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Projekt-Controlling

Jedes Jahr verliert die Stadt Stolberg viel Geld, da die städtischen Bauvorhaben regelmäßig den veranschlagten Kostenrahmen sprengen. Trotzdem werden sie oftmals verspätet fertiggestellt und die Qualität der Arbeiten erfüllt zumeist nicht die Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger sowie der Politik. So war es unter anderem bei der Straßensanierung in Vicht und beim Umbau des Hallenbades.
Den traurigen Rekord halten allerdings der Olof-Palme-Friedensplatz vor der Stolberger Stadthalle, bei dessen Umbau die Kosten um ca. 60 Prozent auf schätzungsweise 700.000 Euro explodierten sowie das Spielgelände in der Velau. Entgegen von Planung und Beschlusslage fehlten auf dem Spielplatz eine Schaukel und eine Bank. Und zwei Wippen sollen von anderen Spielplätzen demontiert und dort aufgesetzt werden, da die Kosten für den Architekten, der den Spielplatz geplant hatte, so hoch waren dass die Spielgeräte eingespart werden mussten.
Dies ist nicht länger zu tolerieren, denn den Schaden tragen letztlich die Bürgerinnen und Bürger.
Beispiele von ausufernden Baukosten aus der Stolberger Zeitung
Die CDU Stolberg fordert aus diesem Grund ein sofortiges Umsteuern und die Einführung eines effektiven Kosten-Controllings.
Momentan übernimmt die Verwaltung eine eigentümliche Zwitterfunktion, weil sie auf der einen Seite als Profibauherr auftritt, der theoretisch über ausreichende Sach- und Fachkunde verfügen sollte, um Bauvorhaben technisch begleiten zu können. Nicht zuletzt aufgrund einer völlig verfehlten Personalpolitik fehlen der Verwaltung hierfür allerdings die nötigen Kapazitäten.
Sinnvollerweise vergibt die Verwaltung deswegen auch Aufträge an externe Fachleute, genau so wie es Privatleute auch tun. Während allerdings jeder private Bauherr auf die exakte Erfüllung von Qualitätsmerkmalen, Terminvorgaben und der Budgetplanung achtet, wird dies durch die Verwaltung nicht ausreichend betrieben. Deswegen müssen wir hier neue Wege beschreiten und eine klare Aufgabenabgrenzung definieren.
Größere Verwaltung oder "Projekt-Controlling"
Am 30. August 2009 haben Sie die Wahl
Durch ein weiteres Aufblähen der Verwaltung, so wie es in Teilen der SPD und bei den Grünen überlegt wird, werden wir aus der Krise nicht herauskommen. Denn hierdurch würde man das Problem der unklaren Abgrenzung der Aufgaben des Hochbauamtes nicht beheben, sondern nur die daraus resultierenden Symptome lindern. Zudem wären mit einem solchen Schritt völlig unverhältnismäßige Steigerungen im Bereich der städtischen Personalkosten verbunden.
Die CDU setzt sich deswegen dafür ein, dass die Stadt das Konzept der externen Vergabe keineswegs aufgibt, sondern im Gegenteil noch stärker ausweitet.
Von den Aufgaben der technischen Überwachung befreit, kann sich das Hochbauamt dann ganz auf seine originären Aufgaben konzentrieren, sprich auf eine verlässliche Budgetplanung sowie auf die Überwachung der Qualitätsmerkmale und der Terminvorgaben.



