Aktuelles

Hier finden Sie aktuelle Nachrichten rund um die CDU Stolberg. Der CDU Stadtverband mit seinen Vereinigungen, Ortsverbänden, Arbeitsgruppen und die CDU Fraktion im Rat der Stadt informieren Sie.

Aktuelles unter Facebook

Fr

27

Feb

2015

Bürgermeister Dr. Grüttemeier unterstützt Demonstration für den Erhalt der Stolberger Notfallpraxis am 02.03.2015

Seit einigen Wochen verunsichern Medienberichte über eine mögliche Schließung der Notfallpraxis in Stolberg die Bevölkerung. Den Plänen der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein stellt sich in der Kupferstadt nun ein breites Bündnis aus Bürgern, Vereinen und anderen Institutionen entgegen. Bürgermeister Dr. Grüttemeier unterstützt die engagierten Bürgerinnen und Bürger und lädt die Öffentlichkeit dazu ein, den für Montag, den 02.03.2015 um 17.15 Uhr angemeldeten Demonstrationszug vom Kaiserplatz zum Betlehem Krankenhaus zu unterstützen.

 

„Schon seit November befinden wir uns von Seiten der Verwaltung und der Politik in einem intensiven Dialog mit der Kassenärztlichen Vereinigung und haben die Bedeutung der Notfallpraxis für die Menschen in Stolberg bereits nachdrücklich unterstrichen.“, erklärt Bürgermeister Dr. Grüttemeier. „Die Entscheidung zur Schließung der Notfallpraxis in der Kupferstadt als der größten Kommune des ehemaligen Kreises Aachen ist falsch. Das zeigt auch der für Montag angekündigte Protestzug der Bürgerinnen und Bürger, der den Druck auf die Kassenärztliche Vereinigung deutlich erhöhen wird.“

 

Die Idee für den Demonstrationszug geht zurück auf eine Initiative der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Stolberg Mitte und wird getragen von zahlreichen Vertretern von Politik und Bürgerschaft.

 

Am Montag, dem 02.03.2015 sind die Bürgerinnen und Bürger dazu eingeladen und aufgerufen, sich um 17.15 Uhr am Kaiserplatz zu treffen und am Demonstrationszug zum Betlehem Krankenhaus zu beteiligen.

Do

26

Feb

2015

Versprochen - Gehalten: Startschuss zum Breitband-Ausbau in Stolberg

Auf diesen Moment hat Thomas Rissmeyer (r.) als Initiator der Initiative „Breitband jetzt“ gewartet: Herbert Müller (Telekom / v.l.), Frank Gilles (Stadt), Dieter Wolf (SPD), Jochen Emonds (CDU), Bürgermeister Tim Grüttemeier und Anja Oppermann (Telekom) geben in Vicht den Startschuss zum Breitband-Ausbau in Stolberg. 

Startschuss für den Ausbau des Breitbandnetzes durch die Telekom. 26 985 Haushalte können zum Jahresende davon profitieren.

Es sind 26 985 Haushalte im Bereich der Stolberger Vorwahl 02402, die zum Jahresende vom schnellen Internet der Telekom profitieren können. Gestern erfolgte am Vichter Burgberg der Spatenstich zum Ausbau des Breitbands nach dem Vectoring-Prinzip. Dabei werden von den drei Schaltzentralen der Telekom in der Innenstadt, in Breinig und am Nachtigällchen Glasfaserverbindungen zu 146 Multifunktionsgehäusen geschaffen. Dort werden die optischen in elektrische Signale gewandelt, die per Kupferleitung in die Häuser getragen werden. Damit werden Anschlüsse mit bis zu 100 Megabit/Sekunde im Download ermöglicht, was der Kupferstadt den Weg in die digitale Zukunft ermöglichen soll.

Dazu werden 50 Kilometer Glasfaser eingezogen, auf 20 Kilometer wird dafür Tiefbau erforderlich sein, erklärte Telekom-Sprecherin Anja Oppermann am Vorabend im Hauptausschuss. Nach dem Baubeginn in Vicht folgen die Arbeiten in Zweifall und im weiteren Stadtgebiet. Wenn die neue Technik zum Jahresende installiert und geprüft ist, kann der neue Anschluss bei der Telekom beantragt werden.

Für die Vorwahlbereich 02408 und 02409 kündigte die Telekom den Versorgungsausbau bis spätestens Ende 2017 an. Für die Ortslage Werth soll ein Förderantrag an das Land NRW auf den Weg gebracht werden, kündigte es Breitbandberater Helmut Frauenkron an. Dazu werde der Fachausschuss bereits auf seiner Sitzung am 24. März eine öffentliche Ausschreibung verabschieden. Bis Anfang Juni müssten Angebote vorliegen, auf deren Basis der Zuschussantrag gestellt werden könne.

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Di

24

Feb

2015

Der Entwurf für den neuen Kaiserplatz ist fertig!

Mehr Platz auf dem Kaiserplatz unter weitgehendem Erhalt seiner aufwendigen Pflasterung, zusätzliche Parkplätze, Bistro und Spielgeräte. Die kleine Ideenskizze kommt dem Entwurf bereits sehr nahe.Foto: J. Lange
Mehr Platz auf dem Kaiserplatz unter weitgehendem Erhalt seiner aufwendigen Pflasterung, zusätzliche Parkplätze, Bistro und Spielgeräte. Die kleine Ideenskizze kommt dem Entwurf bereits sehr nahe.Foto: J. Lange

„Es gab super tolle Ideen“. Tobias Röhm kommt richtig ins Schwärmen, wenn er über die Planungswerkstatt zum Kaiserplatz plaudert. Jede Menge konkrete Anregungen lieferten die Bürger vor vier Wochen.


Drei Ideenskizzen hatte die beauftragte Planerin Andrea Winterscheid als Gedankenanregung unterbreitet. Damit man sich vorstellen kann, was machbar sein könnte. Dann griffen die gut 50 engagierten Stolberger zu Papier und Bleistift und legten selber los. So kam eine ganze Palette von Anregungen zusammen – teils ergänzend, teils konträr, aber in einem Punkt immer einig: Der Kaiserplatz ist und soll weiterhin ein würdevolles Zentrum der Kupferstadt sein, aber auch ein Platz, der für Veranstaltungen besser nutzbar ist und auch dank einer Außengastronomie belebter sein soll.


Und das wird er auch sein können, wenn man auf den Entwurf blickt, den Andrea Winterscheid nach umfangreicher Auswertung der Anregungen der Bürgerschaft mittlerweile erarbeitet hat. Auf der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung am 5. März (Rathaus, ab 18 Uhr) wird die Entwurfsplanung der Politik zu Entscheidung vorgelegt.


Der Entwurf orientiert sich an dem symmetrischen und achsialen Aufbau der vorhandenen Gestaltung. Die Pflasterbänder, die den Platz in zwei harmonisch abgestimmte Teile gliedern, sollen erhalten bleiben. Raum – für Veranstaltungen, Festzelte und Märkte – wird dadurch gewonnen, dass die inneren Pflanzbeete entfernt werden. Die heute dort wachsenden Bäume sind jung genug, um an anderer Stelle wieder eingesetzt werden zu können. Auch im hinteren, bislang düster wirkenden Bereich sollen die inneren Beete entfernt werden, um Raum, Licht und Luft zu schaffen. Auch zwei Linden sollen dort an der Achse weichen, um einen Blick auf das alte Gymnasium zu gewähren. Dies ist auch der historische Mittelpunkt der alten Platzanlage um 1890, ein Punkt, der durch eine Stele hervorgehoben werden könnte.


Im Kreuzungspunkt der querenden Achsen, etwa dort, wo heute der Brunnen ist, sollen weiterhin Wasserspiele sein – jedoch weniger dominant, aber unter Verwendung des derzeitigen Materials. Weiterhin besteht die Möglichkeit in die Achse das Wasserspiel durch in den Boden eingelassene Sprudler zu ergänzen.


Im hinteren Viertel zur alten Post hin ist der Standort für ein transparentes Bistro mit Außengastronomie. Deshalb dort, weil die Sonne optimal ausgenutzt werden kann, eine Aussicht auf das Geschehen mit Sichtbeziehung zum Rathaus und der vordere Kaiserplatz für Veranstaltungen frei bleibt. Vor dem Bistro soll sich eine Terrassenfläche bis zur gegenüber liegenden Seite in Richtung Drummen-Villa hinziehen. Auf dem dortigen Platzviertel könnten wenige kleinkronige Bäume mit begehbarer Baumscheibe die an die Tuilerien erinnernde historische Gestaltung aufgreifen. Auf der hinteren Platzhälfte sollen Spielmöglichkeiten für Kinder geschaffen werden. Auch eine Boule-Bahn ist angedacht.

Auf der etwas größere Hälfte zwischen Wasserspielen und Rathaus sollen die aufwendigen Pflasterungen erhalten bleiben. An beiden Enden des Platzes (zur ehemaligen Fahrbahn der Rathausstraße hin) sollen jeweils kleine Plätze mit einem neuen Belag entstehen. Für die Seite zur Apotheke als Entree sind eine Infosäule und Sitzwürfel angedacht. Gegenüber soll weiterer Platz für die Außengastronomie der Eisdiele angeboten werden. Weitere Sitzgelegenheiten sind entlang der verbleibenden Beete sowie an der Stirnseite und bei den Wasserspielen vorgesehen.


Ein völlig neues Beleuchtungskonzept – die umliegenden historischen Fassaden werden dabei integriert – wird die bisherigen Straßenlaternen überflüssig machen, so dass die Nutzbarkeit des Platzes verbessert wird. Außerdem sollen für Veranstaltungen erforderliche Versorgungsleitungen bei der Neugestaltung integriert werden.


Die Unterpflanzung der Bäume in den verbleibenden Beeten soll komplett erneuert werden mit Ziergräsern und blühenden Bodendeckern. Fünf der alten Kastanien sind so krank, dass sie entfernt werden müssen. Drei werden ersetzt durch Bäume aus der inneren Reihe. Zwei dieser Standorte entfallen zugunsten der beiden neuen Platzenden. Außerdem sind zusätzliche Parkplätze entlang der Straße an der Stirn und Seite des Kaiserplatzes vorgesehen.


Mit grob 530 000 Euro ist der Umbau im Entwicklungskonzept beziffert. Dem Plazet des Ausschusses folgt eine konkrete Kostenberechnung, damit Ende März der Förderantrag gestellt werden kann. Nach der Bewilligung stehen Ausführungsplanung, Ausschreibung und Vergabe an, so dass mit einem Baubeginn zum Jahresende gerechnet wird.


Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Mo

23

Feb

2015

Einheitliches Bild mit individueller Note

Gratulation mit Kind und Kegel: Den Kölner „Club L 94“ hat das Preisgericht einstimmig als Wettbewerbssieger nominiert.
Gratulation mit Kind und Kegel: Den Kölner „Club L 94“ hat das Preisgericht einstimmig als Wettbewerbssieger nominiert.

Einheitliches Bild mit individueller Note

So wird das Quartier Frankental attraktiver. Landschaftsarchitekten des „Club L 94“ gewinnen den Wettbewerb.


Phelina verfolgt die glückliche Stunde ihrer Eltern im Kinderwagen, Mathilda darf schon mit auf die Bühne im Rittersaal, als Burkhard Wegener und Jörg Homann mit ihren Partnerinnen Jana und Antje die Gratulation von Tim Grüttemeier und Tobias Röhm entgegennehmen und freudestrahlend den Applaus des Publikums genießen. Einstimmig hatte am Vorabend das Preisgericht die Entwürfe der Kölner Landschaftsarchitekten vom „Club L 94“ beim Gestaltungswettbewerb für das Quartier Frankental auf das Siegerpodest (wir berichteten) gehoben, unterstreichen nochmals der Bürgermeister und der Technische Beigeordnete in ihrer Laudatio.


Freiräume mit eigenen Themen

Die acht teilnehmenden Büros haben es der Jury nicht leicht gemacht. Als ihr Vorsitzender stellt Professor Rainer Sachse aus Düsseldorf das hohe Niveau der Arbeiten heraus. Intensiv haben sich die Planer mit den Stolberger Gegebenheiten und der Geschichte befasst. Und beim wiederholten Rundgang durch die Präsentation der Entwürfe entdeckt der Betrachter – ebenso wie das Preisgericht – immer wieder neue Aspekte, Ansichten und Ideen, die abgewogen und diskutiert werden. Sie alle bieten unterschiedliche, aber nicht minder reizvolle Sichtweisen auf das Ensemble von Wiese, Weiher und Flora mit der schneidenden Rathausstraße.

So hat beispielsweise ein Büro dem Weiher einen flotten Sandstrand verpasst. In einem anderen Plan wird die Flora zu einem großen Teil der Wasserfläche zugeschlagen. Eine weitere Idee sind großflächige (großstädtische) Treppenstufen von der Rathausstraße zum Weiher. Und ein gänzlich veränderte Erscheinung des gewohnten Bildes lieferten Planer aus Amsterdam, die für die Wiese Frankental eine üppige Natur mit einem Bistro in die Innenstadt holten. Auf solch eine Außengastronomie setzt auch Landschaftsarchitektin Andrea Winterscheid, die die Umgestaltung des Kaiserplatzes federführend betreut, in diesem Quartier aber nicht unter die Preisträger kam. „Wettbewerbe sind immer spannend“, zollt die Mausbacherin den Gewinnern aus Köln ihren Respekt.

Ihr Ziel ist es, den „verschiedenen Freiräumen eigene Themen zu verleihen und sie zu einem Ensemble mit hoher Aufenthaltsqualität ablesbar zu machen“, sagt Wegener. Während die direkt an der Rathausstraße gelegenen Bereiche – wie die Wiese Frankental und das Westufer des Weihers offen und repräsentativ gestaltet werden, locken die Freiräume östlich der Wasserfläche als Park – wobei sich die Beziehungen von Weiher und Wegen an den Fluchten der umgebenden Bebauung und dem Alltag orientieren. So sehen die Kölner für den Schulweg vom Mühlener Bahnhof einen Steg über den Weiher mit klarer Wegeführung durch die neue Flora zur Brücke über den Vichtbach vor, wo auch eine Terrasse angedacht ist.

Die Einfassung des neuen Weihers wird mit einem durchgehenden Sockelstein betont, die Uferzone flach abfallend ausgebildet, so dass auf ein Geländer verzichtet werden kann. Blühende Wasserpflanzen sollen der Randzone Attraktivität verleihen, „so dass ein Sitzen am Ufergarten besondere Qualitäten hat“, unterstreicht Homann. Das Erlebnis Wasser erreicht man über unterschiedliche Zugänge. Beispielsweise an der sonnigen Nordseite über eine hölzerne Teichterrasse, die ausreichend Raum für Außengastronomie lässt, oder durch Sitzblöcke in der östlichen Rasenböschung des Weihers.


Mühlenspielplatz und Terrasse

Entlang der Rathausstraße soll eine Baumpromenade die Raumkante zum Weiher formen – ein Schattendach für Besucher mit attraktivem Sitzbereich mit Bänken und ergänzt durch Spielmöglichkeiten. Der „Mühlenspielplatz“ für Kleinkinder – etwa gegenüber dem Ehrenmal – versteht sich als Rückzugsraum für Familien mit einer Gestaltung, die die Industriegeschichte als Thema aufgreift. Die übrige Flora wird als kleiner Park mit zentraler Spielwiese und Rundweg hergerichtet, wobei eine veränderte Bepflanzung die Sichtbeziehungen zwischen Weiher und diesem Rückzugsbereich ermöglichen soll.

Besonders beeindruckt zeigt sich das Preisgericht von den Kölner Ideen für die Wiese Frankental. Sie soll als wertvoller Freiraum akzentuiert werden. Dabei haben Wegener und Homann auf die Industriegeschichte der Familie Bastin zurückgegriffen, die eine Strickgarnproduktion betrieb. Wie beim Sayette soll die große Rasenfläche mit weißen Pflasterbändern durchwoben werden, die sich zur Rathausstraße hin zu einer kleinen Platzfläche verdichten, wo Sitzgelegenheiten zum Verweilen einladen.

Während sich die Planer bei der Materialwahl von Platten und Ausstattungselementen wie Abfalleimer und Leuchten an der Gestaltung des Stadthallen-Vorplatzes anlehnen, um einen durchgängigen Zusammenhalt herzustellen, sollen Sitzgelegenheiten, Spielgeräte und der Steg über den Weiher eine spezifische Gestaltung erhalten, die eigene Identität verleiht.


Alle Entwürfe ab morgen im Rathaus zu sehen

Vom morgigen Dienstag an können alle Entwürfe des Gestaltungswettbewerbs im Rathaus besichtigt werden.

Die endgültige Entscheidung zur Gestaltung des Quartiers trifft der Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt auf seiner Sitzung am Donnerstag, 5. März, ab 18 Uhr im Rathaus. Dann wird auch die neue Gestaltung des Kaiserplatzes auf den Weg gebracht.

Quelle: Stolberger Nachrichten - Foto: Jürgen Lange

Sa

21

Feb

2015

Burggeflüster: Sturm und Drang

Die Entwicklung der Kupferstadt ist auf dem Weg

Bedecke deinen Himmel, Zeus, mit Wolkendunst, und übe, dem Knaben gleich, der Disteln köpft, an Eichen dich und Bergeshöhn...: An den „Prometheus“ des Johann Wolfgang von Goethe erinnert fühlt man sich gleich, wenn man den Stolberger Jusos zuhört. Der vermeintliche Lobgesang an die Götter ist von Kritik und Spott durchdrungen. Nachdem am Aschermittwoch des Vorjahres der Bürgermeisterkandidat noch als „Kennedy vom Vichtbach“ tituliert wurde, wandelt Tim Grüttemeier nun bereits wie Jesus übers Wasser. Da darf man gespannt sein, welche Steigerung den jungen Genossen dem politischen Gegner im kommenden Jahr zuweisen.

 

Zumindest scheinen die Jusos sich als wahre und außerparlamentarische Opposition zu verstehen, so ungestüm hauen sie auf ihre Mutterpartei und deren christdemokratischen Koalitionspartner ein. Dabei sind zwei der zentralen Forderungen im Grunde schon auf den Weg gebracht. Die Mühle ist ebenso Bestandteil des Entwicklungskonzeptes für die Innenstadt wie der Steinweg. Und zumindest für dessen nördliches Ende haben Genossen, Parteifreunde und Bürgermeister in den vergangenen neun Monaten mehr auf den Weg gebracht, als in der vorangegangenen Dekade angedacht wurde. Mit den Investitionen in die drohende Victor-Brache und in die Aufwertung der Drummen-Ecke werden am Kaiserplatz deutliche Akzente zu einer Neuausrichtung in der Innenstadt gesetzt.

 

Beim Sturm und Drang der jungen Sozialisten ist es sicherlich verständlich, dass sie lieber heute als morgen eine Erweiterung der Gesamtschule erleben möchten. Doch bei all den ungestümen Idealen, am liebsten alles sofort umgesetzt zu wissen, wird die Weitsicht und die Sorge um ihr eigenes Altern vermisst. Immerhin lag noch zum Jahreswechsel die Verschuldung der Kupferstadt bei 190 553 239,60 Euro, und das ist eine Last, die trotz sinkender Tendenz auch der politische Nachwuchs noch zu schultern haben wird. Angesichts dieser Zahl wäre es auch einmal schön zu hören, wie die Enkel-Generationen von den Bürden der Vergangenheit entlastet werden könnten.

 

Immerhin stellt sich die große Koalition dieser Aufgabe ebenso wie dem Eröffnen von neuen Perspektiven für die Kupferstadt. Auch wenn viele Dinge noch nicht sichtbar, andere noch nicht spruchreif sind, so ist doch wieder Bewegung und Aufschwung in die Entwicklung Stolbergs gekommen. Investoren melden ihr Interesse an, auch an bislang schwierig vermarktbaren Ecken im Stadtgebiet neue Akzente setzen zu wollen. Die Entwicklung der Innenstadt, die Förderung des wirtschaftlichen Lebens, der Ausbau des Angebotes von Bildung, Betreuung, Sport, Kultur und Tourismus ist ein Geschäft, das wohl überlegt sein will und seine Zeit braucht. Gleichzeitig muss die Verschuldung der Stadt abgebaut werden, um Handlungsspielraum für kommende Generationen zu gewinnen, damit auch sie Zukunft gestalten können.

 

Wie sagte es Friedrich Schiller so schön in seiner „Glocke“: „Von der Stirne heiß, rinnen muss der Schweiß, soll das Werk den Meister loben; doch der Segen kommt von oben“ – ömme?!

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

So

15

Feb

2015

Tolle Stimmung bei der Senioren-Union

Viele Auftritte und noch mehr Lacher

Prinz Kurt II. begeisterte mit seinem Auftritt. Foto: Senioren-Union

Zum wiederholten Mal lud die Senioren-Union Stolberg ihre Mitglieder und Freunde zu einem karnevalistischen Nachmittag in das ökumenische Gemeindezentrum ein.

Das Programm wurde durch eigene Kräfte gestaltet. Der Sitzungspräsident Bernd Stickeler führte durch das Programm und wurde musikalisch durch Oma Mörchen begleitet. So stimmte Winfried Bartges die Jecken mit einem Begrüßungsreim ein. Danach trat das rheinische Duo Anne und Helmut Frink auf mit dem bekannten Hit: „Mer schenken der Ahl e paar Blömscher“. Danach erzählte dor Husmester (Winfried Bartges) so einige Anekdötchen. Dann kündigten sich zwei Stallmädchen an, die von ihrer Arbeit berichteten (Anne und Helmut Frink). Doch dann die große Überraschung: Aufmarsch der Ersten Großen mit Kinderprinzessin Charlotte I., Mariechen Sabina Kreitz und Stadtprinz Kurt II. mit Gefolge. Zum Schluss verliehen die Kinderprinzessin Charlotte und Prinz Kurt einen Orden an Oma Mörchen.

Nach dem Abmarsch von Prinz Kurt II. erlebten die Jecken noch, wie ein lange verheiratetes Ehepaar (Martina Harperscheidt und Bernd Stickeler) seinen Morgen so verbringt. Zum Schluss trat dann noch eine selbstbewusste Frau (Anne Frink) auf und erklärte den Männern, wo es lang geht.

Quelle: Super Sonntag

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Fr

13

Feb

2015

Tim Grüttemeier fordert für Stolberg den Erhalt der Notfallpraxis


Druck aus der Kupferstadt: Dr. Lothar Nossek wird von Bürgermeister Tim Grüttemeier aufgefordert, sich für den Erhalt der Stolberger Notfallpraxis zu engagieren.
Druck aus der Kupferstadt: Dr. Lothar Nossek wird von Bürgermeister Tim Grüttemeier aufgefordert, sich für den Erhalt der Stolberger Notfallpraxis zu engagieren.

Mit „großem Bedauern“ reagierte gestern Morgen Bürgermeister Tim Grüttemeier auf die am Vorabend von der Vollversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) getroffenen Entscheidung, nach der fünf von derzeit zehn Notfallpraxen in der Region geschlossen werden sollen – betroffen ist auch die Einrichtung in Stolberg. Sie ist seit dem 19. Januar vom „Türmchen“ in die Notfallambulanz des Bethlehem-Gesundheitszentrum ansässig, um die medizinische Kompetenz von niedergelassenen und Krankenhaus-Ärzten effizienter zum Wohle der Patienten nutzen zu können.


In einem Schreiben an Dr. Lothar Nossek, den Kreisvorsitzenden der KV, weist Grüttemeier auf die ohnhin schon „schwierige ärtzliche Versorgung im ländlichen Bereich ist dies aus unserer Sicht nur schwer nachzuvollziehen“. Aus Sicht der Kupferstadt „ist der Erhalt der Notfallpraxis am Bethlehem-Gesundheitszentrum zwingend erforderlich“, macht der Stolberger Bürgermeister unverständlich klar und erinnert an die Argumente in der eindringlichen Diskussion, die der Stadtrat auf seiner Sitzung am 20. Januar mit Nossek dazu geführt hat.


Grüttemeier fordert den KV-Kreisvorsitzenden auf, Sich nochmals für den Erhalt der Stolberger Notfallpraxis einzusetzen.


Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Do

12

Feb

2015

CDU: Versprochen - Gehalten! Nahversorgung in Gressenich

Baubeginn für Netto neben dem Sportplatz wird nach Weihnachten erwartet. Am Samstag schließt Rewe am Hamicher Weg.

Es ist ein Erfolg der Zusammenarbeit von CDU und SPD in der großen Koalition, dass die Nahversorgung von Gressenich gewahrt wird. Das ist zumindest die politische Botschaft der Vertreter aus Stadtrat und Landtag, als Investor Egon Schreck, Geschäftsführer der ZVM Bau- und Bodenverwertung GmbH, und der Netto-Regionalleiter Expansion, Thomas Laux, das Ansiedlungsprojekt des neuen Discounters am Gressenicher Ortseingang vorstellen. Während auf dem ehemaligen Tennenplatz am Bovenheck die Arbeiten für den Kunstrasenplatz laufen, fällt ihr Blick auf die benachbarte Weide. Dort entstehen auf 5500 Quadratmeter Fläche der Discounter mit 800 Quadratmetern Verkaufsfläche plus 80 Quadratmetern Bäckerei und Café, 70 Parkplätze sowie zehn bis 15 Arbeitsplätze.

Es bleibt allerdings eine fast zwei Jahre währende Lücke bei der Gressenicher Nahversorgung. Während der Rewe-Markt am Hamicher Weg am Samstag schließt, wird Netto frühestens im Herbst nächsten Jahres eröffnen können. Baubeginn soll im nächsten Frühjahr sein; bis dahin muss Baurecht geschaffen werden. „Wir wollen im Ausschuss für Stadtentwicklung am 5. März die Aufstellung des Bebauungsplanes auf den Weg bringen“, kündigt der Technische Beigeordnete Tobias Röhm an. Es ist ein ambitionierter Zeitplan für das Projekt. Erst im Herbst begann es an Fahrt aufzunehmen, „als klar war, dass Rewe wirklich schließen wird“, erklärt Bürgermeister Tim Grüttemeier. Schnell wird klar, dass das Ladenlokal in dem ehemaligen Industriebetrieb „für unsere Ansprüche ebenso nicht mehr zeitgemäß ist wie die alte Schule am Markusplatz“, sagt Laux, dessen Unternehmen weiterhin auf Expansion setze. Ein weiteres Kriterium dabei ist die gut sichtbare Lage an einer Hauptverkehrsachse. Im Schulterschluss machen sich Ratsvertreter der Koalition auf die Suche nach einem Alternativstandort. „Das hätte nicht funktioniert, wenn wir nicht alle an einem Strang gezogen hätten“, sagt Peter Jussen (SPD). Fündig werden Politik, Investor und Pächter bei besagter Weide, die zum größten Teil in städtischem Eigentum ist. Mit dem Eigentümer des zweiten Flurstücks wird ein Kaufvertrag gezeichnet. An einem Strang ziehen auch die beiden Landtagsabgeordneten. Stefan Kämmerling macht im Ministerium den Weg frei für die Erschließung über die Landesstraße, was der Landesbetrieb ursprünglich nicht genehmigen wollte. „In Düsseldorf hat man ein offenes Ohr für Stolberger Probleme“, sagt der Sozialdemokrat und Axel Wirtz dankt seinem Kollegen ausdrücklich. Der Christdemokrat erinnert aber auch noch einmal an das Hin und Her bei der Sicherung der Nahversorgung in Gressenich – vor gut 15 Jahren hielt Rewe mit dem Ausbau des Altenheims Einzug in den Ort – und in Mausbach, wo am Ortsausgang mit Aldi und Rewe auch den Ansprüchen des Siedlungsschwerpunktes Rechnung getragen wird, der sich über das Franzosenkreuz hin ausdehnen soll. „Das führte immer wieder zum Murren im jeweils anderen Dorf“, erinnert Wirtz, ebenso wie Dieter Wolf (SPD) deutlich macht, dass beide Fraktionen stets zu ihrem Versprechen gestanden haben, die Nahversorgung für Mausbach und für Gressenich langfristig sichern zu wollen.

Mindestens für die nächsten 15 Jahre – so die Laufzeit des ersten Mietvertrages mit Verlängerungsoptionen – soll dies mit Netto in Gressenich erreicht werden. Dabei hat der Discounter eher konservativ kalkuliert. „Unsere Berechnungen basieren auf den Orten Gressenich, Werth und Schevenhütte“, verrät Laux. Die Kunden erwartet bei der Eröffnung ein aktueller Markt mit Netto-typischem Sortiment, das sicherlich auch weitere Kunden anlocken soll.

Dazu zählen sicherlich auch Eltern, Lehrer und Schüler der benachbarten Grundschule, wie Rektorin Hildegard Lüttecke betont, und Besucher des Sportplatzes: „Es ist eine Win-Win-Situation“, sagt auch Wirtz als Vorsitzender der SG Stolberg. Nicht zuletzt deshalb, weil Schule und Sportplatz per Fußweg mit dem Supermarktgelände verbunden werden. „Das führt dann auch zu einer Entlastung des Verkehrs im Bereich des Bovenhecks“, hofft die Schulleiterin. Dort würden die Anwohner durch den Supermarkt-Bau besser vor dem Lärm der Landesstraße abgeschottet, so der Gressenicher.

Bis dahin wird es noch etwas dauern. Die Verwaltung macht bereits ihre Hausaufgaben, versichert Röhm. Erste Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange liegen vor. Noch vor den Sommerferien soll die frühzeitige Offenlage und Bürgerbeteiligung, im späten Herbst der Satzungsbeschluss erfolgen. „Dann hoffe ich, dass neben der großen Koalition auch die anderen Fraktionen von dem Projekt überzeugt sind“, zeigt sich Investor Schreck optimistisch.

„Unsere Berechnungen basieren auf Gressenich, Werth und Schevenhütte.“

Thomas Laux

Netto Regionalleiter Expansion

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Di

10

Feb

2015

CDU: Versprochen - Gehalten! Internet in Stolberg wird von Vicht aus schnell gemacht

Breitband-Ausbau zunächst für 02402-Vorwahl

165 Verteilerkästen, wie hier in Vicht, werden in den kommenden Monaten mit der schnellen Breitbandtechnik ausgestattet. Foto: L. Franzen 

Breitband: Genau genommen, führt dieser Begriff in die Irre. Denn die Glasfaserkabel, die in dieser Internet-Technik stecken, sind alles andere als breit. Wesentlich entscheidender: In den hauchdünnen Kabeln steckt eine Menge Leistung. Sie liefern schnelles Internet, von dem bald auch Stolberg profitieren soll. Ihren detaillierten Zeitplan hat die Stadt jetzt mit ihrem Partner, der Deutschen Telekom, bekanntgegeben.

Startschuss noch im Februar
Demnach sollen zunächst die Stadtteile mit der Telefonvorwahl „02402“ an das Highspeed-Internet angebunden werden. Orte mit dieser Vorwahl umfassen die mit Abstand meisten Haushalte der Stadt. Die ersten Leitungen nach VDSL-Standard wird die Telekom in Vicht verlegen. Es folgen Zweifall, Breinig, Dorff und der städtische Kernbereich. Noch in diesem Monat, am 25. Februar, soll in Vicht mit den Arbeiten begonnen werden. Der gesamte Vorwahlbereich soll bis Ende diesen Jahres umgestellt sein, wie die kommunale Ansprechpartnerin des Unternehmens für Breitbandausbau, Anja Oppermann, erklärt.

Um auf das schnelle Internet umzurüsten, seien sowohl Tiefbauarbeiten als auch Umstellungen an den grauen Verteilerkästen notwenig. Dabei wird jeder Kasten mit der so genannten Vectoring-Technik versehen, die die Glasfaserkabel erst mit den Kupferkabeln der Haushalte kompatibel machen. Oppermann betont: Erst, wenn der gesamte Vorwahlbereich auf Breitbandinternet umgestellt ist, könne das schnelle Netz auch genutzt werden. „Wir verlegen 70 Kilometer Glasfaserkabel. Tiefbaumaßnahmen sind für 20 Kilometer erforderlich.“

Die Arbeiten an den Verteilerkästen seien „minimal“, sagt Oppermann. Mit „gewissen Einschränkungen“ seien dagegen die Tiefbauarbeiten verbunden, ergänzt Bürgermeister Tim Grüttemeier. Frank Gilles vom Amt für Wirtschaftsförderung betont jedoch, dass es sich um „punktuelle Tiefbaumaßnahmen“ handele, und rechnet damit, dass es zu „keinen Vollsperrungen“ im Zuge des Breitbandausbaus kommen werde. „Sollte es zu kurzfristigen Beeinträchtigungen von Gewerbetreibenden kommen, werden wir sie darüber rechtzeitig informieren“, fügt der Bürgermeister hinzu.

„02408“ und „02409“ bis Ende 2017
Während Nutzer innerhalb des „02402“-Bereichs schon um den Jahreswechsel mit deutlich schnelleren Leitungen rechnen können, müssen sich Anwohner aus den Vorwahlbereichen „02408“ (Venwegen) und „02409“ (Gressenich und Schevenhütte) länger gedulden. Sie sollen nach den Plänen des Anbieters bis Ende 2017 Breitbandleitungen erhalten.

Eine Sondersituation existiert nach wie vor in Werth. Anwohner dieses Stadtteils müssen darauf hoffen, dass der Ausbau ihrer Internetleitungen mit öffentlichen Mitteln der Europäischen Union und des Landes NRW gefördert wird. Diese sehen einen finanziellen Zuschuss von 180 000 Euro vor. Sollte dieser Betrag nicht reichen, sehe der städtische Haushalt Rücklagen zur restlichen Finanzierung vor, erklärt Bürgermeister Grüttemeier.

„Wir verlegen 70 Kilometer Glasfaserkabel. Tiefbaumaßnahmen sind für 20 Kilometer erforderlich.“

Anja Oppermann,

Deutsche Telekom

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

So

01

Feb

2015

Emonds bleibt erster Mann - Parteivorstand neu gewählt

Der CDU-Stadtverband bestätigt seinen Vorsitzenden. Neuer Geschäftsführer ist Fritz Thiermann. Positiver Rückblick auf das Wahljahr 2014. Das Ziel lautet: „Weiterhin die Weichen Richtung Wachstum stellen“.

Parteivorsitzender Jochen Emonds wiedergewählt
Parteivorsitzender Jochen Emonds wiedergewählt

Jochen Emonds bleibt für die kommenden zwei Jahre Vorsitzender des CDU-Stadtverbands. 62 Wahlberechtigte sprachen dem CDU-Fraktionsvorsitzenden bei zwei Nein-Stimmen und einer Enthaltung das Vertrauen aus. Als stellvertretende Vorsitzende des Stadtverbands bestimmten die Mitglieder Paul M. Kirch (57 Ja/3 Nein/5 Enthaltungen) und Siegfried Pietz (61/4/0). Als Geschäftsführer stellte sich Martin Henning nicht mehr zur Wahl, da er sich auf andere Aufgaben wie etwa den Vorsitz der Mittelstandsvereinigung MIT der CDU konzentrieren wolle. Der neue Geschäftsführer Fritz Thiermann wurde von der Versammlung einstimmig gewählt.

 

Thiermanns Stellvertreter Artur Kaldenbach und Kunibert Matheis erhielten jeweils 57 Stimmen. Kassierer bleibt Walter Wahlen (64/1/0), sein Stellvertreter ist Lutz Hillinger (63/0/1). Das einstimmige Votum der Mitglieder erhielt der neue Schriftführer Michael Thomas, der ehemalige Vorsitzende der Jungen Union Hans Brukschen wurde als Beauftragter für Internet und neue Medien gewählt (58/4/1) und Waltraud Strang (58/5/0) mit der Mitgliederwerbung betraut. Reiner Bonnie bleibt Beauftragter für Bildungs- und Organisationsarbeit (61/0/2), und für Mitgliederinformation und Öffentlichkeitsarbeit sind Albert Blau, Marc Delzepich und Ben Grendel zuständig.

In seinem Grußwort würdigte der Landtagsabgeordnete Axel Wirtz die Erfolge der Stolberger CDU im vergangenen Jahr: „So durchorganisiert war ein Wahlkampf noch nie. Ich danke allen, die eine derart hervorragende Arbeit geleistet haben.“ Wirtz bezeichnete Bürgermeister Tim Grüttemeier als „die glänzende Figur“ in der Kupferstadt. „Seine Arbeit wird anerkannt in Stolberg. Die Menschen spüren die Veränderung.“ Dem schloss sich der alte und neue Stadtverbandsvorsitzende vorbehaltlos an. „Tim Grüttemeier hat den Bürgern die Vision von einem neuen Stolberg vermittelt. Viele Projekte und Impulse, die vor der Wahl nicht denkbar waren, werden jetzt umgesetzt oder auf den Weg gebracht“, sagte Emonds.

 

Gemeinsamer Erfolg

Der Vorsitzende des Stadtverbands verwies auf das kommunalpolitische Programm der Kupferstädter Christdemokraten und die von der Partei durchgeführten Bürgerdialoge mit mehr als 450 Gästen sowie auf Flyer und Internetseiten. „Das alles war viel Arbeit, hat uns aber den großen Erfolg bei der Wahl gebracht. Ein Erfolg, der nur gemeinsam möglich war und dem großen Einsatz jedes Einzelnen zu verdanken ist“, betonte Emonds.

Es gelte nun, in Stolberg die Weichen weiterhin Richtung Wachstum zu stellen. „Wir müssen verstärkt werben für unsere Stadt – bei potenziellen Investoren ebenso wie bei den Bürgern.“

 

Ehrenamt fördern

Wie in kaum einer anderen Kommune der Region würden sich Stolberger Bürger ehrenamtlich für den Zusammenhalt der Gesellschaft einsetzen. Daher solle das Ehrenamt weiter unterstützt und gefördert werden, und „deshalb muss es für die Politik umso wichtiger sein, die Bürger mitzunehmen. Die Bürgerdialoge waren und sind ein richtiger Schritt ebenso wie die Planungswerkstätten, bei denen Stolberger sich etwa hinsichtlich der Umgestaltung des Kaiserplatzes oder der Planung der Stadtrandsiedlung konstruktiv einbringen können.“

 

Leitbild „Stolberg 2030“

Das Thema Stadtentwicklung sei ohnehin in den vergangenen Jahren „nur Stückwerk“ gewesen, weshalb die CDU das ganzheitliche Leitbild „Stolberg 2030“ entwickeln wolle. Ebenfalls erarbeitet werde ein neues Konzept für die Kupferstädter Weihnachtsbeleuchtung, und die Burgstollen sollen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, um Stolberg touristisch aufzuwerten.

Bürgermeister Tim Grüttemeier nutzte die Mitgliederversammlung des Stadtverbands, um sich herzlich und ausgiebig bei seinen Parteifreunden für ihren „starken Einsatz bei der Kommunalwahl“ zu bedanken. „Der 24. Mai 2014 war mit Sicherheit einer der schönsten Tage, die ich bisher erleben durfte“, sagte Grüttemeier und brachte frohe Kunde, indem er versprach: „Es wird innerhalb der nächsten Monate weitere positive Meldungen hinsichtlich leer stehender Immobilien in Stolberg geben.“

 

 

Ambitioniert in Stolberg

 

Ist es sinnvoll, dass Sie weiter sowohl der Ratsfraktion als auch dem Stadtverband der CDU vorstehen?

Emonds: Es liegt mir sehr am Herzen, dass Stadtverband wie Fraktion weiterhin gut funktionieren und effektiv für das Wohl unserer Stadt und ihrer Bürger arbeiten. Als die Partei mit dem Wunsch an mich herangetreten ist, erneut für beide Vorsitzämter zu kandidieren, habe ich dem Wunsch gerne entsprochen.

Was sind Ihre Ambitionen für die Zukunft? Zieht es sie politisch in höhere Ebenen wie den Landtag oder den Bundestag?

Emonds: Meine Ambitionen kann ich nur für die nähere Zukunft definieren – allerdings äußerst klar: Meinen Lehrer-Beruf übe ich sehr gerne aus. Dieser Passion sowie dem CDU-Fraktionsvorsitz und dem CDU-Stadtverbandsvorsitz werde ich in den kommenden Jahren meine Energie widmen, also beruflich wie politisch ambitioniert in Stolberg arbeiten.

Die CDU-Delegierten für die Kreisparteitage

 

Die Mitgliederversammlung des CDU-Stadtverbands bestimmte als Delegierte für die Kreisparteitage 2015/2016 folgende Stolberger: Reiner Bonnie, Jochen Emonds, Ben Grendel, Gerd Grüttemeier, Tim Grüttemeier, Martin Hennig, Paul M. Kirch, Kunibert Matheis, Caroline Sieven, Waltraud Strang, Fritz Thiermann, Karina Wahlen, Walter Wahlen, Axel Wirtz und Klaus-Dieter Wolf.

 

 Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung



Do

29

Jan

2015

Große Mitgliederversammlung der CDU-Stolberg

Besuchen Sie uns bei der heutigen Mitgliederversammlung der CDU-Stolberg. Es warten spannende Personalentscheidungen auf Sie. Nutzen Sie Ihre Stimme und stärken Sie den Kandidaten und Kandidatinnen des Stadtverbandsvorstandes den Rücken.


Weiterhin können Sie sich auf die Ehrung zahlreicher Mitglieder freuen, die bereits Jahrzehnte in der CDU aktiv sind und mit uns gemeinsam für ein starkes Stolberg arbeiten.


Wir freuen uns Sie um 20:00 Uhr in Angies Bistro auf der Konrad-Adenauer-Str. 140 in 52223 Stolberg begrüßen zu dürfen.

Ihre CDU-Stolberg


Do

29

Jan

2015

Jugend und Erfahrung bringen den richtigen Schwung in den Rat

Im Stolberger Stadtrat ist vermehrt die „jüngere Generation Politiker“ vertreten – hier in loser Platzverteilung. Foto: L. Franzen
Im Stolberger Stadtrat ist vermehrt die „jüngere Generation Politiker“ vertreten – hier in loser Platzverteilung. Foto: L. Franzen

Aus dem Stadtrat Zukunft gestalten – und sie auch erleben


Ist das Alter von Politikern das wichtigste Qualitätssiegel? Sechs Stolberger Kommunalpolitiker haben sich zu dem Thema geäußert.

 

34, 33, 31, 22, 71, 71 – so lauten die Altersangaben im Stolberger Stadtrat; angefangen beim Bürgermeister über vier Fraktionsvorsitzende bis hin zum Alterspräsidenten. Der geschulte Blick erkennt: Diese Positionen besetzen zwei Politikergenerationen. Und die jüngere ist dort in der Mehrheit. Wie beurteilen die Politiker selbst diese Altersstruktur?

Bürgermeister Tim Grüttenberg (CDU), 34 Jahre alt, führt die jüngere Generation im Stadtrat an. Dass sein Stellvertreter Patrick Haas (SPD) und der CDU-Fraktionsvorsitzende Jochen Emonds 33 beziehungsweise 31 Lenzen zählen, erleichtere seiner Meinung nach den persönlichen Umgang, auf die politische Zusammenarbeit habe dies aber keinerlei Auswirkungen. Hinsichtlich einer möglichen Priorisierung politischer Themen in der Kommune äußert Grüttemeier: „Jeder bringt persönliche Erfahrungen mit, was eine Stadt benötigt. Ich bin wegen meiner zwei Kinder näher am Betreuungsplan.“ Das hieße jedoch im Umkehrschluss nicht, dass andere Themen „im Stich gelassen“ werden – generationsübergreifendes Denken gebe die Marschroute vor. Sein relativ junges Alter hat aber derweil den Wahlkampf beeinflusst: Er habe das Internet und die sozialen Medien mehr eingebunden. Bezüglich der Strahlkraft junger Politiker auf Plakaten findet der Bürgermeister, dies könne eine positive Auswirkung auf potenzielle Erstwähler haben. „Erstwähler erreicht man eher durch die junge Politiker-Generation.“


Die Außendarstellung der Stolberger Politik, so Patrick Haas, habe von dem neuen Altersschnitt in den wichtigen Positionen profitiert. „Unsere Stadt hat nach außen ein eher negatives Bild, da hilft es meiner Meinung nach, wenn die Bürger sehen, dass junge Leute vorneweg gehen.“ Damit seien auch gewisse Vorschusslorbeeren verbunden, am Ende zähle aber „nur der Inhalt“. Haas gibt unumwunden zu, dass seine „Frische“ auch einen Nachtteil birgt: die Kenntnisse über die Stadt.


Nicht nur jung ist Trumpf

Bei Fragen zur Stadtentwicklung und -historie wende er sich an ältere Parteigenossen. Um weiter die jüngeren Stolberger für Politik zu begeistern, sehe er großes Entwicklungspotenzial beispielsweise in der Kooperation mit Schulen – „das richtige Angebot fehlt noch.“

Ausschließlich junge, neue Vertreter mit neuen Ideen in Rat und Fraktion sind nicht der Trumpf, der Stolberg nach vorne bringt. Dieser Ansicht ist Jochen Emonds. „Ich will sicher keinen älteren Kollegen im Rat vermissen.“ Für ihn spielt das Alter in doppelter Hinsicht eine eher unwesentliche Rolle: In Sachen Erfahrung (Emonds hat mit 18 in der Politik begonnen) und Vertrauen – das schaffe man primär durch Engagement und Ehrenamt im Wahlkreis.

Das „Küken“ unter den Fraktionsvorsitzenden ist Dina Graetz: Mit 22 Jahren ist sie bereits Partei- und Fraktionsvorsitzende der Grünen. Die parteiinterne Wahl gewann sie mit eindeutiger Mehrheit gegen die 40 Jahre ältere Anne Schwan-Hardt. Die politische Arbeit, sagt Graetz, werde für sie in den nächsten Jahren nicht die oberste Priorität genießen.

Nach dem Ingenieur-Studium wolle sie zunächst arbeiten. Auch wenn politische Ziele so vernachlässigt werden könnten, wolle sie nicht „versteifen“. „Ich lerne mehr über Politik, wenn ich nebenbei arbeite. Ansonsten würde ich eine einseitige Sichtweise bekommen.“

Graetz erhalte im Rat von den politischen Gegnern volle Unterstützung. Grüttemeier: „Wir lassen Frau Graetz auf keinen Fall gegen die Wand fahren. Ich wurde selbst mit 22 Jahren Ratsmitglied und weiß daher, wie wichtig Hilfe ist.“ Diesen Ansatz – wenn auch nicht ausschließlich wegen des Alters – teilt Ludwig Hahn, der mit 71 Jahren der „anderen“ Generation angehört und die Position des Alterspräsidenten innehat.

Man müsse generell den „politischen Gegenpol“ ernstnehmen. Ferner sollte die Argumentation überzeugen, ein „jugendliches Gesicht“ alleine tue dies nicht.


Zukunftsperspektive erleben

Dieter Wolf ist mit 71 Jahren SPD-Fraktionsvorsitzender. Wolf beurteilt es als „positiv“, dass junge Bürger wie Dina Graetz an der „Willensentscheidung teilnehmen“ – schließlich werde für die nachrückenden Generationen Politik betrieben. Selbiges gilt für die Jahrgänge, denen Grüttemeier und Co. angehören. „Mit Mitte 30 ist die heutige Zukunftsperspektive später noch erlebbar.“

Wolf weiß, dass „früher“ Spitzenpositionen der Fraktionen mit „Männern zwischen 40 und 50“ besetzt wurden. Nun gelte es für die Jungen, die „ausgelatschten Pfade zu verlassen“.


  • Tim Grüttemeier, 34, Bürgermeister: „Das beste Politikeralter gibt es nicht. Es wäre schlecht, mit 34 alles zu wissen – dann würde man keine Fehler mehr machen. Ich finde, gerade Fehler sind auch wichtig.“
  • Dieter Wolf, 71, SPD-Fraktionsvorsitzender: „Alter alleine ist kein Qualitätskennzeichen. Führende Positionen müssen mit Menschen besetzt sein, die Zukunft gestalten können. Mit erfahrenen Politikern zusammen wäre das der Idealzustand.“
  • Patrick Haas, 33, stellvertretender Bürgermeister und Lehrer: „Ich würde nicht an einer Stolberger Schule unterrichten wollen. Ein privater Einblick ist gut, aber ich will meinen Beruf räumlich von der Politik trennen.“
  • Jochen Emonds, 31, CDU-Fraktionsvorsitzender: „Das Alter in der Kommunalpolitik drückt sich vorrangig in der Außendarstellung aus. Zum Beispiel in den Flyern oder den Slogans.“
  • Dina Graetz, 22, Grünen-Partei- und Fraktionsvorsitzende: „Ich will Stolberg für Jugendliche interessanter machen, es fehlt ein Skatepark. Jugendthemen stehen aber nicht im Fokus. Mein Steckenpferd ist der Bau- und Verkehrsausschuss.“Platz genommen: Eine neue Generation im Stadtrat

Mo

26

Jan

2015

Bald wieder freie Fahrt für Mausbach

In den Osterferien soll der Verkehr wieder fließen können 

Wenn das Wetter mitspielt. Letzte Arbeiten an den Brücken Nachtigällchen und Hamm. Aber weitere Sorgenkinder warten schon.


Artikel und Bild: Jürgen Lange

Stolberg. Wie lange die Arbeiten noch andauern werden, ist jetzt im Wesentlichen nur noch eine Frage des Wetters. Sowohl in der Hamm wie auch am Nachtigällchen ist das Gros geschafft. Beide Brücken stehen in ihren Grundzügen. Jetzt sind noch die „Feinarbeiten“ gefordert. Wenn alles nach Plan läuft, können die Autofahrer Ende März / Anfang April sowohl in der Hamm wieder den Münsterbach wie auch die Landesstraße 12 zwischen Nachtigällchen und Mausbach über die Vicht wieder wie gewohnt überqueren.

In beiden Fällen wurden für die Bauarbeiten die Versorgungsleitungen auf einer gesonderten Medienbrücke ausgelagert. Nun müssen Wasser, Gas, Telekom und Kanal zurück zum eigentlichen Brückenbauwerk. Am Vichtbach hat der Landesbetrieb Straßenbau dazu direkt eine eigene neue Medienbrücke neben dem eigentlichen Bauwerk errichtet. Das Umklemmen der Leitungen, vor allem der Kommunikationskabel, nimmt natürlich einige Zeit in Anspruch, gibt Arnd Meyer, Projektleiter beim Landesbetrieb Straßenbau, zu bedenken: „Aber diese Arbeiten laufen“ – auch während der wenig erbaulichen Witterung für die Mitarbeiter der Unternehmen. Im Anschluss müssen lediglich noch die Gräben zum Betonbauwerk verfüllt und die Fahrbahndecke komplettiert werden.

Im Sommer im direkten Anschluss an den Bau des Kreisverkehrs Nachtigällchen hatten hier die Arbeiten begonnen. Im Vorgiff wurde ein großes Regenwasserklärbecken zwischen Kreisverkehr und Brücke erstellt. 17 Meter lang, 6,5 Meter breit und 5 Meter tief ist das imposante, aus Beton gegossene Bauwerk, das unter der zukünftigen Fahrbahn verschwindet und nur über Einstiegsluken zugängig sein wird.

Einzige Zufahrt in Gewerbepark

Dann wurden die Versorgungsleitungen auf die provisorische Medienbrücke verlagert, und Betonbohrpfähle hinter die bisherigen Widerlager in den Boden gerammt. Im Anschluss wurde die alte Brückenplatte entfernt und die Betonbohrpfähle zu neuen Widerlagern ausgebaut. Sodann wurde mit dem Aufbau der neuen Brückenplatte begonnen, die zum Teil aus Betonfertigteilen besteht, die gleich als Schalung für einen „Aufguss“ aus frischem Beton verwendet wurde.

Vergleichbar aufwendig sind die Arbeiten in der Atscher Hamm. Die Brücke über den Münsterbach ist zugleich die einzige Zufahrt, über den der Schwerlastverkehr das Gewerbegebiet Hammmühle erreichen kann.

Allerdings ist das Bauwerk so marode gewesen, dass vor zwei Jahren die Fahrspuren auf eine reduziert werden mussten, damit es nicht zu einer Überlastung kam. Um die Zeit des Neubaus zu überbrücken, musste eine Alternative her: Eine Behelfsbrücke aus Stahlfertigteilen wurde im vergangenen Juli montiert, wozu eigens neue Widerlager gegossen und auch die Gärten von zwei Anliegern in Anspruch genommen werden mussten. Nachdem die Straßenverbindung stand, wurde der Münsterbach „kanalisiert“: Um für den Brückenneubau trockenen Fußes ebenfalls neue Widerlager gießen zu können, wurde die Baustelle trocken gelegt und der Bach durch ein Rohr gezwängt. Dann folgten Schalung und Guss der neuen Fahrbahn, erklärt der städtische Amtsleiter Bernd Kistermann.

Derzeit läuft auch in der Atsch das Umklemmen der Versorgungsleitungen und letzte Restarbeiten, um bei wärmeren Wetter den Gussasphalt für die neue Fahrbahn aufbringen und die Anschlüsse an die alten Straßenverbindungen herstellen zu können. Sind die Geländer gesetzt und der Neubau ist bereit zur Benutzung, muss die Behelfsbrücke demontiert werden. Im Anschluss wird die Stadt die in Mitleidenschaft gezogenen Gärten der beiden Anlieger wieder herrichten.

Rund 800 000 Euro investiert die Stadt alleine in die Erneuerung dieser Brücke. Weit über 120 000 Euro wurden im vergangenen Sommer für die Sanierung der Brücke in der Enkereistraße aufgebracht. Doch die Liste der restaurierungsbedürftigen Brücken in der Kupferstadt ist lang. Der Zustand der Fußgängerbrücken am Vichter Ortseingang und an der Flora erfordert ebenso Handlungsbedarf wie in Zweifall, wo die Brücke über den Hasselbach in der Döllscheidter Straße bereits für Fahrzeuge mit mehr als 2,5 Tonnen Gesamtgewicht gesperrt worden ist...


Mo

26

Jan

2015

Neuer Schwung für die Innenstadt: Aus Victor wird das neue „Rathaus Carré“

Eine gastronomische Nutzung mit einem interessanten Restaurant ist angedacht für das markante Eckgebäude des neuen Rathaus-Carré an Steinweg und Sonnentalstraße. Foto: Jürgen Lange
Eine gastronomische Nutzung mit einem interessanten Restaurant ist angedacht für das markante Eckgebäude des neuen Rathaus-Carré an Steinweg und Sonnentalstraße. Foto: Jürgen Lange

Seit zwei Wochen sind die Pforten des Kaufhauses Victor geschlossen. Nach 25 Jahren Engagement ist eine Ära in Stolberg zu Ende gegangen. Doch anstelle der befürchteten Brache mitten in der Fußgängerzone soll neues Leben erblühen in der Innenstadt. Der Baesweiler Unternehmer Fred Pfennings hat die Immobilie gekauft und möchte möglichst schnell mit ihrem Umbau zum „Rathaus Carré“ beginnen, um die Zeit des Leerstands am Steinweg zu minimieren. Anfang 2016 soll das neue Carré eröffnet werden.

„Bis Ende Februar hat Victor Zeit, das Gebäude zu räumen“, sagt Patrick Born. „Dann möchten wir zügig durchstarten“, so der Projektbeauftragte bei Pfennings. Schon im März soll der Bauantrag für eine Umgestaltung des Gebäudes gestellt werden. „Bis dahin sind wir noch in der glücklichen Situation, die Gewerbeflächen passend auf die Bedürfnisse der Mieter zuschneiden zu können.“


Erste Eckpunkte bei der Akquise konnten bereits gesetzt werden, lässt Born durchblicken – ohne bereits Details nennen zu dürfen. Aber es gebe einen Interessenten, der großflächiger ein in der Kupferstadt derzeit fehlendes Sortiment präsentieren möchte. Ein anderer Eckpunkt ist das bisherige Café von Petra Groten, die nun Lotto, Tabak und Zeitschriften in Pfennings „Rathaus Passage“ anbietet. An der Ecke von Steinweg und Sonnentalstraße soll Gastronomie für Frequenz sorgen – ein interessantes Restaurant mit einem schmackhaften Angebot auch für den Geldbeutel für Studenten und Senioren.

Eine Mischung, die sich Patrick Born auch für die oberen Etagen vorstellen kann. Doch erst einmal zurück zur Parterre. Die Mischung der bekannten und noch erwarteten Mieter soll den zukünftigen Zuschnitt bestimmen. Kleiner, mittlerer und größerer Einzelhandel mit Qualitätsprodukten, beispielsweise Chocolaterie, Patisserie und Spirituosen, Mode- und Sportsegmente oder andere beachtenswerte Branchen, sind noch gesucht. „Noch sind wir flexibel“, so Born.


Eine Passage oder ein licht durchfluteter Innenhof sind ebenso denkbar wie Ladenlokale, die sich über zwei Geschosse erstrecken. „Wir registrieren ein großes Interesse und führen viele Gespräche“, so Born, aber fürs Rathaus Carré liegt die Messlatte nicht niedrig. „Wir wollen nicht den x-ten Billiganbieter, sondern eine gut florierende Mischung gehobener Angebote.“ Andrea und Fred Pfennings wollen ihrem Konzept eines attraktiven Angebots, das Menschen in die Innenstadt lockt, treu bleiben. „Wir haben bereits für die Passage unzählige Anfragen abgelehnt, weil sie einfach nicht passen würden“, ergänzt Born, dass auch Verhandlungen mit interessanten Partnern bestünden. Bis man sich einig sei, wird das leere 135 Quadratmeter große Ladenlokal am Rathaus erst einmal örtlichem Handel als Ausstellungsfläche dienen.


Balkone im Süden mit Burgblick

Für das Carré besteht auch noch für die erste Etage die Möglichkeit eines individuellen Zuschnitts. Neben Gewerbe steht eine Nutzung mit Büro- und Praxisflächen für den nördlichen Flügel auf der Liste. Für die Südseite ist nun eine Nutzung als Wohnraum möglich geworden, weil die angrenzende Bebauung ebenfalls von Pfennings erworben wurde. Das eröffnet die Möglichkeit, die Fassade aufzubrechen, Fenster, Balkone und Terrassen zur Südseite mit Burgblick zu gestalten. Exklusiver Wohnraum soll auch im Obergeschoss entstehen. Derzeit haben die Architekten 22 barrierefreie Wohneinheiten zwischen 46 und 85 Quadratmeter Fläche in ihre Pläne gezeichnet – ein interessantes Angebot für Senioren wie für Studenten.

Dass eine entsprechende Nachfrage bestehe, mache sich bereits beim Umbau eines Hauses gegenüber in der Passage bemerkbar. „Für sechs Wohnungen gibt‘s 32 Bewerber“, versichert Patrick Born, dass auch Studenten dabei sind. Und wenn sich Stolberg schon um dieses Klientel bemühe, dann sollen die Kommilitonen auch ein entsprechendes Angebot an Geschäften und Gastronomie im neuen Umfeld vorfinden können. „Einkaufen und Leben in Stolberg“ ist das Motto.

Im Block besteht aber auch die Möglichkeit, in Kooperation mit einem Pflegedienst betreutes Wohnen im Carré zu ermöglichen. „Der bereits bestehende Lastenaufzug des früheren Kaufhauses macht dies möglich“, so Born. In den nächsten Wochen werden die Vorstellungen in detaillierten Plänen münden, um zügig mit dem Umbau beginnen zu können.

Bereits im März läuft die Sanierung des Parkhauses an. Als „Rathaus Parkhaus“ wird es dann firmieren und mit einem neuen Ticket-System ausgestattet, bei dem auch der Einzelhandel, so er es wünscht, die Parkgebühr bereits beim Einkauf erstatten kann. Ein neuer Aufzug, ein neuer Anstrich, eine neue Beleuchtung im und auf dem Weg ins Parkhaus stehen ebenso auf der Arbeitsliste – neue Akzente passend zur Umgestaltung des Kaiserplatzes, der Ende des Jahres beginnt.


Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Mo

19

Jan

2015

Wir brauchen das Ehrenamt - Neujahrsempfang im Zinkhütter Hof

Dr. Tim Grüttemeier und Regierungspräsidentin Gisela Walsken zeichnen Ehrenamtler aus. Foto: Jürgen Lange
Dr. Tim Grüttemeier und Regierungspräsidentin Gisela Walsken zeichnen Ehrenamtler aus. Foto: Jürgen Lange

Ein besseres Symbol an diesem Abend konnte es nicht geben. Regierungspräsidentin Gisela Walsken hockte sich neben den Stuhl von Anna Wobedo, um der Seniorin für ihr ehrenamtliches Engagement in Werth zu danken und dieses mit einer Ehrenamtskarte zu würdigen. Anne Wobedo war eine von vier Damen aus dem Bereich der Pfarrei St. Josef, denen diese Ehrung zuteil wird.

Die Mitarbeit in der Caritas, die Organisation von Seniorentreffen, Kranken- und Geburtstagsbesuchen und Haussammlungen haben diese engagierten Mitbürger über viele Jahre geleistet und leisten sie immer noch, so gut es die Gesundheit zulässt. So konnte an der Ehrung beim Neujahrsempfang der Kupferstadt zwar nicht jeder der beispielhaft 25 ehrenamtlich Engagierten aus den unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen teilnehmen, aber ihnen allen galten nicht nur anerkennende Worte von Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier, von der Ehrenamtsbeauftragen Hildegard Nießen und von Regierungspräsidentin Gisela Walsken, die gemeinsam die aktiven Stolberger mit Blumen und Ehrenamtskarte auszeichneten, sondern auch ein warmer und lang anhaltender Applaus des Publikums.

Nicht nur die Regierungspräsidentin merkte an, dass dieser Neujahrsempfang wohl zu den bestbesuchten in der Kupferstadt zählt; begründet wurde diese Tradition übrigens Anfang der 1990er Jahre durch den ehrenamtlichen Bürgermeister Wolfgang Hennig. Bereits bei der Ankunft wiesen Schlangen bei der Parkplatzsuche und vor dem Eingang ins Museum auf die außergewöhnliche Resonanz hin. Dort begrüßten Bürgermeister Grüttemeier mit Gattin Nina sowie die beiden Stellvertreter Karina Wahlen und Patrick Haas die Gäste persönlich, bevor der Spielmannszug der Stolberger Feuerwehr zur Eröffnung wie auch im Verlauf des Abends eindrucksvoll unter Beweis stellte, warum er sich die Auszeichnung als bester Spielmannszug Deutschlands abholen durfte. Insbesondere mit dem von J.J. Nellestijn komponierten Stück „Funny Sticks“ versetzten fünf Schlagzeuger des Spielmannszugs das Publikum in Verzückung, als Schlagstöcke und Trommelfell nicht nur des eigenen Schlagzeugs, sondern auch das des Nachbarn rhythmisch geschlagen wurden. Darüber sprachen die Gäste auch noch beim anschließenden Umtrunk respektvoll.

„Nicht dem Terror beugen“

Doch zuvor war es an der Reihe des Bürgermeisters, zahlreiche Vertreter ehrenamtlichen Engagements und Repräsentanten (wie die beiden Landtagsabgeordneten Axel Wirtz und Stefan Kämmerling, den stellvertretenden Städteregionsrat Axel Hartmann und Ortsbürgermeister Frank Siewering aus der Partnerstadt im Harz) zu begrüßen und mit dem Ehrenamt als rotem Faden einen Rück- und Ausblick zu geben. Dem voran stand mit Verweis auf die Anschläge in Paris das mit großem Applaus bedachte Bekenntnis, „dass wir uns nicht der Provokation von Terroristen beugen werden“.

Wehebachtalsperre mit Rekordtief, Hochwasser, Fußballweltmeisterschaft und der Bau neuer Kunstrasenplätze, Brauchtumspflege, Wirtschaftsförderung, Sponsoring und die Bürgerstiftung (sie organisiert für den 26. Februar ein Benefizkonzert mit dem Landespolizeiorchester zugunsten des Sozialdienstes katholischer Frauen) waren Themen, die Grüttemeier kurz streifte, um hervorzuheben: „Viele Menschen machen sich über das Jahr hinweg um unsere Heimatstadt verdient, und gerne würde ich sie alle namentlich erwähnen“, wozu aber die Zeit nicht reichte. „Ohne ehrenamtliches Engagement kann eine Stadt nicht funktionieren“, sagte er und sprach auch den Rahmen dafür an.

Weitere Förderung in Aussicht

Denn die Stadt werde nun aufgewertet, und es würden neue Impulse zur Entwicklung des Einzelhandelsstandortes gesetzt. Ein Punkt, bei dem Andrea und Fred Pfennings als Investoren in das geschlossene Victor-Kaufhaus mit einem besonders warmen Applaus bedacht wurden. Der besondere Dank des Bürgermeisters galt der Regierungspräsidentin „für Ihre große Unterstützung, und ich freue mich schon auf die Übergabe weiterer Förderbescheide.“ Die Bezirksregierung habe die Kupferstadt im Auge, versicherte Gisela Walsken und ließ schon mal durchblicken, dass „noch ein wenig mehr drin ist“. Wobei auch die schwierige finanzielle Lage im Blick bleibe.

„Wer an den Dingen der Stadt keinen Anteil nimmt, ist kein stiller, sondern ein schlechter Bürger“, zitierte Walsken den Philosophen Perikles. Heute wie vor 2500 Jahren im antiken Athen gelte, dass das Wohlergehen einer Gemeinschaft eines verantwortungsvollen und gemeinwohlorientierten Handels bedürfe. „Die ehrenamtliche Tätigkeit ist das Fundament für ein intaktes Gemeinwesen“, unterstrich Walsken.


Engagement ist unverzichtbar

Egal in welchem Bereich – „bürgerschaftliches Engagement ist unverzichtbar“. Rund fünf Millionen Menschen im Land sind ehrenamtlich aktiv. Dank verschaffe ihnen die unmittelbare Rückmeldung, Gutes getan zu haben. Das Land fördere dieses Engagement unter anderem durch die Ehrenamtskarte, bei der Stolberg als 184. Stadt im Land beteiligt ist, und die Vergünstigungen bei Kooperationspartnern und öffentlichen Einrichtungen bietet. Da führten die 25 Prozent Ermäßigung auf Spaghettieis in einer Stolberger Eisdiele auch die Regierungspräsidentin „in Versuchung“, schmunzelte Walsken und hob hervor, dass die Kupferstadt mit der Einführung des neuen Ehrenamtspreises – für den in diesem Jahr erstmals Vorschläge unterbreitet werden können – nun regelmäßig auf Vorbilder aufmerksam mache. Eine gute Idee, befand Walsken. Denn ganz im Sinne Perikles‘ „sollten wir dieses ehrenamtliche Engagement nicht als selbstverständlich hinnehmen, sondern ihm die gebotene Anerkennung zollen“.

Und das taten dann die Regierungspräsidentin, der Bürgermeister und die Ehrenamtsbeauftragte beispielhaft: „Sie und alle Ehren­amtler sind der Schatz unserer Stadt“, würdigte Hildegard Nie­ßen. Dem kann man wohl nichts mehr hinzufügen.

25 neue Inhaber einer Ehrenamtskarte

Mit Vergünstigungen würdigt die Ehrenamtskarte langjähriges Engagement. Auf 131 Karteninhaber in Stolberg zeigt die Anzahl mit folgenden neuen Ehrenamtlern:

Aus dem kirchlichen Bereich Bernd Stickeler, José Kochs und Margret Gussen (St. Lucia), Barbara Clemens, Inge Bettendorf, Heinz-Joachim Bettendorf, Gisela Nobis-Dimde, Michael Schulden, Lutz Claer und Gerd Düppengießer (St. Franziskus), Anna Wobedo, Anne Radermacher, Elisabeth Krieger und Maria Harbich (St. Josef Werth).

Für Kinder- und Jugendarbeit Nicole Schweitzer, Herbert Baldrian (Alte Schule Venwegen) und Vanessa Derichs (Suni).

Aus dem sportlichen Bereich Brigitte Radermacher, Arndt Baars, Horst Zimmermann (ATV Atsch, IG Atscher Vereine), Dieter Jollet und Siegfried Matheis (SV Breinig), Michael Busch (DJK Roland).

Vielfältig aktiv in den Bereichen Schule und Soziales sind Marita von Rüden (Gutenbergschule) und Peter Mensger (Kolpingfamilie).


 

 



Mo

05

Jan

2015

Saskia Bläsius führt nun die Junge Union an

Freuen sich nach eigener Aussage auf „zwei spannende Jahre“: die JU-Vorsitzende Saskia Bläsius (vordere Reihe, Mitte) sowie ihre Stellvertreter Jonas Kirch (vordere Reihe links) und Carolin Sieven (vordere Reihe, rechts) mit dem übrigen Vorstand und den G
Freuen sich nach eigener Aussage auf „zwei spannende Jahre“: die JU-Vorsitzende Saskia Bläsius (vordere Reihe, Mitte) sowie ihre Stellvertreter Jonas Kirch (vordere Reihe links) und Carolin Sieven (vordere Reihe, rechts) mit dem übrigen Vorstand und den G

Stolberg. Die Stolberger Junge Union (JU) hat auf ihrer Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand gewählt. Zur neuen Vorsitzenden wurde Saskia Bläsius einstimmig von den anwesenden Mitgliedern bestimmt. Sie tritt die Nachfolge von Ratsherr Hans Bruckschen an, der nach vier Jahren nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung stand, da er den Schwerpunkt nun auf seine Arbeit in der Mutterpartei legt und von dort die Anliegen der jüngeren Generation begleitet. Unterstützt wird Bläsius durch ihre beiden Stellvertreter Jonas Kirch und Ratsfrau Carolin Sieven.


Die neue Führungsriege komplettieren Joachim Offermann (Geschäftsführer), Dominik B. Bayer (stellvertretender Geschäftsführer und Pressesprecher), Tim Wengler und Rebecca Theegarten (Kasse), Pascal Bläsius (Internet), Tobias Beisicht (Mitgliederwerbung) sowie Dominik Bauer, Cristin Berghausen, Hans Bruckschen, Marc Delzepich und Kira Willems (Beisitzer).


Saskia Bläsius bekräftigte nach ihrer Wahl, die gute Kooperation mit dem JU-Stadtverband Eschweiler fortführen und sich auch weiterhin in der CDU und ihren Gremien für Stolberg und die Städteregion einbringen zu wollen.

Auf der gut besuchten Versammlung im vor wenigen Monaten eröffneten Gebäude der Euregio Verkehrsschienennetz GmbH (EVS) im Hauptbahnhof hatten die Teilnehmer zuvor Thomas Fürpeil gelauscht.

Der EVS-Geschäftsführer skizzierte die Geschichte der EVS, die als Idee „an der Theke“ begann, und führte mit Blick auf die Zukunft des privaten Unternehmen aus, dass noch einige Herausforderungen wie die Elektrifizierung des Schienennetzes anstünden, diese jedoch aufgrund des großen Zuspruches aus der Bevölkerung realisierbar seien.

Derweil lobte Hans Bruckschen in seinem emotionalen Jahresrückblick „das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der JU und der CDU als Parteienfamilie“. Positiv äußerten sich auch Bürgermeister Tim Grüttemeier, der sich für die „überragende Unterstützung im Wahlkampf“ bedankte, und der CDU-Vorsitzende Jochen Emonds, der die „generationenübergreifende Arbeit in der Partei“ hervorhob.


Mo

05

Jan

2015

Kaiserplatz, machen Sie mit und sprechen Sie uns an!

Die Bürger werden gefragt: Der Kaiserplatz soll nicht nur für den Weihnachtstreff, sondern auch für andere Veranstaltungen funktionaler und auch durch Gastronomie aufgewertet werden.Foto: J. Lange
Die Bürger werden gefragt: Der Kaiserplatz soll nicht nur für den Weihnachtstreff, sondern auch für andere Veranstaltungen funktionaler und auch durch Gastronomie aufgewertet werden.Foto: J. Lange

Stolberg. 30 Jahre ist es nun her, dass dem Kaiserplatz sein klassizistisches Erscheinungsbild mit vielen Platz raubenden Beeten verliehen worden ist – mit dem Wasser speienden Löwen an der Rückseite des großen Brunnens. Zuvor war an dieser Stelle auch ein Brunnen – mit dem maroden Charme der 50er Jahre und einer öffentlichen Toilette darunter. Kastanien und Linden säumten den Platz bereits damals, aber zu ihren Fußen war auf dem Asphalt reichlich Platz zum Parken und für Veranstaltungen. Weder die eine noch die andere Gestaltung entsprechen den Anforderungen heutiger Zeiten. Und dank der Landesförderung für das Entwicklungskonzept Talachse „können wir eine neue Gestaltung des zentralen Platzes in der Innenstadt anpacken“, sagt Tobias Röhm. Der Technische Dezernent lädt dazu die Stolberger zum Mitmachen ein. Im Rahmen einer Planungswerkstatt am Donnerstag, 22. Januar, ab 18 Uhr im Ratssaal können sie Anregungen und Ideen einbringen, wie der Kaiserplatz schön, belebt und nutzbarer zugleich werden kann.

„Wir werden nicht mit einem weißen Blatt anfangen“, erklärt Röhm. Erste Ideen werden dazu durch die Stolberger Landschaftsplaner Winterscheid - Weidenhaupt unterbreitet, die beispielsweise bei der Gestaltung der Treppe zum Mausbacher Markusplatz oder den Außenanlagen des Aachener CHIO-Geländes ihre Kreativität bewiesen haben. Das Büro wird auch gemeinsam mit Vertretern der Verwaltung die Arbeitsgruppen betreuen, die in denen die Stolberger bei der Planungswerkstatt ihre Anregungen aktiv einbringen können.

Ziel ist eine Aufwertung des Kaiserplatzes entsprechend seiner historischen und städtebaulichen Bedeutung, bei der aber Möglichkeiten für eine zeitgemäße Nutzung geschaffen und die Aufenthaltsqualität attraktiver gestaltet werden. Für Feste sollen zusammenhängende Flächen größer gestaltet werden, zur Belebung soll ein Gastronomiebetrieb auf dem Platz entstehen.

Die Vorschläge der Bürger werden dann in die Planung eingearbeitet, über die der Ausschuss für Stadtentwicklung auf seiner Sitzung am 5. März befindet. „Sobald die Planung steht, werden wir alle Nutzer des Kaiserplatzes frühzeitig über Veränderungen und auch Einschränkungen während der Umbauphase informieren“, erklärt Tobias Röhm. Nach Ausschreibung und Vergabe rechnet der Dezernent mit dem Baubeginn für den kommenden November.(-jül-)


Sa

20

Dez

2014

Pfennings übernimmt Victor-Kaufhaus

Zum 1. März übernimmt Unternehmer Fred Pfennigs aus Baesweiler das vor 25 Jahren eröffnete Ensemble an der Ecke von Steinweg, Sonnental- und Enkereistraße. Es wird grundlegend umgebaut.Foto: J. Lange
Zum 1. März übernimmt Unternehmer Fred Pfennigs aus Baesweiler das vor 25 Jahren eröffnete Ensemble an der Ecke von Steinweg, Sonnental- und Enkereistraße. Es wird grundlegend umgebaut.Foto: J. Lange

„Das ist gut für Stolberg“, sagt das Pärchen, das sich in der Fußgängerzone nach Neuigkeiten erkundigt. Dort steigt „weißer Rauch“ auf: Klaus Victor und Fred Pfennings sind sich einig geworden. Am Mittwochabend setzten die beiden Unternehmer ihre Unterschriften unter die Verträge zur Übernahme des Kaufhauses und des Parkhauses; über den Kaufpreis ist Stillschweigen vereinbart. Der am 10. Januar zu Ende gehenden Ära Victor folgt ein Neuanfang. Einzelhandel soll in diesem belebten Teil der Fußgängerzone in großem Umfang erhalten bleiben und um weitere Anziehungspunkte ergänzt werden.


„Ich bin froh, dass es gelungen ist, das Ensemble als Frequenzbringer für die Innenstadt zu halten und zu stärken“, fällt Tim Grüttemeier der sprichwörtliche Stein vom Herzen. Frühzeitig hat Fred Pfennings den Bürgermeister und sein Team um den Technischen Dezernenten Tobias Röhm eingebunden, um machbare Veränderungen an dem Gebäudekomplex auszuloten. „Es ist eine sehr kon­struktive Zusammenarbeit“, lobt Pfennings.


Wie bereits vor zwei Jahren, als der Mineralölunternehmer aus Baesweiler die 1995 errichtete Victor-Passage übernahm, war die Immobiliengesellschaft der Sparkasse als Maklerin in das Projekt involviert, für dessen Umbau der Architekt Peter Kutsch vom Büro nbp aus Roetgen unterschiedliche Szenarien entwickelt hat.


„Wir sind noch sehr flexibel“, sagt Fred Pfennings. „Vieles ist vorstellbar.“ Das Erdgeschoss soll jedenfalls dem Einzelhandel vorbehalten bleiben. Anders als bisher soll ein interessanter Mix aus unterschiedlichen Branchen entstehen. Einen Schwerpunkt sieht Pfennings im Bereich Sport und Mode sowie in unterschiedlichen Fachgeschäften. Geschäfte aus den Bereichen Lebensmittel und Gastronomie sollen für zusätzliches Leben in Kaufhaus und Innenstadt sorgen – auch über die bisher gewohnten Ladenschlusszeiten hinaus. Dies ist auch für das erste Obergeschoss möglich, wo zusätzlich auch Büro- und Praxisflächen entstehen sollen. Büro- und barrierefreier Wohnraum zur Sonnenseite, zum Vichtbach hin, stehen auf der Agenda. Je nach Konzept können bis zu 20 Wohnungen geschaffen werden. „Die Nachfrage ist immens“, weiß Pfennings auch von seiner aktuellen Neugestaltung in der Rathaus-Passage.


Mit dem Umbau des Kaufhauses möchte der Unternehmer zügig nach dem Eigentumsübergang der Immobilie zum 1. März beginnen. Bis Ende Januar sollen die Projektskizzen in bauantragsreife Pläne gegossen sein. „Das ist auch die große Chance für alle interessierten Mieter“, macht Fred Pfennings aufmerksam, dass er ganz individuell auf unterschiedliche Interessen bei Ausstattung und Größe eingehen kann.

„Machbar sind auch Gewerbelokale über zwei Etagen hinweg“. Was beispielsweise für Bewerber aus der Gastronomie ausgesprochen interessant sein kann, zumal eine Ausbau-Variante die Realisierung eines Innenhofes mitten in dem Ensemble, das sich über einst vier Gebäude hinzieht, vorsieht. „Es gibt bereits konkrete Interessenten, weitere sind willkommen“, sagt der Unternehmer, der zur Höhe der geplanten Investitionen nur verrät, dass sie die Größenordnung des Kaufpreises haben werden. Immerhin ist eine völlig neue Gestaltung der Dachflächen vorgesehen, wo zusätzlicher Wohnraum entsteht – barrierefrei, versteht sich. Erneuert wird auch der Aufzug, so dass selbst komplette Betten ins Obergeschoss befördert werden können...


Grundlegend saniert werden soll das Parkhaus mit 342 Stellplätzen, das von der Grüntal- ebenso wie von der Bergstraße aus anfahrbar ist. Das obere Parkdeck soll überdacht, ein neuer Aufzug, eine zeitgemäße Bezahlanlage sowie eine moderne LED-Beleuchtung eingebaut werden. Auch eine Videoüberwachung und weitere Sicherheitseinrichtungen sollen das Parkhaus komfortabler und eben sicherer machen. Darüber hinaus denkt Pfennings über Angebote und Synergieeffekte in Kooperation mit den Mietern und Nutzern von Kaufhaus und Passage nach. „Ich blicke mit Optimismus auf die Herausforderungen“, sagt der Investor, für den sein Einsatz auch mit entscheidenden Risiken behaftet ist. Aber für Fred Pfennings ist das Engagement in der Kupferstadt ein klares Bekenntnis zum Standort Stolberg und zu dessen guten Perspektiven. Ehefrau Andrea stammt aus Stolberg, wo ihre Eltern noch wohnen. Zuerst mit einer Tankstelle im Gewerbegebiet Steinfurt, zuletzt mit der Übernahme der Victor-Passage vor zwei Jahren dokumentierte der Baesweiler sein Engagement, das passgenau zu den Maßnahmen zur Revitalisierung der Innenstadt nachhaltige Akzente in der Kupferstadt setzen soll.


Dass seine Immobilien in guten Händen sind, freut auch Klaus Victor. „Es ist schade, dass wir sie abgeben mussten“, bedauert der Kaufmann aus Monschau. „Aber die Zeiten eines klassischen Kaufhauses gehen zur Neige.“ Hertie und Kaufhallen gebe es nicht mehr, für Karstadt und Kaufhof sei es eng am Markt. „Es hat aber auch gute Zeiten in Stolberg gegeben.“ Immerhin 25 Jahre lang hat Victor in der Kupferstadt wichtige Akzente gesetzt und versucht, auf Marktveränderungen zu reagieren. Kontinuierlich wurde zunächst die Verkaufsfläche erweitert – zuletzt 2007 auf 4500 m2 durch das Angebot im Keller. Aber neben dem Internet hätten zunehmend Fachmärkte das breite Kaufhaus-Sortiment bedroht – von Parfüm und Drogerieartikel über Spielwaren bis hin zu Elektrosachen.


Anders als am Standort Imgen­broich, wo sich nun C&A niederlässt, fehlte in Stolberg Platz für eine grundlegende Umstrukturierung – und zuletzt auch die Frequenz von Kunden. Für sie gibt es jetzt noch einmal bis zum 10. Januar Rabatte von 50 bis zu 80 Prozent auf die verbliebene Ware. Nachdem Klaus Victor vor einem Jahr das Ende seines Kaufhauses in Aussicht stellte, hatten die rund 30 Mitarbeiter Zeit, sich neu zu orientieren. Fünf wechseln an den Standort Imgenbroich. Die Masse habe selbst neue Beschäftigungen gefunden oder wechsele in den Ruhestand. Zwei Angestellte seien noch auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung.


Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Do

18

Dez

2014

Die Stolberger Bauunternehmung Holly GmbH erwirbt Grundstück im Camp Astrid

Die Bauunternehmung Holly GmbH wird im Bereich Camp Astrid ein Grundstück in einer Größe von ca. 1.200 m² erwerben. Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier unterstreicht die Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Stolberg.

„Die Bauunternehmung Holly GmbH ist ein Stolberger Traditionsunternehmen, das seit Jahren erfolgreich in der Region tätig ist.“, erklärt Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier. „Mit Camp Astrid verfügen wir über ein hervorragendes Gewerbegebiet, das ihm und anderen Betrieben optimale Bedingungen für Erweiterungen und Neuansiedlungen bietet.“

Bereits Anfang der 70er Jahre wurde die ehemalige Peter Holly GmbH gegründet und im Jahr 2003 durch den Maurer- und Betonbauermeister Michael Reidt als alleinigem Anteilseigner und Geschäftsführer übernommen. Dieser hat die Firma erfolgreich weitergeführt und fortentwickelt. Am neuen Standortwerden die aktuell 6 Mitarbeiter durch den Neubau einer eigenen Halle mit Büro eine neue Wirkungsstätte und das Unternehmen ausreichend Platz für weiteres Wachstum finden.

„Die Bauunternehmung Holly GmbH ist für Privatleute, die Industrie sowie für die unterschiedlichsten Institutionen tätig. Für unsere Kunden fertigen wir Ein- bis Mehrfamilienhäuser und führen Umbau- und Natursteinarbeiten durch.“, erläutert der Geschäftsführer Michael Reidt. „Wir legen auch großen Wert darauf, unsere in der Vergangenheit erarbeiten Qualifikationen zu erhalten und das Wissen an unsere Auszubildenden weiterzugeben. Unser neuer Standort bietet uns hierfür zahlreiche Vorteile, angefangen bei der Logistik bis hin zur Repräsentation.“
 
Bürgermeister Dr. Grüttemeier bedankt sich für die gute Zusammenarbeit und unterstreicht die Vorbildfunktion des Unternehmens: „Die Ansiedlung der Bauunternehmung Holly GmbH ist ein Beleg für den neuen Schwung, der in die Vermarktung von Camp Astrid gekommen ist. Ich freue mich, dass wir in der Kupferstadt über zupackende und expandierende Unternehmen wie die Firma Holly verfügen, mit denen wir als Verwaltung den Wirtschaftsstandort Stolberg erfolgreich weiter entwickeln können.“ 

Di

16

Dez

2014

Ein Neuer an Bord - Udo Rüttgers wechselt zur Stolberger CDU

Ein halbes Jahr nach seiner Verpflichtung sitzt der einstige Spitzenkandidat Udo Rüttgers nicht mehr für die Piraten, sondern für die Christdemokraten im Stolberger Stadtrat und im Städteregionstag.Foto: J. Lange
Ein halbes Jahr nach seiner Verpflichtung sitzt der einstige Spitzenkandidat Udo Rüttgers nicht mehr für die Piraten, sondern für die Christdemokraten im Stolberger Stadtrat und im Städteregionstag.Foto: J. Lange
Ex-Spitzenkandidat Udo Rüttgers ist aus der „Mitmachpartei“ ausgetreten und behält seine Listenmandate in Stadtrat und Städteregionstag. Beitritt zu den Christdemokraten. Neue absolute Mehrheit will weiter mit SPD koalieren.


Es ist schon mehr als eine kleine Welle, die Udo Rüttgers in diesen Tagen entfacht. Der 43-jährige Spitzenkandidat der Piraten in der Kupferstadt und in der Städteregion hat der Partei den Rücken gekehrt. Am Samstag hat das Mitglied von Stadtrat und Städteregionstag die Beitrittserklärung zur CDU unterschrieben. Mit dem Wechsel verfügen die Christdemokraten nun inklusive des Votums von Bürgermeister Tim Grüttemeier (CDU) mit 23 Stimmen über eine absolute Mehrheit im Stadtrat, denn Rüttgers behält das über die Piraten-Liste errungene Mandat. Letzteres gilt auch für den Städteregionstag, wo die Mehrheit von CDU und Grünen inklusive der Stimme von Städteregionsrat Helmut Etschenberg (CDU) auf 39 zu 34 anwächst.

„Ich habe mich mit großem Idealismus und mit viel Engagement in die politische Arbeit gestürzt“, resümiert Rüttgers. „Mein erster Gedanke dabei war es, etwas für Stolberg zu bewegen, weil vieles nicht so lief, wie es sein könnte.“ Damals fand der Chemikant zur „Mitmachpartei“, den Piraten. Dort habe er sich engagiert, ohne sich zunächst Gedanken über eine parteipolitische Ausrichtung zu machen. Sein Engagement wurde anerkannt. Rüttgers zog als Spitzenkandidat in beide kommunalen Parlamente ein. Doch es sei in erster Linie die Bundespartei, die sich immer weiter von den Bürgern weg orientiert habe, die ihm die Identifikation mit dem Piratentum unmöglich gemacht hätten. Die „weltfremde Forderung nach einem Weltraumaufzug“ sowie nach einer Freigabe von Drogen waren für Udo Rüttgers mit entscheidend: „Das kann ich nicht mittragen, und ich kann die Bundeslinie nicht vom Lokalen trennen.“ Auch dort hadert er damit, dass „vehement gegen Alemannia Aachen gearbeitet wird“. Letztlich sah Rüttgers bei den Piraten keinen Heimathafen mehr für „meine eher konservativen“ Ansichten. „Die Alternative ist für mich die CDU“, betont Rüttgers. Dort will er sich weiter als „Ansprechpartner für Bürger“ und für Arbeitnehmerfragen einsetzen. Und „Stolberg wird eine moderne Stadt“, sieht der 43-Jährige die aktuelle Entwicklung durch die Amtsführung von Bürgermeister Tim Grüttemeier auf dem richtigen Weg.

Seinem verbliebenen aktiven Mitstreiter bei den Piraten in Stadt und Städteregion, Maximilian Möhring, bescheinigt Rüttgers Idealismus und Engagement, aber es habe auch inhaltliche Differenzen gegeben. Sie seien aber nicht entscheidender Anlass zur Trennung gewesen.


Die bedauert Maximilian Möhring. Die Piraten sind nun nicht mehr im Stadtrat vertreten, Gastronom Gerd Bougé kann von der Liste nicht in das Stadtparlament nachrücken. „Wir müssen die Situation jetzt erst einmal reflektieren“, sagt der Piraten-Sprecher und Fraktionsgeschäftsführer in der Städteregion. „Wir können uns nicht erklären, wie es zu dieser Entscheidung gekommen ist“. Das größere Problem in der Kupferstadt sieht Möhring allerdings auf die SPD zukommen. Und in der Städteregion verliert die Kooperation mit den Unabhängigen Freien Wählern mit dem Fraktionsstatus als zukünftig zweiköpfige Gruppe auch deutlich an logistischer Unterstützung (siehe Box).

Ganz anders ist die Einschätzung bei der CDU. Jochen Emonds freut sich über den Zuwachs, der die christdemokratische Basis im Rathaus erweitere. „Es ist in unserer Satzung geregelt, dass CDU-Mitglieder automatisch auch der Fraktion angehören“, erklärt der Stadtverbands- und Fraktionsvorsitzende. „Ich habe in den Gesprächen mit Udo Rüttgers den Eindruck gewonnen, dass er sehr gut zu uns passen wird.“ Gleiches sagen auch Klaus-Dieter Wolf als Fraktionsvorsitzender in der Städteregion und Axel Wirtz als Vorsitzender der Kreis-CDU: „Wir haben uns in den vergangenen Tagen mit Inhalten, Kooperationsvereinbarung und unseren Haushaltsrichtlinien auseinandergesetzt. Wir stimmen überein.“


SPD diskutiert noch am Abend

Nur noch eine Formalie sei die Bestätigung der Mitgliedschaft durch den Kreisvorstand. Gestern Abend hat Emonds die Ratsfraktion über den personellen Zuwachs informiert. Gleichzeitig erteilt der Stolberger Vorsitzende einer Alleinregierung durch die CDU eine Absage und betont: „Wir möchten die bewährte große Koalition in und für Stolberg fortsetzen“ – auf der Basis des Koalitionsvertrags vom Juni, der sowohl die inhaltliche wie auch die formale Zusammenarbeit definiere. „Ich habe darüber bereits mit Dieter Wolf gesprochen, als ich ihn über den Wechsel von Udo Rüttgers informiert habe“, sagt Emonds.

Und Dieter Wolf (SPD) dankt für das „faire Vorgehen“ des Kollegen im Fraktionsvorsitz. Gestern Abend diskutierten die Sozialdemokraten im Kreise des erweiterten Fraktionsvorstandes die veränderte (Mehrheits-)Lage im Stadtrat. Ergebnissen wollte Wolf gestern nicht vorgreifen. Solange der Partner aber die gemeinsamen Vereinbarungen erfülle, denkt Wolf ebenso wie der Vorsitzende des SPD-Stadtverbandes an eine „Fortsetzung der bislang erfolgreichen“ Zusammenarbeit. „Ich gehe davon aus, dass wir in Stolberg die große Koalition fortsetzen werden“, schätzt Martin Peters die Stimmung ein.


Peters bietet Zusammenarbeit an

Ganz anders aber wertet Peters als Vorsitzender der SPD-Fraktion die Perspektiven für die Städteregion. „Herr Rüttgers hat in den offenen Abstimmungen zum Haushalt bereits für jeden Anwesenden nachvollziehbar mit der Mehrheit gestimmt. Warum sollte er dieses Verhalten in der geheimen Abstimmung ändern?“, ist für Peters klar, dass beim Votum über das Budget gleich zwei Abweichler in den Reihen der CDU waren. Sollte dem so sein, „dann hätten CDU und Grüne selbst mit der Stimme von Städteregionsrat Helmut Etschenberg keine eigene Mehrheit mehr bei kritisch-geheimen Abstimmungen“, analysiert der Sozialdemokrat und bietet für die anstehende Strukturdebatte der CDU „unsere Zusammenarbeit im Wege eines formalisierten Prozesses an, damit schwierige Entscheidungen mit stabilen Mehrheiten getroffen werden können“.

Zu einem anderen Ergebnis kommen Wirtz und Wolf. „Die Mehrheit von CDU und Grünen ist gefestigter denn je“, verweist Wolf darauf, dass die Koalition seit 20 Jahren keine Abstimmung verloren habe. Unzufriedene Abweichler gebe es überall immer mal wieder. „Wir werden uns nicht auf die Suche nach Abweichlern machen“; zu schnell könne ein Falscher in Verdacht geraten.


Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Di

16

Dez

2014

Haushalt 2015 - CDU:„Sparen und in die Zukunft investieren!“

Seit Jahren überfällig ist der Neubau eines Gerätehauses für die Zweifaller Löschgruppe der Feuerwehr. Der Neubau soll an der Jägerhausstraße am Ortsausgang nach Vicht entstehen.Fotos: J. Lange
Seit Jahren überfällig ist der Neubau eines Gerätehauses für die Zweifaller Löschgruppe der Feuerwehr. Der Neubau soll an der Jägerhausstraße am Ortsausgang nach Vicht entstehen.Fotos: J. Lange

Die FDP hätte zwar fast den Haushalt mit unterschreiben können, aber „einige Stellschrauben werden nicht richtig gedreht und Wege falsch eingeschlagen“, monierte Bernd Engelhardt. „Es wäre zu schön um wahr zu sein, aber es ist nicht wahr“, kritisierte für die Linken Mathias Prußeit und beklagte, dass die Sanierung der Finanzen durch eine zu starke Belastung der Bevölkerung erreicht werden solle. Und angesichts erhöhter Ansätze bei Gewerbesteuereinnahmen werde das kommende Jahr „zum Stresstest für die mittelfristige Konsolidierung der Finanzen“, befand für die Grünen Dina Graetz. Außerdem schaffe die Koalition durch zu großzügige Zuwendungen an Vereine, etwa im Fußball, Präzedenzfälle, die sich die Stadt nicht leisten könne. Gemeinsam mit Hans Emonds (UWG) lehnten die sechs Ratsmitglieder von Grünen, Linken und FDP das von der großen Koalition aus CDU und SPD sowie der Verwaltung vorgelegte Budget für das kommende Jahr ab. „Der Haushalt ist schlüssig und wurde vom Bürgermeister überzeugend erläutert“, begründete gegenüber unserer Zeitung Udo Rüttgers (Piraten) seine Zustimmung.


Während Jochen Emonds (CDU) und Dieter Wolf (SPD) aus ihrer Sicht Schwerpunkte und Projekte für die nächsten Monate erläuterten, gab Tim Grüttemeier einen Überblick über die finanzielle Entwicklung und künftige Herausforderungen. „Wir zehren immer noch das Vermögen unserer Stadt auf“, mahnte Grüttemeier. Die Investitionsrate liege weiterhin unter den bilanziellen Abschreibungen, die mit 13,4 Millionen Euro fast neun Prozent des Aufwandes machen. „Zurückhaltende Investitionen und mangelnde Substanzerhaltung geschahen in der Vergangenheit aus der finanziellen Not heraus“, so der Verwaltungschef, „aber wir werden uns darüber unterhalten müssen, wie es in der Zukunft aussehen sollte.“ Noch gravierender abhängig ist die finanzielle Genesung der Kupferstadt von der Entwicklung auf dem Zinsmarkt. Die aktuelle Niedrigzinsphase kommt der Konsolidierung entgegen. 2,86 Millionen Euro für Zinsen entsprechen nicht einmal zwei Prozent des Aufwandes. Bei Zinsen von 0,4 Prozent für kurzfristige kommunale Kredite hat der Kämmerer sich Investitionen finanziert. „Aber es ist nur eine Frage der Zeit, dass die Europäische Zentralbank die Leitzinsen anheben wird“, sagte Grüttemeier. Stolberg müsse den rechten Zeitpunkt abpassen, zu günstigen Konditionen die kurzfristigen in langfristige Verbindlichkeiten umzuwandeln. Auch darüber möchte die Verwaltung kontinuierlich mit den Fraktionen beraten.


Mit 35,8 Millionen Euro machen die Personalkosten 24 Prozent des Aufwandes aus, aber bei 69,2 Millionen Euro mit satten 46,2 Prozent zu Buche schlagen die Transferaufwendungen. Und von diesen macht mit 36,6 Millionen Euro die Städteregionsumlage gleich 53 Prozent aus. Zuwendungen an Dritte – wie in erster Linie Abgaben an Zweckverbände, Tagesstätten freier Träger, Ausstattung von Schulen aber auch Zuschüsse für Sportvereine – (27,6 % / 19,2 Mio.) und soziale Leistungen (14,4 % / 9,9 Mio.) sind die nächsten dicken Batzen.


Die Erträge der Stadt – rund 148,6 Millionen Euro – werden wesentlich durch die Zuwendungen von Land und Bund (43,1 Millionen Euro) sowie Steuern und Abgaben (61,2 Millionen Euro) geprägt. Hier machen die Gewerbesteuer (37,5 % / 22,9 Mio.) und die Anteile an der Einkommenssteuer (35,1 % / 21,5 Mio.) die größten Positionen aus. Erst an dritter Stelle mit der Grundsteuer B (17,4 % / 10,7 Mio.) bleibt der Stadt ein Stellrad, um die Einnahmen beeinflussen zu können. Sie soll aber ebenso wie die anderen Steuer- und Gebührensätze unverändert konstant bleiben.


Mit Einnahmen in Höhe von 102 000 Euro (0,17%) spielt die Grundsteuer A auf landwirtschaftliche Flächen nur eine marginale Rolle, während die Vergnügungssteuer 550 000 Euro und Hundesteuer 450 000 Euro ins Stadtsäckel spülen, und 11 000 Euro bringt die Zweitwohnsteuer; zusammen macht das 1,7 Prozent aus.


Mit seinen Schlüsselzuweisungen von rund 31 Millionen Euro beeinflusst das Land zu fast 72 Prozent die Zuwendungen der Kommune (29 Prozent ihrer gesamten Erträge). Weitere 11,3 Prozent machen die 4,89 Millionen Euro aus dem Stärkungspakt aus. In diesem Jahr muss die Stadt sie durch Inanspruchnahme ihres Dispo-Kredites vorlegen. Das Land hatte die Auszahlung verweigert, weil Stolberg in Rückstand mit seinen Jahresabschlüssen ist. Der Rat verabschiedete gestern den für 2011, bis Ende April soll der Abschluss für 2012 und der Entwurf für 2013 vorliegen. Dann überweist im Mai das Land die Stärkungspaktgelder für dieses und kommendes Jahr.


Geht die mittelfristige Finanzplanung für 2015 noch von einem Minus in Höhe von rund 945 000 Euro aus, wird ab 2016 mit positiven und steigenden Ergebnissen gerechnet: von 61 319 Euro auf 111 307 Euro in 2018. „Haushalt und Finanzplanung entsprechen den Vorgaben des Sanierungsplanes, und die Haushaltssatzung 2015 ist gemäß der gesetzlichen Vorgaben genehmigungsfähig eingebracht worden“, betonte Grüttemeier. Von aktuell rund 190,7 Millionen Euro soll bis Ende 2018 die Verschuldung auf etwa 171 Millionen Euro abgebaut werden. „Wir setzen den eingeschlagenen Konsolidierungskurs fort“, so der Bürgermeister, „und erhalten eine dauerhafte und generationengerechte Handlungsfähigkeit der Kupferstadt durch zukunftsweisende Entscheidungen“.


So engagiere sich Stolberg bei der Inklusion und mit Maßnahmen für jugendliche Arbeitslose, fördert das Ehrenamt und investiert: in das Entwicklungskonzept Talachse Innenstadt mit Umgestaltung von Kaiserplatz und Frankental, dem Ausbau des schnellen Internets und der Sekundarschule sowie bei der Ausstattung der Feuerwehr, die moderne Schutzkleidung, ein neues Löschfahrzeug und eins zur Ölbeseitigung plus ein neues Gerätehaus in Zweifall erhalten soll.


Auch beim Bau des Parkhauses am Hauptbahnhof möchte die Stadt in Vorleistung treten, da der Zweckverband Nahverkehr Rheinland seine zugesagten Zuschüsse erst ab 2017 zahlen kann. Sollte aus nicht abgerufenen Mitteln oder Rückläufen doch vorher Geld zur Verfügung stehen, will Stolberg sofort mit dem Bau loslegen können. Gestern Abend beauftragte der Bau- und Vergabeausschuss dazu Ingenieurbüros mit vorbereitenden Untersuchungen.


Eine ganze Reihe weiterer Investitionen listete Jochen Emonds auf. Neben vielfältigem Engagement bei Schulen, Sozialem und Infrastruktur soll der Tourismus weiter angekurbelt werden. Die Burgstollen sollen für die Öffentlichkeit geöffnet und ein neuer Brunnen am Luciaweg entstehen. „Es ist ein Novum der letzten zehn Jahre, dass die Verwaltung einen Haushaltsentwurf vorgelegt hat, der genehmigungsfähig ist“, lobte der CDU-Fraktionsvorsitzende.


„Es wurde ein Spagat zwischen dem Anspruch der Koalition, die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt durch zielgerichtete Investitionen zu stärken, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu wahren und die Vorgaben des Stärkungspaktes zu beachten“, wertete Dieter Wolf. Neben dem hohen Stellenwert von Bildung, Schule, Sozialleistungen, Kitas und Inklusion im Haushalt sieht der SPD-Fraktionsvorsitzende weitere Schwerpunkte im Ausbau des Breitbands, dem Entwicklungskonzept Innenstadt, der Modernisierung des Bahnhofsumfeldes und der Erschließung neuer Baugebiete. Aber Wolf mahnte auch an, dass die Gewerbesteuereinnahmen mit 330 Euro pro Einwohner unter dem Landesschnitt von 530 Euro deutlich hinter den Erwartungen zurückliegen.


Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Fr

12

Dez

2014

Wohnen für Jung und Alt in den Gärten der Neustraße

Die generationenübergreifende Wohnanlage im Innenbereich der Breiniger Neustraße soll dreigeschossig zuzüglich eines nicht voll ausgebildeten Staffelgeschosses und mit einer Tiefgarage entstehen. Visualisierung: Woba
Die generationenübergreifende Wohnanlage im Innenbereich der Breiniger Neustraße soll dreigeschossig zuzüglich eines nicht voll ausgebildeten Staffelgeschosses und mit einer Tiefgarage entstehen. Visualisierung: Woba

etzt sollen erst einmal frühzeitig die Bürger beteiligt werden, nachdem der Stadtrat einstimmig dem Antrag der Breiniger Wohnungsbau GmbH (Woba) gefolgt ist. Sie darf nun die Verfahren einleiten für die Aufstellung eines Vorhaben bezogenen Bebauungsplans nebst erforderlicher Änderung des Flächennutzungsplans an der Neustraße in Breinig.


Genauer gesagt auf knapp 2900 Quadratmeter im Innenbereich der Neustraße, dort wo ein mittlerweile ins Camp Astrid umgesiedelter Gartenbauer sein Betriebsgelände unterhielt, bis hin zum Außengelände des Kindergartens. Angestrebt ist ein Generationen übergreifende Wohnprojekt mit voraussichtlich 24 Einheiten und rund 2100 Quadratmeter Gesamtwohnfläche.


Die geplante Anlage soll in Nord-West-Südost-Richtung auf dem Grundstück platziert werden, so dass Terrassen und Balkone Richtung Südwesten ausgerichtet werden können. Die Anlage soll dreigeschossig zuzüglich eines Staffelgeschosses, das jedoch nicht als Vollgeschoss ausgebildet wird, erstellt werden. Die Wohnanlage ist in drei Teilabschnitten mit jeweils separaten Fahrstuhlanlagen geplant. Die Wohnungsgrößen, die hier angeboten werden sollen, bewegen sich in einer Größenordnung zwischen 60 und 115 Quadratmeter. Der Wohnkomplex wird mit Tiefgarage mit 20 Parkplätzen geplant; ein weiteres Dutzend nicht überdachter Stellplätze sollen im Südosten des Geländes entstehen.


Im heute noch gültigen Bebauungsplan ist der betreffende Bereich als Mischgebiet festgesetzt; zugelassen ist lediglich eine Straßenrandbebauung in offener Bauweise bis zu einer Tiefe von 15 Meter maximal zweigeschossig, bis zu einer Tiefe von 40 Meter maximal eingeschossig. Nun soll ein Allgemeines Wohngebiet so festgesetzt werde, dass auch ausnahmsweise erlaubte Betriebe aus Gründen des Immissionsschutzes und wegen mangelnder Erschließung ausgeschlossen werden.


Die Verwaltung sieht das Plangebiet aufgrund seiner guten Lage zum Ortskern, der Infrastruktur und der verkehrlichen Erschließung „als besonders attraktiver Wohnstandort insbesondere für ältere Nutzergruppen, aber auch für junge Familien als besonders attraktiv an“, so der Technische Dezernent Tobias Röhm. Auch die Nachfrage in Breinig sei hoch. Die Bauleitplanung soll im beschleunigten Verfahren ohne Durchführung einer Umweltprüfung erfolgen. Die Woba als Vorhabenträger muss die Planungs- und Erschließungskosten für das Projekt übernehmen.


Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Do

11

Dez

2014

„Kupferstadt Stolberg“ steht ganz oben!

So sollen sie in Zukunft aussehen, die neuen Ortstafeln im Stolberger Stadtgebiet. Ganz oben wird „Kupferstadt Stolberg (Rhld.)“ zu lesen sein. Fotomontage: Günter Herfs
So sollen sie in Zukunft aussehen, die neuen Ortstafeln im Stolberger Stadtgebiet. Ganz oben wird „Kupferstadt Stolberg (Rhld.)“ zu lesen sein. Fotomontage: Günter Herfs

In Vorlagen und beim Briefverkehr ist die neue Bezeichnung schon längst heimisch geworden. Nun geht es darum, auch gut sichtbar nach außen zu zeigen, wo man ist: in der Kupferstadt Stolberg. Und das ist gar nicht so einfach. Mit Datum vom 6. August 2012 hatte Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger den Antrag der Stadt Stolberg genehmigt. Mit dieser Genehmigung ist die vom Stadtrat gemäß § 13 Absatz 3 der Gemeindeordnung im Juni beschlossene Bezeichnung „Kupferstadt“ seitdem die amtliche Zusatzbezeichnung der Stadt Stolberg. Und wie es bei amtlichen Bezeichnungen nun einmal so der Fall ist, ist dieses Recht auch mit Pflichten verbunden. Denn „die Zusatzbezeichnung ist von der Gemeinde im Briefkopf und auf Behördenschildern zu führen“, heißt es in den Hinweisen des Ministeriums zur weiteren Ausführung.


Nun nahmen sich Verwaltung sowie der Stadtrat und seine Gremien die Ortstafeln vor. Die müssen nun ausgetauscht werden. Sukzessive, versteht sich aus finanziellen Gründen, wenn sie beschädigt oder unleserlich sind.


Zur Gestaltung des Verkehrszeichens 310 gemäß der Straßenverkehrsordnung gibt‘s natürlich auch Vorschriften. Und weil die Kupferstadt Stolberg keine kreisfreie Stadt ist, darf sie noch längst nicht alles. Aber immerhin konnte die Verwaltung vier Muster vorlegen, aus denen die Politik dann auswählen durfte.


Für den Innenstadt-Bereich ist das kein Problem. In zwei Zeilen steht in Fett oben auf der Tafel „Kupferstadt“ und darunter „Stolberg (Rhld.)“. Dann folgt zwangsweise als Verwaltungsbezirk die „Städteregion Aachen“ in Mager.


Anders stellt sich die Lage bei den Stadtteilen dar. Sie können in gefetteter Schrift oben stehen, gefolgt von der Kupferstadt und der Städteregion. Der Rat entschied sich aber anders. Einheitlich soll es sein: Fett in zwei Zeilen voran soll die „Kupferstadt Stolberg (Rhld.)“ das Schild oben prägen, gefolgt vom ebenfalls fett gedruckten Namen des Dorfes, aber ohne die Zusatzbezeichnung „Stadtteil“. Rang drei bleibt dann weiter in Mager der „Städteregion Aachen“.


Für Verwirrung sorgte da nur das vor zwei Wochen neu aufgestellte Ortsschild an der Mausbacher Derichsberger Straße. Dort prangt seitdem der Name des Stadtteils gefettet ganz oben, gefolgt vom kleinen Namenszug der Kupferstadt. Das hat allerdings auch seinen triftigen Grund. Die Polizei drängte auf die Rückkehr der verschwundenen Ortstafel. Da habe die Verwaltung den vom Stadtrat am gestrigen Abend gefassten Beschluss offenbar nicht mehr abwarten gedurft.


Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Do

11

Dez

2014

CDU: Offener W-Lan-Hotspot wurde eingerichtet!

„Bin ich schon drin?“ Mit dieser Frage machte ein bekannter deutscher Sportler das damals noch relativ unbekannte Internet populär. Das war 1999. 15 Jahre später sind nahezu alle Menschen in Deutschland „drin“ – ob zu Hause am Computer oder unterwegs mit dem Handy oder Tablet-PC. Kostenfreier Internetzugang an beliebten Plätzen, in Parks, Fußgängerzonen oder öffentlichen Gebäuden ist dagegen noch längst nicht Standard in Deutschland.


Als zweite Stadt in der Städteregion hat die Stadt Stolberg jetzt einen bedeutenden Schritt in diese Richtung unternommen. Über einen WLAN-Hotspot können Bürger seit gestern rund um den Kaiserplatz im Internet surfen – kostenlos und bis zu anderthalb Stunden am Stück. Bis zu vier Stunden sind es sogar während der Kupferstädter Weihnachtstage.Im November hatte die Stadt Aachen bereits einen offenen Internetzugang rund um Dom und Rathaus eingeführt. Der Unterschied: In Aachen sind zunächst nur 30 Freiminuten vorgesehen.


Und so funktioniert das kostenlose Internet in Stolberg: Auf ihrem internetfähigen Gerät, also einem Handy, Laptop oder Tablet, aktivieren die Nutzer die WLAN-Funktion und wählen das Netz „Kupferstaedter Hotspot“ aus. Eine Registrierung oder eine Passworteingabe ist nicht notwendig. Wer rund um den Kaiserplatz online sein möchte, muss lediglich ein Häkchen bei den Nutzungsbedingungen des neuen Angebots setzen und diese damit akzeptieren – eine Vorsichtsmaßnahme der Stadt, um sich bei Missbrauch der neuen Technik abzusichern. Auch wenn Bürger über das Zeitlimit hinaus surfen möchten, ist dies grundsätzlich kein Problem. Im angrenzenden Einzelhandel rund um den Kaiserplatz und in der Stadtverwaltung im Rathaus werden den Nutzern dann Zugangsdaten ausgehändigt, um die Internetnutzung zu verlängern.

Damit der „Ich bin schon drin“-Effekt aus der Kult gewordenen Internetwerbung von 1999 möglichst schnell einsetzt, sei das Kupferstädter WLAN mit dem Anspruch, möglichst einfach und verständlich zu sein, konzipiert worden, sagte Andreas Schneider, Geschäftsführer des Internetanbieters Net Aachen, beim offiziellen Startschuss. Beim Surfen mit dem kostenlosen Dienst sei entscheidend, dass es keiner ausführlichen Erklärungen bedürfe, sondern das Prinzip „ausprobieren und direkt nutzen“ gelte.


„Unser Ziel war es, dass WLAN-Angebot auf dem Kaiserplatz noch in diesem Jahr zu etablieren. Und das haben wir geschafft“, zeigte sich auch Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier zufrieden. Er bezeichnete das offene Internetangebot als „herausragendes Merkmal“ für die Stolberger Innenstadt.


Gleichzeitig soll das offene Netz auf dem Kaiserplatz nur der Anfang sein. Das auf Antrag der SPD-Fraktion begonnene Projekt soll nun stetig weiter ausgedehnt werden, bis im Idealfall die gesamte Innenstadt mit „Kupferstaedter Hotspots“ ausgestattet ist. „Das Ziel sollte sein, dass das freie WLAN vom Willy-Brandt-Platz über die Altstadt bis zur Mühle reicht“, so der Bürgermeister.

Geschäftsleute sind gefragt


Doch bei diesem ehrgeizigen Vorhaben sei die Stadt natürlich auf Partner angewiesen. Gemeint sind damit in erster Linie ortsansässige Geschäftsleute, die in ihren Ladenlokalen die entsprechende Infrastruktur für die WLAN-Router zur Verfügung stellen und sich auch am Sponsoring des Projekts beteiligen.


Erste Angebote von Gewerbetreibenden aus dem Steinweg habe es bereits gegeben, sagt Grüttemeier und hofft, dass sich dank Hotspot auch Stolberg wieder zu einem solchen entwickelt.


Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

So

07

Dez

2014

Politik macht den Weg frei für die Altstadt-Tore

Das Osttor mit Blick von der Vogelsangstraße in Richtung Burg. Die Fotomontage zeigt, wie der Zugang zur Altstadt aussehen soll. Allerdings wird die Silhouette deutlich dezenter, wahrscheinlich in Messing, gestaltet.
Das Osttor mit Blick von der Vogelsangstraße in Richtung Burg. Die Fotomontage zeigt, wie der Zugang zur Altstadt aussehen soll. Allerdings wird die Silhouette deutlich dezenter, wahrscheinlich in Messing, gestaltet.

Den geplanten Toren für die Stolberger Altstadt steht (fast) nichts mehr im Weg. Der Ausschuss für Schule, Kultur, Sport und Tourismus hat sich einstimmig für das von Initiator Hartmut Kleis vorgestellte Modell ausgesprochen. Der gegenüber dem ersten Vorschlag überarbeitete Entwurf der Kunstschmiede Adi Radermacher und Lars Potente sowie der Grafikdesignerin Birgit Engelen wurde anschließend auch im Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt gutgeheißen. Allerdings verweigerte hier die FDP als einzige Fraktion ihre Zustimmung. „Wir sind nicht so ganz einverstanden“, begründete Khaled El-Deib die liberale Ablehnung.


Insgesamt werden, so der Plan, an sechs Standorten der Zugang und zugleich die Grenze der Stolberger Altstadt durch Tore markiert. Die Finanzierung soll zu 100 Prozent durch Sponsoren gewährleistet werden. Darauf wies Hartmut Kleis noch einmal ausdrücklich hin und gab ein klares Bekenntnis ab: „Die Kosten für das erste Tor wird meine Familie übernehmen. Ich hoffe, dass sich noch weitere Sponsoren finden werden. Sollte dies aber nicht der Fall sein, dann wird die Familie Kleis für die Sicherung der Finanzierung geradestehen.“


Allerdings knüpfte der Geschäftsmann, der sich unter anderem auch für den Stolberger Musiksommer und im Vichter Dorfladen ehrenamtlich engagiert, eine Bedingung an diese Zusage: „Es ist absolut notwendig, dass die Stolberger von diesem Projekt überzeugt sind. Sonst ist es von Anfang an zum Scheitern verdammt.“


Danach freilich sieht es derzeit nicht aus, auch wenn das Erscheinungsbild der Tore nicht allen Stolbergern gefallen dürfte. „Es ist eine überaus filigrane und ansprechende Lösung unter der Berücksichtigung der statischen Anforderungen bei einer Tor-Höhe von über fünf Metern und einer Breite zwischen fünf und neuen Metern, schwärmt Kleis, der versichert, dass die in den Modellen und Fotomontagen gelb schillernden Silhouetten der Altstadt im Original anders erscheinen und „aus einem hochwertigen Material, das zu Stolberg passt, hergestellt sein werden“ – etwa Kupfer oder Messing.


Abschließend wird das Thema Altstadt-Tore nun noch im Stadtrat auf der Tagesordnung stehen. Aber auch hier ist von einer breiten politischen Mehrheit für das Projekt auszugehen. Mit der Umsetzung könnte laut Hartmut Kleis dann im Laufe des nächsten Jahres begonnen werden.

Das erste Tor im Süden an der Ecke von Zweifaller Straße und Steinweg soll dann „in drei bis sechs Monaten realisiert werden“, rechnet Kleis damit, dass bei dem ersten Tor noch Erfahrungen bei der Installation gesammelt werden, die das Aufstellen der weiteren Tore vereinfachen könnten. An allen Standorten sollen dann Plaketten mit den Namen aller Sponsoren installiert werden. Bei der Akquise weiterer Financiers setzt Kleis auch auf die Unterstützung durch das Stadtmarketing und den Bürgermeister.


Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Sa

06

Dez

2014

Steinweg-Magnet kann Zukunft haben - Neuer Impuls für die Innenstadt

Während bei Victor der totale Räumungsverkauf die letzten Geschäftstage einläutet, wird in die vor einem Jahr übernommene Rathaus-Passage investiert. Fred Pfennings bekundet Interesse am Kaufhaus.Fotos: J. Lange
Während bei Victor der totale Räumungsverkauf die letzten Geschäftstage einläutet, wird in die vor einem Jahr übernommene Rathaus-Passage investiert. Fred Pfennings bekundet Interesse am Kaufhaus.Fotos: J. Lange



Für „fumus albus“, den von der Papstwahl bekannten „weißen Rauch“, ist es noch zu früh, aber es besteht Anlass zur Hoffnung, dass es für den Frequenzbringer in der Fußgängerzone eine Zukunft geben kann. Fred Pfennings und Klaus Victor verhandeln über eine Übernahme der Einzelhandels-Immobilie am Steinweg. Das bestätigte der Baesweiler Unternehmer, der vor einem Jahr bereits die Victor-Passage übernommen hatte, auf Anfrage.


Schon bei der offenen Vorstandssitzung der Gesellschaft für Stadtmarketing hatte Stefan Wallraven ein Interesse der Fred Pfennings Immobilien signalisiert und sondiert, welche zukünftigen Potenziale an dem Standort generierbar sein könnten. Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier bestätigte erste Kontakte zur Verwaltung, bei denen Machbares ausgelotet werden soll. „Wir werden jedenfalls alles tun, um einen Investor zu unterstützen“, sagte Grüttemeier. Fred Pfennings selbst bremste voreilige Erwartungen. „Wir sind immer noch in den Gesprächen“. Klaus Victor war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.


Nachdem Pfennings vor einem Jahr die 1995 errichtete Passage übernommen hatte, verpasste er ihr erst einmal eine „Frischzellen-Kur“ und einen neuen Namen: Für die „Rathaus-Passage“ bietet der Eigentümer neuen Mietern „Starterpakete“. In die Passage gegenüber von Aldi soll in Kürze Petra Groten mit ihrem „Lotto, Smoke, Café“ aus dem Kaufhaus wechseln. Und auch für das große Ladenlokal an der Ecke besteht Interesse aus der italienischen und asiatischen Gastronomie.


Derzeit investiert Fred Pfennings in den Umbau der Rathausstraße 1a. Das Dachgeschoss und die Wohnungen auf den Etagen werden komplett renoviert. Sechs attraktive Appartments mit Balkon und exklusiver Ausstattung entstehen als interessante Angebote beispielsweise für Studenten – mit guter Euregiobahn-Anbindung nach Aachen dank der Haltestelle gleich hinter dem Wohnkomplex. Sichtbares Zeichen der Aktivitäten ist der große Kran mitten im Steinweg, der bis Weihnachten wieder abgebaut werden soll, sobald die für den Dachausbau erforderlichen Materialien in die Höhe gehievt sind. „Der sollte eigentlich gar nicht dorthin, aber aus statischen Gründen war das leider anders nicht machbar“, entschuldigt Wallraven.


Aber auch in unmittelbarer Nachbarschaft kommt Bewegung in die Innenstadt. Die Planungen zur Errichtung eines Neubau-Komplexes mit barrierefreiem Wohnraum neben der Drummen-Villa am Kaiserplatz laufen, und gestern nahm der Bürgermeister aus der Hand von Regierungspräsidentin Gisela Walsken den ersten Förderbescheid zur Innenstadtsanierung entgegen. Mit 780 000 Euro unterstützt das Land die erste Phase, bei der neben Frankental und Bastinsweiher auch der Kaiserplatz neu gestaltet werden soll. „Die Aufnahme in das Programm ,Stadtumbau West‘ hat für die Kupferstadt eine vergleichbare Bedeutung wie die Sanierung der Altstadt in den 1980er Jahren“, unterstrich Grüttemeier. Mit insgesamt rund 7,5 Millionen Euro will das Land die Revitalisierung der Talachse Innenstadt unterstützen.


„Wir kommen jetzt endlich von der theoretischen zur praktischen Phase“, freute sich Koalitionssprecher Rolf Engels denn auch, als der Ausschuss für Stadtentwicklung am Donnerstagabend die Verwaltung einstimmig beauftragte, Angebote einzuholen für ein Quartiermanagement, für die Projektsteuerung und die vorbereitenden Untersuchungen für die Sanierungsmaßnahmen. Zur Rekrutierung von Fördermitteln für private Investoren und Eigentümer soll ein neues Sanierungsgebiet ausgewiesen werden – so wie es einst bei der Sanierung der Altstadt erfolgreich funktioniert hat.


Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Fr

05

Dez

2014

Wir wollen die Atsch stärken

Politik spricht sich für das Naturrasenplatz-Projekt in der Atsch aus

Natürlich müssen Hauptausschuss und Rat dem Vorhaben am kommenden Dienstag noch zustimmen. Dennoch ist das Votum des Sportausschusses als klares Signal zu werten – für den geplanten Bau eines Naturrasenfeldes auf dem Sportplatz des SV ASA Atsch. Der Bereitstellung von 20 000 Euro aus dem städtischen Haushalt stimmten nicht nur, wie zuvor im gemeinsamen Koalitionsausschuss vereinbart, CDU und SPD zu. Auch die übrigen Fraktionen schlossen sich der Empfehlung der Verwaltung an. Damit kann der SV ASA mit den Vorbereitungen beginnen und sich darauf einstellen, nach erteilter Baugenehmigung Anfang 2015 mit der Baumaßnahme zu beginnen. Während der Verein über keine finanziellen Eigenmittel verfügt, will er die gesamte Arbeiten übernehmen. Der Vorstand setzt hierfür gut zwei Wochen an. Dank Rollrasen könnte das rund 55 Mal 35 Meter große Naturrasen-Spielfeld zwischen Aschenplatz und Vereinshaus bei entsprechender Witterung noch vor Karneval eingeweiht werden.

Foto: M. Grobusch


Sa

29

Nov

2014

Kunibert Matheis bleibt CDU-Chef in Stolberg-Mitte

Wahlversammlung mit lebhaftem Bürgerdialog auf dem Donnerberg. Anwohner fürchten Beeinträchtigung durch Stadtrandsiedlung.


Die verjüngte Vorstandsmannschaft: Joachim Offermann (von links), Carolin Sieven, Tobias Beisicht, Jürgen Gerres, Kunibert Matheis, Eberhard Koslowski und Jochen Emonds ziehen jetzt für den CDU-Ortsverband Stolberg-Mitte an einem Strang. Foto T. Dörflinger  

Kunibert Matheis ist der alte und neue Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Stolberg Mitte. Der 64-jährige ehemalige Berufssoldat konnte 19 der 20 abgegebenen Stimmen auf sich vereinigen. Damit nimmtMatheis seine vierte Amtsperiode in Angriff. Ihm zur Seite stehen als stellvertretende Vorsitzende Carolin Sieven und Eberhard Koslowski. Sie erhielten ebenfalls das Votum der Versammlung.

 

Neben Matheis, Sieven und Koslowski gehören zum Vorstand des CDU-Ortsverbandes Stolberg-Mitte: Jürgen Gerres (Geschäftsführer), Joachim Offermann (Werbebeauftragter) sowie Tobias Beisicht und Jonas Kirch (Beisitzer).

Neben Wahlen stand aber im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung ein Bürgerdialog, der das Interesse von rund 30 weiteren Besuchern fand. Dominiert wurde der Dialog vom geplanten Neubaugebiet Stadtrandsiedlung (wir berichteten). Um den Besuchern dazu Informationen aus erster Hand anbieten zu können, hatten die Christdemokraten Bürgermeister Tim Grüttemeier eingeladen. Schnell kristallisierte sich bei der Diskussion heraus, dass die Gegner des Projektes in der Überzahl waren. Sie machten ihren Bedenken Luft, indem sie ein nicht vorhandenes klimatologisches Gutachten, eine zu dichte Bebauung, Wegfall einer grünen Insel und einer wichtigen Frischluftschneise sowie eine nicht vorhandene Verkehrslenkung bei Aufnahme der Bauarbeiten, bemängelten. Auch wurde kritisch angemerkt, ob denn die von ihnen gesammelten 1300 Unterschriften gegen das geplante Projekt kein Argument dafür seien, von einer Bebauung der Wiesen- und Sportflächen oberhalb der Straße Trockener Weiher abzusehen. Des weiteren wurden Bedenken gegen ein zu erwartendes erhöhtes Verkehrsaufkommen formuliert.

Bebauung zu dicht?

Die Bedenken bezüglich Verkehrsaufkommen und Lenkung der Baufahrzeuge, versuchte Grüttemeier zu zerstreuen, indem er versicherte: „Ohne eine vernünftige Lenkung und Planung des zu erwartenden Verkehrsaufkommens einschließlich der Routen der Baufahrzeuge wird in der Stadtrandsiedlung kein Spatenstich getan.“ Auf die als zu dicht empfundene Bebauung angesprochen meinte der Bürgermeister: „Bisher ist das Ganze nur ein Entwurf und kein fertiger Bebauungsplan. Weitreichende Änderungen sind jederzeit noch möglich“ und verwies damit auf die noch ausstehenden Bürgerbeteiligungen und -versammlungen. Zuvor hatte Matheis die Anträge der CDU vorgestellt, die für das geplante Neubaugebiet unter anderem die Anlegung eines Dorfplatzes, den Bau eines multifunktionalen Zentrums und den Bau von altersgerechten Wohnungen vorsehen. Thema des Bürgerdialogs waren auch die Sebastianus- und Rhenaniastraße. So wurde von den anwesenden Bürger bemängelt, dass auf der Sebastianusstraße trotz Markierungen und Warnbaken immer noch zu schnell gefahren werde.

Zu diesem Thema nahm auch das CDU-Ratsmitglied Paul Kirch Stellung, das der Versammlung mitteilte, dass der vorgesehene Ausbau der Sebastianusstraße sich erheblich verzögert, weil der Bau des vorgesehen Radweges nun nicht im Gehwegbereich sondern im Straßenraum erfolgen müsse.

Bezüglich Rhenaniastraße wurde von einer Bürgerin die Einrichtung einer Ampelanlage am Einmündungsbereich Münsterbachstraße vorgeschlagen. Abgeschlossen wurde das Diskussionsforum indem Matheis die Bebauung des früheren Vegla-Kistenplatzes mit Einkaufsmärkten als Erfolg wertete.

Dem anschließend folgenden Wahlprozedere war ein Bericht des alten und neuen Vorsitzenden voraus gegangen, der noch einmal die für die CDU erfolgreich verlaufene Kommunalwahl in Erinnerung rief. In diesem Zusammenhang bedankte sich Matheis bei dem Wahlkampfteam, das allein schon durch die Hinzunahme von jüngeren Mitgliedern eine Aufwertung und Konzentrierung erfahren habe. 

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Fr

28

Nov

2014

Nach dem Sturm auf das Rathaus unterstützt Grüttemeier den Sturm auf die Burg

Der Extremlauf „Stürme die Burg“ hat es in sich

Sportereignis im kommenden Jahr führt die Teilnehmer über große Höhenunterschiede durch die Stolberger Altstadt


Bevor es auf der anderen Seite zur Burg hinauf geht, müssen erst die Treppen hinter der Finkenbergkirche hinab geschafft werden.Foto: O. Hansen

Stolberg. Sportbegeisterte können sich schon auf ein Ereignis im kommenden Jahr freuen: Im Juni soll in Stolberg der „Extremlauf Stürme die Burg“ stattfinden.

Dennis Angermayer plant den Sturmlauf. Die Runde durch die Altstadt werde rund zehn Kilometer lang sein und es in sich haben. Starke Steigungen und steile Treppen sind zu überwinden. Der Startpunkt werde am Kaiserplatz sein, so Angermeyer. Von dort soll es über den Steinweg in die Altstadt gehen. Mehrfach wird die Vicht überquert, dann geht es den Hammerberg hinauf zum Tennisclub BW Stolberg, später die Treppen hinter der evangelischen Finkenbergkirche wieder hinunter. Kaum unten angekommen, führt die Strecke wieder bergan bis zur Burg hinauf und um die Burg herum.

Insgesamt werden zehn Kilometer zu bewältigen sein, in drei Runden. Es werde eine Extrem-Version und eine Business-Version des Laufes geben, sagt Dennis Angermayer. Das Besondere am Stolberger Lauf „Stürme die Burg“ sei der extreme Höhenunterschied, der während der einzelnen Runden zu bewältigen sei.

Angermayer rechnet mit mindestens 500 Teilnehmern. Aber auch 1000 Läufer sind willkommen. Wird es dann nicht etwas eng in den Gassen der Altstadt? „Spätestens ab der Katzhecke wird sich das Feld der Läufer auseinander ziehen. Schon allein wegen der starken Steigung.“ Angermayer hat das Personal für die Zeitmessung bereits angesprochen. Bürgermeister Tim Grüttemeier hat zugesagt, die Schirmherrschaft zu übernehmen. Angermayer: „Es geht nicht nur um die extreme Herausforderung. Die Teilnehmer sollen auch einmal sehen, wie schön unsere Stadt Stolberg ist.“ Die Ursprungsidee sei gewesen, mit einer derartigen Veranstaltung mehr Leute in die Altstadt zu bekommen. Angermayer: „Es geht um Stolbergs Image. Die sollen sagen: ‚Das ist aber schön hier‘.“ Wie üblich können sich Sportler noch bis kurz vor dem Start anmelden, wenn der genaue Termin feststeht. Sponsoren bittet Angermayer, sich bis Ende Januar unter ☏ 02405/6800194 zu melden.

Fr

28

Nov

2014

Wir unterstützen das Jupa gerne

Jugend will inStolberg etwasin Gang setzen

Das Jugendparlament hat derzeit so viele Mitglieder wie selten zuvor. Die jungen Leute sind engagiert und haben konkrete Pläne. Unterstützung durch Rat.


Die Sprecher des Stolberger Jugendparlaments: Michelle Schäfer, Tobias Beisicht und Saskia Engelhardt (von links).Das Gremium will in der Stadt noch einiges bewegen.Foto: O. Hansen

Stolberg. Über die Zukunft Stolbergs sollen nicht nur die Erwachsenen bestimmen. Deshalb engagieren sich immer mehr Jugendliche im Jugendparlament der Stadt.

Im Gegensatz zu anderen Städten zeigt die Jugend in Stolberg durchaus großes Interesse an der Politik und den Entscheidungen im Rathaus. Und man will mitreden. Wie berichtet, läuft derzeit eine Umfrage des Jugendparlamentes an Stolberger Schulen, in der es darum geht, was Kinder und Jugendliche in der Kupferstadt vermissen und was sie besser machen wollen. Heraus gekommen ist eine ganze Liste von Vorschlägen, die bereits in der Stolberger Gesellschaft für Stadtmarketing und in anderen Gremien vorgetragen wurden.

Einmal im Monat tagt das Jugendparlament im Rathaus, und die Stühle im Konferenzraum sind bei jedem Treffen fast vollständig besetzt. „Wir hatten zwischendurch auch schon einmal Jahre mit weniger Teilnehmern, aber in diesem Jahr ist der Zuspruch sehr groß“, freut sich Michelle Schäfer über das Engagement der Jugendlichen in der Stadt. Michelle Schäfer gehört wie Tobias Beisicht und Saskia Engelhardt zum Sprecher-Trio des Parlamentes. Michelle Schäfer gehört dem Gremium inzwischen schon sechs Jahre an und nähert sich der Altersgrenze, die eigentlich für das Jugendparlament vorgesehen ist: Die jungen Politiker sollen zwischen zwölf und 21 Jahre alt sein. Michelle Schäfer ist 21 Jahre alt: „Aber wir nehmen das nicht so streng“, sagt die angehende Erzieherin, die zumindest in dieser Legislaturperiode noch in der Jugendvertretung mitarbeiten will.

Nicht gewählt

Auch Tobias Beisicht ist schon länger dabei. Der 20-Jährige wartet auf einen Studienplatz für das Grundschullehramt. Im Gegensatz zu anderen Kommunen werden die Mitglieder des Stolberger Jugendparlamentes nicht gewählt oder von ihren Schulen entsandt. Das Parlament für alle Interessierten offen. „Jeder kann mitmachen“, ruft Michelle Schäfer zur Beteiligung auf. Gleichwohl kommen die meisten Jungpolitiker aus Stolberg oder gehen hier zur Schule. Sie sind Mitglied in Stolberger Vereinen oder in der Jugendfeuerwehr. Im Parlament sitzen nicht nur Gymnasiasten.

„Die Mitglieder kommen praktisch aus allen Schulformen“, betont Schäfer. Gemeinsam will man etwas für die Jugendlichen in der Stadt bewegen. Entsprechend haben sich die Mitglieder des Jugendparlamentes darüber gefreut, dass ihnen Bürgermeister Tim Grüttemeier seine Unterstützung zugesagt hat. Außerdem wurden dem Parlament zwei Sitze als Sachkundige Bürger im Ausschuss für Soziales und Generationengerechtigkeit zugesprochen. Tobias Beisicht erinnert sich daran, dass Mitglieder der Jugendvertretung bereits das EU-Parlament in Brüssel beucht haben. Auch bei den Ratssitzungen in Stolberg waren Jugendliche zuletzt regelmäßig als Zuhörer vor Ort. „Wir haben uns dabei aber ziemlich verloren gefühlt“, bedauert Michelle Schäfer.

Bleibt der Weg in die Politik, um vielleicht später einmal im Stadtrat selbst mitreden zu können. Tobias Beisicht ist in die CDU eingetreten und für seine Partei im Beschwerdeausschuss vertreten. „Es ist spannend, das machen zu können“, so Beisicht. Der 20-Jährige verspricht allerdings, im Jugendparlament überparteilich weiter zu arbeiten. Mitglieder des Jugendparlamentes wirkten zuletzt bei der Museumsnacht im Zinkhütter Hof mit, sie werden sich auch an der Weihnachtskistenaktion für bedürftige Bürger in Stolberg beteiligen. Ein Projekt, das die Jugendlichen möglichst bald umsetzen wollen, ist die Errichtung einer Skaterbahn an der Ecke Schellerweg/Eichsfeldstraße. Außerdem wirken die Jugendlichen darauf hin, dass die Jugendtreffs in Münsterbusch und Breinig demnächst wieder geöffnet werden. Das Parlament tagt einmal monatlich dienstags von 18.30 bis 20 Uhr. Nähere Infos gibt es auf Facebook unter „Jugendparlament Stolberg“.

Do

27

Nov

2014

Neue Impulse für Camp Astrid

Wirtschaftsförderungsgesellschaft soll das Gewerbegebiet nun vermarkten. Beim Geschäftsführer verbleibt die Administration. 


Ein wenig mehr getan hat sich mittlerweile im Gewerbegebiet Camp Astrid als diese Aufgabe zeigt, die aus dem Jahr 2010 stammt. Knapp eine Handvoll Unternehmen haben sich dort zusätzlich niedergelassen.Foto: (-jül-)

Stolberg. Neue Impulse setzen möchte der Bürgermeister bei der Vermarktung des Gewerbegebietes Camp Astrid. „Wir möchten die Akquise weiter professionalisieren“, sagt Tim Grüttemeier und schlägt dem Stadtrat vor, einen Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Städteregion (WFG) abzuschließen.

Damit reagiert der Bürgermeister auf Kritik und Unverständnis aus den politischen Gremien in den vergangenen Monaten zur Vermarktungssituation. Insbesondere dem schleppenden Abverkauf der Grundstücke möchte der Verwaltungschef mit neuen Akzenten begegnen. Dazu zählt neben der Vorbereitung einer verbesserten Breitbandanbindung, die im kommenden Jahr realisiert werden soll, eine neu Positionierung des Vermarktungskonzeptes.

Zehn Jahre keine freie Flächen

Bis dato zogen sich Ansiedlungsgespräche über mehr als zwei Jahre bis zu einer Kaufentscheidung hin, berichtet Camp-Geschäftsführer Detlef Werry. Gründe dafür sieht er einerseits in den Hürden bei einer Bankenfinanzierung, vor allem aber auch in der Struktur interessierter Investoren. Firmeninhaber arbeiteten oft selbst im Betrieb mit und stellten Verlagerungsinteressen immer wieder hinten an. Ebenso wirke sich immer noch aus, dass Stolberg von 1999 bis 2009 über keine freien Gewerbeflächen verfügt hatte. „Erst jetzt entsteht bei Gewerbetreibenden wieder ein Bewusstsein dafür, dass auch die Kupferstadt über freie Potenziale verfügt“, erläutert Werry, der neben seiner nebenamtlichen Tätigkeit als Geschäftsführer das Wirtschaftsförderungsamt der Stadt leitet. Durch eine Einbindung der WFG in eine aktivere Vermarktung der Flächen im Camp Astrid würde Werry auch mehr Spielraum für andere Aufgaben der Wirtschaftsförderung gewinnen. Bei ihm als Geschäftsführer der beiden Gesellschaften sollen rein die administrativen Aufgaben verbleiben.

Die WFG wiederum würde eigens mit einem Mitarbeiter zunächst für zehn Stunden in der Woche die Vermarktung von Camp Astrid forcieren, der seinen Sitz im Wirtschaftsförderungsamt nehmen soll. Ab Januar soll er ein neues Marketingkonzept erarbeiten und möglichst erfolgreich umsetzen. Das Honorar für die WFG von jährlich knapp 30 000 Euro soll über die Camp Astrid Verwaltungs GmbH gezahlt werden.

Vorratspolitik betreiben

Darüber hinaus mahnt Werry den Stadtrat, dass Stolberg auch für die Zukunft Vorsorge treffen müsse, um über eigene freie Gewerbeflächen verfügen zu können. „Es muss eine Vorratspolitik betrieben werden“, erklärt der Amtsleiter. Frei werdende Altstandorte oder auch Flächen auf der grünen Wiese müssten erworben und entwickelt werden, um auch in Zukunft ausreichend Gewerbeflächen vorhalten zu können. Dazu zählt Werry auch größere zusammenhängende Flächen von bis zu 100 000 Quadratmeter, die für Logistik- oder Großunternehmen interessant sein könnten.

Do

27

Nov

2014

Die Stadt arbeitet am Beteiligungsmanagement

Stolberg. An elf Unternehmen ist die Kupferstadt unmittelbar wirtschaftlich beteiligt, „um die Bürger mit vielfältigen Dienstleistungen in den Bereichen Energieversorgung, Wohnen und Entsorgung sowie kulturellen Angeboten dienen zu können“, erklärt der Bürgermeister für den heute tagenden Ausschuss für Wirtschaftsförderung. Aber Tim Grüttemeier hat den Eindruck gewonnen, dass die vielfältigen Verflechtungen besser als in der Vergangenheit koordiniert werden müssen, um Synergieeffekte nutzen und rechtzeitig aktiv agieren zu können. Dazu soll beim Wirtschaftsförderungsamt Nathalie Malekzadeh ein Beteiligungsmanagement aufbauen. Zukünftig soll jährlich ein Bericht über die Entwicklung und relevante Daten bei den Beteiligungen erstellt werden, „um Politik, Verwaltung und Bürger besser informieren zu können“, so Grüttemeier weiter.

Beteiligt ist die Kupferstadt auf dem Feld der Energiewirtschaft an der EWV GmbH (14,28%), an der RegioEntsorgung AöR (8,33%), an der Green GmbH (3%) sowie im Bereich Wohnungswesen an der Senioren- und Sozialzentrum Betriebsführungs GmbH (100%) und der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft für die Städteregion GmbH (4,91%). Im Bereich der Strukturförderung hält Stolberg Anteile an der Dienstleistungszentrum GmbH (56%), Camp Astrid GmbH & Co. KG (50%), Camp Astrid Verwaltungs GmbH (50%), Freizeitzentrum Blausteinsee GmbH (26%), WFG Städteregion (9,26%) und der Energeticon gGmbH (2,5%).

Mi

26

Nov

2014

2015 wird das Internet schneller

Telekom plant Netzausbau nach VDSL-Standard mit zusätzlichem Vectoring-Verfahren für unterversorgte Stadtteile. Verwaltung will Leerrohre in Gewerbegebieten verlegen. Eine Lösung für Camp Astrid ist bereits in Arbeit. 

 
Stolberg. Schneller als erwartet können die Stolberger in unterversorgten Stadtteilen auf eine schnelle Internet-Anbindung hoffen. Die Telekom plant einen weitreichenden Netzausbau nach dem VDSL-Standard (Glasfaser) für Breinig, Breinigerberg, Büsbach, Dorff, Gressenich, Mausbach, Münsterbusch, Schevenhütte, Venwegen, Vicht und Zweifall. Das ist das Ergebnis der Machbarkeitsstudie zur Verbesserung der Breitband-Versorgung in der Kupferstadt, die der Bürgermeister am Donnerstag im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Arbeitsmarktpolitik präsentieren wird.

„Die intensive Debatte in unserer Stadt und die überdurchschnittliche Beteiligung der Stolberger an der Bedarfsabfrage haben offensichtlich ihre Wirkung auf die Netzbetreiber nicht verfehlt“, sagt Tim Grüttemeier. So hat die Telekom zusätzlich ein so genanntes Vectoring-Verfahren für nahezu alle unterversorgten Stadtteile in Stolberg bei der Bundesnetzagentur beantragt. Dies sei grundsätzlich genehmigt; mit einem Abschluss des Regulierungsprozesses durch die Bundesnetzagentur werde für Anfang nächsten Jahres gerechnet. Dann könne die Telekom mit dem Ausbau beginnen und müsse innerhalb eines Jahres die Maßnahmen fertigstellen. Sobald die Telekom von der Bundesnetzagentur grünes Licht erhalte, werde ein Vertreter des Unternehmens die Vorhaben detailliert im Ausschuss vorstellen.

Durch das Vectoring-Verfahren, das ein unerwünschtes Übersprechen zwischen benachbarten Teilnehmeranschlussleitungen verringern soll, kann die Übertragungsrate teils deutlich gesteigert werden, erläutert Frank Gilles vom Wirtschaftsförderungsamt. VDSL-Bandbreiten von bis zu 100 Mbit/s im Download sollen möglich werden. „Durch die Umsetzung dieser Ausbauabsichten ist von einer markanten Verbesserung der Telekommunikationsinfrastruktur auszugehen“, so Gilles. Der Vorlage liegt bereits eine detaillierte Liste der Telekom für die Ertüchtigung von 101 Kabelverzeigern in den unterversorgten Stadtteilen bei.

Förderantrag für Werth

Bleibt der Stadtteil Werth auf der Sorgenliste. Da das Genehmigungsverfahren bei der Bundesnetzagentur nahezu zeitgleich mit der Markterkundung durch die Verwaltung erfolgte, mag es zu zeitlichen Überschneidungen gekommen sein, so dass noch einmal die unterschiedlichen Netzbetreiber zu Ausbauabsichten für Werth befragt werden. Sollten keine Absichten bestehen, solle für Werth ein Förderantrag gestellt werden, da gemäß der Richtlinien eine Unterversorgung mit einem Down­stream von weniger als zwei Mbit/s erfüllt werden. Die Stadt könne sich Chancen auf eine Berücksichtigung machen, zumal laut Breitband Consulting NRW Hinweise vorlägen, dass im nächsten Jahr mit neuen Programmen und Richtlinien zu rechnen sei.

Im Haushaltsentwurf der Verwaltung für 2015 sind 500 000 Euro zur Verbesserung der Breitbandversorgung berücksichtigt mit einer gleichzeitig erwarteten Förderung in Höhe von 180 000 Euro. Angesichts der Ausbauabsichten der Telekom bestehe laut Richtlinien keine Möglichkeiten, eine Förderung für die übrigen Stadtteile zu erhalten, erläutert die Verwaltung.

Klarheit Anfang 2015

Bei den Gewerbestandorten sticht die Steinfurt mit einer hohen Beteiligung (über 50 Prozent) bei der Markterkundung und mit einer Unterversorgung von 53 Prozent hervor. „Die Verwaltung plant im Rahmen einer Tiefbaumaßnahme gleichzeitig ein Leerrohr zu verlegen, das durch Telekommunikationsanbieter angemietet werden kann, so dass deren Ausbaukosten reduziert werden“, kündigt Frank Gilles weitere Gespräche zur Verbesserung der Breitbandanbindung mit den Anbietern an. Gleiches gelte auch für die übrigen Gewerbestandorte, wobei Camp Astrid aufgrund seiner geringen Auslastung eine Sonderrolle spiele. „Aber wir arbeiten mit zwei Netzanbietern an einem Konzept“, so Gilles. Eine Variante sehe dabei eine Nutzung vorhandener, fremder Leerrohre vor, die es ermöglichen würden, einen Großteil der erforderlichen Tiefbaumaßnahmen einzusparen. Geprüft werden aber auch noch andere technische Möglichkeiten.

„Fakt ist, dass wir die Breitbandversorgung verbessern müssen, um das Gewerbegebiet Camp Astrid besser vermarkten zu können“, unterstreicht Frank Gilles. Konkrete Ergebnisse zu den machbaren Wegen sollen bereits Anfang nächsten Jahres vorliegen. Inwieweit für dieses Vorhaben Zuschüsse beantragt werden können, ist unklar.

Gute Beteiligung bei der Bedarfserhebung

Bei der Bedarfserhebung für Haushalte sind aus den unterversorgten Stadtteilen 1107 und aus dem übrigen Stadtgebiet 91 Rückmeldungen eingegangen. Das Ergebnis wird als durchschnittlich bis überdurchschnittlich gewertet. Besonders hoch war die Beteiligung in Venwegen (31%), Werth (30%), Zweifall (27%) und Schevenhütte (20%).

Die Unzufriedenheit mit der Stabilität des Anschlusses lag durchschnittlich über 20 Prozent; insbesondere in Zweifall (29%), Breinigerberg (27%) und Venwegen (23%). Der Bedarf nach höherer Bandbreite lag über 92 Prozent; Spitzenreiter sind Dorff und Werth (100 %), Zweifall und Venwegen (99%) und Schevenhütte (97%).

Von 65 Unternehmen in den benannten Gewerbegebieten beteiligten sich 52 sowie vier weitere aus dem Stadtgebiet. 48 Betriebe (davon 32 in der Steinfurt) meldeten einen höheren Bedarf an. Im Gewerbepark Hamm-Mühle beteiligte sich eins von sechs Unternehmen.

 

Fr

21

Nov

2014

Marcel Künstler startet „Mission jeck op Stolberg“

 

Der designierte Stolberger Karnevalsprinz Marcel Künstler sorgte bei der Prinzenvorstellung des Karnevalskomitees für beste Stimmung im Saal des Münsterbuscher Jugendheims.
Der designierte Stolberger Karnevalsprinz Marcel Künstler sorgte bei der Prinzenvorstellung des Karnevalskomitees für beste Stimmung im Saal des Münsterbuscher Jugendheims.

Mit einem klaren, von Herzen kommenden Bekenntnis zu seiner Wahlheimat Stolberg hat der designierte Karnevalsprinz der Kupferstadt bei seiner Vorstellung schon reichlich Vorschusslorbeeren gesammelt. „Als Stolberger Jong bin ich nun getauft, als Öcher hab ich mir ja schon genug Haare gerauft“, flachste Marcel Künstler hinsichtlich seiner „Minimalfrisur“.

 

Den Unterschied zwischen Kupferstädter und Öcher Karneval beschrieb er zur Freude des Publikum wie folgt: „Hochmut, Schampus, Schlips und Kragen haben im Fastelovvend nichts zu sagen. Frohsinn, Freude, Anderssein, so soll‘s im Fastelovvend sein.“

 

Diese Worte kamen bei der Prinzenvorstellung des Stolberger Karnevalskomitees sehr gut an – ebenso wie Künstlers Sessionsmotto „Mission jeck op Stolberg“ und erst recht das flotte musikalische Bekenntnis zur Kupferstadt, das die künftige Tollität mit seinem großen Hofstaat folgen ließ.

 

Im gut gefüllten Jugendheim Münsterbusch wurde lautstark mitgesungen, geklatscht und geschunkelt. In einem büttenreifen Zwiegespräch in Reimform hatten zuvor Bürgermeister Tim Grüttemeier und der stellvertretende Bürgermeister Patrick Haas den Boden für Marcel Künstlers Auftritt bereitet. Sie erinnerten unter anderem an sein Engagement als Weihnachtself und „Oberhirte der lebendigen Krippe der Stadt“.

 

Dem Komitee, dessen Präsident Josef Behlau und sein Vize Michael Bartz souverän das Programm moderierten, war es erneut gelungen, einen abwechslungsreichen Abend zu präsentieren, der an Beispielen zeigte, was der Stolberger Karneval zu bieten hat. Etwa die Trompetenbläser Donnerberg, die für Stimmung sorgten und den begeisterten Jecken im Saal tüchtig einheizten.

 

Im Kreise der Fahnenträger der Komitee-Gesellschaften wurde Prinz Edilio I. (Gonzalez) würdig verabschiedet – unter lang anhaltendem Applaus. „Es war mir eine große Ehre, Prinz zu sein in der Stadt, in der ich groß geworden bin“, sagte die scheidende Tollität, dankte seiner Familie, der Ersten Großen Karnevalsgesellschaft und seinem Narrenvolk: „Ohne das tolle Publikum wäre ich nichts geworden“, betonte Edilio I. und erntete dafür abermals viel Beifall.

 

Mariechen Mandy Keldenich von der KG Kupferstädter Kameraden tanzte zu Ehren Edilios, und die KG Mönsterböscher Jonge fand die Zeit, sich auf der Bühne zu präsentieren, obwohl die Münsterbu-scher Gesellschaft schon traditionell die Bewirtung der vielen Gäste übernommen hatte.

 

Die Jonge ließen ihr Kindermariechen Ann-Kathrin Kinkel und ihre Marie Anna Riehn tanzen, und weitere Karnevalsgesellschaften zeigten sich von ihren besten Seiten: Die KG Büsbach glänzte mit ihrer Marie Nathalie Schicka, und von den Fidelen Bessemskriemern aus Gressenich beeindruckte die neue Marie Natalie Lück bei ihrem ersten großen Auftritt. Die KG Echte Frönde brachte eine witzige Show mit „Schneewittchen und ihren Zwergen“ auf die Bühne, und die KG Mölle wurde gleich wegen mehrerer sehenswerter Auftritte gefeiert.

 

Mölle-Mariechen Christina Wittland steuerte eindrucksvolle Akrobatik bei, mit Jessica Fiedler und Maurice Stoll zeigte die KG ein tolles Tanzpaar, und die Showtanzgruppe „Dance Revolution“ unterhielt das Publikum mit ansprechender Choreographie und wechselnden Kostümen. Dafür, dass die offizielle Prinzenvorstellung des Stolberger Karnevalskomitees auch eine Menge echten Party-Charakter hatte, garantierten nicht nur die Trompetenbläser vom Donnerberg, sondern auch die „Karamba Männcher“, die das Publikum gegen Ende der rundum gelungenen Veranstaltung in ausgelassene Feierlaune versetzten.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Di

18

Nov

2014

Stolberger Weihnachtsmarkt ist eröffnet - Viel Bewährtes, aber auch einige Neuerungen

Die Kupferstädter Weihnachtstage werden am kommenden Samstag eröffnet. Dann soll auch auf dem unteren Burghof wieder festliche Stimmung herrschen.
Die Kupferstädter Weihnachtstage werden am kommenden Samstag eröffnet. Dann soll auch auf dem unteren Burghof wieder festliche Stimmung herrschen.

Idyllische Weihnachtsmärkte im pittoresken Ambiente der Altstadt und im historischen Schatten der Burg, der tägliche Weihnachtstreff auf dem Kaiserplatz und zahlreiche Aktionen und Programmpunkte – wenn am kommenden Samstag, 22. November, die Kupferstädter Weihnachtstage beginnen, zeigt sich, dass der städtische Chefplaner der fünf adventlichen Wochen an Bewährtem festgehalten hat. Und auch Neuerungen präsentieren kann, welche die Kupferstädter Weihnachtstage noch mehr aufwerten sollen.

 

Ein Aushängeschild der Stolberger Weihnachtswochenenden ist die „Lebende Krippe“ auf dem unteren Burghof. „Diese Live-Aufführung ist ein Publikumsmagnet, und es ist toll, dass die City Starlights jetzt noch mehr in dieser Richtung anbieten“, sagt Jürgen Gerres. So zeigt der Kulturverein jetzt auch das Märchen „Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“ auf dem unteren Burghof und macht dort „Weihnachtskinderquatsch“ mit den kleinen Besuchern.

 

Eine Kinder-Zaubershow mit Bruno Ehm, die vier Mal im „Piano“ geboten wird, gehört ebenso zu den Neuerungen wie die erweiterte Weihnachtsbeleuchtung in Klatter- und Enkereistraße bis zur Sonnentalstraße/Ecke Steinweg (siehe Seite 24). Zu der Elfenwerkstatt an der Burg gesellt sich nun auch das neue „Weihnachtshaus“ der City Starlights.

 

Das besondere Flair der Weihnachtsmärkte an der Burg und auf dem Alter Markt wird wieder ergänzt durch Kunst und Kulinaria im Kupferhof Rose, und das Museum in der Torburg zeigt traditionelles Handwerk und mehr. In der Altstadt stehen zudem abwechslungsreiche Konzerte auf dem Programm. Ein Highlight wird wieder die Ausstellung „Meine Heimat“ des Heimat- und Geschichtsvereins in der Burg-Galerie sein, zumal das Thema „Der Vichtbach – die Lebensader Stolbergs“ sich sicherlich großen Interesses erfreuen wird.

 

Der Kaiserplatz erhält einen neuen Schriftzug, der ihn als täglichen „Weihnachtstreff“ ausweist – ganz bewusst, wie Gerres erklärt: „Der Kaiserplatz ist eben ein Treff und kein Weihnachtsmarkt. Die Weihnachtsmärkte sind an den Wochenenden in der Altstadt und an der Burg, der Besuch des Kaiserplatzes bietet sich aus vielen Gründen täglich an.“ Etwa für Menschen, die in der Nähe arbeiten, wie Yvonne Rollesbroich von der Energie- und Wasserversorgung GmbH (EWV), Hauptsponsor der Kupferstädter Weihnachtstage, bestätigt: „Dank des Weihnachtstreffs bleiben in unserem Unternehmen die Tupper-Dosen zu Hause, denn viele Angestellte essen auf dem Kaiserplatz.“

 

Außerdem rückt der Weihnachtstreff bei Aktionen wie dem sechsten Kupferstädter Weihnachtslauf des Atscher Turnvereins, der Schmiedeweihnacht, der „Zesa“-Kinderanimation mit dem Team von „Radio Pinguin“, dem verkaufsoffenen Sonntag am 21. Dezember von 13 bis 18 Uhr, der „Après-Ski-Party“, einem Konzert des Spielmannszugs der Freiwilligen Feuerwehr oder dem großen Abschlussfeuerwerk „Kaiserplatz in Flammen“ in den Fokus. Täglich locken zudem die Krippenausstellung mit mehr als 80 Exponaten im alten Rathaus und die Fensteröffnungen des nach Jürgen Gerres‘ Angaben größten Adventskalenders der Region an den Weihnachtstreff.

 

Stolberger Kitas, Schulen und Vereine haben zum Thema „Franziskus, der Bruder des Christkinds“ 24 Fenster liebevoll gestaltet, von denen Tag für Tag eines jeweils um 17.30 Uhr bei einem kleinen Rahmenprogramm geöffnet wird. Die letzten vier Fenster werden schließlich am 21. Dezember präsentiert.

 

„Nachtwächterführungen auch für Kinder werden von der Stolberg Touristik angeboten, die City Starlights präsentieren ihr Theaterstück „Fünf vor Zwölf am Nordpol“, die Blumenwerkstatt „Atelier Floral“ zeigt eine Adventsschau, der Städtische Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr spielt am 24. Dezember um 13 Uhr ein Weihnachtskonzert auf dem oberen Burghof“, nennt Gerres weitere Programmpunkte.

 

Der Organisator rechnet mit vielen Besuchern auch von Außerhalb. Der Flyer der Kupferstädter Weihnachtstage wird an 27 000 Haushalte verteilt, Stolberg sei in dem Flyer „Euregio Christmas Markets“ sowie bei mehreren Internetplattformen viersprachig vertreten, und ein Radiosender strahle an den Wochenenden Werbespots für die Kupferstädter Weihnachtstage aus. Es dürfte sich also herumsprechen, was in Stolberg geboren wird.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten - Foto: Dirk Müller

Mo

17

Nov

2014

Neue Lichterketten zur Weihnachtszeit - Noch mehr Glanz in der Stolberger City

 

Freuen sich über die Erweiterung der Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt: Tim Grüttemeier (v.l.), Axel Kahl, Birgit Engelen, Dr. Urban Meurer, Thomas Fürpeil, Christian Clément und Marita Matousék.
Freuen sich über die Erweiterung der Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt: Tim Grüttemeier (v.l.), Axel Kahl, Birgit Engelen, Dr. Urban Meurer, Thomas Fürpeil, Christian Clément und Marita Matousék.

„Es macht richtig Spaß“, sagt Dr. Urban Meurer. Seine helle Freude findet der Geschäftsführer der Berzelius Bleihütte Binsfeldhammer ebenso wie die Kollegen Axel Kahl von der EWV und Thomas Fürpeil von der EVS am Ausbau des „Stolberger Lichterweges“ durch die Altstadt. Bei einem Gläschen Wein und Canapés in der „Bodega“ am Alter Markt stoßen sie mit Marita Matousék, Birgit Engelen, Patric Peters und Christian Clément von der Gesellschaft für Stadtmarketing Stolberg (SMS) auf die Ausweitung der Illumination zu den Kupferstädter Weihnachtstagen an.

 

Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier nutzt die Gelegenheit, sich für das Engagement der Stolberger Industrie für ihren Standort zu bedanken. Auch die Firmen Schwermetall, Hoven und Nehles sowie einige einzelne Sponsoren sind mit im Boot, um den zweiten Schritt zu einer besseren Vermarktung der Weihnachtstage stemmen zu können. Rund 13 000 Euro werden aufgebracht, um den Lichterweg zwischen Neustadt und Altstadt zu schließen. Durch die Sonnentalstraße nebst Innenhof des Kupferhofes Sonnental, durch die Enkerei bis in die Kletterstraße hinein können nun Tausende weitere LED an 14 Elementen die erfolgreichen Bemühungen des vergangenen Jahres komplettieren. Im Vorjahr hatten Industrie und die Städteregion rund 25 000 Euro aufgebracht, um die Beleuchtung von St. Lucia, Alter Markt, Burg-, Mühlen- und Kletterstraße mit neuen Lichterketten ausstatten zu können.

 

Rund 100 laufende Meter Girlanden und 14 Bäume sind mit gut und gerne 25 000 LED bestückt worden. Das Ergebnis konnte sich und kann sich nun erst recht bei den am Samstag beginnenden Kupferstädter Weihnachtstagen sehen lassen. Auch der Kaiserplatz wird mit neuen Lichtertoren versehen, die auf den gemütlichen Treffpunkt hinweisen, hatte Patric Peters bereits angekündigt. Der tägliche Weihnachtstreff ist auf dem Kaiserplatz, aber „unser Weihnachtsmarkt ist an den Wochenenden auf der Burg und in der Altstadt – so wie in vielen anderen Städten auch“, markiert Peters.

 

Dort werden gut zwei Dutzend Buden auf dem Alter Markt sowie auf den Burghöfen locken; hinzu kommt das umfangreiche Angebot im Inneren der Burg nebst der beliebten Unsere-Heimat-Ausstellung, die diesmal den Vichtbach thematisiert.

 

Während Marita Matousek sich riesig freut, dank der Sponsoren den nächsten Schritt beim Ausbau des Lichterweges geschafft zu haben, wirbt sie bereits um ein Engagement für das nächste Jahr. Dann soll die alte Weihnachtsbeleuchtung, die diesmal noch auf der Achse von Steinweg, Rathaus- und Salmstraße aufgehängt wurde, ebenfalls durch die neuen LED-Girlanden ersetzt werden.

 

Und ihre Bitten scheinen auf offene Ohren zu stoßen. Auch Axel Kahl schwärmt von der besonderen Atmosphäre der Kupferstädter Weihnachtstage und verweist ebenso wie seine Kollegen „auf die vielen positiven Rückmeldungen“ aus den Belegschaften aus dem vergangenen Jahr. Viele Mitarbeiter hatten da erstmals den Weg zu dem weihnachtlichen Angebot im Schatten der Burg gefunden – und waren begeistert. „Sie werden sicherlich wiederkommen“, ist Kahl sicher.

 

Und auch die Geschäftsführer-Kollegen, die sich im Netzwerk des neuen Stolberger Industrieforums engagieren, sind von der Idee angetan, den Standort ihrer Unternehmen weiter aufzuwerten. „Unsere Mitarbeiter sollen sich hier wohlfühlen können“, sagt auch Urban Meurer. Und der Appell von Marita Matousék richtet sich an die Stolberger selbst: „Im Zuge des Best-Christmas-City-Wettbewerbs wünschen wir uns, dass die Privatleute und die Geschäftsleute entlang des Lichterweges auch ihre Fenster besonders schön weihnachtlich dekorieren.“

 

Damit immer mehr Besucher zu den Kupferstädter Weihnachtstagen mit ihren beiden verkaufsoffenen Sonntagen am 30. November und 21. Dezember das Angebot in Stolberg genießen und wiederkommen.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Mo

17

Nov

2014

Volkstrauertag - Gedenkveranstaltung im Ratssaal - Deutliche Worte gegen Krieg auf der Welt

Sprachen ihre Zuhörer dadurch an, dass sie die Realität der Weltkriege auf einer sehr persönlichen Ebene darstellten: Schüler des Goethe-Gymnasiums, hier mit ihrem Direktor Bernd Decker am Rednerpult.
Schüler des Goethe-Gymnasiums mit ihrem Rektor Herrn Decker

„Volkstrauertag“ hieß der gestrige Tag offiziell. In Stolberg hätte er auch „Antikriegstag“ heißen können. Egal ob Bürgermeister Tim Grüttemeier bei der Gedenkstunde im Ratssaal am Mikrofon stand, oder ob es Schülerinnen und Schüler des Goethe-Gymnasiums waren: Alle Redner bezogen eindeutig Position.

