Aktuelles


Hier finden Sie aktuelle Nachrichten rund um die CDU Stolberg. Der CDU Stadtverband mit seinen Vereinigungen, Ortsverbänden, Arbeitsgruppen und die CDU Fraktion im Rat der Stadt informieren Sie.


Erste Ergebnisse werden sichtbar im neuen Jahr

Einweihungen und weitere Großbauprojekte. Bürgermeister Tim Grüttemeier sieht Stolberg auf einem guten Weg in eine erfolgreiche Zukunft.

Drei Vorzeigeprojekte, die in diesem Frühjahr eingeweiht werden können: Die Umgestaltung von Kaiserplatz sowie Frankental und Bastinsweiher und neue Parkhaus am Hauptbahnhof Fotos: J. Lange
Drei Vorzeigeprojekte, die in diesem Frühjahr eingeweiht werden können: Die Umgestaltung von Kaiserplatz sowie Frankental und Bastinsweiher und neue Parkhaus am Hauptbahnhof Fotos: J. Lange

„Wenn 2016 das Jahr des Baggers war, dann wird dieses Jahr das der drei Bagger“, scherzt Tim Grüttemeier. Ein Vielfaches an Geld, Kubik- oder Quadratmetern sollen in diesem Jahr bewegt werden, um die Kupferstadt auf ein zeitgemäßes Niveau bringen zu können – ein anspruchsvoller Weg, auf dem die Bürger mitgenommen werden sollen. Stadtentwicklung, Schullandschaft und Sportanlagen zählen zu den Schwerpunkten der anstehenden Investitionen im neuen Jahr. Aber dem Bürgermeister ist es nach eigener Aussage nicht minder wichtig, dass im Frühjahr erste Bauprojekte fertig und somit für die Stolberger erfassbar und erlebbar werden.

 

Breitband: Doch zunächst fällt der Blick des 36-Jährigen auf den ersten wichtigen Termin des neuen Jahres. Übermorgen, am Mittwoch um 14 Uhr, erfolgt der Auftakt zum weiteren Ausbau des schnellen Internets. Nachdem nahezu flächendeckend der Vorwahlbereich 02402 mittels Vectoring durch die Telekom aufgerüstet worden ist, folgt nun mit 90-prozentiger Landesunterstützung für die Ortslage Werth (städtischer Kostenanteil rund 19 000 Euro) der Ausbau auf bis zu 100 Mbit pro Sekunde. Er wird voraussichtlich im Mai abgeschlossen. Bis November sollen zudem Venwegen, Schevenhütte und weitere Teile Gressenichs mit schnellen Bandbreiten versorgt werden. Außerdem sollen noch unterversorgte Teilbereiche Büsbachs auf Höhe der Zeit gebracht werden. Zudem läuft mit einem Zuschuss über 50 000 Euro aus den Händen des zuständigen Bundesministers Alexander Dobrindt eine Untersuchung an, wie die letzten verbleibenden weißen Flächen im Stadtgebiet mit schnelleren Leitungskapazitäten versorgt werden können.

 

Talachse: „Wir planen die beiden ersten Einweihungen im Rahmen des Entwicklungskonzeptes“, sagt Tim Grüttemeier. Das Land übernimmt immerhin 80 Prozent der Kosten zur Wiederbelebung der Innenstadt. Nach Planungs- und erster Umsetzungsphase sollen im April die Arbeiten an Frankental und Bastinsweiher (inkl. Straße 3,8 Millionen Euro) sowie Kaiserplatz (rund 855 000 Euro) vollendet sein. „Das sind wichtige Etappenziele“, so der Bürgermeister, denn dann könnten die Bürger die „erste Erfolge der Umgestaltung erleben“. Derzeit ist angedacht, die Einweihung des Kaiserplatzes im Rahmen des Frühlingsfestes am ersten Mai-Wochenende (die Gastronomie „Kupferpavillon“ mit einem privaten Engagement von rund 1,5 Millionen Euro soll bereits im April öffnen) sowie des Bastinsweihers im Rahmen des „Tages der Städtebauförderung“ am 13. Mai – einen Tag vor der Landtagswahl –mit einem attraktiven Programm zu begehen.

 

 

Dem Ende folgt ein neuer Anfang

 

Eine Atempause bleibt kaum. Denn beinahe nahtlos soll‘s weitergehen mit der Neugestaltung der innerstädtischen Verkehrsachse (2,2 Millionen Euro) – zuerst der Abschnitt Salmstraße/Mühlener Ring bis Dammgasse, dann folgt ab Talbahnstraße in vier Abschnitten die Rathausstraße bis zum Kaiserplatz. „Das wird ein erheblicher Eingriff und mit großen Belastungen für Bewohner und Gewerbetreibende verbunden sein“, ist sich Grüttemeier über die Auswirkungen der bis Weihnachten 2018 andauernden Bauarbeiten bewusst. Deshalb werde versucht, mit den fünf Bauabschnitten die Erreichbarkeit zu wahren und die Beeinträchtigungen zu minimieren. „Aber es ist auch eine ambitionierte Planung mit engem Zeitkorsett.“ Gleichzeitig sollen die Ausführungsplanungen für den in 2019 anstehenden Umbau des oberen Steinwegs konkret werden und die ersten Planungswerkstätten für Willy-Brandt-Platz und Zweifaller Straße anlaufen.

 

Privates Engagement

 

Die Förderung öffentlicher Projekte durch das Land soll zugleich privates Engagement generieren. Auf diesem Feld sollen im neuen Jahr einige Projekte sichtbar werden. Nachdem im Rahmen des Förderprogramms bereits die Fassade des Eckgebäudes zur Frankentalstraße saniert ist, steht der im Volksmund „Russische Botschaft“ genannte Block Steinweg 1-11 auf dem Programm. Monika Lück hat den größten Teil der Eigentumswohnungen bzw. Geschäftslokale erworben und mit der Sanierung im Inneren begonnen. Nun soll auch die Fassade ansprechender gestaltet werden. Als weiteres Projekt zeichnet sich der Abriss eines alten, leerstehenden Geschäftshauses an der Rathausstraße ab: In dem geplanten Neubau soll dann die Außenstelle des Gesundheitsamtes der Städteregion wieder nach Stolberg kommen; sie residierte vor ihrem Umzug nach Eschweiler an der Eichsfeldstraße. Während für Januar an der Grüntalstraße der Beginn der Arbeiten am Neubau neben der Drummen-Villa avisiert ist, sind die Bauanträge für einen zweigeschossigen Anbau eines Cafés vor und seitlich des Festsaals der Stadthalle sowie einer Neugestaltung der Passage gestellt. Noch in der Planungsphase ist ein Wohnprojekt am Mühlener Bahnhof, dessen Umfeld ebenfalls aufgewertet wird.

 

Hauptbahnhof: Im Wonnemonat Mai soll neben dem 1888 eingeweihten Denkmal gefeiert werden können. Ende Mai müsste das neue Parkhaus (3,2 Millionen Euro vorfinanziert) auf der P+R-Anlage mit dann 377 Stellplätzen so weit fertiggestellt sein, dass es seinen Betrieb aufnehmen kann. Mit den Arbeiten ist am Bahnhof aber frühestens im Oktober Schluss, denn in der zweiten Januar-Woche sollen bei laufendem Zugbetrieb – 2500 Fahrgäste täglich nutzen den Stolberger Hauptbahnhof – die Arbeiten der Deutschen Bahn am Mittelbahnsteig und der „Skywalk“ genannten Überführung anlaufen. Dem Bau einer provisorischen Überführung folgt die Sanierung und Verlängerung des Bahnsteigs. Der Schacht der heutigen Unterführung dient zukünftig dem Fahrstuhl der Überführung. Erste vorbereitende Arbeiten der DB laufen bereits seit Wochen.

 

Weitere Fördertöpfe anzapfen

 

Mit der Fertigstellung des Parkhauses packt die Stadt den zweiten Bauabschnitt der Rhenaniastraße an, die zwischen Probsteistraße und Hauptbahnhof komplett neu gestaltet wird. Gleichzeitig beabsichtigt der Landesbetrieb, sein Teilstück der Landesstraße 236 zwischen Dreieck und Münsterbachstraße zu sanieren.

 

  • Soziale Kupferstadt: Selbst hinter diesem Titel steckt ein Bauprojekt, das den konkreten Anfang macht. Im September sollen Abriss und Neubau der Heinrich-Heimes-Brücke auf der Mühle beginnen. Damit soll der Stadtteil wieder besser zusammenwachsen, die sozialen Strukturen sollen optimiert werden. Im Rahmen der Sozialplanung haben die Bewohner von Mühle, Oberstolberg und Münsterbusch Maßnahmen zur Reaktivierung ihrer Quartiere vorschlagen; die Projekte sollen in diesem Jahr mit Leben gefüllt werden. Gleichzeitig läuft mit Begleitung durch das Land im Rahmen der Sozialen Kupferstadt 2030 die Erarbeitung von Handlungskonzepten. Grüttemeier setzt darauf, für Projekte in Unterstolberg, in Münsterbusch und Auf der Liester weitere Fördertöpfe, etwa im Rahmen des Stadtumbaus West, anzapfen zu können.

  • Schulen: Rund 20 Millionen Euro fließen während der nächsten vier Jahre in den Umbau der Stolberger Schullandschaft. „Auch das ist eine ambitionierte Herausforderung für uns als Stadt“, sagt Grüttemeier. Aber sie sei zukunftsweisend und basiere auf den Ergebnissen der Elternbefragung. Mit dem Aufbau einer zweiten, fünfzügigen Gesamtschule und dem Ausbau der bestehenden auf ebenfalls fünf Klassenzüge schaffe die Kupferstadt ein zukunftsweisendes Angebot. Angebaut wird an den Standorten Sperberweg und Wal-ther-Dobbelmann-Straße. Abgerissen und neu gebaut wird im November der Trakt F an der Breslauer Straße, wo zudem die Turnhalle der Kogelshäuserschule renoviert wird. In Mausbach folgt im späteren Verlauf der grundlegende Umbau der Realschule und die Einbeziehung eines Teils der Grundschule. Zudem laufen die Planungen für die Sanierung der Grundschulen Prämien- und Bischof­straße an, die 2018 umgesetzt werden sollen.

  • Wirtschaftsförderung: Auf einem guten Weg sieht der Bürgermeister die wirtschaftliche Entwicklung. „Aus Sicht der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Städteregion ist Stolberg der am stärksten nachgefragte Standort in der Region“, sagt Grüttemeier. 16 Grundstücke im Gewerbegebiet Camp Astrid sind verkauft, weitere reserviert. Im Gewerbegebiet Steinfurt stehe derzeit nur eine Halle leer. Die Auslastung des Dienstleistungszentrums hat sich von 70 auf 99 Prozent verbessert. Die Dalli-Werke investieren am Heimatstandort. Aldi errichtet in Münsterbusch einen vierten Markt (gemeinsam mit DM) und garantiert den Bestand der Rathaus-Filiale. Ein Projektentwickler strebt die Realisierung eines Bau- und Gartenmarktes auf dem Zincoli-Gelände an der Mauerstraße an, das zudem als weiterer Gewerbestandort erschlossen werden soll.

Eine Idee auf den Weg gebracht

 

Und auch für das Gelände der Stolberger Zink gebe es positive Signale. Mit Hermes hat ein erstes Logistikunternehmen Stolberg als Standort gewählt. Und das Projekt eines „Euregio Rail Port“ im Umfeld des Hauptbahnhofes hat es von einer ersten Idee zu einer vom Land geförderten Machbarkeitsstudie gebracht. „Wir sind gespannt auf das Ergebnis, ob und wie der Logistikstandort entwickelt werden kann“, sagt Grüttemeier. „Bereits heute ist klar, dass dazu die Verkehrsinfrastruktur entwickelt werden muss. „Da wird nach der Landtagswahl Bewegung reinkommen“, sieht der Christdemokrat ein grundlegendes Interesse bei SPD wie CDU an der Realisierung des dritten Bauabschnittes der L 238 von Pumpe zur Steinfurt und an dem Anschluss an die Autobahn 44 bei Eilendorf.

 

  • Sportanlagen: „Wir investieren nicht nur in den Fußball“, betont Grüttemeier. Neben dem Bau einer Kunstrasenanlage am Büsbacher Kranensterz werde ein zweiter Kunstrasenplatz auf dem Dörenberg gefördert. Zudem werden die Umkleiden des Stadions und der Sporthalle Glashütter Weiher saniert, was Hallensportlern und Leichtathleten entgegenkomme.

  • Tourismus: Ein Fledermausmonitoring wird für die Burgstollen aufgelegt, um deren Nutzung im Rahmen eines mit Unterstützung der Bezirksregierung neu entwickelten Konzeptes zur touristischen Stärkung der Burg zu sondieren. Saniert und attraktiver gestaltet werden soll zudem das Torburg-Museum. Und die Planung einer Radwegestation auf dem Offermann-Platz sei auf dem Weg.

  • Finanzen: Drei Jahre in Folge wurde ein genehmigungsfähiger und ausgeglichener Haushalt vorgelegt. Bei den Jahresabschlüssen ist Stolberg wieder im gesetzlichen Rahmen. Und 40 Millionen Euro Schulden seien abgebaut.

  • Rathaus: Im kommenden Jahr soll die Planung für die lange aufgeschobene Sanierung des Rathauses anlaufen. Der Bürotrakt aus den 1970er Jahren entspreche nicht mehr den dienstlichen Anforderungen, sei mit Asbest belastet und zudem eine energetische Katastrophe. Bereits angelaufen ist in der Verwaltung die Erarbeitung eines Leitbildes, um die Arbeit auf zukünftige Anforderungen ausrichten zu können.

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Stolberg kommt voran, Schritt für Schritt

Die Zeitungsanzeige der CDU Stolberg im Dezember 2016

CDU will nicht zögern und zaudern

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Jochen Emonds äußert sich im Stadtrat zum Haushaltsentwurf der Kupferstadt für das Jahr 2017: Der Stadt sei "ein Kunststück gelungen"

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Jochen Emonds
Der CDU-Fraktionsvorsitzende Jochen Emonds

„Wir wollen nicht mehr zögern und zaudern, Missstände tatenlos hinnehmen, Probleme aussitzen und ignorieren“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Jochen Emonds. Mit dem Haushalt sei der Stadt ein „Kunststück gelungen“. Er sei der Überzeugung, dass „unsere Stadt wieder eine Spitzenstellung in der Städteregion“ verdient habe. Das könnten CDU und SPD erreichen. Wie? „Indem wir zum Beispiel wieder konsequent in die Infrastruktur unserer Stadt investieren“, sagte Emonds. Es habe sich lange zu wenig getan, doch nun sei man „mit Nachdruck“ dabei, Straßen zu sanieren und das Internet auszubauen.

 

Da die CDU sich traditionell als Partei verstehe, die auch die Ortsteile im Blick behält, ging Emonds auch auf Maßnahmen außerhalb der Innenstadt ein, unter anderem die Brückensanierung in Zweifall oder ein neues Konzept für die Ortsmitte Mausbach. In Bezug auf die Bildungspolitik betonte Emonds, dass es der CDU wichtig sei, alle Schulen in angemessener Weise zu unterstützen. So ist in der mittelfristigen Finanzplanung auch ein Budget von 50 000 Euro für die Sanierung des Goethe-Gymnasiums vorgesehen. Das richtungsweisendste Projekt werde aber ohne Zweifel die Einrichtung der zweiten Gesamtschule sein.

 

Ebenso ging Emonds auf die Wichtigkeit der vielfältigen Sportlandschaft in Stolberg ein, die durch Investitionen der Stadt unterstützt wird, und auf die Rolle der Feuerwehr: „Für uns ist es selbstverständlich, dass wir uns für die bestmögliche Ausstattung unserer Rettungskräfte einsetzen.“ Auch der Betriebshof werde unterstützt, damit das Erscheinungsbild der Stadt verbessert werden könne.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Steuereinnahmen sorgen für Investitionsspielräume

Investitionen in Höhe von 33,5 Millionen Euro: Der Stolberger Stadtrat verabschiedet mehrheitlich den Haushalt für das kommende Jahr.

Viele Millionen Euro will die Stadtverwaltung im kommenden Jahr in Stolberg investieren. Das Geld soll in Straßenbauprojekte, die Entwicklung der Schullandschaft, die Ausstattung der städtischen Feuerwehr oder auch den sozialen Wohnungsbau fließen. Nun gibt es für die vielen Vorhaben der städtischen Mitarbeiter grünes Licht von der Politik: Denn der Stadtrat hat in seiner Sitzung am Dienstagabend den Haushalt für das kommende Jahr mehrheitlich beschlossen. Neben den Fraktionen der CDU und SPD stimmten auch die Grünen dem von der Verwaltung vorgelegten Entwurf zu. Die Linke hatte sich enthalten, während die FDP, UWG und die NPD den Haushalt ablehnten. Bürgermeister Tim Grüttemeier zeigte sich zufrieden, auch diesmal einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen zu können.

 

Insgesamt umfasst der kommunale Haushalt der Stadt für das kommende Jahr rund 170 Millionen Euro. „Das sind sieben Millionen Euro mehr als noch im vergangenen Jahr“, erklärte Grüttemeier in seinen Ausführungen zu dem mehr als 1000 Seiten starken Papier. Sowohl im kommenden als auch in den darauffolgenden Jahren rechnet die Stadt mit einem kleinen Überschuss (für 2017 sind das 75 000 Euro).

 

Geld für Schulen und Feuerwehr

 

Trotz der nicht einfachen Haushaltslage – Stolberg befindet sich schließlich im Stärkungspakt des Landes Nordrhein-Westfalen – wird im städtischen Haushalt deutlich, dass die Verwaltung viel bewegen will. Und um die Investitionen in Höhe von 33,5 Millionen Euro zu finanzieren, sind Investitionskredite von insgesamt 18,7 Millionen Euro nötig.

 

Die 33,5 Millionen Euro fließen unter anderem in die Fortsetzung der Großprojekte in der Talachse Innenstadt, den groß angelegten Umbau der Stolberger Schullandschaft mit der Gründung einer neuen Gesamtschule, das Parkhaus am Hauptbahnhof, oder marode Brücken (siehe Infobox). Für Straßen, Kanäle und Brücken werden im kommenden Jahr insgesamt 5,5 Millionen Euro ausgegeben. Die Fortführung der Quartiers- und Sozialraumplanung hat die Stadtverwaltung ebenso auf der Agenda wie die Gebäudeunterhaltung. Aber auch in die Sanierung mehrerer Grundschulen (Büsbach und Prämienstraße), in den sozialen Wohnungsbau und in neue Fahrzeuge für die Feuerwehr wird investiert: 600 000 Euro im nächsten und 1,5 Millionen Euro im übernächsten Jahr.

 

Für die Feuerwehrausstattung gibt die Stadt nächstes Jahr 170 000 Euro aus. „Ich glaube, wir sind die einzige Kommune mit derzeit neun Fahrzeugen in der Beschaffung“, sagte Grüttemeier. Ein Ausblick auf die weiteren Jahre zeigt auch, dass sich im Bereich der Kindergärten viel tut: So sollen in den Umbau der Kita Breinigerberg im kommenden Jahr 520 000 Euro fließen, weitere 60 000 Euro für Einrichtungsgegenstände in den darauffolgenden beiden Jahren.

Um all diese Projekte finanzieren zu können, müssen auch die städtischen Einnahmen stimmen. „Wir rechnen mit Erträgen von insgesamt 170 Millionen Euro“, erklärte Tim Grüttemeier. Der Löwenanteil dieses Geldes stammt aus Steuern und anderen Abgaben: Insgesamt 64,3 Millionen Euro erwartet die Verwaltung. Die Einkommenssteuer liegt im kommenden Jahr voraussichtlich bei 23,7 Millionen Euro, das ist etwa 1 Million mehr als noch im Vorjahr. „Wir profitieren hier von der guten wirtschaftlichen Lage in Deutschland“, sagte Grüttemeier.

 

Wackelkandidat Gewerbesteuer

 

Die Gewerbesteuer ist erfahrungsgemäß nicht nur in Stolberg ein Wackelkandidat, denn sie hängt von der wirtschaftlichen Lage der Unternehmen in der Gemeinde ab. In Stolberg liegt die Gewerbesteuer 2017 bei schätzungsweise etwa 22,9 Millionen Euro.

 

„Auch bei uns ist die Gemeinde ziemlich abhängig von der Gewerbesteuer“, erklärte Grüttemeier. Allerdings sei der prozentuale Anteil geringer als in anderen Kommunen. Die Einnahmen aus der Umsatzsteuer werden schätzungsweise bei 3,5 Millionen Euro liegen. 10,7 Millionen Euro spült die Grundsteuer B ins Stadtsäckel, jeweils knapp eine halbe Million Euro erwartet die Stadtkasse durch Einnahmen aus der Hunde- und der Vergnügungssteuer.

 

Wesentlich für den Haushalt sind neben den Steuereinnahmen auch die Erträge aus Zuwendungen und Umlagen. Insgesamt sind das diesmal 54,18 Millionen Euro. Das Land überweist der Kommune Stolberg für 2017 Schlüsselzuweisungen in Höhe von 35,5 Millionen Euro, das sind 1,3 Millionen mehr als noch im Vorjahr. Wie hoch diese Zuweisungen ausfallen, hängt unter anderem mit der Einwohnerzahl einer Stadt ab.

 

Mittel aus dem Stärkungspakt

 

Zusätzlich dazu gibt es weitere Mittel aus dem Stärkungspakt: 3,9 Millionen Euro. „Das sind weniger als im vergangenen Jahr“, erklärte Grüttemeier. Auch in den kommenden Jahren werden die Mittel aus dem Stärkungspakt weiter sinken, bis die Stadt schließlich ohne diese finanzielle Hilfe auskommen muss.

Neben den Investitionskosten für die genannten Bauprojekte gibt es weitere Posten auf der Ausgabenseite der Kommune: So liegen die Personalaufwendungen 2017 bei 38,5 Millionen Euro. Im Vorjahr waren das noch 35,1 Millionen. Das sind zwar 3,4 Millionen Euro mehr, doch der Anteil der Personalkosten an den Gesamtausgaben sei stabil, erklärte Bürgermeister Grüttemeier.

 

Viel Geld fließt nach Aachen

 

Deutlich gestiegen sind hingegen die Transferaufwendungen, also Zahlungen, die die Stadt an andere Verwaltungseinheiten tätigen muss. Vor allem die Umlage an die Städteregion mit Sitz in Aachen, die knapp die Hälfte aller Umlagen ausmacht, war in den vergangenen Wochen noch einmal kräftig nach oben korrigiert worden: auf 42,2 Millionen. „Damit haben wir erstmals den historischen Wert von 40 Millionen Euro überschritten, und zwar deutlich“, so Grüttemeier. Hintergrund der hohen Umlage war, dass die Stadt Aachen hohe Forderungen an die Städteregion gestellt hat, die nun von den Kommunen ausgeglichen werden müssen.

 

170 Millionen Euro Schulden

 

Einen durchaus erfreulichen Anblick bot Grüttemeiers Präsentationsfolie, die die Entwicklung der Verschuldung der Stadt Stolberg zeigte: Demnach konnte die Verwaltung die Verbindlichkeiten seit 2010 um rund 40 Millionen Euro auf nunmehr 170 Millionen Euro senken. „Das wird uns aber in den kommenden Jahren so vermutlich nicht mehr gelingen“, räumte Grüttemeier ein. Dennoch zeigte sich der Bürgermeister am Ende seines Vortrags optimistisch: Die Verwaltung habe durch den vorliegenden Haushalt gezeigt, dass sie dauerhaft und generationengerecht handlungsfähig sei.

 

Die Stadtverwaltung, allen voran Kämmerer Willi Esser mit seinem Team, erhielt von den Stadträten viel Lob für die geleistete Arbeit rund um den Haushaltsentwurf. „Die Kämmerei hat neben ihren regulären Aufgaben auch die liegengebliebenen Jahresabschlüsse vollständig aufgearbeitet“, sagte etwa der CDU-Fraktionsvorsitzende Jochen Emonds. Dieser Erfolg sei keinesfalls selbstverständlich, „wenn man bedenkt, dass wir noch vor wenigen Jahren die Kontrolle über unsere Finanzen fast vollständig verloren hatten.“ Die anderen Fraktionen stimmten ihm zu, als Emonds betonte, dass dieser Erfolg im Rathaus von vielen motivierten und engagierten Mitarbeitern in der Verwaltung hart erarbeitet wurde.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Sanierung muss noch ein wenig warten

CDU-Ratsvertreter und die Arbeitsgruppe für Büsbach stellten ihre Planungen vor.

Informierten an Ort und Stelle: Die Mitglieder der CDU-Arbeitsgruppe Tim Wengler (v.li.), Karina Wahlen, Siegfried Pietz, Fritz Thiermann und der sachkundige Bürger Bernd Stickeler. Foto: M. Leister
Informierten an Ort und Stelle: Die Mitglieder der CDU-Arbeitsgruppe Tim Wengler (v.li.), Karina Wahlen, Siegfried Pietz, Fritz Thiermann und der sachkundige Bürger Bernd Stickeler. Foto: M. Leister

Am liebsten würden sie sofort loslegen. Wären ihre Pläne nicht etwas ausgebremst worden.

 

Und so muss die CDU-Arbeitsgruppe, die sich mit der Planung von Büsbach beschäftigt, den zeitlichen Rahmen etwas korrigieren.

 

In drei Jahren, so hoffen die Stolberger CDU-Vertreter Karina Wahlen, Tim Wengler, Siegfried Pietz, Fritz Thiermann und der sachkundige Bürger Bernd Stickeler, sieht auch in diesem Bereich Stolbergs vieles anders aus. Dann wurde die längst geplante Sanierung der Büsbacher Ortsmitte, der Straßen rundum und die Grundschule Bischofstraße in Angriff genommen und fertiggestellt.

 

Vor Ort, nahe der Grundschule Bischofstraße, erläuterten die Christdemokraten noch einmal ihre Planung und betonten, dass ihnen nicht nur die Umgestaltung der Stolberger Ortsmitte am Herzen liegt, sondern natürlich auch der Stadtteil Büsbach.

 

Vor allem der Büsbacher Markt, die Bischof- und die Galmeistraße müssen erneuert werden. Der Beginn für die Sanierung ist allerdings eng mit der Fertigstellung des Marienheimes verknüpft.

Unter anderem soll die Grundschule Bischofstraße in Büsbach eine neue Turnhalle erhalten. Foto: M. Leister
Unter anderem soll die Grundschule Bischofstraße in Büsbach eine neue Turnhalle erhalten. Foto: M. Leister

Derzeit ragt noch ein Bauzaun auf eine Spur der Bischofstraße hinein. Für Fußgänger ist auf dieser Seite kein Durchkommen. Zudem müssen große Baulaster anfahren und Materialien nachliefern.

 

Da sich die Fertigstellung des Heimes aber nach hinten verschiebt, kann auch noch nicht mit der Sanierung der einzelnen Straßen begonnen werden. Solange müssen die Anwohner noch mit dem Parkdruck und der provisorischen Führung des Verkehrs leben. Die Gelder für die Sanierung dieses städtischen Bereichs stellt die Kommune bereit.

 

In einem Antrag an den Hauptausschuss und Rat, die beide gestern Abend tagten, hatten die Stolberger Christdemokraten ihr Anliegen formuliert: „Die Verwaltung soll nun beauftragt werden, die Planung zur Sanierung der Bischofstraße eng mit der Planung der Büsbacher Ortsmitte zu verknüpfen. Hierzu sollen insbesondere bei den Planungen zur Bischofstraße neben den Anwohnern auch Vertreter der Katholischen Grundschule Bischofstraße und des Marienheims, im engeren Umfeld ansässige Geschäftsleute sowie Vertreter der IG Büsbach und des Aktionsrings mit ihren Vorschlägen eingebunden werden. Im Haushalt 2017 sind dementsprechend Mittel für die Entwurfsplanung der Büsbacher Ortsmitte bereitzustellen“.

 

Extern gefördert wird die Grundschule Bischofstraße, die größte weit und breit. Hier stehen einige bauliche Neuerungen ganz oben auf der Prioritätenliste. Den dicksten „Batzen“ macht der Neubau der Turnhalle aus. Der ist seit Jahren fällig, bislang immer verschoben worden. Anstelle des alten Gemäuers soll ein neuer moderner Bau spätestens 2019 stehen.

 

Auch an Spielplätzen mangelt es weit und breit, was die CDU-Ratsvertreter bedauern. Hier wollen sie Abhilfe schaffen. Auf dem Schulgelände soll dann ein großer Spielplatz entstehen, der für alle Büsbacher zugänglich und an allen Tagen der Woche geöffnet ist. Er wird gleich hinter dem Eingangstor entstehen. „In drei Jahren“, wirft Ratsvertreter Siegfried Pietz einen Blick in die Zukunft, „müsste dann alles fertiggestellt sein.“

 

Quelle: Super Mittwoch

Büsbacher Markt: Parkzeit nicht auf 30 Minuten verkürzt

Keine Verkürzung der erlaubten Zeitspanne am Büsbacher Markt. Bürgerdialog und Wahl bei CDU von Büsbach, Dorff, Liester, Münsterbusch. Fritz Thiermann Vorsitzender, Beate Lang neue Geschäftsführerin.

Fritz Thiermann (v. l.), Michael Thomas, Bernd Stickeler, Beate Lang und Walter Wahlen bilden den neuen geschäftsführenden Vorstand des CDU-Ortsverbands Büsbach, Dorff, Liester, Münsterbusch. Foto: D. Müller
Fritz Thiermann (v. l.), Michael Thomas, Bernd Stickeler, Beate Lang und Walter Wahlen bilden den neuen geschäftsführenden Vorstand des CDU-Ortsverbands Büsbach, Dorff, Liester, Münsterbusch. Foto: D. Müller

Die Parksituation in Büsbach, die Optik des Marktplatzes und der „Dauerbrenner“ Vermüllung des Geländes der ehemaligen Kartonagenfabrik Hoyer in Münsterbusch sind die Themen gewesen, die beim Bürgerdialog des CDU-Ortverbands Büsbach, Dorff, Liester, Münsterbusch zur Sprache gekommen sind. Der Vorstoß eines Büsbacher Geschäftsmanns, die Parkdauer in der „blauen Zone“ rund um den Markt an der Konrad-Adenauer-Straße auf 30 Minuten zu verkürzen, wurde dabei heftig kritisiert.

 

„Ein Unding“

„Für fast alle Büsbacher Geschäfte wäre die kurze Parkdauer ein Unding“, sagte ein Anwesender, der nach eigener Aussage mit vielen ansässigen Gewerbetreibenden gesprochen hatte.

 

Bürgermeister Tim Grüttemeier hielt dem entgegen, dass es bei der Parkdauer von einer Stunde bleiben werde: „Das ist ein sinnvoller Kompromiss, der sich bewährt hat.“

 

Zwei Teilnehmer an dem Bürgerdialog in der Gaststätte Kreuzberg brachten das Gelände des ehemaligen Steinbruchs Blees ins Spiel: Die Angestellten der Geschäfte könnten dort ihre Autos abstellen und damit den Parkdruck in der Büsbacher Ortsmitte mindern. Der Bürgermeister verwies allerdings darauf, dass jenes Areal kein städtisches Gelände sei, und die Gewerbetreibenden sich mit dem Eigentümer einig werden müssten.

 

Der Büsbacher Markt könne optisch aufgewertet werden, wenn das ihn umrandende Grün um Blumenbeete ergänzt werde, meinte ein Bürger. Grüttemeier erklärte, dafür gebe es bereits Pflanzpatenschaften, die aber eingeschlafen seien. „Der Büsbacher Aktionsring Handel, Handwerk und Gewerbe versucht, diese Patenschaften zu reaktivieren“, sagte der Bürgermeister.

 

Was die „Müllhalde“ auf dem Hoyer-Gelände in Münsterbusch angeht, erläuterte Grüttemeier: „Der Investor, der das Gelände erworben hat, hat zwischenzeitlich einen Bauantrag eingereicht, so dass wir davon ausgehen können, dass dieses Problem sich in einem Jahr von selbst erledigt hat.“

 

Mehr Bänke

 

Andere Bürger sprachen ein Thema an, das ganz Stolberg betrifft: Im gesamten Stadtgebiet gebe es erfreulich viele Wanderwege, aber zu wenig Ruhebänke und Mülleimer. Der Bürgermeister entgegnete: „Der städtische Forstbetrieb baut mit seinen Auszubildenden fleißig Bänke, und die Stadtverwaltung nimmt gerne Anregungen an, wo neue Bänke errichtet werden sollen.“ Im Anschluss an den Bürgerdialog wählte der CDU-Ortsverband in öffentlicher Sammlung seinen Vorstand. Fritz Thiermann wurde einstimmig in seinem Amt als Vorsitzender bestätigt, seine Stellvertreter sind Michael Thomas und Bernd Stickeler.

Neue Geschäftsführerin ist Beate Lang, ihr Vorgänger Rainer Zartmann bleibt dem Vorstand als Schriftführer erhalten. 2. Geschäftsführer ist Walter Wahlen, und Hanni Lang ist für die Mitglieder und die Organisation zuständig.

 

Die Beisitzer des CDU-Ortsverbands sind jetzt Ludwig Hahn, Siegfried Pietz, Karl-Heinz Theis, Karina Wahlen und Julian Wahlen. 

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Frauen Union setzt ihren Antrag durch

Auf dem CDU-Bundesparteitag wurde der Antrag der Stolberger Frauen Union zum Thema Burka- und Niqab-Verbot beschlossen.

Auf dem Bundesparteitag der CDU in Essen kam der von der Frauen Union Stolberg erarbeitete und mit Unterstützung der CDU FU Bezirk Aachen eingereichte Antrag zum Thema Burka- und Niqab-Verbot über den FU Bundesvorstand zur Vorlage. Der Antrag wurde auf dem Parteitag so beschlossen. „Die Frauen Union Stolberg konnte mit diesem Antrag einen wertvollen Beitrag zur Integration beitragen“, so Edith Nolden, Vorsitzende der FU Stolberg. Die Aufforderung zum Tragen einer Burka beziehungsweise einer Gesichtsverschleierung sei im Koran nicht zu finden und für Menschen in unserem Kulturkreis befremdend. In Deutschland gelte das Vermummungsverbot. Jeder sollte seinem Gegenüber ins Gesicht und in die Augen sehen können.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Beim Bürgerdialog des CDU-Ortsverbandes Stolberg-Mitte geht es insbesondere um die Talachse Innenstadt und den Stadtteil Mühle

Beim Bürgerdialog der CDU kommen Kritik und Verbesserungsvorschläge auf den Tisch.

Der Stadtteil Mühle hat sich einmal mehr als „Sorgenkind“ in Stolbergs Mitte herauskristallisiert. Kriminalität und insbesondere Drogenhandel beklagten Anwohner bei dem Bürgerdialog des CDU Ortsverbands (OV) Mitte, der für Atsch, Donnerberg, Velau, Mühle, Unter- und Oberstolberg zuständig ist.

 

In der Gaststätte „En de Kess“ prangerten Bürger an, die Mühle sei ein florierender Drogenumschlagplatz, die Polizei wisse davon, würde aber nichts dagegen unternehmen. Dem widersprach Bürgermeister Tim Grüttemeier. „Es hat bereits verstärkte Kontrollen von Ordnungsamt und Feuerwehr gemeinsam mit der Polizei in dem Stadtteil gegeben. Im Rahmen der Möglichkeiten ist dies ein Baustein in einem Prozess“, sagte Grüttemeier und führte bessere Beleuchtung auf der Mühle als weitere Maßnahme an.

 

Zu dem Wunsch der Anwohner nach Kameraüberwachung erklärte der Bürgermeister, dass der Gesetzgeber dies in besagtem Bereich nicht erlaube. Die neue Ortsvereinsvorsitzende Carolin Sieven moderierte den Bürgerdialog, bei dem auch die Baumaßnahme Sebastianusstraße zur Sprache kam.

 

Seit der Sperrung einer der Hauptverkehrsadern in der Atsch herrsche Chaos in Hamm- und Friedhofstraße. Und Lastkraftwagen hätten schon Schäden auf der Hammstraße verursacht, beschwerten sich Bürger.

 

Auf Kosten der Stadt

 

Grüttemeier versicherte, etwaige Schäden auf der Hammstraße würden nach Aufhebung der Baustelle auf städtische Kosten beseitigt werden. Ein weiterer Themenschwerpunkt bei dem Dialog war die Talachse der Innenstadt. Der Landtagsabgeordnete Axel Wirtz nannte den Steinweg, der zunächst zur Fußgängerzone erklärt und dann für den Kfz-Verkehr geöffnet wurde und nun zum Teil wieder autofrei werden soll, als gutes Beispiel dafür, wie „Politik auf gesellschaftliche Veränderungen reagieren muss“.

 

Auf Nachfrage bestätigte der Bürgermeister, dass auch auf der schmaleren Fahrbahn am Bastinsweiher zwei Busse einander passieren könnten, und die neue Gastronomie auf dem Kaiserplatz planmäßig im Frühjahr 2017 eröffnen werde. Zuvor könne im Januar ein anderer Investor mit dem Neubau neben der Drummen-Villa beginnen. Auch die Baumaßnahme Bastinsweiher sei im Zeitplan, und in 2018 werde es Planungswerkstätten mit Beteiligung der Bürger für die Umgestaltung von Salmstraße und Mühlener Markt geben. Umgesetzt werde dieser letzte Teilabschnitt der Förderung Talachse dann im Jahr 2019.

CDU im Dialog: Industriekreuz Inden-Weisweiler-Stolberg

Das Thema der Veranstaltung ist unter anderem auch der Euregio Railport.

Das Industriedrehkreuz Weisweiler in der Nachfolge des heutigen Kraftwerkes und der Ausbau des Umfeldes des Stolberger Hauptbahnhofes zum Euregio Railport sind Thema einer gemeinsamen Veranstaltung der Christdemokraten aus Stolberg und Eschweiler. An dem Dialiog nehmen teil Hendrik Wüst (wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion), Michael Eyll-Vetter (Leiter der RWE-Tagebauentwicklung Köln), Fritz Rötting (IHK-Geschäftsführer), Helmut Etschenberg (Städteregionsrat), Tim Grüttemeier (Bürgermeister Stolberg) und MdL Axel Wirtz (CDU-Kreisvorsitzender); die Moderation übernimmt Thomas Schlenter (Vorsitzender CDU Eschweiler). Der Dialog beginnt am Mittwoch, 14. Dezember, um 19 Uhr im Gasthof Rinkens in Fronhoven.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Morgen nach der Arbeit auf in die Altstadt

Udo Rüttgers (Mitte) mit Parteichef Jochen Emonds, Axel Wirtz MdL und dem neugewählten Vorstand der Christlich Demokraktischen Arbeitnehmerschaft (CDA)
Udo Rüttgers (Mitte) mit Parteichef Jochen Emonds, Axel Wirtz MdL und dem neugewählten Vorstand der Christlich Demokraktischen Arbeitnehmerschaft (CDA)

Sich für die Interessen und Belange der Stolberger Arbeitnehmerschaft einzusetzen, ist das Ziel der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), deren Vorstand in der Kupferstadt Stolberg Ende September diesen Jahres neu gewählt wurde. Neben monetären Fragen stehen dabei auch stets Aspekte einer entsprechenden Anerkennung des großen Engagements im Vordergrund, mit dem sich die vielen angestellten Stolbergerinnen und Stolberger für die wirtschaftliche Entwicklung ihrer Heimatstadt einsetzen. Aus diesem Grund hat die Stolberger CDA – unterstützt durch zahlreiche Gastronomen der Stolberger Altstadt – am Donnerstag, den 01. Dezember 2016 eine Afterwork-Party mit einem abwechslungsreichen Programm vorbereitet, um den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern der Kupferstadt ein Forum des gemeinsamen Austausches zu bieten.

 

„Sich zu kennen ist die wichtigste Grundvoraussetzung, um für gemeinsame Interessen einstehen zu können.“, erklärt der Vorsitzende der Stolberger CDA, Udo Rüttgers. „Viele Beschäftige benachbarter Betriebe arbeiten Tür an Tür, kennen sich aber oftmals nur vom Sehen, denn neben der Arbeit muss man sich ja zumeist auch noch um viele andere wichtige Dinge kümmern und hat nicht viel Zeit, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Im turbulenten Alltag ist das gemeinsame Erleben von kulturellen Angeboten oftmals schon im eigenen Unternehmen schwierig. Aus diesem Grund möchten wir als CDA dabei helfen, die Beschäftigen unserer Stadt zusammenzubringen, denn nur gemeinsam sind wir stark. Wir freuen uns, dass wir mit unserer Idee einer Afterwork-Party dabei bereits auf viele Unterstützer gestoßen sind, dank deren Mithilfe wir ein abwechslungsreiches Angebot für Stolbergs Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erstellen konnten.“

 

Der Donnerstag ist ohnehin ein Tag, der zu einem Besuch der Stolberger Gaststätten einlädt. In vielen Restaurants gibt es besondere Essensangebote, in anderen Lokalen spielt regelmäßig und kostenfrei Live-Musik. Andere Gaststätten haben für den Tag besondere Angebote vorbereitet, um ein abwechslungsreiches Programm anbieten zu können.

 

„Es lohnt sich, gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen von Lokal zu Lokal zu gehen und die unterschiedlichen Angebote unserer Altstadt zu erleben, denn unter dem Motto ‚ Kunst, Kultur & Kulinarisch‘ wird mit Sicherheit für jeden Geschmack etwas dabei sein.“, ergänzt der Vorsitzende der Stolberger CDU, Jochen Emonds: „Ab 17.00 Uhr wird es mit speziellen Essenangeboten in vielen Gaststätten zunächst gemütlich beginnen. An mehreren Stellen werden zudem Kunstausstellungen wortwörtlich etwas Farbe ins Spiel bringen. Ab 21.00 Uhr wird der Schwerpunk dann auf die Musik gelegt –mit Live-Auftritten und einem Salsa-Abend. Mit diesem abwechslungsreichen Abend wird die CDA ihrem Anspruch gerecht, Stolberg zusammenzubringen. Bei entsprechender Nachfrage soll die Afterwork-Party natürlich gemeinsam wiederholt werden, damit sie zu einem festen Termin im Veranstaltungskalender unserer Stadt wachsen kann.“

Stolberg kommt voran, Schritt für Schritt

Die Zeitungsanzeige der CDU Stolberg im November 2017 in der Super Mittwoch

CDU diskutiert Perspektiven in Büsbach

Der CDU-Ortsverband Büsbach-Dorff-Liester-Münsterbusch veranstaltet seine Mitgliederversammlung als offenen Bürgerdialog. Es werden wichtige Themen diskutiert und Fragen beantwortet. Neben dem Partei- und Fraktionsvorsitzenden Jochen Emonds und dem Landtagsabgeordneten Axel Wirtz wird Bürgermeister Tim Grüttemeier vor Ort sein. Es wird gemeinsam über die Zukunft der Stadtteile Büsbach, Dorff, Liester und Münsterbusch diskutiert. Die Versammlung beginnt am Dienstag, 6. Dezember, um 19 Uhr bei Kreuzberg „Zum Treppchen“ in Büsbach.

Das Motto der Bürgerdialoge dr CDU Stolberg
Das Motto der Bürgerdialoge dr CDU Stolberg

Traditionell lädt die CDU Stolberg zu ihren Bürgerdialogen ein, die unter dem Motto „Was mir am Herzen liegt“ stehen. Die vier CDU-Ortsverbände halten im Dezember ihre Mitgliederversammlungen in Form von Bürgerdialogen ab, um Ideen, Anregungen der Bürgerschaft zu sammeln und Fragen zu beantworten. Neben dem Partei- und Fraktionsvorsitzenden Jochen Emonds und Stolbergs Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier wird auch der CDU-Landtagskandidat Axel Wirtz (MdL) den Gästen zur Verfügung stehen.

 

„So viel regelmäßige Bürgerbeteiligung gibt es in Stolberg nur bei der CDU. Die Bürger können uns mit auf den Weg geben, was ihnen am Herzen liegt, damit wir diese Ideen und Anregungen in unser politisches Wirken integrieren. Wir freuen uns auf Fragen und Anregungen“, so der Partei- und Fraktionsvorsitzende Jochen Emonds.

 

Vorher die eigenen Ideen einsenden

 

Die Bürger können sich direkt bei den Versammlungen zu Wort melden und ihre Ideen kundtun. Zuerst stellen die örtlichen CDU-Vertreter kurz ihre Arbeit im Wahlkreis vor. Danach startet der Bürgerdialog mit Jochen Emonds, Dr. Tim Grüttemeier und Axel Wirtz (MdL). Bei den Bürgerdialogen muss auch niemand spontan aufstehen und eine Rede halten. „Die Leute können uns auch vorher oder nachher eine E-Mail (buergerdialog@cdu-stolberg.de) oder einen Brief schicken, uns anrufen oder uns bei Facebook kontaktieren“, zählt Jochen Emonds die Möglichkeiten auf. Auch anonyme Tipps werden von der CDU gerne entgegengenommen. Bei den Bürgerdialogen wird eine Zettelbox aufgestellt. „Mit Engagement, Kreativität und Ideenreichtum konnten wir in Stolberg gemeinsam schon viel in kurzer Zeit erreichen“, so Axel Wirtz. Dies sieht auch Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier so: „Es muss auch weiterhin der Anspruch der Politik in Stolberg sein, den eingeschlagenen Weg konsequent weiter zu gehen und den Bürger dabei mitzunehmen. In diesem Sinne freuen wir uns auf die gemeinsame Reise.“

 

Der nächste Bürgerdialog findet am Dienstag, 6. Dezember, um 19 Uhr, im Restaurant „Kreuzberg” in Büsbach statt.

 

Quellen: Stolberger Nachrichten / Zeitung & Super Mittwoch

Der CDU-Ortsverband Gressenich, Mausbach, Vicht, Werth, Schevenhütte, und Zweifall will wissen was den Bürgern am Herzen liegt!

Der CDU-Ortsverein Gressenich, Mausbach, Vicht, Werth, Schevenhütte und Zweifall lässt die Bürger mit ihren Sorgen zu Wort kommen.

Der neue gewählte Vorstand um den Vorsitzenden Marc Delzepich Foto: C. Hahn
Der neue gewählte Vorstand um den Vorsitzenden Marc Delzepich Foto: C. Hahn

Der alte Vorsitzende ist auch gleich der neue – und er heißt Marc Delzepich. Wahlen zum Vorstand bildeten einen wichtigen Schwerpunkt bei der Jahreshauptversammlung des CDU-Ortsvereins Gressenich-Mausbach-Vicht-Werth-Schevenhütte-Zweifall im Saal der Gaststätte „Kupferkanne“ am Markusplatz in Mausbach.

 

Allein bestimmend waren die Personalentscheidungen aber nicht: Im Zuge eines Bürgerdialogs bekamen längst nicht nur eingeschriebene Christdemokraten die Gelegenheit zu sagen, wo ihnen der Schuh drückt. Vor allem (aber nicht nur) ging es im die Bestandssicherung der Mausbacher Grundschule – ein Anliegen, das vielen Eltern rund um den Veranstaltungsort merklich am Herzen liegt, nutzten doch eine Reihe von ihnen die Gelegenheit, ihre Meinung im direkten Dialog mit Bürgermeister Tim Grüttemeier und dem Fraktionsvorsitzenden im Rat der Kupferstadt, Jochen Emonds aus Vicht, auf den Tisch zu packen.

 

Keine Phrasen

 

Nur einen Tag nach dem Informationsabend zur Schulentwicklung am Ort wirkte es wohltuend, dass weder Bürgermeister noch Fraktionschef zu Phrasen aus dem Wortschatz der Beschwichtigungsrhetorik griffen. Ganz im Gegenteil: „Die Grundschule in Mausbach ist in ihrem Bestand akut gefährdet“, warnte der Verwaltungschef im Rathaus.

 

Weitere Themen waren unter anderem die Intensität, mit der der Stolberger Bauhof das Mausbacher Grün kurz hält, und die Ausweitung der Wasserschutzzone Nachtigällchen.

 

Stärkster Ortsverein

 

Darüber hinaus standen Rechenschaftsberichte der Ratsmitglieder aus dem Bereich des Ortsvereins auf der Tagesordnung. Mit Blick auf die Erwartungen der Wähler erklärte Marc Delzepich (Gressenich) dabei pragmatisch: „Wir wissen, dass wir nicht jeden Wunsch erfüllen konnten.“ Stolz äußerte er vor allem in einer Hinsicht: „Wir sind der mitgliederstärkste der Stolberger CDU-Ortsvereine und stellen fünf von 21 unserer Ratsmitglieder.“

 

Als „besondere Herausforderungen“ notierte der Fraktionsgeschäftsführer sein Engagement gegen die Errichtung einer Windkraftanlage im Laufenburger Wald. Für die Zukunft will Delzepich möglichst viele öffentliche Bauprojekte in den zentrumsferneren Teilen der Stadt verwirklicht sehen: „Wir müssen dafür sorgen, dass das Jahr des Baggers auch in den Dörfern stattfindet.“

 

Fraktionskollegin Rita Felden aus Werth verwies auf ihren Einsatz bei der Frischzellenkur für den Spielplatz Kaltenborn und der Aufstellung eines „Bücherschranks“ in ihrem Heimatort, dem jeder Bücherwurm ohne Ausleihe- oder sonstige Formalitäten Lesestoff entnehmen kann. Hans Bruckschen (Mausbach) definierte als Leitlinie für sein politisches Tun „die Sorge, dass unser Dorf Zukunft hat und für Familien attraktiv bleibt“.

 

Bei den ihm wichtigen Anliegen zählte Bruckschen unter anderem die Pflege der Einzelhändler-Initiative „Muusbisch“ und die Verkehrsberuhigung auf der „Rennstrecke Süßendeller Straße“ auf. Jochen Emonds (Vicht) freute sich nicht zuletzt über die Eröffnung des Dorfladens und die Schaffung einer Bushaltestelle am Sportpark Dörenberg.

 

Für die Zukunft ganz oben auf Emonds‘ Agenda: die „Steigerung des touristischen Angebots in Vicht“, in deren Verlauf vier Wohnmobil-Stellplätze entstehen sollen. Mitstreiter Heinz- Gerd Braun aus Zweifall schließlich freut sich besonders über den Beginn der Bauarbeiten für das neue Feuerwehr-Gerätehaus und das ausgeweitete Breitband-Angebot. Bei vielen Projekten, die er mit vorantreibt, setzt Braun zudem auf bürgerschaftliches Engagement: „Wir versuchen, der Stadt aus der Tasche zu bleiben.“

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Saskia Bläsius bleibt Vorsitzende der JU

Nachwuchsorganisation der CDU wählt die Stolberger Führung neu. Auch Landespolitik ein Thema.

Der neugewählte Vorstand der JU Stolberg sowie CDU-Partei- und Fraktionsvorsitzender Jochen Emonds (r.)
Der neugewählte Vorstand der JU Stolberg sowie CDU-Partei- und Fraktionsvorsitzender Jochen Emonds (r.)

Die Junge Union Stolberg (JU) hat auf ihrer Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand gewählt.

 

Im vollen Tagungssaal des Romantik Parkhotel Hammerberg durfte die JU den Landtagsabgeordneten Axel Wirtz und den CDU-Partei- und Fraktionsvorsitzenden Jochen Emonds begrüßen. Zur Vorsitzenden wurde Saskia Bläsius einstimmig wiedergewählt. Verstärkt wird sie durch ihre beiden Stellvertreter Jonas Kirch und der Ratsfrau Carolin Sieven, die tags zuvor schon zur neuen Vorsitzenden des CDU-Ortsverbandes Stolberg Mitte gewählt worden war. Komplettiert wird die neue Mannschaft durch Joachim Offermann (Geschäftsführer), Dominik B. Bayer (Vize-Geschäftsführer und Pressesprecher), Tim Wengler und Rebecca Theegarten (Kasse), Andreas Everz (Medienbeauftragter), Jens Rönn (Mitgliederwerbung) sowie Dominik Bauer, Cristin Berghausen, Norbert Augusto, Stefan Delheid und Fabian Pfeiffer (Beisitzer). Axel Wirtz kritisierte die Bildungs- und die Sicherheitspolitik der rot-grünen Landesregierung. Qualifizierte Hochschulabsolventen wanderten von NRW nach Bayern und Baden-Württemberg ab. Wirtz betonte, auch mit Blick auf den Gewaltexzess gegen Polizeibeamte in Düren, dass Vollzugsbeamte und Staatsanwälte mehr Rückendeckung von Innen- und Justizminister bräuchten. Das gesetzliche Instrumentarium müsse dahingehend novelliert werden, dass Ordnungsbehörden konsequenter durchgreifen können. Jochen Emonds hob die Verdienste der CDU-Ratsmehrheit und der großen Koalition im Rat hervor. So sei es gelungen, den Breitbandausbau im gesamten Vorwahlbereich 02402 abzuschließen. Andere Bereiche stünden kurz vor dem Anschluss. Auch sei die Verwaltung schlanker und effektiver geworden. Die Umgestaltung der Talachse Innenstadtwurden von Emonds ebenso erwähnt wie der Startschuss zum Bau des barrierefreien Zugangs zum Hauptbahnhof. Saskia Bläsius bekräftigte zum Schluss, die gute Kooperation mit dem JU-Stadtverband Eschweiler fortzuführen und sich in der kommenden Amtszeit verstärkt dem Thema Gewalt in der Öffentlichkeit zu widmen.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Carolin Sieven führt CDU-Ortsverband Mitte

Der neue Vorstand des CDU-Ortsverbandes Mitte mit neuen Gesichtern einer jungen Mannschaft: Carolin Sieven, Eberhard Koslowski, Udo Rüttgers, Jürgen Gerres, Joachim Offermann, Dirk Giessler, Saskia Bläsius, Jonas Kirsch und Jens Rönn. Foto: L. Otte
Der neue Vorstand des CDU-Ortsverbandes Mitte mit neuen Gesichtern einer jungen Mannschaft: Carolin Sieven, Eberhard Koslowski, Udo Rüttgers, Jürgen Gerres, Joachim Offermann, Dirk Giessler, Saskia Bläsius, Jonas Kirsch und Jens Rönn. Foto: L. Otte

Bei der Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbandes Stolberg Mitte“ hat sich jetzt eines herauskristallisiert: Es vollzieht sich im Ortsverband ein Wandel.

 

Es war die Wahl des neuen Vorstandes, der diesen Aspekt zur Geltung brachte. Denn Carolin Sieven, eine junge Frau im Alter von 24 Jahren, wurde zur neuen Vorsitzenden gewählt. Sie löst Kunibert Matheis ab, ihren langjährigen Vorgänger. „Auf dem Höhepunkt seiner Karriere sollte man aufhören und den Platz für jüngere Generationen frei machen“, sagte Matheis kurz vor seiner Amtsübergabe.

 

Gestaltungswillen

 

Insgesamt waren 25 stimmberechtigte Mitglieder ins Hotel „Stadthalle“ gekommen. Der Landtagsabgeordnete Axel Wirtz sowie der Stadtverbands- und Fraktionsvorsitzende Jochen Emonds betonten eingangs den Gestaltungswillen der Fraktion, die gute Zusammenarbeit mit Vereinigungen und Verbänden und verwiesen gleichwohl auf die Erfolge, die sie innerhalb der vergangenen zweieinhalb Jahre mit der großen Koalition in Stolberg verzeichnen konnten. Darunter: die Haushaltskonsolidierung, die Vermarktung von Camp Astrid, die Sanierung der Talachse Innenstadt und nicht zuletzt die Erweiterung des Hallenbades Glashütter Weiher um ein privat geführtes Fitnessstudio.

 

Dank für Vertrauen

 

Die darauffolgende Wahl, als wichtigster Tagesordnungspunkt, neben dem Bericht des Bundestagsabgeordneten, Helmut Brandt, gestaltete sich schließlich reibungslos. Sieven, die sich bereits als Politikerin der Jungen Union und Ratsmitglied einen Namen gemacht hat, wurde einstimmig gewählt und bedankte sich für das ihr entgegen gebrachte Vertrauen, insbesondere gegenüber Kunibert Matheis: „Der Kuno ist der Grund, warum ich heute hier bin“, betonte die 24-Jährige, „er hat mich immer unterstützt“.

 

Förderung von Firmen

 

Die junge Politikerin möchte künftig an die Erfolge der CDU anknüpfen. Im Fokus liegt dabei für sie die Weiterführung der Aufwertung der Innenstadt, eine intensivere Einbindung der Wahlbezirke Atsch, Velau und Donnerberg und die wirtschaftliche Förderung der neu angesiedelten Firmen.

 

Mit dem gesamtübergreifenden Ziel, dass sich die Bürger insgesamt in ihrer Heimatstadt wohler fühlen und eine Imageveränderung stattfindet: „Es ist eine Herausforderung, die Anforderungen die nun auf mich zukommen zu erfüllen. Aber ich denke, mit Elan und dem Team im Rücken, werde ich das schaffen“, resümierte Carolin Sieven.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Ben Grendel im Amt des Ortsverbandsvorsitzenden bestätigt

Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde der Vorstand des CDU-Ortsverbandes Breinig/Breinigerberg/Venwegen neu gewählt. Während des Bürgerdialogs erklärten die Bürger was ihnen am Herzen liegt und gaben den Christdemokraten einige Anregungen mit auf den Weg.

Der neugewählte Vorstand des CDU-Ortsverbandes Breinig/Breinigerberg/Venwegen Foto: D. Müller
Der neugewählte Vorstand des CDU-Ortsverbandes Breinig/Breinigerberg/Venwegen Foto: D. Müller

Dauerbrenner-Themen, aber auch spezielle Themen für den Ortsteil kamen beim Bürgerdialog des CDU-Ortsverbandes Breinig, Breinigerberg und Venwegen zur Sprache.

 

Ortsverbandsvorsitzender Ben Grendel eröffnete den Dialog. Einige Anwesende störten sich am Hundekot oder waren der Meinung, dass in manchen Straßen Breinigs viele Autos zu schnell unterwegs sind. Eine Anwohnerin von Altbreinig übergab dem Bürgermeister eine Unterschriftenliste gegen die Raserei. Tim Grüttemeier verwies darauf, dass Stolberg nicht über eigene Messgeräte zur Ermittlung der Geschwindigkeiten verfüge, sondern diese bei der Städteregion anfragen müsse.

 

Ebenfalls ein Stamm-Thema bei den Bürgerdialogen: Gelber Sack beziehungsweise Gelbe Tonne. Grüttemeier vermeldete, dass die einheitliche Abholung der Gelben Säcke im gesamten Stadtgebiet ab 2017 donnerstags erfolgen werde. Außerdem bemühe die Stadtverwaltung sich weiterhin darum, den Stolbergern die Wahl zwischen Sack und Tonne zu ermöglichen. Das Unternehmen Bellandvision bleibe allerdings bei der Vereinbarung mit der Kupferstadt aus dem Jahr 1993, die keine Gelben Tonnen vorsieht. Sollte Bellandvision daran festhalten, obwohl es zum Beispiel in Baesweiler sowohl Gelbe Säcke, als auch Gelbe Tonnen gibt, erwäge die Stolberger Verwaltung, gemeinsam mit Würselen eine Musterklage. Zur Sanierung der Mehrfachturnhalle an der Stefanstraße müsse die Statik neu berechnet werden, so der Bürgermeister. Hoch im Diskussionskurs stand der schlechte Zustand des Bürgersteigs am Eschenweg. Grüttemeier kündigte diesbezüglich ein Bürgertreffen am 7. Dezember an. Anwohner der Neustraße protestierten gegen das geplante Neubauprojekt, da es nachhaltig das Ortsbild zerstöre. Im Anschluss wählte der Ortsverband den Vorstand. Ben Grendel bleibt Vorsitzender, Stellvertreter sind Tim Wengler und Artur Kaldenbach. Geschäftsführer: Wolfgang Schmitz. Sein „Vize“ ist Hans Pfeiffer. Schriftführer sind Tim Wengler und Stefan Delheid (Vize). Mitgliederbeauftragte ist Waltraud Strang, Beisitzer: Günter Blaszczyk, Edith Nolden, Günter Lehnert, Elisabeth Ganser, Bernd Creyels, Anita Kniepen und Herbert Schön.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Gewalt gegen Frauen und das Burka-Verbot in der Diskussion

Die CDU-Frauen-Union nimmt sich bei ihrem Treffen aktueller Themen an. Außerdem geht es um Betreuung von Flüchtlingen und Grundsicherung im Alter.

„Die Stärkung der Tarifbindung ist ein guter Weg zu mehr Gleichberechtigung bei der Entlohnung von Mann und Frau“, versicherte Edith Nolden, Vorsitzende von Stolbergs CDU-Frauen Union, als sie gemeinsam mit Brigitte Knauf-Kirch, Geschäftsführerin und stellvertretende Vorsitzende, im Parkhotel Hammerberg den Mitgliedern den Jahresbericht vorstellte.

 

Diese Aussage nutzte Nolden um den Fokus auf die Themen zu rücken, die die CDU-Frauen in den vergangenen Monaten beschäftigt haben. Denn neben der Lohngerechtigkeit habe sich die Organisation mit den Themen Gewalt gegen Frauen, dem Burka- und Niqab-Verbot sowie der Ächtung von Kinderehen auseinandergesetzt.

 

Zusammenhalt

 

Aber auch Stolberger Themen wie der interkulturelle Austausch und die Neuausrichtung des internationalen Frauentages in Zusammenarbeit mit der Stolberger Gleichstellungsbeauftragten, Susanne Goldmann, prägten die Jahresarbeit. Des weiteren organisierte man im Museum Zinkhütter Hof anlässlich des internationalen Frauentags einen Infostand, beschäftigte sich mit der Thematik „Häusliche Sicherheit“ und stärkte den geselligen Zusammenhalt, indem man sich auf eine Tagestour in das belgische Gent begab.

 

Zu den Gästen der Mitgliederversammlung gehörten auch die Kreisvorsitzende der Frauen-Union, Josefine Lohmann. Der Vorsitzende und Fraktionsvorsitzende der Stolberger CDU, Jochen Emonds, und die Dezernentin für Soziales und Integration der Städteregion Aachen, Professor Dr. Edeltraud Vomberg, nahmen ebenfalls teil.

 

Aktuelle Themen

 

So lobte Lohmann die Stolberger Frauen Union für die Vielfältigkeit ihrer Arbeit und ihre Offenheit, was die Bandbreite der aktuellen Themen und Probleme angehe. Emonds nahm kurz zur aktuellen Ratsarbeit Stellung, indem er den Einsatz für eine zweite Gesamtschule, die Ansiedlung von Unternehmen im Terrain Camp Astrid und die Bau- und Entwicklungsmaßnahme Talachse in den Mittelpunkt seiner Ansprache stellte. Vomberg, die seit September vergangenen Jahres das Sozialdezernat der Städteregion leitet, machte die Besucher mit ihrem vielfältigen und umfangreichen Aufgabengebiet vertraut: Dazu gehören laut Vomberg das Ausländeramt, das kommunale Integrationszentrum, das Sozialamt, das Amt für Seniorenarbeit, das Jobcenter und das Amt für Sozialplanung und Inklusion.

 

Anschließend startete man eine rege Diskussion, indem man die von Vomberg angerissenen Themen Förderung der sozialen Infrastruktur, Alphabetisierung für junge Flüchtlinge, Grundsicherung im Alter und Betreuungsaktivitäten in Flüchtlingsunterkünften und -wohnheimen weiter vertiefte.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Energie einsparen, Barrieren reduzieren!

Energie einsparen, Barrieren reduzieren, Wohnkomfort verbessern: Das war die Themen bei der Vortragsveranstaltung mit der Mittelstandsvereinigung(MIT) und der Seniorenunion(SU) der CDU Stolberg. Direktor Klaus Wohnaut von der Sparkasse, Martin Hennig (MIT) und Ludwig Hahn (SU) begrüßten die weit über 100 interessierten Bürger, die die Gelegenheit nutzten, sich über die Fördermöglichkeiten durch die KfW-Bank zu informieren. Der Referent, Abteilungsdirektor Markus Merzbach, sprach die vielen Förderprogramme im Wohnsektor oder in Firmen in Wort und Bild an, wobei er viele Beispiele gab. Die einzeln geförderten Maßnahmen unterscheiden sich im Wesentlichen zwischen einer Finanzierungsvariante oder einer Zuschussvariante. Im Paket wurden auch die präventiven Maßnahmen für den Einbruchsschutz dargestellt.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Marc Delzepich zur Wiederwahl vorgeschlagen

Marc Delzepich
Marc Delzepich

Der Vorstand des CDU-Ortsverbandes Gressenich-Mausbach-Schevenhütte-Vicht-Werth-Zweifall hat sich jetzt ausführlich mit der Vorbereitung des CDU-Bürgerdialogs in Mausbach Ende November befasst und wichtige anstehende kommunale Themen besprochen. Dabei wurde der bisherige Vorsitzende, das Gressenicher Ratsmitglied Marc Delzepich, der den Ortsverband als Nachfolger des Mausbacher Günter Schwarz seit 2010 führt, einstimmig zur Wiederwahl vorgeschlagen. Viele Themen stehen an, wie das neue Schulkonzept, der Schulstandort Mausbach für Grundschule und der Erhalt einer weiterführenden Schule (Gesamtschule). Ferner standen auch die Themen der Dorfentwicklung an, Sportplatzfragen in Vicht und Mausbach, die Nutzung des Feuerwehrgerätehauses in Schevenhütte oder die Wasserschutzzone in Mausbach. Der Vorstand geht nach vergangenen positiven Erfahrungen in ganz Stolberg davon aus, dass die Bürger gerne die Gelegenheit zum Gedankenaustausch mit den Ratsmitgliedern, Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier und dem Landtagsabgeordneten Axel Wirtz nutzen werden. Die Veranstaltung findet am 23. November um 19 Uhr in der „Kupferkanne“ in Mausbach statt.

 

 

 

Quelle: Super Mittwoch

Neue Zuschnitte: "Talachse Innenstadt" wird seit längerem beackert

Die Belebung des oberen Steinweges in Form von Wohnraumschaffung, Kultur oder Gastronomie

CDU-Vertreter vor den beiden Häusern, die abgerissen werden, vorne rechts Siegfried Pietz, hinten Mitte Martin Hennig. Hier soll dereinst der „Quartiersplatz“ entstehen. Foto: Wolfgang Wynands
CDU-Vertreter vor den beiden Häusern, die abgerissen werden, vorne rechts Siegfried Pietz, hinten Mitte Martin Hennig. Hier soll dereinst der „Quartiersplatz“ entstehen. Foto: Wolfgang Wynands

Es ist wie es ist. Die Stolberger Innenstadt orientiert sich nun mal am Tal der Vicht und folgt ihr. Deswegen spricht man von Talachse. Der Nachteil: die Geographie im Tal. Nun wird die „Talachse Innenstadt“ ja seit geraumer Zeit beackert: Bastinsweiher, Kaiserplatz, die Baustellen sind schwer zu übersehen in dieser Zeit. Und die nächste kommt bestimmt: Oberer Steinweg.

 

Ein Sorgenkind. Nicht erst seit gestern umtreibt die historisch gewachsene, nun ehemalige, Einkaufsstraße die Mütter und Väter dieser Stadt, in Politik und Verwaltung. Anfangs mit Auto, dann autofrei, jetzt wieder mit Auto – allein dieses Hin und Her der Vergangenheit zeugt vom „Kampf“ um den Oberen Steinweg, der aus einzelhändlerischer Sicht inzwischen eher eine Steinwüste und deswegen verloren ist. Die Machbarkeitsstudie rund um einen neuen, noch zu schaffenden, „Quartiersplatz“ ist einstimmig vom Stadtrat beschlossen – wenn alles glatt geht, wovon beim derzeitigen Stand der Dinge und der breiten politischen Mehrheit auszugehen ist, geht’s 2018 an die Umsetzung. Das grundsätzliche Ziel für den Oberen Steinweg: Belebung in Form von Wohnraumschaffung, Kultur, Gastronomie und letztlich auch Tourismus – denn zurzeit ist der Obere Steinweg mit seinen leerstehenden Ladenlokalen eher eine Art Trennlinie zwischen der historischen Altstadt und unterem Steinweg/Kaiserplatz/Rathausstraße.

 

Die beiden Häuser Nr. Oberer Steinweg 38 und 40, Ecke Wurstgasse, spielen eine wichtige Rolle. Sie sind im Besitz der Stadt und werden abgerissen. Hier soll der Quartiersplatz entstehen, eventuell gastronomisch genutzt, und den Blick auf Vicht und Burg freigeben. Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Umwandlung in ein attraktives Wohnquartier: Die Umwandlung von Erdgeschossen zu Wohnungen. „Dafür brauchten wir bisher Ausnahmegenehmigungen“, so CDU-Ratsmitglied Martin Hennig und Siegfried Pietz, stellvertretender Vorsitzender der CDU und u.a. Mitglied im Ausschuss für Stadtentwicklung.

 

Vieles ist denkbar auf dem Weg der Neugestaltung

 

Auch auf dem Zettel: die Zusammenlegung oder Aufteilung leerstehender Nachbarhäuser mit dem Hintergedanken neue Zuschnitte zu schaffen. Insbesondere die kleinen Parzellen zwischen oberem Steinweg und Vicht ein probates Mittel. Durch Zusammenlegung könnten Wohnungsgrößen entstehen, die sich auch für Familien eignen. Aber auch Studenten, Singles, kinderlose Paare oder auch Mehrgenerationenwohnen hat man im Visier. In der Machbarkeitsstudie ist des weiteren von Dachterrassen, Balkonen und Loggien die Rede, die geschaffen werden sollen, nicht über die Einschneidung von Dächern, sondern durch „behutsames Aushöhlen“. Mehr Bewohner bedeutet gleichzeitig, dass auch mehr Parkraum und Abstellflächen geschaffen werden müssen, wobei dann auch die Krone ins Spiel kommt. Ganz vom noch vorhandenen Einzelhandel verabschieden will sich das Konzept hingegen nicht. Um den zu stärken, beziehungsweise einer weiteren Schwächung entgegenzuwirken, „ist eine deutliche Attraktivitätssteigerung durch eine gestalterische Aufwertung der Ladenlokale und ihrer Fassaden“ vonnöten, beschreibt die Machbarkeitsstudie. Zum anderen soll die Erhöhung der Aufenthalts- und Gestaltungsqualität des Freiraums zu einer Stärkung des Einzelhandelsstandorts führen.

 

Quelle: Super Mittwoch

Ein neues Kino für die Stolberger?

Auf Antrag des Hauptausschusses nimmt die Stadt Kontakt zu Betreibern auf. Ein Interessent gefunden.

Die Zeiten, in denen die Stolberger ein eigenes Kino in ihrer Stadt hatten, liegen schon eine ganze Weile zurück. In den 90er Jahren schloss das letzte Kino, seitdem zieht es die Stolberger für den gemütlichen Kino-Abend meist nach Aachen, Eschweiler oder Alsdorf. Doch das könnte sich bald wieder ändern.

 

Auf einen Antrag des Hauptausschusses hin hat die Stadtverwaltung den Kontakt zu möglichen Kino-Betreibern gesucht und erste Gespräche geführt. „Wir haben bereits einen Betreiber gefunden, der grundsätzlich Interesse hat“, sagt Nathalie Malekzadeh, Leiterin des Amtes für Wirtschaftsförderung der Stadt Stolberg. Die Verhandlungen seien noch vage und gerade die Frage nach einem möglichen Standort offen. Im Interesse der Stadt wäre es, den Leerstand in der Innenstadt zu nutzen und ein mögliches Kino dort anzusiedeln, sagt Malekzadeh.

 

Standortanalyse

 

Dass erste Gespräche laufen, ist eine Entwicklung, die Hans Bruckschen, Vorsitzender der Arbeitsgruppe für Schule, Kultur, Sport und Tourismus des CDU-Stadtverbandes, sehr begrüßt. Ins Rollen gebracht hat das Ganze nämlich die Arbeitsgruppe für Schule, Kultur, Sport und Tourismus der Stolberger CDU. Anfang September hatte die Partei einen Antrag an die Stadtverwaltung gestellt, eine Standortanalyse durchzuführen, um zu prüfen, ob die Ansiedlung eines Kinobetriebes ermöglicht werden könne.

 

Zudem wurde der Stadtverwaltung nahegelegt, Kino-Betreiber zu kontaktieren und erste Gespräche zu führen. Der Hauptausschuss hatte daraufhin einstimmig beschlossen, die Verwaltung zu einer solchen Prüfung zu beauftragen.

 

„Das Ganze muss in das Gesamtkonzept der Stadt eingebettet werden“, meint Bruckschen. In der Umsetzung eines Kinos sieht er einen entscheidenden Vorteil: Finde man einen Kinobetreiber, der sich in Stolberg niederlässt, könnte das die Stadt aufwerten und auch Menschen aus Eschweiler und der Eifel anziehen.

 

Der Partei schwebe dabei kein kleines Kino vor, wie man das beispielsweise in Eschweiler habe, sondern ein größeres Kino, beispielsweise von einem großen Betreiber wie „UCI“ oder „Cinemaxx“. „Wer für den Kino-Besuch in die Stadt kommt, wünscht sich schließlich auch ein abendfüllendes Programm“, sagt Bruckschen. Geliebäugelt wurde seitens der Partei bislang vor allem mit der UCI-Gruppe, die zu den größten Kino-Betreibern in Deutschland zählt. In jedem Fall solle es ein Betreiber sein, der Erfahrung hat und das entsprechende Know-how mitbringt, ist Bruckschen überzeugt.

 

„Den Leerstand in der Innenstadt für ein neues Kino zu nutzen, wäre das Optimum“, ist auch er überzeugt. Wenn es schließlich jedoch daran scheitern würde, dass kein geeignetes Gebäude gefunden werden kann, wäre das schade, findet der Politiker. Eine Option sieht er in diesem Fall auch darin, einen Standort in Innenstadtnähe zu finden.

 

Die aktuellen Entwicklungen sind Grund genug, einmal auf die Historie Stolbergs in Sachen Kinowelt zu schauen. Denn Stolberg war ja nicht immer „kinolos“. Die ersten Stolberger Kinos öffneten schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Das erste Kino der Stadt war das heute unter dem Namen „Capitol“ bekannte Kino an der Eschweilerstraße, das im Jahr 1912 seine Türen öffnete. Das Kino wechselte häufig seinen Namen: Trug es zunächst den Namen „American Bio“, wurde es im Ersten Weltkrieg in „Apollo Theater“ umbenannt, nach 1918 wiederum in das „Cinema National“. Später hieß es dann „Modernes Theater“. Für das „Capitol“ ging das Licht im Jahre 1964 aus.

 

Zu den ersten Stolberger Lichtspielhäusern zählte neben dem „Capitol“ auch das „Pariser Kinema“ am Schellerweg, das 1913 aufmachte, Mitte der 1920er Jahre jedoch bereits wieder schloss. 1914 zog die „Schauburg“ nach: Das Kino an der Rathausstraße war mit seinen insgesamt knapp 800 Sitzplätzen nicht nur das größte Kino der Stadt, sondern auch das, das sich am längsten hielt und eine feste Größe in der Stadt war. 1985 machte das Kino dicht. Es folgte eine Videothek in den Räumlichkeiten, heute steht das Gebäude leer und zählt sicherlich nicht zu den Flecken in der Innenstadt, auf die die Stolberger besonders stolz sind.

 

Zu den Besonderheiten des Kinos zählen unter anderem zwei Auftritte von Marlene Dietrich, die dort in den 40er Jahren – ausschließlich vor US-Militärangehörigen – auf der Bühne stand.

 

In den 30er Jahren öffnete in Mausbach das „Zentraltheater“, in den 50er Jahren kamen das „Residenz-Theater“ auf der Rathausstraße und das „Burgtheater“ auf der Zweifaller Straße hinzu. Das „Burgtheater“ war das bis heute letzte Kino der Stadt, es schloss 1997.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

"Was mir am Herzen liegt!" - Die CDU sucht erneut den Dialog mit den Bürgern der Kupferstadt

Traditionell lädt die CDU Stolberg zu ihren Bürgerdialogen, die unter dem Motto „Was mir am Herzen liegt“ stehen, ein. 

Die Stolberger Christdemokraten laden wieder zum Bürgerdialog ein. In Breinig wird die Gesprächsrunde eröffnet.
Die Stolberger Christdemokraten laden wieder zum Bürgerdialog ein. In Breinig wird die Gesprächsrunde eröffnet.

Die vier CDU-Ortsverbände halten im November und Dezember 2016 ihre Mitgliederversammlungen in Form von Bürgerdialogen ab, um Ideen, Anregungen der Bürgerschaft zu sammeln und Fragen zu beantworten. Neben dem Partei- und Fraktionsvorsitzenden Jochen Emonds und Stolbergs Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier wird auch der CDU-Landtagskandidat Axel Wirtz MdL den Gästen zur Verfügung stehen. „So viel regelmäßige Bürgerbeteiligung gibt es in Stolberg nur bei der CDU. Die Bürger können uns mit auf den Weg geben, was ihnen am Herzen liegt, damit wir diese Ideen und Anregungen in unser politisches Wirken integrieren. Wir freuen uns auf Fragen und Anregungen“, so der Partei- und Fraktionsvorsitzende Jochen Emonds.

 

Die Bürger können sich direkt bei den Versammlungen zu Wort melden und ihre Ideen kundtun. „Dabei werden die Mitgliederversammlungen komplett öffentlich abgehalten, sodass jeder auch weiterhin die Möglichkeit hat, der CDU seine Ideen für die Stolberger Politik bis zum Jahr 2020 mit auf den Weg zu geben“, erklärt Emonds das Konzept.

 

Zuerst stellen die örtlichen CDU-Vertreter kurz ihre Arbeit im Wahlkreis vor. Danach startet der Bürgerdialog mit Jochen Emonds, Dr. Tim Grüttemeier und Axel Wirtz MdL. „Wir können so unser Kommunalpolitisches Programm für die Jahre 2014 bis 2020 konsequent fortschreiben und weiterentwickeln“, ergänzt der stellvertretende Partei- und Fraktionsvorsitzende Paul M. Kirch. „Wir werden zeigen, was wir erreichen konnten und was wir noch gemeinsam in Stolberg vor uns haben.“

 

Bei den Bürgerdialogen muss auch niemand spontan aufstehen und eine Rede halten. „Die Leute können uns auch vorher oder nachher eine E-Mail (buergerdialog@cdu-stolberg.de) oder einen Brief schicken, uns anrufen oder uns bei Facebook kontaktieren“, zählt Jochen Emonds die Möglichkeiten auf. Auch anonyme Tipps werden von der CDU gerne entgegengenommen. Bei den Bürgerdialogen wird eine Zettelbox aufgestellt.

 

 

Auch Landtagskandidat Axel Wirtz MdL und Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier freuen sich auf die neuen Anregungen aus der Bürgerschaft. „Es ist unheimlich wichtig, mit den Leuten vor Ort ins Gespräch zu kommen und ihre Sicht der Dinge zu hören“, so Axel Wirtz. „Mit Engagement, Kreativität und Ideenreichtum konnten wir in Stolberg gemeinsam schon viel in kurzer Zeit erreichen.“ Dies sieht auch Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier so: „Es muss auch weiterhin der Anspruch der Politik in Stolberg sein, den eingeschlagenen Weg konsequent weiter zu gehen und den Bürger dabei mitzunehmen. In diesem Sinne freuen wir uns auf die gemeinsame Reise.“

Bau des neuen Park-and-Ride-Parkhauses am Hauptbahnhof!

Gemeinsam erfolgreich für Stolberg: Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier und Axel Wirtz MdL im Gespräch u.a. über die Förderung von Bahnhof, Ringbahn und die Errichtung des Parkhauses.

CDU und CDA Stolberg unterstützen den öffentlich geförderten Wohnungsbau in der Duffenterstraße

Stadtverwaltung wurde beauftragt, eines der Grundstücke neben dem Netto-Markt an einen Investor zu veräußern. 

„Die Politik muss ihrer Aufgabe für soziale Gerechtigkeit zu sorgen nachkommen. Deshalb haben wir uns entschieden, den öffentlich geförderten Wohnungsbau in Stolberg nachhaltig zu stärken.“, erklärt der CDUPartei- und Fraktionsvorsitzende Jochen Emonds den Entschluss der Stolberger CDU auch weiterhin für soziale Wohnprojekte einzustehen.

 

Gemeinsam mit dem Koalitionspartner hatte die CDU-Fraktion in der letzten Sitzung des Stadtrats für den Verkauf eines Grundstücks neben dem Netto-Markt in der Duffenterstraße votiert, um dort ein öffentlich gefördertes Wohnungsbauprojekt realisieren zu können. Dabei steht für die Christdemokraten der Aspekt bezahlbaren Wohnraums für alle Stolberger im Fokus. „Jeder soll in seiner Heimatstadt einen Platz zum Leben finden“, gibt sich der Vorsitzende der CDU-Arbeitsgruppe „Generationengerechtigkeit, Jugend und Soziales.“, Ludwig Hahn, überzeugt. Dass die angebotenen Wohnungen auch familienfreundlich geschnitten sind, setzt die CDU dabei voraus.

 

„Nicht nur wirtschaftlich und finanziell ist unsere Heimatstadt seit Antritt von Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier und der CDU-geführten Großen Koalition endlich wieder auf einem guten Weg. Auch in den sozialen Bereichen wird endlich wieder gehandelt.“, freut sich der neu gewählte Vorsitzende der Stolberger CDA, Udo Rüttgers. „Die positive Entwicklung unserer Heimatstadt, nimmt Stück für Stück Gestalt an.“

 

Die Stadt wird nun das rund 2.100 m² große, sofort bebaubare Grundstück in den entsprechenden Medien an einen geeigneten Investor anbieten. Besonders liegt den Christdemokraten am Herzen, dass auch die Vorsitzender: Jochen Emonds Stellvertreter: Paul M. Kirch Stellvertreter: Siegfried Pietz Geschäftsführer: Marc Delzepich Schatzmeister & Pressesprecher: Martin Hennig alteingesessenen Stolberger, die sich höhere Mieten nicht leisten können, wieder adäquaten Wohnraum bekommen. CDU und CDA werden sich gemeinsam dafür einsetzen, dass die zukünftigen öffentlichgeförderten Wohnraumprojekte in Stolberg, anders als oftmals noch in den 1960er und 1970er Jahren, ansprechend gestaltet werden und sich in die übrige Wohnbebauung einfügen. Entstehen soll Wohnraum, wo sich Jung und Alt gemeinsam wohlfühlen können.

CDU sieht Stolberger Kita-Landschaft gut aufgestellt

Engpässe bei der Vergabe von Kita-Plätzen sind in Stolberg dank der vorausschauenden Bedarfsplanung nicht zu erwarten. 

Der Bundesgerichtshof hat letzten Donnerstag entschieden, dass Eltern, die zum Wunschtermin keinen Betreuungsplatz für ihr Kleinkind bekommen und deshalb erst später arbeiten gehen können, grundsätzlich einen Anspruch auf Schadenersatz gegen die Kommune haben. Dabei muss die verantwortliche Kommune aber nur zahlen, wenn sie den Platzmangel mitverschuldet hat.

 

„Davon ist Stolberg aufgrund der vorausschauenden Arbeit der Stadtverwaltung und der von uns im Rahmen der großen Koalition gefassten Beschlüsse zum Glück nicht betroffen“, freut sich der Sprecher der CDU-Fraktion im Kinder- und Jugendausschuss, Marc Delzepich. Durch die im Stadtrat gefassten Beschlüsse, zum Beispiel zum Neubau der Kita in der Spinnereistraße oder zum Ausbau der Kita Breiniger Berg, ist Stolberg gut aufgestellt und kann die gesetzliche Vorgaben erfüllen. „So bekommt jedes Stolberger Kind einen Kita-Platz und die Stadt muss nicht haften.“

 

Die Verwaltung hatte auf Anfrage der CDU-Fraktion erklärt, dass derzeit kein Problem bei der Vergabe von Kita-Plätzen in Stolberg bestehe und es durch die Kindergartenbedarfsplanung auch in Zukunft so bleiben würde. „Wir werden in Stolberg auch weiterhin gemeinsam mit der Verwaltung darauf achten, dass jedes Kind den ihm zustehenden Kita-Platz erhält und die dafür nötigen Vorsitzender: Jochen Emonds Stellvertreter: Paul M. Kirch Stellvertreter: Siegfried Pietz Geschäftsführer: Marc Delzepich Schatzmeister & Pressesprecher: Martin Hennig Beschlüsse fassen“, erklärt der CDU-Partei- und Fraktionsvorsitzende Jochen Emonds das Ziel seiner Partei. 

Eine Schnittstelle zwischen Einzelhandel und Stadtverwaltung

Seit Oktober ist Timo Abels neuer Einzelhandelsbeauftragter der Stadt Stolberg. Er versteht sich als Ansprechpartner und will zur Pflege der Gewerbe beitragen.

Die Aufgaben von Timo Abels: Leerstand bekämpfen und bestehendes Gewerbe pflegen. Foto: Stadt Stolberg
Die Aufgaben von Timo Abels: Leerstand bekämpfen und bestehendes Gewerbe pflegen. Foto: Stadt Stolberg

Eine verlässliche Wirtschaftsförderung und die nachhaltige Stärkung des Einzelhandels gehören zu den wichtigsten Zielen der Stolberger Verwaltung. Im Januar 2015 wurde mit Frank Gilles deswegen erstmals in der Kupferstadt ein Einzelhandelsbeauftragter benannt. Nach seinem Wechsel in den Personalrat, für den er künftig hauptberuflich tätig sein wird, folgt ihm Timo Abels als direkter Ansprechpartner für die Stolberger Gewerbetreibenden.

 

Entwicklung des Standortes

 

Im Schulterschluss mit dem Einzelhandel, den Stolberger Verbänden und Institutionen, sowie Investoren soll Abels in den kommenden Monaten die weitere Entwicklung des Geschäftsstandortes Stolberg fördern.

 

„Unsere Stadt wird in den nächsten Jahren viele Veränderungen erleben und viele fangen bereits an sichtbar zu werden. Den Aufschwung, der durch die tiefgreifenden Änderungen im Stadtbild entsteht, gilt es nun zu nutzen“, erklärt Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier.

 

„Als Verwaltung möchten wir das Geschäftsleben an den Einkaufsorten in der Kupferstadt deswegen aktiv begleiten und mitgestalten.“ Häufig würden jedoch Ärger und die Sorgen vor zeitaufwendigen, bürokratischen Hürden die Weiterentwicklung eines Betriebes verhindern.

 

Verfahren und Vorschriften sollten so weit wie möglich zu Gunsten der Antragsteller ausgelegt und angewandt werden. „Der beste Nährboden für erfolgreichen Einzelhandel sind entsprechende Rahmenbedingungen, welche die Attraktivität des Standortes Stolberg erhöhen“, erläutert Abels in diesem Zusammenhang.

 

„Es geht deswegen nicht nur darum, den Leerstand zu bekämpfen, es geht auch darum, die bestehenden Gewerbe zu pflegen. Ich verstehe mich als Ansprechpartner in allen Fragestellungen und als Schnittstelle des Einzelhandels zur Stadtverwaltung und das nach Möglichkeit pragmatisch und unbürokratisch. Ich freue mich auf die Aufgabe! Wir haben eine wundervolle Altstadt, um die uns so manch andere Kommune beneidet. Das ungenutzte Potenzial gilt es schlicht zu nutzen“, sagt Abels.

 

Überblick über den bisherigenLebenslauf

 

Timo Abels wurde am 27. September 1980 in Aachen geboren, wuchs in Stolberg auf und machte am Goethe Gymnasium sein Abitur.

 

Nach Studium und Arbeit bei einem in Köln ansässigen TV-Sender ist er seit 2010 wieder in Stolberg und war dort für den Zeitungsverlag Aachen tätig.

 

Seit 2016 ist Abels im Amt für Wirtschaftsförderung tätig, wo er neben dem Einzelhandel auch die Aufgabe zur flächendeckenden Breitbandverfügbarkeit auf dem Stadtgebiet übernimmt.

 

Erreichbar ist der neue Einzelhandelsbeauftragte im Dienstleistungszentrum in Münsterbusch auf der zweiten Etage, Zimmer 2.47, telefonisch unter 02402-125116 oder per E-Mail an timo.abels@stolberg.de.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Arbeiten am neuen Hauptbahnhof-Parkhaus in Stolberg begonnen

Mit dem Entfernen des Bewuchses sind die Arbeiten am neuen Hauptbahnhof-Parkhaus in Stolberg angelaufen. Foto: J. Lange
Mit dem Entfernen des Bewuchses sind die Arbeiten am neuen Hauptbahnhof-Parkhaus in Stolberg angelaufen. Foto: J. Lange

Sie laufen: Die Vorbereitungen für den Bau des neuen Parkhauses am Stolberger Hauptbahnhof haben begonnen. Zuerst wird das Baufeld vorbereitet: Bäume, Sträucher und Parktaschen werden entfernt. Ab der dritten November-Woche sollen die Tiefbauarbeiten für die Pfahlgründung des Parkhauses beginnen. Es wird im nächsten Jahr nutzbar sein. Ebenfalls saniert die Deutsche Bahn den Mittelbahnsteig an der Hauptstrecke und baut von dort eine Überführung ins Parkhaus, so dass der Hauptbahnhof barrierefrei nutzbar wird. Dort werden die Arbeiten unter laufendem Zugbetrieb etwa ein Jahr dauern. Außerdem erneuert die Kupferstadt entsprechend den Baufortschritten auch das letzte Stück ihres Teils der Rhenaniastraße vor dem Bahnhof. Ob der Landesbetrieb Straßenbau dann auch Geld zur Sanierung seines Teilstückes dieser Landesstraße 236 hat, ist offen.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Zuerst wird das Baufeld durch Entfernen des Bewuchses vorbereitet.

Geldregen für die Innenstadtsanierung

Stolberg erhält weiteren Förderbescheid in Höhe von mehr als 1,7 Millionen Euro

Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier (l.) und der Technische Beigeordnete Tobias Röhm nahmen von Regierungspräsidentin Gisela Walsken den nächsten Förderbescheid entgegen. Foto: Stadt Stolberg
Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier (l.) und der Technische Beigeordnete Tobias Röhm nahmen von Regierungspräsidentin Gisela Walsken den nächsten Förderbescheid entgegen. Foto: Stadt Stolberg

Durch die Aufnahme in das Bund/Länder-Programm „Stadt-umbau West“ im Jahr 2014 konnte die Kupferstadt vor zwei Jahren mit den Vorbereitungen für die umfassendste Stadtsanierung seit den 1980er Jahren beginnen. Die ersten Projekte rund um den Kaiserplatz und den Bastinsweiher schreiten zügig voran und zeigen, dass die Kupferstadt zurzeit ein neues und modernes Gesicht erhält. Als nächste Projekte sind der Umbau der Rathausstraße, die Modernisierung des Mühlener Bahnhofes und eine Machbarkeitsstudie zur Sanierung des Steinweges geplant. Auch diese Maßnahmen werden zu 80 Prozent von Bund und Land gefördert. Ein entsprechender Förderbescheid wurde Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier und der Technische Beigeordnete der Kupferstadt Stolberg in Köln durch Regierungspräsidentin Gisela Walsken überreicht.

 

„Nicht zuletzt dank der Förderung durch Bund und Land ist es uns in Stolberg endlich möglich, unsere Stadt an veränderte Rahmenbedingung anzupassen und uns auf diese Weise dem Strukturwandel zu stellen. Und dass Stolberg in Bewegung ist, hat sich mittlerweile auch bis weit über unsere Stadtgrenzen hinaus herumgesprochen.“, freut sich Bürgermeister Dr. Grüttemeier. „Neben der öffentlichen Förderung fließen deswegen auch wieder vermehrt private Investitionen nach Stolberg. Schritt für Schritt vergrößert sich auf diese Weise die Angebotsvielfalt, neue Arbeitsplätze werden geschaffen und die Lebensqualität insgesamt steigt. Ich danke insbesondere der Bezirksregierung für das in uns gesetzte Vertrauen und dass sie den Stadterneuerungsprozess in Stolberg so konstruktiv begleitet.“

 

Rathausstraße ist „dran“

 

Nachdem die Innenstadtsanierung in diesem Jahr mit der Umgestaltung des Kaiserplatzes und der Sanierung des Bastinsweihers erfolgreich gestartet ist, werden im kommenden Jahr die Modernisierungsmaßnahmen entlang der Rathausstraße und die Vorbereitungen zur Umgestaltung des Steinweges im Vordergrund stehen. Alle Planungen werden in Form von Planungswerkstätten, an denen alle Bürgerinnen und Bürgern mitwirken können, der Öffentlichkeit vorgestellt und gemeinsam mit der Bürgerschaft diskutiert. Auf diese Weise haben die Stolberger die Möglichkeit, direkten Einfluss auf die zukünftige Gestaltung ihrer Innenstadt zu nehmen. „Als Verwaltung können wir zwar Straßen sanieren und Plätze umgestalten – unsere Stadt mit Leben zu füllen, können jedoch nur die Bürger selbst. Deswegen ist es uns ein großes Anliegen, alle Projekte mit der Bürgerschaft rückzukoppeln und die Wünsche und Vorschläge der Stolberger aufzugreifen“, berichtet Tobias Röhm. „Ich freue mich, dass von den Angeboten auch so reger Gebrauch gemacht wird. Daran erkennt man, dass die Bereitschaft zum Engagement in Stolberg außerordentlich hoch ist.“ Die ersten Projekte sollen im Frühjahr 2017 abgeschlossen sein. Rund um den Bastinsweiher und am Kaiserplatz werden dann zwei zeitgemäß und offen gestaltete Plätze zur Verfügung stehen, die für Veranstaltungen, zum Flanieren und Entspannen genutzt werden können.

 

Quelle: Super Mittwoch

Der Hahnenverein Breinigerberg weiht zwei professionelle Boulebahnen offiziell ein

Den französischen „Nationalsport“ Boule auf dem Stolberger „Balkan“ zu spielen, ist jetzt im Grünen auf gleich zwei neuen Bahnen möglich, die der Hahnenverein Breinigerberg angelegt hat. Am Sportplatz Rüst des FC Breinigerberg hat der Hahnenverein „Kikeriki“ zwei professionelle Boulebahnen mit Liga-Maßen gebaut, die inmitten der Natur idyllisch gelegen und mit Sitzbänken ausgestattet sind. Zudem steht ein Tisch mit Mühle- und Schachfeld bereit.

Eingespielt haben die neuen Bahnen jetzt Bernd Bleise (v. l.), André Hennecken, Klaus Schell und Günter Blaszczyk, wobei Schell den Sponsoren und dem CDU Ortsverband Breinig, Breinigerberg und Venwegen für die Unterstützung dankte. Außerdem betonte er, dass der Hahnenverein die Anlage bewusst offen gebaut habe, damit sie jederzeit als gesellige Begegnungsstätte für alle zur Verfügung stehen kann.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Generationengerechtes Stolberg! - Eröffnung der Itertalklinik Breinig!

Zeitungsanzeige der CDU Stolberg in der Super Sonntag

Neuer City-Tarif startet! - Handy-Parken in Stolberg eingeführt!

Zeitungsanzeige der CDU Stolberg im September 2016.

Udo Rüttgers führt Stolberger CDU-Stadtverband

Die Christlich Demokratische Arbeitnehmerschaft in der Kupferstadt wählt einen neuen Vorstand . Er soll möglichst für neuen Schwung sorgen.

Udo Rüttgers (4.v.r.) führt jetzt den Ortverband der Stolberger CDA. Der 44-Jährige neue Vorsitzende erhält allerdings reichlich Unterstützung aus den Reihen der Christdemokraten. Foto: T. Dörflinger
Udo Rüttgers (4.v.r.) führt jetzt den Ortverband der Stolberger CDA. Der 44-Jährige neue Vorsitzende erhält allerdings reichlich Unterstützung aus den Reihen der Christdemokraten. Foto: T. Dörflinger

Udo Rüttgers besitzt Elan, Durchsetzungsvermögen und Dynamik: Beste Voraussetzungen also um den Stolberger Ortsverband der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft Deutschlands (CDA), der zuletzt ein wenig an Schwung verloren hatte, künftig wieder flott zu machen.

 

Schließlich wurde der 44-jährige Chemikant, der alle acht abgegebenen Stimmen aus sich vereinigen konnte, jetzt zum neuen Vorsitzenden der Stolberger CDA gewählt. Sein Vorgänger, Hans-Josef Siebertz, der das Vorsitzendenamt sechs Jahre bekleidet hatte, hatte sich im Vorfeld für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung gestellt.

 

Geleitet wurde die Jahreshauptversammlung, die in der Gaststätte „Alt-Stolberg“ stattfand, von Jochen Emonds, CDU-Stadtverbandsvorsitzender. Emonds skizzierte kurz die Ziele der CDA, zu der unter anderem die Themen gleicher Lohn für gleiche Arbeit, der Kampf gegen die Altersarmut, der Einsatz für eine soziale Kranken- und Pflegeversicherung sowie der Kündigungsschutz gehören und stellte danach einige Eckpunkte der derzeitigen Kommunalpolitik vor.

 

Laut Emonds gehören dazu beispielsweise die erfolgreiche Konsolidierung des Haushaltes, die Sanierung der Talachse, der Breitbandausbau, die Gründung einer neuen Gesamtschule sowie die Förderung und der Bau moderner Sportstätten.

 

Grußworte sprachen MdL Axel Wirtz und die CDA-Kreisvorsitzende, Gudrun Ritzen. Sie wünschten dem neuen Vorsitzenden und seinem fünfköpfigen Team viel Erfolg und sicherten der neuen Mannschaft zugleich ihre volle und uneingeschränkte Unterstützung zu. Schließlich besteht der CDA-Vorstand nicht nur aus Udo Rüttgers, sondern auch aus Hans Pfeiffer (stellvertretender Vorsitzender), Robert Walz (Geschäftsführer), Rainer Zartmann (stellvertretender Geschäftsführer) sowie Siegfried Pietz und Fritz Thiermann (Beisitzer). Sie konnten sich ebenfalls über das einstimmige Votum der Versammlung freuen. Seine auf zwei Jahre terminierte Wahl nahm Udo Rüttgers zum Anlass, um sich für das in ihn gesetzte Vertrauen zu bedanken und der Versammlung seine Zielvorstellungen für eine erfolgreiche Stolberger CDA-Arbeit zu erläutern. Dazu gehören nach seinen Worten unter anderem die Förderung des sozialen Wohnungsbaues, die Wohnumfeldverbesserung, die sozialgerechte Beitragsstaffelung für die Ganztagsbetreuung an den Grundschulen und den Arbeitnehmern die Angst vor der Digitalisierung der Arbeitsplätze zu nehmen, die auch Chance und Qualifizierung bedeuten könne. Die Versammlung schloss damit, dass Rüttgers versprach, der CDA wieder mehr Gewicht und Einfluss zu verschaffen und die Neustrukturierung dafür zu nutzen, um sich in der Kommunal- und Arbeitnehmerpolitik verstärkt für soziale Gerechtigkeit, Fairness und Objektivität einzusetzen.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

CDU schickt Axel Wirtz ins Rennen

Landtagswahl 2017 : Der Kreisverband Aachen-Land der CDU wählt erfahrenen Landtagsabgeordneten erneut zum Kandidate

Stolbergs Bürgermeister Tim Grüttemeier und Marc Müller von der CDU Eschweiler (rechts) gratulieren Axel Wirtz zur Wahl als CDU-Kandidat für die Landtagswahl 2017. Foto: S.-L. Gombert
Stolbergs Bürgermeister Tim Grüttemeier und Marc Müller von der CDU Eschweiler (rechts) gratulieren Axel Wirtz zur Wahl als CDU-Kandidat für die Landtagswahl 2017. Foto: S.-L. Gombert

Der Gressenicher Axel Wirtz wird bei der nordrhein-westfälischen Landtagswahl am 14. Mai 2017 für die CDU im Südkreis (Wahlkreis Aachen IV) als Direktkandidat aufgestellt. Das ist das Ergebnis der Wahlkreisvertreterversammlung, zu der sich die Christdemokraten am Samstagmorgen im „Angie‘s“ in Stolberg-Büsbach getroffen haben. Überraschend kam das Ergebnis nicht. Denn Wirtz, der seit 1999 im Düsseldorfer Landtag sitzt, hatte keinen Gegenkandidat.

 

Wirtz erhielt von 85 gültigen Stimmen 71 Ja-Stimmen. Elf Stimmberechtigte hatten sich gegen ihn ausgesprochen, zwei hatten sich enthalten. Bei der Kreiswahlkonferenz in Eschweiler vor der Landtagswahl 2012 hatte Wirtz 109 von 114 Delegiertenstimmen erhalten.

 

„Ich habe eine ziemlich klare Vorstellung davon, wie es im Land laufen soll“, sagte Axel Wirtz bei seiner offiziellen Kandidatenvorstellung. Dabei nahm er besonders zwei Themen in den Fokus: Die nordrhein-westfälische Bildungslandschaft und das Thema innere Sicherheit. Vor allem brachte er bei seiner Rede seine Unzufriedenheit mit der Landesregierung zum Ausdruck.

 

Kritik am NRW-Innenminister

 

Innenminister Ralf Jäger (SPD) stellt Wirtz ein schlechtes Zeugnis aus. Die Polizeidichte im Land sei schlecht. „Da bringt es auch nichts, dass Herr Jäger die Polizeistatistik monatlich veröffentlichen will“, kommentiert der Christdemokrat. Bauern wüssten: Vom Wiegen werde ein Schwein auch nicht fetter. In Bezug auf die jüngsten Nachrichten darüber, dass die Aachener Polizei mehr Beamte im Südkreis im Dienst hat, sagte Wirtz: „Diese zehn zusätzlichen Polizisten sind ein Tropfen auf den heißen Stein.“ Er betonte, dass die Beamten eine tolle Arbeit machten, „aber es wird ihnen sehr schwer gemacht.“

 

Über die Vorfälle in der Silvesternacht in Köln sagte Wirtz, dass die Spitze der NRW-Polizei „getäuscht, getrickst und getarnt“ habe. Nur scheibchenweise kämen die Details an die Öffentlichkeit. Auch, dass Ministerpräsidentin Hannelore Kraft erst vier Tage später von den Ereignissen gehört haben wolle, kritisierte Wirtz: „Wie geht diese Landesregierung mit den Sorgen der Menschen um?“ Wirtz berichtete, dass seine Partei massive Änderungen plane. Es sollen mehr Polizisten auf die Straße, Ermittlungskommissionen verstärkt werden, „damit sich die Menschen wieder in ihren eigenen vier Wänden sicher fühlen können“.

 

Die Grundschulen im Land will Wirtz mit mehr Lehrern ausstatten, auch solle die Schulsozialarbeit gestärkt werden. Durch spezielle Verwaltungsassistenten an den Einrichtungen sollen die Pädagogen von Verwaltungsarbeit entlastet werden. Auch will Wirtz neben der inklusiven Grundschule weiterhin genügend Förderschulen beibehalten, um Eltern und Fachleuten die Wahl zu lassen, was für das jeweilige Kind das Beste ist. Offen indes wolle seine Partei die Diskussion darüber führen, ob das Abitur nach zwölf oder 13 Jahren erreicht werden soll (G8/G9).

 

Kritik übte Axel Wirtz am nordrhein-westfälischen Umweltministerium unter der Leitung von Johannes Remmel (Bündnis 90/Die Grünen). Es könne nicht sein, dass Umweltverbände mehr Gehör finden als Kommunen oder Verbände der Landwirtschaft. Naturschutzgesetze, die zum Nachteil der Menschen im ländlichen Raum sind, werde es mit der CDU nicht geben.

 

Wirtz möchte die drei Krankenhäuser in der südlichen Städteregion weiter unterstützen. Er lobte die beiden Krankenhäuser in Eschweiler und Stolberg dafür, dass sie mit der Kooperation in der Geburtshilfe und Gynäkologie einen Schritt aufeinander zugegangen seien „zu einem Zeitpunkt, an dem es beiden Häusern wirtschaftlich recht gut geht.“ Das sei vorausschauend. Für das Krankenhaus in Simmerath gelte es nun, die Bettenzahl stabil zu halten.

 

Pakt ist „handwerklich schlecht“

 

Während er den sogenannten Stärkungspakt des Landes, eine Art NRW-Soli, zwar grundsätzlich befürwortet, kritisiert er andererseits dessen Umsetzung. Es sei gut für Städte wie Stolberg, dass das Land über den Stärkungspakt viel Geld für Kommunen zur Verfügung stelle. Es könne aber auf der anderen Seite nicht sein, dass eine Gemeinde wie Roetgen, die selbst im Nothaushalt ist, Solidargelder über Kredite finanzieren müsse. „Der Stärkungspakt ist handwerklich schlecht gemacht“, so Wirtz.

 

Über die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern, bei der die CDU schlecht abgeschnitten hat, sagte Axel Wirtz nicht direkt etwas, aber: „Natürlich wird auch eine Landtagswahl von bundespolitischen Themen beeinflusst.“ Darum gelte es, Landesthemen im Wahlkampf in den Fokus zu nehmen. Und: Man müsse darauf achten, dass Parteien „am rechten und linken Rand“ nicht einen zu hohen Anteil der Stimmen bekommen. „Die CDU ist die einzige große Volkspartei, die die Menschen erreichen kann“, schloss Axel Wirtz seine Kandidatenrede selbstsicher.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Die Namenspaten der neuen Straßen stehen für Werte

Egidius Braun, Adolf Althoff, Inge Stoll und Gerd Lützeler leihen Breiniger Neubaugebiet ihre Namen. Ferdi Braun richtet Grüße aus.

Viele Interessierte sind gekommen, um die vier neuen nach Breiniger Persönlichkeiten benannten Straßen einzuweihen. Mit dabei war DFB- Vize Eugen Gehlenborg. Fotos: D. Müller
Viele Interessierte sind gekommen, um die vier neuen nach Breiniger Persönlichkeiten benannten Straßen einzuweihen. Mit dabei war DFB- Vize Eugen Gehlenborg. Fotos: D. Müller

Es mag selten vorkommen, dass der DFB-Vizepräsident Eugen Gehlenborg und der Präsident des Fußballverbandes Mittelrhein, Alfred Vianden, gemeinsam in Stolberg weilen. Es ist aber auch selten, dass in der Kupferstadt gleich vier neue Straßen eingeweiht werden so wie jetzt im Neubaugebiet in Breinig. Eine davon: die Egidius-Braun-Straße. Erstaunlich viele Menschen wohnten der feierlichen Einweihung am frühen Freitagnachmittag bei und lauschten unter anderem den Worten von Bürgermeister Tim Grüttemeier, der betonte, der vorgeschaltete Prozess der Namensfindung auch eine Verantwortung bedeute.

 

„Die Straßen sollen den Ort widerspiegeln und ihn repräsentieren, ein Stück der Geschichte aufgreifen und ein Teil der Zukunft werden, um den Menschen, die dort wohnen, eine lebens- und liebenswerte Heimat sein.“ Deshalb seien vier ganz außergewöhnliche Persönlichkeiten Namensgeber, die nicht nur für Breinig sondern auch für „wesentliche gesellschaftliche Werte“ wie Engagement, Mitgefühl, Mut und Zuversicht stünden. Wie etwa die Breiniger Motorsportlerin Inge Stoll, die bereits in den 1950er Jahren in einer Männerdomäne als Gespannfahrerin erfolgreich war.

 

Stoll ging als erste Frau überhaupt bei dem berühmten Rennen „Isle of Man“ an den Start. 1958 hatte sie das Ende ihrer Motorsportkarriere angekündigt, verunglückte aber noch im selben Jahr bei ihrem letzten Rennen tödlich. Die neue Adolf-Althoff-Straße erinnert sowohl an den Vertreter der bekannten Zirkusdynastie, als auch an einen Menschen, der sich zur Zeit des Dritten Reiches seine Menschlichkeit bewahrt habe, hob Grüttemeier hervor. Althoff bot während des Naziregimes verfolgten Juden Schutz und Zuflucht.

 

„Durch sein mutiges Handeln rettete er vielen Menschen das Leben und wurde 1977 zu Recht mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet und 1995 vom Staat Israel in den Kreis der ,Gerechten unter den Völkern‘ aufgenommen.“ Von Althoff stamme das Zitat: „Sie können alle herkommen, das kriegen wir schon hin!“ – Ein Satz, der gerade heute wieder Aktualität besitzt.

 

Darauf, dass das Neubaugebiet auf dem ehemaligen Areal des SV Breinig liegt, weist nicht nur die Egidius-Braun-, sondern auch die Gerd-Lützeler-Straße hin. „Wie kaum ein anderer formte er den Verein, der zu den sportlichen Aushängeschildern unserer Stadt gehört“, würdigte der Bürgermeister besonders Lützelers Verdienste um die Jugendförderung beim SV Breinig.

 

Ebenso wie das soziale Engagement etwa für die ersten Mexiko-Turniere und bei der Organisation der Radtouren nach Köln, die auch der Mexiko-Hilfe zu gute kommen, die bei der Fußball-WM 1986 aus der Taufe gehoben worden ist. Von Egidius Braun, der von 1992 bis 2001 Präsident des Deutschen Fußball-Bundes war. „Ohne Zweifel prägte Egidius Braun den Fußball in Deutschland, doch sein Wirken geht weit über den Sport hinaus“, sagte Grüttemeier. Denn Braun habe die Popularität des Sports genutzt, um die Not in der Welt zu lindern. Die Gründung der Mexiko-Hilfe sei die Initialzündung für die sozialen Aktivitäten des DFB gewesen, dessen Stiftung konsequenter Weise den Namen von Egidius Braun trage.

 

Der heutige DFB-Vize Gehlenborg freute sich über die Anerkennung von Brauns Wirken und erklärte: „Menschen eine Perspektive zu geben, ist ihm ein wichtiges Anliegen.“ Egidius Braun selbst war aus gesundheitlichen Gründen bei der Einweihung nicht zugegen, sein Sohn Ferdi aber richtete Grüße aus und sagte: „Mein Vater ist sehr gerührt.“ Und Ferdi Braun gratulierte der Stadt Stolberg für die gute Auswahl aller vier Straßennamen.

 

Der akustische Rahmen der würdevollen Einweihung hätte übrigens nicht unterschiedlicher sein können: Zu Beginn sangen Kinder des Chores der Breiniger Grundschule Lieder, und, bevor ein Umtrunk im Vereinsheim des SV Breinig die Feierlichkeit abschloss, salutierte lautstakr die Böllerschützenabteilung der Breiniger St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft, die in diesem Jahr ihr 350-jähriges Bestehen feiert.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Die Kupferstadt wird von Logistikunternehmen entdeckt

Hermes richtet regionales Verteilzentrum auf dem alten Schlachthof-Gelände ein. Ein Modellprojekt für den Hamburger Konzern.

Die Planungen für den Euregio-Rail-Port im Umfeld des Stolberger Hauptbahnhofes sind erst angelaufen, aber ein erster Logistikkonzern hat die Kupferstadt bereits für sich entdeckt. Der in Hamburg ansässige Konzern Hermes richtet an der Eschweilerstraße ein regionales Verteilzentrum für Pakete ein.

 

Mit dem Vorhaben werden nicht nur 15 bis 25 Arbeitsplätze in der Kupferstadt geschaffen, sondern auch ein Leerstand beseitigt: Hermes zieht in den zuletzt vom Dänischen Bettenlager genutzten Markt, der Ende 2015 nach fünf Jahren seine Pforten schloss. Zuvor hatte dort von 1994 bis 2008 eine Plus- bzw. Netto-Filiale die Nahversorgung des Viertels sichergestellt. nachdem 1993 der 1909 erbaute Schlachthof abgerissen worden war. Der „Stolberger Handelshof“ entstand. Jüngst eröffneten neben der Tankstelle ein Autoteilezubehör- und ein Growshop. Derzeit läuft das Verfahren zur Nutzungsänderung von einem Verkaufsmarkt in ein Verteilzentrum.

 

Mit der Ansiedlung von Hermes schlug die Stolberger Wirtschaftsförderung nach intensiven Vorgesprächen zwei Fliegen mit einer Klappe. Der Leerstand eines Geschäftslokals in verkehrsgünstiger Lage wurde ebenso beendet wie ein Vertreter einer Branche wurde, auf die die Kupferstadt ein besonderes Auge geworfen hat – wegen ihrer umfangreichen Bahnhofsflächen für einen Güterumschlag und ihrer zentralen Lage.

 

„Die gute Verkehrsanbindung und die zentrale Lage in der Städteregion waren entscheidende Argumente für Hermes, sich für Stolberg zu entscheiden“, sagt Bürgermeister Tim Grüttemeier. Zudem sind die rund 800 m2 Fläche des früheren Marktes genau die richtige Größe für ein neues Modellprojekt, erklärt Unternehmenssprecher Martin Frommhold. Der Paketzusteller schließt eine kleinere Filiale in Köln, um in Stolberg ein neues Unternehmenskonzept zu testen. „Wir möchten selbst erweiterte logistische Vorbereitungen treffen“, erklärt Frommhold. Dazu werden die Sendungen für die komplette Region an das neue Verteilzentrum an der Landesstraße 238 zentral angeliefert. Dort werden die Päckchen und Pakete – alles bis zu einer Größe bzw. einem Gewicht, die ein einzelner Zusteller bewältigen kann – sortiert und zu Touren zusammengestellt. „Unsere Partnerunternehmen brauchen dann nur noch vorzufahren, die Sendungen einzuladen und zuzustellen“, so Frommhold weiter. Bisher sei es im Normalfall so gewesen, dass die Partnerunternehmen selbst die logistische Dienstleistung erbringen mussten. „Mit dem Modellprojekt in Stolberg wollen wir unabhängiger von unseren Partnerunternehmern und flexibler werden“, so Frommhold weiter. Von der Eschweilerstraße aus sollen dann die Kunden in einem Radius von 30 bis 40 Kilometern beliefert werden. Etwa 80 bis 100 Pakete werden auf einer Tour zugestellt.

 

Hermes ist eine Tochtergesellschaft der Otto-Gruppe und auf die Zustellung von Paketen spezialisiert. Insbesondere der Online-Handel wird betreut. Das so genannte S-Paket bis zu 50 Zentimeter ist laut Hamburger Zentrale das am meisten genutzte Angebot.

 

Für das Modellprojekt von Hermes zu groß war auch der von der Wirtschaftsförderung angebotene Praktiker-Markt an der Steinfurt. Hier zeichnet sich aber jetzt eine Folgenutzung durch ein Autounternehmen ab.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Einkaufen wie bei Tante Emma hat Erfolg

Der Vichter Dorfladen hat eine Versorgungslücke geschlossen. Der zweite Geburtstag wird mit bunter Jubiläumswoche gefeiert.

Die Beteiligten freuen sich darüber, dass der Dorfladen gut läuft. Foto K. Menne
Die Beteiligten freuen sich darüber, dass der Dorfladen gut läuft. Foto K. Menne

62 800 Brötchen, 16 374 Eier und 377 Kilogramm Erdbeeren – wenn Rudolf Vander­huck aufzählt, was im Vichter Dorfladen innerhalb eines Jahres über die Ladentheke geht, klingt er mächtig stolz. Der ehemalige Handelsberater ist zuständig für die Ladenorganisation des kleinen Treffpunkts des Vichter Dorflebens und aus seiner Sicht läuft es fantastisch. Am 27. September feiert der Laden bereits seinen zweiten Geburtstag.

 

„Der Dorfladen hat eine Versorgungslücke geschlossen, die die altersbedingte Schließung des letzten kleinen Lebensmittelgeschäfts in Vicht vor rund fünf Jahren gerissen hat“, erklärt der 72-Jährige. Die Angst davor, dass Vicht dadurch langsam aber sicher zur Schlafstätte werden könnte, war der Auslöser für die Idee, einen Dorfladen zu gründen.

 

Gesagt, getan: Gestemmt wird das ganze Projekt seit September 2014 allein durch ehrenamtliches Engagement. 144 Mitglieder zählt der Trägerverein bereits und etwa 50 Ehrenämtler sind im Verkauf, im Hausmeisterdienst, in der Buchhaltung, der Organisation oder für sonstige Tätigkeiten im Hintergrund aktiv. Diese Vorgehensweise ist mittlerweile schon über die Grenzen Stolbergs und der Städteregion hinaus als „Vichter Modell“ bekannt. „Wir bekommen immer wieder Anfragen von anderen Dörfern und Kommunen, die fragen, wie wir das machen. Wir geben dann natürlich bereitwillig Auskunft“, sagt Vander­huck – das sei Ehrensache.

 

Eventuelle Gewinne, die der Dorfladen in Zukunft erwirtschaftet, sollen an soziale Projekte ausgeschüttet werden. Denn gewinnorientiert arbeitet man hier nicht. Einzig wichtig sei, dass am Ende des Geschäftsjahres eine schwarze Null auf dem Papier steht, sagt Rudolf Vander­huck. Auch in Bezug auf sein eigenes Engagement gibt er sich bescheiden. „Ich möchte in meinem Alter meine Berufserfahrungen nochmal in ein Projekt einbringen, an dem sich viele Menschen erfreuen“, sagt er. Neben seinen Tätigkeiten in der Warenwirtschaft und im Management engagiert er sich deshalb auch im Vorstand.

 

Genau wie Jochen Emonds. Dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden des Vereins liegt vor allem die soziale Komponente des Vichter Dorfladens am Herzen: das angeschlossene Café. „Wir wollten einen Treffpunkt schaffen, an dem die Leute zusammenkommen, sich austauschen und nebenbei die Dinge des alltäglichen Gebrauchs erwerben können“, sagt der 33-Jährige.

 

Und das sei offensichtlich gelungen, rechnet Emonds zusammen mit Vanderhuck vor. Der Umsatz sei im Vergleich zum vergangenen Jahr um etwa acht Prozent gestiegen. 180 Besucher zähle der Laden durchschnittlich pro Tag. Das sei sogar besser als zu Beginn im Businessplan kalkuliert. „Die Zahlen machen Mut und sind zusammen mit den überaus positiven Rückmeldungen, Motivation weiterzumachen“, sagt Emonds.

 

Den größten Anteil an den Einkäufen mache, wie erwartet, das Frische-Sortiment aus. Dazu zählen Backwaren, Fleisch und Wurst, Molkereiprodukte sowie Obst und Gemüse. All das also, bei dem der Kunde noch Wert lege auf Regionalität und Qualität und wofür er nicht umbedingt zum Discounter fahre. „Wir haben deshalb Kooperationen mit umliegenden Produzenten geschlossen, wie zum Beispiel mit der Landbäckerei Berzborn aus Zweifall oder mit der Fleischerei Bungenberg“, sagt Vander­huck. Das sei eine Win-Win-Situation für beide Seiten. „Wir kaufen das bereits bestehende positive Image der Produzenten ein und die haben umgekehrt durch uns einen weiteren Absatzweg.“ Indem man sich gegenseitig unterstütze, steuere man auch einem fortschreitenden Geschäftssterben entgegen.

 

Dass der Bedarf für einen solchen Laden da ist, auch über die Grenzen von Vicht hinaus, merkten Emonds, Vanderhuck und die anderen aus dem Planungsteam in der Anfangsphase schnell. Nicht nur die Umfragen ergaben ein entsprechendes Bild, auch der Aufruf, sich am Startkapital von 40 000 Euro zu beteiligen, ließen sich die Vichter nicht zweimal sagen. Innerhalb eines Jahres hatte man das Geld zusammen.

 

Ganz ohne fortwährendes Sponsoring ginge es jedoch nicht, gibt Jochen Emonds zu. Deshalb sei man froh, dass sich zum Beispiel die EWV mit 3 000 Euro pro Jahr an den Ausgaben beteiligt und in Energiefragen mit Rat und Tat zur Seite steht.

 

Strukturelle Probleme macht zur Zeit nur die Parksituation vor dem Geschäft. Es seien zwar von der Stadt aus weitere Parkplätze auf der Straße ausgewiesen worden, doch die würden häufig von Anwohnern belegt. Eine diskutierte Lösung wäre die zeitliche Parkbegrenzung, um für mehr Fluktuation zu sorgen und noch mehr Menschen die Möglichkeit zu geben, den Laden zu besuchen.

 

Denn der Vichter Dorfladen ist mehr als ein Lebensmittelgeschäft und ein Café. Er ist auch eine Reinigungsannahmestelle, eine Postfiliale, eine Lottoverkaufsstelle und beherbergt einen Fotodrucker – eben ein echter Tante-Emma-Laden wie aus alten Zeiten.

 

Jubiläumswoche mit Angeboten und Aktionen

 

  • Der Verein „Vichter Dorfladen und Café“ feiert den zweiten Geburtstag des kleinen Geschäfts mit einer Jubiläumswoche von Montag, 26. September, bis Samstag, 1. Oktober.
  • Für Samstag, 1. Oktober, lädt der Verein alle Interessierten ab 10 Uhr zu einer Feierstunde ein. Für Kinder wird es einen Luftballon-Wettbewerb geben.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Bürger basteln an der sozialen Zukunft der Kupferstadt

Hunderte Bürger mischen bei der Ausarbeitung eines Sozialen Leitbildes der Stadt mit. Abschlusskonferenz am 27. Oktober.

Arbeit und Beschäftigung sollen selbstverständlich sein und Grundlage für ein gutes Leben in Stolberg bieten“, heißt es aus einer Ecke eines Konferenzraums im Stolberger Rathaus. „Beschäftigung muss attraktiv sein: Wir brauchen flexible Jobangebote, um auch als Wohn- und Arbeitsort für junge Menschen interessant zu bleiben“, kommt aus der anderen. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe „Arbeit und Beschäftigung, lokale Ökonomie“ sind gerade dabei, sich auszutauschen über ihre Vorstellungen davon, wie die Arbeitswelt in der Kupferstadt im Jahre 2030 aussehen könnte. Gemeinsam bauen sie an einem der Puzzlestücke, die Teile eines großen Projekts sind: „Soziale Kupferstadt 2030“.

 

„Seit Anfang Juli befinden wir uns jetzt in diesem Prozess, um ein soziales Leitbild für die Stadt zu entwickeln“, erklärt Leo Jansen, Sozialplaner der Stadt Stolberg, im Gespräch mit unserer Zeitung. Insgesamt sieben Arbeitsgruppen haben sich auf den Weg gemacht, soziale Aspekte des Zusammenlebens in der Stadt zu beleuchten. „Zentrale Fragen, die wir uns dabei stellen, sind: Was können wir in unserer Stadt verbessern, und wo wollen wir hin?“

 

Dieser Leitbildprozess, der angestoßen wurde, ist ein zweiter Schritt nach der Erstellung des Stolberger Sozialberichts, wie Lukas Franzen, Inklusionsbeauftragter der Stadt, ergänzt. „Wir haben erhoben, dass die Gemengelage in den Stolberger Quartieren sehr unterschiedlich ist“, sagt Franzen. Während es in der Innenstadt teilweise Probleme wie Kinderarmut oder prekäre Lebenslagen gebe, haben die dörflichen Ortsteile verstärkt mit dem demografischen Wandel zu kämpfen. „Mit einem Leitbild und daran anschließenden Handlungsempfehlungen möchten wir diesen Entwicklungen ein Stück weit entgegenwirken“, sagt Franzen.

 

Nicht nur die Stadtverwaltung hat ein großes Interesse daran, den sozialen Problemen entgegenzuwirken. „Wir hatten bisher ein sehr großes Interesse aus der Bürgerschaft an dem Thema“, sagt Lukas Franzen. Auch wenn sie darauf gar nicht ausgelegt war: An einer von der Stadtverwaltung aufgelegten Umfrage zu „Soziale Kupferstadt“ haben dermaßen viele Bürger teilgenommen, dass sie repräsentativen Charakter hat.

 

„Auch jetzt, wo die Arbeitsgruppen sich zusammenfinden, um konkrete Ziele zu formulieren, sind die Bürger mit großem Engagement dabei“, sagt Leo Jansen.

 

Noch bis Ende Oktober brüten die sieben AGs über einzelnen Fragestellungen. Am 27. Oktober gibt es unter der Leitung von Bürgermeister Tim Grüttemeier eine Abschlusskonferenz. „Bis dahin haben wir die Ergebnisse der Arbeitsgruppen gebündelt. Auf der Konferenz gilt es dann, an einem Entwurf für ein gemeinsames Leitbild zu feilen“, erklärt Leo Jansen das weitere Vorgehen. Dieser Entwurf werde gegen Ende des Jahres vom Sozialausschuss und vom Stadtrat diskutiert und beschlossen. „Und wenn wir soweit sind, können wir aufbauend auf dem Leitbild konkrete Handlungsempfehlungen formulieren“, so Jansen. Auch hier haben die Teilnehmer der AGs schon ganze Arbeit geleistet und Ideen eingebracht. „Ein Vorschlag war beispielsweise, dass man einen besseren Überblick schaffen müsste über die Angebote für Familien mit Kindern“, sagt Lukas Franzen.

 

Was passiert mit dem Leitbild, wenn es fertig ist? Das beschlossene Papier sei einerseits für die Stadtverwaltung eine wichtige Hilfe, um bei Planungen den Bürgerwillen zu berücksichtigen. „Außerdem braucht man heutzutage immer häufiger Konzepte dieser Art, um sich als Kommune um Fördermittel zu bewerben“, erklärt Leo Jansen. Mit anderen Worten: Will Stolberg für soziale Projekte Geld von Land oder Bund, muss die Stadt nachweisen, dass hinter ihren Ideen ein durchdachtes Konzept steckt. „Wir sind im Vergleich zu anderen Kommunen ziemlich weit mit der Planung“, sagt Jansen.

 

Die Gruppe mit dem Thema „Arbeit und Beschäftigung“ ist in der Zwischenzeit recht weit gekommen in der Ausarbeitung ihrer Visionen und Ziele. „Ein Vorschlag ist, auch die Berufschancen für Geringqualifizierte zu steigern“, nennt Jansen als ein Beispiel, „prekäre Arbeitsverhältnisse gehören der Vergangenheit an“, als zweites. „Wir nehmen alle Vorschläge ernst. Es wird nichts wegdiskutiert.“

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Ein Bahnhof erlebt sein blau-grünes Wunder

Entwicklung Talachse Innenstadt: Ausschuss für Stadtentwicklung diskutiert Architektenidee für den Mühlener Bahnhof. Verwaltung präferiert Entwurf aus Essen.

Bildmontagen: DTP Essen
Bildmontagen: DTP Essen

Funktional ist er, aber nicht gerade eine Schönheit: Der Mühlener Bahnhof in Stolberg. Die Stadt möchte den für die innere City wichtigsten Bahnhof aufwerten und hat ihn darum zum Bestandteil des Entwicklungskonzepts Talachse Innenstadt erklärt.

 

Nach einem Planerworkshop im Juni haben drei Architektenbüros dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt erste Ideen für eine preisgünstige Verschönerung des Platzes vorgestellt. Nun hat die Verwaltung ihren Favoriten auserkoren: Das Büro Davids & Terfrüchte (DTP) aus Essen.

 

„Was einem zunächst auffällt, ist diese große Fläche im Bereich des Mühlener Bahnhofs“, beschrieb Martin Richardt von DTP vor dem Ausschuss seinen Eindruck. An der Größe dieser Fläche könne man jedoch nichts ändern – sie wird für die Busse gebraucht, die hierher tagtäglich hunderte von Schülern transportieren. Aber genau wegen der vielen Schüler gelte es, die Fläche zu strukturieren.

 

„Immer wieder kommt es auf dem Platz zu spannenden Situationen. Die Kinder rennen zum Bus, etwas fällt aus der Tasche, ein Kind muss zurückrennen und läuft wohlmöglich vor einen Bus.“ Durch breite Fußgängerstreifen könnte man die Situation entschärfen und eine optische Verbindung zum Bastinsweiher schaffen.

 

Als zweites sei ihm diese „extreme grüne Wand“ hinter den Gleisen aufgefallen, also der Grünstreifen zwischen den Gleisen und der Europastraße: „Wer nicht aus Stolberg ist, weiß nicht, dass er sich mitten in der Stadt befindet. Dahinter könnte die Welt auch zu Ende sein“, sagte Richardt scherzhaft. Grün war auch das Stichwort für das Farbkonzept, dass DTP sich für den Mühlener Bahnhof ausgesucht hat: eine „blaugrüne Codierung“. Richardt erklärte, was dahinter steckt: „Grün ist rund um den Bahnhof überall präsent. Das wollen wir ausbauen. Gleichzeitig wollen wir die Farbe Blau, die am Bastinsweiher und an der Vicht vorkommt, ins Bewusstsein rufen.“ Auch zu Stolbergs Geschichte gebe es einen Bezug, denn in Stolberg wurde gefärbt: „Die Blaustraße ist Zeuge der textilen Vergangenheit der Stadt.“ Und grün wird durch Oxidation das in Stolberg so wichtige Kupfer, wenn es mit Luft in Berührung kommt. „Stolberg ist eine sehr geschichtsträchtige Stadt. Und mit einem zur Geschichte passenden Farbkonzept kann man auch für einen Ort wie den Mühlener Bahnhof eine identitätsstiftende Wirkung erzielen“, sagte Richardt. So stellte der DTP-Mann dem Ausschuss sein buntes Konzept vor. Es beinhaltet Farbverläufe von grün zu blau auf den Fußgängerstreifen, die vom Bahnsteig in Richtung Bastinsweiher führen. Diese dienen einerseits der Sicherheit, Stichwort Schülerverkehr. Andererseits sollen so Besucher der Kupferstadt, die sich orientieren müssen, direkt in die richtige Richtung gelenkt werden.

 

Auch neue, farblich passende Straßenlaternen sollen entstehen. Am Nord- und Südende soll der Platz vor dem Bahnhof mit einer Baumreihe von den Parkplätzen getrennt werden, „das gibt der Fläche mehr Raum.“ Den Essener Planern schweben Platanen vor: „Das sind kräftige, widerstandsfähige Bäume, die machen sich gut im Innenstadtbereich.“ Um den Mühlener Bahnhof besser an die Talachse Innenstadt anzubinden, soll das blau-grüne Farbkonzept auch durch passende Fahrbahnmarkierungen oder farbige Fassadenbeleuchtungen an der Rathausstraße erweitert werden. „So schafft man einen deutlicheren Bezug zur Stadt“, sagte Richardt.

 

Um nachts für ein besseres Sicherheitsgefühl zu sorgen und dem Bahnhof eine gewisse Spannung zu verleihen, sollen dem DTP-Konzept nach die Bäume beleuchtet werden. Tagsüber könnten blau-grüne Farbverläufe an den Glasscheiben der Bushaltestellen die Aufenthaltsqualität steigern.

 

Anders als einer seiner Mitbewerber verzichtete Richardt darauf, zusätzliche Sitzgelegenheiten auf dem Areal einzuplanen. „Wir wollen keine Ecken zum Rumlungern schaffen“, betonte er. Außerdem könne das Areal mit dem Bastinsweiher, sobald dieser fertig ist, ohnehin nicht mithalten, was den Charme angeht. Nur am Rande ging Richardt auf die restliche Entwicklung des Areals ein, die vor allem in privater Hand liegt: So plant der Eigentümer der Immobilien am westlichen Rand des Bushofs, dort studentischen Wohnraum zu schaffen. Auch die Ansiedelung eines kleinen Cafés steht im Raum.

 

Wie auch die anderen Architekten betonte Martin Richardt, dass das von der Verwaltung vorgegebene Budget von 65 000 Euro sehr knapp bemessen sei. „Dafür kann man nur einen Teil des Konzepts realisieren.“ Für 20 000 Euro mehr ließe sich aber die komplette Idee umsetzen, schätzt der Planer. Ähnlich hatten sich auch seine Mitbewerber geäußert: Für die Summe ließe sich nur ein Teil der Vorgaben (Beleuchtung, Gestaltung, Anbindung an die Stadt) umsetzen.

 

Ob der Bahnhof in der Innenstadt nun teilweise oder vollständig sein blau-grünes Wunder erleben wird, darüber muss die Politik nun entscheiden. Der Ausschuss für Stadtentwicklung wird sich in seiner Sitzung am 21. September wieder mit dem Mühlener Bahnhof befassen und darüber entscheiden, ob die DTP-Pläne als Grundlage für die weitere Entwurfsplanung des Areals dienen sollen.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Stadtfähnchen sollen wieder zurückkehren

In früheren Jahren zierten kleine Flaggen in rot-gelber Stadtfarbe die Straßenzüge der Innenstadt bei Festen und Feierlichkeiten. Die Fähnchen sind mittlerweile verschollen und unauffindbar. Aber Stadt und Stadtmarketing arbeiten an einer Rückkehr der Stadtbeflaggung. Aufgrund einer Initiative des Ratsherrn Udo Rüttgers (CDU) untersucht die Verwaltung nun nach einstimmiger Beschlussfassung, ob die Bespannung der Weihnachtsbeleuchtung auch für die Flaggen genutzt werden kann.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

CDU unterstützt den Wunsch der Bürger nach Erweiterung des Bestattungsangebots in Stolberg

Ortsverband Breinig macht sich dafür stark, dass ein Friedgarten eingerichtet werden kann. 

Auf Initiative der CDU Breinig haben Haupt- und Finanzausschuss sowie Rat in ihrer AugustSitzung beschlossen, die Verwaltung zu beauftragen, die Friedhofssatzung dahingehend zu erweitern, dass künftig „Friedgärten“ angelegt werden können.

 

„Der Breiniger Friedhof ist mit Blick auf die Bestattungszahlen eigentlich überdimensioniert“, stellt der Breiniger CDU-Ortsverbandsvorsitzender und Ratsherr Ben Grendel fest. „Deshalb ist die Kostendeckung so schlecht und die Friedhofsgebühren zu hoch. Das müssen wir ändern!“

 

Eine mögliche Lösung für das kupferstadt- und bundesweite Problem sieht die CDU darin, sogenannte Friedgärten, bzw. Urnengemeinschaftsanlagen (UGA) anzulegen. Ein Friedgarten ist frei von individueller Pflege - da Teil einer städtisch gepflegten Gemeinschaftsanlage - und definiert sich aus einem eingegrenzten Bereich mit Rasen oder einer bodendeckenden Bepflanzung. Die Beisetzung der Urnen auf dieser Fläche erfolgt in einem Abstand von 35 bis 40 cm und damit dicht beieinander.

 

Es ist in Folge (des Bewuchses) oberirdisch nicht mehr auszumachen, an welcher Stelle die Beisetzung der einzelnen Urnen erfolgte. Das Beisetzungsfeld selber wird von einer Stele dominiert. Auf dieser werden Steinplatten befestigt, welche eine Gravur mit

  1. Namen, Geburts- und Sterbejahr oder
  2. Namen oder
  3. keinen Hinweis

des dort beigesetzten Verstorbenen aufweisen.

 

„Wir sind als Politik dazu angehalten, für unsere Bürger kostengünstigere und realisierbare Lösungen anzubieten“, finden die Ratsmitglieder Artur Kaldenbach und Günter Blaszczyk. „Das muss auch für das Friedhofswesen gelten.“ Deshalb möchten die Breiniger die Qualität ihres Friedhofs weiter verbessern. Dies gelte auch für die grünplanerische Gestaltung und die gute Begehbarkeit.

 

Beraten lassen haben sich die Ratsmitglieder vom Breiniger Steinmetz- und Steinbildhauermeister André Hennecken. Hennecken ist nicht nur Inhaber des seit 1843 bestehenden Breiniger Marmorwerks, sondern auch seit vielen Jahren für den Dürener Servicebetrieb tätig und kennt sich damit auf allen Friedhöfen der Stadt Düren bestens aus. Die Friedgärten werden in Düren seit 2003 angeboten. 

Ab heute kann man das Parkticket per Handy ziehen

Zusammenarbeit mit dem Verein „Smartparking“. Plattform bündelt unterschiedliche Anbieter . QR-Code auf Überweisung.

Der offizielle Startschuss fällt zwar erst heute Nachmittag, aber am heutigen Mittwoch brechen in der Kupferstadt die digitalen Zeiten beim Parken an. Der Parkschein aus Papier bekommt virtuelle Konkurrenz, und fehlendes Kleingeld ist keine Entschuldigung mehr für das Nichtziehen eines Tickets. In Kooperation mit dem Verein „Smartparking-Plattform“ bietet Stolberg in vielfältiger Form das Handyparken an– bis hin zum Bezahlen eines möglichen „Knöllchens“.

 

Papierticket gibt‘s weiterhin

 

Die erst im Herbst 2015 gegründete Plattform hat das Ziel, Städte und Gemeinden bei der Einführung von effizienten und bürgernahen Lösungen für ein bargeldloses Bezahlen von Parkgebühren zu unterstützen. Dabei versteht sich die Initiative als dienstleistungs- und serviceorientierter Berater und Partner, um das Smartphone als Alternative zu Parkuhren und Parkscheinautomaten bundesweit zu etablieren. Der Verein bündelt unterschiedliche gewerbliche Anbieter für digitales Parken, wie z.B. Easypark, Parkmobile, Park Now, Parkfoxx, Trafficpass oder Mobile City. Autofahrern bleibt die Wahlfreiheit, sich für den Anbieter zu entscheiden, der am besten zu ihnen passt – oder natürlich ganz konventionell wie gewohnt ein Papierticket zu ziehen.

 

„Wir sehen in dem Angebot des Handyparkens einen weiteren Schritt zu noch mehr Bürgerfreundlichkeit und zu einer weiteren Steigerung der Attraktivität der Innenstadt“, sagt Bürgermeister Tim Grüttemeier. Im Mai hatte der Verkehrsausschuss die Einführung des neuen digitalen Angebotes einstimmig beschlossen.

 

Das Prinzip des Handyparkens funktioniert so: Nachdem der Wagen auf einem kostenpflichtigen öffentlichen Stellplatz geparkt ist, starten Fahrerin oder Fahrer den Parkvorgang mit dem Mobiltelefon per App, SMS oder Anruf – gelöst wird so ein digitaler Parkschein. Die Parkzeit kann ganz nach Bedarf gestoppt oder verlängert werden innerhalb der individuellen Höchstparkdauer. Wird diese überschritten, weil man beispielsweise länger in einem Wartezimmer oder beim „Heimatshoppen“ verweilt, kann von unterwegs mit dem Handy einen neuen Parkvorgang starten. Für diesen Komfort addiert der jeweilige Anbieter einen je nach Unternehmen individuellen Servicezuschlag zur Parkgebühr, die der Nutzer per Bank- oder Kreditkarte bezahlt. Unberührt vom neuen Angebot bleibt die bekannte „Brötchentaste“, mit der man in Stolberg an jedem Parkscheinautomaten für die erste Viertelstunde ein kostenfreies Ticket ziehen kann.

 

Ob für ein abgestelltes Auto eine Gebühr entrichtet wurde, erkennt die Überwachungskraft des Ordnungsamtes, indem sie das Kennzeichen mit einem zentralen System abgleicht. Dazu wurden eigens die Datenerfassungssysteme der Kontrolleure auf Online-Betrieb umgestellt. Somit können die Überwachungskräfte jedes Fahrzeug ohne gültigen Parkschein – egal ob virtuell oder in Papier – protokollieren. Allerdings müssen sie zuerst online auf der Plattform von „Smartparking“ eine Abfrage starten, ob dort ein imaginäres Parkticket gekauft wurde.

 

Knöllchen per Handy zahlen

 

Und wer dennoch einmal ein „Knöllchen“ und dann später die Zahlungsaufforderung durch die Stadt erhält, kann auch in diesem Fall sein Handy einsetzen. Auf den Überweisungsscheinen ist ein QR-Code aufgedruckt, mit dem bargeldlos das Verwarnungs- oder Bußgeld angewiesen werden kann, wenn das Online-Banking des individuellen Geldinstitutes diesen Service bietet. Beibehalten werden die Sepa-Überweisungsscheine als Service für diejenigen, die die neue Technik nicht anwenden wollen. Weitere Details des neuen Serviceangebotes möchte die Stadtverwaltung heute Nachmittag kommunizieren.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Für 1,80 Euro mit dem Bus in die Stolberger Innenstadt

Stolberg erhält einen eigenen City-Tarif . Rückkehr der beliebten früheren Kurzstreckenzone nach starken Fahrgastverlusten. Die Stadt subventioniert.

Frühzeitig vor den Kupferstädter Weihnachtstagen wird die Fahrt mit Bus und Bahn in Stolberg wieder preiswerter. Zum 1. November führt die Kupferstadt einen „City-Tarif“ ein. Damit kann innerhalb der Kernstadt für 1,80 Euro bei der Einzelfahrt bzw. für 6,80 Euro mit dem Vier-Fahrten-Ticket mit Bus und Bahn gefahren werden.

 

Der Stolberger „City-Tarif“ wird von der Stadt mit bis zu 53 000 Euro subventioniert. Die dazu erforderlichen Beschlüsse des Verkehrsausschusses am 21. und des Rates am 27. September gelten als reine Formsache.

 

Aufschrei des Entsetzens

 

Erst als unsere Zeitung vor dem Fahrplanwechsel im Juni 2013 berichtete, was der Aachener Verkehrsverbund (AVV) beschlossen hatte, ging ein Aufschrei durch Stolberg. Die Einführung des „Flugstickets“, mit dem man nur noch vier Haltestellen weit mit dem Kurzstreckentarif von seinerzeit 1,50 Euro fahren kann, führte für viele Stolberger zu einer Fahrpreissteigerung von fast 70 Prozent. Denn von umliegenden Stadtteilen muss man zumeist mehr als vier Haltestellen fahren, um in die Innenstadt zu gelangen.

 

Bis dato war die Kernstadt eine Tarifeinheit gewesen: von Schwarzenbruch über Steinfurt bis zum Donnerberg hinauf, über den Derichsberg bis Vicht und weiter über Büsbach, Münsterbusch bis zum Sebastianusweg – die ehemalige „Kurzstreckenzone 29“. Innerhalb dieser Tarifeinheit konnte man mit Bus und Bahn für 1,50 Euro verkehren. Angesichts der horrenden Preissteigerung auf 2,55 Euro (heute 2,65 Euro) für die Tarifzone 1 kam es zu einem Aufschrei in der Kupferstadt. Allen voran Paul Kirch(CDU) und Rolf Engels reagierten: Sie forderten die Rückkehr zur alten Regelung.

 

Der AVV hielt an seiner Neuregelung fest, reagierte aber auf Druck der Kupferstadt zunächst mit einer Kundenanalyse. Und siehe da: Im Vergleich zu anderen Kommunen verzeichnet der AVV in Stolberg einen gravierenden Einbruch. Der Verlust an Fahrgästen mit 55 000 Fahrten pro Jahr liegt bei 6,8 Prozent.

 

„Busverkehr spielt wichtige Rolle“

 

„Aber der Busverkehr spielt angesichts der Topographie in Stolberg für die Erreichbarkeit der Innenstadt eine wichtige Rolle“, argumentiert Tobias Röhm. In den umliegenden Ortsteilen leben viele Senioren, die auf den Bus angewiesen sind, und viele Bürger haben ihre Besuche in der Innenstadt reduziert, analysiert der Technische Beigeordnete: „Und ein Umstieg auf Autos kann nicht Ziel einer bürgerfreundlichen Kommune und einer klimagerechten Stadtentwicklung sein“.

 

Der Rat beauftragte Röhm mit Verhandlungen mit dem AVV. Die große Koalition stellte im Haushalt für dieses Jahr 60 000 Euro für die Einführung eines „City-Tarifes“ für Stolberg bereit. AVV-Geschäftsführer Hans-Peter Geulen zeigte sich nach einer Diskussion mit dem Verkehrsausschuss im Januar vergangenen Jahres zuversichtlich, zu einer Lösung zu kommen, nachdem die Politiker ihm die Leviten gelesen und auf die Bedeutung einer für die Bürger günstigeren Lösung hingewiesen hatten. Beauftragt wurde die Aachener Ingenieurgruppe IVV, Lösungsmodelle zu entwickeln.

 

Vier-Fahrten-Schein: 6,80 Euro

 

Nach intensiven Verhandlungen mit dem AVV kann Röhm nun folgendes Modell unterbreiten: Die Einzelfahrt innerhalb der früheren „Kurzstreckenzone 29“ – Umsteigen inklusive, aber ohne Rück- und Rundfahrten – kostet als Einzelticket 1,80 Euro und als vier-Fahrten-Ticket 6,80 Euro. Die zeitliche Gültigkeit des Stolberg-Tickets beträgt 40 Minuten ab der Entwertung. Innerhalb der „Kurzstreckenzone 29“ ist es gültig für alle Busse im Linienverkehr sowie für die Euregiobahn zwischen Hauptbahnhof und Altstadt.

 

Das Ingenieurbüro IVV hat die durch die Einführung des Stolberger City-Tarifs bedingten Einnahmeverluste bei den Verkehrsunternehmen nach gängigen und als zuverlässig bekannten Methoden berechnet. Dabei berücksichtigten die Gutachter aufgrund der Attraktivität des Tarifs eine Steigerung der Fahrgastzahlen, die die Mindereinnahmen teilweise wieder kompensieren würden. Bei einer normalen Zuwanderung wird mit Mindereinnahmen von jährlich 53 000 Euro – 49 000 Euro Bus und 4000 Euro Bahn – gerechnet.

 

Mindereinnahmen trägt Stadt

 

Bei einer starken Zuwanderung würden die Mindereinnahmen bei 42 000 Euro – 39 000 Euro Bus und 3000 Euro Bahn – liegen. Die Richtigkeit dieser Annahmen lässt sich erst nach einem Jahr Praxis überprüfen. „Diese Mindereinnahmen sind von der Kupferstadt zu tragen“, sagt Röhm. Die Abrechnung soll dann jährlich anhand der genauen Verkaufszahlen des Stolberger City-Tickets und des Rückgangs bei anderen Fahrausweisarten erfolgen. Details werden durch einen durch den Rat zu beschließenden Vertrag geregelt.

 

„Das neue City-Ticket ist ein weiterer positiver Beitrag zur Steigerung der Attraktivität unserer Innenstadt“, freut sich Tobias Röhm. Und eigens für die Kupferstädter Weihnachtstage hat der AVV die Einführung vom üblichen Fahrplanwechsel im Dezember auf den 1. November vorgezogen.

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Pop-Up-Stores in Stolberg: Dem Leerstand entgegenwirken

Kurzfristige Einzelhandelsgeschäfte, die vorübergehend in leerstehenden Geschäftsräumen betrieben werden, so genannten Pop-Up-Stores, sollen die Kupferstadt aufwerten.

CDU-Ratsmitglied Hans Bruckschen
CDU-Ratsmitglied Hans Bruckschen

Inwieweit können Pop-Up-Stores einer „verkommenen“ Innenstadt helfen?

Bruckschen: Der Eindruck von Verkommenheit entsteht leider durch die Kombination aus Leerstand und Billigangeboten, die es für Eigentümer und Besucher gleichermaßen unattraktiv machen, Geld in der Innenstadt zu lassen. Durch ein lebendiges und wechselndes Angebot kann durch Pop-Up-Stores kurz-und mittelfristig eine Attraktivierung der gefühlten und tatsächlichen Situation der Innenstadt erfolgen. Häufig spielt die Wahrnehmung der Bürger eine zentrale Rolle dabei, ob sie überhaupt noch die Innenstadt aufsuchen. Durch eine wechselnde Veränderung soll das Interesse geweckt werden, sich über bestehende und neue Möglichkeiten in der Innenstadt zu informieren und das Angebot auszuprobieren.

 

Welchen Effekt erhofft man sich, durch das schnelle Öffnen und Schließen von Geschäften?

Emonds: Im Prinzip erzeugt man Fluktuation, die Leerstand überbrückt und längerfristige Mieter überhaupt erst möglich macht. Die Grundidee von Pop-Up-Stores, wie sie in Großstädte funktioniert, mit dem Ziel künstlich Marken zu verknappen und ein besonderes Shoppingerlebnis zu erzeugen, kann hier allerdings nicht die Zielsetzung sein. Der Effekt besteht darin, es einem Gewerbetreibenden so einfach wie möglich zu machen, mit Stolberg in Kontakt zu kommen, um sich vielleicht auch später längerfristig zu binden. Eine Attraktivitätssteigerung unserer Innenstadt ist das Ziel.

 

Wie genau soll dieses Vorhaben in Stolberg genau aussehen?

Bruckschen: In Stolberg können wir auf viele Ladenlokale zurückgreifen, die unterschiedliche Bedürfnisse und Anforderungen bedienen, weil sie leer stehen. Gelingt es, diese Flächen kurzfristig gebündelt in einem Popup-Store-Pool zusammenzufassen und ein einheitliches Verfahren zu entwerfen, kann das für alle gewinnbringend sein. Sowohl der Eigentümer als auch der Gewerbetreibende kann mit begrenztem Risiko und minimiertem Aufwand einen gemeinsamen Versuch wagen. Ziel muss es sein, schnell und ohne großen Aufwand in Lokale einzuziehen, die Nebenkosten zu tragen, zunächst keine Miete zu zahlen, die Geschäftsidee auszuprobieren und dann nach einer vereinbarten Zeit ggf. ein festes Mietverhältnis daraus entwickeln zu lassen. Dieses Prinzip erfordert von allen Beteiligten maximale Flexibilität.

 

Wer kann sich darauf bewerben, in ein leeres Lokal einziehen zu können?

Emonds: Wenn ein einheitliches Konzept über die Wirtschaftsförderung etabliert ist, kann im Prinzip jeder, der ein Gewerbe hat und oder Ideen für eine Geschäftsidee entwickelt, diesen Weg wählen. Mit dem Antrag der CDU soll ein konzeptioneller Rahmen durch die Wirtschaftsförderung geschaffen werden, der Vereinheitlichung und Sicherheit für alle Beteiligten schafft.

 

Wieso sollen Pop-Up-Stores die Stolberger Innenstadt wieder beleben? 

Bruckschen: Jedes neue Geschäft birgt ein Risiko und gerade Stolberg scheint für Ausstehende wenig attraktiv, ein solches Risiko einzugehen. Ein Probeshop bzw. Popup-Store verringert die Hemmschwelle. Momentan müssen wir ganz ehrlich zu uns sein und eingestehen, dass wir kaum noch Anlaufpunkt für langjährig etablierte Einzelhändler sind, aber auch nicht für Neugründer. Der Einzelhandel ist ein hartes Pflaster und das Internet erschwert die Bedingungen für die Geschäftsleute, zudem fehlt in der Innenstadt zunehmend die Kaufkraft vergangener Jahrzehnte und die Ortsteile organisieren sich teilweise selbst oder suchen direkt den Weg in die Nachbarstädte. Wir brauchen also neue Impulse!

 

 

CDU-Stadtverbands- und Fraktionsvorsitzender Jochen Emonds
CDU-Stadtverbands- und Fraktionsvorsitzender Jochen Emonds

Inwieweit haben sich die Stolberger Lokalbesitzer/Vermieter schon zu dieser Idee geäußert?

Emonds: Im Vorfeld hat es bereits Interesse von Vermietern gegeben, allerdings müsste über unseren Antrag hinaus ein stichhaltiges und rechtlich fundiertes Konzept in Zusammenarbeit mit der Verwaltung erstellt werden, damit Interessenten überhaupt eine Zugriffsmöglichkeit haben. Wir müssen jetzt konkret und zeitnah handeln und die frischen Impulse, die unsere Stadt momentan durch unseren Bürgermeister erhält, aufgreifen, um interessant für Gewerbetreibende zu werden.

 

Wie kam die CDU-Stolberg auf diese Idee?

Bruckschen: Die Idee zu diesem Ansatz entstand in der Phase der  Erarbeitung des „Muusbisch Konzepts“  mit Dennis Angermayer im Stadtteil Mausbach. Bei der Recherche für Ideen zum Konzept bin ich in Maastricht in ein Gespräch mit dem Inhaber eines Chocolatiergeschäfts gekommen,  dessen Frau unter gleichem Namen nebenan einen Popup-Store für Dekoration und Möbel eröffnet hatte. Teile dieses Konzepts überzeugten uns und so stellte ich das Konzept und den Antrag auf der CDU Klausurtagung im November vor. Unterstützung in der Ausarbeitung erfolgte durch  die CDU-Arbeitsgruppen Schule, Kultur, Sport und Tourismus und die Arbeitsgruppe Einzelhandel, Stadtentwicklung und Verkehr sowie dem Ratsmitglied Günter Blaszczyk, der bereits einen ersten Breiniger Geschäftsmann für die Idee gewinnen konnte.

 

Warum ist es Ihre Erachtens nach wichtig, die Stolberger Innenstadt auf einen „neuen Weg“ zu bringen?

Emonds: Wir brauchen uns nur umzublicken und müssen uns fragen, warum haben wir bis zur Kommunalwahl keine neue Wege beschritten? Jahrelang hat man bei der Wirtschaftsförderung den Bock zum Gärtner gemacht. Mit der Maßgabe, dass Wirtschafsförderung Chefsache ist, hat sich seit der Kommunalwahl vieles zum Positiven verändert. Hierbei wollen wir jedoch nicht bei den großen Erfolgen der Vermarktung von Camp Astrid aufhören. So arbeiten wir u.a. Stück für Stück an der Talachse-Innenstadt. Die Popup-Stores sollen die Maßnahmen Kaiserplatz und Bastins-Weiher flankieren und Impulse und Anreize schaffen, um den Weg der Neustrukturierung der Innenstadt, den wir als CDU mit unserem Bürgermeisters vorangetrieben haben, zu begleiten. Mit den lebenswichtigen Investitionen in die Innenstadt und den wirtschaftsfördernden Konzepten legen wir den Grundstein für einen Aufwärtstrend. Tun wir das nicht, werden wir bestenfalls eine reine Wohnstadt ohne Perspektive.

 

Welche Gefahren birgt es, wenn sich das Bild der Einkaufsstraße ständig ändert?

Bruckschen: Eine Gegenfrage erscheint hier angebracht: Was passiert, wenn sich das Bild unserer Einkaufstraße nicht ändert? Für die jetzige Situation bietet es keine Gefahr, weil wir schon mitten in der Gefahr sind, im Gegenteil, wir müssen kreativ an unsere Innenstadt ran gehen, ohne Denkverbote zu haben. Es muss sich was tun und vielleicht schaffen wir hier einen Weg über Leerstand oder Lagerfläche für Ausstellungsstücke hinwegzukommen. Wir müssen uns von klassischen Einkaufstraßen der vergangen Jahrzehnte in Stolberg verabschieden, das wird es hier in der Form nicht wieder geben. Dafür wurden in der Vergangenheit auch politisch die falschen Entscheidungen getroffen und noch viel entscheidender: die Kaufkraft der großen Belegschaften existiert schlichtweg hier nicht mehr.

 

Wäre dieses Projekt auch für andere Städte in der Region denkbar, bzw. von Vorteil?

Emonds: Sicherlich ist das zu konzipierende Verfahren auch andernorts adaptierbar und kann vielleicht auch noch lukrativer umgesetzt werden. Ich denke aber, dass Stolberg hier von anderen Städten lernen kann und warum sollen wir nicht in kleiner Variante von Maastricht lernen, wo dies stärker praktiziert wird. Wir positionieren uns gerade mit Tim Grüttemeier ganz neu in der Region, die Wahrnehmung von außen wird positiver. Lasst uns das neue Image und das Aufhorchen der Nachbarn nutzen und zeigen, dass sich auch in diesem Bereich etwas in Stolberg tut.

 

Welche Rolle spielt der Einzelhandel für eine Gesellschaft?

 

Bruckschen: Der Einzelhandel ist in der Gesellschaft elementar, aber er befindet sich in der Zwickmühle. Wir erwarten beim Besuch der Stadt schöne Läden, vielleicht sogar Läden, die uns an die Kindheit denken lassen: Abwechslung, Angebote, Service und einen Flair, der zum Flanieren und Schlendern einlädt. Gleichzeitig sind viele auf der Jagd nach Schnäppchen, großer Auswahl und dem Gold- und Primestatus bei großen Versandunternehmen, die ihr Geschäft online abwickeln. Die Bevölkerung zieht durch die eigene Bequemlichkeit die Finanzkraft aus dem Einzelhandel, der abwandert und uns noch mehr animiert, im Internet zu bestellen, weil es in Stolberg immer weniger gibt. Wir müssen also gemeinsam mit dem Einzelhandel Bedingungen entwicklen, die es ermöglichen, einen Spagat zwischen diesen beiden  Bedürfnissen zu schaffen. Auch da gibt es Konzepte anderer Städte, die für den Einzelhandel der Stadt eine eigene Onlineeinkaufsplattform schaffen und mit regionalen Dienstleistern die Ware ausliefern. Auch diese Idee wollen wir positiv begleiten, um Vorreiter in der Region zu werden.

CDU fordert Kino für Stolberg

Die Verwaltung soll nun auf Antrag der CDU Fraktion prüfen, ob die Ansiedlung eines Kinobetreibers möglich ist.

Die Verwaltung wurde vom Haupt- und Finanzausschuss sowie vom Rat in seiner letzten Sitzung einstimmig beauftragt, zu prüfen, ob es möglich ist, einen Kinobetreiber nach Stolberg zu holen.

 

Die Idee hierzu war in der Arbeitsgruppe für Schule, Kultur, Sport und Tourismus der CDU Stolberg entstanden. „Es ist sinnvoll, Stolberg und die Eifel mit einem eigenen Kino- und Eventzentrum zu versorgen“, betont der Arbeitsgruppenvorsitzende, Ratsmitglied Hans Bruckschen. „Wir haben deshalb angeregt, dass relevante Standorte ermittelt und potenzielle Betreiber kontaktiert werden, um den Menschen in der größten Stadt der Städteregion nach Aachen ein attraktives Kultur- und Freizeitprogramm zu bieten, ohne dass sie nach Aachen, Alsdorf oder Düren ausweichen müssen.“

 

Als möglichen Betreiber hat die CDU die UCI Gruppe ins Auge gefasst. Die United Cinemas International (UCI bzw. UCI Kinowelt) ist ein Kinounternehmen, das zur Odeon & UCI Cinemas Group gehört.

 

„Der Betreiber UCI gehört zu einem der größten Anbieter in Deutschland und ist in Westdeutschland insbesondere in Großstädten wie Köln, Düsseldorf, Neuss und Duisburg vertreten, allerdings in unserer Region noch unterrepräsentiert“, erklärt der CDU-Partei- und Fraktionsvorsitzender Jochen Emonds.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

CDU Initiative! - Boulebahn im Gradopark saniert und wiedereröffnet!

Zeitungsanzeige der CDU Stolberg im August 2016.

Sanierungskonzept für 22 städtische Gebäude

Bis Ende 2017 soll ein Architekturbüro Ideen geben, wie man weiter Energie einsparen kann. Stolberg bekommt Förderung vom Bund in Höhe von 95 000 Euro.

Von links: Der Technische Beigeordnete Tobias Röhm, der Klimaschutzmanager Georg Trocha, und der Abteilungsleiter Hochbau Ulrich Coopmann Foto: Kupferstadt Stolberg
Von links: Der Technische Beigeordnete Tobias Röhm, der Klimaschutzmanager Georg Trocha, und der Abteilungsleiter Hochbau Ulrich Coopmann Foto: Kupferstadt Stolberg

Für 22 städtische Gebäude soll es bis Ende 2017 ein Sanierungskonzept geben. Das teilt die Stadt Stolberg mit. Sie kann den Sanierungsplan im Rahmen der nun bewilligten Förderung vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau- und Reaktorsicherheit (BMBU) angehen. Dass der Klimaschutz in der Stadt nun für die städtischen Gebäude angegangen werden kann, begrüßen vor allem der Technische Beigeordnete der Stadt, Tobias Röhm, und Klimaschutzmanager Georg Trocha. Die Erstellung der beiden Klimaschutzteilkonzepte „klimafreundliche Mobilität“ und „Klimaschutz in eigenen Liegenschaften und Portfoliomanagement“ wird bei einer Förderquote von 70 Prozent mit insgesamt etwa 95 000 Euro vom BMBU gefördert.

 

„Die Sanierung und der Unterhalt der städtischen Liegenschaften bindet jedes Jahr Haushaltmittel in Höhe von mehreren Millionen Euro“, sagt Tobias Röhm. Ziel sei es, nun mit dem Fördergeld den bereits in den vergangenen Jahren eingeschlagenen Weg, Gebäude in der Stadt energetisch zu sanieren, weiterzugehen und die Betriebskosten weiter zu senken.

 

Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative existieren je nach baulicher Maßnahme Förderquoten zwischen 31 und 65 Prozent, wodurch der städtische Haushalt pro Jahr schnell durch sechsstellige Fördersummen entlastet werden kann, wie nun auch in Stolberg der Fall. „Damit betreiben wir Klimaschutz, erhöhen den Wert unserer Gebäude und entlasten dauerhaft den Haushalt“, sagt Röhm.

 

Das Sanierungskonzept umfasst in einem ersten Schritt insgesamt 22 Gebäude und wird mit Hilfe eines Ingenieurbüros bis Ende 2017 erstellt. Für jedes betrachtete Gebäude wird ein genauer Sanierungsfahrplan erstellt. Dieser beinhaltet priorisierte Sanierungsoptionen für die einzelnen Bauteile inklusive der Berechnung der jeweiligen Kosten und Energieeinsparpotenziale.

 

Der Einsatz erneuerbarer Energien wird ebenfalls geprüft. Das Sanierungskonzept dient für die nächsten fünf bis zehn Jahre als strategische Entscheidungsgrundlage für die energetische Sanierung der städtischen Gebäude. „Das Sanierungskonzept liefert uns wichtige Informationen über die aktuellen energetischen Ausgangslagen der betrachteten Gebäude und dient der Weiterentwicklung unseres Energiemanagements.“, sagt Klimaschutzmanager Georg Trocha. „Anhand der gebäudebezogenen Sanierungsfährpläne können wir zielgerichtet Maßnahmen zur Energieeffizienz und zum Einsatz erneuerbarer Energien umsetzen, einen wichtigen Beitrag zu Ressourcenschutz leisten und unserer Vorbildfunktion gerecht werden.“

 

Mit der Erstellung des Sanierungskonzeptes wird die Umsetzung und Fortschreibung des Integrierten kommunalen Klimaschutzkonzeptes der Kupferstadt Stolberg (IKSK) vorangetrieben.

 

In Zusammenarbeit mit der Abteilung Hochbau wird Georg Trocha die Erstellung des Konzeptes begleiten und prüfen welche Maßnahmen förderfähig sind.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Kupferpavillon: Der erste Bagger ist da!

Aushebungsarbeiten auf Kaiserplatz gestartet.

Beginn der Aushebungsarbeiten am Kaiserplatz. Foto: S.-L. Gombert
Beginn der Aushebungsarbeiten am Kaiserplatz. Foto: S.-L. Gombert

Etwa drei Wochen, nachdem die Baugenehmigung erteilt worden ist, haben jetzt die Arbeiten am Kupferpavillon auf dem Stolberger Kaiserplatz begonnen. Doch bevor das 1,5-Millionen-Euro-Projekt des Aachener Gastronoms Alo Irfan Yüce in die Höhe wachsen kann, wird erst einmal noch in die Tiefe gebuddelt: Seit Mittwoch macht sich die Firma DS Projektbau daran, den belasteten Boden unterhalb der zukünftigen Gastronomie auszuheben.

 

„Ende des Monats werden dann noch mal Sondierungsarbeiten stattfinden“, sagt Drazen Luzusicvon DS Projektbau. Das heißt, der Boden wird unter anderem noch nach Kampfmitteln abgesucht. Bis Ende der Woche wird der kleine Bagger von DS Projektbau aber erst mal noch weiter Erde umschaufeln.

 

Der Kupferpavillon entsteht im Rahmen der Sanierung des Kaiserplatzes in enger Abstimmung mit der Stadt Stolberg. Im Frühjahr 2017 sollen die ersten Gäste auf dem Platz ihren Kaffee trinken können. Investor Yüce, der den Pavillon auch betreiben wird, führt in Aachen unter anderem die Restaurants „Magellan“ an der Pontstraße und „Living Room“ am Büchel.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Parkhaus am Stolberger Hauptbahnhof kommt bald

Baubeginn für das 3,1-Millionen-Projekt im Oktober. Nach Fertigstellung wird es 377 statt 166 kostenlose Parkplätze geben.

Im Mai kommenden Jahres wird es am Stolberger Hauptbahnhof deutlich mehr Parkplätze geben als derzeit: Das von der Stadt geplante Park-and-ride-Parkhaus (wir haben mehrfach berichtet) soll ab Oktober in Bau gehen und im Mai 2017 fertig sein. Der Bau- und Vergabeausschuss der Stadt hat in seiner jüngsten nichtöffentlichen Sitzung den Bau des schlüsselfertigen Gebäudes vergeben.

 

Der Ausschuss hat entschieden, dass es in dem Parkhaus einen sogenannten Zweirichtungsverkehr geben wird. Das bedeutet, dass die Rampen zwischen den unterschiedlichen Ebenen in zwei Richtungen genutzt werden können. „So gewinnen wir Parkraum hinzu, weil wir keine zusätzlichen Rampen einbauen müssen“, erläutert Tobias Röhm, technischer Beigeordneter der Stadt Stolberg, im Gespräch mit unserer Zeitung.

 

Das neue Parkhaus entsteht, weil nach Ansicht der Stadt rund um den Bahnhof erhöhter Parkdruck herrscht. „Die Stellplätze werden vor allem von Pendlern genutzt, die von Stolberg aus mit der Bahn in Richtung Aachen oder Köln fahren“, erklärt Tobias Röhm.

 

Parallel zum neuen Parkhaus der Stadt Stolberg baut die Deutsche Bahn eine Fußgängerbrücke zu den mittleren Gleisen im Bahnhof. Dieser Überweg, der direkt an das Parkhaus anschließen soll, wird barrierefrei angelegt. Rollstuhlfahrer können somit den Bahnsteig und auch alle Ebenen des Parkhauses über einen neuen Fahrstuhl erreichen.

 

Insgesamt werden nach Abschluss der Bauarbeiten 377 kostenlose Parkmöglichkeiten im Parkhaus (284 Stellplätze) und auf dem angrenzenden Parkplatz (93 Stellplätze) zur Verfügung stehen. Zum Vergleich: Auf dem Parkplatz, wie es ihn jetzt noch gibt, sind insgesamt 166 Stellplätze für Autos vorhanden. „Während der Bauarbeiten werden die Parkmöglichkeiten natürlich eingeschränkt“, erklärt Tobias Röhm. Allerdings werde es während der Bauphase Ersatzparkplätze an der Probsteistraße geben.

 

Rund 3,13 Millionen Euro kostet das Parkhaus-Projekt, einen Großteil der Summe zahlt der Zweckverband Nahverkehr Rheinland.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Camp Astrid: Firmen verdreifacht, Fläche verzehnfacht

20. Ansiedlung steht bevor: Entwicklung des Gewerbegebietes Camp Astrid innerhalb von zwei Jahren. 10,7 Hektar vermarktet.

Der obere Teil des Gewerbegebietes Camp Astrid füllt sich mit neuen Ansiedlungen. Mittlerweile sind 10,7 von 23 Hektar Gewerbefläche vermarktet. Vier freie Hektar an der Bahnlinie weisen großes Potenzial für die Logistikbranche auf. Foto: J. Lange
Der obere Teil des Gewerbegebietes Camp Astrid füllt sich mit neuen Ansiedlungen. Mittlerweile sind 10,7 von 23 Hektar Gewerbefläche vermarktet. Vier freie Hektar an der Bahnlinie weisen großes Potenzial für die Logistikbranche auf. Foto: J. Lange

In ein paar Tagen hat Michael Eßers wieder einen Notartermin. Der sorgt dann voraussichtlich für eine runde Zahl: Mit der Unterschrift wird die 20. Ansiedlung eines Unternehmens im Gewerbegebiet Camp Astrid Realität, sagt der Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft.

 

Eine rasante Entwicklung: Vor zwei Jahren belegte hier lediglich eine Handvoll Firmen einen Hektar Fläche. Mittlerweile hat sich die Anzahl von Unternehmen verdreifacht, die Fläche verzehnfacht: 10,7 von insgesamt 23 Hektar nutzbare Fläche in dem 40 Hektar großen Waldgebiet sind vermarktet. Entlang von Flämischem und Wallonischem Ring entstehen immer mehr Industriebauten, und auch die Königin-Astrid-Straße wird zunehmend eine gefragte Adresse. Dort lässt sich aktuell an einem Seitenarm auf 1550 m2 Gerüstbau Lück nieder. Weiter oberhalb zwischen Wurstfabrikant Martino Winkes sowie Transportunternehmer und Fahrzeughändler Peter Hamers füllt Metallbau Derjung mit 3000 m2 die Lücke. Ein Stück weiter lässt sich Caterer „Die Ente“ auf 1600 m2 nieder. Werkzeugbauer PSE feierte jüngst Spatenstich auf 1200 m2 nebst Erweiterungsfläche. Photovoltaik, Metallbau, Werkzeugmaschinen, Bausanierung, Zimmerei, Autoveredler, Lederrestaurator, Hochbau- und Tiefbau, Gebäudetechnik, Planungsleistungen: Das Spektrum unterschiedlicher Branchen kann sich bereits sehen lassen.

 

Ein weiterer Impuls wird erwartet, wenn das Produktionsserviceunternehmen „Aachen Institute for Nuclear Training GmbH“ (Aint) am Wallonischen Ring expandiert. Die Unternehmer Dr. Andreas Havenith und Dr. John Kettler haben den Firmensitz zwischenzeitlich von Aachen ins Stolberger Dienstleistungszentrum verlegt und möchten etwa zweieinhalb Millionen Euro auf einer Fläche von rund 3500 Quadratmetern investieren. Sie sind in der Forschung und Entwicklung sowie in der Aus- und Fortbildung im Bereich der Kerntechnik tätig und beraten zudem die Atomwirtschaft. In der Kupferstadt wollen sie vor allem ihren Geschäftszweig „Entwicklung innovativer Messtechnik“ weiter ausbauen. Es ist zwar das erste Unternehmen, das sich im Innenbereich des Wallonischen Rings ansiedeln will, aber nicht das einzige. „Wir haben eine Reihe weiterer Anfragen von Interessenten“, berichtet Eßers. Immerhin kann der Wirtschaftsförderer auf weitere 15 feste Reservierungen für gut 35 000 m2 Gewerbefläche verweisen.

 

Zwei Drittel von außerhalb

 

„Zur Struktur der Anfragen ist anzumerken, dass derzeit zwei Drittel der reservierungsbegünstigten Unternehmen bisher keinen Standort in der Kupferstadt vorhalten“, so Eßers weiter, „und somit die Stolberger Unternehmerlandschaft als Neuansiedler und Zugewinne bereichern würden.“ Die an einem Standort im Camp interessierten Unternehmer stammen aus den Branchen Maschinenbau, Messtechnik, Handel, Dienstleistung, Schulung und Handwerk.

 

Alleine in diesem Jahr hat Michael Eßers mit nahezu 20 Firmeninhabern Gespräche geführt und das Gewerbegebiet präsentiert. Nur drei der Unternehmer, die angefragt hatten, zeigten danach kein Interesse mehr. Vier Kunden waren überzeugt. „Sie reservierten eine Fläche und planen derzeit ihre neue Betriebsstätte“, sagt Eßers. Die Vermarktungslage ist weiterhin positiv, freut sich der Geschäftsführer: „Dieser Stolberger Standort wird regional positiv wahrgenommen.“

 

Dazu tragen sicherlich auch die Bemühungen um einen Ausbau des Umfeldes des nahen Hauptbahnhofes als Euregio Railport – als regionaler Güterumschlagplatz und Hinterlandterminal der Nordseehäfen – bei.

 

Filetstück für die Logistik

 

Für eine solche Nutzung besonders interessant sind vier Hektar noch ungenutzte Fläche direkt an der Bahnlinie zwischen Aachen und Köln, für die ein direkter Gleisanschluss reaktiviert werden kann. Früher nutzte das belgische Militär den Teil des Camps zum Umschlag ihrer Güter von der Schiene auf die Straße. Auch heute wird diesem „Filetstück“ ein großes Potenzial für die Logistikbranche zugeschrieben. Ein weiteres Plus des Gewerbegebietes Camp Astrid ist, dass es seit diesem Mai ans schnelle Internet angeschlossen ist – ein wichtiges Argument für Firmen. 

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Einzelhandel soll sich breiter aufstellen

Bei der Sommertour in Stolberg rät MdB Helmut Brandt zu einer zusätzlichen Online-Präsenz.

Helmut Brandt MdB bei seiner Sommertour in Stolberg hier mit Ralf Wallraven, Karina Wahlen und Axel Wirtz MdL (v.l.) Foto: J. Lange
Helmut Brandt MdB bei seiner Sommertour in Stolberg hier mit Ralf Wallraven, Karina Wahlen und Axel Wirtz MdL (v.l.) Foto: J. Lange

Die Entwicklung im Einzelhandel gibt Helmut Brandt derweil zu denken. „Die klassischen Strukturen müssen sich heutigen Anforderungen öffnen“, sagt der 65-Jährige, der als Justiziar Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes der CDU-Bundestagsfraktion ist. Dabei zielt das Mitglied im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz auf das Internet. „Neben dem stationären Geschäft vor Ort sollten die Kaufleute zunehmend online ihre Waren und Dienstleistungen anbieten“, sagt Brandt.

 

Tourismus bringt Umsatz

 

So könnten sie sich nicht nur ein zusätzliches Standbein verschaffen, sondern der ohnehin zunehmenden Konkurrenz durch den Online-Handel begegnen. Eine Argumentation, die Landtagsabgeordneter Axel Wirtz und die stellvertretende Bürgermeisterin Karina Wahlen, die den Abgeordneten bei seiner Sommertour begleiten, nur unterstreichen können. „Im Internet kann man ja recherchieren, aber beim heimischen Handel sollte man dann ordern“, sagt Wirtz. Voraussetzung sei natürlich, dass die Geschäfte den Service der Beschaffung oder einer Online-Bestellung auch anbieten würden. „Wer das heute nicht tut, dem entgehen geschäftliche Chancen“, unterstreicht Helmut Brandt.

 

Wie das auch in Stolberg funktionieren kann, erläutert in der Bodega im Kupferhof Alter Markt Christian Clément. Neben dem klassischen Verkauf und Verköstigungen werden beispielsweise Bestell-, Liefer- und Versandservice angeboten. Clément kooperiert mit lokalen Restaurants und Gaststätten, engagiert sich bei Festivitäten in der Kupferstadt, bringt mit Events immer wieder Abwechslung. Das lockt Kunden an, die die Gastfreundschaft des Wahlstolbergers zunehmend schätzen lernen. „Ein erfolgversprechendes Modell“, sagt Brandt. Gezielte Neuerungen versprächen Aufmerksamkeit. Wie das von professioneller Seite gehandhabt werden kann, präsentierten Tamara Patrcevic und Susanne Kaivers-Gerads von der Agentur „Oecher Design“, die mit der „Kupfer in den Adern“-Kampagne für Aufmerksamkeit gesorgt hat und neue Publikationen für die Stadt herausgibt.

 

Modell für die Nahversorgung

 

Mehr Aufmerksamkeit auf die touristischen Besonderheiten der Kupferstadt lenken möchte Jürgen Gerres, der jüngst die Leitung der Stolberg-Touristik übernommen hat. In Helmut Brandt fand er als stellvertretendem Mitglied im Ausschuss für Tourismus des Bundestages einen interessierten und versierten Gesprächspartner. Eine erfolgreiche Intensivierung der touristischen Vermarktung stärke die lokale Geschäftswelt.

 

Einen anderen Ansatz, die Nahversorgung in ländlichen Gebieten zu erhalten, lernte Brandt im „Vichter Dorfladen“ kennen. Den Erhalt der Nahversorgung hatten die Bewohner vor zwei Jahren mit dem eigenen Laden und Café nach Schließung sämtlicher Geschäfte selbst auf die Beine gestellt. Dabei ist mehr entstanden als eine Verkaufs- und Lottoannahmestelle. Der Dorfladen ist sozialer Treffpunkt, hier kommt man zusammen, tauscht Neuigkeiten aus, erlebt Dorfgemeinschaft, berichtet Rudolf Vanderhuck als stellvertretender Vorsitzender des Trägervereins. „Das ist ein schönes Beispiel für eine aktive Dorfgemeinschaft“, sagt Brandt. Der Vichter Dorfladen ist ein Vorbild für andere Ortschaften, in denen es keine Nahversorgung mehr gibt“.

 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung