Kümmerer für die Kupferstadt

MIT-Stolberg (Stolberger Nachrichten)

MIT fordert aktivere Rolle der Wirtschaftsförderung bei Konsolidierung

 

„Seitdem die zwei großen Volksparteien die Verantwortung für das Wohl der Stadt Stolberg übernommen haben, ist festzustellen, dass zwar schmerzhafte, aber zielführende Schritte auf den Weg gebracht wurden“, erklärte gestern der Vorsitzende der Wirtschafts- und Mittelstandsvereinigung (MIT) der CDU in Stolberg, Martin Hennig, gegenüber unserer Zeitung.

 

„Die Voraussetzungen sind für das Erlangen des Stärkungspaketes erreicht“, so Geschäftsführerin Waltraud Strang, das sei ein entscheidender Schritt gewesen. Gut für Stolberg sei es gewesen, dass die CDU aus Ihrer Oppositionsrolle heraus sondern konstruktiv mitgestaltet habe. Was die Gestaltungsmehrheit seit 2009 unter Führung des Bürgermeisters nicht geschafft habe, werde nun angepackt.

„Es ist schon bemerkenswert, dass die Verwaltungsspitze ihrem Arbeitsauftrag nicht nachgekommen ist“, so Hennig weiter. „Natürlich sind die angepackten Themen unpopulär. Man kann dem Koalitionsausschuss nur danken, dass für Stolberg ein tragfähiger Kurs gefunden wurde“.

 

Umso wichtiger sei es der Bürgerschaft zu erklären, was Stolberg in der Zukunft finanziell erwartet. Die MIT wünscht sich für die Kupferstadt „Kümmerer“, die gerne Verantwortung übernehmen. „Wir können nur hoffen, dass die Bürger erkennen, dass Stillstand und Tatenlosigkeit Stolberg nicht gut tun“, soll sich laut dem Vorsitzenden Stolberg an den Nachbarstädten wie zum Beispiel Baesweiler orientieren. Dort verstehe man Wirtschaftsförderung als Baustein für eine zukunftsorientierte Stadtfinanzentwicklung.

 

„Nur Sparen und Gebührenerhöhungen lösen dauerhaft keine Finanzprobleme, sondern eine Stadt lebt von Einnahmen und Attraktivität, und dazu gehört zweifelsfrei die Säule der Wirtschaftsförderung“, betont Beisitzer Artur Kaldenbach. Um verstärkte Einblicke in Stolberger Firmen zu erlangen, wird die MIT Firmenbesuche veranstalten.

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