Weitere Parkplätze an der Bahn

Stolberg plant eine neue P+R-Anlage am Haltepunkt Schneidmühle.

Auf dem ehemaligen Vegla-Grundstück an der Ecke von Eisenbahnstraße und Schneidmühle soll eine weitere P+R-Anlage entstehen. Foto J. Lange
Auf dem ehemaligen Vegla-Grundstück an der Ecke von Eisenbahnstraße und Schneidmühle soll eine weitere P+R-Anlage entstehen. Foto J. Lange

Für Bahnpendler wird die Kupferstadt zu einem El Dorado: Durch den Bau des Parkhauses vergrößert die Stadt das Angebot seiner P+R-Plätze direkt am Gleis von 166 auf 377. Vor sieben Jahren war der Platz am Hauptbahnhof bereits um drei Dutzend Stellplätze erweitert worden; etwa 60-P+R-Plätze waren seinerzeit zusätzlich gegenüber der Einmündung Probsteistraße entstanden.

 

Noch vor der für Juni erwarteten Fertigstellung des Parkhauses am Bahnhof holt die Stadt zu einem weiteren Schlag aus, um die Qualität des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) zu verbessern.

 

Am Euregiobahn-Haltepunkt Schneidmühle soll eine weitere P+R-Anlage gebaut werden. „Ungefähr 70 Stellplätze könnten entstehen“, sagt Tobias Röhm nach einer ersten Schätzung. „Die Planungsphase läuft ja jetzt erst an“, so der Technische Beigeordnete. Am Donnerstag hat der Vergabeausschuss den Auftrag dafür vergeben. Bis Mitte April soll ein Förderantrag eingereicht werden beim Zweckverband Nahverkehr Rheinland (NVR). Im Falle einer Bewilligung kann die Stadt mit bis zu 90 Prozent an Zuschüssen aus ÖPNV-Mitteln rechnen. Erste Kostenschätzungen gehen von einer Investition von 550 000 Euro inklusive des Grunderwerbs aus.

 

Das ins Auge gefasste Grundstück hatte die Stadt bereits im vergangenen Jahr von Saint-Gobain in der Spitze der Einmündung von Eisenbahnstraße und Schneidmühle erworben. In früheren Zeiten war dort eine Wohnbebauung die im Krieg schwer beschädigt und vor einigen Jahrzehnten abgerissen wurde. Seitdem hatte das Unternehmen mehrfach versucht, das Grundstück einer Nutzung zuzuführen, aber alle Pläne zerschlugen sich.

 

Das Gelände verwilderte zusehends. Nach dem Erwerb durch die Stadt wurde große Teile des Bewuchses im vergangenen Jahr gerodet.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten