Gewalt gegen Frauen und das Burka-Verbot in der Diskussion

Die CDU-Frauen-Union nimmt sich bei ihrem Treffen aktueller Themen an. Außerdem geht es um Betreuung von Flüchtlingen und Grundsicherung im Alter.

„Die Stärkung der Tarifbindung ist ein guter Weg zu mehr Gleichberechtigung bei der Entlohnung von Mann und Frau“, versicherte Edith Nolden, Vorsitzende von Stolbergs CDU-Frauen Union, als sie gemeinsam mit Brigitte Knauf-Kirch, Geschäftsführerin und stellvertretende Vorsitzende, im Parkhotel Hammerberg den Mitgliedern den Jahresbericht vorstellte.

 

Diese Aussage nutzte Nolden um den Fokus auf die Themen zu rücken, die die CDU-Frauen in den vergangenen Monaten beschäftigt haben. Denn neben der Lohngerechtigkeit habe sich die Organisation mit den Themen Gewalt gegen Frauen, dem Burka- und Niqab-Verbot sowie der Ächtung von Kinderehen auseinandergesetzt.

 

Zusammenhalt

 

Aber auch Stolberger Themen wie der interkulturelle Austausch und die Neuausrichtung des internationalen Frauentages in Zusammenarbeit mit der Stolberger Gleichstellungsbeauftragten, Susanne Goldmann, prägten die Jahresarbeit. Des weiteren organisierte man im Museum Zinkhütter Hof anlässlich des internationalen Frauentags einen Infostand, beschäftigte sich mit der Thematik „Häusliche Sicherheit“ und stärkte den geselligen Zusammenhalt, indem man sich auf eine Tagestour in das belgische Gent begab.

 

Zu den Gästen der Mitgliederversammlung gehörten auch die Kreisvorsitzende der Frauen-Union, Josefine Lohmann. Der Vorsitzende und Fraktionsvorsitzende der Stolberger CDU, Jochen Emonds, und die Dezernentin für Soziales und Integration der Städteregion Aachen, Professor Dr. Edeltraud Vomberg, nahmen ebenfalls teil.

 

Aktuelle Themen

 

So lobte Lohmann die Stolberger Frauen Union für die Vielfältigkeit ihrer Arbeit und ihre Offenheit, was die Bandbreite der aktuellen Themen und Probleme angehe. Emonds nahm kurz zur aktuellen Ratsarbeit Stellung, indem er den Einsatz für eine zweite Gesamtschule, die Ansiedlung von Unternehmen im Terrain Camp Astrid und die Bau- und Entwicklungsmaßnahme Talachse in den Mittelpunkt seiner Ansprache stellte. Vomberg, die seit September vergangenen Jahres das Sozialdezernat der Städteregion leitet, machte die Besucher mit ihrem vielfältigen und umfangreichen Aufgabengebiet vertraut: Dazu gehören laut Vomberg das Ausländeramt, das kommunale Integrationszentrum, das Sozialamt, das Amt für Seniorenarbeit, das Jobcenter und das Amt für Sozialplanung und Inklusion.

 

Anschließend startete man eine rege Diskussion, indem man die von Vomberg angerissenen Themen Förderung der sozialen Infrastruktur, Alphabetisierung für junge Flüchtlinge, Grundsicherung im Alter und Betreuungsaktivitäten in Flüchtlingsunterkünften und -wohnheimen weiter vertiefte.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung