Aktuelles

Hier finden Sie aktuelle Nachrichten rund um die CDU Stolberg. Der CDU Stadtverband mit seinen Vereinigungen, Ortsverbänden, Arbeitsgruppen und die CDU Fraktion im Rat der Stadt informieren Sie.

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Aktuelles der CDU Stolberg:

Fr

28

Nov

2014

Nach dem Sturm auf das Rathaus unterstützt Grüttemeier den Sturm auf die Burg

Der Extremlauf „Stürme die Burg“ hat es in sich

Sportereignis im kommenden Jahr führt die Teilnehmer über große Höhenunterschiede durch die Stolberger Altstadt


Bevor es auf der anderen Seite zur Burg hinauf geht, müssen erst die Treppen hinter der Finkenbergkirche hinab geschafft werden.Foto: O. Hansen

Stolberg. Sportbegeisterte können sich schon auf ein Ereignis im kommenden Jahr freuen: Im Juni soll in Stolberg der „Extremlauf Stürme die Burg“ stattfinden.

Dennis Angermayer plant den Sturmlauf. Die Runde durch die Altstadt werde rund zehn Kilometer lang sein und es in sich haben. Starke Steigungen und steile Treppen sind zu überwinden. Der Startpunkt werde am Kaiserplatz sein, so Angermeyer. Von dort soll es über den Steinweg in die Altstadt gehen. Mehrfach wird die Vicht überquert, dann geht es den Hammerberg hinauf zum Tennisclub BW Stolberg, später die Treppen hinter der evangelischen Finkenbergkirche wieder hinunter. Kaum unten angekommen, führt die Strecke wieder bergan bis zur Burg hinauf und um die Burg herum.

Insgesamt werden zehn Kilometer zu bewältigen sein, in drei Runden. Es werde eine Extrem-Version und eine Business-Version des Laufes geben, sagt Dennis Angermayer. Das Besondere am Stolberger Lauf „Stürme die Burg“ sei der extreme Höhenunterschied, der während der einzelnen Runden zu bewältigen sei.

Angermayer rechnet mit mindestens 500 Teilnehmern. Aber auch 1000 Läufer sind willkommen. Wird es dann nicht etwas eng in den Gassen der Altstadt? „Spätestens ab der Katzhecke wird sich das Feld der Läufer auseinander ziehen. Schon allein wegen der starken Steigung.“ Angermayer hat das Personal für die Zeitmessung bereits angesprochen. Bürgermeister Tim Grüttemeier hat zugesagt, die Schirmherrschaft zu übernehmen. Angermayer: „Es geht nicht nur um die extreme Herausforderung. Die Teilnehmer sollen auch einmal sehen, wie schön unsere Stadt Stolberg ist.“ Die Ursprungsidee sei gewesen, mit einer derartigen Veranstaltung mehr Leute in die Altstadt zu bekommen. Angermayer: „Es geht um Stolbergs Image. Die sollen sagen: ‚Das ist aber schön hier‘.“ Wie üblich können sich Sportler noch bis kurz vor dem Start anmelden, wenn der genaue Termin feststeht. Sponsoren bittet Angermayer, sich bis Ende Januar unter ☏ 02405/6800194 zu melden.

Fr

28

Nov

2014

Wir unterstützen das Jupa gerne

Jugend will inStolberg etwasin Gang setzen

Das Jugendparlament hat derzeit so viele Mitglieder wie selten zuvor. Die jungen Leute sind engagiert und haben konkrete Pläne. Unterstützung durch Rat.


Die Sprecher des Stolberger Jugendparlaments: Michelle Schäfer, Tobias Beisicht und Saskia Engelhardt (von links).Das Gremium will in der Stadt noch einiges bewegen.Foto: O. Hansen

Stolberg. Über die Zukunft Stolbergs sollen nicht nur die Erwachsenen bestimmen. Deshalb engagieren sich immer mehr Jugendliche im Jugendparlament der Stadt.

Im Gegensatz zu anderen Städten zeigt die Jugend in Stolberg durchaus großes Interesse an der Politik und den Entscheidungen im Rathaus. Und man will mitreden. Wie berichtet, läuft derzeit eine Umfrage des Jugendparlamentes an Stolberger Schulen, in der es darum geht, was Kinder und Jugendliche in der Kupferstadt vermissen und was sie besser machen wollen. Heraus gekommen ist eine ganze Liste von Vorschlägen, die bereits in der Stolberger Gesellschaft für Stadtmarketing und in anderen Gremien vorgetragen wurden.

Einmal im Monat tagt das Jugendparlament im Rathaus, und die Stühle im Konferenzraum sind bei jedem Treffen fast vollständig besetzt. „Wir hatten zwischendurch auch schon einmal Jahre mit weniger Teilnehmern, aber in diesem Jahr ist der Zuspruch sehr groß“, freut sich Michelle Schäfer über das Engagement der Jugendlichen in der Stadt. Michelle Schäfer gehört wie Tobias Beisicht und Saskia Engelhardt zum Sprecher-Trio des Parlamentes. Michelle Schäfer gehört dem Gremium inzwischen schon sechs Jahre an und nähert sich der Altersgrenze, die eigentlich für das Jugendparlament vorgesehen ist: Die jungen Politiker sollen zwischen zwölf und 21 Jahre alt sein. Michelle Schäfer ist 21 Jahre alt: „Aber wir nehmen das nicht so streng“, sagt die angehende Erzieherin, die zumindest in dieser Legislaturperiode noch in der Jugendvertretung mitarbeiten will.

Nicht gewählt

Auch Tobias Beisicht ist schon länger dabei. Der 20-Jährige wartet auf einen Studienplatz für das Grundschullehramt. Im Gegensatz zu anderen Kommunen werden die Mitglieder des Stolberger Jugendparlamentes nicht gewählt oder von ihren Schulen entsandt. Das Parlament für alle Interessierten offen. „Jeder kann mitmachen“, ruft Michelle Schäfer zur Beteiligung auf. Gleichwohl kommen die meisten Jungpolitiker aus Stolberg oder gehen hier zur Schule. Sie sind Mitglied in Stolberger Vereinen oder in der Jugendfeuerwehr. Im Parlament sitzen nicht nur Gymnasiasten.

„Die Mitglieder kommen praktisch aus allen Schulformen“, betont Schäfer. Gemeinsam will man etwas für die Jugendlichen in der Stadt bewegen. Entsprechend haben sich die Mitglieder des Jugendparlamentes darüber gefreut, dass ihnen Bürgermeister Tim Grüttemeier seine Unterstützung zugesagt hat. Außerdem wurden dem Parlament zwei Sitze als Sachkundige Bürger im Ausschuss für Soziales und Generationengerechtigkeit zugesprochen. Tobias Beisicht erinnert sich daran, dass Mitglieder der Jugendvertretung bereits das EU-Parlament in Brüssel beucht haben. Auch bei den Ratssitzungen in Stolberg waren Jugendliche zuletzt regelmäßig als Zuhörer vor Ort. „Wir haben uns dabei aber ziemlich verloren gefühlt“, bedauert Michelle Schäfer.

Bleibt der Weg in die Politik, um vielleicht später einmal im Stadtrat selbst mitreden zu können. Tobias Beisicht ist in die CDU eingetreten und für seine Partei im Beschwerdeausschuss vertreten. „Es ist spannend, das machen zu können“, so Beisicht. Der 20-Jährige verspricht allerdings, im Jugendparlament überparteilich weiter zu arbeiten. Mitglieder des Jugendparlamentes wirkten zuletzt bei der Museumsnacht im Zinkhütter Hof mit, sie werden sich auch an der Weihnachtskistenaktion für bedürftige Bürger in Stolberg beteiligen. Ein Projekt, das die Jugendlichen möglichst bald umsetzen wollen, ist die Errichtung einer Skaterbahn an der Ecke Schellerweg/Eichsfeldstraße. Außerdem wirken die Jugendlichen darauf hin, dass die Jugendtreffs in Münsterbusch und Breinig demnächst wieder geöffnet werden. Das Parlament tagt einmal monatlich dienstags von 18.30 bis 20 Uhr. Nähere Infos gibt es auf Facebook unter „Jugendparlament Stolberg“.

Do

27

Nov

2014

Neue Impulse für Camp Astrid

Wirtschaftsförderungsgesellschaft soll das Gewerbegebiet nun vermarkten. Beim Geschäftsführer verbleibt die Administration. 


Ein wenig mehr getan hat sich mittlerweile im Gewerbegebiet Camp Astrid als diese Aufgabe zeigt, die aus dem Jahr 2010 stammt. Knapp eine Handvoll Unternehmen haben sich dort zusätzlich niedergelassen.Foto: (-jül-)

Stolberg. Neue Impulse setzen möchte der Bürgermeister bei der Vermarktung des Gewerbegebietes Camp Astrid. „Wir möchten die Akquise weiter professionalisieren“, sagt Tim Grüttemeier und schlägt dem Stadtrat vor, einen Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Städteregion (WFG) abzuschließen.

Damit reagiert der Bürgermeister auf Kritik und Unverständnis aus den politischen Gremien in den vergangenen Monaten zur Vermarktungssituation. Insbesondere dem schleppenden Abverkauf der Grundstücke möchte der Verwaltungschef mit neuen Akzenten begegnen. Dazu zählt neben der Vorbereitung einer verbesserten Breitbandanbindung, die im kommenden Jahr realisiert werden soll, eine neu Positionierung des Vermarktungskonzeptes.

Zehn Jahre keine freie Flächen

Bis dato zogen sich Ansiedlungsgespräche über mehr als zwei Jahre bis zu einer Kaufentscheidung hin, berichtet Camp-Geschäftsführer Detlef Werry. Gründe dafür sieht er einerseits in den Hürden bei einer Bankenfinanzierung, vor allem aber auch in der Struktur interessierter Investoren. Firmeninhaber arbeiteten oft selbst im Betrieb mit und stellten Verlagerungsinteressen immer wieder hinten an. Ebenso wirke sich immer noch aus, dass Stolberg von 1999 bis 2009 über keine freien Gewerbeflächen verfügt hatte. „Erst jetzt entsteht bei Gewerbetreibenden wieder ein Bewusstsein dafür, dass auch die Kupferstadt über freie Potenziale verfügt“, erläutert Werry, der neben seiner nebenamtlichen Tätigkeit als Geschäftsführer das Wirtschaftsförderungsamt der Stadt leitet. Durch eine Einbindung der WFG in eine aktivere Vermarktung der Flächen im Camp Astrid würde Werry auch mehr Spielraum für andere Aufgaben der Wirtschaftsförderung gewinnen. Bei ihm als Geschäftsführer der beiden Gesellschaften sollen rein die administrativen Aufgaben verbleiben.

Die WFG wiederum würde eigens mit einem Mitarbeiter zunächst für zehn Stunden in der Woche die Vermarktung von Camp Astrid forcieren, der seinen Sitz im Wirtschaftsförderungsamt nehmen soll. Ab Januar soll er ein neues Marketingkonzept erarbeiten und möglichst erfolgreich umsetzen. Das Honorar für die WFG von jährlich knapp 30 000 Euro soll über die Camp Astrid Verwaltungs GmbH gezahlt werden.

Vorratspolitik betreiben

Darüber hinaus mahnt Werry den Stadtrat, dass Stolberg auch für die Zukunft Vorsorge treffen müsse, um über eigene freie Gewerbeflächen verfügen zu können. „Es muss eine Vorratspolitik betrieben werden“, erklärt der Amtsleiter. Frei werdende Altstandorte oder auch Flächen auf der grünen Wiese müssten erworben und entwickelt werden, um auch in Zukunft ausreichend Gewerbeflächen vorhalten zu können. Dazu zählt Werry auch größere zusammenhängende Flächen von bis zu 100 000 Quadratmeter, die für Logistik- oder Großunternehmen interessant sein könnten.

Do

27

Nov

2014

Die Stadt arbeitet am Beteiligungsmanagement

Stolberg. An elf Unternehmen ist die Kupferstadt unmittelbar wirtschaftlich beteiligt, „um die Bürger mit vielfältigen Dienstleistungen in den Bereichen Energieversorgung, Wohnen und Entsorgung sowie kulturellen Angeboten dienen zu können“, erklärt der Bürgermeister für den heute tagenden Ausschuss für Wirtschaftsförderung. Aber Tim Grüttemeier hat den Eindruck gewonnen, dass die vielfältigen Verflechtungen besser als in der Vergangenheit koordiniert werden müssen, um Synergieeffekte nutzen und rechtzeitig aktiv agieren zu können. Dazu soll beim Wirtschaftsförderungsamt Nathalie Malekzadeh ein Beteiligungsmanagement aufbauen. Zukünftig soll jährlich ein Bericht über die Entwicklung und relevante Daten bei den Beteiligungen erstellt werden, „um Politik, Verwaltung und Bürger besser informieren zu können“, so Grüttemeier weiter.

Beteiligt ist die Kupferstadt auf dem Feld der Energiewirtschaft an der EWV GmbH (14,28%), an der RegioEntsorgung AöR (8,33%), an der Green GmbH (3%) sowie im Bereich Wohnungswesen an der Senioren- und Sozialzentrum Betriebsführungs GmbH (100%) und der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft für die Städteregion GmbH (4,91%). Im Bereich der Strukturförderung hält Stolberg Anteile an der Dienstleistungszentrum GmbH (56%), Camp Astrid GmbH & Co. KG (50%), Camp Astrid Verwaltungs GmbH (50%), Freizeitzentrum Blausteinsee GmbH (26%), WFG Städteregion (9,26%) und der Energeticon gGmbH (2,5%).

Mi

26

Nov

2014

2015 wird das Internet schneller

Telekom plant Netzausbau nach VDSL-Standard mit zusätzlichem Vectoring-Verfahren für unterversorgte Stadtteile. Verwaltung will Leerrohre in Gewerbegebieten verlegen. Eine Lösung für Camp Astrid ist bereits in Arbeit. 

 
Stolberg. Schneller als erwartet können die Stolberger in unterversorgten Stadtteilen auf eine schnelle Internet-Anbindung hoffen. Die Telekom plant einen weitreichenden Netzausbau nach dem VDSL-Standard (Glasfaser) für Breinig, Breinigerberg, Büsbach, Dorff, Gressenich, Mausbach, Münsterbusch, Schevenhütte, Venwegen, Vicht und Zweifall. Das ist das Ergebnis der Machbarkeitsstudie zur Verbesserung der Breitband-Versorgung in der Kupferstadt, die der Bürgermeister am Donnerstag im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Arbeitsmarktpolitik präsentieren wird.

„Die intensive Debatte in unserer Stadt und die überdurchschnittliche Beteiligung der Stolberger an der Bedarfsabfrage haben offensichtlich ihre Wirkung auf die Netzbetreiber nicht verfehlt“, sagt Tim Grüttemeier. So hat die Telekom zusätzlich ein so genanntes Vectoring-Verfahren für nahezu alle unterversorgten Stadtteile in Stolberg bei der Bundesnetzagentur beantragt. Dies sei grundsätzlich genehmigt; mit einem Abschluss des Regulierungsprozesses durch die Bundesnetzagentur werde für Anfang nächsten Jahres gerechnet. Dann könne die Telekom mit dem Ausbau beginnen und müsse innerhalb eines Jahres die Maßnahmen fertigstellen. Sobald die Telekom von der Bundesnetzagentur grünes Licht erhalte, werde ein Vertreter des Unternehmens die Vorhaben detailliert im Ausschuss vorstellen.

Durch das Vectoring-Verfahren, das ein unerwünschtes Übersprechen zwischen benachbarten Teilnehmeranschlussleitungen verringern soll, kann die Übertragungsrate teils deutlich gesteigert werden, erläutert Frank Gilles vom Wirtschaftsförderungsamt. VDSL-Bandbreiten von bis zu 100 Mbit/s im Download sollen möglich werden. „Durch die Umsetzung dieser Ausbauabsichten ist von einer markanten Verbesserung der Telekommunikationsinfrastruktur auszugehen“, so Gilles. Der Vorlage liegt bereits eine detaillierte Liste der Telekom für die Ertüchtigung von 101 Kabelverzeigern in den unterversorgten Stadtteilen bei.

Förderantrag für Werth

Bleibt der Stadtteil Werth auf der Sorgenliste. Da das Genehmigungsverfahren bei der Bundesnetzagentur nahezu zeitgleich mit der Markterkundung durch die Verwaltung erfolgte, mag es zu zeitlichen Überschneidungen gekommen sein, so dass noch einmal die unterschiedlichen Netzbetreiber zu Ausbauabsichten für Werth befragt werden. Sollten keine Absichten bestehen, solle für Werth ein Förderantrag gestellt werden, da gemäß der Richtlinien eine Unterversorgung mit einem Down­stream von weniger als zwei Mbit/s erfüllt werden. Die Stadt könne sich Chancen auf eine Berücksichtigung machen, zumal laut Breitband Consulting NRW Hinweise vorlägen, dass im nächsten Jahr mit neuen Programmen und Richtlinien zu rechnen sei.

Im Haushaltsentwurf der Verwaltung für 2015 sind 500 000 Euro zur Verbesserung der Breitbandversorgung berücksichtigt mit einer gleichzeitig erwarteten Förderung in Höhe von 180 000 Euro. Angesichts der Ausbauabsichten der Telekom bestehe laut Richtlinien keine Möglichkeiten, eine Förderung für die übrigen Stadtteile zu erhalten, erläutert die Verwaltung.

Klarheit Anfang 2015

Bei den Gewerbestandorten sticht die Steinfurt mit einer hohen Beteiligung (über 50 Prozent) bei der Markterkundung und mit einer Unterversorgung von 53 Prozent hervor. „Die Verwaltung plant im Rahmen einer Tiefbaumaßnahme gleichzeitig ein Leerrohr zu verlegen, das durch Telekommunikationsanbieter angemietet werden kann, so dass deren Ausbaukosten reduziert werden“, kündigt Frank Gilles weitere Gespräche zur Verbesserung der Breitbandanbindung mit den Anbietern an. Gleiches gelte auch für die übrigen Gewerbestandorte, wobei Camp Astrid aufgrund seiner geringen Auslastung eine Sonderrolle spiele. „Aber wir arbeiten mit zwei Netzanbietern an einem Konzept“, so Gilles. Eine Variante sehe dabei eine Nutzung vorhandener, fremder Leerrohre vor, die es ermöglichen würden, einen Großteil der erforderlichen Tiefbaumaßnahmen einzusparen. Geprüft werden aber auch noch andere technische Möglichkeiten.

„Fakt ist, dass wir die Breitbandversorgung verbessern müssen, um das Gewerbegebiet Camp Astrid besser vermarkten zu können“, unterstreicht Frank Gilles. Konkrete Ergebnisse zu den machbaren Wegen sollen bereits Anfang nächsten Jahres vorliegen. Inwieweit für dieses Vorhaben Zuschüsse beantragt werden können, ist unklar.

Gute Beteiligung bei der Bedarfserhebung

Bei der Bedarfserhebung für Haushalte sind aus den unterversorgten Stadtteilen 1107 und aus dem übrigen Stadtgebiet 91 Rückmeldungen eingegangen. Das Ergebnis wird als durchschnittlich bis überdurchschnittlich gewertet. Besonders hoch war die Beteiligung in Venwegen (31%), Werth (30%), Zweifall (27%) und Schevenhütte (20%).

Die Unzufriedenheit mit der Stabilität des Anschlusses lag durchschnittlich über 20 Prozent; insbesondere in Zweifall (29%), Breinigerberg (27%) und Venwegen (23%). Der Bedarf nach höherer Bandbreite lag über 92 Prozent; Spitzenreiter sind Dorff und Werth (100 %), Zweifall und Venwegen (99%) und Schevenhütte (97%).

Von 65 Unternehmen in den benannten Gewerbegebieten beteiligten sich 52 sowie vier weitere aus dem Stadtgebiet. 48 Betriebe (davon 32 in der Steinfurt) meldeten einen höheren Bedarf an. Im Gewerbepark Hamm-Mühle beteiligte sich eins von sechs Unternehmen.

 

Fr

21

Nov

2014

Marcel Künstler startet „Mission jeck op Stolberg“

 

Der designierte Stolberger Karnevalsprinz Marcel Künstler sorgte bei der Prinzenvorstellung des Karnevalskomitees für beste Stimmung im Saal des Münsterbuscher Jugendheims.
Der designierte Stolberger Karnevalsprinz Marcel Künstler sorgte bei der Prinzenvorstellung des Karnevalskomitees für beste Stimmung im Saal des Münsterbuscher Jugendheims.

Mit einem klaren, von Herzen kommenden Bekenntnis zu seiner Wahlheimat Stolberg hat der designierte Karnevalsprinz der Kupferstadt bei seiner Vorstellung schon reichlich Vorschusslorbeeren gesammelt. „Als Stolberger Jong bin ich nun getauft, als Öcher hab ich mir ja schon genug Haare gerauft“, flachste Marcel Künstler hinsichtlich seiner „Minimalfrisur“.

 

Den Unterschied zwischen Kupferstädter und Öcher Karneval beschrieb er zur Freude des Publikum wie folgt: „Hochmut, Schampus, Schlips und Kragen haben im Fastelovvend nichts zu sagen. Frohsinn, Freude, Anderssein, so soll‘s im Fastelovvend sein.“

 

Diese Worte kamen bei der Prinzenvorstellung des Stolberger Karnevalskomitees sehr gut an – ebenso wie Künstlers Sessionsmotto „Mission jeck op Stolberg“ und erst recht das flotte musikalische Bekenntnis zur Kupferstadt, das die künftige Tollität mit seinem großen Hofstaat folgen ließ.

 

Im gut gefüllten Jugendheim Münsterbusch wurde lautstark mitgesungen, geklatscht und geschunkelt. In einem büttenreifen Zwiegespräch in Reimform hatten zuvor Bürgermeister Tim Grüttemeier und der stellvertretende Bürgermeister Patrick Haas den Boden für Marcel Künstlers Auftritt bereitet. Sie erinnerten unter anderem an sein Engagement als Weihnachtself und „Oberhirte der lebendigen Krippe der Stadt“.

 

Dem Komitee, dessen Präsident Josef Behlau und sein Vize Michael Bartz souverän das Programm moderierten, war es erneut gelungen, einen abwechslungsreichen Abend zu präsentieren, der an Beispielen zeigte, was der Stolberger Karneval zu bieten hat. Etwa die Trompetenbläser Donnerberg, die für Stimmung sorgten und den begeisterten Jecken im Saal tüchtig einheizten.

 

Im Kreise der Fahnenträger der Komitee-Gesellschaften wurde Prinz Edilio I. (Gonzalez) würdig verabschiedet – unter lang anhaltendem Applaus. „Es war mir eine große Ehre, Prinz zu sein in der Stadt, in der ich groß geworden bin“, sagte die scheidende Tollität, dankte seiner Familie, der Ersten Großen Karnevalsgesellschaft und seinem Narrenvolk: „Ohne das tolle Publikum wäre ich nichts geworden“, betonte Edilio I. und erntete dafür abermals viel Beifall.

 

Mariechen Mandy Keldenich von der KG Kupferstädter Kameraden tanzte zu Ehren Edilios, und die KG Mönsterböscher Jonge fand die Zeit, sich auf der Bühne zu präsentieren, obwohl die Münsterbu-scher Gesellschaft schon traditionell die Bewirtung der vielen Gäste übernommen hatte.

 

Die Jonge ließen ihr Kindermariechen Ann-Kathrin Kinkel und ihre Marie Anna Riehn tanzen, und weitere Karnevalsgesellschaften zeigten sich von ihren besten Seiten: Die KG Büsbach glänzte mit ihrer Marie Nathalie Schicka, und von den Fidelen Bessemskriemern aus Gressenich beeindruckte die neue Marie Natalie Lück bei ihrem ersten großen Auftritt. Die KG Echte Frönde brachte eine witzige Show mit „Schneewittchen und ihren Zwergen“ auf die Bühne, und die KG Mölle wurde gleich wegen mehrerer sehenswerter Auftritte gefeiert.

 

Mölle-Mariechen Christina Wittland steuerte eindrucksvolle Akrobatik bei, mit Jessica Fiedler und Maurice Stoll zeigte die KG ein tolles Tanzpaar, und die Showtanzgruppe „Dance Revolution“ unterhielt das Publikum mit ansprechender Choreographie und wechselnden Kostümen. Dafür, dass die offizielle Prinzenvorstellung des Stolberger Karnevalskomitees auch eine Menge echten Party-Charakter hatte, garantierten nicht nur die Trompetenbläser vom Donnerberg, sondern auch die „Karamba Männcher“, die das Publikum gegen Ende der rundum gelungenen Veranstaltung in ausgelassene Feierlaune versetzten.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Di

18

Nov

2014

Stolberger Weihnachtsmarkt ist eröffnet - Viel Bewährtes, aber auch einige Neuerungen

Die Kupferstädter Weihnachtstage werden am kommenden Samstag eröffnet. Dann soll auch auf dem unteren Burghof wieder festliche Stimmung herrschen.
Die Kupferstädter Weihnachtstage werden am kommenden Samstag eröffnet. Dann soll auch auf dem unteren Burghof wieder festliche Stimmung herrschen.

Idyllische Weihnachtsmärkte im pittoresken Ambiente der Altstadt und im historischen Schatten der Burg, der tägliche Weihnachtstreff auf dem Kaiserplatz und zahlreiche Aktionen und Programmpunkte – wenn am kommenden Samstag, 22. November, die Kupferstädter Weihnachtstage beginnen, zeigt sich, dass der städtische Chefplaner der fünf adventlichen Wochen an Bewährtem festgehalten hat. Und auch Neuerungen präsentieren kann, welche die Kupferstädter Weihnachtstage noch mehr aufwerten sollen.

 

Ein Aushängeschild der Stolberger Weihnachtswochenenden ist die „Lebende Krippe“ auf dem unteren Burghof. „Diese Live-Aufführung ist ein Publikumsmagnet, und es ist toll, dass die City Starlights jetzt noch mehr in dieser Richtung anbieten“, sagt Jürgen Gerres. So zeigt der Kulturverein jetzt auch das Märchen „Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“ auf dem unteren Burghof und macht dort „Weihnachtskinderquatsch“ mit den kleinen Besuchern.

 

Eine Kinder-Zaubershow mit Bruno Ehm, die vier Mal im „Piano“ geboten wird, gehört ebenso zu den Neuerungen wie die erweiterte Weihnachtsbeleuchtung in Klatter- und Enkereistraße bis zur Sonnentalstraße/Ecke Steinweg (siehe Seite 24). Zu der Elfenwerkstatt an der Burg gesellt sich nun auch das neue „Weihnachtshaus“ der City Starlights.

 

Das besondere Flair der Weihnachtsmärkte an der Burg und auf dem Alter Markt wird wieder ergänzt durch Kunst und Kulinaria im Kupferhof Rose, und das Museum in der Torburg zeigt traditionelles Handwerk und mehr. In der Altstadt stehen zudem abwechslungsreiche Konzerte auf dem Programm. Ein Highlight wird wieder die Ausstellung „Meine Heimat“ des Heimat- und Geschichtsvereins in der Burg-Galerie sein, zumal das Thema „Der Vichtbach – die Lebensader Stolbergs“ sich sicherlich großen Interesses erfreuen wird.

 

Der Kaiserplatz erhält einen neuen Schriftzug, der ihn als täglichen „Weihnachtstreff“ ausweist – ganz bewusst, wie Gerres erklärt: „Der Kaiserplatz ist eben ein Treff und kein Weihnachtsmarkt. Die Weihnachtsmärkte sind an den Wochenenden in der Altstadt und an der Burg, der Besuch des Kaiserplatzes bietet sich aus vielen Gründen täglich an.“ Etwa für Menschen, die in der Nähe arbeiten, wie Yvonne Rollesbroich von der Energie- und Wasserversorgung GmbH (EWV), Hauptsponsor der Kupferstädter Weihnachtstage, bestätigt: „Dank des Weihnachtstreffs bleiben in unserem Unternehmen die Tupper-Dosen zu Hause, denn viele Angestellte essen auf dem Kaiserplatz.“

 

Außerdem rückt der Weihnachtstreff bei Aktionen wie dem sechsten Kupferstädter Weihnachtslauf des Atscher Turnvereins, der Schmiedeweihnacht, der „Zesa“-Kinderanimation mit dem Team von „Radio Pinguin“, dem verkaufsoffenen Sonntag am 21. Dezember von 13 bis 18 Uhr, der „Après-Ski-Party“, einem Konzert des Spielmannszugs der Freiwilligen Feuerwehr oder dem großen Abschlussfeuerwerk „Kaiserplatz in Flammen“ in den Fokus. Täglich locken zudem die Krippenausstellung mit mehr als 80 Exponaten im alten Rathaus und die Fensteröffnungen des nach Jürgen Gerres‘ Angaben größten Adventskalenders der Region an den Weihnachtstreff.

 

Stolberger Kitas, Schulen und Vereine haben zum Thema „Franziskus, der Bruder des Christkinds“ 24 Fenster liebevoll gestaltet, von denen Tag für Tag eines jeweils um 17.30 Uhr bei einem kleinen Rahmenprogramm geöffnet wird. Die letzten vier Fenster werden schließlich am 21. Dezember präsentiert.

 

„Nachtwächterführungen auch für Kinder werden von der Stolberg Touristik angeboten, die City Starlights präsentieren ihr Theaterstück „Fünf vor Zwölf am Nordpol“, die Blumenwerkstatt „Atelier Floral“ zeigt eine Adventsschau, der Städtische Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr spielt am 24. Dezember um 13 Uhr ein Weihnachtskonzert auf dem oberen Burghof“, nennt Gerres weitere Programmpunkte.

 

Der Organisator rechnet mit vielen Besuchern auch von Außerhalb. Der Flyer der Kupferstädter Weihnachtstage wird an 27 000 Haushalte verteilt, Stolberg sei in dem Flyer „Euregio Christmas Markets“ sowie bei mehreren Internetplattformen viersprachig vertreten, und ein Radiosender strahle an den Wochenenden Werbespots für die Kupferstädter Weihnachtstage aus. Es dürfte sich also herumsprechen, was in Stolberg geboren wird.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Mo

17

Nov

2014

Neue Lichterketten zur Weihnachtszeit - Noch mehr Glanz in der Stolberger City

 

Freuen sich über die Erweiterung der Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt: Tim Grüttemeier (v.l.), Axel Kahl, Birgit Engelen, Dr. Urban Meurer, Thomas Fürpeil, Christian Clément und Marita Matousék.
Freuen sich über die Erweiterung der Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt: Tim Grüttemeier (v.l.), Axel Kahl, Birgit Engelen, Dr. Urban Meurer, Thomas Fürpeil, Christian Clément und Marita Matousék.

„Es macht richtig Spaß“, sagt Dr. Urban Meurer. Seine helle Freude findet der Geschäftsführer der Berzelius Bleihütte Binsfeldhammer ebenso wie die Kollegen Axel Kahl von der EWV und Thomas Fürpeil von der EVS am Ausbau des „Stolberger Lichterweges“ durch die Altstadt. Bei einem Gläschen Wein und Canapés in der „Bodega“ am Alter Markt stoßen sie mit Marita Matousék, Birgit Engelen, Patric Peters und Christian Clément von der Gesellschaft für Stadtmarketing Stolberg (SMS) auf die Ausweitung der Illumination zu den Kupferstädter Weihnachtstagen an.

 

Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier nutzt die Gelegenheit, sich für das Engagement der Stolberger Industrie für ihren Standort zu bedanken. Auch die Firmen Schwermetall, Hoven und Nehles sowie einige einzelne Sponsoren sind mit im Boot, um den zweiten Schritt zu einer besseren Vermarktung der Weihnachtstage stemmen zu können. Rund 13 000 Euro werden aufgebracht, um den Lichterweg zwischen Neustadt und Altstadt zu schließen. Durch die Sonnentalstraße nebst Innenhof des Kupferhofes Sonnental, durch die Enkerei bis in die Kletterstraße hinein können nun Tausende weitere LED an 14 Elementen die erfolgreichen Bemühungen des vergangenen Jahres komplettieren. Im Vorjahr hatten Industrie und die Städteregion rund 25 000 Euro aufgebracht, um die Beleuchtung von St. Lucia, Alter Markt, Burg-, Mühlen- und Kletterstraße mit neuen Lichterketten ausstatten zu können.

 

Rund 100 laufende Meter Girlanden und 14 Bäume sind mit gut und gerne 25 000 LED bestückt worden. Das Ergebnis konnte sich und kann sich nun erst recht bei den am Samstag beginnenden Kupferstädter Weihnachtstagen sehen lassen. Auch der Kaiserplatz wird mit neuen Lichtertoren versehen, die auf den gemütlichen Treffpunkt hinweisen, hatte Patric Peters bereits angekündigt. Der tägliche Weihnachtstreff ist auf dem Kaiserplatz, aber „unser Weihnachtsmarkt ist an den Wochenenden auf der Burg und in der Altstadt – so wie in vielen anderen Städten auch“, markiert Peters.

 

Dort werden gut zwei Dutzend Buden auf dem Alter Markt sowie auf den Burghöfen locken; hinzu kommt das umfangreiche Angebot im Inneren der Burg nebst der beliebten Unsere-Heimat-Ausstellung, die diesmal den Vichtbach thematisiert.

 

Während Marita Matousek sich riesig freut, dank der Sponsoren den nächsten Schritt beim Ausbau des Lichterweges geschafft zu haben, wirbt sie bereits um ein Engagement für das nächste Jahr. Dann soll die alte Weihnachtsbeleuchtung, die diesmal noch auf der Achse von Steinweg, Rathaus- und Salmstraße aufgehängt wurde, ebenfalls durch die neuen LED-Girlanden ersetzt werden.

 

Und ihre Bitten scheinen auf offene Ohren zu stoßen. Auch Axel Kahl schwärmt von der besonderen Atmosphäre der Kupferstädter Weihnachtstage und verweist ebenso wie seine Kollegen „auf die vielen positiven Rückmeldungen“ aus den Belegschaften aus dem vergangenen Jahr. Viele Mitarbeiter hatten da erstmals den Weg zu dem weihnachtlichen Angebot im Schatten der Burg gefunden – und waren begeistert. „Sie werden sicherlich wiederkommen“, ist Kahl sicher.

 

Und auch die Geschäftsführer-Kollegen, die sich im Netzwerk des neuen Stolberger Industrieforums engagieren, sind von der Idee angetan, den Standort ihrer Unternehmen weiter aufzuwerten. „Unsere Mitarbeiter sollen sich hier wohlfühlen können“, sagt auch Urban Meurer. Und der Appell von Marita Matousék richtet sich an die Stolberger selbst: „Im Zuge des Best-Christmas-City-Wettbewerbs wünschen wir uns, dass die Privatleute und die Geschäftsleute entlang des Lichterweges auch ihre Fenster besonders schön weihnachtlich dekorieren.“

 

Damit immer mehr Besucher zu den Kupferstädter Weihnachtstagen mit ihren beiden verkaufsoffenen Sonntagen am 30. November und 21. Dezember das Angebot in Stolberg genießen und wiederkommen.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Mo

17

Nov

2014

Volkstrauertag - Gedenkveranstaltung im Ratssaal - Deutliche Worte gegen Krieg auf der Welt

Sprachen ihre Zuhörer dadurch an, dass sie die Realität der Weltkriege auf einer sehr persönlichen Ebene darstellten: Schüler des Goethe-Gymnasiums, hier mit ihrem Direktor Bernd Decker am Rednerpult.
Schüler des Goethe-Gymnasiums mit ihrem Rektor Herrn Decker

„Volkstrauertag“ hieß der gestrige Tag offiziell. In Stolberg hätte er auch „Antikriegstag“ heißen können. Egal ob Bürgermeister Tim Grüttemeier bei der Gedenkstunde im Ratssaal am Mikrofon stand, oder ob es Schülerinnen und Schüler des Goethe-Gymnasiums waren: Alle Redner bezogen eindeutig Position.

 

Gerade der Vertreter der Bundeswehr, Oberstleutnant Hagen Strunk aus Aachen, nahm in seiner Ansprache eine sehr differenzierte Haltung ein. Strunk, der im vergangenen Jahr zum wiederholten Male einen Afghanistan-Einsatz absolvierte, warf einen genauen Blick auf lodernde Konflikte wie den im Osten der Ukraine und stellte fest: „Extremes Gedankengut und Engstirnigkeit sind immer die Ursachen. Denn Konflikte beginnen immer im Kopf.“ Und die Schlussfolgerung des Offiziers lautete: „Vielleicht müssen wir uns eingestehen, dass es nicht für jeden Konflikt eine saubere Lösung gibt.“

 

Im Vergleich zu Strunks sehr nüchternen und illusionslosen Rede – emotional wurde der Gastredner nur da, wo es um sein Verhältnis zu Afghanistan und den Afghanen ging – begegneten die jungen Frauen und Männer aus dem Goethe-Gymnasium den bewaffneten Auseinandersetzungen in der Geschichte auf einer sehr persönlichen, gleichwohl im Bereich des Historischen angesiedelten Ebene: Der Opa, der während des Zweiten Weltkrieges in den Niederlanden seine spätere Frau kennenlernte, die Schülerin, die von Bunkern an der Nordsee zum Nachdenken angeregt wurde. Sie und die anderen Gymnasiasten schafften es, mit ihren Geschichten die Geschichte konkret werden zu lassen und dadurch ihre Zuhörer zu berühren – sehr zur Freude von Lehrer Philipp Pletsch und Direktor Bernd Decker, die mit ins Rathaus gekommen waren.

 

Bürgermeister Tim Grüttemeier machte bei der vom Männergesangverein Büsbach unter der Leitung von Josef Otten und dem Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Stolberg musikalisch umrahmten Gedenkstunde den Ersten Weltkrieg zum Ausgangspunkt seiner Überlegungen und steckte den Rahmen dennoch weiter: „Vor 100 Jahren begann das erste Kapitel des europäischen Bruderkrieges“, stellte er fest und fügte hinzu: „Die Überlebenden können nur fassungslos auf die Geschichte blicken.“

 

Gerade deshalb sei das Gedenken wie das am gestrigen Sonntag wichtig: „An seiner Bedeutung hat der Volkstrauertag nichts verloren.“ Die Aktualität sei mit Händen zu greifen: „Der Krieg ist nicht verschwunden, und das Leid ist nicht verschwunden.“ Und weiter sagte Grüttemeier: „Überall können wir sehen, was passiert, wenn der Nationalismus die Menschen aufstachelt.“ Darum nahm der erste Bürger der Kupferstadt die Menschen im Saal, darunter Vertreter von Politik, Vereinen und Feuerwehr, in die Pflicht: „Es ist unsere Verantwortung, dass Kinder und Jugendliche diese Lektionen nicht vergessen.“

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

So

16

Nov

2014

Bürgerdialog in Breinig mit MGV - Immer wieder Ben!

Ortsverband bestätigt Grendel einstimmig

Stolberg. Zum Bürgerdialog mit anschließender Mitgliederversammlung hatte der CDU-Ortsverband Breinig-Breinigerberg-Venwegen jetzt eingeladen. Wie im Vorjahr stand der Dialog unter dem Motto „Was mir am Herzen liegt“. Viele interessierte Bürger waren erschienen, um ihre Fragen und Anregungen Bürgermeister Tim Grüttmeier und dem Ortsverband mitzuteilen.

Nach einer kurzen Vorstellung des kommunalpolitischen Programms und der Ratsmitglieder griffen die Bürger eine Vielfalt an Themen auf. Dazu zählten die Sauberkeit von Stolberg, Gewerbeansiedlungen, die Flüchtlingssituation und auch die Breitbandversorgung.

In der anschließenden Mitgliederversammlung lag der Schwerpunkt auf den Vorstandswahlen. Alle Kandidaten wurden ohne Enthaltungen oder Gegenstimmen gewählt. Ben Grendel bleibt somit Vorsitzender. Seine Stellvertreter sind Artur Kaldenbach und Tim Wengler, der gleichzeitig die Funktion des Schriftführers übernimmt. Geschäftsführer ist Wolfgang Schmitz, Werbebeauftragte Waldtraud Strang. Beisitzer sind Günter Blaszczyk, Günter Lehnert, Bernd Creyels, Sigmund Conrads, Herbert Schön, Anita Kniepen, Edith Nolden, und Elisabeth Ganser.

So

16

Nov

2014

Imageinitiative Mausbach macht sich auf den Weg

Der Einladung des CDU-Ratsherren Hans Bruckschen in die Pizzeria Mausbach waren am Abend des 12. November unterschiedlichste Einzelhändler und Gewerbetreibenden des Ortes gefolgt und legten damit den Grundstein für die Imageinitiative Mausbach.

 

Die Mausbacher stellen in den letzten Wochen und Monaten fest, dass ihr Dorf  jede Menge zu bieten hat und unglaublich viel Potenzial vorhanden ist, nur zeigen kann man es momentan nicht so richtig, da die nachgelagerte Baustelle am Nachtigällchen den Weg in den Ort erschwert. Doch davon wollen sich die Einzelhändler und der Ratsvertreter nicht unterkriegen lassen und haben intensiv mit den Herren Werry und Gilles von der Wirtschaftförderung und Herrn Angermeyer von der Medienagentur C+ beraten und gefachsimpelt.

 

Die Wirtschaftförderung hat die Mausbacher Probleme nun fest im Fokus und versucht, an den kleinen Stellschrauben erste Hilfestellungen für die Dorfgemeinschaft zu geben. Sie nimmt die Leute vor Ort allerdings auch in die Pflicht zu zeigen, was man zu bieten habe.

 

"Das Potenzial und das Angebot des Dorfes nach vorne zu bringen und in einem markanten Image zu verpacken, das muss unser oberstes Ziel sein", erklärt Dennis Angermeyer von der Agentur C+ das langfristige Ziel.  Vor diesem Hintergrund plant diese lockere Initiative einen zentralen Imageworkshop, der nicht nur Platz zum Gedankenaustausch und zur Findung einer einheitlichen Idee für das Konzept "Image-Mausbach" bieten, sondern auch die Kontakte der Einzelhändler untereinander und im Idealfall mit den Vereinen vertiefen soll.

 

"Wir können uns hier auf Dauer nur positiv präsentieren, wenn wir an einem Strang ziehen. Wir brauchen die Gewerbetreibenden genauso wie die engagierten Vereine. Ziel ist ein praxisnahes Gesamtkonzept für eine Mausbacher Imageinitiative, die als mittelfristige Etappe eine "Reopening-Aktion" für die Wiedereröffnung der Kurt-Schuhmacher-Straße ins Visier nimmt", erläutert Hans Bruckschen die Zielformulierung des Abends.

 

In den kommenden Wochen sollen alle Gewerbetreibenden angesprochen und angeschrieben werden, damit sie sich am 6. Januar 2015 zur nächsten Aktion der Imageinitiative der Mausbacher Einzelhändler zusammenfinden können.

 

So

16

Nov

2014

Stadtrandsiedlung braucht Dorfplatz

Der CDU-Ortsverband Mitte hat seine konkreten Vorstellungen vom Neubaugebiet. Auch ein Multifunktionshaus müsse her. 


Aus der Obstwiese, die Franck Vernier auf dem Donnerberg gepachtet hat, soll demnächst ein großes Baugebiet werden. Statt der Bäumchen werden dann zahlreiche Häuser auf dem Grundstück stehen.Foto: L. Franzen



 

Stolberg. Die Pläne für das Neubaugebiet „Stadtrandsiedlung“ auf dem Donnerberg werden konkreter. Im Hauptausschuss am kommenden Dienstag werden die Christdemokraten beantragen, dass in dem Areal ein „Multifunktionales Gebäude“ errichtet werden soll, das von den Vereinen als Treffpunkt genutzt werden könnte. Außerdem soll ein Dorfplatz in der geplanten Siedlung angelegt werden.

Die Stadtrandsiedlung ist ein ehrgeiziges Vorhaben von Rat und Verwaltung. Auf einem 15,7 Hektar großen Areal zwischen Höhenstraße, Duffenter Straße, Trockener Weiher und Obere Donnerbergstraße sollen rund 300 Häuser gebaut werden. Vor allem frei stehende Gebäude auf einer Grundstücksfläche von bis zu 500 Quadratmetern. Möglich sind aber auch Doppelhäuser. Auf alle Fälle soll es viele Grünstreifen in der neuen Siedlung geben.

 

Ohne Barrieren

 

Der CDU-Ortsverband Stolberg-Mitte beantragt nun, dass der Hauptausschuss und der Stadtrat beschließen sollen, eine Teilfläche in der Siedlung zur Errichtung von Gebäuden für das generationenübergreifende Wohnen frei zu halten. Ein entsprechender Auftrag soll an die Stadtverwaltung gehen. „Durch den demografischen Wandel im Stadtteil Donnerberg mit mehr als 5500 Einwohnern, davon 1100 über 65-Jährige, werden dort in der Zukunft noch mehr ältere Menschen leben“, heißt es in der Begründung des CDU-Antrages. Deshalb sollten frühzeitig Gebäude in dem neuen Wohngebiet Stadtrandsiedlung eingeplant werden, die diesen älteren Menschen barrierefreien Wohnraum bieten.

Doch damit nicht genug. Der CDU-Ortsverband hat seine konkreten Vorstellungen davon, wie das neue „Viertel“ der Stadt Stolberg gestaltet werden soll. So sei es dringend erforderlich, in der Stadtrandsiedlung ein multifunktionales Gebäude für Kindergarten, Schule, Vereine und Bevölkerung zu errichten. In diesem Punkt könne der Donnerberger derzeit ein Defizit beklagen. Zur Begründung ihres Antrages schreiben die Christdemokraten: „Der Stadtteil Donnerberg besitzt unter anderem für die ehrenamtliche Tätigkeit der einzelnen Vereine, im Besonderen für die Jugendarbeit, keine geeignete Begegnungsstätte.“ Für größere Veranstaltungen müssten die Donnerberger auf die umliegenden Stadtteile ausweichen.

Der CDU-Ortsverband fordert deshalb: „Im Hinblick auf die steigende Einwohnerzahl sollte frühzeitig ein Gebäude eingeplant werden, welches multifunktional durch Kindergärten, eine Schule, die ortsansässigen Vereine oder auch für Feste genutzt werden kann.“ Um das geplante Neubaugebiet komplett zu machen, fehlt dann noch ein Dorfplatz. Die CDU beantragt denn auch in ihrem Schriftsatz für den Hauptausschuss, einen solchen Dorfplatz im Neubaugebiet auf dem Donnerberg einzuplanen.

„Im Stadtteil Donnerberg gibt es keinen Dorfplatz, wo sich die Bevölkerung zu ihren Feierlichkeiten treffen kann“, heißt es. Als aktuelles Beispiel nennt die CDU den Martinszug mit anschließendem Martinsfeuer. Kinder und Eltern vom Donnerberg müssten an St. Martin immer in die Donnerberg-Kaserne ausweichen. Größere Veranstaltungen seien in dem Stolberger Stadtteil nicht durchführbar. Hier weiche man in der Not auf den Kirchplatz aus, der jedoch viel zu klein sei.

Der CDU-Ortsverband appelliert an die Weitsicht der Planer in der Stadtverwaltung und im Stadtrat: „Im Hinblick auf die noch weiter steigende Einwohnerzahl sollte frühzeitig ein Platz im Neubaugebiet Stadtrandsiedlung eingeplant werden.“

 

In Abschnitten

 

Wie man im Rathaus mit den Anträgen der CDU-Mitte umgehen wird, ist noch offen. Wie berichtet, soll das Areal in einzelnen Abschnitten bebaut werden, da derzeit nicht abzusehen ist, wie sich die Bevölkerungszahl Stolbergs in den nächsten Jahren entwickeln wird. Die Prognosen gehen eher davon aus, dass sich die Einwohnerzahl bis zum Jahr 2020 von heute etwa 56 990 auf 56 320 verringern wird.

Der erste Bauabschnitt, auf dem die Bagger anrollen werden, soll der Bereich sein, auf dem heute die beiden Sportplätze liegen. 2016 könnte hier der erste Spatenstich erfolgen. Geregelt werden muss bis dahin auch die Kanalisation für diesen Abschnitt.

 

„Der Ortsteil Donnerberg besitzt keine geeignete Begegnungsstätte.“

CDU-Ortsverband Mitte

Sa

15

Nov

2014

Kita-Ausbau in der Atsch rückt näher

Die Kapazitäten für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren – unser Bild zeigt die Tagesstätte für spanische Kinder des SkF – sollen in Stolberg weiter ausgebaut werden. Der Bund will dafür 356 000 Euro zur Verfügung stellen.
Die Kapazitäten für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren – unser Bild zeigt die Tagesstätte für spanische Kinder des SkF – sollen in Stolberg weiter ausgebaut werden. Der Bund will dafür 356 000 Euro zur Verfügung stellen.

Man könnte sagen: Was lange währt, wird endlich gut. Das trifft zwar im vorliegenden Fall nicht ganz zu. Tatsache aber ist, dass in den zwischenzeitlich stockenden Ausbau derU3-Betreuungskapazitäten in Stolbergs Kindertagesstätten bald wieder Bewegung kommen wird. Der Grund: 356 000 Euro soll die Stadt Stolberg aus dem dritten Investitionsprogramm des Bundes erhalten. Nachdem der SPD-Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling die gute Nachricht offenbar als Erster erfahren und verkündet hatte, ist gestern im Rathaus auch der offizielle Bescheid über die Höhe der Fördersumme eingetroffen.

 

„Das freut uns natürlich sehr“, erklärte der städtische Jugendamtsleiter Willi Seyffarth in einer ersten Stellungnahme gegenüber unserer Zeitung. Eine Einschränkung gebe es allerdings vorerst: „Wir wissen bislang noch nichts über die Modalitäten der Auszahlung.“ Die wiederum sind von entscheidender Bedeutung, wenn es darum geht, wie und wo weitere Betreuungsplätze für unter Dreijährige in den Einrichtungen der Kupferstadt geschaffen werden.

 

Auf ihrer Prioritätenliste hat sich die Stadt eigentlich festgelegt: Den größten Handlungsbedarf gibt es in der Atsch, wo zusätzlich 22 U3-Plätze im Familienzentrum St. Sebastianus vorgesehen sind. Dessen Träger ist die katholische Pfarrgemeinde St. Lucia, die sich mit rund 300 000 Euro an der großen Baumaßnahme beteiligen will. Dafür aber benötigt sie Planungssicherheit und die verlässliche Zusage, dass die Fördergelder aus Berlin fließen werden. Unter diesen Voraussetzungen könnte bis 2016 der Um- und Ausbau der Einrichtung an der Sebastianus-straße vorgenommen werden.

 

Sollte das geschehen, wäre der Bundeszuschuss ausgeschöpft. Für die städtische Kita in der Mozartstraße, wo sechs weitere U3-Plätze geplant sind, blieben keine Mittel mehr. Hier hatte das Jugendamt mit 108 000 Euro als Förderung kalkuliert, die derzeit allerdings nicht in Sicht sind.

 

Der Jugendhilfeausschuss wird sich in seiner nächsten Sitzung am 11. Dezember mit dem Thema Kita-Ausbau und der Verwendung der Mittel beschäftigen. Bis dahin dürfte auch klar sein, wann und wie die jetzt zugesagten Gelder nach Stolberg fließen werden.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Do

13

Nov

2014

Gelungene Premiere der Jecken am 11.11 in Stolberg

 

In einem eher jecken als feierlichen Akt wird der designierte Prinz Marcel Künstler von Stadtkommandant Rüdiger Fröschen, Bürgermeister Tim Grüttemeier und Komitee-Vizepräsident Michael Bartz mit Ketschenburger Bier getauft.
In einem eher jecken als feierlichen Akt wird der designierte Prinz Marcel Künstler von Stadtkommandant Rüdiger Fröschen, Bürgermeister Tim Grüttemeier und Komitee-Vizepräsident Michael Bartz mit Ketschenburger Bier getauft.

Diese karnevalistische Premiere ist wahrlich gelungen: um 19.11 Uhr bevölkerten zahlreiche aktive Narren sowie auch viele „zivile“ Freunde der fünften Jahreszeit den Alter Markt bei der ersten Auflage des neuen Stolberger Altstadtfestes am 11.11. und waren bester Laune. Jecke Töne beschallten den illuminierten Alter Markt, die Stimmung war gut – das Altstadtfest hat seine Feuertaufe bestanden, und der designierte Stolberger Karnevalsprinz auch. Seine „Taufe“ war allerdings eher feucht fröhlich. Der in Aachen geborene Marcel Künstler wurde auf originale Kupferstädter Art getauft: mit Wasser aus dem Vichtbach und Ketschenburger Bier. Fackelträger beleuchteten die jecke Zeremonie, und Heinz Hartmann, Präsident der Ersten Großen Stolberger Karnevalsgesellschaft, hatte das Wasser aus der Vicht zuvor „handgeschöpft“.

 

Bürgermeister Tim Grüttemeier begrüßte die Narren mit witzigen Worten, und Josef Behlau, Präsident des Karnevalskomitees leitete die Zeremonie in lateinischer Sprache. Auf Deutsch äußerte er Verständnis dafür, dass „ne Öcher froh ist, nach Stolberg jekommen zu sein“. Die designierte Tollität erlebte den Akt zunächst mit den Füßen in kaltem Vicht-Wasser stehend, doch dann sollte für ihn „alles Gute“ auch noch von oben kommen. Stadtkommandant Rüdiger Fröschen, der auch als „Braumeister“ der Ersten Großen KG fungierte, Bürgermeister Grüttemeier und Komitee-Vizepräsident Michael Bartz tauften den künftigen Marcel I. mit reichlich „Ketsch“. Jenes war freilich auch zur inneren Anwendung vorhanden und nach der Prinzentaufe konnte in den Altstadtkneipen noch weiter gefeiert werden.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Di

11

Nov

2014

Festival „Stolberg goes“ im Zeichen der grünen Insel

 

Die neunte Auflage des Kulturfestivals „Stolberg goes…“ steht vom 12. bis zum 14. Juni 2015 ganz im Zeichen der grünen Insel. „Bei ,Stolberg goes Irland‘ werden Musik und Tanz, Getränke und Geselligkeit im Mittelpunkt stehen“, erklärt der Kulturmanager Max Krieger. Das Ländermotto sei in Übereinstimmung mit dem Bürgermeister und Schirmherrn des Kulturfestivals gefunden worden.

 

„Bei den ersten Überlegungen zum Ländermotto hatten wir beide schon Irland im Hinterkopf“, sagt Tim Grüttemeier. Das Kulturfestival solle durch einige Änderungen im Ablauf optimiert werden, stellt Krieger in Aussicht. Am Freitagabend werde sich der Vorlauf als „Warming up“ auf Programmpunkte in den Altstadtkneipen konzentrieren. „Die offizielle Eröffnung erfolgt dann diesmal am Samstag“, beschreibt Krieger.

 

An diesem Tag komme auch der Kaiserplatz ins Spiel. „Dort wird eine irische Band spielen, die jeder kennt“, verspricht der Kulturmanager, will aber noch keinen Namen nennen. „Es wird ein absoluter Publikumsmagnet sein. In der Altstadt würde das Publikum schlichtweg nicht genug Platz haben, der Kaiserplatz hingegen bietet genügend Raum.“ Grüttemeier betont jedoch, dass der Altstadt-Charakter des Kulturfestivals erhalten bleiben soll. Das Konzert auf dem Kaiserplatz werde gegen 22.30 Uhr enden, das Programm in der Altstadt dann noch bis 24 Uhr fortgeführt.

 

Mit viel Pop- und Rockmusik und vor allem irischen Folk werde „Stolberg goes Irland“ zwar musiklastig, aber auch andere kulturelle Disziplinen würden geboten werden, sagt Krieger, der auch für den verkaufsoffenen Sonntag mit der großen Parade Modifikationen ankündigt, die sich positiv auf das Kulturfestival auswirken würden.

 

„An bewährten Komponenten halten wir natürlich fest. Vor allem daran, dass sämtliche Veranstaltungen für die Besucher wie für die Stadt Stolberg kostenlos sind“, erläutert Krieger und dankt besonders dem Hauptsponsor, der Energie- und Wasserversorgung GmbH (EWV), für die treue Unterstützung. Andreas Ihrig von der EWV verweist sogleich auf „das frische irische Grün als Firmenfarbe“.

 

„Natürlich sollen die Menschen bei ,Stolberg goes…‘ sich amüsieren und Spaß haben. Aber es steckt auch mehr dahinter, und wir halten es nach wie vor für wichtig, Stolberg als eine weltoffene Stadt darzustellen, die anderen Kulturen gegenüber aufgeschlossen ist“, sagt Ihrig. Und eben dies könne die Kupferstadt bei dem großen Konzert mit dem bekannten irischen Publikumsmagneten auf dem Kaiserplatz sehr vielen Besuchern zeigen, wobei „Stolberg goes Irland“ zugleich weiterhin auf den Charme der Altstadt setze, führt Krieger aus. Der Kaiserplatz solle die Veranstaltungsorte Alter Markt und Burg ergänzen und nicht ersetzen. Wer der Publikumsmagnet sein wird, und welche Änderungen für den Sonntag des Kulturfestivals geplant sind, wird Krieger wie in den Vorjahren mit dem vollständigen Programm erst im kommenden Januar preisgeben.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Mo

10

Nov

2014

Weihnachtlicher Vorbote auf dem Kaiserplatz

Davon, dass die Kupferstädter Weihnachtstage bald beginnen, zeugt seit gestern der große Weihnachtsbaum auf dem Kaiserplatz. Da der städtische Forst keine frei stehenden und als Weihnachtsbaum geeigneten Bäume hergibt, hatte die Stadtverwaltung einen „Baumspenden-Aufruf“ gestartet und etwa 20 Rückmeldungen erhalten. „Bei der Auswahl mussten wir beachten, dass der Baum nicht nur schön, sondern auch transportierbar ist“, berichtet Jürgen Gerres, Organisator der Kupferstädter Weihnachtstage. So sei die Wahl auf eine serbische Fichte von der Katzhecke gefallen. Der über eine Tonne schwere Baum mit circa 15 Metern Höhe wurde mit einem Kran aufgestellt, und noch bevor die Feuerwehr ihn mit Drahtseilen sicherte, gab es das erste Lob von Passanten. „Ein wirklich schöner Baum“, lautete das oft ausgesprochene Urteil über die gut gewachsene Fichte. Gegen Ende der Woche wird sie geschmückt und mit weihnachtlicher Beleuchtung versehen. Eingeschaltet wird diese allerdings erst am 22. November, wenn die Kupferstädter Weihnachtstage mit dem Weihnachtsmarkt in der Altstadt und an der Burg sowie dem täglichen Weihnachtstreff auf dem Kaiserplatz beginnen.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

So

09

Nov

2014

"Kreisverkehr Nachtigällchen" eingeweiht - Einfahrtstor zur Stadt

Die CDU Stolberg hatte Mitte Februar einen Antrag gestellt, den Kreisverkehr Nachtigällchen mit Hilfe eines örtlichen Garten- und Landschaftsbauunternehmens zu gestalten. Ziel der Idee war eine kostenneutrale, aber besonders ansprechende Gestaltung.
Die CDU Stolberg hatte Mitte Februar einen Antrag gestellt, den Kreisverkehr Nachtigällchen mit Hilfe eines örtlichen Garten- und Landschaftsbauunternehmens zu gestalten. Ziel der Idee war eine kostenneutrale, aber besonders ansprechende Gestaltung.

Auch wenn es am Nachtigällchen in Richtung Mausbach für den Straßenverkehr noch nicht ganz rund läuft, kann der neue Kreisel sich nun wahrlich sehen lassen.

Dank des Engagements eines Kupferstädter Unternehmens, wie der CDU-Fraktionsvorsitzende Jochen Emonds jetzt bei der offiziellen Einweihung des Kreisverkehres mit Bürgermeister Tim Grüttemeier betonte. Emonds dankte der Firma Garten- und Landschaftsbau Peter Hacker, die die Bepflanzung und die Gestaltung des Hügels auf dem Kreisverkehr übernommen hatte und sich fortan auch um die Pflege dieser Grünanlage kümmern wird. „Die CDU-Fraktion hatte den Antrag gestellt, den Kreisel mit Leben zu füllen, ohne dass der Stadt Kosten dafür entstehen“, erinnerte Emonds an die nun erfüllte Vorgabe der Politiker. „Wir freuen uns, dass der Kreisverkehr Nachtigällchen nun fertig bepflanzt und an zentraler Stelle durch ein kunstvoll hergestelltes Kupferschild an die Historie unserer Stadt erinnert“, äußert sich der CDU-Fraktionsvorsitzende Jochen Emonds mit Blick auf die Fertigstellung der Verschönerung und Bepflanzung des Kreisverkehrs.

 

Dank gilt der Firma Garten- und Landschaftsbau Hacker!
Dank gilt der Firma Garten- und Landschaftsbau Hacker!

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Dieter Wolf ergänzte, dass der Antragkeinerlei politische Diskussionen mit sich gebracht habe, sondern in bestem Einvernehmen von beiden Koalitionsparteien getragen wurde. „Wir sehen diesen schönen Kreisverkehr gerne als eine Art Pilotprojekt, und Nachahmer sind sehr wünschenswert“ sagte Wolf mit Blick auf die Sponsoren-Familie.

Bepflanzt ist der Kreisel unter anderem auch mit Tulpen und Narzissen, so dass der Kreisverkehr am Nachtigällchen bereits im Frühjahr entsprechend aufblühen wird. Mittig thront über dem Grün ein gut sichtbares kupfernes Schild, das den „Stolberg“-Schriftzug zeigt. Außerdem weist das Schild mit Hilfe der Silhouette der Burg auf das Wahrzeichen der Kupferstadt hin.

 

Die kleinen Schilder, die auf den Sponsoren hinweisen, sind angenehm dezent platziert. Bei der offiziellen Einweihung dankten die Vertreter von Stadtverwaltung und Rat neben dem Geldgeber auch dem Landesbetrieb Straßenbau, der den Kreisverkehr zwischen Vicht, Mausbach und Breiniger Berg neu anlegte, für die gute Zusammenarbeit.

 

Und der technische Dezernent der Stadt, Tobias Röhm, und Bürgermeister Tim Grüttemeier stellten in Aussicht, dass der neue „Stolberg-Kreisverkehr“ am Nachtigällchen in Kürze durch eine blendfreie Beleuchtung auch in der Dunkelheit gut in Szene gesetzt werde.

Do

06

Nov

2014

Bürgerdialoge der CDU Stolberg - "Was mir am Herzen liegt!"

Stolberg. Die vier Ortsverbände der CDU Stolberg werden im November und Dezember dieses Jahres ihre Mitgliederversammlungen in Form von Bürgerdialogen anbieten. Dabei gibt‘s dann Vorstandsneuwahlen und auch einen Ausblick für die Zukunft des kommunalpolitischen Wirkens.

 

„Wir wollen auch nach der Kommunalwahl wissen, was den Bürgern am Herzen liegt und freuen uns auf Fragen und Anregungen“, so der Partei- und Fraktionsvorsitzende Jochen Emonds.

Mit der Veranstaltung von fünf Bürgerdialogen hat die CDU Stolberg im vergangenen Jahr neue Wege beschritten, um allen Stolberger Bürgern direkt die Möglichkeit zu geben, sich bei einer Versammlung zu Wort zu melden und eigene Ideen zum kommunalpolitischen Programm der Partei beizusteuern. „Die Mitgliederversammlungen werden komplett öffentlich abgehalten, so dass jeder auch weiterhin die Möglichkeit hat, der CDU seine Ideen für die Stolberger Politik bis zum Jahr 2020 mit auf den Weg zu geben“, so Emonds weiter.

 

Nach der Vorstellung der Arbeit des jeweiligen Ortsverbands wird der Bürgerdialog mit Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier und den jeweiligen Vertretern vor Ort stattfinden. „Wir möchten unser kommunalpolitisches Programm für die Jahre 2014 bis 2020 konsequent fortschreiben und weiterentwickeln“, erläutert der stellvertretende Partei- und Fraktionsvorsitzende Paul M. Kirch das Konzept der Bürgerdialoge. „Wir werden zeigen, was wir erreichen konnten und was wir noch gemeinsam in Stolberg vor uns haben.“

Nach der Vorstellung der Ortsverbände haben die Bürger die Möglichkeit, weitere eigene Ideen zu ergänzen und die einzelnen Punkte, die ihnen persönlich wichtig sind, vorzubringen.

„Niemand muss spontan eine Rede halten“, fügt Jochen Emonds hinzu. „Die Leute können uns auch vorher oder nachher eine E-Mail oder einen Brief schicken, uns anrufen oder uns bei Facebook kontaktieren.“

 

Zettelbox für Ideen

Es wird auch wieder die Möglichkeit bestehen, vor Ort eigene Anregungen und Ideen auf einen Zettel zu schreiben und diesen anonym in eine Box zu werfen.

Auch Bürgermeister Dr. Tim Grüt­temeier hofft und freut sich auf die neuen Anregungen aus der Bürgerschaft: „Es ist unheimlich wichtig, mit den Leuten vor Ort ins Gespräch zu kommen und ihre Sicht der Dinge zu hören. Mit Engagement, Kreativität und Ideenreichtum konnten wir schon viel in kurzer Zeit erreichen. Es muss der Anspruch der Politik in Stolberg sein, diesen Weg jetzt weiterzugehen und den Bürger dabei mitzunehmen. In diesem Sinne freue ich mich auf die gemeinsame Reise.“

 

Die Termine der vier Parteiveranstaltungen

 

An folgenden Terminen finden die Bürgerdialoge statt: Dienstag, 4. November, 18.30 Uhr, Restaurant Kreuzberg in Büsbach; Donnerstag, 13. November, 18.30 Uhr, Restaurant „Zur Treppe“ in Breinig; Donnerstag, 27. November, 19.30 Uhr; Restaurant „Friedrichs Ecke“ auf dem Donnerberg; Donnerstag, 4. November, 19 Uhr, Hotel-Restaurant Galmei in Zweifall.

Mi

05

Nov

2014

Voll im Zeitplan - Kunstrasenprojekte sind im Bau

Unterbau und Versickerungsanlage für das neue Sportzentrum des SV Breinig sind bereits fertiggestellt. Als nächstes soll das Flutlicht kommen, dann der Kunstrasen. Foto: L. Franzen
Unterbau und Versickerungsanlage für das neue Sportzentrum des SV Breinig sind bereits fertiggestellt. Als nächstes soll das Flutlicht kommen, dann der Kunstrasen. Foto: L. Franzen

Bei der SG Stolberg rollen die Bagger erst seit wenigen Tagen. Die Arbeiten in Breinig laufen dagegen bereits seit August auf Hochtouren. Folgerichtig nimmt das neue Sportzentrum des SV Breinig immer mehr Konturen an.

„Mit dem Unterbau des Platzes sind wir fertig“, sagt Dieter Jollet, Leiter des Breiniger Bauausschusses. Gleiches gilt auch für die neue Versickerungsanlage auf dem Gelände unterhalb des bestehenden Rasenplatzes, hinter deren Fertigstellung die Verantwortlichen ebenfalls ein Häkchen machen können.

Momentan sind die Bauarbeiter auf Schützheide damit befasst, Barrieren und große Ballfangmasten zu befestigen und die Fläche rund um die künftigen Kunstrasenplätze zu pflastern. Begonnen wurde auch mit dem Bau des neuen Sportheims, das zwischen den Kunstrasenplätzen entstehen wird. Die Ballfangvorrichtungen seien zu 50 Prozent angebracht, die Pflasterfläche sogar schon zu 80 Prozent, sagt Dieter Jollet und hat bereits die nächsten Bauschritte im Blick.

 

Kunstrasen kommt Ende November

 

Noch in dieser Woche soll mit der Anbringung der neuen Flutlichtanlage begonnen werden. In der nächsten Woche, so der Ehrenvorsitzende des Sportvereins, könne dann die nächste Schicht auf die Flächen aufgetragen werden, wo künftig der Ball rollen soll. Dieter Jollet: „Wir sind also absolut im Zeitplan.“ Die letzte und wichtigste Schicht aus sportlicher Perspektive, der Kunstrasen, soll nach Angaben Jollets bis Ende November verlegt sein.

Ob das künstliche Grün unmittelbar danach auch verklebt werden kann, hängt jedoch ausschließlich von den klimatischen Bedingungen ab und ist somit schwer planbar.

„Mit dem Unterbau des Platzes sind wir fertig.“

 

 

 

Mi

05

Nov

2014

Nachtwächterführung sind Highlights

Helmut Schreiber wurde für sein Ehrenamt mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik geehrt. Dem Ehepaar Schreiber gratulierten Städteregionsrat Helmut Etschenberg (l.) und Karina Wahlen, stellvertretende Bürgermeisterin von Stolberg
Helmut Schreiber wurde für sein Ehrenamt mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik geehrt. Dem Ehepaar Schreiber gratulierten Städteregionsrat Helmut Etschenberg (l.) und Karina Wahlen, stellvertretende Bürgermeisterin von Stolberg

Stolberg/Städteregion. „Unsere Gesellschaft lebt von Menschen wie Ihnen, Herr Schreiber.“ Städteregionsrat Helmut Etschenberg ehrte jetzt Helmut Schreiber aus Stolberg für sein außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Zahlreiche Gäste würdigten die Verdienste der „Schreibers“ für das Stolberger Stadtleben.

Die geladenen Gäste lauschten gespannt, als Städteregionsrat Helmut Etschenberg zu seiner Ehrenansprache ansetzte. „In Zeiten, in denen alle Welt von Globalisierung spricht, von internationalen Beziehungen, sind es Menschen wie Helmut Schreiber, die uns zeigen, dass das Gute manchmal ganz nahe liegen kann.“ Denn Helmut Schreibers ehrenamtliche Verdienste um die Geschicke seiner Heimatstadt Stolberg sind in der Tat außergewöhnlich: Unzählige Bücher über die Stadtgeschichte verfasste und veröffentlichte das Ehepaar Schreiber. Mehr als zwölf Jahre lang betreute Helmut Schreiber als Kurator die Ausstellung „Meine Heimat Stolberg“.

 

Exkursionen und Stadtführungen

Als langjähriger Vorsitzender des Stolberger Heimat- und Geschichtsvereins hat Helmut Schreiber zu zahlreichen Themen referiert, Exkursionen und Studienreisen geleitet oder Stadtführungen gegeben. Für die Bewohner des Heims des Guten Samaritan ließ sich Schreiber dabei stets etwas ganz Besonderes einfallen. Im Kostüm eines mittelalterlichen Nachtwächters zeigt der Stolberger dann denjenigen, denen es Alter oder Krankheit verwehren, mit ihm durch die Stadt zu schlendern, „seine“ Stadt in liebevoll gestalteten Dia-Vorträgen.

„Seine Nachtwächterführungen sind ein echtes Highlight“, wie Karina Wahlen, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Stolberg, zu bestätigen wusste. Schreibers Engagement endet allerdings nicht bei der Heimatgeschichte. Im Gegenteil: Seit Jahrzehnten ist der heute 76-Jährige aktives Mitglied der Stolberger Pfarrgemeinde Johannes Baptist. Egal ob dort das Pfarrarchiv neu geordnet werden muss, Katecheten für den Kommunionsunterricht gesucht werden oder dem Kirchenvorstand noch ein Mitglied fehlt – Helmut Schreiber ist auch hier zur Stelle.

Die Leidenschaft für die ehrenamtliche Hilfe teilt Schreiber mit seiner Frau Katharina. Dabei haben die beiden nicht bloß ein gemeinsames Hobby in der Heimatgeschichte gefunden, sondern leben ihre außergewöhnliche Nächstenliebe auch privat. Vor 45 Jahren übernahm das Ehepaar die Fürsorge für ein querschnittsgelähmtes Pflegekind, das heute Beruf und eigene Familie hat.

„Mein Ehrenamt war sicherlich auch ein Stück Selbstverwirklichung“, gab der Würdenträger Schreiber in seinen Dankworten zu, „ohne die Unterstützung meiner Frau wäre das alles unmöglich gewesen. Sie war und ist meine treibende Kraft“. Das sympathische „Stolberger Original“ zeigte sich sichtlich berührt von seiner Auszeichnung. Dass gerade er die Verdienstmedaille erhält, ist für ihn allerdings nicht selbstverständlich. Vielmehr sieht er seine Würdigung als Anerkennung der Vereine und Initiativen, in denen er sich seit Jahren betätigt. Obwohl Schreiber auf ein erfülltes und zufriedenes Leben zurückblickt, betrachtet er seine ehrenamtliche Aufgabe noch lange nicht als vollendet: „Ich hoffe, dass ich auch zukünftig dazu beitragen kann, Jugendliche mehr zum Ehrenamt zu motivieren.“ Mit seiner ehrlichen Art und seinem Enthusiasmus dürfte das für Helmut Schreiber wahrscheinlich kein Problem sein.

 

Mi

05

Nov

2014

Einbahnstraßenregelungen in Büsbach erhalten eine Absage

CDU und SPD sprechen sich gegen Einbahnstraßen in Büsbach aus

 

Stolberg-Büsbach. Eine im Ort und im Rathaus für Büsbach diskutierte Einbahnstraßenregelung für Bischof- und Galmeistraße soll es nicht geben; zumindest dann nicht wenn es nach dem CDU-Ortsverband geht. „Der Vorstand hat sich gegen die Einbahnstraßen ausgesprochen“, erklärte Vorsitzender Siegfried Pietz. Das Ratsmitglied und seine beiden Kollegen Fritz Thiermann und Michael Thomas würden durch Einbahnstraßen Probleme auf den Ort zukommen, sagten sie im Vorfeld der öffentlichen Mitgliederversammlung. Sie beginnt heute um 18.30 Uhr im Restaurant Kreuzberg und führt den „Dialog mit den Bürgern“ auf der Tagesordnung.

Und auch die Kollegen der Büsbacher SPD kamen zu den gleichen Erkenntnissen: „Der SPD Ortsverein Nord-Süd spricht sich nach reiflicher Überlegung gegen die Einführung von Einbahnstraßenlösungen im Bereich der Bischof- und der Galmeistraße aus“, erklärte am Abend Heinrich Offermann, der stellvertretende Vorsitzende des Ortsvereins. „Wir sind der Überzeugung, dass die Nachteile einer solchen Regelung, im Bezug auf Büsbach insgesamt, aber vor allem für die Ortsmitte, höher anzusetzen sind, als eventuelle Vorteile in einzelnen Straßenbereichen“, sagte das Büsbacher Ratsmitglied. Der Ortsverein habe sich intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt, mit Bürgern, Vereinsvertretern und Geschäftsleuten diskutiert sowie abgewogen.

Am Mittwoch um 17.15 Uhr unternimmt der Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr eine Ortsbesichtigung zu dem Thema. Treffpunkt ist die Ecke Galmeistraße / In der Dell. Um 19.30 Uhr folgt im Büsbacher Bürgerhaus eine Informationsveranstaltung der Stadt und der IG Büsbach über das Konzept zur Gestaltung des Dorfmittelpunktes. Es umfasst im Kern den Bereich der Konrad-Adenauer-Straße von den Bushaltestellen Markt bis zur Einmündung Galmeistraße sowie Bischof­straße, „Auf der Höhe“ und „Am Denkmal“. Das Dorfkonzept und die Ausbaupläne der Stadt für die Galmeistraße, werden von der Einbahnstraßen-Debatte tangiert. Diese hatte Karl-Wilhelm Stettner mit einem Bürgerantrag ausgelöst, die Bischofstraße vom Lehmkaulweg bis zur Einmündung „Auf der Höhe“ und die Galmeistraße zum Lehmkaulweg als Einbahnstraße auszuweisen.

Di

04

Nov

2014

Stolberg wertet den Karneval auf

Neujahrsempfang weicht der Fastelovvend auf einen Mittwoch aus. Eigene Internet-Präsenz für alle Gesellschaften im Stadtgebiet. Am 11.11. feiert ein Altstadtfest seine Premiere mit Taufe des Prinzen. 

 
Stolberg. Die fünfte Jahreszeit steht vor der Türe, und es tut sich Einiges beim Kupferstädter Karneval. Künftig bekommen alle karnevalistischen Vereine Stolbergs ein Online-Forum auf der städtischen Internetseite, und es wird eine neue Veranstaltung am 11.11. geben. Dies und mehr stellten Vertreter der Stadt und des Stolberger Karnevalskomitees im Ratssaal Vertretern von Gesellschaften und Vereinen vor.

 

Dialog mit Rat und Verwaltung

„Das Kulturgut Karneval wird von Stadtverwaltung und Rat stärker unterstützt werden“, stellte Jochen Emonds, Vorsitzender des Kulturausschusses in Aussicht, und die Veranstaltung selbst war der erste Beweis dafür. Denn der Abend diente sowohl der Vorstellung von Neuerungen, als auch dem Dialog zwischen Karneval, Politik und Verwaltung.

Tim Grüttemeier lobte ausdrücklich das ehrenamtliche Engagement der Karnevalisten und nannte die Stadt Stolberg als Unterstützer und Ansprechpartner für die Vereine. „Wir wollen die kulturellen närrischen Veranstaltungen besser würdigen und die Arbeit der Karnevalisten einer breiteren Öffentlichkeit präsentieren“, sagte der Bürgermeister und verwies auf Robert Walz. Der städtische Pressereferent stellte gemeinsam mit den Vereinsvertretern die neue Rubrik der Stolberg-Internetseite vor. Auch dem Komitee nicht angeschlossenen Karnevalsgesellschaften und Interessengemeinschaften werden vertreten sein und über Termine und Orte ihrer Veranstaltungen in der Session informieren. Dass diese Präsentation Mehrwert hat, veranschaulichte der Bürgermeister. Grüttemeier war aufgefallen, dass am Sonntag, 18. Januar 2015, viele karnevalistische Veranstaltungen stattfinden, und eigentlich sollte es auch der Tag des Neujahrsempfangs der Stadt sein.

„Das wäre etwas unglücklich, und deshalb haben wir den Neujahrsempfang auf Mittwoch, 14. Januar, verlegt.“ Ebenso wie der „jecke Veranstaltungskalender“ soll auch der Dialog von Karnevalisten, Bürgermeister und Politikern zur festen Institution werden.Komitee-Präsident Josef Behlau lobte die Initiative von Rat und Verwaltung: „Das passt sehr gut zu der positiven Entwicklung des gut aufgestellten Stolberger Karnevals in den vergangenen Jahren.“

 

Die Tollität wird vorgestellt

Behlau und Komitee-Vizepräsident Bartz betonten, dass zu den öffentlichen Veranstaltungen des Stolberger Karnevalskomitees selbstverständlich auch die Kupferstädter Gesellschaften und Vereine, die dem Komitee nicht angeschlossen sind, herzlich eingeladen seien. „Nur gemeinsam sind wir Karnevalisten stark“, sagte Behlau und hob als positives Beispiel die KG Mönsterböscher Jonge hervor, die bei der Prinzenvorstellung am Freitag, 14. November, ab 19.11 Uhr im Jugendheim Münsterbusch wieder die Bewirtung der Gäste übernimmt.

Grüttemeier, Bartz und Behlau hatten sich ein Bonbon, das Freunden des rheinischen Brauchtums besonders gut schmecken dürfte, für das Finale der Mischung aus Informationsveranstaltung und Dialog aufbewahrt: „Der 11.11. soll auch in Stolberg wieder stärker in den Fokus gerückt werden und wir möchten an diesem Tag ein Altstadtfest etablieren“, erklärte der Bürgermeister. Das Fest beginnt am Dienstag, 11. November, um 19.11 Uhr auf dem Alter Markt, und die Premiere ist mit einem Kupferstädter Clou verbunden: Da der designierte Stolberger Karnevalsprinz Marcel Künstler gebürtiger Aachener ist, wird er bei dem Altstadtfest „getauft“ – natürlich mit dem Wasser aus dem Vichtbach und Ketschenburger Bier.

 

Mo

03

Nov

2014

Die Museumsnacht als Erfolgskonzept

Stolberg. Dass die elfte Auflage der Stolberger Museumsnacht ein Erfolg werden sollte, war schon ganz zu Beginn des Abends deutlich zu sehen. An allen fünf Veranstaltungsorten trafen die Besucher direkt ein, als Tür und Tor um sieben Uhr für begeisterte Museumsbesucher geöffnet wurden.

Wo der Abend beginnen sollte, konnte wie auch in den letzten Jahren jeder selbst entscheiden und so statteten die einen den Ausstellungsorten rund um die Burg einen Besuch ab, während die anderen den Kupferhof Rosental für sich einnahmen oder sich direkt im Museum Zinkhütter Hof niederließen, der Ort, an dem gegen Ende des Abends der Höhepunkt der Museumsnacht steigen sollte.

 

Per Shuttle zu den Orten

Für die Besucher, die nicht nur aus Stolberg angereist waren standen kostenlose Kleinbusse zur Verfügung, die in kurzen Abständen von Museum zu Museum fuhren. So war die Möglichkeit gegeben, problemlos auch mehrere Highlights des Abends zu sehen, ohne sich dabei auf einen Aktionsort beschränken zu müssen. „Highlight“, das scheint in jeder Hinsicht das Stichwort der elften Museumsnacht zu sein. Dank einer außerordentlich großen Anzahl an Ausstellern, Musikern und Unterhaltern war wohl für den Geschmack jeder der rund 2000 erschienenen Besucher etwas dabei.

Auf dem oberen Burghof hatten die Burgritter und das Eynevolk ihr Areal eingenommen und ließen die gern gesehenen Gäste bei Lagerfeuer und Kerzenschein am mittelalterlichen Leben teilhaben. Im Schein der angestrahlten Burg durften die Besucher selber Kettenhemden anprobieren, Flammkuchen schlemmen oder einfach nur die gemütliche Stimmung genießen. Währenddessen ließen Mario Triska und sein Ensemble im Rittersaal bei zwei Konzerten ungarische Zigeunermusik, Tango, Walzer und Swing erklingen und Clownerike nahm die kleinen Stolberger mit auf eine spannende Schatzsuche. Auf dem unteren Burghof stellte die Veytaler Ritterschaft sich vor und am Wahrsagerstand konnte man einen Blick auf seine Zukunft werfen.

Wer es weniger abenteuerlich mochte, fand in der Kaffeestube des Museum Torburg den richtigen Platz und konnte sich anschließend diverse Handwerksberufe anschauen oder den Geschichten von Ruth Djamati lauschen. Rainer Hausschild demonstrierte Drechseln, Adi Radermacher schwang in der Schmiede den Hammer, Carmen Comanns gewährte Einblicke in das Handwerk der Lederbearbeitung, Elvira von Wirth röstete Kaffee und Jürgen Griesel erläuterte die Messingbearbeitung. Auch im Kunsthandwerkerhof Rose wurden die Besucher bei Kunst von Muschelkönigin Heidi Selheim und AninA Marita Cujai sowie Kulinarischem bei Christian Clément zu Gesprächen eingeladen. Und wer dem Kupferhof Rosental einen Besuch abstattete, durfte sich auf Comedy und Kabarett mit Wladimir Schmidt und Hubert vom Venn sowie Musik mit dem Duo Mo & Eli in schönster Umgebung freuen. Sie bot auch ein stimmungsvolles Ambiente für Schönes aus Metall und Stein, Blumen und Schmuck, Fotokunst und hübsche Kleinigkeiten.

 

Zum Gelingen der Museumsnacht trug eine Neuheit ganz besonders bei. Die Attraktionen für Jugendliche im Forum des Zinkhütter Hofs lockten in diesem Jahr auch die älter gewordenen Kinder an. Kein Wunder, denn die Möglichkeiten, den Abend zu verbringen boten kreativen Köpfen eine Vielzahl an spannenden Projekten. Unter Anleitung von Claude René Havugimana konnten die Jugendlichen ein professionell gestaltetes Video über die Museumsnacht produzieren und dabei Interviews führen oder als Nachrichtensprecher auftreten. Während die Einen beim Specksteinworkshop kreativ werden, entwickeln die Anderen Apps für ihr Smartphone, lassen sich professionell schminken oder vergnügen sich im Stolberger Jugendbus. Und in den Räumen des Museums fesselten Ausstellungen von lokalen und regionalen Kunsthandwerkern wie auch kulinarische Genüsse die Besucher.

Petra Grüttemeier, Organisatorin der Museumsnacht freut sich wohl am Meisten über diesen Erfolg. „Das Konzept geht auf, es ist schön, dass so viele Jugendliche die Angebote wahrnehmen“, erzählt die Museumspädagogin und fügt hinzu: „Und auch sonst läuft alles rund, auch Dank der Erfahrungen, die wir bei zehn Museumsnächten sammeln konnten.“

 

Selbstverständlich, dass auch die Musik im Zinkhütter Hof wieder ganz hoch im Kurs stand. Paul Darin, das Duo „Die Trauzeugen“ und Dieter Kaspari stimmten die Zuschauer zu Beginn des Abends auf die finale Party der Nacht ein. Als Stefan Knittler und seine Band auf die Bühne treten und die ersten ihrer Welthits op Kölsch spielen, wird in den Räumen des Zinkhütter Hofs eifrig mitgesungen, geklatscht und getanzt. Das für die Organisatoren verdiente Endkonzert einer langen Vorbereitungszeit wird ein voller Erfolg.

 

„Die Stimmung ist wie immer toll, man trifft bekannte Gesichter und kann gleichzeitig die vielen Ausstellungen und die Musik genießen“, erzählt Angelika Wenn, Besucherin der Museumsnacht zufrieden. „Außerdem spielt die Band gerade mein Lieblingslied“, sagt die Stolbergerin als auf der Bühne Leonard Cohens „Hallelujah“ angestimmt wird. Mit dieser Meinung scheint sie nicht alleine zu sein, denn die übrig gebliebenen Besucher lassen nach Mitternacht bis zum letzten Ton ein herzhaftes „Hallelujah“ erklingen und machen die Museumsnacht damit wieder einmal zu einem Erlebnis, das man nicht so schnell vergisst.

 

 

 

 

Sa

01

Nov

2014

Mehr Personal für Pflege und Sicherheit

Stolberg. Die Liberalen werden ihrem Selbstverständnis als Hüter der freien Wirtschaft gerecht. „Die drei neuen Stellen beim Kanalbetriebshof können wir mittragen“, erklärt Bernd Engelhardt im Stadtrat. Deren Kosten werden durch die Abwassergebühren erstattet. Aber den zehn zusätzlichen Stellen für Grünflächenamt und Bauhof kann die FDP-Fraktion nicht zustimmen. Sie möchte der Dezernent Tobias Röhm dadurch refinanzieren, dass Aufträge an private Unternehmen für Unterhaltung, Pflege und Winterdienst eingespart werden. Rund 560 000 Euro Lohnkosten-Anteil gab die Stadt bislang jährlich dafür aus. Mit 360 000 Euro davon ist der personelle Aufwand für die zusätzlichen städtischen Fachkräfte gedeckt. 200 000 Euro blieben dann noch immer, um im Bedarfsfall mit privaten Firmen Einsatzspitzen abdecken zu können.

Das reicht der FDP nicht: „Wir schädigen die Stolberger Wirtschaft und verzichten auf Steuereinnahmen“, sagt Engelhardt. Aber die beiden Liberalen stehen mit dieser Haltung im Rat alleine da. Alle übrigen Fraktionen stimmen dem „Röhm-Plan“ zu. Inklusive der Einschränkungen, die Dieter Wolf namens der SPD postuliert. Die Verwaltung soll ein Konzept vorlegen, wie der Bedarf des Technischen Betriebsamtes an Fachpersonal wieder durch eigene Ausbildung gedeckt werden kann; sie muss außerdem nicht nur nachweisen, dass die Personalkosten wirklich durch den Verzicht auf externe Aufträge gedeckt werden, sondern sich auch einer Erfolgskontrolle unterziehen: Wird das Erscheinungsbild der Kupferstadt wirklich verbessert?

Genau dieses ist das Ziel des „Röhm-Plans“. Festen Kolonnen werden Stadtbezirke zugeteilt, die sich mit ihrem Revier identifizieren und es motivierter pflegen sollen. „Wir wollen mit und mit erst einmal die Grünanlagen so aufarbeiten, dass wir sie dann mit einem gärtnerischen Pflegeschnitt in einem attraktiven Zustand halten können“, erklärt TBA-Leiter Georg Paulus. Und die Verstärkung für seine Kanalbetriebsabteilung dient dazu, die Abwasserleitungen so in Schuss zu halten, dass drohende Strafen vermieden werden und die Substanz der Leitungen erhalten bleibt. Zur Saison sollen die drei Mitarbeiter dann auch beim Winterdienst aushelfen.

Auf Wunsch der Grünen prüft die Verwaltung überdies, ob und in wie weit Asylbewerber als Fachkräfte im TBA oder anderen Bereichen der Verwaltung beschäftigt werden können. Die Linke sieht in der Personalaufstockung auch eine Investition in den Tourismus, „damit die Besucher Stolberg von der schönen Seite kennenlernen“, so Mathias Prußeit.

Damit steigt zum nächsten Jahr die Schlagkraft der operativen „Paul-Jünger“ von 70 auf 83 Beschäftigte zuzüglich von 11,5 Stellen für Leitung und Kostenrechnung. Eine Aufstockung, die Martin Künzer ohnehin für notwendig erachtet. „Das hat das Gutachten über das TBA bescheinigt. Die Mitarbeiter konnten bislang all ihren Aufgaben gar nicht in ausreichendem Maße nachkommen“, betonte der Personalratsvorsitzende der Stadtverwaltung. Der ist auch sichtlich zufrieden mit der Entscheidung des Rates, den Rettungsdienst wieder komplett in die städtische Regie zu übernehmen, nachdem seit 2010 das DRK nachts und an den Wochenenden den zweiten Rettungstransportwagen (RTW) als freiwillige Leistung gestellt und besetzt hat. Mittlerweile erkennt der Bedarfsplan den Vorhalt von zwei RTW rund um die Uhr an, und das DRK sieht sich nicht in der Lage, zu den Konditionen der Stadt die bisherige Aufgabe weiter sicher zu stellen. Alternative Anbieter konnte die Verwaltung nicht ausmachen. Einstimmig beschloss der Rat die Einstellung von sieben als Rettungsassistenten ausgebildeten Feuerwehrleuten, denen die Übernahme als Beamte winkt – vorbehaltlich eines späteren Beschlusses des Stadtrates. Die Kosten sind durch die Krankenkassen gedeckt. Damit steigt die Stärke der Feuer- und Rettungswache ab Neujahr auf 63 Beschäftigte. Neben vier Auszubildenden zwei Mitarbeitern in der Leitung und einer im vorbeugenden Brandschutz sowie 56 im kombinierten Feuerwehr- und Rettungsdienst im Tages- und im Schichtdienst. „Somit stehen für den Brandschutz die erforderlichen 36 Kräfte zur Verfügung“, sagt Pressesprecher Robert Walz; für den Rettungsdienst sind es rechnerisch 20 Bedienstete.

 

Fr

31

Okt

2014

Die Renaissance der Innenstadt beginnt

Von der Wiese Frankental bis zur Flora soll der Bereich am Bastinsweiher ein einheitliches Bild und mehr Aufenthaltsqualität erhalten. Die Rathausstraße wird dabei auf zwei Spuren beschränkt. Im nächsten Jahr soll die Umgestaltung beginnen. Foto: SZ
Von der Wiese Frankental bis zur Flora soll der Bereich am Bastinsweiher ein einheitliches Bild und mehr Aufenthaltsqualität erhalten. Die Rathausstraße wird dabei auf zwei Spuren beschränkt. Im nächsten Jahr soll die Umgestaltung beginnen. Foto: SZ

Land nimmt die Kupferstadt auf in die Städtebauförderung. Zuerst werden Frankental und der Kaiserplatz neu gestaltet. 

 
Stolberg. „Das ist ein guter Tag für Stolberg“, freut sich Bürgermeister Tim Grüttemeier. „Ein Hauptgewinn für Stolberg“, lobt Landtagsabgeordneter Stefan Kämmerling (SPD). „Es ist ein wunderbarer Einstieg in die Wiederbelebung der Innenstadt“, sagt sein Kollege Axel Wirtz (CDU). „Die Pläne von Bürgermeister Grüttemeier und der großen Koalition sind einen wichtigen Schritt voran gekommen“. Und die planungspolitschen Sprecher von SPD und CDU, Rolf Engels und Paul Kirch, schwärmen schon von einer „Renaissance der Innenstadt“.

 

779 000 Euro für Planung

 

Die Kupferstadt ist aufgenommen in das Städtebauförderungsprogramm des Landes, erklärte gestern Minister Michael Groschek im Landtag. 779 000 Euro erhält die Stadt noch für dieses Jahr; sieben bis acht Millionen Euro sollen es bis 2020 sein für das Entwicklungskonzept Talachse Innenstadt. Mit einer städtebaulichen Aufwertung der sieben Quartiere von der Mühle bis zum Willy-Brandt-Platz soll ein Mehrfaches an privaten Investitionen ausgelöst werden. Kalkuliert wird mit einem privaten Engagement in Höhe von 15 Millionen Euro. Die Aufnahme in das Programm „Stadtumbau West“ hat für die Kupferstadt eine vergleichbare Bedeutung wie die Sanierung der Altstadt in den 1980er Jahren. „Stolberg kann jetzt sein Kernproblem anpacken“, so Grüttemeier. Einer Verödung der Innenstadt wird begegnet.„Die Stärkung der Innenstädte ist von zentraler Bedeutung“, erklärte Groschek. Im Unterschied zu Einzelinvestitionen beruhe die Städtebauförderung auf einem integrierten Ansatz: „Sie nimmt den ganzen Stadtteil in allen Aspekten in den Blick und aktiviert die Menschen dort, sich an der Gestaltung ihres Lebensumfeldes zu beteiligen“, betont der Städtebauminister. „Entsprechend legen wir und das Land Wert auf eine enge Einbindung der Bürger in die Planungsprozesse“, unterstreicht Tim Grüttemeier. Für erste Teilbereiche ist dies bereits erfolgt.

 

Konzept seit 2009 erarbeitet

 

Immerhin hat die Kupferstadt bereits vor fünf Jahren damit begonnen, die Grundlagen für den jetzigen Erfolg zu legen. Gemeinsam mit der DSK (Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH) wurde 2009 das Entwicklungskonzept erarbeitet, das die Innenstadt als sieben Quartiere mit eigener Identität definiert. Mit punktuellen Eingriffen in die Substanz und Umgestaltungen sollen sie aufgewertet werden. Seit der Auftaktveranstaltung betreut eine Lenkungsgruppe aus Verwaltung und Politik die Vorbereitungen. Die Testphase für die zukünftige Verkehrsführung auf der Rathausstraße ist einer der Bausteine des Programms, der unter Beteiligung der Bürger und des Stadtmarketings entwickelt wurde.

Zum Schwur kam es zu Beginn diesen Jahres, als Regierungspräsidentin Gisela Walsken der Stadt die Pistole auf die Brust setzte: Eine Förderung für die Innenstadt gibt es nur dann, wenn Stolberg auf die Ansiedlung von Einzelhandel auf dem Zincoli-Gelände an der Mauerstraße in Münsterbusch verzichtet. Der Stadtrat verzichtete und forderte die Strabag als Investor auf, ein anderes Konzept zu erarbeiten. Ein Ergebnis oder das Aus des Vorhabens ist für Ende des Jahres zu erwarten. Mit dem klaren Bekenntnis des Stadtrates zur Sanierung der Innenstadt ging‘s dann sehr schnell. Viele positive Signale kamen von der Kölner Bezirksregierung. Im September vermittelte Landtagsabgeordneter Kämmerling einen Gesprächstermin bei Minister Groschek in Düsseldorf, bei dem Bürgermeister Grüttemeier die Pläne für die Innenstadt (und die Vorhaben am Bahnhof sowie zur Revitalisierung von Industriebrachen) persönlich vorstellen und für eine Unterstützung Stolbergs werden konnte. Und gestern war Kämmerling der erste, der die frohe Kunde der Förderung übermittelte, nachdem am Dienstag eine Delegation des Ministeriums Stolberg besichtigte.

„Bereits in der kommenden Woche wird der Ausschuss für Stadtentwicklung Nägel mit Köpfen machen“, sagte Tobias Röhm. Dann werden die Planungsaufträge für die beiden ersten Bausteine angepackt. „Wir werden für jedes der sieben Quartiere Maßnahmen gemeinsam mit den Bürgern planen“, kündigt der Technische Dezernent an. Für jeden Baustein wird ein Förderantrag beim Land eingereicht, wenn die Bewilligung vorliegt, kann die Ausführungsplanung und die Vergabe der Arbeiten beginnen. Die jetzt bewilligten Mittel dienen erst einmal der Planungsphase.

Aber voraussichtlich bereits im Herbst werden die Bagger in Stolberg anrücken können: Auf dem Kaiserplatz und am Bastinsweiher. Für den Bereich Frankental ist bereits eine erste Beteiligung der Bürger erfolgt. „Ihre Anregungen sind in die Anforderungen aufgenommen worden“. Jetzt werden acht Landschaftsplaner aufgefordert, im Rahmen eines Wettbewerbs Gestaltungsvorschläge für das Umfeld des Weihers und der Wiese Frankental zu unterbreiten. Dabei soll der Verkehrsraum auf zwei Fahrbahnen reduziert, der Weiher erreichbar und die Flora als Grünanlage erhalten werden. Entstehen soll mehr Freiraum zum Verweilen und für Außengastronomie.

Am 20. Februar soll das Preisgericht mit Fachleuten und Vertretern von Verwaltung und Rat tagen und den Wettbewerbssieger ermitteln. Am 5. März soll der Ausschuss für Stadtentwicklung über die Planung befinden. Dann müssen die genauen Kosten ermittelt werden. Bis Ende März muss der Förderantrag beim Land gestellt sein. Für Mai wird mit einer Bewilligung gerechnet. Dann kann die Ausführungsplanung erstellt und die Vergabe der Arbeiten angegangen werden.

 

Mehr Aufenthaltsqualität

 

Für den Kaiserplatz gilt der gleiche zeitliche Rahmen. Für seine Umgestaltung soll ein Landschaftsplaner beauftragt und die Bürger im Rahmen einer Planungswerkstatt eingebunden werden. Ziel ist es, den Kaiserplatz wieder nutzbarer für Veranstaltungen zu machen und mit Außengastronomie – ähnlich wie im Aachener Ferberpark – zu beleben, die das vorhandene gastronomische Angebot ergänzen soll.

Dazu gibt es im Rathaus bereits erste Vorstellungen. So sollen die mittleren Beete ebenso entfernt werden wie die Laternen einer anderen Beleuchtung weichen sollen. „Damit mehr Raum für Veranstaltungen entsteht“, erklärt Grüttemeier. Auch der Brunnen soll angepackt werden. Zumindest soll er so umgestaltet werden, dass er mit einer Bühne überbaubar wird. Und auch die Beete sollen so angelegt werden, dass der Kaiserplatz wieder mehr Aufenthaltsqualität gewinnt und der Platz seiner Aufgabe als gute Stube und Mittelpunkt in der Innenstadt gerecht wird.

Nächster Schritt ist dann 2017 die bereits jetzt getestete Umgestaltung von Rathaus- und Salmstraße, während die Maßnahmen für die anderen Quartiere noch detailliert unter Beteiligung der Bürger entwickelt werden müssen.

 

„Die Förderung des Konzeptes für die Innenstadt hat für Stolberg die gleiche hohe Bedeutung wie in den 80er Jahren die Altstadtsanierung.“

Bürgermeister Tim Grüttemeier

So

26

Okt

2014

Tim Grüttemeier: Unser Stolberg

Liebe Stolbergerinnen und Stolberger,

Stolberg ist im Wandel! Als Kupferstadt blicken wir zurück auf eine stolze Industrietradition, die in den zahlreichen Kupferhöfen unserer Stadt und nicht zuletzt auch im Museum Zinkhütter Hof fortlebt.

Nacht der Museen

Doch nicht nur das Gestern treibt uns um, sondern besonders auch der Blick auf die Gegenwart und Zukunft. In diesem Jahr wendet sich so auch zum 11. Mal die „Stolberger Museumsnacht“ mit einem breiten Angebot, angefangen von Kunst und Kultur über Klamauk und Kabarett bis hin zu Kulinarischem und Kinderunterhaltung, an ein breites Publikum.

Neben dieser seit langem erfolgreichen Veranstaltungsreihe bieten wir in Stolberg in diesem Jahr noch ein weiteres Highlight. Am 11.11. um 19.11 Uhr eröffnen wir die närrische Zeit mit einer Prinzen-Taufe im Vichtbach, ganz standesgemäß mit Ketschenburger Bier, so wie es in unserem Stolberger Liedgut überliefert wird. Im Anschluss bieten die Kneipen und Bars der Altstadt noch ausreichend Gelegenheit zum Singen und Schunkeln. In der Adventszeit laden wir wie in jedem Jahr auch wieder zu unseren gemütlichen Kupferstädter Weihnachtstagen ein. Sowohl auf dem Kaiserplatz als auch in der Altstadt und auf der Burg bieten wir unterschiedlichste Programmpunkte und ein buntes Angebot an Ständen.

Schöne Vorweihnachtszeit

Ob mit Freunden oder mit der Familie: umrahmt von mittelalterlichen Gebäuden und auf den Höfen der Burg – schöner lässt sich die Vorweihnachtszeit kaum feiern.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und hoffen, dass die Kupferstadt Sie überraschen wird.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Dr. Tim Grüttemeier

Bürgermeister

So

26

Okt

2014

Neuer Vorstand der Gesellschaft für Stadtmarketing Stolberg; Dank an Patric Peters

Stadtmarketing will am Marketing für Stolberg arbeiten. Weihnachtsbeleuchtung wächst weiter. Investitionen in die Innenstadt.


Will positive Anstöße für die Entwicklung Stolbergs geben: Harald Gath, Barbara Breuer, Marita Matousék, Barbara Kohler, Sylke Skrobek, Firdevs Kirsolak und qua Amt Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier (v.r.) bilden den neuen Vorstand der Gesellschaft für Stadtmarketing Stolberg (SMS). Foto: J. Lange 

 

Der aufrichtige Dank an die Arbeit von Patric Peters ist nicht überhörbar. Acht Jahre stand der Rechtsanwalt an der Spitze der Gesellschaft für Stadtmarketing Stolberg (SMS). Es war eine Ära, in der der Verein zu einem neuen Selbstbewusstsein fand, mit kritischer Stimme sprach und einiges bewegte – offensichtlich, aber auch im Hintergrund. Für eine weitere Amtszeit im Vorstand stand der 42-Jährige zwar nicht mehr zur Verfügung, aber er verwies bei der von rund 30 Mitgliedern und Interessenten besuchten Jahreshauptversammlung in der Gaststätte „Alt-Stolberg“ auf vielfältige Aktivitäten des SMS-Teams.

Aufmerksamkeit gefunden

„Wir haben wieder die Aufmerksamkeit der Politik gefunden“, bilanzierte Peters. Der Stadtrat bat die SMS um Hilfe bei der Erkundung der Meinung der Geschäftswelt zur Umgestaltung von Rathaus- und Salmstraße sowie der Frage einer Öffnung des Steinwegs. „Wir haben viele Anregungen und Verbesserungen einbringen können in die Probephase“, resümierte Peters, gestand aber auch ein, dass einige Wünsche noch offen geblieben sind. Dazu zählt auch die altbekannte Forderung des Stadtmarketings nach einem zumindest während der ersten Stunde kostenfreien Parkens in der Innenstadt. Und trotz einer Schulung der Überwachungskräfte des Ordnungsamtes in einem kundenfreundlichen Auftreten gebe es immer noch Kontrolleure, die auf der Lauer lägen, um möglichst schnell viele Knöllchen verteilen zu können, monierte Peters.

Gleichwohl habe die SMS dank eines nun kurzen Weges in die Verwaltung Geschäftsleuten bei der Bewältigung von Probleme helfen können. „Und wir haben jetzt einen Bürgermeister, der an unseren Sitzungen auch teilnimmt“, sagte Peters und hob hervor, dass die SMS fünfstellige Sponsoring-Beträge für die Durchführung von Stadtparty und Weihnachtstage vermittele. Wesentlich attraktiver kann sich die Kupferstadt während der Weihnachtszeit dank des durch die SMS eingeworbenen Sponsorings und eines Zuschusses der Städteregion auch mit der in die Altstadt ausgeweiteten Beleuchtung präsentieren. Sie wird in diesem Jahr weiter komplettiert in Richtung Sonnentalstraße, und für das kommende Jahr ist eine Erneuerung der Elemente entlang der Einkaufsachse geplant. Bereits zur Eröffnung der Kupferstädter Weihnachtstage am 22. November wird das Lichtertor am Rathaus neu gestaltet sein und auf den „Weihnachtstreff“ auf dem Kaiserplatz hinweisen. „Unser Weihnachtsmarkt ist an den Wochenenden auf der Burg und in der Altstadt – so wie in vielen anderen Städten auch“, markierte Peters. Nur biete Stolberg zusätzlich noch den täglichen gemütlichen Treff auf dem Kaiserplatz mit Adventskalender und Einkaufserlebnis. Wie das ohne Victor ab Neujahr aussehen wird, ist derweil weiterhin offen. „Es gab mehrere Interessenten, aber keine Einigung mit dem privaten Eigentümer des Kauf- und des Parkhauses“, berichtete der Bürgermeister von seinen regelmäßigen Konsultationen. „Wir können als Stadt nur Interessenten vermitteln und Hilfestellung anbieten“, sagte Grüttemeier. „Die Entscheidungen liegen alleine in der Hand des Eigentümers.“ Ein anderer Eigentümer investiert aber in der Innenstadt, berichtete Andreas Peters von der Fred Pfennings Immobilien. Ab November werden im Komplex der Rathaus-Passage sechs Appartements ausgebaut, und für das noch leere Ladenlokal an der Passage ist ein Mieter aus dem Gastronomiebereich in Aussicht.

Ein Marketing-Konzept für Stolberg möchte die SMS mit Prof. Dr. Therese Mahr-Lethen, Diplom-Kauffrau an der Fakultät für Fahrzeugsysteme und Produktion der FH Köln, und Peter van Oest, Inhaber einer Marketingagentur und Baufirma in Berlin, die beide nun in Stolberg leben, erarbeiten.

Schatzmeisterin Firdevs Kirsolak legte eine solide Bilanz vor; die Kassenprüfer Günter Martin-Rauchmann und Serafettin Bueyuekkelek bescheinigten eine ordnungsgemäße Kassenführung. Zügig und einstimmig per Akklamation erfolgten die Wahlen zum Vorstand, aus dem neben Peters Ahmet Ekin und Wolfgang Weber ausschieden: Barbara Breuer, Marita Matousék, Barbara Kohler, Sylke Skrobek, Firdevs Kirsolak sowie Harald Gath und Tim Grüttemeier, das als Bürgermeister geborenes Mitglied ist, bilden den Vorstand des Stadtmarketings. Er wählt aus seiner Mitte heraus einen Sprecher.

Fr

24

Okt

2014

Es geht ein Ruck durch Stolberg - Itertalklinik auf dem Weg

Dr. Tim Grüttemeier und die Investoren um Herrn Heinrich Sangerhausen von der WBS GmbH unterzeichnen den Kaufvertrag.
Dr. Tim Grüttemeier und die Investoren um Herrn Heinrich Sangerhausen von der WBS GmbH unterzeichnen den Kaufvertrag.

Bei einem Notartermin am Donnerstag, den 16. Oktober 2014 haben Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier und die Investoren um Herrn Heinrich Sangerhausen von der WBS GmbH den Kaufvertrag für das Gelände des zukünftigen Itertalklinik Seniorenzentrums in Breinig unterzeichnet. Mit dem Bau soll schnellstmöglich begonnen werden, um das neue Zentrum bereits im November 2015 in Betrieb nehmen zu können.

 

„Wir erleben in ganz Deutschland zurzeit einen ausgeprägten demografischen Wandel und der macht auch vor der Kup-ferstadt Stolberg selbstverständlich nicht halt.“, erläutert Bür-germeister Dr. Grüttemeier. „Die Menschen werden älter und wollen teilhaben an der Gesellschaft. Doch irgendwann stellt sich für die meisten von uns die Frage nach einer professionellen, zuverlässigen und wohnortnahen Betreuung im Alter. Es freut mich, dass wir hier eine gute Lösung gefunden haben, um das leistungsstarke Angebot bei uns nicht nur zu sichern sondern auch noch weiter auszubauen.“

 

Das Durchschnittsalter in der Kupferstadt Stolberg liegt mit 42,1 Jahren zwar insgesamt deutlich unter dem bundesdeut-schen Wert, doch insbesondere in den Ortsteilen Venwegen, Breinig und Büsbach ist der Anteil älterer Bürgerinnen und Bürger deutlich höher als im Rest des Stadtgebietes. Ein guter Standort also für das künftige Itertalklinik Seniorenzentrum unter Leitung von Herrn Dr. Kösters mit seinen 73 Einzelzim-mern, 33 betreuten Wohneinheiten und der Tagespflegestati-on.

 

Vor dem Baubeginn müssen von nun nur noch wenige Schritte unternommen werden. „Am Montag werden wir abschließende Gespräche mit der Verwaltung bezüglich der Baugenehmigung führen.“, erklärt Heinrich Sangerhausen in diesem Zusammenhang. „Wir sind sehr glücklich über die vertauensvolle Zusammenarbeit mit Herrn Bürgermeister Dr. Grüttemeier und seinem Team und freuen uns bereits sehr darauf, das Projekt weiterhin mit ihm an unserer Seite umzusetzen.“

Mi

22

Okt

2014

Wer will denn da zanken?

Im Schatten der CDU

Die SPD macht sich in der Großen Koalition klein

Michael Grobusch


Die Herbstferien gehen zu Ende. Und mit ihnen die Zeit, in denen die Politik eine Verschnaufpause eingelegt hat. Ein Blick in den städtischen Kalender zeigt: Ab der übernächsten Woche wird wieder getagt, diskutiert und abgestimmt. Wobei die Sitzverteilung keinen Zweifel daran zulässt, dass sich die Große Koalition angesichts ihrer üppigen Mehrheit in allen Belangen durchsetzen wird.


Die Bürger haben es so gewollt. Das war letztlich die Überzeugung von SPD und CDU, als sie sich am 1. Juli, kurz vor der konstituierenden Ratssitzung, einfanden, um den zuvor ausgehandelten Koalitionsvertrag zu unterschreiben. In diesem sind viele inhaltliche Ziele formuliert. Und auch organisatorische Absprachen. Eine der markantesten Punkte liegt vielen Sozialdemokraten seitdem gehörig auf dem Magen. Heißt es doch im letzten Kapitel , unter Punkt 1: „Es besteht Einigkeit darüber, dass in Ausschusssitzungen und Ratssitzungen keine getrennten Abstimmungen der Vertreter von CDU und SPD erfolgen.“

 

So weit, so gut. Die Positionen werden im gemeinsamen Koalitionsausschuss abgesteckt, der Meinungsaustausch findet hinter verschlossenen Türen statt. Öffentlich präsentiert wird lediglich das Ergebnis – gemeinsam, versteht sich!

 

Aber was heißt in diesem Fall schon gemeinsam? Die Wahrnehmung ist oftmals eine andere. Nämlich die, dass die CDU den Ton angibt und nach außen als Wortführer auftritt. Das geht dann sogar so weit, dass Nachfragen zu einem Thema von der CDU im Namen beider Fraktionen beantwortet werden. Wie von Jochen Emonds zum Freihandelsabkommen zwischen EU und USA. Zitat: „Ich spreche für CDU und SPD, wenn ich sage, dass wir die Zuständigkeit für TTIP nicht bei uns sehen.“

 

Die SPD scheint die Lehren aus der Niederlage bei den Kommunalwahlen am 25. Mai nicht gezogen zu haben. Mehr noch: Entsprechend ihres Rollentausches innerhalb der Großen Koalition von der Mehrheitsfraktion zum Juniorpartner sind die Sozialdemokraten seitdem noch weniger wahrnehmbar. Eigene politische Schwerpunkte? Fehlanzeige! Ein erkennbares Profil? Nein! Und junge Genossen, die für den Umbruch der Partei und für wieder höhere Ansprüche spätestens ab 2020 stehen und (!) in die vordere Reihe treten dürfen ? Wenige!

 

Die nicht mehr stellvertretende Bürgermeisterin und jetzt Ehrenamtsbeauftragte Hildegard Nießen stellt ihren Nachfolger Patrick Haas immer noch in den Schatten. Und in den Fraktionssitzungen haben, so ist vielfach zu hören, die „Alten“ im Zweifelsfall weiterhin das letzte Wort. So verliert die SPD in Stolberg weiter an Attraktivität. Und deshalb auch an potenziellen Wählern. Die CDU wird‘s freuen.

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Fr

10

Okt

2014

Mit Tempo durch die den ersten 100 Tage

Tobias Röhm ist die ersten sechs Tage im Dienst, in neun Tagen tritt Robert Voigtsberger seine Aufgabe als neuer Dezernent an, und Dr. Tim Grüttemeier kann heute seinen 106. Tag im Amt als Bürgermeister zählen. Eine Gelegenheit für den 33-Jährigen, der in 19 Tagen Geburtstag feiern kann, auf die berühmten ersten 100 Tage seiner Amtszeit zu blicken.

Es sind gut drei Monate, in denen vielen bewegt und angelassen wurde, wegen oder trotz der „vielen Baustellen“, die Grüttemeier vorgefunden hat. Hinter den Kulissen des Ratshauses wurde viel besprochen und geplant. Herausgekommen ist eine „schlankere Struktur der Verwaltung“, wie Grüttemeier sagt und dem Personalrat dankt für die konstruktiven Gespräche und Zustimmung zu den umfangreichen Veränderungen. Ämter wurden konzentriert, Beigeordnete ausgeschrieben und gewählt und die Dezernate mit den Ratsgremien in Einklang gebracht. Es soll eine Struktur sein, die die Gestaltung der Zukunft Stolbergs einfacher machen soll.

Bei dieser Herausforderung freut es den Bürgermeister, das SPD und CDU sich schnell wieder als große Koalition gefunden haben, was breite Mehrheiten ermöglicht, aber ebenso den konstruktiven Dialog mit der Opposition. „So wurde es erstmals möglich mit einer gemeinsamen Liste alle Ausschüsse zu besetzen“, würdigt der Bürgermeister den respektvollen Umgang im Rathaus.

Breiter Konsens herbei geführt ist auch bei der Aufarbeitung der Jahresabschlüsse durch personelle und organisatorische Konsequenzen. Die Zahlen der Jahre 2011, 12 und 13 werden bis Ende April vorliegen. Im März 2016 wird Stolberg mit dem Jahresabschluss 2015 „endlich wieder“ im regulären Zeitrahmen liegen.

Vorbei sind auch die Sorgen mit dem Modellprojekt der AWO: Auf Süssendell wird das Heim für demente Senioren gebaut, für das Vorhaben einer Seniorenresidenz in Breinig ist ein Notartermin avisiert, für ein neues Seniorenprojekt am Kaiserplatz läuft bereits die Bauvoranfrage. Und zerschlagen wurden auch die letzten Knoten bei der Realisierung der Kunstrasenprojekte. In Breinig laufen die Arbeiten; am Glashütter Weiher sollen die Vorbereitungen in diesem Jahr begonnen werden und in Gressenich rollen im Frühjahr die Bagger an. Dort beginnt dann auch der Ausbau der Tagesstätte, an der Franziskusstraße werden die Außenanlagen angepackt und in Mausbach die Grundschule sowie auf den Friedhof Bergstraße die Trauerhalle saniert. Es sind auch Beispiele für die vielen angelassenen und kleine Dinge, die nach dem Wahlabend noch einmal unerwartet Impulse erhalten mussten, sagt Tim Grüttermeier, den neben seiner Kennenlern-Tour durch Kindergärten, Schulen und anderen städtischen Einrichtungen gleich in den ersten Tagen mit aktuellen Problemlagen der Stadt konfrontiert wurde. Beispielsweise das Hochwasser im Juli, im August die Komplettsperrung der Zweifaller Straße, die von drei auf eine Woche reduziert werden konnte, sowie immer noch aktuell die Sicherheitslage durch Einbrüche und Raubüberfälle im Stadtgebiet und insbesondere auf der Mühle. „Die Menschen haben Angst“, konstatiert Grüttemeier. Ansprechpartner ist dafür in erster Linie die Polizei. „Dort haben wir offene Ohren gefunden“, dankt der Bürgermeister für die gute Zusammenarbeit. Streifenwagen und Zivielbeamte patrouillieren, und die städtischen Ordnungskräfte sorgen für zusätzliche Präsenz.

Präsent sind noch immer die Beschwerden über eine mangelnde Versorgung mit schnellem Internet. Die Bedarfsabfrage dazu endet; die Auswertung läuft, und im Oktober sollen die ersten konkreten Aufträge zum Ausbau des Breitbandes in der Kupferstadt erteilt werden. Und noch in diesem Jahr soll ein öffentlicher Hotspot am Kaiserplatz als Vorreiter für ein kostenfreies Wlan-Angebot in der Innenstadt online geschaltet werden. Erste Zeichen gesetzt wurden im Schatten des Rathauses auch mit einer optimierten Pflege der Grünanlagen. In diesen Genuss sollen zukünftig alle Bezirke der Kupferstadt kommen. Ende Oktober will der Bürgermeister dem Stadtrat dazu ein neues Konzept für das Technische Betriebsamt präsentieren.

Neuen Schwung verliehen wurde der Wirtschaftsförderung. Äußeres Anzeichen der „Chefsache“ sind der Umzug des Amtes auf die „Chefetage“ im Rathaus und die Verstärkung des Teams um eine zusätzliche Mitarbeiterin ebenso wie die Auftaktveranstaltung des Stolberger Industrieforums zu einer verstärkten Vernetzung der Akteure. Doch bei allem Tempo der ersten 100 Tage „wurmt“ Tim Grüttemeier noch zwei Dinge besonders: „Ich würde es mir wünschen, dass es mit einer Vermarktung von Camp Astrid und dem Leerstandsmanagement für die Kupferstadt schneller vorangehen könnte“. Aber es gebe auch Dinge, die nur Schritt für Schritt zu einem Erfolg geführt werden könnten. „Wir arbeiten daran“, verspricht der Bürgermeister weiterhin „mit Spaß an der Sache“ zu sein.

„Ich habe bei meiner Amtsübernahme auch Baustellen geerbt.“

Tim Grüttemeier

 

„Einige Dinge kann man nur Schritt für Schritt zum Erfolg führen.“

Tim Grüttemeier

Di

07

Okt

2014

Treppen auf dem Friedhof sind saniert - Schnelle Hilfe. Kein Verletzungsrisiko mehr

Im Oktober titelte diese Zeitung „Aufstieg zum Grab gleicht einer Bergetappe“. Eine Besucherin präzisierte: „Viele Treppenstufen sind lose, und das Laub auf den Wegen wird nicht entfernt. Das ist gefährlich, denn man rutscht sehr leicht aus.“

Diese berechtigte Kritik führte Verantwortliche und besorgte Bürger Anfang November zu einem Ortstermin auf den Vichter Bergfriedhof, zu dem der Vichter Ratsherr Jochen Emonds(CDU) eingeladen hatte. „Es war wichtig, die Nöte und Sorgen der Vichterinnen und Vichter ernstzunehmen und zügig zu handeln, um diesem Zustand Abhilfe zu schaffen. Im Rahmen des Ortstermins haben wir mit dem Fachbereichsleiter Bernd Kistermann, dem Leiter des Friedhofsamtes, Willi Philippengracht, meinem Ratskollegen Arndt Kohn, Karl Lüttecke von der IG Schönes Vicht e.V. sowie Rudi Dreuw von der Pfarrgemeinde die Probleme erörtert“, sagt Emonds.

„Ein großes Lob kann man der Verwaltung aussprechen, die unverzüglich die Treppen und Wege von Laub befreit, wuchernde Sträucher zurückgeschnitten und einen Kiesvorrat vor der Priestergrabstätte angelegt hat“, zeigt sich Dreuw erfreut über die schnellen Maßnahmen – vor allem auch, weil in Zusammenarbeit mit der IG Schönes Vicht defekte Ruhebänke wiederhergestellt oder ersetzt wurden.

„Es wurden über 32 000 Euro investiert, um den beschwerlichen Aufstieg zu den Höhen des im Jahre 1929 von Pfarrer Julius Rumpen angelegten Bergfriedhofs spürbar zu erleichtern. Es besteht bei den Treppenanlagen nun kein Verletzungsrisiko mehr“, sagt Jochen Emonds.

Fr

03

Okt

2014

Zustimmung zur Städteregionsumlage verweigert

Stolberg setzt ein klares Zeichen. Zustimmung zur Erhöhung der Städteregionsumlage einstimmig verweigert. Einstimmig verweigert hat der Hauptausschuss sein Benehmen mit der geplanten Erhöhung der Städteregionsumlage. Mit einer Mehrbelastung von 3,4 Millionen Euro würde die Umlage mit einem Gesamtvolumen von über 37 Millionen Euro zum größten Batzen des Stolberger Haushaltes werden: noch vor den eigenen Personalkosten.

„Sie haben ohne zu dramatisieren die Situation beschrieben“, lobte Dieter Wolf (SPD) den Bürgermeister für seine Lagebeschreibung, die nichts beschönige. Zu Recht führe Tim Grüttemeier die Appelle an Bund und Land, für eine solide Finanzausstattung der Kommunen zu sorgen, sowie an die Städteregion, selbst zur Konsolidierung ihres Haushaltes beizutragen. „Die Auswirkungen der Pläne des Städteregionsrates sind gravierend“, pflichtete auch Jochen Emonds (CDU) bei. Er hoffe, dass der Städteregionstag seine Zustimmung verweigere. „Wir setzen hier ein klares Zeichen“, so Emonds. Grüttemeier erwartet nun, dass die Städteregion und die Kommunen in konstruktiven Verhandlungen zu einem erfolgreichen Ergebnis für Stolberg und die übrigen Städte und Gemeinden kommen werden.

Protest gegen Kosten der Städteregion

Fünf von zehn Kommunen wollen nicht noch mehr Geld ans Städteregionshaus überweisen, weil ihnen selbst das Geld fehlt


Hierher fließt das Geld der Kommunen: Die Aufgaben, die im Städteregionshaus erledigt werden, kosten sukzessive mehr Geld. Doch viele Kommunen sind nicht mehr bereit, noch mehr Geld nach Aachen zu überweisen. Foto: Harald Krömer 

Aachen. Eschweiler, Stolberg, Alsdorf, Würselen und Roetgen verweigern der Städteregion das „Benehmen“. Herzogenrath und Baesweiler protestieren. Was sich ein wenig nach kleinkindlicher Trotzphase auf kommunaler Ebene anhört, könnte der Beginn einer kommunalpolitischen Revolte sein. Denn gleich fünf von zehn Städten und Kommunen wollen die Kosten der Städteregion in ihrer jetzigen Form nicht mehr tragen.

 

Auslöser für die Gefolgschaftsverweigerung war ein gewöhnlich unspektakulärer Verwaltungsakt. Die Städteregion unterrichtet die kommunalen Parlamente über die Höhe der jährlichen Umlage, die die Städte an die Städteregion abführen müssen. Da die Stadträte keinerlei Kompetenzen darüber besitzen, wie viel Geld sie denn an die Städteregion zahlen, können sie die Umlage letztlich nur abnicken. „Benehmensherstellung“ heißt das im Verwaltungsdeutsch.

Soll die Städteregion doch sparen

Doch eben jenes Benehmen verweigern nun die Hälfte aller Kommunen, weil die Städteregion für ihren Doppelhaushalt 2015 und 2016 noch einmal mehr Geld von den Kommunen fordert. 317 Millionen Euro zahlten die zehn Kommunen für den Haushalt der Städteregion im laufenden Jahr. Nun sollen für alle Kommunen noch einmal ein paar Millionen mehr hinzukommen. Das ist nicht zuletzt auch deshalb so pikant, weil die Städteregion als Aufsichtsbehörde die klammen Kommunen zum Sparen zwingt, während die Umlage, die Städte und Gemeinden an die Städteregion zahlen müssen, sukzessive wächst. „Es reicht. Soll die Städteregion doch selbst sparen“, war der wohl meist gesagte Satz in den Ratssälen von Roetgen bis Würselen in den vergangenen Tagen. Lediglich die Stadt Aachen gab sich bedeckt. Im Finanzausschuss gab es keine Bedenken. Doch das dürfte nicht zuletzt an der Aachener Sonderrolle liegen, weil sie nur für die Leistungen zahlt, die sie an die Städteregion abgegeben hat.

Dass die Städteregion mit ihrem Etat im laufenden Jahr 2014 nicht in Saus und Braus lebt, wissen alle Beteiligten. Auch bei der Städteregion steigen die Sozialkosten und die Umlage, die sie wiederum an den Landschaftsverband Rheinland zahlen muss, latent an. Insofern hat Eschweilers Bürgermeister Rudi Bertram sogar Verständnis für die geplante Umlageerhöhung. Doch die Kritik daran, dass sich die Städteregion Dinge leistet, die in den Kommunen schon lange tabu sind, ist nicht mehr zu überhören. „Während wir Personal abbauen müssen, steigen die Personalkosten in der Städteregion an. Das geht nicht“, nennt Bertram ein Beispiel.

Zwar kann sich der Städteregionstag bei seinen Haushaltsbeschlüssen über das ausgebliebene „Benehmen“ der Kommunen hinwegsetzen. Dass er dies tut, ist allerdings unwahrscheinlich. Nicht zuletzt, weil der Städteregion Widerstand aus allen politischen Lagern entgegenschlägt. Neben den SPD-Kommunen Eschweiler, Würselen und Alsdorf ist auch die CDU-Stadt Stolberg ausgeschert. Die wirtschaftlich stark angeschlagene Stadt, die seit einigen Monaten von CDU-Bürgermeister Tim Grüttemeier regiert wird, fürchtet, dass sie eigene öffentliche Leistungen wie Schwimmbad oder Bibliothek schließen muss, wenn sie die Umlageerhöhung der Städteregion tragen muss.

Und so ist CDU-Fraktionsvorsitzender Dieter Wolf aus der schwarz-grünen Regierungsmehrheit bemüht, sein Verständnis für die klammen Kommunen auszudrücken. Gleichzeitig macht er auf die Not der Städteregion aufmerksam. „Unsere Kosten steigen permanent, gleichzeitig ist unsere Ausgleichsrücklage aufgezehrt. Da die Städteregion kaum Geld erwirtschaften kann, bleibt uns keine andere Wahl, als die Umlage zu erhöhen“, sagt Wolf. Man werde aber natürlich auf die Bedenken der Kommunen eingehen und alle Posten auf den Prüfstand stellen.

Die politische Diskussion, was die Städteregion leisten soll und was nicht, könnte heute bei der Sitzung des Städteregionstages schon starten. Martin Peters, SPD-Fraktionschef im Städteregionstag, hat bereits klare Vorstellungen, wie die Kommunen entlastet werden könnten: Verzicht auf einen Doppelhaushalt, Aufstellung eines freiwilligen Haushaltssicherungskonzeptes für die Städteregion und ein Strukturprogramm, um Einsparpotenziale zu identifizieren. Einen entsprechenden Antrag hat die SPD zwar von der Tagesordnung nehmen lassen. „Das werden wir aber wieder zum Thema machen“, sagt Peters.

Der Streit um die Umlage in der Städteregion dürfte auch außerhalb der Region aufmerksam wahrgenommen werden. Aufgrund der wachsenden finanziellen Not der Kommunen wachsen die Spannungen zwischen Städten und den von ihnen durch Umlagen finanzierten Gebietskörperschaften wie Kreise oder eben die Städteregion. Denn obwohl es seit 2013 ein sogenanntes Umlagengenehmigungsgesetz gibt, sind die Kreise recht autonom in der Festlegung der Höhe der Umlage. Zwar ist die Städteregion gesetzlich dazu verpflichtet, Rücksicht auf die wirtschaftliche Situation seiner Kommunen zu nehmen. Doch gibt es für die betroffenen Kommunen letztlich kaum eine Chance, sich gegen die Höhe der Abgaben an die Städteregion zu wehren. Im Gespräch mit unserer Zeitung erneuerte der Städte- und Gemeindebund NRW seine Kritik am Umlagegenehmigungsgesetz, weil es dort keinerlei Maßstäbe gebe, wann eine Genehmigung verweigert werden könne. Der Streit zwischen Kommunen und Städteregion muss also auf der politischen Ebene beigelegt werden.

Und dieser Prozess dürfte schmerzhaft werden, denn in seinem Verlauf werden die Kommunen alle freiwilligen Ausgaben der Städteregion zur Disposition stellen wollen. Das bedeutet, dass einige lieb gewonnene Projekte der Städteregion vom Aus bedroht sein werden. Bei der Instandsetzung der Kreisstraße könne man sparen, gibt Martin Peters ein Beispiel. Die kommunalen Straßen seien in schlechterem Zustand, sagt er. Und auch der Plan von Städteregionsrat Helmut Etschenberg, in Kalterherberg in der Eifel ein Kompetenzzentrum Radfahren zu errichten, dürfte lauter als bislang hinterfragt werden.

Eben jenes Kompetenzzentrum wird vielleicht heute Abend zum Gradmesser dafür werden, wie weit sich der Städteregionstag bereits vom Widerstand der Kommunen beeinflussen lässt. Unter Tagesordnungspunkt 22 wird das Parlament über den Fortgang des Projekts beraten. Für Stimmung ist gesorgt.

Di

30

Sep

2014

Im Kampf gegen das Hochwasser - Wasserverband überprüft Fischbach auf sein Fassungsvermögen

Das Hochwasser Anfang Juli führte zu massiven Schäden an Häusern in Vicht. Foto: J. Lange
Das Hochwasser Anfang Juli führte zu massiven Schäden an Häusern in Vicht. Foto: J. Lange

Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) hat eine Vermessung des gesamten Fischbaches in Vicht in Auftrag gegeben, um dessen Wasser-Fassungsvermögen an jeder Stelle festzustellen. Das erklärte Ratsherr Jochen Emonds nach einem Termin mit WVER-Projektingenieur Thomas Meurer, Fachbereichsleiter Bernd Kistermann, dem Landtagsabgeordneten Axel Wirtz und Anwohnern.

 

Anlass dazu gab das Hochwasser Anfang Juli, bei dem das Überlaufen des Fischbaches zu massiven Schäden an Häusern in Vicht geführt hatte. Sobald dem WVER Ergebnisse seiner Messungen Ende diesen Jahres vorliegen, sollen Lösungsvorschläge erarbeitet werden.

 

Zudem plane der WVER Rückhaltebecken im unteren Verlauf des Vichtbaches, die zukünftig die Bewohner in Vicht und in der Altstadt vor Hochwasser schützen sollen.

Di

30

Sep

2014

Eine Entscheidung der Politik

Ganz oder gar nicht: Stadtrat entscheidet über die weitere Mitgliedschaft Stolbergs in der europaweiten Vereinigung. Es geht um 2500 bis 12 500 Euro. Kosten stehen touristische Potenziale gegenüber. Bislang zu wenig genutzt.


Schmiedeten bei der europaweiten Aktion am 23. September die „Taube des Friedens“: Adi Radermacher und Lars Potente (r.). 




Wenige Besucher bekamen bei den bisherigen Kupfermeistertreffen viel zu sehen. Die Kosten für solche Plaketten (kl. Bilder) für die Skulpturen der Mitgliedsstädte sind Auslöser der Grundsatzdebatte.Foto: J. Lange 

Stolberg. Es war ein Zeichen des Friedens und der Freundschaft, während der großen Krise in der Ukraine. In 18 Städten aus zwölf Nationen glühten die Essen und surrten die Hämmer auf die Ambosse nieder. In Stolberg legten Adi Radermacher und Lars Potente Hand an, um die „Taube des Friedens“ zu schmieden und ihren Beitrag ins soziale Netz von Facebook einzustellen. Auf diese Art und Weise dokumentieren die Mitglieder des „Rings der europäischen Schmiedestädte“ die Verbundenheit mit ihrer Mitgliedsstadt Donezk, wo die Werkstatt von Schmied Viktor Burduk erst vor wenigen Tagen durch eine Granate erheblich beschädigt wurde. Es ist eine außergewöhnliche Geste unter Menschen unterschiedlicher Nationen, die durch ihr Handwerk sowie regelmäßige Treffen und Aktivitäten über die Jahre zu Freunden geworden sind. Ein Stück gelebtes Europa ist entstanden, und Viktor Burduk und die Vertreter seiner Kommune waren voller Stolz, als ihre Stadt in der Ukraine vor sechs Jahren bei der Tagung in Frisoythe in den Ring aufgenommen wurde.

Stolberg ist Mitgründer

Sein Ziel ist ausgesprochen friedlicher Natur und dient neben der Verständigung über alte Grenzen hinweg und der Fortbildung vielmehr der touristischen Vermarktung der Schmiedetradition der Mitgliedsstädte. Die Kupferstadt ist Mitgründer des 2001 gegründeten Rings der europäischen Schmiedestädte. Initiator war der 2007 im Alter von 60 Jahren verstorbene Stolberger Kunstschmied Matthias Peters, in dessen Fußstapfen Kunstschmied Adi Radermacher als Fachbeirat in den kommunalen Zusammenschluss getreten ist. Sichtbare Zeichen der Arbeit des Rings finden sich vielfältig in Mitgliedsstädten. Skulpturenparks, Brücken der Freundschaft, geschmiedete Gesten aus den Partnerstädten sind im Stadtbild zu finden. Regelmäßige und publikumsträchtige Veranstaltungen, wie das Ferraculum im österreichischen Ybbsitz, die Bienale im bayerischen Kolbermoor oder die Schmiedeweltmeisterschaft im italienischen Stia sorgen für Furore. Dazu zählt auch das Kupfermeistertreffen, das alle zwei Jahre in Stolberg ausgerichtet wird. 2004 folgte die Premiere am Museum Zinkhütter Hof; 2006 zogen die Schmiede auf die Stolberger Burg, wo beispielsweise der Harlekin neben dem Eingang das Schaffen der Kunsthandwerker demonstriert. Doch die Resonanz der Besucher der Kupfermeistertreffen auf der Burg im Rahmen der Stadtparty blieb hinter den Erwartungen zurück. Um ihm ein größeres Publikum zu gönnen, präsentierten die Schmiede ihr Können als „Schmiedetreffen“ jetzt erstmals vor dem Rathaus.

Eine Location, die seit 2008 alljährlich an einem Wochenende als „Schmiedeweihnacht“ Metallgestaltern wie Besuchern als Anziehungspunkt der Kupferstädter Weihnachtstage dient. Doch auch 13 Jahre nach der Gründung des Schmiederings sind die Zeichen seines Wirkens in der Kupferstadt – es gibt noch den „Baum der Toleranz“ im Atrium des Rathauses – überschaubar, die touristischen Potenziale bei weitem nicht ausgeschöpft. Das sieht auch Adi Radermacher so. „Die Stadt hat ihre Mitgliedschaft in den letzten Jahren nur halbherzig wahrgenommen“, sagt der Schmiedesprecher. „Es ließe sich vieles mehr bewegen, wenn sich Stolberg eindeutig zu seiner Mitgliedschaft auch bekennen würde.“

Das soll morgen der Hauptausschuss und am 28. Oktober der Stadtrat – oder eben auch nicht: „Ganz oder gar nicht?“ Vor diese Frage stellt die Verwaltung die Politik. Aktueller Hintergrund – neben einer schwelenden Unzufriedenheit der Stolberger Akteure über die Beteiligung mit angezogener Handbremse – ist ein bereits im vergangenen Frühjahr vom Schmiedering beschlossenes Projekt, für dessen Realisierung die jüngste Tagung der Mitgliedsstädte im norwegischen Øvre Eiker als Deadline für eine Förderung durch den Ring den 1. November gesetzt hat. Der stellvertretende Bürgermeister Patrick Haas, Jürgen Gerres (Wirtschaftsförderung) und Barbara Breuer (Stolberg-Touristik) nahmen als Delegation aus der Kupferstadt an der Tagung teil.

„Skulptur der Mitgliedsgemeinden“ nennt sich die Aktion, in deren Rahmen in jeder Ring-Stadt ein Metall-Kunstwerk entstehen soll, für die in jeder Kommune auch eine eigene Namensplakette geschaffen werden soll. „Die Kosten für die 18 Schilder und ihren Versand betragen rund 6000 Euro“, listet Jürgen Gerres die Kosten auf. Hinzu käme idealerweise auch eine entsprechende Skulptur für die Kupferstadt.

Kosten sind der Anlass

Kosten und Zeitdruck sind Anlass für den Bürgermeister, dem Stadtrat eine Grundsatzentscheidung abzuverlangen. Neben den einmaligen Kosten für dieses Projekt, oder folgende, schlägt der Aufwand für die Mitgliedschaft jährlich wechselnd mit 2500 oder 12 500 Euro zu Buche. Der Jahresbetrag beträgt 1000 Euro; die Teilnahme einer Delegation an der Jahreshauptversammlung wird mit 1500 Euro kalkuliert. Jedes zweite Jahr würden die Kosten für die Ausrichtung eines Schmiedefestes mit rund 10 000 Euro anfallen. Neben diesen Beträgen fallen bei einem Verbleib im Ring als Aufwand die Gestellung von städtischem Personal für die Durchführung von Veranstaltungen und Kosten für eine Beteiligung an weiteren Aktivitäten des Schmiederings an. Und es bleibt das Risiko, dass trotz eines erhöhten Budgets und einer Steigerung der Attraktivität von Veranstaltungen in Stolberg die erhoffte Frequenz von Besuchern ausbleibt.

Dem stehen als Vorteil eines (aktiveren) Verbleibs im „Ring der europäischen Schmiedestädte“ sowohl im touristischen Sinn wie auch für das Stadtbild vor allem eine Stärkung des „Alleinstellungsmerkmals Kupfer“ gegenüber, das überregional vermarktet werden kann. Dieses hatte bereits 2007 Dr. Datzer in dem für Stolberg erarbeiteten Tourismuskonzept herausgearbeitet. Um mit dem Thema Kupfer wuchern zu können, „muss allerdings die Attraktivität der Veranstaltungen deutlich gesteigert werden“, konstatiert Tim Grüttemeier. Dann könne man mit diesem Alleinstellungsmerkmal auch zu einer Belebung der örtlichen Wirtschaft durch eine Stärkung des touristischen Angebotes beitragen. Schmiedefest und das Weihnachtsschmieden wären ebenso Ansätze dazu wie ein kultureller Austausch, so wie beispielsweise vor fünf Jahren eine Delegation aus Kolbermoor mit Trachtengruppe und Bläserkapelle zur Stadtparty beigetragen hat. Voraussetzung für ein weiteres Engagement ist aber, dass es dem Stadtrat ein Budget wert ist.

„Das ist für mich eine ganz klare Entscheidung, die die Politik treffen muss“, erklärt Grüttemeier. Eine weitere Mitgliedschaft im Ring sei nur dann zielführend, wenn sie zukünftig mit einer verlässlichen Finanzausstattung auch zum Leben erweckt werde. Fehle aber das Geld dazu, dann mache es für Stolberg auch keinen Sinn, weiter Mitglied in den europäischen Verbund zu bleiben.

Für Adi Radermacher liegt die Antwort auf der Hand. „Selbstverständlich macht es Sinn, weiter zu machen und die bestehenden Kontakte auszubauen und vor allem auch zu nutzen“, sieht der Stolberger Kunstschmied die Potenziale, den Tourismus in der Kupferstadt anzukurbeln. „Das geht aber nur, wenn die Stadt ihre Mitgliedschaft nicht mehr nur halbherzig ausübt.“ Und das ist eine Einschätzung, die sicherlich auch sein Kollege Victor Burduk im umkämpften Donezk in der fernen Ukraine teilen würde.

„Die Stadt hat ihre Mitgliedschaft in den letzten Jahren nur halbherzig wahrgenommen. Es ließe sich vieles mehr bewegen, wenn sich Stolberg eindeutig zum Ring der Schmiedestädte auch bekennen würde.“

Adi Radermacher,

Kunstschmied im Fachbeirat

 

„Das ist für mich eine Entscheidung, die die Politik treffen muss.“

Tim Grüttemeier,

Bürgermeister

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Di

30

Sep

2014

Die Stolberger Tafel braucht unsere Unterstützung

Bürgermeister sitzt am Donnerstag an der Kasse. Seine Einnahmen gehen an den Verein. Suche nach neuem Domizil und Helfern.

 


Packen bei der Stolberger Tafel mit an, wo es nur geht: Franz-Josef Loch, Gerti Fischer, Regina Becker, Wilma Gier und Elke Dupont (v.l.) bei der Vorbereitung der Warenausgabe im Laden an der Eschweilerstraße. Foto: J. Lange 

Stolberg. Von der Aktion am Donnerstag erhoffen sich Wilma Gier und Valentin Schmitz mehr als nur Geld für die Stolberger Tafel. Ein wenig mehr Aufmerksamkeit für die Arbeit der rund 100 ehrenamtlichen Helfer, die gut 1600 Stolberger mit grundlegenden Nahrungsmitteln versorgen, wird gerne gewünscht. Nach mehr aber ist die Tafel auf der Suche nach weiteren Unterstützern ihrer Arbeit.

Erst einmal wird der Bürgermeister aktiv. Zur Eröffnung der ersten Filiale der Drogeriemarktkette „dm“ in Stolberg übernimmt er eine Aufgabe, die sich in barer Münze auszahlen soll. Am Donnerstag, 2. Oktober, sitzt Dr. Tim Grüttemeier von 11 bis 12 Uhr an der Kasse des neuen Marktes auf dem Kistenplatz an der Eisenbahnstraße in Atsch – und zieht die Waren der Kunden über den Scanner. Die Motivation beim Stadtoberhaupt ist groß, denn die gesamte Einnahmen aus seiner Kassierstunde spendet das dm-Team an die Stolberger Tafel. „Als mich die Anfrage von ,dm‘ erreichte, habe ich nicht lange überlegt“, sagt Dr. Grüttemeier. „Eine wirklich tolle Idee“. Zumal die Kette den Betrag auch großzügig aufrunden wolle.

Schüler könnten einspringen

Bei der stellvertretenden Tafel-Vorsitzenden ist die Idee ebenfalls sofort auf offene Ohren gestoßen. Nicht nur weil sie jeden Cent für die Versorgung ihrer Kunden gut brauchen kann, sondern weil Wilma Gier im Jubiläumsjahr des Vereins auch eine Reihe von Sorgen drücken. Seit einem Jahr läuft vergeblich die Suche nach einem neuen Vorsitzenden, nachdem Kurt Herpertz sein Amt aus persönlichen Gründen niedergelegt hatte. Seitdem für Gier den Verein kommissarisch zusätzlich zu ihren übrigen Aufgaben.

Noch nicht von Erfolg gekrönt ist ihre Suche nach einem neuen Domizil für die Stolberger Tafel. Das seit 1999 an der unteren Eschweilerstraße bestehende Ladenlokal entspricht absehbar nicht mehr den Ansprüchen für den Umgang mit sensiblen Lebensmitteln bei einer kontinuierlich steigenden Kundschaft. Umgeschaut haben sich die beiden ehrenamtlichen Helfer der Tafel schon seit längerem. Bislang vergebens. Entweder wollten Vermieter einen Anbieter wie die Tafel nicht in ihren Immobilien wissen, andere Objekte lagen zu abgelegen in Außenbezirken oder sie waren schlichtweg zu klein oder zu teuer. Für die Tafel ist das eine Zukunftsfrage, bei der auch der Bürgermeister Augen und Ohren offenhalten möchte.

Nicht die erwünschte Resonanz gefunden haben bislang auch die Versuche, jüngeren Nachwuchs für die ehrenamtlichen Helfer zu finden. Von 99 ehrenamtlichen Tafelmitarbeitern sind, laut der Statistik vom Dezember 2013, 20 Ehrenamtler unter 60 Jahre alt, 32 im Alter zwischen 60 und 70 Jahre, 47 über 70 Jahre alt. „Wenn nun innerhalb weniger Jahre mehrere Personen aus Alters-, Kraft- oder anderen Gründen ihr Amt niederlegen, dann entsteht in kürzester Zeit eine Lücke, die nur schwer gefüllt werden kann“, befürchtet Gier. Die Bitten an weiterführende Schulen in der Kupferstadt, ihre Schüler für das Thema zu sensibilisieren, waren bislang kaum von Erfolg gekrönt. „Es wäre schon eine große Hilfe, wenn wir stundenweise Unterstützung bekämen“, blicken Gier und Schmitz beispielsweise auf Sonderaktionen von Verbrauchermärkten oder Weihnachtsaktivitäten zugunsten der Tafel, die betreut werden könnten, oder auch auf kurzzeitige Unterstützung im Rahmen der Warenausgabe.

Tag der offenen Tür

Eine rühmliche Ausnahme bilde Nathalie Werner, erzählt Schmitz. Seit einer Schulpartnerschaft bei der Weihnachtskisten-Aktion vor einigen Jahren engagiert sich die heute 23 Jahre alte Studentin regelmäßig bei der Tafel. „Jetzt hilft sie einmal in der Woche aus“, freuen sich Schmitz und Gier und hoffen auf weitere jugendliche Nachahmer wie auch auf jung gebliebene Rentner, die mit anpacken.

Diese lassen sich vielleicht auch im Rahmen des Tages der offenen Tür gewinnen, zu dem die Tafel aus Anlass ihres 15-jährigen Bestehens für Samstag, 25. Oktober, einlädt. Dann sorgen nicht nur Carlos Cachafeiro und Max der Clown, Kinderschminken und eine Leseecke sowie mit Unterstützung des DRK für Unterhaltung und Kurzweil, sondern dann wird auch ein Einblick in die alltägliche Arbeit der Tafel geboten, dann sollen auch Kunden, Sponsoren und Unterstützer, Helfer und Interessenten miteinander ins Gespräch kommen. „Wir erhoffen uns ein gesundes Miteinander“, sagt Wilma Gier. Und vielleicht einige Impulse, die ihre Sorgen rund um die Tafel mindern könnten.

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Mo

29

Sep

2014

Ansturm auf Dorfladen


„In unserem Dorfladen ist es wunderschön“ sangen die Mädchen und Jungen der Kita Mäuseburg vor laufenden Kameras. 


Nachdem er das rote Band durchschnitten hatte, betrat Bürgermeister Tim Grüttemeier als erster Kunde den neuen Dorfladen. Fotos: J. Kohnert 

Stolberg-Vicht. Äpfel, Knäckebrot, Nutella, haltbare Milch – das packte Stolbergs Bürgermeister Tim Grüttemeier in sein Einkaufskörbchen. Er war der erste, der im am Samstag eröffneten Vichter Dorfladen einkaufen durfte. Zuvor hatte er auch das rote Band, das die zahlreichen Eröffnungsgäste davon abhielt, das Ladenlokal zu stürmen, unter Mithilfe von Erika und Hans Graff sowie den Kindern der Kita Mäuseburg, zerschnitten.

Nach drei Jahren Planungszeit trägt das gemeinnützige Vorzeigeprojekt jetzt Früchte, und jeder kann sich während der Öffnungszeiten selber ein Bild machen: Aus dem ehemaligen Reisebüro, Friseursalon und Schreibwarenladen von Erika und Hans Graff an der Eifelstraße 79 ist ein kleiner, moderner Lebensmittelladen für Vicht entstanden. Ein Café als kommunikativer Treffpunkt und verschiedene Dienstleistungen runden die Nahversorgungsmöglichkeiten ab.

Bei der feierlichen Eröffnung resümierten die Hauptplanungsverantwortlichen die letzten Jahre von der Idee, der Beratung durch das Kompetenzteam der DORV Zentrum GmbH (die Ideengeber der multifunktionalen, nicht-gewinnorientierten Nahversorgung), der Akquise von Bürgeranteilen sowie ehrenamtlicher Unterstützung, der Bedarfsanalyse bis hin zur Gründung des Vereins Vichter Dorfladen und Café zur Unterstreichung der Gemeinnützigkeit.

Der Laden mit Café diene nicht nur den Bürgern, er habe auch nur durch ihre Hilfe realisiert werden können und könne nur mit ihrer Unterstützung dauerhaft Bestand haben, fasste Jochen Emonds vom Planungsteam zusammen. Die meisten Arbeiten werden auf den Schultern zahlreicher Ehrenamtler verteilt, nur eine hauptamtliche Kraft, Iris Baumann, ist im Laden angestellt.

„Der Dorfladen kann nur existieren, solange er von den Vichtern und den Bewohnern der angrenzenden Orte angenommen wird“, betonte der Vereinsvorsitzende Hartmut Kleis in seiner Eröffnungsrede. Das Sortiment lasse mit seinen Frischetheken keine Wünsche offen, die Produkte kommen aus der Region, und die Einrichtung des Cafés lade durch moderne und dennoch gemütliche Gestaltung – kombiniert mit individuellen Akzenten wie Bildern aus der Vergangenheit Vichts – zum Verweilen ein. Die Bestuhlung sei ebenso neu wie die Frischetheke, da die Energiebilanz gebrauchter Elektromöbel einfach zu schlecht sei, berichtete Rudolf Vanderhuck vom Planungsteam.

40 000 Euro aufgebracht

Auch die Kinder der Kita Mäuseburg riefen in ihrem Lied „In unserem Dorfladen ist es wunderschön“ zum täglichen Einkauf in diesem auf, während Bürgermeister Tim Grüttemeier die Initiativkraft lobte: „Innerhalb kürzester Zeit konnten 40 000 Euro Bürgeranteile aufgebracht werden, um den Laden zu realisieren. Es ist ein Projekt mit Modellcharakter, weil hier nicht gejammert, sondern angepackt wurde.“ Schließlich werde durch den Dorfladen die Infrastruktur des Ortes gestärkt und somit nicht nur älteren, nicht mehr so mobilen Einwohnern ein Stück Selbstständigkeit geschenkt, sondern auch der Wohnort Vicht noch ein bisschen attraktiver.

Am Eröffnungstag zumindest musste sich niemand Sorgen um die Umsätze machen. Der Laden war so voll, dass es weder vor- noch zurückging. Und alle wollten es dem Bürgermeister nachmachen und wenigstens eine Kleinigkeit kaufen. (juko)

An sechs Tagen in der Woche geöffnet

Der Vichter Dorfladen ist montags von 7 bis 13 Uhr sowie dienstags bis freitags von 7 bis 13 und von 14.30 bis 18.30 Uhr geöffnet. Außerdem kann am Samstag in der Zeit von 8 bis 13 Uhr eingekauft werden.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.vichter-dorfladen-und-cafe.de.

 

„Der Dorfladen kann nur existieren, solange er von den Vichtern und den Bewohnern der angrenzenden Orte angenommen wird.“

Hartmut kleis, Vorsitzender

des vereins

„Vichter Dorfladen und Café

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So

28

Sep

2014

Der neue Mann im Rathaus

Der neue Technische Beigeordnete Tobias Röhm fühlt sich in Stolberg längst heimisch. Am Mittwoch tritt er Stelle im Rathaus an.

 


Redaktionsbesuch vor dem offiziellen Dienstbeginn am nächsten Mittwoch: Der neue Technische Beigeordnete Tobias Röhm (3.v.l.) im Gespräch mit unseren Redakteuren Ottmar Hansen (v.l.), Jürgen Lange und Michael Grobusch. Foto: D. Kinkel-Schlachter 

Stolberg. Neuland betritt der Neue am 1. Oktober nicht. „Ich kenne Stolberg schon gut“, erklärt Tobias Röhm, der am Mittwoch seine Arbeit als Technischer Beigeordneter im Rathaus aufnimmt. Seit knapp zehn Jahren lebt der gebürtige Mainzer in Venwegen. Über seine Frau Julia fand der 36-Jährige nach seinem Studium an der RWTH Aachen den Weg in die Kupferstadt und fühlt sich dort mittlerweile heimisch. „Ich werde die Stadt natürlich jetzt mit anderen Augen betrachten“, weiß Röhm. Und die Stolberger werden sicherlich auch anders auf ihn schauen, schließlich gehört er hinter Bürgermeister Tim Grüttemeier und gemeinsam mit dem neuen Ersten Beigeordneten Robert Voigtsberger zu den wichtigsten Führungskräften der Verwaltung.

Verantwortung zu übernehmen, das ist der Diplom-Bauingenieur (mit den Schwerpunkten Projektmanagement und Baubetrieb) gewöhnt. Seit dem Herbst 2006 war bei der Jülicher Bauunternehmung Hans Lamers als Projektleiter tätig und hat für diese zahlreiche Großprojekte realisiert – allen voran das türkische Konsulat in Düsseldorf.

Er selbst nennt sich in erster Linie einen Hochbauer, aber in Stolberg wird er natürlich dem gesamten technischen Bereich vorstehen. Darauf freut er sich: „Es ist schön, wenn das berufliche Engagement der eigenen Stadt und den eigenen Leuten zugute kommt.“ Das zeugt von einer hohen Identifikation mit der Wahlheimat und verspricht großen Tatendrang.

Seine ersten Prioritäten nach Dienstantritt? „Ich werde Gespräche mit den Amtsleitern führen und mit ihnen die Abläufe in der Verwaltung erläutern.“ Dass mit Andreas Pickhardt und Bernd Kistermann zwei bisherige Fachbereichsleiter ins zweite Glied rücken und in Zukunft „nur noch“ als Amtsleiter arbeiten werden, stellt dabei sicherlich eine besondere Herausforderung dar. Der neue Beigeordnete bleibt aber gelassen: „Wo Umstrukturierungen vorgenommen werden, gibt es auch immer Unzufriedenheit und Unwille. Ich habe aber den Eindruck, dass wir sehr gut zusammenarbeiten werden.“

Gerade zu Beginn wird Tobias Röhm auf Unterstützung angewiesen sein. „In die Themen Politik und Verwaltung muss ich mich zunächst einmal reinarbeiten“, gibt er offen zu. Das wird zweifellos seine Zeit brauchen. Was aber nicht heißt, dass ab dem kommenden Mittwoch zunächst mal nichts passieren wird. Vor allem bei der Stadtplanung und -entwicklung sieht Röhm großen Handlungsbedarf. Den Kaiserplatz will er offener und freundlicher gestalten, den Bereich rund um den Bastinsweiher aufwerten und die Innenstadt wiederbeleben. „Ich kann noch keine konkreten Vorschläge machen“, betont der 36-Jährige. Die Rahmenbedingungen aber kennt er schon: „Wir werden sicherlich Investoren benötigen“, stellt er mit Blick auf die schwierige Haushaltslage der Stadt Stolberg fest. Andererseits biete ihm die große Koalition die Möglichkeit, „mit einer breiten Mehrheit arbeiten zu können“. Und das sei sehr viel wert.

Sicherlich auch beim Thema Sauberkeit. Röhm will die Abläufe ändern, den für die Reinigung und Pflege zuständigen Mitarbeitern des Technischen Betriebsamtes feste Bezirke zuweisen. Dabei soll auf die Eingangsbereiche des Stadtgebietes ein besonderes Augenmerk gelegt werden. Denn: „Der erste Eindruck zählt. Das gilt auch, wenn man in eine Stadt hineinfährt.“

Tobias Röhm ist vom Stadtrat am 9. September wie auch Robert Voigtsberger für acht Jahre zum Beigeordneten gewählt worden. Allerdings greift bis Ende des Jahres zunächst eine dreimonatige Übergangszeit, in denen beide lediglich als Dezernenten angestellt sein werden. Der Grund liegt in Paragraf 71 der nordrhein-westfälischen Gemeindeordnung. Er besagt, dass in einer Stadt von der Größe Stolbergs mindestens ein Beigeordneter die Befähigung für die Laufbahn des gehobenen allgemeinen Verwaltungsdienstes besitzen muss. Robert Voigtsberger will die entsprechende Prüfung im November ablegen. Erst danach werden die in der Gemeindeordnung formulierten Bedingungen erfüllt sein.

Verheiratet, zwei Kinder und ein großer Tennis-Fan

Tobias Röhm ist am 13. Februar 1978 in Mainz geboren. Nach dem Abitur am bischöflichen Willigis-Gymnasium hat er an der RWTH Aachen ein Bauingenieur-Studium mit den Schwerpunkten Projektmanagement und Baubetrieb absolviert.

Nach dem Diplom-Abschluss war Röhm seit Herbst 2006 als Projektleiter bei der Jülicher Bauunternehmung Hans Lamers beschäftigt.

Röhm und seine Frau Julia leben in Venwegen und haben eine siebenjährige Tochter und einen sechsjährigen Sohn, die die Grundschule Breinig besuchen.

Die Röhms sind begeisterte Tennisspieler. Der neue Beigeordnete spielt für den TC Blau-Weiß Aachen noch mit den Herren 30 in der Regionalliga. Seine Frau, als Aktive sehr erfolgreich, arbeitet dort als Trainerin.

 

„Wo Umstrukturierungen vorgenommen werden, gibt es auch immer Unzufriedenheit. Ich habe aber den Eindruck, dass wir sehr gut zusammenarbeiten werden.“

Tobias Röhm,

neuer technischer Beigeordneter

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Do

25

Sep

2014

Wir stehen hinter der Förderschule

Stadt soll Kooperation von Förderschule Talstraße und Willi-Fährmann-Schule vorantreiben. Zwei Teilstandorte sind vorgesehen.

 


Georg Hermanns plädiert aus pädagogischen Gründen dafür, sich für einen Standort zu entscheiden. Fotos: Grobusch 


Die Zukunft der Förderschule Tal­straße ist offen. 

Stolberg. Im Schulausschuss herrschte Einigkeit: Die einzige Chance, die Förderschule Talstraße zumindest als Teilstandort zu erhalten, besteht in einer Fusion mit der Willi-Fährmann-Schule in Eschweiler. Am Ende einer intensiven Diskussion war das die Erkenntnis bei allen Ausschuss-Mitgliedern. Auch wenn sie am liebsten, das machten die vielen Wortmeldungen deutlich, allesamt dafür sorgen wollen, dass die Schule eigenständig und der aktuelle Zustand auch für die nächsten Jahre erhalten bleibt.

Dies aber, darauf wies Willi Seyffarth eindringlich hin, sei angesichts des 9. Schulrechtsänderungsgesetzes illusorisch. Denn die ab dem 1. August 2015 geltende Mindestschülerzahl von 144 für Verbundschulen (das heißt Schulen mit mehreren Förderschwerpunkten) erreicht Stolberg schon seit geraumer Zeit nicht mehr. Das räumte auch Georg Hermanns ein: „Wir haben gerade den 119. Schüler bei uns aufgenommen. Insgesamt ist davon auszugehen, dass wir auch in den kommenden Jahren mehr Schüler abgeben als aufnehmen werden“, so der Schulleiter.

Gleichwohl plädierte Hermanns wie schon in seiner vorherigen Stellungnahme an die Verwaltung dafür, den Betrieb bei einem Zusammenschluss mit der Willi-Fährmann-Schule auf einen Standort zu beschränken. „Ich kann den Lösungsvorschlag der Stadt mit zwei Teilstandorten sehr gut nachvollziehen, denn er zielt darauf ab, die Förderung vor Ort zu erhalten.“ Die fachlich-pädagogischen Argumente aber sprächen dagegen. Der Leiter verwies auf die unterschiedlichen Bildungsgänge, die es an seiner Schule gebe, und den „riesigen Aufwand, der damit verbunden ist und den wir nur leisten können, wenn wir die personellen und fachlichen Voraussetzungen haben“. Hermanns äußerte die Befürchtung, „dass wir diese Fachlichkeit bei zwei Standorten nicht mehr aufrechterhalten werden können“.

Immer mehr Schwerstbehinderte

Noch ein weiterer Aspekt bereitet Georg Hermanns Sorge: „In den letzten Jahren haben wir immer mehr Schüler mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung aufgenommen. Sie machen mittlerweile mehr als die Hälfte der Schülerschaft aus, und die Hälfte von ihnen wiederum gilt als schwerstbehindert.“ Um den daraus resultierenden Herausforderungen und Ansprüchen gerecht werden zu können, bedürfe es eines umfassenden und sicheren Konzeptes, vor allem im Bereich der Krisen- und Konfliktintervention. Auch dieses sieht Hermanns im Falle einer fusionierten Schule mit zwei Standorten gefährdet.

Die Ausschuss-Mitglieder bekundeten viel Verständnis für die Bedenken des Schulleiters, schlossen sich am Ende aber dennoch dem Vorschlag der Verwaltung an. „Wir müssen alles versuchen, um einen Förderschulstandort in Stolberg zu erhalten“, erklärte Willi Seyffarth, der nach eigener Aussage keine Alternative zur Zusammenarbeit mit der Stadt Eschweiler sieht. „Wenn wir diese Gelegenheit nicht nutzen, werden wir wahrscheinlich im nächsten Herbst in einer Sondersitzung beschließen müssen, dass die Förderschule Stolberg keine Schüler mehr aufnehmen darf und auslaufen muss.“ Seyffarth äußerte die Hoffnung, dass die Eltern mit ihrem Wahlverhalten einen wichtigen Beitrag zum dauerhaften Fortbestand des Förderortes an der Tal-straße betragen werden. Denn auch das wurde im Schulausschuss deutlich: Selbst das Erreichen der für einen Teilstandort vorgeschriebenen Mindestzahl von 72 Schülern ist auf längere Sicht alles andere als gesichert.

 

„Wenn wir diese Gelegenheit nicht nutzen, werden wir wahrscheinlich im nächsten Herbst beschließen müssen, dass die Förderschule Stolberg keine Schüler mehr aufnehmen darf.“

Willi Seyffarth, Fachbereichsleiter

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Mi

24

Sep

2014

Neue Impulse in der City

Stolberg. Ein Filetstück mitten in der Innenstadt erwacht zu neuem Leben. Auf dem Gelände des ehemaligen Notariats Drummen am Kaiserplatz entsteht altersgerechter und barrierefreier Wohnraum. Nach ersten Skizzen können rund 25 Wohnungen mit gehobenem Ambiente realisiert werden. Die Ende des 19. Jahrhunderts errichtete Villa bleibt erhalten und wird saniert.

Nicht lange hatte Marc Müller die Immobilie in seinem Portfolio. „Das Interesse an dem Objekt wie auch an einem Invest in der Stolberger Innenstadt ist steigend“, bilanziert der Makler, der auch Interessenten für andere Immobilien in Innenstadt-Lage verzeichnet. „Sie ist ja auch einfach herrlich mit ihrer Altbausubstanz im Schatten der Burg.“ So legte der Investor, ein Bauunternehmer und Architekt aus dem Nordkreis, beim Kaufpreis auch noch einmal nach, um an der Ecke von Kaiserplatz und Grüntalstraße die Lücke in der Altbausubstanz schließen zu können. Rund fünf Millionen Euro sollen in den Geschossbau investiert werden. „Ob eine Tiefgarage möglich wird, muss noch geprüft werden“, sagt Müller mit Blick auf den Vichtbach.

„Die ersten Voranfragen liegen vor“, bestätigt Tim Grüttemeier. Gemeinsam mit dem Investor und den Spezialisten der Verwaltung sollen die baurechtlichen Möglichkeiten für das Grundstück ausgelotet werden, bevor der eigentliche Bauantrag gestellt wird. „Wir möchten im Vorfeld alle möglichen Hindernisse ausgeräumt sehen“, betont der Bürgermeister und setzt auf eine zügige Bearbeitung. „Das Projekt wird die Innenstadt weiter aufwerten“, sagt Grüttemeier und verweist auf zusätzliche Kaufkraft, die in die Innenstadt geholt wird, ebenso wie auf den städtebaulichen Impuls für das Zentrum der Kupferstadt.

Rund 1700 Quadratmeter groß ist das Grundstück. Die 14 Garagen weichen ebenso wie das an die Villa angebaute Büro dem Neubaukomplex, der die Ecke zwischen repräsentativer Villa und dem Gründerzeit-Gebäude neben dem Hotel an der Grüntalstraße aufwerten soll. Rund 2500 Quadratmeter Fläche können auf voraussichtlich drei Geschossen plus Staffelgeschoss realisiert werden. Nach ihrer Sanierung soll die Villa als Bürofläche vermietet werden; Interessenten sind bereits vorhanden.

Ein wenig Wehmut hat Helmut Drummen schon, den alten Stammsitz der Familie nach 90 Jahren zu veräußern. „Wir haben beraten, was zu tun ist“, sagt der Sprecher der Erbengemeinschaft. Der Gedanke, die Immobilie selbst zu nutzen, wurde verworfen. „Es hätte zu viel investiert werden müssen, und wir sind nicht vom Fach“. Als Konsequenz fiel der Entschluss, sich von dem Objekt zu trennen. „Dabei haben wir schon darauf geachtet, eine für Stolberg gute Lösung zu finden“, so Drummen. Das Projekt soll auch auf den Kaiserplatz ausstrahlen, kündigte Tim Grüttemeier an.

