CDU: Versprochen - Gehalten! Internet in Stolberg wird von Vicht aus schnell gemacht

Breitband-Ausbau zunächst für 02402-Vorwahl

165 Verteilerkästen, wie hier in Vicht, werden in den kommenden Monaten mit der schnellen Breitbandtechnik ausgestattet. Foto: L. Franzen 

Breitband: Genau genommen, führt dieser Begriff in die Irre. Denn die Glasfaserkabel, die in dieser Internet-Technik stecken, sind alles andere als breit. Wesentlich entscheidender: In den hauchdünnen Kabeln steckt eine Menge Leistung. Sie liefern schnelles Internet, von dem bald auch Stolberg profitieren soll. Ihren detaillierten Zeitplan hat die Stadt jetzt mit ihrem Partner, der Deutschen Telekom, bekanntgegeben.

Startschuss noch im Februar
Demnach sollen zunächst die Stadtteile mit der Telefonvorwahl „02402“ an das Highspeed-Internet angebunden werden. Orte mit dieser Vorwahl umfassen die mit Abstand meisten Haushalte der Stadt. Die ersten Leitungen nach VDSL-Standard wird die Telekom in Vicht verlegen. Es folgen Zweifall, Breinig, Dorff und der städtische Kernbereich. Noch in diesem Monat, am 25. Februar, soll in Vicht mit den Arbeiten begonnen werden. Der gesamte Vorwahlbereich soll bis Ende diesen Jahres umgestellt sein, wie die kommunale Ansprechpartnerin des Unternehmens für Breitbandausbau, Anja Oppermann, erklärt.

Um auf das schnelle Internet umzurüsten, seien sowohl Tiefbauarbeiten als auch Umstellungen an den grauen Verteilerkästen notwenig. Dabei wird jeder Kasten mit der so genannten Vectoring-Technik versehen, die die Glasfaserkabel erst mit den Kupferkabeln der Haushalte kompatibel machen. Oppermann betont: Erst, wenn der gesamte Vorwahlbereich auf Breitbandinternet umgestellt ist, könne das schnelle Netz auch genutzt werden. „Wir verlegen 70 Kilometer Glasfaserkabel. Tiefbaumaßnahmen sind für 20 Kilometer erforderlich.“

Die Arbeiten an den Verteilerkästen seien „minimal“, sagt Oppermann. Mit „gewissen Einschränkungen“ seien dagegen die Tiefbauarbeiten verbunden, ergänzt Bürgermeister Tim Grüttemeier. Frank Gilles vom Amt für Wirtschaftsförderung betont jedoch, dass es sich um „punktuelle Tiefbaumaßnahmen“ handele, und rechnet damit, dass es zu „keinen Vollsperrungen“ im Zuge des Breitbandausbaus kommen werde. „Sollte es zu kurzfristigen Beeinträchtigungen von Gewerbetreibenden kommen, werden wir sie darüber rechtzeitig informieren“, fügt der Bürgermeister hinzu.

„02408“ und „02409“ bis Ende 2017
Während Nutzer innerhalb des „02402“-Bereichs schon um den Jahreswechsel mit deutlich schnelleren Leitungen rechnen können, müssen sich Anwohner aus den Vorwahlbereichen „02408“ (Venwegen) und „02409“ (Gressenich und Schevenhütte) länger gedulden. Sie sollen nach den Plänen des Anbieters bis Ende 2017 Breitbandleitungen erhalten.

Eine Sondersituation existiert nach wie vor in Werth. Anwohner dieses Stadtteils müssen darauf hoffen, dass der Ausbau ihrer Internetleitungen mit öffentlichen Mitteln der Europäischen Union und des Landes NRW gefördert wird. Diese sehen einen finanziellen Zuschuss von 180 000 Euro vor. Sollte dieser Betrag nicht reichen, sehe der städtische Haushalt Rücklagen zur restlichen Finanzierung vor, erklärt Bürgermeister Grüttemeier.

„Wir verlegen 70 Kilometer Glasfaserkabel. Tiefbaumaßnahmen sind für 20 Kilometer erforderlich.“

Anja Oppermann,

Deutsche Telekom

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung