Antrag: Überarbeitung des Konzeptes zur Schulsozialarbeit in der Kupferstadt Stolberg

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Haas,

 

der CDU Ortsverband Gressenich, Mausbach, Schevenhütte, Werth, Vicht, Zweifall  und die CDU-Fraktion der Stadt Stolberg beantragen, Hauptausschuss und Rat mögen nach Beratung im Fachausschuss für Schule, Kultur, Sport und Tourismus beschließen, die Verwaltung zu beauftragen, das bisherige Konzept der Schulsozialarbeit in Stolberg in Gänze zu überarbeiten. Darüber hinaus sollen aktuelle Bedarfsfälle aktiv miteinbezogen werden.

 

Begründung:

 

Die Schulsozialarbeit ist in den letzten Jahren ein integraler Bestandteil von Schule geworden. Ihr Nutzen und ihre Notwendigkeit sind unbestreitbare Faktoren im Bildungs- und Erziehungsauftrag unserer Schulen. Je heterogener Schulgemeinden sind, desto zentraler ist es, Unterstützung für alle Systembeteiligten zu schaffen. Die Schulsozialarbeit fungiert dabei als Ansprechpartner und Hilfe für Eltern, Schüler und Lehrer gleichermaßen. Sie fängt nicht nur persönliche Schicksale im Kontext von Familie und Schule auf, sie zeigt auch Entwicklungsperspektiven und bietet Hilfen in einem weitgefassten Spektrum. Diverse Studien, aber auch konkrete Beispiele an unseren innerstädtischen Grundschulen zeigen, wie elementar Schulsozialarbeit geworden ist.

 

Leider sind die Ressourcen in unserer Stadt ungleich verteilt und das bisherige Konzept bedarf einer Überprüfung und Neujustierung, da wir wahrnehmen, dass alle Grundschulen einen konzeptionellen Bedarf haben, der über den bestehenden Ist-Zustand hinausgeht. Während einige Schulen im innerstädtischen Raum mit Schulsozialarbeit ausgestattet sind, fehlt es z.B. den dörflichen Grundschulen, aber auch anderen Grundschulen z.B. in Münsterbusch ganz oder teilweise daran. Manchen Schulen gehen sogar den Weg über den Förderverein und stellen auf eigene Kosten Unterstützungskräfte ein, die vergleichbare Aufgaben übernehmen und an Schulsozialarbeit angelehnt sind. Aus unserer Sicht heraus muss das System der Stolberger Schulsozialarbeit überprüft und umfassend reformiert werden. Ziel ist es alle Stolberger Schulen in den Blick zu nehmen und ausreichende Stellen zu schaffen, die den Anforderungen einer heterogenen Schülerschaft gerecht werden. In diesem Zusammenhang sprechen wir uns als bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion dafür aus, ein Springer- oder Koppelsystem zu installieren.

 

Am Beispiel der Grundschulen Mausbach, Zweifall und Gressenich lässt sich verdeutlichen, was damit gemeint ist. Alle drei Schulen haben unterschiedliche Bedürfnisse in Bezug auf Schulsozialarbeit, alle drei Schulen brauchen dringend Unterstützung, jedoch müssen alle drei Schulen einen anderen Weg gehen, der entweder über Quereinstieg, Förderverein oder eben gar keine Optionen in diesem Bereich verläuft.

Wenn man nun zumindest eine Schulsozialarbeitsstelle für die drei Schulen im Verbund organisieren könnte, könnte das Problem abgemildert werden.

 

 

Dieser Antrag umfasst alle Schulen der Kupferstadt. Denn es gilt zu überprüfen, ob das aktuelle System der aktuellen gesellschaftlichen Situation von Schule in Stolberg noch gerecht wird. Wir dürfen unsere Schulen mit dem veränderten Anspruch und den zunehmenden Belastungen nicht alleine lassen. Als Träger haben wir die Aufgabe, unser System stätig zu hinterfragen und den Gegebenheiten anzupassen und unseren Kindern und Jugendlichen die bestmögliche Bildung und Teilhabe zu ermöglichen.

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Antrag Schulsozialarbeit
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