Gemeinsam mit dem Investor werde an Lösungen für eine Neugestaltung des zentralen Platzes gearbeitet. Eine Belebung und Außengastronomie sind erste Eckpunkte der Überlegungen.

1889 wird die Villa am Kaiserplatz erbaut

Ende des 19. Jahrhunderts erwarb die Stadt große Teile des bis zur Sonnentalstraße reichenden Geländes des Kupferhofes Grünental. Während als zentraler Platz der Kaiserplatz gestaltet wurde, wurden die Grundstücke im Umland einzeln vermarktet. 1889 ließ Peter Stang, Direktor der Glashütte an der Zweifaller Straße, die Villa errichten.

1924 kaufte der Notar Jakob Drummen, der bis dato im Amtsgericht residiert hatte, die Villa und nutzte sie als Wohn- und Kanzleigebäude. 1934 wurde das Büro angebaut; 1952 entstanden die Garagen.

Von 1998 an nutzte bis vor einiger Zeit ein Rechtsanwalt die ansonsten leerstehende Immobilie als Kanzlei.

„Das Interesse an einer Investition in der Stolberger Innenstadt ist gewachsen.“

Di

23

Sep

2014

Wir halten unser Geld zusammen!

Stolberg. In den Eifelkommunen hat es bisher nur rumort, die Kupferstadt will nun aber der Städteregion die Stirn bieten. Bürgermeister Tim Grüttemeier (CDU) schlägt dem am kommenden Dienstag tagenden Hauptausschuss vor, das Benehmen zu der Festlegung der Regionsumlagen zu verweigern, die Städteregionsrat Helmut Etschenberg (CDU) in seinem Haushalt vorsieht. „Das geht so nicht weiter“, erklärte Grüttemeier gestern Abend auf Anfrage, dass es sich die Kupferstadt nicht leisten könne, die von der Städteregion selbst verursachten Defizite aufzufangen. „Wir müssen der Städteregion das Bemühen abverlangen, ihren Haushalt selbst zu konsolidieren und von bereits geplanten neuen Ausgaben abzusehen.“

Die Finanzplanung der Städteregion sieht für das kommende Jahr einen Fehlbetrag von 16,6 Millionen Euro, für 2016 von weiteren 20,9 Millionen Euro vor. Weiteres Risikopotenzial bietet eine mögliche Anhebung der Umlage durch den Landschaftsverband, die die Städteregion an die Kommunen weiterzureichen gedenkt. Außerdem fordert die Städteregion eine um 1,04 Millionen Euro höhere ÖPNV-Umlage ein.

„Die Umlage alleine für die Kupferstadt würde im kommenden Jahr um über 3,28 Millionen Euro steigern“, bilanziert Grüttemeier. Entsprechend der bisherigen Daten aus dem Städteregionshaus hatte die Stolberger Finanzplanung bereits für das kommende Jahr eine Steigerung um 1,32 Millionen Euro und für 2016 um 1,84 Millionen berücksichtigt. Die neuen Zahlen aus dem Hause Etschenberg besagen, dass die Kupferstadt statt 33,8 Millionen Euro in diesem nun 37,1 Millionen Euro im nächsten Jahr berappen soll.

„Damit würde die Städteregionsumlage zum größten Block in unserem Haushalt“, verdeutlicht der Bürgermeister. Stolberg müsste mehr Geld nach Aachen abführen, als es selbst für das eigene Personal ausgibt. Und dabei hat sich die Stadt seit Jahren bemüht, ihren Personalaufwand zu reduzieren.

Anders wird das offensichtlich im Städteregionshaus gehandhabt. Der Ansatz der Kosten für Personal der Städteregion – inklusive Jobcenter und Kindergärten – steigt gegenüber dem voraussichtlichen Ergebnis für 2014 um 2,5 Millionen Euro (3,08 %). Aber ohne die Bereiche Jobcenter und Kitas steigt der Aufwand um 2,15 Millionen Euro (3,7 %). Damit ist für die Stolberger Kritiker klar: Die seitens aller Kommunen bereits erhobene Forderung, die Steigerung der Personalkosten im Rahmen der Orientierungsdaten (1 %) zu halten, wurde nicht erfüllt. Schlimmer noch. Anstelle zu sparen, weite Etschenberg sein Personal mit zusätzlichen Stellen aus.

Als Beispiel führt Stolberg zusätzliche Stellen im Straßenverkehrsamt zur Reduzierung der Wartezeiten an. „Es mag zwar nett sein, wenn man dort nur 15 statt bisher 20 Minuten warten muss“, so Grüttemeier. „Aber die Stolberger haben wenig Verständnis dafür, wenn sie deshalb mehr Grundsteuer bezahlen oder wir beim ohnehin knappen Personal der Stadtbücherei sparen müssten“.

Dabei erkennt die Kupferstadt in besonderem Maße die exorbitant gestiegenen Kosten im Bereich der Sozialleistungen an, „die ungerechterweise von Bund und Land auf die Kommunen abgewälzt werden“, sagt der Bürgermeister. So steigen die Soziallasten trotz der 100-prozentigen Bundesbeteiligung an der Grundsicherung im für dieses Jahr um zusätzliche 6,1 Millionen und für 2015 um weitere 5,1 Millionen Euro. So werden laut Städteregion durch Soziallasten und LVR-Umlage 95 Prozent der Mittel aufgezehrt, die die Städte und Gemeinden ihr überweisen.

Daher erst recht fordert Stolberg die Städteregion auf, eine eigene Haushaltskonsolidierung zu betreiben. Sie müsse sich nicht nur mit Nachdruck für eine verbesserte Finanzausstattung der Kommunen durch Land und Bund einsetzen, sondern auch selbst neue freiwillige Maßnahmen in Frage stellen und eine Überprüfung aller Aufwendungen vornehmen – so wie dies bei allen angehörigen Städten und Gemeinden auch der Fall ist.

Der Hauptausschuss soll den Städteregionsrat auffordern, zu prüfen, wie die Erhöhung der Umlage zu vermeiden ist. Und im Falle einer Erhöhung der LVR-Umlage soll sie nicht an die Kommunen weitergereicht werden. „Auch der Städteregion ist zuzumuten, Aufgaben und Einrichtungen zurückzufahren“, macht Grüttemeier Stolbergs Position deutlich. (-jül-)

„Es kann nicht sein, dass die Kommunen sanierungspflichtig sind und die Städteregion nicht mehr zu finanzierende Um­lagen von ihnen einfordert.“

Bürgermeister Tim Grüttemeier

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Di

23

Sep

2014

Wir liegen gut im Rennen, jetzt müssen die Gewerbeflächen strukturiert angegangen werden

Stolberg unter den Top 10 in der Region

 






Ausgeschöpft: Das mit 37,8 Hektar größte Gewerbegebiet in der Steinfurt biete keine Reserven mehr mit Ausnahme von kurzfristigen Leerständen. Die einzige sofort nutzbare Flächenreserve der Kupferstadt bietet das Gewerbegebiet Camp Astrid.Foto: J. Lange 

Stolberg. Allen Unkenrufen zum Trotz: Die Kupferstadt hat es unter die Top-10 der Kommunen mit den größten gewerblichen Flächenveräußerungen in der Region im vergangenen Jahr gebracht. Das geht aus dem Gewerbeflächenmonitoring hervor, das die Agit (Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer) jetzt vorgelegt hat. Dies beruht auf Grundstücksveräußerungen an zwei mittelständische Unternehmen im Gewerbegebiet Camp Astrid mit insgesamt 1,07 Hektar.

Angeführt wird die Liste, die die Kreise Euskirchen, Düren, Heinsberg und die Städteregion umfasst, mit deutlichem Abstand von der Stadt Aachen (12,27 Hektar), Zülpich (2,51) und Würselen (2,36). Eschweiler rangiert mit 1,9 Hektar aus zwei Grundstücksverkäufen auf Platz sechs.

Brachen für Gewerbe aktivieren

Nicht in dieser Bilanz für Stolberg berücksichtigt sind die 6,6 Hektar, die ein Jahr zuvor für die Nutzung der Sonnenenergie an die Photon Power AG sowie die 2,46 Hektar für großflächigen Einzelhandel auf dem Kistenplatz von Saint-Gobain, die im mittelfristigen Monitoring ebenfalls regionale Spitzenpositionen aufweisen.

Mittlerweile sind zwei weitere Grundstücke mit 3600 bzw. 2300 Quadratmetern in Stolbergs größtem Gewerbegebiet vermarktet.

So leer Camp Astrid derzeit auch wirken mag, mit einer sofort verfügbaren Fläche von 12,1 Hektar sowie weiteren 4,4 Hektar, die mit einer Bauleitplanung innerhalb von zwei Jahren bereitstehen können, reicht es bei weitem nicht in die Top 10 der Flächenreserven zur Gewerbeansiedlung in der Region. Euskirchen (61,2 Hektar), Aachen (41,4) und Hückelhoven (35,9) bieten das meiste Potenzial; Eschweiler kommt mit 22,6 Hektar auf Platz sechs, Baesweiler mit 15,8 Hektar auf Platz neun. Simmerath (15), Alsdorf (14) liegen mit Würselen (11) auf Stolberger Niveau. Auch an den übrigen größeren Gewerbestandorten in der Kupferstadt sind Reserveflächen Mangelware. Das 37,8 Hektar große Gewerbegebiet Steinfurt ist ausgeschöpft; lediglich einzelne Grundstücke sind gelegentlich verfügbar, so aktuell rund 16 000 m2 der früheren Praktiker-Niederlassung.

Allerdings verfügt Stolberg über ein größeres Potenzial an Gewerbeflächen, die aufgrund unterschiedlicher Voraussetzungen noch nutzbar gemacht werden können. Die Bewerbung beim „Flächenpool NRW“ soll diese Reserven aktivieren helfen. Nach ersten Vorgesprächen über acht große Sorgenkinder mit dem Land werden drei Brachen in den Fokus gerückt. Verzichtet wurde dabei auf Grundstücke, die in der Hand eines einzigen Eigentümers liegen, erklärte Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt.

Ein zentraler Bereich der Bewerbung ist dabei das Umfeld des Hauptbahnhofes mit der Feuerfeste Peters, den Erweiterungsflächen von Saint-Gobain und die umliegenden Gewerbegrundstücke bis zur BSR-Recycling. Gut 20 Hektar umfasst die größte Industriebrache im Stadtgebiet zwischen Inde, Münsterbach- und Probsteistraße.

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Standort Münsterbusch beiderseits der Cockerillstraße. Sowohl das 12 Hektar große, nur teilweise durch Gewerbe genutzte Gelände des Gewerbeparks Münsterbusch wie auch das vier Hektar umfassende Zincoli-Areal, dessen Nutzung als Einzelhandelsstandort infrage steht, und die 0,8 Hektar umfassenden Flächen des nicht mehr genutzten Tenniszentrums sollen in den Flächenpool eingebracht werden.

Ein weiterer Komplex ist die Ruine der Kartonagefabrik Hoyer sowie des derzeitigen Baumarktes an der Mauerstraße mit fast einem Hektar.

Mit der Beteiligung am Flächenpool strebt Bürgermeister Tim Grüttemeier ein Verfahren an, das auf eine Reaktivierung im Konsens zwischen Stadt und Eigentümern abziele. Eine fachliche und neutrale Moderation durch das Land soll dabei in einer ersten Findungsphase zwischen den unterschiedlichen Interessen vermitteln und Aktivierungschancen nebst deren Kosten ausloten. In weiteren Phasen sollen konkrete Projekte entwickelt und ihre Umsetzung angelassen werden.

Heute Auftaktveranstaltung im Zinkhütter Hof

 

„Arbeitsplätze und Wirtschaftsförderung müssen das zentrale Thema in dieser Stadt sein“, hatte die große Koalition vor dem Wahlkampf postuliert und einen „Dialog mit der Wirtschaft“ angekündigt.

Den Auftakt dazu macht heute um 19 Uhr im Zinkhütter Hof die Auftaktveranstaltung „Stolberg – ein Industriestandort im Wandel“, zu der Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier den Rektor der Aachener Fachhochschule, Prof. Dr. Marcus Baumann (Bild), als Impulsgeber gewinnen konnte. „Die FH Aachen und Stolberg: Gemeinsame Wege für Perspektiven in Wirtschaft und Innovation“ hat Baumann seine Ausführungen überschrieben: „Wir verstehen uns als Hochschule der Region. Gerade in der Zusammenarbeit mit kleinen und mittelständischen Unternehmen in Industrie und Handwerk können unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihr praxisorientiertes Wissen disziplinübergreifend einbringen“, erklärt der Rektor. Die von der Musikschule Merz umrahmte Veranstaltung soll gegen 20 Uhr in ein Kennenlernen und einen Meinungsaustausch münden. Gäste sind willkommen.

Sa

20

Sep

2014

Grüttemeier wirbt bei Groschek Hilfe für unsere Stadt ein


Kennt die Verhältnisse vor Ort seit Oktober 2012: Auf Vermittlung von MdL Stefan Kämmerling (4.v.l.) konnte Bürgermeister Tim Grüttemeier (6.v.l.) den Verkehrs- und Städtebauminister Michael Groschek (5.v.l.) noch einmal am Rande einer Plenarsitzung für gravierende Stolberger Probleme sensibilisieren.Foto: J. Lange 

Stolberg. Mehrere weitreichende Anliegen, die für die Entwicklung der Stadt Stolberg von bedeutendem Ausmaß sind, beschäftigen derzeit die Kommunalpolitik. Um für die Interessen der Kupferstadt bei der nordrhein-westfälischen Landesregierung werben zu können, vermittelte Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling (SPD)am Rande einer Plenarsitzung ein Gespräch mit Michael Groschek, NRW-Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr mit Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier, Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt sowie die EVS-Geschäftsführern Thomas Fürpeil und Christian Hartrampf.

Der Stolberger Hauptbahnhof hat sein Gesicht in den vergangenen Jahren bereits maßgeblich positiv verändert. Ein Parkhaus ist in Planung und soll auch über den geplanten Aufzug zugänglich sein, mit welchem die Bahnfahrer zukünftig einmal den „Skywalk“ zur Überquerung der Gleise erreichen sollen. „Ein Stolberger Anliegen steckt hier im Detail“, macht Sefan Kämmerling deutlich. So warb man bei Minister Groschek dafür, dass mit dem Aufzug jede Etage des Parkhauses erreicht werden kann, damit diese auch für Nutzer mit Handicap erreichbar werden. Bisherige Planungen der Deutschen Bahn sehen einen Halt des Aufzuges lediglich auf Parterre sowie der obersten Etage vor. Vom Minister erhofft man sich nun eine positive Begleitung der Umplanung. Gleiches gilt für einen möglichst baldigen Um- und Ausbau des Mittelbahnsteiges.

Bewerbung für Flächenpool

Ein Bahnhof ist eines der prägenden Tore einer jeden Stadt. Hier besteht Handlungsbedarf. Für eine optimale Entwicklung des Stolberger Bahnhofs sind deshalb auch die Flächen des direkten Umfelds zu betrachten. Industriebrachen und weitere Flächen sollen im Konsens und zum Vorteil aller Beteiligten aktiviert werden. Auch hier erhofft der Bürgermeister sich Unterstützung durch das Land und eine Berücksichtigung bei der Bewerbung für das Landesprogramm „Flächenpool NRW“.

In diesem Zusammenhang nicht vergessen wurde das Gewerbegebiet Camp Astrid. Dieses spielt mit seinen Potenzialen und im Konzert mit der Entwicklung des Bahnhofumfelds, eine zentrale Rolle bei den Bemühungen der Stolberger Kommunalpolitik um die Schaffung neuer Arbeitsplätze vor Ort.

Der Reiz von altstädtischer Architektur und die Anforderungen an moderne innerstädtische Infrastruktur und städtebaulichen Wandel sollen beim Entwicklungskonzept Talachse Innenstadt unter einen Hut gebracht werden. „Stolbergs außergewöhnliche Topographie und nicht zuletzt dem gesellschaftlichen Wandel geschuldete Veränderungen beim Einkaufverhalten, machen eine städtebauliche Neuaufstellung der Talachse Innenstadt notwendig“, erklärt Kämmerling. Die Stolberger Delegation warb bei Minister Groschek für eine Berücksichtigung der Stolberger Bewerbung für das Städtebauinvestitionsprogramm 2014.

„Stolberg hat enorme Potentiale bei einer zugleich schwierigen Ausgangslage“, bilanziert der Landtagsabgeordnete. „Das rechtfertigt aus meiner Sicht eine intensive Unterstützung durch das Land“, auch wenn es natürlich Mitbewerberkommunen gebe. „Ich freue mich jedenfalls, dass wir Minister Groschek für die Stolberger Probleme sensibilisieren konnten“, zeigte sich Grüttemeier optimistisch nach dem Besuch.

Sa

20

Sep

2014

Das lassen wir uns nicht bieten, wir stehen hinter den Geschäftsleuten


In der Salmstraße fühlten sich die Geschäftsleute zuletzt nicht mehr sicher. Die hohe Zahl der Einbrüche bereitete den Leuten Sorgen. Mit einem Maßnahmenpaket will die Polizei nun gegensteuern.Fotos: O. Hansen 


Bürgermeister Tim Grüttemeier, Robert Walz und Ralph Honné (von rechts) im Gespräch über die hohe Zahl der Einbrüche in der Salmstraße. 

Stolberg. Die Geschäftsleute in der Salmstraße müssen nicht befürchten, dass sie von Schutzgelderpressern heimgesucht werden. Dies versicherte Bürgermeister Tim Grüttemeier am Freitag bei einem Treffen mit den Geschäftsinhabern. Im Gespräch mit der Polizei sei ihm zudem versprochen worden, dass die Ordnungshüter künftig mehr Präsenz auf der „Mühle“ zeigen werden, um Einbrecher abzuschrecken, so Grüttemeier.

Wie berichtet, waren die Läden in der oberen Salmstraße in diesem Jahr insgesamt schon acht Mal Ziel von Einbrüchen. Hinzu kommt ein Fall, in dem die Täter nur die Schaufensterscheibe einschlugen. Oft räumten die ungebetenen Gäste den Laden fast völlig leer, manchmal nahmen sie aber auch kaum etwas mit und griffen nicht einmal in die Kasse. Das gab den Geschäftsinhabern Rätsel auf, ganz abgesehen davon, dass sie in jedem Fall den Gebäudeschaden regulieren mussten.

Zuletzt schlugen die Täter in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag zu. Ins Café Weber gelangten die Langfinger durch die aufgehebelte Schaufensterscheibe. Am Stadtfestwochenende räumten Unbekannte einen Getränkeanhänger komplett leer, der in der Salmstraße vor einer Versicherungsagentur geparkt war.

„Wir haben Angst um unsere Geschäfte und den guten Ruf der Mühle“, brachte Bernhard Blaszczyk die Sorgen seiner Kollegen aus der Salmstraße am Freitag beim Gespräch mit dem Bürgermeister auf den Punkt. Friseurin Funda Teke berichtete von zwielichtigen Personen, die regelmäßig in ihren Salon kämen, um Hehlerware anzubieten. „Die versuchen, bei mir Handys, Fernseher oder Messer los zu werden.“ Auch Peter Gilbert wurde bereits Opfer von Einbrechern. Seinen Laden mit einem Schutzgitter zu sichern, sei zu teuer. Da überlege er lieber, woanders hinzuziehen. „Dabei ist das hier eine gute Lage und ich habe meine Stammkundschaft.“

Zumindest in einem Punkt konnte Grüttemeier die Geschäftsleute beruhigen. „Es gibt überhaupt keine Anzeichen für Schutzgelderpressung“, gab der Bürgermeister die Erkenntnisse der Polizei wieder. Das Vorgehen dieser Tätergruppe laufe nach einem völlig anderen Muster ab. In der Salmstraße seien wohl weniger professionelle Täter am Werk gewesen. Grüttemeier: „Das waren Einzeltäter, keine professionellen Banden.“ Trotzdem sei die Polizei aufgrund der vielen Einbrüche in Stolberg (vergangenes Jahr waren es 242 und damit eine Steigerung um 172 Delikte) sensibilisiert.

Im gemeinsamen Gespräch mit der Polizei hatte der Bürgermeister diese Woche nach Wegen gesucht, wie man vor allem die Zahl der Einbrüche in der Salmstraße senken und den Bewohnern ihre Angst nehmen könne. Herausgekommen ist folgendes Konzept:

1) Der für die Mühle zuständige Bezirksbeamte wird durch seinen Kollegen vom Donnerberg verstärkt. Die beiden Polizisten werden tagsüber im Bereich um die Salmstraße auf Streife gehen. Grüttemeier: „Sie werden das Gespräch mit den Anwohnern suchen.“ Die Beamten werden auch die Mieter ansprechen, die über den Ladenlokalen wohnen. Wenn denen etwas Besonderes auffällt, sollen sie sich nicht scheuen, die Polizei unter der ☏ 110 zu alarmieren (der Anruf ist übrigens kostenfrei). Wer nachts zum Beispiel eine Scheibe klirren höre, sollte vielleicht einmal aus dem Fenster sehen und notfalls die Polizei alarmieren.

2) Die Polizei fährt verstärkt Streife im Bereich Salmstraße. Vor allem nachts. Und dies mit Einsatzfahrzeugen und in Uniform, aber auch mit wechselnden Zivilstreifen, die nicht sofort auffallen.

3) Die Stadt wird ihre Ordnungskräfte regelmäßig zur Salmstraße schicken, damit sie den problematischen Straßenzug abgehen.

Aber auch die Geschäftsleute selbst wollen etwas für ihre Sicherheit tun. Sie sind durch die Ereignisse der letzten Wochen näher zusammengerückt. Blaszczyk: „Wir halten jetzt ein Auge darauf, was im Laden nebenan oder gegenüber passiert.“ Wenn er mitbekomme, dass verdächtige „Kunden“ das Geschäft gegenüber betreten, biete er sich als Verstärkung des Ladeninhabers an. Und umgekehrt. Denn inzwischen sei auch bei den Tätern die Hemmschwelle gesunken. Blaszczyk: „Die kommen auch tagsüber. Nachts müssen sie ja viel zu lange nach Wertgegenständen suchen.“

So kam Peter Gilbert unlängst auch tagsüber einer jungen Dame auf dem Parkplatz am Mühlener Bahnhof zu Hilfe, der zwei Männer ihr Auto wegnehmen wollten. Gilbert: „Die Täter werden immer dreister. Die sagten der Frau, sie solle gefälligst aussteigen, man wolle ihr Auto haben.“

Damit der Zusammenhalt der Geschäftsleute von der Salmstraße auch weiterhin funktioniert, wollen sie eine „Unternehmergesellschaft Mühle“ gründen. Am 30. September wollen sie sich erstmals treffen. Und dann regelmäßig tagen, um sich von der Polizei oder anderen Experten beraten zu lassen, was man gegen Einbrüche unternehmen kann.

Bürgermeister Grüttemeier sagte seine Unterstützung schon jetzt zu. Außerdem sollen die Bewohner der Häuser in der Salmstraße mit einem Flyer informiert werden, dass sie vielleicht aufmerksamer sein müssen, um den Einbrechern zunehmend das Handwerk zu legen.

 

Zuletzt suchten Täter
ein Café heim

Der vorerst letzte Einbruch in der Salmstraße erfolgte zwischen 19 Uhr Mittwochabend und 6.20 Uhr am Donnerstagmorgen in das Café Weber. Hier hebelten die Täter die Fensterfront auf und räumten die Ladenkasse leer. Die Polizei bittet um Hinweise.

In der Salmstraße wurden 2014 acht Einbrüche (so viele wie 2013 und 2012) und ein beschädigtes Schaufenster registriert. Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist laut Polizei stadtweit um 15,56 Prozent gestiegen, die Zahl der Sachbeschädigungen um 13,13 Prozent.

Die Zahl der Straßenraubüberfälle sank stadtweit um 22,79 Prozent, die der gefährlichen Körperverletzungen um 21,80 Prozent.

 

„Wir haben Angst um unsere Geschäfte und unseren guten Ruf.“

Berndhard Blaszczyk,
Geschäftsinhaber

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Fr

19

Sep

2014

Die Zeichen stehen auf Zusammenschluss


Bevor Georg Hermanns Schulleiter in Stolberg wurde, war er als Lehrer in der Willi-Fährmann-Schule tätig. Ihm sind deshalb beide Einrichtungen bestens bekannt. Foto: J. Röhseler 

Stolberg. An dem Zusammenschluss der Förderschule Stolberg und der Willi-Fährmann-Schule in Eschweiler führt offenbar kein Weg mehr vorbei. Angesichts der Tatsache, dass beide Einrichtungen die erforderliche Mindestschülerzahl von 144 mit aktuell 117 bzw. 122 inzwischen deutlich unterschreiten, plädiert die Stolberger Verwaltung im Vorfeld der Schulausschuss-Sitzung am kommenden Mittwoch erstmals offen für eine Verschmelzung.

Mit ihr soll über das laufende Schuljahr hinaus ein wohnortnahes Angebot in den drei Schwerpunkten Sprache, Lernen und emotionale und soziale Entwicklung sichergestellt werden. Eine Alternative sieht Bürgermeister Tim Grüttemeier mit Blick auf die Landesgesetzgebung nicht: „Wenn die Mindestschülerzahl unterschritten wird, müssen die Verbundschulen ab dem kommenden Sommer auslaufen und dann geschlossen werden.“

Genau das aber soll verhindert werden, weshalb die beiden Städte in den vergangenen Monaten zahlreiche Gespräche geführt und auch den engen Kontakt mit der Bezirksregierung gesucht haben. Den gemeinsamen Bemühungen liegt eine Empfehlung der Konferenz der Schuldezernenten in der Städteregion Aachen zu Grunde, die sich bereits Anfang des Jahres für eine Kooperation der Kupfer- und der Indestadt ausgesprochen hatte – unter Berücksichtigung der Planungen in der Eifel, wo die Kommunen mittlerweile die Bildung eines schulischen Lernortes und somit eine von Stolberg unabhängige Lösung favorisieren.

Auch die Stadt Stolberg hat sich – in Absprache mit den Kollegen in Eschweiler – festgelegt. Demnach soll eine der beiden betroffenen Schulen aufgelöst werden, die verbleibende hingegen wird um einen Teilstandort in der Nachbarstadt erweitert. Die Frage, welche Schule es „treffen“ und welche weiterbestehen wird, ist noch nicht beantwortet. Dazu gebe es, erklärte Schulverwaltungsamtsleiterin Petra Jansen auf Anfrage, einen umfangreichen Kriterienkatalog, den es zu berücksichtigen gelte. Zu den wesentlichen Aspekten gehören die Schülerzahlen und der Zustand der Schulgebäude.

Zu klären ist auch noch, wer in Zukunft der Schulträger sein wird. Die gemeinsame Übernahme dieser Aufgabe durch die Gründung eines Zweckverbandes wird laut Tim Grüttemeier von beiden Verwaltungen kritisch gesehen. Befürwortet werde stattdessen der Abschluss einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung. Sie sieht vor, dass nur eine Stadt die Trägerschaft übernimmt und die andere sich an den Kosten beteiligt.

Die Weichen sind also grundsätzlich gestellt. Daran dürfte auch eine Stellungnahme der Stolberger Schulleitung nichts ändern, die sich „aus pädagogischen und schulorganisatorischen Gründen“ für die Fokussierung auf einen Schulstandort ausgesprochen hat. „Diese bietet mit Blick auf die täglichen Erfordernisse der Unterstützung von Kindern und Jugendlichen mit einem besonders hohen sonderpädagogischen Förderbedarf die deutlich besseren Grundvoraussetzungen“, stellen Schulleiter Georg Hermanns und Konrektor Ralf Gillet fest.

Fachliche Aspekte

„Es geht uns um rein fachliche Aspekte“, betonte Hermanns gestern im Gespräch mit unserer Zeitung. „Die Nachteile würden sich eher auf Verwaltungsebene bemerkbar machen. Ich weiß, dass die Chance auf sonderpädagogische Förderung vor Ort in diesem Fall in einer Stadt verloren gehen würde. Doch aus meiner Sicht wiegen die fachlichen Aspekte schwerer.“ Sein Eschweiler Kollege Karlmartin Eßer teilt diese Meinung nicht. „Ich bin für den Erhalt von zwei Standorten. Ich kann die Gegenargumente nachvollziehen, halte sie aber nicht für ausreichend.“ In der Region gebe es mehrere Beispiele, die zeigten, dass die Arbeit an zwei Standorten gut funktionieren könne.

„Aber natürlich braucht man eine gewisse Zeit, um die unterschiedlichen Entwicklungen an den beiden Schulen trotz der schon seit langem guten Zusammenarbeit anzugleichen“, erklärt Eßer. In der Fusion sieht er im Übrigen nur eine Lösung für wenige Jahre. „Nach meinen Berechnungen werden wir auch im Falle eines Zusammenschlusses 2018 das Minimum von 144 Schülern nicht mehr erreichen. Dann wird es einen erneuten Systemwechsel geben müssen.“

Schülerzahlen sind seit Jahren rückläufig

 

 

Die Schülerzahlen an der Förderschule Stolberg sind seit Jahren rückläufig. Nach Angaben der Stadt Stolberg zählte die Einrichtung 2007 – damals noch mit den zwei Schwerpunkten Lernen und emotionale und soziale Entwicklung – 191 Schüler. Vier Jahre später, nach Hinzunahme des Förderschwerpunkts Sprache, waren es noch 149.

Derzeit werden an der Talstraße 117 Kinder und Jugendliche unterrichtet. Die Zahl erhöht sich erfahrungsgemäß im Laufe des Schuljahrs noch etwas.

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Mi

17

Sep

2014

CDU nimmt Sorgen der Anwohner "Stadtrandsiedlung" sehr ernst


Die Aufnahme aus der Luft zeigt heute noch Wiesen und zwei alte Sportplätze, wo demnächst einmal die Häuser der neuen Stadtrandsiedlung gebaut werden sollen. 

Stolberg. Anwohner des geplanten Neubaugebietes „Stadtrandsiedlung“ auf dem Donnerberg machen gegen das Vorhaben mobil. Sie überreichten Bürgermeister Grüttemeier jetzt eine Liste mit den Unterschriften von rund 1350 besorgten Bürgern.

Wie berichtet, soll das rund 22 Hektar große Gebiet zwischen Höhenstraße, Duffenterstraße, Oberer Donnerbergstraße und der Straße Trockener Weiher in absehbarer Zeit bebaut werden. Mit 231 Einfamilienhäuser sowie 58 Doppelhaushälften und 20 Mehrfamilienhäusern. Vor Wochenfrist war der Jury von „Unser Dorf hat Zukunft“ das Areal als Entwicklungspotenzial des Donnerberges vorgestellt worden. Das Gelände befindet sich in sonniger Lage, Einkaufsmöglichkeiten und die Altstadt Stolbergs sind leicht zu erreichen. Der Fernblick reicht ins Vichtbachtal und bis in die Voreifel. Problemarisch ist das Gefälle mit einer Neigung von bis zu vier Prozent. Der Boden ist lehmig, ab einer Tiefe von fünf Metern stößt man auf Felsen. Was die Versickerung von Niederschlagswassers auf den Grundstücken erschwert. Das Regenwasser muss über zwei Gräben abgeleitet werden.

Die beiden Sportplätze, die sich derzeit im Baugebiet befinden, sollen entfernt werden. Für ein angenehmes Klima in der Siedlung soll ein Grünzug sorgen. Ein Architekturbüro, das mit der Begutachtung des Baugebietes beauftragt wurde, kommt zu dem Schluss, dass die Stadtrandsiedlung die heutige „Stadtstruktur sinnvoll ergänzen“ würde. Das Plangebiet werde allseitig von Straßen begrenzt, die mit Ausnahme der Höhenstraße eine ausreichende Fahrbahnbreite aufweisen, um zusätzlichen Verkehr aus der Stadtrandsiedlung aufnehmen zu können. Nur die Höhenstraße entspreche nicht mehr den Mindestanforderungen. Auf der Südseite der Duffenter Straße fehle ein Gehweg. Die Hauptanbindungsmöglichkeiten des Baugebietes an das vorhandene Straßennetz seien begrenzt, man müsse auf die Straße Stadtrandsiedlung als Hauptgerüst zurückgreifen, das durch Höhenstraße, Trockener Weiher und Obere Donnerbergstraße unterstützt werde, so die Planer.

Die Gegner des Projekts vermissen allerdings ein schlüssiges Verkehrskonzept. „Täglich fahren mindestens 8000 Fahrzeuge über die Höhenstraße, die kann kaum noch mehr Fahrzeuge aufnehmen“, kritisiert Inge Scherl. „Derzeit wohnen wir in der Straße Stadtrandsiedlung nur alleine, demnächst haben wir links und rechts Mehrfamilienhäuser. An dieser Stelle könnte man doch mit dem Grüngürtel und Einfamilienhäusern anfangen“, schlägt Scherl vor. Das Areal sei ein Naherholungsgebiet. Mit einer Stichstraße, die nur von Unbefugten als Durchgangsverkehr genutzt werde. Und bald stünden hier mindestens 700 Fahrzeuge vor neuen Häusern. Inge Scherl fordert, dass die Bedenken der Anwohner im Rathaus ernst genommen werden. Dass man zumindest den alten Baumbestand erhält und die Gartengrundstücke den Pächtern solange überlässt, bis der erste Bagger anrollt.

Ende Oktober wird es eine Anhörung mit Bürgermeister und Anwohnern geben. Vergangene Woche war ihr Protest Thema im Beschwerdeausschuss. „Leider ist von den Beschwerdeführern niemand in den Ausschuss gekommen“, bedauert Ausschussvorsitzender Kunibert Matheis. Ihre Beschwerde sei nun an den Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr weiter geleitet worden. Matheis versucht, die Wogen zu glätten: „Dieses riesige Gebiet wird ohnehin nur Stück für Stück entwickelt werden können.“ Auch werde es nicht nur kompakte Bebauung geben. Die Donnerberger hoffen nämlich immer noch, auf dem Areal auch einen Dorfplatz und ein Dorfgemeinschaftshaus errichten zu können.

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Di

16

Sep

2014

Silber ist Ansporn für die Neugestaltung des Dorfes


Die Jury ließ sich durch Büsbach führen und vieles erklären. Am Ende sprang der zweite Platz im Wettbewerb für den Stolberger Stadtteil dabei heraus.Foto: O. Hansen 

Stolberg. Zum zweiten Mal dabei, und zum zweiten Mal den zweiten Platz geholt. Büsbach kann mit dem Ergebnis beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ zufrieden sein. „Das ist durchaus ein toller Erfolg, der Abstand zum ersten Platz war nur gering“, freute sich denn auch am Montag Günter Dahmen, der vor Wochenfrist noch mit der Jury des Wettbewerbs durch Büsbach gezogen war, um die Vorzüge und die geplanten Projekte des Stolberger Stadtteils vorzustellen.

Am Samstagnachmittag waren die Sieger des Wettbewerbs im Verwaltungsgebäude der Städteregion vorgestellt worden. Im Nordkreis machte Linden-Neusen mit 524 von möglichen 600 Punkten das Rennen. Gefolgt von Stolberg-Büsbach und Worm-Wildnis. Im Südkreis siegte Mützenich mit 574 Punkten vor Höfen und Kalterherberg, die beide punktgleich auf dem zweiten Platz landeten, und Stolberg-Vicht, das Dritter wurde. Mützenich wird die Städteregion auf Landesebene vertreten. Auf dem fünften Platz wurden jeweils Donnerberg (Nordkreis) und Breinig (Südkreis) eingestuft.

Alle teilnehmenden Orte erhielten eine Aufwandsentschädigung von 500 Euro und einen Fahrradständer als Erinnerung. Büsbach erhielt zusätzlich 750 Euro als Prämie für den zweiten Platz. Bei der Teilnahme im Jahr 2008 steckten die Büsbacher die Prämie für den zweiten Platz in eine „Planungswerkstatt“. 25 Bürger setzten sich ein Wochenende zusammen und überlegten unter fachlicher Anleitung, wie sie ihr Dorf attraktiver machten könnten. Heraus gekommen sind zahlreiche Wünsche und Vorschläge. Seinerzeit fehlte allerdings das Geld in der Stadtkasse, ein professionelles Konzept für die Umsetzung dieser Wünsche erstellen zu lassen. Das soll nun nachgeholt werden. „Wir brauchen ein Gesamtkonzept“, betont Günter Dahmen.

Bald auf dem Tisch

Und er ist sicher, dass dieses Konzept im kommenden Jahr auf dem Tisch liegen wird. Mit Vorschlägen für die Neugestaltung des Dorfmittelpunktes von Büsbach sowie der Verschönerung von Bischofstraße, Galmeistraße und Konrad-Adenauer-Straße. Dazu wird nicht nur die einheitliche Pflasterung dieses zentralen Ortsbereiches gehören. Es wird großzügige Querungshilfen für Fußgänger und mehr Grün geben. Vor 2017 sei die Neugestaltung sicher nicht abgeschlossen so Dahmen. Ob sich Büsbach in drei Jahren wieder am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ beteiligen werde, sei deshalb heute noch offen. Auch wenn es beim Wettstreit natürlich hauptsächlich um das Leben im Dorf und das „Füreinander Einstehen“ gehe. Die Prämie für den zweiten Platz werde man der IG Büsbach zur Verfügung stellen, so Dahmen.

Jochen Emonds, der der Jury in Vicht das Konzept des geplanten Dorfladens vorgestellt hatte, ist mit dem dritten Platz von Vicht ebenfalls zufrieden. „Beim vorherigen Mal sind wir auf dem 7. Platz gelandet, jetzt wurden wir schon Dritter.“ Im Südkreis sei es natürlich immer schwer, gegen Kommunen wie Mützenich, die mehrfach den Titel des Golddorfes geholt hätten, anzutreten. Aber immerhin sei beim diesjährigen Wettbewerb deutlich geworden, welche Aufbruchstimmung in Vicht herrsche. Und natürlich werde man in drei Jahren einen neuen Anlauf im Wettbewerb nehmen.

André Hennecken und sein Team hatten die Jury durch Breinig geführt. Gut zwei Stunden lang hatten sie dem Gremium die Entwicklung Breinigs vorgestellt. Angefangen von einer geplanten Mensa, die von Kindergartenkindern und Senioren gemeinsam genutzt werden soll über das neue Sportzentrum, Flora und Fauna am Schlangenberg bis hin zum Jakobsweg, zur einzigartigen Kunstroute und das Umfeld um die Kirche, das durch besonderes Engagement der Einwohner von Breinig entstanden ist. „Belohnt“ wurde der informative Rundgang mit dem fünften Platz im Wettbewerb. „Man glaubt, die Jury hat noch den alten Wettbewerb Unser Dorf soll schöner werden im Kopf“, zeigt sich Hennecken etwas enttäuscht. Dabei gehe es längst nicht mehr um schöne Blümchen im Vorgarten, sondern um das Entwicklungspotenzial eines Dorfes. Auch Breinig wird eine Aufwandsentschädigung von 500 Euro und einen Fahrradständer bekommen. Ist das Motivation für eine neue Teilnahme in drei Jahren? Hennecken: „Wir haben drei Mal teilgenommen, sind Siebter, Vierter und jetzt Fünfter geworden. Da ist vielleicht eine Grenze erreicht.“

Kunibert Matheis war mit seinem gesamten Team vom Donnerberg bei der Bekanntgabe der Gewinner im Kreishaus. Und ist begeistert, im ersten Anlauf gleich den fünften Platz für den Donnerberg geholt zu haben. „Wir sind rundum zufrieden.“

Kunibert Matheis wartet nun auf die schriftliche Bewertung der Jury, die jedem Teilnehmer in den nächsten Tagen zugeht. „Dann werden wir genau sehen, was wir noch verbessern können.“ Der Donnerberg werde auf jeden Fall in drei Jahren einen neuen Anlauf im Wettbewerb nehmen. Und dann vielleicht neue Schwerpunkte setzen. Matheis: „Wir haben zum Beispiel unseren Bauern, der mit den Schulen zusammen arbeitet, noch gar nicht vorgestellt.“

Matheis ermuntert jedes Dorf, sich am Wettbewerb zu beteiligen: „Allein was sich dabei an Gemeinsamkeit im Dorf findet, ist bemerkenswert.“(oha)

 

„Man kann nur jedes Dorf ermuntern, sich am Wettbewerb zu beteiligen.“

Kunibert Matheis,
Donnerberg

Di

16

Sep

2014

SG kann jetzt Mitgift auspacken


Freuen sich mit den ersten Mustern, dass in Gressenich aus Asche Kunstrasen wird (v.l.): Sportamtsleiterin Petra Jansen, Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier, SG-Vorsitzender Axel Wirtz, die Projektbeauftragten Horst Nippa und Harald Rüttgers, der designierte Technische Beigeordnete Tobias Röhm und Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt 

Stolberg-Gressenich. Fünf Jahre nach der Hochzeit kann am Bovenheck so langsam die Mitgift ausgepackt werden. „Als wir uns 2008 verlobt hatten, gab es bereits erste Überlegungen zum Kunstrasen“, bekennt Vorsitzender Axel Wirtz. Ein Jahr später stehen der FC Adler Werth und der SV Gressenich vor dem Traualtar. Seitdem adressiert das glückliche Ehepaar als Spielgemeinschaft Stolberg mit zwei Anschriften: Rasenstadion Werth und Tennenplatz Gressenich. Jetzt können die Blaugelben auch den zweiten Teil ihres Hochzeitsversprechens realisieren.

Förderbescheid überreicht

Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier bringt den Bewilligungsbescheid über den städtischen Zuschuss in Höhe von 250 000 Euro mit großem Gefolge nach Gressenich. Tobias Röhm wird sich als designierter Technischer Beigeordneter in Zukunft mit dem Kunstrasenplatz beschäftigen, Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt und die neue Sportamtsleiterin Petra Jansen haben schon reichlich Asche in Gressenich geschnuppert und bleiben weiter am Ball, damit die Ehe der SG auch weiterhin glücklich verläuft.

„Fast hätten wir schon vor vier Jahren mit dem Kunstrasen angefangen“, schmunzelt Wilfried Holten. Damals hatte sich die noch überschaubare Jugendabteilung mit einem Kurzfilm bei einem Wettbewerb der Sparkasse beteiligt. Fußballkinder vor dem gesperrten Rasenplatz und auf der matschigen Asche machten deutlich: „Wir wollen einen Kunstrasenplatz haben!“ Das wurde zwar mit einem Preis honoriert, aber die Prämie konnte nur einen kleinen Grundstock bilden auf dem langen Weg zum Grün aus Kunststoff.

Der ist dennoch von deutlichen Erfolgen markiert. 2007 zählte die Jugendabteilung in Werth drei Kinder, erzählt Holten den vielen Besuchern im mit Zeitungsartikeln und Plänen geschmückten Vereinsheim. Doch mittlerweile hat die Spielgemeinschaft auch mit Blick auf das Kunstrasenprojekt jede Menge Boden gut gemacht und auch Jugendliche aus der Umgebung gebunden – trotz der großen Konkurrenz in der Nachbarschaft. 99 Jugendliche kicken in der G-, F-, E-, D- und C-Jugend; hinzu kommen C-Juniorinnen. Der Nachwuchs-Unterbau steht und gedeiht. Und in der Kreisliga A präsentiert sich die SG als bester Club in der Kupferstadt – durchaus mit Bezirksliga-Ambitionen. Beste Voraussetzungen also für eine glückliche Fußballer-Ehe, die in ihrem sechsten Jahr die Mitgift auspackt.

Denn die Wintersaison wird noch auf der Asche absolviert. Mit den Frühblühern soll der Spiel- und Trainingsbetrieb wieder ins lauschige Werther Stadion wandern. Dann haben Harald Rüttgers und Horst Nippa als Projektbeauftragte freie Hand, die Asche zu begrünen.

Jede Menge Vorbereitungen und Überlegungen sind bereits gelaufen. Zunächst muss die alte Asche weg und eine neue Ringdrainage her. Die Asche ist untersucht und soll vor Ort aufbereitet werden; die belastete Körnung unter 0,8 Millimeter wandert zur Deponie. Und ein Anschluss für die Wasserentsorgung ist auch schon vorhanden, plaudert Nippa aus dem „Nähkästchen“. Inklusive Coaching- und Auslaufzonen soll der neue Platz 66 mal 101 Meter messen. Wenn die Vorbereitungen am Untergrund abgeschlossen sind, wird der Plastikuntergrund in wenigen Wochen ausgerollt und mit Granulat gefüllt sein können. Ein erstes Kunstrasen-Gefühl davon vermitteln bereits kleine grüne Muster mit aufgesetzten Bällen, die im Vereinsheim ausliegen.

Der Eingang am Bovenheck bleibt, aber eine kleine Tribüne soll das bestehende Hüttendorf am Spielfeldrand ergänzen und seinen Teil zum Lärmschutz für die Nachbarschaft beitragen. „Wir werden alles unternehmen, um unsere gute Nachbarschaft zu pflegen“, verspricht Axel Wirtz. Die Umzäunung wird verbessert, das Umfeld des neuen Platzes soll attraktiver gestaltet und das Parkplatz-Problem in den Griff bekommen werden. Jede Menge Eigenleistung kommt auf die ambitionierte Spielgemeinschaft zu. Da darf der Hinweis des Vorsitzenden an Gönner und Mitglieder nicht fehlen, dass die Blau-Gelben mit dem Budget von 100 000 Euro wohl nicht auskommen werden, um alle Wünsche Realität werden zu lassen. Aber wie das nun einmal in einer jungen Ehe so ist, kann man mache Träume auch nur peu á peu anpacken.

Voller Vorfreude ist jedenfalls auch eine Nachbarin: Hildegard Lüttecke, die Leiterin der Gressenicher Grundschule, gratuliert schon einmal zur Mitgift und freut sich darauf, dass auch ihre Kinder einmal auf dem Kunstrasen kicken dürfen.

Di

16

Sep

2014

Büsbach holt im Wettbewerb den zweiten Platz


Stolberg-Büsbach überzeugte die Jury und landete am Ende auf dem zweiten Platz. Mit Vertretern des Ortes freute sich Bürgermeister Tim Grüttemeier (2.v.r.) bei der Übergabe der Urkunde. Links im Bild Städteregionsrat Helmut Etschenberg, rechts Sparkassen Chef Hubert Herpers. 


Stolberg-Vicht holte Platz 3 sowie einen Sonderpreis für besondere Aufbruchstimmung im Dorf. Fotos: Nina Krüsmann 

Stolberg/Aachen. Für die Stolberger Dörfer war die freudige Überraschung am Samstagnachmittag groß: Unter insgesamt 24 Teilnehmern im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ konnten im Nord- beziehungsweise Südbereich insgesamt vier Platzierungen erzielt werden: Stolberg-Büsbach erzielte im Norden Platz 2, Stolberg-Vicht im Süden Platz 3 sowie einen Sonderpreis für besondere Aufbruchstimmung im Dorf. Auf Rang 5 landeten im Norden Donnerberg und im Süden Breinig. Bürgermeister Tim Grüttemeier freute sich sichtlich, für so viele Siegerfotos auf die Bühne geholt zu werden. Auch wenn es nicht für den ganz großen Sieg reichte.

Groß war der Jubel dann, als Moderatorin Ruth Röhlen schließlich die Sieger verkündete: Im Nordbereich der Städteregion Aachen machte Linden-Neusen mit insgesamt 524 von maximal 600 Punkten mit Herz und Verstand das Rennen. Monschau-Mützenich holte im Südbereich der Städteregion Aachen mit insgesamt 574 von maximal 600 Punkten Gold. Bei der Abschlussveranstaltung mit Bekanntgabe der Sieger im Haus der Städteregion in Aachen war großer Bahnhof angesagt.

Und Organisatorin und Moderatorin Ruth Röhlen machte es durchaus spannend: Erst nach rund anderthalb Stunden durften die Linden-Neusener und die Vertreter aus Monschau-Mützenich, aufs Treppchen. Den glücklichen Siegern überreichten Städteregionsrat Helmut Etschenberg und Sparkassen-Chef Hubert Herpers nicht nur eine Urkunde, sondern auch einen Scheck in Höhe von 1500 Euro. Der Sonderpreis „Landwirtschaft“ geht ebenfalls nach Linden-Neusen und Monschau-Mützenich, belohnt die vorbildliche Arbeit in diesem Bereich und könnte zum Beispiel der Gestaltung eines großen Hof-Festes dienen.

Städteregionsrat Helmut Etschenberg, selbst wohnhaft im nordwestlichen Teil von Monschau in Konzen, freute sich mit den Sieger und stellte fest, wie schön das Leben auf dem Dorf sei: „Ich fühle mich auf dem Land sehr wohl, man kennt sich, nimmt am Leben der Gemeinschaft teil, hat eine große Vielfalt an Vereinsaktivitäten, setzt sich gemeinsam zum Beispiel für Kindergärten, Schulen und Kirche ein.“ Nicht zuletzt die Nähe zur Natur und die fröhlichen Feste hätten ihren besonderen Reiz. „Und was wir mit dem Wettbewerb bezwecken möchten ist, dass die Dörfer selbstbewusst agieren, sich ihrer Qualitäten bewusst sind. Der Sieg gibt hierbei einen großen Motivationsschub“, betonte Etschenberg. Gänsehautmomente, klirrende Gläser beim anschließenden Sektempfang und auch ein paar fröhlich-feuchte Augen gaben ihm recht.

Damit hat die diesjährige Aktion „Unser Dorf hat Zukunft“ ihr Ende gefunden. In den zurückliegenden Wochen war die Jury des Wettbewerbes durch die gesamte Städteregion gereist und hatte sich die Dörfer angesehen, die sich für den Wettbewerb angemeldet hatten. Für jeden Aspekt des Wettbewerbs war ein Jury-Mitglied zuständig. Für die Bewertung des Zusammenhalts im Dorf, für die Architektur und auch für die Entwicklung der Landwirtschaft. Nach Stolberg musste die Jury gleich an vier Tagen anreisen. Jedes Mal gab es gut zwei Stunden Zeit, das Dorf im jeweiligen besten Licht vorzustellen. Vor allem aufzuzeigen, wie sich der Ortsteil in den vergangenen Jahren entwickelt hat. So wurde die Jury in Breinig zuerst zum alten Aschen-Sportplatz geführt und dann zum modernen Sportzentrum mit Rasenplatz, Tribüne und demnächst mit Kunstrasenplatz. Auf dem Donnerberg wurde das künftige neue Wohngebiet vorgestellt, in Büsbach die Pläne für die Neugestaltung des Ortskerns. In Vicht beeindruckte die Jury vor allem das Vorhaben, einen eigenen Dorfladen auf die Beine zu stellen.

Dass es nicht für den ersten Platz gereicht hat, sollte die Stolberger Teilnehmer nicht entmutigen. Sie sind durch den Wettbewerb noch enger zusammen gerückt und können einen neuen Anlauf nehmen, wenn es in drei Jahren wieder heißt: „Unser Dorf hat Zukunft“.

„Wir möchten bezwecken, dass die Dörfer selbstbewusst sind.“

Helmut Etschenberg,
Städteregionsrat

Di

16

Sep

2014

Stolberger präsentieren sich als Einkaufsstadt


Die heimische Küche bleibt geschlossen: Die Stadtparty bietet zahlreiche Leckereien auch aus der türkischen Küche. 


Einige Geschäfte warten am verkaufsoffenen Sonntag mit besonderen Aktionen für die Besucher der Stadtparty auf. Fotos: Heike Eisenmenger  

Stolberg. Die heimische Küche bleibt am Wochenende kalt: Es ist Zeit für die Stolberger Stadtparty! Dort bieten sich zahlreiche Gelegenheiten, um den knurrenden Magen zu seinem Recht zu verhelfen.

Wer gerne Erbsensuppe mag, sollte am Bastinsweiher vorbei schauen: Dort postiert sich die Karnevalsgesellschaft „Erste Große“ mit ihrer mobilen Gulaschkanone und verteilt gegen Bares Erbsensuppe. Der Erlös ist für einen guten Zweck.

Ein Geheimtipp ist der Stand der türkischen Moschee an der Rathausstraße: Dort werden preiswert traditionelle Speisen aus der Türkei feilgeboten. Unbedingt dazu gehört ein Glas Tee mit viel Zucker.

Nicht kochen zu müssen, sondern einfach einen schönen Tag mit seinen Lieben zu verbringen: Dafür ist das dreitägige Event von Freitag bis Sonntag, 12. Bis 14. September, wie gemacht.

Das große Feuerwerk am Kaiserplatz startet um 21 Uhr

Im Rahmen des Festes ist auch ein verkaufsoffener Sonntag angesetzt, der um 13 Uhr beginnt und um 18 Uhr endet. In dieser Zeit beteiligen sich auch einige Geschäfte mit Aktionen, das heißt, sie haben nicht nur geöffnet, sondern demonstrieren ihr Können oder verwöhnen die Kunden mit Extraleistungen. Am Sonntagabend wird Stolberg funkeln: Um 21 Uhr wird das Feuerwerk der EWV auf dem Kaiserplatz gezündet.

Doch nicht nur die Geschäfte laden zum Bummeln ein: Auch eine Trödelmeile in der Innenstadt wird viele Besucher anziehen. Freunde der Kunst kommen ebenfalls nicht zur kurz: Auf dem Hammerberg lädt wie immer Birgit Engelen ein. Immer wieder ein Selbstläufer ist das Schmiedefest, das Samstag und Sonntag stattfindet. Dabei wird der Jugendwettbewerb um den Matthias-Peters-Gedächnis-Pokal ausgetragen. Programm und Fahrplan der Euregiobahn im Netz unter www.stolberg.de

Di

16

Sep

2014

Stolberg wird unter die Lupe genommen


Bürgermeister Tim Grüttemeier möchte sich in allen Schulen der Stadt persönlich vorstellen – jetzt war die Grundschule Grüntal an der Reihe. Foto: L. Franzen 

Stolberg. Ein lang gezogenes „guten Morgen“ schallt durch den Musikraum der Grüntalschule, als der Besuch aus dem Rathaus eintritt. Im Gegensatz zu den Viertklässlern lassen sich die drei ungewohnten Gäste gewissermaßen als „i-Dözchen“ bezeichnen. Petra Jansen ist die neue Leiterin des Amts für Schule, Kultur, Sport und Tourismus, Jochen Emonds (CDU) neuer Schulausschuss-Vorsitzender und Tim Grüttemeier neuer Bürgermeister. Bis zu den Herbstferien wollen „die Neuen“ alle Schulen der Kupferstadt persönlich besuchen. Die Grundschule Grüntal ist als dritte Einrichtung an der Reihe.

Bevor der Verwaltungschef und seine Begleiter Platz nehmen, um sich den Fragen der neugierigen Grundschüler zu stellen, haben sie sich in kleinerer Runde auf größeren Stühlen ausgetauscht. Mit Brigitte Knauff-Kirch, die gemeinsam mit Elvi Keus und Ilona Froitzheim die Geschicke der Schule seit knapp einem Jahr kommissarisch leitet, ging es um das Sprachförderkonzept „Deutsch als Zweitsprache“, Kapazitätsgrenzen, den offenen Ganztag, Wochenend-Vandalismus auf dem Schulhof und Inklusion. „Wir möchten uns in unseren neuen Funktionen persönlich vorstellen“, erklärt der Bürgermeister. Vor Ort erlebe man die Situation ganz anders, als sie sich in Zahlen darstelle, fällt das Zwischenfazit positiv aus.

Eine andere Wortwahl gilt es hingegen einzuschlagen, wenn sich Grüttemeier den Fragen der kleinsten Bürger stellt, deren Unterrichtsbeteiligung in dieser Schulstunde wohl mit einer glatten Eins bewertet worden wäre. Kaum haben Grüttemeier und seine Begleiter Platz genommen, schnellen auch schon die ersten Arme in die Luft. Die „Lonis“ und „Tigerenten“, so die Namen der Klassen 4 A und 4 B, löchern den Bürgermeister mit Fragen nach seinem Alter, seinem Geburtsort und der Fußballmannschaft, die er favorisiert. Und nahezu alle Jungs zeigen auf, als Grüttemeier fragt, wer in einem Fußballverein angemeldet sei. Apropos Fußball: „Kannst du uns zwei Fußballtore auf den Kaiserplatz oder den Schulhof stellen?“, fragt ein Schüler. „Das machen wir“, lautet prompt die Antwort. Und wie viele Fabriken gibt es in Stolberg? Hier muss Grüttemeier raten: „Ich schätze, 15 große Fabriken.“ Damit sind die Viertklässler mitten in ihrem aktuellen Thema: ihre Heimat Stolberg. Die Idee dahinter ist, einen Bezug zum Alltag und der täglichen Umgebung der Schüler herstellen, wie Brigitte Knauff-Kirch, Klassenlehrerin der „Lonis“, erklärt. „Wir beschäftigen uns mit der Industrie, den Schmelzöfen, den Bodenschätzen und Kupfermeistern“, erzählt die Lehrerin, die mit ihrer Klasse bald Burg und Altstadt unter die Lupe nehmen möchte. Intensiv werde auch mit der Broschüre der Stolberger Bürgerstiftung, „Stolberg – unsere Heimat“, gearbeitet, lobt sie die Initiative. „Wir nutzen sie als Lesebuch, und auch nach dem Thema bleibt sie bei den Familien“, sieht Knauff-Kirch ihre Schule beim Unterrichtsthema „Stolberg“ gut aufgestellt.

 

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Di

16

Sep

2014

Rat verwandelt zwei weitere Elfmeter auf Kunstrasen


Mehr Möglichkeiten für Spiel und Training in Münsterbusch: Im Stadion Glashütter Weiher wird der Rasenplatz ergänzt durch eine Kunstrasenanlage auf dem heutigen Tennenplatz sowie ein Kleinspielfeld zwischen Grillhütte und Beachvolleyball-Anlage.Grafik: H.-G. Claßen/Foto: J. Lange 

Stolberg. Die Entscheidung fiel gestern Abend in beiden Punkten mit breiter Mehrheit: Der FC Stolberg und die SG Stolberg erhalten einen Zuschuss der Stadt für ihre Kunstrasenprojekte. Damit kann die Anzahl der als zeitgemäß betrachteten Plätze in der Kupferstadt auf vier Spielfelder ansteigen.

Grundsätzliche Bedenken meldeten lediglich Grüne und Linke an. Die Verletzungsgefahr auf Kunstrasen sei für Spieler größer, argumentierte Dina Graetz. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen monierte aber vor allem, dass „in einem Dutzend Jahren die Kunstrasenplätze erneuert werden müssen“. So werde der Unterhaltungsaufwand auf spätere Jahre verschoben. Und egal ob Kunst- oder richtiger Rasen, das ehrenamtliche Engagement in den Vereinen habe mit der Beschaffenheit des Platzbelages nichts zu tun, hielt Graetz der Laudatio von Jochen Emonds entgegen. Der CDU-Vorsitzende hatte ausgemacht, dass sich mehr Menschen rund um Fußball engagierten, wenn einem Verein ein Kunstrasenplatz zur Verfügung steht.

Der VfL Vichttal nutzt einen solchen auf dem Dörenberg bereits seit vier Jahren. Beim SV Breinig sind an der Schützheide die Arbeiten im vollen Gange. Zur Wintersaison soll die neue Anlage mit einem großen und einem kleinen Spielfeld genutzt werden können. Noch im November möchte der FC Stolberg mit den vorbereitenden Arbeiten im Stadion Glashütter Weiher beginnen und die neuen Rasenbahnen im Frühjahr dort ausrollen, wo der bisherige Tennenplatz am Rande der Kesselschmiede ist. Sie sollen so markiert werden, dass das 75 mal 112 Meter große Spielfeld in Querrichtung auch den Anforderungen der E- bzw. D-Jugend entspricht. Ein weiteres 38 mal 18 Meter messendes Kleinspielfeld soll zwischen Grillhütte und der Beachvolleyball-Anlage seinen Platz finden. Details präsentiert der FC auf einer öffentlichen (Mitglieder-)Versammlung am 1. Oktober.

In Gressenich wird die Spielgemeinschaft den Aschenplatz noch über die Wintersaison für den Spiel- und Trainingsbetrieb nutzen. Dieser wechselt, sobald es das Wetter im kommenden Jahr zulässt, in das Rasenstadion in Werth. Dann kann im Frühjahr der Tennenplatz am Bovenheck in eine 66 mal 110 Meter große Kunstrasenanlage umgebaut werden – ein Standort, den Hans Emonds für wenig geeignet hält, weil es zwischen Sportplatz und Wohnbebauung zu Lärmschutzkonflikten kommen könne. Deshalb enthielt sich das UWG-Ratsmitglied.

Die aus dem SV Gressenich und dem FC Adler Werth entstandene Spielgemeinschaft unterstützt die Stadt – ebenso wie seinerzeit den VfL – mit einem Zuschuss in Höhe von 250 000 Euro. Dem aus Fusionen des Stolberger SV mit der DJK Frisch-Froh und dem SC Münsterbusch entstandene FC Stolberg werden 500 000 Euro gewährt.

Finanziert werden die Ausgaben aus den Erlösen des Verkaufs der städtischen Flächen im Bereich der ausgedienten Breiniger Aschenplätze an die Stolberger Bauland GmbH. Die SBG zahlte dafür zwei Millionen Euro. Von den Einnahmen wird der Breiniger Spielverein mit 900 000 Euro gefördert. Nach Abzug der Zuschüsse für SG sowie FC und unter Berücksichtigung der Buchwerte verbleiben rund 187 000 Euro zur Verbesserung der Haushaltslage.

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So

14

Sep

2014

Stolberg, eine Stadt zum Verweilen


An den drei Tagen der Stadtparty zog es mehrere Tausend Besucher ins Stolberger Zentrum. Sie konnten ein buntes Programm aus Musik und Show sowie ein breites kulinarisches Angebot genießen.Fotos: R. Roeger 


Den Schmieden schaute man gerne bei ihrem Tun vor dem Rathaus über die Schulter. 


Vor dem Möbelhaus Kaesmacher im Steinweg sorgte ebenfalls eine Band für Unterhaltung. 


Clownerike traf mit ihren Späßen wieder einmal genau den Nerv den jungen aber auch der alten Zuschauer auf dem Kaiserplatz. 


Am Sonntag lockte die Trödelmeile in die Salmstraße. Hier wurde ordentlich gefeilscht. 


Am Sonntag trafen sich zahlreiche Oldtimerfans vor dem Museum Zinkhütter Hof. 

Stolberg. Musik, gute Laune und leckere Düfte - die Stolberger Stadtparty zog am Wochenende etliche tausend Besucher in die Stadt. Auf zahlreichen Plätzen wurde ein buntes Programm geboten. Für jeden Gast war etwas dabei.

Offiziell begonnen hatte die Stadtparty am Freitagabend, als Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier von der Bühne aus mit einem Glas Sekt den Zuschauern auf dem Kaiserplatz zuprostete. The Rockin Five sorgten mit ihren Oldies für die musikalische Untermalung. So richtig gefüllt war der Platz dann, als „Carlos“ in die Saiten seiner Gitarre griff. Der TV-bekannte Sänger und Gitarrist mit spanischen Wurzeln und Wohnsitz im benachbarten Eschweiler hatte wohl reichlich seiner Fans aus Stolberg mitgebracht. Gewohnt temperamentvoll ließ der 41-Jährige Hits aus vier Jahrzehnten erklingen.

Der Kaiserplatz gehörte am Samstag den Bands Melro‘s Plays und HeartRock. Die Jüngsten brachte Clownerike mit ihren Späßen in Stimmung. Im Burghaus lud die KG Fidele Zunfthäre zu Musik und Überraschungen ein, auf dem Steinweg war die Aktionsbühne vor dem Möbelhaus Kaesmacher aufgebaut. Hier gab es Livemusik, außerdem präsentierten die Autonome Künstlergruppe im Haus Patio eine Auswahl ihrer Werke.

Oldtimertreffen

Auch auf der Frankentalwiese wurde Livemusik geboten. Vor der Stadthalle konnten die Kinder eine nostalgische Schiffsschaukel besteigen, auf dem Bastinsweiher verfolgen, wie die Modellboote ihre Bahnen durchs Wasser zogen. Der Skulpturengarten am Hammerberg war zwar weniger besucht, doch wer den Weg zu den Kunstwerken fand, hat es sicher nicht bereut. Der Sonntag bot den Besuchern der Stadtparty weitere Attraktionen. So gab es besondere Führungen durch die Stolberger Burg. Außerdem trafen sich die Freunde von Oldtimer-Fahrzeugen am Museum Zinkhütter Hof. Von der „Ente“ über die „Isetta“ bis zum alten Porsche war alles vertreten. Auf der Salmstraße hatten im Rahmen eines Trödelmarktes viele Anbieter ihre Angebote ausgebreitet. Darunter waren neben getragener Kinderkleidung auch etliche Hirschgeweihe zu erstehen. Auf der Bühne am Bastinsweiher erklangen erneut Hits der deutschen Hitparade, während die Zuhörer sich eine leckere Currywurst schmecken ließen. Der Disco-Hit „Ein Stern, der deinen Namen trägt“, wehte quasi von der Salmstraße bis zum Kaiserplatz aus zahlreichen Lautsprecherboxen.

Die Stolberger Prinzengarde versorgte alle, die wollten, mit selbst gemachter Erbsensuppe. Kinder konnten Enten Angeln oder mit Pfeilen auf Luftballons werfen. Ihre Eltern ließen sich derweil aktuelle Fluggeräte der Bundeswehr oder auf der Automeile die aktuellen neuesten Fahrzeugmodelle erklären. Die Geschäfte im Zentrum öffneten am Sonntagnachmittag, viele stellten auch Bänke und Tische vor ihr Geschäft, um dort ihre Waren gleich an Mann oder Frau zu bringen.

Vor dem Rathauseingang zog die Präsentation der Schmiede viele Wissbegierige an, die den Handwerkern über die Schulter schauten. Im Steinweg stellte ein Friseur seinen „Behandlungsstuhl“ nach draußen und fand durchaus „Freiwillige“, die sich unter den Augen zahlreicher Zuschauer die Haare schneiden ließen. Haarbüschel um Haarbüschel segelte auf das Gehwegpflaster. Da das Wetter mitspielte, war die Stadt an allen drei Partytagen gut gefüllt. Die Veranstalter wird es freuen. Eine Neuauflage der Party ist damit wohl gesichert.

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Mi

10

Sep

2014

Vicht hat die größten Siegchancen


In den Räumen des künftigen Dorfladens macht sich die Jury fleißig Notizen.Fotos: O. Hansen 


Nach der Planwagenfahrt wurde die Jury vor dem Pfarrheim von den Kindern der Kita Mäuseburg mit einem Lied begrüßt. 

Stolberg. Wenn ein Ort große Chancen hat, den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ auf Ebene der Städteregion zu gewinnen, dann ist es Vicht. Zum Abschluss ihres Rundgangs durch den Stolberger Stadtteil zeigte sich die Jury jedenfalls tief beeindruckt. „Das haben wir so noch nicht erlebt“, war die einhellige Meinung der Bewerter.

Begonnen hatte der Rundgang durch Vicht am Sportzentrum mit dem neuen Kunstrasenplatz. Thorsten Meier vom Vorstand des VfL Vichttal führte die Gäste über die Anlage. „Wir haben seit der Fusion von VfL Zweifall und VfL Vicht zum VfL Vichttal im Jahr 2008 alles richtig gemacht“, betonte Meier. Und das sei nicht nur an der Sportanlage mit Franz-Harpers-Platz und „Zweifaller Hütte“ sichtbar. „Unsere Jugendabteilung hat derzeit 18 Mannschaften, in der mehr als 300 Kinder spielen“, so Meier. Eine Halle mit einem 15 x 30 Meter messenden Kunstrasenboden soll das Angebot für die etwa 700 Mitglieder des Fußball-Landesligisten komplettieren.

Vom Sportplatz ging es für die Jury bei einer Planwagenfahrt rund um den Ort. Am Pfarrheim wurde die Jury von Kindern der Kita Mäuseburg mit einem Lied empfangen. Unter das Motto „Oss Veet – Mie Dörp“ hatten die Vichter einen Bildervortrag gestellt. Die Brauchtumspflege für die älteren Bürger kam genau so zur Sprache wie die Disco und der Kindertreff für die jüngeren Vichter. Rudi Dreuws vom Pfarrgemeinderat erinnerte an die Vichter Nachmittage, bei denen sich jedes Mal rund 100 Besucher im Pfarrheim zusammen finden. Zweimal im Jahr geht es auf Ausflugstour. Der Arbeitskreis Naturschutz verwies darauf, dass Vicht umgeben ist von Natur. Und da muss man gelegentlich mit anpacken: Viele Vichter, auch Kinder, helfen dabei, dass die Kröten sicher über die Straßen zu ihren Laichplätzen gelangen. Man hält zusammen, niemand wird ausgeschlossen. Karl Lüttecke von der Vichter Dorfgemeinschaft erinnerte an Prinz Henning (KG Vicht). Der junge Mann mit Down-Syndrom regierte in der Session 2011/2012 die Vichter Jecken und eroberte ihre Herzen im Sturm. Ein einmaliges Erlebnis für den Narrenherrscher war das Konzert mit den Höhnern, bei dem er auf die Bühne gebeten wurde. Lüttecke: „Das ist ein Beispiel für gelebte Inklusion. Wir sind alle Vichter, ob mit oder ohne Handicap!“

Dass Vicht mit eigener Homepage (www.schoenes-vicht.de) im Internet vertreten ist, ist ja schon keine Besonderheit mehr. Allerdings schon die hohe Zahl der Zugriffe auf die Seiten, nicht nur aus Vicht, sondern selbst aus Brasilien, Ruanda oder Bagdad. Seit 41 Jahren sammelt man im Ort Spenden für Projekte in aller Welt. Zuletzt war allerdings spontane Hilfe vor der eigenen Haustüre erforderlich. Das Hochwasser nach dem „Jahrhundertregen“ machte die Hilfe für Bewohner eines Vichter Seniorenheims erforderlich. Der Rundgang mit der Jury durch Vicht, vorbei an der neuen Kreuzanlage, endete in den Räumen, in denen am 29. September der Vichter Dorfladen eröffnet werden soll. Nachdem unlängst das letzte Geschäft im Ort geschlossen worden war, wollen die Vichter nun einen eigenen Dorfladen eröffnen. Mit Café, Bäckerei, Metzgerei, Lotto-Annahmestelle und Post-Filiale. Jochen Emonds stellte den Gästen das Projekt von der Idee über die Bedarfsanalyse bis zur baldigen Eröffnung vor. Eine hauptamtliche Verkaufskraft wird in dem Laden tätig sein, daneben haben sich mehr als 70 Einwohner und Einwohnerinnen gemeldet, die beim Betrieb des Ladens helfen wollen. Bei der Sammlung von Spenden, mit denen die Einrichtung finanziert werden soll, waren fast 40 000 Euro zusammengekommen. „Schon allein die vielen Spender, werden uns helfen, den Laden langfristig zu halten“, zeigte sich Jochen Emonds optimistisch.

Natürlich hatte die Jury bei ihrer Abschlussbesprechung denn auch besonders den Dorfladen im Blick. „Der Einsatz hat sich gelohnt. Vor allem, weil die Menschen konkret angesprochen wurden. Das ist einzigartig“, so das erste Fazit. Gelobt wurde auch, dass man in Vicht „junge und alte Menschen, Behinderte und gering Bemittelte im Blick“ habe. „Überall, wo Not ist, wird geholfen. Das ist einfach klasse!“ Die Sauberkeit im Ort wurde ebenso gelobt. Da Vicht durch die Durchgangsstraße geprägt werde, könne nicht viel zusätzliches Grün her (eine Allee macht keinen Sinn). Nur der kahle Kiesplatz vor dem Sportplatz müsse aufgewertet werden.

 

„Wir sind alle Vichter, niemand wird ausgeschlossen.“

Karl Lüttecke, Vichter Dorfgemeinschaft

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Mi

10

Sep

2014

Beste Stimmung mit kleinem Schönheitsfehler


Dieses Geschenk hat Tradition in der Kupferstadt: Bürgermeister Tim Grüttemeier überreicht den neuen Beigeordneten Tobias Röhm und Robert Voigtsberger (v.r.) je eine Flasche Els.Foto: J. Lange 

Stolberg. Die Stimmung ist eher familiär an diesem Abend im Rathaus. Opposition, Mehrheit und Verwaltung plaudern bei einem Gläschen gut gelaunt über vergangene wie zukünftige Zeiten. Ein gutes Dutzend ehemaliger Ratsmitglieder inklusive seines Vorgängers Ferdi Gatzweiler hat Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier zu Beginn der Ratssitzung gewürdigt und mit einem Präsent verabschiedet, im Anschluss plaudern alte und aktuelle Parlamentarier quer durch die politischen Lager gut gelaunt über ihre Erlebnisse und bereiten den beiden neuen Beigeordneten ein warmes Willkommen.

In diesem Rahmen fallen die kleinen politischen Gegensätze aus der Gegenwart kaum ins Gewicht. Bei der auf Antrag der Grünen durchgeführten geheimen Wahl von Robert Voigtsberger (SPD) zum Ersten und Beigeordneten für Soziales sowie Tobias Röhm (parteilos) zum Technischen Beigeordneten gibt es mindestens einen Abweichler im christlich-sozialdemokratischen Mehrheitslager. Bei 43 anwesenden Stimmberechtigten (bei der CDU fehlten Michael Thomas und Hans-Gerd Braun) erhielten in getrennten Wahlgängen beide Bewerber jeweils 33 Ja- und 10 Nein-Stimmen. Die Opposition aus drei Fraktionen und drei Fraktionslosen kommt zusammen nur auf neun Ratsmitglieder.

Kritik geäußert hatten zuvor Grüne, FDP und Linke. Sie bezog sich, so betonten es alle Sprecher, nicht auf die Personen, sondern das vorangegangene Verfahren. „Sie hätten wenigstens den Schein wahren können“, vermisste Bernd Engelhardt (FDP) Transparenz bei der Stellenbesetzung durch die große Koalition. Mathias Prußeit (Linke) monierte einen Verstoß gegen die Gleichstellung, weil keine Frauen vorgeschlagen wurden, obwohl qualifizierte unter den Bewerbungen gewesen seien. Und Dina Graetz (Grüne) hatte dort sehr wohl Kandidaten mit der erforderlichen Laufbahnprüfung ausgemacht, die nun Voigtsberger noch ablegen muss. „Leute aus dem Haus wurden nicht berücksichtigt, und ein Parteibuch macht sich nach außen auch nicht gut“, so Graetz weiter.

Dem hielt der Bürgermeister entgegen, dass alle Fraktionen die Bewerbungen sichten und die Bewerber kennenlernen sowie selbst Vorschläge hätten unterbreiten können. Grüttemeier verhehlte aber auch nicht, dass die Besetzung der Beigeordneten-Positionen durch politische Wahlbeamte erfolge. Und die suche nun einmal letztlich die Mehrheit aus.

Damit steht das „Kabinett Grüttemeier“. Und das geht einher mit einem umfassenden Re­vi­re­ment der gesamten Führungsspitze im Rathaus – weniger mit einer personellen als vielmehr strukturellen Veränderung der Ämter. Rechtzeitig vor der Ratssitzung hatte am Vormittag der Personalrat seine Zustimmung zu der Besetzung der letzten beiden, intern ausgeschrieben Amtsleitungen gegeben. Der neue Geschäftsverteilungsplan und die Besetzung der Amtsleitungen erfolgte im Rat einstimmig.

Analog zur Wahl der Beigeordneten mit Wirkung zum 1. Januar 2015 fiel auch das Ergebnis ihrer befristeten Einstellung als angestellte Dezernenten vom 1. Oktober (Röhm) und vom 15. Oktober (Voigtsberger) bis Silvester aus. Zuvor nutzten die beiden neuen Beigeordneten die Gelegenheit zu einer kurzen Vorstellung vor dem Rat, in der sie ihren persönlichen Werdegang skizzierten.

Robert Voigtsberger (33), der als stellvertretender Sportdirektor des Deutschen Behindertenverbands noch in Aachen-Brand wohnt, möchte nach Stolberg übersiedeln, weil es „unerlässlich ist, am Puls des Lebens der Stadt, in der man Verantwortung trägt, auch zu leben.“ Schwerpunkte sieht er in der Umsetzung der Inklusion als gesamtgesellschaftliche Aufgabe sowie in einer Stärkung von Kultur und Tourismus auch unter dem Aspekt der Wirtschaftsförderung.

Tobias Röhm (36) stammt aus Mainz, hat ein „Venwegener Mädchen“ geheiratet und fühlt sich somit schon längst wohl in der Kupferstadt. Termin- und Kostencontrolling waren bereits während seiner Tätigkeit als Projektleiter der Bauunternehmung Hans Lamers Schwerpunkte, die „offensichtlich auch in Stolberg einer besonderen Aufmerksamkeit“ bedürfen.

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Di

09

Sep

2014

Großes Lob zu dieser Wahl


Hildegard Nießen ist die neue Ehrenamtsbeauftragte der Kupferstadt. 

Stolberg. Das Lob kam von allen Seiten, die Entscheidung war einstimmig: Hildegard Nießen ist zur ersten Ehrenamtsbeauftragten der Kupferstadt im Rat gewählt worden. „Es ist eine kluge Entscheidung, dass der Bürgermeister Hildegard Nießen für diese Aufgabe ausgewählt hat“, würdigte SPD-Fraktionsvorsitzender Dieter Wolf. Dabei meinte er nicht das Parteibuch seiner Genossin, sondern vielmehr die langjährige Erfahrung und das Engagement der 68-Jährigen in vielen politischen und ehrenamtlichen Ämtern. In vier Jahrzehnten Ratsarbeit hat Nießen die Strukturen in der Kupferstadt, ihre Hintergründe, Entwicklungen und Probleme, aber vor allem die Menschen, die sich vielfältig und unterschiedlich einbringen, kennengelernt. Ebenso hilfreich sind ihre Kontakte in Behörden auf allen Ebenen bis hinauf nach Düsseldorf, wo sie zehn Jahre Mitglied des Landtages war. In all den Jahren habe Hildegard Nießen auch stets den direkten Kontakt zu Bürgern und Vereinen gesucht, sprich das Ohr am Mund des Volkes gehabt. Beste Voraussetzungen bringt die Stolbergerin also mit, um „dem Ehrenamt einen höheren Stellenwert in der Kupferstadt“, so CDU-Fraktionsvorsitzender Jochen Emonds, „und neue Impulse zu geben“.

Bei Lippenbekenntnissen soll es mit der Berufung in das Ehrenamt als Ehrenamtsbeauftragte nicht bleiben. Denn es sei unerlässlich, weitere Bürger zu einem ehrenamtlichen Engagement zu bewegen, um vorhandene soziale, kulturelle und sportliche Strukturen in Stolberg zu bewahren. Dazu soll ein umfassendes Beratungs-, Informations und Marketingangebot aufgebaut werden.

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Fr

22

Aug

2014

Brachen sollen zu neuem Leben finden

 

Ein strategisches Kernstück: Dem Erweiterungsgelände von Saint Gobain und dem Areal der Feuerfeste Peters nahe dem Hauptbahnhof wird Bedeutung sowohl für die Wirtschaftsförderung wie auch für die Verkehrserschließung beigemessen.
Ein strategisches Kernstück: Dem Erweiterungsgelände von Saint Gobain und dem Areal der Feuerfeste Peters nahe dem Hauptbahnhof wird Bedeutung sowohl für die Wirtschaftsförderung wie auch für die Verkehrserschließung beigemessen.

Zumeist sind sie absolute Schandflecken im Stadtbild, Sorgenkinder für Anlieger wie für Eigentümer, und doch bieten sie ein erhebliches Potenzial: Brachflächen, einst industriell oder gewerblich genutzt, bietet die Kupferstadt reichlich. Trotz ihrer strategisch günstigen Lage scheiterte bislang eine Reaktivierung der Flächen und Gebäude aus unterschiedlichen Gründen. „Wir müssen alle Anstrengungen unternehmen, um diese Brachen wieder einer neuen Nutzung zuführen zu können“, hat Tim Grüttemeier dem Leerstand und Verfall den Kampf angesagt – sowohl aus Gründen des Stadtbildes wie auch der Wirtschaftsförderung.

 

Stolberg soll sich bewerben um die Aufnahme in den Flächenpool NRW: Dahinter verbirgt sich eine Initiatives des Landes zur Mobilisierung von Brachflächen. „Die unterschiedlichen Flächenbedarfe zu steuern und übereinzubringen, ist Aufgabe der Stadtentwicklung“, sagt Städtebauminister Michael Groschek. Die Brachflächen bieten „ein riesiges Potenzial, das es im Sinne einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Stadtentwicklung zu nutzen gilt“. Dabei biete das Land mit dem Flächenpool ein Verfahren an, das eine Reaktivierung im Konsens zwischen Stadt und Eigentümern anstrebe. Eine fachliche und neutrale Moderation soll dabei in einer ersten Findungsphase zwischen den unterschiedlichen Interessen vermitteln und Aktivierungschancen nebst deren Kosten ausloten.

 

Sind sich die Beteiligten grundsätzlich einig, sollen in einer zweiten Qualifizierungsphase konkrete Entwicklungschancen ausgearbeitet werden. In der dritten sogenannten Bindungsphase sollen konkrete Konzepte, erforderliche Untersuchungen, Bauleitplanung und vertragliche Regelungen abgestimmt und die Umsetzung angestoßen werden. Während die erste Phase kostenfrei ist, muss die Stadt für die zweite Phase einen Kostenanteil von bis zu maximal 21 000 Euro aufbringen. Der finanzielle Aufwand der dritten Phase ist abhängig von den individuellen Projekten. Der Ausschuss für Stadtentwicklung berät in seiner Sitzung am 4. September über die Initiative der Verwaltung.

 

Flächenpool kooperiert mit der NRW.Urban, dem Nachfolger der Landesentwicklungsgesellschaft, die in den 80er und 90er Jahren federführend war bei der Sanierung der Stolberger Altstadt, sowie mit der Bahnflächenentwicklungsgesellschaft des Landes.

 

Für die Bewerbung um die Aufnahme in den Flächenpool des Landes hat die Verwaltung die wohl gravierendsten acht Brachen mit einer Fläche von über 38 Hektar aufgenommen:

 

- Feuerfeste Peters / Saint Gobain Erweiterungsfläche: Sie umfasst mit 18,58 Hektar die größte Industriebrache im Stadtgebiet zwischen Inde, Münsterbach- und Probsteistraße. Während der Glasproduzent seine Erweiterungsfläche – auf dem Gelände des früheren Lokschuppens – im Wesentlichen nicht nutzt, stehen große Teile der Feuerfeste Peters leer. 1997 hatte die 1870 erbaute Fabrik für feuerfeste Produkte Konkurs angemeldet. Sie gilt in Stolberg als der Schandfleck schlechthin, was um so tragischer empfunden wird, weil das zerfallende Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft des Hauptbahnhofes an einer der wichtigsten Einfallschneisen der Kupferstadt liegt. Mehrfach hatten Politiker in der Vergangenheit eine Aktivierung der Flächen gefordert. Ihnen bescheinigen Stadtplaner großes Potenzial – insbesondere angesichts der unmittelbaren Nähe des Bahnanschlusses ebenso wie der Landesstraße 238. Bei der Entwicklung von Camp Astrid wurde vorgesehen, das Gewerbegebiet mit einer Brücke über die Rhenaniastraße und quer durch das Gelände direkt mit der Eschweilerstraße zu verbinden.

 

  • Gewerbepark Münsterbusch: Das 12 Hektar große Gelände wird nur teilweise durch Gewerbe genutzt. Großes Problem sind die Eigentumsverhältnisse und die Altlast des Haldenplateaus (wir berichteten in unserer gestrigen Ausgabe).
  • Zincoli-Gelände: Vier Hektar stehen zwischen Cockerill-, Mauerstraße und Schellerweg eigentlich bereit für die Ansiedlung eines Bau- und Gartenmarktes. Die von der Strabag als Investor bislang geplante zusätzliche Ansiedlung von Verbrauchermärkten wurde vom Stadtrat vor wenigen Monaten aber abgelehnt, weil dies eine Förderung der Reaktivierung der Innenstadt verhindern würde. Bis Ende des Jahres soll die Strabag nun mögliche Alternativen ausloten, die keine Auswirkungen auf die Innenstadt haben dürfen – die Chancen gelten als gering.
  • Fabrik Wimmer: Bis 2006 produzierte die pharmazeutische Fabrik Wimmer in Büsbach auf 1,2 Hektar Gummiprodukte. Von der Bischofstraße bis zum Lehmkaulweg erstreckt sich das nur noch teilweise genutzte Gelände, das von Wohnbebauung umgeben ist. Dieser Umstand gilt ebenso als eine Schwierigkeit für eine Reaktivierung des Areals wie früherer Bergbau. 2008 scheiterte der Vorstoß eines Projektentwicklers aus Baden-Württemberg, der einen Discountmarkt sowie Wohnbebauung errichten wollte.
  • Schleicher-Gelände: Klaus Schleicher hat wahrlich kein Glück gehabt mit seinen Versuchen, das 2005 durch die Konzentration des Stolberger Metallwerks frei gewordene Werksgelände an der Eisenbahnstraße zu vermarkten. Dabei hatte der Eigentümer bereits die Baugenehmigung für einen Discountmarkt als Ankermieter eines Fachmarktzentrums in der Tasche. Aber Netto sprang vor zwei Jahren kurzerhand ab, als der Kistenplatz wenige hundert Meter weiter als Einkaufszentrum entwickelt wurde. Zwischenzeitlich hatte der Stadtrat auch ein Veto eingelegt, als ein Spielcasino als weiterer Nutzer hinter der denkmalgeschützten Fassade des Werkes einziehen sollte. Erschwert durch die städtischen Beschränkungen zur Ansiedlung von Einzelhandel außerhalb der Kernstadt versucht Schleicher nun seit sieben Jahren bislang vergeblich die 1,1 Hektar in unmittelbarer Nachbarschaft zum historischen Kupferhof seiner Familie einer Nutzung zuzuführen.
  • Tennishallen: Immerhin 0,8 Hektar groß ist das Gelände der Tennishallen an der Ecke von Kesselschmiede und Schellerweg. Seit dem Frühjahr 2013 wird die Anlage nicht mehr betrieben. Seitdem sucht die Familie Meyer aus Alsdorf nach einer Nachfolge-Nutzung. Eine Einbeziehung des Geländes in die Zincoli-Entwicklung scheiterte. Mit einem Bebauungsplanverfahren schließt die Stadt an dem Standort Einzelhandel aus.
  • Kartonagefabrik Hoyer: 2001 wurde der Schlussstrich unter die Ära der Kartonagefabrik an der Prämienstraße gezogen. Das Projekt „Wohnen und Arbeiten“ wollte dann ein Investor aus Eschweiler realisieren. Realisiert wurde lediglich der Bau von einer Handvoll Eigenheimen auf dem Freigelände. Neues Gewerbe zog nie in das zunehmend zerfallende Fabrikgebäude. Zuletzt 2002 war die Rede von einem Dienstleistungszentrum mit Ateliers und Praxen. Zwei Jahre später sah der Investor kein Vermarktungspotenzial mehr. 2007 übernahm die BAG Bankaktiengesellschaft aus einer Zwangsversteigerung die Immobilie auf einer Fläche von gut 0,36 Hektar.

 

2009 wollte ein Investor die Fabrik in ein barrierefreies Wohnobjekt umwandeln. Die Hinterlassenschaften des Bergbaus schraubten die Investitionskosten in die Höhe; ein Jahr später kam das Aus. 2013 fasste der Rat den Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan, der auf dem Gelände zentrenrelevanten Einzelhandel ausschließt. In all den Jahren nicht abgerissen sind die Klagen von Anwohnern über den Zerfall des Fabrikgebäudes, wilden Müll und jugendlichen Zeitgenossen, die ihr Unwesen auf dem Gelände treiben.

 

  • Grünenthal: Während das Pharmaunternehmen seinen Stammsitz an der Steinfeldstraße fein herausgeputzt hat, wird der Werksteil II an der Zweifaller Straße seit 2012 nicht mehr für die Produktion genutzt. Das Gelände umfasst zwar nur 0,1 Hektar, aber das Gebäude bietet in bis zu acht Stockwerken jede Menge Produktionsflächen. Die Suche von Grünenthal nach einer Nachfolge-Nutzung blieb bislang erfolglos. Das benachbarte Schwesterunternehmen Dalli hat bereits abgewunken.

Do

21

Aug

2014

Die Bürger sind gefragt: Bedarfsabfrage zum Thema Breitband startet am 25. August 2014

 

Die Kupferstadt Stolberg verfolgt den Aufbau eines schnellen Breitbandnetzes weiterhin mit Nachdruck. Nachdem die Netzbetreiber kontaktiert wurden, um zu klären, ob und wo sie in Stolberg zukünftig aus eigenem Antrieb investieren möchten, werden nun die Bürger befragt. Die Verwaltung hofft auf eine möglichst hohe Beteiligung. Die Rückmeldefrist endet am 30. September 2014.

 

„Die flächendeckende Breitbandversorgung ist als Standortfaktor für Stolberg von hoher Bedeutung.“, erklärt Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier. „Nicht nur für Firmen ist der schnelle Zugang zum Internet wichtig. Auch für die Bevölkerung sind moderne Glasfaserleitungen heute Grundlage für den vollen Zugang zu Wissen und Bildung.“

 

Deswegen führt die Verwaltung zurzeit eine intensive Markterkundung durch. Die im Stolberger Stadtgebiet aktiven Netzbetreiber wurden bereits nach ihren zukünftigen Investitionsabsichten befragt. Nun kommen die Bürgerinnen und Bürger zu Wort. Ab Montag, dem 25. August erfolgt schrittweise die Bedarfserhebung in den Ortschaften Vicht, Breinigerberg, Zweifall, Schevenhütte, Büsbach, Dorff, Venwegen und Werth sowie in den Gewerbegebieten Camp Astrid, Steinfurt, Mausbach, Hamm-Mühle, Münsterbusch und Würselener-/Hasencleverstraße. Die Fragebögen, die bis zum 30. September 2014 beantwortet werden können, wer-den von eigenen Kräften der Stadtverwaltung in den nächsten Wochen verteilt und zusätzlich auch auf den Internetseiten der Stadt (www.stolberg.de) als Download zur Verfügung stehen. Auch an ausgewählten und zentral gelegenen Orten, wie z.B. Tankstellen, Geschäften usw. werden die Fragebögen ausgelegt.

 

„Bei der Datenerhebung geht es vor allem um die persönlichen Erfahrungswerte der Bürger und Unternehmer.“, erklärt Frank Gilles von der Stolberger Wirtschaftsförderung. „Deswegen ist für uns ein möglichst hoher Rücklauf von enormer Bedeutung. Aus diesem Grund findet die Befragung bewusst zwischen dem Ende der Sommerferien und dem Beginn der Herbstferien statt.“

 

Bürgermeister Dr. Grüttemeier ergänzt abschließend: „Nach der Auswertung der Befragung können wir dann im Oktober 2014 die Ausschreibung für erste konkrete Projekte angehen. Um Fördermittel und um Investitionen können wir aber nur mit Nachdruck werben, wenn unsere Bedarfsabfrage auf Resonanz aus der Bürgerschaft stößt.“

Di

19

Aug

2014

Die Stolberger Firma Schmitz Gebäudetechnik erwirbt Grundstück im Camp Astrid

 

Die Firma Schmitz Gebäudetechnik wird im Bereich Camp Astrid ein Grundstück in einer Größe von ca. 3.200 m² erwerben. Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier bedankt sich für das Bekenntnis zum Standort Stolberg.

 

„Stolberg hat als Industrie- und Gewerbestandort viel Potenzial.“, erklärt Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier. „Es freut mich, dass ein ortsansässiges Unternehmen ein so klares Signal setzt und sich zum Standort Stolberg bekennt.“

 

Das Unternehmen Schmitz Gebäudetechnik wurde 1996 von Elektrotechnikermeister Karl-Josef Schmitz gegründet und hat sich seitdem kontinuierlich vergrößert. Heute beschäftigt der Betrieb acht festangestellte Mitarbeiter und verfügt über einen umfangreichen Mietgerätepark, der sich bislang auf zwei Betriebsstandorte in Stolberg und Aachen verteilt hat. Durch den Erwerb des 3.200 m² Grundstückes und die Konzentration auf einem Standort sollen die Betriebsabläufe nun optimieren werden.

 

„Unser Unternehmen wurde in der Kupferstadt gegründet und ist von hier aus gewachsen und die Rahmenbedingen stimmen einfach. Da ist es für mich als Unternehmer selbstverständlich, dass ich in Stolberg investiere.“, erklärt Firmenchef Karl-Josef Schmitz.

 

Bürgermeister Dr. Grüttemeier bedankt sich für dieses Engagement und kündigt an, die Wirtschaftsförderung in Zukunft noch weiter zu stärken. „Stolberg ist noch immer einer der bedeutendsten Industriestandorte in der Region, doch wir dürfen nicht mehr nur von der Substanz leben. Wir müssen neue Unternehmen aktiv anwerben und ansässigen Firmen Chancen zum Wachstum geben, damit neue Arbeitsplätze in unserer Stadt entstehen können. Hier werden wir in den kommenden Jahren einen Schwerpunkt setzen.“

Mo

18

Aug

2014

Bürgermeister Dr. Grüttemeier dankt den Ehrenamtlern für ihren Einsatz beim 11. Nudelbuffet

 

Bereits zum fünften Mal war Jannis als Helfer beim Nudelbuffet auf dem Kaiserplatz dabei. „Das macht mit einfach Spaß“, erklärte der Neunjährige.
Bereits zum fünften Mal war Jannis als Helfer beim Nudelbuffet auf dem Kaiserplatz dabei. „Das macht mit einfach Spaß“, erklärte der Neunjährige.

Auch bei der elften Auflage des Nudelbuffets ist der Andrang auf dem Kaiserplatz groß. Initiator Hans-Josef Siebertz wird von rund 100 Helfern unterstützt. Erlös kommt wieder karitativen Projekten in Stolberg zugute.

 

Frische Kräuter, Knoblauch, Gemüse, Gebratenes: Ein köstlicher Duft weht ab Sonntagmittag vom Kaiserplatz her durch das Tal. Dass das Gelände vor dem alten Rathaus gestern wieder zur öffentlichen Küche wurde, ist dem Einsatz von rund 100 Freiwilligen um Hans-Josef Siebertz zu verdanken. Zum elften Mal in Folge stellte Stolbergs ehemaliger Bürgermeister mit Unterstützung hiesiger Vereine das Nudelbuffet auf die Beine.

 

Das Deutsche Rote Kreuz hatte tags zuvor Zelte, Bänke, Tische und Küchengerätschaften, die speziell zur Beköstigung großer Menschenmengen ausgelegt sind, zum Kaiserplatz transportiert. Eine mobile und überdachte Showbühne für die auftretenden Künstler gab es auch. Und zudem selbstredend eine Theke, um den Durst der vielen Besucher zu stillen. Für die Leckermäulchen-Fraktion hatte das DRK zudem ein eigenes Kuchen-Zelt aufgebaut.

 

65 000 Euro sind durch den Verkauf von Nudelgerichten, Getränken, Kuchen und Obst bislang zusammengekommen. Das Geld kommt ausschließlich Stolberger Vereinen beziehungsweise deren karikativen Projekten zugute.

 

„Im Schnitt gehen an einem solchen Tag ungefähr 1000 Portionen raus. Umgerechnet brauchen wir dafür etwa eine halbe Tonne Lebensmittel“, resümierte der leidenschaftliche Hobbykoch Siebertz. Damit Muslime mitfeiern können, wurde Rindergehacktes verwendet. Außerdem konnte jeder Besucher auch fleischlose Nudelgerichte wählen.

 

Gut gestärkt warteten Sylvia Nitsche und Andreas Dittrich darauf, dass es los geht. „Wir sind zum ersten Mal als Helfer des Sozialdienstes Katholischer Männer dabei und stehen auf Abruf bereit. Dann geht es in die Spülküche“, erzählte die 49-Jährige gut gelaunt. Warum sie bereitwillig ihre Freizeit für Menschen in Notlagen zur Verfügung stellen, ist eine Frage, die die beiden im ersten Moment erstaunte. Eben weil es so selbstverständlich für sie ist. „Ich bin Sozialarbeiter. Ich denke, mehr brauche ich da als Erklärung nicht zu sagen“, antwortet Dittrich. Der kleine Jannis Heidecker (9) hilft schon seit fünf Jahren auf dem Kaiserplatz mit. „Meine Aufgabe ist zu schauen, dass immer genügend Essen da ist. Das macht mir einfach Spaß.“

 

Hilfe zu leisten, kann zuweilen ganz einfach sein. Im konkreten Fall hilft man allein schon damit, ein Mittagsmahl auf dem Kaiserplatz einzunehmen. Die Resonanz zeigte, dass viele Stolberger diese Art, den Menschen in ihrer Stadt zu helfen, für unterstützenswert halten. Und selbst Petrus fand wohl, dass das Nudelbuffet eine gute Sache ist, und ließ ab Mittag an diesem ansonsten doch ziemlich verregten Wochenende immer wieder mal die Sonne zum Vorschein kommen . . .

Sa

16

Aug

2014

Zweifaller Straße ist wieder für den Verkehr freigegeben

Am Freitagmorgen kurvte die Kehrmaschine noch quasi als letzte Amtshandlung über die Baustelle an der Zweifaller Straße. Dann, gegen 12.30 Uhr, konnte die für Stolberg so wichtige Verbindung zwischen City und Nachtigällchen wieder für den Verkehr freigegeben werden. Bagger und Walze waren bereits am Morgen abgezogen worden, Nicht ganz zwei Wochen hatte die Reparatur der Straße gedauert, und damit eine Woche weniger als zunächst befürchtet worden war. Noch offen ist ein Stück Standstreifen entlang der L 238. Das soll im Laufe der nächsten Tage verfüllt werden, während der Verkehr auf der Straße aber bereits wieder rollen kann. Die Bauarbeiten waren erforderlich geworden, weil es unter der Straße bereits zum zweiten Mal einen Bruch der Trinkwasserleitung gegeben hatte. Die Straße war unterspült worden.

Mi

13

Aug

2014

Zweifaller Straße ab Samstag wieder frei

Die Baugrube an der Zweifaller Straße ist wieder verfüllt. Jetzt fehlt noch die Asphaltdecke oben drauf.
Die Baugrube an der Zweifaller Straße ist wieder verfüllt. Jetzt fehlt noch die Asphaltdecke oben drauf.

 

Die Zweifaller Straße kann voraussichtlich ab kommenden Samstagmorgen wieder befahren werden. Die Baugeräte sollen bis dahin abgeräumt werden. Die Straße war dann rund zwei Wochen gesperrt. Ursprünglich war von einer Reparaturzeit von drei Wochen ausgegangen worden.

 

Wie berichtet, war die viel befahrene Straße in der Nacht zum 4. August in Höhe der Einfahrt zu den Prym-Werken nach einem Wasserrohrbruch unterspült worden. Die Straße musste umgehend gesperrt werden. Wer ins Stadtzentrum will, muss derzeit noch zeitraubende Umwege in Kauf nehmen. Nachdem die genaue Schadenstelle gefunden war, hatten Bagger Asphalt und Unterbau über zwei Fahrbahnen hinweg ausgehoben. Das defekte Rohrstück wurde ausgewechselt, die Baugrube anschließend wieder verfüllt. Bei der Besichtigung der Baustelle gaben sich die Vertreter von Behörden und Versorgungsunternehmen am Dienstag zuversichtlich, dass die Straße ab Samstag wieder genutzt werden kann.

 

Zuvor hatten Experten einen „Lastplattendruckversuch“ auf der verfüllten Baustelle vorgenommen. Dabei wird eine genormte Metallplatte auf den Boden gelegt. Mehrmals fährt ein schwerer Lkw über die Platte. Gemessen wird, wie tief die Platte unter dem Lkw-Gewicht einsinkt. Offenbar hielt der Untergrund der Belastungsprobe stand. „Die Probe war vollkommen in Ordnung“, freute sich Klaus Dollmann von Straßen NRW. Jetzt müssen noch eine Asphalttrag- und eine Asphaltbinderschicht aufgetragen werden. Sind diese beiden Schichten abgekühlt, kommt am Freitag zuletzt noch eine Asphaltdecke oben drauf. Ist auch diese über Nacht ausgekühlt, kann die Straße ab Samstag wieder befahren werden. Bis dahin ist wohl auch ein Stück Gehweg fertig, das ebenfalls unterspült worden war.

Mi

13

Aug

2014

„Beleg für die intakte Dorfgemeinschaft“

Marsch durchs Dorf: Angeführt wurde die Abordnung der Zweifaller Schützen von Caroline, Jannik und Laura Horitza (v.I.) Dahinter kommen Johanna und Siegfried Krümmel sowie Katharina Münch, Jakob Kraljevic und Bürgermeister Tim Grüttemeier.
Marsch durchs Dorf: Angeführt wurde die Abordnung der Zweifaller Schützen von Caroline, Jannik und Laura Horitza (v.I.) Dahinter kommen Johanna und Siegfried Krümmel sowie Katharina Münch, Jakob Kraljevic und Bürgermeister Tim Grüttemeier.

Die Zweifaller St. Sebastianus-Bruderschaft freut sich über ein sehr gelungenes Schützenfest. Drei Tage lang wird gefeiert.

 

Die Freude steht Laura, Jannik und Caroline förmlich ins Gesicht geschrieben. Schließlich ist Oma Johanna Schützenkönigin und Opa Siegfried Prinzgemahl. Stolz marschieren die acht, neun und zehn Jahre alten Geschwister Horitza, Blumensträuße in den Händen haltend, der Abordnung der Zweifaller St. Sebastianus-Schützen voran, als ihre Großeltern Johanna und Siegfried Krümmel durch den Ort geleitet werden.

 

Diese Szene vom Festzug der Schützen steht stellvertretend für die zahlreichen Aktivitäten, die die Bruderschaft am vergangenen Wochenende rund um ihr Schützenfest geboten hat. Den Auftakt hatte am Samstag die Ballveranstaltung im Gasthof „Zur Post“ gemacht. Im Mittelpunkt stand dabei die Proklamation der neuen Majestäten. So wurde Johanna Krümmel zur Schützenkönigin, Jakob Kraljevic zum Prinzen und Katharina Münch zur Miniprinzessin gekürt. Ihnen überreichte Brudermeister Karl-Erich Krings, als Zeichen der Würde, die dazu gehörenden silbernen Ketten mit den Plaketten.

 

Begonnen hatte das Schützenfest damit, dass man die 51-jährige Königin, die Mitte Juni beim 81. Schuss den „Vogel“ von der Stange geholt hatte, vom Vereinsheim in der Kornbendstraße zum Veranstaltungsort in der Jägerhausstraße geleitet hatte. Dort standen auch zwei weitere Ehrungen auf dem Programm: die Bekanntgabe der Sieger der Dorfmeisterschaft und die Ehrung von fünf langjährigen Mitgliedern.

 

„160 Teilnehmer bei der Dorfmeisterschaft sind ein tolles Ergebnis und ein Beleg für eine intakte Ortsgemeinschaft“, freute sich Schießmeister Ralf Lipperheide, der den Wettbewerb Ende Mai auf dem Schießstand an der Kornbendstraße fachmännisch betreut und geleitet hatte.

 

Ganz im Zeichen des Festzuges stand dann der zweite Tag des Festes. Begleitet von zwei Musikgruppen – dem Breiniger Trommler- und Pfeiferkorps und dem Spielkorps Zweifall – sowie den Abordnungen der örtlichen Feuerwehr und den befreundeten Schützenformationen aus Stolberg und Venwegen zog man, unterstützt von Marschmusik, durchs Dorf: Zugweg waren dabei die Jägerhaus-, Döllscheidter- und Hellebend-straße.

 

Dort angekommen, gab es eine kleine Parade, deren Bild so gestaltet war, dass Johanna und Siegfried Krümmel am Straßenrand Aufstellung nahmen, um den gesamten Festzug an sich vorbeiziehen zu lassen. Danach gab es für alle Beteiligten eine Open-Air-Veranstaltung, deren Mittelpunkt die kleine „Im Huck“ genannte Platzanlage an der Hellebendstraße war. Dort hatte man Tische und Bänke aufgebaut sowie für die kleinen Besucher das Spielmobil bereitgestellt, das mit Pedalo, Stelzen und Roller zum Mitmachen und Ausprobieren einlud. Des weiteren gab es im Pfarrheim eine Cafeteria und auf dem Außengelände einen Getränke- und Grillstand.

Fortgesetzt wurde das dreitägige Schützenfest am Montag mit dem „Hahneköppen“, das ebenfalls „Im Huck“ stattfand. Das Hahneköppen hat in Zweifall eine lange Tradition. So richtig in Schwung kam es aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Seit 1976 darf sich der jeweilige Hahnenkönig – die Würde erringt derjenige, dem es gelingt, der Hahnenattrappe mit einem stumpfen Säbel den Garaus zu machen – über eine eigene Kette freuen.

Mi

13

Aug

2014

Nudelbuffet: Schlemmen für den guten Zweck

Bereits zum elften Mal lädt Hans-Josef Siebertz mit seinem Team zum Nudelbüffet ein.
Bereits zum elften Mal lädt Hans-Josef Siebertz mit seinem Team zum Nudelbüffet ein.

Am Sonntag gibt es bereits die elfte Auflage der Benefizaktion auf dem Stolberger Kaiserplatz. Fünf Pasta-Varianten und ein buntes Rahmenprogramm.

 
Auch in diesem Jahr schwingt Hans-Josef Siebertz mit seinen Mitstreitern den Kochlöffel zugunsten vieler Stolberger Sozialeinrichtungen. Beim 11. Nudelbuffet auf dem Kaiserplatz können sich die Gäste am kommenden Sonntag, 17. August, ab 12 Uhr mit leckerer Pasta verwöhnen lassen. Der Erlös kommt wieder uneingeschränkt sozialen Zwecken in der Kupferstadt zugute.

Fünf verschiedene Pasta-Spezialitäten stehen zur Auswahl. So gibt es auch in diesem Jahr Spaghetti Bolognese, Tortellini, Lasagne, Penne Arrabiata und eine Pasta Surprise. „Es ist also für jeden Geschmack etwas dabei“, betont Initiator Siebertz. Als Dessert werden Tiramisu, Obst und Kuchen angeboten. Der Kaffee zum Dessert wird auch dieses Jahr von den Küchenprofis von Möbel Kaesmacher frisch zubereitet. Zur Erfrischung gibt es an der Theke Bier vom Fass, Cola, Limo und Wasser. Für die Freunde eines guten Glases Wein sorgt Christian Clement von der Bodega Stolberg.

 

Für die kleinen Gäste gibt es allerlei Attraktionen, beispielsweise Kinderschminken und das Spielmobil des SKM. Ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm lädt alle Gäste zum Verweilen auf dem Kaiserplatz ein.

Zu Beginn des Nudelbuffets wird Alleinunterhalter Frank Hofmann die Gäste belustigen. Anschließend werden die Trompetenbläser Donnerberg, die mittlerweile einen hervorragenden Ruf auch über die Grenzen der Stadt hinaus genießen, aufspielen. Weiter geht’s mit „kölschen Tüün“. Die Gruppe „De Halunken“ mit ihrem Frontmann Günter Hagen wollen einmal mehr für beste Stimmung sorgen.

„Zum Abschluss werden die Solisten Angelyna, Diggi und Erwin mit Schlagern, Rock, Pop und Evergreens für eine Party sorgen“, verspricht Hans-Josef Siebertz einen stimmungsvollen Ausklang für den Sonntagnachmittag.

Mi

13

Aug

2014

Verjüngungskur“ auf höchster Ebene

Die Beigeordneten-Stellen sind wichtige Stützen in der Organisationsstruktur, die Tim Grüttemeier im Rathaus schaffen will.
Die Beigeordneten-Stellen sind wichtige Stützen in der Organisationsstruktur, die Tim Grüttemeier im Rathaus schaffen will.

CDU und SPD legen sich auf die neuen Beigeordneten fest. Tobias Röhm (35) und Robert Voigtsberger (33) machen das Rennen.

 

Die große Koalition hält ihre ehrgeizigen Zeitvorgaben weiterhin ein. Auch die Auswahl der zukünftigen Beigeordneten hat offenbar zu keiner Verzögerung geführt, wenngleich die Entscheidung zu den wichtigsten in der neuen Legislaturperiode zählen dürfte. Drei Tage nach Ablauf der offiziellen Bewerbungsfrist sind die Würfel gefallen: Tobias Röhm (36 Jahre) wird Leiter des technischen Dezernates (Dezernat 3), Robert Voigtsberger (33) übernimmt das Dezernat 2 mit den Bereichen Schule, Kultur, Sport, Tourismus, Jugend und Soziales. Beide werden ihren Dienst im Stolberger Rathaus am 1. Oktober antreten.

 

Am Montagabend stimmten die Fraktionsspitzen von CDU und SPD im gemeinsamen Koalitionsausschuss dem Vorschlag des jeweiligen Partners zu. Vorausgegangen war eine Kurzvorstellung in Abwesenheit der ausgewählten Kandidaten, die keine Widersprüche hervorgerufen hatte. Somit dürfte angesichts der deutlichen Mehrheitsverhältnisse im Rat die Abstimmung in der Sitzung am 9. September nur noch eine Formsache sein.

 

Gleichwohl werden sich beide Anwärter noch einmal persönlich in den Fraktionen von SPD und CDU vorstellen. Auch die Ratsvertreter der übrigen Parteien sollen die Möglichkeit erhalten, sich von den neuen Führungsköpfen ein Bild zu machen.

 

Im Gespräch mit unserer Zeitung betonten die Fraktionsvorsitzenden Dieter Wolf (SPD) und Jochen Emonds (CDU) gestern Nachmittag unisono, dass die Auswahl aus einem beachtlichen Kreis von Kandidaten zunächst ausschließlich unter fachlichen Gesichtspunkten getroffen worden sei. „Nach dieser Selektion haben wir dann auch politische Aspekte einfließen lassen“, erklärte Wolf mit Blick auf den Sozialdemokraten Robert Voigtsberger, der Mitglied der SPD Aachen und für seine Partei dort als kinder- und jugendpolitischer Sprecher tätig ist. „Das ist bei einem Wahlamt legitim und sachgerecht“, so der SPD-Fraktionschef. Laut Jochen Emonds hat Politik bei der Entscheidung der CDU hingegen keine Rolle gespielt. „Tobias Röhm ist nicht Mitglied einer Partei.“

 

Das Vorschlagsrecht für das Dezernat 2 hatten die Koalitionspartner in ihrem Vertrag der SPD zugeschrieben. Die entschied sich letztlich für Robert Voigtsberger, dessen Namen in der Kupferstadt unweigerlich Erinnerungen wachruft. 1999 hatte sein Vater Harry erfolglos für das Amt des Bürgermeisters kandidiert. Später stieg der heute 64-Jährige zum Direktor des Landschaftsverbandes Rheinland und von 2010 bis 2012 zum Landesminister für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr auf.

 

Der familiäre Hintergrund von Sohn Robert habe aber bei dessen Auswahl keine Rolle gespielt, so Wolf über den 33-Jährigen. „Er verfügt über große Erfahrung in den Bereichen Jugend, Sport und Soziales und im letztgenannten insbesondere in der Inklusion, einem Schwerpunktthema in der Kommunalpolitik der nächsten Jahre.“

 

Der Diplom-Sportwissenschaftler (Studium in Köln) ist derzeit noch stellvertretender des Deutschen Behindertenverbands (mit Sitz in Frechen). Voigtsberger ist verheirateter Vater zweier Kinder und wohnt in Aachen-Brand – also in überschaubarer Entfernung zum Stolberger Rathaus.

 

Ähnlich kurz wird der Weg zur Arbeit für Tobias Röhm sein, auf den sich die CDU festgelegt hat. Der 35-jährige gebürtige Mainzer wohnt in Venwegen, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Der Diplom-Bauingenieur, der an der RWTH Aachen studiert hat, ist momentan noch als Bau- und Projektleiter bei der Bauunternehmung Hans Lamers GmbH & Co. KG in Jülich beschäftigt. „Er hat eine fachliche Qualifikation in allen wichtigen Bereichen, verfügt über Erfahrung in Personalverantwortung und ist geübt in Kontakten zu Behörden und in Genehmigungsverfahren“, lobt Emonds Röhm als „einen exzellenten Fachmann“. Zu dieser Erkenntnis seien Partei- und Fraktionsspitze der CDU gekommen.

 

Beide Fraktionen haben ihre Kollegen und Mitglieder gestern über die Entscheidungen unterrichtet. Eine Frau hatte es übrigens nicht in den engeren Kreis der insgesamt 40 Bewerber (25 für das Dezernat 2, 15 für das Dezernat 3) geschafft. „Die notwendige Qualifikation war leider in allen Fällen nicht gegeben“, berichten Wolf und Emonds.

 

So wird die Verwaltungsspitze ausschließlich männlich sein – und auffallend jung. Denn auch Bürgermeister Tim Grüttemeier ist gerade mal 33 Jahre alt. „Das ist unter dem Gesichtspunkt eines umfassenden Verjüngungsprozesses zu sehen“, erklärt der 71-jährige Dieter Wolf und zeigt sich sehr zuversichtlich. „Wir sollten diesen jungen Menschen, die schon über große Erfahrung verfügen, einen Vertrauensvorsprung gewähren."

Mo

11

Aug

2014

Bürgermeister beim Spatenstich in Breinig

Dr. Tim Grüttemeier beim Spatenstich mit dem SV Breinig
Dr. Tim Grüttemeier beim Spatenstich mit dem SV Breinig

Erster Spatenstich zum Bau des Kunstrasenplatzes

Zukunftsprojekt des SV Breinig angestoßen. Baustelle liegt gleich neben dem Rasenplatz des Vereins.

 

Stolberg-Breinig. Mit kleinen Spaten lässt sich auf Schützheide wenig ausrichten. Insofern war es nur konsequent, dass beim offiziellen Spatenstich für die Bauarbeiten zur Errichtung des neuen Breiniger Sportzentrums gleich ein Bagger anrollte.

 

Bürgermeister Tim Grüttemeier setzte das schwere Gefährt symbolisch in Bewegung. Damit legte er zugleich den Grundstein für das zukunftsweisende Projekt des SV Breinig. „Hoffentlich mache ich nichts kaputt. Bei dem Projekt ist doch schon so viel schief gelaufen“, scherzte der neue Verwaltungschef. Gemeinsam mit CDU-Ratsherr Ben Grendel und SPD-Fraktionschef Dieter Wolf als Vertreter der großen Koalition sowie Willi Esser, dem Leiter des Amtes für Finanzwesen im Rathaus gab der Bürgermeister den Startschuss für die Bauarbeiten. Die bedeutsame Prozedur fand im Rahmen des Endspiels um den EVS-Cup statt.

 

Guter Dinge zeigte sich auch Dieter Jollet, Ehrenpräsident des SV Breinig und Leiter des Breiniger Bauausschusses, dass die langersehnten Kunstrasenplätze gleich neben dem Rasenplatz des Sportvereins nun zügig fertiggestellt werden können. „Die Bauarbeiten rund um die Kunstrasenplätze wollen wir bis spätestens Ende diesen Jahres abschließen“, äußerte sich Jollet zum Zeitplan.

 

Vereinsheim nächstes Jahr

 

Vieles hänge jedoch von den Witterungsbedingungen in den nächsten Wochen und Monaten ab. „Die Kunstrasenplätze haben für uns oberste Priorität“, so Jollet. Das neue Vereinsheim des SV Breinig, dessen Bauarbeiten parallel zum Bau des Kunstrasenplatzes beginnen, solle dann im Laufe des nächsten Jahres fertiggestellt werden.

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Di

05

Aug

2014

Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier besucht neue TÜV Rheinland Prüfstelle

 

Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier besucht TÜV Prüfstelle
Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier besucht TÜV Prüfstelle

Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Firmenbesuche überzeugte sich Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier am Dienstag von den Angeboten der neuen Prüfstelle des TÜV Rheinlands in Stolberg.

 

Die neue KFZ-Prüfstelle, die der TÜV Rheinland seit dem 13. Juni 2014 im Gewerbegebiet Steinfurt betreibt, wird von den Bürgerinnen und Bürgern bereits gut angenommen, freut sich der Regionalleiter des TÜV Rheinlands Hans-Joachim Frieß und bedankt sich für das Interesse und den Besuch des Stol-berger Bürgermeisters.

 

In der mit modernen Anlagen ausgestatteten Anlage kann von Montag bis Freitag zwischen 12.00 Uhr und 17.00 Uhr für Fahrzeuge bis zu 5 Tonnen nicht nur die Hauptuntersuchung mit integrierter Abgasuntersuchung (HU/AU) durchgeführt werden. Auch Checks von Anhängern und Motorrädern, Kfz-Änderungsabnahmen, Prüfungen zur Unfallverhütungsvor-schrift (UVV), Gasprüfungen für Caravans und Wohnmobile sowie der Verkauf von Feinstaubplaketten, Warnwesten, Verbandskästen und Warndreiecken findet hier statt. Nicht nur für Kraftfahrer ist die Stolberger Prüfstelle von Inte-resse. Auch Führerscheinanwärtern dient sie als zentrale Anlaufstelle, denn jeden Mittwoch von 8.00 bis 11.30 Uhr finden dort die theoretischen Fahrprüfungen statt und auch die praktischen Fahrprüfungen werden in Zukunft von hier aus starten.

 

Dr. Tim Grüttemeier betonte bei seinem Besuch die Bedeutung eines guten Verhältnisses zwischen Verwaltung und der lokalen Unternehmerschaft: „Diese Unternehmensbesuche sind wichtig damit diejenigen, die bei uns in Stolberg investieren und Arbeitsplätze schaffen, wissen, wer bei Problemen ihre Ansprechpartner im Rathaus sind.“ Auch Detlef Werry, der Leiter des Stolberger Amtes für Wirt-schaftsförderung, unterstrich, dass sich die Verwaltung als Dienstleister verstehen muss. „Nicht nur Existenzgründer können sich an uns wenden. Auch eingesessenen Unternehmern stehen wir mit einem umfangreichen Serviceangebot zur Seite.“, bestätigte Werry.

Mo

04

Aug

2014

Zwei Künstler, ein Name: „Antonio Máro“ stellt bis 9. September abstrakte Werke in der Galerie der Stolberger Burg aus

 

Die Eröffnung der neuen Kunstausstellung in der Artibus-Reihe ist trotz der Ferienzeit gestern auf großes Interesse gestoßen. Antonio Máro und sein Sohn und Artibus-Kurator Rafael Ramírez Máro zeigen in der Burg-Galerie ihren abstrakten Expressionismus unter dem Namen Antonio Máro. Die großformatigen Werke faszinieren mit ihren Kompositionen und der Farbgebung, wirken intensiv im Innern des Betrachters durch ihre Strahlkraft und Spiritualität. Eröffnet wurde die Artibus-Ausstellung von Bürgermeister Tim Grüttemeier und Kulturmanager Max Krieger, Rafael Ramírez Máro führte kurz in die Schau ein. Die Ausstellung ist bis einschließlich Sonntag, 9. September, bei freiem Eintritt in der Burg-Galerie, Faches-Thumesnil-Platz, zu sehen. Öffnungszeiten: dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 19 Uhr.

Di

29

Jul

2014

Besuch des IFTAR-Festes: Toleranz und ein respektvolles Miteinander - anregende Gespräche unter Freunden

 

Pfarrer Hans-Rolf Funken, der Side-Vorsitzende Ahmet Yildiz, der neue Bürgermeister Tim Grüttemeier kommen ins Gespräch.
Pfarrer Hans-Rolf Funken, der Side-Vorsitzende Ahmet Yildiz, der neue Bürgermeister Tim Grüttemeier kommen ins Gespräch.

Es ist das letzte Fastenbrechen in diesem Jahr, denn der Ramadan geht zu Ende. Die Tische in der festlichen Stadthalle sind eingedeckt und hinter den Kulissen laufen die letzten Vorbereitungen für das große Iftar-Fest, das die türkische Mittelstandsvereinigung Side gemeinsam mit den muslimischen Gemeinden Ditib (Rathausstraße), IBV (Schneidmühle), Igmg (Eschweilerstraße) und der Türk Federasyon veranstaltet – inzwischen zum sechsten Mal. „Wir sind auf einem guten Weg“, beschreibt Ahmet Yildiz die öffentliche Veranstaltung. Der Vorsitzende der „Side“ betont, dass nicht nur Muslime sondern auch Christen und Andersgläubige herzlich zu dem Fest eingeladen seien.

 

Zweisprachige Feier

„Hier sitzen wir an einem Tisch, kommen ins Gespräch, tauschen uns aus und lernen uns besser kennen.“ 1200 Mahlzeiten – finanziert durch Sponsoren und Unterstützer – sind vorbereitet, und Yildiz meint um 20 Uhr, es könnte zu viel Essen sein, denn „es ist ja Hauptreisezeit“.

Andererseits denkt er an die Entwicklung des Stolberger Iftar-Festes: „Es kommen immer mehr Gäste aus der Umgebung, zum Beispiel aus Eschweiler oder Aachen, und erfreulicher Weise auch mehr Nicht-Muslime. Vielleicht werden es ja heute doch rund 1000 Gäste.“ Gut eine Stunde später holt die Realität seine Einschätzung ein, und zwar im positiven Sinne. Der Saal der Stadthalle ist restlos gefüllt, die Gäste, die immer noch eintreffen, nehmen mittlerweile auf der Empore Platz, die Anzahl von 1200 Mahlzeiten ist bestens kalkuliert.

 

Voneinander lernen

In deutscher und türkischer Sprache begrüßen Canan Dogan und Firdevs Kirsolak die Gäste, und die beiden Frauen finden die passenden Worte, mit denen sie über den Ramadan und über Stolberg sprechen. Sie erklären, der Ramadan sei ein Monat der tiefen Hingabe und der Reflexion ebenso wie der Solidarität, der Versöhnung und des Friedens sowie eine Zeit für Familie und Freunde.

„Stolberg ist nicht eine Zusammensetzung aus geografischen und historischen Daten, auch nicht das Produkt von Vorurteilen und Vorbehalten, sondern ein Beispiel für ein Miteinander in Frieden und Demokratie in Wohlergehen und sozialer Teilhabe, in kultureller und religiöser Vielfalt“, führten Kirsolak und Dogan aus.

„Unsere Stadt besteht aus einer Vielzahl von Ethnien, Religionen und Weltanschauungen, und das ist auch gut so, denn unsere Gemeinschaft wird durch diese Vielfalt bereichert, und wir lernen gegenseitig voneinander. Mit Veranstaltungen wie dem heutigen Fastenbrechen setzen wir ein Zeichen der Toleranz, des respektvollen Umgangs miteinander und der gegenseitigen Anerkennung.“

Diesen Worten schließen sich Turgay Sacu (Ditib), Osman Ertürk (IBV), Muhammet Özgen (Igmg) und Aydin Hepaltun (Türk Federasyon) ebenso an wie der neue Bürgermeister. „Ich freue mich sehr, heute Abend hier zu sein. Es ist wichtig, dass wir Feste zusammen feiern, und ein gutes Zeichen für die Integration in Stolberg“, erklärt Tim Grüttemeier. Yildiz erinnert an das derzeitige Schicksal der Menschen in Gaza und sagt: „Ich hoffe, dass dieser Krieg bald beendet wird.“

 

Der katholische Pfarrer Hans-Rolf Funken knüpft daran an: „Es ist schön, dass wir heute Abend hier so friedlich zusammensitzen. Das ist leider nicht überall auf der Welt so, und ich wünsche mir, dass auch in anderen Ländern die Völker einen Weg finden, in Frieden miteinander zu leben.“ Die Vorbeter der muslimischen Gemeinden Yüksel Mutlu (DITIB), Hüseiy Gök (IGMG) und Ibrahim Dirioglu (IBV) zitieren Koranverse und sprechen Dankesgebete – auch diese werden übersetzt und in deutscher Sprache vorgetragen. Als um 21.37 Uhr die Sonne untergeht wird nicht nur zur Freude der vielen anwesenden Kinder seitlich der Stadthalle ein kleines Feuerwerk entzündet, unter anderem von Bürgermeister Grüttemeier. Drinnen beginnt das gemeinsame Essen mit einer kräftigen Suppe. Es folgen gemischtes Gemüse, Reis, Fleisch und „Baklava“ zum Nachtisch sowie viele anregende Gespräche im Kreise von Familie und Freunden.

Mo

28

Jul

2014

Grüttemeier: "Wichtiger Baustein für Stolberg". Baugenehmigung für das Seniorenzentrum Süssendell überreicht. Investition von 8 Millionen Euro durch die AWO.

 

„Jetzt geht der Blick nach vorne“ für das neue Seniorenheim in Süssendell: Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt, Bürgermeister Tim Grüttemeier, Sabine von Homeyer, Hans-Peter Barbeln, Beate Ruland und Hans-Peter Göbbels (v.l.). Foto: SZ / SN
„Jetzt geht der Blick nach vorne“ für das neue Seniorenheim in Süssendell: Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt, Bürgermeister Tim Grüttemeier, Sabine von Homeyer, Hans-Peter Barbeln, Beate Ruland und Hans-Peter Göbbels (v.l.). Foto: SZ / SN

Baugenehmigung für das Seniorenzentrum Süssendell überreicht. Umfangreiche Arbeiten bis zur Eröffnung im Frühjahr 2016. Ein Modellprojekt in Form eines Dorfes. AWO-Gesa investiert acht Millionen Euro.  „Als ich das letzte Mal hier war, hatte ich allen Grund zum Schimpfen“, erinnert sich Beate Ruland. An dem 11. Juli letzten Jahres hatte die AWO-Bezirksvorsitzende ein Donnerwetter in Richtung Stadtverwaltung losgelassen, als sie eigentlich ihr Modellprojekt auf Süssendell einer breiten Öffentlichkeit vorstellen wollte.

Doch die Verärgerung ist heute Geschichte, der Blick richtet sich in die Zukunft. Nachdem Hans-Peter Barbeln, Geschäftsführer der AWO-Gesa (Gesellschaft für Altenhilfeeinrichtungen mbH) bereits die Abrissgenehmigung für das Ausflugslokal, das auch schon als Lungenheilanstalt und Kinderheim gedient hatte, bereits in der Hand hielt, und das Ensemble dem Erdboden gleich gemacht ist, kann nun Projektleiterin Sabine Homeyer den Aufbau des Heimes mit 80 Plätzen für demenziell erkrankte Senioren in Angriff nehmen. Bei der Übergabe des Aktenordners voller Genehmigungsunterlagen freuten sich Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier und Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt, dass alle Hürden vom Landschaftsschutz über Wasserrecht bis hin zu Kanalisierung und Ausgleichsmaßnahmen genommen sind. „Dieses Vorhaben ist ein besonders wichtiger Mosaikstein bei der Bereitstellung von Wohn- und Pflegeraum in der Kupferstadt“, betonte Grüttemeier.

Impression: Mitten im Zentrum entsteht eine kleine Gartenanlage, in der Senioren werkeln können.
Impression: Mitten im Zentrum entsteht eine kleine Gartenanlage, in der Senioren werkeln können.

Und dies hat mehrere Gründe. Die AWO-Gesa investiert rund acht Millionen Euro auf dem insgesamt rund 7,5 Millionen Hektar großen Gelände. Neben 80 Pflege- werden auch gut 80 Arbeitsplätze neu geschaffen. Und dieses Seniorenzentrum hat einen Modellcharakter. „Ein Grund dafür, dass auch im Kreise unserer Mitarbeiter das Interesse an Süssendell besonders groß ist“; unterstreichen Barbeln und Kreisvorsitzender Hans-Peter Göbbels.

Das Seniorenheim entsteht in Form eines Dorfes mitten im Wald. Bei der nun für Frühjahr 2016 avisierten Eröffnung werden sich fünf Wohngebäude um ein Zentrum gruppieren, in dem Gemeinschaftseinrichtungen, Verwaltung und kreative Bereiche nebst Garten und Cafeteria angesiedelt sind. Der Dorfkern wird somit zum Mittelpunkt des Lebens der Senioren in Süssendell.

Bis dahin wird das Gelände noch erheblich modelliert werden müssen, so erklärte Sabine von Homeyer, um eine barrierefreie Gestaltung gewährleisten zu können. „Bereits heute ist aber das Interesse groß“, vereist Barbeln auf eine gute Resonanz in Fachkreisen ebenso wie bei Bewerbungen um einen Beschäftigungs- oder Betreuungsplatz.

 

Informationstag vor Ort am 26. August

Ein umfassendes Informationsangebot zum Seniorenheim Süssendell plant die AWO für Dienstag, 26. August, ab 17 Uhr vor Ort. Es richtet sich an alle Interessenten für das Projekt ebenso wie gezielt mögliche Bewohner und deren Angehörige sowie Interessierte für einen Arbeitsplatz angesprochen werden sollen.

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Fr

25

Jul

2014

Die Kupferstadt setzt nun auf flotte Glaskabel - Breitbandausbau auf den Weg gebracht!

 

Das schnelle Internet soll nun kommen: Nach den Sommerferien werden die Bürger befragt, im Januar soll der Stadtrat die ersten Aufträge zum Netzausbau vergeben.
Das schnelle Internet soll nun kommen: Nach den Sommerferien werden die Bürger befragt, im Januar soll der Stadtrat die ersten Aufträge zum Netzausbau vergeben.

Internet soll zügig schnell werden. Netzbetreiber sind angeschrieben. Nach den Sommerferien werden die Bürger befragt. Stadtrat entscheidet im Januar. Nun soll alles zügig gehen mit dem schnellen Internet in der Kupferstadt. Im Januar 2015 möchte der Stadtrat die ersten Aufträge für den Ausbau des Breitbandnetzes erteilen, kündigt Bürgermeister Tim Grüttemeier an. Bis dahin müssen jedoch noch eine Menge an Schritten im Laufe eines komplizierten Verfahrens gegangen werden, in dessen Rahmen die Bürger nach den Sommerferien gefordert sind, über ihre Erfahrungen mit dem bestehenden Angebot und ihren Bedarf zu berichten.

 

Basis dazu ist die Machbarkeitsstudie, zu der der alte Stadtrat noch im Mai den Auftrag erteilt hatte. „Vor allem in den ländlichen Bereichen besteht ein zu geringes Nachfragepotenzial für die Netzbetreiber, um einen Ausbau des Angebotes wirtschaftlich betreiben zu können“, erklärt Helmut Frauenkron von der Kölner fnk-Consult, der gemeinsam mit Frank Gilles und Detlef Werry vom Wirtschaftsförderungsamt dem Breitband in Stolberg auf die Sprünge helfen möchte. Grundlage dabei ist das Förderprogramm des Landes, das in unterversorgten Bereichen helfen soll, die Lücken zur Wirtschaftlichkeit für einen Anbieter und die Stadt zu minimieren.

Pro Projekt sind 75 bis 90 Prozent Zuschüsse, maximal jedoch 180 000 Euro, möglich, erläutert Frauenkron. Beim Beispiel Zweifall, für das die Telekom den Ausbau auf 700 000 Euro über den Daumen gepeilt beziffert hatte, verbliebe ein städtischer Anteil von 250 000 bis 300 000 Euro, verdeutlichte Grüttemeier. „Angesichts der Haushaltslage werden wir natürlich nicht die komplette Stadt auf einen Schlag mit schnellem Internet versorgen können“, erklärt der Bürgermeister, „sondern müssen abschnittsweise vorgehen“. Der Stadtrat wird dazu eine Prioritätenliste beschließen müssen.

 

Dazu müssen die unterversorgten Stadtbereiche ermittelt werden. Diese werden in den aktuellen Förderrichtlinien mit einem Download von 2 MBit/sec beziffert. „Die sind sechs Jahre alt und entsprechen längst nicht mehr heutigen Anforderungen“, so Frauenkron, „wir müssen uns jedoch an diesen Daten orientieren.“ Aber die Erfahrung lehre, dass die Netzanbieter bei einem Ausbau auch dem aktuellen Stand der Technik folgen würden. Bis dato hat der Diplom-Ingenieur die aktuelle Netzabdeckung im Stadtgebiet ebenso analysiert wie erkundet wurde, wo Leerrohre und Leitungstrassen bereits vorhanden sind, die bei einem Ausbau genutzt werden könnten. „Das würde die Kosten reduzieren“, so Werry. Nun geht es darum, Lösungsmöglichkeiten auszuarbeiten, um Zuschüsse des Landes akquirieren zu können.

 

Dazu ist zunächst eine Markterkundung erforderlich. „Wir haben bereits alle Netzbetreiber angeschrieben“, sagt Gilles. Sie müssen erklären, ob und wo sie in Stolberg innerhalb der nächsten drei Jahre aus eigenem Antrieb ohne öffentliche Zuschüsse planen, eine Netzabdeckung für alle Haushalte mit mindestens 2 MBit/s sicherzustellen. „Zur Erreichung der von der Bundesregierung definierten Zielsetzung, eine flächendeckende Breitbandversorgung mit Übertragungsraten von mindestens 50 MBit/s sicherzustellen, sind höhere Übertragungsraten ausdrücklich erwünscht“, heißt es in dem Schreiben des Verwaltungschefs. Bis zum 18. August werden die Antworten der Netzbetreiber im Rathaus erwartet.

 

Jetzt, nach den Sommerferien, kommen die Bürger ins Spiel. In Form einer Bürgerbefragung erfolgt eine Bedarfserhebung in Ortschaften und in Gewerbegebieten, erläutert Detlef Werry. Auszubildende und Anwärter der Verwaltung sowie Ratsmitglieder werden Fragebögen den Haushalten zustellen, auf der städtischen Internetseite wird er ebenso zum Download bereitstehen wie über Facebook. Auch die Gruppe um den Zweifaller Thomas Rissmeyer, die vor einigen Wochen das Thema in der Kupferstadt forciert hatte, wird sich mit ihren Erfahrungen, Vorstellungen und Wünschen einbringen.

 

Sieben Stadtteile und Gewerbe

Bei der Datenerhebung geht es neben der Art des Anschlusses nicht nur um die Werte, die „auf dem Papier“ den Haushalten zur Verfügung stehen, sondern vor allem auch um die praktischen Erfahrungen. Wie hoch sind die tatsächlichen Download-Geschwindigkeiten, wie sicher und stabil ist der Netzanschluss, wie zufrieden sind die Kunden mit ihm und welche Übertragungsgeschwindigkeiten sind gewünscht oder benötigt?

Dabei richtet sich der Blick der Stadt zunächst in erster Linie auf sieben Stadtbereiche, die anhand der bekannten Daten den Förderkriterien des Landes entsprechen: Vicht/Breinigerberg, Zweifall, Schevenhütte, Büsbach, Dorff, Venwegen und Werth. Außerdem werden konkret die Gewerbebereiche Camp Astrid, Steinfurt, Mausbach, die Gewerbeparks Hamm-Mühle und Münsterbusch sowie das Areal Würselener-/Hasencleverstraße einbezogen. Sechs Wochen sind für diese Ermittlung des Bedarfs terminiert. Dann folgen die Auswertung und der Abgleich mit den Informationen der Netzanbieter sowie die Konzeptionierung – insbesondere für die Bereiche mit mangelhafter Netzabdeckung bei gleichzeitig hohem Bedarf. Es bestehen unterschiedliche Ansätze zur Lösung.

Als Königsweg gilt ein Glasfaseranschluss für jeden Nutzer, was aber als kaum finanzierbar gilt, hatte Carsten Pütz von der Breitband-Consulting NRW jüngst im Stadtrat erklärt. Alternativen sind Glasfaserleitungen nur bis zu definierten Verteilungspunkten, und von dort mit konventionellen Verbindungen zunächst weiter zu arbeiten.

 

Eingebunden werden in ein solches Konzept für das Stadtgebiet könnten auch Lösungen über Koaxialkabel, wie sie der Kabelfernsehnetzbetreiber anbietet, sowie über LTE-Empfang, Richtfunk oder für Spezialfälle sogar Satellitenempfang zu Verteilerstationen, die dann Haushalte und Unternehmen versorgen könnten.

Jedenfalls soll Anfang Oktober die Ausschreibung zum Netzausbau in Stolberg veröffentlicht werden; sie läuft über acht Wochen. Anfang Dezember werden die Angebote im Rathaus erwartet. „Erst danach werden wir auch etwas über die Kosten und Konzepte sagen sowie den Förderantrag beim Land einreichen können“, erläutert Tim Grüttemeier.

 

Politik muss Prioritäten setzen

Erst dann wird man sich auch Gedanken machen können, wo zuerst mit dem Ausbau des Breitbandnetzes begonnen werden soll. „Die Verwaltung wird dem im Januar tagenden Stadtrat eine Vergabeentscheidung unterbreiten“, kündigt der Bürgermeister an. Die Setzung der Prioritäten sei dann eine politische Entscheidung.

„Je nach Dimension werden wir wohl ein bis zwei Projekte pro Jahr anpacken können“, kalkuliert der Bürgermeister vorsichtig. „In meinem Entwurf für den Haushalt 2015 werden jedenfalls Mittel für den Breitband-Ausbau enthalten sein“, kann Grüttemeier Beträge noch nicht nennen. „Wir arbeiten noch an der Budget-Planung.“

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Do

24

Jul

2014

Besuch des Bürgermeisters beim Fußballcamp der Ferienspiele

 

Stolbergs junge Fußballer sind immer noch ganz im Weltmeisterschaftsfieber. Foto: Stolberger Zeitung / Nachrichten
Stolbergs junge Fußballer sind immer noch ganz im Weltmeisterschaftsfieber. Foto: Stolberger Zeitung / Nachrichten

„Irgendwie komisch, aber auch cool“ - Beim Fußballcamp während der Ferienspiele geht‘s auch mal barfuß zur Sache. 

Stolbergs junge Fußballer, noch ganz im WM-Fieber, zeigen beim Fußballcamp der Ferienspiele ein Durchhaltevermögen wie die Profis. Weder schwüler, dicker Nebel noch Regengüsse können ihre gute Laune und ihren Elan erschüttern: Die Neun- bis Zwölfjährigen bleiben am Ball und sind deutlich bei der Sache. Konzentriert folgen sie den Anweisungen und Hilfestellungen ihrer Trainer. Vier Mädchen nehmen dieses Jahr teil, „letztes Jahr waren wir viel mehr“, sagt Lara Engelhardt, die mit ihrer Schwester Jil schon das zweite Jahr dabei ist. Jil spielt regelmäßig Fußball im Verein, aber auch Lara hat die Ferienbeschäftigung im vergangenen Sommer so gefallen, dass sie wieder mitmachen wollte. Das Fuß­ballcamp sei ganz anders als das Spiel im Verein, erklärt Jil, „da sind wir nur Mädchen und spielen mit weniger Körpereinsatz. Da kann man nicht so drauf gehen wie bei den Jungs.“ Auch Marc Grieser freut sich, schon im dritten Jahr tatkräftig das Trainerteam unterstützen zu können: „Das Team ist wirklich super, und die Kinder spüren auch, dass wir das Projekt mit Freude und Herzblut betreiben.“

 

Alexander Oedekoven, Marco Herwartz-Emden, Oliver Keßels und Rene von der Maßen trainieren die jungen Fußballer in Kleingruppen mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Sie können ihre Schützlinge deutlich begeistern, das Training läuft ruhig und problemlos, während in der Trinkpause fröhliches und kum­pelhaftes Geplauder der Großen und Kleinen zu vernehmen sind. Auch dem zwölfjährigen Adrian gefällt das Camp. Er nimmt zum ersten Mal teil und findet alle sehr nett: „Die Trainer zeigen uns so einiges. Außerdem ist das Essen hier sehr lecker.“ Am Montag sind Trainer und Teilnehmer erst nachmittags dem Regen in die trockene Halle gewichen, „da haben wir barfuß weitergespielt. Das war irgendwie komisch, aber auch cool“, grinst Adrian. Das Fußballcamp ist auch dieses Jahr wieder ausgebucht. Kathi Büchel vom Jugendamt: „Nur durch die Hilfe von Sponsoren kann im Rahmen der Ferienspiele ein so weitreichendes Angebot so günstig zur Verfügung gestellt werden.“ Speziell für das Fußballcamp (40 Euro pro Teilnehmer) dankt Bürgermeister Tim Grüttemeier Sponsoren und Helfern, während Hans-Josef Kaulen von der VR-Bank das Kompliment an die Stadt zurückgibt: „Ich finde das Stolbärchen und die Ferienspiele insgesamt eine tolle Geschichte.“

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Do

24

Jul

2014

Aachener Straße wieder frei!

 

Leitplanken montiert: Nach Feinarbeiten wird die Aachener Straße zwischen Innenstadt und Büsbacher Berg morgen freigegeben. Foto: Stolberger Zeitung / Nachrichten
Leitplanken montiert: Nach Feinarbeiten wird die Aachener Straße zwischen Innenstadt und Büsbacher Berg morgen freigegeben. Foto: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Ortskundige machen es schon seit längerem, aber verbotswidrig. Vom morgigen Freitag an darf die Aachener Straße zwischen Oberstolberg und dem Büsbacher Berg wieder offiziell für den Verkehr genutzt werden. Nachdem die Leitplanken seit Dienstagabend installiert sind, bleiben noch wenige Restarbeiten. Allerdings soll die Freigabe auf den Ziel- und Quellverkehr beschränkt bleiben, betont Bürgermeister Tim Grüttemeier, damit sich der Durchgangsverkehr nicht durch die Wohnviertel von Reitmeisterweg, Galmei- und Bischofstraße schlängelt.

„Die großräumige Umleitung bleibt bestehen“, erklärt Werner Lövenich. Bis gegen Ende des Jahres wird es noch dauern, bis die größte städtische Baustelle vollendet werden kann, bleibt der Projektleiter im Tiefbauamt vorsichtig, eine frühere Fertigstellung zu avisieren: „Wir liegen sehr gut im Zeitplan“, sagt Lövenich.

 

4,3 Millionen Euro investiert

Ab morgen zwischen Innenstadt und Büsbacher Berg. Umleitung bleibt. Derzeit wird oberhalb der Kranen­sterzstraße der Abschnitt ausgebaut, der bislang ausgenommen war, um die Erreichbarkeit einer Werkstätte zu gewährleisten. Weiter oberhalb sind die Gehwegbereiche weit gediehen. Zwischen Grüner Weg und dem Lehmkaulweg bewegt sich derzeit der hauptsächliche Ausbau.

In der kommenden Woche kann die Baustellenampel an der Büsbacher Kreuzung wieder abgebaut wieder außer Betrieb genommen werden; dann ist die Sanierung von Kanal- und Hausanschlüssen soweit gediehen, dass nicht mehr in die Fahrbahn der L 220 eingegriffen werden muss. „Wir möchten noch möglichst weit kommen, bevor das Tiefbauunternehmen am 4. August für zwei Wochen Betriebsferien macht“, so Lövenich.

Rund 4,3 Millionen Euro investiert die Stadt in den Neubau der 1,7 Kilometer langen Strecke; mit rund 1,8 Millionen Euro beteiligen sich Bund und Land, weil die Aachener- als eine verkehrswichtige Straße eingestuft ist.

Welche Bedeutung diese als Hauptverkehrsader heute noch immer hat, zeigt sich seit dem Baubeginn am 9. September immer wieder zu den Spitzenzeiten. Dann grüßt täglich der Stau auf Finkensief- und Zweifaller Straße. Aber ein Ende ist absehbar.

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Mi

23

Jul

2014

Grüttemeier: "Der Stadtrat besetzt seine Ausschüsse und Gremien."

 

Der Stolberger Stadtrat nach seiner konstituierenden Sitzung am 1. Juli; es fehlten entschuldigt Arthur Kaldenbach (CDU) und Udo Rüttgers (Piraten).Foto: Stolberger Zeitung / Nachrichten
Der Stolberger Stadtrat nach seiner konstituierenden Sitzung am 1. Juli

Einstimmiger Beschluss erfolgt auf Basis einer gemeinsame Liste aller Fraktionen. Sechs Mal stellt die CDU und vier Mal die SPD den jeweiligen Vorsitzenden.

Der Stolberger Stadtrat hat auf seiner konstituierenden Sitzung einstimmig auf Basis einer gemeinsamen Liste aller Fraktionen die Ausschüsse besetzt sowie Vertreter der Stadt in diverse Gremien entsendet. Dem Haupt- und Finanzausschuss sitzt qua Amt der Bürgermeister vor, dem Wahlausschuss der Wahlleiter; der Jugendhilfeausschuss sowie der Integrationsrat bestimmen den Vorsitz aus ihrer Mitte heraus; die Vorsitzenden stellen gemäß Absprache 1)die CDU oder 2)die SPD:

 

 

Haupt- und Finanzausschuss: Dr. Tim Grüttemeier, Mark Delzepich, Jochen Emonds, Martin Hennig, Paul M. Kirch, Siegfried Pietz, Hans-Josef Siebertz, Karina Wahlen (alle CDU), Patrick Haas, Peter Jussen, Heinz Offermann, Dieter Wolf, Hanne Zakowski (alle SPD), Bernd Engelhardt (FDP), Dina Graetz (B‘90/Grüne), Mathias Prußeit (Linke)

 

 

Rechnungsprüfungsausschuss: Hans Bruckschen, Heinz-Gerd Braun, Martin Hennig, Artur Kaldenbach, Eberhard Koslowski, Hans-Josef Siebertz, Fritz Thiermann (alle CDU), Carsten Lange, Heinz Offermann, Ute Herff, Helmut Grosche, Arndt Kohn (alle SPD), Bernd Engelhard (FDP), Dina Graetz (B‘90/Grüne), Mathias Prußeit (Linke) 

 

Bau- und Vergabeausschuss 2) : Heinz-Gerd Braun, Marc Delzepich, Artur Kaldenbach, Fritz Thiermann (alle CDU), Peter Jussen, Helmut Grosche, Jürgen Schmitz (alle SPD), Dina Graetz (B‘90/Grüne); sachkundige Bürger: Bernd Stickeler, Waltraud Strang, Rainer Zartmann (alle CDU), Hans Kleinlein, Sascha Ciarletta (alle SPD), Rudolf Steltjes (FDP), Helmut Gottfried (Linke) 

 

Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt 1) : Günter Blasczcyk, Paul M. Kirch, Kunibert Matheis, Siegfried Pietz (alle CDU), Peter Jussen, Heinz Offermann, Jürgen Schmitz (alle SPD), Gabi Halili (Linke); sachkundige Bürger: Gerd Grüttemeier, Lutz Hillinger, Adolf Konrads (alle CDU), Rolf Engels, Franz Josef Haselier (alle SPD), Khaled EL-Deib (FDP), Eckhard Rombach (B‘90/Grüne)

 

 

Ausschuss für Schule, Kultur, Sport und Tourismus 1) : Günter Blasczcyk, Hans Bruckschen, Jochen Emonds, Ludwig Hahn (alle CDU), Patrick Haas, Ute Herff, Andrea Müller (alle SPD), Paterick Hennings (B‘90/Grüne), Gabi Halili (Linke); sachkundige Bürger: Klaus Berghausen, Steffi Frey, Jonas Kirch (alle CDU), Willi Classen, Yvonne Mees (alle SPD), Claudia Schütze (FDP) 

 

Ausschuss für Soziales und Generationengerechtigkeit 2) : Rita Felden, Ben Grendel, Ludwig Hahn, Carolin Sieven (alle CDU), Toni Grendel, Patrick Haas, Andrea Müller (alle SPD), Mathias Prußeit (Linke); sachkundige Bürger: Horst Braun, Liesel Ganser, Kerstin Siebertz (alle CDU), Jochem Reitze, Michael Wolf (alle SPD), Gisela Wentzler (FDP), Marita Stahl (B‘90/Grüne) 

 

Jugendhilfeausschuss 2) : Marc Delzepich, Rita Felden, Ben Grendel, Julian Wahlen (alle CDU), Ferdi Gatzweiler, Arndt Kohn, Hanne Zakowski (alle SPD), Frank Thyssen (B‘90/Grüne); sachkundige Bürger: Günter Schwarz (CDU) sowie Julia Hülsen (DPSG), Manfred Steffens (AWO), Hannelore Klinkhammer-Bohl (Helene-Weber-Haus), Klaudia Bergs-Bedra (SkF), Katharina Knopse (Jugendberufshilfe), Heike Heidecker (DRK), Gertrud Wollschläger-Dulle (Jugendrichterin), Ralf Dreze (Agentur für Arbeit), Jörg Klein (Schulen), Franz Schmitz (Polizei), Helmut Gottfried (Kath. Kirche), Jens Wegmann (Evang. Kirche), Dr. Claudia Korebrits (Gesundheitsamt), Vertreter des Integrationsrates folgt nach dessen konstituierender Sitzung; Dr. Tim Grüttemeier (Bürgermeister), Willi Seyffarth (Leiter Jugendamt). 

 

Beschwerdeausschuss 1) : Reiner Bonnie, Kunibert Matheis, Carolin Sieven, Julian Wahlen (alle CDU), Toni Grendel, Helmut Grosche, Hans Nüsser (alle SPD), Bernd Engelhard (FDP); sachkundige Bürger: Winfried Bartges, Sigmund Conrads, Hanni Lang (alle CDU), Gürhan Dogan, Tim Schmitz (alle SPD), Hubert Simons (B‘90/Grüne), Monika Gottfried (Linke) 

 

Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Arbeitsmarktpolitik 1): Reiner Bonnie, Martin Hennig, Eberhard Koslowski, Michael Thomas (alle CDU), Peter Jussen, Carsten Lange, Heinz Offermann (alle SPD), Axel Conrads (FDP), Mathias Prußeit (Linke); sachkundige Bürger: Albert Blau, Hans-Gerd Emonds, Wolfgang Schmitz (alle CDU), Martin Peters, Harry van Emelen (alle SPD), Mario Wissel (B‘90/Grüne) 

 

Personalausschuss 1): Jochen Emonds, Paul M. Kirch, Siegfried Pietz, Fritz Thiermann (alle CDU), Hans Nüsser, Jürgen Schmitz, Dieter Wolf, Hanne Zakowski (alle SPD), Bernd Engelhard (FDP), Frank Thyssen (B‘90/Grüne), Mathias Prußeit (Linke) 

 

Wahlausschuss: Ben Grendel, Artur Kaldenbach, Karina Wahlen (alle CDU), Peter Jussen, Hans Nüsser (alle SPD), Bernd Engelhard (FDP), Gabi Halili (Linke); sachkundige Bürger: Anita Kniepen, Sandra Münstermann (alle CDU), Rosita Przybylski (SPD) 

 

Wahlprüfungsausschuss 1): Reiner Bonnie, Heinz-Gerd Braun, Hans Bruckschen, Hans-Josef Siebertz (alle CDU), Toni Grendel, Heinz Offermann, Jürgen Schmitz (alle SPD), Frank Thyssen (B‘90/Grüne); sachkundige Bürger: Carlheinz Nadenau, Maria Rössler, Hermann-Josef Vroomen (alle CDU), Hans-Ludwig Reinartz, Turgay Sacu (alle SPD), Jan Wawrzyniak (FDP), Udo Beitzel (Linke) 

 

Integrationsrat: Turgay Sacu, Erol Kilic, Gürhan Dogan, Recep Yilmaz, Saida Basarir (alle MSS), Muarem Zaimi, Ahmet Ekin, Meryem Dilsiz, Hatice Alici (alle VSM), Khairun Ismail. 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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Mi

16

Jul

2014

Grüttemeier: "Nach zehn Jahren kann es in Breinig endlich losgehen!"

 

Auf einen Ansturm jugendlicher Kicker setzt der SV Breinig mit dem Bau seiner Anlagen – erst recht nach dem WM-Titel. Foto: Stolberger Zeitung / Nachrichten
Auf einen Ansturm jugendlicher Kicker setzt der SV Breinig mit dem Bau seiner Anlagen – erst recht nach dem WM-Titel. Foto: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Bürgermeister überreicht Bewilligungsbescheid für den Neubau des Sportzentrums. Die Arbeiten beginnen im August.

„Ich habe eigens nachgeschaut“: Auf diesen Moment hat Dieter Jollet zehn Jahre und drei Monate hingearbeitet. Jetzt kann‘s richtig losgehen mit dem Ausbau des Sportzentrums Breinig. Gestern überreichten Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier und Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt dem Projektverantwortlichen des SV Breinig und Schatzmeister Siggi Matheis den Bewilligungsbescheid über den 900 000 Euro zählenden Zuschuss zur Schaffung der sportlichen Infrastruktur. „Nach den vielen Problemen in der Vergangenheit hoffe ich nun auf einen reibungslosen Bau der Anlagen“, wünschte der Bürgermeister den SVB-Repräsentanten.

 

Plätze im November bespielbar

Gegen Rechnung und Beleg können sie innerhalb von zwei Jahren abgerufen werden für die Schaffung eines Kunstrasenplatzes, eines Kleinspielfeldes, Flutlicht, Wege, Ballfangeinrichtungen, Lärmschutzwall und Funktionsräume wie Duschen und Umkleiden im neuen Vereinsheim. Zwei Jahre soll‘s freilich nicht dauern, bis die Breiniger Kicker auf Kunstrasen spielen können. Mitte Oktober wird der Spielverein seine Aschenplätze auf der anderen Straßenseite der Schützheide räumen müssen, damit das Neubaugebiet erschlossen werden kann.

 

Im November soll der Trainings- und Spielbetrieb auf dem Plastikrasen aufgenommen werden können. „Wir stehen in den letzten Verhandlungen mit einem renommierten Unternehmen, das innerhalb von vier Monaten die Plätze errichten kann“, sagt Jollet. Um den 20. August soll mit den Arbeiten dazu begonnen werden. Aber schon vorher sind die Breiniger gefordert. Mitte nächsten Monats wird mit Unterstützung des BSR Schotterwerkes mit dem Bau eines Versickerungsbeckens am Rande des neuen Sportzentrums begonnen. Nicht ganz so schnell wie mit den Spielplätzen wird es mit dem Bau des neuen Vereinsheims vorangehen können, bei dem der SV mit erheblichen Eigenleistungen glänzen möchte. Dazu zählt auch der Versammlungsraum mit Bewirtung in der oberen Etage.

„Und wir überlegen auch wieder, eine Aufsichts-Wohnung einzubauen“, sagt Jollet mit Blick auf Vandalismus und Diebstahl. „Das scheint heute wohl erforderlich zu sein.“ In den zurückliegenden Tagen wurde drei Mal in das alte Vereinsheim eingebrochen und dabei erheblicher Sachschaden verursacht.

 

Zusätzlich zu der städtischen Unterstützung werden die Breiniger rund 1,3 Millionen Euro an Eigenleistung aufbringen, um das Sportzentrum realisieren zu können. In eineinhalb Jahren möchten die Breiniger das moderne Zentrum einweihen können und hoffen, dazu wieder eine Top-Begegnung präsentieren zu können. Wer, ist freilich noch offen. Bekannterweise verfügen die Breiniger über gute Kontakte. Immerhin absolvierte die deutsche Nationalmannschaft am 15. Juni 2000 im Rahmen der Europameisterschaft  in Belgien und den Niederlanden eine Trainingseinheit, bei der Oliver Bierhoff durch seine Verletzung für Schlagzeilen sorgte, zur Einweihung des Rasenstadions gastierte am 1. August 1998 Borussia Dortmund und zum 85-jährigen Bestehen des FC Schalke 04 an der Schützheide. Kommen nun die Bayern? Alles nur Spekulation. Sicher ist, dass „wir nun nach vorne blicken“, sagen Jollet und Matheis. Die zurückliegenden Probleme und Hürden sollen Vergangenheit sein. Gegenwärtig ist vor allem der Dank der Breiniger an alle, die sich für das Projekt engagiert haben – „allen voran Albert Willms“, betont Dieter Jollet. Der hatte am 17. April 1996 in unserer Zeitung erstmals öffentlich die Pläne für den Sprung des SV Breinig auf die andere Seite der Kreisstraße 22 präsentiert. Damals sollte noch in Zusammenarbeit mit dem TC Breinig eine Fußball- und Tennisanlage entstehen, die Aschenplätze in ein Baugebiet umgewandelt werden. Im Laufe der Zeit sprang der Tennisclub ab, und erst einmal wurde 1997 mit dem Bau des Rasenstadions begonnen. Die Idee eines zweiten Platzes mit weiteren Trainingsmöglichkeiten blieb aber im Kopf und wurde intern 2004 reaktiviert. Am 21. Juni 2005 machte als Vorsitzender Dieter Jollet in unserer Zeitung einen erneuten öffentlichen Anlauf.

 

Arbeiten im Neubaugebiet

Auf einen regen Zulauf vor allem an Kindern und Jugendlichen hoffen die Breiniger ebenso wie der Bürgermeister aufgrund der neuen Anlagen und des vierten deutschen WM-Titels. „Solche Erfolge haben immer auch ihre Effekte für den Breitensport“, so Grüttemeier.

 

Die letzten Vorbereitungen laufen derweil bei Andreas Pickhardt in seiner Funktion als Geschäftsführer der Stolberger Bauland GmbH (SBG): Im Herbst beginnen die Arbeiten zur Erschließung des Neubaugebietes zwischen Corne­lia­straße und Schützheide. Baustraße, Kanal und weitere Infrastruktur werden geschaffen. Im Frühjahr sollen dann die Bauherren mit der Errichtung ihrer Häuser beginnen können.

Di

15

Jul

2014

Vom Hotspot der Bücherei in die weite Welt - WLan-Netz mit Tempo kostenfrei nutzbar. 50 MBit/s im Download

 

Eingeloggt mit kostenfreiem WLan: Beate Klaas, Michael Weniger und Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier in der Stadtbücherei.
Eingeloggt mit kostenfreiem WLan: Beate Klaas, Michael Weniger und Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier in der Stadtbücherei.
Vier installierte PC. Stadt investiert 58 000 Euro. Neue Bücher und Medien. „Jede bessere Filiale einer Fastfood-Kette stellt seit langem ein solches Angebot bereit. Da ist es längst an der Zeit, dass unsere Stadtbücherei im Internet-Zeitalter ankommt“, sagt Tim Grüttemeier. Ab sofort kann nicht nur der Bürgermeister, sondern jeder Besucher das neue WLan-Netz der Einrichtung im Kulturzentrum Frankental nutzen – kostenfrei. Mit dem eigenen Smartphone, Tablet und Notebook oder auch an vier fest installierten Bildschirmen steht die weite Welt des Internets in der Kupferstadt jedermann offen. „Einzige Voraussetzung sind eine Leseausweis-Nummer und das Geburtsdatum als Passwort“, erklärt Beate Klaas. Eine Leseausweis-Nummer erhält, wer sich bei der Stadtbücherei anmeldet. Das bedeutet eine kostenfreie Registrierung, erklärt die Leiterin der Stadtbücherei: „Erst bei einer Ausleihe von Medien, dem Freischalten von Informationen oder bei Ausdrucken fallen geringe Kosten an“.

Mit dem neuen WLan-Angebot „möchten wir in der Stadtbücherei noch mehr junge Menschen erreichen können“, hofft Grüttemeier. Internet gab‘s im Kulturzentrum zwar schon seit längerem, aber eher von der historisch-langsamen Seite. „Jetzt sind wir recht flott unterwegs mit einem Download von 50 MBit pro Sekunde“, sagt Michael Weniger. Und der Leiter des EDV-Amtes der Stadt kann auf einen guten WLan-Empfang in allen Bereichen der Stadtbücherei verweisen. Allerdings auch auf die Grenzen der Internet-Nutzung. Um die kümmert sich eine Firewall bei allen pornografischen, Gewalt verherrlichenden und anderen strafrechtlich relevanten Dingen.

Beim Ausbau dieses Services für die Bürger arbeitet die Stadt mit einem privaten Anbieter aus Baesweiler zusammen, „was unter dem Strich auch noch günstiger ist“, so Weniger, zumal mit Linux-Betriebssystem und offener Software gearbeitet werde. Jetzt steht dort eine Investition von 10 000 Euro für einen Zeitraum von drei Jahren an. Und die umfassen Hard- und Software ebenso wie die Schulung der Mitarbeiter der Bücherei, die das System eigenständig pflegen und verwalten können. Im Anschluss sei nur noch ein geringer Aufwand für die Systemwartung fällig.

 

„Besser als erwartet wird bisher schon unser Internetangebot genutzt“, verweist Beate Klaas auf eine breite Palette: vom Schüler, der seine Hausaufgaben machen möchte, bis hin zum Senior, dem Zuhause ein Anschluss an die weite digitale Welt fehlt. „Immer mehr Nutzer kommen und Verweilen bei uns“, sagt Klaas. Und diesem Trend wollen die Stolberger weiter gerecht werden. Dazu soll mit Unterstützung des Fördervereins im Herbst auch ein Kaffeeautomat angeschafft werden, dessen Angebot die gemütlichen Stunden beispielsweise mit der Lektüre unserer Zeitung in Papier oder digitalem Format noch ein wenig gemütlicher gestalten soll. „Wir möchten uns mehr zur Aufenthalts-Bücherei weiterentwickeln“, sagt die Leiterin. Immerhin ist seit kurzem bereits die Ausleihe von Büchern und Medien auf digitalem Wege möglich. Dank des regionalen Netzes können unabhängig von den Öffnungszeiten im Kulturzentrum E-Books, E-Audios, E-Videos und E-Paper von Zuhause aus genutzt werden. Natürlich ist so auch ein Überblick über die Ausleih-Möglichkeiten von konventionellen Büchern und Medien möglich. Das ermöglichen auch drei Bildschirmplätze in der Stadtbücherei. „Immer häufiger kommen unsere Kunden mit einer digital erstellten Liste von Büchern, die sie ausleihen wollen“, plaudert Klaas aus dem Alltag eines kulturellen und Bildungsangebotes, das immer stärker dem Wandel der Zeit folgen muss. Dazu zählt auch der Bestand an gedruckten Werken. „Wir haben intensiv unseren Bestand an Sachbüchern ausgeforstet“, sagt Klaas. Und dabei zahlreiche Exemplare aussortiert, deren Wissen eben nicht mehr dem Wandel der Zeiten standhält.

Deutlich aufgefrischt werden soll aber auch der Bestand an Belletristik, Hörbüchern und anderen Medien. Gut 48 000 Euro hat die große Koalition dafür im Haushalt bereitgestellt. Noch arbeiten die Bibliothekare an den Bestelllisten. Im Herbst sollen die Neuanschaffungen präsentiert werden können. Dann sollen auch die 4,38 Stellen wieder komplett besetzt sein, so dass neben den Öffnungszeiten ein wenig mehr Raum bleibt, um Aktivitäten wie Lesungen oder Veranstaltungen mit Schulen und Kindergärten zu entwickeln, die das Angebot Stadtbücherei nachhaltig bekannt machen soll. Immerhin zählt die Stolberger Einrichtung mit mehr als 56 380 Medien auf knapp 1100 Quadratmetern Präsentationsfläche zu den größten ihrer Art im Altkreis.

Mehr als 1600 Kunden nutzen aktiv dieses Angebot bei mehr als 12 000 registrierten Benutzern. Rund 33 000 Besucher kommen jährlich in die Räume an der Frankental­straße. Die Anzahl der über 63 000 Entleihungen aus dem Vorjahr soll mit dem aktualisierten Angebot wieder deutlich gesteigert werden können.

 

Lese-Rallye startet erfolgreich

Große Freude bereitet dabei Beate Klaas und ihrem Team die gute Resonanz bei der Sommer-Lese-Rallye, die die Stadtbücherei bereits seit einigen Jahren in Zusammenarbeit mit ihrem Förderverein und der Sparkasse veranstaltet. Schon in der ersten Ferienwoche gab es 126 Ausleihen. Teilnehmen können alle Kinder, die jetzt im 1. bis 4. Schuljahr sind. Wenn sie sich in der Bücherei zur Ferien-Lese-Rallye anmelden, wird ein Rallye-Ausweis aktiviert. Schon für drei gelesene Bücher und drei Stempel im Ausweis gibt es eine Teilnehmerurkunde. Alle abgegebenen Ausweise nehmen dann noch zum Ende der Ferien an der Verlosung mit vielen kleinen Preisen teil.

Und auch der Stadtrat soll auf seiner Sitzung im September den Weg frei machen können für einen weiteren Schritt in die digitale Zukunft der Kupferstadt. Dann sollen die Weichen gestellt werden für eine kostenfreie WLan-Zone in der Stolberger Innenstadt.

 

Gebühren und Öffnungszeiten

Erwachsene erhalten gegen eine Gebühr von 20 Euro, Kinder gegen eine Gebühr von 5 Euro jährlich einen personenbezogenen Jahresausweis. Die Familienjahresmarke kostet 50 Euro.

Die Einzelgebühren liegen für Erwachsene bei 1 Euro / Buch bzw. 2 Euro für Medien sowie für Kinder bei 0,20 Euro bzw. 2 Euro.

Öffnungszeiten sind montags von 14.30 bis 18 Uhr; dienstags von 14.30 bis 19 Uhr; donnerstags von 10 bis 12.30 Uhr und 14.30 bis 18 Uhr sowie freitags von 10 bis 12.30 Uhr und 14.30 bis 18 Uhr. Im Internet ist die Stadtbücherei über die städtische Adresse www.stolberg.de zu finden.

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Mi

09

Jul

2014

Glückwunsch an den Senioren-Arbeitskreis der IG Metall, 25-jähriges Bestehen

 

Ein Prosit der langjährigen Gewerkschaftsarbeit: Winfried Dohmen, Hans-Ludwig Reinartz, Tim Grüttemeier, Helmut Wirtz, Rudi Gradel, Josef Graulich und Matthias Breuer (v.l.) freuen sich, dass der Seniorenarbeitskreis der IGsein 25-jähriges Bestehen.
Ein Prosit der langjährigen Gewerkschaftsarbeit: Winfried Dohmen, Hans-Ludwig Reinartz, Tim Grüttemeier, Helmut Wirtz, Rudi Gradel, Josef Graulich und Matthias Breuer (v.l.) freuen sich, dass der Seniorenarbeitskreis der IGsein 25-jähriges Bestehen.

Senioren-Arbeitskreis der IG Metall begeht 25-jähriges Bestehen. Arbeit der Gewerkschaft nicht nur in der Vergangenheit geprägt.

Von wegen die Beine hochlegen und sich auf das in einem langen Arbeitsprozess Erreichte zurückziehen: Diesem Motto haben die Senioren der IG-Metall in der Vergangenheit zu keiner Zeit gehuldigt, die jetzt in den Gartenanlagen des Kupferhofes Rosental ihr 25-jähriges Bestehen feierten. Schließlich haben die aus Stolberg und Eschweiler stammenden Männer und Frauen in den vergangenen 25 Jahren zahlreiche Bildungsveranstaltungen organisiert, sich an der Kommunalpolitik aktiv beteiligt und den Arbeitsprozess auch lange nach dem eigenen Ausscheiden kritisch beleuchtet und begleitet.

Diese Aktionen, zu der auch die Unterstützung von Warnstreiks, der Kampf gegen den Rechtsextremismus sowie die Auseinandersetzung mit der Altersarmut und dem demografischen Wandel gehörte, wusste auch Helmut Wirtz, Erster Bevollmächtigter der IG-Metall-Ortsgruppe Stolberg zu würdigen, der anlässlich des Jubiläums die Laudatio hielt. „Soziales, Gesundheit, Renten, Demografie und Altersarmut sind stets aktuelle Themen. Bei den Senioren der IG-Metall sind sie besonders gut aufgehoben und werden nicht vernachlässigt, sondern mit Lösungsmöglichkeiten und engagiertem, aber kritischem Einsatz bedacht“, lobte Wirtz, der insbesondere den anwesenden Gründern Matthias Breuer und Winfried Dohmen für ihr langjähriges Engagement dankte: Breuer hatte die Jubiläumsgruppe, die derzeit rund 30 Mitglieder zählt, bis 2004 geleitet. Ihm folgte wenig später Josef Graulich, der seine Ansprache mit dem Wunsch verband, dass die Problematik Jugendarbeitslosigkeit bald der Vergangenheit angehöre.

 

Neben den aktuellen arbeitspolitischen Themen, die die Arbeit der Seniorengruppe in der Vergangenheit geprägt hatten, erinnerte Graulich auch an die zahlreichen Fahrten und Tagestouren, die die Jubilare unter anderem nach Berlin, Düsseldorf, Brüssel, Straßburg und Antwerpen geführt hatten. Des weiteren widmete sich Graulich anlässlich seines Rückblicks dem 100-jährigen Jubiläum der IG-Metall, das 1991 gefeiert, damals unter anderem von einer Ausstellung gekennzeichnet wurde, die die Senioren gestaltetet und organisiert hatten.

Das Engagement der Jubilare für ein aktives und lebendiges Dorfleben sowie die Mitwirkung im Bereich des Sportes und der Kultur würdigte Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier, der ebenso wie sein Eschweiler Kollege Rudi Bertram, es sich nicht nehmen ließ, der Festversammlung seine Aufwartung zu machen und sich persönlich bei den Jubilaren für ihren langjährigen gesellschaftspolitischen Einsatz zu bedanken.

Doch die Veranstaltung, an der sich rund 60 Männer und Frauen beteiligt hatten, bestand nicht nur aus Reden. Geschützt vor der Sonne und einem kurzen Regenschauer durch Zeltdächer und Sonnenschirme fand man sich zu einer Kaffeetafel zusammen, bei der leckere Torten und Kuchen für Gaumenfreuden sorgten. Denn das gemütliche Beisammensein gehöre schließlich auch zur Seniorenarbeit, betonte Graulich, der ebenso wie seine Vorstandskollegen Hans-Ludwig Reinartz und Rudi Gradel sowie die anderen zahlreichen Gäste, seinen Spaß an ausgiebigen Gesprächen und den Austausch von Anekdoten und Erinnerungen hatte.

 

Quelle: Stolberger Zeitung/Nachrichten

Sa

05

Jul

2014

Bürgermeister im Interview mit der Stolberger Zeitung; Tim Grüttemeier will Stolberg nun aufblühen lassen

Will auch an der Identifikation der Stolberger mit ihrer Stadt arbeiten: Der neue Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier.
Will auch an der Identifikation der Stolberger mit ihrer Stadt arbeiten: Der neue Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier.

Mehr Sauberkeit und Blumen in der Kupferstadt und Vorfreude auf engagierte Wirtschaftsförderung. Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier im Interview.

Auf den ersten Blick fällt auf, dass eine neue Ära im Rathaus begonnen hat. Ferdi Gatzweiler hat sein Stollenwerk-Gemälde der Burg wieder mit nach Hause genommen, als er das Bürgermeister-Zimmer räumte. Dort hängt nun ein modernes Burg-Portrait mit starken Rot-Tönen. Ein Poster der Golden-Gate-Brücke sowie eine Inhaber-Schuldverschreibung der Alemannia zieren die gegenüberliegende Seite des Büros. Die neuen Möbel sind noch nicht geliefert, aber wenige Tage nach der Vereidigung von Dr. Tim Grüttemeier ist schon ein neuer Wind in der Führungsetage des Rathauses zu spüren. Jürgen Lange sprach mit dem neuen Stolberger Bürgermeister.

Warum haben Sie sich für dieses Bild der Burg entschieden?

Grüttemeier: Ich habe es bei meiner Vorstellungsrunde im Rathaus vor dem Standesamt entdeckt. Es sollte erst einmal nur die leere Wand hinter dem Schreibtisch zieren. Mittlerweile gefällt es mir richtig gut und wird seinen Platz dort behalten.

Wie sind Sie im Rathaus aufgenommen worden?

Grüttemeier: Ich habe meine Vorstellungsrunde durch die Verwaltung, Kindergärten, Feuerwehr und das Technische Betriebsamt jetzt bis auf ganz wenige Ausnahmen abgeschlossen. Sie diente zu einem ersten Kennenlernen, und ich wurde sehr freundlich aufgenommen. Es war sehr interessant mit vielen guten Gesprächen. Nach den Sommerferien werde ich noch die Schulen und die Kindergärten in freier Trägerschaft besuchen.

Über was spricht man dann denn so?

Grüttemeier: Ich hatte erwartet, dass ich öfter auf ein kaputte Fenster oder einen anderen Mangel angesprochen werden würde. Aber wir haben intensiv über Inhalte geredet. Beispielsweise in den Tageseinrichtungen. Ich war positiv überrascht, dass die sozialen Probleme in manchen Bezirken geringer sind als vermutet.

Kannten Sie denn schon alle Mitarbeiter der Stadtverwaltung?

Grüttemeier: Ich kenne aus meiner politischen Arbeit sicherlich die auf den Leitungsebenen und viele andere Kollegen im Hause. Aber auf Sachbearbeiter-Ebene war es schön, auch denjenigen zu begegnen, die ich noch nicht kannte.

Wie war die Begegnung mit dem Personalrat der Stadtverwaltung?

Grüttemeier: Auch dort bin ich sehr freundlich aufgenommen worden, und wir haben bereits gemeinsam die ersten Probleme gelöst. Ich bin mir sicher, dass die Arbeit mit dem Personalrat sehr vertrauensvoll und konstruktiv sein wird.

Müssen sich die Bediensteten denn jetzt wieder auf einen großen Umzug einstellen, wenn Sie neue Verwaltungsstrukturen einrichten?

Grüttemeier: Ich möchte einen großen Umzug vermeiden und in Abstimmung mit dem Personalrat auch schnell Klarheit schaffen. Zum 1. Oktober soll die neue Struktur umgesetzt werden. Der Rat soll auf seiner nächsten Sitzung am 9. September über die beiden neuen Beigeordneten entscheiden. Sie sollen dann allerdings ihr Büro im Kreise ihres Dezernates finden, damit die Dienstwege kürzer und die Kommunikation besser ist. Das war auch die Resonanz der Gespräche mit der Belegschaft.

Wie erfolgt die Auswahl aus den Bewerbungen?

Grüttemeier: Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 8. August. Aus den Bewerbungen wird der Koalitionsausschuss anhand der Qualifikation konkrete Kandidaten aussuchen und zu Gesprächen ins Rathaus einladen. Es soll aber ein ehrliches und würdiges Verfahren und kein Schaulaufen werden. Es gibt keinerlei Kandidaten in der Hinterhand.

Bürgermeisterreferentin Petra Jansen hat als Leiterin des Schulverwaltungsamtes die Nachfolge von Udo Griese angetreten. Wie regeln Sie ihre Nachfolge?

Grüttemeier: Derzeit unterstützt mich Frau Jansen noch in der Übergangsphase, wofür ich sehr dankbar bin. In Absprache mit dem Personalrat übernimmt zum 1. August Robert Walz diese Aufgabe. Er ist Stolberger, Politikwissenschaftler und hat im Rahmen seines Studiums für die Stolberger CDU-Fraktion, später für Armin Laschet im Integrations-Ministerium sowie für Sabine Verheyen in Brüssel gearbeitet. Derzeit ist Robert Walz noch Junior-Professor an der Universität in Seoul in Südkorea. Mitte August folgt aus meiner bisherigen Kanzlei Stefanie Hilger, die im Büro die Stelle von Angelika Franzen übernimmt, die vor kurzem zur Volkshochschule gewechselt ist. Brigitte Stühlen mit ihrer langjährigen Erfahrung im Rathaus bleibt erfreulicherweise im Bürgermeisterbüro.

Ist Ihnen der Abschied von der Kanzlei schwer gefallen?

Grüttemeier: Es ist schon eine große Umstellung. Nach der Wahl habe ich bis zum 20. Juni mit meinen Mandaten gesprochen und alle Akten an meine Kollegen in der Kanzlei übergeben. Das war schon stressig. Seit dem 22. Juni ruht meine Zulassung als Rechtsanwalt, und ich bin als Partner aus der Kanzlei ausgestiegen, damit es eine glasklare Trennung zur neuen Dienststellung gibt. Am 23. Juni habe ich meine Arbeit im Rathaus aufgenommen. Seitdem habe ich mindestens einen 13-Stunden-Tag, fange um 7.30 Uhr an und habe den Kalender bis in den Abend hinein mit Terminen gefüllt.

Ist das nicht ein völlig anderes und neues Arbeiten?

Grüttemeier: Das ist schon eine Umstellung, weil der Tagesablauf völlig anders strukturiert ist. Aber es macht mir große Freude, dass ich mein Hobby als Politiker zum Beruf machen konnte. Ein Vorteil ist sicherlich, dass ich aus den letzten Jahren von der Führung der großen Koalition her nahezu alle wichtigen Vorgänge und Themen zumindest schon kenne.

Was waren denn die ersten Themen, die Sie in Ihren ersten Tagen bereits angepackt haben?

Grüttemeier: Aus eigener Anschauung und aus den Reaktionen der Bürger in den vergangenen Wochen weiß ich, dass ihnen die Sauberkeit unserer Stadt sehr am Herzen liegt. Sauberkeit und Optik sind sicherlich immer eine Momentaufnahme und ein subjektives Empfinden, aber Verbesserungen sind dringend erforderlich. Ich habe mit Georg Paulus, dem Leiter des Technischen Betriebsamtes, über eine Optimierung des Managements für Sauberkeit und Grünflächen gesprochen.

Was ist das Ergebnis?

Grüttemeier: Er arbeitet nun ein Konzept aus. Ziel ist es, dass jede Kolonne ihr eigenes Revier erhält. Es ist nun die Frage, wie das personell, finanziell und organisatorisch gelöst wird. Ich habe festgestellt, dass bisher viel Geld für Vergaben an externe Unternehmen ausgegeben wurde. Das müssen wir neu justieren, damit das Betriebsamt besser, günstiger und flexibler agieren kann. Möglicherweise muss mehr Personal her, wobei wir die Kosten durch die Einsparungen bei den externen Vergaben kompensieren können. In jedem Fall sollen die Stolberger schon bald mehr blühendes Grün in ihrer Stadt und an den Einfallstraßen erblicken können.

Die Mitarbeiter des Betriebsamtes machen ja bisher auch die Stadt sauber; nur der Erfolg hält oft nicht lange vor.

Grüttemeier: Das stimmt. Deshalb habe ich auch mit dem Ordnungsamt gesprochen. In Zukunft sollen die Servicekräfte konsequenter gegen Umweltsünder vorgehen und auch entsprechende Bußgelder verhängen. Wir prüfen derzeit, ob wir dazu auch die Satzung überarbeiten müssen. Eine saubere Stadt funktioniert nur, wenn auch die Bürger ihren Teil dazu beitragen und eingebunden sind.

Wie soll das geschehen?

Grüttemeier: In einigen Bereichen unserer Stadt ist es ja bereits heute so, dass sich die Anwohner freiwillig um die Sauberkeit in ihrer Straße kümmern. Wir möchten eine Regelung analog zum Winterdienst in die Satzung aufnehmen, dass Anlieger dort von den Straßenreinigungsgebühren befreit werden können, wo sie die Sauberkeit der Straßen selbst garantieren und dies organisatorisch möglich ist.

Im Wahlkampf haben Sie sich auch die Wirtschaftsförderung auf ihre Fahnen geschrieben. Sind Sie hier bereits aktiv geworden?

Grüttemeier: Selbstverständlich. Kurz vor unserem Interview hatte ich einen Gesprächstermin mit Vertretern der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, der Städteregion, der Kammern und der Hochschulen. Sie waren regelrecht begeistert, dass sich die Kupferstadt endlich in den regionalen Netzwerken engagieren und sie zur Pflege der ansässigen und Akquise neuer Unternehmer nutzen will.

Haben Sie auch schon über konkrete Dinge gesprochen?

Grüttemeier: Ja. Es ist schon bemerkenswert, das Stolberger Unternehmer selbst ein Netzwerk gründen mussten, um miteinander besseren Kontakt zu haben. An diesem Knotenpunkt wird sich jetzt auch die Stadt einbringen und das Stolberger Unternehmer-Netzwerk ausbauen und betreuen. Wir möchten dazu beispielsweise einen Stammtisch oder ein Unternehmerfrühstück einführen, bei der man sich zwanglos über Themen austauschen, aber auch konkrete Probleme oder Projekte ansprechen kann. Ich werde persönlich aber auch regelmäßig die Unternehmen besuchen. In der Verwaltung soll es einen festen Ansprechpartner geben.

Wie soll das aussehen?

Grüttemeier: Wir werden einen konkreten Ansprechpartner benennen, der als eine Art Lotse fungiert. Er soll die Unternehmer bei der Hand nehmen und sie bei allen Projekten und Anliegen durch den Dschungel der Behörden und dem Erschließen von unterschiedlichen Fördermöglichkeiten begleiten. Insbesondere für Existenzgründer ist es immer sehr schwierig, sich auf diesen Feldern zurecht zu finden. Mein Ziel ist es, neue Arbeitsplätze für Stolberg zu akquirieren und bestehende erhalten zu helfen.

Kann das Wirtschaftsförderungsamt diese Aufgaben leisten?

Grüttemeier: Ich muss jetzt sehen, ob das Amt personell aufgestockt werden muss oder andere Aufgaben verlagert werden können. Es zählt ja nicht zu den klassischen Aufgaben einer Wirtschaftsförderung, Weihnachtsmärkte und Stadtfeste zu organisieren. Diese Frage werde ich mit der Neustrukturierung der Verwaltung bis zum Herbst lösen. Ich bin jedenfalls bei meinen Gesprächen in diesem Amt auf sehr motivierte Mitarbeiter gestoßen, die sich freuen, wenn sie nun richtig in die Wirtschaftsförderung einsteigen können.

Was soll denn nun anders werden?

Grüttemeier: Wir wollen das Dienstleistungszentrum aus seinem Dornröschenschlaf erwecken und es wieder mit Veranstaltungen, Aktivitäten und Akquisen stärker in Szene setzen. In Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Städteregion wird eine zeitgemäße Vermarktung des Gewerbegebietes Camp Astrid geplant. Dort soll auch zügig ein vernünftiger Anschluss an das Breitbandnetz aufgebaut werden. Wie bereits von der großen Koalition vor der Wahl eingestielt, soll es im Herbst eine Initialveranstaltung zur Wirtschaftsförderung mit Professor Dr. Dr. Marcus Baumann, dem Rektor der Aachener FH, rund um die Rekrutierung von Fachkräften und die Nutzung der Ressourcen der Hochschule durch Unternehmen geben. Das sind erste Ansätze, die dann weiter mit Leben gefüllt werden müssen.

Auch die Innenstadt ist ein Fall für die Wirtschaftsförderung.

Grüttemeier: Dort warten in der Tat einige Themen auf Lösungen. Ich habe erste Gespräche geführt; es kommt noch viel Arbeit auf uns zu.

Dieter Wolf, der Vorsitzende der SPD-Fraktion, hat bei der Vorstellung des Koalitionsvertrages gesagt, dass seine Partei sie in die Pflicht nimmt, für die versprochenen neuen Ideen und den frischen Wind zu sorgen.

Grüttemeier: Ich lasse mich gerne in diese Pflicht nehmen. Ich bin mir bewusst, dass die Erwartungshaltung in der Bürgerschaft sehr hoch ist. Es sind sehr viele Probleme zu lösen. Das werde ich innerhalb eines Monats natürlich nicht schaffen können. Die Stolberger werden mir schon ein wenig Zeit einräumen müssen. Aber wenn die Situation unserer Stadt in den sechseinhalb Jahren meiner Amtsperiode nicht besser geworden ist, bräuchte ich mich dann auch nicht mehr der Wahl zu stellen.

Sie sind seit zwei Wochen im Amt. Nun beginnen die Sommerferien. Wann macht Stolbergs neuer Bürgermeister Urlaub?

Grüttemeier: Erst im Herbst steht ein Urlaub mit meiner Familie an. In den Sommerferien wird gearbeitet.

Fr

04

Jul

2014

Stolberger Innenstadt wird zum Hotspot

Auf ins Internet-Zeitalter: Mit kostenfreien Wlan-Zonen soll Stolbergs Innenstadt an Attraktivität gewinnen. Bereits im Herbst soll der Stadtrat die erforderlichen Beschlüsse dazu fassen.
Auf ins Internet-Zeitalter: Mit kostenfreien Wlan-Zonen soll Stolbergs Innenstadt an Attraktivität gewinnen. Bereits im Herbst soll der Stadtrat die erforderlichen Beschlüsse dazu fassen.

Aus dem Koalitionsvertrag: Kostenfreies Wlan-Angebot. Verbesserung von Infrastruktur, Wirtschaftsförderung und Verkehr.

Die Stolberger Innenstadt besuchen und kostenfrei im Internet surfen können. Dieser Traum soll schon bald Realität werden. Eine kostenfreie Wlan-Zone soll in der Kupferstädter City eingerichtet werden. Absehbar sollen auch weitere Maßnahmen zu einer bedarfsgerechten Verbesserung der Breitbandversorgung vor allem in den derzeit unterversorgten Gebieten und im Gewerbegebiet Camp Astrid umgesetzt werden.

Dies sind nur einige von vielen konkreten Punkten, die CDU und SPD in ihrem Koalitionsvertrag zur Wirtschaftsförderung und Verbesserung der Infrastruktur festgeschrieben haben. Bereits im Herbst soll der Stadtrat dazu erste Beschlüsse fassen können.

 

Gewerbeflächen statt Brachen

Allerdings stehen alle Pläne unter dem grundsätzlichen Vorbehalt der Finanzierbarkeit, betonen die Fraktionsvorsitzenden Jochen Emonds und Dieter Wolf. Im Rahmen des Stärkungspakets muss bis 2021 ein ausgeglichener Haushalt ohne Sonderhilfen des Landes erreicht werden. Einigkeit besteht gleichwohl in der Einschätzung, dass die Grenze der finanziellen Belastbarkeit der Stolberger erreicht ist. Vor dem Hintergrund der höchsten Arbeitslosenquote in der Region genießt „für Sozialdemokraten die Wirtschaftsförderung höchste Priorität“, so Patrick Haas. Deshalb nimmt sich Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier persönlich dieser Herausforderung an. Gestärkt oder neu strukturiert wird das Wirtschaftsförderungsamt. Kooperationen mit Hochschulen und regionalen Institutionen sollen zur Ansiedlung neuer Unternehmen genutzt werden. Und eine Revitalisierung des Dienstleistungszentrums steht auf der Agenda.

 

Forciert werden soll nun die Vermarktung des Zincoli-Geländes, ohne das Förderkonzept für die Innenstadt zu gefährden. Gesucht werden soll nach wirtschaftlich vertretbaren Lösungen, um derzeit in Privatbesitz befindliche Brach- und Freiflächen entwickeln und vermarkten zu können. Beispielhaft aufgeführt sind das Haldenplateau der Stolberger Zink, der Gewerbepark Schellerweg, in Breinig das Gewerbegebiet „Im Steg“, die Feuerfeste Peters und das weitere Hauptbahnhof-Umfeld, dessen Modernisierung ohnehin weiter vorangetrieben werden soll.

Ein Konzept, wie ein regionales Güterverteilzentrum am Hauptbahnhof realisiert werden kann, will der Bürgermeister erarbeiten und zur Diskussion vorlegen. In die konsequente Umsetzung bereits angelassener Projekte zur Verbesserung passen auch der Anschluss Breinigs an die Euregiobahn sowie die Fortführung der Strecke bis Eupen – soweit es die Förderkulisse zulässt – unter Berücksichtigung des Lärmschutzes für Anwohner.

Ausgebaut werden soll die barrierefreie Mobilität für Senioren, dem Freizeitverhalten von Jugendlichen angepasst werden soll das ÖPNV-Angebot. Optimiert werden soll auch der Fluss des Individualverkehrs in der Innenstadt: durch eine Überprüfung der Ampelschaltung und durch die Einführung eines Parkleitsystems. Darüber hinaus soll zukünftig stadtweit eine Baustellen-Koordination eingeführt werden. Neue Impulse verliehen werden sollen der Einrichtung eines Stellplatzes für Wohnmobil-Touristen, die vor einigen Jahren an der Standortsuche gescheitert war.

 

Ganz vorne auf der To-do-Liste steht die neue Gestaltung der Rathausstraße nebst konsequenter Fortführung des Innenstadtkonzeptes. In diesem Rahmen sollen neben der Rathausstraße Akzente gesetzt werden für Bastinsweiher, Kaiserplatz und Steinweg. Unter der Berücksichtigung, dass Victor eine private Immobilie ist, soll die Verwaltung ein Konzept zur zukünftigen Nutzung des Kaufhaus-Standortes erarbeiten. Aber nicht nur die Innenstadt, sondern auch die weitere Entwicklung der Stadtteile hat die Koalition im Visier. Sichergestellt werden soll die Nahversorgung in den Bereichen der Kupferstadt, und förderfähige Konzepte auf den Dörfern sollen im Rahmen des europäischen Leader-Projektes umgesetzt werden. Konkret angesprochen werden dabei der Dorfladen Vicht sowie die Bürgerhäuser Venwegen und Werth, die bereits angelassen sind.

Das Konzept zum Klimaschutz liegt vor; nun will die Koalition es auch ebenso umsetzen wie den Einstieg in eine konsequente Nutzung erneuerbarer Energie und die Ausweisung weiterer Flächen dafür. Unterstützt werden soll das Recycling durch bürgerfreundlichere Möglichkeiten zur Entsorgung von Wertstoffen und Grünabfällen in den Stadtteilen und auf dem Wertstoffhof.

 

Stadtentwicklungsgesellschaft

Die Bevölkerung der Kupferstadt soll weiter wachsen können. Dazu wird neben den bereits angelassenen Projekten Stadtrandsiedlung, Rotsch und Breinig auch die Ausweisung neuer Wohngebiete betrieben. Sie sollen vorwiegend in Mausbach liegen, wo der Gebietsentwicklungsplan bereits seit langem Siedlungspotenziale ausweist. Konkret angesprochen werden nun die Bereiche Gartenstraße, Franzosenkreuz und Derichsberger Straße.

Um die Prosperität Stolbergs zu fördern, wird auch über eine weitere privatrechtlich-öffentliche Partnerschaft nachgedacht: Eine zu mindestens 51 Prozent in städtischer Hand liegende Stadtentwicklungsgesellschaft soll mit unterschiedlichen privaten Kapitalgebern einzelne Projekte zielorientiert konzeptionieren und realisieren. Ein Aufgabenfeld könnte dabei die Revitalisierung der Innenstadt sein.

 

Notartermin zum Sportzentrum Breinig erfolgt

Geschaffen sind die rechtlichen Voraussetzungen zur Entwicklung und Vermarktung des Breiniger Neubaugebietes sowie des Sportzentrums an der Schützheide. Als Vertreter der Stadt unterzeichnete Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier vor Notar Dr. Stefan Schmitz den Vertrag zum Verkauf des städtischen Geländes im Bereich der alten Aschenplätze an die Stolberger Bauland GmbH (SBG), vertreten durch die Geschäftsführer Andreas Pickhardt und Franz Jansen. Im Anschluss wurden der städtebauliche- und Erschließungsvertrag zwischen Stadt und SBG unterzeichnet.

Damit sind die Voraussetzungen erfüllt, dass die SBG der Stadt den Kaufpreis von rund zwei Millionen Euro zahlt. Sie sind die Basis für die Bewilligung eines Baukostenzuschusses in Höhe von 900 000 Euro an den SV Breinig. Der Bescheid soll in Kürze den Verantwortlichen des Vereins überreicht werden, so dass mit den Bauarbeiten auf der Schützheide begonnen werden kann.

 

Quelle: Stolberger / Zeitung Nachrichten

Mi

02

Jul

2014

Vereidigung des Bürgermeisters und Unterzeichnung des Koalitionsvertrages von CDU und SPD

 

„So wahr mir Gott helfe“: Mit der Glaubensformel legte Dr. Tim Grüttemeier seinen Eid als Stolberger Bürgermeister ab, das übertragene Amt nach bestem Wissen und Können zu verwalten.
„So wahr mir Gott helfe“: Mit der Glaubensformel legte Dr. Tim Grüttemeier seinen Eid als Stolberger Bürgermeister ab, das übertragene Amt nach bestem Wissen und Können zu verwalten.

Lang anhaltender Applaus für Dr. Tim Grüttemeier im Stadtrat. Gemeinsame Liste von Koalition und den Oppositionsfraktionen.

Nur wenige Minuten nach der Vereidigung von Dr. Tim Grüttemeier als neuer Stolberger Bürgermeister fallen Schüsse auf dem Kaiserplatz. Gezielt wird von den elf Schützen aber in die sichere Höhe. Es sind die Böllerschützen, der Breiniger St. Sebastianus-Schützenbruderschaft, die unter der Leitung von Thomas Weiss dem frisch verpflichteten Stadtrat ihre Referenz erweisen und eine neue politische Ägide in Stolberg wahrlich lautstark begrüßen.

Solch bayerischen Verhältnisse sind neu in der Kupferstadt, ebenso neu wie das Gruppenbild, zu dem sich die Ratsmitglieder auf der Treppe des alten Rathauses im Anschluss an ihre konstituierende Sitzung zusammenfinden.

Sie verläuft in rekordverdächtigem Tempo. Denn neu ist auch, dass sich die Ratsmehrheit aus CDU und SPD mit den drei Oppositionsfraktionen aus Grünen, Linken und FDP einvernehmlich auf eine gemeinsame Liste zur Besetzung der Ausschüsse und Gremien sowie der Vergabe der Mandate in Beiräten, Aufsichtsräten und Versammlungen in diversen Gesellschaften und Verbänden geeinigt hat. Angesichts der Harmonie in solch organisatorischen Fragen sind auch die strukturellen Veränderungen bei den Ausschüssen nur eine Formsache. Das war nicht immer so in Stolberg, beschreibt aber einen neuen Stil, auch der parlamentarischen Opposition die Möglichkeit zu bieten, in der Sache kontrovers um Lösungen zu ringen.

 

Volle Zuschauertribünen

Es ist Punkt 18 Uhr, als Ludwig Hahn als Alterspräsident die konstituierende Sitzung des Rates vor gut gefüllten Zuschauertribünen eröffnet. Verwandte, Freunde, interessierte Bürger und Mitarbeiter der Verwaltung möchten den Start in die neue Legislaturperiode miterleben. Niemand im Rat „fühlt sich“ auf Nachfrage von Hahn älter als er. Somit kann der noch 72-Jährige die ersten, formalen Punkte der Tagesordnung abhandeln. Der erste Beschluss des Stadtparlaments gilt seinen Schriftführerinnen: Edith Janus-Braun und Andrea Lawniczak werden diese Aufgabe übernehmen.

Dann ruft Hahn die Vereidigung des Bürgermeisters auf. Dr. Tim Grüttemeier tritt an die Verwaltungsbank und spricht die Eidesformel nach: „Ich schwöre, dass ich das mir übertragene Amt nach bestem Wissen und Können verwalten, Verfassung und Gesetze befolgen und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.“ Dann legt der Alterspräsident Tim Grüttemeier zum ersten Mal die schwere Amtskette mit dem Stadtwappen an.

Lang anhaltender Applaus von den Ratsbänken wie von den Tribünen würdigt die Vereidigung. Als erster gratuliert der Fraktionsvorsitzende der CDU herzlich mit Blumen. Jochen Emonds ist ein Freund und langjähriger politischer Weggefährte des neuen Verwaltungschefs. Es folgen die Vertreter der übrigen Fraktionen, und auch der aus dem Rat ausgeschiedene Landtagsabgeordnete und CDU-Kreisvorsitzende Axel Wirtz überreicht einen Blumenstrauß.

In einer kurzen Ansprache gelten die ersten Worte des neuen Bürgermeisters seinen Wählern. „Ich bedanke mich für das Vertrauen“, sagt der 33-Jährige. Sein zweiter Dank gilt den Mitarbeitern der Verwaltung für die gute Aufnahme, denn pünktlich zum 23. Juni hat der Christdemokrat die Amtsgeschäfte aufgenommen.

Ein historischer Moment: CDU und SPD verlängern ihre Zusammenarbeit für weitere sechseinhalb Jahre: Jochen Emonds, Dr. Tim Grüttemeier, Patrick Haas, Dieter Wolf und Martin Peters (v.l.).
Ein historischer Moment: CDU und SPD verlängern ihre Zusammenarbeit für weitere sechseinhalb Jahre: Jochen Emonds, Dr. Tim Grüttemeier, Patrick Haas, Dieter Wolf und Martin Peters (v.l.).

Beigeordnete werden gewählt

Der dritte Dank gilt seinem Vorgänger Ferdi Gatzweiler, der als Ratsherr Platz genommen hat in den Reihen der SPD-Fraktion: „für den fairen Wahlkampf und die umfassende Amtsübergabe“, denn das, so Grüttemeier weiter, „ist nicht immer eine Selbstverständlichkeit.“

Der Bürgermeister blickt aber auch schon einmal auf die „vielen Herausforderungen“, die die Kupferstadt noch bewältigen muss. Sein Appell gilt allen Fraktionen und Bürgern, „Stolberg gemeinsam nach vorne zu bringen“.

Nächster Punkt des Abends ist es, die Ratsmitglieder zur gewissenhaften Wahrnehmung ihrer Aufgaben zu verpflichten. Sie stehen auf und sprechen die Formel nach. Zwei Ratsmitglieder werden diese Vereidigung nachholen müssen: Arthur Kaldenbach (CDU) und Udo Rüttgers (Piraten) fehlen entschuldigt.

Verändert ist übrigens die Sitzordnung im Stadtrat. Angelehnt an die „großen“ Parlamente sitzen nun alle Fraktionsvorstände in der ersten Reihe: Von links die Linke, SPD und Grüne sowie rechts des Ganges FDP und CDU; die weiteren Ratsmitglieder reihen sich jeweils dahinter ein. Die Einzelvertreter von Parteien und Wählervereinigungen bleibt der Platz in der hinteren Stuhlreihe vorbehalten.

Eine Überraschung gibt es dann doch noch an dem Abend. Die Wahl der zwei stellvertretenden Bürgermeister erfolgt geheim. Zwei Nein-Stimmen entfallen auf den Koalitionsvorschlag. Karina Wahlen (CDU) tritt ihre zweite, Patrick Haas (SPD) seine erste Amtsperiode an.

Einstimmigkeit herrscht im Stadtrat aber wieder beim Vorschlag der Koalition, die Verwaltung neu zu strukturieren und zwei Beigeordnete zu wählen. Die Verwaltung wird beauftragt, die Details zu erarbeiten. Bereits am Samstag sollen die Stellen ausgeschrieben werden.

Dabei wird die SPD das Vorschlagsrecht für das Dezernat Jugend, Schule, Sport und Soziales haben, die CDU für das Dezernat Technik. Dabei betonen die Vertreter der großen Koalition bei der Präsentation ihrer Vereinbarungen am Nachmittag, dass die Besetzung der politischen Wahlbeamtenstellen „ausschließlich auf Basis der fachlichen Eignung“ erfolgen darf.

Es ist das zweite Mal in der Stolberger Geschichte, dass die Vertreter der beiden großen Volksparteien ihre Unterschriften unter einen gemeinsamen Vertrag setzen. So knüpft die aktuelle Vereinbarung auch klar an den im Dezember 2011 eingeleiteten Weg an, „die finanzielle Situation der Stadt Stolberg deutlich zu verbessern“.

Einig sind sich die Fraktionsvorsitzenden Jochen Emonds (CDU) und Dieter Wolf (SPD) in der Bewertung des auf 13 Seiten festgehaltenen Vertrages. „Dank der guten Zusammenarbeit der letzten Jahre hat es viele Schnittmengen gegeben“. Ebenso einig sind sich Sozial- wie Christdemokraten, wichtige Eckpunkte ihrer im Wahlkampf gestellten Forderungen fixiert zu haben. Emonds verweist auf das im Dialog mit den Bürgern fortgeschriebene Kommunalpolitische Programm der CDU, SPD-Politiker Patrick Haas erkennt eine sozialdemokratische Handschrift. Und Dieter Wolf betont, dass die Vereinbarung über die gesamte Legislaturperiode gilt, denn: „Wir wollen Erfolg haben für Stolberg und seine Bürger.“

 

Einmütig Vertrag verabschiedet

Erst am Abend zuvor hatten die Fraktionen der beiden Parteien nach intensiven Gesprächen den Vertrag einmütig verabschiedet. „Die SPD ist geschlossen und voller Tatendrang“, betont Wolf mit Blick auf die für die Genossen schwierige Aufarbeitung des Wahlergebnisses. „Die schlimme Niederlage war in diesem Ausmaß nicht absehbar.“ Aber die Partei habe die Ergebnisse analysiert und diskutiert sowie über den weiteren Weg debattiert. „Wir wollen die Fortsetzung der großen Koalition.“

Dies unterstreicht Emonds, obwohl die CDU rechnerisch auch Alternativen gehabt habe. Auch mit Blick auf das Stärkungspaket stehe Stolberg vor großen Herausforderungen, die auf einer breiten Basis gelöst sein wollen.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Di

01

Jul

2014

Die Arbeit beginnt - Die große Koalition stellt die Weichen

Stolberg. Es ist heute das 17. Mal, dass ein frei gewählter Stadtrat Stolbergs nach Ende des Zweiten Weltkrieges zu seiner konstituierenden Sitzung zusammentritt. Aber es ist wohl das erste Mal, dass ein direkt gewählter Ratsvertreter sein Mandat nicht annimmt: Markus von der Stein, der als Büsbacher für die CDU mit 68 Stimmen Vorsprung den tiefroten Wahlbezirk 21 in Münsterbusch gezogen hatte, verzichtet auf den Sitz im Stadtrat. „Ausschließlich aus persönlichen Gründen“, betonte als Vorsitzender der CDU-Fraktion Jochen Emonds auf Anfrage. Anstelle von der Steins rückt nun Julian Wahlen in den Stadtrat nach und wird heute Abend wie die übrigen 44 Ratskollegen verpflichtet, die „Aufgaben nach bestem Wissen und Können“ wahrzunehmen und die „Pflichten zum Wohle der Stadt Stolberg“ zu erfüllen.

 

Leiten wird die um 18 Uhr beginnende Sitzung als Alterspräsident mit dem Geburtsdatum 22. Oktober 1942 Ludwig Hahn (CDU) – bis zur Vereidigung und Einführung von Dr. Tim Grüttemeier als Bürgermeister. Er ist der zehnte der Kupferstadt und der vierte, der gleichzeitig hauptamtlicher Verwaltungschef ist; mit 27 Jahren von 1952 bis 1979 amtierte übrigens Bernhard Kuckelkorn (CDU) am längsten als ehrenamtlicher Bürgermeister. Die Zahl der ehrenamtlichen stellvertretenden Bürgermeister wird der Stadtrat heute wieder auf zwei reduzieren. Gemäß den Absprachen der großen Koalition, die gestern Abend von den Fraktionen von CDU und SPD gebilligt wurden, werden Karina Wahlen (CDU) und Patrick Haas (SPD) diese repräsentative Aufgabe übernehmen.

 

Neu gebildet werden die Ausschüsse. Wie bereits exklusiv berichtet, werden der Ausschuss für Sport, Kultur, Schule und Tourismus sowie der Ausschuss für Soziales und Generationengerechtigkeit neu strukturiert und ein Personalausschuss neu gebildet.

 

Die Ausschüsse zählen in der Regel 15 Mitglieder: sieben von der CDU, fünf von der SPD sowie je eins von den Fraktionen Grüne, Linke und FDP – eine Regelung, die der Opposition zugute kommt. Die Mehrheitsparteien möchten die erlaubte Anzahl von sachkundigen Bürgern ausschöpfen. Weil immer die Anzahl von Ratsmitgliedern im Ausschuss größer sein muss als die der sachkundigen Bürger, ist es im Gegensatz zur vergangenen Legislaturperiode ausreichend, wenn die drei kleinen Fraktionen ein Ratsmitglied und zwei sachkundige Bürger entsenden. Entsprechende Absprachen zur Besetzung hat es gegeben.

 

Rückkehr zu Beigeordneten

 

Im nur elfköpfigen Personalausschuss verzichtet die CDU zugunsten der Opposition auf ein Mandat, so dass je vier Mitglieder der Koalition und je eins der kleinen Fraktionen ebenso über personelle Strukturen wie auch über Fort- und Weiterbildung beraten können. Vorgesehen ist, die Zusammenarbeit von Behinderten- und Seniorenbeirat mit dem Ausschuss für Soziales und Generationengerechtigkeit zu intensivieren. Dessen Vorsitzenden stellt die SPD ebenso wie die im Rechnungsprüfungs-, Bau- und Vergabe- sowie Jugendhilfeausschuss. Sechs Vorsitzende stellt die CDU. Dabei wird erstmals seit 1994 die Leitung des wichtigen Ausschusses für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt zu den Christdemokraten wechseln: Auf Josef Hansen (SPD), der nicht mehr für den Rat kandidiert hatte, folgt Paul M. Kirch, der langjährige Sprecher der CDU in dem Gremium.

 

Verteilt werden heute die Posten von Beiräten, Aufsichtsräten oder Gesellschaftervertretern in zehn Gesellschaften, an denen die Kupferstadt kapitalmäßig beteiligt ist, sowie in zehn weiteren Vereinen und Verbänden.

 

Zum Ende seiner Sitzung wird der Rat die Voraussetzungen für eine neue Struktur der Verwaltung schaffen, die eigentlich eine alte ist. Mit dem Ausscheiden der Beigeordneten Simone Kaes-Torchiani und Elisabeth Jansen-Eschner hatte Ferdi Gatz­weiler 2007 Fachbereichsleiter eingeführt, die dem Bürgermeister gegenüber verantwortlich sind. Nachfolger Grüttemeier kehrt zurück zur klassischen Struktur, bei der Beigeordnete vom Rat gewählt und auch ihm gegenüber verantwortlich sind. Dabei soll das Vorschlagsrecht für das Dezernat Technik bei der CDU und für das Dezernat Jugend, Schule, Soziales bei der SPD liegen. Bürgermeister Grüttemeier übernimmt neben innerer Verwaltung und Wirtschaftsförderung auch das Finanzwesen. Die dritte Wahlperiode des Beigeordneten Dr. Wolfgang Zimdars, seit 1990 Kämmerer und seit längerem ernsthaft erkrankt, ist bereits zum 15. Mai ausgelaufen. (-jül-)

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Mi

25

Jun

2014

Grüttemeier: „Die Einteilung in drei Dezernate ist einfach effektiver.“

 

"Konstruktiver Umgang ist wichtig."
"Konstruktiver Umgang ist wichtig."

Stolbergs neuer Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier nimmt bereits erste Gespräche mit dem Rathauspersonal auf.

Die Wände sind frisch gestrichen, ein Großteil der Möbel ist aber rausgeräumt - Tim Grüttemeier bezog am Montagmorgen zunächst einen kargen „Amtssitz“ im Rathaus als neuer Stolberger Bürgermeister. Es ist das Büro seines Vorgängers. Noch ist der Raum fast leer, doch er wird in den kommenden Tagen moderner eingerichtet. Mit jüngeren Möbeln und anderen Bildern als zuvor.

Zur Ausstattung werden neben dem Schreibtisch eine Besprechungsecke und ein Sideboard gehören. Neben dem PC wird Grüttemeier auch ein Notebook nutzen können. Den Internetauftritt mit einem Foto des neuen Bürgermeisters hat die Stadt bereits aktualisiert. Die Dienstfahrzeuge wird Grüttemeier von seinem Vorgänger Gatzweiler übernehmen, die Fahrer in Diensten der Stadt werden ihren Job weiter wie bisher ausüben.

 

Am Montagmittag traf Grüttemeier mit den vier Fachbereichsleitern der Stadtverwaltung zusammen. Anschließend mit den Amtsleitern. Auf alle wird eine Änderung zukommen. „Die Verwaltung wird in der ersten Sitzung des neuen Stadtrates am 1. Juli beauftragt, eine neue Struktur der Behörde auszuarbeiten“, sagte Dr. Grüttemeier am Montag. Schon jetzt ist klar, wie diese Struktur aussehen könnte. Die Verwaltung soll in drei Dezernate aufgeteilt werden. Das Dezernat I wird für die Innere Verwaltung, die Finanzen und die Wirtschaftsförderung zuständig sein und vom Bürgermeister selbst geleitet werden. Den Bereich Jugend und Schule wird ein neuer Dezernent leiten, ein weiterer den Bereich Technik, Bau und Planung. Die bisherigen Fachbereichsleiter werden Amtsleiter, die Zahl der Amtsleiter wird insgesamt reduziert, Kämmerer und Dezernent Dr. Wolfgang Zimdars geht in den Ruhestand.

 

Bis zum September soll die neue Struktur der Stadtverwaltung stehen. Grüttemeier betont, dass die Umwandlung nichts mit der Leistung des Personals im Rathaus zu tun habe: „Die Mitarbeiter haben keine schlechte Arbeit gemacht. Aber eine Struktur mit drei Dezernaten ist einfach sinnvoller.“ An eine weitere Neuerung werden sich die Bediensteten gewöhnen müssen: „Alle im Rathaus müssen ihre Arbeitszeit künftig per Stempeluhr nachweisen, das gilt auch für den Bürgermeister.“ Grüttemeier will sich in den kommenden Tagen bei allen Ämtern im Rathaus, inklusive Feuerwehr und Bauhof, vorstellen. Er will auch alle Kindergärten in der Stadt besuchen, nach den Ferien auch die Schulen.

 

(Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten)

Di

17

Jun

2014

Stolberg setzt klar auf Helmut Etschenberg

In der Kupferstadt erreicht der amtierende Städteregionsrat 58,61 Prozent. Herausforderin Christiane Karl gewinnt in zwei von 22 Wahlbezirken. Mit 10 005 Wählern geben nur 22,48 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab.

 

Um 18.44 Uhr sind die Würfel gefallen: Stolberg hat bei der Stichwahl zum Städteregionsrat klar auf Helmut Etschenberg gesetzt. Der christdemokratische Amtsinhaber, der in der Städteregion am Ende nur knapp mit 51,92 Prozent gegen seine SPD-Herausforderin Christiane Karl gewinnt, hat in der Kupferstadt wie schon beim ersten Wahlgang am 25. Mai (48,50 gegenüber 32,26 Prozent) mit 58,61 Prozent die Nase deutlich vorn. In der Kupferstadt entfallen auf Helmut Etschenberg 5827 Stimmen, während sich für Christiane Karl 4115 Wähler aussprechen.

Erwartungsgemäß schwach ist an diesem Sonntag die Wahlbeteiligung: Mit 22,48 Prozent hat sich nicht einmal ein Viertel der in Stolberg Stimmberechtigten an diesem zweiten Urnengang innerhalb von drei Wochen beteiligt.

Während im Haus der Städteregion noch gezittert werden muss, ist im Stolberger Rathaus schnell klar, wie der Trend in der Kupferstadt aussieht. Gut zehn Minuten nach Schließung der Wahllokale sind bereits zwölf von insgesamt 36 Stimmbezirken ausgezählt: Da liegt der Amtsinhaber schon klar mit 57,83 zu 42,17 Prozent in Führung. Just in diesem Moment zeigt die an die Wand projizierte Grafik aus der Städteregion zum einzigen Mal eine leichte Führung der Sozialdemokratin – mit 50,05 Prozent. Das soll an dem Wahlabend aber nur eine Momentaufnahme bleiben, die nur wenige Besucher im Ratssaal wahrnehmen.

Gegen 18.45 Uhr kann Andreas Pickhardt als Wahlleiter der Kupferstadt das vorläufige amtliche Endergebnis verkünden. Beim Blick auf die 22 Wahlbezirke ist festzustellen, dass Christiane Karl nur in zweien die Mehrheit holt. In Oberstolberg (05) schafft sie einen Vorsprung von 6,1 Punkten mit zehn Stimmen, in Mausbach (11)sind es fünf Kreuze, die ein Mehr von 1,74 Prozentpunkten bedeuten. In allen anderen Wahlbezirken und bei der Briefwahl liegt Etschenberg meist eindeutig vorne. Das beste Ergebnis erzielt er im Stimmbezirk Büsbach 1 mit 103 Stimmen und 73,57 Prozent.

 

„Es ist ein großartiges Ergebnis für Helmut Etschenberg, zu dem die Stolberger einen großen Teil beigetragen haben“, freut sich Jochen Emonds. „Jetzt können Bürgermeister Tim Grüttemeier und der Städteregionsrat gemeinsam viel für Stolberg bewegen“, so der Parteivorsitzende der CDU, der ebenso wie sein Stellvertreter Paul M. Kirch mit dem Modus der Stichwahl insbesondere angesichts der Wahlbeteiligung hadert: „Der Landesgesetzgeber sollte sie für die nächsten Kommunalwahlen im Jahr 2020 wieder abschaffen.“

 

Etwas enttäuscht äußert sich Hanne Zakowski: „Das ist sehr schade. Ich hatte gehofft, dass Christiane Karl es vielleicht knapp schaffen würde“, bedauert die stellvertretende Partei- und Fraktionsvorsitzende der SPD in Stolberg. „Ein Wechsel hätte der Städteregion gutgetan“, so Zakowski, die befürchtet, „dass nun weiterhin zu wenige Frauenthemen auf städteregionaler Ebene aufgegriffen werden“.

 

Quelle: Stolberger Zeitung /Nachrichten

Fr

06

Jun

2014

Unterstützen Sie Helmut Etschenberg - Stichwahl am 15.06: Ihre Stimme zählt!

Do

05

Jun

2014

Jochen Emonds ist Fraktionsvorsitzender - CDU arbeitet an der Bildung einer stabilen Koalition

Fraktionsvorsitzender Jochen Emonds
Fraktionsvorsitzender Jochen Emonds

Wenige Tage nach der Kommunalwahl hat sich die Stolberger CDU-Fraktion konstituiert: Mit einem einstimmigen Votum sprachen sich die neu gewählten Ratsmitglieder am vergangenen Montag für Jochen Emonds als neuen Fraktionsvorsitzenden aus.

 

Emonds tritt damit in der neuen Wahlperiode die Nachfolge des zukünftigen Bürgermeisters der Kupferstadt, Dr. Tim Grüttemeier, an. „Mit Jochen Emonds hat sich die Fraktion für einen kompetenten Vorsitzenden entschieden, mit dem ich als Bürgermeister eng zusammen arbeiten werde“, lobt Dr. Tim Grüttemeier die von der 21-köpfigen CDU-Fraktion gefällte Entscheidung.

 

Daneben gehören dem neuen Fraktionsvorstand Paul M. Kirch und der bisherige Fraktionsgeschäftsführer Siegfried Pietz als stellvertretende Fraktionsvorsitzende an. „Ich freue mich über das große Vertrauen, das mir die Fraktion entgegen gebracht hat, und konzentriere mich nun auf meine neuen Aufgaben“, zeigt sich Siegfried Pietz über das deutliche Votum erfreut. Zum Geschäftsführer wurde Marc Delzepich gewählt. Schatzmeister und gleichzeitig Pressesprecher im neuen Fraktionsvorstand ist Martin Hennig.

 

Besonderen Dank für die gute Zusammenarbeit sprach Jochen Emonds dem bisherigen stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Hans-Josef Siebertz aus, der sich nach nunmehr fast 25 Jahren Mitgliedschaft im Stadtrat aus der Fraktionsspitze zurückzieht.

 

„Mit dem neuen Vorstandsteam haben wir uns personell und damit auch inhaltlich sehr gut aufgestellt und freuen uns auf die zukünftigen Aufgaben, um unsere Stadt nach vorne zu bringen. Wir werden dem Auftrag durch die Wählerinnen und Wähler sehr verantwortungsbewusst nachkommen, die Finanzen der Stadt stabil halten und die so gewonnenen finanziellen Freiräume für neue Ideen und konkrete Projekte nutzen“, erläutert Jochen Emonds die Zielsetzung der CDU-Fraktion für die kommende Legislaturperiode. Konkret arbeitet die CDU-Fraktion an der Bildung einer stabilen Koalition im Stolberger Stadtrat, um die Kupferstadt gemeinsam nach vorne zu bringen. Während erste Sondierungsgespräche mit der SPD bereits stattfanden, werden Gespräche mit der FDP und den Grünen in den nächsten Tagen folgen.

Di

27

Mai

2014

Fünf Wochen bis zur Amtszeit - Nachlese zur Kommunalwahl in den Medien (Stolberger Zeitung, 100, 5 Das Hitradio, Lokalzeit WDR)

Tim Grütemeier zu Gast beim WDR in der Lokalzeit (Link: s.u.)
Tim Grütemeier zu Gast beim WDR in der Lokalzeit (Link: s.u.)

Tim Grüttemeier wird am 1. Juli als Bürgermeister vereidigt. CDU gewinnt in allen Wahlbezirken hinzu. SPD verliert bis zu 18,9 Prozent.

 „Wenn der Trend einmal läuft, ist er nicht aufzuhalten“, sagt Ferdi Gatzweiler am Tag nach der Kommunalwahl. Die Anspannung der letzten Wochen ist gewichen. Das Wahlergebnis ist eindeutig. Warum es so ist, wie es ist, will der scheidende Bürgermeister am Abend im Kreise der SPD-Fraktion erst einmal analysieren. Erst danach will der 58-Jährige entscheiden, ob er das als Spitzenkandidat über die Liste erworbene Ratsmandat annehmen möchte.

 

„Ich bereite jetzt erst einmal alles für einen reibungslosen Übergang vor“, sagt der Verwaltungschef. Es gebe noch eine Reihe von Problemen zu lösen, Entscheidungen vorzubereiten. Dies soll schon im engen Schulterschluss mit Tim Grüttemeier geschehen. Am 17. Juni kommt noch einmal der alte Stadtrat zu einer Sondersitzung zusammen – u. a. um die Projekte Neubaugebiet und Sportzentrum Breinig auf den Weg zu bringen. Am 22. Juni endet die Amtszeit von Ferdi Gatz­weiler. Dann leitet Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt eine Woche lang die Verwaltung.

Erst am 1. Juli beginnt auf der konstituierenden Sitzung des neuen Stadtrates mit der Vereidigung von Tim Grüttemeier die Amtsperiode des neuen Bürgermeisters. Bis dahin bleibt dem Juristen die Zeit, seinen Schreibtisch in der Aachener Kanzlei zu ordnen, ein paar Tage zu verschnaufen und sich auf die Dienstgeschäfte vorzubereiten. „Ich kann und möchte mich in Ruhe auf den Übergang vorbereiten“, sagt Grüttemeier. Gestern Abend analysierte die CDU-Fraktion die Ergebnisse und steckte den Kurs für die nächsten Tage ab. Heute stehen – wie vor der Wahl vereinbart – Gespräche mit der SPD über die Fortführung der großen Koalition an.

 
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Studium der Schlagzeilen am frühen Morgen bei der Wahlparty der CDU im „Piano“: Marc Delzepich, Gerd Grüttemeier, Stephanie Frey, Dr. Tim Grüttemeier und Parteivorsitzender Jochen Emonds (v.l.)
Studium der Schlagzeilen am frühen Morgen bei der Wahlparty der CDU im „Piano“: Marc Delzepich, Gerd Grüttemeier, Stephanie Frey, Dr. Tim Grüttemeier und Parteivorsitzender Jochen Emonds (v.l.)

