Koalition zögert keine Sekunde

Große Koalition bringt große Kaiserplatz-Gastronomie auf den Weg. 

Gläserne Fronten, Transparenz und viel Platz für Außengastronomie: Das Konzept des Aachener Investors ist angelehnt an das „Ferbers“ im Park an der Burtscheider Kapellenstraße.
Gläserne Fronten, Transparenz und viel Platz für Außengastronomie: Das Konzept des Aachener Investors ist angelehnt an das „Ferbers“ im Park an der Burtscheider Kapellenstraße.

Weder liberaler Kompromiss noch oppositioneller Widerstand brachten die Ratsmehrheit von ihrem zustimmenden Weg ab: „Ja, das Gesicht Stolbergs ändert sich, und auch das des Kaiserplatzes wird sich ändern“, prognostizierte Siegfried Pietz. Der externe Investor werde nicht nur Stolberger, sondern auch auswärtige Gäste anziehen. „Wir sehen das Projekt mit Optimismus und wollen den Versuch wagen“, so der Sprecher der CDU-Fraktion.

Vorwürfe der Opposition, mit Tempo Fakten an der Öffentlichkeit vorbeischaffen zu wollen und hinter den Kulissen gemauschelt zu haben, wies Tobias Röhm zurück. „Seit Dezember ist die Gastronomie auf dem Kaiserplatz ein Thema, das mehrfach in Ausschüssen und bei Bürgerbeteiligungen behandelt worden ist“, verwies der Technische Beigeordnete darauf, dass seit Jahresbeginn mit dem Investor an der Planung gearbeitet werde und diese mit der Unteren Denkmalschutzbehörde im Rathaus und dem Landeskonservator in der Abtei Brauweiler abgestimmt sei. Den Zeitplan wiederum gebe das Förderprogramm vor, das den Beginn des Umbaus ab Aschermittwoch vorsehe. Deshalb solle am Dienstag im Hauptausschuss der Vertrag mit dem Investor abgestimmt werden, damit rechtzeitig die Ausführungsplanung erfolgen könne, so Röhm.


Zuvor hatte Architekt Philipp Hansen (sein Aachener Büro Werrens & Hansen realisierte z. B. das „Ferbers“ in Burtscheid und Objekte im Pontviertel) die geplante Gastronomie skizziert. „Wir wissen um die exponierte Lage und gehen die Gastronomie mit Vernunft gegenüber den Denkmälern an“. Die müsse aber auch eine Größe haben, um wirtschaftlich zu funktionieren, so Hansen. 130 m2 Gastraum sind derzeit vorgesehen. Viel Glas soll für Transparenz, hölzerne Applikationen für Struktur sorgen ohne den historischen Bauten die Schau zu stehlen.


Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung