Emonds bleibt erster Mann - Parteivorstand neu gewählt

Der CDU-Stadtverband bestätigt seinen Vorsitzenden. Neuer Geschäftsführer ist Fritz Thiermann. Positiver Rückblick auf das Wahljahr 2014. Das Ziel lautet: „Weiterhin die Weichen Richtung Wachstum stellen“.

Parteivorsitzender Jochen Emonds wiedergewählt
Parteivorsitzender Jochen Emonds wiedergewählt

Jochen Emonds bleibt für die kommenden zwei Jahre Vorsitzender des CDU-Stadtverbands. 62 Wahlberechtigte sprachen dem CDU-Fraktionsvorsitzenden bei zwei Nein-Stimmen und einer Enthaltung das Vertrauen aus. Als stellvertretende Vorsitzende des Stadtverbands bestimmten die Mitglieder Paul M. Kirch (57 Ja/3 Nein/5 Enthaltungen) und Siegfried Pietz (61/4/0). Als Geschäftsführer stellte sich Martin Henning nicht mehr zur Wahl, da er sich auf andere Aufgaben wie etwa den Vorsitz der Mittelstandsvereinigung MIT der CDU konzentrieren wolle. Der neue Geschäftsführer Fritz Thiermann wurde von der Versammlung einstimmig gewählt.

 

Thiermanns Stellvertreter Artur Kaldenbach und Kunibert Matheis erhielten jeweils 57 Stimmen. Kassierer bleibt Walter Wahlen (64/1/0), sein Stellvertreter ist Lutz Hillinger (63/0/1). Das einstimmige Votum der Mitglieder erhielt der neue Schriftführer Michael Thomas, der ehemalige Vorsitzende der Jungen Union Hans Brukschen wurde als Beauftragter für Internet und neue Medien gewählt (58/4/1) und Waltraud Strang (58/5/0) mit der Mitgliederwerbung betraut. Reiner Bonnie bleibt Beauftragter für Bildungs- und Organisationsarbeit (61/0/2), und für Mitgliederinformation und Öffentlichkeitsarbeit sind Albert Blau, Marc Delzepich und Ben Grendel zuständig.

In seinem Grußwort würdigte der Landtagsabgeordnete Axel Wirtz die Erfolge der Stolberger CDU im vergangenen Jahr: „So durchorganisiert war ein Wahlkampf noch nie. Ich danke allen, die eine derart hervorragende Arbeit geleistet haben.“ Wirtz bezeichnete Bürgermeister Tim Grüttemeier als „die glänzende Figur“ in der Kupferstadt. „Seine Arbeit wird anerkannt in Stolberg. Die Menschen spüren die Veränderung.“ Dem schloss sich der alte und neue Stadtverbandsvorsitzende vorbehaltlos an. „Tim Grüttemeier hat den Bürgern die Vision von einem neuen Stolberg vermittelt. Viele Projekte und Impulse, die vor der Wahl nicht denkbar waren, werden jetzt umgesetzt oder auf den Weg gebracht“, sagte Emonds.

 

Gemeinsamer Erfolg

Der Vorsitzende des Stadtverbands verwies auf das kommunalpolitische Programm der Kupferstädter Christdemokraten und die von der Partei durchgeführten Bürgerdialoge mit mehr als 450 Gästen sowie auf Flyer und Internetseiten. „Das alles war viel Arbeit, hat uns aber den großen Erfolg bei der Wahl gebracht. Ein Erfolg, der nur gemeinsam möglich war und dem großen Einsatz jedes Einzelnen zu verdanken ist“, betonte Emonds.

Es gelte nun, in Stolberg die Weichen weiterhin Richtung Wachstum zu stellen. „Wir müssen verstärkt werben für unsere Stadt – bei potenziellen Investoren ebenso wie bei den Bürgern.“

 

Ehrenamt fördern

Wie in kaum einer anderen Kommune der Region würden sich Stolberger Bürger ehrenamtlich für den Zusammenhalt der Gesellschaft einsetzen. Daher solle das Ehrenamt weiter unterstützt und gefördert werden, und „deshalb muss es für die Politik umso wichtiger sein, die Bürger mitzunehmen. Die Bürgerdialoge waren und sind ein richtiger Schritt ebenso wie die Planungswerkstätten, bei denen Stolberger sich etwa hinsichtlich der Umgestaltung des Kaiserplatzes oder der Planung der Stadtrandsiedlung konstruktiv einbringen können.“

 

Leitbild „Stolberg 2030“

Das Thema Stadtentwicklung sei ohnehin in den vergangenen Jahren „nur Stückwerk“ gewesen, weshalb die CDU das ganzheitliche Leitbild „Stolberg 2030“ entwickeln wolle. Ebenfalls erarbeitet werde ein neues Konzept für die Kupferstädter Weihnachtsbeleuchtung, und die Burgstollen sollen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, um Stolberg touristisch aufzuwerten.

Bürgermeister Tim Grüttemeier nutzte die Mitgliederversammlung des Stadtverbands, um sich herzlich und ausgiebig bei seinen Parteifreunden für ihren „starken Einsatz bei der Kommunalwahl“ zu bedanken. „Der 24. Mai 2014 war mit Sicherheit einer der schönsten Tage, die ich bisher erleben durfte“, sagte Grüttemeier und brachte frohe Kunde, indem er versprach: „Es wird innerhalb der nächsten Monate weitere positive Meldungen hinsichtlich leer stehender Immobilien in Stolberg geben.“

 

 

Ambitioniert in Stolberg

 

Ist es sinnvoll, dass Sie weiter sowohl der Ratsfraktion als auch dem Stadtverband der CDU vorstehen?

Emonds: Es liegt mir sehr am Herzen, dass Stadtverband wie Fraktion weiterhin gut funktionieren und effektiv für das Wohl unserer Stadt und ihrer Bürger arbeiten. Als die Partei mit dem Wunsch an mich herangetreten ist, erneut für beide Vorsitzämter zu kandidieren, habe ich dem Wunsch gerne entsprochen.

Was sind Ihre Ambitionen für die Zukunft? Zieht es sie politisch in höhere Ebenen wie den Landtag oder den Bundestag?

Emonds: Meine Ambitionen kann ich nur für die nähere Zukunft definieren – allerdings äußerst klar: Meinen Lehrer-Beruf übe ich sehr gerne aus. Dieser Passion sowie dem CDU-Fraktionsvorsitz und dem CDU-Stadtverbandsvorsitz werde ich in den kommenden Jahren meine Energie widmen, also beruflich wie politisch ambitioniert in Stolberg arbeiten.

Die CDU-Delegierten für die Kreisparteitage

 

Die Mitgliederversammlung des CDU-Stadtverbands bestimmte als Delegierte für die Kreisparteitage 2015/2016 folgende Stolberger: Reiner Bonnie, Jochen Emonds, Ben Grendel, Gerd Grüttemeier, Tim Grüttemeier, Martin Hennig, Paul M. Kirch, Kunibert Matheis, Caroline Sieven, Waltraud Strang, Fritz Thiermann, Karina Wahlen, Walter Wahlen, Axel Wirtz und Klaus-Dieter Wolf.

 

 Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung