Aktuelles


Hier finden Sie aktuelle Nachrichten rund um die CDU Stolberg. Der CDU Stadtverband mit seinen Vereinigungen, Ortsverbänden, Arbeitsgruppen und die CDU Fraktion im Rat der Stadt informieren Sie.


Film bietet Zündstoff

Diskussionen bei der Jungen Union über Flüchtlinge

Der Aachener Regisseur Michael Chauvistré stellte beim Filmabend der JU zwei Produktionen vor, die er zusammen mit jungen Flüchtlingen wie Joussef aus Palästina gedreht hat. Foto: C. Hahn
Der Aachener Regisseur Michael Chauvistré stellte beim Filmabend der JU zwei Produktionen vor, die er zusammen mit jungen Flüchtlingen wie Joussef aus Palästina gedreht hat. Foto: C. Hahn

Das war nicht bloß eine politische Veranstaltung im üblichen Sinn: Die Junge Union (JU) Stolberg stellte bei ihrem „Filmabend“ im Kinosaal des Kulturzentrums an der Frankentalstraße zwei Produktionen des Regisseurs Michael Chauvistré vor. Im Mittelpunkt: die aktuelle politische Wirklichkeit, die der Flüchtlinge, besonders die der unbegleiteten jugendlichen Flüchtlinge.

Einige von ihnen, untergebracht in der Aachener Einrichtung „Maria im Tann“ und angeschlossenen Wohngruppen, haben zusammen mit Chauvistré und seiner Frau Miriam Pucitta die Streifen „Wie geht Deutschland?“ (2012) und „Eine Banane für Mathe“ (2014) gedreht. Im Doppelpack wurden beide Filme von der JU-Vorsitzenden Saskia Bläsius und ihren Mitstreitern im Kulturzentrum dem Publikum – darunter längst nicht nur Mitglieder der Union – präsentiert.

 

Beide Filme überzeugten als authentische Dokumente darüber, wie junge Menschen aus Palästina, Äthiopien und anderen Ländern, Menschen die von Bürgerkriegen und anderen Unruhen geflohen sind, heute hier leben. Die Hilfen zur Bewältigung des Alltags im Sinne einer konkreten Handlungsanweisung, die zumindest „Wie geht Deutschland?“ schon dem Titel nach enthält, werden dem Publikum in Stolberg wenig wichtig gewesen sein.

 

Aber sie boten Zündstoff für Diskussionen, für Nachfragen, wie das den sei mit dem Rassismus (für Joussef aus Palästina, der mit Regisseur Chauvistré aus Aachen mitgekommen war, bisher kein Thema) und anderen Problemen im Zusammensein mit denen, die schon länger hier leben, aussieht.

 

So boten denn beide Filme genügend Anregungen für substanzreiche Gespräche. Denn an einem ließen weder Saskia Bläsius noch der JU-Bezirksvorsitzende Marco Johnen einen Zweifel übrig: Ein menschlicher Umgang mit Flüchtlingen, die sich in ihrer neuen Heimat vielfach mit dem Hass ihrer Mitmenschen konfrontiert sehen, und sachliche politische Debatten liegen gerade den jungen Christdemokraten am Herzen.

 

Mehr zu den Filmen im Netz:

www.happy-endings.de

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

CDU steigt aus Windkraft in Stolberg aus

Die CDU Stolberg spricht sich gegen die Ausweisung von Konzentrationszonen im Wald aus und lehnt eine Industrialisierung von Naturräumen ab.

Erst einmal setzt der Stadtrat in nichtöffentlicher Sitzung auf den Ausbau der Windenergie: Einstimmig befürwortet er die Beteiligung des Stolberger Energieversorgers EWV am Windpark im Linnicher Ortsteil Körrenzig. Im Stolberger Stadtgebiet wird dagegen erst einmal dem geplanten Ausbau dieser regenerativen Energie der Wind aus den Segeln genommen. „Wir sind gegen die Ausweisung von Konzentrationszonen im Wald“, erklärt die CDU-Fraktion vor der Ratssitzung und geht damit auf Gegenkurs zum Koalitionspartner SPD, der nach dem Plenum betont, das planungsrechtliche Verfahren abschließen zu wollen. Der Fraktionsvorsitzende der SPD ist sich mit dem christdemokratischen Kollegen aber in der Einschätzung einig, dass diese konträren Standpunkte in einer Sachfrage nicht zu einem Ende der Zusammenarbeit in der großen Koalition führen würden.


Vier Jahre nach dem einstimmigen Einstieg in den Ausbau der Windenergie tritt die Ratsmehrheit der Christdemokraten den Ausstieg an – per einstimmigen Beschluss in ihrer Fraktion. Während intensiver Überlegungen und Gespräche im Verlauf der Sommerferien sei diese Überzeugung gereift, beteuert Jochen Emonds: „Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, weil ein Ausbau im Koalitionsvertrag verankert ist.“ Selbst der Gemeinsame Koalitionsausschuss habe die beiden unterschiedlichen Positionen nicht auf eine gemeinsame Linie bringen können. Aber die fachlichen Argumente gegen Windenergie hätten in der Fraktion schwerer gewogen.


Bereits bei den Bürgerdialogen der CDU vor den Kommunalwahlen habe sich der massive Widerstand der Bewohner betroffener Stadtbereiche offenbart. „Wenn man Windräder so nah an der Bebauung errichten will, dann kann das nur mit den und nicht gegen die Bürger gehen“, postuliert Emonds. In Bayern und Sachsen hätten die Landesregierungen einen Mindestabstand von 2000 Metern vorgegeben, in Nordrhein-Westfalen ließe das Land die Kommunen mit fehlenden Vorgaben alleine. Ohnehin habe erst Rot-Grün in Düsseldorf die Misere beschert, weil bislang Windenergie im Wald tabu gewesen sei. Und für die CDU sei es auch tabu, Stadtbezirke mit infrastrukturellen Problemen wie Schevenhütte, Zweifall, Venwegen und Breinig zusätzlich zu belasten mit Windrädern. Dies untermauern die lokalen Ratsmitglieder. „Es fehlt bislang das Gutachten über die Auswirkungen des Infraschalls“, sagt Heinz-Gerd Braun und verweist darauf, dass Dänemark seinen Ausbau von Windenergie deshalb gestoppt habe. Darüber hinaus wären ganze Ortschaften von Schlagschatten und Lärm betroffen. Auf die umfangreichen Eingriffe mit Zufahrten, Fundamenten und Leitungstrassen sowie die Zerschneidung der Waldflächen wies Ben Grendel hin: „Für den Naherholungswert ist das tödlich und in Breinig nicht zu vermitteln.“ Marc Delzepich bekannte, vom Befürworter „durch gute Argumente“ zum Gegner geworden zu sein, und zog das „Neue Helgoländer Papier“ der Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten aus der Tasche. Das legt bei Brutgebieten, etwa des Rotmilans in Schevenhütte, einen Mindestabstand vom Zehnfachen der Windradhöhe, also 2600 Meter, nahe. Zwar hätten die Bundesländer die Neuregelung im Mai diesen Jahres anerkannt, aber Nordrhein-Westfalen habe die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse noch nicht für die Flächennutzungsplanung übernommen. Es gelte noch die alte Fassung von 2007 mit deutlich geringeren Abständen, so Delzepich, der der Landesregierung einen „Windkrafterlass nach politischer Laune“ vorwirft. Jedenfalls erwartet die Stolberger CDU, dass das „Neue Helgoländer Papier“ offizieller Maßstab werde. Den wolle sie nicht vorschnell unterlaufen. Gleiches gelte für die noch ausstehenden Regelungen der Wasserschutzgebiete.


CDU sieht das Land gefordert


„Wir wollen keine Industrialisierung von Naturräumen“, erklärt der planungspolitische Sprecher Siegfried Pietz. Dies geschehe mit Windrädern, die zum Schadstoffeintrag im Wald etwa durch austretende Schmierstoffe beitrügen und dort Fauna und Flora belasteten. Außerdem seien lokale Politiker bei komplexen Themen der Energieversorgung eher die falschen Entscheidungsträger. Die Stolberger CDU-Fraktion sieht vielmehr das Land gefordert, Standorte an verträglichen Trassen von Autobahnen, Eisenbahn, Strom und Industriebrachen festzulegen. Mit ihrer Entscheidung sehen die Christdemokraten auch keine Abkehr von der Nutzung regenerativer Energie in Stolberg. Photovoltaik, Geothermie, Beratung und Energiedialog mit der Wirtschaft sowie in Speichermedien seien Alternativen zum Wind.


Angesichts dieser neu gewonnen Überzeugungen lassen die Parteifreunde es aber nicht zum Schwur kommen. Sie verzichtet auf einen Antrag, das Verfahren zur FNP-Änderung auch gänzlich zu beenden. „Wir wollen die Koalition nicht unnötig belasten“, sagt Jochen Emonds. „Wir klammern das Thema ganz einfach aus.“


Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

"Verlieb Dich neu in Deine Kupferstadt..."

Beim Stühlerücken im Workshop „World Café“ sprudeln die kreativen Ideen für das neue Konzept für den Stolberger Tourismus

Neue Sichtweisen: Bei der Kreativitätsmethode „World Café“ startet jede Gruppe mit dem Fundus der vorherigen Gruppe am Tisch. Mit der Workshop-Art soll ein neues Konzept für den Tourismus in der Kupferstadt entstehen. Foto: Doris Kinkel-Schlachter
Neue Sichtweisen: Bei der Kreativitätsmethode „World Café“ startet jede Gruppe mit dem Fundus der vorherigen Gruppe am Tisch. Mit der Workshop-Art soll ein neues Konzept für den Tourismus in der Kupferstadt entstehen. Foto: Doris Kinkel-Schlachter

„World Café“ im Museum Zinkhütter Hof: Diese Workshop-Art, die am Mittwoch erstmalig in der Kupferstadt angewendet wurde, ist, obwohl sie sich für den „gemeinen Stolberger“ ziemlich hochtrabend anhört, gut angekommen bei den Teilnehmern.


Und so funktioniert die Kreativitätsmethode: Viele Ideen entstehen schneller als eine Idee. In der Gruppe beflügelt die Ideenproduktion und bringt neue Sichtweisen zu Tage. Jede Gruppe startet mit dem Fundus der vorherigen Gruppe am Tisch, und ein Tischmoderator hilft bei Verständnisfragen und koordiniert. So weit so gut… Bevor die Gäste für das „Tourismuskonzept 2020“ ihre Köpfe rauchen lassen konnten, erklärte ihnen Moderator Bernd Steinbrecher, Geschäftsführer der Aachener Werbeagentur „Power+Radach“, den Ablauf eines arbeitsreichen Tages.


Vor dem vorausschauenden Blick richteten sich die Augen zunächst auf den Rückspiegel. Das zurzeit noch gültige Tourismuskonzept für Stolberg wurde vor acht Jahren gemeinsam mit dem Institut für Freizeit und Tourismus in Köln, vertreten durch Dr. Robert Datzer, entwickelt. Seitdem konnten schon viele Maßnahmen umgesetzt werden, beispielsweise Vitalparcours, Kupferroute, neue Parkplätze für Bustouristen, die Herausgabe von Imagebroschüren und begleitender, teils auch mehrsprachiger Flyer und die touristische Beschilderung in der Innenstadt.


„Auf die Erfolge der vergangenen Jahre können wir stolz sein und sie haben eine gute Grundlage für die zukünftige Entwicklung gelegt. Es hat sich tierisch was bewegt! Erfolg ist aber gerade im Tourismus nur möglich, wenn alle an einem Strang ziehen und sich die Angebote sinnvoll ergänzen. Mit dem World Café möchten wir unsere lokalen Akteure und die Vertreter von Rat und Verwaltung an einen Tisch bringen, gemeinsame Ziele entwickeln und Veränderungen anstoßen“, sagte der Erste Beigeordnete der Stadt, Robert Voigtsberger. „Tourismus, richtig betrieben, ist ein wichtiger Wirtschaftszweig. Wir haben in Stolberg eine historische Altstadt, Natur und Gemeinden mit besonderem Charme: Ein nachhaltiges Tourismuskonzept muss mit Leben gefüllt werden, es darf nicht bloße Kosmetik sein“, ergänzte Jochen Emonds, Vorsitzender des Ausschusses für Tourismus.


Aus der Studie „Tourismus 2020“ des Deutschen Zukunftsinstitutes stellte Bernd Steinbrecher den Workshop-Teilnehmern die fünf großen Trends vor, informierte über Zahlen, Trendbarometer und Zielgruppenpotenziale für den Tourismus im ländlichen Raum und gab Einblicke in den Wachstumsmarkt Tourismus. Und Stolberg? Was davon kommt für die Kupferstadt in Frage? „Gesundheit und Naturerlebnis sind die Trends, die von den naturräumlichen Gegebenheiten und dem Angebot Stolbergs bedient werden können“, sagte Bernd Steinbrecher.


Ideen auf den Tisch


In Phase eins des World Café kamen vier Themen im wahrsten Sinne des Wortes auf den Tisch. 1. Trends: Wie kann Stolberg die Megatrends im Tourismus mit Ideen und Innovationen nutzen? 2. Potenziale: Wie können die eigenen Potenziale von Natur bis Burg neu genutzt werden? 3. Kundenerlebnis: Welche Erlebnisse werden für die Zielgruppen für Tourismus im ländlichen Raum angeboten? 

4. Vernetzung: An welchen Themen entlang können sich Akteure neu vernetzen und wechselseitig verstärken? Jede Gruppe arbeitete an jedem Thema komprimiert für 25 Minuten, so dass alle 25 Minuten ein reges Stühlerücken stattfand. Aber nicht nur das: Auf den Tischen gab es Moderationskarten, Stifte und jede Menge Platz, um Kreativität und Gedanken freien Lauf lassen zu können.


Dabei gab es auch einen Knigge für die Tische: Die Teilnehmer sollten im Gespräch so viele Ideen und Ansätze produzieren wie möglich und dabei auf Kommentare, Korrekturen und Kritik an anderen Ideen verzichten. Es sollte keine Wertung oder Beurteilung der Ideen vorgenommen werden, jeder sollte seine Gedanken frei äußern können. Die Tischmoderatoren Dirk Stock (Romantik Parkhotel am Hammerberg), Svenja Erler, Barbara Breuer (beide Stolberg-Touristik) und Petra Grüttemeier (Museum Zinkhütter Hof) hatten zwischenzeitlich gut zu tun, denn mit den vorgegebenen Spielregeln wollte es nicht immer so klappen.


Eifrig wurde diskutiert, argumentiert und manchmal kritisch hinterfragt. „Aber das läuft hier sehr kreativ, und schon jetzt haben wir viele Ideen und Anregungen“, freute sich die Leiterin der Touristik, Barbara Breuer. Ein paar Schlagworte gefällig? Aktiv-Tourismus, Wandern, Leihfahrräder, Stadtbahn, Burgstollen, Kutschen, Stadtführungen per Fahrrad, gastronomische Produkte aus der Region, Außengastronomie sowie ein Außentheater, Vernetzung, Beschilderung, öffentliche Toiletten… „Man kann nicht immer nur meckern, man muss auch irgendwo ansetzen und der Politik wie den Institutionen ein Feedback geben. Das brannte mir einfach auf den Nägeln, und deshalb bin ich hier. Und ich finde es richtig gut“, sagte Gaby Hoff, eine der wenigen Bürger, die sich die Zeit genommen hatte, die auf einen Wochentag terminierte Veranstaltung zu besuchen.


Glücklich gewählt fand auch Hotelier Dirk Stock den Zeitraum fürs World Café nicht, schließlich hätten die Kollegen alle Hände voll zu tun mit der Reit-EM. Und Studentin Anette Engelhardt, die im Rahmen ihrer Semesterarbeit an der „Rekultivierung der Innenstadt“ sowie die „Ränder der Stadt“ gearbeitet hat, fand es „schade, dass der Workshop nur auf den Tourismus bezogen ist. Die Bewohner fallen runter.“


So kamen allerdings während dieser ersten Phase auch immer öfter die Stolberger Bürger auf den Tisch. Schließlich müssen Tourismus und Leben in der Stadt im Einklang sein. In Phase zwei des World Café bearbeiteten die Teams wieder die Themen/Fragestellungen, mit denen sie in Phase eins begonnen hatten.


Der Tischmoderator stellte die zuvor entwickelten Ansätze aller Gruppen am Tisch vor. Danach konkretisierten und priorisierten die Teilnehmer die Ideen sowie Ansätze und bereiteten die Präsentation im Plenum vor. Bei der Vorstellung der Gruppenergebnisse drehte sich letztlich alles um die Kernbereiche Burg und Natur, aber auch Industrie, denn die ist in Stolberg stark vertreten, und darauf könne man durchaus stolz sein.


Weitere Themenführungen


Weit oben auf der Prioritätenliste stehen die Erneuerung der städtischen Internetseite sowie das Einrichten weiterer Themenführungen. Bernd Steinbrecher wird die Ergebnisse in den nächsten zwei Wochen zusammenfassen und auf Grundlage dieser eine Basis für die Fortschreibung des Tourismuskonzeptes auflegen. Gemeinsam mit Barbara Breuer und Robert Voigtsberger werden die Unterlagen in den Ausschüssen vorgestellt, um danach in die konkrete Umsetzung zu gehen. „Verlieb‘ Dich neu in Deine Stadt“ war auf einer Stellwand zu lesen, ein schönes Motto…


Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Kasernen für weitere Flüchtlinge nutzen?

Bürgermeister Grüttemeier sieht die Aufnahmekapazitäten der Kommunen erschöpft. Er und seine Kollegen machen Vorschlag.

Nachdem die Donnerberg-Kaserne in Stolberg nur noch von Berufssoldaten genutzt wird, stehen womöglich größere Gebäudekomplexe leer. Sie könnten für die vorübergehende Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden, regt Bürgermeister Grüttemeier an.
Nachdem die Donnerberg-Kaserne in Stolberg nur noch von Berufssoldaten genutzt wird, stehen womöglich größere Gebäudekomplexe leer. Sie könnten für die vorübergehende Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden, regt Bürgermeister Grüttemeier an.

Nach der Zuweisung immer weiterer Flüchtlinge sehen sich auch die Kommunen in der Region an den Grenzen ihrer Aufnahmekapazitäten angelangt. Am Mittwoch, 19. August, findet deshalb ein Gespräch zum Thema im Regierungspräsidium in Köln statt. Stolbergs Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier brachte im Vorfeld bereits einen Vorschlag in die Diskussion ein: Wenn keine anderen Möglichkeiten mehr absehbar sind, könnten weitere Flüchtlinge künftig in leer stehenden Gebäuden der Bundeswehr-Kasernen untergebracht werden.


Bund, Land und Kommunen suchen weiterhin nach Lösungen bei der Bewältigung des anhaltenden Flüchtlingsstroms. In der vergangenen Woche hatte Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier schon an einer Konferenz im Landesinnenministerium teilgenommen, während der Innenminister Jäger belastbare Informationen zum weiteren Vorgehen in Aussicht gestellt hat.


Am Mittwoch findet nun ein weiteres Gespräch im Regierungspräsidium Köln statt. Stellvertretend für die Bürgermeister der Städteregion Aachen wird Dr. Grüttemeier Regierungspräsidentin Gisela Walsken über ein gemeinsames Schreiben an Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen unterrichten, in der eine Bereitstellung von leerstehenden Gebäuden in Bundeswehrkasernen gefordert wird. Der Stolberger Bürgermeister wird die Regierungspräsidentin um Unterstützung für diese Initiative bitten.


Große Unterstützung


„Dank der großen Unterstützung der Bevölkerung sowie mit Hilfe des vorbildlichen Einsatzes von Feuerwehr, THW, Deutschem Roten Kreuz und vieler ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer haben wir es in der Kupferstadt vor zwei Wochen geschafft, die uns sehr kurzfristig zugeführten Flüchtlinge sicher unterzubringen.“, erinnert Dr. Grüttemeier an die Anstrengungen in der Stadt Stolberg. „Es kann aber nicht das prinzipielle Vorgehen der übergeordneten Behörden sein, die Verantwortung in der Hoffnung an die Kommunen weiterzureichen, dass diese sich schon auf alle Eventualitäten vorbereitet haben. Auch Bund und Land sind gefordert, Klarheit zu schaffen und Verantwortung zu übernehmen.“


Anfang der Woche haben sich die Bürgermeister der Städteregion deswegen auf ein gemeinsames Schreiben an die Bundesverteidigungsministerin verständigt, in dem eine Nutzbarmachung von Teilen der Bundeswehrstandorte in der Region gefordert wird. Aufgrund der jüngsten Bundeswehrreform seien ausreichende Kapazitäten für eine Flüchtlingsunterbringung gegeben, so die Bürgermeister.


Nicht bewachen lassen


„Es geht bei unserer Initiative selbstverständlich nicht darum, die hilfesuchenden Menschen hinter Zäunen wegzusperren und von bewaffneten Truppen bewachen zu lassen. Wir halten an den Zielen unserer erfolgreichen, offenen Willkommenskultur fest und wollen auch zukünftig ehrenamtliches und zivilgesellschaftliches Engagement in der Flüchtlingshilfe fördern und gewährleisten“, betont Grüttemeier.


„Doch die Infrastruktur der Bundeswehrstandorte ist für die Unterbringung einer großen Personenzahl wesentlich besser geeignet als vorübergehend bereitgestellte Turnhallen, wo es an sanitären Anlagen und an Kapazitäten für eine dauerhafte Verpflegung fehlt“, führt Dr. Grüttemeier aus und erklärt: „Die Bundeswehr hat sich in den vergangenen Jahren zu einer schlanken Eingriffstruppe gewandelt. In Folge der damit verbundenen Personalverringerung stehen Teile unserer Kasernen heute leer.“ Bürgermeister Grüttemeier bringt diese Gebäude deshalb ins Spiel. „Ich bin deswegen sehr zuversichtlich, dass unser Vorschlag auch die Unterstützung von Frau Regierungspräsidentin Walsken finden wird.“


Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung , Foto: J. Lange

Gemeinsam neues Konzept erarbeiten

Kupferstadt lädt alle Leistungsträger und Interessierte ein, das Tourismus-Konzept für die zukünftigen Jahre fortzuschreiben.

Stolberg entwickelt sich immer mehr zu einem attraktiven Naherholungsziel in der Städteregion. Die steigenden Übernachtungszahlen belegen auch das Interesse von auswärtigen Gästen, erklärt der städtische Pressesprecher Robert Walz.


Die Kupferstadt als Tourismusstandort gemeinsam mit der aktiven und engagierten Stolberger Bürgerschaft fortzuentwickeln, sei das erklärte Ziel von Rat und Verwaltung. Aus diesem Grund lädt die Kupferstadt ein zu einem „World Café“ im Museum Zinkhütter Hof für Donnerstag, 20. August, ab 11 Uhr.


„Eine schlafende Schönheit“


„Stolberg war lange Jahre eine schlafende Schönheit, die jetzt wieder erwacht. Doch wir wollen uns nun nicht zurücklehnen, sondern die Aufbruchsstimmung der vergangenen Monate in allen Bereichen fördern und nutzen“, erklärt Jochen Emonds. „Bei der Fortentwicklung unseres touristischen Konzepts möchten wir die Wünsche und Vorstellungen der Bürger aufgreifen, gemeinsam neue Ideen entwickeln und so frischen Wind in Stolbergs Tourismus bringen“, so der der Vorsitzende des Ausschusses für Tourismus weiter.


Mit dem World Café im Zinkhütter Hof werde der Anspruch unterstrichen: „Wir möchten, dass sich Stolberg noch mehr als heute als eine weltoffene Stadt mit einer abwechslungsreichen Gastronomie und attraktiven kulturellen Angeboten positioniert“.


Das zurzeit noch gültige Tourismuskonzept wurde vor acht Jahren gemeinsam mit dem Institut für Freizeit und Tourismus in Köln, vertreten durch Dr. Robert Datzer, entwickelt. Seitdem wurden einige Maßnahmen umgesetzt: Vitalparcours, Kupferroute, Parkplätze für Bustouristen, Imagebroschüren und begleitende, teils mehrsprachige Faltblätter und die touristische Beschilderung in der Innenstadt seien Beispiele. Als Konsequenz würde das Büro der Stolberg Touristik an der Zweifaller Straße heute zunehmend von auswärtigen Gästen, aber auch von der einheimischen Bevölkerung besucht. „Wer die begeisterten Reaktionen von auswärtigen Gästen einmal erlebt hat, der weiß, dass sich Stolberg wirklich nicht zu verstecken braucht“, ergänzt der zuständige Beigeordnete. „Auf die Erfolge der vergangenen Jahre können wir stolz sein und sie haben eine gute Grundlage für die zu-künftige Entwicklung gelegt. Erfolg ist aber gerade im Tourismus nur möglich, wenn alle an einem Strang ziehen und sich die Angebote sinnvoll ergänzen“.


Mit dem World-Café sollen die lokalen Akteure und die Vertreter von Rat und Verwaltung an einen Tisch gebracht, gemeinsame Ziele entwickelt und Veränderungen angestoßen werden. Die Bandbreite ist dabei groß. Neben Leistungsträgern aus Gastronomie und Hotellerie sind Gästeführer, Anbieter von touristischen Leistungen, Museumsleitungen und alle engagierten Bürgern eingeladen, in den Dialog zu treten und gemeinsam das Tourismuskonzept 2020 zu entwickeln.


Gruppenarbeit mit wechselnden Akteuren


Ein „World-Café“ ist laut Wikipedia eine von denamerikanischen Unternehmensberatern Juanita Brown und David Isaacs entwickelte eine Workshop-Methode für Gruppen ab zwölf Personen.


Dabei lernen die Teilnehmer verschiedenen Sichtweisen auf- und verschiedene Herangehensweisen an ein Thema voneinander kennen. Gearbeitet wird mit einem Moderator in kleinen Gruppen mit wechselnden Teilnehmern an einzelnen Fragestellungen.


Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Eine große Welle der Hilfsbereitschaft rollt

Weit über 100 Stolberger wollen ehrenamtlich die Flüchtlinge in Stolberg unterstützen. Bürgermeister heute beim Innenminister.

Großer Andrang herrscht im Ratssaal, als sich mehr als 100 Stolberger für unterschiedliche Hilfsprojekte melden. Das macht Bürgermeister Grüttemeier „stolz auf unsere Stadt“. Bei der Feuerwehr füllt sich eine Fahrzeughalle mit Spenden Foto: J. Lange
Großer Andrang herrscht im Ratssaal, als sich mehr als 100 Stolberger für unterschiedliche Hilfsprojekte melden. Das macht Bürgermeister Grüttemeier „stolz auf unsere Stadt“. Bei der Feuerwehr füllt sich eine Fahrzeughalle mit Spenden Foto: J. Lange

„Ich war selten so stolz auf unsere Stadt wie heute“: Das sagt der Bürgermeister angesichts der überwältigenden Resonanz der Stolberger, die sich ehrenamtlich in die Betreuung und Versorgung der Flüchtlinge einbringen wollen. Und Tim Grüttemeier sagt Danke. Mehrfach, wie in den vergangenen Tagen und an diesem Abend. Dank an die Stolberger für ihre Hilfsbereitschaft und Unterstützung, um die eintreffenden Gäste versorgen zu können.


Kurzfristig sind sie von der Bezirksregierung der Kupferstadt zugewiesen worden. „Nur 24 Stunden Zeit blieben zur Vorbereitung“, erinnert Tim Grüttemeier an den Dienstag vor acht Tagen. Heute vor einer Woche ist Stolberg vorbereitet, 150 Menschen in Räumlichkeiten der Propst-Grüber-Schule auf der Liester empfangen zu können. Am ersten Tag sind es 37 Flüchtlinge, die Stolberg erreichen. „Nur die Busunternehmer konnten uns sagen, wie viele Menschen tatsächlich wann kommen“, merkt Grüttemeier an.


14 Tage Aufenthalt kalkuliert


Als sich am Montag gegen 18 Uhr deutlich mehr als 100 Bürger im Ratssaal versammeln, um zu helfen, zählt das Übergangsheim 128 Bewohner. Kurz vor Mitternacht, um 23.30 Uhr erreichen weitere 23 Flüchtlinge die Unterkunft. Somit hat Stolberg sein Aufnahmesoll erfüllt – erst einmal.


So kurzfristig, wie die 151 Besucher gekommen sind, so kurz soll ihr Aufenthalt in der Kupferstadt andauern. Mit etwa zwei Wochen rechnet die Spitze der Verwaltung dieser Stadt – nach derzeitigem Stand. Dann sollen die Bewohner der Unterkunft auf der Liester auf andere Städte und Gemeinden verteilt werden, wo sie ihr Asylverfahren durchlaufen sollen. Soweit zumindest die Theorie.


Wie es in der Praxis aussehen und weitergehen wird, kann an diesem Abend im Rathaus niemand vorhersagen. Unkalkulierbar ist die weitere Entwicklung des Flüchtlingsstroms nach Europa und die Bundesrepublik, unzureichend sind die Informationen der Bundes- und der Landesregierung für die Kommunen. Das erklärt Tim Grüttemeier am Montagabend vor den Stolbergern, und das will er heute in Düsseldorf auch Ralf Jäger erklären. Der Innenminister des Landes empfängt die Verwaltungschefs der Kommunen, in denen sich Flüchtlingseinrichtungen des Landes befinden, um über die Probleme zu sprechen. Da kann Stolbergs Bürgermeister mitreden. Denn es gäbe einige Ansätze, die den Kommunen ihre Aufgabe erleichtern könnten – organisatorisch, finanziell und zeitlich.


Danke für das Engagement


Grüttemeier kann aber auch von überwältigenden positiven Erfahrungen berichten. Stolberg schreibt Schlagzeilen als „weltoffene und tolerante Stadt mit gastfreundlichen und hilfsbreiten Bürgern“. Die Stadt hatte zwar einen Notfallplan in der Schublade. Dass der aber in dieser Kürze nahezu reibungslos umgesetzt werden konnte, „das ist nur dem Engagement unzähliger Helfer zu verdanken“, sagt Grüttemeier. „Mit dem Aufstellen von Feldbetten alleine ist es ja nicht getan.“ Deutsches Rotes Kreuz, Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, Bethlehem Gesundheitszentrum, Stadtverwaltung, Privatpersonen – zahlreiche Hände trugen dazu bei, dass die „Außenstelle der Erstaufnahmestelle Dortmund“, so die offizielle Bezeichnung, in aller Schnelle in Betrieb gehen kann. „Sie ist kein Übergangswohnheim und keine Dauerlösung“, stellt Grüttemeier den Unterschied heraus. Die 151 Menschen seien nicht „zugewiesen“, sondern „zugeführt“. Aber für die Zukunft sei nicht auszuschließen, dass erneut Flüchtlinge in Stolberg untergebracht würden.


Gut 20 Prozent der Menschen in der Propst-Grüber-Schule sind Jugendliche, der überwiegende Rest ist im Alter zwischen 55 und 67 Jahren. Der Anteil von Frauen und Männern ist in etwa identisch, und 30 Flüchtlinge haben eine arabische Muttersprache.


Die rund 500 weiteren in der Kupferstadt lebenden Flüchtlinge könnten weiterhin dezentral untergebracht werden. „Die Kooperation mit der Wohnungsgenossenschaft funktioniert“, sagt Grüttemeier auch mit anerkennendem Blick zu WoGe-Vorstand Ferdi Gatz­weiler im Ratssaal. Der frühzeitig in Stolberg initiierte Flüchtlings-Dialog zeige Wirkung. Gestern um 16 Uhr hat das DRK mit hauptamtlichen Helfern die Leitung der Außenstelle auf der Liester übernommen, so dass Verwaltung und Feuerwehr entlastet werden.


„Wir sind von der Welle der Hilfsbereitschaft fast überrollt worden“, strahlt Hildegard Nießen. Die Ehrenamtsbeauftragte wirkt angesichts der vielen Stunden Arbeit in diesen Tagen ein wenig angestrengt, aber auch um so mehr stolz angesichts der überwältigenden Unterstützung. Bereits während der ersten Stunden rollt eine Welle von Spenden an. In der Feuerwache füllt sich eine Werkstatt zügig vor allem mit Bekleidung. Ein erster 20-Fuß-Überseecontainer ist gefüllt. Ein zweiter wird heute erwartet.


Bei der Annahme und dem Sortieren der Spenden werden die Freiwilligen der Feuerwehr nun durch ehrenamtliche Helfer unterstützt. Diese Tätigkeit ist eine der Aufgaben, die an dem Montagabend im Rathaus koordiniert sein wollen. Die Unterstützung kommt aus allen Schichten der Bevölkerung – Jung und Alt, Urstolberger und Stolberger mit Migrationshintergrund, Bürger mit Fachwissen und mit der Möglichkeit, Zeit zu spenden, finden sich ein. Sie alle wollen dazu beitragen, das Schicksal der Flüchtlinge zu lindern und ihnen den Aufenthalt in der Kupferstadt so angenehm zu machen, wie es die Umstände ermöglichen.


Zahlreich sind die Helfer, die als Dolmetscher mit arabischen, spanischen, französischen und weiteren Sprachkenntnissen zu einer besseren Verständigung beitragen möchten. Schnellkurse zu einem Basiswissen in Deutsch werden angeboten.


Weitere Stolberger warten auf mit fundierten medizinischen oder sanitären Kenntnissen und Mitteln. Andere möchten sich einbringen, um den Tagesablauf der Flüchtlinge mit unterschiedlichen Freizeitaktivitäten zu bereichern. Wieder andere bieten einfach ihre Freizeit an, um zu helfen, wo es eben nötig ist. Hildegard Nießen sowie Louisa Ziemons, Petra Jansen, Petra Morgenstern, Paul Schäfermeier, Willi Seyffarth und Robert Walz von der Stadtverwaltung sammeln an unterschiedlichen Meldestellen die Hilfsangebote und koordinieren in diesen Tagen den Einsatz.


Viele persönliche Angebote


„Es besteht ein permanenter Bedarf an Hilfe“, betont Hildegard Nießen und freut sich darüber hinaus über „die vielen persönlichen Kontakte“, die ganz individuelle Hilfe zugesagt haben. Etwa die Friseurin aus Mausbach, die ihr Handwerk am Samstag in den Dienst der Flüchtlinge stellen möchte. Oder über Angebote aus Vereinen, die ihre Sportanlagen tagsüber zur Verfügung stellen und für den Abend eine Beteiligung am Training anbieten. Oder auch über Firmen, die Transportleistungen oder Hygieneartikel spenden. „Wir sind positiv überrollt von der Hilfe“, sagt Hildegard Nießen noch einmal und betont, dass auch für nicht direkt nutzbare Spenden eine weitere sinnvolle Verwendung bei Bedürftigen in dieser Stadt gefunden werde.


Spenden werden von 9 bis 18 Uhr angenommen


Noch bis einschließlich Donnerstag werden auf dem Hof der Feuer- und Rettungswache an der Kesselschmiede Sachspenden angenommen im Zeitraum zwischen 9 und 18 Uhr.


Benötigt werden vor allem noch Kinderschuhe, Spielsachen, (Fuß-)Bälle, Transporttaschen, Wäscheständer. Oberbekleidung wird derzeit dagegen ausreichend vorgehalten.


Die Sachspenden werden zwar bereits jetzt kontinuierlich eingesetzt, die Masse soll aber am Freitag in der Unterkunft an die Flüchtlinge verteilt werden.


Einen von Flüchtlingen gedrehten Film mit dem Titel „Wie geht Deutschland?“ mit anschließender Podiumsdiskussion zeigt die Junge Union Stolberg am Mittwoch, 26. August, im Kulturzentrum Frankental. Beginn ist um 19 Uhr.


Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Kaiserplatz: Baubeginn noch 2015

Zwar fließt der Zuschuss des Landes erst später, doch die Stadt darf schon mal die Bagger rollen lassen. Ergebnis von Gesprächen.

Der Kaiserplatz ist einer der Hauptveranstaltungsorte von Stolberg. Deshalb soll das Areal ansprechender gestaltet werden. Die Landesregierung sagte jetzt zu, dass die Bauarbeiten schon beginnen können, bevor die Zuschüsse fließen. Foto: D. Müller
Der Kaiserplatz ist einer der Hauptveranstaltungsorte von Stolberg. Deshalb soll das Areal ansprechender gestaltet werden. Die Landesregierung sagte jetzt zu, dass die Bauarbeiten schon beginnen können, bevor die Zuschüsse fließen. Foto: D. Müller

Die Landesregierung genehmigt den vorgezogenen Maßnahmenbeginn: Damit ist der Start der Umbauarbeiten am Kaiserplatz noch in diesem Jahr möglich.


Bereits im vergangenen Jahr war die Kupferstadt in das Bund-Länder-Programm „Stadtumbau West“ aufgenommen worden. Das Sanierungsprojekt „Talachse Innenstadt“ war in einem ersten Schritt mit rund 779 000 Euro gefördert worden. Im Juni des laufenden Jahres wurden weitere 3,049 Millionen Euro für die Neugestaltung des Quartiers Frankental mit dem Bastinsweiher bewilligt.


In dieser Förderung für das Jahr 2015 wurde die Sanierung des Kaiserplatzes allerdings nicht berücksichtigt. Aber gerade der Vorzeigeplatz Stolbergs soll ja attraktiver gestaltet werden. Das kostet.


Gespräche geführt


In der Folge haben Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier und der Technische Beigeordnete der Kupferstadt Stolberg, Tobias Röhm, deshalb intensive Gespräche mit der Bezirksregierung geführt. Der Hintergrund war die Alternative, mit der Umgestaltung des zentralen Platzes der Stolberger Innenstadt über den Weg einer städtischen Vorfinanzierung noch in diesem Jahr beginnen zu können.


Jetzt kam die erhoffte Nachricht aus Düsseldorf. Das Landesbauministerium unterrichtete die Stolberger Stadtverwaltung darüber, dass der vorzeitige Maßnahmenbeginn für den Kaiserplatz sich nicht schädlich für die geplante Förderung der Maßnahme auswirken werde. „Stolberg ist nicht die einzige Stadt in Nordrhein-Westfalen, deren Beträge für das Programmjahr 2015 gekürzt wurden, da es zu viele Aufträge, da es zu viele Anträge gab. Als Verwaltung war es uns dennoch wichtig, die Projekte wie vorgesehen durchzuführen und am Baubeginn in diesem Jahr festzuhalten“, betonte Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier am Freitag.


„Wir haben die Planungen zur Umgestaltung des Kaiserplatzes im intensiven Austausch mit der Bürgerschaft vorangetrieben und deswegen war die Kürzung der Fördermittel besonders ärgerlich. Die jetzige Zusage der Landesregierung ist deswegen ein schöner Erfolg für uns und insbesondere für unseren Technischen Beigeordneten. Tobias Röhm hat während der Gespräche großes Verhandlungsgeschick bewiesen und die Bezirksregierung von unserem Vorgehen überzeugen können.“


Kapazität vorhanden


Da die Mittel für die zeitgemäße Neugestaltung des Kaiserplatzes erst zu einem späteren Zeitpunkt bewilligt werden, hat die Verwaltung vorgeschlagen, den Landeszuschuss aus eigenen Mitteln für wenige Monate vorzufinanzieren. Angesichts eines Volumens von jährlich rund 16 Millionen Euro für Investitionen seien hierfür ausreichende Kapazitäten vorhanden, sagt der Bürgermeister.


Eben dieses Vorgehen war den Kommunen bislang jedoch nicht gestattet. Auch vor diesem Hintergrund ist die Ankündigung der Bezirksregierung ein ganz besonderer Erfolg für die Verwaltung. Der offizielle Bescheid, der Stolberg in die Lage versetzt, mit der Maßnahme „förderunschädlich“ beginnen zu können, wird voraussichtlich kommende Woche im Rathaus eintreffen.


„Auch andere Städte in Nordrhein-Westfalen stehen vor einer ganz ähnlichen Problematik“, ergänzt Bürgermeister Dr. Grüttemeier. „Als erste Stadt konnten wir jedoch einen konsensfähigen Weg aufzeigen, wie Land und Kommunen gemeinsam Lösungen erarbeiten und diese auch umsetzen können.“


Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Film: "Wie geht Deutschland?"

Die Junge Union Stolberg zeigt am Mittwoch, 26. August, ab 19 Uhr im Kulturzentrum Frankenthal einen von Flüchtlingen gedrehten Film mit dem Titel „Wie geht Deutschland?“

Der Film handelt vom Erleben von kürzlich in Deutschland angekommenen jungen Flüchtlingen und deren erfolgreicher Integration in unserer Gesellschaft. Im Zuge der kontrovers diskutierten Flüchtlingsdebatte möchte die Junge Union mit dem Filmabend einen konstruktiven Beitrag leisten und zeigen, dass Flüchtlinge aus Not zu uns kommen, aber auch bereit sind, sich in unsere Gesellschaft zu integrieren. Im Anschluss an die Filmvorführung ist eine Diskussionsrunde mit einem der Protagonisten geplant.