Mit 21 Sitzen haben die Christdemokraten zwar die absolute Mehrheit verfehlt, aber beachtenswerte Wahlerfolge errungen. Sie legten in allen Bezirken zu. Reiner Bonnie gewann mit einem Zuwachs von 18,6 Prozent den roten Atscher Wahlbezirk. Das ist bislang nur dem früheren Grundschul-Rektor Paul Kolhaas 1984 gelungen. Ein Plus von 15,4 Prozent brachte Markus von der Stein den Erfolg im roten Münsterbusch über Edi Offermann; und im benachbarten Bezirk fehlten Ludwig Hahn vier Stimmen zum Ergebnis von Helmut Grosche – einer von drei Sozialdemokraten, die ihre Bezirke direkt zogen.

Neben dem Fraktionschef Dieter Wolf ist es als einzigem Peter Jussen gelungen, mit einem Zuwachs von sieben Prozent für die SPD Mausbach zu sichern. In Breinig/Breinigerberg reichte Carsten Lange ein Plus von 1,8 Punkten bei weitem nicht, um Ben Grendel mit 53 Prozent zu gefährden, der sogar 6,5 Punkte zulegte.

 

Der CDU gelang es in jedem Wahlbezirk zwischen 3,0 und 21,2 Prozent hinzuzugewinnen – mit gravierenden Auswirkungen für die SPD (bis zu minus 18,9 Prozent): Carina Wahlen (+13,4%) löst mit einem Vorsprung von 51 Stimmen auf der Liester Rolf Engels (-10,5%) ab. Er gehört dem neuen Rat ebenso wenig an wie der langjährige Parteivorsitzende Hans Kleinlein. Dieser verlor auf dem Donnerberg 7 Prozentpunkte, und Neuling Carolin Sieven (+10,6%) sicherte sich mit einem Vorsprung von 27 Stimmen den Bezirk, in dem Kleinlein vor fünf Jahren noch satte 190 Stimmen vorne lag.

 

Nicht in den Rat zieht SPD-Vorsitzender Martin Peters (-2,3%) ein, der sich mit Listenplatz 23 begnügt hatte. Nur sieben Stimmen Vorsprung hatte Paul Kirch 2004; jetzt sind es 57 (+5,6%), die dem seinerzeitigen Bürgermeister-Kandidaten der CDU nun die fünfte Legislaturperiode im Rat bescheren. In der benachbarten Velau musste Andrea Müller, sie zieht über die SPD-Liste in den Rat, nach einem Vorsprung von 126 Stimmen ein Minus von 8,4 Punkten verdauen, während Eberhard Koslowski ein Plus von 10,2 Prozentpunkten in einen Vorsprung von 25 Stimmen verwandelte.

2004 lag Martin Hennig mit 14 Stimmen hinter Hanne Zakowski, die ebenfalls über die SPD-Liste in den Rat einzieht. Sie büßte aber 7,6 Prozent ein, während der Mittelständler 6,3 Punkte gut machte und 105 Stimmen Vorsprung holte. Mit der SPD-Liste bleibt Jürgen Schmitz (-6,1%) im Rat, der 2004 noch 23 Stimmen Vorsprung am Donnerberg vor Hans-Josef Siebertz hatte. Für den früheren Bürgermeister bedeutet ein Vorsprung von 100 Stimmen ein Plus von 12,2 Punkten.

In Mausbach/Werth trat bei der SPD Harry van Emelen (-6,4%) die Nachfolge von Paul-Heinz Kaußen an, der Vorsprung von 165 wandelte sich in einen Rückstand von 89 Stimmen zugunsten von Rita Felden (+12,0%), die anstelle von Adolf Konrads antrat.

 

„ Verwaltungs-Fehler angelastet“

Mit Spannung wurde auch das Duell von Siegfried Pietz und Patrick Haas im Büsbacher Wahlbezirk 18 erwartet. 2004 jagte der junge SPD-Mann Markus von der Stein den Bezirk mit 64 Stimmen Vorsprung ab, während Pietz den benachbarten Bezirk 19 mit 31 Stimmen Vorsprung gewann. Jetzt büßte Haas 7,9 Prozent ein, Pietz legte 7,0 Prozent zu und hält 64 Stimmen Vorsprung. Als neuer CDU-Kandidat sicherte sich im Bezirk 19 Thomas Schmidt (+13,4%) 264 Stimmen Vorsprung vor Hans Nüsser (-10,5%), der in den Stadtrat über die SPD-Liste – insgesamt elf von 14 Genossen – einzieht.

 

Von der CDU sind es zunächst zwei (Hans Bruckschen und Ludwig Hahn); als dritter folgt Günter Blaszczyk, der als Koppelkandidat von Tim Grüttemeier in den Rat einzieht, weil dieser als Bürgermeister kein Ratsmitglied sein darf. Wie die neue Ägide mitgestaltet werden kann, ist eines der Themen, über das die SPD am Abend bei einer ersten Analyse spricht. „Wir haben keines unserer Ziele erreicht“, gesteht Fraktionsvorsitzender Dieter Wolf ein. Dabei habe der Wähler nicht die Arbeit und Erfolge honoriert, die die Fraktion als einzige über die ganze Legislaturperiode hinweg geleistet habe – von der Abwendung der Insolvenz ohne Zerschlagung der sozialen Strukturen über den Erhalt des Kulturangebotes bis hin zum Ausbau im Kinder- und Schulbereich. Dagegen seien unverständliche und ärgerliche Fehler in der Verwaltung der SPD angelastet worden.

Der auf den Erhalt des Status Quo abgestellte Wahlkampf habe an der Wechselstimmung vorbei gezielt. Es werde sicherlich einige Stunden dauern, bis die Sozialdemokraten ihre Niederlage verdaut haben werden, „aber wir werden sicherlich nicht die beleidigte Leberwurst spielen“, ließ Wolf durchblicken, weiter Verantwortung mit tragen zu wollen.

Mo

26

Mai

2014

"Danke für Ihr Vertrauen" - Erdrutschsieg für die CDU. Berichterstattung der Stolberger Zeitung über die Kommunalwahl:

"Ich darf mich bei allen Stolbergerinnen und Stolberger für ihr großes Vertrauen bedanken"
"Ich darf mich bei allen Stolbergerinnen und Stolberger für ihr großes Vertrauen bedanken"
Tim Grüttemeier wird im ersten Wahlgang Bürgermeister. Amtsinhaber Ferdi Gatzweiler gesteht bereits frühzeitig die Niederlage ein. Kaldenbach erreicht den dritten Rang. CDU wird stärkste Kraft im Stadtrat.
Die Stadt hat einen neuen Bürgermeister: Tim Grüttemeier wird neuer Verwaltungschef von Stolberg. Kurz vor 22 Uhr betritt der 33-Jährige gemeinsam mit Amtsinhaber Ferdi Gatzweiler den Ratssaal. 17 von 30 Bezirke sind zu diesem Zeitpunkt ausgezählt. Grüttemeier hat mit knapp 52 Prozent die Nase vorn. Gatzweiler liegt bei rund 28 Prozent. „Ich gratuliere Ihnen zu dem Erfolg“, sagt der scheidende Verwaltungschef. Am Ende des langen Abends hat der Sozialdemokrat in keinem einzigen Stimmbezirk die Mehrheit holen können – nicht einmal in den absoluten Hochburgen seiner Partei.

Dort sind sogar einige sicher geglaubte rote Ratsmandate in schwarze Hände gefallen. Die absolute Mehrheit im Stadtrat verpassen die Christdemokraten dennoch knapp.

Ein beachtliches Ergebnis erzielt der parteilose Kandidat Alex Kaldenbach, der mit über 11 Prozent den dritten Platz erreichte. „Damit bin ich aber nicht zufrieden“, sagt der 67-jährige Kaufmann, der sich als Alternative aber durchaus profilieren konnte. Die übrigen Bewerber sind weit abgeschlagen.

 

„Weiter gut zusammenarbeiten“

Ferdi Gatzweiler gesteht derweil seine Niederlage offiziell ein: „Ich gratuliere Ihnen recht herzlich und wünsche Ihnen, dass Sie ihre gesteckten Ziele erreichen. Ich sagen Ihnen zu, dass wir weiterhin gut zusammenarbeiten“, beglückwünscht Gatzweiler seinen Nachfolger unter großem Applaus der Menschen im Ratssaal. Dr. Grüttemeier dankt seinem Kontrahenten für den fairen Wahlkampf in den zurückliegenden Wochen. „Ich werde mir sicher den einen oder anderen Rat bei Ihnen holen“, verspricht Grüttemeier.

Tim Grüttemeier mit seiner Frau Nina
Tim Grüttemeier mit seiner Frau Nina

Der CDU-Vorsitzende Jochen Emonds sagt: „Wir haben in unserem „Bürgerdialog“ früh mit den Bürgern zusammen das kommunalpolitische Programm erarbeitet. Und keinen Wahlkampf nur des Wahlkampfswillen geführt. Uns ging es vielmehr um Inhalte. Ich bin besonders stolz auf unseren Kandidaten. Ich beglückwünsche ihn zu diesem tollen Ergebnis.“ Für Grüttemeier gibt es einen Blumenstrauß, die dieser gleich an seine Frau weiter reicht. Zu diesem Zeitpunkt sind zwar erst 21 von 30 Stimmbezirken ausgezählt, Grüttemeier hält sich in den Hochrechnungen aber seit Beginn der Auszählungen beständig über der 50-Prozent-Marke.

 

Für den zukünftigen Bürgermeister ist es ein doppelter Triumph, denn auch im neuen Stadtrat stellt die CDU in den nächsten sechs Jahren die mit großem Abstand stärkste Kraft. Ob es angesichts der neuen politischen Kräfteverhältnisse eine Fortsetzung der großen Koalition geben wird, bleibt abzuwarten. Vor der Wahl war die Fortsetzung das Ziel. Kurz nach 20 Uhr steigt im Ratssaal spürbar die Spannung. Mit den ersten Ergebnissen aus dem Stimmbezirk Unterstolberg beginnt der Auszählungsmarathon nach Europa-, Städteregionsrats- und Städteregionstagswahl nun auch auf lokaler Ebene. Während SPD-Fraktionschef Dieter Wolf dort mit 37,50 Prozent knapp vor seinem CDU-Konkurrenten Lutz Hillinger (35,71) liegt, hat bei der Bürgermeister-Wahl Tim Grüttemeier (CDU) die Nase vorn (40,28). Amtsinhaber Ferdi Gatzweiler kommt lediglich auf 34,98 Prozent – ein Trend, der sich im weiteren Verlauf des Abends fortsetzen und noch verstärken wird. Nicht nur in Grüttemeiers Wahlbezirk (WB 14, Breinig/Venwegen), wo der Herausforderer bemerkenswerte 59,53 Prozent holt.

Amtliches Endergbnis
Amtliches Endergbnis

Die beiden Fraktionsvorsitzenden Wolf (43,26 Prozent) und Grüttemeier (60,43) gehören an diesem Abend zu den ersten Direktkandidaten, die sich in ihren Wahlbezirken den Einzug ins neue Stadtparlament sichern. Für die Sozialdemokraten ist es einer der wenigen Erfolgserlebnisse auf kommunaler Ebene. Am Ende reicht es gerade mal zum Sieg in drei von 22 Wahlbezirken. Weniger stark als zunächst befürchtet hat sich offenbar die fehlerhafte Erläuterungsskizze bei den Briefwahl-Unterlagen ausgewirkt. Von den 6526 Briefwählern in Stolberg gaben 624 eine ungültige Stimme ab; allerdings ist lediglich in 352 Fällen ein falsch zugeordneter Wahlschein die Ursache.

SPD-Stadtverbandsvorsitzender Martin Peters ist natürlich nicht begeistert. „Wir haben zwei völlig unterschiedliche Wahlen in Stolberg erlebt“, so Peters. Bei der Europawahl haben die Wähler ganz klar für Martin Schulz votiert. Auf kommunaler Ebene haben wir eine brutale Niederlage erlitten.“ Mit der CDU zusammen habe die SPD eine gute Politik gemacht. Peters: „Deshalb haben wird dieses Ergebnis als SPD nicht verdient.“ Peters geht davon aus, dass die bisherigen Koalitionspartner weiter in Gesprächen bleiben: „Das wäre schon sehr anständig. Aber zunächst müssen wir über dieses Wahlergebnis einmal schlafen.“

Fr

23

Mai

2014

Antenne AC-Interview mit Bürgermeisterkandidat Tim Grüttemeier

 

Aufgrund des großen Interesses haben wir das Antenne AC-Interview von dieser Woche verlinkt (s.u.). Ziel von "Antenne AC" ist es, dass Sie die verschiedenen Kandidaten persönlich kennenlernen, wer sie sind, was sie wollen. Schlagfertigkeit und auch Humor sind gefragt. 

 

Link: Antenne AC Interview mit Tim Grüttemeier

 

Do

22

Mai

2014

Stadtwappen-Eklat: Gleiches Recht für alle? Auch Bürgermeister Gatzweiler wirbt unerlaubt mit Stadtwappen!

Bürgermeister Gatzweiler wirbt mit Stadtwappen und -flagge: Was beim Neujahrsempfang der Stadt, wie hier 2005 im Zinkhütter Hof, kein Problem ist, ist im Wahlkampf nicht gestattet. Es liegt keine Genehmigung vor. Foto: Stolberger Zeitung/Nachrichten
Bürgermeister Gatzweiler wirbt mit Stadtwappen und -flagge: Was beim Neujahrsempfang der Stadt, wie hier 2005 im Zinkhütter Hof, kein Problem ist, ist im Wahlkampf nicht gestattet. Es liegt keine Genehmigung vor. Foto: Stolberger Zeitung/Nachrichten
Stolberger Zeitung/Nachrichten: Der Stolberger Wappen-Skandal in Stolberg zieht weitere Kreise. Nachdem am Montag SPD-Ratsmitglied Hanne Zakowski Wahlwerbung mit Stadtflagge und -wappen verteilt hatte, folgte am Dienstag Wahlwerbung von Arndt Kohn und von Bürgermeister Ferdi Gatzweiler – mit großem Stadtwappen auf der Stadtflagge.

 

Dabei hatte die Stadt noch am 7. Mai dem parteilosen Bürgermeister-Kandidaten Alex Kaldenbach das Zeigen des Stadtwappens untersagt. Der 67-jährige Kaufmann wusste nicht, dass dafür eine Genehmigung erforderlich gewesen wäre. Die beantragte der Parteilose daraufhin und erhielt eine Absage durch den städtischen stellvertretenden Wahlleiter – mit der Begründung, dass durch die Verwendung des Stadtwappens im Wahlkampf der Eindruck entstehen könnte, Partei oder Kandidat handelten im amtlichen Auftrag. Dies widerspreche der Neutralitätspflicht der Stadt, hatte Fachbereichsleiter Walter Wahlen gegenüber unserer Zeitung erklärt. Kaldenbach überklebte die Wappen mit dem Slogan „Ich darf keine Flagge zeigen“. Nachdem spätestens am Rande des Königsvogelschusses in Büsbach am 11. Mai bekannt wurde, dass auch die SPD das Wappen in Flyern zeigen wolle, soll es zumindest Hinweise aus der Verwaltung an die Partei gegeben haben, das zu unterlassen.

 

Nachdem am Montag in der Innenstadt die ersten Flyer verteilt worden waren, erklärte Wahlen, dass er der SPD eine Unterlassungsverfügung ausgestellt habe. Von wann diese datiert, wollte Wahlen auf Anfrage am Mittwoch nicht verraten, nachdem am Dienstag im Stadtgebiet SPD-Flyer mit Wappen zumindest von Kohn und Gatzweiler in Umlauf gebracht wurden. Weiteren Anlass zum Einschreiten sah Wahlen derweil nicht: „Mir liegen keine Anhaltspunkte vor, dass gegen die Unterlassungsverfügung verstoßen wurde“, erklärte der Fachbereichsleiter am Vormittag. Sollten sich Anhaltspunkte ergeben, werde er „recherchieren müssen“.

 

Bürgermeister Ferdi Gatzweiler selbst wollte in der Sache keinen Kommentar abgeben. Als erneut kandidierender Verwaltungschef habe er die Betreuung aller Wahlangelegenheiten in die Hände von Wahlleiter Andreas Pickhardt und seinem Stellvertreter Walter Wahlen gelegt. Und der SPD-Stadtverband habe für ihn die komplette Wahlwerbung organisiert, erklärte Bürgermeister Gatz­weiler auf Anfrage. „Das ist dumm gelaufen“, gestand SPD-Stadtverbandschef Martin Peters ein. Auch seiner Partei sei beim Druckauftrag nicht bekannt gewesen, dass für das Zeigen des Stadtwappens eine Genehmigung erforderlich sei. Die nachbestellten Flyer seien noch nicht geliefert worden, während der Wahltermin ins Haus stehe. „Sollte die Stadt gegen uns nun eine Strafe verhängen, werden wir die bezahlen müssen“, so Peters.

Do

22

Mai

2014

Sechs Monate warten auf die Genehmigung sind zu lang! Massive Beschwerden der Arbeiterwohlfahrt. Unzufrieden mit Bürgermeister Gatzweiler!

Süssendell: Zum ersten Mal knallte es im Juli zwischen AWO und Stadtverwaltung: Geschäftsführer Hans-Peter Barbeln, die Vorsitzenden Beate Ruhland und Andreas Johnsen sowie Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt (v.l.).
Süssendell: Zum ersten Mal knallte es im Juli zwischen AWO und Stadtverwaltung: Geschäftsführer Hans-Peter Barbeln, die Vorsitzenden Beate Ruhland und Andreas Johnsen sowie Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt (v.l.).
Stolberger Zeitung/Nachrichten:Die AWO Mittelrhein und die Stolberger Stadtverwaltung werden einfach nicht warm miteinander beim Modellprojekt eines Heims für 80 demenziell beeinträchtigte Senioren auf Süssendell. Immer wieder hakt es bei dem Vorzeige-Projekt. Die Ursache für die Haken sehen die Beteiligten stets beim jeweils anderen. Heute Abend wollen AWO-Geschäftsführer Hans-Peter Barbeln und Bürgermeister Ferdi Gatzweiler in einem persönlichen Gespräch einen erneuten Versuch unternehmen, die aktuellen Klippen zu umschiffen.

 

„Vor sechs Monaten haben wir den Bauantrag gestellt und noch immer keine Genehmigung erhalten“, erklärte Barbeln am Morgen gegenüber unserer Zeitung. Von einem reibungslosen Projektablauf sei nicht mehr zu sprechen. Immer wieder hake das Verfahren, beklagte Barbeln erhebliche Reibungsverluste, betonte aber auch, dass er der Verwaltung dabei keine Boswilligkeit unterstelle. „Was uns fehlt, ist ein klarer und konkreter Ansprechpartner für alle Punkte“, unterstrich der Geschäftsführer in seiner Kritik, dass eine Vielzahl von Ämtern und Behörden in das Verfahren eingebunden seien, diese Vielfalt aber im Rathaus nicht gebündelt werde.

 

Ein Vorwurf, der beim Bürgermeister für Entsetzen sorgt, denn er selbst sieht sich in der Rolle gefordert, bei Problemen zu koordinieren. „Herr Barbeln verstößt gegen die Abmachung, sich direkt bei mir zu melden, wenn etwas hakt“, sagte Ferdi Gatzweiler. Dies habe er in dem klärenden Gespräch mit der AWO-Bezirksvorsitzenden Beate Ruhland im vergangenen August vereinbart. „Es hat sich aber niemand bei mir gemeldet“, beklagt der Verwaltungschef.

 

Erforderlich geworden war das klärende Gespräch zwischen Ruhland und Gatzweiler, nachdem die AWO-Bezirksvorsitzende bei einer öffentlichen Präsentation des Projektes auf Süssendell massive Kritik am Bürgermeister und seiner Verwaltung geäußert hatte. Sie habe den Eindruck gewonnen, dass „von Seiten der Verwaltung nur wenig ernsthaftes Interesse an einer zügigen Realisierung des Projektes besteht“, sagte damals Ruhland und verwies auf anhaltende Probleme mit den ökologischen Ausgleichsmaßnahmen. Bei einem beim Bürgermeister anberaumten Erörterungstermin war der Verwaltungschef dann nicht erschienen und brüskierte damit die AWO-Chefin. Die Chemie war gestört; das Projekt mit einem Volumen von acht Millionen Euro und 80 neuen Arbeitsplätzen auf dem 7,5 Hektar großen Waldgelände in Gefahr. Mit Gatzweilers Gang ins „Kölner Canossa“ war auch eine Lösung für die Ausgleichsmaßnahmen verbunden.

Wie ein kleines Dorf soll das Seniorenheim der AWO auf Süssendell angeordnet sein. 80 Arbeitsplätze sollen hier geschaffen werden.

Die Prüfstatik fehlt noch

Die nächste Hürde folgte im November. Der Satzungsbeschluss für die Bauleitplanung musste im Rat von der Tagesordnung genommen werden, weil nicht alle Details im städtebaulichen Vertrag geklärt waren. Dabei ging es vor allem um die Frage, wie und wohin das Abwasser entsorgt werden soll und wer welche Kosten dabei zu tragen habe. Dies wurde bis zur Ratssitzung am 10. Dezember geklärt. Bauleitplanung und städtebaulicher Vertrag wurden beschlossen. Am 13. Dezember unterzeichneten AWO und Stadt ihre Verträge sowie die AWO den Kaufvertrag für das Gelände des Aachener Immobilienmaklers Hans Bischoff.

 

Sechs Tage später, am 19. Dezember 2013, ging der Bauantrag der AWO im Stolberger Rathaus ein. Am 27. Februar lag die Genehmigung der Bezirksregierung zur Änderung des Flächennutzungsplans vor. Und Ende März erteilte die Stadt die Genehmigung für den Abriss der ehemaligen Lungenheilanstalt und späteren Ausflugsgastronomie. Seitdem hakt es wieder im Getriebe. „Wir wissen nicht, wann die Baugenehmigung kommt“, moniert Barbeln, dass die AWO die Einrichtung der Baustelle nicht planen könne. „Jetzt will die Stadt sogar noch wissen, wie wir Parkplätze und einen Waldkindergarten entwässern wollen, die wir aber gar nicht beantragt haben“, so der AWO-Geschäftsführer.

 

Aussagen, denen Ferdi Gatzweiler und Gerd Schön als Leiter des Bauordnungsamtes widersprechen. Drei Problembereiche werden heute noch im Rathaus gesehen. Bei der Unteren Wasserbehörde der Städteregion hätte die AWO eine Einleitungsgenehmigung beantragen müssen. Darauf habe die Stadt im Januar und erneut im Februar hingewiesen. Den Antrag habe die AWO aber erst Anfang Mai eingereicht.

 

Trotz Hinweisen gelte dies auch für eine erforderliche Stellungnahme der Lebensmittelüberwachung zum geplanten Café. Sie ist allerdings gestern im Rathaus eingetroffen. Nächstes Problem sind die im amtlichen Lageplan dargestellten optionalen Parkflächen für einen möglichen Kindergarten, die die AWO auch gar nicht beantragt habe. Wenn sie nun erkläre, auf die optional eingezeichneten Parkplätze zu verzichten, dann brauche dafür auch keine wasserrechtliche Ableitung aufgezeigt und beantragt zu werden.

 

Außerdem fehlten dem Tiefbauamt noch Details zu einem Fettabscheider sowie die Prüfstatik. Entsprechend der Vorschriften in NRW dürfe eine Genehmigung nur dann erteilt werden, wenn alle Stellungnahmen und Teilgenehmigungen vorlägen.

 

Bis morgen möchte die Verwaltung aber bei der Städteregion klären, ob sie den Bauantrag im Vorgriff auf eine zu erwartende wasserrechtliche Genehmigung sowie Vorlage der Prüfstatik erteilen dürfe. Dann könnte Hans-Peter Barbeln die Baugenehmigung in der kommenden Woche in Empfang nehmen, erklärte Schön.

Mi

21

Mai

2014

9 gute Gründe CDU zu wählen! - Anzeige mit Informationen über unsere Ratskandidaten und Interview mit unserem BM-Kandidaten Tim Grüttemeier (Super Mittwoch)

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Di

20

Mai

2014

Erneute Pleitenserie im Rathaus! Stadtrat muss heute ausfallen - Gatzweiler sagt Sitzung ab.

 

Erneuter Rückschlag: Der SV Breinig muss mit den Arbeiten an den neuen Kunstrasenplätzen neben dem Stadion warten. Erneute Pannen im Rathaus. Gatzweiler sagt Sitzung ab. (Foto: Stolberger Zeitung)
Erneuter Rückschlag: Der SV Breinig muss mit den Arbeiten an den neuen Kunstrasenplätzen neben dem Stadion warten. Erneute Pannen im Rathaus. Gatzweiler sagt Sitzung ab. (Foto: Stolberger Zeitung)

Stolberger Zeitung / Nachrichten: Die Serie von Pleiten, Pech und Pannen in der Stolberger Stadtverwaltung reißt nicht ab. Montagabend sah sich als einladender Vorsitzender Bürgermeister Ferdi Gatzweiler gezwungen, die für heute terminierten Sitzungen des Hauptausschusses und Stadtrates sowie des Ausschusses für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt absagen.

 

Grund sind Formfehler in der gedruckten Ausführungen der Tagesordnungen der Ratsgremien. So wird dort die Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung für „Donnerstag, 20. Mai 2014“, terminiert. Damit liegt ein formaler Verstoß gegen das Erfordernis einer „form- und fristgerechten Einladung“ vor. Fachbereichsleiter Walter Wahlen musste dann die schlechte Botschaft dann der Öffentlichkeit verkünden. Darüber hinaus wurden in den gedruckten und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellten Unterlagen zur Sitzung des Hauptausschusses die Unterlagen für mehrere Tagesordnungspunkte vertauscht.Während die Ratsmitglieder und sachkundigen Bürger in der Regel ihre Ratspost via Internet beziehen, erhalten einige, wenig multimedia-affine Ratsmitglieder ihre Einladungen immer noch auf dem Postwege. Somit erfolgte auch diese Einladung nicht getreu der strengen rechtlichen Vorschriften. Würden der Rat und seine Gremien dennoch tagen, so wären ihre Beschlüsse rechtsunwirksam und anfechtbar.

 

Dieses Risiko konnte und wollte Montagabend in Stolberg niemand eingehen. Erst recht schon deshalb nicht, weil im Rathaus ohnehin juristische Schritte gegen die Bauleitplanung für die Projekte Sportzentrum und Neubaugebiet in Breinig von Seiten der Anlieger erwartet werden.Dies ist bereits der zweite Fauxpas bei der Einberufung dieser Sondersitzung der Ratsgremien, die die letzten dieser Legislaturperiode sein sollten. Denn ursprünglich terminiert wurden sie nur deshalb, um die Breiniger Projekte noch vor den Kommunalwahlen auf den Weg zu bringen. Denn der Breiniger Spielverein wartet dringend auf die Entscheidungen, damit er mit dem Bau der projektierten Kunstrastenplätze spätestens Anfang Juli beginnen kann, damit sie zur Wintersaison bereitstehen.

 

Doch bereits bei der ersten Einladung am 5. Mai für die Sondersitzungen von Hauptausschuss und Stadtrat fehlten diese wesentlichen Tagesordnungspunkte für einen Satzungsbeschluss zur Bauleitplanung des Neubaugebietes, und die Details für den Zuwendungsbeschluss an den SV sowie die Regelung der Eigentumsverhältnisse waren offen. An die erforderliche Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, der Anregungen im Rahmen einer – erneut erforderlichen gewordenen – Offenlage der Bauleitplanung für das Sportzentrum abwägen musste, hatte noch keiner gedacht. Per Dringlichkeit wurden sie erst nach der Berichterstattung unserer Zeitung dazu ergänzt. Auch erfuhr Dieter Jollet als Projektverantwortlicher des SV Breinig durch unsere Zeitung von der Absage der heutigen Sitzungen. „Wir sind zutiefst enttäuscht“, sagte Jollet in einer ersten Stellungnahme.

Auf Vorschlag der großen Koalition aus CDU und SPD soll der Stadtrat und seine Gremien nun nach der Kommunalwahl am Sonntag zu einer erneuten Sondersitzung einberufen werden. Als Termin dafür ins Auge gefasst wurde Dienstag, 17. Juni. Dann ist der Rat noch immer nach dem Ergebnis der Kommunalwahlen von 2009 besetzt. Denn die konstituierende Sitzung der neuen Legislaturperiode ist nach bisheriger Planung für Dienstag, 1. Juli, angesetzt.

Do

15

Mai

2014

Grüttemeier: "Wirtschaftsförderung muss Chefsache sein!" - Persönlicher Einsatz ist gefragt.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Mi

14

Mai

2014

Grüttemeier: "Bürgermeisteramt muss besser ausgeübt werden!" - Bürgerwille ernstnehmen und Ideen verwirklichen.

Volles Haus in der Donnerberger KOT: Den Fragen von Carsten Nellißen (2.v.l.) stellen sich die Kandidaten Klaus-F, Kratz, Ferdi Gatzweiler, Tim Grüttemeier, Mathias Prußeit und Alex Kaldenbach (.v.l.). Bild: Stolberger Zeitung.
Volles Haus in der Donnerberger KOT: Den Fragen von Carsten Nellißen (2.v.l.) stellen sich die Kandidaten Klaus-F, Kratz, Ferdi Gatzweiler, Tim Grüttemeier, Mathias Prußeit und Alex Kaldenbach (.v.l.). Bild: Stolberger Zeitung.

Bericht der Stolberger Zeitung/Nachrichten über die Diskussionsrunde der Bürgermeisterkandidaten bei der KOT Donnerberg: Der eine Kandidat fühlt sich richtig wohl in der Kleinen offenen Tür St. Josef und ist fasziniert von der Arbeit, die dort geleistet wird. Ein anderer gesteht, die Einrichtung nicht gekannt zu haben und dass er erst einmal googeln musste, was es mit der offenen Kinder- und Jugendeinrichtung auf sich hat, als er von den Jugendlichen zum Wahlduell zur Bürgermeisterwahl eingeladen wurde.

 

Eltern-Willen umgesetzt

 

Doch während Kaldenbach und Kratz fordern, dass der Bürgermeister in Zukunft mehr Geld für Jugendarbeit locker machen muss, um mehr Einrichtungen für Jugendarbeit zu schaffen und mit städtischen Mitarbeitern zu organisieren, widerspricht ihnen CDU-Politiker Grüttemeier: „Wir dürfen niemandem aufdrücken, was wo gemacht wird. Eine Einrichtung wie die KOT wächst vor Ort. Die Aufgabe der Stadt ist es dann einen Rahmen zu schaffen.“ Dennoch ist Mathias Prußeit überzeugt, dass sich die Stadt in Sachen Jugendarbeit mehr leisten kann.

 

Dass das Programm der KOT weit gefächert und von den Jugendlichen, unter der Leitung des Sozialpädagogen Jörg Beißel, mit viel Engagement ausgeführt wird, zeigt dieses Wahlduell. Zum ersten Mal stellt ein Team der KOT Fragen an die Bürgermeister-Kandidaten während des Wahlkampfes und lockt viele interessierte Bürger – insbesondere Donnerberger, ins Pfarrheim.

 

So fragt das nächste Thema, das Moderator Carsten Nellißen, der seit vielen Jahren KOT-Teamer ist, anspricht, nach der Vereinbarkeit von Freizeit und Schule: „Ihnen allen liegt das Ehrenamt also am Herzen und Sie wissen, wie sehr Einrichtungen wie die KOT oder Sportvereine zur Persönlichkeitsbildung beitragen. Warum aber wird dann der ganztägige Schulbetrieb weiter gefördert und ausgebaut?“

 

Grüttemeier verweist daraufhin auf den Willen von Eltern, Schülern und Lehrer, die in Schulkonferenzen sowohl am Ritzefeld-Gymnasium als auch Goethe-Gymnasium für G8 und Ganztag gestimmt hätten: Diese Entscheidung dürfe die Kommunalpolitik nicht ignorieren.

 

Auch Prußeit sieht eine Notwendigkeit für die Umstrukturierung der Schulen. „Die Aufgabe der Erziehung sollten die Eltern nicht abgeben. Aber wenn beide Elternteile, wie es heutzutage sehr häufig ist, arbeiten müssen, ist es wichtig, dass die Kinder ganztägig betreut werden.“ SPD-Politiker Gatzweiler ist die Diskussion zu schwarz-weiß: „Es sind Möglichkeiten gefunden worden, Ehrenamt und Schule zu verknüpfen. Diese müssen weiter ausgebaut werden.“

 

Als nächstes äußern sich die Kandidaten zum Thema Familie. Die Frage: „Wie kann man zukünftig mehr Familien an Stolberg binden?“ Für Ferdi Gatzweiler ist die Frage, wie er selber sagt, „relativ einfach zu beantworten“. Günstige Grundstücke, gute Betreuungsangebote für Kinder und hohe Lebensqualität zeichnen für ihn die Kupferstadt aus. Mathias Pru-ßeit fehlen jedoch Sauberkeit in der Innenstadt und Freizeit-Lokalitäten, wie ein Kino. Und: „Das Amt für Wirtschaftsförderung im Rathaus ist unterbesetzt. Es müssen bessere Voraussetzungen geschaffen werden, damit Unternehmen hier investieren. Das heißt, Klinken müssen geputzt und Kontakte geknüpft werden.“ Die Diskussion erhitzt sich, als Kaldenbach Stolberg als „Drecksloch“ bezeichnet. Für ihn muss es nicht nur sauberer sein und müssen Investoren nach Stolberg geholt werden, sondern sollen die Attraktionen der Stadt, wie die Burg und der Eifelsteig-Zubringer, noch attraktiver werden. Kritik übt der Breiniger auch am Nahverkehr, der seiner Meinung nach ausbaufähig ist.

 

Für Tim Grüttemeier ist die Euregiobahn im Vergleich zum Auto die schnellere Variante, um beispielsweise nach Aachen zu fahren, und befürwortet einen Ausbau der Strecke nach Breinig. Der CDU-Politiker fügt hinzu, dass neben den hohen Kosten, die der Nahverkehr mit sich bringe, der Bedarf der Linien jährlich neu ermittelt werde.

 

Klaus Kratz erzählt daraufhin, warum er nach Stolberg gezogen ist – und zwar des Jobs wegen. Seiner Meinung nach macht vor allem eine funktionierende Wirtschaft eine Stadt für junge Familien attraktiv: „Stolberg war eine wirtschaftliche Hochburg. Das muss es wieder sein.“ Kratz ist überzeugt, dass Attraktionen erst dann nach Stolberg kommen, wenn drum herum eine funktionierende Wirtschaft vorhanden ist. Uneinig sind die Kandidaten in der Frage, ob die Gewerbesteuer ausschlaggebender Faktor für mangelndes Interesse von Firmen an Stolberg ist.

 

Angesprochen wurde auch die Internetverbindung. Ferdi Gatz-weiler hält, wie Grüttemeier, die derzeitige Verbindung für nicht zufriedenstellend und berichtet von den Bemühungen um Förderprogramme der Bundes- und Landesregierung, um Glasfaser nutzen zu können. Auch Mathias Prußeit unterstützt das für ihn unverzichtbare Breitband. Kaldenbach sieht weiterhin großen Handlungsbedarf, und auch Kratz hält die jetzige Internetanbindung für „eine Katastrophe“. Er will sich vor allem für eine schnellere Verbindung in der Innenstadt einsetzen.

 

Ein Thema, dass auch viele Jugendliche beschäftigt, ist Rechtsradikalismus. Alex Kaldenbach ist sich mit Kratz einig, dass die Schilder mit der Aufschrift „Stolberg hat keinen Platz für Rassismus“ an Ortseingängen, abgeschafft werden müssen. Kaldenbach positioniert sich, wie alle anderen Kandidaten, klar gegen Extremismus, jedoch hält er die Schilder für Angriffsfläche und Abschreckung für Touristen.

 

Kratz betont, dass seiner Meinung nach die Schilder keine Lösung im Kampf gegen Rechtsextremismus sind, und Zeichen für ein buntes Stolberg gesetzt werden müssten. Er will, dass sich die Stolberger mit ihrer Stadt identifizieren. Prußeit lobt die Arbeit des Bündnisses gegen Radikalismus und fordert: „Wir müssen unsere Bürger weiter aufklären und sensibilisieren.“ Auch Tim Grüttemeier wirbt für mehr Aufklärung, und für ihn ist klar, dass dieses Thema kein Wahlkampfthema ist. Er betont: „Unter uns Demokraten darf es dazu nur eine Meinung geben.“ Für ihn sind die erfolgreichen Veranstaltungen in den vergangenen Jahren der Beweis für den Erfolg des Bündnisses. Dieser Meinung ist auch Gatzweiler. Statt zu versuchen, die Aufmärsche der Nazis zu verbieten, müsse man weiter ein starkes und breites Bündnis dagegen darstellen: „Demokratie bedeutet Freiheit, und das heißt auch, dass wir das aushalten müssen. Was zählt, ist das Engagement der Menschen.“

 

Das Wahlduell endet mit der Frage an jeden einzelnen Kandidaten, wen er selber wählen würde, insofern er selbst nicht anträte. Kratz und Kaldenbach sehen gegenseitig Parallelen, Prußeit könnte sich in dem Fall noch am meisten mit der SPD identifizieren und auch Grüttemeier würde Gatz­weiler seine Stimme geben, weil er an diesem Abend mit schwarzer Anzughose und roter Jacke die Farben der großen Koalition trägt. Der amtieren Bürgermeister würde selber Alex Kaldenbach wählen: „Ich fänd es einfach interessant zu sehen, wie er mit das Amt mit seinen schwarz-weißen Regeln ausführen würde.“

 

Der Beste und der Bessere

 

Bevor die Ortsvertreter aller Parteien vorgestellt werden, haben die fünf Bürgermeisterkandidaten die Möglichkeit, kurz zu erläutern, warum sie der Richtige im Rathaus wären. Während Ferdi Gatzweiler behauptet, der Beste zu sein, ist. Tim Grüttemeier überzeugt, das Amt besser ausführen zu können, als es in den letzten Jahren geschehen ist. Klaus Kratz ist inspiriert von einem außergewöhnlich jungen Kandidaten, der in der Stadt Monheim die Schulden drastisch gesenkt hat, Mathias Prußeit will neue Wege gehen und Alex Kaldenbach mit seiner Unabhängigkeit und Neutralität punkten.

 

Nach zwei Stunden Diskussion ist Jörg Beißel, Leiter der KOT, sehr zufrieden mit der Veranstaltung: „Wir haben nicht nur gezeigt, wie sehr sich die Jugendlichen hier auf dem Donnerberg engagieren, sondern auch, dass sie politisches Interesse zeigen.“

 

 

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

 

Di

13

Mai

2014

Servicepunkt am Hauptbahnof eröffnet! "Türklinken putzen" und zahlreiche Gespräche haben zum Erfolg geführt!

 

Der lange erwünschte Servicepunkt im Hauptbahnhof ist eröffnet. Damit stehen erstmals seit dem Ende der Bahnhofsgastronomie in den 80er Jahren auch wieder Toiletten zur Verfügung. Foto: Stolberger Zeitung
Der lange erwünschte Servicepunkt im Hauptbahnhof ist eröffnet. Damit stehen erstmals seit dem Ende der Bahnhofsgastronomie in den 80er Jahren auch wieder Toiletten zur Verfügung. Foto: Stolberger Zeitung

 

Der erste Kunde betritt kurz nach 6 Uhr den Laden. „Natürlich Kaffee“ will er haben, sagt Sonja Simons. Eine Premiere für die Stolbergerin, eine Premiere für die Kupferstadt. Seit gestern ist der Servicepunkt im Hauptbahnhof geöffnet. Ein belegtes Brötchen und einen Kaffee zum Mitnehmen gibt‘s als Eröffnungsangebot, sagt der Werbeaufsteller am Bahnsteig, und im Laufe des ersten Tages finden immer mehr Kunden den Weg zu diesem neuen Angebot, das die Bedeutung Stolbergs als Dreh- und Angelpunkt des regionalen Schienenverkehrs unterstreicht.

 

Weit mehr als ein Kiosk-Angebot

 

Das betonen auch die prominenten Gäste, die sich mittags zu einer kurzen Eröffnungsfeier einfinden. Sie sind eng mit der Realisierung des Servicepunktes verknüpft. Die Städteregion hat sich bei der Machbarkeitsstudie für dieses Modellprojekt engagiert, das von der „Dorv“ (Dienstleistung und ortsnahe Rundumversorgung) als gemeinnützige Gesellschaft betrieben wird. Der Servicepunkt ist nicht nur Anlaufstelle für Dinge des täglichen Bedarfs – angefangen von Kaffee, Brötchen, Getränke, Obst, Süßigkeiten, Zeitschriften oder Tabakwaren, die auch ein Kiosk bietet – sondern stellt darüber hinaus den Dienstleistungsgedanken in den Mittelpunkt. Ein Angebot, das in den kommenden Wochen ausgeweitet werden soll, denn noch harren einige technische Voraussetzungen ihrer Installation. Fahrkarten wird es wieder im Hauptbahnhof geben, DHL und Post werden vertreten sein, und auch die VR-Bank möchte sich hier in Stolberg engagieren. Den Bezug zu ihrem Standort in der Kupferstadt dokumentieren weitere Unternehmen durch ihr Engagement für den Servicepunkt. Der Energieversorger EWV prüft noch die Einrichtung einer Strom-Tankstelle, Manfred Kerschgens und Heinz Herbort, Geschäftsführer der von Atsch aus im Stahlhandel operierende KerschgensGruppe, unterstützen den neuen Anlaufpunkt ebenso wie Franz-Josef Chantraine und Dieter Ganser, Inhaber der Axa-Versicherungen, die auch auf einen baldigen Anschluss Breinigs an die Euregiobahn setzen. Die Stolberg-Touristik informiert über die Kupferstadt. Und nicht zuletzt die EVS als Hausherr hat sich stark gemacht für den Servicepunkt. Denn mit ihm ist es auch gelungen dem Hauptbahnhof das zurückzugeben, was Reisende seit Jahrzehnten besonders vermisst haben: Öffentliche Toiletten stehen wieder zur Verfügung. Zumindest während der Öffnungszeiten, um eine soziale Kontrolle gewährleisten zu können. Montags bis freitags von 6 bis 19 Uhr, samstags von 8 bis 13 Uhr sowie sonntags von 10 bis 17 Uhr steht das derzeit dreiköpfige Serviceteam für die Wünsche der Reisenden zur Verfügung.

 

Während Dorv-Geschäftsführer Norbert Schommer noch über ein Bon-System, Gutscheine für die WC-Benutzung können im Laden eingelöst werden, nachdenkt, sind auch weitere Service-Angebote in Vorbereitung. Etwa eine Reinigungsannahme, ein Autowäsche-Service, ein Fahrrad-Verleih – Angebote, die im Verlauf der ersten Erfahrungen im Servicepunkt noch entwickelt werden müssen. Dabei setzt „Dorv“ auf die Kooperation mit örtlichen Anbietern.

 

Ausdrücklich bedankte sich EVS-Geschäftsführer Thomas Fürpeil bei Hildegard Nießen und Dr. Tim Grüttemeier von der großen Koalition, die zur Realisierung des Servicepunktes im Hintergrund „zahlreiche Türklinken“ geputzt hatten. Wobei deren Bemühungen um den Stolberger Hauptbahnhof damit noch nicht abgeschlossen sein können. Denn für nächstes Jahr projektiert ist der Ausbau der P+R-Anlage zu einem Parkhaus, von dem aus man per Überführung und Aufzug barrierefrei den Mittelbahnsteig an der Hauptstrecke Aachen – Köln erreichen können soll, den die Deutsche Bahn ab 2016 in einen zeitgemäßen Zustand versetzen soll. Für diese Großprojekte laufen derzeit zahlreiche Abstimmungsgespräche.

 

Eine attraktive Lounge

 

Die aufwändige Sanierung der wilhelminischen Überdachung des Hauptbahnsteigs hat die EVS erst einmal zurück gestellt bis zur Vollendung des Ringschlusses. Im kommenden Jahr soll die Strecke von Alsdorf bis Stolberg durchgängig bedient werden können. Vom 15. Juni an fährt die Euregiobahn schon einmal bis zum Haltepunkt St. Jöris. Halten im kommenden Jahr die Triebwagen dann auch am restaurierten Gleis 44, wird der Stolberger Hauptbahnhof noch stärker frequentiert als es bisher schon der Fall ist. Denn auch zahlreiche Bahnkunden aus den Nachbarstädten nutzen bereits den gut erreichbaren Haltepunkt. Ihnen steht mit der Lounge im Foyer auch eine attraktive Wartezone zur Verfügung. Und sobald die Telekom ihre Leitungen angeschlossen hat, können auf dem Flachbildschirm die Zugabfahrten aktuell angezeigt werden.

So

11

Mai

2014

Wahl-Check-Interview mit unserem Bürgermeisterkandidaten Dr. Tim Grüttemeier

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Mi

07

Mai

2014

"Interesse wecken und Jugendliche/Erstwähler für Politik begeistern!" - Neue, zielgruppenorientierte Erstwählerkampagne zur Kommunalwahl!

Erstwählerkampagne zur Kommunalwahl
Erstwählerkampagne zur Kommunalwahl

"Wählen ist supergeil!" Mit diesem Slogan angelehnt an eine Youtube-Werbung eines großen Einzelhandelsunternehmens, die momentan bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen in aller Munde ist, möchte die Junge Union auf die große Bedeutung der Kommunalwahl hinweisen und auf einer eigens dafür eingerichteten Internetseite www.waehlen-ist-supergeil.de informieren.

Die knapp 3000 Stolberg Erstwähler haben jetzt die Möglichkeit, die Weichen für Veränderungen in ihrer Stadt zu stellen und durch ihre Mitarbeit am 25.5.2104 einen Wechsel im Rathaus zu erzielen. Zu diesem Zweck haben CDU und JU sich mit dieser Kampagne ganz gezielt an die jungen Menschen der Stadt gerichtet und ihr Recht zur Wahl in den Mittelpunkt gestellt.

Der Inhalt der Kampagne mag für Menschen jenseits der 30 überraschend wirken, doch wesentlich ist, wählen ist nun mal wirklich gut bzw. "supergeil" und mit einer "SUPER Stimme" und einem "SUPER Kreuzchen" kann man den wichtigen Wechsel für Stolberg erzielen. Anlehnung findet der neue Slogan der Christdemokraten, der ab dem 6.5.2014 bereits im Internet kursiert, in einem aktuellen Werbespot einer großen Supermarktkette, die zusammen mit Friedrich Lichtenstein eine sehr einprägsame und melodische Untermalung ihrer Marke entwickelt hat.
Der Vorsitzende der Jungen Union, Hans Bruckschen, der in Zusammenarbeit mit der Agentur Dangermayer’s an dem Konzept der „Supergeil-Kampagne“ gearbeitet hat, erklärt die Idee hinter dem Projekt. Man könne junge Leute nicht mehr mit Erstwählerbriefen der Marke "Seitenlang" davon überzeugen, dass ein Wahlgang gut und richtig sei, man müsse versuchen möglichst aktuelle Anknüpfungspunkte an das Leben der Jugendlichen zu finden und dies sei mit der Anlehnung an Youtube-Chartstürmer der letzten Monate eindeutig gelungen. Jochen Emonds, der Parteivorsitzende der CDU, begrüßte die Initiative aus den Reihen des CDU-Nachwuchses. Es sei hier eindeutig zu erkennen, dass auf eine moderne und witzige Art das Elementare einer Wahl auf den Punkt gebracht wird. Der Gang zur Wahl sei der Grundstein jeder demokratischen Entwicklung und jeder positiven Entwicklung für die Stadt Stolberg. Der Wechsel ist zwingend notwendig und die jungen Wähler können sich aktiv miteinbringen.

 

Mi

07

Mai

2014

"Und schon wieder Pannen im Rathaus!"

Das Breiniger Rasenstadion soll bis zum Winter erweitert werden um einen Fußballplatz und ein Kleinspielfeld aus Kunstrasen sowie ein neues Vereinsheim. Foto: Stolberger Zeitung / Nachrichten
Das Breiniger Rasenstadion soll bis zum Winter erweitert werden um einen Fußballplatz und ein Kleinspielfeld aus Kunstrasen sowie ein neues Vereinsheim. Foto: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Erneuter Satzungsbeschluss für Sportzentrum Breinig. Neubaugebiet (noch) nicht Thema im Rat. Neue Planung für Rotsch.

Da bleibt selbst dem sonst so gelassenen Andreas Pickhardt die Spucke weg: Weder für den Hauptausschuss noch für den Stadtrat am 20. Mai stehen die finalen Beschlüsse für die Bauleitplanung des Breiniger Neubaugebietes Schützheide / Cornelia­straße auf der Tagesordnung.

Dabei sind diese der eigentliche Anlass für diese letzte Sitzung vor der Kommunalwahl. Sie sind die Voraussetzung für eine Übernahme des Projektes durch die Stolberger Bauland GmbH (SBG), deren Geschäftsführer der Fachbereichsleiter auch ist. Immerhin geht es um rund zwei Millionen Euro. Mit dem größten Teil des Erlöses aus dem Verkauf der alten Aschenplätze und ihres Umlandes sollen die Zuschüsse für das neue Sportzentrum in Breinig gedeckt werden. Dazu hatte bereits im März der Ausschuss für Stadtentwicklung über die Eingaben aus der Offenlage befunden. Nun fehlt nur noch der Satzungsbeschluss.

Noch im Juli wollen die Breiniger Kicker mit dem Ausbau der Kunstrasenplätze und des neuen Vereinsheims beginnen, damit der Spielverein im Winter eine adäquate Heimat finden kann. Jetzt soll die Tagesordnung für die letzte Sitzung des Stadtparlaments in dieser Legislaturperiode nachgebessert werden.

Auf dieser Sitzung muss gleich eine weitere Panne behoben werden. Im April hatte der Stadtrat bereits den Bebauungsplan für das Sportzentrum als Satzung beschlossen. Doch in der Planzeichnung wurde eine von der Formulierung in den textlichen Festsetzungen abweichende Formulierung verwandt. Auch dieses muss – zunächst am Donnerstag im Ausschuss für Stadtentwicklung
– korrigiert werden, damit das Planungsrecht einer juristischen Überprüfung standhält. Bei der Lidl-Ansiedlung auf der Liester musste bereits ein vergleichbarer Fall durch die Stadt nachgebessert werden...

Noch erarbeitet werden muss die Vorlage für den Bewilligungsbescheid für den Zuschuss an den Verein und die Regelungen zu den Eigentumsverhältnissen. Nach Informationen unserer Zeitung ist geplant, dass das Gelände des neuen Sportzentrums im Eigentum der Stadt Stolberg verbleiben soll, während die Aufbauten als wirtschaftliches Eigentum dem Spielverein überlassen werden sollen. Auch darüber soll der Stadtrat auf seiner Sitzung am 20. Mai befinden – so steht es zumindest auf der Tagesordnung.

Mittlerweile haben sich Bezirksregierung und Städteregion als Aufsichtsbehörden auch zu der Eingabe der FDP aus dem Jahre 2012 geäußert. Stolbergs Liberale hatten in der Gründung der SBG eine „Verschleuderung städtischen Vermögens“ befürchtet. Die Kommunalaufsicht stellte daraufhin die Abwicklung des Projektes Sportzentrum Breinig über die SBG unter einen besonderen Genehmigungsvorbehalt. „Es bestehen keine Bedenken“, erklärte jetzt Städteregionsrat Helmut Etschenberg in Abstimmung mit Regierungspräsidentin Gisela Walsken, nachdem Sachverhalt und Finanzierungskonzeption genau geprüft worden seien. Voraussetzung sei natürlich die Einhaltung der haushaltsrechtlichen Bestimmungen – insbesondere mit Blick auf die langfristigen Auswirkungen auf das Budget und ihre Zuordnung zum Bereich der freiwilligen Leistungen. Der jährliche Folgeaufwand sei bereits in den Haushalt für das laufende Jahr aufzunehmen. Es bestehen auch keine Bedenken, wenn die Stadt juristische und wirtschaftliche Eigentümerin des neuen Sportzentrums würde, bittet Etschenberg um weitere Berichterstattung zu den Entscheidungen und finanziellen Auswirkungen auf den Haushalt.

 

14 Häuser auf dem Spielfeld

Während der SV Breinig sein Ziel einer Kunstrasenanlage noch in diesem Jahr erreichen kann, wird sich der FC Stolberg weiter in Geduld üben müssen. Nachdem sich die Hoffnungen einer kompletten Vermarktung der Rotsch zerschlagen haben, nachdem die Deutsche Reihenhaus AG ihr Angebot zurückgezogen hatte, muss die Stadt die Bauleitplanung wieder neu und verändert anrollen lassen. Das soll morgen der Ausschuss für Stadtentwicklung beschließen. Vorgesehen ist nun eine 40 Meter tiefe Straßenrandbebauung mit 10 bis 14 Einzel- oder Doppelhäusern. Die Stadt wird wohl selbst die Vermarktung übernehmen.

Obwohl in einem erheblichen Maße mit Schwermetall belastete Asche auf das tiefer gelegene Kleinspielfeld umgelagert und versiegelt werden soll, möchte die Verwaltung die Bauleitplanung im vereinfachten Verfahren ohne Umweltprüfung durchziehen. Der Umgang mit dem belasteten Boden ist mit der Unteren Bodenschutzbehörde abgestimmt.

Auch Sport ist ein Thema beim Wahlforum

Der FC Stolberg und die SG Stolberg stehen noch auf der Warteliste für Kunstrasenplätze. Adler Büsbach hat Ambitionen. Und über die Zukunft von TSV Donnerberg, Columbia Stolberg und ASA Atsch wird noch gesprochen. Auch hier geht es um Fragen der Finanzierung, denn die große Koalition hat beschlossen, dass es nur Zuschüsse gibt, wenn die aus entsprechenden Einnahmen auch finanziert werden können.

 

Am Donnerstag, 8. Mai, stellen sich ab 19.30 Uhr im Saal von „Angie‘s Bistro“ an der Konrad-Adenauer-Straße in Büsbach Dieter Wolf (SPD), Jochen Emonds (CDU), Bernd Engelhardt (FDP), Dina Graetz (Grüne), Hans Emonds (UWG) und ein Vertreter der Linken den Fragen unserer Leserinnen und Leser. Unsere Redakteure Michael Grobusch und Jürgen Lange moderieren das Wahlforum unserer Zeitung.

(Quelle: Stolberger Zeitung)

Mo

05

Mai

2014

Stolberger Zeitung/Nachrichten: Fragen an die Parteien. Thema Bildung - Was wird aus den Stolberger Schulen?

 

Quelle: Stolberger Zeitung /Nachrichten

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Christlich Demokratische Union Deutschlands

Merkel: Haushalt 2015 ist ein Wendepunkt (Mi, 26 Nov 2014)
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Tauber: Haushalt ohne neue Schulden (Mo, 24 Nov 2014)
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David McAllister neuer Vizepräsident der IDU (Fr, 21 Nov 2014)
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Tauber: Rot-Rot-Grün vereinbart Abstiegsprogramm für Thüringen (Do, 20 Nov 2014)
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