 

Gerade der Vertreter der Bundeswehr, Oberstleutnant Hagen Strunk aus Aachen, nahm in seiner Ansprache eine sehr differenzierte Haltung ein. Strunk, der im vergangenen Jahr zum wiederholten Male einen Afghanistan-Einsatz absolvierte, warf einen genauen Blick auf lodernde Konflikte wie den im Osten der Ukraine und stellte fest: „Extremes Gedankengut und Engstirnigkeit sind immer die Ursachen. Denn Konflikte beginnen immer im Kopf.“ Und die Schlussfolgerung des Offiziers lautete: „Vielleicht müssen wir uns eingestehen, dass es nicht für jeden Konflikt eine saubere Lösung gibt.“

 

Im Vergleich zu Strunks sehr nüchternen und illusionslosen Rede – emotional wurde der Gastredner nur da, wo es um sein Verhältnis zu Afghanistan und den Afghanen ging – begegneten die jungen Frauen und Männer aus dem Goethe-Gymnasium den bewaffneten Auseinandersetzungen in der Geschichte auf einer sehr persönlichen, gleichwohl im Bereich des Historischen angesiedelten Ebene: Der Opa, der während des Zweiten Weltkrieges in den Niederlanden seine spätere Frau kennenlernte, die Schülerin, die von Bunkern an der Nordsee zum Nachdenken angeregt wurde. Sie und die anderen Gymnasiasten schafften es, mit ihren Geschichten die Geschichte konkret werden zu lassen und dadurch ihre Zuhörer zu berühren – sehr zur Freude von Lehrer Philipp Pletsch und Direktor Bernd Decker, die mit ins Rathaus gekommen waren.

 

Bürgermeister Tim Grüttemeier machte bei der vom Männergesangverein Büsbach unter der Leitung von Josef Otten und dem Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Stolberg musikalisch umrahmten Gedenkstunde den Ersten Weltkrieg zum Ausgangspunkt seiner Überlegungen und steckte den Rahmen dennoch weiter: „Vor 100 Jahren begann das erste Kapitel des europäischen Bruderkrieges“, stellte er fest und fügte hinzu: „Die Überlebenden können nur fassungslos auf die Geschichte blicken.“

 

Gerade deshalb sei das Gedenken wie das am gestrigen Sonntag wichtig: „An seiner Bedeutung hat der Volkstrauertag nichts verloren.“ Die Aktualität sei mit Händen zu greifen: „Der Krieg ist nicht verschwunden, und das Leid ist nicht verschwunden.“ Und weiter sagte Grüttemeier: „Überall können wir sehen, was passiert, wenn der Nationalismus die Menschen aufstachelt.“ Darum nahm der erste Bürger der Kupferstadt die Menschen im Saal, darunter Vertreter von Politik, Vereinen und Feuerwehr, in die Pflicht: „Es ist unsere Verantwortung, dass Kinder und Jugendliche diese Lektionen nicht vergessen.“

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

So

16

Nov

2014

Bürgerdialog in Breinig mit MGV - Immer wieder Ben!

Ortsverband bestätigt Grendel einstimmig

Stolberg. Zum Bürgerdialog mit anschließender Mitgliederversammlung hatte der CDU-Ortsverband Breinig-Breinigerberg-Venwegen jetzt eingeladen. Wie im Vorjahr stand der Dialog unter dem Motto „Was mir am Herzen liegt“. Viele interessierte Bürger waren erschienen, um ihre Fragen und Anregungen Bürgermeister Tim Grüttmeier und dem Ortsverband mitzuteilen.

Nach einer kurzen Vorstellung des kommunalpolitischen Programms und der Ratsmitglieder griffen die Bürger eine Vielfalt an Themen auf. Dazu zählten die Sauberkeit von Stolberg, Gewerbeansiedlungen, die Flüchtlingssituation und auch die Breitbandversorgung.

In der anschließenden Mitgliederversammlung lag der Schwerpunkt auf den Vorstandswahlen. Alle Kandidaten wurden ohne Enthaltungen oder Gegenstimmen gewählt. Ben Grendel bleibt somit Vorsitzender. Seine Stellvertreter sind Artur Kaldenbach und Tim Wengler, der gleichzeitig die Funktion des Schriftführers übernimmt. Geschäftsführer ist Wolfgang Schmitz, Werbebeauftragte Waldtraud Strang. Beisitzer sind Günter Blaszczyk, Günter Lehnert, Bernd Creyels, Sigmund Conrads, Herbert Schön, Anita Kniepen, Edith Nolden, und Elisabeth Ganser.

So

16

Nov

2014

Imageinitiative Mausbach macht sich auf den Weg

Der Einladung des CDU-Ratsherren Hans Bruckschen in die Pizzeria Mausbach waren am Abend des 12. November unterschiedlichste Einzelhändler und Gewerbetreibenden des Ortes gefolgt und legten damit den Grundstein für die Imageinitiative Mausbach.

 

Die Mausbacher stellen in den letzten Wochen und Monaten fest, dass ihr Dorf  jede Menge zu bieten hat und unglaublich viel Potenzial vorhanden ist, nur zeigen kann man es momentan nicht so richtig, da die nachgelagerte Baustelle am Nachtigällchen den Weg in den Ort erschwert. Doch davon wollen sich die Einzelhändler und der Ratsvertreter nicht unterkriegen lassen und haben intensiv mit den Herren Werry und Gilles von der Wirtschaftförderung und Herrn Angermeyer von der Medienagentur C+ beraten und gefachsimpelt.

 

Die Wirtschaftförderung hat die Mausbacher Probleme nun fest im Fokus und versucht, an den kleinen Stellschrauben erste Hilfestellungen für die Dorfgemeinschaft zu geben. Sie nimmt die Leute vor Ort allerdings auch in die Pflicht zu zeigen, was man zu bieten habe.

 

"Das Potenzial und das Angebot des Dorfes nach vorne zu bringen und in einem markanten Image zu verpacken, das muss unser oberstes Ziel sein", erklärt Dennis Angermeyer von der Agentur C+ das langfristige Ziel.  Vor diesem Hintergrund plant diese lockere Initiative einen zentralen Imageworkshop, der nicht nur Platz zum Gedankenaustausch und zur Findung einer einheitlichen Idee für das Konzept "Image-Mausbach" bieten, sondern auch die Kontakte der Einzelhändler untereinander und im Idealfall mit den Vereinen vertiefen soll.

 

"Wir können uns hier auf Dauer nur positiv präsentieren, wenn wir an einem Strang ziehen. Wir brauchen die Gewerbetreibenden genauso wie die engagierten Vereine. Ziel ist ein praxisnahes Gesamtkonzept für eine Mausbacher Imageinitiative, die als mittelfristige Etappe eine "Reopening-Aktion" für die Wiedereröffnung der Kurt-Schuhmacher-Straße ins Visier nimmt", erläutert Hans Bruckschen die Zielformulierung des Abends.

 

In den kommenden Wochen sollen alle Gewerbetreibenden angesprochen und angeschrieben werden, damit sie sich am 6. Januar 2015 zur nächsten Aktion der Imageinitiative der Mausbacher Einzelhändler zusammenfinden können.

 

So

16

Nov

2014

Stadtrandsiedlung braucht Dorfplatz

Der CDU-Ortsverband Mitte hat seine konkreten Vorstellungen vom Neubaugebiet. Auch ein Multifunktionshaus müsse her. 


Aus der Obstwiese, die Franck Vernier auf dem Donnerberg gepachtet hat, soll demnächst ein großes Baugebiet werden. Statt der Bäumchen werden dann zahlreiche Häuser auf dem Grundstück stehen.Foto: L. Franzen



 

Stolberg. Die Pläne für das Neubaugebiet „Stadtrandsiedlung“ auf dem Donnerberg werden konkreter. Im Hauptausschuss am kommenden Dienstag werden die Christdemokraten beantragen, dass in dem Areal ein „Multifunktionales Gebäude“ errichtet werden soll, das von den Vereinen als Treffpunkt genutzt werden könnte. Außerdem soll ein Dorfplatz in der geplanten Siedlung angelegt werden.

Die Stadtrandsiedlung ist ein ehrgeiziges Vorhaben von Rat und Verwaltung. Auf einem 15,7 Hektar großen Areal zwischen Höhenstraße, Duffenter Straße, Trockener Weiher und Obere Donnerbergstraße sollen rund 300 Häuser gebaut werden. Vor allem frei stehende Gebäude auf einer Grundstücksfläche von bis zu 500 Quadratmetern. Möglich sind aber auch Doppelhäuser. Auf alle Fälle soll es viele Grünstreifen in der neuen Siedlung geben.

 

Ohne Barrieren

 

Der CDU-Ortsverband Stolberg-Mitte beantragt nun, dass der Hauptausschuss und der Stadtrat beschließen sollen, eine Teilfläche in der Siedlung zur Errichtung von Gebäuden für das generationenübergreifende Wohnen frei zu halten. Ein entsprechender Auftrag soll an die Stadtverwaltung gehen. „Durch den demografischen Wandel im Stadtteil Donnerberg mit mehr als 5500 Einwohnern, davon 1100 über 65-Jährige, werden dort in der Zukunft noch mehr ältere Menschen leben“, heißt es in der Begründung des CDU-Antrages. Deshalb sollten frühzeitig Gebäude in dem neuen Wohngebiet Stadtrandsiedlung eingeplant werden, die diesen älteren Menschen barrierefreien Wohnraum bieten.

Doch damit nicht genug. Der CDU-Ortsverband hat seine konkreten Vorstellungen davon, wie das neue „Viertel“ der Stadt Stolberg gestaltet werden soll. So sei es dringend erforderlich, in der Stadtrandsiedlung ein multifunktionales Gebäude für Kindergarten, Schule, Vereine und Bevölkerung zu errichten. In diesem Punkt könne der Donnerberger derzeit ein Defizit beklagen. Zur Begründung ihres Antrages schreiben die Christdemokraten: „Der Stadtteil Donnerberg besitzt unter anderem für die ehrenamtliche Tätigkeit der einzelnen Vereine, im Besonderen für die Jugendarbeit, keine geeignete Begegnungsstätte.“ Für größere Veranstaltungen müssten die Donnerberger auf die umliegenden Stadtteile ausweichen.

Der CDU-Ortsverband fordert deshalb: „Im Hinblick auf die steigende Einwohnerzahl sollte frühzeitig ein Gebäude eingeplant werden, welches multifunktional durch Kindergärten, eine Schule, die ortsansässigen Vereine oder auch für Feste genutzt werden kann.“ Um das geplante Neubaugebiet komplett zu machen, fehlt dann noch ein Dorfplatz. Die CDU beantragt denn auch in ihrem Schriftsatz für den Hauptausschuss, einen solchen Dorfplatz im Neubaugebiet auf dem Donnerberg einzuplanen.

„Im Stadtteil Donnerberg gibt es keinen Dorfplatz, wo sich die Bevölkerung zu ihren Feierlichkeiten treffen kann“, heißt es. Als aktuelles Beispiel nennt die CDU den Martinszug mit anschließendem Martinsfeuer. Kinder und Eltern vom Donnerberg müssten an St. Martin immer in die Donnerberg-Kaserne ausweichen. Größere Veranstaltungen seien in dem Stolberger Stadtteil nicht durchführbar. Hier weiche man in der Not auf den Kirchplatz aus, der jedoch viel zu klein sei.

Der CDU-Ortsverband appelliert an die Weitsicht der Planer in der Stadtverwaltung und im Stadtrat: „Im Hinblick auf die noch weiter steigende Einwohnerzahl sollte frühzeitig ein Platz im Neubaugebiet Stadtrandsiedlung eingeplant werden.“

 

In Abschnitten

 

Wie man im Rathaus mit den Anträgen der CDU-Mitte umgehen wird, ist noch offen. Wie berichtet, soll das Areal in einzelnen Abschnitten bebaut werden, da derzeit nicht abzusehen ist, wie sich die Bevölkerungszahl Stolbergs in den nächsten Jahren entwickeln wird. Die Prognosen gehen eher davon aus, dass sich die Einwohnerzahl bis zum Jahr 2020 von heute etwa 56 990 auf 56 320 verringern wird.

Der erste Bauabschnitt, auf dem die Bagger anrollen werden, soll der Bereich sein, auf dem heute die beiden Sportplätze liegen. 2016 könnte hier der erste Spatenstich erfolgen. Geregelt werden muss bis dahin auch die Kanalisation für diesen Abschnitt.

 

„Der Ortsteil Donnerberg besitzt keine geeignete Begegnungsstätte.“

CDU-Ortsverband Mitte

Sa

15

Nov

2014

Kita-Ausbau in der Atsch rückt näher

Die Kapazitäten für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren – unser Bild zeigt die Tagesstätte für spanische Kinder des SkF – sollen in Stolberg weiter ausgebaut werden. Der Bund will dafür 356 000 Euro zur Verfügung stellen.
Die Kapazitäten für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren – unser Bild zeigt die Tagesstätte für spanische Kinder des SkF – sollen in Stolberg weiter ausgebaut werden. Der Bund will dafür 356 000 Euro zur Verfügung stellen.

Man könnte sagen: Was lange währt, wird endlich gut. Das trifft zwar im vorliegenden Fall nicht ganz zu. Tatsache aber ist, dass in den zwischenzeitlich stockenden Ausbau derU3-Betreuungskapazitäten in Stolbergs Kindertagesstätten bald wieder Bewegung kommen wird. Der Grund: 356 000 Euro soll die Stadt Stolberg aus dem dritten Investitionsprogramm des Bundes erhalten. Nachdem der SPD-Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling die gute Nachricht offenbar als Erster erfahren und verkündet hatte, ist gestern im Rathaus auch der offizielle Bescheid über die Höhe der Fördersumme eingetroffen.

 

„Das freut uns natürlich sehr“, erklärte der städtische Jugendamtsleiter Willi Seyffarth in einer ersten Stellungnahme gegenüber unserer Zeitung. Eine Einschränkung gebe es allerdings vorerst: „Wir wissen bislang noch nichts über die Modalitäten der Auszahlung.“ Die wiederum sind von entscheidender Bedeutung, wenn es darum geht, wie und wo weitere Betreuungsplätze für unter Dreijährige in den Einrichtungen der Kupferstadt geschaffen werden.

 

Auf ihrer Prioritätenliste hat sich die Stadt eigentlich festgelegt: Den größten Handlungsbedarf gibt es in der Atsch, wo zusätzlich 22 U3-Plätze im Familienzentrum St. Sebastianus vorgesehen sind. Dessen Träger ist die katholische Pfarrgemeinde St. Lucia, die sich mit rund 300 000 Euro an der großen Baumaßnahme beteiligen will. Dafür aber benötigt sie Planungssicherheit und die verlässliche Zusage, dass die Fördergelder aus Berlin fließen werden. Unter diesen Voraussetzungen könnte bis 2016 der Um- und Ausbau der Einrichtung an der Sebastianus-straße vorgenommen werden.

 

Sollte das geschehen, wäre der Bundeszuschuss ausgeschöpft. Für die städtische Kita in der Mozartstraße, wo sechs weitere U3-Plätze geplant sind, blieben keine Mittel mehr. Hier hatte das Jugendamt mit 108 000 Euro als Förderung kalkuliert, die derzeit allerdings nicht in Sicht sind.

 

Der Jugendhilfeausschuss wird sich in seiner nächsten Sitzung am 11. Dezember mit dem Thema Kita-Ausbau und der Verwendung der Mittel beschäftigen. Bis dahin dürfte auch klar sein, wann und wie die jetzt zugesagten Gelder nach Stolberg fließen werden.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Do

13

Nov

2014

Gelungene Premiere der Jecken am 11.11 in Stolberg

 

In einem eher jecken als feierlichen Akt wird der designierte Prinz Marcel Künstler von Stadtkommandant Rüdiger Fröschen, Bürgermeister Tim Grüttemeier und Komitee-Vizepräsident Michael Bartz mit Ketschenburger Bier getauft.
In einem eher jecken als feierlichen Akt wird der designierte Prinz Marcel Künstler von Stadtkommandant Rüdiger Fröschen, Bürgermeister Tim Grüttemeier und Komitee-Vizepräsident Michael Bartz mit Ketschenburger Bier getauft. Quelle: Dirk Müller

Diese karnevalistische Premiere ist wahrlich gelungen: um 19.11 Uhr bevölkerten zahlreiche aktive Narren sowie auch viele „zivile“ Freunde der fünften Jahreszeit den Alter Markt bei der ersten Auflage des neuen Stolberger Altstadtfestes am 11.11. und waren bester Laune. Jecke Töne beschallten den illuminierten Alter Markt, die Stimmung war gut – das Altstadtfest hat seine Feuertaufe bestanden, und der designierte Stolberger Karnevalsprinz auch. Seine „Taufe“ war allerdings eher feucht fröhlich. Der in Aachen geborene Marcel Künstler wurde auf originale Kupferstädter Art getauft: mit Wasser aus dem Vichtbach und Ketschenburger Bier. Fackelträger beleuchteten die jecke Zeremonie, und Heinz Hartmann, Präsident der Ersten Großen Stolberger Karnevalsgesellschaft, hatte das Wasser aus der Vicht zuvor „handgeschöpft“.

 

Bürgermeister Tim Grüttemeier begrüßte die Narren mit witzigen Worten, und Josef Behlau, Präsident des Karnevalskomitees leitete die Zeremonie in lateinischer Sprache. Auf Deutsch äußerte er Verständnis dafür, dass „ne Öcher froh ist, nach Stolberg jekommen zu sein“. Die designierte Tollität erlebte den Akt zunächst mit den Füßen in kaltem Vicht-Wasser stehend, doch dann sollte für ihn „alles Gute“ auch noch von oben kommen. Stadtkommandant Rüdiger Fröschen, der auch als „Braumeister“ der Ersten Großen KG fungierte, Bürgermeister Grüttemeier und Komitee-Vizepräsident Michael Bartz tauften den künftigen Marcel I. mit reichlich „Ketsch“. Jenes war freilich auch zur inneren Anwendung vorhanden und nach der Prinzentaufe konnte in den Altstadtkneipen noch weiter gefeiert werden.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Di

11

Nov

2014

Festival „Stolberg goes“ im Zeichen der grünen Insel

 

Die neunte Auflage des Kulturfestivals „Stolberg goes…“ steht vom 12. bis zum 14. Juni 2015 ganz im Zeichen der grünen Insel. „Bei ,Stolberg goes Irland‘ werden Musik und Tanz, Getränke und Geselligkeit im Mittelpunkt stehen“, erklärt der Kulturmanager Max Krieger. Das Ländermotto sei in Übereinstimmung mit dem Bürgermeister und Schirmherrn des Kulturfestivals gefunden worden.

 

„Bei den ersten Überlegungen zum Ländermotto hatten wir beide schon Irland im Hinterkopf“, sagt Tim Grüttemeier. Das Kulturfestival solle durch einige Änderungen im Ablauf optimiert werden, stellt Krieger in Aussicht. Am Freitagabend werde sich der Vorlauf als „Warming up“ auf Programmpunkte in den Altstadtkneipen konzentrieren. „Die offizielle Eröffnung erfolgt dann diesmal am Samstag“, beschreibt Krieger.

 

An diesem Tag komme auch der Kaiserplatz ins Spiel. „Dort wird eine irische Band spielen, die jeder kennt“, verspricht der Kulturmanager, will aber noch keinen Namen nennen. „Es wird ein absoluter Publikumsmagnet sein. In der Altstadt würde das Publikum schlichtweg nicht genug Platz haben, der Kaiserplatz hingegen bietet genügend Raum.“ Grüttemeier betont jedoch, dass der Altstadt-Charakter des Kulturfestivals erhalten bleiben soll. Das Konzert auf dem Kaiserplatz werde gegen 22.30 Uhr enden, das Programm in der Altstadt dann noch bis 24 Uhr fortgeführt.

 

Mit viel Pop- und Rockmusik und vor allem irischen Folk werde „Stolberg goes Irland“ zwar musiklastig, aber auch andere kulturelle Disziplinen würden geboten werden, sagt Krieger, der auch für den verkaufsoffenen Sonntag mit der großen Parade Modifikationen ankündigt, die sich positiv auf das Kulturfestival auswirken würden.

 

„An bewährten Komponenten halten wir natürlich fest. Vor allem daran, dass sämtliche Veranstaltungen für die Besucher wie für die Stadt Stolberg kostenlos sind“, erläutert Krieger und dankt besonders dem Hauptsponsor, der Energie- und Wasserversorgung GmbH (EWV), für die treue Unterstützung. Andreas Ihrig von der EWV verweist sogleich auf „das frische irische Grün als Firmenfarbe“.

 

„Natürlich sollen die Menschen bei ,Stolberg goes…‘ sich amüsieren und Spaß haben. Aber es steckt auch mehr dahinter, und wir halten es nach wie vor für wichtig, Stolberg als eine weltoffene Stadt darzustellen, die anderen Kulturen gegenüber aufgeschlossen ist“, sagt Ihrig. Und eben dies könne die Kupferstadt bei dem großen Konzert mit dem bekannten irischen Publikumsmagneten auf dem Kaiserplatz sehr vielen Besuchern zeigen, wobei „Stolberg goes Irland“ zugleich weiterhin auf den Charme der Altstadt setze, führt Krieger aus. Der Kaiserplatz solle die Veranstaltungsorte Alter Markt und Burg ergänzen und nicht ersetzen. Wer der Publikumsmagnet sein wird, und welche Änderungen für den Sonntag des Kulturfestivals geplant sind, wird Krieger wie in den Vorjahren mit dem vollständigen Programm erst im kommenden Januar preisgeben.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten Text: Dirk Müller

Mo

10

Nov

2014

Weihnachtlicher Vorbote auf dem Kaiserplatz

Davon, dass die Kupferstädter Weihnachtstage bald beginnen, zeugt seit gestern der große Weihnachtsbaum auf dem Kaiserplatz. Da der städtische Forst keine frei stehenden und als Weihnachtsbaum geeigneten Bäume hergibt, hatte die Stadtverwaltung einen „Baumspenden-Aufruf“ gestartet und etwa 20 Rückmeldungen erhalten. „Bei der Auswahl mussten wir beachten, dass der Baum nicht nur schön, sondern auch transportierbar ist“, berichtet Jürgen Gerres, Organisator der Kupferstädter Weihnachtstage. So sei die Wahl auf eine serbische Fichte von der Katzhecke gefallen. Der über eine Tonne schwere Baum mit circa 15 Metern Höhe wurde mit einem Kran aufgestellt, und noch bevor die Feuerwehr ihn mit Drahtseilen sicherte, gab es das erste Lob von Passanten. „Ein wirklich schöner Baum“, lautete das oft ausgesprochene Urteil über die gut gewachsene Fichte. Gegen Ende der Woche wird sie geschmückt und mit weihnachtlicher Beleuchtung versehen. Eingeschaltet wird diese allerdings erst am 22. November, wenn die Kupferstädter Weihnachtstage mit dem Weihnachtsmarkt in der Altstadt und an der Burg sowie dem täglichen Weihnachtstreff auf dem Kaiserplatz beginnen.

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

So

09

Nov

2014

"Kreisverkehr Nachtigällchen" eingeweiht - Einfahrtstor zur Stadt

Die CDU Stolberg hatte Mitte Februar einen Antrag gestellt, den Kreisverkehr Nachtigällchen mit Hilfe eines örtlichen Garten- und Landschaftsbauunternehmens zu gestalten. Ziel der Idee war eine kostenneutrale, aber besonders ansprechende Gestaltung.
Die CDU Stolberg hatte Mitte Februar einen Antrag gestellt, den Kreisverkehr Nachtigällchen mit Hilfe eines örtlichen Garten- und Landschaftsbauunternehmens zu gestalten. Ziel der Idee war eine kostenneutrale, aber besonders ansprechende Gestaltung.

Auch wenn es am Nachtigällchen in Richtung Mausbach für den Straßenverkehr noch nicht ganz rund läuft, kann der neue Kreisel sich nun wahrlich sehen lassen.

Dank des Engagements eines Kupferstädter Unternehmens, wie der CDU-Fraktionsvorsitzende Jochen Emonds jetzt bei der offiziellen Einweihung des Kreisverkehres mit Bürgermeister Tim Grüttemeier betonte. Emonds dankte der Firma Garten- und Landschaftsbau Peter Hacker, die die Bepflanzung und die Gestaltung des Hügels auf dem Kreisverkehr übernommen hatte und sich fortan auch um die Pflege dieser Grünanlage kümmern wird. „Die CDU-Fraktion hatte den Antrag gestellt, den Kreisel mit Leben zu füllen, ohne dass der Stadt Kosten dafür entstehen“, erinnerte Emonds an die nun erfüllte Vorgabe der Politiker. „Wir freuen uns, dass der Kreisverkehr Nachtigällchen nun fertig bepflanzt und an zentraler Stelle durch ein kunstvoll hergestelltes Kupferschild an die Historie unserer Stadt erinnert“, äußert sich der CDU-Fraktionsvorsitzende Jochen Emonds mit Blick auf die Fertigstellung der Verschönerung und Bepflanzung des Kreisverkehrs.

 

Dank gilt der Firma Garten- und Landschaftsbau Hacker!
Dank gilt der Firma Garten- und Landschaftsbau Hacker!

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Dieter Wolf ergänzte, dass der Antragkeinerlei politische Diskussionen mit sich gebracht habe, sondern in bestem Einvernehmen von beiden Koalitionsparteien getragen wurde. „Wir sehen diesen schönen Kreisverkehr gerne als eine Art Pilotprojekt, und Nachahmer sind sehr wünschenswert“ sagte Wolf mit Blick auf die Sponsoren-Familie.

Bepflanzt ist der Kreisel unter anderem auch mit Tulpen und Narzissen, so dass der Kreisverkehr am Nachtigällchen bereits im Frühjahr entsprechend aufblühen wird. Mittig thront über dem Grün ein gut sichtbares kupfernes Schild, das den „Stolberg“-Schriftzug zeigt. Außerdem weist das Schild mit Hilfe der Silhouette der Burg auf das Wahrzeichen der Kupferstadt hin.

 

Die kleinen Schilder, die auf den Sponsoren hinweisen, sind angenehm dezent platziert. Bei der offiziellen Einweihung dankten die Vertreter von Stadtverwaltung und Rat neben dem Geldgeber auch dem Landesbetrieb Straßenbau, der den Kreisverkehr zwischen Vicht, Mausbach und Breiniger Berg neu anlegte, für die gute Zusammenarbeit.

 

Und der technische Dezernent der Stadt, Tobias Röhm, und Bürgermeister Tim Grüttemeier stellten in Aussicht, dass der neue „Stolberg-Kreisverkehr“ am Nachtigällchen in Kürze durch eine blendfreie Beleuchtung auch in der Dunkelheit gut in Szene gesetzt werde.


Fotos und Text: Dirk Müller

Do

06

Nov

2014

Bürgerdialoge der CDU Stolberg - "Was mir am Herzen liegt!"

Stolberg. Die vier Ortsverbände der CDU Stolberg werden im November und Dezember dieses Jahres ihre Mitgliederversammlungen in Form von Bürgerdialogen anbieten. Dabei gibt‘s dann Vorstandsneuwahlen und auch einen Ausblick für die Zukunft des kommunalpolitischen Wirkens.

 

„Wir wollen auch nach der Kommunalwahl wissen, was den Bürgern am Herzen liegt und freuen uns auf Fragen und Anregungen“, so der Partei- und Fraktionsvorsitzende Jochen Emonds.

Mit der Veranstaltung von fünf Bürgerdialogen hat die CDU Stolberg im vergangenen Jahr neue Wege beschritten, um allen Stolberger Bürgern direkt die Möglichkeit zu geben, sich bei einer Versammlung zu Wort zu melden und eigene Ideen zum kommunalpolitischen Programm der Partei beizusteuern. „Die Mitgliederversammlungen werden komplett öffentlich abgehalten, so dass jeder auch weiterhin die Möglichkeit hat, der CDU seine Ideen für die Stolberger Politik bis zum Jahr 2020 mit auf den Weg zu geben“, so Emonds weiter.

 

Nach der Vorstellung der Arbeit des jeweiligen Ortsverbands wird der Bürgerdialog mit Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier und den jeweiligen Vertretern vor Ort stattfinden. „Wir möchten unser kommunalpolitisches Programm für die Jahre 2014 bis 2020 konsequent fortschreiben und weiterentwickeln“, erläutert der stellvertretende Partei- und Fraktionsvorsitzende Paul M. Kirch das Konzept der Bürgerdialoge. „Wir werden zeigen, was wir erreichen konnten und was wir noch gemeinsam in Stolberg vor uns haben.“

Nach der Vorstellung der Ortsverbände haben die Bürger die Möglichkeit, weitere eigene Ideen zu ergänzen und die einzelnen Punkte, die ihnen persönlich wichtig sind, vorzubringen.

„Niemand muss spontan eine Rede halten“, fügt Jochen Emonds hinzu. „Die Leute können uns auch vorher oder nachher eine E-Mail oder einen Brief schicken, uns anrufen oder uns bei Facebook kontaktieren.“

 

Zettelbox für Ideen

Es wird auch wieder die Möglichkeit bestehen, vor Ort eigene Anregungen und Ideen auf einen Zettel zu schreiben und diesen anonym in eine Box zu werfen.

Auch Bürgermeister Dr. Tim Grüt­temeier hofft und freut sich auf die neuen Anregungen aus der Bürgerschaft: „Es ist unheimlich wichtig, mit den Leuten vor Ort ins Gespräch zu kommen und ihre Sicht der Dinge zu hören. Mit Engagement, Kreativität und Ideenreichtum konnten wir schon viel in kurzer Zeit erreichen. Es muss der Anspruch der Politik in Stolberg sein, diesen Weg jetzt weiterzugehen und den Bürger dabei mitzunehmen. In diesem Sinne freue ich mich auf die gemeinsame Reise.“

 

Die Termine der vier Parteiveranstaltungen

 

An folgenden Terminen finden die Bürgerdialoge statt: Dienstag, 4. November, 18.30 Uhr, Restaurant Kreuzberg in Büsbach; Donnerstag, 13. November, 18.30 Uhr, Restaurant „Zur Treppe“ in Breinig; Donnerstag, 27. November, 19.30 Uhr; Restaurant „Friedrichs Ecke“ auf dem Donnerberg; Donnerstag, 4. November, 19 Uhr, Hotel-Restaurant Galmei in Zweifall.

Mi

05

Nov

2014

Voll im Zeitplan - Kunstrasenprojekte sind im Bau

Unterbau und Versickerungsanlage für das neue Sportzentrum des SV Breinig sind bereits fertiggestellt. Als nächstes soll das Flutlicht kommen, dann der Kunstrasen. Foto: L. Franzen
Unterbau und Versickerungsanlage für das neue Sportzentrum des SV Breinig sind bereits fertiggestellt. Als nächstes soll das Flutlicht kommen, dann der Kunstrasen. Foto: L. Franzen

Bei der SG Stolberg rollen die Bagger erst seit wenigen Tagen. Die Arbeiten in Breinig laufen dagegen bereits seit August auf Hochtouren. Folgerichtig nimmt das neue Sportzentrum des SV Breinig immer mehr Konturen an.

„Mit dem Unterbau des Platzes sind wir fertig“, sagt Dieter Jollet, Leiter des Breiniger Bauausschusses. Gleiches gilt auch für die neue Versickerungsanlage auf dem Gelände unterhalb des bestehenden Rasenplatzes, hinter deren Fertigstellung die Verantwortlichen ebenfalls ein Häkchen machen können.

Momentan sind die Bauarbeiter auf Schützheide damit befasst, Barrieren und große Ballfangmasten zu befestigen und die Fläche rund um die künftigen Kunstrasenplätze zu pflastern. Begonnen wurde auch mit dem Bau des neuen Sportheims, das zwischen den Kunstrasenplätzen entstehen wird. Die Ballfangvorrichtungen seien zu 50 Prozent angebracht, die Pflasterfläche sogar schon zu 80 Prozent, sagt Dieter Jollet und hat bereits die nächsten Bauschritte im Blick.

 

Kunstrasen kommt Ende November

 

Noch in dieser Woche soll mit der Anbringung der neuen Flutlichtanlage begonnen werden. In der nächsten Woche, so der Ehrenvorsitzende des Sportvereins, könne dann die nächste Schicht auf die Flächen aufgetragen werden, wo künftig der Ball rollen soll. Dieter Jollet: „Wir sind also absolut im Zeitplan.“ Die letzte und wichtigste Schicht aus sportlicher Perspektive, der Kunstrasen, soll nach Angaben Jollets bis Ende November verlegt sein.

Ob das künstliche Grün unmittelbar danach auch verklebt werden kann, hängt jedoch ausschließlich von den klimatischen Bedingungen ab und ist somit schwer planbar.

„Mit dem Unterbau des Platzes sind wir fertig.“

 

 

 

Mi

05

Nov

2014

Nachtwächterführung sind Highlights

Helmut Schreiber wurde für sein Ehrenamt mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik geehrt. Dem Ehepaar Schreiber gratulierten Städteregionsrat Helmut Etschenberg (l.) und Karina Wahlen, stellvertretende Bürgermeisterin von Stolberg
Helmut Schreiber wurde für sein Ehrenamt mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik geehrt. Dem Ehepaar Schreiber gratulierten Städteregionsrat Helmut Etschenberg (l.) und Karina Wahlen, stellvertretende Bürgermeisterin von Stolberg

Stolberg/Städteregion. „Unsere Gesellschaft lebt von Menschen wie Ihnen, Herr Schreiber.“ Städteregionsrat Helmut Etschenberg ehrte jetzt Helmut Schreiber aus Stolberg für sein außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Zahlreiche Gäste würdigten die Verdienste der „Schreibers“ für das Stolberger Stadtleben.

Die geladenen Gäste lauschten gespannt, als Städteregionsrat Helmut Etschenberg zu seiner Ehrenansprache ansetzte. „In Zeiten, in denen alle Welt von Globalisierung spricht, von internationalen Beziehungen, sind es Menschen wie Helmut Schreiber, die uns zeigen, dass das Gute manchmal ganz nahe liegen kann.“ Denn Helmut Schreibers ehrenamtliche Verdienste um die Geschicke seiner Heimatstadt Stolberg sind in der Tat außergewöhnlich: Unzählige Bücher über die Stadtgeschichte verfasste und veröffentlichte das Ehepaar Schreiber. Mehr als zwölf Jahre lang betreute Helmut Schreiber als Kurator die Ausstellung „Meine Heimat Stolberg“.

 

Exkursionen und Stadtführungen

Als langjähriger Vorsitzender des Stolberger Heimat- und Geschichtsvereins hat Helmut Schreiber zu zahlreichen Themen referiert, Exkursionen und Studienreisen geleitet oder Stadtführungen gegeben. Für die Bewohner des Heims des Guten Samaritan ließ sich Schreiber dabei stets etwas ganz Besonderes einfallen. Im Kostüm eines mittelalterlichen Nachtwächters zeigt der Stolberger dann denjenigen, denen es Alter oder Krankheit verwehren, mit ihm durch die Stadt zu schlendern, „seine“ Stadt in liebevoll gestalteten Dia-Vorträgen.

„Seine Nachtwächterführungen sind ein echtes Highlight“, wie Karina Wahlen, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Stolberg, zu bestätigen wusste. Schreibers Engagement endet allerdings nicht bei der Heimatgeschichte. Im Gegenteil: Seit Jahrzehnten ist der heute 76-Jährige aktives Mitglied der Stolberger Pfarrgemeinde Johannes Baptist. Egal ob dort das Pfarrarchiv neu geordnet werden muss, Katecheten für den Kommunionsunterricht gesucht werden oder dem Kirchenvorstand noch ein Mitglied fehlt – Helmut Schreiber ist auch hier zur Stelle.

Die Leidenschaft für die ehrenamtliche Hilfe teilt Schreiber mit seiner Frau Katharina. Dabei haben die beiden nicht bloß ein gemeinsames Hobby in der Heimatgeschichte gefunden, sondern leben ihre außergewöhnliche Nächstenliebe auch privat. Vor 45 Jahren übernahm das Ehepaar die Fürsorge für ein querschnittsgelähmtes Pflegekind, das heute Beruf und eigene Familie hat.

„Mein Ehrenamt war sicherlich auch ein Stück Selbstverwirklichung“, gab der Würdenträger Schreiber in seinen Dankworten zu, „ohne die Unterstützung meiner Frau wäre das alles unmöglich gewesen. Sie war und ist meine treibende Kraft“. Das sympathische „Stolberger Original“ zeigte sich sichtlich berührt von seiner Auszeichnung. Dass gerade er die Verdienstmedaille erhält, ist für ihn allerdings nicht selbstverständlich. Vielmehr sieht er seine Würdigung als Anerkennung der Vereine und Initiativen, in denen er sich seit Jahren betätigt. Obwohl Schreiber auf ein erfülltes und zufriedenes Leben zurückblickt, betrachtet er seine ehrenamtliche Aufgabe noch lange nicht als vollendet: „Ich hoffe, dass ich auch zukünftig dazu beitragen kann, Jugendliche mehr zum Ehrenamt zu motivieren.“ Mit seiner ehrlichen Art und seinem Enthusiasmus dürfte das für Helmut Schreiber wahrscheinlich kein Problem sein.

 

Mi

05

Nov

2014

Einbahnstraßenregelungen in Büsbach erhalten eine Absage

CDU und SPD sprechen sich gegen Einbahnstraßen in Büsbach aus

 

Stolberg-Büsbach. Eine im Ort und im Rathaus für Büsbach diskutierte Einbahnstraßenregelung für Bischof- und Galmeistraße soll es nicht geben; zumindest dann nicht wenn es nach dem CDU-Ortsverband geht. „Der Vorstand hat sich gegen die Einbahnstraßen ausgesprochen“, erklärte Vorsitzender Siegfried Pietz. Das Ratsmitglied und seine beiden Kollegen Fritz Thiermann und Michael Thomas würden durch Einbahnstraßen Probleme auf den Ort zukommen, sagten sie im Vorfeld der öffentlichen Mitgliederversammlung. Sie beginnt heute um 18.30 Uhr im Restaurant Kreuzberg und führt den „Dialog mit den Bürgern“ auf der Tagesordnung.

Und auch die Kollegen der Büsbacher SPD kamen zu den gleichen Erkenntnissen: „Der SPD Ortsverein Nord-Süd spricht sich nach reiflicher Überlegung gegen die Einführung von Einbahnstraßenlösungen im Bereich der Bischof- und der Galmeistraße aus“, erklärte am Abend Heinrich Offermann, der stellvertretende Vorsitzende des Ortsvereins. „Wir sind der Überzeugung, dass die Nachteile einer solchen Regelung, im Bezug auf Büsbach insgesamt, aber vor allem für die Ortsmitte, höher anzusetzen sind, als eventuelle Vorteile in einzelnen Straßenbereichen“, sagte das Büsbacher Ratsmitglied. Der Ortsverein habe sich intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt, mit Bürgern, Vereinsvertretern und Geschäftsleuten diskutiert sowie abgewogen.

Am Mittwoch um 17.15 Uhr unternimmt der Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr eine Ortsbesichtigung zu dem Thema. Treffpunkt ist die Ecke Galmeistraße / In der Dell. Um 19.30 Uhr folgt im Büsbacher Bürgerhaus eine Informationsveranstaltung der Stadt und der IG Büsbach über das Konzept zur Gestaltung des Dorfmittelpunktes. Es umfasst im Kern den Bereich der Konrad-Adenauer-Straße von den Bushaltestellen Markt bis zur Einmündung Galmeistraße sowie Bischof­straße, „Auf der Höhe“ und „Am Denkmal“. Das Dorfkonzept und die Ausbaupläne der Stadt für die Galmeistraße, werden von der Einbahnstraßen-Debatte tangiert. Diese hatte Karl-Wilhelm Stettner mit einem Bürgerantrag ausgelöst, die Bischofstraße vom Lehmkaulweg bis zur Einmündung „Auf der Höhe“ und die Galmeistraße zum Lehmkaulweg als Einbahnstraße auszuweisen.

Di

04

Nov

2014

Stolberg wertet den Karneval auf

Neujahrsempfang weicht der Fastelovvend auf einen Mittwoch aus. Eigene Internet-Präsenz für alle Gesellschaften im Stadtgebiet. Am 11.11. feiert ein Altstadtfest seine Premiere mit Taufe des Prinzen. 

 
Stolberg. Die fünfte Jahreszeit steht vor der Türe, und es tut sich Einiges beim Kupferstädter Karneval. Künftig bekommen alle karnevalistischen Vereine Stolbergs ein Online-Forum auf der städtischen Internetseite, und es wird eine neue Veranstaltung am 11.11. geben. Dies und mehr stellten Vertreter der Stadt und des Stolberger Karnevalskomitees im Ratssaal Vertretern von Gesellschaften und Vereinen vor.

 

Dialog mit Rat und Verwaltung

„Das Kulturgut Karneval wird von Stadtverwaltung und Rat stärker unterstützt werden“, stellte Jochen Emonds, Vorsitzender des Kulturausschusses in Aussicht, und die Veranstaltung selbst war der erste Beweis dafür. Denn der Abend diente sowohl der Vorstellung von Neuerungen, als auch dem Dialog zwischen Karneval, Politik und Verwaltung.

Tim Grüttemeier lobte ausdrücklich das ehrenamtliche Engagement der Karnevalisten und nannte die Stadt Stolberg als Unterstützer und Ansprechpartner für die Vereine. „Wir wollen die kulturellen närrischen Veranstaltungen besser würdigen und die Arbeit der Karnevalisten einer breiteren Öffentlichkeit präsentieren“, sagte der Bürgermeister und verwies auf Robert Walz. Der städtische Pressereferent stellte gemeinsam mit den Vereinsvertretern die neue Rubrik der Stolberg-Internetseite vor. Auch dem Komitee nicht angeschlossenen Karnevalsgesellschaften und Interessengemeinschaften werden vertreten sein und über Termine und Orte ihrer Veranstaltungen in der Session informieren. Dass diese Präsentation Mehrwert hat, veranschaulichte der Bürgermeister. Grüttemeier war aufgefallen, dass am Sonntag, 18. Januar 2015, viele karnevalistische Veranstaltungen stattfinden, und eigentlich sollte es auch der Tag des Neujahrsempfangs der Stadt sein.

„Das wäre etwas unglücklich, und deshalb haben wir den Neujahrsempfang auf Mittwoch, 14. Januar, verlegt.“ Ebenso wie der „jecke Veranstaltungskalender“ soll auch der Dialog von Karnevalisten, Bürgermeister und Politikern zur festen Institution werden.Komitee-Präsident Josef Behlau lobte die Initiative von Rat und Verwaltung: „Das passt sehr gut zu der positiven Entwicklung des gut aufgestellten Stolberger Karnevals in den vergangenen Jahren.“

 

Die Tollität wird vorgestellt

Behlau und Komitee-Vizepräsident Bartz betonten, dass zu den öffentlichen Veranstaltungen des Stolberger Karnevalskomitees selbstverständlich auch die Kupferstädter Gesellschaften und Vereine, die dem Komitee nicht angeschlossen sind, herzlich eingeladen seien. „Nur gemeinsam sind wir Karnevalisten stark“, sagte Behlau und hob als positives Beispiel die KG Mönsterböscher Jonge hervor, die bei der Prinzenvorstellung am Freitag, 14. November, ab 19.11 Uhr im Jugendheim Münsterbusch wieder die Bewirtung der Gäste übernimmt.

Grüttemeier, Bartz und Behlau hatten sich ein Bonbon, das Freunden des rheinischen Brauchtums besonders gut schmecken dürfte, für das Finale der Mischung aus Informationsveranstaltung und Dialog aufbewahrt: „Der 11.11. soll auch in Stolberg wieder stärker in den Fokus gerückt werden und wir möchten an diesem Tag ein Altstadtfest etablieren“, erklärte der Bürgermeister. Das Fest beginnt am Dienstag, 11. November, um 19.11 Uhr auf dem Alter Markt, und die Premiere ist mit einem Kupferstädter Clou verbunden: Da der designierte Stolberger Karnevalsprinz Marcel Künstler gebürtiger Aachener ist, wird er bei dem Altstadtfest „getauft“ – natürlich mit dem Wasser aus dem Vichtbach und Ketschenburger Bier.

 

Text und Foto: Dirk Müller

Mo

03

Nov

2014

Die Museumsnacht als Erfolgskonzept

Stolberg. Dass die elfte Auflage der Stolberger Museumsnacht ein Erfolg werden sollte, war schon ganz zu Beginn des Abends deutlich zu sehen. An allen fünf Veranstaltungsorten trafen die Besucher direkt ein, als Tür und Tor um sieben Uhr für begeisterte Museumsbesucher geöffnet wurden.

Wo der Abend beginnen sollte, konnte wie auch in den letzten Jahren jeder selbst entscheiden und so statteten die einen den Ausstellungsorten rund um die Burg einen Besuch ab, während die anderen den Kupferhof Rosental für sich einnahmen oder sich direkt im Museum Zinkhütter Hof niederließen, der Ort, an dem gegen Ende des Abends der Höhepunkt der Museumsnacht steigen sollte.

 

Per Shuttle zu den Orten

Für die Besucher, die nicht nur aus Stolberg angereist waren standen kostenlose Kleinbusse zur Verfügung, die in kurzen Abständen von Museum zu Museum fuhren. So war die Möglichkeit gegeben, problemlos auch mehrere Highlights des Abends zu sehen, ohne sich dabei auf einen Aktionsort beschränken zu müssen. „Highlight“, das scheint in jeder Hinsicht das Stichwort der elften Museumsnacht zu sein. Dank einer außerordentlich großen Anzahl an Ausstellern, Musikern und Unterhaltern war wohl für den Geschmack jeder der rund 2000 erschienenen Besucher etwas dabei.

Auf dem oberen Burghof hatten die Burgritter und das Eynevolk ihr Areal eingenommen und ließen die gern gesehenen Gäste bei Lagerfeuer und Kerzenschein am mittelalterlichen Leben teilhaben. Im Schein der angestrahlten Burg durften die Besucher selber Kettenhemden anprobieren, Flammkuchen schlemmen oder einfach nur die gemütliche Stimmung genießen. Währenddessen ließen Mario Triska und sein Ensemble im Rittersaal bei zwei Konzerten ungarische Zigeunermusik, Tango, Walzer und Swing erklingen und Clownerike nahm die kleinen Stolberger mit auf eine spannende Schatzsuche. Auf dem unteren Burghof stellte die Veytaler Ritterschaft sich vor und am Wahrsagerstand konnte man einen Blick auf seine Zukunft werfen.

Wer es weniger abenteuerlich mochte, fand in der Kaffeestube des Museum Torburg den richtigen Platz und konnte sich anschließend diverse Handwerksberufe anschauen oder den Geschichten von Ruth Djamati lauschen. Rainer Hausschild demonstrierte Drechseln, Adi Radermacher schwang in der Schmiede den Hammer, Carmen Comanns gewährte Einblicke in das Handwerk der Lederbearbeitung, Elvira von Wirth röstete Kaffee und Jürgen Griesel erläuterte die Messingbearbeitung. Auch im Kunsthandwerkerhof Rose wurden die Besucher bei Kunst von Muschelkönigin Heidi Selheim und AninA Marita Cujai sowie Kulinarischem bei Christian Clément zu Gesprächen eingeladen. Und wer dem Kupferhof Rosental einen Besuch abstattete, durfte sich auf Comedy und Kabarett mit Wladimir Schmidt und Hubert vom Venn sowie Musik mit dem Duo Mo & Eli in schönster Umgebung freuen. Sie bot auch ein stimmungsvolles Ambiente für Schönes aus Metall und Stein, Blumen und Schmuck, Fotokunst und hübsche Kleinigkeiten.

 

Zum Gelingen der Museumsnacht trug eine Neuheit ganz besonders bei. Die Attraktionen für Jugendliche im Forum des Zinkhütter Hofs lockten in diesem Jahr auch die älter gewordenen Kinder an. Kein Wunder, denn die Möglichkeiten, den Abend zu verbringen boten kreativen Köpfen eine Vielzahl an spannenden Projekten. Unter Anleitung von Claude René Havugimana konnten die Jugendlichen ein professionell gestaltetes Video über die Museumsnacht produzieren und dabei Interviews führen oder als Nachrichtensprecher auftreten. Während die Einen beim Specksteinworkshop kreativ werden, entwickeln die Anderen Apps für ihr Smartphone, lassen sich professionell schminken oder vergnügen sich im Stolberger Jugendbus. Und in den Räumen des Museums fesselten Ausstellungen von lokalen und regionalen Kunsthandwerkern wie auch kulinarische Genüsse die Besucher.

Petra Grüttemeier, Organisatorin der Museumsnacht freut sich wohl am Meisten über diesen Erfolg. „Das Konzept geht auf, es ist schön, dass so viele Jugendliche die Angebote wahrnehmen“, erzählt die Museumspädagogin und fügt hinzu: „Und auch sonst läuft alles rund, auch Dank der Erfahrungen, die wir bei zehn Museumsnächten sammeln konnten.“

 

Selbstverständlich, dass auch die Musik im Zinkhütter Hof wieder ganz hoch im Kurs stand. Paul Darin, das Duo „Die Trauzeugen“ und Dieter Kaspari stimmten die Zuschauer zu Beginn des Abends auf die finale Party der Nacht ein. Als Stefan Knittler und seine Band auf die Bühne treten und die ersten ihrer Welthits op Kölsch spielen, wird in den Räumen des Zinkhütter Hofs eifrig mitgesungen, geklatscht und getanzt. Das für die Organisatoren verdiente Endkonzert einer langen Vorbereitungszeit wird ein voller Erfolg.

 

„Die Stimmung ist wie immer toll, man trifft bekannte Gesichter und kann gleichzeitig die vielen Ausstellungen und die Musik genießen“, erzählt Angelika Wenn, Besucherin der Museumsnacht zufrieden. „Außerdem spielt die Band gerade mein Lieblingslied“, sagt die Stolbergerin als auf der Bühne Leonard Cohens „Hallelujah“ angestimmt wird. Mit dieser Meinung scheint sie nicht alleine zu sein, denn die übrig gebliebenen Besucher lassen nach Mitternacht bis zum letzten Ton ein herzhaftes „Hallelujah“ erklingen und machen die Museumsnacht damit wieder einmal zu einem Erlebnis, das man nicht so schnell vergisst.

 

 

 

 

Sa

01

Nov

2014

Mehr Personal für Pflege und Sicherheit

Stolberg. Die Liberalen werden ihrem Selbstverständnis als Hüter der freien Wirtschaft gerecht. „Die drei neuen Stellen beim Kanalbetriebshof können wir mittragen“, erklärt Bernd Engelhardt im Stadtrat. Deren Kosten werden durch die Abwassergebühren erstattet. Aber den zehn zusätzlichen Stellen für Grünflächenamt und Bauhof kann die FDP-Fraktion nicht zustimmen. Sie möchte der Dezernent Tobias Röhm dadurch refinanzieren, dass Aufträge an private Unternehmen für Unterhaltung, Pflege und Winterdienst eingespart werden. Rund 560 000 Euro Lohnkosten-Anteil gab die Stadt bislang jährlich dafür aus. Mit 360 000 Euro davon ist der personelle Aufwand für die zusätzlichen städtischen Fachkräfte gedeckt. 200 000 Euro blieben dann noch immer, um im Bedarfsfall mit privaten Firmen Einsatzspitzen abdecken zu können.

Das reicht der FDP nicht: „Wir schädigen die Stolberger Wirtschaft und verzichten auf Steuereinnahmen“, sagt Engelhardt. Aber die beiden Liberalen stehen mit dieser Haltung im Rat alleine da. Alle übrigen Fraktionen stimmen dem „Röhm-Plan“ zu. Inklusive der Einschränkungen, die Dieter Wolf namens der SPD postuliert. Die Verwaltung soll ein Konzept vorlegen, wie der Bedarf des Technischen Betriebsamtes an Fachpersonal wieder durch eigene Ausbildung gedeckt werden kann; sie muss außerdem nicht nur nachweisen, dass die Personalkosten wirklich durch den Verzicht auf externe Aufträge gedeckt werden, sondern sich auch einer Erfolgskontrolle unterziehen: Wird das Erscheinungsbild der Kupferstadt wirklich verbessert?

Genau dieses ist das Ziel des „Röhm-Plans“. Festen Kolonnen werden Stadtbezirke zugeteilt, die sich mit ihrem Revier identifizieren und es motivierter pflegen sollen. „Wir wollen mit und mit erst einmal die Grünanlagen so aufarbeiten, dass wir sie dann mit einem gärtnerischen Pflegeschnitt in einem attraktiven Zustand halten können“, erklärt TBA-Leiter Georg Paulus. Und die Verstärkung für seine Kanalbetriebsabteilung dient dazu, die Abwasserleitungen so in Schuss zu halten, dass drohende Strafen vermieden werden und die Substanz der Leitungen erhalten bleibt. Zur Saison sollen die drei Mitarbeiter dann auch beim Winterdienst aushelfen.

Auf Wunsch der Grünen prüft die Verwaltung überdies, ob und in wie weit Asylbewerber als Fachkräfte im TBA oder anderen Bereichen der Verwaltung beschäftigt werden können. Die Linke sieht in der Personalaufstockung auch eine Investition in den Tourismus, „damit die Besucher Stolberg von der schönen Seite kennenlernen“, so Mathias Prußeit.

Damit steigt zum nächsten Jahr die Schlagkraft der operativen „Paul-Jünger“ von 70 auf 83 Beschäftigte zuzüglich von 11,5 Stellen für Leitung und Kostenrechnung. Eine Aufstockung, die Martin Künzer ohnehin für notwendig erachtet. „Das hat das Gutachten über das TBA bescheinigt. Die Mitarbeiter konnten bislang all ihren Aufgaben gar nicht in ausreichendem Maße nachkommen“, betonte der Personalratsvorsitzende der Stadtverwaltung. Der ist auch sichtlich zufrieden mit der Entscheidung des Rates, den Rettungsdienst wieder komplett in die städtische Regie zu übernehmen, nachdem seit 2010 das DRK nachts und an den Wochenenden den zweiten Rettungstransportwagen (RTW) als freiwillige Leistung gestellt und besetzt hat. Mittlerweile erkennt der Bedarfsplan den Vorhalt von zwei RTW rund um die Uhr an, und das DRK sieht sich nicht in der Lage, zu den Konditionen der Stadt die bisherige Aufgabe weiter sicher zu stellen. Alternative Anbieter konnte die Verwaltung nicht ausmachen. Einstimmig beschloss der Rat die Einstellung von sieben als Rettungsassistenten ausgebildeten Feuerwehrleuten, denen die Übernahme als Beamte winkt – vorbehaltlich eines späteren Beschlusses des Stadtrates. Die Kosten sind durch die Krankenkassen gedeckt. Damit steigt die Stärke der Feuer- und Rettungswache ab Neujahr auf 63 Beschäftigte. Neben vier Auszubildenden zwei Mitarbeitern in der Leitung und einer im vorbeugenden Brandschutz sowie 56 im kombinierten Feuerwehr- und Rettungsdienst im Tages- und im Schichtdienst. „Somit stehen für den Brandschutz die erforderlichen 36 Kräfte zur Verfügung“, sagt Pressesprecher Robert Walz; für den Rettungsdienst sind es rechnerisch 20 Bedienstete.

 

Fr

31

Okt

2014

Die Renaissance der Innenstadt beginnt

Von der Wiese Frankental bis zur Flora soll der Bereich am Bastinsweiher ein einheitliches Bild und mehr Aufenthaltsqualität erhalten. Die Rathausstraße wird dabei auf zwei Spuren beschränkt. Im nächsten Jahr soll die Umgestaltung beginnen. Foto: SZ
Von der Wiese Frankental bis zur Flora soll der Bereich am Bastinsweiher ein einheitliches Bild und mehr Aufenthaltsqualität erhalten. Die Rathausstraße wird dabei auf zwei Spuren beschränkt. Im nächsten Jahr soll die Umgestaltung beginnen. Foto: SZ

Land nimmt die Kupferstadt auf in die Städtebauförderung. Zuerst werden Frankental und der Kaiserplatz neu gestaltet. 

 
Stolberg. „Das ist ein guter Tag für Stolberg“, freut sich Bürgermeister Tim Grüttemeier. „Ein Hauptgewinn für Stolberg“, lobt Landtagsabgeordneter Stefan Kämmerling (SPD). „Es ist ein wunderbarer Einstieg in die Wiederbelebung der Innenstadt“, sagt sein Kollege Axel Wirtz (CDU). „Die Pläne von Bürgermeister Grüttemeier und der großen Koalition sind einen wichtigen Schritt voran gekommen“. Und die planungspolitschen Sprecher von SPD und CDU, Rolf Engels und Paul Kirch, schwärmen schon von einer „Renaissance der Innenstadt“.

 

779 000 Euro für Planung

 

Die Kupferstadt ist aufgenommen in das Städtebauförderungsprogramm des Landes, erklärte gestern Minister Michael Groschek im Landtag. 779 000 Euro erhält die Stadt noch für dieses Jahr; sieben bis acht Millionen Euro sollen es bis 2020 sein für das Entwicklungskonzept Talachse Innenstadt. Mit einer städtebaulichen Aufwertung der sieben Quartiere von der Mühle bis zum Willy-Brandt-Platz soll ein Mehrfaches an privaten Investitionen ausgelöst werden. Kalkuliert wird mit einem privaten Engagement in Höhe von 15 Millionen Euro. Die Aufnahme in das Programm „Stadtumbau West“ hat für die Kupferstadt eine vergleichbare Bedeutung wie die Sanierung der Altstadt in den 1980er Jahren. „Stolberg kann jetzt sein Kernproblem anpacken“, so Grüttemeier. Einer Verödung der Innenstadt wird begegnet.„Die Stärkung der Innenstädte ist von zentraler Bedeutung“, erklärte Groschek. Im Unterschied zu Einzelinvestitionen beruhe die Städtebauförderung auf einem integrierten Ansatz: „Sie nimmt den ganzen Stadtteil in allen Aspekten in den Blick und aktiviert die Menschen dort, sich an der Gestaltung ihres Lebensumfeldes zu beteiligen“, betont der Städtebauminister. „Entsprechend legen wir und das Land Wert auf eine enge Einbindung der Bürger in die Planungsprozesse“, unterstreicht Tim Grüttemeier. Für erste Teilbereiche ist dies bereits erfolgt.

 

Konzept seit 2009 erarbeitet

 

Immerhin hat die Kupferstadt bereits vor fünf Jahren damit begonnen, die Grundlagen für den jetzigen Erfolg zu legen. Gemeinsam mit der DSK (Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH) wurde 2009 das Entwicklungskonzept erarbeitet, das die Innenstadt als sieben Quartiere mit eigener Identität definiert. Mit punktuellen Eingriffen in die Substanz und Umgestaltungen sollen sie aufgewertet werden. Seit der Auftaktveranstaltung betreut eine Lenkungsgruppe aus Verwaltung und Politik die Vorbereitungen. Die Testphase für die zukünftige Verkehrsführung auf der Rathausstraße ist einer der Bausteine des Programms, der unter Beteiligung der Bürger und des Stadtmarketings entwickelt wurde.

Zum Schwur kam es zu Beginn diesen Jahres, als Regierungspräsidentin Gisela Walsken der Stadt die Pistole auf die Brust setzte: Eine Förderung für die Innenstadt gibt es nur dann, wenn Stolberg auf die Ansiedlung von Einzelhandel auf dem Zincoli-Gelände an der Mauerstraße in Münsterbusch verzichtet. Der Stadtrat verzichtete und forderte die Strabag als Investor auf, ein anderes Konzept zu erarbeiten. Ein Ergebnis oder das Aus des Vorhabens ist für Ende des Jahres zu erwarten. Mit dem klaren Bekenntnis des Stadtrates zur Sanierung der Innenstadt ging‘s dann sehr schnell. Viele positive Signale kamen von der Kölner Bezirksregierung. Im September vermittelte Landtagsabgeordneter Kämmerling einen Gesprächstermin bei Minister Groschek in Düsseldorf, bei dem Bürgermeister Grüttemeier die Pläne für die Innenstadt (und die Vorhaben am Bahnhof sowie zur Revitalisierung von Industriebrachen) persönlich vorstellen und für eine Unterstützung Stolbergs werden konnte. Und gestern war Kämmerling der erste, der die frohe Kunde der Förderung übermittelte, nachdem am Dienstag eine Delegation des Ministeriums Stolberg besichtigte.

„Bereits in der kommenden Woche wird der Ausschuss für Stadtentwicklung Nägel mit Köpfen machen“, sagte Tobias Röhm. Dann werden die Planungsaufträge für die beiden ersten Bausteine angepackt. „Wir werden für jedes der sieben Quartiere Maßnahmen gemeinsam mit den Bürgern planen“, kündigt der Technische Dezernent an. Für jeden Baustein wird ein Förderantrag beim Land eingereicht, wenn die Bewilligung vorliegt, kann die Ausführungsplanung und die Vergabe der Arbeiten beginnen. Die jetzt bewilligten Mittel dienen erst einmal der Planungsphase.

Aber voraussichtlich bereits im Herbst werden die Bagger in Stolberg anrücken können: Auf dem Kaiserplatz und am Bastinsweiher. Für den Bereich Frankental ist bereits eine erste Beteiligung der Bürger erfolgt. „Ihre Anregungen sind in die Anforderungen aufgenommen worden“. Jetzt werden acht Landschaftsplaner aufgefordert, im Rahmen eines Wettbewerbs Gestaltungsvorschläge für das Umfeld des Weihers und der Wiese Frankental zu unterbreiten. Dabei soll der Verkehrsraum auf zwei Fahrbahnen reduziert, der Weiher erreichbar und die Flora als Grünanlage erhalten werden. Entstehen soll mehr Freiraum zum Verweilen und für Außengastronomie.

Am 20. Februar soll das Preisgericht mit Fachleuten und Vertretern von Verwaltung und Rat tagen und den Wettbewerbssieger ermitteln. Am 5. März soll der Ausschuss für Stadtentwicklung über die Planung befinden. Dann müssen die genauen Kosten ermittelt werden. Bis Ende März muss der Förderantrag beim Land gestellt sein. Für Mai wird mit einer Bewilligung gerechnet. Dann kann die Ausführungsplanung erstellt und die Vergabe der Arbeiten angegangen werden.

 

Mehr Aufenthaltsqualität

 

Für den Kaiserplatz gilt der gleiche zeitliche Rahmen. Für seine Umgestaltung soll ein Landschaftsplaner beauftragt und die Bürger im Rahmen einer Planungswerkstatt eingebunden werden. Ziel ist es, den Kaiserplatz wieder nutzbarer für Veranstaltungen zu machen und mit Außengastronomie – ähnlich wie im Aachener Ferberpark – zu beleben, die das vorhandene gastronomische Angebot ergänzen soll.

Dazu gibt es im Rathaus bereits erste Vorstellungen. So sollen die mittleren Beete ebenso entfernt werden wie die Laternen einer anderen Beleuchtung weichen sollen. „Damit mehr Raum für Veranstaltungen entsteht“, erklärt Grüttemeier. Auch der Brunnen soll angepackt werden. Zumindest soll er so umgestaltet werden, dass er mit einer Bühne überbaubar wird. Und auch die Beete sollen so angelegt werden, dass der Kaiserplatz wieder mehr Aufenthaltsqualität gewinnt und der Platz seiner Aufgabe als gute Stube und Mittelpunkt in der Innenstadt gerecht wird.

Nächster Schritt ist dann 2017 die bereits jetzt getestete Umgestaltung von Rathaus- und Salmstraße, während die Maßnahmen für die anderen Quartiere noch detailliert unter Beteiligung der Bürger entwickelt werden müssen.

 

„Die Förderung des Konzeptes für die Innenstadt hat für Stolberg die gleiche hohe Bedeutung wie in den 80er Jahren die Altstadtsanierung.“

Bürgermeister Tim Grüttemeier

So

26

Okt

2014

Tim Grüttemeier: Unser Stolberg

Liebe Stolbergerinnen und Stolberger,

Stolberg ist im Wandel! Als Kupferstadt blicken wir zurück auf eine stolze Industrietradition, die in den zahlreichen Kupferhöfen unserer Stadt und nicht zuletzt auch im Museum Zinkhütter Hof fortlebt.

Nacht der Museen

Doch nicht nur das Gestern treibt uns um, sondern besonders auch der Blick auf die Gegenwart und Zukunft. In diesem Jahr wendet sich so auch zum 11. Mal die „Stolberger Museumsnacht“ mit einem breiten Angebot, angefangen von Kunst und Kultur über Klamauk und Kabarett bis hin zu Kulinarischem und Kinderunterhaltung, an ein breites Publikum.

Neben dieser seit langem erfolgreichen Veranstaltungsreihe bieten wir in Stolberg in diesem Jahr noch ein weiteres Highlight. Am 11.11. um 19.11 Uhr eröffnen wir die närrische Zeit mit einer Prinzen-Taufe im Vichtbach, ganz standesgemäß mit Ketschenburger Bier, so wie es in unserem Stolberger Liedgut überliefert wird. Im Anschluss bieten die Kneipen und Bars der Altstadt noch ausreichend Gelegenheit zum Singen und Schunkeln. In der Adventszeit laden wir wie in jedem Jahr auch wieder zu unseren gemütlichen Kupferstädter Weihnachtstagen ein. Sowohl auf dem Kaiserplatz als auch in der Altstadt und auf der Burg bieten wir unterschiedlichste Programmpunkte und ein buntes Angebot an Ständen.

Schöne Vorweihnachtszeit

Ob mit Freunden oder mit der Familie: umrahmt von mittelalterlichen Gebäuden und auf den Höfen der Burg – schöner lässt sich die Vorweihnachtszeit kaum feiern.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und hoffen, dass die Kupferstadt Sie überraschen wird.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Dr. Tim Grüttemeier

Bürgermeister

So

26

Okt

2014

Neuer Vorstand der Gesellschaft für Stadtmarketing Stolberg; Dank an Patric Peters

Stadtmarketing will am Marketing für Stolberg arbeiten. Weihnachtsbeleuchtung wächst weiter. Investitionen in die Innenstadt.


Will positive Anstöße für die Entwicklung Stolbergs geben: Harald Gath, Barbara Breuer, Marita Matousék, Barbara Kohler, Sylke Skrobek, Firdevs Kirsolak und qua Amt Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier (v.r.) bilden den neuen Vorstand der Gesellschaft für Stadtmarketing Stolberg (SMS). Foto: J. Lange 

 

Der aufrichtige Dank an die Arbeit von Patric Peters ist nicht überhörbar. Acht Jahre stand der Rechtsanwalt an der Spitze der Gesellschaft für Stadtmarketing Stolberg (SMS). Es war eine Ära, in der der Verein zu einem neuen Selbstbewusstsein fand, mit kritischer Stimme sprach und einiges bewegte – offensichtlich, aber auch im Hintergrund. Für eine weitere Amtszeit im Vorstand stand der 42-Jährige zwar nicht mehr zur Verfügung, aber er verwies bei der von rund 30 Mitgliedern und Interessenten besuchten Jahreshauptversammlung in der Gaststätte „Alt-Stolberg“ auf vielfältige Aktivitäten des SMS-Teams.

Aufmerksamkeit gefunden

„Wir haben wieder die Aufmerksamkeit der Politik gefunden“, bilanzierte Peters. Der Stadtrat bat die SMS um Hilfe bei der Erkundung der Meinung der Geschäftswelt zur Umgestaltung von Rathaus- und Salmstraße sowie der Frage einer Öffnung des Steinwegs. „Wir haben viele Anregungen und Verbesserungen einbringen können in die Probephase“, resümierte Peters, gestand aber auch ein, dass einige Wünsche noch offen geblieben sind. Dazu zählt auch die altbekannte Forderung des Stadtmarketings nach einem zumindest während der ersten Stunde kostenfreien Parkens in der Innenstadt. Und trotz einer Schulung der Überwachungskräfte des Ordnungsamtes in einem kundenfreundlichen Auftreten gebe es immer noch Kontrolleure, die auf der Lauer lägen, um möglichst schnell viele Knöllchen verteilen zu können, monierte Peters.

Gleichwohl habe die SMS dank eines nun kurzen Weges in die Verwaltung Geschäftsleuten bei der Bewältigung von Probleme helfen können. „Und wir haben jetzt einen Bürgermeister, der an unseren Sitzungen auch teilnimmt“, sagte Peters und hob hervor, dass die SMS fünfstellige Sponsoring-Beträge für die Durchführung von Stadtparty und Weihnachtstage vermittele. Wesentlich attraktiver kann sich die Kupferstadt während der Weihnachtszeit dank des durch die SMS eingeworbenen Sponsorings und eines Zuschusses der Städteregion auch mit der in die Altstadt ausgeweiteten Beleuchtung präsentieren. Sie wird in diesem Jahr weiter komplettiert in Richtung Sonnentalstraße, und für das kommende Jahr ist eine Erneuerung der Elemente entlang der Einkaufsachse geplant. Bereits zur Eröffnung der Kupferstädter Weihnachtstage am 22. November wird das Lichtertor am Rathaus neu gestaltet sein und auf den „Weihnachtstreff“ auf dem Kaiserplatz hinweisen. „Unser Weihnachtsmarkt ist an den Wochenenden auf der Burg und in der Altstadt – so wie in vielen anderen Städten auch“, markierte Peters. Nur biete Stolberg zusätzlich noch den täglichen gemütlichen Treff auf dem Kaiserplatz mit Adventskalender und Einkaufserlebnis. Wie das ohne Victor ab Neujahr aussehen wird, ist derweil weiterhin offen. „Es gab mehrere Interessenten, aber keine Einigung mit dem privaten Eigentümer des Kauf- und des Parkhauses“, berichtete der Bürgermeister von seinen regelmäßigen Konsultationen. „Wir können als Stadt nur Interessenten vermitteln und Hilfestellung anbieten“, sagte Grüttemeier. „Die Entscheidungen liegen alleine in der Hand des Eigentümers.“ Ein anderer Eigentümer investiert aber in der Innenstadt, berichtete Andreas Peters von der Fred Pfennings Immobilien. Ab November werden im Komplex der Rathaus-Passage sechs Appartements ausgebaut, und für das noch leere Ladenlokal an der Passage ist ein Mieter aus dem Gastronomiebereich in Aussicht.

Ein Marketing-Konzept für Stolberg möchte die SMS mit Prof. Dr. Therese Mahr-Lethen, Diplom-Kauffrau an der Fakultät für Fahrzeugsysteme und Produktion der FH Köln, und Peter van Oest, Inhaber einer Marketingagentur und Baufirma in Berlin, die beide nun in Stolberg leben, erarbeiten.

Schatzmeisterin Firdevs Kirsolak legte eine solide Bilanz vor; die Kassenprüfer Günter Martin-Rauchmann und Serafettin Bueyuekkelek bescheinigten eine ordnungsgemäße Kassenführung. Zügig und einstimmig per Akklamation erfolgten die Wahlen zum Vorstand, aus dem neben Peters Ahmet Ekin und Wolfgang Weber ausschieden: Barbara Breuer, Marita Matousék, Barbara Kohler, Sylke Skrobek, Firdevs Kirsolak sowie Harald Gath und Tim Grüttemeier, das als Bürgermeister geborenes Mitglied ist, bilden den Vorstand des Stadtmarketings. Er wählt aus seiner Mitte heraus einen Sprecher.

Fr

24

Okt

2014

Es geht ein Ruck durch Stolberg - Itertalklinik auf dem Weg

Dr. Tim Grüttemeier und die Investoren um Herrn Heinrich Sangerhausen von der WBS GmbH unterzeichnen den Kaufvertrag.
Dr. Tim Grüttemeier und die Investoren um Herrn Heinrich Sangerhausen von der WBS GmbH unterzeichnen den Kaufvertrag.

Bei einem Notartermin am Donnerstag, den 16. Oktober 2014 haben Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier und die Investoren um Herrn Heinrich Sangerhausen von der WBS GmbH den Kaufvertrag für das Gelände des zukünftigen Itertalklinik Seniorenzentrums in Breinig unterzeichnet. Mit dem Bau soll schnellstmöglich begonnen werden, um das neue Zentrum bereits im November 2015 in Betrieb nehmen zu können.

 

„Wir erleben in ganz Deutschland zurzeit einen ausgeprägten demografischen Wandel und der macht auch vor der Kup-ferstadt Stolberg selbstverständlich nicht halt.“, erläutert Bür-germeister Dr. Grüttemeier. „Die Menschen werden älter und wollen teilhaben an der Gesellschaft. Doch irgendwann stellt sich für die meisten von uns die Frage nach einer professionellen, zuverlässigen und wohnortnahen Betreuung im Alter. Es freut mich, dass wir hier eine gute Lösung gefunden haben, um das leistungsstarke Angebot bei uns nicht nur zu sichern sondern auch noch weiter auszubauen.“

 

Das Durchschnittsalter in der Kupferstadt Stolberg liegt mit 42,1 Jahren zwar insgesamt deutlich unter dem bundesdeut-schen Wert, doch insbesondere in den Ortsteilen Venwegen, Breinig und Büsbach ist der Anteil älterer Bürgerinnen und Bürger deutlich höher als im Rest des Stadtgebietes. Ein guter Standort also für das künftige Itertalklinik Seniorenzentrum unter Leitung von Herrn Dr. Kösters mit seinen 73 Einzelzim-mern, 33 betreuten Wohneinheiten und der Tagespflegestati-on.

 

Vor dem Baubeginn müssen von nun nur noch wenige Schritte unternommen werden. „Am Montag werden wir abschließende Gespräche mit der Verwaltung bezüglich der Baugenehmigung führen.“, erklärt Heinrich Sangerhausen in diesem Zusammenhang. „Wir sind sehr glücklich über die vertauensvolle Zusammenarbeit mit Herrn Bürgermeister Dr. Grüttemeier und seinem Team und freuen uns bereits sehr darauf, das Projekt weiterhin mit ihm an unserer Seite umzusetzen.“

Mi

22

Okt

2014

Wer will denn da zanken?

Im Schatten der CDU

Die SPD macht sich in der Großen Koalition klein

Michael Grobusch


Die Herbstferien gehen zu Ende. Und mit ihnen die Zeit, in denen die Politik eine Verschnaufpause eingelegt hat. Ein Blick in den städtischen Kalender zeigt: Ab der übernächsten Woche wird wieder getagt, diskutiert und abgestimmt. Wobei die Sitzverteilung keinen Zweifel daran zulässt, dass sich die Große Koalition angesichts ihrer üppigen Mehrheit in allen Belangen durchsetzen wird.


Die Bürger haben es so gewollt. Das war letztlich die Überzeugung von SPD und CDU, als sie sich am 1. Juli, kurz vor der konstituierenden Ratssitzung, einfanden, um den zuvor ausgehandelten Koalitionsvertrag zu unterschreiben. In diesem sind viele inhaltliche Ziele formuliert. Und auch organisatorische Absprachen. Eine der markantesten Punkte liegt vielen Sozialdemokraten seitdem gehörig auf dem Magen. Heißt es doch im letzten Kapitel , unter Punkt 1: „Es besteht Einigkeit darüber, dass in Ausschusssitzungen und Ratssitzungen keine getrennten Abstimmungen der Vertreter von CDU und SPD erfolgen.“

 

So weit, so gut. Die Positionen werden im gemeinsamen Koalitionsausschuss abgesteckt, der Meinungsaustausch findet hinter verschlossenen Türen statt. Öffentlich präsentiert wird lediglich das Ergebnis – gemeinsam, versteht sich!

 

Aber was heißt in diesem Fall schon gemeinsam? Die Wahrnehmung ist oftmals eine andere. Nämlich die, dass die CDU den Ton angibt und nach außen als Wortführer auftritt. Das geht dann sogar so weit, dass Nachfragen zu einem Thema von der CDU im Namen beider Fraktionen beantwortet werden. Wie von Jochen Emonds zum Freihandelsabkommen zwischen EU und USA. Zitat: „Ich spreche für CDU und SPD, wenn ich sage, dass wir die Zuständigkeit für TTIP nicht bei uns sehen.“

 

Die SPD scheint die Lehren aus der Niederlage bei den Kommunalwahlen am 25. Mai nicht gezogen zu haben. Mehr noch: Entsprechend ihres Rollentausches innerhalb der Großen Koalition von der Mehrheitsfraktion zum Juniorpartner sind die Sozialdemokraten seitdem noch weniger wahrnehmbar. Eigene politische Schwerpunkte? Fehlanzeige! Ein erkennbares Profil? Nein! Und junge Genossen, die für den Umbruch der Partei und für wieder höhere Ansprüche spätestens ab 2020 stehen und (!) in die vordere Reihe treten dürfen ? Wenige!

 

Die nicht mehr stellvertretende Bürgermeisterin und jetzt Ehrenamtsbeauftragte Hildegard Nießen stellt ihren Nachfolger Patrick Haas immer noch in den Schatten. Und in den Fraktionssitzungen haben, so ist vielfach zu hören, die „Alten“ im Zweifelsfall weiterhin das letzte Wort. So verliert die SPD in Stolberg weiter an Attraktivität. Und deshalb auch an potenziellen Wählern. Die CDU wird‘s freuen.

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Fr

10

Okt

2014

Mit Tempo durch die den ersten 100 Tage

Tobias Röhm ist die ersten sechs Tage im Dienst, in neun Tagen tritt Robert Voigtsberger seine Aufgabe als neuer Dezernent an, und Dr. Tim Grüttemeier kann heute seinen 106. Tag im Amt als Bürgermeister zählen. Eine Gelegenheit für den 33-Jährigen, der in 19 Tagen Geburtstag feiern kann, auf die berühmten ersten 100 Tage seiner Amtszeit zu blicken.

Es sind gut drei Monate, in denen vielen bewegt und angelassen wurde, wegen oder trotz der „vielen Baustellen“, die Grüttemeier vorgefunden hat. Hinter den Kulissen des Ratshauses wurde viel besprochen und geplant. Herausgekommen ist eine „schlankere Struktur der Verwaltung“, wie Grüttemeier sagt und dem Personalrat dankt für die konstruktiven Gespräche und Zustimmung zu den umfangreichen Veränderungen. Ämter wurden konzentriert, Beigeordnete ausgeschrieben und gewählt und die Dezernate mit den Ratsgremien in Einklang gebracht. Es soll eine Struktur sein, die die Gestaltung der Zukunft Stolbergs einfacher machen soll.

Bei dieser Herausforderung freut es den Bürgermeister, das SPD und CDU sich schnell wieder als große Koalition gefunden haben, was breite Mehrheiten ermöglicht, aber ebenso den konstruktiven Dialog mit der Opposition. „So wurde es erstmals möglich mit einer gemeinsamen Liste alle Ausschüsse zu besetzen“, würdigt der Bürgermeister den respektvollen Umgang im Rathaus.

Breiter Konsens herbei geführt ist auch bei der Aufarbeitung der Jahresabschlüsse durch personelle und organisatorische Konsequenzen. Die Zahlen der Jahre 2011, 12 und 13 werden bis Ende April vorliegen. Im März 2016 wird Stolberg mit dem Jahresabschluss 2015 „endlich wieder“ im regulären Zeitrahmen liegen.

Vorbei sind auch die Sorgen mit dem Modellprojekt der AWO: Auf Süssendell wird das Heim für demente Senioren gebaut, für das Vorhaben einer Seniorenresidenz in Breinig ist ein Notartermin avisiert, für ein neues Seniorenprojekt am Kaiserplatz läuft bereits die Bauvoranfrage. Und zerschlagen wurden auch die letzten Knoten bei der Realisierung der Kunstrasenprojekte. In Breinig laufen die Arbeiten; am Glashütter Weiher sollen die Vorbereitungen in diesem Jahr begonnen werden und in Gressenich rollen im Frühjahr die Bagger an. Dort beginnt dann auch der Ausbau der Tagesstätte, an der Franziskusstraße werden die Außenanlagen angepackt und in Mausbach die Grundschule sowie auf den Friedhof Bergstraße die Trauerhalle saniert. Es sind auch Beispiele für die vielen angelassenen und kleine Dinge, die nach dem Wahlabend noch einmal unerwartet Impulse erhalten mussten, sagt Tim Grüttermeier, den neben seiner Kennenlern-Tour durch Kindergärten, Schulen und anderen städtischen Einrichtungen gleich in den ersten Tagen mit aktuellen Problemlagen der Stadt konfrontiert wurde. Beispielsweise das Hochwasser im Juli, im August die Komplettsperrung der Zweifaller Straße, die von drei auf eine Woche reduziert werden konnte, sowie immer noch aktuell die Sicherheitslage durch Einbrüche und Raubüberfälle im Stadtgebiet und insbesondere auf der Mühle. „Die Menschen haben Angst“, konstatiert Grüttemeier. Ansprechpartner ist dafür in erster Linie die Polizei. „Dort haben wir offene Ohren gefunden“, dankt der Bürgermeister für die gute Zusammenarbeit. Streifenwagen und Zivielbeamte patrouillieren, und die städtischen Ordnungskräfte sorgen für zusätzliche Präsenz.

Präsent sind noch immer die Beschwerden über eine mangelnde Versorgung mit schnellem Internet. Die Bedarfsabfrage dazu endet; die Auswertung läuft, und im Oktober sollen die ersten konkreten Aufträge zum Ausbau des Breitbandes in der Kupferstadt erteilt werden. Und noch in diesem Jahr soll ein öffentlicher Hotspot am Kaiserplatz als Vorreiter für ein kostenfreies Wlan-Angebot in der Innenstadt online geschaltet werden. Erste Zeichen gesetzt wurden im Schatten des Rathauses auch mit einer optimierten Pflege der Grünanlagen. In diesen Genuss sollen zukünftig alle Bezirke der Kupferstadt kommen. Ende Oktober will der Bürgermeister dem Stadtrat dazu ein neues Konzept für das Technische Betriebsamt präsentieren.

Neuen Schwung verliehen wurde der Wirtschaftsförderung. Äußeres Anzeichen der „Chefsache“ sind der Umzug des Amtes auf die „Chefetage“ im Rathaus und die Verstärkung des Teams um eine zusätzliche Mitarbeiterin ebenso wie die Auftaktveranstaltung des Stolberger Industrieforums zu einer verstärkten Vernetzung der Akteure. Doch bei allem Tempo der ersten 100 Tage „wurmt“ Tim Grüttemeier noch zwei Dinge besonders: „Ich würde es mir wünschen, dass es mit einer Vermarktung von Camp Astrid und dem Leerstandsmanagement für die Kupferstadt schneller vorangehen könnte“. Aber es gebe auch Dinge, die nur Schritt für Schritt zu einem Erfolg geführt werden könnten. „Wir arbeiten daran“, verspricht der Bürgermeister weiterhin „mit Spaß an der Sache“ zu sein.

„Ich habe bei meiner Amtsübernahme auch Baustellen geerbt.“

Tim Grüttemeier

 

„Einige Dinge kann man nur Schritt für Schritt zum Erfolg führen.“

Tim Grüttemeier

Di

07

Okt

2014

Treppen auf dem Friedhof sind saniert - Schnelle Hilfe. Kein Verletzungsrisiko mehr

Im Oktober titelte diese Zeitung „Aufstieg zum Grab gleicht einer Bergetappe“. Eine Besucherin präzisierte: „Viele Treppenstufen sind lose, und das Laub auf den Wegen wird nicht entfernt. Das ist gefährlich, denn man rutscht sehr leicht aus.“

Diese berechtigte Kritik führte Verantwortliche und besorgte Bürger Anfang November zu einem Ortstermin auf den Vichter Bergfriedhof, zu dem der Vichter Ratsherr Jochen Emonds(CDU) eingeladen hatte. „Es war wichtig, die Nöte und Sorgen der Vichterinnen und Vichter ernstzunehmen und zügig zu handeln, um diesem Zustand Abhilfe zu schaffen. Im Rahmen des Ortstermins haben wir mit dem Fachbereichsleiter Bernd Kistermann, dem Leiter des Friedhofsamtes, Willi Philippengracht, meinem Ratskollegen Arndt Kohn, Karl Lüttecke von der IG Schönes Vicht e.V. sowie Rudi Dreuw von der Pfarrgemeinde die Probleme erörtert“, sagt Emonds.

„Ein großes Lob kann man der Verwaltung aussprechen, die unverzüglich die Treppen und Wege von Laub befreit, wuchernde Sträucher zurückgeschnitten und einen Kiesvorrat vor der Priestergrabstätte angelegt hat“, zeigt sich Dreuw erfreut über die schnellen Maßnahmen – vor allem auch, weil in Zusammenarbeit mit der IG Schönes Vicht defekte Ruhebänke wiederhergestellt oder ersetzt wurden.

„Es wurden über 32 000 Euro investiert, um den beschwerlichen Aufstieg zu den Höhen des im Jahre 1929 von Pfarrer Julius Rumpen angelegten Bergfriedhofs spürbar zu erleichtern. Es besteht bei den Treppenanlagen nun kein Verletzungsrisiko mehr“, sagt Jochen Emonds.

Fr

03

Okt

2014

Zustimmung zur Städteregionsumlage verweigert

Stolberg setzt ein klares Zeichen. Zustimmung zur Erhöhung der Städteregionsumlage einstimmig verweigert. Einstimmig verweigert hat der Hauptausschuss sein Benehmen mit der geplanten Erhöhung der Städteregionsumlage. Mit einer Mehrbelastung von 3,4 Millionen Euro würde die Umlage mit einem Gesamtvolumen von über 37 Millionen Euro zum größten Batzen des Stolberger Haushaltes werden: noch vor den eigenen Personalkosten.

„Sie haben ohne zu dramatisieren die Situation beschrieben“, lobte Dieter Wolf (SPD) den Bürgermeister für seine Lagebeschreibung, die nichts beschönige. Zu Recht führe Tim Grüttemeier die Appelle an Bund und Land, für eine solide Finanzausstattung der Kommunen zu sorgen, sowie an die Städteregion, selbst zur Konsolidierung ihres Haushaltes beizutragen. „Die Auswirkungen der Pläne des Städteregionsrates sind gravierend“, pflichtete auch Jochen Emonds (CDU) bei. Er hoffe, dass der Städteregionstag seine Zustimmung verweigere. „Wir setzen hier ein klares Zeichen“, so Emonds. Grüttemeier erwartet nun, dass die Städteregion und die Kommunen in konstruktiven Verhandlungen zu einem erfolgreichen Ergebnis für Stolberg und die übrigen Städte und Gemeinden kommen werden.

Protest gegen Kosten der Städteregion

Fünf von zehn Kommunen wollen nicht noch mehr Geld ans Städteregionshaus überweisen, weil ihnen selbst das Geld fehlt


Hierher fließt das Geld der Kommunen: Die Aufgaben, die im Städteregionshaus erledigt werden, kosten sukzessive mehr Geld. Doch viele Kommunen sind nicht mehr bereit, noch mehr Geld nach Aachen zu überweisen. Foto: Harald Krömer 

Aachen. Eschweiler, Stolberg, Alsdorf, Würselen und Roetgen verweigern der Städteregion das „Benehmen“. Herzogenrath und Baesweiler protestieren. Was sich ein wenig nach kleinkindlicher Trotzphase auf kommunaler Ebene anhört, könnte der Beginn einer kommunalpolitischen Revolte sein. Denn gleich fünf von zehn Städten und Kommunen wollen die Kosten der Städteregion in ihrer jetzigen Form nicht mehr tragen.

 

Auslöser für die Gefolgschaftsverweigerung war ein gewöhnlich unspektakulärer Verwaltungsakt. Die Städteregion unterrichtet die kommunalen Parlamente über die Höhe der jährlichen Umlage, die die Städte an die Städteregion abführen müssen. Da die Stadträte keinerlei Kompetenzen darüber besitzen, wie viel Geld sie denn an die Städteregion zahlen, können sie die Umlage letztlich nur abnicken. „Benehmensherstellung“ heißt das im Verwaltungsdeutsch.

Soll die Städteregion doch sparen

Doch eben jenes Benehmen verweigern nun die Hälfte aller Kommunen, weil die Städteregion für ihren Doppelhaushalt 2015 und 2016 noch einmal mehr Geld von den Kommunen fordert. 317 Millionen Euro zahlten die zehn Kommunen für den Haushalt der Städteregion im laufenden Jahr. Nun sollen für alle Kommunen noch einmal ein paar Millionen mehr hinzukommen. Das ist nicht zuletzt auch deshalb so pikant, weil die Städteregion als Aufsichtsbehörde die klammen Kommunen zum Sparen zwingt, während die Umlage, die Städte und Gemeinden an die Städteregion zahlen müssen, sukzessive wächst. „Es reicht. Soll die Städteregion doch selbst sparen“, war der wohl meist gesagte Satz in den Ratssälen von Roetgen bis Würselen in den vergangenen Tagen. Lediglich die Stadt Aachen gab sich bedeckt. Im Finanzausschuss gab es keine Bedenken. Doch das dürfte nicht zuletzt an der Aachener Sonderrolle liegen, weil sie nur für die Leistungen zahlt, die sie an die Städteregion abgegeben hat.

Dass die Städteregion mit ihrem Etat im laufenden Jahr 2014 nicht in Saus und Braus lebt, wissen alle Beteiligten. Auch bei der Städteregion steigen die Sozialkosten und die Umlage, die sie wiederum an den Landschaftsverband Rheinland zahlen muss, latent an. Insofern hat Eschweilers Bürgermeister Rudi Bertram sogar Verständnis für die geplante Umlageerhöhung. Doch die Kritik daran, dass sich die Städteregion Dinge leistet, die in den Kommunen schon lange tabu sind, ist nicht mehr zu überhören. „Während wir Personal abbauen müssen, steigen die Personalkosten in der Städteregion an. Das geht nicht“, nennt Bertram ein Beispiel.

Zwar kann sich der Städteregionstag bei seinen Haushaltsbeschlüssen über das ausgebliebene „Benehmen“ der Kommunen hinwegsetzen. Dass er dies tut, ist allerdings unwahrscheinlich. Nicht zuletzt, weil der Städteregion Widerstand aus allen politischen Lagern entgegenschlägt. Neben den SPD-Kommunen Eschweiler, Würselen und Alsdorf ist auch die CDU-Stadt Stolberg ausgeschert. Die wirtschaftlich stark angeschlagene Stadt, die seit einigen Monaten von CDU-Bürgermeister Tim Grüttemeier regiert wird, fürchtet, dass sie eigene öffentliche Leistungen wie Schwimmbad oder Bibliothek schließen muss, wenn sie die Umlageerhöhung der Städteregion tragen muss.

Und so ist CDU-Fraktionsvorsitzender Dieter Wolf aus der schwarz-grünen Regierungsmehrheit bemüht, sein Verständnis für die klammen Kommunen auszudrücken. Gleichzeitig macht er auf die Not der Städteregion aufmerksam. „Unsere Kosten steigen permanent, gleichzeitig ist unsere Ausgleichsrücklage aufgezehrt. Da die Städteregion kaum Geld erwirtschaften kann, bleibt uns keine andere Wahl, als die Umlage zu erhöhen“, sagt Wolf. Man werde aber natürlich auf die Bedenken der Kommunen eingehen und alle Posten auf den Prüfstand stellen.

Die politische Diskussion, was die Städteregion leisten soll und was nicht, könnte heute bei der Sitzung des Städteregionstages schon starten. Martin Peters, SPD-Fraktionschef im Städteregionstag, hat bereits klare Vorstellungen, wie die Kommunen entlastet werden könnten: Verzicht auf einen Doppelhaushalt, Aufstellung eines freiwilligen Haushaltssicherungskonzeptes für die Städteregion und ein Strukturprogramm, um Einsparpotenziale zu identifizieren. Einen entsprechenden Antrag hat die SPD zwar von der Tagesordnung nehmen lassen. „Das werden wir aber wieder zum Thema machen“, sagt Peters.

Der Streit um die Umlage in der Städteregion dürfte auch außerhalb der Region aufmerksam wahrgenommen werden. Aufgrund der wachsenden finanziellen Not der Kommunen wachsen die Spannungen zwischen Städten und den von ihnen durch Umlagen finanzierten Gebietskörperschaften wie Kreise oder eben die Städteregion. Denn obwohl es seit 2013 ein sogenanntes Umlagengenehmigungsgesetz gibt, sind die Kreise recht autonom in der Festlegung der Höhe der Umlage. Zwar ist die Städteregion gesetzlich dazu verpflichtet, Rücksicht auf die wirtschaftliche Situation seiner Kommunen zu nehmen. Doch gibt es für die betroffenen Kommunen letztlich kaum eine Chance, sich gegen die Höhe der Abgaben an die Städteregion zu wehren. Im Gespräch mit unserer Zeitung erneuerte der Städte- und Gemeindebund NRW seine Kritik am Umlagegenehmigungsgesetz, weil es dort keinerlei Maßstäbe gebe, wann eine Genehmigung verweigert werden könne. Der Streit zwischen Kommunen und Städteregion muss also auf der politischen Ebene beigelegt werden.

Und dieser Prozess dürfte schmerzhaft werden, denn in seinem Verlauf werden die Kommunen alle freiwilligen Ausgaben der Städteregion zur Disposition stellen wollen. Das bedeutet, dass einige lieb gewonnene Projekte der Städteregion vom Aus bedroht sein werden. Bei der Instandsetzung der Kreisstraße könne man sparen, gibt Martin Peters ein Beispiel. Die kommunalen Straßen seien in schlechterem Zustand, sagt er. Und auch der Plan von Städteregionsrat Helmut Etschenberg, in Kalterherberg in der Eifel ein Kompetenzzentrum Radfahren zu errichten, dürfte lauter als bislang hinterfragt werden.

Eben jenes Kompetenzzentrum wird vielleicht heute Abend zum Gradmesser dafür werden, wie weit sich der Städteregionstag bereits vom Widerstand der Kommunen beeinflussen lässt. Unter Tagesordnungspunkt 22 wird das Parlament über den Fortgang des Projekts beraten. Für Stimmung ist gesorgt.

Di

30

Sep

2014

Im Kampf gegen das Hochwasser - Wasserverband überprüft Fischbach auf sein Fassungsvermögen

Das Hochwasser Anfang Juli führte zu massiven Schäden an Häusern in Vicht. Foto: J. Lange
Das Hochwasser Anfang Juli führte zu massiven Schäden an Häusern in Vicht. Foto: J. Lange

Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) hat eine Vermessung des gesamten Fischbaches in Vicht in Auftrag gegeben, um dessen Wasser-Fassungsvermögen an jeder Stelle festzustellen. Das erklärte Ratsherr Jochen Emonds nach einem Termin mit WVER-Projektingenieur Thomas Meurer, Fachbereichsleiter Bernd Kistermann, dem Landtagsabgeordneten Axel Wirtz und Anwohnern.

 

Anlass dazu gab das Hochwasser Anfang Juli, bei dem das Überlaufen des Fischbaches zu massiven Schäden an Häusern in Vicht geführt hatte. Sobald dem WVER Ergebnisse seiner Messungen Ende diesen Jahres vorliegen, sollen Lösungsvorschläge erarbeitet werden.

 

Zudem plane der WVER Rückhaltebecken im unteren Verlauf des Vichtbaches, die zukünftig die Bewohner in Vicht und in der Altstadt vor Hochwasser schützen sollen.

Di

30

Sep

2014

Eine Entscheidung der Politik

Ganz oder gar nicht: Stadtrat entscheidet über die weitere Mitgliedschaft Stolbergs in der europaweiten Vereinigung. Es geht um 2500 bis 12 500 Euro. Kosten stehen touristische Potenziale gegenüber. Bislang zu wenig genutzt.


Schmiedeten bei der europaweiten Aktion am 23. September die „Taube des Friedens“: Adi Radermacher und Lars Potente (r.). 




Wenige Besucher bekamen bei den bisherigen Kupfermeistertreffen viel zu sehen. Die Kosten für solche Plaketten (kl. Bilder) für die Skulpturen der Mitgliedsstädte sind Auslöser der Grundsatzdebatte.Foto: J. Lange 

Stolberg. Es war ein Zeichen des Friedens und der Freundschaft, während der großen Krise in der Ukraine. In 18 Städten aus zwölf Nationen glühten die Essen und surrten die Hämmer auf die Ambosse nieder. In Stolberg legten Adi Radermacher und Lars Potente Hand an, um die „Taube des Friedens“ zu schmieden und ihren Beitrag ins soziale Netz von Facebook einzustellen. Auf diese Art und Weise dokumentieren die Mitglieder des „Rings der europäischen Schmiedestädte“ die Verbundenheit mit ihrer Mitgliedsstadt Donezk, wo die Werkstatt von Schmied Viktor Burduk erst vor wenigen Tagen durch eine Granate erheblich beschädigt wurde. Es ist eine außergewöhnliche Geste unter Menschen unterschiedlicher Nationen, die durch ihr Handwerk sowie regelmäßige Treffen und Aktivitäten über die Jahre zu Freunden geworden sind. Ein Stück gelebtes Europa ist entstanden, und Viktor Burduk und die Vertreter seiner Kommune waren voller Stolz, als ihre Stadt in der Ukraine vor sechs Jahren bei der Tagung in Frisoythe in den Ring aufgenommen wurde.

Stolberg ist Mitgründer

Sein Ziel ist ausgesprochen friedlicher Natur und dient neben der Verständigung über alte Grenzen hinweg und der Fortbildung vielmehr der touristischen Vermarktung der Schmiedetradition der Mitgliedsstädte. Die Kupferstadt ist Mitgründer des 2001 gegründeten Rings der europäischen Schmiedestädte. Initiator war der 2007 im Alter von 60 Jahren verstorbene Stolberger Kunstschmied Matthias Peters, in dessen Fußstapfen Kunstschmied Adi Radermacher als Fachbeirat in den kommunalen Zusammenschluss getreten ist. Sichtbare Zeichen der Arbeit des Rings finden sich vielfältig in Mitgliedsstädten. Skulpturenparks, Brücken der Freundschaft, geschmiedete Gesten aus den Partnerstädten sind im Stadtbild zu finden. Regelmäßige und publikumsträchtige Veranstaltungen, wie das Ferraculum im österreichischen Ybbsitz, die Bienale im bayerischen Kolbermoor oder die Schmiedeweltmeisterschaft im italienischen Stia sorgen für Furore. Dazu zählt auch das Kupfermeistertreffen, das alle zwei Jahre in Stolberg ausgerichtet wird. 2004 folgte die Premiere am Museum Zinkhütter Hof; 2006 zogen die Schmiede auf die Stolberger Burg, wo beispielsweise der Harlekin neben dem Eingang das Schaffen der Kunsthandwerker demonstriert. Doch die Resonanz der Besucher der Kupfermeistertreffen auf der Burg im Rahmen der Stadtparty blieb hinter den Erwartungen zurück. Um ihm ein größeres Publikum zu gönnen, präsentierten die Schmiede ihr Können als „Schmiedetreffen“ jetzt erstmals vor dem Rathaus.

Eine Location, die seit 2008 alljährlich an einem Wochenende als „Schmiedeweihnacht“ Metallgestaltern wie Besuchern als Anziehungspunkt der Kupferstädter Weihnachtstage dient. Doch auch 13 Jahre nach der Gründung des Schmiederings sind die Zeichen seines Wirkens in der Kupferstadt – es gibt noch den „Baum der Toleranz“ im Atrium des Rathauses – überschaubar, die touristischen Potenziale bei weitem nicht ausgeschöpft. Das sieht auch Adi Radermacher so. „Die Stadt hat ihre Mitgliedschaft in den letzten Jahren nur halbherzig wahrgenommen“, sagt der Schmiedesprecher. „Es ließe sich vieles mehr bewegen, wenn sich Stolberg eindeutig zu seiner Mitgliedschaft auch bekennen würde.“

Das soll morgen der Hauptausschuss und am 28. Oktober der Stadtrat – oder eben auch nicht: „Ganz oder gar nicht?“ Vor diese Frage stellt die Verwaltung die Politik. Aktueller Hintergrund – neben einer schwelenden Unzufriedenheit der Stolberger Akteure über die Beteiligung mit angezogener Handbremse – ist ein bereits im vergangenen Frühjahr vom Schmiedering beschlossenes Projekt, für dessen Realisierung die jüngste Tagung der Mitgliedsstädte im norwegischen Øvre Eiker als Deadline für eine Förderung durch den Ring den 1. November gesetzt hat. Der stellvertretende Bürgermeister Patrick Haas, Jürgen Gerres (Wirtschaftsförderung) und Barbara Breuer (Stolberg-Touristik) nahmen als Delegation aus der Kupferstadt an der Tagung teil.

„Skulptur der Mitgliedsgemeinden“ nennt sich die Aktion, in deren Rahmen in jeder Ring-Stadt ein Metall-Kunstwerk entstehen soll, für die in jeder Kommune auch eine eigene Namensplakette geschaffen werden soll. „Die Kosten für die 18 Schilder und ihren Versand betragen rund 6000 Euro“, listet Jürgen Gerres die Kosten auf. Hinzu käme idealerweise auch eine entsprechende Skulptur für die Kupferstadt.

Kosten sind der Anlass

Kosten und Zeitdruck sind Anlass für den Bürgermeister, dem Stadtrat eine Grundsatzentscheidung abzuverlangen. Neben den einmaligen Kosten für dieses Projekt, oder folgende, schlägt der Aufwand für die Mitgliedschaft jährlich wechselnd mit 2500 oder 12 500 Euro zu Buche. Der Jahresbetrag beträgt 1000 Euro; die Teilnahme einer Delegation an der Jahreshauptversammlung wird mit 1500 Euro kalkuliert. Jedes zweite Jahr würden die Kosten für die Ausrichtung eines Schmiedefestes mit rund 10 000 Euro anfallen. Neben diesen Beträgen fallen bei einem Verbleib im Ring als Aufwand die Gestellung von städtischem Personal für die Durchführung von Veranstaltungen und Kosten für eine Beteiligung an weiteren Aktivitäten des Schmiederings an. Und es bleibt das Risiko, dass trotz eines erhöhten Budgets und einer Steigerung der Attraktivität von Veranstaltungen in Stolberg die erhoffte Frequenz von Besuchern ausbleibt.

Dem stehen als Vorteil eines (aktiveren) Verbleibs im „Ring der europäischen Schmiedestädte“ sowohl im touristischen Sinn wie auch für das Stadtbild vor allem eine Stärkung des „Alleinstellungsmerkmals Kupfer“ gegenüber, das überregional vermarktet werden kann. Dieses hatte bereits 2007 Dr. Datzer in dem für Stolberg erarbeiteten Tourismuskonzept herausgearbeitet. Um mit dem Thema Kupfer wuchern zu können, „muss allerdings die Attraktivität der Veranstaltungen deutlich gesteigert werden“, konstatiert Tim Grüttemeier. Dann könne man mit diesem Alleinstellungsmerkmal auch zu einer Belebung der örtlichen Wirtschaft durch eine Stärkung des touristischen Angebotes beitragen. Schmiedefest und das Weihnachtsschmieden wären ebenso Ansätze dazu wie ein kultureller Austausch, so wie beispielsweise vor fünf Jahren eine Delegation aus Kolbermoor mit Trachtengruppe und Bläserkapelle zur Stadtparty beigetragen hat. Voraussetzung für ein weiteres Engagement ist aber, dass es dem Stadtrat ein Budget wert ist.

„Das ist für mich eine ganz klare Entscheidung, die die Politik treffen muss“, erklärt Grüttemeier. Eine weitere Mitgliedschaft im Ring sei nur dann zielführend, wenn sie zukünftig mit einer verlässlichen Finanzausstattung auch zum Leben erweckt werde. Fehle aber das Geld dazu, dann mache es für Stolberg auch keinen Sinn, weiter Mitglied in den europäischen Verbund zu bleiben.

Für Adi Radermacher liegt die Antwort auf der Hand. „Selbstverständlich macht es Sinn, weiter zu machen und die bestehenden Kontakte auszubauen und vor allem auch zu nutzen“, sieht der Stolberger Kunstschmied die Potenziale, den Tourismus in der Kupferstadt anzukurbeln. „Das geht aber nur, wenn die Stadt ihre Mitgliedschaft nicht mehr nur halbherzig ausübt.“ Und das ist eine Einschätzung, die sicherlich auch sein Kollege Victor Burduk im umkämpften Donezk in der fernen Ukraine teilen würde.

„Die Stadt hat ihre Mitgliedschaft in den letzten Jahren nur halbherzig wahrgenommen. Es ließe sich vieles mehr bewegen, wenn sich Stolberg eindeutig zum Ring der Schmiedestädte auch bekennen würde.“

Adi Radermacher,

Kunstschmied im Fachbeirat

 

„Das ist für mich eine Entscheidung, die die Politik treffen muss.“

Tim Grüttemeier,

Bürgermeister

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Di

30

Sep

2014

Die Stolberger Tafel braucht unsere Unterstützung

Bürgermeister sitzt am Donnerstag an der Kasse. Seine Einnahmen gehen an den Verein. Suche nach neuem Domizil und Helfern.

 


Packen bei der Stolberger Tafel mit an, wo es nur geht: Franz-Josef Loch, Gerti Fischer, Regina Becker, Wilma Gier und Elke Dupont (v.l.) bei der Vorbereitung der Warenausgabe im Laden an der Eschweilerstraße. Foto: J. Lange 

Stolberg. Von der Aktion am Donnerstag erhoffen sich Wilma Gier und Valentin Schmitz mehr als nur Geld für die Stolberger Tafel. Ein wenig mehr Aufmerksamkeit für die Arbeit der rund 100 ehrenamtlichen Helfer, die gut 1600 Stolberger mit grundlegenden Nahrungsmitteln versorgen, wird gerne gewünscht. Nach mehr aber ist die Tafel auf der Suche nach weiteren Unterstützern ihrer Arbeit.

Erst einmal wird der Bürgermeister aktiv. Zur Eröffnung der ersten Filiale der Drogeriemarktkette „dm“ in Stolberg übernimmt er eine Aufgabe, die sich in barer Münze auszahlen soll. Am Donnerstag, 2. Oktober, sitzt Dr. Tim Grüttemeier von 11 bis 12 Uhr an der Kasse des neuen Marktes auf dem Kistenplatz an der Eisenbahnstraße in Atsch – und zieht die Waren der Kunden über den Scanner. Die Motivation beim Stadtoberhaupt ist groß, denn die gesamte Einnahmen aus seiner Kassierstunde spendet das dm-Team an die Stolberger Tafel. „Als mich die Anfrage von ,dm‘ erreichte, habe ich nicht lange überlegt“, sagt Dr. Grüttemeier. „Eine wirklich tolle Idee“. Zumal die Kette den Betrag auch großzügig aufrunden wolle.

Schüler könnten einspringen

Bei der stellvertretenden Tafel-Vorsitzenden ist die Idee ebenfalls sofort auf offene Ohren gestoßen. Nicht nur weil sie jeden Cent für die Versorgung ihrer Kunden gut brauchen kann, sondern weil Wilma Gier im Jubiläumsjahr des Vereins auch eine Reihe von Sorgen drücken. Seit einem Jahr läuft vergeblich die Suche nach einem neuen Vorsitzenden, nachdem Kurt Herpertz sein Amt aus persönlichen Gründen niedergelegt hatte. Seitdem für Gier den Verein kommissarisch zusätzlich zu ihren übrigen Aufgaben.

Noch nicht von Erfolg gekrönt ist ihre Suche nach einem neuen Domizil für die Stolberger Tafel. Das seit 1999 an der unteren Eschweilerstraße bestehende Ladenlokal entspricht absehbar nicht mehr den Ansprüchen für den Umgang mit sensiblen Lebensmitteln bei einer kontinuierlich steigenden Kundschaft. Umgeschaut haben sich die beiden ehrenamtlichen Helfer der Tafel schon seit längerem. Bislang vergebens. Entweder wollten Vermieter einen Anbieter wie die Tafel nicht in ihren Immobilien wissen, andere Objekte lagen zu abgelegen in Außenbezirken oder sie waren schlichtweg zu klein oder zu teuer. Für die Tafel ist das eine Zukunftsfrage, bei der auch der Bürgermeister Augen und Ohren offenhalten möchte.

Nicht die erwünschte Resonanz gefunden haben bislang auch die Versuche, jüngeren Nachwuchs für die ehrenamtlichen Helfer zu finden. Von 99 ehrenamtlichen Tafelmitarbeitern sind, laut der Statistik vom Dezember 2013, 20 Ehrenamtler unter 60 Jahre alt, 32 im Alter zwischen 60 und 70 Jahre, 47 über 70 Jahre alt. „Wenn nun innerhalb weniger Jahre mehrere Personen aus Alters-, Kraft- oder anderen Gründen ihr Amt niederlegen, dann entsteht in kürzester Zeit eine Lücke, die nur schwer gefüllt werden kann“, befürchtet Gier. Die Bitten an weiterführende Schulen in der Kupferstadt, ihre Schüler für das Thema zu sensibilisieren, waren bislang kaum von Erfolg gekrönt. „Es wäre schon eine große Hilfe, wenn wir stundenweise Unterstützung bekämen“, blicken Gier und Schmitz beispielsweise auf Sonderaktionen von Verbrauchermärkten oder Weihnachtsaktivitäten zugunsten der Tafel, die betreut werden könnten, oder auch auf kurzzeitige Unterstützung im Rahmen der Warenausgabe.

Tag der offenen Tür

Eine rühmliche Ausnahme bilde Nathalie Werner, erzählt Schmitz. Seit einer Schulpartnerschaft bei der Weihnachtskisten-Aktion vor einigen Jahren engagiert sich die heute 23 Jahre alte Studentin regelmäßig bei der Tafel. „Jetzt hilft sie einmal in der Woche aus“, freuen sich Schmitz und Gier und hoffen auf weitere jugendliche Nachahmer wie auch auf jung gebliebene Rentner, die mit anpacken.

Diese lassen sich vielleicht auch im Rahmen des Tages der offenen Tür gewinnen, zu dem die Tafel aus Anlass ihres 15-jährigen Bestehens für Samstag, 25. Oktober, einlädt. Dann sorgen nicht nur Carlos Cachafeiro und Max der Clown, Kinderschminken und eine Leseecke sowie mit Unterstützung des DRK für Unterhaltung und Kurzweil, sondern dann wird auch ein Einblick in die alltägliche Arbeit der Tafel geboten, dann sollen auch Kunden, Sponsoren und Unterstützer, Helfer und Interessenten miteinander ins Gespräch kommen. „Wir erhoffen uns ein gesundes Miteinander“, sagt Wilma Gier. Und vielleicht einige Impulse, die ihre Sorgen rund um die Tafel mindern könnten.

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Mo

29

Sep

2014

Ansturm auf Dorfladen


„In unserem Dorfladen ist es wunderschön“ sangen die Mädchen und Jungen der Kita Mäuseburg vor laufenden Kameras. 


Nachdem er das rote Band durchschnitten hatte, betrat Bürgermeister Tim Grüttemeier als erster Kunde den neuen Dorfladen. Fotos: J. Kohnert 

Stolberg-Vicht. Äpfel, Knäckebrot, Nutella, haltbare Milch – das packte Stolbergs Bürgermeister Tim Grüttemeier in sein Einkaufskörbchen. Er war der erste, der im am Samstag eröffneten Vichter Dorfladen einkaufen durfte. Zuvor hatte er auch das rote Band, das die zahlreichen Eröffnungsgäste davon abhielt, das Ladenlokal zu stürmen, unter Mithilfe von Erika und Hans Graff sowie den Kindern der Kita Mäuseburg, zerschnitten.

Nach drei Jahren Planungszeit trägt das gemeinnützige Vorzeigeprojekt jetzt Früchte, und jeder kann sich während der Öffnungszeiten selber ein Bild machen: Aus dem ehemaligen Reisebüro, Friseursalon und Schreibwarenladen von Erika und Hans Graff an der Eifelstraße 79 ist ein kleiner, moderner Lebensmittelladen für Vicht entstanden. Ein Café als kommunikativer Treffpunkt und verschiedene Dienstleistungen runden die Nahversorgungsmöglichkeiten ab.

Bei der feierlichen Eröffnung resümierten die Hauptplanungsverantwortlichen die letzten Jahre von der Idee, der Beratung durch das Kompetenzteam der DORV Zentrum GmbH (die Ideengeber der multifunktionalen, nicht-gewinnorientierten Nahversorgung), der Akquise von Bürgeranteilen sowie ehrenamtlicher Unterstützung, der Bedarfsanalyse bis hin zur Gründung des Vereins Vichter Dorfladen und Café zur Unterstreichung der Gemeinnützigkeit.

Der Laden mit Café diene nicht nur den Bürgern, er habe auch nur durch ihre Hilfe realisiert werden können und könne nur mit ihrer Unterstützung dauerhaft Bestand haben, fasste Jochen Emonds vom Planungsteam zusammen. Die meisten Arbeiten werden auf den Schultern zahlreicher Ehrenamtler verteilt, nur eine hauptamtliche Kraft, Iris Baumann, ist im Laden angestellt.

„Der Dorfladen kann nur existieren, solange er von den Vichtern und den Bewohnern der angrenzenden Orte angenommen wird“, betonte der Vereinsvorsitzende Hartmut Kleis in seiner Eröffnungsrede. Das Sortiment lasse mit seinen Frischetheken keine Wünsche offen, die Produkte kommen aus der Region, und die Einrichtung des Cafés lade durch moderne und dennoch gemütliche Gestaltung – kombiniert mit individuellen Akzenten wie Bildern aus der Vergangenheit Vichts – zum Verweilen ein. Die Bestuhlung sei ebenso neu wie die Frischetheke, da die Energiebilanz gebrauchter Elektromöbel einfach zu schlecht sei, berichtete Rudolf Vanderhuck vom Planungsteam.

40 000 Euro aufgebracht

Auch die Kinder der Kita Mäuseburg riefen in ihrem Lied „In unserem Dorfladen ist es wunderschön“ zum täglichen Einkauf in diesem auf, während Bürgermeister Tim Grüttemeier die Initiativkraft lobte: „Innerhalb kürzester Zeit konnten 40 000 Euro Bürgeranteile aufgebracht werden, um den Laden zu realisieren. Es ist ein Projekt mit Modellcharakter, weil hier nicht gejammert, sondern angepackt wurde.“ Schließlich werde durch den Dorfladen die Infrastruktur des Ortes gestärkt und somit nicht nur älteren, nicht mehr so mobilen Einwohnern ein Stück Selbstständigkeit geschenkt, sondern auch der Wohnort Vicht noch ein bisschen attraktiver.

Am Eröffnungstag zumindest musste sich niemand Sorgen um die Umsätze machen. Der Laden war so voll, dass es weder vor- noch zurückging. Und alle wollten es dem Bürgermeister nachmachen und wenigstens eine Kleinigkeit kaufen. (juko)

An sechs Tagen in der Woche geöffnet

Der Vichter Dorfladen ist montags von 7 bis 13 Uhr sowie dienstags bis freitags von 7 bis 13 und von 14.30 bis 18.30 Uhr geöffnet. Außerdem kann am Samstag in der Zeit von 8 bis 13 Uhr eingekauft werden.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.vichter-dorfladen-und-cafe.de.

 

„Der Dorfladen kann nur existieren, solange er von den Vichtern und den Bewohnern der angrenzenden Orte angenommen wird.“

Hartmut kleis, Vorsitzender

des vereins

„Vichter Dorfladen und Café

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So

28

Sep

2014

Der neue Mann im Rathaus

Der neue Technische Beigeordnete Tobias Röhm fühlt sich in Stolberg längst heimisch. Am Mittwoch tritt er Stelle im Rathaus an.

 


Redaktionsbesuch vor dem offiziellen Dienstbeginn am nächsten Mittwoch: Der neue Technische Beigeordnete Tobias Röhm (3.v.l.) im Gespräch mit unseren Redakteuren Ottmar Hansen (v.l.), Jürgen Lange und Michael Grobusch. Foto: D. Kinkel-Schlachter 

Stolberg. Neuland betritt der Neue am 1. Oktober nicht. „Ich kenne Stolberg schon gut“, erklärt Tobias Röhm, der am Mittwoch seine Arbeit als Technischer Beigeordneter im Rathaus aufnimmt. Seit knapp zehn Jahren lebt der gebürtige Mainzer in Venwegen. Über seine Frau Julia fand der 36-Jährige nach seinem Studium an der RWTH Aachen den Weg in die Kupferstadt und fühlt sich dort mittlerweile heimisch. „Ich werde die Stadt natürlich jetzt mit anderen Augen betrachten“, weiß Röhm. Und die Stolberger werden sicherlich auch anders auf ihn schauen, schließlich gehört er hinter Bürgermeister Tim Grüttemeier und gemeinsam mit dem neuen Ersten Beigeordneten Robert Voigtsberger zu den wichtigsten Führungskräften der Verwaltung.

Verantwortung zu übernehmen, das ist der Diplom-Bauingenieur (mit den Schwerpunkten Projektmanagement und Baubetrieb) gewöhnt. Seit dem Herbst 2006 war bei der Jülicher Bauunternehmung Hans Lamers als Projektleiter tätig und hat für diese zahlreiche Großprojekte realisiert – allen voran das türkische Konsulat in Düsseldorf.

Er selbst nennt sich in erster Linie einen Hochbauer, aber in Stolberg wird er natürlich dem gesamten technischen Bereich vorstehen. Darauf freut er sich: „Es ist schön, wenn das berufliche Engagement der eigenen Stadt und den eigenen Leuten zugute kommt.“ Das zeugt von einer hohen Identifikation mit der Wahlheimat und verspricht großen Tatendrang.

Seine ersten Prioritäten nach Dienstantritt? „Ich werde Gespräche mit den Amtsleitern führen und mit ihnen die Abläufe in der Verwaltung erläutern.“ Dass mit Andreas Pickhardt und Bernd Kistermann zwei bisherige Fachbereichsleiter ins zweite Glied rücken und in Zukunft „nur noch“ als Amtsleiter arbeiten werden, stellt dabei sicherlich eine besondere Herausforderung dar. Der neue Beigeordnete bleibt aber gelassen: „Wo Umstrukturierungen vorgenommen werden, gibt es auch immer Unzufriedenheit und Unwille. Ich habe aber den Eindruck, dass wir sehr gut zusammenarbeiten werden.“

Gerade zu Beginn wird Tobias Röhm auf Unterstützung angewiesen sein. „In die Themen Politik und Verwaltung muss ich mich zunächst einmal reinarbeiten“, gibt er offen zu. Das wird zweifellos seine Zeit brauchen. Was aber nicht heißt, dass ab dem kommenden Mittwoch zunächst mal nichts passieren wird. Vor allem bei der Stadtplanung und -entwicklung sieht Röhm großen Handlungsbedarf. Den Kaiserplatz will er offener und freundlicher gestalten, den Bereich rund um den Bastinsweiher aufwerten und die Innenstadt wiederbeleben. „Ich kann noch keine konkreten Vorschläge machen“, betont der 36-Jährige. Die Rahmenbedingungen aber kennt er schon: „Wir werden sicherlich Investoren benötigen“, stellt er mit Blick auf die schwierige Haushaltslage der Stadt Stolberg fest. Andererseits biete ihm die große Koalition die Möglichkeit, „mit einer breiten Mehrheit arbeiten zu können“. Und das sei sehr viel wert.

Sicherlich auch beim Thema Sauberkeit. Röhm will die Abläufe ändern, den für die Reinigung und Pflege zuständigen Mitarbeitern des Technischen Betriebsamtes feste Bezirke zuweisen. Dabei soll auf die Eingangsbereiche des Stadtgebietes ein besonderes Augenmerk gelegt werden. Denn: „Der erste Eindruck zählt. Das gilt auch, wenn man in eine Stadt hineinfährt.“

Tobias Röhm ist vom Stadtrat am 9. September wie auch Robert Voigtsberger für acht Jahre zum Beigeordneten gewählt worden. Allerdings greift bis Ende des Jahres zunächst eine dreimonatige Übergangszeit, in denen beide lediglich als Dezernenten angestellt sein werden. Der Grund liegt in Paragraf 71 der nordrhein-westfälischen Gemeindeordnung. Er besagt, dass in einer Stadt von der Größe Stolbergs mindestens ein Beigeordneter die Befähigung für die Laufbahn des gehobenen allgemeinen Verwaltungsdienstes besitzen muss. Robert Voigtsberger will die entsprechende Prüfung im November ablegen. Erst danach werden die in der Gemeindeordnung formulierten Bedingungen erfüllt sein.

Verheiratet, zwei Kinder und ein großer Tennis-Fan

Tobias Röhm ist am 13. Februar 1978 in Mainz geboren. Nach dem Abitur am bischöflichen Willigis-Gymnasium hat er an der RWTH Aachen ein Bauingenieur-Studium mit den Schwerpunkten Projektmanagement und Baubetrieb absolviert.

Nach dem Diplom-Abschluss war Röhm seit Herbst 2006 als Projektleiter bei der Jülicher Bauunternehmung Hans Lamers beschäftigt.

Röhm und seine Frau Julia leben in Venwegen und haben eine siebenjährige Tochter und einen sechsjährigen Sohn, die die Grundschule Breinig besuchen.

Die Röhms sind begeisterte Tennisspieler. Der neue Beigeordnete spielt für den TC Blau-Weiß Aachen noch mit den Herren 30 in der Regionalliga. Seine Frau, als Aktive sehr erfolgreich, arbeitet dort als Trainerin.

 

„Wo Umstrukturierungen vorgenommen werden, gibt es auch immer Unzufriedenheit. Ich habe aber den Eindruck, dass wir sehr gut zusammenarbeiten werden.“

Tobias Röhm,

neuer technischer Beigeordneter

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Do

25

Sep

2014

Wir stehen hinter der Förderschule

Stadt soll Kooperation von Förderschule Talstraße und Willi-Fährmann-Schule vorantreiben. Zwei Teilstandorte sind vorgesehen.

 


Georg Hermanns plädiert aus pädagogischen Gründen dafür, sich für einen Standort zu entscheiden. Fotos: Grobusch 


Die Zukunft der Förderschule Tal­straße ist offen. 

Stolberg. Im Schulausschuss herrschte Einigkeit: Die einzige Chance, die Förderschule Talstraße zumindest als Teilstandort zu erhalten, besteht in einer Fusion mit der Willi-Fährmann-Schule in Eschweiler. Am Ende einer intensiven Diskussion war das die Erkenntnis bei allen Ausschuss-Mitgliedern. Auch wenn sie am liebsten, das machten die vielen Wortmeldungen deutlich, allesamt dafür sorgen wollen, dass die Schule eigenständig und der aktuelle Zustand auch für die nächsten Jahre erhalten bleibt.

Dies aber, darauf wies Willi Seyffarth eindringlich hin, sei angesichts des 9. Schulrechtsänderungsgesetzes illusorisch. Denn die ab dem 1. August 2015 geltende Mindestschülerzahl von 144 für Verbundschulen (das heißt Schulen mit mehreren Förderschwerpunkten) erreicht Stolberg schon seit geraumer Zeit nicht mehr. Das räumte auch Georg Hermanns ein: „Wir haben gerade den 119. Schüler bei uns aufgenommen. Insgesamt ist davon auszugehen, dass wir auch in den kommenden Jahren mehr Schüler abgeben als aufnehmen werden“, so der Schulleiter.

Gleichwohl plädierte Hermanns wie schon in seiner vorherigen Stellungnahme an die Verwaltung dafür, den Betrieb bei einem Zusammenschluss mit der Willi-Fährmann-Schule auf einen Standort zu beschränken. „Ich kann den Lösungsvorschlag der Stadt mit zwei Teilstandorten sehr gut nachvollziehen, denn er zielt darauf ab, die Förderung vor Ort zu erhalten.“ Die fachlich-pädagogischen Argumente aber sprächen dagegen. Der Leiter verwies auf die unterschiedlichen Bildungsgänge, die es an seiner Schule gebe, und den „riesigen Aufwand, der damit verbunden ist und den wir nur leisten können, wenn wir die personellen und fachlichen Voraussetzungen haben“. Hermanns äußerte die Befürchtung, „dass wir diese Fachlichkeit bei zwei Standorten nicht mehr aufrechterhalten werden können“.

Immer mehr Schwerstbehinderte

Noch ein weiterer Aspekt bereitet Georg Hermanns Sorge: „In den letzten Jahren haben wir immer mehr Schüler mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung aufgenommen. Sie machen mittlerweile mehr als die Hälfte der Schülerschaft aus, und die Hälfte von ihnen wiederum gilt als schwerstbehindert.“ Um den daraus resultierenden Herausforderungen und Ansprüchen gerecht werden zu können, bedürfe es eines umfassenden und sicheren Konzeptes, vor allem im Bereich der Krisen- und Konfliktintervention. Auch dieses sieht Hermanns im Falle einer fusionierten Schule mit zwei Standorten gefährdet.

Die Ausschuss-Mitglieder bekundeten viel Verständnis für die Bedenken des Schulleiters, schlossen sich am Ende aber dennoch dem Vorschlag der Verwaltung an. „Wir müssen alles versuchen, um einen Förderschulstandort in Stolberg zu erhalten“, erklärte Willi Seyffarth, der nach eigener Aussage keine Alternative zur Zusammenarbeit mit der Stadt Eschweiler sieht. „Wenn wir diese Gelegenheit nicht nutzen, werden wir wahrscheinlich im nächsten Herbst in einer Sondersitzung beschließen müssen, dass die Förderschule Stolberg keine Schüler mehr aufnehmen darf und auslaufen muss.“ Seyffarth äußerte die Hoffnung, dass die Eltern mit ihrem Wahlverhalten einen wichtigen Beitrag zum dauerhaften Fortbestand des Förderortes an der Tal-straße betragen werden. Denn auch das wurde im Schulausschuss deutlich: Selbst das Erreichen der für einen Teilstandort vorgeschriebenen Mindestzahl von 72 Schülern ist auf längere Sicht alles andere als gesichert.

 

„Wenn wir diese Gelegenheit nicht nutzen, werden wir wahrscheinlich im nächsten Herbst beschließen müssen, dass die Förderschule Stolberg keine Schüler mehr aufnehmen darf.“

Willi Seyffarth, Fachbereichsleiter

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Mi

24

Sep

2014

Neue Impulse in der City

Stolberg. Ein Filetstück mitten in der Innenstadt erwacht zu neuem Leben. Auf dem Gelände des ehemaligen Notariats Drummen am Kaiserplatz entsteht altersgerechter und barrierefreier Wohnraum. Nach ersten Skizzen können rund 25 Wohnungen mit gehobenem Ambiente realisiert werden. Die Ende des 19. Jahrhunderts errichtete Villa bleibt erhalten und wird saniert.

Nicht lange hatte Marc Müller die Immobilie in seinem Portfolio. „Das Interesse an dem Objekt wie auch an einem Invest in der Stolberger Innenstadt ist steigend“, bilanziert der Makler, der auch Interessenten für andere Immobilien in Innenstadt-Lage verzeichnet. „Sie ist ja auch einfach herrlich mit ihrer Altbausubstanz im Schatten der Burg.“ So legte der Investor, ein Bauunternehmer und Architekt aus dem Nordkreis, beim Kaufpreis auch noch einmal nach, um an der Ecke von Kaiserplatz und Grüntalstraße die Lücke in der Altbausubstanz schließen zu können. Rund fünf Millionen Euro sollen in den Geschossbau investiert werden. „Ob eine Tiefgarage möglich wird, muss noch geprüft werden“, sagt Müller mit Blick auf den Vichtbach.

„Die ersten Voranfragen liegen vor“, bestätigt Tim Grüttemeier. Gemeinsam mit dem Investor und den Spezialisten der Verwaltung sollen die baurechtlichen Möglichkeiten für das Grundstück ausgelotet werden, bevor der eigentliche Bauantrag gestellt wird. „Wir möchten im Vorfeld alle möglichen Hindernisse ausgeräumt sehen“, betont der Bürgermeister und setzt auf eine zügige Bearbeitung. „Das Projekt wird die Innenstadt weiter aufwerten“, sagt Grüttemeier und verweist auf zusätzliche Kaufkraft, die in die Innenstadt geholt wird, ebenso wie auf den städtebaulichen Impuls für das Zentrum der Kupferstadt.

Rund 1700 Quadratmeter groß ist das Grundstück. Die 14 Garagen weichen ebenso wie das an die Villa angebaute Büro dem Neubaukomplex, der die Ecke zwischen repräsentativer Villa und dem Gründerzeit-Gebäude neben dem Hotel an der Grüntalstraße aufwerten soll. Rund 2500 Quadratmeter Fläche können auf voraussichtlich drei Geschossen plus Staffelgeschoss realisiert werden. Nach ihrer Sanierung soll die Villa als Bürofläche vermietet werden; Interessenten sind bereits vorhanden.

Ein wenig Wehmut hat Helmut Drummen schon, den alten Stammsitz der Familie nach 90 Jahren zu veräußern. „Wir haben beraten, was zu tun ist“, sagt der Sprecher der Erbengemeinschaft. Der Gedanke, die Immobilie selbst zu nutzen, wurde verworfen. „Es hätte zu viel investiert werden müssen, und wir sind nicht vom Fach“. Als Konsequenz fiel der Entschluss, sich von dem Objekt zu trennen. „Dabei haben wir schon darauf geachtet, eine für Stolberg gute Lösung zu finden“, so Drummen. Das Projekt soll auch auf den Kaiserplatz ausstrahlen, kündigte Tim Grüttemeier an.

Gemeinsam mit dem Investor werde an Lösungen für eine Neugestaltung des zentralen Platzes gearbeitet. Eine Belebung und Außengastronomie sind erste Eckpunkte der Überlegungen.

1889 wird die Villa am Kaiserplatz erbaut

Ende des 19. Jahrhunderts erwarb die Stadt große Teile des bis zur Sonnentalstraße reichenden Geländes des Kupferhofes Grünental. Während als zentraler Platz der Kaiserplatz gestaltet wurde, wurden die Grundstücke im Umland einzeln vermarktet. 1889 ließ Peter Stang, Direktor der Glashütte an der Zweifaller Straße, die Villa errichten.

1924 kaufte der Notar Jakob Drummen, der bis dato im Amtsgericht residiert hatte, die Villa und nutzte sie als Wohn- und Kanzleigebäude. 1934 wurde das Büro angebaut; 1952 entstanden die Garagen.

Von 1998 an nutzte bis vor einiger Zeit ein Rechtsanwalt die ansonsten leerstehende Immobilie als Kanzlei.

„Das Interesse an einer Investition in der Stolberger Innenstadt ist gewachsen.“

Di

23

Sep

2014

Wir halten unser Geld zusammen!

Stolberg. In den Eifelkommunen hat es bisher nur rumort, die Kupferstadt will nun aber der Städteregion die Stirn bieten. Bürgermeister Tim Grüttemeier (CDU) schlägt dem am kommenden Dienstag tagenden Hauptausschuss vor, das Benehmen zu der Festlegung der Regionsumlagen zu verweigern, die Städteregionsrat Helmut Etschenberg (CDU) in seinem Haushalt vorsieht. „Das geht so nicht weiter“, erklärte Grüttemeier gestern Abend auf Anfrage, dass es sich die Kupferstadt nicht leisten könne, die von der Städteregion selbst verursachten Defizite aufzufangen. „Wir müssen der Städteregion das Bemühen abverlangen, ihren Haushalt selbst zu konsolidieren und von bereits geplanten neuen Ausgaben abzusehen.“

Die Finanzplanung der Städteregion sieht für das kommende Jahr einen Fehlbetrag von 16,6 Millionen Euro, für 2016 von weiteren 20,9 Millionen Euro vor. Weiteres Risikopotenzial bietet eine mögliche Anhebung der Umlage durch den Landschaftsverband, die die Städteregion an die Kommunen weiterzureichen gedenkt. Außerdem fordert die Städteregion eine um 1,04 Millionen Euro höhere ÖPNV-Umlage ein.

„Die Umlage alleine für die Kupferstadt würde im kommenden Jahr um über 3,28 Millionen Euro steigern“, bilanziert Grüttemeier. Entsprechend der bisherigen Daten aus dem Städteregionshaus hatte die Stolberger Finanzplanung bereits für das kommende Jahr eine Steigerung um 1,32 Millionen Euro und für 2016 um 1,84 Millionen berücksichtigt. Die neuen Zahlen aus dem Hause Etschenberg besagen, dass die Kupferstadt statt 33,8 Millionen Euro in diesem nun 37,1 Millionen Euro im nächsten Jahr berappen soll.

„Damit würde die Städteregionsumlage zum größten Block in unserem Haushalt“, verdeutlicht der Bürgermeister. Stolberg müsste mehr Geld nach Aachen abführen, als es selbst für das eigene Personal ausgibt. Und dabei hat sich die Stadt seit Jahren bemüht, ihren Personalaufwand zu reduzieren.

Anders wird das offensichtlich im Städteregionshaus gehandhabt. Der Ansatz der Kosten für Personal der Städteregion – inklusive Jobcenter und Kindergärten – steigt gegenüber dem voraussichtlichen Ergebnis für 2014 um 2,5 Millionen Euro (3,08 %). Aber ohne die Bereiche Jobcenter und Kitas steigt der Aufwand um 2,15 Millionen Euro (3,7 %). Damit ist für die Stolberger Kritiker klar: Die seitens aller Kommunen bereits erhobene Forderung, die Steigerung der Personalkosten im Rahmen der Orientierungsdaten (1 %) zu halten, wurde nicht erfüllt. Schlimmer noch. Anstelle zu sparen, weite Etschenberg sein Personal mit zusätzlichen Stellen aus.

Als Beispiel führt Stolberg zusätzliche Stellen im Straßenverkehrsamt zur Reduzierung der Wartezeiten an. „Es mag zwar nett sein, wenn man dort nur 15 statt bisher 20 Minuten warten muss“, so Grüttemeier. „Aber die Stolberger haben wenig Verständnis dafür, wenn sie deshalb mehr Grundsteuer bezahlen oder wir beim ohnehin knappen Personal der Stadtbücherei sparen müssten“.

Dabei erkennt die Kupferstadt in besonderem Maße die exorbitant gestiegenen Kosten im Bereich der Sozialleistungen an, „die ungerechterweise von Bund und Land auf die Kommunen abgewälzt werden“, sagt der Bürgermeister. So steigen die Soziallasten trotz der 100-prozentigen Bundesbeteiligung an der Grundsicherung im für dieses Jahr um zusätzliche 6,1 Millionen und für 2015 um weitere 5,1 Millionen Euro. So werden laut Städteregion durch Soziallasten und LVR-Umlage 95 Prozent der Mittel aufgezehrt, die die Städte und Gemeinden ihr überweisen.

Daher erst recht fordert Stolberg die Städteregion auf, eine eigene Haushaltskonsolidierung zu betreiben. Sie müsse sich nicht nur mit Nachdruck für eine verbesserte Finanzausstattung der Kommunen durch Land und Bund einsetzen, sondern auch selbst neue freiwillige Maßnahmen in Frage stellen und eine Überprüfung aller Aufwendungen vornehmen – so wie dies bei allen angehörigen Städten und Gemeinden auch der Fall ist.

Der Hauptausschuss soll den Städteregionsrat auffordern, zu prüfen, wie die Erhöhung der Umlage zu vermeiden ist. Und im Falle einer Erhöhung der LVR-Umlage soll sie nicht an die Kommunen weitergereicht werden. „Auch der Städteregion ist zuzumuten, Aufgaben und Einrichtungen zurückzufahren“, macht Grüttemeier Stolbergs Position deutlich. (-jül-)

„Es kann nicht sein, dass die Kommunen sanierungspflichtig sind und die Städteregion nicht mehr zu finanzierende Um­lagen von ihnen einfordert.“

Bürgermeister Tim Grüttemeier

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Di

23

Sep

2014

Wir liegen gut im Rennen, jetzt müssen die Gewerbeflächen strukturiert angegangen werden

Stolberg unter den Top 10 in der Region

 






Ausgeschöpft: Das mit 37,8 Hektar größte Gewerbegebiet in der Steinfurt biete keine Reserven mehr mit Ausnahme von kurzfristigen Leerständen. Die einzige sofort nutzbare Flächenreserve der Kupferstadt bietet das Gewerbegebiet Camp Astrid.Foto: J. Lange 

Stolberg. Allen Unkenrufen zum Trotz: Die Kupferstadt hat es unter die Top-10 der Kommunen mit den größten gewerblichen Flächenveräußerungen in der Region im vergangenen Jahr gebracht. Das geht aus dem Gewerbeflächenmonitoring hervor, das die Agit (Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer) jetzt vorgelegt hat. Dies beruht auf Grundstücksveräußerungen an zwei mittelständische Unternehmen im Gewerbegebiet Camp Astrid mit insgesamt 1,07 Hektar.

Angeführt wird die Liste, die die Kreise Euskirchen, Düren, Heinsberg und die Städteregion umfasst, mit deutlichem Abstand von der Stadt Aachen (12,27 Hektar), Zülpich (2,51) und Würselen (2,36). Eschweiler rangiert mit 1,9 Hektar aus zwei Grundstücksverkäufen auf Platz sechs.

Brachen für Gewerbe aktivieren

Nicht in dieser Bilanz für Stolberg berücksichtigt sind die 6,6 Hektar, die ein Jahr zuvor für die Nutzung der Sonnenenergie an die Photon Power AG sowie die 2,46 Hektar für großflächigen Einzelhandel auf dem Kistenplatz von Saint-Gobain, die im mittelfristigen Monitoring ebenfalls regionale Spitzenpositionen aufweisen.

Mittlerweile sind zwei weitere Grundstücke mit 3600 bzw. 2300 Quadratmetern in Stolbergs größtem Gewerbegebiet vermarktet.

So leer Camp Astrid derzeit auch wirken mag, mit einer sofort verfügbaren Fläche von 12,1 Hektar sowie weiteren 4,4 Hektar, die mit einer Bauleitplanung innerhalb von zwei Jahren bereitstehen können, reicht es bei weitem nicht in die Top 10 der Flächenreserven zur Gewerbeansiedlung in der Region. Euskirchen (61,2 Hektar), Aachen (41,4) und Hückelhoven (35,9) bieten das meiste Potenzial; Eschweiler kommt mit 22,6 Hektar auf Platz sechs, Baesweiler mit 15,8 Hektar auf Platz neun. Simmerath (15), Alsdorf (14) liegen mit Würselen (11) auf Stolberger Niveau. Auch an den übrigen größeren Gewerbestandorten in der Kupferstadt sind Reserveflächen Mangelware. Das 37,8 Hektar große Gewerbegebiet Steinfurt ist ausgeschöpft; lediglich einzelne Grundstücke sind gelegentlich verfügbar, so aktuell rund 16 000 m2 der früheren Praktiker-Niederlassung.

Allerdings verfügt Stolberg über ein größeres Potenzial an Gewerbeflächen, die aufgrund unterschiedlicher Voraussetzungen noch nutzbar gemacht werden können. Die Bewerbung beim „Flächenpool NRW“ soll diese Reserven aktivieren helfen. Nach ersten Vorgesprächen über acht große Sorgenkinder mit dem Land werden drei Brachen in den Fokus gerückt. Verzichtet wurde dabei auf Grundstücke, die in der Hand eines einzigen Eigentümers liegen, erklärte Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt.

Ein zentraler Bereich der Bewerbung ist dabei das Umfeld des Hauptbahnhofes mit der Feuerfeste Peters, den Erweiterungsflächen von Saint-Gobain und die umliegenden Gewerbegrundstücke bis zur BSR-Recycling. Gut 20 Hektar umfasst die größte Industriebrache im Stadtgebiet zwischen Inde, Münsterbach- und Probsteistraße.

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Standort Münsterbusch beiderseits der Cockerillstraße. Sowohl das 12 Hektar große, nur teilweise durch Gewerbe genutzte Gelände des Gewerbeparks Münsterbusch wie auch das vier Hektar umfassende Zincoli-Areal, dessen Nutzung als Einzelhandelsstandort infrage steht, und die 0,8 Hektar umfassenden Flächen des nicht mehr genutzten Tenniszentrums sollen in den Flächenpool eingebracht werden.

Ein weiterer Komplex ist die Ruine der Kartonagefabrik Hoyer sowie des derzeitigen Baumarktes an der Mauerstraße mit fast einem Hektar.

Mit der Beteiligung am Flächenpool strebt Bürgermeister Tim Grüttemeier ein Verfahren an, das auf eine Reaktivierung im Konsens zwischen Stadt und Eigentümern abziele. Eine fachliche und neutrale Moderation durch das Land soll dabei in einer ersten Findungsphase zwischen den unterschiedlichen Interessen vermitteln und Aktivierungschancen nebst deren Kosten ausloten. In weiteren Phasen sollen konkrete Projekte entwickelt und ihre Umsetzung angelassen werden.

Heute Auftaktveranstaltung im Zinkhütter Hof

 

„Arbeitsplätze und Wirtschaftsförderung müssen das zentrale Thema in dieser Stadt sein“, hatte die große Koalition vor dem Wahlkampf postuliert und einen „Dialog mit der Wirtschaft“ angekündigt.

Den Auftakt dazu macht heute um 19 Uhr im Zinkhütter Hof die Auftaktveranstaltung „Stolberg – ein Industriestandort im Wandel“, zu der Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier den Rektor der Aachener Fachhochschule, Prof. Dr. Marcus Baumann (Bild), als Impulsgeber gewinnen konnte. „Die FH Aachen und Stolberg: Gemeinsame Wege für Perspektiven in Wirtschaft und Innovation“ hat Baumann seine Ausführungen überschrieben: „Wir verstehen uns als Hochschule der Region. Gerade in der Zusammenarbeit mit kleinen und mittelständischen Unternehmen in Industrie und Handwerk können unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihr praxisorientiertes Wissen disziplinübergreifend einbringen“, erklärt der Rektor. Die von der Musikschule Merz umrahmte Veranstaltung soll gegen 20 Uhr in ein Kennenlernen und einen Meinungsaustausch münden. Gäste sind willkommen.

Sa

20

Sep

2014

Grüttemeier wirbt bei Groschek Hilfe für unsere Stadt ein


Kennt die Verhältnisse vor Ort seit Oktober 2012: Auf Vermittlung von MdL Stefan Kämmerling (4.v.l.) konnte Bürgermeister Tim Grüttemeier (6.v.l.) den Verkehrs- und Städtebauminister Michael Groschek (5.v.l.) noch einmal am Rande einer Plenarsitzung für gravierende Stolberger Probleme sensibilisieren.Foto: J. Lange 

Stolberg. Mehrere weitreichende Anliegen, die für die Entwicklung der Stadt Stolberg von bedeutendem Ausmaß sind, beschäftigen derzeit die Kommunalpolitik. Um für die Interessen der Kupferstadt bei der nordrhein-westfälischen Landesregierung werben zu können, vermittelte Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling (SPD)am Rande einer Plenarsitzung ein Gespräch mit Michael Groschek, NRW-Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr mit Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier, Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt sowie die EVS-Geschäftsführern Thomas Fürpeil und Christian Hartrampf.

Der Stolberger Hauptbahnhof hat sein Gesicht in den vergangenen Jahren bereits maßgeblich positiv verändert. Ein Parkhaus ist in Planung und soll auch über den geplanten Aufzug zugänglich sein, mit welchem die Bahnfahrer zukünftig einmal den „Skywalk“ zur Überquerung der Gleise erreichen sollen. „Ein Stolberger Anliegen steckt hier im Detail“, macht Sefan Kämmerling deutlich. So warb man bei Minister Groschek dafür, dass mit dem Aufzug jede Etage des Parkhauses erreicht werden kann, damit diese auch für Nutzer mit Handicap erreichbar werden. Bisherige Planungen der Deutschen Bahn sehen einen Halt des Aufzuges lediglich auf Parterre sowie der obersten Etage vor. Vom Minister erhofft man sich nun eine positive Begleitung der Umplanung. Gleiches gilt für einen möglichst baldigen Um- und Ausbau des Mittelbahnsteiges.

Bewerbung für Flächenpool

Ein Bahnhof ist eines der prägenden Tore einer jeden Stadt. Hier besteht Handlungsbedarf. Für eine optimale Entwicklung des Stolberger Bahnhofs sind deshalb auch die Flächen des direkten Umfelds zu betrachten. Industriebrachen und weitere Flächen sollen im Konsens und zum Vorteil aller Beteiligten aktiviert werden. Auch hier erhofft der Bürgermeister sich Unterstützung durch das Land und eine Berücksichtigung bei der Bewerbung für das Landesprogramm „Flächenpool NRW“.

In diesem Zusammenhang nicht vergessen wurde das Gewerbegebiet Camp Astrid. Dieses spielt mit seinen Potenzialen und im Konzert mit der Entwicklung des Bahnhofumfelds, eine zentrale Rolle bei den Bemühungen der Stolberger Kommunalpolitik um die Schaffung neuer Arbeitsplätze vor Ort.

Der Reiz von altstädtischer Architektur und die Anforderungen an moderne innerstädtische Infrastruktur und städtebaulichen Wandel sollen beim Entwicklungskonzept Talachse Innenstadt unter einen Hut gebracht werden. „Stolbergs außergewöhnliche Topographie und nicht zuletzt dem gesellschaftlichen Wandel geschuldete Veränderungen beim Einkaufverhalten, machen eine städtebauliche Neuaufstellung der Talachse Innenstadt notwendig“, erklärt Kämmerling. Die Stolberger Delegation warb bei Minister Groschek für eine Berücksichtigung der Stolberger Bewerbung für das Städtebauinvestitionsprogramm 2014.

„Stolberg hat enorme Potentiale bei einer zugleich schwierigen Ausgangslage“, bilanziert der Landtagsabgeordnete. „Das rechtfertigt aus meiner Sicht eine intensive Unterstützung durch das Land“, auch wenn es natürlich Mitbewerberkommunen gebe. „Ich freue mich jedenfalls, dass wir Minister Groschek für die Stolberger Probleme sensibilisieren konnten“, zeigte sich Grüttemeier optimistisch nach dem Besuch.

Sa

20

Sep

2014

Das lassen wir uns nicht bieten, wir stehen hinter den Geschäftsleuten


In der Salmstraße fühlten sich die Geschäftsleute zuletzt nicht mehr sicher. Die hohe Zahl der Einbrüche bereitete den Leuten Sorgen. Mit einem Maßnahmenpaket will die Polizei nun gegensteuern.Fotos: O. Hansen 


Bürgermeister Tim Grüttemeier, Robert Walz und Ralph Honné (von rechts) im Gespräch über die hohe Zahl der Einbrüche in der Salmstraße. 

Stolberg. Die Geschäftsleute in der Salmstraße müssen nicht befürchten, dass sie von Schutzgelderpressern heimgesucht werden. Dies versicherte Bürgermeister Tim Grüttemeier am Freitag bei einem Treffen mit den Geschäftsinhabern. Im Gespräch mit der Polizei sei ihm zudem versprochen worden, dass die Ordnungshüter künftig mehr Präsenz auf der „Mühle“ zeigen werden, um Einbrecher abzuschrecken, so Grüttemeier.

Wie berichtet, waren die Läden in der oberen Salmstraße in diesem Jahr insgesamt schon acht Mal Ziel von Einbrüchen. Hinzu kommt ein Fall, in dem die Täter nur die Schaufensterscheibe einschlugen. Oft räumten die ungebetenen Gäste den Laden fast völlig leer, manchmal nahmen sie aber auch kaum etwas mit und griffen nicht einmal in die Kasse. Das gab den Geschäftsinhabern Rätsel auf, ganz abgesehen davon, dass sie in jedem Fall den Gebäudeschaden regulieren mussten.

Zuletzt schlugen die Täter in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag zu. Ins Café Weber gelangten die Langfinger durch die aufgehebelte Schaufensterscheibe. Am Stadtfestwochenende räumten Unbekannte einen Getränkeanhänger komplett leer, der in der Salmstraße vor einer Versicherungsagentur geparkt war.

„Wir haben Angst um unsere Geschäfte und den guten Ruf der Mühle“, brachte Bernhard Blaszczyk die Sorgen seiner Kollegen aus der Salmstraße am Freitag beim Gespräch mit dem Bürgermeister auf den Punkt. Friseurin Funda Teke berichtete von zwielichtigen Personen, die regelmäßig in ihren Salon kämen, um Hehlerware anzubieten. „Die versuchen, bei mir Handys, Fernseher oder Messer los zu werden.“ Auch Peter Gilbert wurde bereits Opfer von Einbrechern. Seinen Laden mit einem Schutzgitter zu sichern, sei zu teuer. Da überlege er lieber, woanders hinzuziehen. „Dabei ist das hier eine gute Lage und ich habe meine Stammkundschaft.“

Zumindest in einem Punkt konnte Grüttemeier die Geschäftsleute beruhigen. „Es gibt überhaupt keine Anzeichen für Schutzgelderpressung“, gab der Bürgermeister die Erkenntnisse der Polizei wieder. Das Vorgehen dieser Tätergruppe laufe nach einem völlig anderen Muster ab. In der Salmstraße seien wohl weniger professionelle Täter am Werk gewesen. Grüttemeier: „Das waren Einzeltäter, keine professionellen Banden.“ Trotzdem sei die Polizei aufgrund der vielen Einbrüche in Stolberg (vergangenes Jahr waren es 242 und damit eine Steigerung um 172 Delikte) sensibilisiert.

Im gemeinsamen Gespräch mit der Polizei hatte der Bürgermeister diese Woche nach Wegen gesucht, wie man vor allem die Zahl der Einbrüche in der Salmstraße senken und den Bewohnern ihre Angst nehmen könne. Herausgekommen ist folgendes Konzept:

1) Der für die Mühle zuständige Bezirksbeamte wird durch seinen Kollegen vom Donnerberg verstärkt. Die beiden Polizisten werden tagsüber im Bereich um die Salmstraße auf Streife gehen. Grüttemeier: „Sie werden das Gespräch mit den Anwohnern suchen.“ Die Beamten werden auch die Mieter ansprechen, die über den Ladenlokalen wohnen. Wenn denen etwas Besonderes auffällt, sollen sie sich nicht scheuen, die Polizei unter der ☏ 110 zu alarmieren (der Anruf ist übrigens kostenfrei). Wer nachts zum Beispiel eine Scheibe klirren höre, sollte vielleicht einmal aus dem Fenster sehen und notfalls die Polizei alarmieren.

2) Die Polizei fährt verstärkt Streife im Bereich Salmstraße. Vor allem nachts. Und dies mit Einsatzfahrzeugen und in Uniform, aber auch mit wechselnden Zivilstreifen, die nicht sofort auffallen.

3) Die Stadt wird ihre Ordnungskräfte regelmäßig zur Salmstraße schicken, damit sie den problematischen Straßenzug abgehen.

Aber auch die Geschäftsleute selbst wollen etwas für ihre Sicherheit tun. Sie sind durch die Ereignisse der letzten Wochen näher zusammengerückt. Blaszczyk: „Wir halten jetzt ein Auge darauf, was im Laden nebenan oder gegenüber passiert.“ Wenn er mitbekomme, dass verdächtige „Kunden“ das Geschäft gegenüber betreten, biete er sich als Verstärkung des Ladeninhabers an. Und umgekehrt. Denn inzwischen sei auch bei den Tätern die Hemmschwelle gesunken. Blaszczyk: „Die kommen auch tagsüber. Nachts müssen sie ja viel zu lange nach Wertgegenständen suchen.“

So kam Peter Gilbert unlängst auch tagsüber einer jungen Dame auf dem Parkplatz am Mühlener Bahnhof zu Hilfe, der zwei Männer ihr Auto wegnehmen wollten. Gilbert: „Die Täter werden immer dreister. Die sagten der Frau, sie solle gefälligst aussteigen, man wolle ihr Auto haben.“

Damit der Zusammenhalt der Geschäftsleute von der Salmstraße auch weiterhin funktioniert, wollen sie eine „Unternehmergesellschaft Mühle“ gründen. Am 30. September wollen sie sich erstmals treffen. Und dann regelmäßig tagen, um sich von der Polizei oder anderen Experten beraten zu lassen, was man gegen Einbrüche unternehmen kann.

Bürgermeister Grüttemeier sagte seine Unterstützung schon jetzt zu. Außerdem sollen die Bewohner der Häuser in der Salmstraße mit einem Flyer informiert werden, dass sie vielleicht aufmerksamer sein müssen, um den Einbrechern zunehmend das Handwerk zu legen.

 

Zuletzt suchten Täter
ein Café heim

Der vorerst letzte Einbruch in der Salmstraße erfolgte zwischen 19 Uhr Mittwochabend und 6.20 Uhr am Donnerstagmorgen in das Café Weber. Hier hebelten die Täter die Fensterfront auf und räumten die Ladenkasse leer. Die Polizei bittet um Hinweise.

In der Salmstraße wurden 2014 acht Einbrüche (so viele wie 2013 und 2012) und ein beschädigtes Schaufenster registriert. Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist laut Polizei stadtweit um 15,56 Prozent gestiegen, die Zahl der Sachbeschädigungen um 13,13 Prozent.

Die Zahl der Straßenraubüberfälle sank stadtweit um 22,79 Prozent, die der gefährlichen Körperverletzungen um 21,80 Prozent.

 

„Wir haben Angst um unsere Geschäfte und unseren guten Ruf.“

Berndhard Blaszczyk,
Geschäftsinhaber

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Fr

19

Sep

2014

Die Zeichen stehen auf Zusammenschluss


Bevor Georg Hermanns Schulleiter in Stolberg wurde, war er als Lehrer in der Willi-Fährmann-Schule tätig. Ihm sind deshalb beide Einrichtungen bestens bekannt. Foto: J. Röhseler 

Stolberg. An dem Zusammenschluss der Förderschule Stolberg und der Willi-Fährmann-Schule in Eschweiler führt offenbar kein Weg mehr vorbei. Angesichts der Tatsache, dass beide Einrichtungen die erforderliche Mindestschülerzahl von 144 mit aktuell 117 bzw. 122 inzwischen deutlich unterschreiten, plädiert die Stolberger Verwaltung im Vorfeld der Schulausschuss-Sitzung am kommenden Mittwoch erstmals offen für eine Verschmelzung.

Mit ihr soll über das laufende Schuljahr hinaus ein wohnortnahes Angebot in den drei Schwerpunkten Sprache, Lernen und emotionale und soziale Entwicklung sichergestellt werden. Eine Alternative sieht Bürgermeister Tim Grüttemeier mit Blick auf die Landesgesetzgebung nicht: „Wenn die Mindestschülerzahl unterschritten wird, müssen die Verbundschulen ab dem kommenden Sommer auslaufen und dann geschlossen werden.“

Genau das aber soll verhindert werden, weshalb die beiden Städte in den vergangenen Monaten zahlreiche Gespräche geführt und auch den engen Kontakt mit der Bezirksregierung gesucht haben. Den gemeinsamen Bemühungen liegt eine Empfehlung der Konferenz der Schuldezernenten in der Städteregion Aachen zu Grunde, die sich bereits Anfang des Jahres für eine Kooperation der Kupfer- und der Indestadt ausgesprochen hatte – unter Berücksichtigung der Planungen in der Eifel, wo die Kommunen mittlerweile die Bildung eines schulischen Lernortes und somit eine von Stolberg unabhängige Lösung favorisieren.

Auch die Stadt Stolberg hat sich – in Absprache mit den Kollegen in Eschweiler – festgelegt. Demnach soll eine der beiden betroffenen Schulen aufgelöst werden, die verbleibende hingegen wird um einen Teilstandort in der Nachbarstadt erweitert. Die Frage, welche Schule es „treffen“ und welche weiterbestehen wird, ist noch nicht beantwortet. Dazu gebe es, erklärte Schulverwaltungsamtsleiterin Petra Jansen auf Anfrage, einen umfangreichen Kriterienkatalog, den es zu berücksichtigen gelte. Zu den wesentlichen Aspekten gehören die Schülerzahlen und der Zustand der Schulgebäude.

Zu klären ist auch noch, wer in Zukunft der Schulträger sein wird. Die gemeinsame Übernahme dieser Aufgabe durch die Gründung eines Zweckverbandes wird laut Tim Grüttemeier von beiden Verwaltungen kritisch gesehen. Befürwortet werde stattdessen der Abschluss einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung. Sie sieht vor, dass nur eine Stadt die Trägerschaft übernimmt und die andere sich an den Kosten beteiligt.

Die Weichen sind also grundsätzlich gestellt. Daran dürfte auch eine Stellungnahme der Stolberger Schulleitung nichts ändern, die sich „aus pädagogischen und schulorganisatorischen Gründen“ für die Fokussierung auf einen Schulstandort ausgesprochen hat. „Diese bietet mit Blick auf die täglichen Erfordernisse der Unterstützung von Kindern und Jugendlichen mit einem besonders hohen sonderpädagogischen Förderbedarf die deutlich besseren Grundvoraussetzungen“, stellen Schulleiter Georg Hermanns und Konrektor Ralf Gillet fest.

Fachliche Aspekte

„Es geht uns um rein fachliche Aspekte“, betonte Hermanns gestern im Gespräch mit unserer Zeitung. „Die Nachteile würden sich eher auf Verwaltungsebene bemerkbar machen. Ich weiß, dass die Chance auf sonderpädagogische Förderung vor Ort in diesem Fall in einer Stadt verloren gehen würde. Doch aus meiner Sicht wiegen die fachlichen Aspekte schwerer.“ Sein Eschweiler Kollege Karlmartin Eßer teilt diese Meinung nicht. „Ich bin für den Erhalt von zwei Standorten. Ich kann die Gegenargumente nachvollziehen, halte sie aber nicht für ausreichend.“ In der Region gebe es mehrere Beispiele, die zeigten, dass die Arbeit an zwei Standorten gut funktionieren könne.

„Aber natürlich braucht man eine gewisse Zeit, um die unterschiedlichen Entwicklungen an den beiden Schulen trotz der schon seit langem guten Zusammenarbeit anzugleichen“, erklärt Eßer. In der Fusion sieht er im Übrigen nur eine Lösung für wenige Jahre. „Nach meinen Berechnungen werden wir auch im Falle eines Zusammenschlusses 2018 das Minimum von 144 Schülern nicht mehr erreichen. Dann wird es einen erneuten Systemwechsel geben müssen.“

Schülerzahlen sind seit Jahren rückläufig

 

 

Die Schülerzahlen an der Förderschule Stolberg sind seit Jahren rückläufig. Nach Angaben der Stadt Stolberg zählte die Einrichtung 2007 – damals noch mit den zwei Schwerpunkten Lernen und emotionale und soziale Entwicklung – 191 Schüler. Vier Jahre später, nach Hinzunahme des Förderschwerpunkts Sprache, waren es noch 149.

Derzeit werden an der Talstraße 117 Kinder und Jugendliche unterrichtet. Die Zahl erhöht sich erfahrungsgemäß im Laufe des Schuljahrs noch etwas.

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Mi

17

Sep

2014

CDU nimmt Sorgen der Anwohner "Stadtrandsiedlung" sehr ernst


Die Aufnahme aus der Luft zeigt heute noch Wiesen und zwei alte Sportplätze, wo demnächst einmal die Häuser der neuen Stadtrandsiedlung gebaut werden sollen. 

Stolberg. Anwohner des geplanten Neubaugebietes „Stadtrandsiedlung“ auf dem Donnerberg machen gegen das Vorhaben mobil. Sie überreichten Bürgermeister Grüttemeier jetzt eine Liste mit den Unterschriften von rund 1350 besorgten Bürgern.

Wie berichtet, soll das rund 22 Hektar große Gebiet zwischen Höhenstraße, Duffenterstraße, Oberer Donnerbergstraße und der Straße Trockener Weiher in absehbarer Zeit bebaut werden. Mit 231 Einfamilienhäuser sowie 58 Doppelhaushälften und 20 Mehrfamilienhäusern. Vor Wochenfrist war der Jury von „Unser Dorf hat Zukunft“ das Areal als Entwicklungspotenzial des Donnerberges vorgestellt worden. Das Gelände befindet sich in sonniger Lage, Einkaufsmöglichkeiten und die Altstadt Stolbergs sind leicht zu erreichen. Der Fernblick reicht ins Vichtbachtal und bis in die Voreifel. Problemarisch ist das Gefälle mit einer Neigung von bis zu vier Prozent. Der Boden ist lehmig, ab einer Tiefe von fünf Metern stößt man auf Felsen. Was die Versickerung von Niederschlagswassers auf den Grundstücken erschwert. Das Regenwasser muss über zwei Gräben abgeleitet werden.

Die beiden Sportplätze, die sich derzeit im Baugebiet befinden, sollen entfernt werden. Für ein angenehmes Klima in der Siedlung soll ein Grünzug sorgen. Ein Architekturbüro, das mit der Begutachtung des Baugebietes beauftragt wurde, kommt zu dem Schluss, dass die Stadtrandsiedlung die heutige „Stadtstruktur sinnvoll ergänzen“ würde. Das Plangebiet werde allseitig von Straßen begrenzt, die mit Ausnahme der Höhenstraße eine ausreichende Fahrbahnbreite aufweisen, um zusätzlichen Verkehr aus der Stadtrandsiedlung aufnehmen zu können. Nur die Höhenstraße entspreche nicht mehr den Mindestanforderungen. Auf der Südseite der Duffenter Straße fehle ein Gehweg. Die Hauptanbindungsmöglichkeiten des Baugebietes an das vorhandene Straßennetz seien begrenzt, man müsse auf die Straße Stadtrandsiedlung als Hauptgerüst zurückgreifen, das durch Höhenstraße, Trockener Weiher und Obere Donnerbergstraße unterstützt werde, so die Planer.

Die Gegner des Projekts vermissen allerdings ein schlüssiges Verkehrskonzept. „Täglich fahren mindestens 8000 Fahrzeuge über die Höhenstraße, die kann kaum noch mehr Fahrzeuge aufnehmen“, kritisiert Inge Scherl. „Derzeit wohnen wir in der Straße Stadtrandsiedlung nur alleine, demnächst haben wir links und rechts Mehrfamilienhäuser. An dieser Stelle könnte man doch mit dem Grüngürtel und Einfamilienhäusern anfangen“, schlägt Scherl vor. Das Areal sei ein Naherholungsgebiet. Mit einer Stichstraße, die nur von Unbefugten als Durchgangsverkehr genutzt werde. Und bald stünden hier mindestens 700 Fahrzeuge vor neuen Häusern. Inge Scherl fordert, dass die Bedenken der Anwohner im Rathaus ernst genommen werden. Dass man zumindest den alten Baumbestand erhält und die Gartengrundstücke den Pächtern solange überlässt, bis der erste Bagger anrollt.

Ende Oktober wird es eine Anhörung mit Bürgermeister und Anwohnern geben. Vergangene Woche war ihr Protest Thema im Beschwerdeausschuss. „Leider ist von den Beschwerdeführern niemand in den Ausschuss gekommen“, bedauert Ausschussvorsitzender Kunibert Matheis. Ihre Beschwerde sei nun an den Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr weiter geleitet worden. Matheis versucht, die Wogen zu glätten: „Dieses riesige Gebiet wird ohnehin nur Stück für Stück entwickelt werden können.“ Auch werde es nicht nur kompakte Bebauung geben. Die Donnerberger hoffen nämlich immer noch, auf dem Areal auch einen Dorfplatz und ein Dorfgemeinschaftshaus errichten zu können.

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Di

16

Sep

2014

Silber ist Ansporn für die Neugestaltung des Dorfes


Die Jury ließ sich durch Büsbach führen und vieles erklären. Am Ende sprang der zweite Platz im Wettbewerb für den Stolberger Stadtteil dabei heraus.Foto: O. Hansen 

Stolberg. Zum zweiten Mal dabei, und zum zweiten Mal den zweiten Platz geholt. Büsbach kann mit dem Ergebnis beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ zufrieden sein. „Das ist durchaus ein toller Erfolg, der Abstand zum ersten Platz war nur gering“, freute sich denn auch am Montag Günter Dahmen, der vor Wochenfrist noch mit der Jury des Wettbewerbs durch Büsbach gezogen war, um die Vorzüge und die geplanten Projekte des Stolberger Stadtteils vorzustellen.

Am Samstagnachmittag waren die Sieger des Wettbewerbs im Verwaltungsgebäude der Städteregion vorgestellt worden. Im Nordkreis machte Linden-Neusen mit 524 von möglichen 600 Punkten das Rennen. Gefolgt von Stolberg-Büsbach und Worm-Wildnis. Im Südkreis siegte Mützenich mit 574 Punkten vor Höfen und Kalterherberg, die beide punktgleich auf dem zweiten Platz landeten, und Stolberg-Vicht, das Dritter wurde. Mützenich wird die Städteregion auf Landesebene vertreten. Auf dem fünften Platz wurden jeweils Donnerberg (Nordkreis) und Breinig (Südkreis) eingestuft.

Alle teilnehmenden Orte erhielten eine Aufwandsentschädigung von 500 Euro und einen Fahrradständer als Erinnerung. Büsbach erhielt zusätzlich 750 Euro als Prämie für den zweiten Platz. Bei der Teilnahme im Jahr 2008 steckten die Büsbacher die Prämie für den zweiten Platz in eine „Planungswerkstatt“. 25 Bürger setzten sich ein Wochenende zusammen und überlegten unter fachlicher Anleitung, wie sie ihr Dorf attraktiver machten könnten. Heraus gekommen sind zahlreiche Wünsche und Vorschläge. Seinerzeit fehlte allerdings das Geld in der Stadtkasse, ein professionelles Konzept für die Umsetzung dieser Wünsche erstellen zu lassen. Das soll nun nachgeholt werden. „Wir brauchen ein Gesamtkonzept“, betont Günter Dahmen.

Bald auf dem Tisch

Und er ist sicher, dass dieses Konzept im kommenden Jahr auf dem Tisch liegen wird. Mit Vorschlägen für die Neugestaltung des Dorfmittelpunktes von Büsbach sowie der Verschönerung von Bischofstraße, Galmeistraße und Konrad-Adenauer-Straße. Dazu wird nicht nur die einheitliche Pflasterung dieses zentralen Ortsbereiches gehören. Es wird großzügige Querungshilfen für Fußgänger und mehr Grün geben. Vor 2017 sei die Neugestaltung sicher nicht abgeschlossen so Dahmen. Ob sich Büsbach in drei Jahren wieder am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ beteiligen werde, sei deshalb heute noch offen. Auch wenn es beim Wettstreit natürlich hauptsächlich um das Leben im Dorf und das „Füreinander Einstehen“ gehe. Die Prämie für den zweiten Platz werde man der IG Büsbach zur Verfügung stellen, so Dahmen.

Jochen Emonds, der der Jury in Vicht das Konzept des geplanten Dorfladens vorgestellt hatte, ist mit dem dritten Platz von Vicht ebenfalls zufrieden. „Beim vorherigen Mal sind wir auf dem 7. Platz gelandet, jetzt wurden wir schon Dritter.“ Im Südkreis sei es natürlich immer schwer, gegen Kommunen wie Mützenich, die mehrfach den Titel des Golddorfes geholt hätten, anzutreten. Aber immerhin sei beim diesjährigen Wettbewerb deutlich geworden, welche Aufbruchstimmung in Vicht herrsche. Und natürlich werde man in drei Jahren einen neuen Anlauf im Wettbewerb nehmen.

André Hennecken und sein Team hatten die Jury durch Breinig geführt. Gut zwei Stunden lang hatten sie dem Gremium die Entwicklung Breinigs vorgestellt. Angefangen von einer geplanten Mensa, die von Kindergartenkindern und Senioren gemeinsam genutzt werden soll über das neue Sportzentrum, Flora und Fauna am Schlangenberg bis hin zum Jakobsweg, zur einzigartigen Kunstroute und das Umfeld um die Kirche, das durch besonderes Engagement der Einwohner von Breinig entstanden ist. „Belohnt“ wurde der informative Rundgang mit dem fünften Platz im Wettbewerb. „Man glaubt, die Jury hat noch den alten Wettbewerb Unser Dorf soll schöner werden im Kopf“, zeigt sich Hennecken etwas enttäuscht. Dabei gehe es längst nicht mehr um schöne Blümchen im Vorgarten, sondern um das Entwicklungspotenzial eines Dorfes. Auch Breinig wird eine Aufwandsentschädigung von 500 Euro und einen Fahrradständer bekommen. Ist das Motivation für eine neue Teilnahme in drei Jahren? Hennecken: „Wir haben drei Mal teilgenommen, sind Siebter, Vierter und jetzt Fünfter geworden. Da ist vielleicht eine Grenze erreicht.“

Kunibert Matheis war mit seinem gesamten Team vom Donnerberg bei der Bekanntgabe der Gewinner im Kreishaus. Und ist begeistert, im ersten Anlauf gleich den fünften Platz für den Donnerberg geholt zu haben. „Wir sind rundum zufrieden.“

Kunibert Matheis wartet nun auf die schriftliche Bewertung der Jury, die jedem Teilnehmer in den nächsten Tagen zugeht. „Dann werden wir genau sehen, was wir noch verbessern können.“ Der Donnerberg werde auf jeden Fall in drei Jahren einen neuen Anlauf im Wettbewerb nehmen. Und dann vielleicht neue Schwerpunkte setzen. Matheis: „Wir haben zum Beispiel unseren Bauern, der mit den Schulen zusammen arbeitet, noch gar nicht vorgestellt.“

Matheis ermuntert jedes Dorf, sich am Wettbewerb zu beteiligen: „Allein was sich dabei an Gemeinsamkeit im Dorf findet, ist bemerkenswert.“(oha)

 

„Man kann nur jedes Dorf ermuntern, sich am Wettbewerb zu beteiligen.“

Kunibert Matheis,
Donnerberg

Di

16

Sep

2014

SG kann jetzt Mitgift auspacken


Freuen sich mit den ersten Mustern, dass in Gressenich aus Asche Kunstrasen wird (v.l.): Sportamtsleiterin Petra Jansen, Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier, SG-Vorsitzender Axel Wirtz, die Projektbeauftragten Horst Nippa und Harald Rüttgers, der designierte Technische Beigeordnete Tobias Röhm und Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt 

Stolberg-Gressenich. Fünf Jahre nach der Hochzeit kann am Bovenheck so langsam die Mitgift ausgepackt werden. „Als wir uns 2008 verlobt hatten, gab es bereits erste Überlegungen zum Kunstrasen“, bekennt Vorsitzender Axel Wirtz. Ein Jahr später stehen der FC Adler Werth und der SV Gressenich vor dem Traualtar. Seitdem adressiert das glückliche Ehepaar als Spielgemeinschaft Stolberg mit zwei Anschriften: Rasenstadion Werth und Tennenplatz Gressenich. Jetzt können die Blaugelben auch den zweiten Teil ihres Hochzeitsversprechens realisieren.

Förderbescheid überreicht

Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier bringt den Bewilligungsbescheid über den städtischen Zuschuss in Höhe von 250 000 Euro mit großem Gefolge nach Gressenich. Tobias Röhm wird sich als designierter Technischer Beigeordneter in Zukunft mit dem Kunstrasenplatz beschäftigen, Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt und die neue Sportamtsleiterin Petra Jansen haben schon reichlich Asche in Gressenich geschnuppert und bleiben weiter am Ball, damit die Ehe der SG auch weiterhin glücklich verläuft.

„Fast hätten wir schon vor vier Jahren mit dem Kunstrasen angefangen“, schmunzelt Wilfried Holten. Damals hatte sich die noch überschaubare Jugendabteilung mit einem Kurzfilm bei einem Wettbewerb der Sparkasse beteiligt. Fußballkinder vor dem gesperrten Rasenplatz und auf der matschigen Asche machten deutlich: „Wir wollen einen Kunstrasenplatz haben!“ Das wurde zwar mit einem Preis honoriert, aber die Prämie konnte nur einen kleinen Grundstock bilden auf dem langen Weg zum Grün aus Kunststoff.

Der ist dennoch von deutlichen Erfolgen markiert. 2007 zählte die Jugendabteilung in Werth drei Kinder, erzählt Holten den vielen Besuchern im mit Zeitungsartikeln und Plänen geschmückten Vereinsheim. Doch mittlerweile hat die Spielgemeinschaft auch mit Blick auf das Kunstrasenprojekt jede Menge Boden gut gemacht und auch Jugendliche aus der Umgebung gebunden – trotz der großen Konkurrenz in der Nachbarschaft. 99 Jugendliche kicken in der G-, F-, E-, D- und C-Jugend; hinzu kommen C-Juniorinnen. Der Nachwuchs-Unterbau steht und gedeiht. Und in der Kreisliga A präsentiert sich die SG als bester Club in der Kupferstadt – durchaus mit Bezirksliga-Ambitionen. Beste Voraussetzungen also für eine glückliche Fußballer-Ehe, die in ihrem sechsten Jahr die Mitgift auspackt.

Denn die Wintersaison wird noch auf der Asche absolviert. Mit den Frühblühern soll der Spiel- und Trainingsbetrieb wieder ins lauschige Werther Stadion wandern. Dann haben Harald Rüttgers und Horst Nippa als Projektbeauftragte freie Hand, die Asche zu begrünen.

Jede Menge Vorbereitungen und Überlegungen sind bereits gelaufen. Zunächst muss die alte Asche weg und eine neue Ringdrainage her. Die Asche ist untersucht und soll vor Ort aufbereitet werden; die belastete Körnung unter 0,8 Millimeter wandert zur Deponie. Und ein Anschluss für die Wasserentsorgung ist auch schon vorhanden, plaudert Nippa aus dem „Nähkästchen“. Inklusive Coaching- und Auslaufzonen soll der neue Platz 66 mal 101 Meter messen. Wenn die Vorbereitungen am Untergrund abgeschlossen sind, wird der Plastikuntergrund in wenigen Wochen ausgerollt und mit Granulat gefüllt sein können. Ein erstes Kunstrasen-Gefühl davon vermitteln bereits kleine grüne Muster mit aufgesetzten Bällen, die im Vereinsheim ausliegen.

Der Eingang am Bovenheck bleibt, aber eine kleine Tribüne soll das bestehende Hüttendorf am Spielfeldrand ergänzen und seinen Teil zum Lärmschutz für die Nachbarschaft beitragen. „Wir werden alles unternehmen, um unsere gute Nachbarschaft zu pflegen“, verspricht Axel Wirtz. Die Umzäunung wird verbessert, das Umfeld des neuen Platzes soll attraktiver gestaltet und das Parkplatz-Problem in den Griff bekommen werden. Jede Menge Eigenleistung kommt auf die ambitionierte Spielgemeinschaft zu. Da darf der Hinweis des Vorsitzenden an Gönner und Mitglieder nicht fehlen, dass die Blau-Gelben mit dem Budget von 100 000 Euro wohl nicht auskommen werden, um alle Wünsche Realität werden zu lassen. Aber wie das nun einmal in einer jungen Ehe so ist, kann man mache Träume auch nur peu á peu anpacken.

Voller Vorfreude ist jedenfalls auch eine Nachbarin: Hildegard Lüttecke, die Leiterin der Gressenicher Grundschule, gratuliert schon einmal zur Mitgift und freut sich darauf, dass auch ihre Kinder einmal auf dem Kunstrasen kicken dürfen.

Di

16

Sep

2014

Büsbach holt im Wettbewerb den zweiten Platz


Stolberg-Büsbach überzeugte die Jury und landete am Ende auf dem zweiten Platz. Mit Vertretern des Ortes freute sich Bürgermeister Tim Grüttemeier (2.v.r.) bei der Übergabe der Urkunde. Links im Bild Städteregionsrat Helmut Etschenberg, rechts Sparkassen Chef Hubert Herpers. 


Stolberg-Vicht holte Platz 3 sowie einen Sonderpreis für besondere Aufbruchstimmung im Dorf. Fotos: Nina Krüsmann 

Stolberg/Aachen. Für die Stolberger Dörfer war die freudige Überraschung am Samstagnachmittag groß: Unter insgesamt 24 Teilnehmern im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ konnten im Nord- beziehungsweise Südbereich insgesamt vier Platzierungen erzielt werden: Stolberg-Büsbach erzielte im Norden Platz 2, Stolberg-Vicht im Süden Platz 3 sowie einen Sonderpreis für besondere Aufbruchstimmung im Dorf. Auf Rang 5 landeten im Norden Donnerberg und im Süden Breinig. Bürgermeister Tim Grüttemeier freute sich sichtlich, für so viele Siegerfotos auf die Bühne geholt zu werden. Auch wenn es nicht für den ganz großen Sieg reichte.

Groß war der Jubel dann, als Moderatorin Ruth Röhlen schließlich die Sieger verkündete: Im Nordbereich der Städteregion Aachen machte Linden-Neusen mit insgesamt 524 von maximal 600 Punkten mit Herz und Verstand das Rennen. Monschau-Mützenich holte im Südbereich der Städteregion Aachen mit insgesamt 574 von maximal 600 Punkten Gold. Bei der Abschlussveranstaltung mit Bekanntgabe der Sieger im Haus der Städteregion in Aachen war großer Bahnhof angesagt.

Und Organisatorin und Moderatorin Ruth Röhlen machte es durchaus spannend: Erst nach rund anderthalb Stunden durften die Linden-Neusener und die Vertreter aus Monschau-Mützenich, aufs Treppchen. Den glücklichen Siegern überreichten Städteregionsrat Helmut Etschenberg und Sparkassen-Chef Hubert Herpers nicht nur eine Urkunde, sondern auch einen Scheck in Höhe von 1500 Euro. Der Sonderpreis „Landwirtschaft“ geht ebenfalls nach Linden-Neusen und Monschau-Mützenich, belohnt die vorbildliche Arbeit in diesem Bereich und könnte zum Beispiel der Gestaltung eines großen Hof-Festes dienen.

Städteregionsrat Helmut Etschenberg, selbst wohnhaft im nordwestlichen Teil von Monschau in Konzen, freute sich mit den Sieger und stellte fest, wie schön das Leben auf dem Dorf sei: „Ich fühle mich auf dem Land sehr wohl, man kennt sich, nimmt am Leben der Gemeinschaft teil, hat eine große Vielfalt an Vereinsaktivitäten, setzt sich gemeinsam zum Beispiel für Kindergärten, Schulen und Kirche ein.“ Nicht zuletzt die Nähe zur Natur und die fröhlichen Feste hätten ihren besonderen Reiz. „Und was wir mit dem Wettbewerb bezwecken möchten ist, dass die Dörfer selbstbewusst agieren, sich ihrer Qualitäten bewusst sind. Der Sieg gibt hierbei einen großen Motivationsschub“, betonte Etschenberg. Gänsehautmomente, klirrende Gläser beim anschließenden Sektempfang und auch ein paar fröhlich-feuchte Augen gaben ihm recht.

Damit hat die diesjährige Aktion „Unser Dorf hat Zukunft“ ihr Ende gefunden. In den zurückliegenden Wochen war die Jury des Wettbewerbes durch die gesamte Städteregion gereist und hatte sich die Dörfer angesehen, die sich für den Wettbewerb angemeldet hatten. Für jeden Aspekt des Wettbewerbs war ein Jury-Mitglied zuständig. Für die Bewertung des Zusammenhalts im Dorf, für die Architektur und auch für die Entwicklung der Landwirtschaft. Nach Stolberg musste die Jury gleich an vier Tagen anreisen. Jedes Mal gab es gut zwei Stunden Zeit, das Dorf im jeweiligen besten Licht vorzustellen. Vor allem aufzuzeigen, wie sich der Ortsteil in den vergangenen Jahren entwickelt hat. So wurde die Jury in Breinig zuerst zum alten Aschen-Sportplatz geführt und dann zum modernen Sportzentrum mit Rasenplatz, Tribüne und demnächst mit Kunstrasenplatz. Auf dem Donnerberg wurde das künftige neue Wohngebiet vorgestellt, in Büsbach die Pläne für die Neugestaltung des Ortskerns. In Vicht beeindruckte die Jury vor allem das Vorhaben, einen eigenen Dorfladen auf die Beine zu stellen.

Dass es nicht für den ersten Platz gereicht hat, sollte die Stolberger Teilnehmer nicht entmutigen. Sie sind durch den Wettbewerb noch enger zusammen gerückt und können einen neuen Anlauf nehmen, wenn es in drei Jahren wieder heißt: „Unser Dorf hat Zukunft“.

„Wir möchten bezwecken, dass die Dörfer selbstbewusst sind.“

Helmut Etschenberg,
Städteregionsrat

Di

16

Sep

2014

Stolberger präsentieren sich als Einkaufsstadt


Die heimische Küche bleibt geschlossen: Die Stadtparty bietet zahlreiche Leckereien auch aus der türkischen Küche. 


Einige Geschäfte warten am verkaufsoffenen Sonntag mit besonderen Aktionen für die Besucher der Stadtparty auf. Fotos: Heike Eisenmenger  

Stolberg. Die heimische Küche bleibt am Wochenende kalt: Es ist Zeit für die Stolberger Stadtparty! Dort bieten sich zahlreiche Gelegenheiten, um den knurrenden Magen zu seinem Recht zu verhelfen.

Wer gerne Erbsensuppe mag, sollte am Bastinsweiher vorbei schauen: Dort postiert sich die Karnevalsgesellschaft „Erste Große“ mit ihrer mobilen Gulaschkanone und verteilt gegen Bares Erbsensuppe. Der Erlös ist für einen guten Zweck.

Ein Geheimtipp ist der Stand der türkischen Moschee an der Rathausstraße: Dort werden preiswert traditionelle Speisen aus der Türkei feilgeboten. Unbedingt dazu gehört ein Glas Tee mit viel Zucker.

Nicht kochen zu müssen, sondern einfach einen schönen Tag mit seinen Lieben zu verbringen: Dafür ist das dreitägige Event von Freitag bis Sonntag, 12. Bis 14. September, wie gemacht.

Das große Feuerwerk am Kaiserplatz startet um 21 Uhr

Im Rahmen des Festes ist auch ein verkaufsoffener Sonntag angesetzt, der um 13 Uhr beginnt und um 18 Uhr endet. In dieser Zeit beteiligen sich auch einige Geschäfte mit Aktionen, das heißt, sie haben nicht nur geöffnet, sondern demonstrieren ihr Können oder verwöhnen die Kunden mit Extraleistungen. Am Sonntagabend wird Stolberg funkeln: Um 21 Uhr wird das Feuerwerk der EWV auf dem Kaiserplatz gezündet.

Doch nicht nur die Geschäfte laden zum Bummeln ein: Auch eine Trödelmeile in der Innenstadt wird viele Besucher anziehen. Freunde der Kunst kommen ebenfalls nicht zur kurz: Auf dem Hammerberg lädt wie immer Birgit Engelen ein. Immer wieder ein Selbstläufer ist das Schmiedefest, das Samstag und Sonntag stattfindet. Dabei wird der Jugendwettbewerb um den Matthias-Peters-Gedächnis-Pokal ausgetragen. Programm und Fahrplan der Euregiobahn im Netz unter www.stolberg.de

Di

16

Sep

2014

Stolberg wird unter die Lupe genommen


Bürgermeister Tim Grüttemeier möchte sich in allen Schulen der Stadt persönlich vorstellen – jetzt war die Grundschule Grüntal an der Reihe. Foto: L. Franzen 

Stolberg. Ein lang gezogenes „guten Morgen“ schallt durch den Musikraum der Grüntalschule, als der Besuch aus dem Rathaus eintritt. Im Gegensatz zu den Viertklässlern lassen sich die drei ungewohnten Gäste gewissermaßen als „i-Dözchen“ bezeichnen. Petra Jansen ist die neue Leiterin des Amts für Schule, Kultur, Sport und Tourismus, Jochen Emonds (CDU) neuer Schulausschuss-Vorsitzender und Tim Grüttemeier neuer Bürgermeister. Bis zu den Herbstferien wollen „die Neuen“ alle Schulen der Kupferstadt persönlich besuchen. Die Grundschule Grüntal ist als dritte Einrichtung an der Reihe.

Bevor der Verwaltungschef und seine Begleiter Platz nehmen, um sich den Fragen der neugierigen Grundschüler zu stellen, haben sie sich in kleinerer Runde auf größeren Stühlen ausgetauscht. Mit Brigitte Knauff-Kirch, die gemeinsam mit Elvi Keus und Ilona Froitzheim die Geschicke der Schule seit knapp einem Jahr kommissarisch leitet, ging es um das Sprachförderkonzept „Deutsch als Zweitsprache“, Kapazitätsgrenzen, den offenen Ganztag, Wochenend-Vandalismus auf dem Schulhof und Inklusion. „Wir möchten uns in unseren neuen Funktionen persönlich vorstellen“, erklärt der Bürgermeister. Vor Ort erlebe man die Situation ganz anders, als sie sich in Zahlen darstelle, fällt das Zwischenfazit positiv aus.

Eine andere Wortwahl gilt es hingegen einzuschlagen, wenn sich Grüttemeier den Fragen der kleinsten Bürger stellt, deren Unterrichtsbeteiligung in dieser Schulstunde wohl mit einer glatten Eins bewertet worden wäre. Kaum haben Grüttemeier und seine Begleiter Platz genommen, schnellen auch schon die ersten Arme in die Luft. Die „Lonis“ und „Tigerenten“, so die Namen der Klassen 4 A und 4 B, löchern den Bürgermeister mit Fragen nach seinem Alter, seinem Geburtsort und der Fußballmannschaft, die er favorisiert. Und nahezu alle Jungs zeigen auf, als Grüttemeier fragt, wer in einem Fußballverein angemeldet sei. Apropos Fußball: „Kannst du uns zwei Fußballtore auf den Kaiserplatz oder den Schulhof stellen?“, fragt ein Schüler. „Das machen wir“, lautet prompt die Antwort. Und wie viele Fabriken gibt es in Stolberg? Hier muss Grüttemeier raten: „Ich schätze, 15 große Fabriken.“ Damit sind die Viertklässler mitten in ihrem aktuellen Thema: ihre Heimat Stolberg. Die Idee dahinter ist, einen Bezug zum Alltag und der täglichen Umgebung der Schüler herstellen, wie Brigitte Knauff-Kirch, Klassenlehrerin der „Lonis“, erklärt. „Wir beschäftigen uns mit der Industrie, den Schmelzöfen, den Bodenschätzen und Kupfermeistern“, erzählt die Lehrerin, die mit ihrer Klasse bald Burg und Altstadt unter die Lupe nehmen möchte. Intensiv werde auch mit der Broschüre der Stolberger Bürgerstiftung, „Stolberg – unsere Heimat“, gearbeitet, lobt sie die Initiative. „Wir nutzen sie als Lesebuch, und auch nach dem Thema bleibt sie bei den Familien“, sieht Knauff-Kirch ihre Schule beim Unterrichtsthema „Stolberg“ gut aufgestellt.

 

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Di

16

Sep

2014

Rat verwandelt zwei weitere Elfmeter auf Kunstrasen


Mehr Möglichkeiten für Spiel und Training in Münsterbusch: Im Stadion Glashütter Weiher wird der Rasenplatz ergänzt durch eine Kunstrasenanlage auf dem heutigen Tennenplatz sowie ein Kleinspielfeld zwischen Grillhütte und Beachvolleyball-Anlage.Grafik: H.-G. Claßen/Foto: J. Lange 

Stolberg. Die Entscheidung fiel gestern Abend in beiden Punkten mit breiter Mehrheit: Der FC Stolberg und die SG Stolberg erhalten einen Zuschuss der Stadt für ihre Kunstrasenprojekte. Damit kann die Anzahl der als zeitgemäß betrachteten Plätze in der Kupferstadt auf vier Spielfelder ansteigen.

Grundsätzliche Bedenken meldeten lediglich Grüne und Linke an. Die Verletzungsgefahr auf Kunstrasen sei für Spieler größer, argumentierte Dina Graetz. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen monierte aber vor allem, dass „in einem Dutzend Jahren die Kunstrasenplätze erneuert werden müssen“. So werde der Unterhaltungsaufwand auf spätere Jahre verschoben. Und egal ob Kunst- oder richtiger Rasen, das ehrenamtliche Engagement in den Vereinen habe mit der Beschaffenheit des Platzbelages nichts zu tun, hielt Graetz der Laudatio von Jochen Emonds entgegen. Der CDU-Vorsitzende hatte ausgemacht, dass sich mehr Menschen rund um Fußball engagierten, wenn einem Verein ein Kunstrasenplatz zur Verfügung steht.

Der VfL Vichttal nutzt einen solchen auf dem Dörenberg bereits seit vier Jahren. Beim SV Breinig sind an der Schützheide die Arbeiten im vollen Gange. Zur Wintersaison soll die neue Anlage mit einem großen und einem kleinen Spielfeld genutzt werden können. Noch im November möchte der FC Stolberg mit den vorbereitenden Arbeiten im Stadion Glashütter Weiher beginnen und die neuen Rasenbahnen im Frühjahr dort ausrollen, wo der bisherige Tennenplatz am Rande der Kesselschmiede ist. Sie sollen so markiert werden, dass das 75 mal 112 Meter große Spielfeld in Querrichtung auch den Anforderungen der E- bzw. D-Jugend entspricht. Ein weiteres 38 mal 18 Meter messendes Kleinspielfeld soll zwischen Grillhütte und der Beachvolleyball-Anlage seinen Platz finden. Details präsentiert der FC auf einer öffentlichen (Mitglieder-)Versammlung am 1. Oktober.

In Gressenich wird die Spielgemeinschaft den Aschenplatz noch über die Wintersaison für den Spiel- und Trainingsbetrieb nutzen. Dieser wechselt, sobald es das Wetter im kommenden Jahr zulässt, in das Rasenstadion in Werth. Dann kann im Frühjahr der Tennenplatz am Bovenheck in eine 66 mal 110 Meter große Kunstrasenanlage umgebaut werden – ein Standort, den Hans Emonds für wenig geeignet hält, weil es zwischen Sportplatz und Wohnbebauung zu Lärmschutzkonflikten kommen könne. Deshalb enthielt sich das UWG-Ratsmitglied.

Die aus dem SV Gressenich und dem FC Adler Werth entstandene Spielgemeinschaft unterstützt die Stadt – ebenso wie seinerzeit den VfL – mit einem Zuschuss in Höhe von 250 000 Euro. Dem aus Fusionen des Stolberger SV mit der DJK Frisch-Froh und dem SC Münsterbusch entstandene FC Stolberg werden 500 000 Euro gewährt.

Finanziert werden die Ausgaben aus den Erlösen des Verkaufs der städtischen Flächen im Bereich der ausgedienten Breiniger Aschenplätze an die Stolberger Bauland GmbH. Die SBG zahlte dafür zwei Millionen Euro. Von den Einnahmen wird der Breiniger Spielverein mit 900 000 Euro gefördert. Nach Abzug der Zuschüsse für SG sowie FC und unter Berücksichtigung der Buchwerte verbleiben rund 187 000 Euro zur Verbesserung der Haushaltslage.

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So

14

Sep

2014

Stolberg, eine Stadt zum Verweilen


An den drei Tagen der Stadtparty zog es mehrere Tausend Besucher ins Stolberger Zentrum. Sie konnten ein buntes Programm aus Musik und Show sowie ein breites kulinarisches Angebot genießen.Fotos: R. Roeger 


Den Schmieden schaute man gerne bei ihrem Tun vor dem Rathaus über die Schulter. 


Vor dem Möbelhaus Kaesmacher im Steinweg sorgte ebenfalls eine Band für Unterhaltung. 


Clownerike traf mit ihren Späßen wieder einmal genau den Nerv den jungen aber auch der alten Zuschauer auf dem Kaiserplatz. 


Am Sonntag lockte die Trödelmeile in die Salmstraße. Hier wurde ordentlich gefeilscht. 


Am Sonntag trafen sich zahlreiche Oldtimerfans vor dem Museum Zinkhütter Hof. 

Stolberg. Musik, gute Laune und leckere Düfte - die Stolberger Stadtparty zog am Wochenende etliche tausend Besucher in die Stadt. Auf zahlreichen Plätzen wurde ein buntes Programm geboten. Für jeden Gast war etwas dabei.

Offiziell begonnen hatte die Stadtparty am Freitagabend, als Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier von der Bühne aus mit einem Glas Sekt den Zuschauern auf dem Kaiserplatz zuprostete. The Rockin Five sorgten mit ihren Oldies für die musikalische Untermalung. So richtig gefüllt war der Platz dann, als „Carlos“ in die Saiten seiner Gitarre griff. Der TV-bekannte Sänger und Gitarrist mit spanischen Wurzeln und Wohnsitz im benachbarten Eschweiler hatte wohl reichlich seiner Fans aus Stolberg mitgebracht. Gewohnt temperamentvoll ließ der 41-Jährige Hits aus vier Jahrzehnten erklingen.

Der Kaiserplatz gehörte am Samstag den Bands Melro‘s Plays und HeartRock. Die Jüngsten brachte Clownerike mit ihren Späßen in Stimmung. Im Burghaus lud die KG Fidele Zunfthäre zu Musik und Überraschungen ein, auf dem Steinweg war die Aktionsbühne vor dem Möbelhaus Kaesmacher aufgebaut. Hier gab es Livemusik, außerdem präsentierten die Autonome Künstlergruppe im Haus Patio eine Auswahl ihrer Werke.

Oldtimertreffen

Auch auf der Frankentalwiese wurde Livemusik geboten. Vor der Stadthalle konnten die Kinder eine nostalgische Schiffsschaukel besteigen, auf dem Bastinsweiher verfolgen, wie die Modellboote ihre Bahnen durchs Wasser zogen. Der Skulpturengarten am Hammerberg war zwar weniger besucht, doch wer den Weg zu den Kunstwerken fand, hat es sicher nicht bereut. Der Sonntag bot den Besuchern der Stadtparty weitere Attraktionen. So gab es besondere Führungen durch die Stolberger Burg. Außerdem trafen sich die Freunde von Oldtimer-Fahrzeugen am Museum Zinkhütter Hof. Von der „Ente“ über die „Isetta“ bis zum alten Porsche war alles vertreten. Auf der Salmstraße hatten im Rahmen eines Trödelmarktes viele Anbieter ihre Angebote ausgebreitet. Darunter waren neben getragener Kinderkleidung auch etliche Hirschgeweihe zu erstehen. Auf der Bühne am Bastinsweiher erklangen erneut Hits der deutschen Hitparade, während die Zuhörer sich eine leckere Currywurst schmecken ließen. Der Disco-Hit „Ein Stern, der deinen Namen trägt“, wehte quasi von der Salmstraße bis zum Kaiserplatz aus zahlreichen Lautsprecherboxen.

Die Stolberger Prinzengarde versorgte alle, die wollten, mit selbst gemachter Erbsensuppe. Kinder konnten Enten Angeln oder mit Pfeilen auf Luftballons werfen. Ihre Eltern ließen sich derweil aktuelle Fluggeräte der Bundeswehr oder auf der Automeile die aktuellen neuesten Fahrzeugmodelle erklären. Die Geschäfte im Zentrum öffneten am Sonntagnachmittag, viele stellten auch Bänke und Tische vor ihr Geschäft, um dort ihre Waren gleich an Mann oder Frau zu bringen.

Vor dem Rathauseingang zog die Präsentation der Schmiede viele Wissbegierige an, die den Handwerkern über die Schulter schauten. Im Steinweg stellte ein Friseur seinen „Behandlungsstuhl“ nach draußen und fand durchaus „Freiwillige“, die sich unter den Augen zahlreicher Zuschauer die Haare schneiden ließen. Haarbüschel um Haarbüschel segelte auf das Gehwegpflaster. Da das Wetter mitspielte, war die Stadt an allen drei Partytagen gut gefüllt. Die Veranstalter wird es freuen. Eine Neuauflage der Party ist damit wohl gesichert.

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Mi

10

Sep

2014

Vicht hat die größten Siegchancen


In den Räumen des künftigen Dorfladens macht sich die Jury fleißig Notizen.Fotos: O. Hansen 


Nach der Planwagenfahrt wurde die Jury vor dem Pfarrheim von den Kindern der Kita Mäuseburg mit einem Lied begrüßt. 

Stolberg. Wenn ein Ort große Chancen hat, den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ auf Ebene der Städteregion zu gewinnen, dann ist es Vicht. Zum Abschluss ihres Rundgangs durch den Stolberger Stadtteil zeigte sich die Jury jedenfalls tief beeindruckt. „Das haben wir so noch nicht erlebt“, war die einhellige Meinung der Bewerter.

Begonnen hatte der Rundgang durch Vicht am Sportzentrum mit dem neuen Kunstrasenplatz. Thorsten Meier vom Vorstand des VfL Vichttal führte die Gäste über die Anlage. „Wir haben seit der Fusion von VfL Zweifall und VfL Vicht zum VfL Vichttal im Jahr 2008 alles richtig gemacht“, betonte Meier. Und das sei nicht nur an der Sportanlage mit Franz-Harpers-Platz und „Zweifaller Hütte“ sichtbar. „Unsere Jugendabteilung hat derzeit 18 Mannschaften, in der mehr als 300 Kinder spielen“, so Meier. Eine Halle mit einem 15 x 30 Meter messenden Kunstrasenboden soll das Angebot für die etwa 700 Mitglieder des Fußball-Landesligisten komplettieren.

Vom Sportplatz ging es für die Jury bei einer Planwagenfahrt rund um den Ort. Am Pfarrheim wurde die Jury von Kindern der Kita Mäuseburg mit einem Lied empfangen. Unter das Motto „Oss Veet – Mie Dörp“ hatten die Vichter einen Bildervortrag gestellt. Die Brauchtumspflege für die älteren Bürger kam genau so zur Sprache wie die Disco und der Kindertreff für die jüngeren Vichter. Rudi Dreuws vom Pfarrgemeinderat erinnerte an die Vichter Nachmittage, bei denen sich jedes Mal rund 100 Besucher im Pfarrheim zusammen finden. Zweimal im Jahr geht es auf Ausflugstour. Der Arbeitskreis Naturschutz verwies darauf, dass Vicht umgeben ist von Natur. Und da muss man gelegentlich mit anpacken: Viele Vichter, auch Kinder, helfen dabei, dass die Kröten sicher über die Straßen zu ihren Laichplätzen gelangen. Man hält zusammen, niemand wird ausgeschlossen. Karl Lüttecke von der Vichter Dorfgemeinschaft erinnerte an Prinz Henning (KG Vicht). Der junge Mann mit Down-Syndrom regierte in der Session 2011/2012 die Vichter Jecken und eroberte ihre Herzen im Sturm. Ein einmaliges Erlebnis für den Narrenherrscher war das Konzert mit den Höhnern, bei dem er auf die Bühne gebeten wurde. Lüttecke: „Das ist ein Beispiel für gelebte Inklusion. Wir sind alle Vichter, ob mit oder ohne Handicap!“

Dass Vicht mit eigener Homepage (www.schoenes-vicht.de) im Internet vertreten ist, ist ja schon keine Besonderheit mehr. Allerdings schon die hohe Zahl der Zugriffe auf die Seiten, nicht nur aus Vicht, sondern selbst aus Brasilien, Ruanda oder Bagdad. Seit 41 Jahren sammelt man im Ort Spenden für Projekte in aller Welt. Zuletzt war allerdings spontane Hilfe vor der eigenen Haustüre erforderlich. Das Hochwasser nach dem „Jahrhundertregen“ machte die Hilfe für Bewohner eines Vichter Seniorenheims erforderlich. Der Rundgang mit der Jury durch Vicht, vorbei an der neuen Kreuzanlage, endete in den Räumen, in denen am 29. September der Vichter Dorfladen eröffnet werden soll. Nachdem unlängst das letzte Geschäft im Ort geschlossen worden war, wollen die Vichter nun einen eigenen Dorfladen eröffnen. Mit Café, Bäckerei, Metzgerei, Lotto-Annahmestelle und Post-Filiale. Jochen Emonds stellte den Gästen das Projekt von der Idee über die Bedarfsanalyse bis zur baldigen Eröffnung vor. Eine hauptamtliche Verkaufskraft wird in dem Laden tätig sein, daneben haben sich mehr als 70 Einwohner und Einwohnerinnen gemeldet, die beim Betrieb des Ladens helfen wollen. Bei der Sammlung von Spenden, mit denen die Einrichtung finanziert werden soll, waren fast 40 000 Euro zusammengekommen. „Schon allein die vielen Spender, werden uns helfen, den Laden langfristig zu halten“, zeigte sich Jochen Emonds optimistisch.

Natürlich hatte die Jury bei ihrer Abschlussbesprechung denn auch besonders den Dorfladen im Blick. „Der Einsatz hat sich gelohnt. Vor allem, weil die Menschen konkret angesprochen wurden. Das ist einzigartig“, so das erste Fazit. Gelobt wurde auch, dass man in Vicht „junge und alte Menschen, Behinderte und gering Bemittelte im Blick“ habe. „Überall, wo Not ist, wird geholfen. Das ist einfach klasse!“ Die Sauberkeit im Ort wurde ebenso gelobt. Da Vicht durch die Durchgangsstraße geprägt werde, könne nicht viel zusätzliches Grün her (eine Allee macht keinen Sinn). Nur der kahle Kiesplatz vor dem Sportplatz müsse aufgewertet werden.

 

„Wir sind alle Vichter, niemand wird ausgeschlossen.“

Karl Lüttecke, Vichter Dorfgemeinschaft

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Mi

10

Sep

2014

Beste Stimmung mit kleinem Schönheitsfehler


Dieses Geschenk hat Tradition in der Kupferstadt: Bürgermeister Tim Grüttemeier überreicht den neuen Beigeordneten Tobias Röhm und Robert Voigtsberger (v.r.) je eine Flasche Els.Foto: J. Lange 

Stolberg. Die Stimmung ist eher familiär an diesem Abend im Rathaus. Opposition, Mehrheit und Verwaltung plaudern bei einem Gläschen gut gelaunt über vergangene wie zukünftige Zeiten. Ein gutes Dutzend ehemaliger Ratsmitglieder inklusive seines Vorgängers Ferdi Gatzweiler hat Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier zu Beginn der Ratssitzung gewürdigt und mit einem Präsent verabschiedet, im Anschluss plaudern alte und aktuelle Parlamentarier quer durch die politischen Lager gut gelaunt über ihre Erlebnisse und bereiten den beiden neuen Beigeordneten ein warmes Willkommen.

In diesem Rahmen fallen die kleinen politischen Gegensätze aus der Gegenwart kaum ins Gewicht. Bei der auf Antrag der Grünen durchgeführten geheimen Wahl von Robert Voigtsberger (SPD) zum Ersten und Beigeordneten für Soziales sowie Tobias Röhm (parteilos) zum Technischen Beigeordneten gibt es mindestens einen Abweichler im christlich-sozialdemokratischen Mehrheitslager. Bei 43 anwesenden Stimmberechtigten (bei der CDU fehlten Michael Thomas und Hans-Gerd Braun) erhielten in getrennten Wahlgängen beide Bewerber jeweils 33 Ja- und 10 Nein-Stimmen. Die Opposition aus drei Fraktionen und drei Fraktionslosen kommt zusammen nur auf neun Ratsmitglieder.

Kritik geäußert hatten zuvor Grüne, FDP und Linke. Sie bezog sich, so betonten es alle Sprecher, nicht auf die Personen, sondern das vorangegangene Verfahren. „Sie hätten wenigstens den Schein wahren können“, vermisste Bernd Engelhardt (FDP) Transparenz bei der Stellenbesetzung durch die große Koalition. Mathias Prußeit (Linke) monierte einen Verstoß gegen die Gleichstellung, weil keine Frauen vorgeschlagen wurden, obwohl qualifizierte unter den Bewerbungen gewesen seien. Und Dina Graetz (Grüne) hatte dort sehr wohl Kandidaten mit der erforderlichen Laufbahnprüfung ausgemacht, die nun Voigtsberger noch ablegen muss. „Leute aus dem Haus wurden nicht berücksichtigt, und ein Parteibuch macht sich nach außen auch nicht gut“, so Graetz weiter.

Dem hielt der Bürgermeister entgegen, dass alle Fraktionen die Bewerbungen sichten und die Bewerber kennenlernen sowie selbst Vorschläge hätten unterbreiten können. Grüttemeier verhehlte aber auch nicht, dass die Besetzung der Beigeordneten-Positionen durch politische Wahlbeamte erfolge. Und die suche nun einmal letztlich die Mehrheit aus.

Damit steht das „Kabinett Grüttemeier“. Und das geht einher mit einem umfassenden Re­vi­re­ment der gesamten Führungsspitze im Rathaus – weniger mit einer personellen als vielmehr strukturellen Veränderung der Ämter. Rechtzeitig vor der Ratssitzung hatte am Vormittag der Personalrat seine Zustimmung zu der Besetzung der letzten beiden, intern ausgeschrieben Amtsleitungen gegeben. Der neue Geschäftsverteilungsplan und die Besetzung der Amtsleitungen erfolgte im Rat einstimmig.

Analog zur Wahl der Beigeordneten mit Wirkung zum 1. Januar 2015 fiel auch das Ergebnis ihrer befristeten Einstellung als angestellte Dezernenten vom 1. Oktober (Röhm) und vom 15. Oktober (Voigtsberger) bis Silvester aus. Zuvor nutzten die beiden neuen Beigeordneten die Gelegenheit zu einer kurzen Vorstellung vor dem Rat, in der sie ihren persönlichen Werdegang skizzierten.

Robert Voigtsberger (33), der als stellvertretender Sportdirektor des Deutschen Behindertenverbands noch in Aachen-Brand wohnt, möchte nach Stolberg übersiedeln, weil es „unerlässlich ist, am Puls des Lebens der Stadt, in der man Verantwortung trägt, auch zu leben.“ Schwerpunkte sieht er in der Umsetzung der Inklusion als gesamtgesellschaftliche Aufgabe sowie in einer Stärkung von Kultur und Tourismus auch unter dem Aspekt der Wirtschaftsförderung.

Tobias Röhm (36) stammt aus Mainz, hat ein „Venwegener Mädchen“ geheiratet und fühlt sich somit schon längst wohl in der Kupferstadt. Termin- und Kostencontrolling waren bereits während seiner Tätigkeit als Projektleiter der Bauunternehmung Hans Lamers Schwerpunkte, die „offensichtlich auch in Stolberg einer besonderen Aufmerksamkeit“ bedürfen.

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Di

09

Sep

2014

Großes Lob zu dieser Wahl


Hildegard Nießen ist die neue Ehrenamtsbeauftragte der Kupferstadt. 

Stolberg. Das Lob kam von allen Seiten, die Entscheidung war einstimmig: Hildegard Nießen ist zur ersten Ehrenamtsbeauftragten der Kupferstadt im Rat gewählt worden. „Es ist eine kluge Entscheidung, dass der Bürgermeister Hildegard Nießen für diese Aufgabe ausgewählt hat“, würdigte SPD-Fraktionsvorsitzender Dieter Wolf. Dabei meinte er nicht das Parteibuch seiner Genossin, sondern vielmehr die langjährige Erfahrung und das Engagement der 68-Jährigen in vielen politischen und ehrenamtlichen Ämtern. In vier Jahrzehnten Ratsarbeit hat Nießen die Strukturen in der Kupferstadt, ihre Hintergründe, Entwicklungen und Probleme, aber vor allem die Menschen, die sich vielfältig und unterschiedlich einbringen, kennengelernt. Ebenso hilfreich sind ihre Kontakte in Behörden auf allen Ebenen bis hinauf nach Düsseldorf, wo sie zehn Jahre Mitglied des Landtages war. In all den Jahren habe Hildegard Nießen auch stets den direkten Kontakt zu Bürgern und Vereinen gesucht, sprich das Ohr am Mund des Volkes gehabt. Beste Voraussetzungen bringt die Stolbergerin also mit, um „dem Ehrenamt einen höheren Stellenwert in der Kupferstadt“, so CDU-Fraktionsvorsitzender Jochen Emonds, „und neue Impulse zu geben“.

Bei Lippenbekenntnissen soll es mit der Berufung in das Ehrenamt als Ehrenamtsbeauftragte nicht bleiben. Denn es sei unerlässlich, weitere Bürger zu einem ehrenamtlichen Engagement zu bewegen, um vorhandene soziale, kulturelle und sportliche Strukturen in Stolberg zu bewahren. Dazu soll ein umfassendes Beratungs-, Informations und Marketingangebot aufgebaut werden.

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Fr

22

Aug

2014

Brachen sollen zu neuem Leben finden

 

Ein strategisches Kernstück: Dem Erweiterungsgelände von Saint Gobain und dem Areal der Feuerfeste Peters nahe dem Hauptbahnhof wird Bedeutung sowohl für die Wirtschaftsförderung wie auch für die Verkehrserschließung beigemessen.
Ein strategisches Kernstück: Dem Erweiterungsgelände von Saint Gobain und dem Areal der Feuerfeste Peters nahe dem Hauptbahnhof wird Bedeutung sowohl für die Wirtschaftsförderung wie auch für die Verkehrserschließung beigemessen.

Zumeist sind sie absolute Schandflecken im Stadtbild, Sorgenkinder für Anlieger wie für Eigentümer, und doch bieten sie ein erhebliches Potenzial: Brachflächen, einst industriell oder gewerblich genutzt, bietet die Kupferstadt reichlich. Trotz ihrer strategisch günstigen Lage scheiterte bislang eine Reaktivierung der Flächen und Gebäude aus unterschiedlichen Gründen. „Wir müssen alle Anstrengungen unternehmen, um diese Brachen wieder einer neuen Nutzung zuführen zu können“, hat Tim Grüttemeier dem Leerstand und Verfall den Kampf angesagt – sowohl aus Gründen des Stadtbildes wie auch der Wirtschaftsförderung.

 

Stolberg soll sich bewerben um die Aufnahme in den Flächenpool NRW: Dahinter verbirgt sich eine Initiatives des Landes zur Mobilisierung von Brachflächen. „Die unterschiedlichen Flächenbedarfe zu steuern und übereinzubringen, ist Aufgabe der Stadtentwicklung“, sagt Städtebauminister Michael Groschek. Die Brachflächen bieten „ein riesiges Potenzial, das es im Sinne einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Stadtentwicklung zu nutzen gilt“. Dabei biete das Land mit dem Flächenpool ein Verfahren an, das eine Reaktivierung im Konsens zwischen Stadt und Eigentümern anstrebe. Eine fachliche und neutrale Moderation soll dabei in einer ersten Findungsphase zwischen den unterschiedlichen Interessen vermitteln und Aktivierungschancen nebst deren Kosten ausloten.

 

Sind sich die Beteiligten grundsätzlich einig, sollen in einer zweiten Qualifizierungsphase konkrete Entwicklungschancen ausgearbeitet werden. In der dritten sogenannten Bindungsphase sollen konkrete Konzepte, erforderliche Untersuchungen, Bauleitplanung und vertragliche Regelungen abgestimmt und die Umsetzung angestoßen werden. Während die erste Phase kostenfrei ist, muss die Stadt für die zweite Phase einen Kostenanteil von bis zu maximal 21 000 Euro aufbringen. Der finanzielle Aufwand der dritten Phase ist abhängig von den individuellen Projekten. Der Ausschuss für Stadtentwicklung berät in seiner Sitzung am 4. September über die Initiative der Verwaltung.

 

Flächenpool kooperiert mit der NRW.Urban, dem Nachfolger der Landesentwicklungsgesellschaft, die in den 80er und 90er Jahren federführend war bei der Sanierung der Stolberger Altstadt, sowie mit der Bahnflächenentwicklungsgesellschaft des Landes.

 

Für die Bewerbung um die Aufnahme in den Flächenpool des Landes hat die Verwaltung die wohl gravierendsten acht Brachen mit einer Fläche von über 38 Hektar aufgenommen:

 

- Feuerfeste Peters / Saint Gobain Erweiterungsfläche: Sie umfasst mit 18,58 Hektar die größte Industriebrache im Stadtgebiet zwischen Inde, Münsterbach- und Probsteistraße. Während der Glasproduzent seine Erweiterungsfläche – auf dem Gelände des früheren Lokschuppens – im Wesentlichen nicht nutzt, stehen große Teile der Feuerfeste Peters leer. 1997 hatte die 1870 erbaute Fabrik für feuerfeste Produkte Konkurs angemeldet. Sie gilt in Stolberg als der Schandfleck schlechthin, was um so tragischer empfunden wird, weil das zerfallende Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft des Hauptbahnhofes an einer der wichtigsten Einfallschneisen der Kupferstadt liegt. Mehrfach hatten Politiker in der Vergangenheit eine Aktivierung der Flächen gefordert. Ihnen bescheinigen Stadtplaner großes Potenzial – insbesondere angesichts der unmittelbaren Nähe des Bahnanschlusses ebenso wie der Landesstraße 238. Bei der Entwicklung von Camp Astrid wurde vorgesehen, das Gewerbegebiet mit einer Brücke über die Rhenaniastraße und quer durch das Gelände direkt mit der Eschweilerstraße zu verbinden.

 

  • Gewerbepark Münsterbusch: Das 12 Hektar große Gelände wird nur teilweise durch Gewerbe genutzt. Großes Problem sind die Eigentumsverhältnisse und die Altlast des Haldenplateaus (wir berichteten in unserer gestrigen Ausgabe).
  • Zincoli-Gelände: Vier Hektar stehen zwischen Cockerill-, Mauerstraße und Schellerweg eigentlich bereit für die Ansiedlung eines Bau- und Gartenmarktes. Die von der Strabag als Investor bislang geplante zusätzliche Ansiedlung von Verbrauchermärkten wurde vom Stadtrat vor wenigen Monaten aber abgelehnt, weil dies eine Förderung der Reaktivierung der Innenstadt verhindern würde. Bis Ende des Jahres soll die Strabag nun mögliche Alternativen ausloten, die keine Auswirkungen auf die Innenstadt haben dürfen – die Chancen gelten als gering.
  • Fabrik Wimmer: Bis 2006 produzierte die pharmazeutische Fabrik Wimmer in Büsbach auf 1,2 Hektar Gummiprodukte. Von der Bischofstraße bis zum Lehmkaulweg erstreckt sich das nur noch teilweise genutzte Gelände, das von Wohnbebauung umgeben ist. Dieser Umstand gilt ebenso als eine Schwierigkeit für eine Reaktivierung des Areals wie früherer Bergbau. 2008 scheiterte der Vorstoß eines Projektentwicklers aus Baden-Württemberg, der einen Discountmarkt sowie Wohnbebauung errichten wollte.
  • Schleicher-Gelände: Klaus Schleicher hat wahrlich kein Glück gehabt mit seinen Versuchen, das 2005 durch die Konzentration des Stolberger Metallwerks frei gewordene Werksgelände an der Eisenbahnstraße zu vermarkten. Dabei hatte der Eigentümer bereits die Baugenehmigung für einen Discountmarkt als Ankermieter eines Fachmarktzentrums in der Tasche. Aber Netto sprang vor zwei Jahren kurzerhand ab, als der Kistenplatz wenige hundert Meter weiter als Einkaufszentrum entwickelt wurde. Zwischenzeitlich hatte der Stadtrat auch ein Veto eingelegt, als ein Spielcasino als weiterer Nutzer hinter der denkmalgeschützten Fassade des Werkes einziehen sollte. Erschwert durch die städtischen Beschränkungen zur Ansiedlung von Einzelhandel außerhalb der Kernstadt versucht Schleicher nun seit sieben Jahren bislang vergeblich die 1,1 Hektar in unmittelbarer Nachbarschaft zum historischen Kupferhof seiner Familie einer Nutzung zuzuführen.
  • Tennishallen: Immerhin 0,8 Hektar groß ist das Gelände der Tennishallen an der Ecke von Kesselschmiede und Schellerweg. Seit dem Frühjahr 2013 wird die Anlage nicht mehr betrieben. Seitdem sucht die Familie Meyer aus Alsdorf nach einer Nachfolge-Nutzung. Eine Einbeziehung des Geländes in die Zincoli-Entwicklung scheiterte. Mit einem Bebauungsplanverfahren schließt die Stadt an dem Standort Einzelhandel aus.
  • Kartonagefabrik Hoyer: 2001 wurde der Schlussstrich unter die Ära der Kartonagefabrik an der Prämienstraße gezogen. Das Projekt „Wohnen und Arbeiten“ wollte dann ein Investor aus Eschweiler realisieren. Realisiert wurde lediglich der Bau von einer Handvoll Eigenheimen auf dem Freigelände. Neues Gewerbe zog nie in das zunehmend zerfallende Fabrikgebäude. Zuletzt 2002 war die Rede von einem Dienstleistungszentrum mit Ateliers und Praxen. Zwei Jahre später sah der Investor kein Vermarktungspotenzial mehr. 2007 übernahm die BAG Bankaktiengesellschaft aus einer Zwangsversteigerung die Immobilie auf einer Fläche von gut 0,36 Hektar.

 

2009 wollte ein Investor die Fabrik in ein barrierefreies Wohnobjekt umwandeln. Die Hinterlassenschaften des Bergbaus schraubten die Investitionskosten in die Höhe; ein Jahr später kam das Aus. 2013 fasste der Rat den Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan, der auf dem Gelände zentrenrelevanten Einzelhandel ausschließt. In all den Jahren nicht abgerissen sind die Klagen von Anwohnern über den Zerfall des Fabrikgebäudes, wilden Müll und jugendlichen Zeitgenossen, die ihr Unwesen auf dem Gelände treiben.

 

  • Grünenthal: Während das Pharmaunternehmen seinen Stammsitz an der Steinfeldstraße fein herausgeputzt hat, wird der Werksteil II an der Zweifaller Straße seit 2012 nicht mehr für die Produktion genutzt. Das Gelände umfasst zwar nur 0,1 Hektar, aber das Gebäude bietet in bis zu acht Stockwerken jede Menge Produktionsflächen. Die Suche von Grünenthal nach einer Nachfolge-Nutzung blieb bislang erfolglos. Das benachbarte Schwesterunternehmen Dalli hat bereits abgewunken.

Do

21

Aug

2014

Die Bürger sind gefragt: Bedarfsabfrage zum Thema Breitband startet am 25. August 2014

 

Die Kupferstadt Stolberg verfolgt den Aufbau eines schnellen Breitbandnetzes weiterhin mit Nachdruck. Nachdem die Netzbetreiber kontaktiert wurden, um zu klären, ob und wo sie in Stolberg zukünftig aus eigenem Antrieb investieren möchten, werden nun die Bürger befragt. Die Verwaltung hofft auf eine möglichst hohe Beteiligung. Die Rückmeldefrist endet am 30. September 2014.

 

„Die flächendeckende Breitbandversorgung ist als Standortfaktor für Stolberg von hoher Bedeutung.“, erklärt Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier. „Nicht nur für Firmen ist der schnelle Zugang zum Internet wichtig. Auch für die Bevölkerung sind moderne Glasfaserleitungen heute Grundlage für den vollen Zugang zu Wissen und Bildung.“

 

Deswegen führt die Verwaltung zurzeit eine intensive Markterkundung durch. Die im Stolberger Stadtgebiet aktiven Netzbetreiber wurden bereits nach ihren zukünftigen Investitionsabsichten befragt. Nun kommen die Bürgerinnen und Bürger zu Wort. Ab Montag, dem 25. August erfolgt schrittweise die Bedarfserhebung in den Ortschaften Vicht, Breinigerberg, Zweifall, Schevenhütte, Büsbach, Dorff, Venwegen und Werth sowie in den Gewerbegebieten Camp Astrid, Steinfurt, Mausbach, Hamm-Mühle, Münsterbusch und Würselener-/Hasencleverstraße. Die Fragebögen, die bis zum 30. September 2014 beantwortet werden können, wer-den von eigenen Kräften der Stadtverwaltung in den nächsten Wochen verteilt und zusätzlich auch auf den Internetseiten der Stadt (www.stolberg.de) als Download zur Verfügung stehen. Auch an ausgewählten und zentral gelegenen Orten, wie z.B. Tankstellen, Geschäften usw. werden die Fragebögen ausgelegt.

 

„Bei der Datenerhebung geht es vor allem um die persönlichen Erfahrungswerte der Bürger und Unternehmer.“, erklärt Frank Gilles von der Stolberger Wirtschaftsförderung. „Deswegen ist für uns ein möglichst hoher Rücklauf von enormer Bedeutung. Aus diesem Grund findet die Befragung bewusst zwischen dem Ende der Sommerferien und dem Beginn der Herbstferien statt.“

 

Bürgermeister Dr. Grüttemeier ergänzt abschließend: „Nach der Auswertung der Befragung können wir dann im Oktober 2014 die Ausschreibung für erste konkrete Projekte angehen. Um Fördermittel und um Investitionen können wir aber nur mit Nachdruck werben, wenn unsere Bedarfsabfrage auf Resonanz aus der Bürgerschaft stößt.“

Di

19

Aug

2014

Die Stolberger Firma Schmitz Gebäudetechnik erwirbt Grundstück im Camp Astrid

 

Die Firma Schmitz Gebäudetechnik wird im Bereich Camp Astrid ein Grundstück in einer Größe von ca. 3.200 m² erwerben. Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier bedankt sich für das Bekenntnis zum Standort Stolberg.

 

„Stolberg hat als Industrie- und Gewerbestandort viel Potenzial.“, erklärt Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier. „Es freut mich, dass ein ortsansässiges Unternehmen ein so klares Signal setzt und sich zum Standort Stolberg bekennt.“

 

Das Unternehmen Schmitz Gebäudetechnik wurde 1996 von Elektrotechnikermeister Karl-Josef Schmitz gegründet und hat sich seitdem kontinuierlich vergrößert. Heute beschäftigt der Betrieb acht festangestellte Mitarbeiter und verfügt über einen umfangreichen Mietgerätepark, der sich bislang auf zwei Betriebsstandorte in Stolberg und Aachen verteilt hat. Durch den Erwerb des 3.200 m² Grundstückes und die Konzentration auf einem Standort sollen die Betriebsabläufe nun optimieren werden.

 

„Unser Unternehmen wurde in der Kupferstadt gegründet und ist von hier aus gewachsen und die Rahmenbedingen stimmen einfach. Da ist es für mich als Unternehmer selbstverständlich, dass ich in Stolberg investiere.“, erklärt Firmenchef Karl-Josef Schmitz.

 

Bürgermeister Dr. Grüttemeier bedankt sich für dieses Engagement und kündigt an, die Wirtschaftsförderung in Zukunft noch weiter zu stärken. „Stolberg ist noch immer einer der bedeutendsten Industriestandorte in der Region, doch wir dürfen nicht mehr nur von der Substanz leben. Wir müssen neue Unternehmen aktiv anwerben und ansässigen Firmen Chancen zum Wachstum geben, damit neue Arbeitsplätze in unserer Stadt entstehen können. Hier werden wir in den kommenden Jahren einen Schwerpunkt setzen.“

Mo

18

Aug

2014

Bürgermeister Dr. Grüttemeier dankt den Ehrenamtlern für ihren Einsatz beim 11. Nudelbuffet

 

Bereits zum fünften Mal war Jannis als Helfer beim Nudelbuffet auf dem Kaiserplatz dabei. „Das macht mit einfach Spaß“, erklärte der Neunjährige.
Bereits zum fünften Mal war Jannis als Helfer beim Nudelbuffet auf dem Kaiserplatz dabei. „Das macht mit einfach Spaß“, erklärte der Neunjährige.

Auch bei der elften Auflage des Nudelbuffets ist der Andrang auf dem Kaiserplatz groß. Initiator Hans-Josef Siebertz wird von rund 100 Helfern unterstützt. Erlös kommt wieder karitativen Projekten in Stolberg zugute.

 

Frische Kräuter, Knoblauch, Gemüse, Gebratenes: Ein köstlicher Duft weht ab Sonntagmittag vom Kaiserplatz her durch das Tal. Dass das Gelände vor dem alten Rathaus gestern wieder zur öffentlichen Küche wurde, ist dem Einsatz von rund 100 Freiwilligen um Hans-Josef Siebertz zu verdanken. Zum elften Mal in Folge stellte Stolbergs ehemaliger Bürgermeister mit Unterstützung hiesiger Vereine das Nudelbuffet auf die Beine.

 

Das Deutsche Rote Kreuz hatte tags zuvor Zelte, Bänke, Tische und Küchengerätschaften, die speziell zur Beköstigung großer Menschenmengen ausgelegt sind, zum Kaiserplatz transportiert. Eine mobile und überdachte Showbühne für die auftretenden Künstler gab es auch. Und zudem selbstredend eine Theke, um den Durst der vielen Besucher zu stillen. Für die Leckermäulchen-Fraktion hatte das DRK zudem ein eigenes Kuchen-Zelt aufgebaut.

 

65 000 Euro sind durch den Verkauf von Nudelgerichten, Getränken, Kuchen und Obst bislang zusammengekommen. Das Geld kommt ausschließlich Stolberger Vereinen beziehungsweise deren karikativen Projekten zugute.

 

„Im Schnitt gehen an einem solchen Tag ungefähr 1000 Portionen raus. Umgerechnet brauchen wir dafür etwa eine halbe Tonne Lebensmittel“, resümierte der leidenschaftliche Hobbykoch Siebertz. Damit Muslime mitfeiern können, wurde Rindergehacktes verwendet. Außerdem konnte jeder Besucher auch fleischlose Nudelgerichte wählen.

 

Gut gestärkt warteten Sylvia Nitsche und Andreas Dittrich darauf, dass es los geht. „Wir sind zum ersten Mal als Helfer des Sozialdienstes Katholischer Männer dabei und stehen auf Abruf bereit. Dann geht es in die Spülküche“, erzählte die 49-Jährige gut gelaunt. Warum sie bereitwillig ihre Freizeit für Menschen in Notlagen zur Verfügung stellen, ist eine Frage, die die beiden im ersten Moment erstaunte. Eben weil es so selbstverständlich für sie ist. „Ich bin Sozialarbeiter. Ich denke, mehr brauche ich da als Erklärung nicht zu sagen“, antwortet Dittrich. Der kleine Jannis Heidecker (9) hilft schon seit fünf Jahren auf dem Kaiserplatz mit. „Meine Aufgabe ist zu schauen, dass immer genügend Essen da ist. Das macht mir einfach Spaß.“

 

Hilfe zu leisten, kann zuweilen ganz einfach sein. Im konkreten Fall hilft man allein schon damit, ein Mittagsmahl auf dem Kaiserplatz einzunehmen. Die Resonanz zeigte, dass viele Stolberger diese Art, den Menschen in ihrer Stadt zu helfen, für unterstützenswert halten. Und selbst Petrus fand wohl, dass das Nudelbuffet eine gute Sache ist, und ließ ab Mittag an diesem ansonsten doch ziemlich verregten Wochenende immer wieder mal die Sonne zum Vorschein kommen . . .

Sa

16

Aug

2014

Zweifaller Straße ist wieder für den Verkehr freigegeben

Am Freitagmorgen kurvte die Kehrmaschine noch quasi als letzte Amtshandlung über die Baustelle an der Zweifaller Straße. Dann, gegen 12.30 Uhr, konnte die für Stolberg so wichtige Verbindung zwischen City und Nachtigällchen wieder für den Verkehr freigegeben werden. Bagger und Walze waren bereits am Morgen abgezogen worden, Nicht ganz zwei Wochen hatte die Reparatur der Straße gedauert, und damit eine Woche weniger als zunächst befürchtet worden war. Noch offen ist ein Stück Standstreifen entlang der L 238. Das soll im Laufe der nächsten Tage verfüllt werden, während der Verkehr auf der Straße aber bereits wieder rollen kann. Die Bauarbeiten waren erforderlich geworden, weil es unter der Straße bereits zum zweiten Mal einen Bruch der Trinkwasserleitung gegeben hatte. Die Straße war unterspült worden.

Mi

13

Aug

2014

Zweifaller Straße ab Samstag wieder frei

Die Baugrube an der Zweifaller Straße ist wieder verfüllt. Jetzt fehlt noch die Asphaltdecke oben drauf.
Die Baugrube an der Zweifaller Straße ist wieder verfüllt. Jetzt fehlt noch die Asphaltdecke oben drauf.

 

Die Zweifaller Straße kann voraussichtlich ab kommenden Samstagmorgen wieder befahren werden. Die Baugeräte sollen bis dahin abgeräumt werden. Die Straße war dann rund zwei Wochen gesperrt. Ursprünglich war von einer Reparaturzeit von drei Wochen ausgegangen worden.

 

Wie berichtet, war die viel befahrene Straße in der Nacht zum 4. August in Höhe der Einfahrt zu den Prym-Werken nach einem Wasserrohrbruch unterspült worden. Die Straße musste umgehend gesperrt werden. Wer ins Stadtzentrum will, muss derzeit noch zeitraubende Umwege in Kauf nehmen. Nachdem die genaue Schadenstelle gefunden war, hatten Bagger Asphalt und Unterbau über zwei Fahrbahnen hinweg ausgehoben. Das defekte Rohrstück wurde ausgewechselt, die Baugrube anschließend wieder verfüllt. Bei der Besichtigung der Baustelle gaben sich die Vertreter von Behörden und Versorgungsunternehmen am Dienstag zuversichtlich, dass die Straße ab Samstag wieder genutzt werden kann.

 

Zuvor hatten Experten einen „Lastplattendruckversuch“ auf der verfüllten Baustelle vorgenommen. Dabei wird eine genormte Metallplatte auf den Boden gelegt. Mehrmals fährt ein schwerer Lkw über die Platte. Gemessen wird, wie tief die Platte unter dem Lkw-Gewicht einsinkt. Offenbar hielt der Untergrund der Belastungsprobe stand. „Die Probe war vollkommen in Ordnung“, freute sich Klaus Dollmann von Straßen NRW. Jetzt müssen noch eine Asphalttrag- und eine Asphaltbinderschicht aufgetragen werden. Sind diese beiden Schichten abgekühlt, kommt am Freitag zuletzt noch eine Asphaltdecke oben drauf. Ist auch diese über Nacht ausgekühlt, kann die Straße ab Samstag wieder befahren werden. Bis dahin ist wohl auch ein Stück Gehweg fertig, das ebenfalls unterspült worden war.

Mi

13

Aug

2014

„Beleg für die intakte Dorfgemeinschaft“

Marsch durchs Dorf: Angeführt wurde die Abordnung der Zweifaller Schützen von Caroline, Jannik und Laura Horitza (v.I.) Dahinter kommen Johanna und Siegfried Krümmel sowie Katharina Münch, Jakob Kraljevic und Bürgermeister Tim Grüttemeier.
Marsch durchs Dorf: Angeführt wurde die Abordnung der Zweifaller Schützen von Caroline, Jannik und Laura Horitza (v.I.) Dahinter kommen Johanna und Siegfried Krümmel sowie Katharina Münch, Jakob Kraljevic und Bürgermeister Tim Grüttemeier.

Die Zweifaller St. Sebastianus-Bruderschaft freut sich über ein sehr gelungenes Schützenfest. Drei Tage lang wird gefeiert.

 

Die Freude steht Laura, Jannik und Caroline förmlich ins Gesicht geschrieben. Schließlich ist Oma Johanna Schützenkönigin und Opa Siegfried Prinzgemahl. Stolz marschieren die acht, neun und zehn Jahre alten Geschwister Horitza, Blumensträuße in den Händen haltend, der Abordnung der Zweifaller St. Sebastianus-Schützen voran, als ihre Großeltern Johanna und Siegfried Krümmel durch den Ort geleitet werden.

 

Diese Szene vom Festzug der Schützen steht stellvertretend für die zahlreichen Aktivitäten, die die Bruderschaft am vergangenen Wochenende rund um ihr Schützenfest geboten hat. Den Auftakt hatte am Samstag die Ballveranstaltung im Gasthof „Zur Post“ gemacht. Im Mittelpunkt stand dabei die Proklamation der neuen Majestäten. So wurde Johanna Krümmel zur Schützenkönigin, Jakob Kraljevic zum Prinzen und Katharina Münch zur Miniprinzessin gekürt. Ihnen überreichte Brudermeister Karl-Erich Krings, als Zeichen der Würde, die dazu gehörenden silbernen Ketten mit den Plaketten.

 

Begonnen hatte das Schützenfest damit, dass man die 51-jährige Königin, die Mitte Juni beim 81. Schuss den „Vogel“ von der Stange geholt hatte, vom Vereinsheim in der Kornbendstraße zum Veranstaltungsort in der Jägerhausstraße geleitet hatte. Dort standen auch zwei weitere Ehrungen auf dem Programm: die Bekanntgabe der Sieger der Dorfmeisterschaft und die Ehrung von fünf langjährigen Mitgliedern.

 

„160 Teilnehmer bei der Dorfmeisterschaft sind ein tolles Ergebnis und ein Beleg für eine intakte Ortsgemeinschaft“, freute sich Schießmeister Ralf Lipperheide, der den Wettbewerb Ende Mai auf dem Schießstand an der Kornbendstraße fachmännisch betreut und geleitet hatte.

 

Ganz im Zeichen des Festzuges stand dann der zweite Tag des Festes. Begleitet von zwei Musikgruppen – dem Breiniger Trommler- und Pfeiferkorps und dem Spielkorps Zweifall – sowie den Abordnungen der örtlichen Feuerwehr und den befreundeten Schützenformationen aus Stolberg und Venwegen zog man, unterstützt von Marschmusik, durchs Dorf: Zugweg waren dabei die Jägerhaus-, Döllscheidter- und Hellebend-straße.

 

Dort angekommen, gab es eine kleine Parade, deren Bild so gestaltet war, dass Johanna und Siegfried Krümmel am Straßenrand Aufstellung nahmen, um den gesamten Festzug an sich vorbeiziehen zu lassen. Danach gab es für alle Beteiligten eine Open-Air-Veranstaltung, deren Mittelpunkt die kleine „Im Huck“ genannte Platzanlage an der Hellebendstraße war. Dort hatte man Tische und Bänke aufgebaut sowie für die kleinen Besucher das Spielmobil bereitgestellt, das mit Pedalo, Stelzen und Roller zum Mitmachen und Ausprobieren einlud. Des weiteren gab es im Pfarrheim eine Cafeteria und auf dem Außengelände einen Getränke- und Grillstand.

Fortgesetzt wurde das dreitägige Schützenfest am Montag mit dem „Hahneköppen“, das ebenfalls „Im Huck“ stattfand. Das Hahneköppen hat in Zweifall eine lange Tradition. So richtig in Schwung kam es aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Seit 1976 darf sich der jeweilige Hahnenkönig – die Würde erringt derjenige, dem es gelingt, der Hahnenattrappe mit einem stumpfen Säbel den Garaus zu machen – über eine eigene Kette freuen.

Mi

13

Aug

2014

Nudelbuffet: Schlemmen für den guten Zweck

Bereits zum elften Mal lädt Hans-Josef Siebertz mit seinem Team zum Nudelbüffet ein.
Bereits zum elften Mal lädt Hans-Josef Siebertz mit seinem Team zum Nudelbüffet ein.

Am Sonntag gibt es bereits die elfte Auflage der Benefizaktion auf dem Stolberger Kaiserplatz. Fünf Pasta-Varianten und ein buntes Rahmenprogramm.

 
Auch in diesem Jahr schwingt Hans-Josef Siebertz mit seinen Mitstreitern den Kochlöffel zugunsten vieler Stolberger Sozialeinrichtungen. Beim 11. Nudelbuffet auf dem Kaiserplatz können sich die Gäste am kommenden Sonntag, 17. August, ab 12 Uhr mit leckerer Pasta verwöhnen lassen. Der Erlös kommt wieder uneingeschränkt sozialen Zwecken in der Kupferstadt zugute.

Fünf verschiedene Pasta-Spezialitäten stehen zur Auswahl. So gibt es auch in diesem Jahr Spaghetti Bolognese, Tortellini, Lasagne, Penne Arrabiata und eine Pasta Surprise. „Es ist also für jeden Geschmack etwas dabei“, betont Initiator Siebertz. Als Dessert werden Tiramisu, Obst und Kuchen angeboten. Der Kaffee zum Dessert wird auch dieses Jahr von den Küchenprofis von Möbel Kaesmacher frisch zubereitet. Zur Erfrischung gibt es an der Theke Bier vom Fass, Cola, Limo und Wasser. Für die Freunde eines guten Glases Wein sorgt Christian Clement von der Bodega Stolberg.

 

Für die kleinen Gäste gibt es allerlei Attraktionen, beispielsweise Kinderschminken und das Spielmobil des SKM. Ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm lädt alle Gäste zum Verweilen auf dem Kaiserplatz ein.

Zu Beginn des Nudelbuffets wird Alleinunterhalter Frank Hofmann die Gäste belustigen. Anschließend werden die Trompetenbläser Donnerberg, die mittlerweile einen hervorragenden Ruf auch über die Grenzen der Stadt hinaus genießen, aufspielen. Weiter geht’s mit „kölschen Tüün“. Die Gruppe „De Halunken“ mit ihrem Frontmann Günter Hagen wollen einmal mehr für beste Stimmung sorgen.

„Zum Abschluss werden die Solisten Angelyna, Diggi und Erwin mit Schlagern, Rock, Pop und Evergreens für eine Party sorgen“, verspricht Hans-Josef Siebertz einen stimmungsvollen Ausklang für den Sonntagnachmittag.

Mi

13

Aug

2014

Verjüngungskur“ auf höchster Ebene

Die Beigeordneten-Stellen sind wichtige Stützen in der Organisationsstruktur, die Tim Grüttemeier im Rathaus schaffen will.
Die Beigeordneten-Stellen sind wichtige Stützen in der Organisationsstruktur, die Tim Grüttemeier im Rathaus schaffen will.

CDU und SPD legen sich auf die neuen Beigeordneten fest. Tobias Röhm (35) und Robert Voigtsberger (33) machen das Rennen.

 

Die große Koalition hält ihre ehrgeizigen Zeitvorgaben weiterhin ein. Auch die Auswahl der zukünftigen Beigeordneten hat offenbar zu keiner Verzögerung geführt, wenngleich die Entscheidung zu den wichtigsten in der neuen Legislaturperiode zählen dürfte. Drei Tage nach Ablauf der offiziellen Bewerbungsfrist sind die Würfel gefallen: Tobias Röhm (36 Jahre) wird Leiter des technischen Dezernates (Dezernat 3), Robert Voigtsberger (33) übernimmt das Dezernat 2 mit den Bereichen Schule, Kultur, Sport, Tourismus, Jugend und Soziales. Beide werden ihren Dienst im Stolberger Rathaus am 1. Oktober antreten.

 

Am Montagabend stimmten die Fraktionsspitzen von CDU und SPD im gemeinsamen Koalitionsausschuss dem Vorschlag des jeweiligen Partners zu. Vorausgegangen war eine Kurzvorstellung in Abwesenheit der ausgewählten Kandidaten, die keine Widersprüche hervorgerufen hatte. Somit dürfte angesichts der deutlichen Mehrheitsverhältnisse im Rat die Abstimmung in der Sitzung am 9. September nur noch eine Formsache sein.

 

Gleichwohl werden sich beide Anwärter noch einmal persönlich in den Fraktionen von SPD und CDU vorstellen. Auch die Ratsvertreter der übrigen Parteien sollen die Möglichkeit erhalten, sich von den neuen Führungsköpfen ein Bild zu machen.

 

Im Gespräch mit unserer Zeitung betonten die Fraktionsvorsitzenden Dieter Wolf (SPD) und Jochen Emonds (CDU) gestern Nachmittag unisono, dass die Auswahl aus einem beachtlichen Kreis von Kandidaten zunächst ausschließlich unter fachlichen Gesichtspunkten getroffen worden sei. „Nach dieser Selektion haben wir dann auch politische Aspekte einfließen lassen“, erklärte Wolf mit Blick auf den Sozialdemokraten Robert Voigtsberger, der Mitglied der SPD Aachen und für seine Partei dort als kinder- und jugendpolitischer Sprecher tätig ist. „Das ist bei einem Wahlamt legitim und sachgerecht“, so der SPD-Fraktionschef. Laut Jochen Emonds hat Politik bei der Entscheidung der CDU hingegen keine Rolle gespielt. „Tobias Röhm ist nicht Mitglied einer Partei.“

 

Das Vorschlagsrecht für das Dezernat 2 hatten die Koalitionspartner in ihrem Vertrag der SPD zugeschrieben. Die entschied sich letztlich für Robert Voigtsberger, dessen Namen in der Kupferstadt unweigerlich Erinnerungen wachruft. 1999 hatte sein Vater Harry erfolglos für das Amt des Bürgermeisters kandidiert. Später stieg der heute 64-Jährige zum Direktor des Landschaftsverbandes Rheinland und von 2010 bis 2012 zum Landesminister für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr auf.

 

Der familiäre Hintergrund von Sohn Robert habe aber bei dessen Auswahl keine Rolle gespielt, so Wolf über den 33-Jährigen. „Er verfügt über große Erfahrung in den Bereichen Jugend, Sport und Soziales und im letztgenannten insbesondere in der Inklusion, einem Schwerpunktthema in der Kommunalpolitik der nächsten Jahre.“

 

Der Diplom-Sportwissenschaftler (Studium in Köln) ist derzeit noch stellvertretender des Deutschen Behindertenverbands (mit Sitz in Frechen). Voigtsberger ist verheirateter Vater zweier Kinder und wohnt in Aachen-Brand – also in überschaubarer Entfernung zum Stolberger Rathaus.

 

Ähnlich kurz wird der Weg zur Arbeit für Tobias Röhm sein, auf den sich die CDU festgelegt hat. Der 35-jährige gebürtige Mainzer wohnt in Venwegen, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Der Diplom-Bauingenieur, der an der RWTH Aachen studiert hat, ist momentan noch als Bau- und Projektleiter bei der Bauunternehmung Hans Lamers GmbH & Co. KG in Jülich beschäftigt. „Er hat eine fachliche Qualifikation in allen wichtigen Bereichen, verfügt über Erfahrung in Personalverantwortung und ist geübt in Kontakten zu Behörden und in Genehmigungsverfahren“, lobt Emonds Röhm als „einen exzellenten Fachmann“. Zu dieser Erkenntnis seien Partei- und Fraktionsspitze der CDU gekommen.

 

Beide Fraktionen haben ihre Kollegen und Mitglieder gestern über die Entscheidungen unterrichtet. Eine Frau hatte es übrigens nicht in den engeren Kreis der insgesamt 40 Bewerber (25 für das Dezernat 2, 15 für das Dezernat 3) geschafft. „Die notwendige Qualifikation war leider in allen Fällen nicht gegeben“, berichten Wolf und Emonds.

 

So wird die Verwaltungsspitze ausschließlich männlich sein – und auffallend jung. Denn auch Bürgermeister Tim Grüttemeier ist gerade mal 33 Jahre alt. „Das ist unter dem Gesichtspunkt eines umfassenden Verjüngungsprozesses zu sehen“, erklärt der 71-jährige Dieter Wolf und zeigt sich sehr zuversichtlich. „Wir sollten diesen jungen Menschen, die schon über große Erfahrung verfügen, einen Vertrauensvorsprung gewähren."

Mo

11

Aug

2014

Bürgermeister beim Spatenstich in Breinig

Dr. Tim Grüttemeier beim Spatenstich mit dem SV Breinig
Dr. Tim Grüttemeier beim Spatenstich mit dem SV Breinig

Erster Spatenstich zum Bau des Kunstrasenplatzes

Zukunftsprojekt des SV Breinig angestoßen. Baustelle liegt gleich neben dem Rasenplatz des Vereins.

 

Stolberg-Breinig. Mit kleinen Spaten lässt sich auf Schützheide wenig ausrichten. Insofern war es nur konsequent, dass beim offiziellen Spatenstich für die Bauarbeiten zur Errichtung des neuen Breiniger Sportzentrums gleich ein Bagger anrollte.

 

Bürgermeister Tim Grüttemeier setzte das schwere Gefährt symbolisch in Bewegung. Damit legte er zugleich den Grundstein für das zukunftsweisende Projekt des SV Breinig. „Hoffentlich mache ich nichts kaputt. Bei dem Projekt ist doch schon so viel schief gelaufen“, scherzte der neue Verwaltungschef. Gemeinsam mit CDU-Ratsherr Ben Grendel und SPD-Fraktionschef Dieter Wolf als Vertreter der großen Koalition sowie Willi Esser, dem Leiter des Amtes für Finanzwesen im Rathaus gab der Bürgermeister den Startschuss für die Bauarbeiten. Die bedeutsame Prozedur fand im Rahmen des Endspiels um den EVS-Cup statt.

 

Guter Dinge zeigte sich auch Dieter Jollet, Ehrenpräsident des SV Breinig und Leiter des Breiniger Bauausschusses, dass die langersehnten Kunstrasenplätze gleich neben dem Rasenplatz des Sportvereins nun zügig fertiggestellt werden können. „Die Bauarbeiten rund um die Kunstrasenplätze wollen wir bis spätestens Ende diesen Jahres abschließen“, äußerte sich Jollet zum Zeitplan.

 

Vereinsheim nächstes Jahr

 

Vieles hänge jedoch von den Witterungsbedingungen in den nächsten Wochen und Monaten ab. „Die Kunstrasenplätze haben für uns oberste Priorität“, so Jollet. Das neue Vereinsheim des SV Breinig, dessen Bauarbeiten parallel zum Bau des Kunstrasenplatzes beginnen, solle dann im Laufe des nächsten Jahres fertiggestellt werden.

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Di

05

Aug

2014

Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier besucht neue TÜV Rheinland Prüfstelle

 

Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier besucht TÜV Prüfstelle
Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier besucht TÜV Prüfstelle

Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Firmenbesuche überzeugte sich Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier am Dienstag von den Angeboten der neuen Prüfstelle des TÜV Rheinlands in Stolberg.

 

Die neue KFZ-Prüfstelle, die der TÜV Rheinland seit dem 13. Juni 2014 im Gewerbegebiet Steinfurt betreibt, wird von den Bürgerinnen und Bürgern bereits gut angenommen, freut sich der Regionalleiter des TÜV Rheinlands Hans-Joachim Frieß und bedankt sich für das Interesse und den Besuch des Stol-berger Bürgermeisters.

 

In der mit modernen Anlagen ausgestatteten Anlage kann von Montag bis Freitag zwischen 12.00 Uhr und 17.00 Uhr für Fahrzeuge bis zu 5 Tonnen nicht nur die Hauptuntersuchung mit integrierter Abgasuntersuchung (HU/AU) durchgeführt werden. Auch Checks von Anhängern und Motorrädern, Kfz-Änderungsabnahmen, Prüfungen zur Unfallverhütungsvor-schrift (UVV), Gasprüfungen für Caravans und Wohnmobile sowie der Verkauf von Feinstaubplaketten, Warnwesten, Verbandskästen und Warndreiecken findet hier statt. Nicht nur für Kraftfahrer ist die Stolberger Prüfstelle von Inte-resse. Auch Führerscheinanwärtern dient sie als zentrale Anlaufstelle, denn jeden Mittwoch von 8.00 bis 11.30 Uhr finden dort die theoretischen Fahrprüfungen statt und auch die praktischen Fahrprüfungen werden in Zukunft von hier aus starten.

 

Dr. Tim Grüttemeier betonte bei seinem Besuch die Bedeutung eines guten Verhältnisses zwischen Verwaltung und der lokalen Unternehmerschaft: „Diese Unternehmensbesuche sind wichtig damit diejenigen, die bei uns in Stolberg investieren und Arbeitsplätze schaffen, wissen, wer bei Problemen ihre Ansprechpartner im Rathaus sind.“ Auch Detlef Werry, der Leiter des Stolberger Amtes für Wirt-schaftsförderung, unterstrich, dass sich die Verwaltung als Dienstleister verstehen muss. „Nicht nur Existenzgründer können sich an uns wenden. Auch eingesessenen Unternehmern stehen wir mit einem umfangreichen Serviceangebot zur Seite.“, bestätigte Werry.

Mo

04

Aug

2014

Zwei Künstler, ein Name: „Antonio Máro“ stellt bis 9. September abstrakte Werke in der Galerie der Stolberger Burg aus

 

Die Eröffnung der neuen Kunstausstellung in der Artibus-Reihe ist trotz der Ferienzeit gestern auf großes Interesse gestoßen. Antonio Máro und sein Sohn und Artibus-Kurator Rafael Ramírez Máro zeigen in der Burg-Galerie ihren abstrakten Expressionismus unter dem Namen Antonio Máro. Die großformatigen Werke faszinieren mit ihren Kompositionen und der Farbgebung, wirken intensiv im Innern des Betrachters durch ihre Strahlkraft und Spiritualität. Eröffnet wurde die Artibus-Ausstellung von Bürgermeister Tim Grüttemeier und Kulturmanager Max Krieger, Rafael Ramírez Máro führte kurz in die Schau ein. Die Ausstellung ist bis einschließlich Sonntag, 9. September, bei freiem Eintritt in der Burg-Galerie, Faches-Thumesnil-Platz, zu sehen. Öffnungszeiten: dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 19 Uhr.

Di

29

Jul

2014

Besuch des IFTAR-Festes: Toleranz und ein respektvolles Miteinander - anregende Gespräche unter Freunden

 

Pfarrer Hans-Rolf Funken, der Side-Vorsitzende Ahmet Yildiz, der neue Bürgermeister Tim Grüttemeier kommen ins Gespräch.
Pfarrer Hans-Rolf Funken, der Side-Vorsitzende Ahmet Yildiz, der neue Bürgermeister Tim Grüttemeier kommen ins Gespräch. Foto: Dirk Müller         

Es ist das letzte Fastenbrechen in diesem Jahr, denn der Ramadan geht zu Ende. Die Tische in der festlichen Stadthalle sind eingedeckt und hinter den Kulissen laufen die letzten Vorbereitungen für das große Iftar-Fest, das die türkische Mittelstandsvereinigung Side gemeinsam mit den muslimischen Gemeinden Ditib (Rathausstraße), IBV (Schneidmühle), Igmg (Eschweilerstraße) und der Türk Federasyon veranstaltet – inzwischen zum sechsten Mal. „Wir sind auf einem guten Weg“, beschreibt Ahmet Yildiz die öffentliche Veranstaltung. Der Vorsitzende der „Side“ betont, dass nicht nur Muslime sondern auch Christen und Andersgläubige herzlich zu dem Fest eingeladen seien.

 

Zweisprachige Feier

„Hier sitzen wir an einem Tisch, kommen ins Gespräch, tauschen uns aus und lernen uns besser kennen.“ 1200 Mahlzeiten – finanziert durch Sponsoren und Unterstützer – sind vorbereitet, und Yildiz meint um 20 Uhr, es könnte zu viel Essen sein, denn „es ist ja Hauptreisezeit“.

Andererseits denkt er an die Entwicklung des Stolberger Iftar-Festes: „Es kommen immer mehr Gäste aus der Umgebung, zum Beispiel aus Eschweiler oder Aachen, und erfreulicher Weise auch mehr Nicht-Muslime. Vielleicht werden es ja heute doch rund 1000 Gäste.“ Gut eine Stunde später holt die Realität seine Einschätzung ein, und zwar im positiven Sinne. Der Saal der Stadthalle ist restlos gefüllt, die Gäste, die immer noch eintreffen, nehmen mittlerweile auf der Empore Platz, die Anzahl von 1200 Mahlzeiten ist bestens kalkuliert.

 

Voneinander lernen

In deutscher und türkischer Sprache begrüßen Canan Dogan und Firdevs Kirsolak die Gäste, und die beiden Frauen finden die passenden Worte, mit denen sie über den Ramadan und über Stolberg sprechen. Sie erklären, der Ramadan sei ein Monat der tiefen Hingabe und der Reflexion ebenso wie der Solidarität, der Versöhnung und des Friedens sowie eine Zeit für Familie und Freunde.

„Stolberg ist nicht eine Zusammensetzung aus geografischen und historischen Daten, auch nicht das Produkt von Vorurteilen und Vorbehalten, sondern ein Beispiel für ein Miteinander in Frieden und Demokratie in Wohlergehen und sozialer Teilhabe, in kultureller und religiöser Vielfalt“, führten Kirsolak und Dogan aus.

„Unsere Stadt besteht aus einer Vielzahl von Ethnien, Religionen und Weltanschauungen, und das ist auch gut so, denn unsere Gemeinschaft wird durch diese Vielfalt bereichert, und wir lernen gegenseitig voneinander. Mit Veranstaltungen wie dem heutigen Fastenbrechen setzen wir ein Zeichen der Toleranz, des respektvollen Umgangs miteinander und der gegenseitigen Anerkennung.“

Diesen Worten schließen sich Turgay Sacu (Ditib), Osman Ertürk (IBV), Muhammet Özgen (Igmg) und Aydin Hepaltun (Türk Federasyon) ebenso an wie der neue Bürgermeister. „Ich freue mich sehr, heute Abend hier zu sein. Es ist wichtig, dass wir Feste zusammen feiern, und ein gutes Zeichen für die Integration in Stolberg“, erklärt Tim Grüttemeier. Yildiz erinnert an das derzeitige Schicksal der Menschen in Gaza und sagt: „Ich hoffe, dass dieser Krieg bald beendet wird.“

 

Der katholische Pfarrer Hans-Rolf Funken knüpft daran an: „Es ist schön, dass wir heute Abend hier so friedlich zusammensitzen. Das ist leider nicht überall auf der Welt so, und ich wünsche mir, dass auch in anderen Ländern die Völker einen Weg finden, in Frieden miteinander zu leben.“ Die Vorbeter der muslimischen Gemeinden Yüksel Mutlu (DITIB), Hüseiy Gök (IGMG) und Ibrahim Dirioglu (IBV) zitieren Koranverse und sprechen Dankesgebete – auch diese werden übersetzt und in deutscher Sprache vorgetragen. Als um 21.37 Uhr die Sonne untergeht wird nicht nur zur Freude der vielen anwesenden Kinder seitlich der Stadthalle ein kleines Feuerwerk entzündet, unter anderem von Bürgermeister Grüttemeier. Drinnen beginnt das gemeinsame Essen mit einer kräftigen Suppe. Es folgen gemischtes Gemüse, Reis, Fleisch und „Baklava“ zum Nachtisch sowie viele anregende Gespräche im Kreise von Familie und Freunden.

Mo

28

Jul

2014

Grüttemeier: "Wichtiger Baustein für Stolberg". Baugenehmigung für das Seniorenzentrum Süssendell überreicht. Investition von 8 Millionen Euro durch die AWO.

 

„Jetzt geht der Blick nach vorne“ für das neue Seniorenheim in Süssendell: Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt, Bürgermeister Tim Grüttemeier, Sabine von Homeyer, Hans-Peter Barbeln, Beate Ruland und Hans-Peter Göbbels (v.l.). Foto: SZ / SN
„Jetzt geht der Blick nach vorne“ für das neue Seniorenheim in Süssendell: Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt, Bürgermeister Tim Grüttemeier, Sabine von Homeyer, Hans-Peter Barbeln, Beate Ruland und Hans-Peter Göbbels (v.l.). Foto: SZ / SN

Baugenehmigung für das Seniorenzentrum Süssendell überreicht. Umfangreiche Arbeiten bis zur Eröffnung im Frühjahr 2016. Ein Modellprojekt in Form eines Dorfes. AWO-Gesa investiert acht Millionen Euro.  „Als ich das letzte Mal hier war, hatte ich allen Grund zum Schimpfen“, erinnert sich Beate Ruland. An dem 11. Juli letzten Jahres hatte die AWO-Bezirksvorsitzende ein Donnerwetter in Richtung Stadtverwaltung losgelassen, als sie eigentlich ihr Modellprojekt auf Süssendell einer breiten Öffentlichkeit vorstellen wollte.

Doch die Verärgerung ist heute Geschichte, der Blick richtet sich in die Zukunft. Nachdem Hans-Peter Barbeln, Geschäftsführer der AWO-Gesa (Gesellschaft für Altenhilfeeinrichtungen mbH) bereits die Abrissgenehmigung für das Ausflugslokal, das auch schon als Lungenheilanstalt und Kinderheim gedient hatte, bereits in der Hand hielt, und das Ensemble dem Erdboden gleich gemacht ist, kann nun Projektleiterin Sabine Homeyer den Aufbau des Heimes mit 80 Plätzen für demenziell erkrankte Senioren in Angriff nehmen. Bei der Übergabe des Aktenordners voller Genehmigungsunterlagen freuten sich Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier und Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt, dass alle Hürden vom Landschaftsschutz über Wasserrecht bis hin zu Kanalisierung und Ausgleichsmaßnahmen genommen sind. „Dieses Vorhaben ist ein besonders wichtiger Mosaikstein bei der Bereitstellung von Wohn- und Pflegeraum in der Kupferstadt“, betonte Grüttemeier.

Impression: Mitten im Zentrum entsteht eine kleine Gartenanlage, in der Senioren werkeln können.
Impression: Mitten im Zentrum entsteht eine kleine Gartenanlage, in der Senioren werkeln können.

Und dies hat mehrere Gründe. Die AWO-Gesa investiert rund acht Millionen Euro auf dem insgesamt rund 7,5 Millionen Hektar großen Gelände. Neben 80 Pflege- werden auch gut 80 Arbeitsplätze neu geschaffen. Und dieses Seniorenzentrum hat einen Modellcharakter. „Ein Grund dafür, dass auch im Kreise unserer Mitarbeiter das Interesse an Süssendell besonders groß ist“; unterstreichen Barbeln und Kreisvorsitzender Hans-Peter Göbbels.

Das Seniorenheim entsteht in Form eines Dorfes mitten im Wald. Bei der nun für Frühjahr 2016 avisierten Eröffnung werden sich fünf Wohngebäude um ein Zentrum gruppieren, in dem Gemeinschaftseinrichtungen, Verwaltung und kreative Bereiche nebst Garten und Cafeteria angesiedelt sind. Der Dorfkern wird somit zum Mittelpunkt des Lebens der Senioren in Süssendell.

Bis dahin wird das Gelände noch erheblich modelliert werden müssen, so erklärte Sabine von Homeyer, um eine barrierefreie Gestaltung gewährleisten zu können. „Bereits heute ist aber das Interesse groß“, vereist Barbeln auf eine gute Resonanz in Fachkreisen ebenso wie bei Bewerbungen um einen Beschäftigungs- oder Betreuungsplatz.

 

Informationstag vor Ort am 26. August

Ein umfassendes Informationsangebot zum Seniorenheim Süssendell plant die AWO für Dienstag, 26. August, ab 17 Uhr vor Ort. Es richtet sich an alle Interessenten für das Projekt ebenso wie gezielt mögliche Bewohner und deren Angehörige sowie Interessierte für einen Arbeitsplatz angesprochen werden sollen.

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Fr

25

Jul

2014

Die Kupferstadt setzt nun auf flotte Glaskabel - Breitbandausbau auf den Weg gebracht!

 

Das schnelle Internet soll nun kommen: Nach den Sommerferien werden die Bürger befragt, im Januar soll der Stadtrat die ersten Aufträge zum Netzausbau vergeben.
Das schnelle Internet soll nun kommen: Nach den Sommerferien werden die Bürger befragt, im Januar soll der Stadtrat die ersten Aufträge zum Netzausbau vergeben.

Internet soll zügig schnell werden. Netzbetreiber sind angeschrieben. Nach den Sommerferien werden die Bürger befragt. Stadtrat entscheidet im Januar. Nun soll alles zügig gehen mit dem schnellen Internet in der Kupferstadt. Im Januar 2015 möchte der Stadtrat die ersten Aufträge für den Ausbau des Breitbandnetzes erteilen, kündigt Bürgermeister Tim Grüttemeier an. Bis dahin müssen jedoch noch eine Menge an Schritten im Laufe eines komplizierten Verfahrens gegangen werden, in dessen Rahmen die Bürger nach den Sommerferien gefordert sind, über ihre Erfahrungen mit dem bestehenden Angebot und ihren Bedarf zu berichten.

 

Basis dazu ist die Machbarkeitsstudie, zu der der alte Stadtrat noch im Mai den Auftrag erteilt hatte. „Vor allem in den ländlichen Bereichen besteht ein zu geringes Nachfragepotenzial für die Netzbetreiber, um einen Ausbau des Angebotes wirtschaftlich betreiben zu können“, erklärt Helmut Frauenkron von der Kölner fnk-Consult, der gemeinsam mit Frank Gilles und Detlef Werry vom Wirtschaftsförderungsamt dem Breitband in Stolberg auf die Sprünge helfen möchte. Grundlage dabei ist das Förderprogramm des Landes, das in unterversorgten Bereichen helfen soll, die Lücken zur Wirtschaftlichkeit für einen Anbieter und die Stadt zu minimieren.

Pro Projekt sind 75 bis 90 Prozent Zuschüsse, maximal jedoch 180 000 Euro, möglich, erläutert Frauenkron. Beim Beispiel Zweifall, für das die Telekom den Ausbau auf 700 000 Euro über den Daumen gepeilt beziffert hatte, verbliebe ein städtischer Anteil von 250 000 bis 300 000 Euro, verdeutlichte Grüttemeier. „Angesichts der Haushaltslage werden wir natürlich nicht die komplette Stadt auf einen Schlag mit schnellem Internet versorgen können“, erklärt der Bürgermeister, „sondern müssen abschnittsweise vorgehen“. Der Stadtrat wird dazu eine Prioritätenliste beschließen müssen.

 

Dazu müssen die unterversorgten Stadtbereiche ermittelt werden. Diese werden in den aktuellen Förderrichtlinien mit einem Download von 2 MBit/sec beziffert. „Die sind sechs Jahre alt und entsprechen längst nicht mehr heutigen Anforderungen“, so Frauenkron, „wir müssen uns jedoch an diesen Daten orientieren.“ Aber die Erfahrung lehre, dass die Netzanbieter bei einem Ausbau auch dem aktuellen Stand der Technik folgen würden. Bis dato hat der Diplom-Ingenieur die aktuelle Netzabdeckung im Stadtgebiet ebenso analysiert wie erkundet wurde, wo Leerrohre und Leitungstrassen bereits vorhanden sind, die bei einem Ausbau genutzt werden könnten. „Das würde die Kosten reduzieren“, so Werry. Nun geht es darum, Lösungsmöglichkeiten auszuarbeiten, um Zuschüsse des Landes akquirieren zu können.

 

Dazu ist zunächst eine Markterkundung erforderlich. „Wir haben bereits alle Netzbetreiber angeschrieben“, sagt Gilles. Sie müssen erklären, ob und wo sie in Stolberg innerhalb der nächsten drei Jahre aus eigenem Antrieb ohne öffentliche Zuschüsse planen, eine Netzabdeckung für alle Haushalte mit mindestens 2 MBit/s sicherzustellen. „Zur Erreichung der von der Bundesregierung definierten Zielsetzung, eine flächendeckende Breitbandversorgung mit Übertragungsraten von mindestens 50 MBit/s sicherzustellen, sind höhere Übertragungsraten ausdrücklich erwünscht“, heißt es in dem Schreiben des Verwaltungschefs. Bis zum 18. August werden die Antworten der Netzbetreiber im Rathaus erwartet.

 

Jetzt, nach den Sommerferien, kommen die Bürger ins Spiel. In Form einer Bürgerbefragung erfolgt eine Bedarfserhebung in Ortschaften und in Gewerbegebieten, erläutert Detlef Werry. Auszubildende und Anwärter der Verwaltung sowie Ratsmitglieder werden Fragebögen den Haushalten zustellen, auf der städtischen Internetseite wird er ebenso zum Download bereitstehen wie über Facebook. Auch die Gruppe um den Zweifaller Thomas Rissmeyer, die vor einigen Wochen das Thema in der Kupferstadt forciert hatte, wird sich mit ihren Erfahrungen, Vorstellungen und Wünschen einbringen.

 

Sieben Stadtteile und Gewerbe

Bei der Datenerhebung geht es neben der Art des Anschlusses nicht nur um die Werte, die „auf dem Papier“ den Haushalten zur Verfügung stehen, sondern vor allem auch um die praktischen Erfahrungen. Wie hoch sind die tatsächlichen Download-Geschwindigkeiten, wie sicher und stabil ist der Netzanschluss, wie zufrieden sind die Kunden mit ihm und welche Übertragungsgeschwindigkeiten sind gewünscht oder benötigt?

Dabei richtet sich der Blick der Stadt zunächst in erster Linie auf sieben Stadtbereiche, die anhand der bekannten Daten den Förderkriterien des Landes entsprechen: Vicht/Breinigerberg, Zweifall, Schevenhütte, Büsbach, Dorff, Venwegen und Werth. Außerdem werden konkret die Gewerbebereiche Camp Astrid, Steinfurt, Mausbach, die Gewerbeparks Hamm-Mühle und Münsterbusch sowie das Areal Würselener-/Hasencleverstraße einbezogen. Sechs Wochen sind für diese Ermittlung des Bedarfs terminiert. Dann folgen die Auswertung und der Abgleich mit den Informationen der Netzanbieter sowie die Konzeptionierung – insbesondere für die Bereiche mit mangelhafter Netzabdeckung bei gleichzeitig hohem Bedarf. Es bestehen unterschiedliche Ansätze zur Lösung.

Als Königsweg gilt ein Glasfaseranschluss für jeden Nutzer, was aber als kaum finanzierbar gilt, hatte Carsten Pütz von der Breitband-Consulting NRW jüngst im Stadtrat erklärt. Alternativen sind Glasfaserleitungen nur bis zu definierten Verteilungspunkten, und von dort mit konventionellen Verbindungen zunächst weiter zu arbeiten.

 

Eingebunden werden in ein solches Konzept für das Stadtgebiet könnten auch Lösungen über Koaxialkabel, wie sie der Kabelfernsehnetzbetreiber anbietet, sowie über LTE-Empfang, Richtfunk oder für Spezialfälle sogar Satellitenempfang zu Verteilerstationen, die dann Haushalte und Unternehmen versorgen könnten.

Jedenfalls soll Anfang Oktober die Ausschreibung zum Netzausbau in Stolberg veröffentlicht werden; sie läuft über acht Wochen. Anfang Dezember werden die Angebote im Rathaus erwartet. „Erst danach werden wir auch etwas über die Kosten und Konzepte sagen sowie den Förderantrag beim Land einreichen können“, erläutert Tim Grüttemeier.

 

Politik muss Prioritäten setzen

Erst dann wird man sich auch Gedanken machen können, wo zuerst mit dem Ausbau des Breitbandnetzes begonnen werden soll. „Die Verwaltung wird dem im Januar tagenden Stadtrat eine Vergabeentscheidung unterbreiten“, kündigt der Bürgermeister an. Die Setzung der Prioritäten sei dann eine politische Entscheidung.

„Je nach Dimension werden wir wohl ein bis zwei Projekte pro Jahr anpacken können“, kalkuliert der Bürgermeister vorsichtig. „In meinem Entwurf für den Haushalt 2015 werden jedenfalls Mittel für den Breitband-Ausbau enthalten sein“, kann Grüttemeier Beträge noch nicht nennen. „Wir arbeiten noch an der Budget-Planung.“

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Do

24

Jul

2014

Besuch des Bürgermeisters beim Fußballcamp der Ferienspiele

 

Stolbergs junge Fußballer sind immer noch ganz im Weltmeisterschaftsfieber. Foto: Stolberger Zeitung / Nachrichten
Stolbergs junge Fußballer sind immer noch ganz im Weltmeisterschaftsfieber. Foto: Stolberger Zeitung / Nachrichten

„Irgendwie komisch, aber auch cool“ - Beim Fußballcamp während der Ferienspiele geht‘s auch mal barfuß zur Sache. 

Stolbergs junge Fußballer, noch ganz im WM-Fieber, zeigen beim Fußballcamp der Ferienspiele ein Durchhaltevermögen wie die Profis. Weder schwüler, dicker Nebel noch Regengüsse können ihre gute Laune und ihren Elan erschüttern: Die Neun- bis Zwölfjährigen bleiben am Ball und sind deutlich bei der Sache. Konzentriert folgen sie den Anweisungen und Hilfestellungen ihrer Trainer. Vier Mädchen nehmen dieses Jahr teil, „letztes Jahr waren wir viel mehr“, sagt Lara Engelhardt, die mit ihrer Schwester Jil schon das zweite Jahr dabei ist. Jil spielt regelmäßig Fußball im Verein, aber auch Lara hat die Ferienbeschäftigung im vergangenen Sommer so gefallen, dass sie wieder mitmachen wollte. Das Fuß­ballcamp sei ganz anders als das Spiel im Verein, erklärt Jil, „da sind wir nur Mädchen und spielen mit weniger Körpereinsatz. Da kann man nicht so drauf gehen wie bei den Jungs.“ Auch Marc Grieser freut sich, schon im dritten Jahr tatkräftig das Trainerteam unterstützen zu können: „Das Team ist wirklich super, und die Kinder spüren auch, dass wir das Projekt mit Freude und Herzblut betreiben.“

 

Alexander Oedekoven, Marco Herwartz-Emden, Oliver Keßels und Rene von der Maßen trainieren die jungen Fußballer in Kleingruppen mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Sie können ihre Schützlinge deutlich begeistern, das Training läuft ruhig und problemlos, während in der Trinkpause fröhliches und kum­pelhaftes Geplauder der Großen und Kleinen zu vernehmen sind. Auch dem zwölfjährigen Adrian gefällt das Camp. Er nimmt zum ersten Mal teil und findet alle sehr nett: „Die Trainer zeigen uns so einiges. Außerdem ist das Essen hier sehr lecker.“ Am Montag sind Trainer und Teilnehmer erst nachmittags dem Regen in die trockene Halle gewichen, „da haben wir barfuß weitergespielt. Das war irgendwie komisch, aber auch cool“, grinst Adrian. Das Fußballcamp ist auch dieses Jahr wieder ausgebucht. Kathi Büchel vom Jugendamt: „Nur durch die Hilfe von Sponsoren kann im Rahmen der Ferienspiele ein so weitreichendes Angebot so günstig zur Verfügung gestellt werden.“ Speziell für das Fußballcamp (40 Euro pro Teilnehmer) dankt Bürgermeister Tim Grüttemeier Sponsoren und Helfern, während Hans-Josef Kaulen von der VR-Bank das Kompliment an die Stadt zurückgibt: „Ich finde das Stolbärchen und die Ferienspiele insgesamt eine tolle Geschichte.“

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

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