Büsbach holt im Wettbewerb den zweiten Platz


Stolberg-Büsbach überzeugte die Jury und landete am Ende auf dem zweiten Platz. Mit Vertretern des Ortes freute sich Bürgermeister Tim Grüttemeier (2.v.r.) bei der Übergabe der Urkunde. Links im Bild Städteregionsrat Helmut Etschenberg, rechts Sparkassen Chef Hubert Herpers. 


Stolberg-Vicht holte Platz 3 sowie einen Sonderpreis für besondere Aufbruchstimmung im Dorf. Fotos: Nina Krüsmann 

Stolberg/Aachen. Für die Stolberger Dörfer war die freudige Überraschung am Samstagnachmittag groß: Unter insgesamt 24 Teilnehmern im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ konnten im Nord- beziehungsweise Südbereich insgesamt vier Platzierungen erzielt werden: Stolberg-Büsbach erzielte im Norden Platz 2, Stolberg-Vicht im Süden Platz 3 sowie einen Sonderpreis für besondere Aufbruchstimmung im Dorf. Auf Rang 5 landeten im Norden Donnerberg und im Süden Breinig. Bürgermeister Tim Grüttemeier freute sich sichtlich, für so viele Siegerfotos auf die Bühne geholt zu werden. Auch wenn es nicht für den ganz großen Sieg reichte.

Groß war der Jubel dann, als Moderatorin Ruth Röhlen schließlich die Sieger verkündete: Im Nordbereich der Städteregion Aachen machte Linden-Neusen mit insgesamt 524 von maximal 600 Punkten mit Herz und Verstand das Rennen. Monschau-Mützenich holte im Südbereich der Städteregion Aachen mit insgesamt 574 von maximal 600 Punkten Gold. Bei der Abschlussveranstaltung mit Bekanntgabe der Sieger im Haus der Städteregion in Aachen war großer Bahnhof angesagt.

Und Organisatorin und Moderatorin Ruth Röhlen machte es durchaus spannend: Erst nach rund anderthalb Stunden durften die Linden-Neusener und die Vertreter aus Monschau-Mützenich, aufs Treppchen. Den glücklichen Siegern überreichten Städteregionsrat Helmut Etschenberg und Sparkassen-Chef Hubert Herpers nicht nur eine Urkunde, sondern auch einen Scheck in Höhe von 1500 Euro. Der Sonderpreis „Landwirtschaft“ geht ebenfalls nach Linden-Neusen und Monschau-Mützenich, belohnt die vorbildliche Arbeit in diesem Bereich und könnte zum Beispiel der Gestaltung eines großen Hof-Festes dienen.

Städteregionsrat Helmut Etschenberg, selbst wohnhaft im nordwestlichen Teil von Monschau in Konzen, freute sich mit den Sieger und stellte fest, wie schön das Leben auf dem Dorf sei: „Ich fühle mich auf dem Land sehr wohl, man kennt sich, nimmt am Leben der Gemeinschaft teil, hat eine große Vielfalt an Vereinsaktivitäten, setzt sich gemeinsam zum Beispiel für Kindergärten, Schulen und Kirche ein.“ Nicht zuletzt die Nähe zur Natur und die fröhlichen Feste hätten ihren besonderen Reiz. „Und was wir mit dem Wettbewerb bezwecken möchten ist, dass die Dörfer selbstbewusst agieren, sich ihrer Qualitäten bewusst sind. Der Sieg gibt hierbei einen großen Motivationsschub“, betonte Etschenberg. Gänsehautmomente, klirrende Gläser beim anschließenden Sektempfang und auch ein paar fröhlich-feuchte Augen gaben ihm recht.

Damit hat die diesjährige Aktion „Unser Dorf hat Zukunft“ ihr Ende gefunden. In den zurückliegenden Wochen war die Jury des Wettbewerbes durch die gesamte Städteregion gereist und hatte sich die Dörfer angesehen, die sich für den Wettbewerb angemeldet hatten. Für jeden Aspekt des Wettbewerbs war ein Jury-Mitglied zuständig. Für die Bewertung des Zusammenhalts im Dorf, für die Architektur und auch für die Entwicklung der Landwirtschaft. Nach Stolberg musste die Jury gleich an vier Tagen anreisen. Jedes Mal gab es gut zwei Stunden Zeit, das Dorf im jeweiligen besten Licht vorzustellen. Vor allem aufzuzeigen, wie sich der Ortsteil in den vergangenen Jahren entwickelt hat. So wurde die Jury in Breinig zuerst zum alten Aschen-Sportplatz geführt und dann zum modernen Sportzentrum mit Rasenplatz, Tribüne und demnächst mit Kunstrasenplatz. Auf dem Donnerberg wurde das künftige neue Wohngebiet vorgestellt, in Büsbach die Pläne für die Neugestaltung des Ortskerns. In Vicht beeindruckte die Jury vor allem das Vorhaben, einen eigenen Dorfladen auf die Beine zu stellen.

Dass es nicht für den ersten Platz gereicht hat, sollte die Stolberger Teilnehmer nicht entmutigen. Sie sind durch den Wettbewerb noch enger zusammen gerückt und können einen neuen Anlauf nehmen, wenn es in drei Jahren wieder heißt: „Unser Dorf hat Zukunft“.

„Wir möchten bezwecken, dass die Dörfer selbstbewusst sind.“

Helmut Etschenberg,
Städteregionsrat