Grüttemeier: "Friedensfest auf dem Kaiserplatz ein voller Erfolg - Gemeinsam gegen Radikalismus!"

 

Bei dem Friedensfest auf dem Kaiserplatz bekennen zahlreiche Bürger sich zu ihrer weltoffenen und toleranten Stadt sowie respektvollem Miteinander. Für viele Bürger der Kupferstadt war ist es ein ganz normaler Samstag gewesen, den sie zum Beispiel nutzten, um in ihrer Innenstadt einzukaufen. Zahlreich waren auch Diejenigen, die am Kaiserplatz einen anderen Aspekt der Stolberger Normalität deutlich zur Schau stellten, indem sie sich zu ihrer bunten, weltoffenen und multikulturellen Stadt bekannten. Es war ein harmonisches „Friedensfest auf dem Kaiserplatz“, das die Stolberger breit aufgestellt gefeiert haben. Schulen, Vereine und die demokratischen Parteien beteiligten sich aktiv an dem Programm und zahlreiche Kupferstädter Bürger waren dem Ruf des Stolberger Bündnisses gegen Radikalismus gefolgt und setzten ein deutliches Zeichen für Toleranz, Vielfalt und ein respektvolles Miteinander.

„Wir haben etwas zu feiern“, sagte Bürgermeister Ferdi Gatzweiler angesichts der entspannten Atmosphäre auf dem Kaiserplatz ohne Aufmarsch von Neonazis, ohne Gegendemonstration linksextremer Gruppierungen und ohne kreisende Hubschrauber und Polizeihundertschaften. „Wir werden auch weiterhin dafür sorgen, dass Stolberg für alle Menschen lebens- und liebenswert – und unsere Stadt bleibt“, betonte Gatzweiler mit Blick auf die Aufmärsche, unter denen Stolberg in der Vergangenheit zu leiden hatte.

Christiane Karl, stellvertretende Städteregionsrätin, hob hervor, dass die Gesellschaft „auch weiterhin gegen Fremdenfeindlichkeit kämpfen“ müsse. Der CDU-Fraktionsvorsitzende und Bürgermeisterkandidat Dr. Tim Grüttemeier appellierte an die Politiker und alle Bürger, „dafür zu sorgen, dass nach der Kommunalwahl kein rechter Politiker mehr in unserem Stolberger Stadtrat sitzt“, und Hermann Mertens, der stellvertretende Verwaltungschef von Monschau, signalisierte die Solidarität der Eifel mit der Kupferstadt und ihren Bewohnern. Diese genossen das friedliche Fest, mit dem Stolberg sich so freundlich zeigte, wie es ist.

 

Der Kaiserplatz war von Infoständen gesäumt. Insbesondere war die CDU mit mehreren Ständen vertreten. Die Frauen Union und die Junge Union hatten dies gemeinsam mit dem CDU Stadtverband vorbereitet. Schüler der Stolberger Gesamtschule boten an ihrem Stand Kuchen, Kekse und Buttons an sowie Postkarten, die in originellen Variationen aussagten „Vielfalt – ja bitte!“.

Marita Matousék, Elfi Kuttler und ihr Team versorgten die Stolberger mit Getränken, das Jugendparlament war mit einem Infostand vertreten, der Jugendbus der mobilen Stolberger Jugendarbeit war vor Ort und internationale kulinarische Köstlichkeiten lockten in das alte Rathaus, wo die Vielfalt durch den Magen ging. Daneben wurde eine von Karen Lange-Rehberg und Beatrix Oprée zusammengestellte Ausstellung eröffnet, die Auswirkungen des Rechtsextremismus speziell auf Flüchtlinge bezogen thematisiert.

Das Bühnenprogramm mit Beteiligung von musizierenden Schülern des Ritzefeld-Gymnasiums, der Musikschule Merz, des Kulturvereins „City Starlights“ und des „Europäischen Cultur Creises“ war abwechslungsreich und kurzweilig, Schüler des Goethe-Gymnasiums formten in Gruppen groß das Wort „Vielfalt“ auf dem Kaiserplatz, und Jugendliche der Kogelshäuserschule aktualisierten die Stele am alten Rathaus mit neuen Aussagen zum Thema Toleranz.

Das Fazit des bürgerlichen, partei- und gesellschaftsübergreifenden Stolberger Bündnisses gegen Radikalismus fällt nach dem unbeschwerten Friedensfest mit klarer Aussage dementsprechend positiv aus. „Wir sind rundum zufrieden, denn die Stolberger haben sehr eindrucksvoll gezeigt, dass sie friedlich und freundlich multikulturell miteinander feiern können“, beschreibt Beatrix Oprée.

Das Bündnis habe ganz bewusst auch ohne Anmeldung einer rechten Demonstration das Friedensfest organisiert. „Es ist uns wichtig, deutlich zu zeigen, dass wir immer präsent sind. Die große Beteiligung an dem Friedensfest auf dem Kaiserplatz hat bewiesen, dass sehr viele Stolberger immer bereit sind, auf die Straße zu gehen und für Grundwerte der Menschlichkeit wie Toleranz, Offenheit und ein vielfältiges gesellschaftliches Miteinander einzustehen“, erklärt Oprée. Viele Besucher und Aktive der Veranstaltung bestätigten diese Einschätzung und äußerten bereits am frühen Samstagnachmittag nicht nur die Hoffnung darauf, dass Extremisten auch in Zukunft nicht mehr in der Stadt marschieren, sondern auch dass das Friedensfest wiederholt wird, und Stolberg sich erneut von seiner besten Seite zeigen kann.