Bürgerdialog des CDU-Ortsverbandes Stolberg-Mitte von den Bürgern sehr gut angenommen –Bürgerwille ist gefragt!

Die CDU-Stolberg setzt bei der Frage, wie mit der Verkehrslage in der Burgstraße umzugehen sein wird, auf den Willen der betroffenen Anlieger, Anwohner und Eigentümer in der Burgstraße und den umliegenden Straßen.

Die CDU Stolberg setzt sich für eine Verkehrsberuhigung in der Burgstraße ein.
Die CDU Stolberg setzt sich für eine Verkehrsberuhigung in der Burgstraße ein.

Der Einladung des CDU Stadtverbandes zu einem Bürgerdialog in der  Gaststätte „Weißes Rössl“ sind am Donnerstag, den 26.11.2015 viele  Anwohnerinnen und Anwohner der Stolberger Innenstadt gefolgt und nutzten  die Gelegenheit, um ihre Fragen direkt an Bürgermeister Dr. Tim  Grüttemeier und die für ihren Wahlbezirk zuständigen Ratsvertreter zu  richten. Neben Anmerkungen zur Innenstadtsanierung, die in den kommenden Jahren mit Hilfe des Bund/Länder-Programms „Stadtumbau West“ umgesetzt  wird und die eine Renaissance der Stolberger Talachse einläuten soll, stand insbesondere das Thema „Burgstraße“ im Mittelpunkt.


Die CDU-Stolberg setzt bei der Frage, wie mit der Verkehrslage in der Burgstraße umzugehen sein wird, auf den Willen der betroffenen Anlieger, Anwohner und Eigentümer in der Burgstraße und den umliegenden Straßen", stellt der Partei- und Fraktionsvorsitzende Jochen Emonds klar. „In Stolberg ist in den vergangenen Jahren vieles liegen geblieben und drängende Fragen wurden lange ignoriert. Gemeinsam mit unserem Bürgermeister möchten wir als CDU die bestehenden Probleme angehen und nachhaltige Lösungen finden. Wir sind überzeugt, dass Stolberg über viele Potenziale verfügt, die wir gemeinsam für eine bessere Zukunft nutzen können.“, erklärt der Stadtverbandsvorsitzende.

„Dabei können wir aber nur erfolgreich sein, wenn wir die Menschen mitnehmen und den Bürgerwillen an den Anfang unserer Bemühungen stellen. Die Verwaltung setzt dieses Prinzip in hervorragender Weise mit ihren Planungswerkstätten, beispielsweise zum Thema ‚Innenstadtsanierung‘, um. Als CDU laden wir die Bürgerinnen und Bürger unter anderem zu unseren Bürgerdialogen ein. Wir wollen wissen, wo der Schuh drückt, bevor wir Aufträge vergeben. Wir wollen wissen, was die Betroffenen denken, bevor wir Tatsachen schaffen. Das ist selbstverständlich nicht immer einfach. Doch aus unsere Sicht ist dieser Ansatz besser, als Steuergelder für sogenannte Expertenpläne auszugeben, die am Ende in der Schublade verschwinden.“


Gemäß dieses Grundsatzes möchte die Stolberger CDU eine abschließende Klärung hinsichtlich der zukünftigen Verkehrsführung in der Burgstraße herbeiführen. Seit der Altstadtsanierung in den 1980er Jahren beschäftigt dieses Thema Anwohner und Öffentlichkeit immer wieder. Nicht nur zu wichtigen Kulturveranstaltungen, wie dem Weihnachtsmarkt oder zur  Veranstaltungsreihe „Stolberg goes“ führen die verkehrenden Linienbusse zu teils gefährlichen Verkehrsituationen. Auch der normale Durchgangsverkehr, der in der eigentlich als verkehrsberuhigten Bereich ausgewiesenen Burgstraße nicht zulässig ist, belastet Anwohner und Touristen gleichermaßen. Aktuell geworden ist das Thema zuletzt nicht nur aufgrund von entsprechenden Presseartikeln, sondern auch aufgrund der von den Anwohnern als sehr entlastend empfundenen Baumaßnahmen im Rahmen des Breitbandausbaus, durch die der reguläre Durchgangsverkehr für einige Wochen unterbunden wurde.


„Unsere Burg und unsere historische Altstadt sind für Stolberg von größter Bedeutung, wenn wir unsere Position in den Bereichen Tourismus und Naherholung in der Region nachhaltig stärken und so neue Arbeitsplätze schaffen möchten. Gleichzeitig ist die Burgstraße jedoch faktisch auch eine direkte Verbindungsstraße zum Donnerberg, weswegen hier unterschiedliche Interessen und nicht immer zu vereinbarende Bedürfnisse aufeinander treffen.“, erläutert Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier das geplante Vorgehen der Verwaltung. „Wir möchten uns mit der Anwohnerbefragung nun dieser Thematik annehmen, ohne einer anschließenden Lösung vorwegzugreifen. In einem ersten Schritt möchten wir den Bürgerwillen erfassen und mögliche mehrheitsfähige Kompromisse finden. Ohne diese Grundlage ist es schlicht unmöglich weitere Planungen anzustoßen, die am Ende eine Chance auf Realisierung haben. Die Kritiker, die nun gleich zu Anfang einen externen Experten mit der Erarbeitung eines Konzepts beauftragen wollen, das den Anwohnern später nur noch zum Abnicken vorgelegt werden soll, haben die Schwierigkeit vor Ort nicht verstanden und aus den vergangenen 30 Jahren nichts gelernt.“


Wie schwierig es wird, alle Interessen zusammenzubringen, davon zeugen die Wortbeiträge der Teilnehmer des CDU-Bürgerdialogs. Im vollbesetzten Saal des Weißen Rössls wurden die unterschiedlichen Argumente ausgetauscht und zum Teil sehr hitzig debattiert. Auf ein Konzept zur  zukünftigen Verkehrsführung konnten sich die Diskussionsteilnehmer zwar noch nicht einigen, doch alle Anwesenden waren froh die Situation gemeinsam und unter Anwesenheit der zuständigen Entscheidungsträger debattieren zu können. Letztlich lässt sich eine mehrheitsfähige Lösung in dieser sehr sensiblen Thematik nur finden, wenn man die betroffenen Bürgerinnen und Bürger von Anfang an in den Entscheidungsprozess einbindet, so der einhellige Tenor des Abends.