Aktuelles

Hier finden Sie aktuelle Nachrichten rund um die CDU Stolberg. Der CDU Stadtverband mit seinen Vereinigungen, Ortsverbänden, Arbeitsgruppen und die CDU Fraktion im Rat der Stadt informieren Sie.

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Mo

23

Mär

2015

Schließung der Stolberger Notfallpraxis vorerst gestoppt

Die Kassenärztliche Vereinigung will 20 von 61 Praxen schließen. Die Ärztekammer Nordrhein macht diesen Plänen einen Strich durch die Rechnung. Bewährte Strukturen müssten erhalten bleiben.

Dem Vorschlag der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein zur Schließung mehrerer Notfallpraxen im Gebiet der StädteRegion Aachen hat sich in Stolberg ein breiter bürgerschaftlicher Protest entgegengestellt, der auch in bundesweiten Medien auf Interesse gestoßen ist. Dem Protest der Bürgerinnen und Bürger hat sich nun auch die Ärztekammer Nordrhein angeschlossen und die Reform der Notdienst-Versorgung abgelehnt. Vorerst bleiben damit alle Notfallpraxen im Rheinland geöffnet. Bürgermeister Dr. Grüttemeier wird den weiteren Prozess aktiv mitbegleiten.

 

„Die Entscheidung der Ärztekammer Nordrhein, die Schließung der ambulanten Notfall-Praxen zu stoppen ist richtig.“, erklärt in diesem Zusammenhang Bürgermeister Dr. Grüttemeier, der den Protestzug am 02.03.2015 unterstützt und um Mitwirkung geworben hat. „Gewachsene Strukturen müssen erhalten bleiben und die Bürgerinnen und Bürger müssen sich darauf verlassen können, dass in zumutbarer Entfernung die bewährt hohe Qualität der ärztlichen Versorgung weiter zur Verfügung steht.“

 

Die Kassenärztliche Vereinigung hatte mit ihrem Vorstoß zur Schließung eines Drittels der Notfallpraxen im Rheinland für erhebliche Unruhe gesorgt. Aus Sicht der Ärztekammer jedoch soll sich eine Reform nur auf Regionen beschränken, in denen Patienten heute nicht optimal versorgt werden. Für den Kammerpräsidenten Rudolf Henke geht Sorgfalt vor Schnelligkeit. Beide Verbände wollen nun Anfang Mai gemeinsam mit den Kommunen beraten, wie Notfälle abends, an Wochenenden und Feiertagen künftig versorgt werden können. Auch Bürgermeister Dr. Grüttemeier wird an diesem Termin in Düsseldorf teilnehmen.

 

„Wäre die Reform wie geplant umgesetzt worden, hätte dies die ortsnahe medizinische Versorgung zerschlagen und die Bürgerinnen und Bürger gezwungen, im Notfall die jetzt schon überlasteten Ambulanzen der örtlichen Krankenhäuser aufzusuchen. Es ist gut, dass dies verhindert wurde. Jetzt müssen wir uns alle zusammensetzen und sachlich über die Zukunft der medizinischen Versorgung vor Ort sprechen.“, so Bürgermeister Dr. Grüttemeier abschließend.

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Mo

23

Mär

2015

Das Jugendbus-Angebot wird ausgeweitet 

Das nun blau lackierte Gefährt ist ab sofort an fünf Tagen in der Woche im Stadtgebiet unterwegs. Weitere Neuerungen.

Der Stolberger Jugendbus ist jetzt dunkelblau und wird noch mit Graffiti verziert. An fünf Tagen in der Woche beweist er alte und neue „inneren Werte“. Foto: D. Müller
Der Stolberger Jugendbus ist jetzt dunkelblau und wird noch mit Graffiti verziert. An fünf Tagen in der Woche beweist er alte und neue „inneren Werte“. Foto: D. Müller

Der Jugendbus der mobilen Jugendarbeit der Stadt Stolberg ist wieder auf Tour. Und es hat sich einiges rund um das Gefährt getan. Augenfällig ist zunächst, dass der Jugendbus eine andere Farbe hat und nun in dunklem Blau daherkommt. „Die Jugendlichen werden ihn noch mit Graffiti verzieren, aber schon jetzt sieht er eben nicht mehr wie ein Linienbus aus“, erklärt Jugendarbeiterin Anne Barry. Über die Farbe hätten Stolberger Jugendliche entschieden – bei der demokratischen Abstimmung habe das Dunkelblau knapp die Nase vor Schwarz gehabt.

 

Auch an den Vorarbeiten wie der Entfernung der alten Aufkleber und der Lackierung seien Jugendliche aktiv beteiligt gewesen, betont Hermann Moonen: „Sie sind auch kleinen Roststellen zu Leibe gerückt, um die Optik zu verbessern.“ Der städtische Jugendsozialarbeiter ist nun im Besitz einer frischen Lkw-Fahrerlaubnis. Und damit greift eine weitere Neuerung, denn ab sofort ist der Stolberger Jugendbus dank zweier Fahrer an fünf Tagen in der Woche unterwegs und macht mit geändertem Fahrplan (siehe Infokasten) auch wieder auf dem Schulhof der Propst-Grüber-Schule auf der Liester Halt. „In den Abendstunden wird er von Außen beleuchtet, um auf das Angebot aufmerksam zu machen“, sagt Barry.

 

Und dieses Angebot für alle Jugendlichen ab zwölf Jahren ist groß – und noch besser geworden, verweist Moonen auf die „inneren Werte“ des Jugendbusses: „Viele Neuerungen kommen aus der Wunschbox, in der die Jugendlichen ihre Anregungen deponiert haben. Das ist sehr wichtig, denn es nicht ja nicht der Bus der Stadt, sondern der Bus von den Jugendlichen.“ So findet sich im Innerenjetzt auch eine Gitarre, ein „Longboard“, um sich im Außenbereich körperlich zu betätigen, und neue Musik-CDs, gewünschte Filme sowie neue Spiele für die Game-Konsolen sind an Bord. Eine Standheizung und ein Lamellenvorhang im Eingangsbereich sorgen an kühlen Tagen für Behaglichkeit.

 

„Für den Computer bekommen wir bald noch Wlan. Selbstverständlich bleiben aber bewährte und gerne genutzte Angebote des weiterhin bestehen“, sagt Barry. So könne in dem Bus nach wie vor gekocht und gebacken werden, und der Grill gehöre ebenfalls zur Standardausrüstung. „Natürlich ist es auch möglich, nichts zu machen, sich einfach zu treffen und zu entspannen“, ergänzt Moonen. Dort, wo es keine „stationären“ Jugendtreffs gibt, sei der Jugendbus die „ambulante“ Freizeitalternative für Kids und habe einen hohen pädagogischen Mehrwert. „Der Bus ist immer zur gleichen Zeit am gleichen Ort, und eine weitere Konstante sind die Jugendarbeiter.“

 

Feste Ansprechpartner ständen bereit und könnten ein Vertrauensverhältnis zu den Jugendlichen aufbauen. „Das muss nicht, kann aber gerne sein“, hebt Moonen hervor. „Die Kids können mit ihren Problemen zu uns kommen. Ob Stress in der Schule, Liebeskummer, anstehenden Bewerbungen, Ärger mit Eltern oder Geschwistern, Probleme mit Alkohol oder Drogen – wir sind Ansprechpartner für alle Lebenslagen. Da wir nicht allwissend sind, können wir sicherlich nicht bei allem helfen, wissen aber, wer helfen kann, oder finden es heraus.“


Station macht der Jugendbus jeweils von 16 bis 21 Uhr. In der Atsch (Kirche Sebastianusstraße) ist er jetzt montags anzutreffen, in Münsterbusch (Grundschule Prämienstraße) macht er dienstags Halt und mittwochs dann wieder auf der Liester (Propst-Grüber-Schule). Donnerstags ist der Jugendbus in Mausbach (Realschule Im Hahn) und freitags in Breinig (Sporthalle Stefanstraße).

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Mo

23

Mär

2015

Unser Kompetenzteam hat sich wacker geschlagen

Die Stadtaufgabe mit Bravour gelöst. Dennoch unterliegt Stolberg knapp in dem WDR 2 Wettbewerb „Für eine Stadt“. Viel Engagement und gute Vernetzung bewiesen.

Hier wurde einfach alles gekupfert! Foto: Dirk Müller
Hier wurde einfach alles gekupfert! Foto: Dirk Müller

Es ist spannend und knapp gewesen, aber am Ende fehlten Stolberg zwei Punkte, um mit Kleve gleichzuziehen und ein Stechen bei der WDR 2 Aktion „Für eine Stadt“ zu erreichen. Neun Quizfragen hätte das Kompetenz-Team aus Bürgermeister Tim Grüttemeier, Touristik-Chefin Barbara Breuer und Jürgen Lange, dem Leiter der Stolberger Lokalredaktion unserer Zeitung in 90 Sekunden richtig beantworten müssen, um im Wettbewerb zu bleiben. Grüttemeier schlug sich als Sprecher des Teams zwar wacker und beantwortete die Fragen schnell und im Alleingang, doch sieben korrekte Antworten genügten nicht. Das Finale von „WDR 2 – Für eine Stadt“ nicht gewonnen zu haben, kann allerdings für die Stolberger kein Grund zum Trauern sein, denn wie die Stadtaufgabe zuvor mit – vollkommen zurecht – voller Punktzahl gelöst wurde, war sehr beeindruckend.

Moderator Uwe Schulz verkündete um 10 Uhr morgens, dass die Bewohner der Kupferstadt so richtig „abkupfern“ sollen. Zu den Plagiaten sollten auch zehn „Kopien“ des Moderators selbst zählen. Das ließen sich die Stolberger nicht zweimal sagen, sondern legten tüchtig los, demonstrierten starke Vernetzung, viel Engagement und große Identifikation mit der Stadt.

Während sich die Aktiven verstreuten, um „Abgekupfertes“ auf den Kaiserplatz zu holen, wurde zunächst das Technische Betriebsamt tätig. Kurzerhand tauschten die Arbeiter Tische und Bänke zwischen Bühne, Imbiss und Getränkewagen gegen Bühnenelemente aus, auf denen Modelle, Kopien und Plagiate drapiert werden konnten. Kaum geschehen, ging es quasi Schlag auf Schlag. Der Donnerberger Sender, den Karnevalsfreunde vom Wagen der Hubääte kennen, zierte den Kaiserplatz und zahlreiche Modelle von Burg, Kupferhöfen und dem Industriemuseum Zinkhütter Hof erreichten im Minutentakt den Ort des Geschehens.

Innerhalb von gut zwei Stunden hatten Kinder aus Stolberger Kitas und Schulen mehr als 200 Bilder mit Kupferstädter Motiven angefertigt. Aus einem betagten Kleinwagen wurde ein Ferrari, große Prym-Druckknöpfe aus Marzipan wurden gebracht, der Bürgermeister stellte seine Doktorarbeit als vervielfältigte Plagiate zur Verfügung. Filmplakate von bekannten Streifen wie „Schlaflos in Stolberg“ oder „Asterix und Obelix in der Kupferstadt“, bei dem die Protagonisten Ketschenburger Pils in den Händen halten, kamen aus einem Drucker im Rathaus.

Der Heimat- und Geschichtsverein Stolberg baute das dreiteilige Modell der Vicht auf, das schon an den Kupferstädter Weihnachtstagen bewundert werden konnte. Im Rathaus wurde währenddessen gebügelt. Ein geschäftiges Team modifizierte weiße Kittel, versah sie mit dem Logo des Radiosenders, um die Jacke des Moderators nachzuahmen. Schulz-Masken waren bereits fertig, ebenso wie die Mikrofone. Die Präsentation der Stadtaufgabe wurde koordiniert.

Sebastian Wenzler packte derweil auf dem Kaiserplatz einen Clou aus, der die Aufgabe „abzukupfern“ in Vollendung löste. Der Leiter des Museums Zinkhütter Hof brachte einen „abgekupferten Kupfermeister“ mit – ein Gemälde von Isaak Prym, das tatsächlich eine Fälschung aus dem 18. Jahrhundert ist. Das Zusammenwirken von Privatpersonen, Vereinen und Institutionen beeindruckte nicht nur manchen Stolberger, sondern vor allem auch die Jury, und als wie gefordert zehn Uwe-Schulz-Doubles gefolgt von dem Moderator selbst über den „Laufsteg“ gingen, und der gut besuchte Kaiserplatz wie aus einem Mund das Lied „Alles nur geklaut“ sang, war die Stadtaufgabe mit voller Punktzahl und Bravour gelöst.

Quelle: Dirk Müller


Sa

21

Mär

2015

Alter Sportplatz in Breinig: Die Grundstücke sind heiß begehrt

Neues Baugebiet für 55 Häuser wird jetzt erschlossen. Keine bleihaltige Asche.

Wo früher die Kicker des SV Breinig dem runden Leder nachjagten, wird schon bald ein neues Baugebiet entstehen. Auf dem Geländes des alten Sportplatzes an der Schützheide sollen insgesamt 55 Gebäude hochgezogen.

Das 24000 Quadratmeter große Areal ist bereits leergeräumt. Lediglich das alte Vereinsheim des SV steht noch. Es soll aber spätestens in einem halben Jahr abgerissen werden, wenn auf der gegenüber liegenden Straßenseite der neue Sportplatz samt neuem Heim fertiggestellt sein wird.

Für das Baugebiet auf dem alten Vereinsgeländes sind Kosten von insgesamt 7,1 Millionen Euro veranschlagt. Erschließungsträger ist die Stolberger Bauland GmbH, die Vermarktung läuft über die beiden Gesellschafter Stadt Stolberg und Sparkassen Immobilien GmbH. Errichtet werden 55 Gebäude, darunter 37 frei stehende Einfamilienhäuser mit einer Höhe von maximal zwei Geschossen, 14 Doppelhaushälften und vier Mehrfamilienhäuser. Die einzelnen Grundstücke sind zwischen 235 und 1180 Quadratmeter groß. Und nicht ganz billig. Zwischen 220 und 325 Euro kostet der Quadratmeter Baufläche, je nach Lage. „Das Gelände wird trotzdem rasch bebaut sein. Die Grundstücke sind gefragt, es gibt bereits eine Warteliste“, zeigte sich Bürgermeister Tim Grüttemeier zum symbolischen Ersten Spatenstich zuversichtlich.

Schließlich befindet sich das neue Baugebiet in einer ruhigen naturnahen Wohnlage. Trotzdem gibt es in der Nähe Kindergarten, Schule, Ärzte, einen Supermarkt, eine Bäckerei und eine Sparkassenfiliale. Und das Zentrum von Stolberg sowie die Universitätsstadt Aachen sind von Breinig aus rasch zu erreichen.

Franz Jansen, Geschäftsführer der Sparkassen Immobiliengesellschaft, erinnerte daran, dass die ersten Schritte zur Entwicklung des Baugebietes bereits vor sieben Jahren unternommen worden waren. „Dann verschwanden die Pläne zunächst in der Schublade, ehe vor zwei Jahren ein neuer Anlauf genommen wurde.“ Auch Jansen räumte ein, dass die Grundstückpreise vergleichsweise hoch seien. „Aber die Grundstücke sind das Geld wert. Das sehen wohl auch die vielen Interessenten aus Aachen so, die sich bei uns melden.“ Die Erschließung des Geländes soll zwischen März und August erfolgen. Es gibt keine bleihaltige Sportplatzasche auf dem Grundstück. Sie war bereits vor 20 Jahren ausgetauscht und entsorgt worden.

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Di

17

Mär

2015

Büsbach braucht wieder Vorzeigbares

Dann ist eine erneute Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ möglich. Umsetzung der Ortsteilentwicklung steht an.

Stolberg-Büsbach. Die Vertreter der IG Büsbach haben wieder gutes Timing bewiesen. Der mit Bürgermeister Tim Grüttemeier vereinbarte Gesprächstermin zur weiteren Vorgehensweise bei der Umsetzung einer Planung zum Ortsteilentwicklungskonzept passte zeitlich genau zur Verwaltungsvorlage der Planung zur Sanierung der Galmeistraße. Am Donnerstag, 19. März, ist die Thema im Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt.

Da der Ausbau der Galmeistraße nicht noch einen weiteren Winter geschoben werden kann und finanzielle Mittel für die Ausführungsplanung noch nicht vorhanden sind, wurde in dem gemeinsamen Gespräch mit dem Bürgermeister und dem Technischen Beigeordneten Tobias Röhm sehr schnell klar, dass auf jeden Fall der Ausbau der Galmeistraße zunächst einmal von der Ortsteilentwicklung abgekoppelt werden muss.

Um den zwingend erforderlichen Ausbau der Galmeistraße Ende 2015 beginnen zu können, aber auch die Schnittstelle zur Gestaltung des Ortsteilentwicklungskonzepts zu berücksichtigen, erfolgen der Ausbau der Galmeistraße bis zu einer definierten Ausbaugrenze und die planerische Anbindung des letzten Bereichs an die Konrad-Adenauer-Straße mit der Ausführungsplanung des Gestaltungskonzeptes Ortsmitte. Mit einer Ausführungsplanung werden Materialien, Werkstoffe und Anschlusshöhen an die vorhandenen Straßen und Einmündungen festgelegt und ein gesamteinheitliches Gestaltungskonzept der Ortsmitte Büsbachs möglich.

Für die IG Büsbach kann es aber nur dann zu einer erneuten Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ kommen, wenn auch etwas Neues vorzeigbar ist, und dazu gehört eben eine teilweise Umsetzung der Ortsteilentwicklung.

Bürgermeister Tim Grüttemeier wollte die Büsbacher nicht ohne positive Perspektive nach Hause gehen lassen. Er sagte zu, die Realisierbarkeit einer Anschlussfinanzierung zur Erstellung einer Ausführungsplanung für die Ortsteilentwicklung zu prüfen.

Beim Gespräch sagte der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Siegfried Pietz zu, in seiner Fraktion dafür zu werben, dass noch entsprechende Mittel im kommenden Haushalt bereitgestellt würden. Dabei werde er von seinen Büsbacher Ratskollegen Fritz Thiermann, Michael Thomas und der stellvertretenden Bürgermeisterin Karina Wahlen unterstützt.

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Di

17

Mär

2015

Wenn der erste Ball rollt, sind alle Kosten fürs Kunstgrün beglichen

Axel Wirtz (r., Vorsitzender), Harald Rüttgers (l., 2. Vorsitzender), Franz Leister (Mi., Beisitzer und Betreuer der Baustelle) stehen auf dem schwarzen Platz, der grüne Farbe annehmen soll. Foto: I. Hamadache
Axel Wirtz (r., Vorsitzender), Harald Rüttgers (l., 2. Vorsitzender), Franz Leister (Mi., Beisitzer und Betreuer der Baustelle) stehen auf dem schwarzen Platz, der grüne Farbe annehmen soll. Foto: I. Hamadache


Stolz und voll­er Vorfreude präsentierten die Vorstandsmitglieder des SG Stolberg den fast fertigen Kunstrasenplatz. Vorsitzender Axel Wirtz ist zufrieden mit dem bisherigen Lauf der Dinge: „Es gab kaum witterungsbedingte Verzögerungen. Es hat sich ausgezahlt, dass wir das Projekt im Winter angegriffen haben“.


Nächste Woche wird der Platz mit Sand und Granulat verfüllt und die Grünfläche verlegt. In spätestens 14 Tagen kann er dann für die ersten Spiele freigegeben werden, berichtet der stellvertretende Vorsitzende Harry Rüttgers.


Darüber hinaus fehlten noch einiges an Eigenleistung des Vereins an, wie etwa das Anbringen der Banden und die Aufarbeitung der Nebengebäude, eine Renovierung des Sportheims, der Bau eines neuen Imbiss‘, die Errichtung einer Tribüne und eine Überdachung der Terrasse.


Insgesamt würden sich die Kosten des Projekts demnach am Ende auf etwa eine halbe Millionen Euro belaufen, schätzt Rüttgers. Neben städtischer Unterstützung wurden die Mittel bisher mit Hilfe von Werbepartnern, Spenden und Hypotheken des Vereins aufgebracht. Der Verein sei der Stadt für den reibungslosen Ablauf der finanziellen Unterstützung dankbar, sagen die Vorstandsmitglieder, betonen jedoch auch den gesteigerten Wert der Grundfläche, von dem die Kupferstadt nun profitieren könne. Überdies werde auch die Grundschule einen erheblichen Nutzen aus dem benachbarten Sportplatz ziehen.


12 000 Tonnen Erdreich wurden von der Baustelle abgefahren, 5000 Tonnen neues Material eingesetzt. „Dennoch gab es keine Beschwerden von Bewohnern der Nachbarschaft“, informiert Wirtz. Zur Vorbeugung von Störungen wurde eine zusätzliche Baustraße installiert.


Die Engagierten sind nun heiß darauf, die Sportler endlich auf den Platz zu lassen; lange genug hätten diese den Ausfall des Platzes schon ertragen müssen. Dass sich das Warten gelohnt hat, wird sich dann in zwei Wochen zeigen, wenn der Platz auch direkt bespielt wird.

Dem SG-Vorstand ist es wichtig, erneut zu betonen: Wenn das erste Spiel ausgetragen werde, seien sämtliche Kosten für den Kunstrasen beglichen.


Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Sa

14

Mär

2015

Stolberg verpasst sich nun einen guten Ruf

Wie sieht sich Stolberg, und wie ist die Kupferstadt am besten in ihrer Außendarstellung zu vermarkten? Industrielle Tradition, die erhaltene Altstadt europäischer Dimension und jede Menge Natur sogar mitten in der Innenstadt gehören zur Identität.
Wie sieht sich Stolberg, und wie ist die Kupferstadt am besten in ihrer Außendarstellung zu vermarkten? Industrielle Tradition, die erhaltene Altstadt europäischer Dimension und jede Menge Natur sogar mitten in der Innenstadt gehören zur Identität.





Die „Kupferstadt im Aachener Land“: Ist das überhaupt ein Slogan, der zu Stolberg passt? Kupferstadt, klar. Allemal ist dieser Begriff ein Sinnbild für die Stadt an Vicht- und Münsterbach mit ihrer langen industriellen Historie. Während Kupferstadt für Einheimische ein stolzer Begriff ist, und für Auswärtige eine Marke sein soll, ist der Beiname „im Aachener Land“ mehr als strittig. Das war er bereits vor acht Jahren, als unter der Moderation von Dr. Robert Datzer ein erstes Tourismuskonzept erarbeitet wurde, und auch heute wird diese eher regionale Zuordnung kritisch gesehen. Weil man mit „im Aachener Land“ beim Marketing nun einmal nicht viel Aufmerksamkeit erzielen kann. Und überhaupt, das „Aachener Land“ existiert historisch und geografisch gar nicht; bestenfalls als Name für eine Raststätte an der Autobahn. Nein, mit solchen Phrasen kann man weder die Begeisterung des Stolbergers für seine Heimatstadt steigern, noch das Image der Kupferstadt in der Ferne verbessern. Nun ja, was nicht so gut läuft, ist in Stolberg meistens bekannt. Aber wie soll es gehen, der Kupferstadt ein positives Image zu verpassen? Wie kann man dieser liebenswerten Stadt, die immer wieder mal weniger schöne Schlagzeilen geschrieben hat, zu einem guten Gesamteindruck verhelfen?


Das ist eine Aufgabe für Profis, befand der Bürgermeister und schlug dem Stadtrat einen Ideenwettbewerb zur Verbesserung der städtischen Außendarstellung vor. Innerhalb der Bewerbungsfrist bis Ende Februar „reichten sieben Agenturen der regionalen Kreativwirtschaft ihre Konzepte ein“, berichtet Tim Grüttemeier. Bereits die rege Beteiligung sei ein guter Erfolg für Stolberg, zeuge sie doch vom großen Interesse in der Region an der künftigen Entwicklung der Kupferstadt, wertet der Bürgermeister. Vor einem Gremium aus Vertretern der Fraktionen und der Verwaltungsspitze haben die Agenturen dann jeweils 30 Minuten Zeit gehabt, ihre Konzepte zu präsentieren. „Es waren sehr interessante Vorschläge darunter“, sagt Grüttemeier, ohne Details verraten zu wollen.


Denn in intensiven Beratungen hat sich die Kommission auf drei Konzepte geeinigt, die die Agenturen dem Stadtrat auf seiner Sitzung am 24. März in einer Kurzfassung vorstellen dürfen. Aus dem Trio soll die Politik ein Team auswählen, dessen Rat in die Tat umgesetzt werden soll. Es sind drei Agenturen aus Aachen, die in der engeren Wahl sind: „Giftgrün“, „Oecher-Design Medienagentur“ und die „Werbeagentur Power+Radach“ – in alphabetischer Reihenfolge – haben mit ihren Ideen Verstand und Gemüt der Auswahlkommission am intensivsten gekitzelt.


„Unser Ziel ist eine langfristige Kooperation“, verdeutlicht Grüttemeier das Vorgehen. Dem Bürgermeister geht es um mehr als einen Slogan, der Einheimische wie Auswärtige begeistert und interessiert, der für die Kupferstadt nach innen und außen wirbt. Erarbeitet werden soll auch ein Leitbild nicht nur für die Verwaltung, deren Mitarbeiter unterstützend geschult werden sollen.


„Wir müssen unsere komplette Außendarstellung auf neue und einheitliche Füße stellen“, erklärt Grüttemeier. Das fängt an bei heute selbstverständlichen Banalitäten wie einheitlich gestalteten Briefköpfen oder Namensschildern und setzt sich fort über Broschüren und Accessoires bis hin zur Online-Präsentation. „Es geht bei dem Ideenwettbewerb aber weniger um die Erstellung einer neuen Design-Linie“, betont Grüttemeier. „Schwerpunkt ist und bleibt dabei die Image-Kampagne, mit der die Außendarstellung Stolbergs nachhaltig positiv beeinflusst wird.“


Entsprechend geht es auch darum, wie der Name der Kupferstadt auch innerhalb Stolbergs und seiner Stadtteile mit Leben gefüllt werden kann. Wenn der Name Programm sein soll, dann muss er auch im alltäglichen Erscheinungsbild ablesbar sein, dann soll der Stolberger und der Besucher beim Bummel durch die Stadt auch erleben können, dass er in der Kupferstadt unterwegs ist.


Im Vorfeld des Ideenwettbewerbs hatte die Verwaltung einmal städtische Publikationen und Informationsschriften aufgelistet, die in der Vergangenheit mit einer Vielzahl unterschiedlicher Kooperationspartner realisiert wurden. 28 Flyer zu Führungen und Veranstaltungen sowie neun Broschüren (zu Heiraten, Wirtschaft, Tourismus, etc.) plus weitere neun Spezialangebote (wie Begrüßungspakete, Stadtpläne, etc.). Hinzu kommen diverse Kleinauflagen aus der städtischen Druckerei.


Unter dem Strich steht eine imposante Zahl: „In den Jahren 2009 bis 2014 haben die lokale Unternehmerschaft und die Kupferstadt für die Außendarstellung insgesamt rund 960 000 Euro aufgewendet“, bilanziert Grüttemeier. Das macht gut 160 000 Euro im Jahr. Mit dem Gesamtkonzept soll der Einsatz der Mittel zielgerichtet, effizient und sparsam erfolgen können.


Für die Umsetzung der Ergebnisse des Ideenwettbewerbs zur Außendarstellung stehen 20 000 Euro im Haushalt für das laufende Jahr zur Verfügung. Zudem müssen in anderen Budgets für Marketingaktivitäten vorgesehene Mittel inhaltlich entsprechend anders eingesetzt werden.


Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Fr

13

Mär

2015

Stolberg ist aufgenommen in dem Flächenpool NRW

Ein Filetstück unter den Brachen sind die rund 18,6 Hektar zwischen der Münsterbach-, Eschweilerstraße und der Bahnlinie bis hin zur Kläranlage. Das Areal liegt strategisch günstig und ist verkehrstechnisch gut erschlossen.Foto: J. Lange/Grafik: H. Claßen
Ein Filetstück unter den Brachen sind die rund 18,6 Hektar zwischen der Münsterbach-, Eschweilerstraße und der Bahnlinie bis hin zur Kläranlage. Das Areal liegt strategisch günstig und ist verkehrstechnisch gut erschlossen.Foto: J. Lange/Grafik: H. Claßen

Stolberg ist aufgenommen in den Flächenpool NRW. So lautet die glückliche Nachricht für die Kupferstadt aus dem Städtebauministerium. Vorausgegangen ist eine Initiative des Bürgermeisters, im vergangenen Jahr, zur Bewerbung um die Aufnahme im Flächenpool NRW. 

Beim Flächenpool geht es in erster Linie nicht um Zuschüsse, sondern um die Moderation des Landes bei der Reaktivierung von Brachflächen. Sie bieten Potenziale für die Prosperität, die genutzt werden soll – auch um andere Ressourcen zu schonen. Dabei sollen die Interessen der Kommune und des bzw. der Eigentümer der Brache durch fachliche und neutrale Vermittlung unter einen Hut gebracht werden. Dabei bedient sich die Landesregierung der Unterstützung der NRW.Urban (der Nachfolgerin der LEG Landesentwicklungsgesellschaft, die in den 80er und 90er Jahren federführend war bei der Sanierung der Stolberger Altstadt) sowie der Bahnflächenentwicklungsgesellschaft des Landes (BEG NRW). Die Reaktivierung soll in drei Verfahrensschritten erreicht werden.

  • Dazu werden in einer ersten und kostenfreien Findungsphase die Interessenlagen von Kommune und Eigentümern sondiert und bestehende Konflikte offen gelegt.
  • In der Qualifizierungsphase werden mit den Akteuren die angestrebten Nutzungen für den Standort definiert und konkrete Perspektiven zur Entwicklung aufgezeigt. Die Refinanzierung erfolgt anteilig; Stolberg hat dazu rund 20 000 Euro in den Haushalt gestellt.
  • In der dritten Bindungsphase wird sowohl die neu geplante Nutzung rechtlich fixiert wie auch die eigentliche Reaktivierung des Standortes durch Kommune und Eigentümer eingeleitet. Die Kosten dazu lassen sich derzeit nicht prognostizieren.

Gestartet war Stolberg mit acht Brachen und einer Gesamtfläche von mehr als 38 Hektar in das Bewerbungsverfahren. „Die intensive Vorbereitung im letzten Jahr zur zweiten Bewerbungsrunde des Flächenpools hat sich damit gelohnt“, sagt heute der Bürgermeister. Für Stolberg geht es nun um drei zentrale Bereiche. Einerseits sind die rund zwölf Hektar des Gewerbeparks Münsterbusch sowie die 4,8 Hektar von Zincoli- und Tennishallen-Gelände gemeldet, andererseits knapp ein Hektar, die die ehemalige Kartonagefabrik Hoyer sowie den Toom-Baumarkt umfassen. Das dritte Areal kommt auf fast 18,6 Hektar: Es umfasst die Erweiterungsflächen von Saint-Gobain, das Gelände der Feuerfeste Peters sowie das teilweise gewerblich genutzte verbleibende Stadtgebiet bis zur Kläranlage. Alles in allem rund 36 Hektar Gesamtfläche. Kleinere Brachen hatte die Stadt auf Anraten wieder ausgeklammert. „Die Aufnahme in den Flächenpool ist ein weiterer wichtiger Baustein zur Stadtentwicklung“, freut sich Grüttemeier. Er biete neue Möglichkeiten, „gemeinsam mit Investoren wichtige Projekte anzugehen“, um Brachen wieder in blühende Landschaften zu verwandeln.

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten
 

Fr

13

Mär

2015

Ein großer Baumarkt ist wieder im Gespräch

Neue Investoren zeigen Interesse am Zincoli-Areal. Soziale Einrichtung Nachfolgerin der Tennishallen.

Jetzt auch mit der Rückendeckung des Landes packt die Kupferstadt die Vermarktung des Zincoli- und des Zink-Geländes in Münsterbusch an. Während in Düsseldorf an der Aufnahme der insgesamt knapp 17 Hektar in den Flächenpool NRW zur Reaktivierung der Brachen gearbeitet wurde, war die Verwaltung im Rathaus nicht untätig. Nach der einmütigen Absage des Stadtrates an das Strabag-Projekt, um statt dessen die Innenstadt zu fördern, ist die Wirtschaftsförderung nicht nur mit der Rückabwicklung der Optionsverträge mit der Strabag Real Estate und der Übernahme der in deren Auftrag erstellten Gutachten beschäftigt, sondern entwickelt auch erste Ansätze für eine zukünftige Nutzung der gut 4,2 Hektar in städtischem Eigentum.

„Es gibt bereits sehr konkrete Anfragen“, bestätigt der Bürgermeister auf Anfrage. „Wir haben sogar weiterhin die Ansiedlung eines Baumarktes auf der Liste“, sagt Tim Grüttemeier. Ein Bau- und Gartenmarkt war auch bei der Strabag der unstrittige Ankermieter des Projektes. Wenn auch zuletzt in einem deutlich kleineren Umfang als beim Wettbewerbssieg 2007 angekündigt vorgesehen, so galt der Markt mit seinem nicht zentrenrelevanten Sortiment als wesentlicher Frequenzbringer für den Standort. Mit 10 500 m2 gestartet, schrumpfte der Baumarkt auf zuletzt 6800 m2 Verkaufsfläche als Ersatz für den Toom-Markt an der Mauerstraße mit 3500 m2.

„Nun geht es um einen Baumarkt mit rund 6000 Quadratmetern“, erklärt Grüttemeier. Darüber hinaus verweist der Verwaltungschef auf zwei weitere detaillierte Anfragen für Flächen in der Größenordnung von rund 2000 Quadratmeter für den Standort, die von Unternehmen aus der Metallverarbeitung und der Elektronikbranche kommen.

Aber auch die Stadt selbst möchte möglichst mit Partnern und Mitgesellschaftern aktiv werden. Nachgedacht wird über die Projektierung von drei weiteren Gewerbehallen entlang der Cockerillstraße als Ergänzungs- und Erweiterungsflächen für das Dienstleistungszentrum. Seit der Einweihung des DLZ im Jahr 1996 sind die drei integrierten, 100 m2 großen Werkhallen komplett ausgelastet. Immer wieder müssen Anfragen von Hochschulen und Unternehmen nach derartigen Angeboten vom DLZ abgewiesen werden. Gleichzeitig bescheinigt die Wirtschaftsförderungsgesellschaft eine wachsende Nachfrage nach individuell erweiterbaren Werkräumen mit kleinem Büroanteil etwa für Konstruktionsbüros im Bereich Maschinenbau und High-Tech. Der Bau von Werkhallen soll nicht nur die Auslastung des DLZ verbessern, sondern auch neue Impulse für den Wirtschaftsstandort Stolberg setzen.

Abgesehen von diesen bislang vorliegenden konkreten Anfragen plant der Bürgermeister die verbleibenden Flächen des Zincoli-Geländes als kleinteilige Gewerbeflächen parzellieren zu lassen, wobei bei der planungsrechtlichen Ausweisung von Gewerbe- und Industriebereichen auf Abstandsflächen und potenzielle Nutzungskonflikte zu bestehenden Nachbarn zu achten wäre. Betroffen sein könnte in erster Linie ein neues Projekt auf dem Gelände der nicht mehr genutzten Tennishallen an der Ecke zur Kesselschmiede.

Derzeit sondiere der Eigentümer die Möglichkeit, eine markante soziale Einrichtung als Nachfolgenutzung zu etablieren, berichtet Grüttemeier. Das bedeute für die Planung des Gewerbegebietes, dass auf Basis von Lärmschutzgutachten bzw. -auflagen entsprechende Abstandsflächen einzuhalten sind bei der Ansiedlung unterschiedlicher Branchen.

Und mit ein wenig Glück kann es Stolberg sogar gelingen, den alten Industriekamin der Zincoli als weithin sichtbare Landmarke des Areals in Szene setzen zu lassen – so wie dies einst auch von der Strabag angedacht worden war. „Es gibt Interessenten“, bestätigt Grüttemeier zwar, kann aber angesichts des frühen Standes der Gespräche noch nicht ins Detail gehen.

Aber auch auf der anderen Seite der Cockerillstraße sind positive Signale zu vernehmen. Zwölf Hektar Gewerbebrache harren dort einer Revitalisierung. Zwei grundlegende Probleme bietet die Fläche: Sie ist eine Altlast, die durch großflächige Versiegelung der Oberfläche entschärft werden soll, sowie juristisch-finanzielle Verquickungen. Mittlerweile ist die Aachener PKL GmbH mit Geschäftsführer Yue Mei Chi ins Handelsregister des Aachener Amtsgerichts eingetragen: als Liquidatorin der Stolberger Zink Verwaltungs-GmbH (HRB 11030 ) und der Stolberger Zink GmbH & Co. Gewerbe KG (HRA 5509), und mit der Aufgabe als Abwicklerin der Stolberger Telecom Aktiengesellschaft (HRB 11584) – alles Nachfolge- und Tochtergesellschaften der traditionsreichen Stolberger Zink. 1998 versprach deren Vorsitzender und Hauptaktionär, Dr. Günter Minninger, blühende Landschaften mit dem „Europapark“. Erblüht ist außer Blumen nie etwas. Jetzt ist das Gelände ein Fall für den Flächenpool NRW.

„Es gibt eine Reihe konkreter Interessenten, auch für einen Baumarkt und den Kamin.“

Bürgermeister Tim Grüttemeier

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Do

12

Mär

2015

Stolberg rückt auf in den edlen Kreis der "Hammermann"-Städte

Stellprobe am avisierten Standort: In etwa diese Dimensionen soll der Stolberger Hammermann erhalten. Grafik: Stadtverwaltung
Stellprobe am avisierten Standort: In etwa diese Dimensionen soll der Stolberger Hammermann erhalten. Grafik: Stadtverwaltung

Zwei Ausschüsse, eine Skulptur: Sowohl der Kulturausschuss am Mittwoch wie auch der Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr am Donnerstag werden sich mit einer weiteren Schenkung von Prof. Dr. Roland Fuchs an die Kupferstadt, in der das Lied vom „Hammerschied“ zum historischen Kulturgut gehört, beschäftigen. Der soll nun auch sichtbar werden in Form des „Hammermanns“, einer überlebensgroßen Skulptur.


Den „Hammering Man“ hat der us-amerikanische Künstler Jonathan Borofsky. Die Skulptur stellt die bewegliche Silhouette eines Arbeiters dar, der einen Hammer gegen ein symbolisches Werkstück bewegt. Die Bewegung des Hammers selbst ist motorgetrieben, so dass keine schnelle Hämmerbewegung entsteht, sondern der Hammer genauso langsam gegen das Werkstück bewegt wird, wie er gehoben wird. Die erste Installation erfolgte 1979 in der Paula Copper Galery in New York. Mittlerweile stehen mehrere „Hammering Man“ an verschiedenen Standorten in aller Welt – etwa vor dem Frankfurter Messeturm, auf dem Aeschenplatz in Basel, im norwegischen Lillehammer sowie mehr als einem weiteren halben Dutzend Standorte in den Vereinigten Staaten.


In Stolberg soll der „Hammermann“ zukünftig die Ecke von Finkensief- und Zweifaller Straße prägen. Dort wo über Generationen eine Rotbuche gediehen ist, die vor wenigen Jahren nach Kanalarbeiten einem jüngeren Nachfolger gewichen war. „Es ist für Stolberg die sachlich, kulturell und historisch geeigneteste Stelle“, sagt Robert Voigtsberger.


Und der Beigeordnete verweist auf die industrielle Tradition der Kupferstadt und ihrer Arbeiter. Die beiden zunünftigen Nachbarn, die Dalli-Werke und die William Prym Holdung, haben denn auch keinerlei Bedenken und begrüßen die Aufstellung des Hammermanns. „Insbesondere aus der Sicht von Prym hat der Standort einen gewissen Reiz, da sich in der Nähe der ehemalige Kupferhof Dollartshammer befand“, berichtet der Kulturdezernent: „Dort ,hämmerte‘ um 1700 die Famille Prym und verarbeitete Messing“.


Der Landesbetrieb Straßenbau hat ebenfalls keine grundsätzlichen Bedenken, gibt aber Hinweise, die bei dem Standort nahe dem Einmündungsbereich der beiden Landesstraßen 238 und 220 zu beachten sind. Der Wasserverband Eifel-Rur und das Tiefbauamt machen auf Kanäle, Sammler und Regenüberlaufbecken aufmerksam.


Der Arbeitskreis Tourismus hat sich bereits positiv zum Projekt geäußert, und Prof. Dr. Roland Fuchs bemüht sich bereits beim Künstler um eine Lizenz für den Kupferstädter Hammermann. Der Medizinier hat sich bereits vielfach um Stolberg verdient gemacht und den Bürgern beispielsweise den Galminus-Brunnen geschenkt. Die Fensterläden der Burg, die Hinweisschilder auf bedeutende Persönlichkeiten der Stadt tragen ebenfalls die Handschrift des Vorsitzenden des Fördervereins des Museums in der Torburg.


Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Do

12

Mär

2015

13 Männer verstärken Technisches Betriebsamt

Um 13 Männer ist das Personal des Technischen Betriebsamtes im operativen Bereich aufgestockt worden. Jetzt sind 83 Mitarbeiter im Einsatz für den Bauhof. Foto: D. Kinkel-Schlachter
Um 13 Männer ist das Personal des Technischen Betriebsamtes im operativen Bereich aufgestockt worden. Jetzt sind 83 Mitarbeiter im Einsatz für den Bauhof. Foto: D. Kinkel-Schlachter

„Neue Besen kehren gut, aber die alten fegen die Ecken rein.“ Dass die „Alten“ ihre Arbeit gut machen, weiß Georg Paulus. Um die „neuen Jungen“ macht sich der Leiter des Technischen Betriebsamtes (TBA) aber auch keine Sorgen. „Die Jungs vom Kanal machen sich schon sehr gut, die anderen müssen noch laufen lernen – aber alle 13 haben beruflich was drauf“, sagt Paulus.


Um 13 Männer ist das Personal des Technischen Betriebsamtes im operativen Bereich aufgestockt worden. Jetzt sind 83 Mitarbeiter im Einsatz für den Bauhof, die städtischen Friedhof- und Grünflächen sowie den Kanal. Bereits in der 2012/13 erstellten Untersuchung zur Wirtschaftlichkeit des Technischen Betriebsamtes wurde von Gutachtern festgestellt, dass die „personelle Ausstattung des TBA am unteren Rand des gerade noch Vertretbaren liegt“. Das veranlasste den Technischen Dezernenten Tobias Röhm seinerzeit, ein neues Konzept fürs TBA zu erstellen. Die Mitarbeiter des Technischen Betriebsamtes sollen sich identifizieren mit ihrem Bezirk und zu einem festen Ansprechpartner für die Bürger im jeweiligen Viertel werden: Die Bildung fester Kolonnen für Stadtbereiche ist Bestandteil des Konzepts.


Ein Drei-Mann-Team soll den Westraum von Liester und Münsterbusch betreuen. Zwei-Mann-Kolonnen sind vorgesehen für Zweifall, Venwegen, Breinig, Breinigerberg, Dorff und Büsbach im Südraum, für Schevenhütte, Gressenich, Werth, Mausbach und Vicht im Nordosten, für Donnerberg, Velau, Steinfurt und Atsch im Norden und für die Innenstadt. Eine weitere Kolonne soll mit Großflächenmähgerät im gesamten Stadtgebiet unterwegs sein.


Mit diesem Modell werden laut Röhm klare Verantwortlichkeiten für die Bezirke geschaffen. „Erklärtes Ziel dieser Personalverstärkung ist es, in jedem Ortsteil wöchentlich präsent zu sein und das Erscheinungsbild der Stadtteile und des Stadtzentrums einschließlich der Friedhöfe nachhaltig zu verbessern“, sagte der Dezernent.


Die 13 neuen Mitarbeiter des Technischen Betriebsamtes kommen von Bauunternehmen, haben alle schon ein paar Jahre Berufserfahrung gesammelt und sind im Schnitt zwischen 25 und 30 Jahre jung. „Bislang lag unser Altersdurchschnitt bei über 50 Jahren, die Neuen tun unserer demografischen Entwicklung also auch gut“, sagt Georg Paulus mit einem Schmunzeln.


Welche Arbeiten stehen an? Frisch abgeschlossen ist die Baumpflege beziehungsweise der erste Schnitt. Die Straßenbauer sind dabei, alle möglichen Straßen im Stadtgebiet zu flicken, und auch die Kanal-Kolonne ist unterwegs, um Schächte zu sanieren und Kanäle zu prüfen. Paulus: „Wir wollen mit und mit erst einmal die Grünanlagen so aufarbeiten, dass wir sie dann mit einem gärtnerischen Pflegeschnitt in einem attraktiven Zustand halten können.“ Und die Verstärkung für seine Kanalbetriebsabteilung diene dazu, die Abwasserleitungen so in Schuss zu halten, dass drohende Strafen vermieden werden und die Substanz der Leitungen erhalten bleibt. Zur Saison sollen die drei Mitarbeiter dann auch beim Winterdienst aushelfen.


Zufrieden mit der Aufstockung des TBA-Personals ist auch Martin Künzer. „Die Mitarbeiter konnten bislang all ihren Aufgaben gar nicht in ausreichendem Maße nachkommen“, sagt der Personalratsvorsitzende der Stadtverwaltung.


Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Mi

11

Mär

2015

Würdevoll und mit mehr Funktionalität - Der neue Kaiserplatz

Ein Mehr an Kurzzeit-Parkplätzen wird der neue Kaiserplatz zusätzlich an seiner Ost- und Südseite bieten. Plan: A. Winterscheid
Ein Mehr an Kurzzeit-Parkplätzen wird der neue Kaiserplatz zusätzlich an seiner Ost- und Südseite bieten. Plan: A. Winterscheid

„Wie soll das gehen?“, fragen sich Heinz Offermann und Rolf Engels im Ausschuss für Stadtentwicklung. „Was passiert, wenn sich kein privater Investor für die Gastronomie auf dem Kaiserplatz finden lässt?“, wollen die SPD-Ratsvertreter wissen. Im Zweifelsfall werde die Stadt den Kiosk errichten, klärt Tobias Röhm auf. Allerdings sei die Verwaltung zuversichtlich, einen privaten Betreiber zu finden, der sich beim Bau der Gastronomie engagiere, so der Technische Beigeordnete. „Es wird eine Gastronomie geben“.


Jedenfalls ist der Standort dafür von Planerin Andrea Winterscheid ebenso wie alle anderen Alternativen genau untersucht worden. Winterscheid ebenso wie die Verwaltung und letztlich die Politik mit ihrem einstimmigen Beschluss sind überzeugt: Die Lage im Platzviertel vor dem Garten des Kupferhofes Grünental ist die beste – nicht nur aus gestalterischer Sicht. Dort bekommen Besucher die meiste Sonne ab, sie können Kindern beim Spielen zuschauen und den Blick über das historische Areal schweifen lassen. Eine zentrale Sichtachse bleibt gewahrt, während ein Standort im vorderen Teil des Platzes diesen zergliedern und einen Hinterhof-Charakter vor den Fronten von Gymnasium und Amtsgericht schaffen würde. Und im vorderen Bereich bleibt Raum, in dem die bereits bestehende Gastronomie Akzente setzen kann.


Jedenfalls gibt‘s los gelöst von der kontroversen Frage einer Optimierung des Sehens und Gesehenwerdens im Rahmen eines gastronomischen Angebotes von allen Seiten einhellige Zustimmung und Lob für Winterscheids Kaiserplatz-Entwurf, in den historische Ansprüche ebenso eingeflossen sind wie die Anregungen aus der Planungswerkstatt.


Erhalten bleiben demnach die klaren Strukturen des hochwertigen Pflasters aus Basalt, Granit und Carraramarmor mit der historisch ambitionierten Einteilung des Platzes. Entfernt wird die innere Reihe der klassizistischen Beete. Das schafft zusätzlichen Raum für Veranstaltungen. Ein zentraler Brunnen soll bleiben. Wie er gestaltet wird, ist noch offen – ob niveaugleich wie vor der Stadthalle (und somit praktisch überbaubar bei Veranstaltungen) oder eher erhaben mit (Plantsch-)Becken, diese Debatte muss noch geführt werden. In jedem Fall sollen die vorhandenen wertvollen Natursteine wieder zum Einsatz kommen. Ein Hain mit Sitzgelegenheiten bietet im hinteren südlichen Viertel die Gelegenheit zum Verweilen und Lustwandeln wie in den Tuilerien an. Eine Boulebahn ist möglich ebenso wie Spieltische, Bodentrampolin und andere Angebote an junge Stolberger sind vorgesehen. Vorne zum Rathaus hin wird mit dem entfernen von jeweils zwei kranken Kastanien Platz gewonnen für die Erweiterung der Außengastronomie und Info-Stele sowie weitere mobile Elemente für den Platz. Hinzu kommt ein neues Beleuchtungskonzept. Kurzum: „Die Umgestaltung des Kaiserplatzes orientiert sich zwar in vielen Elementen an dem Bestehenden und der Historie, und doch entsteht ein Platz mit einer neuen Aussage“, formuliert es Planerin Andrea Winterscheid: „Der umgestaltete Platz wird als zusammenhängende großzügige Fläche empfunden, mit einer einladenden lichten und hellen Atmosphäre.“ Nun sollen bis Ende diesen Monats die genauen Kalkulationen für den Förderantrag an die Bezirksregierung gehen. Nach der Bewilligung werden die Details der neuen Optik ausgearbeitet werden.


Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Di

10

Mär

2015

Die Kupferstadt lädt wieder zum Frühjahrsputz

So soll es im April wieder sein: Stolberger sorgen für den Frühjahrsputz in ihren Stadtteilen. Foto: T. Dörflinger
So soll es im April wieder sein: Stolberger sorgen für den Frühjahrsputz in ihren Stadtteilen. Foto: T. Dörflinger

Jedes Jahr zu Beginn des Frühlings ist es soweit: Die alten Rückstände des Winters werden beseitigt, und es wird Platz für Neues gemacht.


Auch in Stolberg ist wieder der Frühjahrsputz angesagt, und die Kupferstadt lädt in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Stadtmarketing Stolberg e.V. ihre Bürgerinnen und Bürger dazu ein, nicht nur das eigene Haus auf Vordermann zu bringen.

Wenn sich Vereine, Initiativen und Institutionen während der großen „Kupferstädter Frühjahrskehrwoche“ von Montag, 20. April, bis Samstag, 25. April, an einem oder an mehreren Tagen für einige Stunden mit einer Putz- und Aufräumaktion in ihrem Stadtteil oder in ihrer Straße beteiligen möchten, steht Jürgen Gerres, ☏ 76683-17, juergen.gerres@stolberg.de, zur Verfügung.


Gerres ist als Abteilungsleiter im Rathaus Ansprechpartner für städtische Veranstaltungen. Er kümmert sich von daher gerne mit um die weitere Planung der Aktionen.


Aus organisatorischen Gründen bittet die Verwaltung alle Interessenten, ihre Teilnahme bis Mittwoch, 15. April, mitzuteilen. Müllsäcke, Zangen und weiteres Zubehör werden dann selbstverständlich vom Technischen Betriebshof zur Verfügung gestellt und auch wieder abgeholt und ordnungsgemäß entsorgt. Als Anerkennung für die fleißigen Helfer bereitet die Verwaltung mit der Gesellschaft für Stadtmarketing am Wochenende vom 25. und 26. April das bunte Straßenfest „Frühlingserwachen“ vor. Die Bürgerinnen und Bürger können sich neben den Verkaufsständen in der Innenstadt und einem verkaufsoffenen Sonntag am 26. April auch auf viel Musik am gesamten Wochenende und selbstverständlich auf die Ehrung der beteiligten Helferinnen und Helfer freuen.


Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

So

08

Mär

2015

Bürgermeister Dr. Grüttemeier zur Zukunft der Energiewende in Stolberg

Die Diskussionen zum Wasserschutz und zur Errichtung von Windrädern im Laufenburger Wald haben viele Probleme der aktuellen Bemühungen zur Energiewende deutlich gemacht hat, aus denen man Konsequenzen ziehen muss.


Es ist unglücklich, dass es in NRW, anders als bspw. in Rheinland-Pfalz, keine einheitlichen rechtlichen Rahmenbedingungen gibt. Das Land macht zwar Vorgaben an die einzelnen Kommunen, wie diese die Energiewende umsetzen sollen, aber die Kommunen und die übergeordneten Behörden wie Kreise und Bezirksregierungen legen Sie unterschiedlich aus. Was in Ostwestfalen generell geht, kann bei uns verboten sein und hängt im Siegerland vom Einzelfall ab.


Zwar ist es richtig, dass die Planungshoheit für Windräder bei den Kommunen liegt, aber landesweit einheitliche Regelungen zum Umgang mit den sich hieraus ergebenden Problemen sind dringend erforderlich. Weiterhin sollte man den erforderlichen Beitrag der Kommunen zur Energiewende regionaler sehen und nicht für jede Kommune einzeln. Warum muss eine Kommune in Ihrem Wald Windräder planen, wenn in der Nachbarkommune ohne Beeinträchtigung für Mensch und Natur mehr Windräder auf freier Fläche errichtet werden können? Warum können diese beide Kommunen nicht gemeinsam betrachtet werden?


Diese generellen Fragen sollen jedoch nicht davon ablenken, dass wir in Stolberg manches hätten besser machen können. Beim Grundsatzbeschluss des Stolberger Rates im Juli 2013 wäre eine Bürgerbeteiligung sinnvoll gewesen, bei der man insbesondere die Schevenhüttener und Zweifaller über die Pläne hätte informieren müssen. Auch wenn die Sitzung öffentlich war und die Ergebnisse in der Presse standen, war vielen Betroffenen nicht klar, was eigentlich geplant ist.


Weiterhin ist die in den letzten Tagen oft erwähnte Stellungnahme der Bezirksregierung Köln vom 03.09.2014 nicht eindeutig. Es wird gesagt, dass in der Regel Windenergieanlagen in der Wasserschutzzone II unzulässig sind, andererseits wird auf die Genehmigungsfähigkeit im Einzelfall nach dem Windenergieerlass des Landes NRW verwiesen. Weiterhin wird darauf hingewiesen, dass eine neue Wasserschutzverordnung, für die Wehebachtalsperre, also ab 1. Januar 2016, Regelungen zur Errichtung und zum Betrieb von Windenergieanlagen enthalten soll.

 

Es ist daher falsch, wenn behauptet wird, dass sich aus dem Schreiben klar ergebe, dass die Pläne für den Laufenburger Wald nicht genehmigungsfähig sind. Wenn es so einfach wäre, hätte die Bezirksregierung das sicher auch in dieser Deutlichkeit mitgeteilt.


Wir als Verwaltung müssen uns aber zu Recht vorwerfen lassen, dass wir früher bei der Bezirksregierung Köln hätten nachfragen müssen, wie das Schreiben zu verstehen ist.

 

Ich werde es aber sicher nicht kommentarlos hinnehmen, wenn nun ausgerechnet die Grünen in Person von Frau Graetz und Frau Nacken die Stolberger Verwaltung angreifen. Frau Graetz hat vor einigen Tagen noch mitgeteilt, dass "der Laufenburger Wald ökologisch nicht schützenswerter als eine Wiese sei". Frau Nacken war in Aachen die zuständige Dezernentin für den "Windpark Münsterwald", der sicher auch nicht als Modellprojekt einer gelungenen Energiewende in die Geschichtsbücher eingehen wird.


Im Ergebnis, und das ist der Verdienst der Bürgerinitiative in Schevenhütte, die auf die Wasserschutzproblematik aufmerksam gemacht haben, konnten wir durch den Briefwechsel mit der Bezirksregierung noch vor der Bürgerbeteiligung im Flächennutzungsplanverfahren Klarheit schaffen. Hierfür gilt mein Dank der Regierungspräsidentin Frau Walsken, die für eine schnelle Antwort Ihrer Behörde Sorge getragen hat.


Aus meiner Sicht ist es jetzt wichtig aus diesen Fehlern zu lernen und das weitere Verfahren gemeinsam zu gestalten.


Ich habe in der letzten Woche mit dem Technischen Beigeordneten Tobias Röhm an der Auftaktveranstaltung für den "Regionalen Energiedialog" an der RWTH Aachen teilgenommen. Bei dem Projekt geht es darum mit allen Beteiligten, sinnvolle Wege zu finden, wie die Energiewende vor Ort umgesetzt werden kann.


Dies möchten Herr Röhm und ich zum Anlass nehmen und die Fachleute in Stolberg an einen Tisch zu bringen. Die Bürgerinitiative aus Schevenhütte hat sich erfreulicherweise schon bereit erklärt aktiv mitzuarbeiten. Gemeinsam mit den Fachleuten der Hochschulen und Verbände, interessierten Bürgern, Energieversorgern, Schulen, Studenten, Politik und Verwaltung werden wir gemeinsam überlegen, welchen Beitrag Stolberg zu einer erfolgreichen Energiewende leisten kann. Hierbei geht es ausdrücklich um alle Formen der erneuerbaren Energien, Speichertechniken oder Trassenführungen. Wir werden in den nächsten Wochen die Veranstaltung vorbereiten und noch vor der Sommerpause mit dem Energiedialog in Stolberg beginnen.

Di

03

Mär

2015

Stolberg steht zusammen und macht Druck

Appell an die KV: Gesundheitsversorgung vor Ort muss gewährleistet sein. Über 400 Menschen demonstrieren für den Erhalt der Notfallpraxis.








KV = Keine Versorgung, KV = Kannste Vergessen! KV macht Patienten zur Sau, Notfallpraxis hier belassen, Rechnung an die Krankenkassen! Nicht nur die Plakate und Banner sprechen eine deutliche Sprache: Die Stolberger wehren sich gegen eine Schließung der Notfallpraxis und kämpfen für ihren Erhalt. Dafür sind über 400 Menschen am Montag auf die Straße gegangen und haben ein deutliches Zeichen gesetzt.

Junge wie alte Menschen, Privatleute sowie Vertreter der Politik und Verbände kommen an diesem frühen Abend auf dem Kaiserplatz zusammen. Stefan Doncks, Brudermeister der St.-Sebastianus-Schüt­zen Stolberg-Mitte, hat erst vor einigen Tagen die Bürgerinitiative „Notfallpraxis für die Kupferstadt Stolberg erhalten“ auf die Beine gestellt. Die im sozialen Netzwerk Facebook gegründete Bürgerinitiative zählt auch schon über 2000 Mitglieder. Ein Klick ist natürlich schnell gemacht, aber dass dann tatsächlich so viele Stolberger für „ihre“ Notfallpraxis auf die Straße gehen und gegen die „Machenschaft der Kassenärztlichen Vereinigung“, wie Stefan Doncks betont, kämpfen, ist auf jeden Fall beeindruckend. Das sieht nicht nur Bürgermeister Tim Grüttemeier so: „Stolberg steht zusammen, und das ist eindrucksvoll! Die Reform sieht vor, die Hälfte aller Notfallpraxen im Gebiet Nordrhein zu schließen. Diese Entscheidung der KV ist falsch und gehört zurückgenommen, alle KV-Praxen in unserer Region müssen erhalten bleiben!“ Und Stefan Doncks appelliert an die KV: „Wenn Sie mit Logik und einem Herzen, das am rechten Platz ist, entscheiden würden, wäre unsere Veranstaltung heute nicht nötig. Erhalten Sie sämtliche Notfallpraxen zum Wohle der Bürger und denken Sie daran, liebe Ärzte, dass Sie einen Eid abgelegt haben.“


Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Mo

02

Mär

2015

Heute kommt es drauf an, wir sind dabei!

Die Idee für den Demonstrationszug geht zurück auf eine Initiative der Stolberger St.-Sebastianus-Schützen­ und wird getragen von zahlreichen Vertretern der Politik und Bürgerschaft. Brudermeister Doncks hat im Netz unmissverständlich dazu aufgerufen, sich an dem Demonstrationszug zu beteiligen: „Kämpft mit für unsere Gesundheit und ein menschenwürdiges Leben, für euch und eure Mitglieder! Vor allem die älteren und kranken Menschen.“

Die Demo zum Erhalt der Notfallpraxis in Stolberg ist um 17 Uhr auf dem Kaiserplatz. Von dort ziehen die Protestler zum Bethlehem Gesundheitszentrum, wo derzeit noch das Notdienst-Angebot der niedergelassenen Ärzte vorzufinden ist.

Fr

27

Feb

2015

Bürgermeister Dr. Grüttemeier unterstützt Demonstration für den Erhalt der Stolberger Notfallpraxis am 02.03.2015

Seit einigen Wochen verunsichern Medienberichte über eine mögliche Schließung der Notfallpraxis in Stolberg die Bevölkerung. Den Plänen der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein stellt sich in der Kupferstadt nun ein breites Bündnis aus Bürgern, Vereinen und anderen Institutionen entgegen. Bürgermeister Dr. Grüttemeier unterstützt die engagierten Bürgerinnen und Bürger und lädt die Öffentlichkeit dazu ein, den für Montag, den 02.03.2015 um 17.15 Uhr angemeldeten Demonstrationszug vom Kaiserplatz zum Betlehem Krankenhaus zu unterstützen.

 

„Schon seit November befinden wir uns von Seiten der Verwaltung und der Politik in einem intensiven Dialog mit der Kassenärztlichen Vereinigung und haben die Bedeutung der Notfallpraxis für die Menschen in Stolberg bereits nachdrücklich unterstrichen.“, erklärt Bürgermeister Dr. Grüttemeier. „Die Entscheidung zur Schließung der Notfallpraxis in der Kupferstadt als der größten Kommune des ehemaligen Kreises Aachen ist falsch. Das zeigt auch der für Montag angekündigte Protestzug der Bürgerinnen und Bürger, der den Druck auf die Kassenärztliche Vereinigung deutlich erhöhen wird.“

 

Die Idee für den Demonstrationszug geht zurück auf eine Initiative der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Stolberg Mitte und wird getragen von zahlreichen Vertretern von Politik und Bürgerschaft.

 

Am Montag, dem 02.03.2015 sind die Bürgerinnen und Bürger dazu eingeladen und aufgerufen, sich um 17.15 Uhr am Kaiserplatz zu treffen und am Demonstrationszug zum Betlehem Krankenhaus zu beteiligen.

Do

26

Feb

2015

Versprochen - Gehalten: Startschuss zum Breitband-Ausbau in Stolberg

Auf diesen Moment hat Thomas Rissmeyer (r.) als Initiator der Initiative „Breitband jetzt“ gewartet: Herbert Müller (Telekom / v.l.), Frank Gilles (Stadt), Dieter Wolf (SPD), Jochen Emonds (CDU), Bürgermeister Tim Grüttemeier und Anja Oppermann (Telekom) geben in Vicht den Startschuss zum Breitband-Ausbau in Stolberg. 

Startschuss für den Ausbau des Breitbandnetzes durch die Telekom. 26 985 Haushalte können zum Jahresende davon profitieren.

Es sind 26 985 Haushalte im Bereich der Stolberger Vorwahl 02402, die zum Jahresende vom schnellen Internet der Telekom profitieren können. Gestern erfolgte am Vichter Burgberg der Spatenstich zum Ausbau des Breitbands nach dem Vectoring-Prinzip. Dabei werden von den drei Schaltzentralen der Telekom in der Innenstadt, in Breinig und am Nachtigällchen Glasfaserverbindungen zu 146 Multifunktionsgehäusen geschaffen. Dort werden die optischen in elektrische Signale gewandelt, die per Kupferleitung in die Häuser getragen werden. Damit werden Anschlüsse mit bis zu 100 Megabit/Sekunde im Download ermöglicht, was der Kupferstadt den Weg in die digitale Zukunft ermöglichen soll.

Dazu werden 50 Kilometer Glasfaser eingezogen, auf 20 Kilometer wird dafür Tiefbau erforderlich sein, erklärte Telekom-Sprecherin Anja Oppermann am Vorabend im Hauptausschuss. Nach dem Baubeginn in Vicht folgen die Arbeiten in Zweifall und im weiteren Stadtgebiet. Wenn die neue Technik zum Jahresende installiert und geprüft ist, kann der neue Anschluss bei der Telekom beantragt werden.

Für die Vorwahlbereich 02408 und 02409 kündigte die Telekom den Versorgungsausbau bis spätestens Ende 2017 an. Für die Ortslage Werth soll ein Förderantrag an das Land NRW auf den Weg gebracht werden, kündigte es Breitbandberater Helmut Frauenkron an. Dazu werde der Fachausschuss bereits auf seiner Sitzung am 24. März eine öffentliche Ausschreibung verabschieden. Bis Anfang Juni müssten Angebote vorliegen, auf deren Basis der Zuschussantrag gestellt werden könne.

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Di

24

Feb

2015

Der Entwurf für den neuen Kaiserplatz ist fertig!

Mehr Platz auf dem Kaiserplatz unter weitgehendem Erhalt seiner aufwendigen Pflasterung, zusätzliche Parkplätze, Bistro und Spielgeräte. Die kleine Ideenskizze kommt dem Entwurf bereits sehr nahe.Foto: J. Lange
Mehr Platz auf dem Kaiserplatz unter weitgehendem Erhalt seiner aufwendigen Pflasterung, zusätzliche Parkplätze, Bistro und Spielgeräte. Die kleine Ideenskizze kommt dem Entwurf bereits sehr nahe.Foto: J. Lange

„Es gab super tolle Ideen“. Tobias Röhm kommt richtig ins Schwärmen, wenn er über die Planungswerkstatt zum Kaiserplatz plaudert. Jede Menge konkrete Anregungen lieferten die Bürger vor vier Wochen.


Drei Ideenskizzen hatte die beauftragte Planerin Andrea Winterscheid als Gedankenanregung unterbreitet. Damit man sich vorstellen kann, was machbar sein könnte. Dann griffen die gut 50 engagierten Stolberger zu Papier und Bleistift und legten selber los. So kam eine ganze Palette von Anregungen zusammen – teils ergänzend, teils konträr, aber in einem Punkt immer einig: Der Kaiserplatz ist und soll weiterhin ein würdevolles Zentrum der Kupferstadt sein, aber auch ein Platz, der für Veranstaltungen besser nutzbar ist und auch dank einer Außengastronomie belebter sein soll.


Und das wird er auch sein können, wenn man auf den Entwurf blickt, den Andrea Winterscheid nach umfangreicher Auswertung der Anregungen der Bürgerschaft mittlerweile erarbeitet hat. Auf der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung am 5. März (Rathaus, ab 18 Uhr) wird die Entwurfsplanung der Politik zu Entscheidung vorgelegt.


Der Entwurf orientiert sich an dem symmetrischen und achsialen Aufbau der vorhandenen Gestaltung. Die Pflasterbänder, die den Platz in zwei harmonisch abgestimmte Teile gliedern, sollen erhalten bleiben. Raum – für Veranstaltungen, Festzelte und Märkte – wird dadurch gewonnen, dass die inneren Pflanzbeete entfernt werden. Die heute dort wachsenden Bäume sind jung genug, um an anderer Stelle wieder eingesetzt werden zu können. Auch im hinteren, bislang düster wirkenden Bereich sollen die inneren Beete entfernt werden, um Raum, Licht und Luft zu schaffen. Auch zwei Linden sollen dort an der Achse weichen, um einen Blick auf das alte Gymnasium zu gewähren. Dies ist auch der historische Mittelpunkt der alten Platzanlage um 1890, ein Punkt, der durch eine Stele hervorgehoben werden könnte.


Im Kreuzungspunkt der querenden Achsen, etwa dort, wo heute der Brunnen ist, sollen weiterhin Wasserspiele sein – jedoch weniger dominant, aber unter Verwendung des derzeitigen Materials. Weiterhin besteht die Möglichkeit in die Achse das Wasserspiel durch in den Boden eingelassene Sprudler zu ergänzen.


Im hinteren Viertel zur alten Post hin ist der Standort für ein transparentes Bistro mit Außengastronomie. Deshalb dort, weil die Sonne optimal ausgenutzt werden kann, eine Aussicht auf das Geschehen mit Sichtbeziehung zum Rathaus und der vordere Kaiserplatz für Veranstaltungen frei bleibt. Vor dem Bistro soll sich eine Terrassenfläche bis zur gegenüber liegenden Seite in Richtung Drummen-Villa hinziehen. Auf dem dortigen Platzviertel könnten wenige kleinkronige Bäume mit begehbarer Baumscheibe die an die Tuilerien erinnernde historische Gestaltung aufgreifen. Auf der hinteren Platzhälfte sollen Spielmöglichkeiten für Kinder geschaffen werden. Auch eine Boule-Bahn ist angedacht.

Auf der etwas größere Hälfte zwischen Wasserspielen und Rathaus sollen die aufwendigen Pflasterungen erhalten bleiben. An beiden Enden des Platzes (zur ehemaligen Fahrbahn der Rathausstraße hin) sollen jeweils kleine Plätze mit einem neuen Belag entstehen. Für die Seite zur Apotheke als Entree sind eine Infosäule und Sitzwürfel angedacht. Gegenüber soll weiterer Platz für die Außengastronomie der Eisdiele angeboten werden. Weitere Sitzgelegenheiten sind entlang der verbleibenden Beete sowie an der Stirnseite und bei den Wasserspielen vorgesehen.


Ein völlig neues Beleuchtungskonzept – die umliegenden historischen Fassaden werden dabei integriert – wird die bisherigen Straßenlaternen überflüssig machen, so dass die Nutzbarkeit des Platzes verbessert wird. Außerdem sollen für Veranstaltungen erforderliche Versorgungsleitungen bei der Neugestaltung integriert werden.


Die Unterpflanzung der Bäume in den verbleibenden Beeten soll komplett erneuert werden mit Ziergräsern und blühenden Bodendeckern. Fünf der alten Kastanien sind so krank, dass sie entfernt werden müssen. Drei werden ersetzt durch Bäume aus der inneren Reihe. Zwei dieser Standorte entfallen zugunsten der beiden neuen Platzenden. Außerdem sind zusätzliche Parkplätze entlang der Straße an der Stirn und Seite des Kaiserplatzes vorgesehen.


Mit grob 530 000 Euro ist der Umbau im Entwicklungskonzept beziffert. Dem Plazet des Ausschusses folgt eine konkrete Kostenberechnung, damit Ende März der Förderantrag gestellt werden kann. Nach der Bewilligung stehen Ausführungsplanung, Ausschreibung und Vergabe an, so dass mit einem Baubeginn zum Jahresende gerechnet wird.


Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Mo

23

Feb

2015

Einheitliches Bild mit individueller Note

Gratulation mit Kind und Kegel: Den Kölner „Club L 94“ hat das Preisgericht einstimmig als Wettbewerbssieger nominiert.
Gratulation mit Kind und Kegel: Den Kölner „Club L 94“ hat das Preisgericht einstimmig als Wettbewerbssieger nominiert.

Einheitliches Bild mit individueller Note

So wird das Quartier Frankental attraktiver. Landschaftsarchitekten des „Club L 94“ gewinnen den Wettbewerb.


Phelina verfolgt die glückliche Stunde ihrer Eltern im Kinderwagen, Mathilda darf schon mit auf die Bühne im Rittersaal, als Burkhard Wegener und Jörg Homann mit ihren Partnerinnen Jana und Antje die Gratulation von Tim Grüttemeier und Tobias Röhm entgegennehmen und freudestrahlend den Applaus des Publikums genießen. Einstimmig hatte am Vorabend das Preisgericht die Entwürfe der Kölner Landschaftsarchitekten vom „Club L 94“ beim Gestaltungswettbewerb für das Quartier Frankental auf das Siegerpodest (wir berichteten) gehoben, unterstreichen nochmals der Bürgermeister und der Technische Beigeordnete in ihrer Laudatio.


Freiräume mit eigenen Themen

Die acht teilnehmenden Büros haben es der Jury nicht leicht gemacht. Als ihr Vorsitzender stellt Professor Rainer Sachse aus Düsseldorf das hohe Niveau der Arbeiten heraus. Intensiv haben sich die Planer mit den Stolberger Gegebenheiten und der Geschichte befasst. Und beim wiederholten Rundgang durch die Präsentation der Entwürfe entdeckt der Betrachter – ebenso wie das Preisgericht – immer wieder neue Aspekte, Ansichten und Ideen, die abgewogen und diskutiert werden. Sie alle bieten unterschiedliche, aber nicht minder reizvolle Sichtweisen auf das Ensemble von Wiese, Weiher und Flora mit der schneidenden Rathausstraße.

So hat beispielsweise ein Büro dem Weiher einen flotten Sandstrand verpasst. In einem anderen Plan wird die Flora zu einem großen Teil der Wasserfläche zugeschlagen. Eine weitere Idee sind großflächige (großstädtische) Treppenstufen von der Rathausstraße zum Weiher. Und ein gänzlich veränderte Erscheinung des gewohnten Bildes lieferten Planer aus Amsterdam, die für die Wiese Frankental eine üppige Natur mit einem Bistro in die Innenstadt holten. Auf solch eine Außengastronomie setzt auch Landschaftsarchitektin Andrea Winterscheid, die die Umgestaltung des Kaiserplatzes federführend betreut, in diesem Quartier aber nicht unter die Preisträger kam. „Wettbewerbe sind immer spannend“, zollt die Mausbacherin den Gewinnern aus Köln ihren Respekt.

Ihr Ziel ist es, den „verschiedenen Freiräumen eigene Themen zu verleihen und sie zu einem Ensemble mit hoher Aufenthaltsqualität ablesbar zu machen“, sagt Wegener. Während die direkt an der Rathausstraße gelegenen Bereiche – wie die Wiese Frankental und das Westufer des Weihers offen und repräsentativ gestaltet werden, locken die Freiräume östlich der Wasserfläche als Park – wobei sich die Beziehungen von Weiher und Wegen an den Fluchten der umgebenden Bebauung und dem Alltag orientieren. So sehen die Kölner für den Schulweg vom Mühlener Bahnhof einen Steg über den Weiher mit klarer Wegeführung durch die neue Flora zur Brücke über den Vichtbach vor, wo auch eine Terrasse angedacht ist.

Die Einfassung des neuen Weihers wird mit einem durchgehenden Sockelstein betont, die Uferzone flach abfallend ausgebildet, so dass auf ein Geländer verzichtet werden kann. Blühende Wasserpflanzen sollen der Randzone Attraktivität verleihen, „so dass ein Sitzen am Ufergarten besondere Qualitäten hat“, unterstreicht Homann. Das Erlebnis Wasser erreicht man über unterschiedliche Zugänge. Beispielsweise an der sonnigen Nordseite über eine hölzerne Teichterrasse, die ausreichend Raum für Außengastronomie lässt, oder durch Sitzblöcke in der östlichen Rasenböschung des Weihers.


Mühlenspielplatz und Terrasse

Entlang der Rathausstraße soll eine Baumpromenade die Raumkante zum Weiher formen – ein Schattendach für Besucher mit attraktivem Sitzbereich mit Bänken und ergänzt durch Spielmöglichkeiten. Der „Mühlenspielplatz“ für Kleinkinder – etwa gegenüber dem Ehrenmal – versteht sich als Rückzugsraum für Familien mit einer Gestaltung, die die Industriegeschichte als Thema aufgreift. Die übrige Flora wird als kleiner Park mit zentraler Spielwiese und Rundweg hergerichtet, wobei eine veränderte Bepflanzung die Sichtbeziehungen zwischen Weiher und diesem Rückzugsbereich ermöglichen soll.

Besonders beeindruckt zeigt sich das Preisgericht von den Kölner Ideen für die Wiese Frankental. Sie soll als wertvoller Freiraum akzentuiert werden. Dabei haben Wegener und Homann auf die Industriegeschichte der Familie Bastin zurückgegriffen, die eine Strickgarnproduktion betrieb. Wie beim Sayette soll die große Rasenfläche mit weißen Pflasterbändern durchwoben werden, die sich zur Rathausstraße hin zu einer kleinen Platzfläche verdichten, wo Sitzgelegenheiten zum Verweilen einladen.

Während sich die Planer bei der Materialwahl von Platten und Ausstattungselementen wie Abfalleimer und Leuchten an der Gestaltung des Stadthallen-Vorplatzes anlehnen, um einen durchgängigen Zusammenhalt herzustellen, sollen Sitzgelegenheiten, Spielgeräte und der Steg über den Weiher eine spezifische Gestaltung erhalten, die eigene Identität verleiht.


Alle Entwürfe ab morgen im Rathaus zu sehen

Vom morgigen Dienstag an können alle Entwürfe des Gestaltungswettbewerbs im Rathaus besichtigt werden.

Die endgültige Entscheidung zur Gestaltung des Quartiers trifft der Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt auf seiner Sitzung am Donnerstag, 5. März, ab 18 Uhr im Rathaus. Dann wird auch die neue Gestaltung des Kaiserplatzes auf den Weg gebracht.

Quelle: Stolberger Nachrichten - Foto: Jürgen Lange

Sa

21

Feb

2015

Burggeflüster: Sturm und Drang

Die Entwicklung der Kupferstadt ist auf dem Weg

Bedecke deinen Himmel, Zeus, mit Wolkendunst, und übe, dem Knaben gleich, der Disteln köpft, an Eichen dich und Bergeshöhn...: An den „Prometheus“ des Johann Wolfgang von Goethe erinnert fühlt man sich gleich, wenn man den Stolberger Jusos zuhört. Der vermeintliche Lobgesang an die Götter ist von Kritik und Spott durchdrungen. Nachdem am Aschermittwoch des Vorjahres der Bürgermeisterkandidat noch als „Kennedy vom Vichtbach“ tituliert wurde, wandelt Tim Grüttemeier nun bereits wie Jesus übers Wasser. Da darf man gespannt sein, welche Steigerung den jungen Genossen dem politischen Gegner im kommenden Jahr zuweisen.

 

Zumindest scheinen die Jusos sich als wahre und außerparlamentarische Opposition zu verstehen, so ungestüm hauen sie auf ihre Mutterpartei und deren christdemokratischen Koalitionspartner ein. Dabei sind zwei der zentralen Forderungen im Grunde schon auf den Weg gebracht. Die Mühle ist ebenso Bestandteil des Entwicklungskonzeptes für die Innenstadt wie der Steinweg. Und zumindest für dessen nördliches Ende haben Genossen, Parteifreunde und Bürgermeister in den vergangenen neun Monaten mehr auf den Weg gebracht, als in der vorangegangenen Dekade angedacht wurde. Mit den Investitionen in die drohende Victor-Brache und in die Aufwertung der Drummen-Ecke werden am Kaiserplatz deutliche Akzente zu einer Neuausrichtung in der Innenstadt gesetzt.

 

Beim Sturm und Drang der jungen Sozialisten ist es sicherlich verständlich, dass sie lieber heute als morgen eine Erweiterung der Gesamtschule erleben möchten. Doch bei all den ungestümen Idealen, am liebsten alles sofort umgesetzt zu wissen, wird die Weitsicht und die Sorge um ihr eigenes Altern vermisst. Immerhin lag noch zum Jahreswechsel die Verschuldung der Kupferstadt bei 190 553 239,60 Euro, und das ist eine Last, die trotz sinkender Tendenz auch der politische Nachwuchs noch zu schultern haben wird. Angesichts dieser Zahl wäre es auch einmal schön zu hören, wie die Enkel-Generationen von den Bürden der Vergangenheit entlastet werden könnten.

 

Immerhin stellt sich die große Koalition dieser Aufgabe ebenso wie dem Eröffnen von neuen Perspektiven für die Kupferstadt. Auch wenn viele Dinge noch nicht sichtbar, andere noch nicht spruchreif sind, so ist doch wieder Bewegung und Aufschwung in die Entwicklung Stolbergs gekommen. Investoren melden ihr Interesse an, auch an bislang schwierig vermarktbaren Ecken im Stadtgebiet neue Akzente setzen zu wollen. Die Entwicklung der Innenstadt, die Förderung des wirtschaftlichen Lebens, der Ausbau des Angebotes von Bildung, Betreuung, Sport, Kultur und Tourismus ist ein Geschäft, das wohl überlegt sein will und seine Zeit braucht. Gleichzeitig muss die Verschuldung der Stadt abgebaut werden, um Handlungsspielraum für kommende Generationen zu gewinnen, damit auch sie Zukunft gestalten können.

 

Wie sagte es Friedrich Schiller so schön in seiner „Glocke“: „Von der Stirne heiß, rinnen muss der Schweiß, soll das Werk den Meister loben; doch der Segen kommt von oben“ – ömme?!

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

So

15

Feb

2015

Tolle Stimmung bei der Senioren-Union

Viele Auftritte und noch mehr Lacher

Prinz Kurt II. begeisterte mit seinem Auftritt. Foto: Senioren-Union

Zum wiederholten Mal lud die Senioren-Union Stolberg ihre Mitglieder und Freunde zu einem karnevalistischen Nachmittag in das ökumenische Gemeindezentrum ein.

Das Programm wurde durch eigene Kräfte gestaltet. Der Sitzungspräsident Bernd Stickeler führte durch das Programm und wurde musikalisch durch Oma Mörchen begleitet. So stimmte Winfried Bartges die Jecken mit einem Begrüßungsreim ein. Danach trat das rheinische Duo Anne und Helmut Frink auf mit dem bekannten Hit: „Mer schenken der Ahl e paar Blömscher“. Danach erzählte dor Husmester (Winfried Bartges) so einige Anekdötchen. Dann kündigten sich zwei Stallmädchen an, die von ihrer Arbeit berichteten (Anne und Helmut Frink). Doch dann die große Überraschung: Aufmarsch der Ersten Großen mit Kinderprinzessin Charlotte I., Mariechen Sabina Kreitz und Stadtprinz Kurt II. mit Gefolge. Zum Schluss verliehen die Kinderprinzessin Charlotte und Prinz Kurt einen Orden an Oma Mörchen.

Nach dem Abmarsch von Prinz Kurt II. erlebten die Jecken noch, wie ein lange verheiratetes Ehepaar (Martina Harperscheidt und Bernd Stickeler) seinen Morgen so verbringt. Zum Schluss trat dann noch eine selbstbewusste Frau (Anne Frink) auf und erklärte den Männern, wo es lang geht.

Quelle: Super Sonntag

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Fr

13

Feb

2015

Tim Grüttemeier fordert für Stolberg den Erhalt der Notfallpraxis


Druck aus der Kupferstadt: Dr. Lothar Nossek wird von Bürgermeister Tim Grüttemeier aufgefordert, sich für den Erhalt der Stolberger Notfallpraxis zu engagieren.
Druck aus der Kupferstadt: Dr. Lothar Nossek wird von Bürgermeister Tim Grüttemeier aufgefordert, sich für den Erhalt der Stolberger Notfallpraxis zu engagieren.

Mit „großem Bedauern“ reagierte gestern Morgen Bürgermeister Tim Grüttemeier auf die am Vorabend von der Vollversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) getroffenen Entscheidung, nach der fünf von derzeit zehn Notfallpraxen in der Region geschlossen werden sollen – betroffen ist auch die Einrichtung in Stolberg. Sie ist seit dem 19. Januar vom „Türmchen“ in die Notfallambulanz des Bethlehem-Gesundheitszentrum ansässig, um die medizinische Kompetenz von niedergelassenen und Krankenhaus-Ärzten effizienter zum Wohle der Patienten nutzen zu können.


In einem Schreiben an Dr. Lothar Nossek, den Kreisvorsitzenden der KV, weist Grüttemeier auf die ohnhin schon „schwierige ärtzliche Versorgung im ländlichen Bereich ist dies aus unserer Sicht nur schwer nachzuvollziehen“. Aus Sicht der Kupferstadt „ist der Erhalt der Notfallpraxis am Bethlehem-Gesundheitszentrum zwingend erforderlich“, macht der Stolberger Bürgermeister unverständlich klar und erinnert an die Argumente in der eindringlichen Diskussion, die der Stadtrat auf seiner Sitzung am 20. Januar mit Nossek dazu geführt hat.


Grüttemeier fordert den KV-Kreisvorsitzenden auf, Sich nochmals für den Erhalt der Stolberger Notfallpraxis einzusetzen.


Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

Do

12

Feb

2015

CDU: Versprochen - Gehalten! Nahversorgung in Gressenich

Baubeginn für Netto neben dem Sportplatz wird nach Weihnachten erwartet. Am Samstag schließt Rewe am Hamicher Weg.

Es ist ein Erfolg der Zusammenarbeit von CDU und SPD in der großen Koalition, dass die Nahversorgung von Gressenich gewahrt wird. Das ist zumindest die politische Botschaft der Vertreter aus Stadtrat und Landtag, als Investor Egon Schreck, Geschäftsführer der ZVM Bau- und Bodenverwertung GmbH, und der Netto-Regionalleiter Expansion, Thomas Laux, das Ansiedlungsprojekt des neuen Discounters am Gressenicher Ortseingang vorstellen. Während auf dem ehemaligen Tennenplatz am Bovenheck die Arbeiten für den Kunstrasenplatz laufen, fällt ihr Blick auf die benachbarte Weide. Dort entstehen auf 5500 Quadratmeter Fläche der Discounter mit 800 Quadratmetern Verkaufsfläche plus 80 Quadratmetern Bäckerei und Café, 70 Parkplätze sowie zehn bis 15 Arbeitsplätze.

Es bleibt allerdings eine fast zwei Jahre währende Lücke bei der Gressenicher Nahversorgung. Während der Rewe-Markt am Hamicher Weg am Samstag schließt, wird Netto frühestens im Herbst nächsten Jahres eröffnen können. Baubeginn soll im nächsten Frühjahr sein; bis dahin muss Baurecht geschaffen werden. „Wir wollen im Ausschuss für Stadtentwicklung am 5. März die Aufstellung des Bebauungsplanes auf den Weg bringen“, kündigt der Technische Beigeordnete Tobias Röhm an. Es ist ein ambitionierter Zeitplan für das Projekt. Erst im Herbst begann es an Fahrt aufzunehmen, „als klar war, dass Rewe wirklich schließen wird“, erklärt Bürgermeister Tim Grüttemeier. Schnell wird klar, dass das Ladenlokal in dem ehemaligen Industriebetrieb „für unsere Ansprüche ebenso nicht mehr zeitgemäß ist wie die alte Schule am Markusplatz“, sagt Laux, dessen Unternehmen weiterhin auf Expansion setze. Ein weiteres Kriterium dabei ist die gut sichtbare Lage an einer Hauptverkehrsachse. Im Schulterschluss machen sich Ratsvertreter der Koalition auf die Suche nach einem Alternativstandort. „Das hätte nicht funktioniert, wenn wir nicht alle an einem Strang gezogen hätten“, sagt Peter Jussen (SPD). Fündig werden Politik, Investor und Pächter bei besagter Weide, die zum größten Teil in städtischem Eigentum ist. Mit dem Eigentümer des zweiten Flurstücks wird ein Kaufvertrag gezeichnet. An einem Strang ziehen auch die beiden Landtagsabgeordneten. Stefan Kämmerling macht im Ministerium den Weg frei für die Erschließung über die Landesstraße, was der Landesbetrieb ursprünglich nicht genehmigen wollte. „In Düsseldorf hat man ein offenes Ohr für Stolberger Probleme“, sagt der Sozialdemokrat und Axel Wirtz dankt seinem Kollegen ausdrücklich. Der Christdemokrat erinnert aber auch noch einmal an das Hin und Her bei der Sicherung der Nahversorgung in Gressenich – vor gut 15 Jahren hielt Rewe mit dem Ausbau des Altenheims Einzug in den Ort – und in Mausbach, wo am Ortsausgang mit Aldi und Rewe auch den Ansprüchen des Siedlungsschwerpunktes Rechnung getragen wird, der sich über das Franzosenkreuz hin ausdehnen soll. „Das führte immer wieder zum Murren im jeweils anderen Dorf“, erinnert Wirtz, ebenso wie Dieter Wolf (SPD) deutlich macht, dass beide Fraktionen stets zu ihrem Versprechen gestanden haben, die Nahversorgung für Mausbach und für Gressenich langfristig sichern zu wollen.

Mindestens für die nächsten 15 Jahre – so die Laufzeit des ersten Mietvertrages mit Verlängerungsoptionen – soll dies mit Netto in Gressenich erreicht werden. Dabei hat der Discounter eher konservativ kalkuliert. „Unsere Berechnungen basieren auf den Orten Gressenich, Werth und Schevenhütte“, verrät Laux. Die Kunden erwartet bei der Eröffnung ein aktueller Markt mit Netto-typischem Sortiment, das sicherlich auch weitere Kunden anlocken soll.

Dazu zählen sicherlich auch Eltern, Lehrer und Schüler der benachbarten Grundschule, wie Rektorin Hildegard Lüttecke betont, und Besucher des Sportplatzes: „Es ist eine Win-Win-Situation“, sagt auch Wirtz als Vorsitzender der SG Stolberg. Nicht zuletzt deshalb, weil Schule und Sportplatz per Fußweg mit dem Supermarktgelände verbunden werden. „Das führt dann auch zu einer Entlastung des Verkehrs im Bereich des Bovenhecks“, hofft die Schulleiterin. Dort würden die Anwohner durch den Supermarkt-Bau besser vor dem Lärm der Landesstraße abgeschottet, so der Gressenicher.

Bis dahin wird es noch etwas dauern. Die Verwaltung macht bereits ihre Hausaufgaben, versichert Röhm. Erste Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange liegen vor. Noch vor den Sommerferien soll die frühzeitige Offenlage und Bürgerbeteiligung, im späten Herbst der Satzungsbeschluss erfolgen. „Dann hoffe ich, dass neben der großen Koalition auch die anderen Fraktionen von dem Projekt überzeugt sind“, zeigt sich Investor Schreck optimistisch.

„Unsere Berechnungen basieren auf Gressenich, Werth und Schevenhütte.“

Thomas Laux

Netto Regionalleiter Expansion

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

Di

10

Feb

2015

CDU: Versprochen - Gehalten! Internet in Stolberg wird von Vicht aus schnell gemacht

Breitband-Ausbau zunächst für 02402-Vorwahl

165 Verteilerkästen, wie hier in Vicht, werden in den kommenden Monaten mit der schnellen Breitbandtechnik ausgestattet. Foto: L. Franzen 

Breitband: Genau genommen, führt dieser Begriff in die Irre. Denn die Glasfaserkabel, die in dieser Internet-Technik stecken, sind alles andere als breit. Wesentlich entscheidender: In den hauchdünnen Kabeln steckt eine Menge Leistung. Sie liefern schnelles Internet, von dem bald auch Stolberg profitieren soll. Ihren detaillierten Zeitplan hat die Stadt jetzt mit ihrem Partner, der Deutschen Telekom, bekanntgegeben.

Startschuss noch im Februar
Demnach sollen zunächst die Stadtteile mit der Telefonvorwahl „02402“ an das Highspeed-Internet angebunden werden. Orte mit dieser Vorwahl umfassen die mit Abstand meisten Haushalte der Stadt. Die ersten Leitungen nach VDSL-Standard wird die Telekom in Vicht verlegen. Es folgen Zweifall, Breinig, Dorff und der städtische Kernbereich. Noch in diesem Monat, am 25. Februar, soll in Vicht mit den Arbeiten begonnen werden. Der gesamte Vorwahlbereich soll bis Ende diesen Jahres umgestellt sein, wie die kommunale Ansprechpartnerin des Unternehmens für Breitbandausbau, Anja Oppermann, erklärt.

Um auf das schnelle Internet umzurüsten, seien sowohl Tiefbauarbeiten als auch Umstellungen an den grauen Verteilerkästen notwenig. Dabei wird jeder Kasten mit der so genannten Vectoring-Technik versehen, die die Glasfaserkabel erst mit den Kupferkabeln der Haushalte kompatibel machen. Oppermann betont: Erst, wenn der gesamte Vorwahlbereich auf Breitbandinternet umgestellt ist, könne das schnelle Netz auch genutzt werden. „Wir verlegen 70 Kilometer Glasfaserkabel. Tiefbaumaßnahmen sind für 20 Kilometer erforderlich.“

Die Arbeiten an den Verteilerkästen seien „minimal“, sagt Oppermann. Mit „gewissen Einschränkungen“ seien dagegen die Tiefbauarbeiten verbunden, ergänzt Bürgermeister Tim Grüttemeier. Frank Gilles vom Amt für Wirtschaftsförderung betont jedoch, dass es sich um „punktuelle Tiefbaumaßnahmen“ handele, und rechnet damit, dass es zu „keinen Vollsperrungen“ im Zuge des Breitbandausbaus kommen werde. „Sollte es zu kurzfristigen Beeinträchtigungen von Gewerbetreibenden kommen, werden wir sie darüber rechtzeitig informieren“, fügt der Bürgermeister hinzu.

„02408“ und „02409“ bis Ende 2017
Während Nutzer innerhalb des „02402“-Bereichs schon um den Jahreswechsel mit deutlich schnelleren Leitungen rechnen können, müssen sich Anwohner aus den Vorwahlbereichen „02408“ (Venwegen) und „02409“ (Gressenich und Schevenhütte) länger gedulden. Sie sollen nach den Plänen des Anbieters bis Ende 2017 Breitbandleitungen erhalten.

Eine Sondersituation existiert nach wie vor in Werth. Anwohner dieses Stadtteils müssen darauf hoffen, dass der Ausbau ihrer Internetleitungen mit öffentlichen Mitteln der Europäischen Union und des Landes NRW gefördert wird. Diese sehen einen finanziellen Zuschuss von 180 000 Euro vor. Sollte dieser Betrag nicht reichen, sehe der städtische Haushalt Rücklagen zur restlichen Finanzierung vor, erklärt Bürgermeister Grüttemeier.

„Wir verlegen 70 Kilometer Glasfaserkabel. Tiefbaumaßnahmen sind für 20 Kilometer erforderlich.“

Anja Oppermann,

Deutsche Telekom

Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung

So

01

Feb

2015

Emonds bleibt erster Mann - Parteivorstand neu gewählt

Der CDU-Stadtverband bestätigt seinen Vorsitzenden. Neuer Geschäftsführer ist Fritz Thiermann. Positiver Rückblick auf das Wahljahr 2014. Das Ziel lautet: „Weiterhin die Weichen Richtung Wachstum stellen“.

Parteivorsitzender Jochen Emonds wiedergewählt
Parteivorsitzender Jochen Emonds wiedergewählt

Jochen Emonds bleibt für die kommenden zwei Jahre Vorsitzender des CDU-Stadtverbands. 62 Wahlberechtigte sprachen dem CDU-Fraktionsvorsitzenden bei zwei Nein-Stimmen und einer Enthaltung das Vertrauen aus. Als stellvertretende Vorsitzende des Stadtverbands bestimmten die Mitglieder Paul M. Kirch (57 Ja/3 Nein/5 Enthaltungen) und Siegfried Pietz (61/4/0). Als Geschäftsführer stellte sich Martin Henning nicht mehr zur Wahl, da er sich auf andere Aufgaben wie etwa den Vorsitz der Mittelstandsvereinigung MIT der CDU konzentrieren wolle. Der neue Geschäftsführer Fritz Thiermann wurde von der Versammlung einstimmig gewählt.

 

Thiermanns Stellvertreter Artur Kaldenbach und Kunibert Matheis erhielten jeweils 57 Stimmen. Kassierer bleibt Walter Wahlen (64/1/0), sein Stellvertreter ist Lutz Hillinger (63/0/1). Das einstimmige Votum der Mitglieder erhielt der neue Schriftführer Michael Thomas, der ehemalige Vorsitzende der Jungen Union Hans Brukschen wurde als Beauftragter für Internet und neue Medien gewählt (58/4/1) und Waltraud Strang (58/5/0) mit der Mitgliederwerbung betraut. Reiner Bonnie bleibt Beauftragter für Bildungs- und Organisationsarbeit (61/0/2), und für Mitgliederinformation und Öffentlichkeitsarbeit sind Albert Blau, Marc Delzepich und Ben Grendel zuständig.

In seinem Grußwort würdigte der Landtagsabgeordnete Axel Wirtz die Erfolge der Stolberger CDU im vergangenen Jahr: „So durchorganisiert war ein Wahlkampf noch nie. Ich danke allen, die eine derart hervorragende Arbeit geleistet haben.“ Wirtz bezeichnete Bürgermeister Tim Grüttemeier als „die glänzende Figur“ in der Kupferstadt. „Seine Arbeit wird anerkannt in Stolberg. Die Menschen spüren die Veränderung.“ Dem schloss sich der alte und neue Stadtverbandsvorsitzende vorbehaltlos an. „Tim Grüttemeier hat den Bürgern die Vision von einem neuen Stolberg vermittelt. Viele Projekte und Impulse, die vor der Wahl nicht denkbar waren, werden jetzt umgesetzt oder auf den Weg gebracht“, sagte Emonds.

 

Gemeinsamer Erfolg

Der Vorsitzende des Stadtverbands verwies auf das kommunalpolitische Programm der Kupferstädter Christdemokraten und die von der Partei durchgeführten Bürgerdialoge mit mehr als 450 Gästen sowie auf Flyer und Internetseiten. „Das alles war viel Arbeit, hat uns aber den großen Erfolg bei der Wahl gebracht. Ein Erfolg, der nur gemeinsam möglich war und dem großen Einsatz jedes Einzelnen zu verdanken ist“, betonte Emonds.

Es gelte nun, in Stolberg die Weichen weiterhin Richtung Wachstum zu stellen. „Wir müssen verstärkt werben für unsere Stadt – bei potenziellen Investoren ebenso wie bei den Bürgern.“

 

Ehrenamt fördern

Wie in kaum einer anderen Kommune der Region würden sich Stolberger Bürger ehrenamtlich für den Zusammenhalt der Gesellschaft einsetzen. Daher solle das Ehrenamt weiter unterstützt und gefördert werden, und „deshalb muss es für die Politik umso wichtiger sein, die Bürger mitzunehmen. Die Bürgerdialoge waren und sind ein richtiger Schritt ebenso wie die Planungswerkstätten, bei denen Stolberger sich etwa hinsichtlich der Umgestaltung des Kaiserplatzes oder der Planung der Stadtrandsiedlung konstruktiv einbringen können.“

 

Leitbild „Stolberg 2030“

Das Thema Stadtentwicklung sei ohnehin in den vergangenen Jahren „nur Stückwerk“ gewesen, weshalb die CDU das ganzheitliche Leitbild „Stolberg 2030“ entwickeln wolle. Ebenfalls erarbeitet werde ein neues Konzept für die Kupferstädter Weihnachtsbeleuchtung, und die Burgstollen sollen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, um Stolberg touristisch aufzuwerten.

Bürgermeister Tim Grüttemeier nutzte die Mitgliederversammlung des Stadtverbands, um sich herzlich und ausgiebig bei seinen Parteifreunden für ihren „starken Einsatz bei der Kommunalwahl“ zu bedanken. „Der 24. Mai 2014 war mit Sicherheit einer der schönsten Tage, die ich bisher erleben durfte“, sagte Grüttemeier und brachte frohe Kunde, indem er versprach: „Es wird innerhalb der nächsten Monate weitere positive Meldungen hinsichtlich leer stehender Immobilien in Stolberg geben.“

 

 

Ambitioniert in Stolberg

 

Ist es sinnvoll, dass Sie weiter sowohl der Ratsfraktion als auch dem Stadtverband der CDU vorstehen?

Emonds: Es liegt mir sehr am Herzen, dass Stadtverband wie Fraktion weiterhin gut funktionieren und effektiv für das Wohl unserer Stadt und ihrer Bürger arbeiten. Als die Partei mit dem Wunsch an mich herangetreten ist, erneut für beide Vorsitzämter zu kandidieren, habe ich dem Wunsch gerne entsprochen.

Was sind Ihre Ambitionen für die Zukunft? Zieht es sie politisch in höhere Ebenen wie den Landtag oder den Bundestag?

Emonds: Meine Ambitionen kann ich nur für die nähere Zukunft definieren – allerdings äußerst klar: Meinen Lehrer-Beruf übe ich sehr gerne aus. Dieser Passion sowie dem CDU-Fraktionsvorsitz und dem CDU-Stadtverbandsvorsitz werde ich in den kommenden Jahren meine Energie widmen, also beruflich wie politisch ambitioniert in Stolberg arbeiten.

Die CDU-Delegierten für die Kreisparteitage

 

Die Mitgliederversammlung des CDU-Stadtverbands bestimmte als Delegierte für die Kreisparteitage 2015/2016 folgende Stolberger: Reiner Bonnie, Jochen Emonds, Ben Grendel, Gerd Grüttemeier, Tim Grüttemeier, Martin Hennig, Paul M. Kirch, Kunibert Matheis, Caroline Sieven, Waltraud Strang, Fritz Thiermann, Karina Wahlen, Walter Wahlen, Axel Wirtz und Klaus-Dieter Wolf.

 

 Quelle: Stolberger Nachrichten / Zeitung



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