684.000 Euro doch noch erhalten

Die Stadt Stolberg kann sich über einen weiteren Zuschuss zur Sanierung der Innenstadt freuen. Die Bezirksregierung hatte den Betrag zunächst gekürzt. Zum Jahresende wurde er jetzt wieder aufgestockt.

Bürgermeister Tim Grüttemeier erhält den Bewilligungsbescheid von Regierungspräsidentin Gisela Walsken.
Bürgermeister Tim Grüttemeier erhält den Bewilligungsbescheid von Regierungspräsidentin Gisela Walsken.

Gleich doppelt freuen konnte sich die Kupferstadt in diesem Jahr mit Blick auf die Umsetzung der ersten Maßnahmen im Rahmen der anstehenden Innenstadtsanierung. Jetzt gab es erneut einen nennenswerten Zuschuss zur Finanzierung der Baumaßnahme.

 

Bereits im Juli hatte die Stadt Stolberg einen ersten Bewilligungsbescheid in Höhe von 3,048 Millionen Euro aus dem Förderprogramm „Stadtumbau West“ für das Programmjahr 2015 erhalten. Hierin enthalten war jedoch eine Reduzierung der zunächst geplanten Landesförderung in Höhe von rund 700 000 Euro für die Umgestaltung des Kaiserplatzes im Herzen Stolbergs.

 

Hohe Bedeutung

 

Aufgrund der Bedeutung dieser Maßnahme für das Gesamtkonzept konnte in der Folge allerdings gemeinsam mit der Bezirksregierung ein vorgezogener Maßnahmenbeginn unter Vorfinanzierung durch die Kupferstadt vereinbart werden.

 

Hierdurch war es möglich am ursprünglichen Zeitplan festzuhalten. Kurz vor Jahresende erreichte die Stolberger Verwaltung dann schließlich doch noch eine weitere gute Nachricht: Entgegen der ersten Berechnungen konnte Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier jetzt bei einem Besuch bei der Bezirksregierung in Köln zusätzlich einen weiteren Förderbescheid über die verbleibenden 683 960 Euro aus den Händen von Regierungspräsidentin Gisela Walsken entgegennehmen.

 

Viel erreicht

 

„Seit der Übergabe des ersten Förderbescheids zur Innenstadtsanierung vor gut einem Jahr haben wir in Stolberg bereits vieles erreichen können: Gemeinsam mit der Bürgerschaft haben wir die Planungen zur Aufwertung des Bastinsweihers und des Kaiserplatzes erarbeitet, weitere Unterstützer und Investoren gewonnen und uns mit den betroffenen Vereinen und Gewerbetreibenden auf Zeitpläne verständigt.“ bilanziert Bürgermeister Dr. Grüttemeier.

 

Weihnachtsgeschenk

 

„Dank der guten Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung in Köln konnten wir nun kurz vor Jahresende die verbleibende Fördersumme für 2015 doch noch erhalten. Das ist ein Beweis für das Vertrauen in unsere Arbeit und für die Stolberger Bürgerschaft zugleich ein schönes Weihnachtsgeschenk.“

 

Aufgrund der Vielzahl von Projekten im Rahmen des Bund-/Länderprogrammes „Stadtumbau West“ mussten die Förderbeträge für das Programmjahr 2015 im Juli zunächst gekürzt werden. Für Stolberg bedeutete dies, dass der ausgestellte Förderbescheid mit drei Millionen Euro rund 700 000 Euro unterhalb der zunächst eingeplanten Förderung lag. Zwar wurde die Innenstadtsanierung in Stolberg weder sachlich noch finanziell in Frage gestellt, dennoch blieb zunächst unsicher, wann die restlichen Mittel fließen würden. Aus diesem Grund schlug die Stolberger Verwaltung vor, das Vorhaben aufgrund seiner Bedeutung für das Gesamtkonzept zunächst vorzufinanzieren. Dass dies förderunschädlich möglich wäre, bestätigte die Bezirksregierung der Stolberger Verwaltung erfreulicherweise bereits im August.

 

„Durch die Sanierung der Talachse wollen wir unsere Innenstadt zeitgemäß erneuern, die Aufenthaltsqualität deutlich erhöhen und so neue Impulse für eine Wiederbelebung Stolbergs als Einkaufs-, Gewerbe- und Aufenthaltsstandort geben“, so der Technische Beigeordnete der Stadt, Tobias Röhm. „Der Kaiserplatz ist für diese Ziele von zentraler Bedeutung. Und es war deswegen wichtig, mit dieser Maßnahme frühzeitig zu beginnen. Deshalb freut es uns umso mehr, dass die Bewilligung der vollständigen Fördermittel doch noch in 2015 erfolgen konnte“, zeigte sich Tobias Röhm beim Empfang der Mittel zufrieden.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung