Aktuelles


Hier finden Sie aktuelle Nachrichten rund um die CDU Stolberg. Der CDU Stadtverband mit seinen Vereinigungen, Ortsverbänden, Arbeitsgruppen und die CDU Fraktion im Rat der Stadt informieren Sie.


Der Breitbandausbau wird umgesetzt! -Einlicke...

Aktuelle Bürgerinformation der CDU Stolberg für den Monat Mai...

Bürgermeister Tim Grüttemeier souverän im Gespräch mit den Streikenden

Bürgermeister Tim Grüttemeier hat ein offenes Ohr für die Streikenden vor dem Rathaus in Stolberg
Bürgermeister Tim Grüttemeier hat ein offenes Ohr für die Streikenden vor dem Rathaus in Stolberg

Verdi rückt am Dienstagabend erstmals Stolberg in den Fokus des Ausstandes. Bürgermeister stellt sich in der Ratssitzung den Fragen der Streikenden.  


Montag Düren, Mittwoch Aachen – und gestern Abend Stolberg: Im Tarifstreit des öffentlichen Sozial- und Erziehungsdienstes setzt die Gewerkschaft Verdi auch in der zweiten Streikwoche lokale Schwerpunkte. Erstmals gingen die rund 130 in Stolberg am Ausstand Beteiligten nun vor den Türen ihres Arbeitgebers auf die Straße. Unterstützt von Elternvertretern versammelten sie sich auf dem Kaiserplatz, um im Vorfeld der Ratssitzung ihre Forderung nach einer höheren Eingruppierung und damit einer besseren Bezahlung zu untermauern. „Wir wollen an der Basis Druck erzeugen, damit auf der oberen Ebene endlich vernünftig verhandelt wird“, erklärte der städtische Personalratsvorsitzende Martin Künzer unter lautem Beifall.

Die Versammlung vor dem Rathaus war jedoch nur die Einstimmung auf das, was anschließend im Ratssaal folgte. Dort nutzten die Streikenden die auf der Tagesordnung obligatorisch aufgeführte Einwohnerfragestunde, um Tim Grüttemeier mit ihren Anliegen und ihren kritischen Fragen zu konfrontieren. Der Bürgermeister äußerte sein grundsätzliches Verständnis, betonte aber zugleich, dass über den Umfang möglicher Entgelterhöhungen noch ausführlich gesprochen werden müsse. „Wenn es tatsächlich zu einer durchschnittlichen Anhebung um zehn Prozent kommt, weiß ich nicht, wie die Stadt Stolberg das finanzieren soll.“ Die Erhöhung der Elternbeiträge sei jedenfalls nicht das geeignete Mittel, versicherte Grüttemeier und verwies auf „einen breiten politischen Konsens“ in diesem Punkt.


Ein Konsens im laufenden Arbeitskampf ist derweil nicht in Sicht. Joachim Paul, Verdi-Vertrauensleute-Sprecher für die Stadtverwaltung Stolberg, gehört zu den Streikfunktionären, die sich heute in Fulda versammeln, um über den bisherigen Verlauf des Streiks und dessen mögliche Fortsetzung nach Pfingsten zu beraten. Thema wird dann auch der in Gewerkschaftskreisen positiv aufgenommene Vorschlag von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel sein, dass der Bund die Kosten für die Unterbringung von Flüchtlingen komplett übernehmen könne, um so für die Kommunen einen größeren Spielraum bei der Bezahlung ihres Kita-Personals zu schaffen.

Fürs Erste aber sind die Fronten weiter verhärtet, ein „verhandelbares Angebot“ der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), wie es von der Gewerkschaft Verdi gefordert wird, liegt aus deren Sicht immer noch nicht vor. Deshalb bleiben auch am heutigen Mittwoch und bis mindestens Freitag alle 19 städtischen Kindertagesstätten geschlossen. Lediglich in vier Einrichtungen bietet das Jugendamt nach vorheriger „Härtefall-Prüfung“ (siehe Bericht unten) weiterhin eine Notbetreuung an.


Bezirksregierung widerspricht Stadt: Rückzahlung der Elternbeiträge möglich


Einsparungen von rund 15 000 Euro pro Streiktag kann die Stadt Stolberg nach eigenen Angaben aufgrund des laufenden Ausstandes verbuchen. Sie resultieren aus dem Umstand, dass die streikenden und gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiter keinen Lohn, sondern nur Streikgeld von ihrer Gewerkschaft erhalten.

Obwohl der Anteil der von den Eltern gezahlten Kita-Beiträge an den Gesamtkosten nur elf Prozent beträgt, hat die Stadtverwaltung gestern noch einmal betont, dass deren Rückzahlung aus ihrer Sicht nicht möglich sei. „Bei den Streiks handelt es sich juristisch um ‚höhere Gewalt‘. Deshalb würde die Rückerstattung eine freiwillige Leistung darstellen, die der Stadt Stolberg als Teilnehmerin am „Stärkungspakt Stadtfinanzen“ aus haushaltsrechtlichen Gründen grundsätzlich untersagt ist“, erklärte Pressesprecher Robert Walz.

Nachdem der Rat auf Antrag von CDU und SPD gestern Abend die Verwaltung beauftragt hat, dennoch zu prüfen, ob eine Rückzahlung möglich ist, will diese nun Gespräche mit der Bezirksregierung aufnehmen.

Wie die Kölner Aufsichtsbehörde die Situation einschätzt, erklärte sie gestern gegenüber unserer Zeitung: „Eine Rückerstattung darf nicht die Konsolidierungsmaßnahmen der Stadt gefährden“, so ein Sprecher. „Sind aber die finanziellen Einsparungen durch den Streik höher als die Belastungen durch die Rückerstattung, dann ist keine Kompensation durch die Streichung anderer freiwilliger Leistungen nötig.“ Die Bezirksregierung widerspricht damit der Einschätzung der Stadt. Haushaltsrechtliche Gründe gegen eine Rückzahlung gibt es demnach nicht.


Quelle: Stolberger Nachrichten/ Foto und Text Michael Grobusch


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CDU steht zum Schulkonzept der Stadt

203 Kinder sind für das kommende fünfte Schuljahr an der Gesamtschule Stolberg angemeldet worden. Fast 100 von ihnen mussten aus Kapazitätsgründen abgewiesen werden. Schon seit der Eröffnung im Sommer 2012 ist die Nachfrage am Sperberweg enorm. Gleichzeitig ist die Zahl der Gymnasiasten in der Kupferstadt rückläufig. Seit ihrer Eröffnung im Sommer 2012 erfreut sich die Stolberger Gesamtschule großer Beliebtheit bei Kindern und Eltern. Die Nachfrage übersteigt allerdings bei weitem die Zahl der verfügbaren Plätze. Für das Schuljahr 2014/15 mussten fast 100 angehende Fünftklässler abgelehnt werden.  Wie geht es weiter mit den Stolberger Schulen? Das wollten wir von den schulpolitischen Sprechern der Stolberger Ratsfraktionen wissen und haben ihnen deshalb die folgenden drei Fragen gestellt. Entspricht das Schulangebot in Stolberg den Anforderungen für Gegenwart und Zukunft? Kann sich Stolberg auf Dauer noch zwei Gymnasien leisten? Befürworten Sie angesichts der enormen Nachfrage eine Erweiterung der Gesamtschule Stolberg?

 


Hans Bruckschen - Schulpolitscher Sprecher der CDU-Fraktion Stolberg
      

Mit großem Erfolg wurde in den letzten Jahren die Stolberger Schullandschaft in ein modernes und auf die Bedürfnisse unsere Stadt angepasstes System umstrukturiert. Auf Grundlage der Schulentwicklungsplanung und der Elternbefragung im Jahr 2010 ist die klassische Dreigliedrigkeit im Sinne der Elternschaft umgewandelt worden. An allen Schulen wird eine gute und wertvolle Arbeit geleistet, die es weiter zu unterstützen gilt.
Die beiden Gymnasien leisten hervorragende Arbeit und sind ein wichtiger Bestandteil unserer Schullandschaft. Gerade ihre Zusammenarbeit macht beide Gymnasien attraktiv und das Kursangebot vielfältig. Der Bedarf ist da, auch wenn es Schwankungen bei den Eingangsklassen gibt.

Wir fühlen uns bestätigt, dass es richtig war, eine Gesamtschule in Stolberg einzurichten. Die große Akzeptanz und das wachsende Interesse gibt uns Recht. Eine neue Schulentwicklungsplanung muss erfolgen, die alle Schulen in den Blick nimmt und weitere Erneuerungen auch im Hinblick der Inklusion auf den Weg bringt. Die Frage nach einer Erweiterung der Gesamtschule kann nur mit Berücksichtigung aller Stolberger Schulen diskutiert werden. Schnellschüsse machen hier wenig Sinn, es geht um Qualität und nicht Quantität.[...]


Quelle: Stolberger Nachrichten / Foto und Text Michael Grobusch


Auf der Talachse wird der Wandel greifbar

Stolberg beteiligt sich am ersten Tag der Städtebauförderung. Investoren und die Verwaltung stellen ihre Konzepte und Projekte vor.

Noch ist die triste Ecke an der Grüntalstraße mit Garagen bebaut, aber im kommenden Jahr soll sie so aussehen, wenn 21 generationsgerechte Eigentumswohnungen fertiggestellt sind. Foto: D. Müller, Grafik: Pidun
Noch ist die triste Ecke an der Grüntalstraße mit Garagen bebaut, aber im kommenden Jahr soll sie so aussehen, wenn 21 generationsgerechte Eigentumswohnungen fertiggestellt sind. Foto: D. Müller, Grafik: Pidun

Ambitionierte Bauvorhaben, die teilweise bereits im kommenden Jahr abgeschlossen werden sollen, das neue Stadtteilbüro und die Erhöhung der Lebensqualität durch die Aufwertung des städtischen Raumes: Dies waren für die Kupferstadt zentrale Themen am ersten bundesweiten Tag der Städtebauförderung, an dem sich Stolberg am Samstag beteiligt hat. Bei Fachvorträgen und einem Rundgang im Projektgebiet konnten sich die Bürger von den positiven Veränderungen, die auf der Talachse bevorstehen, ein Bild machen. Die Stadtverwaltung erläuterte die geplanten Maßnahmen, die in der Innenstadt von dem Bund- und Länderprogramm „Stadtumbau West“ gefördert werden, und private Investoren stellten ihre Projekte vor.


Die Umgestaltungen von Kaiserplatz und Bastinsweiher standen ebenso auf der Agenda wie die Zukunft des ehemaligen Victor-Kaufhauses oder der Drummen-Villa. „Doch bei dem Innenstadtkonzept geht es um die gesamte Talachse, vom Willy-Brandt-Platz bis zur Mühle“, betonte der Technische Beigeordnete Tobias Röhm. Dem stimmte Andreas Elsbroek vom neuen Stadtteilbüro zu: „Ziel ist, die vollständige Achse mit Leben zu füllen und ein Wohlfühl-Umfeld mit Aufenthaltsqualität zu schaffen.“ Dabei will Elsbroek mit seinem Team nach eigener Aussage vier Jahre lang nicht nur im Stadtteilbüro helfen.


„Wir werden aktiv auf die Menschen zugehen und versuchen, Eigentümer und Gewerbetreibende zu motivieren, sich positiv einzubringen.“ Voraussichtlich ab Ende Mai werde das Stadtteilbüro im Steinweg 73 feste Sprechstunden anbieten, die Arbeit außer Haus soll aber früher aufgenommen werden. „Ob es um eine kleine Sanierungsmaßnahme geht oder um einen kompletten Neubau – wir bieten vielfältige Beratung an“, betonte Andreas Elsbroek und nannte als Beispiele Themenbereiche wie Finanzierung, Steuervorteile, energetische Sanierung und Fördermöglichkeiten.


Vom Stadtteilbüro aus war die nächste Station des Rundgangs am Samstag der „Quartiersplatz“ – freilich nur ein Arbeitstitel für einen Platz, der noch gar nicht existiert. Das Konzept der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft sieht allerdings vor, diesen Platz zu schaffen: Im oberen Steinweg soll er ungefähr auf halber Strecke zwischen Willy-Brandt-Platz und Kaiserplatz entstehen, mit Außengastronomie und freiem Blick auf die Burg zum Verweilen an der Vicht einladen. Denn der Platz soll zum Gewässer hin offen sein. Dank der Fördermittel könne die Stadt ein oder mehrere nicht denkmalgeschützte Häuser erwerben und sie abreißen, damit ein attraktiver Platz entstehen und der enge Steinweg an Raum gewinnen kann, erklärte Tobias Röhm.


Großes Interesse an den Veränderungen in der Innenstadt verzeichneten auch die privaten Investoren wie Fred Pfennings, der bald mit dem Umbau des Victor-Kaufhauses zum neuen Rathaus-Carré beginnen wird. Dort sollen 1000 Quadratmeter Gewerbeflächen im Erdgeschoss vermarktet und die Obergeschosse hauptsächlich mit dem von den Itertalklinik Seniorenzentren angebotenen betreuten Wohnen belegt werden. 39 Wohneinheiten sollen ab Mitte 2016 zur Verfügung stehen, Bewohner, Angestellte und Besucher Kaufkraft in die Innenstadt bringen. „Wir hoffen, auch andere Investoren sowie Einzelhändler und Gastronomen motivieren zu können, dass sie sich in der Innenstadt engagieren“, sagte Pfennings.

Bürger, die am Tag der Städtebauförderung mahnten, dass eine Mischung der Generationen in der Innenstadt und keine bloße Fokussierung auf Senioren vonnöten sei, dürften sich am Kaiserplatz vom Projekt des Architekten Kurt Pidun angesprochen gefühlt haben: An der Ecke Grüntalstraße neben der Drummen-Villa soll ein Neubau mit 21 Einheiten unter dem Motto „Wohnen für Jung und Alt“ ebenfalls im nächsten Jahr realisiert werden. Die Immobilie hatte der Makler Marc Müller nur kurze Zeit in seinem Portfolio, ehe Pidun sie erstand.


„Die Stimmung in Stolberg ist wirklich gut“, sagte Müller. Er kennt die Kupferstadt, war für ein Geldinstitut Jahre lang in Stolberg engagiert, ist seit 2014 als Immobilienmakler tätig und vermarktet nun die neu entstehenden Eigentumswohnungen an der Drummen-Villa. „Es sind viele interessierte Bürger, Nachbarn und Geschäftsleute unterwegs, um zu erfahren, was sich alles in ihrer Innenstadt tut“, lautete sein Fazit zum ersten Tag der Städtebauförderung. Ebenso positiv fiel seine Einschätzung zur momentanen Situation in der Kupferstadt aus: „Die Investoren kommen zurück, Stolberg ist eindeutig im Aufwärtstrend.“


Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

CDU und die Koalition möchten mehr Besucher mit neuem Konzept locken

Kupferstädter Weihnachtstage im Wandel: „Bimmelbahn“ und Öffnung schon freitags.


Der Weihnachtsmarkt an Burg und Alter Markt soll auch schon freitags öffnen und die Ausstellung „Meine Heimat“ in der Burg-Galerie einem gastronomischen Angebot weichen. Foto: D. Müller
Der Weihnachtsmarkt an Burg und Alter Markt soll auch schon freitags öffnen und die Ausstellung „Meine Heimat“ in der Burg-Galerie einem gastronomischen Angebot weichen. Foto: D. Müller

Geöffneter Weihnachtsmarkt auch am Freitagabend, eine stärkere Verbindung zwischen dem Markt in der Altstadt und an der Burg mit dem Weihnachtstreff auf dem Kaiserplatz und die Erschließung neuer Besucherkreise: Die große Koalition will einige Neuerungen bei den Kupferstädter Weihnachtstagen etablieren. „Die Struktur soll verändert werden, wobei wir das Bestehende stärken und auch Neues hinzufügen möchten“, erklärt Dieter Wolf, Fraktionsvorsitzender der SPD. Dazu zähle auch, dass der Weihnachtstreff trotz Umgestaltung des Kaiserplatzes an angestammter Stelle erhalten bleibe, betont der CDU-Fraktionsvorsitzende Jochen Emonds.

Um den Ausstellern Planungssicherheit zu geben, soll der Stadtrat beschließen, die Kupferstädter Weihnachtstage in ihrer jetzigen Form bis zum Jahr 2021 zu erhalten. „So wird Stolberg auch für weitere Aussteller interessant“, hofft Emonds. Montags bis donnerstags soll der Treff auf dem Kaiserplatz wie gehabt von 12 bis 20 Uhr geöffnet sein. Die Wochenenden sollen künftig auch in der Altstadt bereits freitags beginnen. „Den Weihnachtsmarkt zusätzlich an den Freitagen von 17 bis 21 Uhr zu öffnen, bringt auch Vorteile hinsichtlich des Bustourismus“, meint Emonds. Samstags sollen Treff und Markt einheitlich von 12 bis 21 Uhr, sonntags von 12 bis 20 Uhr Besucher anlocken. „Die neuen Zeiten sind natürlich mit den Ausstellern abgestimmt, die voll mit einbezogen wurden“, sagt Wolf.

Weihnachtsmarkt und Weihnachtstreff sollen an den Wochenenden „eine Einheit“ werden. „Daher möchten wir besonders mit Blick auf die auswärtigen Gäste, dass der Verbindungsweg zwischen Altstadt und Kaiserplatz markiert wird.“ Zudem soll an den Wochenenden der Kupferstädter Weihnachtstage eine „Bimmelbahn“ zwischen Kaiserplatz und Faches-Thumesnil-Platz pendeln. „Die Bahn ist eine weitere attraktive Verbindung von Weihnachtstreff und Weihnachtsmarkt und wichtig für Menschen, denen der Aufstieg zur Burg zu beschwerlich ist“, beschreibt Emonds.

In der Burg soll eine Veränderung greifen, von der sich die Koalition einen großen Imagegewinn für Stolberg verspricht. Bestehendes gestärkt wird dabei allerdings nicht, denn im Zusammenhang mit der Neuerung fällt nach 26 Jahren die Ausstellung „Meine Heimat“ bei den kommenden Kupferstädter Weihnachtstagen aus.

„Ziel ist es, die Burg-Galerie in das Marketingkonzept der Weihnachtstage mit einzubinden. Dort sollen Weihnachtsessen für Firmen und große Gruppen angeboten werden“, führt Wolf aus. „Die Nachfrage dafür ist groß, so dass wir sicher sind, viele neue Besucher gewinnen zu können. Diese fungieren auch als Multiplikatoren und werden Mund-zu-Mund-Propaganda für die Kupferstadt machen“, sagt Emonds. Auf diese Weise würden mehr auswärtige Gäste ganzjährig nach Stolberg gelockt werden können.

„Wir bedauern diese Entscheidung, müssen sie aber respektieren“, sagt Karl Meurer, Geschäftsführer vom Heimat- und Geschichtsverein und Ausstellungsleiter der Reihe „Meine Heimat“. Und: „Unser Blick ist nach vorne gerichtet.“ Das Angebot, die Schau nach der Krippenausstellung für drei Wochen im alten Rathaus zu zeigen, sei für den Verein nicht infrage gekommen. „Das alte Rathaus ist werktags zugänglich, und die Ausstellungsobjekte wären dort nicht geschützt. Stattdessen weiche „Meine Heimat“ künftig zeitlich aus und präsentiere die Schau im Juni in der Burg-Galerie. Für noch eine Neuerung ist die Gesellschaft für Stadtmarketing (SMS) verantwortlich: Wurde auf Initiative von Marita Matousék zunächst die Burgstraße festlich illuminiert, folgte der zweite Teil des „Lichterwegs“ in Klatter- und Enkereistraße. Als die SMS den Unternehmen dankte, die mit ihrem Sponsoring dieses Mehr an Weihnachtsbeleuchtung möglich gemacht haben, nutzte Matousék das Treffen, um für den nächsten Teil des Lichterwegs zu werben: „Wir möchten gerne die 1,6 Kilometer lange Talachse der Innenstadt festlich beleuchten.“

Das ambitionierte Projekt soll in drei Teilabschnitten umgesetzt werden, und noch in diesem Jahr soll der Steinweg von der Burgstraße bis zum Kaiserplatz in weihnachtlichem Glanz erstrahlen. Von den sponsernden Unternehmen erhielt die SMS bereits positive Signale, dass auch die nächsten Stolberger Lichterwege unterstützt werden.

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

CDU Stolberg beantragt Jubiläumsfeier 2018

Die CDU Stolberg beauftragt die Verwaltung, anlässlich des 900 jährigen Bestehens unserer Stadt, ein Konzept für eine Jubiläumsfeier zu erarbeiten.

Geht es ohne Kunstrasen nicht mehr?

Alle Stolberger Fußballvereine wollen einen Sportplatz, der über das ganze Jahr und bei allen Witterungsverhältnissen bespielbar ist.

Luftballons in den Vereinsfarben blau und gelb ließen die Kinder und Jugendlichen der SG Stolberg zur Fertigstellung des Kunstrasenplatzes in den Himmel steigen.Fotos: O. Hansen
Luftballons in den Vereinsfarben blau und gelb ließen die Kinder und Jugendlichen der SG Stolberg zur Fertigstellung des Kunstrasenplatzes in den Himmel steigen.Fotos: O. Hansen

Die Sportgemeinschaft Stolberg 1919/09 hat ihren neuen Kunstrasenplatz eingeweiht. Mit zahlreichen Ehrengästen und der kompletten Jugendabteilung wurde der Abschluss des rund 500 000 Euro teuren Projektes gefeiert. 250 000 Euro steuerte die Stadt bei, den Rest stemmte der Gressenicher Verein selbst. „Ohne Schulden zu machen“, betonte der SG-Vorsitzende, Axel Wirtz, in seiner Festansprache.

Die SG Stolberg, deren 1. Herrenmannschaft in der Fußball-Kreisliga A auf Torjagd geht, ist vor rund sechs Jahren aus der Fusion der beiden Vereine SV Gressenich und FC Adler Werth hervorgegangen. Auf dem alten Aschenplatz des Vereins machte das Kicken vor allem bei Regenwetter wenig Spaß. Der Entschluss, das alte Sportgelände aufzugeben, reifte da rasch. Und einen neuen, zeitgemäßen Kunstrasenplatz in der Nähe der Grundschule zu errichten, die das Gelände mitnutzen könnte. Innerhalb eines knappen halben Jahres legte die Fachfirma das 102 mal 66 Meter große Grundstück für den Kunstrasenplatz im zurückliegenden Winter an. Eigentümer des Grundstücks bleibt die Stadt. Sie steuerte außerdem 250 000 Euro für den Bau des Platzes bei. Im Gegenzug wird das alte Sportplatzgelände zum Baugebiet erklärt.

Etliche Sponsoren halfen dem Verein mit Geld und Material, viele Mitglieder packten fleißig mit an. Etwa beim Abtragen des alten Aschenbelages oder beim Errichten des Gitterzaunes um den neuen Platz. Eine angesparte Rücklage wurde aufgebraucht. So konnte die SG den Endpreis von rund 500 000 Euro stemmen, ohne einen Kredit aufnehmen zu müssen. Axel Wirtz dankte in seiner Ansprache allen, die zu der Verwirklichung des Projektes beigetragen hatten.

Wirtz erinnerte daran, dass die geplanten Zuschauertribünen noch errichtet werden müssen. Auch die Terrasse am Vereinsheim soll noch überdacht werden. Außerdem soll es eine weitere Zufahrt zum Platz geben, aus Richtung Mausbach. Hier setzt der Verein auf den vorgesehenen Netto-Markt, der sich gleich neben dem Sportgelände ansiedeln will und natürlich auch eine Straße zum Kundenparkplatz geplant hat.

„Die neue Sportanlage in Gressenich ist ein Vorzeigeprojekt für die Stadt“, lobte Bürgermeister Tim Grüttemeier das ehrenamtliche Engagement der vielen Helfer. Der Vorsitzende des städtischen Sportausschusses, Jochen Emonds, sowie der Chef des Fußballkreises Aachen, Raphael Lamm, waren ebenfalls voll des Lobes über den Einsatz der Fußballbegeisterten in Gressenich. Bevor die Jugendmannschaften des Vereins unter den Klängen der Gressenicher Blasmusikanten ihre ersten Spiele auf dem neuen Platz austragen konnten, segneten Pater Silvano und der evangelische Pfarrer Andreas Hinze das Gelände ein.

Bei dem Begriff „Kunstrasen“ bekommen die Funktionäre der Stolberger Fußballvereine sofort glänzende Augen. Jeder Club will seine Kicker auf Kunstrasen spielen lassen. Als erster Stolberger Fußballverein verfügte der Landesligist VfL Vichttal über einen Kunstrasenplatz und damit die Chance, bei jedem Wetter gegen den Ball zu treten. Landesligist SV Breinig kann seinen Fußballern zwei Kunstrasenplätze unterschiedlicher Größe anbieten. Sie werden seit gut vier Wochen bespielt. Vorsitzender Frank Laumen kann bis jetzt nichts Negatives über das Kunstgras sagen. Die Plätze wurden aus städtischen Mitteln und Spenden finanziert. Hinzu kommt allerdings der Bau des neuen Vereinsheimes, der sich in der Schlussphase befindet. Wie viel der Verein da insgesamt aufbringen muss, will Laumen noch nicht sagen: „Das wird jedoch deutlich teurer als in Gressenich.“ Laumen hofft, dass das Projekt ohne Kreditaufnahme durch den Verein gestemmt werden kann.

Die SG Gressenich konnte am Sonntag als dritter Stolberger Fußballverein ihren Kunstrasenplatz einweihen. Ohne Kreditaufnahme. Im Bau ist der Kunstrasen derzeit am Glashütter Weiher. B-Ligist FC Stolberg, zu dem sich drei Vereine zusammengeschlossen haben, arbeitet noch an seinem Kunstgrün. Die Kosten werden sich bei Fertigstellung hier auf fast 750 000 Euro belaufen, 165 000 Euro mehr als vorgesehen. Das geht nur mit Kredit, der langfristig durch die Mitgliedsbeiträge zurückgezahlt werden soll. Die Stadt gab 500 000 Euro. Spätestens Anfang Juni soll der Kunstrasenplatz bespielbar sein, verspricht Vorsitzender Hans-Josef Siebertz. Auch der Bau der Tribüne habe schon begonnen. Es fehle noch das Dach.

Die Finanzierung des Kunstrasenprojektes von TSV Donnerberg und Columbia auf dem Donnerberg ist zwar schon fest im Visier der Stadtverantwortlichen, Voraussetzung wäre allerdings eine baldige Fusion der beiden Vereine. Nicht zuletzt liebäugelt auch Adler Büsbach mit dem Bau eines Kunstrasenplatzes. Naturgrün oder Asche als Unterlage beim Fußballspiel sind jedenfalls Auslaufmodelle.

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Elf Stunden und 6 Minuten auf dem Fußballplatz

Beim 24-Stunden-Marathon des Vereins Tabalingo hat Tim Xhonneux die beste Ausdauer. 150 Teilnehmer spielen mit.

150 Sportler, in erster Linie Jugendliche und junge Erwachsene, beteiligten sich am Wochenende am 24-Stunden-Fußball-Marathon des Vereins Tabalingo. Foto: T. Dörflinger
150 Sportler, in erster Linie Jugendliche und junge Erwachsene, beteiligten sich am Wochenende am 24-Stunden-Fußball-Marathon des Vereins Tabalingo. Foto: T. Dörflinger

Fußballsport nicht in Turnierform, sondern als 24-Stunden-Marathon, stand am Wochenende bei Tabalingo auf dem Programm. Der gemeinnützige Verein, der sich auf sportlicher und kultureller Basis der Förderung von behinderten und nichtbehinderten Kindern und Jugendlichen widmet, konnte auf seiner Anlage an der Hastenrather Straße rund 150 Teilnehmer begrüßen. Da faires Verhalten Voraussetzung war, musste kein strenges Regelwerk zur Hilfe genommen werden.

Sportliches Ziel war es, möglichst lange am Geschehen beteiligt zu sein. Am besten machte das der 15-jährige Tim Xhonneux, der allein elf Stunden und sechs Minuten im Einsatz war. Auf den Plätzen 2 und 3 folgten der 20-jährige Tobias Freudenberg und der 22-jährige Jonas Espeter, die jeweils mehr als acht Stunden auf der Jagd nach dem runden Leder waren.

Gespielt wurde auf zwei Kunstrasen-Kleinfeldern, das vordere war unter dem Namen „Creutz-Court“ erst am vergangenen Freitag eingeweiht worden. Immer zwei Teams, die einschließlich Torwart aus fünf Spielern bestanden, traten gegeneinander an. Die jeweilige Spieldauer konnte jeder Spieler selbst bestimmen. Wer mitspielen wollte, machte die Aktiven auf dem Spielfeld durch Zurufe oder Handzeichen darauf aufmerksam. Sogar Bürgermeister Tim Grüttemeier hatte sich am Samstagvormittag für 15 Minuten die Fußballschuhe im Dienst der guten Sache angezogen.

Mit dabei war auch der 19-jährige Alexander. „Bei Tabalingo bin ich quasi Stammgast. Dort besuche ich seit vier Jahren regelmäßig das Montagstraining. Fußball und das Spielen im Team machen mir riesigen Spaß“, berichtete der Regenbogen-Schüler. Alexander gehörte auch zu den rund 40 Gästen, die über Nacht blieben und ein provisorisch eingerichtetes Matratzenlager in der ansonsten dem Tanzsport vorbehalten Halle nutzten. Dort wurden die Übernachtungsgäste auch verpflegt.

An der mit „1. inklusiver Fußball-Marathon“ überschriebenen Veranstaltung nahmen nicht nur Einzelsportler, sondern auch Sportvereine teil. So hatten unter anderem der SV Breinig und Jugendsport Wenau einige ihrer aktiven Spieler entsandt. Insgesamt beteiligten sich 15 Teams an dem Fußball-Marathon – sieben von ihnen stellte der Verein Tabalingo. Und damit alles mit rechten Dingen zuging und man bei Problemen, die aber die Ausnahme blieben, rechtzeitig eingreifen konnte, standen am Spielfeldrand rund 30 Betreuer, zwei Krankenschwestern und zwei Ärzte zur Verfügung. Einer von ihnen war Dr. Alexander Mauckner, der auch Mannschaftsarzt der Fußballer von Alemannia Aachen ist.

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung