Kita anzumelden, die nicht am Wohnort ist. „Die Menschen leben nicht nur in ihrer Stadt, das Leben findet in der ganzen Städteregion statt“, so Grüttemeier.

 

Unterstützung am Rednerpult bekam Grüttemeier unter anderem von den beiden Kreisverbandsvorsitzenden Holger Brantin (Aachen) und Hendrik Schmitz (Aachen-Land) und von Amtsinhaber Helmut Etschenberg. Auch Ministerpräsident Armin Laschet warb für den Stolberger Kandidaten: Grüttemeier habe in Stolberg bewiesen, dass er für das Amt bestens geeignet sei. Als besondere Herausforderung stellte Laschet heraus, dass man gerade den Bürgern der Stadt Aachen das Prinzip Städteregion noch etwas erklären müsse. Dass die Menschen die Bedeutung dieser Region verstehen, sei besonders wichtig. Um das zu tun, plant Grüttemeier unter anderem Bürgerdialoge, auch in Aachen. „Bei diesen Treffen können mir die Leute Fragen stellen und mich kennenlernen – oder auch ihre Kritik vorbringen.“

 

Die Wahl des Städteregionsrats oder der Städteregionsrätin findet am Sonntag, 4. November, statt. Neben Tim Grüttemeier gehen Daniela Jansen (SPD), Oliver Krischer (Bündnis 90/Die Grünen) und Albert Borchardt (Die Linke) ins Rennen.

 

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Frauen Union fährt nach Hasselt

Die Frauen-Union der CDU Stolberg lädt für Samstag 22. September zu einem Besuch in der Stadt Hasselt in Belgien ein. Die Stadt Hasselt ist seit 1839 die Hauptstadt der belgischen Provinz Limburg und liegt am Albertkanal sowie am Fluss Demer. Treffpunkt zum Ausflug ist die Ecke Mauerstraße/ Kesselschmiede in Stolberg Münsterbusch um 8.45 Uhr. Abfahrt ist um 9 Uhr. Anmeldungen bitte telefonisch an 25924.

Grüttemeier soll es für die CDU richten

Wahl zum Städteregionsrat am 4. November. Bei Sieg oder Niederlage: Stolberg muss sich neuen Bürgermeister suchen

Die CDU schickt Tim Grüttemeier ins Rennen um die Nachfolge von Städteregionsrat Helmut Etschenberg. Foto: Ralf Roeger
Die CDU schickt Tim Grüttemeier ins Rennen um die Nachfolge von Städteregionsrat Helmut Etschenberg. Foto: Ralf Roeger

Städteregionsrat Helmut Etschenberg hat seine Partei mit der Ankündigung, sein Amt vorzeitig zum Jahresende aufzugeben, offenbar kalt erwischt. Zumindest hat die CDU lange gebraucht, einen Kandidaten für seine Nachfolge zu präsentieren. Die SPD hatte schon vor einer Woche ihre Kandidatin, die Aachenerin Daniela Jansen, vorgestellt. Gestern nun haben die Christdemokraten nachgezogen: Tim Grüttemeier (37), seit 2014 Bürgermeister von Stolberg, soll Etschenbergs Nachfolge antreten. Wählen werden die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Aachen und der neun Kommunen im Altkreis am 4. November. Diesen Termin hat die Kölner Regierungspräsidentin Gisela Walsken (SPD) gestern bestätigt.

 

Schwere Entscheidung

 

Leicht ist dem gebürtigen Stolberger Grüttemeier die Entscheidung nicht gefallen. „Ich habe mich sehr schwergetan“, gestand er gestern. Er habe sich erst für die Kandidatur entschieden, nachdem seine Familie zugestimmt habe und für Stolberg geregelt war, wie es weitergehen wird. „Da steckt sehr, sehr viel Herzblut drin. Die Projekte, die ich mit meinem Team angestoßen habe, die verlässt man nicht so einfach.“ Jetzt gebe es ein klares Verfahren zu seiner Nachfolge im Bürgermeisteramt, so Grüttemeier: „Wenn meine Kandidatur klappen sollte, haben wir für Stolberg eine vernünftige Nachfolgeregelung. Und wenn es nicht klappen sollte, werde ich bei der Kommunalwahl 2020 nicht mehr als Bürgermeister kandidieren. Das entspricht meiner Überzeugung, dass ich etwas ganz oder gar nicht mache. Stolberg ist kein Trostpreis.“ Heißt im Klartext: Unabhängig vom Ausgang der Wahl im November wird Stolberg früher oder später einen neuen Bürgermeister bekommen.

 

Inhaltlich setzt Tim Grüttemeier darauf, dass Dinge, die kommunal zu regeln sind, auch vor Ort geregelt werden sollen. In den vier Jahren als Bürgermeister und auch schon in den Jahren davor als Kommunalpolitiker – Grüttemeier war von 2003 bis 2014 Ratsmitglied in Stolberg und ab 2007 CDU-Fraktionsvorsitzender – habe er aber festgestellt, dass es viele Themen gebe, die man regional angehen müsse. Dazu gehört für ihn natürlich das Thema Strukturwandel. Er plädiert unter andrem dafür, einen kommunenübergreifenden Gewerbeflächenpool einzurichten. Beim Thema Mobilität dürfe man nicht nur die Elektromobilität im Blick haben, sondern müsse auf eine vernünftige Vernetzung unterschiedlicher Systeme achten sowie darauf, auch ländliche Bereiche anzubinden. Wichtig ist Grüttemeier auch, die Digitalisierung voranzubringen, das Ehrenamt zu stärken und regionale Lösungen im Schul- und Kitabereich zu finden.

 

Dass harte Wochen auf ihn zukommen, schreckt Grüttemeier, den gelernten Juristen, nicht. Schließlich muss er auch im Wahlkampf sein Bürgermeisteramt ausüben. Er glaubt nicht, dass er da in Interessenkonflikte gerät. „In der heißen Wahlkampfphase nehme ich Urlaub“, sagte er. „Es wird ein intensiver, ein spannender Wahlkampf“, ist Grüttemeier überzeugt. „Aber das mache ich leidenschaftlich gerne. Wahlkampf ist die Champions League der Politik.“ In Stolberg hat er 2014 die Bürgermeisterwahl auf Anhieb mit knapp 52 Prozent der Wählerstimmen gegen den damaligen Amtsinhaber von der SPD gewonnen. Dabei hat er persönlich gut fünf Prozent mehr Stimmen geholt als seine Partei. Natürlich ist er davon überzeugt, dass er auch die Wahl im November zum Städteregionsrat gewinnen wird.

 

Einstimmiger Beschluss

 

Die CDU in Stadt und Altkreis Aachen ist froh, dass sie den Stolberger Bürgermeister zur Kandidatur bewegen konnte. „Sehr, sehr froh“, gestand Hendrik Schmitz, Vorsitzender der Christdemokraten im Altkreis, gestern Abend. Es seien intensive Gespräche geführt worden. „Tim Grüttemeier war von Anfang an unser Wunschkandidat für die Nachfolge von Helmut Etschenberg.“ Das bestätigte Holger Brantin, Kreisvorsitzende der Aachener CDU, gestern Abend. „Auch in Aachen haben wir wahrgenommen, was für eine tolle Arbeit Tim Grüttemeier in Stolberg macht. Er ist auch einer, der Verwaltung kann, das hat er in der größten Altkreisstadt gezeigt, in einer Verwaltung mit 1000 Mitarbeitern.“

 

Gestern Abend hat der erweiterte Vorstand beider Kreisverbände, insgesamt 75 Personen, Grüttemeier als Kandidaten der Christdemokraten für die Städteregionsratswahl bestätigt. Einstimmig, wie Schmitz und Brantin betonten. „Die Stimmung in der Partei ist absolut positiv. Die Personalie Grüttemeier setzt ein Stück weit Kräfte frei. Alle sagen: Dem trauen wir zu, den Elan und die Kraft, die er in Stolberg aufbringt, auf die Städteregion zu übertragen. Die Partei ist bereit, Vollgas zu geben“, sagte Schmitz gestern bei der Vorstellung.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Dreigeschossig: Platz sparen im Gewerbegebiet

Kleine, flexible Grundstücke auf Zincoli-Gelände. Schornstein beleuchten. Rat steigt heute in neue Bauleitplanung ein.

„Wir hatten den Spatzen in der Hand und haben nach der Taube auf dem Dach gegriffen“, sagt Rolf Engels. „Nun sind wir wieder da, wo wir damals angefangen haben“, erinnert der SPD-Sprecher im Ausschuss für Stadtentwicklung an die Historie des Zincoli-Areals an der Mauerstraße.

 

Die Geschichte ist bekannt. Aus einem Investoren-Wettbewerb geht 2007 die Strabag mit einem Bau- und Gartenmarkt-Projekt nebst Gastronimie und Freizeitbranche als Sieger hervor. Das „Sahnehäubchen“ zerfällt mit der Zeit. Übrig bleiben neben den Baumarkt nur zentrenrelevante Verbraucher- und Discountmärkte. Die Regierungspräsidentin fordert eine Entscheidung: Zincoli oder Innenstadt. Stolberg wählt 2015 klar die Innenstadt. Seitdem sind alle Versuche gescheitert, dort einen Baumarkt oder andere große Angebote anzusiedeln. Nun sollen drei Hektar des Geländes flexibel für kleinteiliges Gewerbe ausgewiesen werden. Ein Hektar ist bereits für ein Autohaus und die DLZ-Erweiterung nebst einer Option für beide verplant.

 

Bedenken haben die Liberalen – aber nur wegen des alten Schornsteins. „120 000 Euro plus Folgekosten nur für Erhalt und Unterhaltung sind zu viel“, sagt Rudolf Steltjes. „Lieber ohne Kamin“, betont sein Kollege Bernd Engelhardt im Wirtschaftsförderungsausschuss. „Das ist eine rein politische Entscheidung“, betont Bürgermeister Tim Grüttemeier. Die Sprecher der Koalition aus CDU und SPD verhehlen nicht, dass es in ihren Reihen kontroverse Diskussionen dazu gab. Vor allem die Mitglieder aus den Außenbereichen hätten sich schwer getan mit dem Erhalt des Schornsteins. Letztlich setzen sich in beiden Fraktionen die Befürworter durch. Der Kamin sei ein Identität stiftendes Relikt aus Industriezeiten. Und „er soll als Landmarke mit Beleuchtung in Szene gesetzt werden“, gibt Siegfried Pietz die Linie der Koalition vor. Zudem betont der CDU-Vize den Wunsch nach einem Kreisverkehr im Einmündungsbereich von Mauer- und Cockerillstraße (K 13 / L 221). Einig ist er sich mit seinem Kollegen Rolf Engels, einen Vorschlag des Agit-Geschäftsführers für das Zincoli-Gelände aufzugreifen: „Die Zeiten der eingeschossigen Hutschachteln in Gewerbegebieten sind vorbei“, sagt Dr. Lothar Mahnke angesichts der in Zukunft massiv fehlenden Gewerbeflächen. „Wir müssen in die Höhe bauen.“

 

Und genau das soll auf dem Zincoli-Gelände geschehen. Eine bis zu dreigeschossige gewerbliche Nutzung soll ermöglicht werden, um die Effizienz der zwischen 1500 und 5000 Quadratmeter großen Grundstücke zu steigern. Einer Nutzung Platz machen soll außerdem der Wall, der derzeit das Gelände vom Dienstleistungszentrum abgrenzt. Vorausgesetzt, das ist wirtschaftlich machbar. Denn nicht ausgeschlossen ist, dass er seinerzeit einfach aus dem vor Ort belasteten Erdreich aufgeschoben worden ist. Zudem regt Michael Thomas (CDU) einen Quotienten aus Beschäftigten und Fläche an, um möglichst viele Arbeitsplätze zu schaffen. Heute befindet der Stadtrat über die Aufstellung des Bebauungsplans.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

"Verheerende Folgen für die Stadt"

CDU-Chef äußert sich zum Thema Wirtschaftsförderung. Suche nach Lösungen.

Der CDU-Partei- und Fraktionsvorsitzende Jochen Emonds reagiert auf die vom SPD-Vorsitzenden erhobenen Vorwürfe gegen die Stolberger Wirtschaftsförderung
Der CDU-Partei- und Fraktionsvorsitzende Jochen Emonds reagiert auf die vom SPD-Vorsitzenden erhobenen Vorwürfe gegen die Stolberger Wirtschaftsförderung

Der Streit um das Thema Wirtschaftsförderung geht weiter. Nun äußert sich der CDU-Fraktionsvorsitzende, Jochen Emonds, in einem offenen Brief, der an SPD-Chef Patrick Haas gerichtet ist.

 

Seitdem sich die große Koalition 2011 in Stolberg formiert habe, sei die Zusammenarbeit – trotz gelegentlichem Dissens in manchen Sachfragen – stets konstruktiv und vom gegenseitigen Respekt geprägt gewesen. „In einer schwierigen Zeit, in der nur wenige Impulse aus dem Büro des damaligen Bürgermeisters gekommen sind, war es uns so gemeinsam möglich, die Grundlagen für die aktuelle positive Entwicklung unsere Heimatstadt zu legen“, so Emonds. Mit dem Wechsel an der Spitze der SPD-Fraktion habe sich dies allerdings geändert.

 

Die CDU habe festgestellt, dass sich die Stolberger SPD immer weiter von dieser bewährten Arbeitsweise entfernt habe, „mit teils verheerenden Folgen für unsere Stadt“. Insbesondere in den vergangenen Wochen habe sich der Eindruck erhärtet, dass gerade das Vorgehen des Fraktionsvorsitzenden weniger vom Wunsch geprägt sei, Lösungen zu erarbeiten, sondern vielmehr vom Drang, sich selbst zu inszenieren.

 

Als Beispiel dafür nennt Emonds eine „populistische“ Umfrage zum geplanten muslimischen Studentenwohnheim, die Haas Mitte Juni im Namen der SPD-Fraktion in den sozialen Medien gestartet habe. „Für uns als CDU gleicht dieses Spiel mit den Ängsten der Bürgerschaft jedoch genau der Form geistiger Brandstiftung, die den sozialen Zusammenhalt gefährdet und die wir bislang nur von den Vertretern der neuen Rechten kennen. Dieses Vorgehen steht überdies im krassen Widerspruch zu Ihrem Verhalten im Koalitionsausschuss, wo die Verantwortlichen das Projekt zuvor vorgestellt hatten“, so Emonds. Der erneute Angriff auf die Wirtschaftsförderung und den Bürgermeister erfolge nach „dem gleichen populistischen Muster“.

 

Emonds kritisiert, dass Haas in seinem offenen Brief zuvor getroffene Aussagen leugne und bewusst Fakten verdrehe. Außerdem würden die Forderungen zu einem möglichen Anschluss des Gewerbegebiets Camp Astrid in keinem Zusammenhang zur Realität stehen. „So fordern Sie einen konkreten Verwaltungsvorschlag für einen Stolberger Zugang zur A 4 am und über das Camp Astrid. Da die verkehrliche Belastung die Arbeit im Gewerbegebiet allerdings deutlich erschweren würde und der Anschluss über das Gebiet der Stadt Eschweiler verlaufen würde, die dies nicht wünscht, ist das Vorhaben nicht realisierbar“, so Emonds. Zudem habe auch das zuständige Bundesministerium dieser Möglichkeit bereits eine deutliche Absage erteilt. Genau deswegen strebe man seit Jahren die Realisierung des dritten Bauabschnittes der L 238n an, der bislang jedoch an der unzureichenden Kosten-/Nutzenrechnung gescheitert sei.

 

„Reiner Populismus“

 

Aus diesem Grund sei die Forderung nach der sofortigen Einrichtung eines Runden Tisches zum gegenwärtigen Zeitpunkt „reiner Populismus“. Die Kosten-/Nutzenrechnung des dritten Bauabschnitts werde sich erst ändern, wenn die Verwirklichung des Euregio-Railportes näher rücke. „Bis dahin wäre es wünschenswert, wenn Sie das Vertrauen des bereits gefundenen Betreibers dieses wichtigen Zukunftsprojektes und der notwendigen Investoren nicht weiter durch Ihre öffentlichen Äußerungen irritieren würden“, fordert Emonds.

 

Damit eine weitere Zusammenarbeit in der Koalition gelingen könne, bittet Emonds Haas darum, seine Ausflüge in den Bereich der Wirtschaftsförderung einzustellen. „Ihre fehlende Sachkenntnis und Ihre populistischen Versuche, Ihre Person zu profilieren dienen jedenfalls weder der Stärkung des Ansehens Ihrer Partei noch der Schaffung und Sicherung der dringend benötigten Arbeitsplätze in Stolberg“ so Emonds.

 

Auch die Mittelstandsvereinigung der CDU bezog zu dem Thema Stellung. Warum die SPD als Koalitionspartner die erfolgreiche Entwicklung Stolbergs in Frage stelle, könne man nicht nachvollziehen. Das Thema Wirtschaftsförderung werde vom Bürgermeister sehr ernst genommen. „Rein grob bilanziert ist festzustellen, dass die Stadt mittlerweile über ein Gewerbeflächenkataster verfügt, das Gewerbegebiet Camp Astrid im rasanten Tempo vermarktet wird, das Einzelhandelskonzept Talachse Innenstadt etliche Förderangebote aufweist, die Arbeitslosenzahl in Stolberg so niedrig ist und unsere Stadt über die Stadtgrenzen hinaus wieder wahrgenommen wird“, so Martin Hennig, Vorsitzender der MIT. „Die Bediensteten der Wirtschaftsförderung machen einen guten Job und setzen sich für unsere Stadt ein“, ist Hennig überzeugt. Seit dem Wechsel im Rathaus sei als weiterer Impulsgeber der Ausschuss für Wirtschaft und Arbeitsmarktpolitik ins Leben gerufen worden. Dort würden mit dem Koalitionspartner Themen verabschiedet. „Von daher ein umso unverständlicher der Angriff auf unsere Wirtschaftsförderung“, so Hennig.

 

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Bürgermeister attestiert Haas "Unkenntnis"

Grüttemeier wirft SPD-Fraktionsvorsitzendem vor, mit Falschinformationen und Fehlinterpretationen der Stadt zu schaden

„In einem haben Sie in lhrem Schreiben ganz ohne Zweifel Recht: Die Konkurrenz zwischen den Gewerbestandorten wächst, weswegen das Werben um lnvestoren schwieriger wird und die Bedeutung einer starken Wirtschaftsförderung steigt. Beidem jedoch, unserem Standort sowie unserer Wirtschaftsförderung haben Sie durch Ihr Schreiben unnötigerweise Schaden zugefügt“: Bürgermeister Tim Grüttemeier weist die Kritik des SPD-Fraktionsvorsitzenden Patrick Haas, die sich auf Aussagen des städteregionalen Dezernenten Markus Terodde aus dem Aufsichtsrat der Innovationsregion Rheinisches Revier (IRR) bezogen, zur Stolberger Wirtschaftsförderung vollumfänglich zurück. „Ihre Ausführungen basieren nicht auf Fakten, sondern auf Falschinformation und Fehlinterpretationen, die durch die aufmerksame Lektüre der Ihnen vorliegenden Rat- und Ausschussunterlagen hätten verhindert werden können“, analysiert Grüttemeier.

 

„Bemerkenswertes Vorgehen“

 

Dabei sei Haas‘s Vorgehen fraglich, Mitarbeiter der Verwaltung persönlich anzugreifen, obwohl die Qualität der geleisteten Arbeit für sich spreche. Ein solches Vorgehen sei Grüttemeier „weder inhaltlich noch sachlich“ bis dato von einem Vorsitzenden der SPD-Fraktion nicht gewohnt gewesen. Die Zusammenarbeit mit Haas Vorgänger Dieter Wolf sein stets „von gegenseitigem Respekt“ und „fundierter Sachkenntnis gekennzeichnet“ gewesen. In der Sache bescheinigt Grüttemeier Haas „eine eklatante Unkenntnis bezüglich der jüngeren Entwicklung des Gewerbestandortes sowie hinsichtlich der generellen Arbeit unseres Amtes für Wirtschaftsförderung“. Haas Bedenken an der Professionalität der Wirtschaftsförderer sei „nicht nur faktisch unhaltbar, sondern sie stellt auch ein bemerkenswertes Vorgehen für eine Fraktion dar, die bereits seit 2004 ununterbrochen in den Koalitionen unseres Rates vertreten ist und Verantwortung in diesem Bereich übernehmen will“. Haas Vorgehen stehe massiv im Widerspruch zu der bislang in Stolberg gepflegten vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Politik und Verwaltung.

 

Mehrere Indikatoren führt Grüttemeier an, anhand derer man den Erfolg unserer Bemühungen zur Wirtschaftsförderung empirisch überprüfen könne. So sei die Arbeitslosenquote in den beiden Legislaturperioden 2004 bis 2014 unter sozialdemokratischer Führung trotz einer insgesamt positiven Entwicklung in Bund und Land, lediglich von 12,2 Prozent auf 11,0 Prozent gesunken. „Seit der zurückliegenden Kommunalwahl und der Neuausrichtung unserer Wirtschaftsförderung hingegen konnte der Stolberger Arbeitsmarkt deutlich an Boden gut machen und die Quote sank auf zuletzt 7,7 Prozent, was den niedrigsten Stand seit 25 Jahren bedeutet“, sagt Grüttemeier. Diese Entwicklung sei nicht nur auf externe Faktoren zurückzuführen, „sondern liegt an der steigenden Bedeutung Stolbergs als Gewerbestandort“. Zahlen der AGIT belegten, dass Stolberg entgegen Haas‘ Befürchtungen heute einer der am meisten nachgefragten Gewerbestandorte in der Städteregion Aachen sei. ln den zurückliegenden Jahren sei es den städtischen Wirtschaftsförderern gelungen, zahlreiche neue Unternehmen im Gewerbegebiet Camp Astrid anzusiedeln, das in den Jahren zuvor nahezu brach lag.

 

„Die Fakten sprechen hier eine deutliche Sprache“, so Grüttemeier. In den Jahren vor der seinem Amtsantritt konnten zehn Gewerbegrundstücke mit einer Gesamtfläche von 22 980 m² veräußert werden. Zwei weitere Flächen wurden zum Aufstellen von Photovoltaikanlagen genutzt, „ohne dass hiervon lmpulse für den Stolberger Arbeitsmarkt ausgegangen wären“. Seit der Umstrukturierung und Neuausrichtung der Wirtschaftsförderung im Jahr 2014 wurden hingegen Käufer für 23 weitere Grundstücke mit einer Gesamtfläche von 52 784 m² gefunden. „Alle hinzugewonnenen Investoren sind klein- und mittelständige Unternehmen, die Ausbildungsplätze schaffen und ihrer Belegschaft eine berufliche Perspektive bieten“, betont der Bürgermeister weiter:

„Anders ausgedrückt: In den Zeiten, als die SPD für die Wirtschaftsförderung Hauptverantwortung trug, „konnten in Stolbergs bedeutendstem Gewerbegebiet pro Jahr Investoren für 3282 m² Gewerbeflächen gefunden werden. Die Wirtschaftsförderung von heute hat diesen Wert auf heute 11 729 m² pro Jahr mehr als verdreieinhalbfacht“, rechnet der Christdemokrat vor.

 

Eine ähnliche Entwicklung erlebe das Dienstleistungszentrum (DLZ), dessen Auslastung „dank der hervorragenden Arbeit unseres Amtes für Wirtschaftsförderung“ von 61 Prozent im Jahr 2014 auf heute 96 Prozent gesteigert werden konnte. Ermöglicht werde dieser Erfolg durch ein breites Leistungsspektrum der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, vor die sich Grüttemeier ausdrücklich stellt: „Dieses umfassende Engagement hat selbstverständlich auch Auswirkungen auf die Entwicklung der Gewerbesteuer, deren Einnahmen von 20 292 597 Euro im Jahr 2013 auf 26 397 886 Euro im bereits abgeschlossenen Haushaltsjahr 2017 gestiegen sind.“

 

„Autobahn verwechselt“

 

Nicht weniger haltlos wie die generelle Kritik an der Arbeit der Wirtschaftsförderung seien Haas Darstellungen zum weiteren Vorgehen in Sachen Euregio-Railport als eines der bedeutendsten infrastrukturellen Projekte in und für Stolberg, die der SPD-Chef aus den Unterlagen des Rates kennen könnte. Durch die Verwirklichung des Projektes sollen nicht nur weitere Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung der Region hervorgehen, sondern er sei ein weiterer Baustein in Strategie Mobilität neu zu denken und an die aktuellen Bedürfnisse anzupassen. Vor diesem Hintergrund habe Stolberg sich mit dem Vorhaben beim Ideenwettbewerb der IRR beworben, der darauf abzielte, zukunftsweisende Projekte der Region weiter seitens der IRR zunächst entschieden, den Euregio-Railport und das Industriedrehkreuz Weisweiler-Inden gemeinsam zu betrachten, um so Synergien in der Grundlagenermittlung zu schaffen. Haas vermische nun unterschiedliche Projekte miteinander, erläutert Grüttemeier: „Richtig ist vielmehr, dass der RWE-Konzern als Betreiber und Eigentümer des Kraftwerkes Weisweiler stets ausschließlich das dortige Projekt unterstützt hat. Die Flächen rund um den Hauptbahnhof hingegen sollten von Anfang an in Kooperation mit der Stolberger EVS Euregio Verkehrsschienennetz entwickelt werden. Daran hat sich nichts geändert, und vor diesem Hintergrund sehen wir aktuell keine negativen Auswirkungen zur Umsetzung unseres Projektes.“

 

Die Verwirklichung des dritten Bauabschnittes der L 238 würde ganz ohne Zweifel eine deutliche Bereicherung für Stolberg darstellen. Die Notwendigkeit des Ausbaus werde durch die geplanten Entwicklungen am Hauptbahnhof noch einmal unterstrichen und bereits durch die Projektpartner vorangetrieben. Haas unterlaufe aber in der Deutung der Terodde-Aussagen zum Euregio-Railport einen Interpretationsfehler, denn die Notwendigkeit eines Autobahnanschlusses beziehe sich in diesem Kontext nicht auf den Anschluss an die A4, sondern auf den Anschluss an die A44 über den Anschluss Stolberg/Eilendorf, der bereits beschlossen ist und in den kommenden Jahren umgesetzt werde.

 

Wie wenig sich der SPD-Chef „mit der Materie befasst“ habe, unterstreiche seine Kritik, dass Aachen nicht Stolberg, sondern Eschweiler als Partner zu einer gemeinsamen Gewerbeflächenentwicklung ins Auge gefasst habe. Aachen könne ebenso wie Stolberg den zukünftigen Bedarf an Gewerbeflächen nicht auf eigenen Stadtgebiet abbilden; Eschweiler verfüge über mehr Flächen als es selbst vermarkten könne. Ein Pool zwischen Aachen und Stolberg scheidet „somit logischerweise aus“, so Grüttemeier, aber alle Kommunen beteiligen sich am städteregionalen Gewerbeflächenpool.

 

„Sollten Sie künftig Fragen zu Projekten der Verwaltung haben oder Zusammenhänge nicht richtig verstehen, so biete ich Ihnen gerne an, vor dem Versand einer entsprechenden Pressemitteilung Kontakt zu unseren Fachämtern aufzunehmen“, endet die Antwort an Haas von Grüttemeier, der selbst auch stets für Rückfragen zur Verfügung stünde.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Stadt setzt verstärkt auf Elektromobilität

Drei E-Fahrzeuge werden für den städtischen Fuhrpark angeschafft – Hinzu kommen weitere Ladesäulen im Stadtgebiet

Das Thema Elektromobilität wird bei der Stadt in mehrfacher Hinsicht vorangetrieben. Foto: CDU / Jens-Uwe Kerl
Das Thema Elektromobilität wird bei der Stadt in mehrfacher Hinsicht vorangetrieben. Foto: CDU / Jens-Uwe Kerl

Ein weiteres Zeichen in Sachen Klima- und Umweltschutz hat in der vergangenen Woche der Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt gesetzt: die Verwaltung darf sich auf drei Elektroautos freuen, die nun angeschafft bzw. reserviert werden. Dabei handelt es sich um einen Renault Kangoo Z.E., der als Transport- und Hausmeisterfahrzeug eingesetzt werden soll, und zwei Exemplare des e.GO Life 60, die erst im kommenden Jahr produziert werden und den Fachämtern für allgemeine Dienstfahrten zur Verfügung stehen sollen. Die Gesamtinvestition in Höhe von 77.400 Euro wird zu 40 Prozent mit Fördermitteln des Landes bezuschusst.

 

43 Tonnen CO2 einsparen

 

„Wir wollen, dass Stolberg beim Klimaschutz eine Vorbildfunktion einnimmt“, erklären der CDU Fraktionsvorsitzende Jochen Emonds und seine Stellvertreter Paul M. Kirch und Siegfried Pietz den Beschluss. Ab 2019 sollen auf diese Weise möglichst viele der jährlich rund 200.000 Dienstkilometer mit dem klimafreundlichen Elektroantrieb zurückgelegt werden. Sollte das vollständig gelingen, würde das rund 43 Tonnen Kohlendioxid einsparen. Ohnehin stellt die Elektromobilität im Rahmen des integrierten kommunalen Klimaschutzkonzepts, das der Rat bereits 2014 beschlossen hatte, einen wichtigen Baustein dar.

 

Dass man mit der nun beginnenden Umstellung auf Elektromobilität bei den Mitarbeitern auf offene Ohren stoßen würde, war spätestens seit einer Befragung im Jahr 2016 klar. Damals hatten 65 Prozent der Befragten angegeben, den Weg zur Arbeit am häufigsten mit dem Auto zurückzulegen. Als Grund gaben dafür 17 Prozent an, dass sie das Auto auch für Dienstfahrten nutzen würden. Für Dienstwege würden rund 70 Prozent der Mitarbeiter der Stadtverwaltung Dienstfahrzeuge nutzen, sofern vorhanden. Und 40 Prozent könnten sich sogar vorstellen mit dem Rad zur Arbeit zu kommen, wenn ein Dienstwagen oder ein E-Bike vorhanden wären und die Strecke fahrradfreundlich gestaltet sei. Potenzial, auf umweltfreundliche Fortbewegungsmittel umzusteigen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen, gab und gibt es also genug. Vor diesem Hintergrund wurden bereits drei Dienst-Pedelecs angeschafft, die in den ersten drei Monaten auch eifrig genutzt wurden: rund 1000 Kilometer haben die Tachos bislang gezählt.

 

„Die Anschaffung der drei Elektrofahrzeuge ist nur der erste Schritt“, unterstreicht der Technische Beigeordnete Tobias Röhm. „Wo es Sinn macht, werden wir die Umstellung auf Elektromobilität sukzessive vorantreiben und beispielsweise bei auslaufenden Leasing-Verträgen prüfen, ob der Ersatz durch ein Elektrofahrzeug sinnvoll ist. Da spielen dann Faktoren wie Reichweite und Größe eine wichtige Rolle.“

 

Ladesäulen in der Stadt verteilt

 

Damit sich allerdings auch Privatleute an der Stadt orientieren und verstärkt auf Elektrofahrzeuge setzen, bedarf es einer entsprechenden Ladeinfrastruktur. Zusätzlich zu den drei bereits bestehenden Ladesäulen an Hauptbahnhof, Willy-Brandt-Platz und Kaufland-Parkhaus sollen in den nächsten Monaten acht weitere Säulen mit je zwei Steckdosen am Mühlener Bahnhof, Dienstleistungszentrum, An der Krone, auf dem Parkplatz Bergstraße, nahe am Breiniger Bahnhof, auf der neuen Park&Ride-Anlage Schneidmühle, am Büsbacher Markt und am Mausbacher Markusplatz aufgestellt werden. Deren Anschaffung wird zu 80 Prozent vom Land gefördert. Positiver Nebeneffekt: „Wenn in den kommenden Jahren möglichst viele Menschen auf Elektromobilität umsteigen, wird nicht nur die Luft besser, auch die Lärmbelastung sinkt“, betont Kirch. Großes Potenzial für Elektrofahrzeuge sehen die Christdemokraten auch bei den Nutzfahrzeugen des Technischen Betriebsamts.

 

Quelle: Super Mittwoch

Der Zahn der Zeit nagt am Schulgebäude

Einzelne Reparaturen reichen nicht mehr: Das Goethe-Gymnasium soll in den kommenden Jahren umfassend saniert werden

An der Fenstern fehlt der Durchblick und die naturwissenschaftlichen Räume müssen ebenfalls auf den neuesten Stand gebracht werden. Das Goethe Gymnasium soll grundlegend saniert werden. Foto: B. Zilkens
An der Fenstern fehlt der Durchblick und die naturwissenschaftlichen Räume müssen ebenfalls auf den neuesten Stand gebracht werden. Das Goethe Gymnasium soll grundlegend saniert werden. Foto: B. Zilkens

Wenn Schulleiter Bernd Decker durch „sein“ Goethe-Gymnasium schlendert, dann sieht er viele Dinge, die ihm nicht gefallen. Das Glas der Fenster ist über die Jahrzehnte so stumpf geworden, dass sich dem Betrachter, der auf die Außenanlage schauen will, sofort ein milchiger Film vor die Augen legt. Wasserschäden an den Wänden begegnen einem hinter fast jeder Ecke. Auf dem Dach steht das Regenwasser und verursacht Flecken an der Decke, im Sekretariat klafft an einer Stelle bereits ein Loch.

 

Trotzdem sagt Decker: „Meine Kollegen und ich arbeiten gerne hier. Das Gebäude hat ja durchaus seinen Charme. Durch die große Fensterfläche ist es hell und lichtdurchflutet und aufgrund der Gestaltung um einen Innenhof herum gibt es keine endlosen Flure, in dem die Räume nur aneinandergereiht sind. Aber es ist auch schon vierzig Jahre alt und durch die Digitalisierung und den Ganztagsunterricht haben sich die Anforderungen an die Lehrkräfte geändert. Dafür bietet das Gebäude aber nicht die Voraussetzungen.“

 

Architekt soll Konzept erstellen

 

Um nun eine grundlegende Sanierung des Goethe-Gymnasiums in Angriff zu nehmen, haben Hauptausschuss und Stadtrat parteiübergreifend beschlossen, 50.000 Euro für die Erstellung eines Sanierungskonzepts durch einen Architekten zu bewilligen. Dieser soll bis 2020 in enger Abstimmung mit der Schule entsprechende Pläne erstellen, mit deren Umsetzung ab 2021 begonnen werden soll. „Wir rechnen mit einer Investitionssumme von mehreren Millionen Euro“, so der Schulausschuss-Vorsitzende Jochen Emonds.

 

Die zentralen Probleme – das Dach und die Fenster – sollen dann behoben werden. „Dachdecker, Glaser, Installateure und Handwerker für Jalousien gehen derzeit bei uns mehr oder weniger ein und aus, um die anfallenden Reparaturen zu erledigen. Das hat bis zu einem gewissen Punkt auch schnell und zuverlässig funktioniert, aber dann kommt der Punkt, an dem man sagen muss, dass einzelne Reparaturen nicht mehr ausreichen“, beschreibt der Schulleiter die aktuelle Situation. Auch an anderen Stellen drückt der Schuh: die naturwissenschaftlichen Räume müssen dringend auf einen aktuellen Stand gebracht werden und das gesamte Gebäude benötigt eine neue Internet-Verkabelung, damit neue Medien wie zum Beispiel Smartboards in den Klassenräumen genutzt werden können. Zusätzlich gibt es Alarmanlagen, denn durch Beamer, Laptops und Smartboards sind Schulen für Diebe natürlich ein attraktives Ziel geworden.

 

Schulalltag hat sich verändert

 

„Die Digitalisierung und der Ganztag – daran hat vor vierzig Jahren beim Bau noch niemand denken können. Dadurch hat sich auch die Arbeit eines Lehrers massiv verändert und unsere Aufgabe ist es nun, die Schule für die Zukunft fit zu machen“, erklärt Hans Bruckschen, Sprecher der CDU-Fraktion im Schulaus-

schuss. Daher müssten auch weitere Arbeitsräume für das Kollegium geschaffen werden. „Früher haben eine Handvoll Büros für die Schulleitung und die Stufenkoordinatoren ausgereicht. Mittlerweile benötigen wir aber rund ein Dutzend Büros und Arbeitsräume“, gibt auch Bernd Decker zu. Zumal durch den Wechsel von G8 zu G9 nicht nur die Anzahl der Schüler – derzeit rund 760 – steigen, sondern auch das Kollegium wieder wachsen werde. Wenn sich der Schulleiter bei den Schülern umhört, fällt dort auch das Stichwort Turnhalle immer wieder.

 

Geruch in der Turnhalle stört

 

„Die Schüler sagen, dass ihre Klamotten wegen des komischen Geruchs in der Halle gewaschen werden müssten. Im Zuge der Sanierung müsste also auch dort die Quelle gefunden und behoben werden.“ Befürchtungen, dass die noch zu erarbeitenden Maßnahmen nur kurzfristig Besserung bringen, hegt der Schulleiter nicht. „Wenn etwas ohnehin schon in einem schlechten Zustand ist, behandeln die Schüler es auch entsprechend. Umgekehrt ist es so, dass die Schüler mit neuen Dingen eher sorgsam umgehen.“

 

Quelle: Super Mittwoch

Gleichstellung bliebt weiter ein wichtiges Thema

Auf Einladung der Christdemokraten stellt die Ärztin und Autorin Dr. Uta Stiersdorfer ihr Buch „Die neue Frauenfalle“ vor

Dr. Uta Stierstorfer stellte bei der Frauen Union und der Jungen Union ihr Buch: „Gleichgestellt - Die neue Frauenfalle“ vor. Foto: T. Dörflinger
Dr. Uta Stierstorfer stellte bei der Frauen Union und der Jungen Union ihr Buch: „Gleichgestellt - Die neue Frauenfalle“ vor. Foto: T. Dörflinger

„Gleichgestellt - Die neue Frauenfalle“, heißt das Buch von Dr. Uta Stierstorfer, das jetzt auf einer Gemeinschaftsveranstaltung der örtlichen CDU-Organisationen Frauen Union und Junge Union vorgestellt wurde.

 

Dazu war die Autorin, die aus Krefeld-Ürdingen stammende Hals-Nasen-Ohren-Ärztin Uta Stierstorfer, eigens nach Stolberg gekommen, um die 30 Besuchern im Parkhotel Hammerberg mit einigen Kapiteln ihres 140-seitigen Werkes vertraut zu machen.

 

Allerdings war die Vorstellung des Buches, das im Dezember vergangenen Jahres erstmals veröffentlicht wurde, keine Lesung im eigentlichen Sinne. Denn Stierstorfer hatte eine Redemanuskript erstellt, das von den Texten im Buch abwich und den dort vorgestellten Themen einen breiteren und ausführlicheren Rahmen einräumte.

 

Die Hintergründe

 

So schilderte die 57-jährige Autorin eingangs ihres 60-minütigen Vortrages, die Hinter- und Beweggründe, die sie zur Entstehung ihres Buches geführt haben. Denn ein Großteil der Texte seien Lebensschicksale und Erfahrungsberichte ihrer Patientinnen, die ihr im Verlaufe der langjährigen beruflichen Tätigkeit geschildert wurden und die sie später auszugsweise für ihr Buchprojekt genutzt habe. Angereichert habe sie ihre Stoffsammlung mit Auszügen aus politischen Willenserklärungen, Gesetzestexten und Veröffentlichungen zur Gleichstellungs- und Frauenpolitik. Ebenso wie in ihrem Buch brachte Stierstorfer auch in ihrem Redemanuskript die Entwicklung der Gleichstellungspolitik auf den Punkt. Sie schilderte die Entwicklung von den Anfängen der Frauenemanzipation im späten 19. Jahrhundert, dem Frauenbild in der NS-Zeit bis hin zum Feminismus und zum sogenannten Gender-Mainstreaming im 21. Jahrhundert. Im Mittelpunkt ihres Referates standen die gesellschaftlichen Rahmendingen mit denen Frauen, Mütter und Alleinerziehende nach wie vor zu kämpfen haben. Dabei ging sie auch den Thematiken nach, ob die Wahlmöglichkeit der Frauen wirklich substanzielle Verbesserungen bringt und ob Frauen nicht durch die derzeitige Gleichstellungs- und Genderpolitik in eine neue Falle geraten? Denn die Genderpolitik hatte Stierstorfer am Schluss ihres Vortrages gesetzt. Kurz erläuterte sie, dass Gender eine Strategie ist, die der Förderung der Gleichstellung der Geschlechter dient. Schließlich gehe die gegenwärtige Forschung davon aus, dass Geschlecht immer soziale, kulturelle, politische und biologische Komponenten beinhalte, die sich historisch verändern können, so Stierstorfer. Im Anschluss an den Vortrag drehten sich die Fragen der Besucher um die Themen „inwieweit hat die Wirtschaft Vorteile von der Auflösung der Geschlechterrollen“ und „werden alte Abhängigkeiten nicht durch neue ersetzt?“

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Ein wahrlich historisches Kulturfestival

„Stolberg goes History“ zieht Besucher in seinen Bann. Mehr als 1000 Teilnehmer beim Umzug. „Bläck Fööss“ spielen zum Abschluss.

Mit der Auflage „Stolberg goes History“ hat das Kulturfestival am Wochenende neue Maßstäbe gesetzt. Tausende Besucher waren begeistert von dem dreitägigen Programm. Fotos: Dirk Müller
Mit der Auflage „Stolberg goes History“ hat das Kulturfestival am Wochenende neue Maßstäbe gesetzt. Tausende Besucher waren begeistert von dem dreitägigen Programm. Fotos: Dirk Müller

Dieser historische Festumzug wird den Stolbergern und den zahlreichen auswärtigen Gästen wohl noch lange in Erinnerung bleiben: Im Jahr des 900-jährigen Bestehens der Stadt war der Zug mit 35 Gruppen einer der Höhepunkte des Kulturfestivals „Stolberg goes History“. Mehr als 1000 Teilnehmer ließen dabei die Geschichte lebendig werden und spannten mitunter auch den Bogen bis zur Gegenwart. Besonders aktiv waren Stolberger Kinder und Jugendliche, die den Festzug zum Beispiel als Galminuszwerge, Waldarbeiter, mittelalterliche Gestalten und Bergleute bereicherten.

 

Sie visualisierten wunderbar den Liedklassiker „D‘r Paraplü“, thematisierten die Industriegeschichte Stolbergs, zeigten als Schulkinder um 1900 und heute die Unterschiede zwischen Schuluniform und Individualismus auf, trugen vom Donnerberger Sender inspirierte Kostüme oder widmeten sich der europäischen Geschichte. Für Musik sorgten unter anderem das Spielcorps Zweifall, der Musikzug der Feuerwehr, ein Akkordeon-Musiker der 1920er Jahre, die Trompetenbläser Donnerberg und die Blasmusikanten Gressenich.

 

Traditionsunternehmen

 

Und noch viele weitere Stolberger Vereine und Institutionen waren mit von der Partie. Etwa die seit 1659 bestehende Schützenbruderschaft St.-Sebastianus-Stadtmitte, der Kulturverein City Starlights, der die verschiedenen Events eines Jahres in Stolberg darstellte, der CDU-Stadtverband als „Ratsfraktion aus Tradition“ und die Junge Union samt der ersten Kupferstädter Weinkönigin sowie die „dalli-group“ und „Mäurer & Wirtz“, die Stolberger Traditionsunternehmen in den Festumzug einbrachten. Die Burgritter, authentische Schotten, die Stolberger Medizinpioniere Dr. Kortum und Johann Wilhelm Meigen, rollende Teilnehmer vom Planwagen über Traktoren bis zu Pkw-Oldtimern, Gaukler, Tanz- und Musikgruppen sowie eine muntere Gänseparade komplettierten den sehenswerten Festumzug von „Stolberg goes History“.

 

Und der verkaufsoffene Sonntag des Kulturfestivals hatte noch viel mehr zu bieten: Konzerte, Shows, Kunstausstellung, Tanz, Märchen für Kinder, Burg- und Stadtführungen zählten zum Portfolio in der Innenstadt. So fiel das Warten auf das letzte große Highlight nicht schwer. Erst recht nicht auf dem Kaiserplatz, wo die charismatische Sängerin und Gitarristin Romy Conzen konzertierte, bevor ehemalige Stolberger Karnevalsprinzen für ihren gelungenen Auftritt bejubelt wurden. Und dann war es soweit, und die 12. Auflage des Kulturfestivals „Stolberg goes...“ endete mit dem Konzert der kölschen Kultband „Bläck Fööss“.

 

Bereits am Freitagabend von „Stolberg goes History“ hatte sich vor allem die Altstadt von ihrer besten Seite gezeigt, als sieben musikalische Liveacts und dazu Discjockeys in die Gaststätten, den Kunsthandwerkerhof und ans Burghaus lockten, während im Rittersaal Rainer Schmidt sein Kabarettprogramm präsentierte.

 

Pittoresker Mittelaltermarkt

 

Am Samstag starteten dann musizierende und kostümierte Walking Acts durch die Innenstadt. Ein pittoresker Mittelaltermarkt mit Musikanten und Gauklern an der Burg zog die Besucher ebenso an wie Greifvogel-Shows in „Gehlens Kull“ und der Schmied Ron van Loorbeek in der Altstadt.

 

Abends stand für den ersten Höhepunkt des Kupferstädter Kulturfestivals der Kaiserplatz bereit. Als die ersten Takte von „For you“ erklangen, war sofort klar: Chris Thompson ist die Stimme von „Manfred Mann‘s Earthband“. Mit Hits wie „Davy‘s on the Road again“, „Blinded by the Light“ und „Mighty Quinn“ weckten Thomp-son und seine Band Erinnerungen und sorgten vor allem schnell für grandiose Stimmung. Voller Euphorie, und dabei friedlich, feierten die Besucher von „Stolberg goes History“ die unvergessenen Welthits sowie den Sänger und die Band, die mit professioneller Performance und leidenschaftlicher Spielfreude gleichermaßen brillierten. Nachdem Thompson mit „Somewhere over the Rainbow“ und dem von ihm mit komponierten John-Farnham-Hit „You‘re the Voice“ die ersten Zugaben auf dem Kaiserplatz gegeben hatte, folgten weitere in der Altstadt.

 

Im „Windschatten“ der Akteure des Kulturvereins City Starlights und des Städtischen Musikzugs der Freiwilligen Feuerwehr zogen Hunderte Festival-Besucher durch den Steinweg, um weitere Konzerte wie das der „Regiofolk“-Band „Rumtreiber“ auf dem Alter Markt und eine mittelalterliche Feuershow mit Tanz an der Burg zu erleben. Dort war wie in den Vorjahren von „Stolberg goes ...“ die Szenerie bereits sehr belebt, so dass nach dem Kaiserplatz auch die historische Altstadt pulsierte, was sich am Sonntag fortsetzen sollte.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Stolberger Mittelstandsvereinigung der CDU ist zufrieden: CDU-Initiative um kostenfreies Parken wird auf zwei Stunden erweitert!

Dass jetzt die Verwaltung die Parkscheibenregelung in den Baustellenbereichen der Innenstadt auf zwei Stunden ausweitet, begrüßt die Stolberger Mittelstandsvereinigung (MIT) außerordentlich. 

In den Baustellenbereichen der Innenstadt kann jetzt mit einer Parkscheibe zwei Stunden lang kostenfrei geparkt werden
In den Baustellenbereichen der Innenstadt kann jetzt mit einer Parkscheibe zwei Stunden lang kostenfrei geparkt werden

Bereits im Januar hatte die Mittelstandsvereinigung anlässlich eines Rundgangs durch die Geschäftswelt, den dringenden Wunsch der Einzelhändler entgegen genommen für die Bauzeit die Parkräume mittels einer Parkscheibenregelung auszustatten.

 

 

„Erst nachdem von Seiten der Mittelstandsvereinigung man sich massiv dafür einsetze, fand das Thema bei der Verwaltungsspitze Gehör und die Notwendigkeit wurde erkannt, kostenfreies Parken mittels einer Parkscheibe im Baustellenbereich zu ermöglichen“, schilderte Geschäftsführerin Waltraud Strang die Umsetzung des Vorhabens. „Es ist nun umso erfreulicher, dass diese Regelung nun erweitert wird, und die  jeweiligen Bauabschnitte mit zwei Stunden kostenfreien Parken ausgestattet werden“, so der Vorsitzende Martin Hennig. Mit der zeitlich begrenzten Sonderreglung wird das richtige Signal an den zurzeit beeinträchtigten Einzelhandel gegeben, den es an vielen Stellen zu unterstützen gilt“, zeigt sich die Stolberger Mittelstandsvereinigung von ihrem Vorhaben überzeugt.

CDU-AG "Generationengerechtigkeit, Jugend & Soziales" möchte Stolberg mit gleich drei Anträgen noch zukunftsfähiger und lebenswerter gestalten

Am Kinderspielplatz Buschstrasse stellten der Vorsitzende der CDU-Arbeitsgruppe Generationengerechtigkeit, Jugend & Soziales, Ludwig Hahn, gemeinsam mit seinem Stellvertreter Marc Delzepich und dem Vorsitzenden des CDU-Ortsverbands Büsbach-Dorff-Liester-Münsterbusch, Fritz Thiermann, drei gemeinsam konzipierte Anträge vor, die große Zustimmung unter den  Anwesenden fanden.

Mitglieder der CDU Arbeitsgruppe Jugend, Soziales & Generationengerechtigkeit und der Stolberger CDU-Fraktion mit interessierten Anwohnern am Spielplatz Buschstraße.
Mitglieder der CDU Arbeitsgruppe Jugend, Soziales & Generationengerechtigkeit und der Stolberger CDU-Fraktion mit interessierten Anwohnern am Spielplatz Buschstraße.

"Wir müssen den in die Jahre gekommenen Spielplatz Buschstraße konzeptionell neu überplanen und generationengerecht ausbauen, damit auch ältere Bürger etwas für ihre Fitness tun können und der Kinderspielplatz für Kinder sicherer ist", erklärt Ratsmitglied Ludwig den CDU-Vorstoß, den Spielplatz baulich verändern zu wollen.

 

Neben dem Aspekt der Generationengerechtigkeit möchten die Politiker auch einen barrierefreien Zugang ermöglichen. Für einen Rollstuhlfahrer, der an dem Pressetermin teilnehmen wollte, endete sein Weg an dem in die Jahre gekommenen Holzzaun, der den Spielplatz umgibt. Dass dies in Zeiten gesellschaftlicher Teilhabe so nicht bleiben darf, stand für alle Teilnehmer fest.  

 

Auch die Sicherheit der Kinder soll durch einen neuen Zaun mit einem Tor gewährleistet werden. Derzeit ist nicht gewährleistet, dass ein Kind sich nicht blitzschnell durch den Zaun vom Spielplatz entfernen kann und schlimmstenfalls vor ein fahrendes Fahrzeug läuft. Auch könne durch einen neuen Zaun verhindert werden, dass Hunde den Spielplatz betreten und dort unerwünschte Geschäfte verrichten.

 

Bernd Stickeler, stellvertretender Vorsitzender des Ortsverbandes, stellte den zweiten Antrag, „Licht in dunkle Ecken in Stolberg-Münsterbusch“ vor. „Die Anwohner von Schafberg und Umgebung haben mich persönlich angesprochen, dass die Beleuchtung auf den Bürgersteigen zwischen Ecke Mauerstrasse und Schwimmhalle nicht ausreichend ist, so dass Kinder und ältere Mitbürger gefährdet sind!“ Deshalb setzen sich Arbeitsgruppe und Ortsverband für eine bessere Ausleuchtung der Strecke, die auch für Schulkinder den Weg zum Schwimmbad darstellt, ein.

 

Den dritten Antrag erläuterte der Geschäftsführer der CDU-Fraktion, Marc Delzepich: „Wir brauchen in Stolberg, wie in Düren schon erfolgreich eingeführt, einen mobilen Bürgerservice für alle jene Mitbürger, die aus eigener Kraft nicht mehr zum Rathaus kommen können“, so Delzepich.

 

Ein mobiler Bürgerkoffer, mit dessen Hilfe beim Bürger zu Hause alle wesentlichen Tätigkeiten des Bürgerservices im Rathaus ausgeführt werden können, soll deshalb angeschafft werden. „Wo die Menschen nicht zur Stadt kommen können, muss die Stadt zu den Menschen kommen“, so Delzepich. 

Vorentscheid für die 2. Stolberger Weinkönigin durch die JU

Dies ist der Flyer für den Vorentscheid für die 2. Stolberger Weinkönigin.

Zahlreiche Projekte haben Werth bereits lebenswerter gemacht. Jetzt steht ein Rundwanderweg auf dem Programm

Eine Mitfahrerbank, ein Bücherschrank und Patenschaften für Pflanzen: Das sind nur einige Projekte, die das Leben im Ortsteil Werth bereichern sollen. Diese wurden in den vergangenen Monaten bereits umgesetzt und erfreuen sich großer Beliebtheit. So auch der Bücherschrank, der regelmäßig mit neuem Lesestoff ausgestattet wird. Doch das soll es noch nicht gewesen sein.

Gleich zwei Projekte stehen derzeit in den Startlöchern. Zu diesen zählt das Bürgerhaus, das in der alten Schule entstehen soll und ein Rundwanderweg. Zwei Arbeitsgruppen sind in die Planung involviert. „Die Umsetzung des Rundwegs wäre für Werth ein großer Meilenstein“, sind sich Ralf Hennen und Rita Felden sicher.

Ein erstes Treffen, an dem auch Mitglieder der Stolberger Verwaltung teilnahmen, fand in den vergangenen Wochen bereits statt. Eine wichtige Rolle soll dabei die Barrierefreiheit spielen. Die Ratsfrau und der sachkundige Bürger (CDU) sind guter Dinge, dass auch dieses Projekt den Stadtteil bereichern wird. Schließlich sei es im Rahmen des Dorfinnenentwicklungskonzepts von den Bürgern vorgeschlagen worden. Ohne das Engagement der Bürger sei das allerdings nicht möglich.

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Brücke zum Spielplatz soll aufgerüstet werden

Die Treppe an der Brücke zum Spielplatz an der Nideggener Straße soll mit Kinderwagenstufen ausgerüstet werden. Mit dieser Bitte hat sich der CDU-Ortsverband Gressenich-Mausbach-Schevenhütte-Vicht-Werth-Zweifall in Abstimmung mit dem Heimat- und Bürgerverein Schevenhütte an die Stolberger Verwaltung gewandt. So wolle man Eltern mit Kinderwagen einen barrierefreien Zugang zum Spielplatz ermöglichen. Die Beauftragung des Metallbetriebes ist bereits erfolgt, im Juni soll die Umsetzung erfolgen, teilte Stolbergs Technischer Beigeordneter Tobias Röhm gestern auf Nachfrage mit.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

CDU setzt sich für kinderwagengerechten Ausbau der Brücke zum Spielplatz an der Nideggener Straße in Schevenhütte ein

In Abstimmung mit dem Heimat- und Bürgerverein Schevenhütte hat der CDU-Ortsverband Gressenich – Mausbach – Schevenhütte – Vicht – Werth – Zweifall die Verwaltung gebeten die Treppe an der Brücke zum Spielplatz an der Nideggener Straße mit Kinderwagenstufen auszurüsten.

 

Diese sollen auf die Holzbrücke in einem genormten Abstand zueinander aufgedübelt werden. „Damit ermöglichen wir Eltern mit Kinderwagen einen barrierefreien Zugang zum Spielplatz ohne einen unnötigen Umweg in Kauf zu nehmen“, erklären CDU-Ratsherr Marc Delzepich und der Partei- und Fraktionsvorsitzende Jochen Emonds die kurzfristig umzusetzende Maßnahme. 

CDU möchte Fahrradweg zwischen Atsch Dreieck und Bayerhaus einreichten

Mit Antrag vom 05.03.2018 hat die CDU beantragt, im Rahmen des Stolberger „integrierten klimafreundlichen Mobilitätskonzepts“ die ehemalige Straßenbahntrasse von Atsch Dreieck bis zum Bayerhaus als Fahrradweg zu ertüchtigen und auszubauen. Dieser Antrag wurde am Dienstag im Haupt- und Finanzausschuss beraten und einstimmig an die Verwaltung verwiesen.

 

Das vom städtischen Klimaschutzmanager koordinierte und betreute „Integrierte klimafreundliche Mobilitätskonzept“ hat zum Ziel den mobilitätsbedingten Treibhausgas-Ausstoß zu senken, den Verkehr umwelt- und sozialverträglicher zu machen sowie die Radwege, Fußwege und den Anschluss an Bus und Bahn besser zu vernetzen.

 

„Dazu ist es unerlässlich auch einen Blick auf das städteregionale Fahrradwegenetz zu werfen“, findet die CDU-Ortsverbandsvorsitzende und Ratsfrau Carolin Sieven. Das städteregionale Fahrradwegenetz verfügt inzwischen über eine große Dichte von Wegen. Immer mehr Bürger nutzen dieses Wegenetz. „Sei es der RurUfer-Radweg, die Eifel-Höhe-Route oder die Grünroute – die städteregionalen Fahrrad-Routen werden von Baesweiler bis Monschau sehr gut angenommen“, weiß der CDU-Ratsherr und Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt, Paul M. Kirch.

 

lm Rahmen des Mobilitätskonzeptes sollten nicht nur die innerstädtischen Wege, sondern auch die Zubringerwege nach Aachen oder auf die Vennbahntrasse ertüchtigt werden. „Dieses wurde schon einmal in einem Antrag der CDU (Arbeitsgruppe Einzelhandel, Gewerbe u. Stadtentwicklung) im Jahr 2009 beantragt“, weiß der CDU-Ratsherr Kunibert Matheis.

 

„Wir halten es deshalb für eine sinnvolle Ergänzung, wenn die ehemalige Straßenbahntrasse von Atsch Dreieck bis zum Bayerhaus als Fahrradweg ertüchtigt und ausgebaut wird“, sind sich der Atscher CDU-Ratsherr Reiner Bonnie und der CDU-Partei- und Fraktionsvorsitzende Jochen Emonds einig. 

CDU macht Stolbergs Gewerbeflächenangebot zukunftsfähig

Mit Antrag vom 22.01.2018 hat die CDU beantragt, die Ausweisung eines Gewerbegebiets „Buschmühle“ zu planen und bei den derzeit laufenden Gesprächen zur Neuaufstellung des Regionalplans mit der Bezirksregierung Köln zu berücksichtigen. Dieser Antrag wird am Dienstag im Hauptausschuss beraten.

 

In Kooperation mit dem CDU-Ratsmitglied Ludwig Hahn hat die CDU-Arbeitsgruppe Wirtschaftsförderung und Arbeitsmarktpolitik das städteregionsweite Gewerbeflächenkonzept der AGIT (Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer mbH) untersucht.

 

„Wir haben festgestellt, dass in Stolberg eine erhebliche Unterdeckung zwischen den bis zum Jahr 2035 vorhandenen Gewerbeflächen und dem Gewerbeflächenbedarf besteht“, erklärt der Arbeitsgruppenleiter und CDU-Ratsherr Michael Thomas.

 

Die Vermarktung des Gewerbegebietes "Camp Astrid" läuft seit einigen Jahren sehr erfolgreich, sodass hier in absehbarer Zeit keine Gewerbeflächen mehr zur Verfügung stehen werden. Die CDU denkt deshalb über den existierenden Tellerrand hinaus und hält es daher für zwingend erforderlich, dass in der Kupferstadt Stolberg neue Gewerbeflächen entwickelt werden. „Hierbei kommt insbesondere die Fläche zwischen den Straßen Buschmühle und Sebastianusstraße in Betracht“, finden Ludwig Hahn und der Vorsitzende des Ausschusses für Wirtschaftsförderung und Arbeitsmarktpolitik, Martin Hennig.

 

In unmittelbarer Nähe entsteht die neue Anschlussstelle "Stolberg/Eilendorf" an die Bundesautobahn 44. „Es ist deshalb denklogisch in der Nähe der einzigen Stolberger Anschlussstelle zu einer Bundesautobahn Gewerbeflächen zu entwickeln“, findet Martin Hennig . Darüber hinaus stehen der Entwicklung dieses Gebietes keinerlei Anwohnerinteressen entgegen.

 

Ebenfalls ist zu berücksichtigen, dass auf dem Friedhofsgelände Buschmühle seit einigen Jahren bereits keine Bestattungen mehr erfolgen und derzeit kein Nutzungskonzept für die Fläche vorliegt, wenn dort alle Nutzungsrechte an den einzelnen Grabstätten abgelaufen sind. Die Friedhofsfläche könnte sodann perspektivisch ebenfalls für das Gewerbegebiet genutzt werden.

 

„Wir müssen Stolbergs Attraktivität für Gewerbetreibende langfristig fördern und sichern“, bestärkt der CDU-Partei- und Fraktionsvorsitzende Jochen Emonds die Arbeitsgruppe in ihren Bestrebungen. „Hierzu ist es unverzichtbar, dass wir neue Wege gehen und uns frühzeitig als führende Kraft in der Region etablieren. Ein Ausbau in der Buschmühle ist deshalb nur konsequent.“ 

Neues Stolberger Gewerbegebiet am Autobahnanschluss

Vorstoß der CDU für Buschmühle zur Neuaufstellung des Regionalplans. Das Planfeststellungsverfahren wird ab 2019 erwartet.

Zwei absehbare Zukunftsszenarien münden in einen Antrag der Stolberger CDU. Einerseits läuft die Vermarktung des Gewerbegebietes Camp Astrid so erfolgreich, dass mit Ausnahme des Filetstücks für den Euregio-Railport an der Bahnlinie nur noch wenige Grundstücke verfügbar sind.

 

Großflächige Folgeareale sind mit Ausnahme der städtischen vier Hektar auf dem Zincoli-Gelände und dem privaten, nicht entwickelten Plateau der Kohlbuschhalde nicht in greifbarer Nähe. Gleichwohl besteht ein überdurchschnittlicher Bedarf. Mehr als 20 Hektar Gewerbefläche fehlen bis 2035.

Einen neuen möglichen Gewerbestandort haben die Christdemokraten nun oberhalb der Atsch ausgemacht: das weitgehend städtische Wiesengelände zwischen Sebastianusstraße (L 236) und Buschmühle (L 221), das jenseits der beiden Landesstraßen auch noch weitere Expansionsflächen bieten könnte.

 

Zumindest verkehrsgünstig gelegen wäre das neue Gewerbegebiet Buschmühle: Es würde unmittelbar an Stolbergs zukünftigem Anschluss an die Autobahn 44 liegen. Der soll entstehen durch die Realisierung der Ortsumgehung Eilendorf (L 221n). „Sobald die Genehmigung durch den Bund vorliegt, rechnen wir mit dem Beginn des Planfeststellungsverfahrens für das Jahr 2019“, sagt Straßen.NRW-Sprecher Bernd Aulmann. Der 2,519 Kilometer lange Abschnitt wird mit Kosten von 14,6 Millionen Euro kalkuliert. Der Autobahnanschluss würde an der Debye straße in Höhe des Kompostplatzes entstehen, von dort führt die Trasse über Deltourserb, wo mit zwei Kreisverkehren Von-Coels- und Sebastianusstraße angeschlossen werden sollen. Bis zu einer Realisierung werden noch einige Jahre ins Land ziehen.

 

Um aber Stolberg für die Zukunft aufstellen zu können, soll die Verwaltung ein Gewerbegebiet Buschmühle planen und das Projekt bereits jetzt in die angelaufenen Gespräche mit der Bezirksregierung zur Neuaufstellung des Regionalplanes einbringen. Das fordert die CDU in ihrem Antrag, über den am 15. Mai der Hauptausschuss abstimmen wird. Einer Entwicklung dieses Gewerbegebietes würden keine Anliegerinteressen entgegenstehen.

 

Ganz offen kommunizieren die Christdemokraten auch ein sensibles Thema. Aus hydrogeologischen Gründen erfolgen bereits seit Jahren keine Bestattungen mehr auf dem Friedhof Buschmühle. Wenn alle Nutzungsrechte der Grabfelder abgelaufen seien, könne das Gelände perspektivisch ebenfalls für das Gewerbegebiet genutzt werden.

 

Planungsrechtlich gesehen umfasst das Friedhofsgelände rund 300 000 Quadratmeter. Genutzt wurde mit dem 1997 eingeweihten ersten Bauabschnitt gut zehn Prozent davon.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Sicher, kind- und generationengerecht

CDU fordert Toranlage und weitere Geräte für den Spielplatz Buschstraße

Der Spielplatz an der Buschstraße steht in der nächsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses im Fokus der Politik. Die CDU-Fraktion beantragt, dass dieser „sicher, kind- und generationengerecht“ ausgebaut wird.

 

In der Begründung heißt es, dass der Kinderspielplatz Buschstraße von zahlreichen Kindern aus dem näheren und weiteren Umfeld genutzt werde. Es fehle allerdings ein Spielgerät für die Kinder, die jünger als drei Jahre seien. Außerdem wäre ein generationengerechter Ausbau durch zwei entsprechende Geräte sinnvoll, heißt es im Antrag weiter. Generationsübergreifende Spielplätze erfreuen sich mittlerweile auch in Stolberg großer Beliebtheit. Auch in der Ardennenstraße soll ein solches Exemplar entstehen.

 

Die CDU-Fraktion fordert allerdings nicht nur weitere Geräte, sondern auch eine Toranlage, um den Spielplatz zu verschließen. Derzeit sei dieser zur Buschstraße hin offen. Nur durch ein Tor sei gewährleistet, dass Kinder nicht unbemerkt den Spielplatz verlassen und Hunde nicht unbeobachtet den Spielplatz betreten könnten. Dies würde nicht nur der Sicherheit, sondern auch der Sauberkeit dienen.

 

Der Haupt- und Finanzausschuss diskutiert darüber am Dienstag, 15. Mai.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Martin Hennig bleibt Vorsitzender der CDU-Mittelständler

Der 53-jährige Architekt wird bei der MIT-Versammlung im Amt bestätigt . Rückblick auf 2017 und Vorschau auf Aktivitäten des laufenden Jahres.

Sie steuern das „Schiff“ der Stolberger CDU-Mittelstandsvereinigung: (v.l.) Artur Kaldenbach, Martin Hennig, Waltraud Strang und Wolfgang Schmitz. Es fehlt Siegfried Winands. Foto: T. Dörflinger
Sie steuern das „Schiff“ der Stolberger CDU-Mittelstandsvereinigung: (v.l.) Artur Kaldenbach, Martin Hennig, Waltraud Strang und Wolfgang Schmitz. Es fehlt Siegfried Winands. Foto: T. Dörflinger

Martin Hennig ist der alte und neue Vorsitzende der örtlichen CDU-Mittelstandsvereinigung (MIT). Der 53-jährige Architekt wurde bei der Jahreshauptversammlung im Parkhotel Hammerberg einstimmig wiedergewählt und nimmt somit seine dritte, auf zwei Jahre begrenzte Amtszeit in Angriff.

 

Über ein ebenso einstimmiges Votum der Versammlung konnten sich auch seine fünf Vorstandskollegen freuen. Den Jahresrückblick und den Ausblick auf die kommenden Aktivitäten übernahmen Hennig und Geschäftsführerin Waltraud Strang gemeinsam. Sie erinnerten an die Firmenbesuche, die man unternommen hatte, um den Dialog zu pflegen Einblicke in die Produktionsmethoden sowie Arbeitsplatz- und Marktsituation der Gastgeber zu gelangen: Ziele waren dabei die Baustoffhandlung Schmitz in Breinig und die Maschinenbaufirma Krahe in Mausbach. Den Dialog hat man auch mit den vom Umbau der Rathausstraße betroffenen Ladeninhabern gepflegt, wie Hennig versicherte. Unvorhergesehene Tiefbauarbeiten sowie der lang anhaltende Winter hätten dazu geführt, dass sich die Baumaßnahme verzögert hätten. Auf die von den Ladeninhabern ins Gespräch gebrachten nicht erfolgten Wochenendarbeiten meinte Hennig. „Die Förderkulisse lässt es leider nicht zu, dass auch am Wochenende in der Rathausstraße gearbeitet wird“. Bei einer Informationsveranstaltung der Sparkasse. hatten die Themen Kreditberatung und energetische Maßnahmen bei der Gebäudesanierung im Vordergrund gestanden. Erfolgreich habe sich auch die Zusammenarbeit mit der Seniorenunion, den örtlichen Parteigremien und dem von Michael Thomas geleiteten Arbeitskreis für Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik, gestaltet, so Hennig. Die gute Vernetzung innerhalb der CDU-Gremien und die Zusammenarbeit mit anderen Interessenvertretern aus Einzelhandel und Wirtschaft war auch Dr. Franz-Josef Wedemeyer, Kreisvorsitzender der Mittelstandsvereinigung, der ebenfalls zu den Gästen gehörte, ein Lob wert. Auch für die Zukunft hat sich die örtliche Mittelstandsvereinigung einiges vorgenommen. So soll der Austausch mit der Firma Dalli intensiviert werden, die eine Neustrukturierung plant, das Gewerbegebiet Camp Astrid soll Thema sein und der Dialog mit den Kreditinstituten gesucht werden, bezüglich des möglichen Wegfall des Bankschalters. 

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Die CDU investiert in die Stadtteile

Die Zeitungsanzeige der CDU Stolberg im März in der Super Mittwoch.

Überzeugende Technik in der Burgstraße

CDU macht sich ein Bild von gelungener Verkehrsberuhigung

Freuen sich über die gelungene Verkehrsberuhigung in der Burgstraße, die durch ihre Initiative umgesetzt wurde: Kunibert Matheis, Martin Hennig, Eberhard Koslowski, Dirk Giessler, Dominik Bayer, Carolin Sieven (Ortsverbandsvorsitzende), Siegfried Pietz
Freuen sich über die gelungene Verkehrsberuhigung in der Burgstraße, die durch ihre Initiative umgesetzt wurde: Kunibert Matheis, Martin Hennig, Eberhard Koslowski, Dirk Giessler, Dominik Bayer, Carolin Sieven (Ortsverbandsvorsitzende), Siegfried Pietz

Das Verkehrsaufkommen in der Burgstraße hatte in den letzten Jahrzehnten stetigzugenommen. Nach Rücksprache mit vielen betroffenen Anwohnern hatte die CDU-Fraktion im Herbst 2014, nach Jahren des Stillstandes durch die SPD, eine Verkehrsberuhigung beantragt und eine Anwohnerbefragung auf den Weg gebracht, um darauf aufbauend ein Verkehrskonzept von der Verwaltung erarbeiten zu lassen.

 

„Als die Ergebnisse der Befragung seinerzeit vorlagen, wurde deutlich, dass die Anwohner sich für eine Verkehrsberuhigung der Burgstraße und gegen den Durchgangsverkehr ausgesprochen haben“, so die Vorsitzende des OrtsverbandesCarolin Sieven. Die Straße, der auch unter touristischen Gesichtspunkten eine zentrale Rolle zukommt, wurde nun mit moderner Verkehrstelematik ausgestattet, die das unbefugte Durchfahren verhindert.

 

Durch eine intelligente Lösung in Kombination mit einer Kennzeichenerfassung und einer Blitzanlage, die als gemeinsame Idee von CDU und Bürgerschaft entwickelt und an die Verwaltung herangetragen wurde, konnte dies nun umgesetzt werden. „Als CDU-Fraktion ist es uns wichtig, gezielt in die Stadtteile zu investieren, um Missständen entgegenzuwirken und Verbesserungen und Lösungen zu erarbeiten“, so der Partei- und Fraktionsvorsitzende Jochen Emonds. „Dabei ist es für uns von zentraler Bedeutung, die Anregungen der Bürgerinnen und Bürgern, in unseren Gremien, Bürgerdialogen oder im persönlichen Gesprächaufzunehmen, um diese Vorstellungen auch umzusetzen.“

 

„Deutlich weniger Autos sind es schon geworden“, berichtet ein Anwohner den Mitgliedern des CDU Ortsverbands Mitte. Eine Woche nach Beginn der Testphase hat sich der Ortsverband selbst ein Bild von der neuen Ampelanlage an der Burgstraße gemacht. Dieser hatte noch mit Kunibert Matheis als Vorsitzendem den Stein ins Rollen gebracht. Ein langjähriges Projekt, welches vielen Widerständen und Zweiflern trotzen musste, hat sich nun zu einer zeitgemäßen Lösung für die Burgstraße entwickelt.

 

Überzeugen konnte die CDUler die Technik: Wenn ein für die Durchfahrt berechtigtes Fahrzeug bei der Stadt als solches registriert ist und vor der Ampel anhält, springt sie auf grün und der Fahrer kann passieren. Wenn nicht, bleibt sie rot. Sollte das Durchfahrtsverbot dennoch ignoriert werden, wird der Fahrer von der wenige Meter weiter installierten Anlage „geknipst“

 

. Bis nächste Woche läuft noch die Testphase, danach wird ein Verstoß von der Städteregion geahndet. „Auch wenn bereits jetzt die Anzahl der durchfahrenden Fahrzeuge wesentlich zurück gegangen ist, wird sich dann zeigen, wie wirkungsvoll diese Maßnahme ist“, so Carolin Sieven. Von Seiten der Anwohner gab es viele positive Rückmeldungen. „Es war richtig, dass wir hartnäckig geblieben sind und an der Idee festgehalten haben, etwas zu Gunsten der Altstadt zu unternehmen“, betont Ratsherr Martin Hennig. „Wir sind froh, dass wirdas Thema angepackt haben, mit dem Ergebnis eine sinnvolle Lösung für alle Beteiligten etabliert zu haben.“

Ein Aktivposten für die Stadtentwicklung

Paul M. Kirch vollendet heute sein 65. Lebensjahr . Ein kirchlich und politisch engagierter Geologe.

Hat sein 65. Lebensjahr vollendet: Paul M. Kirch
Hat sein 65. Lebensjahr vollendet: Paul M. Kirch

Eigentlich ist er ein „Atscher Jong“, aber Paul M. Kirch lebt schon so lange an der Ritzefeldstraße, dass er problemlos als waschechter Innenstädter durchgeht – wobei übrigens das M. nicht wie vielfach vermutet für Maria, sondern Matthias steht. Heute vollendet Kirch sein 65. Lebensjahr.

 

Man kann den Nachnamen des CDU-Politikers durchaus als Synonym für einen Schwerpunkt seines Lebens sehen. Paul Kirch ist fest verwurzelt in der katholischen Kirche. Von klein auf engagierte er sich vielfältig in seinen Pfarrgemeinden zunächst in St. Sebastianus, dann in der Kirchengemeinde St. Lucia, wo er seit vielen Jahren stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstandes ist und alleine schon in dieser Funktion mit wichtiger Infrastruktur in Stolberg beschäftigt ist. So brachte sich der verheiratete Familienvater von fünf Kindern unter anderem in die Entwicklung von Bethlehem-Krankenhaus, Helene-Weber-Haus und Ritzefeld-Gymnasium sowie mittlerweile auch in der Bürgerstiftung ein.

 

Vielleicht bekannter noch ist sein Bemühen um die Stadtentwicklung als Politiker. Zur aktiven Mitarbeit in der CDU fand der diplomierte Geologe, der heute bei Enwor den Fachbereich Wassergewinnung leitet, eher über einen Umweg. Anfang der 1980er Jahre brachte Kirch sein Fachwissen und sein Engagement in offene Greminen der CDU, wie dem Arbeitskreis Umweltschutz, ein und konzipierte führend die geologischen und naturkundlichen Lehrpfade in Stolberg mit. 1989 trat er den Christdemokraten auch offiziell bei, wo er schnell Verantwortung übernahm und seit zahlreichen Jahren als Stellvertreter den Stadtverband mitleitet. Dabei legte er stets besonderen Wert auf die inhaltliche Weiterentwicklung der Partei durch die Fortschreibung des kommunalpolitischen Programms. Vor neun Jahren stellte Kirch (38,19 %) sich in den Dienst seiner Partei und bot als Bürgermeisterkandidat dem populären Amtsinhaber Ferdi Gatzweiler (47,74 %) Paroli. Seit 1994 ist Kirch Mitglied des Stadtrates, wo er ebenfalls schnell in die Führungsriege der CDU-Fraktion berufen wurde. Umweltpolitik, Stadtentwicklung, Jugendförderung und demografischer Wandel sind seine wichtigsten Themen, die das in Unterstolberg direkt gewählte Ratsmitglied vor allem im Hauptausschuss und in dem derzeit als Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt firmierenden Ratsgremium nachgeht. 2009 zählte Kirch zu den Akteuren der Entwicklung des nun in Umsetzung befindlichen Konzeptes zur Wiederbelebung der Innenstadt und 2011 zu den Konstrukteuren der weiterhin andauernden großen Koalition. Regionale Geschichte und Archäologie zählen zu den Steckenpferden des Jubilars.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Eindeutiges Votum

Das Thema Medienentwicklungsplanung stand im Ausschuss für Schule, Kultur, Sport und Tourismus auf der Tagesordnung. Die Politik sollte entscheiden, nach welchem Schlüssel die insgesamt 300 000 Euro, die dafür im Haushalt veranschlagt wurden, an die Stolberger Schulen verteilt werden.

 

Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, die Anzahl der Schüler an den einzelnen Einrichtungen verknüpft mit der Vorlage eines Medienentwicklungsplanes als Schlüssel zu wählen. Bei der Politik stieß dies auf Zustimmung. „Es ist sinnvoll, dass es auf die Schüler runtergebrochen wird“, meinte der Ausschussvorsitzende Jochen Emonds (CDU) und erhielt Rückendeckung aus seiner eigenen Partei. 

 

Kritisch gesehen wurde dieses System von der FDP und den Linken. Man solle auch über Inhalte diskutieren, meinte Gabi Halili (Linke), die jedoch von Emonds darauf aufmerksam gemacht wurde, dass dies die Aufgabe der einzelnen Schulen sei. Das Ergebnis bei der Abstimmung war eindeutig. Alle Parteien stimmten dafür.

 

Zuvor stellte sich das euregionale Medienzentrum der Städteregion Aachen in der Ausschusssitzung vor. Acht Stolberger Schulen befinden sich derzeit im Beratungsprozess, von fünf Schulen wurden die Konzepte bereits gesichtet.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Schritt in die richtige Richtung

Elternbeiträge: Ausschüsse sprechen sich für Änderung der Satzung aus

Die Entwicklung des Offenen Ganztags im Primarbereich sowie die Änderung der Satzung über die Erhebung der Elternbeiträge wurden in dieser Woche im Ausschuss für Schule, Kultur, Sport und Tourismus (ASKST) und im Kinder- und Jugendausschuss (KJA) diskutiert. Das Ergebnis: Die Politik war sich in beiden Ausschüssen sicher, mit dieser Regelung den richtigen Weg einzuschlagen.

 

Die in der OGS-Satzung verankerte Geschwisterermäßigung soll ausgeweitet werden. Künftig soll diese nicht nur für Geschwisterkinder gelten, die ebenfalls eine OGS besuchen, sondern auch für Kinder, die eine Kita besuchen oder von einer Tagesmutter betreut werden. Nachdem der Rat im März 2017 den Beschluss über die Finanzierung des Offenen Ganztages sowie den Erlass einer Satzung über die Erhebung der Elternbeiträge gefasst hat, wurde dieser von der Stolberger Verwaltung zum Schuljahr 2017/2018 umgesetzt. Seit dem 1. August des vergangenen Jahres ist die Satzung in Kraft. Sie beinhaltet eine soziale Staffelung der Elternbeiträge, die sich nach den Einkommensverhältnissen richtet. So sollte ein wichtiger Schritt zur Verringerung von sozialen Ungerechtigkeiten und zur Förderung der Bildungschancen für alle Kinder gemacht werden.

 

Etwas, das Eltern anspricht

 

Und wie äußerte sich die Stolberger Politik? „Das ist etwas, das Eltern anspricht, ein gutes Konzept“, so Hans Bruckschen (CDU). Derzeit sind die Anmeldungen im OGS-Bereich konstant. Um wieder mehr Eltern dafür gewinnen zu können, müsse man sie nun auch mit der Qualität vor Ort überzeugen.

 

Eine gleiche Qualität an den verschiedenen Standorten sei aufgrund der guten Ausstattung möglich, meinte Jochen Emonds (CDU), Vorsitzender des ASKST.

 

 

Die Entscheidung, ob die Satzung wirklich geändert wird, trifft der Rat in seiner Sitzung am Dienstag, 20. März.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Neue Wege für die Linien 40 und 62

CDU: Neubaugebiet Rotsch und Kirche erschließen. Pirolweg entlasten.

Es waren die Grünen, die gegen das Neubaugebiet auf der Rotsch gestimmt haben, weil die zukünftigen Bewohner nicht den Öffentlichen Personennahverkehr nutzen können. Deutlich mehr als 400 Meter entfernt liegen die nächsten Bushaltestellen. Somit ist aus Sicht der Aseag das Baugebiet nicht ausreichend durch den ÖPNV erschlossen, der ohnehin recht dürftig die Liester erschließt.

 

In 500 Meter Luftlinie besteht zwar der Euregiobahn-Haltepunkt Altstadt. Aber um dorthin zu kommen, müsste zuerst das 18-prozentige Gefälle der Straße „Jordansberg“ bewältigt werden.

 

Eine erste Lösung schlägt nun die CDU vor: Die Buslinien 40 und 62, die sich nahezu gleichzeitig nacheinander durch den engen Pirolweg schlängeln, sollen entzerrt werden. Dabei haben die Christdemokraten angedacht, die Linie 62 über die „Liester“ und Walther-Dobbelmann-Straße zu führen, so dass die Rotsch „gestreift“ wird. Die Linie 40 soll über Ardennenstraße und Geschwister-Scholl-Platz zur „Liester“ geführt werden. Pirol- und Meisenweg würden nicht mehr befahren. „Für die Bewohner des Seniorenzentrums wäre eine Bushaltestelle an der Kirche praktischer“, sagt Ratsdame Karina Wahlen. Der Hauptausschuss berät über den Antrag auf seiner Sitzung am 20. Juni.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Jede Stunde ehrenamtlicher Einsatz zählt

Neue Ansteckpins machen Ehrenamtspreisträger erkennbar – Ein weiterer Schritt der Wertschätzung und zugleich eine gute Werbung für bürgerschaftliches Engagement

Mit den Ansteckpins ausgestattet, werden die bisherigen Ehrenamtspreisträger in der Öffentlichkeit erkennbar, wenn sie dies möchten. Foto: Dirk Müller
Mit den Ansteckpins ausgestattet, werden die bisherigen Ehrenamtspreisträger in der Öffentlichkeit erkennbar, wenn sie dies möchten. Foto: Dirk Müller

Das Ehrenamt in der Kupferstadt hat viele Gesichter. Allen voran die der Menschen, die seit 2015 von der Stadtverwaltung mit dem Stolberger Ehrenamtspreis ausgezeichnet werden. Und jene Preisträger kamen nun zusammen – zum ersten Mal nicht bei der Preisverleihung im Rittersaal der Burg, sondern bei Kaffee und Kuchen im Bistro des Museums Zinkhütter Hof und aus durchaus gegebenem Anlass. Denn die ausgezeichneten Ehrenamtler sind ab jetzt besser zu erkennen, wenn sie es wollen.

 

Während die Ehrenamtsmedaille mit 13 Zentimetern Durchmesser und 700 Gramm Gewicht wohl eher dazu geeignet ist, im zu Hause der Preisträger einen Ehrenplatz zu erhalten, ist das neue Pendant tragbar. Was die Ehrenamtsbeauftragte der Stadt, Hildegard Nießen, und Bürgermeister Tim Grüttemeier im „Bistro Zinkhütte“ gleich demonstrierten, indem sie den Preisträgern kleine kupferfarbene Medaillen ansteckten, die dem großen Original nachempfunden sind, aber nur etwa die Ausmaße einer Zwei-Euro-Münze aufweisen. „Mit der Einführung dieser Ansteckpins sind wir gerne einem Vorschlag aus den Reihen der Preisträger gefolgt“, beschrieb Grüttemeier. Und damit setzt sich die Geschichte fort, wie die Kupferstadt bürgerschaftliches Engagement wertschätzt und unterstützt. Ehrenamtskarten mit Vergünstigungen in Stolberger Geschäften und Lokalen sind eingeführt worden, Hildegard Nießen wurde als städtische Ehrenamtsbeauftragte eingesetzt, der Tag des Ehrenamts aufgewertet, bei dem Verwaltungsspitze und Ratsmitglieder die freiwillig Engagierten bedienen. Und natürlich der Ehrenamtspreis etabliert, die Ausgezeichneten anschließend kunstvoll von Robert Schäfer fotografiert, um die Gesichter des Kupferstädter Ehrenamts dann im Rathaus in der Galerie „Stolberger Köpfe im Ehrenamt“ auszustellen.

 

Und wie die Ehrenamtsmedaille, die mittels Nummer auf der Rückseite als Unikat ausgewiesen ist, hätten auch diese Ambitionen der Stadtverwaltung zwei Seiten, erklärte Nießen: „Im Vordergrund steht natürlich die Würdigung und die Wertschätzung des ehrenamtlichen Einsatzes der Stolberger, die sich für andere Menschen unentgeltlich einsetzen und so unsere Gesellschaft stützen. Zudem ist eben dies aber auch ein probates Mittel, um Werbung für das bürgerschaftliche Engagement zu machen.“

 

Grüttemeier pflichtete bei: „Deshalb ist auch die Idee mit den Ansteckpins so gut gewesen. Die Ehrenamtspreisträger sind leuchtende Vorbilder in Sachen Einsatz für Andere. Wenn sie erkennbar sind, kommen sie auch mit anderen Menschen ins Gespräch und können sie vielleicht motivieren, selbst auch ehrenamtlich tätig zu werden.“

 

Viele Möglichkeiten

 

Die Möglichkeiten dazu seien in Stolberg sehr breit gefächert, betonte Nießen, und all dieser Vielfalt sollen die Stolberger sich bedienen, um Vorschläge für neue Ehrenamtspreisträger zu machen (siehe Infokasten). Karitative Tätigkeiten, Brauchtumspflege wie im Karneval oder oder in Schützenvereinen, Arbeit mit Kindern, Jugendlichen oder Senioren und der große Bereich Sport seien gute Beispiele. „Wobei die Personen oder auch Gruppen, die für den Ehrenamtspreis vorgeschlagen werden, nicht unbedingt in einem Verein organisiert sein müssen“, ergänzte die Ehrenamtsbeauftragte.

 

Bürgermeister Grüttemeier fügte hinzu: „Gerne sollen auch Menschen vorgeschlagen werden, die ansonsten weniger im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen und sich oft viele Jahre eher still und nahezu im Verborgenen in der zweiten Reihe engagieren.“ Und für den Preis in Frage kämen nicht nur „Vollblut-Ehrenamtler“, die sich seit langer Zeit viele Stunden in der Woche einsetzen, sondern auch beispielsweise Berufstätige mit Familie, denen aus zeitlichen Gründen eher weniger Engagement möglich ist, hob Nießen hervor, denn „jede Stunde im Ehrenamt zählt“.

 

Quelle: Super Mittwoch

Stabile Finanzen bescheinigt

Behörden genehmigen Stolberger Haushalt – Mehr Gestaltungsspielraum

Mit Schreiben vom 26. Februar hat die Untere Kommunalaufsicht bei der Städteregion Aachen die 7. Fortschreibung des Haushaltssanierungsplans 2012-2021 der Kupferstadt Stolberg genehmigt. Zuvor hat bereits die Obere Kommunalaufsicht bei der Bezirksregierung in Köln ihre Zustimmung erteilt. Damit verbunden ist ebenfalls die Genehmigung der Haushaltssatzung für das Jahr 2018. Da die Verwaltung den Kommunalaufsichten bereits zum vierten Mal in Folge einen ausgeglichenen Haushaltsentwurf vorlegen konnte, bestätigte sowohl die Obere Kommunalaufsicht in Köln als auch die Untere Kommunalaufsicht bei der Städteregion Aachen eine nachhaltige Konsolidierung der Stolberger Stadtfinanzen.

 

Einstiges Sorgenkind

 

„Noch vor wenigen Jahren war Stolberg das finanzielle Sorgenkind unserer Region. Die Kontrolle über den Haushalt drohte uns völlig zu entgleiten, doch mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung ist es uns erfolgreich gelungen, das Ruder herumzureißen“, erinnert Kämmerer Willi Esser. „Es ist ein toller Erfolg für die vielen motivierten und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung, dass unsere Haushaltssitzung für das laufende Jahr in Rekordzeit durch die Kommunalaufsichten genehmigt wurde.“

 

Mit Hilfe des Landes NRW konnte die Verwaltung in wenigen Jahren das für 2011 fortfolgend prognostizierte Haushaltsdefizit von jährlich 30,5 Millionen Euro vollständig abbauen. Der Haushaltsausgleich ohne weitere Konsolidierungshilfen wird für das Haushaltsjahr 2021 angestrebt.

 

„Stolbergs Finanzen stabilisieren sich und die guten Ergebnisse der vergangenen Jahre zeigen, dass die Kombination von Landesmitteln und erheblichen eigenen Anstrengungen einen Weg aus der finanziellen Misere eröffnet haben“, freut sich Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier. „Wir konnten den Rücklagenverzehr stoppen und die drohende Überschuldung abwenden. Stolberg ist damit zu den Regeln einer seriösen und verantwortungsbewussten Haushaltsführung zurückgekehrt und damit steigt auch unser finanzieller Spielraum. Es ist uns nun endlich wieder möglich, unsere Zukunft selbst zu gestalten, anstatt die Versäumnisse der Vergangenheit zu verwalten. Wir können stolz auf das Erreichte sein und mit Zuversicht in die Zukunft blicken. Stolberg ist eine Stadt im Aufwind!“

 

Quelle: Super Mittwoch

In Werth soll es keine Raserei mehr geben

Dafür soll eine Geschwindigkeitstafel sorgen

Hoffen, dass die Geschwindigkeitstafel Wirkung zeigt: Rita Felden und Adolf Konrads. Foto: Sonja Essers
Hoffen, dass die Geschwindigkeitstafel Wirkung zeigt: Rita Felden und Adolf Konrads. Foto: Sonja Essers

Raser sollen in Werth bald schon der Vergangenheit angehören. Nicht nur die Dorfstraße wurde bereits verkehrsberuhigt ausgebaut, sagt CDU-Ratsmitglied Rita Felden. Sie und ihr Mitstreiter Adolf Konrads haben sich dafür eingesetzt, dass eine Geschwindigkeitstafel im Ort nun dafür sorgt, dass Autofahrer auf ihr Tempo achten und öfter auf die Bremse treten.

 

Zum Nachdenken bringen

 

„Hier geht es nicht um Strafen oder Ordnungsgelder, sondern darum, dass Autofahrer nachdenken. Denn jeder Unfall ist ein Unfall zu viel“ sagt Rita Felden.

 

In der Dorfstraße – kurz vor der Kapelle – hängt nun eine Geschwindigkeitstafel, die den Autofahrern das aktuelle Tempo anzeigt. Erlaubt sind dort 30 Stundenkilometer und das mit gutem Grund. Schließlich sei dort ein Verkehrsknotenpunkt, meint Rita Felden. Gerade an der Bushaltestelle auf der gegenüberliegenden Straßenseite würden oft Schüler und Senioren ein- und aussteigen. Eine Konsequenz hat das Rasen dort nicht. Die Tafel misst lediglich die Geschwindigkeit. Ein Knöllchen gibt es bei einem Verstoß jedoch nicht.

 

Zu schnell unterwegs

 

„Bestimmt erwischt sich der eine oder andere Autofahrer dabei, dass ihm gar nicht bewusst ist, dass er viel zu schnell unterwegs ist“, sagt Felden. Für einige Wochen soll die Geschwindigkeitstafel nun in Werth bleiben. Felden und Konrads hoffen, dass diese das Verhalten der Autofahrer positiv beeinflussen wird.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Ludwig Hahn bleibt Vorsitzender

Die Senioren-Union Stolberg trifft sich zur Jahresversammlung. Der Vorstand wird im Amt bestätigt. Werbe-Kampagne soll neue Mitglieder bringen. Einer der stärksten Ortsvereine in der Region.

Der Vorstand der Senioren Union formierte sich zum Gruppenbild. Ludwig Hahn (4.v.l.) mit seinen Vorstandskollegen sowie CDU-Fraktionschef Jochen Emonds (3.v.r.) und Bürgermeister Tim Grüttemeier (l.), wurde erneut zum Vorsitzenden gewählt. Foto: C. Hahn
Der Vorstand der Senioren Union formierte sich zum Gruppenbild. Ludwig Hahn (4.v.l.) mit seinen Vorstandskollegen sowie CDU-Fraktionschef Jochen Emonds (3.v.r.) und Bürgermeister Tim Grüttemeier (l.), wurde erneut zum Vorsitzenden gewählt. Foto: C. Hahn

Kontinuität ist Trumpf bei der Senioren-Union Stolberg: Ludwig Hahn (73) heißt der neue und alte Vorsitzende des Ortsverbandes.

 

Auch für die weiteren Vorstandsfunktionen ergab die Jahreshauptversammlung der Kupferstädter Christdemokraten über 60 ähnliche Ergebnisse. 24 stimmberechtigte Mitglieder sowie zahlreiche Ehegatten und Freunde hörten zudem den Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden und ließen sich von Bürgermeister Tim Grüttemeier und dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Jochen Emonds über aktuelle Entwicklungen in der Stolberger Kommunalpolitik informieren.

 

Innerhalb des Städteregionsverbandes gelten Ludwig Hahn und die Seinen jedenfalls als feste Hausnummer, wie dessen aus Baesweiler angereister Vorsitzender Herbert Geller versicherte: „Das ist einer unser stärksten Ortsverbände.“

 

Auch um die CDU insgesamt haben sich die Senioren aus Münsterbusch, Gressenich und anderen Stadtteilen nach Gellers Meinung Verdienste erworben: „Sie haben die Mutterpartei aktiv unterstützt.“

 

Überdies rief der Städteregionschef seine Zuhörer auf, sich in die politischen Entscheidungsprozesse aktiv einzumischen: „Tragen Sie Ihre Wünsche an die Amtsträger heran!“

 

Keine Lobby

 

Kritische Töne schlug Ludwig Hahn dann in seinem Rapport an: „Ältere Menschen haben keine Lobby“, beklagte er, um bald darauf anzuschließen: „Wir Senioren fühlen uns nicht ernst genommen, und unsere Lebenserfahrung und Lebensleistung könnte bei so manchem gesellschaftlichen Problem helfen.“ Rundum zufrieden äußerte sich Hahn indes mit Blick auf die Mitgliederzahlen: „Im Dezember 2013 lag sie bei 63, per 31. Dezember 2017 bei 111 Mitgliedern.“ Trotzdem wollen die Stolberger hier noch mal die Initiative ergreifen: „Wir wollen deshalb 2018 eine Mitglieder-Werbe-Kampagne starten.“

 

Ganz und gar nicht rein auf Senioren bezogen äußerte sich Bürgermeister Grüttemeier in seinem Referat: „Camp Astrid ist das am meisten nachgefragte Gewerbegebiet in der Region“, kommentierte der erste Mann im Rathaus eines seiner Lieblingsprojekte. Auch mit dem Haushalt sehe es bestens aus, zumindest in einer Hinsicht: „Bei der Kommunalaufsicht gelten wir als Musterknaben.“

 

Vorhaben wie die Errichtung von Kindertagesstätten und der Umbau der einstigen Gaststätte „Friedrichs Ecke“ auf dem Donnerberg zum Bürgerhaus hätten das positive Meinungsklima verstärkt: „Der Stolberger an sich sagt: In unserer Stadt tut sich was.“ Jochen Emonds schlug in seinem Wortbeitrag ähnliche Töne an: „Wir wollen die Stadt interessanter und attraktiver machen.“

 

Über das Gewerbegebiet und die Konsolidierung des Haushalts hinaus machte der Fraktionsvorsitzende dann noch einen weiteren Schwerpunkt christdemokratischer Politik in der Stadt Stolberg aus: „Wir haben den Vereinssport wieder massiv nach vorne gebracht.“

 

Die Vorstandsämter sind besetzt

 

Bei der Jahreshauptversammlung der Senioren-Union Stolberg wurde Ludwig Hahn erneut zum Vorsitzenden gewählt.

 

Die weiteren Vorstandsämter wurden durch die Versammlung wie folgt besetzt: Bernd Stickeler (stellvertretender Vorsitzender), Alice Bongard (Schriftführerin), Marianne Bartges (Schatzmeisterin) sowie Armin Fiebich, Gerti Fischer, Maria Frings, Anne Frink und Kunibert Matheis (Beisitzer).

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Eine Debatte, die bis in die Heimat getragen werden soll

Der Stolberger CDU-Fraktionschef Jochen Emonds reiste zum Bundesparteitag nach Berlin. „Aufbruchstimmung und kein Knatsch“.

War als Delegierter beim Bundesparteitag der CDU in Berlin dabei: Jochen Emonds  Foto: Sonja Essers
War als Delegierter beim Bundesparteitag der CDU in Berlin dabei: Jochen Emonds Foto: Sonja Essers

„Die Grundsatzdebatte soll bis nach Stolberg getragen werden“, sagt Jochen Emonds, Fraktionsvorsitzender der Stolberger CDU. Am vergangenen Wochenende war er beim Bundesparteitag in Berlin und damit einer von rund 1000 Delegierten, die in der Hauptstadt zusammenkamen, um unter anderem über den Koalitionsvertrag zu diskutieren.

 

Wie er die personellen Entscheidungen, die dort getroffen wurden, beurteilt? „Ich erachte die Personalentscheidungen und Inhalte, die dort diskutiert wurden, als sehr gut“, sagt er. Besonders die Wahl von Annegret Kramp-Karrenbauer zur Generalsekretärin der CDU hält Emonds für die richtige Entscheidung. „Meiner Meinung nach, ist das die ideale Besetzung.“ Dass Kramp-Karrenbauer ihr Amt als Ministerin des Saarlandes aufgegeben habe, um sich in den Dienst der Partei zu stellen, habe große Achtung verdient, meint Emonds.

 

Eindruck hinterlassen

 

Begrüßen würde der Stolberger Fraktionschef auch, wenn Peter Altmaier Wirtschaftsminister werden würde. Erst im vergangenen Jahr besuchte Altmaier die Kupferstadt und hinterließ bei den Mitgliedern der Stolberger CDU einen bleibenden Eindruck. „Wenn Peter Altmaier das Wirtschaftsressort übernehmen würde, wäre das ein großes Glück“, ist sich Emonds sicher. Angetan war Emonds auch von der Rede von Thomas de Maizière. „Anhand seiner Rede hat man gemerkt, dass er wusste, dass er nur ein Amt auf Zeit hatte. Das zeichnet unsere Partei auch aus. Dort gibt es keinen Knatsch wie leider bei den Sozialdemokraten“, meint Emonds.

 

Und wie sieht es mit den Diskussionen rund um den Koalitionsvertrag aus? Die große Zustimmung habe ihn beeindruckt. „Es gab ein großes Für und nur ein kleines Wider“, sagt Emonds. Themen wie der flächendeckende Breitbandausbau und auch die Sanierung von Schulgebäuden seien nicht nur auf Bundes- oder Landesebene wichtig, sondern würden auch eine große Rolle für die Arbeit in den Kommunen spielen. „In vielen Bereichen geht es große Schritte voran“, ist sich Emonds sicher. Er beschreibt die Atmosphäre auf dem Bundesparteitag als „Aufbruchstimmung“.

 

Emonds war nicht der einzige Vertreter, der aus Stolberg nach Berlin reiste. Auch Saskia Bläsius, Vorsitzende der Jungen Union Stolberg, gehörte zu den Delegierten, die dort zusammenkamen. Sie meint: „Der Vertrag stellt die Weichen für die Zukunft und ist noch nicht vollkommen. Jetzt liegt es an CDU und SPD, was sie gemeinsam daraus machen.“

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Dorfinnenentwicklungskonzepte für Werth und Mausbach beschlossen!

Die Zeitungsanzeige der CDU Stolberg im Februar in der Super Mittwoch.

Neubau von 3 Kindertagesstätten! Die CDU nimmt den Betreuungsauftrag ernst

Die CDU-Fraktion spricht sich für die Baumaßnahmen rund um die die Kitas Mausbach, in der Stadtrandsiedlung und den Neubau einer Kita in der Spinnereistraße aus und hat dies gemeinsam mit der Koalition und Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier auf den Weg gebracht. Am 20.03.2018 entscheidet der Rat.

In Stolberg sollen in den kommenden Jahren drei neue Kindertagesstätten gebaut werden, um den Betreuungsbedarf zu decken.                              Foto: Fotolia
In Stolberg sollen in den kommenden Jahren drei neue Kindertagesstätten gebaut werden, um den Betreuungsbedarf zu decken. Foto: Fotolia

„Wir werden als Politik den Grundstein dafür legen, dass der gesetzliche Betreuungsanspruch der Kinder in Stolberg noch besser erfüllt werden kann“, kommentiert der CDU-Partei- und Fraktionsvorsitzende Jochen Emonds das Ja der CDU-Fraktion zu den im Kinder- und Jugendausschuss, im Personalausschuss, im Haupt- und Finanzausschuss und im Stadtrat zu fassenden Beschlüssen rund um die drei Kindertagesstätten.

 

Unter anderem machen sich die Christdemokraten für den Bau und Betrieb einer neuen 4-gruppigen Kindertagesstätte in der Spinnereistraße stark. „Dadurch kann der Bedarf in Unterstolberg, Münsterbusch und in der Atsch sinnvoll abgedeckt werden“, sind sich die zuständigen Ratsmitglieder Paul M. Kirch, Ludwig Hahn und Reiner Bonnie sicher. Für den Bau sollen außerplanmäßig 200.000 Euro bereitgestellt werden, damit die Verwaltung unverzüglich mit den Planungen beginnen kann. Die Bauarbeiten finden voraussichtlich in den Jahren 2019 und 2020 statt. Die Kita soll in städtischer Trägerschaft errichtet und betrieben werden. Die CDU möchte darüber hinaus im Stellenplan 2019 dreizehn Planstellen für Fachkräfte bzw. Ergänzungskräfte zum Betrieb der Kita „Spinnereistraße“ einrichten.

 

Im Hinblick auf die Baumaßnahmen der Neubauten Kita Rektor-Soldierer-Weg in Mausbach (Umsetzung 2018/2019), Kita Spinnereistraße (Umsetzung 2019/2020) und Kita Stadtrandsiedlung (Umsetzung 2020/2021) soll im Bereich der Abteilung Hochbau ein Architekt zwecks Bauplanung und Baubegleitung unbefristet eingestellt werden. „Wir begrüßen diesen Vorschlag der Verwaltung ausdrücklich, da er nicht nur bedarfsgerecht ist, sondern auch zeigt, wie ernst der Bildungs- und Betreuungsauftrag genommen wird“, befürwortet das Mausbacher Ratsmitglied Hans Bruckschen das Vorgehen. Mit dem Bau der neuen Kita im Rektor-Soldierer-Weg wird bereits in diesem Jahr begonnen werden.

 

Mit den Beschlüssen unterstützt die CDU-Fraktion das gemeinsame Vorgehen mit der Stadtverwaltung. So wird man in den kommenden Jahren nicht nur den Bereich der Kinderbetreuung ausbauen, sondern auch rund 35 Millionen Euro in den Bereich Schule investiert. „Wir sind damit als familienfreundliche Kommune für die kommenden Jahre sehr gut aufgestellt und werden als Wohnort für junge Familien, die langfristig in Stolberg ihre Heimat finden möchten, immer attraktiver“, so Jochen Emonds abschließend. 

 

Die Atsch ist auf einem guten Weg! Maßnahmen erfolgreich umgesetzt!

Die Zeitungsanzeige der CDU Stolberg im Januar 2018.

Viele Neuerungen auf dem Donnerberg

Gut besuchter Neujahrsempfang im zukünftigen Bürgerhaus.

Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier, 1 Stellv. Bürgermeisterin Karina Wahlen, Ratsmitglied Udo Rüttgers, Ortsverbandsvorsitzende und Ratsfrau Carolin Sieven, JU-Vorsitzende Saskia Bläsius, und Partei- und Fraktionsvorsitzender Jochen Emonds (v.l.) begrüßten
Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier, 1 Stellv. Bürgermeisterin Karina Wahlen, Ratsmitglied Udo Rüttgers, Ortsverbandsvorsitzende und Ratsfrau Carolin Sieven, JU-Vorsitzende Saskia Bläsius, und Partei- und Fraktionsvorsitzender Jochen Emonds (v.l.) begrüßten

Eingeladen zum Donnerberger Neujahrsempfang hatte der CDU Ortsverband Stolberg. Veranstaltungsort war kein geringerer als die ehemalige „Friederichs Ecke“. Bevor die Höhenstraße 80 von der Stadt erworben wird und den Donnerbergern ab dem 1. März offiziell als Bürgerhaus dient, hatte die CDU alle Donnerberger zum Neujahrsempfang eingeladen.

 

Nach rund einer halben Stunde Sektempfang, begrüßte die Vorsitzende des Ortsverbandes, Carolin Sieven, die zahlreich erschienenen Gäste. Mit einem kleinen Ausblick auf das Jahr 2018 kündigt sie viele Neuerungen auf dem Donnerberg an. Zum einen natürlich das Bürgerhaus selbst, ein Projekt, das den Donnerberg lebens- und liebenswerter macht.

 

„Die Umfunktionierung der ‚Friederichs Ecke‘ wird eine Bereicherung für Vereine und den gesamten Stadtteil“, stellte Jochen Emonds, Partei- und Fraktionsvorsitzender der CDU Stolberg, in seinem Grußwort fest. „Es freut uns sehr, dass der Ankauf der Immobile mit der großen Koalition und durch die Unterstützung unseres Bürgermeisters möglich gemacht wurde. Das wäre in Vergangenheit nicht möglich gewesen“, so Emonds weiter. Im weiteren Verlauf war auch das Neubaugebiet Stadtrandsiedlung Thema in den Grußworten. Eine Erweiterung des Stadtteils, die viel Arbeit und verschiedenen Meinungen mit sich bringt und bringen wird. „Es wird die Aufgabe der jetzigen Donnerberger und deren Vereine sein, die Neu-Donnerberger der Stadtrandsiedlung in die Gemeinschaft aufzunehmen“, betonte Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier. „Die Räumlichkeiten der ‚Friedrichs Ecke‘ sind dafür optimal geeignet und es ist ein großer Erfolg, dass es uns gemeinsam gelungen ist, das Traditionshaus aus dem Leerstand wieder herauszuführen.“ Vorsitzende Carolin Sieven schloss ihre Rede frei nach dem Motto: „Lasst die Zweifel von heute, nicht die Problem von Morgen sein“ und lud im Anschluss zum Austausch untereinander ein. Der gesamte Abend wurde durchweg positiv angenommen und die Anwesenden sprachen sich für eine Fortführung der Veranstaltung in den nächsten Jahren aus.

 

Quelle: Super Mittwoch

Weiteres Gewerbe in der Atsch

Aufwertung des Stadtteils geht voran - Noch sind Flächen verfügbar.

Darüber, dass Dieter Bierfert (3.v.l.) und Wolfgang Büscher (3.v.r.) ihre Firmenstandorte erweitern, freuen sich die Vorsitzende des CDU-Ratsvertreter, Carolin Sieven (2.v.l.), Kunibert Matheis (l.), Siegfried Pietz (2.v.r.) und Reiner Bonnie (r.).
Darüber, dass Dieter Bierfert (3.v.l.) und Wolfgang Büscher (3.v.r.) ihre Firmenstandorte erweitern, freuen sich die Vorsitzende des CDU-Ratsvertreter, Carolin Sieven (2.v.l.), Kunibert Matheis (l.), Siegfried Pietz (2.v.r.) und Reiner Bonnie (r.).

Ein paar zersägte Baumstämme liegen noch herum, auch das Geäst ist noch nicht vollständig abtransportiert und die Baumstümpfe stecken noch fest im Boden. Dennoch sind die Zeichen unverkennbar: An Atsch-Dreieck, auf dem über die Jahre hinweg zugewucherten Gelände, das sich von der Würselener Straße aus die Rhenaniastraße Richtung Hauptbahnhof entlang zieht, tut sich etwas.

 

Bereits im April 2012 hatte die CDU-Fraktion im Stolberger Stadtrat beantragt, das etwa 11.000 Quadratmeter große Areal bis zur Einmündung Hasencleverstraße als Bauland „für Kleingewerbe mit Betriebswohnungen in Abstimmung mit Investoren auszuweisen“. Die Industriebrache könne nämlich eine optimale Ergänzung zu dem dahinter liegenden Gewerbepark darstellen, hieß es damals.

 

Den ersten Schritt zur Bebauung macht jetzt Dieter Bierfert, der an der Steinbachstraße, nur wenige Meter den Berg hinauf, eine Lackiererei betreibt. Seinen Betrieb will er um einen umfassenden Kfz-Service erweitern, TÜV-Abnahmen und Untersuchungen durch Gutachter inklusive. „Der Standort durfte nicht weit entfernt liegen, ich muss schnell da sein können“, erklärt Bierfert. Gewerbegebiete wie Camp Astrid seien daher nicht infrage gekommen. 5.000 Quadratmeter, also etwas weniger als die Hälfte der zur Verfügung stehenden Fläche, hat Bierfert für seine Erweiterung gekauft, die noch in diesem Jahr fertig gestellt werden soll.

 

Auch ein paar Meter oberhalb der gerodeten Fläche, noch auf dem Gelände des derzeit rund zwei Dutzend Firmen beherbergenden Gewerbeparks, stehen demnächst Veränderungen an. Für seine Arbeitsbühnenvermietung will Wolfgang Büscher eine neue, ca. 2.800 Quadratmeter große Halle bauen lassen. „Aktuell sind die Bühnen noch auf verschiedene Standorte aufgeteilt, hier ist dann demnächst alles kompakt zusammen, auch die Instandsetzung“, betont Büscher die Vorteile. Die Bauvoranfrage sei bereits genehmigt, im Sommer soll die Halle stehen.

 

„Die beiden Objekte von Bierfert und Büscher werden das Ortsbild von Atsch-Dreieck wieder total verändern“, ist sich CDU-Ratsherr und Mitglied der Arbeitsgruppe Einzelhandel, Stadtentwicklung und Verkehr, Reiner Bonnie, sicher.

 

Die „Automeile“ an der Würselener Straße sei schon jetzt „eine der schönsten Einfallstraßen von Stolberg geworden“, vor allem wenn man sich vor Augen halte, wie die Atsch früher einmal ausgesehen habe. „Im Grunde genommen soll hier wieder die Ortsmitte entstehen, wie das früher auch einmal der Fall war. Das ist dann nochmal eine deutliche Aufwertung für den Ortsteil.“

 

Aktuell laufen noch Gespräche mit möglichen anderen Investoren, denn: 6.000 Quadratmeter sind noch zu vergeben. Viel Platz für weitere positive Veränderungen.

 

Quelle: Super Mittwoch Foto: B. Zilkens

Moderne Ausstattung für Hallen

1,2 Millionen Euro in Sanierung von Turn- und Mehrzweckhallen investiert.

Jochen Emonds (Vorsitzender ASKST), Tobias Röhm (Technischer Beigeordneter), und Bernd Kistermann (Leiter des Amts für Immobilienmanagement und technische Infrastruktur) haben dafür gesorgt, dass sich in der Vichter Mehrzweckhalle schon einiges getan hat.
Jochen Emonds (Vorsitzender ASKST), Tobias Röhm (Technischer Beigeordneter), und Bernd Kistermann (Leiter des Amts für Immobilienmanagement und technische Infrastruktur) haben dafür gesorgt, dass sich in der Vichter Mehrzweckhalle schon einiges getan hat.

Eine neue Kesselanlage, ein neues Trinkwassernetz, Solarkollektoren auf dem Dach und neue Sanitäranlagen: In der Mehrzweckhalle in Vicht hat sich in den vergangenen Monaten eine ganze Menge getan. Insgesamt wurden dort rund 335 000 Euro investiert, um die Halle für die Schul- und Vereinssport sowie für die zahlreichen Veranstaltungen, die dort im Laufe des Jahres stattfinden, wieder auf Vordermann zu bringen.

 

Doch die Neuerungen in der Vichter Mehrzweckhalle stehen nur exemplarisch für etliche Arbeiten, die in den Stolberger Turn- und Mehrzweckhallen bereits abgeschlossen wurden oder noch anstehen. Insgesamt 1,2 Millionen Euro sollen in die Sanierung der Stolberger Turn- und Mehrzweckhallen fließen, so Tobias Röhm, Technischer Beigeordneter. „Heizung, Wasser und Lüftung waren an vielen Stellen in die Jahre gekommen“, sagt auch Jochen Emonds, Vorsitzender des Ausschusses für Schule, Kultur, Sport und Tourismus (ASKST). Mit den Neuerungen erreichen man in den Hallen einen Standard, der sich mehr als sehen lassen könne.

 

Dazu zählt unter anderem auch, dass die Regelungstechnik von einigen Rechnern des Hochbauamtes im Stolberger Rathaus aus einsehbar und regulierbar ist. „Ist also einmal längere Zeit über niemand in der Halle, könnten wir die Heizung dort runterdrehen“, sagt Tobias Röhm. Auch Fehler und Störungen könnten so schnell wahrgenommen und behoben werden. Durch die neuen Solarkollektoren auf dem Dach der Vichter Mehrzweckhalle könne zudem Energie gespeichert und Geld eingespart werden.

 

Allerdings sind noch nicht alle Arbeiten erledigt. Das Dach im Flur bereitet noch Sorgen. „Dort tropft es ab und zu rein“, sagt Emonds. Doch auch dieser Schaden soll noch behoben werden. Und auch an den anderen Standorten tut sich eine Menge. So beispielsweise am Glashütter Weiher. Dort wurde bereits der Hallenboden erneuert. Die Arbeiten in der Vichter Mehrzweckhalle sollen bald abgeschlossen sein. Doch schon im kommenden Jahr könnte es weitergehen. Schließlich sei auch die Schutzverkleidung in der Halle selbst in die Jahre gekommen, sagt Emonds. Doch das ist derzeit noch Zukunftsmusik.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten         Foto: Essers

Städtebau und Soziales werden vereint

Integriertes Handlungskonzept für Münsterbusch, Ober- und Unterstolberg wird zusammengestellt. Rat hat bereits zugestimmt.

Städtebau und Soziales: Das soll in den kommenden Jahren in Stolberg miteinander verbunden werden. Wie das gehen soll? Ganz einfach: Mit der Erstellung eines integrierten Handlungskonzepts. Unter dem Titel „Berg- und Talachse – Miteinander für Münsterbusch, Ober- und Unterstolberg“ will die Verwaltung ein nachhaltiges Konzept auf den Weg bringen, das Städtebau und Soziales vereint.

 

Der Plan: Das Programm Talachse Innenstadt soll künftig in das Förderprogramm Soziale Stadt integriert werden. „Die Bezirksregierung hat uns empfohlen, in Zukunft mit einem Förderprogramm weiterzuarbeiten“, sagt Stolbergs Technischer Beigeordneter Tobias Röhm. Das habe gleich mehrere Vorteile. So können in Münsterbusch, Ober- und Unterstolberg nicht nur städtebauliche, sondern auch soziale Projekte umgesetzt werden. „Die städtebaulichen Projekte laufen nicht aus. Der Aktionsradius wird erweitert“, so Röhm. Zudem können andere Förderprogramme, wie beispielsweise BIWAQ (Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier) an das Projekt Soziale Stadt angedockt werden.

 

Und wie sieht es mit der Förderung aus? Für das Projekt Stadtumbau West gab es bislang 80 Prozent Förderung. Dieses Programm startete 2014. Vier Jahre lang mussten jährlich Anträge eingereicht werden. Der letzte wurde Ende 2017 gestellt. Die Umsetzungsphase soll allerdings noch vier Jahre in Anspruch nehmen. Ende 2018 will die Verwaltung dann das integrierte Handlungskonzept als Förderantrag einreichen. Auch dieses wird mit 80 Prozent gefördert. Zusätzlich können allerdings noch europäische Fördergelder generiert werden, so dass die gesamte Förderung damit auf bis zu 90 Prozent ansteigen kann.

 

Bis zum 9. März muss nun ein erstes Konzept bei der Bezirksregierung eingereicht werden. Weitere Maßnahmen sollen bis Ende des Jahres folgen und das Konzept, das dann bei der Bezirksregierung als Förderantrag eingereicht werden soll, ergänzen. Die Arbeit für die Verwaltung hat bereits begonnen. Ressortübergreifend arbeite man zusammen und auch die Bürger sollen an dem Prozess beteiligt werden. Die zweite Sozialraumkonferenz werde derzeit vorbereitet und soll Anfang März stattfinden.

 

Warum ausgerechnet Münsterbusch, Ober- und Unterstolberg gefördert werden sollen? Bereits im Sozialbericht der Stadt Stolberg wurden diese drei Sozialräume als Fördergebiete beschrieben. „Dort müssen wir soziale Schwerpunkte setzen. Schließlich stehen wir in diesen Sozialräumen vor starken sozialen Herausforderungen“, sagt Robert Voigtsberger, Stolbergs Erster Beigeordneter. So sei es nur konsequent, nach dem Sozialbericht den nächsten Schritt zu gehen. Genau dort setzt das Programm Soziale Stadt an. Das Ziel: die Stabilisierung und Aufwertung von städtebaulich, wirtschaftlich, sozial benachteiligten und strukturschwachen Stadtteilen.

 

Das integrierte Handlungskonzept der Stadt umfasst insgesamt fünf Handlungsfelder. Dazu gehört der Bereich Wohnen, Städtebau und Mobilität, der unter anderem die Umgestaltung des Geschwister-Scholl-Platzes beinhalten soll.

 

Ein weiterer Bereich trägt den Titel Bildung, Qualifizierung und Arbeit. Dazu soll auch das Projekt BIWAQ gehören. „Wir haben unsere Interessenbekundung abgegeben und warten auf eine Rückmeldung“, sagt Voigtsberger. Mit dem Programm wolle man Langzeitarbeitslose erreichen und ihnen den Einstieg in den Arbeitsmarkt ermöglichen. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das: In den kommenden vier Jahren will die Stadt insgesamt 300 Langzeitarbeitslose unterstützen. Aber auch kleine Unternehmen sollen profitieren und gefördert werden.

 

Zwei weitere Bereiche tragen die Titel Freiraum und Grünflächen sowie soziale Infrastruktur und Teilhabe. Der letzte Bereich ist unter dem Namen Zusammenleben, Kultur und Beteiligung zusammengefasst. Quartiersmanager für soziale und städtebauliche Projekte sollen weiterhin vor Ort unterstützend arbeiten. Und nicht nur dieses Projekt wird fortgeführt. Auch das Fassadenprogramm geht weiter.

 

Bliebe zum Schluss nur noch eine Frage offen: Warum wurde für das integrierte Handlungskonzept der Titel Berg- und Talachse – Miteinander für Münsterbusch, Ober- und Unterstolberg ausgewählt? „Das hat allein schon mit der Topographie zu tun“, sagt Röhm. Der zweite Teil des Titels ist angelehnt an den Slogan der Kupferstadt „Aufeinander zugehen, voneinander lernen, miteinander leben“. Hauptausschuss und Rat haben dem Konzept in der vergangenen Woche bereits zugestimmt. Nun kann es mit der Ausarbeitung so richtig losgehen.

 

Soziale Stadt: Nachbarschaften fördern und sozialen Zusammenhang stärken

  • Die Stabilisierung und Aufwertung städtebaulich, wirtschaftlich und sozial benachteiligter und strukturschwacher Stadt- und Ortsteile ist das Ziel des Förderprogramms.
  • Städtebauliche Investitionen in das Wohnumfeld, in die Infrastrukturausstattung und in die Qualität des Wohnens sollen für mehr Generationengerechtigkeit sowie Familienfreundlichkeit im Quartier sorgen und verbessern die Chancen auf Teilhabe und Integration.
  • Ziel ist es, lebendige Nachbarschaften zu fördern und den sozialen Zusammenhalt zu stärken.
  • Bislang wurden 783 Maßnahmen in 441 Städten und Gemeinden in das Bund-Länder-Programm aufgenommen (Stand 2016). 2014 wurden die Bundesmittel für das Programm von 40 Millionen Euro in 2013 auf 150 Millionen Euro aufgestockt. 2015 stellte der Bund 150 Millionen Euro für das Programm bereit, 2016 waren es 124 Millionen Euro.
  • Im Rahmen der Städtebauförderung wird das Programm als Leitprogramm der sozialen Integration fortgeführt und bildet die Grundlage für die ressortübergreifende Strategie Soziale Stadt. 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Axel Wirtz zum neuen stellvertretenden Städteregionsrat gewählt

Der neue stellvertretende Städteregionsrat Axel Wirtz
Der neue stellvertretende Städteregionsrat Axel Wirtz

Der Städteregionstag hat in einer Sondersitzung Axel Wirtz (CDU, Foto links) zum neuen stellvertretenden Städteregionsrat gewählt. Die Wahl war notwendig geworden, nachdem der langjährige Amtsinhaber Hans-Josef Hilsenbeck am 10. Dezember völlig überraschend gestorben war. Für den 60-Jährigen – einziger Kandidat für das Amt – stimmten 50 Städteregionstagsmitglieder, zudem gab es neun Nein-Stimmen. Wirtz, bis Oktober 2017 rund 20 Jahre lang Kreisvorsitzender seiner Partei, von 1999 bis Mai 2017 Landtagsabgeordneter sowie seit 1994 Mitglied des Kreis- bzw. Städteregionstages, soll das Amt zunächst bis zum Ende der Legislaturperiode bekleiden.„Das ehrt mich sehr“, erklärte der Stolberger und versprach: „Diejenigen, die mich nicht gewählt haben, werde ich mit meiner Arbeit überzeugen.“ Die Wahl war grundsätzlich unstrittig, weil die ehrenamtlichen Vertretungen von Städteregionsrat Helmut Etschenberg (CDU, Foto rechts) unter den Fraktionen klar geregelt sind. Demnach steht der CDU als stärksten Fraktion die erste Stellvertretung zu, weitere Stellvertreter sind, entsprechend der Sitzverteilung im Städteregionstag, Christiane Karl (SPD) und Elisabeth Paul (Grüne).

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Grüttemeier wirbt bei Scharrenbach um weitere Förder-Millionen

Neujahrsempfang im Zinkhütter Hof. Die „für uns wohl wichtigste Ministerin“ soll Stolberg als „Soziale Stadt“ unterstützen.

„Wenn man so wie wir hier in Stolberg in ein Jahr startet, in dem sich alles um die 900-jährige Geschichte unserer Heimatstadt dreht, dann gibt es wohl kaum eine passendere Festrednerin als die bundesweit erste Ministerin für Heimat“, begrüßte am Abend Tim Grüttemeier (CDU) als Festrednerin Ina Scharrenbach (CDU) im Zinkhütter Hof.

 

Gleichzeitig warb der Bürgermeister bei der Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes für eine Festsetzung der finanziellen Unterstützung der Kupferstadt. Sie bewirbt sich bei der „für uns wohl wichtigsten Ministerin“, die Stadterneuerung ab 2019 in der Förderkulisse „Soziale Stadt“ fortführen zu können. Bereits heute gehöre Stolberg „schon zu den größten Empfängern von Fördermitteln zur Erneuerung und Sanierung der städtischen Infrastruktur“, sagte Grüttemeier und dankte für die Unterstützung.

 

Zahlreich nahmen die Stolberger an dem Neujahrsempfang teil, der am späten Abend mit einem Umtrunk ausklang.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Schöne Bescherung

Besuch vom Nikolaus und Christkind auf der Kinderstation

Was vor einem Jahr auf Initiative von CDA Stadtverbandsvorsitzenden Udo Rüttgers begann, ist nun fast schon zur Tradition geworden.

 

Christkind (Saskia Bläsius, Junge Union) und Nikolaus (Udo Rüttgers, CDA) beschenkten die kleinen Patienten auf der Kinderstation des Bethlehem Gesundheitszentrums. Gemeinsam wurden im Vorfeld Spielzeug, Kinderbücher und Schokonikoläuse von CDA, Frauen Union und Junge Union gesammelt, um dann am Donnerstag von strahlenden Kinderaugen in Empfang genommen zu werden.

 

Begleitet wurden die beiden Weihnachtsboten von der stellvertretenden Bürgermeisterin Karina Wahlen und der Chefin der Frauen Union Stolberg Edith Nolden. „Das Bethlehem Gesundheitszentrum hat sich mittlerweile einen sehr guten Ruf in der gesamten Städteregion erarbeitet. Daher freuen wir uns besonders, dass auf Antrag der CDU 200.000 Euro für die Kreißsäle von der Stadt zur Verfügung gestellt wurden“ betonte Rüttgers.

 

Quelle: Super Sonntag

Breitbandausbau, Winterdienst und Gelber Sack bereiten Sorgen

Im Bürgerdialog in Gressenich werden zahlreiche Anregungen vorgetragen.

Kaum hatte der CDU-Ortsverbandsvorsitzende Marc Delzepich seinen „kurzen Ritt durch die Stadtteile“, bei dem er die Aktivitäten des Ortsvereins Gressenich, Vicht, Mausbach, Schevenhütte, Zweifall und Werth vorstellte, beendet, folgte auch schon ein reger Bürgerdialog im „Bistro Elle“. Unter dem Motto „Was mir am Herzen liegt“ hatten die Christdemokraten zur inzwischen 21. Veranstaltung dieser Art eingeladen, und Bürgermeister Tim Grüttemeier und der Stadtverbands- und Fraktionsvorsitzende Jochen Emonds stellten sich den Fragen und den Problemen der Bürger.

 

Zu den Klassikern zählte dabei der immer wieder für Ärger sorgende Hundekot. Und auch der Wind, denn an dem stürmischen Abend „schmückten“ zahlreiche Gelbe Säcke und deren Inhalt die Straßen und Gehwege der Stadt Stolberg.

 

Einmal mehr erläuterte der Bürgermeister, dass Anfang 2018 eine neue Ausschreibung erfolge, und die Stadtverwaltung dabei darauf hinwirken werde, dass die Bürger ab 2019 die Wahl zwischen Gelbem Sack und Gelber Tonne haben sollen. Auf die Aussage, der Zustand der Straße Gracht sei katastrophal, hatte Grüttemeier eine gute und eine schlechte Nachricht: „Die Sanierung der Straße steht auf der Prioritätenliste der Stadt“, sagte der Bürgermeister. Die schlechte Nachricht: Für die Anlieger sei die Sanierung mit Kosten verbunden.

 

Auch die nur zum Teil vorhandene Versorgung von Gressenich mit schnellem Internet via Breitband wurde thematisiert. Grüttemeier führte aus, die Telekom habe zunächst nur einen von fünf Bereichen ausgebaut, nach eigenen Angaben des Unternehmens seien inzwischen aber drei Bereiche versorgt. Und im Januar soll nahezu ganz Gressenich mit schnellem Internetanschluss abgedeckt sein. 98 Prozent des gesamten Stadtgebiets sollen mit Internetverbindungen, die dann von 25 bis 50 Mbit schnell sind, versorgt werden, sogenannte weiße Flecken mit 5 Mbit und weniger dann einen Glasfaseranschluss bis ins Haus erhalten.

 

Kritik an dem Unternehmen relativierte der Bürgermeister, indem er erklärte: „Bis auf die geförderte Maßnahme in Werth nimmt die Telekom übrigens den Breitbandausbau in Stolberg völlig auf eigene Kosten vor.“

 

Was Zweifall und die Umgestaltung der Ortsmitte anbelangt, räumte Grüttemeier ein, dass die Baumaßnahme das örtliche Schützenfest beeinträchtigen werde, er sicherte aber zu, dass „im Huck“ freier Platz dafür in Absprache zur Verfügung stehe.

 

Neu in Zweifall sei die Beschilderung des Halteverbots wegen des Winterdienstes: Das Halteverbot gelte jetzt nicht mehr für den gesamten Winter, sondern nur noch für den Einsatz des Winterdienstes.

 

Heißt: „Sie parken jetzt auf eigenes Risiko“, beschrieb Grüttemeier, dass dort nur geparkt werden dürfe, wenn weder Schnee noch Glatteis drohen.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Direkter Zugang für kürzere Wege

Barrierefreie Rampe zwischen Seniorenheim und Breiniger Friedhof innerhalb kurzer Zeit geschaffen

Eigentlich befindet sich das neue Seniorenheim in Breinig in unmittelbarer Nachbarschaft zum Friedhof, über den auch die Geschäfte im Ortszentrum fußläufig zu erreichen sind. Doch eine direkte Verbindung zum Friedhof gab es bisher nicht. „Die Senioren mussten eine Schleife über den Bürgersteig nehmen. Ob sie auf den Friedhof wollten oder ins Geschäftszentrum von Breinig – sie mussten einen Umweg in Kauf nehmen“, beschreibt Ben Grendel, dass der CDU-Ortsverband Breinig sich mit der Problematik an die Stadtverwaltung gewendet habe. „Und zwar quasi auf dem kleinen Dienstweg, denn wir haben direkt den Technischen Dezernenten Tobias Röhm angesprochen“, erklärt der OV-Vorsitzende.

 

 

Was hervorragend funktioniert habe, betont Ratsherr Günter Blaszczyk: „Innerhalb nur einer Woche nach unserer Anregung hat die Stadt einen Zugang von Seniorenheim zum Friedhof geschaffen. Dafür möchten wir uns im Namen der Senioren und der Breiniger Bürger bei der Verwaltung bedanken.“ Sein Kollege Artur Kaldenbach hebt hervor, dass die direkte Verbindung in Form einer Rampe mit stabilem Handlauf barrierefrei sei. „Der Weg zum Friedhof und zu vielen Geschäften ist damit gut einen halben Kilometer kürzer geworden. Besonders für ältere Menschen, die nicht mehr so gut zu Fuß unterwegs sind, ist das viel“, meint der Ratsherr.

 

Quelle: Super Sonntag

Berichterstattung zur Haushaltsrede unseres Partei- und Fraktionsvorsitzenden Jochen Emonds

Der CDU-Partei- und Fraktionsvorsitzende Jochen Emonds
Der CDU-Partei- und Fraktionsvorsitzende Jochen Emonds

Den Anfang in Sachen Haushaltsrede machte der CDU-Fraktionsvorsitzende Jochen Emonds, der den Haushalt als „großen Erfolg unserer Sanierungsbemühungen“ beschrieb und einen Blick in die Vergangenheit warf. Beispielsweise auf die Jahre 2008 bis 2010, in denen die CDU in Stolberg nicht an der Regierung beteiligt war. „Andere Kräfte bestimmten damals als Gestaltungsmehrheit die Geschicke unserer Stadt und ich möchte daran erinnern, in welch desolatem Zustand die städtischen Finanzen noch im Jahr 2011 waren, als wir als CDU in eine große Koalition eingetreten sind“, sagte er. Seitdem hätte sich viel getan, und man sei unter anderem zu einer soliden Haushaltsführung zurückgekehrt.

 

Es sei außerdem kein Zufall, dass Stolberg mittlerweile zu den größten Empfängern staatlicher Zuwendungen in Nordrhein-Westfalen gehöre, sondern das Ergebnis eines konsequenten Werbens und der gewachsenen Erkenntnis, dass sich Investitionen in Stolberg lohnten und das Geld dort gut angelegt sei, dass dabei etwas herumkomme, dass die Menschen tatsächlich profitieren würden und dass sich das Leben vor Ort zum Besseren wende.

 

Emonds lobte den Haushalt für das kommende Jahr als „wirklich großen Wurf einer vorausschauenden Finanzplanung und kluger politischer Schwerpunktsetzung“. Natürlich sei Kritik in der Sache stets berechtigt, allerdings sei Politik kein „Wünsch-dir-was-Konzert“ und Kritik um der Kritik willen sei nicht sinnvoll. „Ein Großteil der Förderungen, von denen wir profitieren, haben wir vor allem deswegen erhalten, weil wir in Stolberg zusammenstehen und ein nach außen geschlossenes Bild abgeben“, meinte Emonds.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung