Aktuelles


Hier finden Sie aktuelle Nachrichten rund um die CDU Stolberg. Der CDU Stadtverband mit seinen Vereinigungen, Ortsverbänden, Arbeitsgruppen und die CDU Fraktion im Rat der Stadt informieren Sie.


Ist die Zusammenarbeit der großen Koalition gefährdet?

Nach der Kritik am Bürgermeister bezieht der CDU-Fraktionsvorsitzende nun Stellung. Das lässt der SPD-Chef nicht auf sich sitzen.

Der CDU-Vorsitzende Jochen Emonds bezieht Stellung zur Situation im Seniorenzentrum auf der Liester
Der CDU-Vorsitzende Jochen Emonds bezieht Stellung zur Situation im Seniorenzentrum auf der Liester

Die Situation im Seniorenzentrum auf der Liester hat auch in der Stolberger Politik eine Diskussion ausgelöst. Der Grund: Der SPD-Fraktionsvorsitzende Patrick Haas hatte die Darstellungen des Bürgermeisters zu den Entwicklungen im Seniorenzentrum kritisiert. Darauf reagiert nun CDU-Fraktionsvorsitzender Jochen Emonds, der schriftlich Stellung bezieht.

 

Seit 2014 habe man gemeinsam mit Grüttemeier erhebliche Erfolge bei der Sanierung der Einrichtung erzielt. Man habe eine wichtige Forderung der Belegschaft aufgegriffen, den TVöD eingeführt und sei damit finanziellen Verpflichtungen der Belegschaft gegenüber eingegangen, die man als Rat selbstverständlich vollumfänglich einhalten werde. Außerdem habe man einen Investor für eine neue Pflegestation und einen neuen Eigentümer für das Gebäude am Amselweg finden können. „Die Einrichtung ist daher gut für die Zukunft aufgestellt und in keiner Weise von einer Insolvenz bedroht“, heißt es. Aus diesem Grund bedauere man die aktuelle Diskussion. Denn: „Sie verunsichert auf eine völlig unnötige Art und Weise die Mitarbeiter, die Bewohner sowie deren Angehörige.“

 

Kritik übt Emonds an Haas. „Wir sind bestürzt, dass Herr Haas in der Diskussion scheinbar ohne Sachkenntnis agiert und keine Bereitschaft zeigt, sich mit der Thematik vertieft auseinanderzusetzen.“ Man sei erstaunt, dass der Vorsitzende des Ausschusses für Soziale Gerechtigkeit (ASG) offensichtlich nicht wisse, dass der Rat die Gesellschafterversammlung für das Seniorenzentrum sei und er somit stets die Gelegenheit gehabt habe und auch weiterhin haben werde, Fragen zur Situation der Einrichtung zu stellen. Davon habe er nie Gebrauch gemacht und alle Entscheidungen zu Verträgen, zu den Jahresabschlüssen, zur Wirtschaftsplanung sowie zur Entlastung der Geschäftsführung kommentarlos mitgetragen. Außerdem sei man verwundert, dass Haas in seinen Äußerungen die Begriffe „Weihnachtsgeld“ und „Sonderzahlung“ vertausche. „Als Fraktions- und Parteivorsitzender der SPD sollte er sich seiner Verantwortung bewusst sein und wissen, dass in einer solch schwierigen Thematik unbedachte Äußerungen die betroffenen Menschen verunsichern und der Einrichtung schaden.“

 

Konfrontiert mit der Kritik erklärt Haas: „Es ist spannend, dass man mir erklärt, dass der Ausschuss für Soziale Gerechtigkeit dafür zuständig ist. Der heißt aber Ausschuss für Soziales und Generationengerechtigkeit.“ Das Thema Seniorenzentrum sei allerdings nicht dem Dezernat für Jugend, Schule und Soziales, sondern dem Dezernat des Bürgermeisters untergeordnet. „Herr Emonds soll mir nur eine Vorlage nennen, die durch den Sozialausschuss gegangen ist“, sagt Haas. Zudem bemängelt er, dass Emonds in seinem Statement auch Vorlagen erwähnt – beispielsweise die Entlastung der Geschäftsführung – die aus den nicht öffentlichen Sitzungen stammen. Haas sagt, dass er mit seinen Aussagen nicht die CDU angegriffen, sondern sich auf die Ausführungen des Bürgermeisters bezogen habe. Dennoch bedauert er: „Um die Leute, die im Seniorenzentrum arbeiten geht es in dieser Diskussion nicht mehr.“

 

Und welche Auswirkungen hat dies auf die Arbeit der großen Koalition? Die CDU-Fraktion hoffe, dass die Diskussion keinen Ausblick auf den neuen politischen Stil im Rat gebe, „und wir appellieren eindringlich an die SPD, zur bisherigen Form der Zusammenarbeit zurückzukehren“. Auch Haas ist sich sicher, dass eine Zusammenarbeit weiterhin möglich ist. „Wir werden professionell damit umgehen können“, sagt er.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

"Was mir am Herzen liegt!" - Die CDU Stolberg und Bürgermeister Tim Grüttemeier suchen erneut den Dialog mit den Bürgern der Kupferstadt

Die Ratsmitglieder der CDU Stolberg mit Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier, dem Technischen Beigeordneten Tobias Röhm und dem Partei- und Fraktionsvorsitzenden Jochen Emonds.
Die Ratsmitglieder der CDU Stolberg mit Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier, dem Technischen Beigeordneten Tobias Röhm und dem Partei- und Fraktionsvorsitzenden Jochen Emonds.

Traditionell lädt die CDU Stolberg zu ihren Bürgerdialogen, die unter dem Motto „Was mir am Herzen liegt“ stehen, ein. Die vier CDU-Ortsverbände halten im November und Dezember 2017 ihre Mitgliederversammlungen in Form von Bürgerdialogen ab, um Ideen, Anregungen der Bürgerschaft zusammeln und Fragen zu beantworten. Neben dem Partei- und Fraktionsvorsitzenden Jochen Emonds und Stolbergs Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier stehen auch die örtlichen Ratsmitglieder den Gästen zur Verfügung. „So viel regelmäßige Bürgerbeteiligung gibt es in Stolberg nur bei der CDU. Bürger und Vereine können uns mit auf den Weg geben, was ihnen am Herzen liegt, damit wir diese Ideen und Anregungen in unser politisches Wirken integrieren. Wir freuen uns auf Fragen und Anregungen“, so der Partei- und Fraktionsvorsitzende Jochen Emonds.

 

Bei den Versammlungen kann man sich direkt zu Wort melden und Ideen kundtun. „Die Mitgliederversammlungen werden komplett öffentlich abgehalten, sodass jeder auch weiterhin die Möglichkeit hat, der CDU seine Ideen für die Stolberger Politik bis zum Jahr 2020 mit auf den Weg zugeben“, erläutert der stellvertretende Partei- und Fraktionsvorsitzende Paul M. Kirch das Konzept.

 

Zuerst stellen die örtlichen CDU-Vertreter kurz ihre Arbeit im Wahlkreis vor.Danach startet der Bürgerdialog mit Jochen Emonds und Tim Grüttemeier.„Wir können so unser Kommunalpolitisches Programm für die Jahre 2014 bis 2020 konsequent fortschreiben und weiterentwickeln“, merkt der Bürgermeister an. „Wir werden zeigen, was wir erreichen konnten und was wir noch gemeinsam in Stolberg vor uns haben.“

 

Bei den Bürgerdialogen muss auch niemand spontan aufstehen und eine Rede halten. „Die Leute können uns auch vorher oder nachher eine E-Mail (buergerdialog@cdu-stolberg.de) oder einen Brief schicken, uns anrufen oder uns bei Facebook kontaktieren“, zählt Jochen Emonds die Möglichkeiten auf. Auch anonyme Tipps werden von der CDU gerne entgegengenommen. Bei den Bürgerdialogen wird eine Zettelbox aufgestellt.

 

Der Vorsitzende der Stolberger CDU Jochen Emonds und Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier freuen sich auf die neuen Anregungen aus der Bürgerschaft. „Es ist unheimlich wichtig, mit den Leuten vor Ort ins Gespräch zu kommen und ihre Sicht der Dinge zu hören“, so Emonds. „Mit Engagement, Kreativität und Ideenreichtum konnten wir in Stolberg gemeinsam schon viel in kurzer Zeit erreichen.“ Dies sieht auch Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier so: „Es muss auch weiterhin der Anspruch der Politik in Stolberg sein, den eingeschlagenen Weg konsequent weiter zu gehen und den Bürger dabei mitzunehmen. In diesem Sinne freuen wir uns auf die gemeinsame Reise.“

 

Termine der einzelnen Bürgerdialoge:

  • 15.11.2017, 19.30 Uhr, im Jugendheim Münsterbusch
  • 23.11.2017, 19.30 Uhr, Parkhotel Hammerberg in Oberstolberg“
  • 29.11.2017, 19.30 Uhr, Restaurant “Zur Treppe” in Breinig
  • 13.12.2017, 19.30 Uhr, Gaststätte „Elle“ in Gressenich

Rampe für den Überweg zu Friedhof und Läden angelegt

Senioren in Breinig können sich über einen bequemeren Zugang freuen.

Der innerhalb nur einer Woche geschaffene direkte und barrierefreie Zugang spart einen halben Kilometer Umweg zum Friedhof und ins Breiniger Geschäftszentrum. Foto: D. Müller
Der innerhalb nur einer Woche geschaffene direkte und barrierefreie Zugang spart einen halben Kilometer Umweg zum Friedhof und ins Breiniger Geschäftszentrum. Foto: D. Müller

Eigentlich befindet sich das neue Seniorenheim in Breinig in unmittelbarer Nachbarschaft zum Friedhof, über den auch die Geschäfte im Ortszentrum fußläufig zu erreichen sind. Doch eine direkte Verbindung zum Friedhof gab es dort bisher nicht. Das hat sich jetzt nach Intervention geändert.

 

„Die Senioren mussten eine Schleife über den Bürgersteig nehmen. Ob sie auf den Friedhof wollten oder ins Geschäftszentrum von Breinig – sie mussten einen Umweg in Kauf nehmen“, beschreibt Ben Grendel, dass der CDU-Ortsverband Breinig sich mit der Problematik an die Stadtverwaltung gewendet habe.

 

„Und zwar quasi auf dem kleinen Dienstweg, denn wir haben direkt den Technischen Dezernenten Tobias Röhm angesprochen“, erklärt der Ortsverbands-Vorsitzende. Was hervorragend funktioniert habe, betont Ratsherr Günter Blaszczyk: „Innerhalb nur einer Woche nach unserer Anregung hat die Stadt einen Zugang vom Seniorenheim hinüber zum Friedhof geschaffen. Dafür möchten wir uns im Namen der Senioren und der Breiniger Bürger bei der Verwaltung bedanken.“

 

Barrierefrei

 

Sein Kollege Artur Kaldenbach hebt hervor, dass die direkte Verbindung in Form einer Rampe mit stabilem Handlauf barrierefrei sei. „Der Weg zum Friedhof und zu vielen Geschäften ist damit gut einen halben Kilometer kürzer geworden. Besonders für ältere Menschen, die nicht mehr so gut zu Fuß unterwegs sind, ist das viel“, meint der Ratsherr.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Info-Säulen für Bus: Langes warten hat ein Ende

15 sechszeilige Anzeiger sollen ab dem kommenden Jahr in der Innenstadt aufgestellt werden. Akustische und optische Signale.

Die Stolberger und das so genannte Dynamische Fahrgastinformationssystem – kurz DFI – haben eine lange gemeinsame Geschichte. Bereits im Oktober 2014 beauftragte die CDU-Fraktion die Verwaltung damit, sich über Standorte, Kosten und Fördermöglichkeiten zu informieren. Ein erstes Konzept wurde erstellt, und der Förderantrag wurde bis Ende März 2015 beim Nahverkehr Rheinland (NVR) eingereicht.

 

Anfang Februar dieses Jahres teilte der NVR nun mit, dass kurzfristig eine Bezuschussung erfolgen kann. „Wir haben lange versucht, es umzusetzen“, sagt Stolbergs Technischer Beigeordneter Tobias Röhm. Nun hat das Warten ein Ende. Im Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt (ASVU), der am heutigen Mittwoch tagt, steht das Thema auf der Tagesordnung. Die Umsetzung soll im kommenden Jahr starten.

 

Was man sich unter DFI-Säulen überhaupt vorstellen kann? Ganz einfach: DFI-Säulen zeigen und sagen den Fahrgästen an, wann ihr Bus oder ihre Bahn kommt und ob diese Verspätung haben. In Stolberg sollen die Säulen an insgesamt sechs Haltestellen installiert werden. Darunter ist auch der Stolberger Hauptbahnhof, der mit zwei Säulen versehen werden soll, damit die Fahrgäste aus jeder Position heraus eine der beiden Säulen sehen können.

 

Umgestaltung

 

Auch an den Bushaltestellen „Schneidmühle“ soll es eine akustische und optische Alarmierung geben. Die Haltestelle in Fahrtrichtung Innenstadt soll im Rahmen der Einrichtung eines P+R-Parkplatzes in ein Buskap umgewandelt werden. Die Arbeiten sollen im kommenden Jahr beginnen. Die gegenüberliegende Haltestelle soll im Rahmen der Erneuerung der Eisenbahnstraße umgestaltet werden. Mit einem Baubeginn kann frühstens ab 2020 gerechnet werden. Die DFI-Säule könnte allerdings schon im kommenden Jahr aufgestellt werden.

 

Fünf DFI-Anzeiger auf den Inselköpfen der jeweiligen Bus- und Bahnhaltepunkte sind am Mühlener Bahnhof vorgesehen, dessen Umgestaltung für Ende 2019 – im Anschluss an die Erneuerung der Rathausstraße – geplant ist.

 

Da die Inselköpfe allerdings nicht saniert werden, könnten die DFI-Anzeiger bereits früher aufgestellt werden. Die Bushaltestellen „Rosental“ werden auch im Rahmen der Sanierung der Rathausstraße erneuert, die Haltestellen „Rathaus“ und „An der Krone“ wurden bereits erneuert. Dort kann die Installation der Säulen zeitlich flexibel erfolgen.

 

In der Planungsphase befindet sich momentan die Umgestaltung des Willy-Brandt-Platzes, die voraussichtlich 2019 starten soll. Dort sind zwei Anlagen – am Willy-Brandt-Platz sowie am Heinrich-Böll-Platz – vorgesehen. Die Kosten für die insgesamt 15 sechszeiligen Anzeiger liegen bei rund 355 000 Euro.

 

90 Prozent der Kosten übernimmt der NVR. Für die Stadt Stolberg bleibt damit ein Rest von 35 500 Euro übrig, die sie übernehmen muss. Röhm rechnet damit, dass die Umsetzung im kommenden Jahr starten kann.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Neue Konzepte sollen Immobilieneigentümer überzeugen

Der Hintergrund: Die Innenstadt soll wieder belebt werden. Info-Veranstaltung für Eigentümer im Rathaus. Vorherige Anmeldung.

In der Stolberger Innenstadt tut sich etwas: Die Arbeiten am Bastinsweiher und Kaiserplatz sind bereits abgeschlossen, die Rathausstraße wird momentan Stück für Stück modernisiert. Und mit dem Einzug des Actions-Marktes im Steinweg verzeichnet auch der Einzelhandel einen Aufwärtstrend. Diesen wollen Nathalie Malekzadeh, Leiterin des Amtes für Wirtschaftsförderung, und Einzelhandelsbeauftragter Timo Abels fortführen.

 

Um die Innenstadt wieder zu beleben, müssen allerdings nicht nur Einzelhändler ihr Interesse bekunden, sondern auch Immobilieneigentümer. Ein Themenabend unter dem Titel „Einzelhandel“ soll gerade Letzteren neue Ideen und Anregungen mit auf den Weg geben, wie Malekzadeh und Abels berichten.

 

Im Vordergrund steht an diesem Abend unter anderem das Immobilienportal der Stadt – gisTRA. Eigentümer können dieses kostenlos nutzen, um ihr Objekt anzubieten. Meldet sich ein Interessent, dient die Verwaltung als Vermittler. „Wir sind keine Makler und wollen das auch nicht sein. Wir wollen nur den Kontakt zwischen dem Eigentümer und dem Interessenten herstellen“, macht Nathalie Malekzadeh deutlich. Das Portal könne interessierten Einzelhändlern einen Überlick geben, welche Immobilien derzeit in Stolberg zur Verfügung stehen.

 

Impulse geben

 

Ist dieser erste Schritt getan, können Eigentümer und Einzelhändler ins Gespräch kommen. Unter dem Titel „Strategische Allianzen zwischen Immobilieneigentümern und Einzelhändlern“ wird an diesem Abend auch Till Schüler einen Vortrag halten. Er ist Dozent an der FH Aachen und im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften tätig. „Mit seinem Vortrag will er Impulse geben und zeigen, dass man Verträge auch flexibel gestalten und so das Risiko auf mehrere Schultern verteilen kann“, sagt Nathalie Malekzadeh. Sie und ihr Kollege Timo Abels haben die Erfahrung gemacht, dass es immer wieder Eigentümer gibt, die an nicht gerade zeitgemäßen Modellen festhalten. Dabei spiele auch das Thema Mietpreise eine wichtige Rolle. „Es gibt Vermieter, die noch immer abenteuerliche Vorstellungen haben und zehn Euro pro Quadratmeter verlangen, obwohl der Preis im Geschäft gegenüber bei 6,90 Euro pro Quadratmeter liegt“, sagt Timo Abels. Er ist der Meinung: „Der Markt hat sich gewandelt.“ Und das müsse auch den Eigentümern klar werden.

 

Ein neues Konzept stellt beispielsweise Tim Köhler vor. Er ist Geschäftsführer der Agentur Pop up my Brand und geht auf das Konzept des sogenannten Pop Up Stores ein. Bereits Anfang Mai des vergangenen Jahres hatte die Stolberger CDU einen Antrag an die Verwaltung gestellt, in dem diese aufgefordert wurde das Konzept des Pop Up Stores für die Stolberger Innenstadt zu prüfen.

 

Die Grundidee, die sich hinter diesem Konzept verbirgt? Flexible Mietpreise und eine flexible Mietdauer. Auf diese Weise könnten Einzelhändler testen, inwiefern ihr Konzept Früchte trägt. Und damit nicht genug. „Wenn immer wieder ein Wechsel stattfindet, können Pop Up Stores eine richtige Attraktion sein“, sagt Abels. Zudem biete dieses Modell auch gleichzeitig Chancen für Existenzgründer.

 

Vorteile, die dies für Eigentümer und Mieter beinhalten könnte? „Die Zeit der Anmietung ist begrenzt und erfolgt ohne großen Verwaltungsaufwand. Darauf muss sich ein Vermieter aber auch erst einmal einlassen“, sagt Nathalie Malekzadeh. Der Kreativität der Einzelhändler seien keine Grenzen gesetzt. „Dazu gehört alles, was Besucher in die Innenstadt zieht“, sagt Timo Abels.

 

Weiterer Programmpunkt

 

Ein weiterer Programmpunkt an diesem Abend ist die Vorstellung eines Einzelhandelskonzepts für die Kupferstadt. Dies wird allerdings erst noch im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Arbeitsmarktpolitik (AWA) vorgestellt und muss zudem vom Rat der Stadt Stolberg abgesegnet werden.

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 18. Oktober, im Ratssaal statt. Start ist an diesem Abend um 19.30 Uhr. Nach dem offiziellen Programm, das bis rund 21 Uhr gehen soll und mit der Begrüßung von Bürgermeister Tim Grüttemeier startet, stehen die Referenten und Mitarbeiter des Amtes für Wirtschaftsförderung um Nathalie Malekzadeh und Timo Abels für Rückfragen bereit.

 

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Heißere Debatten als beim TV-Duell

Die Kandidaten für die bevorstehende Bundestagswahl stellen sich im Ritzefeld-Gymnasium den Fragen der jungen Wähler.

Die Bundestagskandidaten saßen bei der Diskussion im Stolberger Ritzefeld-Gymnasium auf dem Podium, um die Schülerinnen und Schüler von ihren Argumenten zu überzeugen. Foto: L. Otte
Die Bundestagskandidaten saßen bei der Diskussion im Stolberger Ritzefeld-Gymnasium auf dem Podium, um die Schülerinnen und Schüler von ihren Argumenten zu überzeugen. Foto: L. Otte

Immer wieder stecken die Schüler die Köpfe zusammen und tuscheln hinter vorgehaltener Hand. Daraufhin folgt zumeist Gekicher, das sich schließlich irgendwo zwischen den Stuhlreihen wieder verliert. Grund für diese Reaktionen gab es allemal bei der Podiumsdiskussion zu den Bundestagswahlen am Montagmorgen im Stolberger Ritzefeld-Gymnasium. Denn so viel sei gesagt, es ging heißer und pointierter zu, als beim TV-Duell.

 

Das politische Interesse unter den Schülern ist groß. Die Möglichkeit hautnah dabei zu sein, wenn die Politiker ihre Zukunftsabsichten präsentieren, ist einmalig. So ließen es sich auch Gastschüler des Goethe-Gymnasiums, zusammen mit Schulleiter Bernd Decker, nicht nehmen, zur Veranstaltung zu kommen. „Es wird interessant, zu sehen, was die Politiker uns zukünftigen Wählern für Einblicke verschaffen werden. Vor allem bin ich gespannt, was sie gedenken, für die Jugend zu tun“, sagte Jan Heyer (16), ein Schüler des Goethe im Vorfeld.

 

Zweifellos ein Statement an die Direktkandidaten Claudia Moll (SPD), Helmut Brandt (CDU), Alexander Tietz-Latza (Bündnis 90/Die Grünen), Frank Schniske (FDP) sowie Gabi Halili (Die Linke), die ihre Plätze auf dem Podium eingenommen haben. In der Mitte von ihnen: Alina Meuser. Die 20-Jährige, die selbst 2015 ihr Abitur am Ritzefeld-Gymnasium gemacht hat, wird die Diskussion heute leiten. „Das erste Thema ist Sicherheit und Terrorismus. Und ich frage direkt mal in die offene Runde“, leitet Meuser ein: „Fühlen Sie sich sicher, wenn Sie alleine oder mit ihrer Familie Großveranstaltungen besuchen?“

 

Damit ist der Ring frei. Die Kandidaten bejahen, nur Alexander Tietz-Latza sticht mit seiner Antwort heraus. Er fühle sich nicht sicher, wisse aber, dass er sicher sei: „Was wir brauchen ist eine vernünftige innere Sicherheit und einen Verfassungsschutz, der richtig zusammenarbeitet. Am besten unter der Neuauflage eines effizienten europäischen Sicherheitssystems.“ Die Schüler lassen die Worte auf sich wirken.

 

In dem Zusammenhang kommt der Fall Anis Amri zur Sprache: Wie eine solche Tragödie verhindern? Wie mit Gefährdern umgehen? Klar, Gefährder müssten genauer beobachtet werden, das Polizeirecht bedürfe einer Überarbeitung, die Abschiebemechanismen müssten verbessert werden, macht Helmut Brandt deutlich. Aber kann man den Menschen überhaupt das Gefühl der Angst nehmen? „Nein“, gesteht Claudia Moll offen. Das könne sie nicht, weil es letztlich keine Garantie gäbe. Bilder steigen auf, als sie sich auf Schulamokläufe vergangener Tage bezieht: „Damals sind die Kinder auch weiter zur Schule gegangen.“ Dennoch untermauert Brandt, sei es die hohe Aufhabe der Politik, der Bevölkerung aufzuzeigen, dass man in der Lage ist, die Ursachen für ebenjene Ängste anzugehen und schließlich zu beseitigen.

 

Die Schüler lauschen gebannt den weiteren Ausführungen der Politiker. Bereits Wochen im Voraus haben sie sich auf den Tag vorbereitet, zusammen mit ihren Lehrern Alexander Mischlewitz (Ritzefeld-Gymnasium) und Dennis Mager (Goethe-Gymnasium). Im Unterricht wurden die Fragen erarbeitet, die Alina Meuser innerhalb der zwei Stunden auf den Tisch packt: Themen, wie Waffenexport, Migration, darunter die Bekämpfung von Fluchtursachen, „Wir schaffen das“ -Politik und Integration führen zu härteren Tönen und liefern erste Sticheleien.

 

Die Meinungen der Direktkandidaten gehen weit auseinander. Und da ist es wieder, das Bild der tuschelnden Schüler, die sich inmitten dieses Schlagabtausches ihre Meinung bilden. Obwohl das Ganze im Vergleich zu manch anderen Podiumsdiskussion sehr geordnet abläuft, weil sich nicht direkt verbal beteiligen, herrscht eine unruhige und schneidende Stimmung, irgendwie nicht wissend, wohin das alles führt.

 

Der nächste Themenblock wird angeschnitten: Soziale Gerechtigkeit. Jetzt richtet Alina Meuser das Wort unmittelbar an die Schüler: „Ihr macht jetzt bald Abitur, geht in die Ausbildung oder ins Studium, arbeitet und dann kommt die Rente.“ Völlig überrumpelt von dieser schnellen Abfolge eines Lebenslaufs, fangen alle im Raum an zu lachen. Dabei ist es Fakt, dass die aktuelle Rentenpolitik, wie sie im Moment geführt wird, zur Folge hat, dass viele Bürger in Zukunft in Altersarmut leben werden. Was wollen die Parteien also tun? „Ich bin Altenpflegerin. Das Thema Altersarmut erlebe ich also tagtäglich. Immer wieder kommt mir zu Ohren, dass es keine Altersarmut gibt. Geht mal eine Woche mit mir arbeiten, dann seht ihr, was Altersarmut wirklich bedeutet. Das Rentenniveau muss unbedingt stabilisiert werden!“ Ohne Vorahnung macht Claudia Moll damit ein gewaltiges Fass auf. „Das Problem der in Zukunft gesicherten Rente…“, beginnt Helmut Brandt. „Dass wir in einem Land leben, in dem Armut vorherrscht. Das ist schlichtweg unwahr!“ Der Lautstärkepegel der beiden Kandidaten steigt dabei erheblich. Die Schüler können nicht anders, sie lachen. Schauen atemlos zu, schockiert und gleichermaßen fasziniert über das, was sich da gerade vor ihnen abspielt. Man spürt förmlich, wie die SPD-Politikerin anfängt zu kochen und wie sie sich zusammenreißen muss, als Helmut Brandt anführt, dass eine Kommission eingesetzt werden müsse, die auf Grundlage von Ursachen und Folgen, Lösungsvorschläge entwickelt.

 

Dann bekommt Claudia Moll wieder das Wort, und der Kragen platzt: „Also jemand, der über 100 000 Euro Nebeneinkunft hat, der kann wirklich sagen, dass es keine Altersarmut gibt und dass es den Menschen gut geht. Ich kenne Menschen, die Monate lang für eine Brille sparen müssen, die sich keine Prothese leisten können. Gehen Sie mal eine Woche mit mir in meine Einrichtung. Also das ist eine Frechheit ohnegleichen, das so zu äußern.“ Brandt entgegnete: „Ich weiß ja jetzt nicht, was das sollte mit dem Nebenverdienst, da stehe ich ja schon immer zu. Wir sind ja auch zur Veröffentlichung der Nebeneinkünfte verpflichtet. Das ist doch nicht unser Thema...“ Frank Schniske: „Wichtig ist doch, dass es in erster Linie, um euch Schüler geht.“ Für ihn bedeutet dies, der Realität ins Auge zu blicken und auch private Vorsorge zu leisten.

 

Der letzte Block umfasste, neben der Digitalisierung, das Thema Bildung. Hier wollen alle Parteien für mehr Einheitlichkeit sorgen und investieren. Denn Bildung ist ja bekanntlich „der Schlüssel zu einem guten Leben“, wie Gabi Halili bemerkte. Einige von den Schülern des Ritzefeld- und Goethe-Gymnasiums werden am Sonntag ihr Kreuzchen machen dürfen. Am Ende wird deutlich, dass jeder, wenn auch nur in der Theorie, eine Wahlentscheidung getroffen hat. So auch Leon Grot (17): „Ich fand die Debatte gut. Hier gab es mehr Kontroverse als beim Kanzler-Duell.“ Ähnlich erging es Julia Hellebrand (17) vom Goethe-Gymnasium: „Es war sehr spannend, die Direktkandidaten zu sehen und so vieles zu erfahren. Vorher dachte ich, ich wüsste, wen ich wähle. Jetzt hat sich das Blatt gewendet.“

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Je nach Hausnummer: schnell bis extrem schnell surfen

Gressenich und Schevenhütte haben ab sofort schnelles Internet. Übertragungsrate hängt von der Entfernung zum Verteiler ab.

Bürger, Vertreter aus der Politik und Verantwortliche von der Telekom freuen sich über die neue Glasfaserverbindung für den Vorwahlbereich 02409. Foto: K.Toussaint
Bürger, Vertreter aus der Politik und Verantwortliche von der Telekom freuen sich über die neue Glasfaserverbindung für den Vorwahlbereich 02409. Foto: K.Toussaint

Der nächste Schritt zur flächendeckenden Versorgung der Stolberger mit schnellem Internet ist getan: Seit Montag haben rund 1 610 Haushalte in Gressenich und Schevenhütte Zugriff auf eine Breitbandverbindung – mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 Megabit pro Sekunde können jetzt Daten heruntergeladen werden. Hochladen ist mit maximal 40 Megabit pro Sekunde möglich.

 

Welche Geschwindigkeit beim jeweiligen Haushalt dann tatsächlich ankommt beziehungsweise abgeht, hängt jedoch von der Entfernung vom Verteilerkasten ab. Ob man nach einem Tarifwechsel wirklich schneller surft, kann für jede Hausnummer überprüft werden.

 

„Wir freuen uns, jetzt auch die äußeren Bezirke an das schnelle Internet anzuschließen“, sagte Bürgermeister Tim Grüttemeier. In zwei Monaten wird Venwegen einen Breitbandanschluss erhalten. Das Versprechen, das gesamte Stadtgebiet bis Ende 2017 mit schnellem Internet zu versorgen, sei somit fast erfüllt, sagte Grüttemeier. Finanziert worden ist der Ausbau im Vorwahlbereich 02409 von der Telekom. Die nun noch verbleibenden „weißen Flecken“, innerhalb derer in Stolberg aktuell noch mit maximal 16 Megabit pro Sekunde gesurft werden kann, sollen mit Hilfe von Fördermitteln des Landes, die Nordrhein-Westfalen für die „Förderung von Next Generation-Access im ländlichen Raum“ von der EU erhalten hat, an eine Breitbandverbindung angeschlossen werden.

 

Die Verwendung von Glasfaserkabeln macht die Datenübertragung bereits um einiges schneller als bei einer herkömmlichen DSL-Verbindung, die komplett über Kupferkabel läuft – über die wachsende Entfernung geht hier immer mehr Übertragungsgeschwindigkeit verloren. Die neue Glasfaserleitung in Gressenich und Schevenhütte reicht von der Vermittlungsstelle bis zu den acht Verteilerkästen. Von dort bis zum heimischen Router geht es dann per Kupferdraht weiter. Und je länger hier die Strecke ist, desto mehr Tempo geht verloren. Vor einem Tarifwechsel kann jeder online unter www.telekom.de/schneller einsehen, ob er von einer größeren Übertragungsrate profitieren kann. Genutzt werden kann die neue, schnellere Verbindung auch über andere Telefonanbieter. Der neue Anschluss soll nur die erste Stufe des Breitbandausbaus bedeuten. „Fertig ist der Ausbau aber erst, wenn die Glasfaserverbindung direkt bis in jeden Haushalt reicht“, sagte Timo Abels von der Stadt Stolberg.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Angebot beim Weinfest wird dankbar angenommen

Das Weinfest auf dem Kaiserplatz kommt bei seiner Premiere gut an. Im nächsten Jahr soll es noch mehr Anbieter geben.

Bühnenprogramm, leckere Speisen und Spielmöglichkeiten sorgten auf dem Kaiserplatz dafür, dass nicht nur Weinfreunde auf ihre Kosten kamen. Foto: M. Polat
Bühnenprogramm, leckere Speisen und Spielmöglichkeiten sorgten auf dem Kaiserplatz dafür, dass nicht nur Weinfreunde auf ihre Kosten kamen. Foto: M. Polat
Zu einem Weinfest gehört natürlich auch eine Weinkönigin. Julia Vockenberg war das bei der Premiere. Foto: M. Polat
Zu einem Weinfest gehört natürlich auch eine Weinkönigin. Julia Vockenberg war das bei der Premiere. Foto: M. Polat

Geschäftig gießt Christian Clément den Gästen, die sich für einen Weißburgunder und einen Sauvignon entschieden haben, das gewünschte Getränk ein. „Normalerweise ist der Samstag ja Autowaschtag, aber der Zulauf heute ist einfach genial“, schmunzelt der Chef der „Bodega“ und freut sich an diesem Nachmittag über das rege Treiben auf dem Kaiserplatz. Hier feiert das Stolberger Weinfest Premiere, das Clément in Zusammenarbeit mit dem Team um Udo Rüttgers von der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) ins Leben gerufen hat.

 

Vor etwa vier Monaten sei ihnen die Idee zu einem solchen Fest gekommen, und „ab da liefen die Telefone heiß“, berichtet Clément. Es habe sogar so viele Nachfragen gegeben, dass im nächsten Jahr der Rahmen erweitert werden müsse, um mehr Ausstellern Platz zu bieten.

 

Den Anfang machte an diesem Samstag (und auch am Sonntag) derweil neben der „Bodega“ ein weiterer Händler aus Stolberg sowie vier Winzer aus dem rheinhessischen Gebiet und der Mosel. Die einen präsentierten allen Interessenten ihre Tropfen, während das Beer O’Clock eine Alternative zu den fermentierten Trauben bot.

 

Wie bei den Veranstaltern bestand auch bei einigen Besuchern des Weinfests der Wunsch, dass weiteren Ausstellern Platz geboten wird: „Ich fände es interessant, wenn noch Aussteller aus ein, zwei anderen Weinregionen dazukämen“, erzählte Erich Poschen bei einem Glas Rotwein und fand es „in jedem Fall lohnenswert, das Fest zu wiederholen“. Auf der Suche nach einem ihnen noch unbekannten Wein war auch Ehepaar Gückelhorn: „Wir wollen mal etwas Neues ausprobieren“, berichtete Jürgen Gückelhorn. „Aber wir landen trotzdem immer wieder beim Rotwein“, ergänzte Ingrid Gückelhorn lachend. „Wir sind heute hier, um das Weinfest zu unterstützen – egal bei welchem Wetter“, sagte sie. Und der umgebaute Kaiserplatz gebe es auch durchaus wieder her, dort zu verweilen.

 

Zum Glück für alle Weinliebhaber spielte das Wetter relativ gut mit, und so konnten sich die Besucher passend zum Wein in aller Ruhe Käsewürfel vom Käsestand schmecken lassen. Aber auch für den großen Hunger war mit Hamburgern, Currywurst und Pommes, Waffeln und weiteren Spezialitäten gesorgt. „Wir arbeiten hier alle im Team“, freute sich Christian Clément über den Zusammenhalt bei den Ausstellern, unter denen sich auch alte Bekannte befanden, die schon bei zahlreichen Stolberger Stadtpartys vertreten waren.

 

Aber nicht nur Weinfreunde fanden sich an diesem Wochenende auf dem Kaiserplatz ein: Viele kleine Gäste vergnügten sich auf der Hüpfburg, dem Kinderkarussell oder auf den neuen Spielgeräten des Kaiserplatzes. Ein buntes Bühnenprogramm an beiden Tagen mit den Musikgruppen „Solid Wax“, „Soul Drops“, „Annett & Friends“ sowie dem Showballett der KG „De Wenkbülle“ rundete die Veranstaltung ab.

 

Am Samstagabend gab es zudem eine kleine Überraschung in Form von Illuminationen, die das Stadtwappen auf das Rathaus und andere Gebäude projizierten. Bei Musik des DJ-Duos Tim Heitkämper und Markus Kaiser von „M&M Music“ wurde bis in die Nacht gefeiert und getanzt. Am gestrigen Sonntag klang das Weinwochenende dann gemütlich aus.

 

Mit Spannung war an beiden Tagen die Ankunft der ersten Stolberger Weinkönigin, Julia Vockenberg, erwartet worden. Beim Weinwettbewerb Anfang August hatte sie sich gegen ihre Mitstreiterin Monika Marx durchgesetzt, jetzt wurde sie auf dem Weinfest feierlich gekrönt. Neben Schärpe und Diadem gab es für die Königin einen Pokal sowie ein Weinglas mit eingravierter Widmung. Auch einen Wahlspruch hatte sich Julia Vockenberg überlegt: „Das Wasser macht weise und fröhlich der Wein – drum trinken wir beides, um beides zu sein“, sagte sie und hob ihr Glas, um mit allen Besuchern des ersten Stolberger Weinfestes anzustoßen.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Investitionen in die Zukunft der kleinen Stolberger

Für Spielplätze, Kindertagesstätten und Jugendtreffs sollen fast 800 000 Euro in den Haushalt 2018 eingestellt werden.

Fast 800 000 Euro sollen in die Stolberger Spielplätze, Kindertagesstätten und Jugendeinrichtungen fließen. Zumindest wenn es nach dem Kinder- und Jugendausschuss (KJA) geht. Der empfahl Haupt- und Finanzausschuss sowie Rat, die vorgeschlagenen Ansätze des Jugendamtes in den Haushaltsberatungen für das kommende Jahr zu berücksichtigen. Eine Entscheidung fällen Haupt- und Finanzausschuss sowie Rat in der Sitzung im Dezember.

 

Welche Maßnahmen im Entwurf des Investitionsprogrammes enthalten sind, wissen Stolbergs Erster Beigeordneter Robert Voigtsberger und Willi Seyffarth, Leiter des Jugendamtes. „Das Feld ist sehr breit gefächert“, sagt Voigtsberger. Den größten Teil des beantragten Etats soll die Neugestaltung des Kinderspielplatzes am Geschwister-Scholl-Platz verschlingen. Dieser soll zu einer generationsübergreifenden Anlage umgebaut werden. Die Kosten: 130 000 Euro. Durch die zeitgemäße Neugestaltung wolle man die Wohnqualität im Stadtteil Liester verbessern. Gerade auf eine genrationsübergreifende Gestaltung lege man großen Wert. „Das wird auch von der Bevölkerung unheimlich positiv wahrgenommen“, sagt Voigtsberger. Am Eburonenweg habe man einige Elemente platziert, die bei den Stolbergern gut ankommen und auch am Kinderspielplatz Arnoldsmühlen soll dieses Konzept Fuß fassen. Bereits für 2016 und 2017 wurden Mittel angemeldet, aber nicht in den Haushalt eingestellt. Das Jugendamt sieht es nach wie vor als erforderlich an, eine zweite generationsübergreifende Freizeiteinrichtung zu errichten. Vor allem im Hinblick auf die Neugestaltung der innerstädtischen Talachse. Das Projekt soll 2018 realisiert werden und 110 000 Euro kosten. Genauso teuer soll die Errichtung der generationsübergreifenden Freizeiteinrichtung in der Ardennenstraße werden. Ab Oktober soll die Bürgerbeteiligung starten. Ab November könne man mit den Planungen beginnen, meint Voigtsberger.

 

Für Münsterbusch wird derzeit nach einem geeigneten Standort für einen Pannakäfig gesucht. Dies hatte die CDU-Fraktion schriftlich beantragt. Die Kosten dafür betragen rund 30 000 Euro. Auf dem Spielplatz in der Krausstraße soll noch in diesem Jahr ein solches Exemplar aufgestellt werden. Die Umgestaltung des Kinderspielplatzes Dorfweiher soll 20 000 Euro kosten. Dort soll eine Seilbahn installiert werden, an der auch ältere Kinder Gefallen finden. Auch ein Abenteuerspielplatz soll die Kupferstadt bereichern. Im Rahmen der Aktion „12 Monate, 12 Ideen“ wurde dieser Wunsch mehrfach an die Verwaltung herangetragen. Um entsprechende Planungen treffen zu können, sollen 20 000 Euro in den Haushalt 2018 sowie 90 000 Euro in den Haushalt 2019 und 30 000 Euro in den Haushalt 2020 eingestellt werden. Für die 60 Kinderspielplätze in Stolberg sollen für Neu- und Ersatzanschaffungen 60 000 Euro in den Haushalt eingestellt werden. „Wir haben gut gestaltete Kinderspielplätze, und so können wir bei Bedarf reagieren. Einen Sanierungsstau haben wir nicht“, sagt Seyffarth.

 

Auch die drei Stolberger Jugendtreffs sollen nicht leer ausgehen. Um attraktive und zeitgemäße Angebote vorhalten zu können, sollen 10 000 Euro in den Haushalt eingestellt werden. Zudem soll der Jugendbus für rund 4000 Euro mit einer mobilen Literaturbox ausgestattet werden. Das Projekt soll in Kooperation mit der Stadtbücherei umgesetzt werden. Natürlich sollen auch die jungen Erwachsenen an der Entwicklung beteiligt werden.

 

Nicht nur Umbauarbeiten auf den Kinderspielplätzen sind für 2018 geplant, sondern auch Arbeiten an einigen Stolberger Kindertagesstätten stehen auf dem Programm. Darunter die Anschaffung eines Zauns in der Kita Cornelia-straße für 20 000 Euro. In der Kita Gressenich soll für 15000 Euro ein barrierefreies Spielgerät für den Außenbereich angeschafft werden, außerdem soll dort für 15000 Euro der Therapieraum ausgestattet werden.

 

Im kommenden Jahr wird auch die Kita in der Foxiusstraße umgebaut. Während dieser Zeit soll der Tagesbetrieb im Jugendheim Münsterbusch aufrecht erhalten werden. Für die Auslagerung sollen 5000 Euro bereitgestellt werden, für die Einrichtung sollen weitere 35 000 Euro in den Haushalt eingestellt werden. Für den Ausbau der Kita Breinigerberg sind es 50 000 Euro. Insgesamt sollen für die Außenspielbereiche der 19 städtischen Kitas 40 000 Euro eingestellt werden. Damit auch die Ausstattung den geforderten Standards in den Bereichen U-3-Betreuung und Inklusion entspricht, sollen dafür 75 000 Euro in den Haushalt eingestellt werden.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Die Mehrheit des ASVU entscheidet sich für den Entwurf des Büros „Scape“ zur Neugestaltung des Oberstolberger Marktes

Liberale lehnen Neugestaltung des Oberstolberger Marktes ab. Mehrheit entscheidet sich für den Entwurf des Büros „Scape“.

Rolf Engels schwämt schon von dem „ganz großen Wurf, der uns hier gelungen ist“. Günter Blasczcyk beschwört bereits „ein weiteres Highlight“ im Rahmen der Entwicklung der Stolberger Innenstadt.

 

Da schenkt Khaled El-Deib den beiden Sprechern von SPD und CDU sauer-libralen Wein ein in die Freuden-Bowle der Koalition zur Umgestaltung des Oberstolberger Marktes. „Die geplante Verkehrsführung wird die gewohnte Verbindung von der Zweifaller Straße in Richtung Rathausstraße unterbinden“, sagt der FDP-Sprecher im Ausschuss für Stadtentwicklung. „Das bringt deutliche Nachteile für den Einzelhandel mit sich“, so El-Deib, der der Aachener Straße zugleich eine steigende Verkehrsbelastung prognostiziert. Die FDP lehnt jedenfalls beide Varianten zur Neugestaltung ab – als einzige Fraktion und unter Kopfschütteln von CDU und SPD, die der liberalen Argumentation nicht folgen können.

 

Favorit im Ausschuss ist der Entwurf, der auch vor einigen Wochen in der Planungswerkstatt von den Bürgern die meisten Plus-Punkte erhalten hat und nun detaillierter ausgearbeitet werden soll. Im Jahr 2019 sollen in Oberstolberg die Bagger anrücken, um den Willy-Brandt-Platz nebst der angrenzenden Zweifaller Straße aufzuhübschen. Für die – optisch sicherlich erwünschte – Einbeziehung des Heinrich-Böll-Platzes in eine einheitliche Gestaltung fehlt bislang das Geld. „Wir hoffen aber, diesen Bereich zügig mit einbeziehen zu können“, sagt Blasczcyck, der die aus der Feder des Düsseldorfer Büros Scape als „gelungen und barrierefrei“ kennzeichnete.

 

Für Rolf Engels ist neben dem niveaugleichen Ausbau das wichtigste Merkmal der Neugestaltung, dass der Platz dann wieder für große öffentliche Veranstaltungen genutzt werden kann. Und – nicht vernachlässigbar – dass die Parkplätze im Wesentlichen erhalten bleiben sollen, nur eben an anderer Stelle.

 

Und die befindet sich vor der Front von Läden und Praxen an der östlichen Seite der Zweifaller Straße. Elf Parkplätze sollen dorthin passen, wo heute noch die Busse halten. Diese sollen stadteinwärts zukünftig ihre Haltestelle vor dem Heinrich-Böll-Platz finden – ein Umstand, der die Einbeziehung der Platzgestaltung quasi einfordert. Für Linienbusse stadtauswärts rückt die dann barrierefrei aufgepflasterte Haltestelle an bekannter Stelle ein wenig in den Straßenraum. Der befindet sich an gleicher Stelle auf dem niveaugleichen Belag, aber der Trassenverlauf soll beispielsweise mit Pflasternägeln klar geführt werden.

Der eigentliche Platzbereich vor der EWV-Verwaltung wird durch ein helles Granitband umrahmt. Das innere gelbgrau-bräunliche Pflaster weist diagonal auf das Tor zur Altstadt am Steinweg hin.

 

Der Galminus-Brunnen bleibt erhalten und ergänzt durch ein Fontänenfeld in der Platzmitte. Neue Bäume sollen gesetzt und die vorhandenen Kastanien so aufgelichtet werden, dass die Sichtbeziehung zur Altstadt verbessert wird. An dieser nördlichen Platzseite sollen weitere Parkplätze mit Elektroanschluss entstehen. Der Knotenpunkt von Rathausumfahrt und Aachener Straße soll dieser Route weiter den Vorrang gewähren, aber auch ein Abbiegen in Richtung Büsbach ermöglicht werden. Am Eingang zum Steinweg soll die bestehende Natursteinmauer wird auf Sitzhöhe geschleift und der dahinter liegende Platz geöffnet werden. Königswagen und Baum bleiben erhalten.

 

Auf Basis dieses Entwurfes soll das Büro mit der Detailplanung beauftragt werden, das im Januar dem Ausschuss zur Entscheidung vorgelegt werden soll.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Unser Kandidat für den Bundestag: Helmut Brandt

CDU-Direktkandidat Helmut Brandt möchte erneut in den Bundestag einziehen. Kritik an „Aktivisten“ und Dieselgipfel.

Helmut Brandt ist derzeit das einzige Bundestagsmitglied aus dem Wahlkreis Städteregion (Alt-Kreis Aachen). Der CDU-Mann gehört dem Parlament seit 2005 an. Bei den Wahlen 2009 und 2013 holte er jeweils das Direktmandat (siehe Box). Das will er am 24. September zum dritten Mal schaffen. Deutliche Worte findet der Anwalt aus Alsdorf, der Justiziar der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ist, in Sachen Energie. „Ich bekenne mich klar zur Braunkohleförderung und dem Kraftwerk Weisweiler, solange wir sie für eine sichere Energieversorgung brauchen. Jede Verunsicherung ist da schädlich!“ Die Energiewende werde ein Erfolg, „wenn wir vor Ort die Menschen – Verbraucher, Anwohner und den regionalen Mittelstand – mit ins Boot holen“. Die anstehende Legislaturperiode müsse genutzt werden, um – wie schon vor dem absehbaren Auslaufen der Steinkohleförderung – einen Plan mit gesetzlichen Regelungen auf den Weg zu bringen. „Wir wissen doch aus Erfahrung, wie Strukturwandel geht.“

 

Übel stößt dem Rechtsanwalt die aus seiner Sicht verharmlosende Wortwahl bei Protesten auf. „Ich bin für den Schutz von Demonstrationsfreiheit, aber Leute, die zum Beispiel in ihrer Ablehnung der Braunkohleförderung gegen Dinge, aber auch Menschen Gewalt anwenden, sind nicht bloß ‚Aktivisten’, sondern Rechtsbrecher und müssen so behandelt werden.“

 

In Sachen Bildung fordert Brandt mehr Kompetenzen für den Bund ein, selbst wenn dies die Länder nicht gerne sehen. Da sollte eine Änderung des Grundgesetzes möglich sein. Letztlich gehe es um die Vergleichbarkeit von Schulabschlüssen im Interesse der jüngeren Generation und deren berufliche Perspektiven. „Und es geht um die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft. Im Grunde hätten alle etwas davon, wenn der Bund hier stärker fördernd eingreift.“

 

Helmut Brandt

 

Brandt ist mit dem Ergebnis des sogenannten Dieselgipfels absolut unzufrieden. „Wir dürfen die 13 Millionen Halter von Dieselfahrzeugen nicht allein lassen. Sammelklagen können nicht die Lösung sein.“ In der nächsten Legislaturperiode gelte es, schnell Rechtssicherheit zu schaffen. „Der Gesetzgeber muss die Industrie zur Nachrüstung verpflichten.“

 

Bei der Debatte um Flüchtlinge lehnt der CDU-Kandidat mit Blick auf bereits vorhandene Regelungen ein (neues) Einwanderungsgesetz ab. „Man muss das sauber voneinander trennen.“ Vielmehr müssten die Asylverfahren erheblich beschleunigt werden, um menschliche Härten zu vermeiden. „Wenn keine anerkennungsfähigen Gründe vorliegen, muss auch zügig abgeschoben werden.“ Ganz zu schweigen von der Duldung sogar von Straftätern.

 

Was hat Helmut Brandt in der auslaufenden Legislaturperiode für die Menschen im Wahlkreis Zählbares erreicht? „Es verging und vergeht kaum ein Tag, an dem nicht Wünsche auf Hilfe und Vermittlung an mich herangetragen werden“, sagt er. Meistens gehe es darum, Sachzusammenhänge zu erklären, Wege zu weisen und im Wahlkreis auf Entscheidungsträger in Kommunen zuzugehen, um deren Ermessensspielraum zugunsten der Hilfesuchenden zu nutzen.

 

Immer wieder habe er Firmen geholfen, bei denen es zum Teil ernsthafte Probleme gegeben habe und die weitergehende Unterstützung, auch vom Bund, benötigten – letztlich ein Bereich, in dem die Gespräche und Kontakte diskret zu behandeln seien, sagt der Kandidat.

 

Politische Karriere beginnt 1969 in Alsdorf

 

Nur Helmut Brandt gehört dem Deutschen Bundestag bereits an, er möchte zum dritten Mal das Direktmandat erlangen. Die übrigen Parteien haben Kandidaten nominiert, die zum ersten Mal bei einer Bundestagswahl antreten. Dies sind Claudia Moll (SPD), Gabriele Halili (Linke), Alexander Tietz-Latza (Grüne), Frank Schniske(FDP), Markus Matzerath (AfD), Maximilian Möhring (Piraten) und Kurt Rieder (ÖDP).

 

Helmut Brandt, Jahrgang 1950, betreibt in Alsdorf eine Anwaltskanzlei. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Brandt trat der CDU im Jahre 1969 bei, war in Alsdorf Stadtverbandsvorsitzender und gehörte dem Stadtrat 16 Jahre an. Zudem war er dort Bürgermeister von 1994 bis 1999.

 

Über die Landesliste der CDU rückte er im Juni 2005 für Karl-Josef Laumann in den Bundestag nach, dem er seitdem ununterbrochen angehört.

 

Für die anstehende Bundestagswahl steht er auf der CDU-Landesliste NRW an Stelle 21.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Stolberg will Shisha-Rauchen in der Öffentlichkeit verbieten

In der Öffentlichkeit in der Innenstadt und bei Beschwerden in den übrigen Stadtteilen. Geldbuße zwischen 10 und 1000 Euro.

Was Köln der Rheinboulevard ist, sind in Stolberg Burg, Bastinsweiher und Kaiserplatz. Die Domstadt hat in ihren Anlagen das Rauchen von Wasserpfeifen bereits verboten, und die Kupferstadt möchte diesem Beispiel folgen.

 

Bürgermeister Tim Grüttemeier unterbreitet dem am 12. September tagenden Stadtrat einen Vorschlag zur Novellierung der „Ordnungsbehördlichen Verordnung über die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung auf den Straßen und in den öffentlichen Anlagen sowie über die Hausnummerierung“.

 

Kurzum, in diesem städtischen Edikt steht das, was man nicht darf oder tun soll. Und ab kommenden Dienstag wird man nicht mehr Wasserpfeife rauchen dürfen in der Öffentlichkeit. Eine breite Mehrheit des Stadtrates zum Einfügen des Absatzes e) in den § 15a der Verordnung mit der Überschrift „Verhalten auf Straßen und in Anlagen“ gilt als sicher.

 

Beschwerden nehmen zu

 

Dort heißt es dann zukünftig, dass „jedes Verhalten untersagt ist, das geeignet ist, andere zu gefährden, mehr als nach den Umständen vermeidbar zu behindern oder zu belästigen sowie Sachen zu beschädigen, insbesondere durch“ ... „das öffentliche Rauchen von Wasserpfeifen (insbesondere sogenannte Shishapfeifen), wenn es hierdurch zu Belästigungen von Passanten, Verschmutzungen oder Verunreinigungen kommt“.

 

Genau Letzteres hat die Stolberger Verwaltung in den vergangenen Wochen registriert. „Es häufen sich die Beschwerden seitens der Bürgerschaft und der technischen Ämter“, sagt Grüttemeier. Insbesondere neu gestalteten Bereiche von Bastinsweiher und Kaiserplatz würden von der Öffentlichkeit als Freizeit- und Aufenthaltsflächen genutzt. Auch von unterschiedlich großen Gruppen junger Erwachsener, die gesellig beieinander sitzen und Wasserpfeifen konsumieren. „Aber ein großer Teil der Bevölkerung fühlt sich durch den stark riechenden Shisha-Qualm belästigt“, sagt der Bürgermeister. Selbst in angrenzenden Gebäude falle der Geruch noch unangenehm auf. Zudem registrierten die Mitarbeiter des Betriebsamtes Zerstörungen: Bei nicht fachmännischer Nutzung zerstörten die heißen Kohlen aus den Wasserpfeifen die Sitzflächen der Holzbänke und verfärbten den Steinboden. „Außerdem kommt es vor allem nachts aus diesen Personengruppen immer wieder zu Lärmbelästigungen, wodurch sich Anwohner ebenfalls erheblich belästigt fühlen“, so Grüttemeier weiter. Ziel der Stadt müsse es aber sein, Belästigungen der Bevölkerung zu vermeiden und das Erscheinungsbild der neu gestalteten Bereiche dauerhaft zu sichern.

 

„Wir wollen keine Shisha-Bars“

 

Als Konsequenz möchte der Bürgermeister nun ein Rauchverbot für Shishas in der Öffentlichkeit der Innenstadt durchsetzen. In anderen Stadtsteilen soll das Ordnungsamt dann aktiv werden, sobald Beschwerden vorliegen. Wer gegen das Rauchverbot verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die geahndet werden kann. „Die Geldbuße beträgt mindestens zehn Euro und kann bei Fahrlässigkeit bis zu 500 Euro oder Vorsatz bis zu 1000 Euro betragen“, erklärt Grüttemeier.

 

Die Kritik aus der Bevölkerung an der Wasserpfeifen-Kultur hat sich in den vergangenen Monaten verschärft, nachdem mittlerweile zehn Shisha-Bars in der Innenstadt angemeldet sind. Der Verwaltung sind kaum Möglichkeiten an die Hand gegeben, die Eröffnung solcher Lokalitäten zu unterbinden. Gleichwohl hat die Stadt in den vergangenen Monaten ihre Kontrollen in diesen Gaststätten – auch in Kooperation mit Polizei, Zoll und Feuerwehr – intensiviert, um auf die Einhaltung der Vorschriften zu achten.

 

Der Bürgermeister macht keinen Hehl daraus, kein Freund eines Übermaßes an Angeboten von Shisha-Bars und Spielhallen zu sein, die als Indikatoren eines städtebaulichen Niedergangs eines Viertels gelten. „Wir wollen in Stolberg keine Shisha-Bars und Spielhallen“, sagt Tim Grüttemeier deutlich.

 

Erst vor wenigen Wochen hatte Grüttemeier die Möglichkeiten der Novellierung des Glücksspielstaatsvertrages genutzt, der einen Mindestabstand von 350 Metern zwischen Spielhallen vorsieht. Daraufhin hatte der Bürgermeister alle zehn Vergnügungsstätten aufgefordert, eine neue Genehmigung zu beantragen. Zwei Betreiber folgten der Aufforderung fristgerecht. Nun folgt ein neuer Aufschlag, mit dem das Stadtbild verbessert werden soll.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

325000 Euro mehr als erwartet

Stadt: Controlling prognostiziert Jahresergebnis von 400 085 Euro

Quartalsmäßig kontrolliert die Verwaltung die Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben des Haushaltes. Dabei werden Veränderungen mit einem Volumen ab 20 000 Euro betrachtet.

 

Der Controllingbericht weist zum Ende des zweiten Quartals eine positive Entwicklung aus: Sieht der Haushaltsplan für das laufende Jahr einen Überschuss in Höhe von knapp 75 000 Euro vor, so verbessert sich laut aktueller Prognose das Ergebnis um gut 325 000 auf rund 400 085 Euro. Demnach stehen geringeren Erträgen in Höhe von rund 812 000 Euro geringere Aufwendungen in Höhe von rund 1,38 Millionen Euro gegenüber.

 

Positiv macht sich vor allem die wirtschaftliche Entwicklung bemerkbar. Die Gewerbesteuereinnahmen steigen laut Hochrechnung um 2,2 auf 25,1 Millionen Euro. Deutlich niedriger als erwartet fallen Aufwendungen und Erträge für Leistungen an Asylbewerber aus. Kalkulierte Stolberg mit 6,8 Millionen Euro Landeszuweisungen, rechnet es nun aufgrund des signifikanten Rückgangs von Asylbewerbern mit einer Erstattung in Höhe von 3,2 Millionen Euro. Die erwarteten Ausgaben sinken um 1,2 auf 3,7 Millionen Euro. Bei Integrationskursen kann die VHS zusätzliche 190 000 Euro einnehmen.

 

Bei Leistungen der Jugendhilfe wird eine Verbesserung um 275 000 Euro erwartet. Zudem fällt die Umlage für den Nahverkehr um knapp eine Million Euro aufgrund von gesetzlichen Veränderungen bei Rückstellungen für Pensionen niedriger aus.

 

Allerdings können laut Controllingbericht wesentliche Positionen im Laufe des Jahres noch Schwankungen unterliegen.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Ihre Stimme für ein attraktives Stolberg!

1. Stolberger Weinfest findet am 16. und 17. September statt!

Eine Anzeige der CDU zum 1. Stolberger Weinfest

Politischer Alltag und Käsebrötchen

Bundesminister Peter Altmaier stattet Stolberg einen Besuch ab. Im Vordergrund stehen Rück- und Ausblick sowie Diskussionsrunde.

Zu Gast in Stolberg: Bundesminister Peter Altmaier. Foto: Sonja Essers
Zu Gast in Stolberg: Bundesminister Peter Altmaier. Foto: Sonja Essers

Mit leerem Magen lässt sich schlecht Wahlkampf machen. Aus diesem Grund sind die Tische im ökumenischen Gemeindezentrum in der Frankentalstraße reichhaltig gedeckt. Neben frisch aufgebrühtem Kaffee gibt es auch Brötchen belegt mit Salami, Käse und hartgekochten Eiern. Über 100 Menschen haben an diesem Morgen den Weg ins Gemeindezentrum gefunden. Der Grund dafür sind allerdings nicht die Speisen und Getränke, sondern Peter Altmaier. Der Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesminister für besondere Aufgaben stattet der Kupferstadt einen Besuch ab und unterstützt damit den CDU-Bundestagsabgeordneten Helmut Brandt.

 

Nicht angekommen

 

Noch ist Altmaier, der an diesem Tag aus seiner Heimat – dem Saarland – anreist, nicht angekommen und im Saal des Gemeindezentrums wird genau darüber geredet. „Mit vollem Magen ist man nicht so angriffslustig“, sagt eine Dame und lacht. Wirklich angriffslustig ist an diesem Morgen eigentlich niemand. Schließlich sind die Gäste allesamt Mitglieder der Stolberger CDU. Gemeinsam haben Senioren Union – unter ihrem Vorsitzenden Ludwig Hahn – und der Stadtverband das Frühstück mit anschließender Diskussion organisiert. Dabei soll Altmaier auf die vergangene Wahlperiode zurückblicken und einen Ausblick in die Zukunft wagen – eine Zukunft, in der Angela Merkel weiterhin Bundeskanzlerin ist.

 

Doch zurück ins Hier und Jetzt. Bundestagsabgeordneter Helmut Brandt betritt die Bühne und begrüßte die Anwesenden. Peter Altmaier werde gleich da sein, so lange könne man in Ruhe frühstücken, sagt er und wünscht einen guten Appetit. Diese Aufforderung nimmt man im Saal gerne wahr, greift beherzt zu Kaffee und Brötchen und plaudert mit seinen Sitznachbarn. Nahezu unbemerkt betritt ein groß gewachsener junger Mann in einem dunklen Anzug den Saal. Eigentlich nichts Ungewöhnliches – könnte man zumindest annehmen. Sein aufmerksamer Blick wandert durch die Reihen und es scheint als würde er innerhalb weniger Sekunden den gesamten Saal ganz genau unter die Lupe nehmen. Leisen Schrittes geht bis zu dem schwarzen Flügel, der auf der gegenüberliegenden Seite des Saales steht und wirft einen Blick darunter. Er trägt einen hautfarbenen Knopf im Ohr, über den er sich austauschen kann. Er spricht allerdings nicht, sondern verlässt den Saal wieder und positioniert sich vor den Fenstern im Foyer.

 

Dort werfen auch Helmut Brandt und Jochen Emonds, Vorsitzender der Stolberger CDU, immer wieder einen Blick heraus. „Es sind fünf vor neun“, sagt ein älterer Herr im Saal. Nach einem kurzen Blick auf seine Armbanduhr vertieft er sich allerdings wieder in der Gespräch mit dem Ehepaar, das im gegenüber sitzt. „Möchten Sie auch noch eine Tasse Kaffee?“, fragt er. Als Antwort erhält er ein „Nein, vielen Dank!“ Nur wenige Sekunden später flüstert eine Dame ihrem Mann zu: „Da kommt er.“ Doch diese Aussage erweist sich als falscher Alarm.

 

„Wichtigster Minister überhaupt“

 

Wenige Minuten später ist es dann allerdings tatsächlich soweit. Unter Beifall betritt Peter Altmaier gemeinsam mit Helmut Brandt und Jochen Emonds den Saal und nimmt an einem reich gedeckten Tisch auf der Bühne Platz. Während im Saal Kameras und Smartphones gezückt werden, genehmigt sich Peter Altmaier erst einmal eine Tasse Kaffee – mit einem kleinen Döschen Milch. Dann tritt Jochen Emonds ans Mikrofon und begrüßt Altmaier als „einen der wichtigsten Minister überhaupt, einen der wichtigsten Vertrauten unserer Bundeskanzlerin, ohne den es in Berlin nicht so reibungslos laufen würde“.

Während im Saal zustimmend applaudiert wird, beißt Altmaier in ein Käsebrötchen. Daraus, dass ihm das Stolberger Backwerk schmeckt, macht er keinen Hehl. „Ich habe meine Krawatte heute Morgen an der Garderobe zu Hause vergessen. Ich habe gedacht, wenn ich noch einmal zurückfahre, sind alle Brötchen aufgegessen. Da bin ich lieber ohne Krawatte zu Ihnen gekommen“, sagt Altmaier. Es wird gelacht. „Ich bin nicht der wichtigste Minister. Ich bin aber mit Abstand der gewichtigste Minister der Bundesrepublik. Sigmar Gabriel hat zwar versucht mir den Rang abzulaufen, hat aber aufgegeben.“ Weitere Lacher folgen.

 

In den nächsten eineinhalb Stunden redet Altmaier über das, was man in den vergangenen vier Jahren bereits geschafft habe und das, woran in Zukunft noch gearbeitet werden soll. Die Stichworte lauten: mehr Kindergeld, eine bessere Betreuung und Unterstützung bei Wohneigentum. „Eine tolle Bilanz und ein toller Ausblick“, resümiert Helmut Brandt, während Altmaier ein weiteres Mal in sein Brötchen beißt und sich eine zweite Tasse Kaffee einschenkt.

 

Dann sind die Zuhörer an der Reihe. Sie stellen ihre Fragen an den Chef des Bundeskanzleramtes und Altmaier beantwortet jede einzelne ausführlich. Ob er sich vorstellen könnte der Nachfolger von Angela Merkel zu werden, möchte ein Herr wissen. Altmaiers Antwort: „Das ist alles längst erledigt. Ich war schon Angela Merkels Nachfolger. Ich war auch Umweltminister.“ Nachdem Helmut Brandt ihm für die kommenden Wochen viel Erfolg und Kraft gewünscht hat, geht es für Altmaier zurück nach Berlin.

 

Begeisterung teilen

 

Nahezu unbeobachtet huscht er an den Gästen vorbei- Begleitet wird er dabei von dem jungen Mann im schwarzen Anzug. Im schwarzen Kombi fährt er davon, wenige Meter dahinter folgt ein Polizeiwagen. Im Gemeindezentrum in der Frankentalstraße bekommt man davon allerdings kaum etwas mit. Auf den Tischen im Saal werden die Teller und Tassen zusammengestellt. Den Gästen scheint es geschmeckt zu haben. Brötchen sind kaum noch übrig – ihre Begeisterung für das Stolberger Backwerk teilen sie also mit Peter Altmaier. So wie ihre Leidenschaft für Politik.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Weinfest soll zu einer Attraktion werden

Hochwertiges Angebot am dritten September-Wochenende soll zur Belebung beitragen und auch auswärtige Gäste anlocken.

Stoßen schon einmal an: Christian Clément, Jochen Emonds, Ali Yüce, Marita Matousék, Manfred Hecht und Udo Rüttgers (v.l.). Foto: J. Lange
Stoßen schon einmal an: Christian Clément, Jochen Emonds, Ali Yüce, Marita Matousék, Manfred Hecht und Udo Rüttgers (v.l.). Foto: J. Lange

„In vino veritas“ – im Wein liegt die Wahrheit – sagten schon die alten Römer und bezogen sich dabei auf die Germanen. Historiker Tacitus soll beschrieben haben, dass Germanen bei Ratssitzungen immer Wein tranken, weil sie glaubten, niemand könnte effektiv lügen, wenn er betrunken sei. Doch in Stolberg war es nicht eine Sitzung des Stadtrates, bei der Christdemokraten auf die Idee kamen, die Innenstadt mit einem Weinfest zu bereichern.

 

In der Altstadt trafen sich zufällig Zwei, die die selbe Idee hatten: Christian Clément denkt schon seit den sechs Jahren, die er in Stolberg lebt, darüber nach, ein solches Fest aus dem Boden zu stampfen. Auch Udo Rüttgers verfolgte schon seit längerem die Idee. Und als sich der Vorsitzende der CDA auf den Chef der Bodega traf, wurde begonnen, die Vision in Realität zu verwandeln. So ganz unpolitisch ist die Idee dann aber auch wieder nicht. „Wir haben mit der Umgestaltung von Bastinsweiher und Kaiserplatz städtebauliche Akzente in der Innenstadt gesetzt“, sagt Jochen Emonds.

Und mit einem Weinfest auf dem zentralen Platz vor dem Rathaus möchte die CDU auch selbst einen Beitrag zur Belebung der Innenstadt liefern. „Und damit auch viele Auswärtige in unsere schöne Stadt locken“, gesteht der Partei- und Fraktionsvorsitzende gerne ein. Das 1. Stolberger Weinfest ist nun nicht nur terminiert für das Wochenende am 16. und 17. September, samstags ab 13 Uhr und sonntags ab 11 Uhr, sondern soll sich als echter Wiederholungstäter durch ein qualitatives Angebot mit Flair auch etablieren.

 

Doch von der ersten Idee bis zur Umsetzung gab es jede Menge Arbeit für das Team um Udo Rüttgers. Die erwies sich jedoch angenehmer als erwartet. „Die Resonanz und die Bereitschaft unter Winzern und Händlern sich an diesem Fest in Stolberg zu beteiligen, war sehr groß“, bilanziert Rüttgers. So groß, dass für die Premiere erst einmal eine Auswahl an Beschickern getroffen wurde, um in den Folgejahren das Fest kontinuierlich ausweiten zu können.

 

Die gute Resonanz hängt möglicherweise mit dem Weinfest zusammen, das vor elf Jahren als ein Bestandteil der Stadtparty die Besucher in Scharen zum Kaiserplatz lockte. Aus organisatorischen Gründen ging in den Folgejahren dieser Anziehungspunkt verloren. Nun wird mit der Premiere eines reinen Weinfestes ein neues Kapitel aufgeschlagen.

 

Das bietet natürlich neben dem Wein von vier Winzern und drei Stolberger Händlern auch passende kulinarische Spezialitäten und ein Bühnenprogramm. Für den Samstag haben die Organisatoren die Gruppen „Soul Drops“, „Solid Wax & M. Müller“ sowie „Annett & Friends“, während an dem Sonntag neben „Solid Wax & M. Müller“ zünftige Blasmusik den Vormittag einläuten soll. Zudem ist ein Programmpunkt mit Helmut Brandt (MdB) und der ersten Stolberger Weinkönigin, die sich natürlich auch am Vortag präsentiert, geplant: Wer bei dem Weinfest diese repräsentative Aufgabe übernehmen wird, stellt sich bereits am Mittwoch, 9. August, heraus. Im Rahmen der Afterwork-Party der CDA in der Bodega am Alter Markt übernimmt die Junge Union die Organisation des Auswahlverfahrens, zu dem Bewerbungen und Vorschläge noch gerne entgegen genommen werden. In Sachen Krönung bewähren sich die Christdemokraten absolut im Sinne der Gleichstellung der Geschlechter. „Auch ein Bacchus wäre durchaus denkbar“, schmunzelt Emonds.

 

Weinkönigin wird gekürt

 

Unabhängig von der Frage Weingott oder Weinkönigin wird Majestät an dem dritten September-Wochenende eine breite Vielfalt von Köstlichkeiten aus Trauben präsentieren können. Mit von der Partie ist ein Bio-Weingut aus dem Rheinhessischen Dittelsheim-Heßloch, das am Fuße des Kloppbergs Riesling, Sauvignon Blanc, Weisser Burgunder, Grauer Burgunder, Chardonnay, Gelber Muskateller, Bacchus, Huxelrebe, Blauer Portugieser, Dornfelder, Spätburgunder, Saint Laurent, Merlot, Sangiovese, Cabernet-Sauvignon, Cabernet Franc und Rosenmuskateller an- und ausbaut. Typischen württembergischen Charakter – wie etwa Trollinger, Schwarzriesling und Lemberger vom Stromberg – bietet die Kollektion einer Weinkellerei aus Bönnigheim.

Und nicht nur den bekannten „Kröver Nacktarsch“ bringt ein Winzer aus dem Familienbetrieb in seinem Heimatort an der Mosel mit, sondern führt auch weitere Riesling-Spezialitäten, Kerner, Rivaner und Dornfelder im Sortiment. Ein guter Bekannter, der seit dem Weinfest 2006 der Kupferstadt treu geblieben ist, kommt aus dem rheinhessischen Eckelsheim. Riesling, Grauburgunder, Chardonnay, Spätburgunder, Dornfelder und Morio-Muskat aus den Kellern des Familienbetriebs zwischen ehemaliger Meeresküste und einstigen Vulkaninseln sind vielen Stolberger Weinfreunden bereits ein Begriff.

 

Ergänzt wird diese breite Palette durch die Sortimente aus deutscher, italienischer, spanischer und französischer Produktion, die Manfred Heckt und Christian Clément anbieten sowie einem Winzer – voraussichtlich von der Mosel – der im Kupferpavillon seine Kollektion präsentiert. Freunde des Gerstensaftes kommen dank der Kollektion des „Beer O‘Clock“ nicht zu kurz. Und neben dem Angebot neuer Spielgeräte auf dem Kaiserplatz soll neben dem Spielgerät vor dem Rathaus auch eine Hüpfburg und ein Kinderkarussell für Kurzweil der jungen Gäste sorgen.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

"Das waren drei sehr erfolgreiche Jahre für Stolberg."

Freude in Büsbach: Einziger Kinderspielplatz feierlich eröffnet!

Die Anzeige der CDU Stolberg im Juli 2017.

Neue Gesamtschule nimmt konkrete Formen an: Bauliche Planungen für die Breslauer Straße auf den Weg gebracht!

Die CDU-Fraktion hat in den Sitzungen des Haupt- und Finanzausschusses und des Stadtrates am 11.07.2017 und in der Sitzung des Bau- und Vergabeausschusses am 13.07.2017 der vorgestellten Entwurfsplanung für den Gesamtschulstandort in der Breslauer zugestimmt und sich dafür ausgesprochen, mehr als drei Millionen Euro zusätzlich in den Jahren 2018 bis 2020 für das Projekt zur Verfügung zu stellen. Gemeinsam mit den anderen Fraktionen wurden die Beschlüsse zur Umsetzung einstimmig gefasst. Damit werden insgesamt 8,7 Millionen Euro in das Projekt investiert.

 

„Wir sind als CDU-Fraktion davon überzeugt, dass das vorgestellte Konzept des Architekturbüros Heuer & Faust eine hervorragende Planung darstellt und es uns gelingt der neuen Gesamtschule optimale Voraussetzungen für einen funktionierenden Schullalltag zu bieten“, kommentiert der Schulausschussvorsitzende und CDU Partei- und Fraktionsvorsitzende Jochen Emonds die konkrete Umsetzungsplanung. „Dies ist ein weiterer Schritt, um die Stolberger Schullandschaft zukunftsfähig zu gestalten und neben den beiden Gymnasien mit zwei Gesamtschulen dem Schülern- und Elternwillen Rechnung zu tragen.“

 

Neben dem barrierefreien Ausbau legt die Entwurfsplanung auch Wert darauf, dass der Filmraum im Dachgeschoss der Schule als „kleine Versammlungsstätte“ erhalten bleibt. Der im Kellerraum angesiedelte Textilraum soll in einen Raum mit Tageslicht verlegt werden. Für die Oberstufe sollen neun Kursräume zur Verfügung stehen und im Neubau soll ein eigener Inklusionsraum entstehen.

 

„Diese Änderungen in der Raumplanung sind zur Umsetzung des pädagogischen Konzepts der Gesamtschule notwendig“, ist der Sprecher der CDU-Fraktion im Ausschuss für Schule, Kultur, Sport und Tourismus, Hans Bruckschen, überzeugt. „Wir arbeiten daran, alle Stollberger Schulen bestmöglich auszustatten, und sind hier auf einem guten Weg. Insgesamt werden in den nächsten Jahren über 20 Millionen Euro in die Stolberger Schullandschaft investiert“, so Bruckschen.

 

Durch den geplanten Anbau entstehen in der neuen Gesamtschule ein Atrium und ein „Rundlauf“, der deutlich kürzere Wege erlaubt. Die erst 2012/2013 sanierten Pausen-Toiletten für die Schülerinnen und Schüler bleiben wie der Bauteil F der Schule bestehen. „Durch den Erhalt des Bauteils kann gewährleistet werden, dass die Schülerinnen und Schüler zu keinem Zeitpunkt außerhalb der Schule – z. B. in Containern – unterrichtet werden müssen“, weiß Jochen Emonds zu berichten. „Die Beschulung in den bestehenden Gebäuden ist sichergestellt und bietet zukünftig ausreichend Platz für eine sinnvolle pädagogisch und konzeptionelle Nutzung.“

Kreuz im Mausbacher Schulwald saniert

Mitglieder des CDU-Ortsverbandes und Förster Theo Prekel erneuern das Kreuz aus den 50ern

Packten tatkräftig mit an, als es um die Sanierung des Kreuzes im Mausbacher Schulwald ging: (v. l.) Adolf Konrads, Marc Delzepich, Heinz-Gerd Braun, Hans Bruckschen und Theo Preckel. Foto: T. Dörflinger
Packten tatkräftig mit an, als es um die Sanierung des Kreuzes im Mausbacher Schulwald ging: (v. l.) Adolf Konrads, Marc Delzepich, Heinz-Gerd Braun, Hans Bruckschen und Theo Preckel. Foto: T. Dörflinger

Das Kreuz im Mausbacher Schulwald in der Nähe der Süssendeller Straße haben Mitglieder des CDU-Ortsverbandes, der überwiegend für die Ortsteile der ehemaligen Gemeinde Gressenich zuständig ist, saniert. Zur Arbeit gehörten das Anfertigen und das Einsetzen eines neuen Querbalkens, ein zweimaliger Anstrich mit Holzschutzfarbe und das Anbringen einer Bedachung aus Zinkblech. Die dazu erforderlichen Arbeiten hatten Heinz-Gerd Braun, Marc Delzepich, Adolf Konrads, Hans Bruckschen, und Marlies Franck-Werner sowie Förster Theo Preckel übernommen.

 

Die Sanierung ist der Beobachtungsgabe und der Initiative von Förster Preckel zu verdanken. Er hatte anlässlich von Pflegemaßnahmen im Mausbacher Schulwald bemerkt, dass das Holz des Kreuzquerbalkens marode und verfault war. Danach kümmerte er sich darum, dass im Forstbetrieb ein neuer, aus Eichenholz bestehender, rund 3,70 Meter langer Querbalken angefertigt wurde. Das Einsetzen und Befestigen des Querbalkens hat dann der Dachdecker Heinz-Gerd Braun übernommen.

 

7.80 Meter Höhe

 

Um den alten Querbalken erreichen und entfernen zu können, musste Braun zuerst einmal ein großes und hohes Gerüst aufbauen. Schließlich ist das in den 1950er Jahren errichtete Kreuz rund 7,80 Meter hoch. Braun sorgte auch dafür, dass der neue Querbalken um ihn vor Nässe zu schützen, eine Bedachung aus Zinkblech erhielt. Das Holzschutzmittel für den zweimaligen Anstrich stellte ebenfalls Preckel aus dem Forstbetrieb zur Verfügung. Die erforderlichen Malerarbeiten hatte die Unternehmerin Marlies Franck-Werner übernommen. Sie stellte einen Maler zur Verfügung und übernahm auch die Kosten für den Neuanstrich.

 

Eine wichtige Rolle beim Sanierungsprogramm hatte auch Adolf Konrads übernommen. Er kümmerte sich um die Geschichte von Schulwald und Kreuz und erstellte eine kleine Zusammenfassung über die historischen Hintergründe. Schließlich war Konrads 1954 als 14-jähriger Schüler beteiligt, als im späteren Schulwald, der in der Nähe des Ehrenmales am Nassenberg liegt, die ersten Bäume gepflanzt wurden. Wie berichtet wurde die Pflanzaktion – gepflanzt wurden damals von den Schülern und Lehrern der Mausbacher Volksschule überwiegend Birken, Linden, Buchen sowie Ahorn- und Kirschbäume – 1959 abgeschlossen. Wenig später kam ein mächtiges Eichenkreuz, dass der Schreiner und Künstler Reiner Prost gefertigt hatte, hinzu.

 

Der damalige Lehrer Leo Esser hatte das Monument als Friedenskreuz seinen im Zweiten Weltkrieg zu Tode gekommenen Angehörigen gewidmet. Der Initiative und den Arbeiten der beteiligten Personen ist es also zu verdanken, dass das in die Jahre gekommene Schulwald-Kreuz teilsaniert wurde und nun für die Folgejahre geschützt ist.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Stolberg kommt voran! - Eröffnung des Kaiserplatzes am 11. Juli!

Die Zeitungsanzeige der CDU Stolberg in der Super Mittwoch Ende Juni

Nach Jahren eine Lösung für die Burgstraße gefunden

Die Burgstraße bleibt eine Anliegerstraße, eine Missachtung wird zukünftig ausnahmslos geahndet.

Zukünftig wird die Berechtigung zur Durchfahrt der Burgstraße mittels einer Kennzeichenerkennung und einer neuinstallierten Ampelanlage angezeigt.
Zukünftig wird die Berechtigung zur Durchfahrt der Burgstraße mittels einer Kennzeichenerkennung und einer neuinstallierten Ampelanlage angezeigt.

„Es freut uns sehr, dass nach fast jahrzehntelanger Diskussion durch unsere Initiative eine zeitgemäße Lösung für die Burgstraße gefunden wurde“, so Carolin Sieven Vorsitzende des CDU Ortsverband Stolberg Mitte. Im Rahmen von Bürgerdialogen und vielfältigen Gesprächen hatte die CDU die Problematik nach der Kommunalwahl aufgegriffen und den direkten Austausch mit den betroffenen Anwohnern gesucht.

 

Über eine Kennzeichenerkennung werden zukünftig nur die Fahrzeuge die Burgstraße passieren können, die als Anwohner zur Durchfahrt berechtigt sind und sich bei der Stadtverwaltung als solche registriert haben. Eine neuinstallierte Ampelanlage zeigt die Berechtigung zur Durchfahrt an, indem sie von „Dauerrot“ auf „Grün“ springt. Bei Missachtung der Durchfahrtsbeschränkung ist angedacht, mittels einer Kameraüberwachung mit kombinierter Blitzanlage das nicht berechtigte Kraftfahrzeug zu identifizieren und mit einem Bußgeld zu ahnden. „Diese Maßnahmen sind erforderlich, damit der Durchgangsverkehr endlich aus der Altstadt ferngehalten wird.“, erklärt Ratsherr Martin Hennig. Maßnahmenbegleitend werden die Anwohner von der Stadtverwaltung informiert und die Beschilderungen dementsprechend erneuert.

 

Im Übrigen ist die Burgstraße immer schon eine Anwohnerstraße gewesen. Nur haben viele Verkehrsteilnehmer schlichtweg die verkehrliche Ausweisung jahrelang ignoriert. Die Polizei kam mangels Personal ihrer Überwachungspflicht nicht mehr nach und die Burgstraße wurde zunehmend als kürzere Wegverbindung zwischen Innenstadt und Donnerberg genutzt. „Damit wird jetzt Schluss sein“, so Martin Hennig weiter, was aber nicht heißt, dass Handwerker, Post und Besucher in die Burgstraße nicht einfahren dürfen. Die Einfahrten von der Hastenratherstraße kommend, sowie aus dem unteren Stück der Aachenerstraße, können jederzeit weiter benutzt werden, halt nur bis zur Stelle der Lichtzeichenanlage. Der Standort der Kameraaufstellung wurde in der Bürgeranhörung am 26.04.2017 erörtert und letztendlich der Platz vor Hausnummer 4 festgelegt. Eine Wendemöglichkeit bestünde demnach im Bereich Alter Markt und der Bushaltestelle. Die Maßnahme wird am 07.06.2017 im Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt beschlossen. „Die Umsetzung der Maßnahme ist noch in diesem Jahr vorgesehen. Die notwendigen Mittel sind im städtischen Haushalt mit eingeplant“, so Carolin Sieven.

Glasfaser rollt bis in die hinteren Ecken

Telekom versorgt weiße Flecken mit bis zu 1000 MBit/s . Voraussetzung ist der Förderbescheid. Ausbau dauert zwei Jahre.

Absehbar ist, dass das gesamte Stadtgebiet mit schnellem Internet versorgt wird. In den weißen Bereichen will die Telekom sogar mit dem Glasfaser bis in die einzelnen Haushalte gehen. Foto: J. Lange
Absehbar ist, dass das gesamte Stadtgebiet mit schnellem Internet versorgt wird. In den weißen Bereichen will die Telekom sogar mit dem Glasfaser bis in die einzelnen Haushalte gehen. Foto: J. Lange

Die Letzten werden die Ersten sein, heißt es schon im Neuen Testament. Als er dies niederschrieb wird Matthäus aber kaum an die Stolberger Telekom-Kunden gedacht haben. Für die eröffnen sich gerade dort neue Perspektiven, wo sie bislang unterversorgt waren: In Zusammenarbeit mit der Kupferstadt möchte die Telekom die „weißen Flecken“ in der Versorgung mit schnellem Internet anpacken.

 

Voraussetzung ist allerdings, dass der Ausbau gefördert wird. Dann würde auch erst eine verbindliche Vergabe erfolgen. Aber derzeit geht Bürgermeister Tim Grüttemeier (CDU) davon aus, dass für den eigentlichen Ausbau ein Zuschuss über 100 Prozent fließen wird, wegen der Einstufung Stolbergs als Stärkungspaktkommune. Der Antrag werde nach dem Landesprogramm „Förderung von Next Generation-Access im ländlichen Raum“ aus den NRW zur Verfügung gestellten EU-Mitteln finanziert, so der Bürgermeister im Ausschuss für Wirtschafftsförderung.

 

„Mit dem Angebot der Telekom zum Ausbau liegt nun der letzte Baustein vor, der für den Antrag auf Fördermittel nötig ist“, erläutert Timo Abels vom Wirtschaftsförderungsamt. „Liegt eine positiver Förderbescheid vor, dann wird der Ausbau rund zwei Jahre in Anspruch nehmen.“

 

Seit zwei Jahren engagiert sich die Telekom im Stadtgebiet für die Ertüchtigung des schnellen Internets. Zuerst erhielt der Vorwahlbereich 02402 mittels Vectoringtechnik ein Update auf 100 Mbit/s. Dabei wurden Knotenpunkte durch Glasfaser ertüchtigt, von den Multifunktionsgehäusen gehen die beschleunigten Signale dann über Kupferleitungen weiter in die Haushalte. Mit Hilfe eines Förderprogramms ist im Mai das schnelle Internet in Werth freigeschaltet worden, wo eine Leistung von bis zu 50 Mbit/s möglich ist. Derzeit laufen die Arbeiten in Gressenich sowie Schevenhütte (02409), und auch Venwegen (02408) soll noch in diesem Jahr über schnelles Internet verfügen.

 

Es verbleiben aber etwa 17 kleinere Bereiche im Stadtgebiet. Dazu gehören beispielsweise der Bend, das Ende der Nideggener Straße, das Gedautal, und kleinere Teilbereichs Mausbachs, des Donnerbergs und der Atsch.

 

Dort möchte die Telekom ihren Kunden mittels der FTTH-Konzeption Bandbreiten von 200 Mbit/s anbieten, berichtet Abels weiter. „Technisch möglich sind sogar Bandbreiten von 1000 Mbit/s.“ FTTH steht für „Fibre To The Home“, und das bedeutet nichts anderes, als dass die Telekom beabsichtigt, mit dem Glasfaser gleich in die Haushalte der „weißen Flecke“ zu gehen.

 

„Das angebotene FTTH-Netz stellt derzeit die technisch beste Möglichkeit für einen Breitbandanschluss dar und übererfüllt sogar die Anforderungen aus der Ausschreibung“, erläutert Timo Abels weiter. Gefordert war lediglich, 95 Prozent der Anschlüsse mit mindestens 30 Mbit/s und 85 Prozent der Anschlüsse mit mindestens 50 Mbit/s auszustatten. „Nun haben die Bewohner der bislang unterversorgten Bereiche die Chance auf die beste Breitbandversorgung“, so Abels.

 

Ausbau der Lehrrohrstrukturen

 

Voraussetzung für den Anschluss bis ins Gebäude wird allerdings die Gestattung des Eigentümers und ein Vertragsabschluss bei der Telekom sein. Kunden, die dem während der Bauphase zustimmen, sollen dann den Hausanschluss während der Ausbaumaßnahme des Netzes erhalten. Kunden die sich während der Bauphase noch nicht entscheiden, können auch später noch einen Hausanschluss beantragen, was aber möglicherweise dann mit höheren Anschlusskosten und zusätzlicher Bearbeitungszeit für die Anschlussherstellung verbunden sein dürfte.

 

Zudem will die Telekom im Rahmen ihres Ausbaus ebenfalls die Leerrohrstrukturen im Stolberger Stadtgebiet ausbauen. „Dies wird für alle künftig möglichen Ausbauszenarien ein enormer Vorteil sein“, sagt optimistisch der Wirtschaftsförderer.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

CDU nimmt Verkehr auf Ritzefeldstraße ins Visier

„Ein kurviger Straßenverlauf in Verbindung mit vielen ausgelasteten Parkstreifen schränkt die Einsehbarkeit stark ein, was oftmals kritische Begegnungen zur Folge hat“, sagt Ratsmitglied Paul M. Kirch zur Situation auf der stark frequentierten Ritzefeldstraße. Als Ergebnis eines Ortstermins schlägt der CDU-Ortsverband nun drei Maßnahmen zur Entspannung der Verkehrssituation vor. Zum einen soll das Parken auf dem Gehweg im Einfahrtsbereich von der Birkengangstraße kommend erweitert werden, um eine Verbreiterung der Straße zu erzielen. Außerdem soll die Lücke zwischen den Parkstreifen vor der Einmündung „Am Blankenberg“ vergrößert werden, um an dieser besonders unübersichtlichen Stelle eine verbesserte Ausweichmöglichkeit zu schaffen. Zudem soll der Parkstreifen vor dem Gymnasium während der Schulzeit in ein eingeschränktes Halteverbot umgewandelt werden. „Wir erhoffen uns von diesen Vorschlägen eine Entspannung der Situation, die kostengünstig und schnell umsetzbar ist“, so die Vorsitzende des Ortsverbands, Carolin Sieven.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

NVR gibt grünes Licht für Stolberg

Von weiteren Förderprogrammen des Zweckverbandes Nahverkehr Rheinland (NVR) wird die Kupferstadt profitieren können. Einstimmig hat gestern der Hauptausschuss des NVR der Vollversammlung die Vorschläge für weitere Infrastrukturprojekte empfohlen, berichtet Mitglied Axel Wirtz (CDU) aus Köln. Demnach winken allein Stolberg Zuschüsse mit einem Volumen von mehr als 4,5 Millionen Euro. Außerdem bekommt die Reaktivierung der Gleisstrecke zwischen Altstadt und Breinig grünes Licht ebenso wie der Umbau des Bahnübergangs Probsteistraße und die neue P+R-Anlage Schneidmühle, zusätzlich sollen digitale Fahrtanzeigen für Busse in der Innenstadt gefördert werden. Zudem ist die weitere Reaktivierung der Gleisstrecke von Breinig zur Bundesgrenze nebst der weiteren Sanierungen der Viadukte über Rüst- und Falkenbach mit einem Volumen von 10,5 Millionen Euro als „programmrelevant“eingestuft worden; zwar fehlt noch eine nähere Bewertung, aber die Empfehlung entspricht einer ersten Festlegung. Die Entscheidung fällt in der Verbandsversammlung am 30. Juni.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

CDU beantragt Maßnahmen zur Entspannung der Verkehrssituation der Ritzefeldstraße

Haupt-und Finanzausschuss berät Antrag des CDU-Ortsverbands Stolberg Mitte

Der CDU-Ortsverband Stolberg Mitte hat sich die Verkehrssituation in der Ritzefeldstraße jüngst genau angeschaut. Die Ritzefeldstraße, als kurze Wegverbindung zwischen Bergstraße/Steinfeldstraße und Birkengangstraße erfreut sich bei vielen Verkehrsteilnehmern hoher Beliebtheit. Mit den eigenen Anwohnern, den Anwohnern umliegender Straßen, sowie den Anliegern des Krankenhauses und des Ritzefeld Gymnasiums passieren die Straße täglich unzählige Fahrzeuge. Demzufolge entsteht viel Begegnungsverkehr, wodurch eine Durchfahrt ohne mehrfaches Halten und Einscheren unmöglich ist.

 

„Ein kurviger Straßenverlauf in Verbindung mit vielen ausgelasteten Parkstreifen schränkt die Einsehbarkeit der Ritzefeldstraße stark ein, was oftmals kritische Begegnungen zur Folge hat“, weiß der stellvertretende Partei-und Fraktionsvorsitzende Paul M. Kirch als zuständiges Ratsmitglied zu berichten. Entgegenkommende Fahrzeuge könnten häufig nicht ausweichen. Den Autofahrern bleibt nur rückwärts in eine Lücke zu fahren oder das Ausweichen auf Privatgrundstücke-ganz zum Missfallen der Anwohner.

 

Als Ergebnis eines Ortstermins hat der CDU-Ortsverband nuneinen Antrag an den Haupt-und Finanzausschuss formuliert, in dem die Christdemokraten drei Maßnahmen zur Entspannung der Verkehrssituation vorschlagen.

 

Zum einen soll das Parken auf dem Gehweg im Einfahrtsbereich von der Birkengangstraße kommend erweitert werden, um eine Verbreiterung der Straße zu erzielen.

 

Außerdem soll die Lücke zwischen den Parkstreifen vor der Einmündung Am Blankenberg etwas vergrößert werden, um an dieser besonders unübersichtlichen Stelle eine verbesserte Ausweichmöglichkeit zu schaffen.Schließlich soll der Parkstreifen vor dem Gymnasium während der Schulzeit in ein eingeschränktes Halteverbot umgewandelt werden. Durch die Schaffung einer dedizierten Hol-und Bringfläche soll dem Anliegen der Eltern, den Schulweg ihrer Kinder zu minimieren, Rechnung getragen und gleichzeitig den Anwohnern im Übrigen das wohnortnahe Parken weiterhin ermöglicht werden.

 

„Wir erhoffen uns von diesen Verbesserungsvorschlägen eine Entspannung der Verkehrssituation, die vergleichsweise kostengünstig und schnell umsetzbar ist“, so die Vorsitzende des Ortsverbands, Carolin Sieven.

Vertrag ist unterschrieben: Action eröffnet im Herbst

1000 Quadratmeter im Parterre des Rathaus-Carrés . Mietvertrag über fünf Jahre. Fünf weitere Gewerbeeinheiten frei.

Verträge unterschrieben: Action eröffnet im Herbst eine 1000 Quadratmeter große Filiale im Rathaus-Carré am Steinweg. Foto: J. Lange
Verträge unterschrieben: Action eröffnet im Herbst eine 1000 Quadratmeter große Filiale im Rathaus-Carré am Steinweg. Foto: J. Lange

Als gestern Mittag Dr. Christoph Kösters zwei Bewohnerinnen zum gemeinsamen Ausflug abholt, ist die Unterschrift noch ganz frisch. Während der geschäftsführende Gesellschafter der Itertalklinik Seniorenzentren vermeldet, von den 33 barrierefreien Wohnungen im Rathaus-Carré vier vermietet zu haben, setzt Fred Pfennings als Eigentümer die Unterschrift unter den Vertrag mit der Warenhaus-Kette Action.

 

„Ein Frequenzbringer“

 

Der aus den Niederlanden stammende „Non-Food Discounter“ wird im Erdgeschoss des früheren Victor-Kaufhauses am Steinweg 1000 Quadratmeter übernehmen. Der Vertrag läuft über fünf Jahre mit den üblichen Verlängerungsoptionen, bestätigt Marco Stöhr auf Anfrage unserer Zeitung: „Wir freuen uns, dass es nun doch gelungen ist, Action für den Standort Stolberg zu gewinnen und einen Impuls in der Innenstadt rund um das Rathaus zu setzen“, so Pfennigs Projektbeauftragter. Stöhr hatte erst im November die Nachfolge von Stefan Wallraven angetreten. Der hatte Action Mitte 2016 auch schon einmal „am Haken“, aber letztlich hatte die niederländische Konzernleitung beim Engagement in der Kupferstadt abgewunken.

 

Stöhr hat den Discounter von Stolberg überzeugen können. Vor wenigen Wochen wurden testweise Anlieferungsversuche unternommen, dann mussten noch die vertraglichen Feinheiten ausgehandelt werden. Dazu zählt, dass das Ladenlokal im Erdgeschoss entsprechend hergerichtet wird. „Der zeitliche Plan sieht derzeit eine Übergabe der Flächen im August 2017 vor“, avisiert Stöhr. Action kalkuliere zwei Monate für die Einrichtung, so dass mit einer Eröffnung ab Oktober gerechnet werden kann.

 

Im Parterre verbleibt eine weitere Gewerbeeinheit von rund 330 Quadratmetern in dem Bereich, wo mit Eingang an der Sonnental-straße früher der Tabakwarenladen von Petra Groten anzutreffen war, der mittlerweile in der Rathaus-Passage residiert. „Eine gastronomische Nutzung könnte sich für die verbleibende Erdgeschossfläche anbieten“, meint Stöhr. Zudem sind in den beiden Obergeschossen noch drei weitere Gewerbeeinheiten zwischen 80 und 220 Quadratmetern zu haben. Stöhr könnte sich eine Nutzung durch Anbieter aus dem Medizin- und Sanitätsbereich vorstellen. „Es würde sich anbieten, Synergieeffekte mit der Itertalklinik zu nutzen“, sagt Stöhr. Völlig offen sei bisher, wie 640 Quadratmeter im Kellergeschoss genutzt werden können. Zudem sind in dem Portfolio in der Passage noch die 250 Quadratmeter der früheren Rossmann-Filiale und die 45 Quadratmeter, die derzeit als Baubüro genutzt werden.

 

Begrüßt wird die Ansiedlung des Discounters durch Tim Grüttemeier: „Viele Stolberger freuen sich bereits auf das zusätzliche Angebot in unserer Stadt“, sagt der Bürgermeister. „Action ist ein guter Frequenzbringer“. Von einem solchen können die umliegenden Geschäfte profitieren und Fußgängerzone sowie Kaiserplatz würden weiter belebt. Nicht unterschätzt werden dürfe zudem der psychologische Effekt. „Die Gerüchte um das Victor-Erbe werden abebben“, so Grüttemeier weiter.

 

25 Jahre nach dem Bau seines Kaufhauses hatte sich Klaus Victor im Januar 2015 komplett aus der Kupferstadt zurückgezogen. Bereits zwei Jahre zuvor hatte er die 1995 errichtete Passage an Fred Pfennings veräußert. Der Baesweiler Mineralöl-Händler und Tankstellen-Betreiber griff auch bei dem Kaufhaus zu und sondierte zuerst Einzelhandelsnutzungen. Während wenige Monate später klar ist, dass das Seniorenzentrum der Ankermieter wird, blieb bis gestern die Suche nach einem Nutzer des Ladenlokals im Parterre eine große Herausforderung.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Neugestalteter Bastinsweiher erfolgreich eröffnet!

Eine Zeitungsanzeige der CDU Stolberg zur Eröffnung des neugestalteten Bastinsweiher.

Stolberg will Autos ohne Fahrer auf die Straße schicken

Stadtrat beauftragt die Verwaltung, das Thema autonomes Fahren auf den Straßen der Stadt voranzutreiben

Auch in der Region wird am Thema Autonomes Fahren gearbeitet. In Aachen entsteht dieser „eGO Mover“-Kleinbus. Foto: M. Jaspers
Auch in der Region wird am Thema Autonomes Fahren gearbeitet. In Aachen entsteht dieser „eGO Mover“-Kleinbus. Foto: M. Jaspers

Autos ohne Fahrer am Lenkrad: Das Thema autonomes Fahren ist längst keine Vision aus der fernen Zukunft mehr. Autokonzerne wie Daimler testen bereits seit Jahren, auch im laufenden Straßenverkehr, ihre selbstständig fahrenden Autos. Wenn es nach dem Willen der Stolberger CDU geht, könnten auch bald auf den Straßen der Stadt autonom fahrende Autos unterwegs sein. Die Fraktion der Christdemokraten hat einen entsprechenden Antrag eingebracht, der einstimmig zur weiteren Bearbeitung an die Verwaltung verwiesen wurde.

 

„Bereits im Juli des vergangenen Jahres hatte der Bundesverkehrsminister signalisiert, das autonome Fahren in Deutschland und den Ausbau weiterer Teststrecken zu unterstützen“, schreibt Marc Delzepich, CDU-Ratsmitglied, auf dessen Initiative die Fraktion den Antrag eingebracht hat. Delzepich verweist außerdem auf den SPD-Verkehrsexperten Arno Klare, der erklärt hatte, dass es sich bei autonomem Fahren um die sicherste Form des Fahrens handele. So seien 95 Prozent aller Unfälle auf menschliches Versagen, nicht auf technische Fehler, zurückzuführen. Auch durch intelligente Mobilität müsse man die Zahl von Unfalltoten reduzieren.

 

Autos fahren schon seit Jahren

 

„Der Weg bis zum vollständig automatisierten Fahren ist noch lang“, schreibt Marc Delzepich. Neben ethischen und juristischen Fragen seien auch noch technische Fragen zu klären. Ganz so weit ist der Weg vielleicht gar nicht. So hat der Konzern Daimler bereits 2013 ein selbstständig fahrendes Auto auf die historische Strecke von Mannheim nach Pforzheim geschickt, die auch Bertha Benz bei der ersten „automobilen Fernfahrt“ zurücklegte.

 

Wie der Verband der Deutschen Automobilindustrie mitteilt, finden aktuell Testfahrten vor allem auf Autobahnen in Bayern, auf der A9 und der A93, statt. Auch innerstädtische Teststrecken gibt es schon, und zwar in Berlin.

 

Dass das Thema autonomes Fahren auch in der Region ein wichtiges ist, zeigen die Entwicklungen im Bereich E-Mobilität rund um die RWTH Aachen. So wurde just der „eGO Mover“ vorgestellt, ein elektrobetriebener Kleinbus, der in der höchsten Automatisierungsstufe autonom fahren soll. „Stolberg könnte durch das Bereitstellen einer Teststrecke einen Beitrag zum technischen Fortschritt leisten“, so Delzepich.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Keimzelle für den Aufschwung Stolbergs

„Eine kleine Oase ist entstanden“: Mit dem Quartier Frankental ist das erste Projekt zur Aufwertung der Innenstadt eingeweiht.

Gut besucht ist der Bastinsweiher nicht nur zur offiziellen Einweihung, ... Foto: J. Lange
Gut besucht ist der Bastinsweiher nicht nur zur offiziellen Einweihung, ... Foto: J. Lange

Zwei Zaungäste der Einweihung strahlen besonders: Luciano Congiu hat als Inhaber des Restaurants „Boccaccio“ mit seinem Team alle Hände voll zu tun, um den nicht abreißenden Gästeandrang auf der Terrasse zu bewirten, und für Werner Lövenich ist eines der schönsten, aber auch anspruchsvollsten Projekte seiner Laufbahn vollendet. Just an seinem 61. Geburtstag wird die Einweihung des Bastinsweihers gefeiert – ein gelungenes Geburtstagsgeschenk. Das meist zumindest die Masse der herbeigeströmten Stolberger; und über ihren Andrang reibt sich so mancher Verantwortlicher im Rathaus positiv überrascht die Augen.

 

Tag der Städtebauförderung

 

Schon während der vergangenen Tage hat sich der Bastinsweiher zu einem Anziehungspunkt in der Innenstadt entwickelt. Und auch am Samstag ist bereits vor der Eröffnung Frankental ein gut besuchtes Quartier. Viele Besucher flanieren durch den Park und entlang der Promenade, aber die meisten haben es sich bei strahlend blauem Himmel rund um den Weiher bequem gemacht, lauschen dem Plätschern der Kaskaden des Springbrunnens und schauen auf die Schiffe, die die Aktiven des Stolberger Modellbootclub nun endlich wieder über die sanften Wellen gleiten lassen können. Als Tim Grüttemeier das Wort ergreift, um der Bürgerschaft das neu gestaltete Quartier offiziell zu übergeben, scharen sich die Stolberger dicht vor der Bühne, auf der die Crack Field Stompers – „die weltbeste Big Band des Ritzefeld-Gymnasiums“, sagt ihr Leiter Thomas Horbach – den freudigen Anlass stimmungsvoll untermalen. „Im nunmehr dritten Jahr feiern wir den Tag der Städtebauförderung“, verweist der Bürgermeister auf dieses äußere Zeichen der erheblichen finanziellen Unterstützung durch Land und Bund bei der Wiederbelebung der Stolberger Innenstadt. Ein Projekt, bei dem die Bürger ausdrücklich immer wieder eingebunden sind und beteiligt werden. „Heute können wir mit dem Bastinsweiher das erste Projekt im Rahmen der Innenstadtsanierung abschließen“, so Grüttemeier weiter, „und diesen wunderbaren Platz, die offen gestaltete Wasserfläche, den Kinderspielplatz und den Sayett-Garten der Öffenlichkeit übergeben.“ Der Bürgermeister verhehlt nicht, dass die knapp 15-monatige Bauzeit von den Mitarbeitern der Verwaltung und der Bauunternehmen sowie den Gewerbetreibenden, „die dem Standort treu geblieben sind und mit leistungsstarken Angeboten zufriedene Kunden in unsere Innenstadt gezogen haben“, viel abgefordert hat.

 

Nun „ist hier eine kleine Oase für unsere Innenstadt entstanden, die zum Bummeln und Flanieren einlädt, umgeben von Geschäften, Cafés und Restaurants, die für Leben und Aufenthaltsqualität sorgen und zur Keimzelle des neuen Aufschwungs in der Innenstadt werden können“. Aber ob dies gelingen werden, darüber entschieden letztlich die Bürger selbst durch ihr Kauf- und Besuchsverhalten, durch einen positiven Blick auf die neuen Angebote und „indem sie die gleiche Zuversicht zeigen, wie die vielen Gewerbetreibenden um den Bastinsweiher“, sagt Grüttemeier und blickt bereits auf das nun anstehende Projekt: „Mit der Umgestaltung der Rathausstraße werden wir ebenso wie hier versuchen, die Einschränkungen für alle Beteiligten so weit wie möglich zu reduzieren“.

Als Technischer Beigeordneter dankt Tobias Röhm namentlich sechs seiner Mitarbeiter, die sich für die Umgestaltung in ihren Aufgabenfeldern über das Maß engagiert haben – Nicole Dürler, Renate Geis, Bernd Kistermann, Werner Lövenich, Andreas Pickhardt und Jörg Veltrup – , bevor er die Geschichte der Umgestaltung noch einmal Revue passieren lässt: angefangen vom Grundsatzbeschluss des Bauausschusses zur Durchführung des Planungswettbewerbes am 1. Oktober 2014 über die Entscheidung des Preisgerichtes am 20./21. Februar 2015 und dem Baubeginn am 16. März 2016 bis zur Bauabnahme am 11. Mai – zwei Tage vor der Einweihung.

... sondern auch vor und nach der Feierstunde nutzen die Stolberger das neu gestaltete Angebot. Foto: J. Lange
... sondern auch vor und nach der Feierstunde nutzen die Stolberger das neu gestaltete Angebot. Foto: J. Lange

„Mustergültiger Planungsprozess“

 

Burkhard Wegener vom Büro Club L94 erläutert dem Publikum noch einmal im Detail die Ideen zur Neugestaltung des Quartiers, das mit dem Sayett-Garten an die einstige Spinnerei erinnert und die Linien der angrenzenden Gebäude für die Gestaltung des Weihers mit seinem Park und Mühlenspielplatz aufgreift, „um einen markanten innerstädtischen Ort zu definieren“. Der Dank des Geschäftsführers des Kölner Planungsbüros galt ausdrücklich Rat und Verwaltung dafür, „dass wir einen mustergültigen Planungsprozess durchlebt haben, den wir so nur selten erleben in kommunaler Verantwortung und wie wir ihn in den letzten Jahren nie haben führen können.“ Gemeinsam mit dem Bürgermeister, den beiden Beigeordneten, dem Bundestagsabgeordneten Helmut Brandt und den beiden Landtagsabgeordneten Axel Wirtz und Stefan Kämmerling sowie Vertretern der Ratsfraktion erfolgt der symbolische Scherenschnitt zur Freigabe der Anlage, die längst angenommen wird. Noch bis in den Abend hinein verweilen viele Besucher im Umfeld des Bastinsweihers, nutzen die vielfältigen Angebote der umliegenden Geschäftsleute vom Kinderschminken bis zu Gegrilltem, informieren sich über die Möglichkeiten des Verfügungsfonds und spazieren über die neue Brücke, zu deren Namensgebung das Planungsamt Vorschläge noch bis Ende diesen Monats annimmt.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

"Es geht um die Freiheit. Die Freiheit im Kopf."

Abwarten und einsteigen: Fraktion der Christdemokraten will Mitfahrerbänke nach Eifeler Vorbild für die Stadt Stolberg

Ein Eifeler Original: Das simple Konzept der Mitfahrerbank entstand in der Verbandsgemeinde Speicher in Rheinland-Pfalz. Denn auf einen Bekannten mit Auto wartet es sich oft leichter als auf den Bus. Foto: U. Berrens
Ein Eifeler Original: Das simple Konzept der Mitfahrerbank entstand in der Verbandsgemeinde Speicher in Rheinland-Pfalz. Denn auf einen Bekannten mit Auto wartet es sich oft leichter als auf den Bus. Foto: U. Berrens

Wie kommt man von A nach B, wenn man kein Auto hat, und wie kommt man zum Einkaufen oder zum Arzt? Gerade in ländlichen Gebieten sind die Menschen oft auf einen privaten Wagen angewiesen, denn der öffentliche Nahverkehr ist – sofern vorhanden – meist nur sehr schlecht ausgebaut. Ursula Berrens lebt in Speicher in der rheinland-pfälzischen Eifel. Sie hat sich intensiv mit solchen Problemen beschäftigt und eine Möglichkeit gefunden, ein bisschen Abhilfe zu schaffen: mit Mitfahrerbänken, von denen es mittlerweile 13 Stück in der Gegend rund um die kleine Stadt Speicher gibt. Auch im Stadtgebiet Baesweiler gibt es solche Bänke mittlerweile. Nun möchte die Stolberger CDU das Konzept auch für die Kupferstadt übernehmen. Heute soll im Hauptausschuss, der ab 17 Uhr tagt, darüber diskutiert werden.

 

Einfach von Bank zu Bank

 

Das Prinzip ist einfach: In einem gewissen Gebiet werden an zentralen Punkten Sitzbänke aufgestellt, an denen wiederum Schilder mit Ortsnamen befestigt sind. Will man an einen gewissen Ort mitfahren, schlägt man das entsprechende Schild auf und wartet, bis jemand vorbeifährt, der ebenfalls in diese Richtung muss. Auch der Rückweg ist kein Problem, denn zu jeder Bank gibt es am Zielort sozusagen ein „Gegenstück“.

 

Durch einheitliche Farbgebung und ein Logo sind die Bänke gut erkennbar. Der Wiedererkennungswert helfe den Bank-Benutzern und auch den Autofahrern, die bereitwillig anhalten, um jemanden mitzunehmen. Strategisch günstige Punkte für solche Bänke seien, so sagt Berrens, beispielsweise Bahnhöfe. Selbstverständlich hat das Bank-Netzwerk auch seine Grenzen. „Zu klein darf der Ort auch nicht sein. Und einen gewissen Anteil an Durchgangsverkehr braucht man auch. Denn wenn kein Auto vorbeikommt, dann kann mich auch niemand mitnehmen“, sagt Berrens.

 

Seit einigen Jahren gibt es das Projekt nun schon in der Südeifel. „Die Bänke, die wir aufgestellt haben, schließen eine kleine Lücke im Mobilitätsnetzwerk im ländlichen Raum“, erklärt Ursula Berrens im Gespräch mit unserer Zeitung. „Sie kennen das doch: Es fährt zwar ein Bus, aber sehr sporadisch. Man will nicht, nur um mal einkaufen zu können, schon wieder mit der Nachbarin mitfahren, die sich nur über die böse Schwiegertochter beklagt“, erzählt Berrens von der Alltagssituation vieler Menschen, die auf dem Land leben und nicht mit einem eigenen Auto fahren können – aus welchem Grund auch immer. „Das Gefühl, ständig auf Familienmitglieder oder Bekannte angewiesen zu sein, diese absolute Abhängigkeit, ist für ältere Menschen oft ein Problem.“

 

Wenn man sich aber auf eine der Bänke setze, sei es ja dem Zufall überlassen, wer anhält und einen mitnimmt. Und dieses Zufallsprinzip bedeute ein Stück Freiheit: „Es geht um die Freiheit, die Freiheit im Kopf“, sagt Ursula Berrens.

 

Zentralisierung betrifft alle

 

Doch hinter den Mitfahrerbänken steckt für die Frau aus Speicher in der sehr dünn besiedelten Südeifel noch mehr: „Das Thema demografischer Wandel und die zunehmende Zentralisierung betrifft jeden, der im ländlichen Raum lebt“, ist sie überzeugt. Durch die Mitfahrerbänke könne es gelingen, das Netzwerk innerhalb eines Dorfes oder zwischen zwei Nachbardörfern zu stärken. „Man kommt miteinander ins Gespräch.“

 

Ähnlich argumentiert nun auch die Stolberger Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA), auf deren Initiative Ende April der Antrag, solche Bänke aufzustellen, bei der Stadt eingegangen ist. „Die Bänke dienen der Erweiterung der persönlichen Mobilität einzelner Bürger“, schreibt CDA-Vorsitzender Udo Rüttgers. Er betont die soziale Komponente zur Unterstützung der Mobilität junger sowie älterer Menschen.

 

Das Konzept geht auf: „Die Bänke ersetzen kein Massentransportmittel, sie werden bei uns aber durchaus angenommen – auch wenn nicht täglich Hunderte oder Tausende Menschen darauf sitzen. So viele Leute leben hier nämlich gar nicht“, sagt Berrens, „Aber für die, die sie benutzen, sind sie eine wichtige Alltagshilfe.“

 

Kosten sind überschaubar

 

Teuer seien die Bänke nicht, sagt Ursula Berrens, weder in der Anschaffung noch in der Unterhaltung. „Wichtig ist, dass es jemanden gibt, der ein Auge darauf hat.“ In Speicher seien es oft Nachbarn oder beispielsweise der Eifelverein, der sich um die Bänke kümmert. Auch in Baesweiler halten sich die Kosten nach Ansicht der CDA im Rahmen: 7000 Euro habe man dort für das Projekt ausgegeben.

 

Dass man am nördlichen Ende der Eifel das Prinzip aus Speicher übernehmen möchte, freut Ursula Berrens. „Mein Ziel ist es, das Netzwerk der Bänke auszubauen. Wer weiß, vielleicht kann man ja eines Tages von Speicher nach Stolberg fahren, und das alleine danke Mitfahrerbänken.“

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Wirtz holt zwar Stolberg, aber...

... der Christdemokrat unterliegt dem Sozialdemokraten Stefan Kämmerling erneut beim Kampf um das Landtagsmandat. Diese Wahlnacht ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen in der Kupferstadt wie im Wahlkreis.

Letzte Gewissheit gibt es erst um 21.54 Uhr, als Tim Grüttemeier erstmals als Wahlleiter des vorläufige Stolberger Endergebnis verkündet. Ein Raunen geht durch den Ratssaal, als die erste Hochrechnung auf Landesebene präsentiert wird. Foto: Lange/Gombert
Letzte Gewissheit gibt es erst um 21.54 Uhr, als Tim Grüttemeier erstmals als Wahlleiter des vorläufige Stolberger Endergebnis verkündet. Ein Raunen geht durch den Ratssaal, als die erste Hochrechnung auf Landesebene präsentiert wird. Foto: Lange/Gombert

Um 21.32 Uhr kann Stefan Kämmerling aufatmen. Es fehlt nur noch ein Stimmbezirk aus Stolberg. Im Wahlkreis Breinig II gibt es Unstimmigkeiten mit ungültigen Stimmen. Wahlamtsleiter Walter Wahlen bricht dorthin auf, um den Gordischen Knoten zu zerschlagen.

 

Zu diesem Zeitpunkt liegt Axel Wirtz in seiner Heimatstadt noch hauchdünn vorne: mit 57 Stimmen oder 0,23 Prozentpunkten. Aber Stolberg ist nun einmal nur eine Stadt im Wahlkreis Aachen IV. Dort gibt es in den drei Nordeifel-Kommunen eine dicke schwarze Mehrheit, während wie gewohnt in Eschweiler die SPD deutlich vorne liegt. Aber bei 119 ausgezählten Stimmbezirken hat der sozialdemokratische Wahlkreisinhaber 368 Stimmen Vorsprung. Das sind zwar auch nur 0,51 Prozentpunkte, aber diese Mehrheit wird das Ergebnis aus Breinig nicht mehr umstoßen können. Das Duell ist entschieden. Stefan Kämmerling bleibt im Landtag; Axel Wirtz scheidet aus, denn mit dem Listenplatz 43 hat er bei diesem Ergebnis auf Landesebene keine Chance, über die Landesliste direkt wieder ein Ticket nach Düsseldorf zu erhalten. Nach knapp 18 Jahren geht für den Gressenicher kurz vor seinem 60. Geburtstag eine Ära zu Ende.

 

Wirtz und Kämmerling liefern sich an diesem Wahlabend ein so krimireifes Duell, wie es ein „Tatort“ oder „Polizeiruf“ an einem Sonntagabend nicht bieten kann. Ein Raunen geht durch den Ratssaal, als kurz nach Schließung der Wahllokale die erste Prognose und Hochrechnung über den Bildschirm flimmern. Um 18.34 Uhr liegt mit dem Briefwahlbezirk I das erste Stolberger Ergebnis vor: 39,18 zu 38,44 Prozent zugunsten von Kämmerling. Mit dem Eintreffen der Wählermeinung aus den südlichen Stadtteilen zieht Wirtz leicht an Kämmerling vorbei, baut seinen Vorsprung aus. Aber er schrumpft wieder. Bei den letzten zehn Stimmbezirken liefern sich die beiden Bewerber ein Kopf-an-Kopf-Duell. Zeitweise sind es nur sieben Stimmen, die Axel Wirtz in seiner Heimatstadt vorne liegt. Um 21.54 Uhr liegt endlich auch das Ergebnis aus Breinig und somit für den Wahlkreis IV vor. Axel Wirtz hat zwar in der Kupferstadt einen hauchdünnen Vorsprung von 119 Stimmen (0,47 Prozentpunkte), aber das Landtagsmandat behält Stefan Kämmerling. Es sind 306 Stimmen Vorsprung (0,42) bei 111 118 Wahlberechtigten bei einer Beteiligung von 66,7 Prozent bzw. 63,7 Prozent bei 40 995 Wahlberechtigten in Stolberg. Und damit erreicht diese Landtagswahl fast eine Beteiligung wie in 2005 mit 65,4 Prozent in der Kupferstadt.

 

Im Vergleich zu 2012 hat Axel Wirtz viel Boden gut gemacht – auch in typisch roten Bezirken. Unter dem Strich sind es vier Prozentpunkte, die der Christdemokrat gewinnt, während Stefan Kämmerling 4,92 Punkte einbüßt. Aber das Ergebnis der Zweitstimmen ist noch deutlicher. Die CDU gewinnt 5,78, die SPD verliert 5,93 Punkte: Aber die Genossen bleiben mit 34,74 Prozent vor den Parteifreunden mit 32,70 Prozent – das ist ein Vorsprung von 526 Stimmen. Vor fünf Jahren betrug er noch 3261 Stimmen.

 

Bei den Zweitstimmen in Stolberg gewinnt die FDP 4,32 Punkte und erreicht mit 11,99 Prozent fast ihr Landesergebnis. Die Grünen verlieren 3,76 Punkte und rutschen mit 4,65 Prozent unter die Hürde, ebenso wie die Linken, die 4,11 Prozent 1,77 Punkte zugelegt haben. Die Piraten verlieren 7,81 Punkte und rutschen mit weniger als einem Prozent in die Bedeutungslosigkeit ab.

 

Aber dramatisch sind auch in der Kupferstadt die Zugewinne der AfD. Sie kommt mit 1833 Stimmen auf Anhieb auf 7,31 Prozent. Selbst bei den Erststimmen gibt es 1564 (6,08 Prozent) Wähler. Die größte Zustimmung erfährt die AfD in Unterstolberg II, der Velau und Donnerberg I mit mehr als zehn Prozent. Zudem entfallen 143 Stimmen (0,56 Prozent) auf die NPD und 15 Stimmen (0,06 Prozent) auf die Republikaner.

 

Hochburgen der Liberalen sind Breinigerberg, Breinig I und Zweifall mit mehr als 14 Prozent. Die Grünen kommen in Breinig I und Venwegen über acht Prozent, eine Marke, die die Linken in der Velau und in Oberstolberg überspringen.

 

Aber es hätte auch eine Stimme mehr geben können, die an diesem Ergebnis nichts Wesentliches mehr geändert hätte. Kurz nach 18 Uhr will noch ein Wähler in Oberstolberg seine Stimme abgeben. Derweil klingt im Ratssaal der Wahlabend harmonisch in interfraktioneller Runde aus – nachdem Tim Grüttemeier erstmals als Wahlleiter das Ergebnis verkündet.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Dem neuen Auto folgt gleich der Minister

Vorsorge treffen: Bundesinnenminister Thomas de Maiziére informiert bei der Feuerwehr über Zivilschutz und Sicherheit

Der oberste Zivilschützer der Nation am Steuer des neuen Bundesfahrzeuges: Helmut Brandt, Thomas de Maizière und Torsten Pilz-Breuer (v.li.). Foto: J. Lange
Der oberste Zivilschützer der Nation am Steuer des neuen Bundesfahrzeuges: Helmut Brandt, Thomas de Maizière und Torsten Pilz-Breuer (v.li.). Foto: J. Lange

Vor drei Wochen kam das neue Einsatzfahrzeug des Bundes, gestern folgte der Bundesinnenminster. Als die schwarzen Karossen mit Berliner Kennzeichen bei der Feuerwache vorfahren, ist der Empfang für Thomas de Maizière (CDU) herzlich. Bundestagsabgeordneter Helmut Brandt erwartet den Bundesinnenminister bereits im Kreise führender christdemokratischer Parteifreunde und vor der stattlichen Kulisse angetretener Feuerwehrleute und weiterer Kräfte des Katastrophenschutzes.

 

Doch bevor de Maizière sich intensiver mit dem Zivilschutz in Stolberg und der inneren Sicherheit im Land beschäftigen kann, holt ihn erst einmal die Asylpolitik ein. Ein Team der Nachrichtenagentur Reuters hinterfragt positive Asylentscheidungen für Antragsteller aus der Türkei. „Alles Einzelfallentscheidungen“, sagt de Maizière und sorgt sich um die weiteren Beziehungen zur Türkei. Es ist eine Sache von zwei, drei Minuten, dann gehört die gesamte Aufmerksamkeit des Bundesinnenministers wieder der Feuerwehr. Er begrüßt die angetretenen Helfer per Handschlag bevor Stadtbrandinspektor Andreas Dovern Strukturen und Herausforderungen der Stolberger Wehr skizziert.

 

„Wer fährt denn mein Auto?“, fragt de Maizière in die Runde. Und mit Torsten Pilz-Breuer fachsimpelt der Minister erst einmal über die Vorteile einer Lenkhydraulik. Gut gelaunt klettern Brandt und de Maizière in den Führerstand und lassen sich von dem Leiter der Gressenicher Löschgruppe, wo „der Neue“ stationiert ist, einweisen. Vor dem obligatorischen Fototermin inspiziert der Bundesinnenminister noch ein Detail: „Ist unser Aufkleber drauf?“, fragt der 63-Jährige. Selbstverständlich prangt in Stolberg auf der Seite die Aufschrift des Bevölkerungsschutzes. „Im Süden ist das nicht immer so“, zwinkert de Maizière, bevor er im Schulungsraum der Wache das Engagement des Bundes für die Feuerwehr erläutert, die eigentlich eine Aufgabe der Kommunen und des Landes ist. „Aber der Bund ist für den Zivil- und Bevölkerungsschutz zuständig“, sagt de Maizière. Etwa 65 Millionen Euro fließen jährlich in die Ausrüstung. „Dabei legen wir Wert darauf, dass bestimmte Fahrzeuge auch vom Bund beschafft werden“, so de Maizière. Und das neue Fahrzeug ist in Stolberg mehr als willkommen, versichert Doveren. Der geländegängige Mercedes ist speziell konzipiert für langzeitige autarke Löscheinsätze in Wald und Feld und fügt sich nahtlos ein in die Kette von Bundesfahrzeugen, die in der Region stationiert bundesweit zu Einsätzen beordert werden können.

 

Bevor der Minister über die wachsende Bedeutung des nationalen Krisenschutzes mit den Vertretern von Feuerwehr, THW, DRK, Bundeswehr, Bundespolizei und der zuständigen Behörden – allen voran Städteregionsrat Helmut Etschenberg, Dezernent Gregor Jansen und Amtsleiterin Marlis Cremer – spricht, bittet Bürgermeister Tim Grüttemeier, flankiert von Helmut Brandt und Axel Wirtz (MdL), zum Eintrag ins Goldene Buch der Kupferstadt. Und schnell merkt man dabei, dass dem Minister Sicherheit eine Herzensangelegenheit ist: Nichts wird so einfach unterschrieben, ohne es zuvor genau studiert zu haben. De Maizière blättert durchs Buch, findet einen jungen Otto Graf Lambsdorf als ersten Unterzeichner des mit der Rathauseinweihung 1976 eröffneten Bandes ebenso wie Bundesprinzessin Svenja Dobbelstein, die sich vor ihm eintragen durfte.

 

Doch dann geht es zur Sache: „Wir arbeiten an einem neuen Zivilschutzkonzept“, sagt de Maizière. Dabei geht es nicht nur allgemein um Terrorattacken des Islamischen Staates, sondern konkret um Angriffe auf die IT oder die Stromversorgung des Landes. Und dabei moniert der Bundesminister unterschiedliche Zuständigkeiten, die bei einzelnen Objekten in der Regel in die des Landes fallen. „Wir müssen uns besser organisieren. Bei einem Angriff auf die Nation müssen wir auch nationale Zuständigkeiten haben“, sagt Thomas de Maizière.

 

Im internationalen Vergleich sei Deutschland zwar ein sicheres Land. Bei steigender Bevölkerung sei die Kriminalität nicht gewachsen und die Aufklärungsquote leicht gestiegen. Aber national gebe es sehr unterschiedliche Zustände. Und da hinke Nordrhein-Westfalen hinterher. Das macht der Minister nicht nur an Zahlen, sondern auch an Beispielen fest. Würde NRW die Landespolizei so aufstocken wie Berlin die Bundespolizei, so müssten 8000 neue Stellen jährlich geschaffen werden.

 

„Mehr Sicherheit bedarf auch mehr Personal“, sagt de Maizière.Und dies fehle in Nordrhein-Westfalen, ergänzt Axel Wirtz. „Wie sollen statistisch zweieinhalb Streifenwagen nachts für Sicherheit in Stolberg, Eschweiler und der Nordeifel sorgen, geschweige den präventiv unterwegs sein und Präsenz zeigen?“, fragt sich der Landtagsabgeordnete. Und der Bundesminister führt die Schleierfahndung als weiteres Beispiel für mangelnde Befugnisse im Land an. Neben Berlin und Bremen verweigere nur NRW diese Überwachungsmöglichkeit im Grenzraum. Das Land verweigere ebenso den Einsatz von Kennzeichenkontrollgeräten wie von Gesichtserkennungssoftware – eine Technik, die im Privatleben per Smartphone längst gängige Praxis sei. „Die Polizei muss im gesetzlichen Rahmen auch diese technischen Möglichkeiten nutzen können“, fordert de Maizière.Dagegen habe der Bund beim Datenschutz die Möglichkeiten zur Videoüberwachung im öffentlichen Raum vergrößert, während die Umsetzung nun an der Anpassung des Polizeirechts auf Länderebene hänge. Zudem arbeite der Bund an einer Software, die dabei helfen soll, mögliche Gewaltakte im Vorfeld zu prognostizieren.

 

Natürlich wird auch der Fall Amri gestreift und der aktuelle Anstoß de Maizières zur Leitkultur. „Wir müssen uns die Frage stellen: Wo hinein findet Integration statt?“, sagt der Christdemokrat. Doch die anschließende Diskussion bewegt sich vor allem um die Frage der inneren Sicherheit. Getreu den Ausführungen des Ministers zur Personalausstattung erkundigt sich Polizeigewerkschafter Arnd Krummen nach der Personalaufstockung der Bundespolizei-Inspektion Aachen. Dort ist die Hälfte der rund 300 Planstellen derzeit unbesetzt – ein Problem, das Helmut Brandt schon intensiv mit dem Minister besprochen hat.

 

Bundespolizei wird aufgestockt

 

Personal wurde abgezogen, um u.a. Flughäfen besser zu schützen und die neu Eingestellten ausbilden zu können, antwortet de Maizière. Mit den neuen Kollegen werde die Aachener Inspektion peu à peu wieder aufgefüllt. „Wir arbeiten daran“, verspricht der Minister zum Ende seines fast zweistündigen Besuches in Stolberg. Mit einem Kanapee im Gehen macht er sich auf den Weg nach Düren – nicht ohne zuvor noch mit den Feuerwehrleuten zu plaudern, die während der Gesprächsrunde zu einem Einsatz ausrücken mussten: Bei Arbeiten im Büsbacher Marienheim schlägt die Alarmanlage an. Der Alltag holt Stolberg ein. Auch als am Abend ein Gasgrill an der Heinrich-Willms-Straße Feuer fängt. Der ist beim Eintreffen der alarmierten Löschzüge bereits gelöscht.

In Düsseldorf einsetzen für die Menschen vor Ort

Der Christdemokrat Axel Wirtz fordert eine Verlässlichkeit der Politik ein. „Das Land muss die Kommunen in die Lage versetzen, wirklich handeln zu können“.

Der Gressenicher Sportplatz hat Symbolkraft: Als Schiedsrichter begann hier im Alter von 14 Jahren die Karriere, die Axel Wirtz zum Vorsitz des Sportausschusses des Landtages führte. Foto: J. Lange
Der Gressenicher Sportplatz hat Symbolkraft: Als Schiedsrichter begann hier im Alter von 14 Jahren die Karriere, die Axel Wirtz zum Vorsitz des Sportausschusses des Landtages führte. Foto: J. Lange

„Ich habe nie Fußball gespielt“, sagt Axel Wirtz. Und doch ist der Gressenicher Sportplatz am Bovenheck einer der Lieblingsplätze des Landtagsabgeordneten der CDU. Auf dem ehemaligen Aschenplatz, der seit wenigen Jahren mit einem zeitgemäßen Kunstrasenbelag überzogen ist, trainiert die Jugend des Fusionsvereins SG Stolberg. Die Sportanlage hat eine hohe symbolische Aussagekraft für den politischen Werdegang des (noch) 59-Jährigen Christdemokraten. „Mit 14 Jahren hat man mich hier motiviert, mich als Schiedsrichter zu engagieren“, schmunzelt Wirtz. Ein Weg, der den heimatverbundenen Gressenicher sportlich bis in die Oberliga und politisch zum Vorsitz des Sportausschusses des Landtages führte.

 

Mit 14 Jahren in die Junge Union

 

Ebenfalls an der Basis in Gressenich begann seine politische Karriere, als er als zwölfjähriger Junge auf dem Bauernhof von Hubert Theißen an der Elle spielte. Der Christdemokrat war seinerzeit Bürgermeister der selbstständigen Gemeinde. Und wie es früher so oft der Fall war, begann der erste Kontakt mit der Politik mit dem Aufhängen der Wahlkampfplakate. Dies führte Axel Wirtz mit 14 Jahren in die Junge Union. Und die kommunale Neugliederung 1972 faszinierte den jungen Politiker. Er engagierte sich in der neufirmierten JU und CDU Stolberg, arbeitete in den Vorständen bis auf Kreisebene. 1984 zog Wirtz in den Stadtrat (bis 2014) ein, 1994 in den Kreistag, von 1989 bis 1999 war er Parteivorsitzender in Stolberg, seitdem ist er Kreisvorsitzender der CDU. Nebenbei blieb der Regierungsbeamte an der RWTH 15 Jahre aktiv als Schiedsrichter und brachte sich aktiv in zahlreichen Vereinen ein. Etwa beim DRK und als Vorsitzender der Gressenicher Karnevalsgesellschaft. „Vereine sind das Rückgrat unserer Gesellschaft“, sagt Axel Wirtz. Neben dem Beruf engagieren sich Menschen dort die meiste Zeit in ihrer Freizeit. „Ich habe die ganze Bandbreite des Vereinslebens kennengelernt“, sagt Wirtz. Folgerichtig engagierte er sich im Sport-, Kultur-, Schul- und Sozialbereich, war Ausschussvorsitzender auf kommunaler Ebene wie seit 2005 im Sportausschuss des Landtags.

 

In den rückte er als 42-Jähriger 1999 nach. Bei der Wahl ein Jahr später zog er über die Landesliste nach Düsseldorf. 2005 und 2010 zog er den Wahlkreis direkt, 2012 wieder über die Liste. Und in der Landeshauptstadt möchte Axel Wirtz weiterarbeiten zum Wohle der Menschen an der Basis, deren Sorgen und Nöte er aus enger Verbundenheit zu den Menschen und Vereinen in der Region kennt. „Es geht darum, den Vereinen eine ordentliche Jugendarbeit zu ermöglichen, es geht um moderne Sportstätten und sicherlich auch darum, Vereine dort zu einer Zusammenarbeit zu bewegen, damit dies ermöglicht wird“. Axel Wirtz hat dies selbst vorexerziert etwa mit der Fusion des FC Adler Werth und des SV Gressenich zur SG Stolberg. „Wichtig dabei ist das Zusammenspiel der unterschiedlichen Ebenen“. Davon ist Axel Wirtz überzeugt. „Heute kann man nur etwas über Netzwerke bewegen“. Im Zusammenspiel von Land, Städteregion und Stadt würden die Dinge bewegt, die die Menschen voranbringen. Und den Kontakt zu den Leuten vor Ort sucht Wirtz neben seinen vielfachen Verpflichtungen auf Landesebene intensiv.

 

Enger Kontakt zur Basis

 

In Simmerath, Roetgen und Monschau ist er ebenso oft wie in Eschweiler und Stolberg bei großen Festen wie auch den zahlreichen kleineren Veranstaltungen anzutreffen. Seinen Wahlkreis empfindet Axel Wirtz auch als seine Heimat. Ohne dabei die unterschiedlichen Charaktere der Orte und ihrer Bürger zu verkennen. Axel Wirtz fordert eine Verlässlichkeit der Politik ein. Die Sorge über eine Benachteiligung des ländlichen Raumes, etwa durch nicht ausreichende Infrastruktur, treibt ihn ebenso um wie die Zukunft des Eschweiler Reviers nach dem für 2030 prognostizierten Ende der Braunkohle und die Wiederbelebung der Kupferstadt.

 

„Was jetzt in Stolberg aufgebaut werden kann, ist ein Ergebnis erfolgreicher Netzwerkarbeit und der Verlässlichkeit der großen Koalition im Stadtrat“, so Wirtz: „Die Grundlage allen Handelns ist die Kommune. Die Aufgabe des Landes besteht darin, diese Ebene so zu unterstützen, dass sie vor Ort für die Menschen arbeiten kann.“

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Die Schneidmühle erhält eine P+R Anlage

Weitere 82 Parkplätze . Nahverkehr Rheinland übernimmt 90 Prozent der Kosten. Marodes Eisengitter an Bahnlinie ersatzlos entfernt.

Nicht mehr erforderlich: Anfang dieser Woche ließen Stadt und EVS das alte und nur noch bruchstückhaft vorhandene Eisengitter zwischen Bahnlinie und Euregiobahn entfernen. Foto: J. Lange
Nicht mehr erforderlich: Anfang dieser Woche ließen Stadt und EVS das alte und nur noch bruchstückhaft vorhandene Eisengitter zwischen Bahnlinie und Euregiobahn entfernen. Foto: J. Lange

Er war nur noch marode und löchrig: Der Eisengitterzaun entlang der Euregiobahnlinie an der Eisenbahnstraße (L 23). In einer gemeinsamen Aktion haben Anfang dieser Woche Kupferstadt und die EVS als Infrastrukturbetreiber des Schienennetzes die nur noch bruchstückhafte Zaunanlage zwischen Schnorrenfeld und dem Haltepunkt Schneidmühle ersatzlos entfernen lassen. Der Zustand des Gitters hatte immer wieder für Kritik in der Bevölkerung gesorgt.

 

„Eine Abzäunung der Gleisanlage ist in diesem Bereich gesetzlich nicht zwingend erforderlich“, erklärten übereinstimmend Bürgermeister Tim Grüttemeier und EVS-Geschäftsführer Thomas Fürpeil. Ein neuer Zaun ist dort nicht vorgesehen. Erst einmal weiter bestehen bleibt das noch intakte Gitter im Abschnitt zwischen Nikolaus­straße und dem Bahnübergang am Kohlbuschweg.

 

Die Maßnahme ist auch ein Vorgriff auf die Modernisierungsoffensive an der Schneidmühle. Dort soll auf dem ehemaligen Vegla-Gelände gleich gegenüber dem Haltepunkt an der Schneidmühle eine weitere P+R-Anlage entstehen. Am kommenden Mittwoch stellt die Verwaltung die Pläne dazu dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt vor. Der Entwurf sieht 78 Parkplätze im Format 5 mal 2,50 Meter sowie vier Behindertenparkplätze mit 5 mal 3,50 Meter vor.

 

Damit vergrößert sich das Angebot an P+R-Plätzen im Umfeld des regionalen Dreh- und Angelpunktes des Schienenverkehrs weiter. Durch den Bau des Parkhauses am Hauptbahnhof steigt das Angebot der P+R-Plätze direkt am Gleis von 166 auf 377; zudem stehen 60-P+R-Plätze an der Rhenaniastraße gegenüber der Einmündung Probsteistraße zur Verfügung.

 

Für die neue P+R-Anlage an der Schneidmühle „hat der Zweckverband Nahverkehr Rheinland im Februar eine kurzfristige Bezuschussung in Aussicht gestellt“, sagt Tobias Röhm. „Wir haben jetzt fristgerecht den entsprechenden Förderantrag beim NVR eingereicht“, so der Technische Beigeordnete weiter. Die Kosten werden auf insgesamt 550 000 Euro geschätzt, die zu 90 Prozent vom NVR bezuschusst werden. Somit betragen die Kosten für die Stadt 55 000 Euro.

 

Mit dem Bau der P+R-Anlage werden auch zwei weitere Probleme gelöst. Die kleine Treppe zwischen der Straße „Schneidmühle“ und Eisenbahnstraße ist desolat. Eine neue Verbindung entsteht am nördlichen Ende der P+R-Anlage, die zudem von beiden Köpfen aus mit einem Gehweg an die Landesstraße angebunden ist. Die Zufahrt liegt direkt gegenüber dem Haltepunkt.

 

Außerdem berücksichtigt der Entwurf bereits eine geplante Erneuerung der Eisenbahnstraße, für die bereits ein Einplanungsantrag bei der zuständigen Bezirksregierung in Köln gestellt ist. Dabei soll die bisherige Busbucht in ein barrierefreies Buskap umgewandelt werden, um dem Linienbusverkehr mehr Komfort verleihen zu können. Das ermöglicht die Verlegung des Fahrgastunterstandes an den günstigeren Bereich des Buseinstiegs. Zudem soll an der Rückfront des Fahrgastunterstandes eine überdachte Fahrradabstellanlage installiert werden. Bei Bedarf können im Nachhinein weitere Abstellanlage oder auch Boxen für Fahrräder nördlich oder südlich der P+R-Anlage aufgestellt werden, so Röhm weiter: „Der Öffentliche Personennahverkehr in der Kupferstadt gewinnt ein weiteres Stück an Attraktivität.“

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Sicherheit geht vor! Schluss mit Schlusslicht!

Eine Zeitungsanzeige der CDU Stolberg im Monat April.

"Weforma": Erfolgsgeschichte beginnt in der Garage

"Weforma" ist Hersteller mit dem weltweit größten Sortiment im Bereich der Dämpfungstechnik. 130 Mitarbeiter in drei Ländern.

Die hydraulischen Dämpfungselemente „made in Stolberg“ sind oft Sonderlösungen und Modifikationen und werden im Maschinen- und Anlagenbau vielfältig eingesetzt. Foto: D. Müller
Die hydraulischen Dämpfungselemente „made in Stolberg“ sind oft Sonderlösungen und Modifikationen und werden im Maschinen- und Anlagenbau vielfältig eingesetzt. Foto: D. Müller

Im Mausbacher Industriegebiet fristet an der Werther Straße ein Unternehmen sein von außen eher unscheinbares Dasein. Doch die „Weforma GmbH“ steht für eine Stolberger Erfolgsgeschichte: Was 1970 als Ein-Mann-Betrieb anfing, den der Vater der heutigen „Weforma“-Gesellschafter Armin und Thomas Schmidt in einer Mausbacher Garage betrieb, ist heute ein Unternehmen mit 130 Beschäftigten in Stolberg sowie Niederlassungen in Italien und Österreich.

 

Als „Werkzeug-, Formen- und Maschinenbau“ 1980 gegründet, begann „Weforma“ eigene Industriestoßdämpfer zu produzieren. „Und im Bereich Dämpfungstechnik sind wir heute der Hersteller mit dem weltweit größten Sortiment“, betont Armin Schmidt. Die Firma vertreibt hydraulische Dämpfungselemente sowie Schwingungstechnik. Die Kundschaft sei breit gefächert, erläutert Sales Manager und Prokurist Harald Rüttgers: „Unsere Produkte werden vielfältig eingesetzt. Während zum Beispiel Rotationsdämpfer oder Palettenstopper im Maschinen- und Anlagenbau zum Einsatz kommen, werden unsere Schwerlastdämpfer in der Container-Logistik, bei automatisierten Hochregalen oder für Krananlagen benötigt.“

 

Die „Schwergewichte“ aus dem Hause „Weforma“ würden auch als sogenannte Anschlagpuffer für Eisenbahnen, Schwenkbrücken und Eisenbahnen verwendet. Und in Fahrgeschäften, die man von der Kirmes und aus Freizeitparks kennt, befinde sich die Stolberger Technik ebenso wie in zahlreichen Aufzügen, führt Rüttgers aus. Armin Schmidt verrät den CDU-Vertretern, die „Weforma“ im Mausbacher Industriegebiet besuchen, ein wichtiges Erfolgsgeheimnis des Betriebs: „Wir können Standard, aber wir können vor allem noch viel mehr.“

 

Ausschließlich eigene Dichtungen

 

Rüttgers konkretisiert: „Mehr als 95 Prozent der verwendeten Bauteile fertigen wir selbst. Das ermöglicht uns, sehr kurzfristig Modifikationen und Sonderlösungen für unsere Kunden zu produzieren. Das macht mehr als 65 Prozent unserer Aufträge aus.“ Von großer Bedeutung sei etwa, dass „Weforma“ sämtliche Dichtungen selbst herstelle, sagt Schmidt. „Denn die Lebensdauer unserer Produkte ist wesentlich höher.“ So sichere diese hohe Kompetenz letztlich auch den Standort in Mausbach und die 130 Arbeitsplätze, an denen Stolberger und Fachpersonal aus der näheren Region tätig seien.

 

Wobei „Weforma“ auch für den städtischen Haushalt eine Größe sei, da reichlich Gewerbesteuer in die kommunale Kasse fließe. 2016 setzte das Unternehmen 16,8 Millionen Euro um. Allerdings investiere die Firma auch viel in den Erfolg, erläutert Schmidt: „Um unseren hohen Standards gerecht zu werden, lassen wir Prüfanlagen und zunehmend auch Fertigungsanlagen nach unseren eigenen Vorstellungen bauen.“ Der „Weforma“-Maschinenpark sei im Durchschnitt keine fünf Jahre alt. „Jährlich stecken wir eineinhalb bis zwei Millionen Euro in die Maschinen deutscher Herstellung“, erläutert der Prokurist.

 

Bei dem Rundgang in der Firma zeigen Schmidt und Rüttgers den Stolberger CDU-Politikern unter anderem das Materiallager mit der Kapazität von 250 Tonnen und beschreiben weitere Investitionen, die „Weforma“ in Mausbach getätigt hat. „In den vergangenen Jahren haben wir die Produktionsfläche verdreifacht“, blickt Armin Schmidt zurück. So messe das Firmengelände an der Werther Straße inzwischen rund 12 000 Quadratmeter, von denen auf 5000 Quadratmetern Dämpfungs- und Schwingungstechnik „made in Stolberg“ produziert werde.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Patientenzahlen steigen kontinuierlich

Pflegebeauftragter Karl-Josef Laumann besucht Stolberger Krankenhaus. Strukturgesetz bereitet Unmut. Künftig 20 Betten weniger.

Die mit 104 Jahren älteste Patientin, Maria Gussen, freute sich über den Besuch des Staatssekretärs Karl-Josef Laumann (kniend), der der Einladung von Axel Wirtz (2.v.l.) gefolgt war. Mit der Altersmedizin befasst sich Dr. Claus Köppel. Foto: L. Kubiak
Die mit 104 Jahren älteste Patientin, Maria Gussen, freute sich über den Besuch des Staatssekretärs Karl-Josef Laumann (kniend), der der Einladung von Axel Wirtz (2.v.l.) gefolgt war. Mit der Altersmedizin befasst sich Dr. Claus Köppel. Foto: L. Kubiak

 In mindestens einem Punkt waren sich Vertreter des Bethlehem-Gesundheitszentrums in Stolberg und Karl-Josef Laumann (CDU), Pflegebeauftragter der Bundesregierung, gestern einig: Optimal laufen Finanzierung und Struktur der Krankenhauslandschaft derzeit nicht.

 

Es war nicht das erste Mal, dass der Staatssekretär dem Stolberger Krankenhaus einen Besuch abstattete. Diesmal war er einer Einladung des Landtagsabgeordneten Axel Wirtz (CDU) gefolgt. „Wir haben nachgerechnet“, eröffnete Helmut Drummen, Personalleiter des Krankenhauses, das Gespräch. „Das letzte Mal, dass Sie hier waren, ist sieben Jahre her.“ Damals war Laumann noch Gesundheitsminister des Landes NRW, „und die Welt noch in Ordnung“, scherzte Drummen.

Ganz Unrecht hatte er damit nicht, denn etwa zwei Jahre später geriet das Krankenhaus in eine schwierige Situation, die Zukunft des Hauses stand auf der Kippe. Davon sei man heute weit entfernt, beruhigte Drummen.

 

Fachliche Schwerpunkte

 

Das Krankenhaus hat für sich neue fachliche Schwerpunkte gesetzt, zum Beispiel im Bereich der Geburtshilfe und der Altersmedizin, sich mit dem Krankenhaus in Eschweiler vernetzt und die Zahl der Patienten in vielen Fachabteilungen steigern können.

 

Es bleibt das Krankenhausstrukturgesetz (KHSG), welches zum 

1. Januar 2016 in Kraft getreten ist, das Sorgen bereitet. „Das Gesetz stellt uns vor große Herausforderungen“, meint Andreas Dahmen, Kaufmännischer Leiter des Bethlehem-Krankenhauses. Aus kaufmännischer Sicht gehe es speziell um den sogenannten Fixkostendegressionsabschlag, der durch das Gesetz neu geregelt wird. „Dadurch werden die Budgetverhandlungen immer komplexer“, bemängelt Dahmen. In seinen Augen sei es fraglich, ob die Regelung für die Zukunft die richtige sei.

 

Grundsätzlich sei er mit dem Konzept hinter dem KHSG zufrieden, sagte Laumann. Er sieht allerdings ein ganz allgemeines Problem in der Krankenhauspolitik: „Es besteht eine Misstrauenskultur!“ Man habe beispielsweise festgestellt, dass es regionale Unterschiede dabei gebe, welche Behandlungen wie oft durchgeführt werden. Und für die Häufigkeit einiger Behandlungen habe man eben keinen Zusammenhang mit der entsprechenden Region feststellen können. Die Vermutung, dass bestimmte Behandlungen häufig schlicht aus Kostengründen durchgeführt wurden, liegt nahe. Das habe das Vertrauensverhältnis zerrüttet, so Laumann. Das sei einer der Gründe dafür, warum das KHSG eingeführt wurde.

 

Vor allem missfällt dem CDU-Politiker aber eines: Dass neue Krankenhauspläne am Ende nichts an den Strukturen der Krankenhäuser ändern würden. Wenn mehr Geld gezahlt werde, müsse das auch mit veränderten Strukturen einhergehen, findet er. „Die Zusammenarbeit einzelner Krankenhäuser muss zunehmen.“ Die Zukunft der Krankenhauslandschaft sieht er darin, dass sich einzelne Häuser auf Fachbereiche spezialisieren und sich dann innerhalb einer Region miteinander vernetzen. Nachholbedarf sieht er in diesem Bereich in ganz Nordrhein-Westfalen.

 

Nach halbem Jahr positive Bilanz

 

Genau das ist in Stolberg und in Eschweiler mit dem „Regio-Netzwerk für die Frau“ schon passiert. Im Bethlehem-Krankenhaus ist ein Zentrum für Geburtshilfe entstanden, die Gynäkologie ist dafür nach Eschweiler abgewandert. Dr. Dolores Hübner, Ärztliche Direktorin des Bethlehem, zieht nach einem halben Jahr eine positive Bilanz. Das Projekt sei gut angelaufen, die Basis stimme, so die Ärztin. Es habe etwas Anlaufzeit gebraucht, aber inzwischen sei klar geregelt, wer welche Aufgaben habe.

 

Agnes Gerden-Schmitz, Pflegedirektorin der Einrichtung, kann sich durchaus vorstellen, eine solche Zusammenarbeit auch auf andere Fachbereiche auszuweiten. „Ich bin überzeugt davon, dass die Zusammenlegung eine Qualität mit sich bringt, die den Patienten zugute kommt.“ Auch zahlenmäßig hat die Zusammenlegung bereits Auswirkungen: 2016 wurden etwa 1500 Kinder im Krankenhaus geboren, für dieses Jahr rechnet man damit, dass es sogar mehr als 1600 sein werden. Ein Grund für die positive Resonanz der Eltern sei auch, dass die Kinderklinik direkt an die Geburtsstation angeschlossen ist, sagt Heiner Kentrup, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin.

 

Auch hier ist die Zahl der stationär behandelten Patienten pro Jahr in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Während es 2005 noch rund 2300 waren, lag die Zahl 2015 schon bei 3200. Im Jahr 2016 waren es etwa 3500.

 

Obwohl die Zahl der Patienten steigt, wird die Anzahl der Betten im Krankenhaus in Zukunft leicht sinken. Auch das ist eine Konsequenz des Krankenhausstrukturgesetzes. Hatte man bislang 327 Betten zur Verfügung, so sollen es künftig rund 20 weniger sein.

 

Die Diskussion über die Verteilung von Betten auf die Krankenhäuser hält Laumann für weniger relevant. „Es ist gar nicht mehr zeitgemäß, sich über Betten zu streiten!“, meint er. Zum einen habe sich die Situation ohnehin dadurch geändert, dass die Patienten im Schnitt für einen immer kürzeren Zeitraum stationär behandelt würden. Zum anderen gehe es letztlich um die Fallzahlen, und nicht um die Zahl der Betten, die in Gebrauch sind.

 

Bei der Finanzierung der Krankenhäuser handelt es sich zur Zeit um eine duale Finanzierung. Die Infrastruktur der Krankenhäuser wird vom Land NRW bezahlt, die laufenden Kosten, zum Beispiel für das Personal, von den Einnahmen der Krankenkassen. „Seinem Auftrag wird das Land aber gar nicht gerecht“, meint Gerden-Schmitz.

 

Und auch Pflegebeauftragter Laumann meint: „Die duale Krankenhausfinanzierung funktioniert nicht mehr.“ Er sieht das Land NRW in der Pflicht, mehr Geld für die Krankenhäuser auszugeben. Die rund 500 Millionen Euro, die derzeit gezahlt würden, würden einfach nicht ausreichen.

 

Neubau im Zeitplan

 

Mit dem Gespräch mit dem Pflegebeauftragten zeigten sich die Verantwortlichen im Anschluss zufrieden. „Unsere Erwartungshaltung wurde erfüllt“, sagte Drummen.

 

Insgesamt blickt man im Krankenhaus zuversichtlich in die Zukunft. Derzeit würden die Ausschreibungen für den Neubau laufen, der an das Krankenhaus angeschlossen werden soll und in dem neue Kreißsäle untergebracht werden. Die Baugenehmigung liege bereits vor. Zuversichtlich ist man auch, wenn es um den Zeitplan der Fertigstellung geht. Angesetzt ist die Öffnung des Anbaus für das letzte Quartal 2017. „Zur Zeit spricht nichts dagegen, dass wir die Planung auch so einhalten werden“, sagt Gerden-Schmitz.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Thomas Rachel bleibt Vorsitzender des CDU-Bezirks

Die Delegierten geben dem Parlamentarischen Staatssekretär beim 30. Bezirksparteitag der Christdemokraten 101 Stimmen

Thomas Rachel (rechts) bleibt Vorsitzender des CDU-Bezirksverbandes. Zu den Gratulanten zählte Armin Laschet. Foto: Dirk Müller
Thomas Rachel (rechts) bleibt Vorsitzender des CDU-Bezirksverbandes. Zu den Gratulanten zählte Armin Laschet. Foto: Dirk Müller

Thomas Rachel bleibt Vorsitzender des CDU-Bezirksverbands Aachen. Die Delegierten der Kreisverbände Aachen Stadt und Land, Düren/Jülich, Euskirchen und Heinsberg sprachen dem Dürener Bundestagsabgeordneten und Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 101 Stimmen (vier Nein) deutlich das Vertrauen aus. Rachel verbuchte damit das beste Wahlergebnis beim 30. Bezirksparteitag (siehe Infokasten).

Im Anschluss an die Delegiertenversammlung im Zinkhütter Hof in Stolberg schwor der Landeschef und Spitzenkandidat der NRW-CDU, Armin Laschet, die Christdemokraten auf den Landtagswahlkampf ein.

 

Den „Schulz-Effekt“ bezeichnete Laschet als eine „hausgemachte Euphorie“ der SPD und verwies auf das Ergebnis der Landtagswahl im Saarland. Auch gegen Populisten, die gegen die Europäische Union seien, teilte Laschet aus. „Wir werden sie weiterhin bekämpfen“, sagte er und meinte: „Wir brauchen mehr Europa.“ Letzteres verdeutlichte Laschet am Beispiel Tihange: „Wenn ein marodes Kernkraftwerk in Belgien eine Bedrohung für das westliche Rheinland darstellt, ist das keine nationale Angelegenheit mehr.“ Zum Thema Pkw-Maut äußerte Laschet sich ebenfalls deutlich – und gegen den Kurs der Bundes-Union. „Wir warten auf die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs, und wir hoffen, dass unsere Region mautfrei bleibt.“ Der rot-grünen Landesregierung hielt Laschet Defizite in Bereichen wie Bildung, Bekämpfung von Armut und Arbeitslosigkeit sowie innere Sicherheit und Wirtschaftspolitik vor. „NRW muss das innovativste und wirtschaftsfreundlichste Land der Bundesrepublik werden“, sagte Laschet.

 

Im Wahlkampfmodus hatte sich zuvor auch Thomas Rachel gezeigt. Etwa beim Thema Verkehr: Nachdem die CDU dafür gesorgt habe, dass der Lückenschluss der Autobahn A1 im Euskirchener Raum im Bundesverkehrswegeplan mit höchster Priorität eingestuft worden sei und rund 200 Millionen Euro für die Realisierung bereitstünden, würden die SPD-geführten Regierungen von NRW und Rheinland-Pfalz sich nun mit dem Planfeststellungsverfahren Zeit lassen. „Verkehrsminister Groschek muss jetzt endlich aus den Puschen kommen“, forderte Rachel. Hinsichtlich der Entwicklung des ländlichen Raums und des kommenden Strukturwandels in NRW warf der CDU-Bezirksvorsitzende der Landesregierung weitere Versäumnisse vor. „Der gerade von rot-grün beschlossene Landesentwicklungsplan bremst die Entwicklung unserer Dörfer aus“, meinte Rachel und prangerte unter anderem die „ungerechte Verteilung von Landesmitteln“ an: „Es ist nicht nachvollziehbar, warum Städte wie Köln und des Ruhrgebiets über 40 Prozentpunkte mehr Landesmittel pro Einwohner erhalten als beispielsweise Stolberg“, sagte Rachel.

 

Der Vorstand in seiner Zusammensetzung

 

Zum Bezirksvorstand gehören neben dem Vorsitzenden Thomas Rachel als seine Stellvertreter Ulla Thönnissen (96 Stimmen), Detlef Seif (92), Bernd Krückel (91) und Axel Wirtz (88). Beisitzer sind: Bernd Goffart, Gudrun Ritzen, Dieter Claßen, Sabine Verheyen, Armin Großek, Patricia Peill, Frank Diefenbach, Birgit Braun-Näger, Wilfried Oellers, Thomas Schnelle.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Stolbergs Leichtathleten können hoffen

Hauptausschuss der Stadt gibt grünes Licht für Erstellung eines umfassenden Sanierungskonzepts des Stadions Glashütter Weiher

Das Stadion Glashütter Weiher soll saniert werden. Den Antrag von CDU und SPD hat der Hauptausschuss durchgewunken. Foto S.L. Gombert
Das Stadion Glashütter Weiher soll saniert werden. Den Antrag von CDU und SPD hat der Hauptausschuss durchgewunken. Foto S.L. Gombert

Eine marode Tribüne, Lagerräume für die Leichtathletik, in die es hineinregnet. Eine Laufbahn, die schon bessere Zeiten gesehen hat, ein Rasenplatz, der zum Fußballspielen zu gefährlich ist und ein Fußweg, von dem kaum noch etwas zu erkennen ist: Die Mängelliste am Stadion Glashütter Weiher ist lang.

 

Wie lang, das ist den Vertretern der politischen Parteien bei einer Besichtigung vor knapp zwei Monaten noch einmal bewusst geworden. Nachdem dann der städtische Sportausschuss noch im Februar beschlossen hatte, über die „scheibchenweise“ Sanierung der Sportanlage nicht abzustimmen, hat am Dienstagabend der Hauptausschuss der Stadt beschlossen, grünes Licht für den Antrag von CDU und SPD zu geben: für das Stadion Glashütter Weiher, insbesondere für die Leichtathletikanlagen, soll ein Sanierungskonzept erstellt werden. Die betroffenen Vereine und Schulen sind bei der Erstellung des Konzepts zu beteiligen, und die notwendigen Mittel sind perspektivisch in den nachfolgenden Haushaltsjahren einzuplanen.

 

„Selbst nach einer gerade erfolgten Aufarbeitung der Laufanlage ist diese nicht wirklich in einem guten Zustand“, erklärt Frank Dondorf vom FC Stolberg, der auch für die SPD als stellvertretender sachkundiger Bürger im Sportausschuss sitzt, bei einem gemeinsamen Rundgang, zu dem die Stolberger Christ- und Sozialdemokraten sich im Anschluss an die Sitzung des Hauptausschusses getroffen haben. In der Tat: Wie Langlaufloipen sehen die Rillen aus, die auf der Bahn zu sehen sind. „Das lädt ja nun wirklich nicht gerade zum Laufen ein“, sagt Patrick Haas (SPD), Stolbergs stellvertretender Bürgermeister.

 

Zu früh für eine Kostenschätzung

 

„Uns ist bewusst, dass wir für die Sanierung des Stadions Geld in die Hand nehmen müssen“, erklärt Jochen Emonds, Vorsitzender der Stolberger CDU, auch wenn es vermessen sei, jetzt schon Kostenschätzungen abzugeben. Realistischerweise müsse man aber von einem siebenstelligen Betrag ausgehen für eine umfassende Sanierung. So oder so: Eine ganzheitliche Sanierung sei auch unter finanziellen Gesichtspunkten die beste Lösung, sind sich CDU und SPD sicher. Er sei froh, dass auch die anderen im Hauptausschuss vertretenen Parteien mitziehen, so Emonds. Das Stadion am Glashütter Weiher, vor 40 Jahren erbaut, werde im jetzigen Zustand den Aufgaben als Zentrum für die Leichtathletik und den Schulsport nicht mehr gerecht. „Davon ist die Laufbahn betroffen, genauso die Sprunganlagen, der Rasenplatz, die Tribüne und auch die Geräteräume“, konstatiert Patrick Haas.

 

„Auch durch den Rückbau der anderen Sportplätze, beispielsweise in Vicht, ist ein vielfältig nutzbares Stadion Glashütter Weiher von großem Interesse für die Stadt Stolberg, besonders auch für den Schulsport“, sagt Jochen Emonds, der – ebenso wie Patrick Haas – als Lehrer an einer weiterführenden Schule arbeitet: „Das Stadion wird zum Beispiel für die Bundesjugendspiele genutzt, außerdem können Bürger hier über die Vereine auch das Sportabzeichen machen.“

Wichtig sei auch, dass der Durchgang zur benachbarten Sporthalle wieder gangbar gemacht werde. Gerade bei den Bundesjugendspielen sei es wichtig, dass Lehrer, die in der Halle und auf dem Platz Prüfungen abnehmen, sich auf kurzem Wege miteinander austauschen könnten.

 

Wenn die Parteien eine Wunschliste aufschreiben dürften mit all den Dingen, die rund ums Stadion in den kommenden Jahren erledigt werden sollten, dann wären auf dieser Liste neben den Sanitäranlagen vor allem die Laufbahn, die Sprunganlagen und die Hammerwurfanlage zu finden. „Wichtig ist, dass wir eine Drainage anlegen, damit wir den Platz und die Laufbahn auch nach Regenfällen anständig entwässert bekommen“, sagt Patrick Haas. Nach heftigeren Niederschlägen verwandelt sich das Stadion in eine Matschlandschaft.

 

Wenn Frank Dondorf vom FC Stolberg einen Wunsch frei hätte, dann wäre das wohl eine Tartanbahn für die Läufer: „Die Tartanbahn ist für den Leichtathleten das, was der Kunstrasenplatz für den Fußballer ist“, sagt Dondorf.

Bei all den Kosten hat man sich in der Koalition auch Gedanken darüber gemacht, wo in Zukunft Einsparpotenzial liegt. Ein Vorschlag kam von Ruth Püttgen, Leiterin der LG Stolberg: Neben den großen Flutlichtanlagen solle man über kleinere LED-Lampen rund ums Stadion nachdenken. Diese reichten für das Lauftraining auf der Bahn aus und verbrauchten deutlich weniger Energie als die Flutlichter. „Wobei auch diese überprüft werden sollten“, kommentierte Ludwig Hahn (CDU).

 

Letztlich geht es den Parteien darum, das Stadion wieder zu einem attraktiven Sportareal herzurichten, gemeinsam mit den Vereinen und Schulen. „Wir rechnen damit, dass die Stadtverwaltung nach der Sommerpause einen ersten Entwurf mit Kostenschätzungen vorlegen kann“, sagt Jochen Emonds. „Und wenn alles klappt, können wir die Sanierung schon in die kommenden Haushaltsplanungen aufnehmen“, ergänzt Patrick Haas.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Außenstelle des Standesamts ist eröffnet

Eltern, deren Kinder im Stolberger Bethlehem-Gesundheitszentrum zur Welt bringen, können die Kleinen jetzt auch direkt dort anmelden lassen.

Das Stolberger Bethlehem Gesundheitszentrum ist das geburtenstärkste Krankenhaus der Region. Nun hat das Stolberger Standesamt hier eine eigene Servicestelle eingerichtet. Foto: S.-L. Gombert
Das Stolberger Bethlehem Gesundheitszentrum ist das geburtenstärkste Krankenhaus der Region. Nun hat das Stolberger Standesamt hier eine eigene Servicestelle eingerichtet. Foto: S.-L. Gombert

Acht Anmeldungen am ersten Vormittag: Sabine Roosen, Mitarbeiterin der Stadt Stolberg, hat in der neu eröffneten Servicestelle des Standesamts der Stadt Stolberg gleich direkt eine ganze Menge zu tun. Seit Montag können Eltern, deren Kinder im Bethlehem Gesundheitszentrum zur Welt kommen, ihren Nachwuchs gleich unterm selben Dach anmelden lassen. Und das Angebot wird auch rege genutzt.

 

„Wir vom Krankenhaus begrüßen sehr, dass die Stadt Stolberg dieses Angebot ermöglicht hat“, sagt Dirk Offermann, Geschäftsführer des Stolberger Krankenhauses, bei der offiziellen Eröffnung. „Das ist für die Mütter – und auch für die doch manchmal ganz schön nervösen Väter eine tolle Entlastung“, so Offermann. Er hoffe, dass die neue Anlaufstelle zur Baby-Anmeldung und die Schaffung einer neuen Teilzeitstelle in den Räumen des Krankenhauses auch die städtischen Mitarbeiter des Stolberger Standesamtes ein wenig entlaste.

 

Arbeit machen die Babys den Stolberger Verwaltungsmitarbeitern zur Genüge: Erst im vergangenen Jahr hat das Bethlehem – mal wieder – seinen Geburtenrekord geknackt und zählt regionsweit als das geburtenstärkste Haus. Und jedes in Stolberg geborene Kind muss auch hier angemeldet werden. Auch dieses Jahr, so schätzen Standesamt und Geburtenstation, wird es wieder mehr Stolberger Babys geben. „Alleine am vergangenen Wochenende haben wir 25 Kinder zur Welt gebracht“, sagt Uwe Heindrichs, Chefarzt der Geburtshilfe in Stolberg. Er schätzt, dass in diesem Jahr rund 1800 Kinder im Kupferstädter Krankenhaus das Licht der Welt erblicken. „Wir merken schon, dass langsam der Eschweiler-Effekt einsetzt“, sagt Heindrichs. Seit dem Oktober vergangenen Jahres arbeiten das Bethlehem und das Krankenhaus in der Nachbarstadt im Bereich der Geburtshilfe und der Gynäkologie zusammen: In Eschweiler finden seitdem keine geplanten Geburten mehr statt, in Stolberg hingegen gibt es keine geplanten gynäkologischen Eingriffe mehr. „Das haben die Leute mittlerweile verinnerlicht“, weiß Heindrichs. So sei in Eschweiler nur noch ein einziges Kind geboren worden – in der Notfallambulanz.

 

„Gerade für die Eltern, die nicht in Stolberg leben, wollen wir durch die Einrichtung der Servicestelle den Aufenthalt in unserer Stadt etwas angenehmer gestalten“, sagt Stolbergs Bürgermeister Tim Grüttemeier. Es gehe darum, lange Wartezeiten im Standesamt zu vermeiden. Auch einen Termin erst mehrere Wochen nach der Geburt sei für Familien von auswärts eher umständlich. „Daher sind wir sehr froh, dass wir hier im Krankenhaus geeignete Räume zur Verfügung gestellt bekommen haben, um unsere Dienstleistung hier anbieten zu können.“ Montags, mittwochs, donnerstags und freitags ist die Servicestelle im ehemaligen Büro der Rheumaliga, gleich im Foyer des Bethlehems, geöffnet. Von 9 bis 13 Uhr können Eltern hierher kommen, um die Anmeldung für ihre Kinder zu regeln.

 

Was Eltern alles mitbringen müssen, um ihr Kind erfolgreich anzumelden, das weiß Roland Gillessen vom Stolberger Standesamt: „Wir benötigen zur Anmeldung eines Kindes grundsätzlich die Geburtsurkunde der Eltern, eine Heiratsurkunde, wenn sie verheiratet sind und natürlich die gültigen Personalausweise“, sagt der stellvertretende Abteilungsleiter. Sollten die Eltern nicht gleich alles zur Hand haben, nimmt Sabine Roosen in der Servicestelle trotzdem schon einmal die Daten auf und leitet diese an die Kollegen im Standesamt zur weiteren Bearbeitung weiter.

 

Apropos: Die Verbindung der Außenstelle zum „Standesamt-Mutterschiff“ im Rathaus erfolgt über eine sichere VPN-Leitung. Das bedeutet, dass Sabine Roosen zwar über die Internetleitung des Krankenhauses arbeitet. „Wir als Klinik haben aber keinen Zugriff auf die Daten der Stadt“, betont Dirk Offermann. Dafür habe unter anderem auch die städtische Datenschutzbeauftragte gesorgt.

 

Kniffliger wird es unter anderem, wenn die Eltern eine andere Staatsbürgerschaft als die deutsche haben: „In Spanien beispielsweise gibt es ein ganz anderes Namensrecht“, so Gillessen. Spanische Eltern dürfen ihrem Kind also auch einen ganz anderen Namen geben als deutsche Eltern. Und bei fremdsprachigen Dokumenten benötigen die Standesbeamten eine entsprechend beglaubigte Übersetzung.

 

Einen entsprechenden Laufzettel mit Informationen, was zur Anmeldung eines Kindes alles zu beachten ist, wollen die Mitarbeiter des Krankenhauses künftig bereits bei der Anmeldesprechstunde an die werdenden Eltern austeilen. „Vielleicht legt sich dann der ein oder andere Vater die notwendigen Dokumente zurecht, bevor es mit dem Einsetzen der Wehen ins Krankenhaus geht“, sagt Uwe Heindrichs.

 

Die Außenstelle des Standesamts ist indes nicht die einzige Maßnahme, die ergriffen wird, um auf die stetig ansteigende Zahl an Geburten in Stolberg zu reagieren: Das Krankenhaus plant noch für dieses Jahr die Fertigstellung eines neuen Kreißsaal-Trakts. Bis Ende 2017 sollen insgesamt sechs Kreißsäle stehen. „Die Baugenehmigung der Stadt Stolberg liegt vor, wir befinden uns gerade in der Ausschreibung“, sagt Dirk Offermann. Noch im Laufe des Monats April rechnet er mit dem Spatenstich für den sternförmig angelegten Anbau, der an der Ritzefeldstraße entstehen wird. 1,5 Millionen Euro steckt die Klinik in den Neubau, 200 000 Euro Fördermittel hat die Stolberger Stadtverwaltung organisiert.

 

„Auch die Stadt Stolberg hat ein großes Interesse daran, dass das Krankenhaus mit dem Baufortschritt im Zeitplan vorankommt“, sagt Bürgermeister Tim Grüttemeier. Die Sanierung der Rathausstraße sei in enger Abstimmung mit dem Krankenhaus geplant worden – schließlich muss die An- und Abfahrt von Rettungswagen und für die Patienten der Klinik gewährleistet bleiben.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Axel Wirtz zur Hygiene-Ampel

Die Hygiene-Ampel, ein Aushängeschild an Geschäften, in denen Lebensmittelverarbeitet werden, wurde auf Landesebene entschieden und seit dem 22. März auf regionaler Ebene umgesetzt. 

Axel Wirtz MdL
Axel Wirtz MdL

Über eine Farbskala von Grün über Gelb bis Rot soll die Position des Unternehmens eingetragen und die Skala am Eingang oder am Schaufenster des Geschäftes ausgehängt werden. Viele der Kriterien zur Farbbestimmung werden von lokalen Unternehmen aber kritisiert. Das Argument: Bauliche und bürokratische Kriterien sagen nichts über die Hygiene und die Qualität des Produkts aus. Und: Die Ampel gilt als Brandmarke. Das sagt nun CDU-Landtagsabgeordneter und -kandidat Axel Wirtz:

 

Die Hygiene-Ampel ist ein Papiertiger, der auch von vielen Hygienikern aus der Lebensmittelbranche kritisiert wird. Es ist kein Vorteil für den Verbraucher ersichtlich – vor allem, wenn man bedenkt, dass in Bäckereien seit Jahrhunderten die Arbeitskleidung zu Hause gewaschen wird, was macht es dann heute sauberer, wenn die Reinigung vom Betrieb übernommen wird? Und selbst wenn es Defizite gibt, kann die Ampel diese wahrscheinlich nicht lösen. Das Gesetz ist ein Ergebnis Rot-Grüner-Regelungswut.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Stolberg im Wandel: Ab Mai werden die Rathaus- und die Salmstraße umgestaltet

Ab Mai werden die Rathaus- und die Salmstraße im Rahmen des Stolberger Entwicklungskonzepts Talachse Innenstadt in fünf Bauabschnitten umgestaltet. Außerdem werden auch andere Straßen im Stadtgebiet erneuert.

Die fünf Bauabschnitte zur Umgestaltung der Rathaus- und Salmstraße
Die fünf Bauabschnitte zur Umgestaltung der Rathaus- und Salmstraße

Das Frühlingserwachen geht in der Kupferstadt einher mit dem Aufblühen weiterer Baustellen, wie das Ordnungsamt jetzt im Verkehrsausschuss erläuterte.

 

Wie bereits berichtet, beginnt an diesem Montag die Operation am offenen Herzen der innerstädtischen Verkehrsführung. Bis zum 23. April wird der Schellerweg zwischen Rathaus- und Europastraße zur Verlegung neuer Gas- und Stromleitungen komplett gesperrt sein. Erreichbar sein werden Stoffhaus, Reinigung und Parkplätze über die Rosentalstraße, die im Rahmen der Umleitung auch von der Rathausstraße aus angefahren werden darf. Bei Fragen steht Regionetz-Baubeauftragter Sebastian Mingers unter ☏ 02403/701-3257 zur Verfügung.

 

Am Wochenende 29. / 30. April wird die Straße „An der Krone“ im Einmündungsbereich der Stielsgasse komplett zur Straßensanierung gesperrt.

 

Es folgt am Montag, 2. Mai, dann die bis Ende Februar 2019 währende Umgestaltung der Rathaus- und Salmstraße. Zuerst wird bis zum 4. November der Abschnitt zwischen Kaiserplatz und Steinfeldstraße angepackt. Dort wird die Rathausstraße zur Einbahnstraße in Richtung Rathaus, rund um den Kaiserplatz wird eine Umleitung eingerichtet.

 

Voraussichtlich im April, das genaue Datum steht noch nicht fest, erneuert der Landesbetrieb an der Zweifaller Straße (L 238) in Höhe von Leoni Kerpen die Stützmauern zu dem niedriger gelegenen Fußweg. Dazu wird die Landesstraße zwei Wochen komplett für den Verkehr gesperrt, jeweils drei Wochen vor und nach der Vollsperrung wird der Verkehr einspurig mittels Ampeln an der Baustelle vorbeigeleitet. Die Umleitung soll über Breinig und Büsbach ausgeschildert werden. Adolf Konrads (CDU) appellierte im Ausschuss an die Aseag, Linien- und Schulbusse über Mausbach und die Derichsberger Straße umzuleiten.

 

Noch bis zum 12. Mai ist die August-Prym-Straße komplett gesperrt zur Verlegung von Versorgungsleitungen und Hausanschlüssen. In Zweifall wird die Kahlenbergstraße in Höhe von Haus-Nr. 3a ab 3. April für die Dauer von zehn Arbeitstagen zur Verlegung von Hausanschlüssen komplett gesperrt.

 

Die pünktlich in der Ardennen­straße begonnenen Arbeiten an Kanal und Fahrbahn sollen noch bis in den Juli andauern. In Münsterbusch werden am Montag, 3. April, die Arbeiten an der alten Prämienstraße zwischen Mauerstraße und Jugendheim aufgenommen. Auf Alt Breinig sind am Mittwoch die Asphaltarbeiten erfolgt, seit gestern ist wieder die Stockemer Straße für den Durchgangsverkehr komplett gesperrt, was bis Anfang Mai dauern soll.

 

Am Marienheim in Büsbach wird eine Vollsperrung bis in die Mitte der Straße „In der Dell“ erforderlich, um eine Rampe zu erstellen. Der Schulweg wird dabei gesichert geführt. Inwieweit die einspurige Verkehrsführung auf der Bischofstraße aufgehoben werden kann, hängt ab von einem Baubeginn der Regionetz, die eine Erdgasleitung erneuern möchte.

 

Für August avisiert der Landesbetrieb den Ausbau der Rhenania­straße.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Stolberg kommt voran, Schritt für Schritt

Eine Zeitungsanzeige der CDU Stolberg

CDU setzt sich für eine Verbesserung der Situation an der Haltestelle Mausbach Kirche in Fahrtrichtung Kurt-Schumacher-Straße ein

Die Haltebucht der Bushaltestelle Mausbach Kirche in der Dechant-Brock-Straße in Fahrtrichtung Kurt-Schumacher-Straße wird von vielen Busfahrern der ASEAG nicht ordentlich genutzt. Diese Entwicklung sieht der CDU-Ortsverband Gressenich-Mausbach-Schevenhütte-Vicht-Werth-Zweifall mit großer Sorge. „Die Busse halten oftmals in der Straße an, sodass die Fahrgäste die Haltebucht durchqueren müssen, um in den Bus einsteigen zu können“, berichtet Vorstandsmitglied Adolf Konrads. Der Höhenunterschied zwischen Fahrbahn und Bus stelle insbesondere für ältere Menschen eine enorme Schwierigkeit dar. Es sei schon mehrfach dazu gekommen, dass ältere Damen den beschwerlichen Einstieg in den Bus nicht richtig geschafft hätten und dann vornüber in den Bus gefallen seien. 

   

„Die ASEAG muss dafür Sorge tragen, dass die Fahrgäste problemlos in den Bus einsteigen können“. fordern die CDU-Ratsmitglieder Rita Felden und Hans Bruckschen. Da die ASEAG dies an der o. g. Haltestelle nicht reibungslos gewährleistet, bitten wir die Kupferstadt Stolberg, mit der ASEAG Kontakt aufzunehmen und das Thema zu erörtern. „Wir haben den Bürgermeister deshalb mit  Brief vom 27.03.2017 gebeten, an die ASEAG heranzutreten und die Problematik zu erörtern und eine einvernehmliche Lösung im Sinne aller Fahrgäste zu finden“, erklärt der Vorsitzende Marc Delzepich die weitere Vorgehensweise.  

CDU fordert mehr Tempo 30 in Mausbach

Die CDU-Fraktion Stolberg hat jüngst beantragt, das Tempo 30 Streckenverbot auf der L 12 in der Ortsmitte von Mausbach zwischen Haus Nr. 3 Gressenicher Straße, Markusplatz bis zur Haus Nr. 17 Kurt-Schumacher-Straße, um etwa 170 m bis zur Ortstafel in Richtung „Nachtigällchen“ zu verlängern. „Das Schild sollte also im Bereich der beidseitigen Bebauung liegen“, findet CDU-Ratsmitglied Hans Bruckschen, der den Antrag gemeinsam mit dem sachkundigen Bürger Adolf Konrads auf den Weg gebracht hat.  

 

Die Tempo 30 Strecke endet etwa 30 m vor dem direkt am Straßenrand der L 12 liegenden Spielplatz Schroiffstraße und der neu errichteten Boulebahn. Neben dem Spielplatz quert der Wanderweg Kupferroute und gleichzeitig nutzen Reiterinnen und Reiter des nahegelegenen Reiterhofes ebenfalls diese Querung, um zum Mausbacher Wald zu reiten.  

 

„Die Menge der Reiter hat durch die Vergrößerung des Reitstalls um eine weitere Halle erheblich zugenommen“, weiß Adolf Konrads zu berichten. Der genannte Straßenbereich ist deshalb sehr gefährlich, weil er für ortseinfahrende Fahrzeuge Auslaufstrecke der Außerorts - Geschwindigkeit und in Gegenrichtung als Beschleunigungsstrecke für das nahe Ende der geschlossenen Ortschaft gilt. Zusätzlich ist die Sicht beider Ausfahrten der Straße „Im Pesch“ durch Parkplätze erschwert.  

 

„Durch die vom CDU-Ortsverband geforderte Maßnahme, die wir als CDU-Fraktion unterstützen, würde eine große Beruhigung des dortigen Geschwindigkeitsniveaus erreicht“, zeigt sich der CDU-Partei- und Fraktionsvorsitzende Jochen Emonds zuversichtlich.  

Vier Wege: Kreuzungsumbau noch 2017

Noch in diesem Jahr sollen die Bauarbeiten zur Verbesserung der Verkehrssicherheit für Fußgänger, insbesondere Kinder und Fahrzeuge in Werth, Kreuzung L 12 und Schillerstraße, erfolgen.

 

Hierzu erklärt Marc Delzepich als Vorsitzender des CDU Ortsverbandes Gressenich, dass jetzt mit den Planungen begonnen wird und Ratsmitglied Rita Felden freut sich, dass die Bushaltestellen an der viel und schnell befahrenen Landstraße zwischen Gressenich und Hastenrath sicherer werden.

 

Der hiesige Landtagsabgeordnete Axel Wirtz freut sich, dass es gelungen ist, zwischen Stadt und Landesbetrieb Straßenbau zu einer Vereinbarung über die Kostenteilung zu kommen. Wirtz: "Lange haben die Werther auf diese Verbesserung gewartet und die unübersichtliche, gefährliche Kreuzung wird durch Beleuchtung, Veränderungen an den Haltestellen und der Verkehrsführung deutlich sicherer".

Auf schnellem Wege zum Pflegeheim

Die Offenlage der neuen Bauleitplanung für das Gebäud Propst-Grüber-Hauptschule wurde vom Stadtrat beschlossen. Frühere Bedenken über "ein auskömmliches Ergebnis" wurden entkräftet.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Jochen Emonds nennt das Projekt einen "Riesenerfolg".
Der CDU-Fraktionsvorsitzende Jochen Emonds nennt das Projekt einen "Riesenerfolg".

Die Gelegenheit zu einem kurzen Rückblick ließ sich Jochen Emonds beim Beschluss zur Offenlage der neuen Bauleitplanung für das Gelände der Propst-Grüber-Hauptschule auf der Liester dann doch nicht nehmen: „Das Projekt ist ein Riesenerfolg für die Stadt und das Seniorenzentrum“, sagt der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Stadtrat. Eine europaweite Ausschreibung habe dazu den Weg geebnet. Diesen Weg hat der Koalitionspartner SPD zwar stets mitgetragen, ihm aber auch eine gehörige Portion Skepsis entgegengebracht.

 

Frühere Bedenken entkräftet

 

Sorgen über „ein auskömmliches Ergebnis“ hatte SPD-Sprecher Rolf Engels noch im November 2015 geäußert, als die Ausschreibung auf den Weg gebracht wurde. Keine vier Monate später hatte der Stadtrat die Wahl unter einer Handvoll interessanter Angebote. Anhand eines Punktekatalogs für definierte Kriterien entschied sich Stolberg für das Angebot einer Gesellschaft um Heinrich Sangerhausen, der auch führender Investor für die neue Seniorenresidenz in Alt Breinig ist.

 

Nach dem Verkaufsbeschluss für das Gelände im vergangenen März geht nun alles Schlag auf Schlag. Wohl in Rekordzeit arbeiten Investor und Stadtverwaltung an der Bauleitplanung des Projektes, dankt Emonds für das Engagement der Beteiligten, denn der Zeitplan ist ambitioniert. Zwar laufen in Abstimmung mit der Schulleitung bereits Entkernungsarbeiten in einem Teil der Schulgebäude, aber so richtig Dampf machen mit Abriss und Neubau kann erst ab 11. Juli gemacht werden, wenn das Schuljahr zu Ende und die Hauptschule ausgelaufen ist.

 

Während die letzte Schulklasse in einem Seitentrakt unterrichtet wird, hat die Entkernung der Hauptschule auf der Liester bereits begonnen. Sie weicht dem Neubau eines Seniorenpflegeheims. Foto: J. Lange
Während die letzte Schulklasse in einem Seitentrakt unterrichtet wird, hat die Entkernung der Hauptschule auf der Liester bereits begonnen. Sie weicht dem Neubau eines Seniorenpflegeheims. Foto: J. Lange

Dann entsteht dort, wo der Haupttrakt an der Straße „Auf der Liester“ liegt, ein Pflegeheim mit 80 Plätzen nebst angegliederter Tagespflege mit 20 Plätzen. Zudem wird im Bereich der Hausmeisterwohnung eine Immobilie mit 24 Einheiten für betreutes Wohnen errichtet. Das Pflegeheim muss zu bereits zum 1. August 2018 seinen Betrieb aufnehmen können, da ab diesem Zeitpunkt die Pflegestation im Haus am Amselweg nicht mehr den gesetzlichen Bestimmungen entspricht. Der Betreiber, die städtische Seniorenwohn- und Sozialzentrum Betriebsführungs GmbH, schließt dazu einen Mietvertrag über 25 Jahre mit dem Investor. Sie kann ihr Bettenangebot damit zudem von 66 auf 80 erweitern.

 

Auf dem übrigen Gelände bis zum Sportplatz Kranensterz entsteht ein Wohngebiet mit 56 Einheiten in acht zwei- bzw. dreigeschossigen Gebäuden. „In diesem Rahmen werden erstmals auch 40 öffentliche Stellplätze auf dem Areal ausgewiesen“, lobte Siegfried Pietz (CDU) die Berücksichtigung von Einwendungen im Rahmen der Bürgerbeteiligung, über deren Abwägung der Rat nun befand. Denn auch wenn die an der Schule bestehenden Parkplätze vielfach von Anliegern genutzt werden, so bestehen offiziell dort keine öffentlichen Stellplätze. Für die Senioreneinrichtungen summieren sich zudem die privaten Parkplätze auf 51 und für das Wohngebiet auf 83. Von den öffentlichen Parkplätzen entstehen 25 entlang der Wohngebietserschließung sowie 15 im Rahmen der Umgestaltung des Vorplatzes der Sporthalle.

 

 

Der Offenlagebeschluss erfolgte mit der Zustimmung aller Ratsmitglieder mit Ausnahme der der FDP. Nach Bekanntmachung der Offenlage besteht weitere 30 Tage Zeit Anregungen und Einwendungen zu bekunden. Diese müssen dann von der Verwaltung analysiert werden. Mit dem Beschluss über die Abwägung und dem Satzungsbeschluss wird für die Juli-Sitzung des Rates gerechnet.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

"Die Frage bleibt zu stellen, wer sich hier mit fremden Federn schmückt"

Der stellvertretende Geschäftsführer und Pressesprecher der JU Stolberg, Dominik Bayer, schreibt zum Artikel "Politischer Aschermittwoch bei den Stolberger Jusos" in der Ausgabe vom 3. März in der Stolberger Zeitung: 

Also wenn man metaphorisch die Stolberger Jusos mit einem Kraftfahrzeug mit Verbrennungsmotor vergleichen würde, müsste man sich als Technikfreund ernste Sorgen machen um den Motor. Wer aus einem Kaltstart heraus sofort eine solch hohe Drehzahl anstrebt, wird nicht weit kommen – die obligatorische Panne ist programmiert.

 

Überträgt man dieses Bild auf die Jusos, dann kann der Kaltstart hier nur deren „politischer“ Aschermittwoch im Wahljahr sein. Die Panne wird dann irgendwann zwischen jetzt und dem 14. Mai erfolgen. Die Jungsozialisten werfen dem CDU-Landtagsabgeordneten Axel Wirtz und der Jungen Union vor, immer nur nach einem Winterschlaf von etwa einer Legislaturperiode wieder aktiv zu werden und sich mit fremden Federn zu schmücken.

 

Hierzu stelle ich fest: Wenn wir gerade aus dem Winterschlaf erwacht sind, dann haben die Jusos gerade die Eiszeit durchgemacht. Die JU Stolberg veranstaltet zwar keinen politischen Aschermittwoch, ist dafür jedoch ganzjährig aktiv. Zu nennen sind unter anderem folgende unserer Veranstaltungen, über die in den Lokalzeitungen auch berichtet wurde: „Wie geht Deutschland“, in der wir uns mit der Integration von Flüchtlingen hier vor Ort auseinandersetzten; unser Antrag, das Kulturzentrum Frankental wieder mit geeigneten Filmvorführ- und Beschallungsanlagen auszustatten; unsere St.-Patricks-Day-Veranstaltung im vergangenen Jahr; unsere diesjährige Karnevalsparty und viele mehr.

 

Dann bleibt noch die Frage zu stellen, wer sich hier mit fremden Federn schmückt In der Amtszeit von Bürgermeister Gatzweiler wies der städtische Haushalt ein strukturelles Defizit von 33 Millionen Euro aus. Jusos und SPD kritisieren heute noch richtungsweisende Entscheidungen für die Stadt lieber, als sich konstruktiv in die Debatte einzubringen.

 

Übrigens liebe Kollegen von den Jusos: Dass Fördermittel durch die Landesregierung bereitgestellt werden, ist die eine Seite der Medaille. Man muss sie auch abrufen! Dazu blieb in der Amtszeit von SPD-Bürgermeister Gatzweiler (zehn Jahre!) anscheinend keine Zeit. Bürgermeister Dr. Grüttemeier und die CDU-Ratsmehrheit haben seit Mitte 2014 einiges angepackt und gestaltet, statt nur verwaltet (Kupferpavillon, Neubau Seniorenzentrum Liester et cetera). Schade nur, dass es für Parteien und deren Jugendorganisationen – um beim Bild eines Autos zu bleiben – keine Gelben Engel gibt. Oder anders gesagt: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.