"So bringt man den Stolberger Bahnhof nicht voran!"

Umgestaltung des Bahnhofs stockt. Der Bürgermeister hat der Stadt einen Bärendienst erwiesen.

Die CDU Stolberg und ihr Bürgermeisterkandiat Dr. Tim Grüttemeier haben kein Verständnis für den "unsensiblen Vorstoß" des Bürgermeisters. Der Stadt einen "Bärendienst" erwiesen!

 

Im Rahmen der gestrigen Presseberichterstattung, teilte Bürgermeister Ferdi Gatzweiler mit, dass er sauer auf die Deutsche Bahn AG ist. Hintergrund soll sein, dass diese erst im Jahr 2016 die Bauarbeiten für den barrierefreien Übergang vom neu zu errichtenden Parkhaus am Stolberger Hauptbahnhof zum Mittelbahnsteig beginnen will.

 

„Ich kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, warum Ferdi Gatzweiler solche Aussagen in der Öffentlichkeit macht“, erklärt hierzu der Fraktionsvorsitzende und Bürgermeisterkandidat der Stolberger CDU, Dr. Tim Grüttemeier. „Es handelt sich um ein sehr kompliziertes Projekt, weil eine Vielzahl von Maßnahmen ineinandergreifen müssen. Neben dem Bau des Parkhauses soll der Mittelbahnsteig saniert und ein Übergang vom Parkhaus zum Mittelbahnsteig (der sog. „Skywalk“) geschaffen werden und hierdurch die bisherige Unterführung wegfallen. Besonders problematisch ist, dass mehrere Projektpartner beteiligt sind. Neben der Stadt Stolberg sind die EVS EUREGIO Verkehrsschienennetz GmbH, die Nahverkehr Rheinland GmbH, das Land NRW, der Bund, die Deutsche Bahn AG sowie zwei Töchterunternehmen der Bahn an diesem Projekt beteiligt. Gemeinsam mit Hildegard Nießen (SPD) habe ich als Vertreter der Großen Koalition im Stolberger Stadtrat seit mehr als einem Jahr eine Vielzahl von Gesprächen geführt, um dieses Projekt voranzubringen. Es gilt hierbei dicke Bretter zu bohren. Gerade für dieses Projekt ist es von Vorteil, dass wir im Stolberger Stadtrat eine Große Koalition haben, da so ausreichend Kontakte auch zu überörtlichen Ebenen genutzt werden können. Unser Bundestagsabgeordneter Helmut Brandt (CDU), den Ferdi Gatzweiler nun öffentlichkeitswirksam um Hilfe bittet, ist schon lange in die Gespräche eingebunden. Des Weiteren wären wir ohne die Mitarbeit der EVS in dem Projekt längst nicht so weit, wie wir heute schon sind“, erklärt Dr. Tim Grüttemeier.

 

„Ferdi Gatzweiler hat bislang an keinem dieser Gespräche teilgenommen. Darüber hinaus gab es noch am Montag eine persönliche Absprache, dass die Einstufung der Maßnahme in dem aktuellen Modernisierungsprogramm der Deutschen Bahn AG nicht akzeptabel ist und wir gemeinsam mit allen Projektpartnern überlegen müssen, wie wir tätig werden können, damit die Maßnahme deutlich früher umgesetzt werden kann. Es ist daher nicht nur ein Vertrauensbruch gegenüber allen Beteiligten, wenn der Bürgermeister nur einen Tag später einen öffentlichen Alleingang unternimmt. Darüber hinaus hat er unserer Initiative zur Modernisierung des Bahnhofs damit auch einen „Bärendienst“ erwiesen, da seine Aussagen zum einen teilweise inhaltlich falsch sind und auf wenig Detailkenntnis schließen lassen und zum anderen sicherlich auch nicht dazu beitragen, dass man an den entscheidenden Stellen in Düsseldorf und Berlin dieses Projekt weiter wohlwollend begleitet“ zeigt sich der Vorsitzende der Stolberger CDU, Jochen Emonds, sichtlich verärgert über die Aussagen von Ferdi Gatzweiler.

 

„Ich habe Verständnis dafür, dass sich Ferdi Gatzweiler im Wahlkampf profilieren will. Ich halte es aber für sehr unglücklich, wenn er dies bei Projekten versucht, bei denen andere die Arbeit gemacht haben und er darüber hinaus durch seine Aussagen auch noch wichtige Partner für unsere Stadt verprellt. Der bisher positiven Entwicklung im gesamten Umfeld des Stolberger Bahnhofs hat er damit sicherlich keinen Gefallen getan“, so Dr. Grüttemeier abschließend.